Rudolf Knickenberg — Der Weinpatron
Was für eine unfassbare Ehre, die 100. Folge mit einem der ursprünglichsten Sommeliers der neuzeitlichen deutschen Weinkultur und zugleich einem der Ideengeber dieses
Weinpodcastformates zu gestalten. Ja, er hat vom ersten Tag an daran geglaubt, dass ein Podcastformat junge Menschen erreicht und zukunftsfähig ist — was in dieser phlegmatischen Branche nahezu revolutionär ist. Rudolf Knickenberg ist keine bloße Geldquelle, kein distanzierter Wohltäter, der aus Steuergründen beiträgt und dann wieder verschwindet. Er ist eine jener raren Figuren, die in seinem Verständnis als CEO eines der führenden Importunternehmen unser Projekt und somit unsere Branche, die SOMMELIERs, nicht nur mitfinanziert, sondern es mit einer fast leidenschaftlichen Hingabe trägt, als wäre es sein eigenes. Er erkennt die Vision bis in die feinsten Nuancen, die Risiken bis in die entlegensten Szenarien, die erwählten SOMMELIERs bis in ihre Stärken und Schwächen. Und natürlich unterstützt er dieses Projekt aus intrinsischer Leidenschaft für unsere deutsche Weinkultur.
Was diesen Weinweltmenschen weit darüber hinaus so unfassbar sympathisch, glaubwürdig, authentisch und nicht zuletzt menschlich macht, ist die Kunst der Zurückhaltung. Rudolf Knickenberg weiß, dass wahre Förderung nicht darin besteht, das Projekt nach eigenen Vorstellungen zu formen, sondern ihm Raum zu geben, damit es atmen kann. Er mischt sich nicht ein. Stattdessen öffnet er Türen: zu Netzwerken, zu Experten, zu Räumen, zu Ideen, die das Team allein nie erreicht hätte. Er feiert Erfolge lautlos, mit einem kurzen, warmen Satz, und bei Rückschlägen ist er der Erste, der sagt: „Das gehört dazu. Weiter." Seine Unterstützung hat etwas Altmodisches, fast Aristokratisches — im besten Sinne. Er sieht sich nicht als Investor, der Rendite erwartet, sondern als Mäzen, der an etwas Größeres glaubt.
Und umso mehr freue ich mich, umso mehr diese Jubiläumsfolge mit ihm gestalten zu dürfen. Danke für diese Folge und dafür, dass es dieses Podcastformat „SOMMELIER" gibt, lieber Rudolf Knickenberg.