Mathias Brandweiner – Der Wein-Feingeist
Mathias Brandweiner hatte schon einen Namen in der Sommelier-Welt, als andere noch ihre erste Bewerbung geschrieben haben. Klar war er jung, aber keineswegs unerfahren, vereinte jugendlichen Tatendrang mit einer erstaunlichen Souveränität und ist heute bereits ein frühvollendeter Jungveteran. Er hat sich nie auf seinen Erfolgen ausgeruht oder mit Geschichten von früher die Gegenwart erklärt. Er ist vielmehr jemand, der in vergleichsweise kurzer Zeit Erfahrungen gesammelt hat, für die andere deutlich länger brauchen. Er ist lebendig und unterhaltsam, und doch sind es seine leisen Zwischentöne, die erkennen lassen, wer sein Handwerk wirklich versteht. Mathias Brandweiner besitzt jene besondere Mischung aus Reife, Können und natürlicher Selbstverständlichkeit, die ihn so nahbar und selbstbewusst erscheinen lässt. Er kennt offenkundig seine Stärken, weiß seine Erfahrungen einzuordnen und muss nicht bei jeder Gelegenheit beweisen, was er kann. Mathias ist natürlich kein alter Hase im Körper eines jungen Menschen, sondern ein junger Könner mit dem Erfahrungsschatz eines alten Hasen. Er hat seine ersten Sporen verdient, kennt die eine oder andere Abkürzung und weiß inzwischen auch, welche Umwege sich lohnen. Er bringt Erfahrung mit, ohne die Neugier verloren zu haben. Er besitzt Selbstvertrauen, ohne unbelehrbar zu wirken, und begegnet neuen Herausforderungen mit dem Wissen, dass man selbst nach vielen Erfolgen noch etwas dazulernen kann. Vielleicht ist genau das die eigentliche Kunst: früh gut zu sein, ohne sich für fertig zu halten. Erfahrung zu sammeln, ohne die Begeisterung einzubüßen. Und sich einen Namen zu machen, ohne sich selbst zu wichtig zu nehmen. Einer, der bereits weiß, wie der Hase läuft, jung an Jahren, erfahren im Handwerk, längst kein unbeschriebenes Blatt mehr und vor allem: einer, der gerade erst richtig loslegt