SOMMELIER

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Die interessantesten Weinkellner unserer Zeit

Daniel Hasert – Der Wein - Tiefstapler

Daniel Hasert – Der Wein - Tiefstapler

Ich habe noch niemals jemanden erlebt, der sich so weit unter den eigenen Scheffel stellt wie Daniel Hasert. Als eine der Weinkoryphäen des Remstals ist er nicht nur ein Wein-Leistungsträger, sondern gelebtes Understatement. Daniel Hasert beweist, dass es keines bestimmten Alters bedarf, um ein Grandseigneur zu sein, sondern einer besonderen Ausstrahlung. Und die hat er. Er gehört zu jenen Weinfachmenschen, die ihr Licht gerne ein wenig unter den Scheffel stellen, obwohl sie allen Grund hätten, es strahlen zu lassen. Einer, der seine Expertise nicht bei jeder Gelegenheit ausbreitet, seine Erfolge nicht aufzählt und seine Bedeutung nicht selbst definiert. Er braucht keine große Bühne, keine lauten Worte und keine Bestätigung von außen. Er weiß, was er kann. Und gerade deshalb muss er es nicht ständig sagen. Er verwechselt Fachwissen nicht mit Fachsimpelei. Er weiß, wann es etwas zu sagen gibt – und wann es besser ist, einfach den Wein sprechen zu lassen. Das spürt man im Podcast auf besondere Weise. Daniel ist kein Selbstdarsteller, kein Lautsprecher und kein selbst ernannter Weinpapst. Er ist ein Könner mit Substanz. Seine Kompetenz zeigt sich nicht durch die Lautstärke seiner Worte, sondern durch die Qualität seiner Aussagen. Das gilt nicht nur, wenn es um die richtige Flasche, einen besonderen Winzer oder die großen Weine dieser Welt geht. Doch es wäre zu kurz gegriffen, ihn allein über seine fachliche Exzellenz zu beschreiben. Er ist konstant. Beständig. Verlässlich. Das kann ich bestätigen, denn ich kenne ihn bereits seit einem Vierteljahrhundert. Schon immer vereinte er Zurückhaltung und Bestimmtheit auf eine besondere Weise. Er drängt sich nicht in den Vordergrund, lässt sich aber auch nicht zur Seite schieben. Er ist bescheiden, aber nicht beliebig. Zurückhaltend, aber nicht unsicher. Freundlich, aber nicht gefällig. Und wenn er eine Meinung hat, dann hat sie Gewicht. Er kann zuhören, abwägen und andere Perspektiven gelten lassen. Aber er weiß auch, wann eine Diskussion beendet ist und eine Entscheidung getroffen werden muss. Er muss nicht laut werden, um sich durchzusetzen. Seine Autorität entsteht aus Erfahrung, Kompetenz und innerer Überzeugung. Er vertritt klare Vorstellungen – nicht aus Prinzipienstarrheit, sondern aus einem tiefen Verständnis für Qualität und Anspruch. Sein Understatement wirkt dabei ausgesprochen sympathisch, niemals unterwürfig oder gar devot. Er macht aus seinen Fähigkeiten kein Schauspiel, braucht keine großen Gesten, Superlative oder Selbstvermarktung. Und wenn etwas nicht gelingt, sucht er nach Lösungen statt nach Ausreden. Das zeigt sich nicht nur im Weinbusiness, sondern ebenso im Umgang mit Menschen, in Beziehungen und im täglichen Miteinander. Er versteht, dass Genuss mehr ist als Essen und Trinken, dass ein gutes Restaurant mehr ausmacht als seine Speisekarte und dass es beim Wein nicht allein um Geld, Etiketten oder Prestige geht. Es geht um Gefühl, Begegnungen, Geschichten und die Liebe zu dem, was man tut. Vielleicht ist es diese Mischung aus Modernität und Traditionsbewusstsein, die ihn auszeichnet. Er interessiert sich für Neues, ohne Bewährtes geringzuschätzen. Er kennt die Winzer, ihre Arbeit und Geschichten und weiß, dass Wein immer wieder neu entdeckt werden will. Ob auf Reisen, bei einem guten Essen, im Gespräch mit einem Winzer oder entspannt mit Freunden: Er verbindet Genuss und Lifestyle, ohne daraus eine Inszenierung zu machen. Er ist einfach, was und wie er ist. Und wer ihn kennt, wünscht sich, dass es viel mehr Menschen wie Daniel gäbe. Und das nicht nur in unserer Weinwelt.

Daniel Hasert – Exclusive Preview

Unsere Folgen sind nicht selten ungewöhnlich lang. Das hat seinen Grund: Wir möchten den Tiefsinn fließen lassen und Euch unsere Gesprächspartner so präsentieren, wie Ihr sie sonst nie – und vielleicht nie wieder – kennenlernen könnt.
Und um Euch die Scheu zu nehmen, die man verspürt, wenn man einen über drei Stunden langen Zeitstempel sieht, aber auch, um Euch so richtig Lust auf den Kandidaten zu machen, präsentieren wir Euch immer einen Tag vor dem Release einen exklusiven Sneak in die neue Folge. Viel Spaß beim Hören, und wir freuen uns auf Euch mit einem herzlichen „Welcome back“ am Freitag.

Mathias Brandweiner – Der Wein-Feingeist

Mathias Brandweiner hatte schon einen Namen in der Sommelier-Welt, als andere noch ihre erste Bewerbung geschrieben haben. Klar war er jung, aber keineswegs unerfahren, vereinte jugendlichen Tatendrang mit einer erstaunlichen Souveränität und ist heute bereits ein frühvollendeter Jungveteran. Er hat sich nie auf seinen Erfolgen ausgeruht oder mit Geschichten von früher die Gegenwart erklärt. Er ist vielmehr jemand, der in vergleichsweise kurzer Zeit Erfahrungen gesammelt hat, für die andere deutlich länger brauchen. Er ist lebendig und unterhaltsam, und doch sind es seine leisen Zwischentöne, die erkennen lassen, wer sein Handwerk wirklich versteht. Mathias Brandweiner besitzt jene besondere Mischung aus Reife, Können und natürlicher Selbstverständlichkeit, die ihn so nahbar und selbstbewusst erscheinen lässt. Er kennt offenkundig seine Stärken, weiß seine Erfahrungen einzuordnen und muss nicht bei jeder Gelegenheit beweisen, was er kann. Mathias ist natürlich kein alter Hase im Körper eines jungen Menschen, sondern ein junger Könner mit dem Erfahrungsschatz eines alten Hasen. Er hat seine ersten Sporen verdient, kennt die eine oder andere Abkürzung und weiß inzwischen auch, welche Umwege sich lohnen. Er bringt Erfahrung mit, ohne die Neugier verloren zu haben. Er besitzt Selbstvertrauen, ohne unbelehrbar zu wirken, und begegnet neuen Herausforderungen mit dem Wissen, dass man selbst nach vielen Erfolgen noch etwas dazulernen kann. Vielleicht ist genau das die eigentliche Kunst: früh gut zu sein, ohne sich für fertig zu halten. Erfahrung zu sammeln, ohne die Begeisterung einzubüßen. Und sich einen Namen zu machen, ohne sich selbst zu wichtig zu nehmen. Einer, der bereits weiß, wie der Hase läuft, jung an Jahren, erfahren im Handwerk, längst kein unbeschriebenes Blatt mehr und vor allem: einer, der gerade erst richtig loslegt

Mathias Brandweiner – Exclusive Preview

Unsere Folgen sind nicht selten ungewöhnlich lang. Das hat seinen Grund: Wir möchten den Tiefsinn fließen lassen und Euch unsere Gesprächspartner so präsentieren, wie Ihr sie sonst nie – und vielleicht nie wieder – kennenlernen könnt.
Und um Euch die Scheu zu nehmen, die man verspürt, wenn man einen über drei Stunden langen Zeitstempel sieht, aber auch, um Euch so richtig Lust auf den Kandidaten zu machen, präsentieren wir Euch immer einen Tag vor dem Release einen exklusiven Sneak in die neue Folge. Viel Spaß beim Hören, und wir freuen uns auf Euch mit einem herzlichen „Welcome back“ am Freitag.

Gunnar Tietz – Der Wein-Guru

Gunnar Tietz ist einer der erfolgreichsten, meistausgezeichneten, renommiertesten und anerkanntesten Sommeliers der Region, einer der Dekane seines Fachs. Allein im Restaurant „First Floor“ hat er so lange, so beharrlich und so überzeugend gewirkt, dass ihm seine Auszeichnungen nicht verliehen wurden, sondern zugewachsen sind. Gunnar ist eine Persönlichkeit, an der sich ganze Generationen orientieren. Er lädt schon immer interessierte junge Sommeliers an seinen Tisch, hört ihnen zu, korrigiert behutsam und lobt, wo es verdient ist, nie darüber hinaus. Manch einer von ihnen erzählt noch Jahre später von dem Abend, an dem der Doyen der Weinwelt ihm sein Glas reichte und sagte: „Was schmeckst du wirklich?“ Es sind diese Momente, die Karrieren prägen. Gunnar Tietz erkennt man zuerst an seiner Ruhe. Er muss sich nicht erklären, nicht überbieten und nicht beweisen, denn sein Urteil hat sich über Jahrzehnte bewährt. Was andere als Trend feiern, hat er kommen und gehen sehen. Seine Gelassenheit ist kein Desinteresse, sondern die Frucht einer Erfahrung, die tiefer reicht als jede Mode. Er hat Jahrgänge begleitet, die längst Legende sind, hat Winzer gekannt, als sie noch niemand kannte, und er weiß, dass große Weine fast immer das Ergebnis von Geduld sind. Angefangen hat er in einer Zeit, als es noch nicht Lifestyle war, Sommelier zu sein.
Gunnar Tietz ist kein Mensch der großen, selbstverherrlichenden Worte, und doch tragen seine kleinen weit. Wer ihm zuhört, begreift, dass für ihn Wein eine Kultur ist, die Zeit, Demut und Leidenschaft verlangt. Er ist jemand, der der Sache sein Leben gewidmet hat und sie, auch deshalb, bis heute zum Leuchten bringt. Er ist noch lange keine neunzig, aber er hat die Erfahrung, als wäre er es. Wenn er spricht, merkt man, dass er schon Zehntausende von Flaschen geöffnet hat, ruhig, sicher, ohne jede Hast. Sein Blick ist wach und freundlich, mit jener offenkundigen Freude, die nur Menschen besitzen, die viel gesehen haben und sich ihre Neugier trotzdem bewahrt haben.

Gunnar Tietz – Exclusive Preview

Unsere Folgen sind nicht selten ungewöhnlich lang. Das hat seinen Grund: Wir möchten den Tiefsinn fließen lassen und Euch unsere Gesprächspartner so präsentieren, wie Ihr sie sonst nie – und vielleicht nie wieder – kennenlernen könnt.
Und um Euch die Scheu zu nehmen, die man verspürt, wenn man einen über drei Stunden langen Zeitstempel sieht, aber auch, um Euch so richtig Lust auf den Kandidaten zu machen, präsentieren wir Euch immer einen Tag vor dem Release einen exklusiven Sneak in die neue Folge. Viel Spaß beim Hören, und wir freuen uns auf Euch mit einem herzlichen „Welcome back“ am Freitag.

Conny Ganß - Wein ohne Brimborium

Conny Ganß lässt sich als Spannung zweier Pole lesen. Da ist die Sommelière mit Fachtiefe, Präzision, klarem Urteil und der Lust, zu referieren, wenn es drauf ankommt. Und da ist die Gastgeberin, die Wein zugänglich macht, locker, direkt und mit Humor. Beides steht bei ihr nicht im Widerspruch. Die Strenge des Fachs ist ihr Fundament, die Leichtigkeit ihr Zugang zu den Menschen. Sie ist traditionell genug, um jede Flasche zu respektieren, und modern genug, um ihr trotzdem frech zuzuzwinkern.
Sie bleibt, wie sie ist, mit Kanten und Charme. Sie moderiert Wein auf Augenhöhe, ohne Schnösel-Attitüde und ohne Etikettenfurcht, und das gilt für den Tisch im Restaurant genauso wie für die große Bühne. Wissen und Genuss gehören für sie zusammen, und zwar ohne Perfektionsdruck. Essen und Trinken sind für sie kein Ritual zum Niederknien, sondern pures Lebensgefühl, ein Stück Lifestyle mit Haltung. Sie nimmt den Wein ernst und sich selbst gerade so viel, wie es dem Gespräch dient.
Conny geht kopfüber ins Glas und ins Live-Gespräch. Ihr eigener Trustfall ist das Vertrauen, sich dem Gespräch hinzugeben, und er funktioniert, weil sie weiß, dass ihre Fachkenntnis sie auffängt. Sie fragt Winzer nicht nur nach Rebsorte und Ausbau, sondern nach Herz, Haltung und dem Mut hinter dem Etikett. Denn Wein ist für sie Beziehung: zwischen Mensch und Region, zwischen Glas und Gefühl, und manchmal auch ein bisschen Liebe auf den ersten Schluck.
Conny nimmt sich nicht zu ernst, und Wortwitz ist ihr Markenzeichen. Sie macht Fachthemen zu Unterhaltung, ohne sie zu verflachen, und nimmt ihr Publikum mit auf eine Reise, bei der niemand einschläft. Sie weiß auch, dass Wein Business ist und es dabei um Geld geht, aber sie lässt sich davon nicht den Spaß verderben. Conny ist eine Gastgeberin im besten Sinn. Sie ist eine Sommelière mit Rückgrat und mit Interesse an dem, was Wein morgen sein wird.
Wie keine zweite in dieser Weinwelt verbindet Conny Ganß Fachkunde mit Wärme, Wortwitz mit Substanz und Bühnenpräsenz mit Zuhörfähigkeit. Ihr Charakter lebt davon, dass sie Wissen nicht als Distanz versteht, sondern als Einladung. Sie macht anderen Lust auf Wein und auf die Menschen dahinter. Und wer einmal mit ihr angestoßen hat, merkt: Das hier ist kein Pflichttermin, das ist Rock 'n' Roll im Weinglas.

Conny Ganß – Exclusive Preview

Unsere Folgen sind nicht selten ungewöhnlich lang. Das hat seinen Grund: Wir möchten den Tiefsinn fließen lassen und Euch unsere Gesprächspartner so präsentieren, wie Ihr sie sonst nie – und vielleicht nie wieder – kennenlernen könnt.
Und um Euch die Scheu zu nehmen, die man verspürt, wenn man einen über drei Stunden langen Zeitstempel sieht, aber auch, um Euch so richtig Lust auf den Kandidaten zu machen, präsentieren wir Euch immer einen Tag vor dem Release einen exklusiven Sneak in die neue Folge. Viel Spaß beim Hören, und wir freuen uns auf Euch mit einem herzlichen „Welcome back“ am Freitag.

Gabriela Predatsch - Die Weinbaristin der Kabi

Wie kreiert und zugleich definiert man eine der kreativsten Weinbars der Republik? Mit Daydrinking, dem Heiligen Vormittag und ganz viel sympathischer Persönlichkeit. Zusammen mit Marcel Truckenmüller feilt Gabriela Predatsch seit über einem Jahr an einem der schönsten Wohlfühlorte im Stuttgarter Westen. Die Kabi Weinbar war schnell mehr als eine neue Adresse. Sie ist zu einem der Orte geworden, an denen in der schwäbischen Metropole traditionelle Weinkultur, modernes Lifestyle-Gefühl und vor allem Leidenschaft zusammenkommen. Woran liegt so ein Erfolg? Am Konzept, am Business, am Hinterhof? Sicher auch. Am Geld jedenfalls nicht, sondern vor allem an Menschen wie Gabriela, die einen Ort mit Echtheit füllen und mit Leben. Mit Wein und mit ganz viel Hingabe.
Aus einem Job ist bei ihr in fünfzehn Jahren eine Liebe geworden, ein Projekt mit Herz. Was man bei Gabriela so ungemein spürt, ist ihre Neugierde: auf den Wein, auf die Winzer hinter den Fässern, auf die Menschen vor den Gläsern, aufs Reisen zu ihnen und vor allem aufs Verbinden. Wenn Gabriela von ihren Gästen spricht, spricht sie nicht von Kundschaft, sondern von Menschen und Beziehung. Sie sieht sich weniger als Instanz, eher als Dramaturgin des Abends: „Ich bin das Upgrade für euren Abend, und der Wein ist mein Komplize." Als Weinbaristin steht sie genau dort, wo Fachwissen auf Gastfreundschaft trifft und Essen und Trinken zusammenfinden. Was sie im Sterne-Restaurant gelernt hat, trägt sie nicht vor sich her, sie schenkt es einfach mit ein, Flasche für Flasche, Glas für Glas. Dahinter steht ein einfacher Wunsch: Genuss ohne Schwellenangst, eine Bar, die cool ist, für alle offen steht und sich wie ein Wohnzimmer anfühlt. Weil es sie nicht gab, haben Gabriela und Marcel sie selbst gebaut. Die Suche nach dem richtigen Ort dauerte über ein Jahr. Gefunden haben sie ihn in der Schlossstraße, im ehemaligen Coucou, mit einem lauschigen Hinterhof, der schon die frühere Tagesbar verschönert hatte. Im Frühjahr 2025 ging es los. Auch der Name sagt schon einiges. „Kabi" steht für Kabinett, die Prädikatsstufe für feine, leichte Weine mit wenig Alkohol. Das passt zu ihrer Haltung: Expertise und Leidenschaft, aber ohne Schwere. Oder, wie man über Gabriela selbst sagen könnte: leicht im Ton, präzise in der Auswahl und schwer zu vergessen.

Gabriela Predatsch – Exclusive Preview

Unsere Folgen sind nicht selten ungewöhnlich lang. Das hat seinen Grund: Wir möchten den Tiefsinn fließen lassen und Euch unsere Gesprächspartner so präsentieren, wie Ihr sie sonst nie – und vielleicht nie wieder – kennenlernen könnt.
Und um Euch die Scheu zu nehmen, die man verspürt, wenn man einen über drei Stunden langen Zeitstempel sieht, aber auch, um Euch so richtig Lust auf den Kandidaten zu machen, präsentieren wir Euch immer einen Tag vor dem Release einen exklusiven Sneak in die neue Folge. Viel Spaß beim Hören, und wir freuen uns auf Euch mit einem herzlichen „Welcome back“ am Freitag.