Alfred Voigt – Der Bernhard-Viktor „Vicco“ Christoph-Carl von Bülow des Weines
Ein Sommelier von Format. Alfred Voigt war nicht nur einer der dienstlängsten und beständigsten Weinkellner in Deutschland, sondern auch eine Institution deutscher Weinfachmenschen – ein Virtuose des feinsinnig abstrusen Humors, ein Architekt des pointierten Schweigens und der akribisch inszenierten Eskalation im Weinglas und am Tisch seiner Gäste. Geboren in einer Zeit, als der Genuss noch eine eher beiläufige Randnotiz des Alltags war, entwickelte Alfred Voigt früh ein tiefes Verständnis für jene eigenartigen Momente des gesellschaftlichen Miteinanders, in denen der Mensch – oder besser gesagt, der Deutsche im Besonderen – in vollem Umfang an der Wahl des richtigen Weines scheitert. Ein Rotwein, der zum Fisch bestellt wird, ein Schaumwein, der mit Eiseskälte das Aroma erstickt, oder eine allzu unbedarfte Frage nach der „guten Flasche“ – Alfred Voigt wusste, dass das Drama des Genusses oft im winzigen Detail liegt, zwischen erwartungsvollem Nippen und ratlosem Stirnrunzeln. Seine Empfehlungen – seien es große Nebbiolo, die auf der Zunge ganze Geschichten erzählen, gereifte Weine aus dem Loire-Tal, die dem Gast das Reframing der eigenen Geschmackswelt abverlangen, oder rare Tropfen, die mehr über den Winzer als über das Weinglas verraten – waren keine bloßen Serviervorschläge, sondern fein ziselierte Anleitungen zur Erweiterung des kulinarischen Horizonts. Alfred verstand und versteht es meisterhaft, aus einer einzigen unauffälligen Bemerkung eines Gastes ein sensorisches Erlebnis zu entfalten – ein Talent, das ihn nicht nur als Sommelier, sondern auch als Meister des gastronomischen Dialogs auszeichnete. Seine Sprache – ein wohltemperiertes Bouquet aus fachlicher Präzision und feinsinnigem Understatement – bot eine Bühne für all jene kleinen Katastrophen der Weinkultur, die nur der wirklich Geduldige mit Contenance erträgt und der wirklich Geübte mit einem nachsichtigen Lächeln begleitet. Und so bleibt festzustellen: Alfred Voigt hat der deutschen Gastronomie nicht nur exzellente Weinempfehlungen, unvergessliche Genussmomente und die Kunst des perfekten Timings hinterlassen, sondern vor allem eine große Wahrheit: Ein Leben ohne guten Wein ist möglich – aber sinnlos.
Alfred Voigt https://tinyurl.com/32pncb57
Mit herzlichen Grußworten von:
Daniel Mariano, Terroir Unlimited Weinhändler und Freund
Stefan Rumpf, Weingut Kruger Rumpf
Winzer und Freund
Diese Folge von SOMMELIER – Die interessantesten Weinkellner unserer Zeit wird begleitet von durch Silvio Nitzsche ausgewählte Weine aus dem Programm der Schlumberger Gruppe, zu der die Handelshäuser Schlumberger, Segnitz, Consigliovini und das Privatkundenportal Bremer Weinkolleg gehören.
Während des Podcast probieren wir:
2022 Le Volte dell'Ornellaia, Ornellaia, Toskana, Italien
Link für Geschäftskunden: https://is.gd/CLSylc
Link für Privatkunden: https://is.gd/pY7yRq
Hört bitte selbst: https://is.gd/gJJL8Q
Sehr gerne empfehle ich die folgenden Produkte:
Quartet Brut, Roederer Estate, Anderson Valley, Kalifornien, USA
Link für Geschäftskunden: https://is.gd/sIzoTO Link für Privatkunden: https://is.gd/k9uvEp
Hört bitte selbst: https://is.gd/CpBsRd
2023 Quintessenz Kalterersee Classico Superiore, Kellerei Kaltern, Südtirol, Italien
Link für Geschäftskunden: https://is.gd/HHyYs8
Link für Privatkunden: https://is.gd/HNCCML
Hört bitte selbst: https://is.gd/lxpcD8
Sake Shiraume Ginjo Umeshu, Akashi Sake Brewery, Japan
Link für Geschäftskunden: https://is.gd/BZaY8z Link für Privatkunden: https://is.gd/IyoQ5n
Hört bitte selbst:
https://is.gd/QimciK
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Das Format:
SOMMELIER – Die interessantesten Weinkellner unserer Zeit
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Weinklang GmbH, Silvio Nitzsche, Bergahornweg 10, 01328 Dresden, silvio@sommelier.website
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