SOMMELIER

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Die interessantesten Weinkellner unserer Zeit

Transkript

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00:00:00: Hallo, ich bin der Ernie Losen vom Vangedokto Losen im Bergenkastel an der Mosel und ich bin von Silvio Nietzsche angesprochen worden.

00:00:22: Ein paar Worte über die Luisa, jeder kennt sie unter der Namen Lu, zu sagen die Lu hatte bei mir 2013 im Rahmen von dem Studium in Geisenheim

00:00:41: und dann hat ich ihr gesagt, ja komm mal vorbei, dann können wir mal darüber reden und als wir uns hier getroffen haben bei unserem Bein, habe ich schon recht gemerkt, dass sie eine wirklich interessante Persönlichkeit ist und starke Charakter hatte

00:01:00: und sie war von Anfang an total begeistert über das Thema Wein, wollte so viel wie möglich darüber erfahren lernen, sie hatte sich auch so ein bisschen für Verkauf, Export interessiert und da wir ja immer noch sehr stark exportorientiert arbeiten, habe ich gesagt, naja warum nicht, du kommst einfach mal mit nach Amerika, das ist immer noch unser größter Markt, wo wir mehr als 50% unseres Absatzes haben

00:01:28: und dann bin ich mitgekommen und in den USA sind wir glaube ich 10 oder 12 Tage rumgereist, haben Wein und Dines gemacht, Masterclasses, Staff Trainings und sie war vollkommen dabei, ich muss ja immer sagen, da war ja noch gerade am Anfang ihre Karriere, aber diese Begeisterung und diese Werf, unglaublich beeindruckend,

00:01:55: und ich meine wir wissen ja alle, wo sie das hingeführt hat, sie hat ja eine tolle Karriere hingelegt und also ich bin beeindruckt und immer noch wenn ich mal hin und wieder wir uns treffen und so, sie ist einfach eine ganz tolle, tolle Persönlichkeit und ich denke mal, da kommt noch ganz schön viel mehr.

00:02:15: [Musik]

00:02:36: Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von Sommelier, die interessantesten Weinkenner unserer Zeit.

00:02:41: Was für ein Jahresauftakt 2025 und ich freue mich so unfassbar über unsere heutige Gäste, denn obgleich sie nicht in einem Restaurant steht, könnte sie Sommelier nicht symbolisch ausstrahlen, sie empfiehlt jeden Tag Wein, sie lebt jeden Tag Wein, sie kommt aus einer Gastrofamilie, sie hat eine fundierte Ausbildung, also wer ist eigentlich mehr Sommelier als sie?

00:03:00: Ich bin gespannt, ich bin gespannt, was sie zu sagen hatten, ich freue mich sehr auf sie. Und bevor wir ins Gespräch einsteigen, möchte ich mich ganz herzlich bei unserem Partner.

00:03:07: Der Schlumbergergruppe mit den Handelshäusern Segnetz, Conzio Vini, Schlumberger und den Privatkundenportal Bremer Weinkolleg aus aller herzlichste bedanken.

00:03:15: Dank ihnen dürfen wir das Jahr 2025 ebenfalls mit den interessantesten Weinkennern unserer Zeit auskleiden und ihnen eine Bühne geben, so wie heute Luisa Maria, Alias Lu Schmidt.

00:03:26: [Musik]

00:03:28: Happy New Year!

00:03:30: Happy New Year! 25, 25, genau.

00:03:34: Bist du gut gerutscht?

00:03:35: Ja, sehr gut.

00:03:36: Also wir sind hier ganz gespannt.

00:03:38: Und bei dir, Dry January?

00:03:39: Nein, auf keinen Fall. Nein, ich mache das so in meinem eigenen Tempo. Im Februar werde ich fasten, das mache ich eigentlich jedes Jahr, 21 Tage.

00:03:46: Richtig krass, also mit...

00:03:48: Ja, ja, so richtig krass.

00:03:49: Maximal 500 Kalorien am Tag und so mal so richtig so entschlacken, aber jetzt nicht nur Brühe und einen Apfel oder so, sondern einfach so ein bisschen die Kalorienzahl runterfahren und so ein bisschen bewusster essen und ja.

00:04:04: Hm, was trinkst du Wein überhaupt? Also jetzt, wenn du mal nicht fast ist...

00:04:07: Wann trinke ich Wein?

00:04:09: Allgemein, ist es für dich ein Thema, also im täglichen oder...?

00:04:12: Ich trinke Wein in Gesellschaft am liebsten. Also so alleine kann ich das ganz schlecht.

00:04:17: Und ich bin so ein... ich würde schon sagen, ich habe mich schon so als Gesellschaftstrinkerin bezeichnet.

00:04:22: Also da kann ich dann immer ganz schlecht Nein sagen, wenn dann so jemand sagt, ja, so man Läschen zusammen trinken, das ist für mich so was Geselliges und was total...

00:04:30: Ja, was richtig schön ist, zusammen eine Flasche besprechen und Philosophieren vielleicht auch ein bisschen oder vielleicht auch mal nichts sagen und ja, in Gesellschaft trinke ich super gerne.

00:04:41: Trinkst du den Wein des Weines wegen? Also welts Wein ist?

00:04:44: Oder ist es für dich dann so dieses übergeordnete Philosophie und ich muss mich da reinarbeiten?

00:04:50: Also ist es mehr Lust oder mehr Philosophie?

00:04:52: Ich glaube, eine 50/50, eine gute Mischung aus Beiden. Also ich trinke Wein, weil mich das dahinter fasziniert.

00:04:58: Wer den Wein gemacht hat, was der Wein über sich selber erzählt, das klingt ja total kitschig, aber das ist ja das, warum ich Wein als Beruf mache, warum Wein mein Beruf ist.

00:05:09: Ja, es ist einfach eine tolle, faszinierende Angelegenheit, weil die wird so schon je nicht sein, oder?

00:05:18: Ich bin immer zu verbissen beim Wein, also wenn ich dann immer mehr mich reinarbeiten möchte und ich mag es manchmal nicht, super besondere Weine in Gesellschaft zu trinken, weil ich da nicht genügend Ruhe hab.

00:05:30: Okay, das verstehe ich auch.

00:05:31: Ich verstehe auch. Und ärger mich manchmal, wenn ich so eine super besondere Flasche hab und damit jemand zusammensitze, dass ich jetzt reden muss nebenher, anstatt mich darin fallen zu lassen.

00:05:42: Den Wein so wirklich zu lassen.

00:05:43: Und da, ich bin ja eher so nördig.

00:05:44: Ja.

00:05:45: Und wenn ich Wein in Gesellschaft trinke, ist es für mich eine Kombination aus Entspannung und Socializing, wo ich dann auch Brücken baue, wo ich auch Momente schaffe, um mich später mit dem Wein an die Person, mit der Person an den Wein zu erinnern.

00:05:59: Ja.

00:06:00: Also diese Verwendung, um hier hinzubekommen.

00:06:02: Ja.

00:06:03: Das finde ich super.

00:06:04: Aber so dieses extrem tiefsinnige vom Wein geht da mir so ein bisschen verloren.

00:06:08: Deswegen bin ich da mal so ein bisschen super hin und her gerissen.

00:06:12: Ja, ist so eine Mischung aus beidem.

00:06:13: Auf der einen Seite liebe ich es mit Menschen zusammenzusetzen und gemeinsam den Wein zu verkosten, weil ich mich auch darüber austauschen möchte.

00:06:20: Und auf der anderen Seite ist es natürlich so, dass an wilden Abend dann ganz viele Flaschen aufgerissen wird und werden.

00:06:26: Und man kommt überhaupt gar nicht mehr hinterher.

00:06:28: Das finde ich auch cool.

00:06:29: Wenn du dann einfach und dann, ich meine es wird auch oft gebäscht, dass man sagt, oh, dann müssen wir uns gegenseitig messen.

00:06:33: Aber das hat ja auch was.

00:06:34: Wenn du sagst, oh, das ist dem probieren, dem probieren.

00:06:36: Hat was, aber manchmal kommt man dann gar nicht hinterher.

00:06:38: Und dann denkt man sich, ah, shit, da wollte ich auch noch ein Foto machen und da wollte ich mich auch noch mal reinlesen.

00:06:42: Und das ist dann, was ich dann manchmal tatsächlich schade finde, dass man gar nicht hinterher kommt.

00:06:47: Aber ich glaube, für mich ist Wein in jeder Situation, in jeder Gelegenheit einfach immer super schön.

00:06:53: Ich glaube, sie Winzer werden das irgendwie, dass die, ich sag mal nicht, traurig enttäuscht sauer sind,

00:06:59: wenn der Wein bei so einer Party, Wein-Party-Stimmung getrunken wird oder also nicht genügend Aufmerksamkeit bekommt.

00:07:05: Oder wenn die Party fehlt, dass denen das irgendwo wichtig ist.

00:07:09: Nee, glaube ich nicht.

00:07:10: Ich glaube, die haben Spaß, wenn wir Spaß haben.

00:07:12: Ich glaube, ich auch.

00:07:13: Ja.

00:07:14: Ich glaube, die haben Spaß, wenn wir Spaß haben.

00:07:16: Und die mögen es manchmal, glaube ich, auch gar nicht, wenn man den Wein zu überernst.

00:07:20: Ja, total.

00:07:21: Also jetzt irgendwie alles komplett auseinander zu dröseln, ist vielleicht auch manchmal anstrengend

00:07:26: und tagesformabhängig, ob es Sinn macht oder ob es weniger Sinn macht.

00:07:31: Ich finde es gut, das kannst du leben.

00:07:32: Ich beneide dich, erwahnsinnig.

00:07:33: Warum das?

00:07:34: Ich hätte gerne mehr Frauen.

00:07:35: In der Branche?

00:07:36: Nee, allgemein.

00:07:37: In deiner Hörerschaft sind ja, glaube ich.

00:07:39: Du hast es irgendwo mal gesagt, 70 Prozent Frauen, glaube ich.

00:07:43: Ah, du meinst von der Hörerschaft.

00:07:44: Ja, bei mir ist es.

00:07:45: Ja, ich bin natürlich weiblich und ich ziehe wahrscheinlich auch viele Frauen an.

00:07:50: Was die Thematik betrifft und weil ich halt selber eine Frau bin.

00:07:56: Nein, ich glaube, es hat damit nichts zu, vielleicht auch.

00:08:00: Aber du hast wahrscheinlich eine andere Ansprache, du hast eine andere Leichtigkeit.

00:08:04: Du bist vielleicht nicht so verbissen wie ich.

00:08:05: Das, glaube ich, mögen viele, vielleicht Frauen.

00:08:09: Also da kann ich mir vorstellen.

00:08:11: Aber deine Hörerschaft oder deine Fangemeinschaft ist ja auch recht jugendlich, was ja auch recht ungewöhnlich ist.

00:08:16: Ja, jung und weiblich.

00:08:17: Ja, jung und weiblich.

00:08:18: Ja, das stimmt.

00:08:19: Ist das kühl für dich oder hättest du es gerne anders?

00:08:21: Ich hätte es gerne noch jünger.

00:08:23: Also, wo bist du?

00:08:26: So 80 Prozent meiner Follow-In, die sind zwischen 25 und 35.

00:08:33: Ja, wir haben die anderen, wir haben zwischen 30 und 45.

00:08:35: Ja, ja, wir haben eine, was wir aus ein paar Leute aus der Reihe tanzen.

00:08:41: Und jetzt gerade wächst aber so ein bisschen die Community, die sich so im Alter zwischen 8 sehr, glaube ich, 24 oder 25.

00:08:48: Also wenn man jetzt nur von den Instruments aus geht.

00:08:50: Aber ich denke, 25, 35 ist auch ein cooles Alter, um sich damit irgendwie zu beschäftigen.

00:08:56: Ja, das Interessante ist, dass die wenigsten Weinexperten diese Gruppe abholen können.

00:09:02: Ja.

00:09:03: Und es ist ja eine ganz andere, auch Generation auch.

00:09:06: Also du bewegst dich dann einer anderen Generation und sprichst einfach so den Puls der Zeit an.

00:09:13: Ist das gewollt?

00:09:14: Also war das inszeniert oder ist das Natur?

00:09:16: Du bist ja recht lebendig und so weiter und ist sehr schön natürlich.

00:09:19: Aber bist du an Start gegangen?

00:09:21: Hast du gesagt, ich hol die jetzt gerade aus der Schule kommen oder?

00:09:25: Nee, ich bin ja sehr früh in die Weinbranche gerutscht.

00:09:29: Ich war 16, da habe ich angefangen, mich für Wein zu interessieren.

00:09:32: Also relativ früh bin ich auch in einem Haushalt groß geworden, wo Wein und Essen immer im zentralen Mittelpunkt war.

00:09:37: Ich bin in einer Gastronomie aufgewachsen.

00:09:39: Als Wützhauskind.

00:09:41: Richtiges Wützhauskind.

00:09:43: Ja, und zwischen Pass und Befehe, Getränkebefehe.

00:09:48: Und Wein hat mich wirklich direkt zu begehen total fasziniert, weil ich immer einen Beruf ausüben wollte, bei dem ich reisen kann.

00:09:57: Und dann überlegt man halt, was fällt in dieses Rasterreisen, Kulinarik, mit Menschen, Geselligkeit.

00:10:06: Und hab mich dann für Wein entschieden.

00:10:08: Und dann habe ich eine Zeit lang im Export gearbeitet und auch schon bei der Arbeit beim Gast, weil ich auch in der Gastronomie gearbeitet habe,

00:10:16: hat mir dieses Erklären immer extrem viel Spaß gemacht, dieses Leute an die Hand nehmen und halt eben nicht irgendwie snobbisch da herreden,

00:10:24: sondern halt Leute für das Thema begeistern, das ist mir wichtig.

00:10:29: Und dass es auch keine Tabus gibt.

00:10:32: Also wenn man halt mal irgendwie was nicht mag oder sowas und so, man soll das sagen und gerade aussprechen.

00:10:37: Und dass man so ein bisschen die ganze Thematik einfach auflockert.

00:10:41: Und das war immer so mein, das was mir auch Spaß gemacht hat, Endverbraucher*innen, das halt einfach zu erklären,

00:10:47: weil es auch eine ganz andere Dankbarkeit ist, als wenn man jetzt nur so nördig irgendwie redet.

00:10:51: Oder mit Leuten, die halt auch voll im Fach sind.

00:10:54: Und ja, und dann kam so eins zum anderen, und der Stein fing an zu rollen.

00:11:01: Und dann habe ich halt geguckt, ich wollte immer schreiben.

00:11:03: Und dann, die sozialen Medien haben ja auch einfach so eine neue, haben dieses ganze Thema Wein demokratisiert.

00:11:11: Wer darf über Wein sprechen?

00:11:13: Apropos Frau, darf ich dir schon mal einlesen, Wein einschieben?

00:11:17: Hält finde ich mega.

00:11:19: Und das war geplant oder bist du da mehr oder weniger reingerutscht in dieses, also das ist so ein mega, mega, mega Hype?

00:11:28: Reingerutscht.

00:11:30: Du meinst von sozialen Medien oder was?

00:11:33: Also von deiner Präsenz, von deiner, dass du, du bist ja schon, schon einen der erfolgreichsten, oder?

00:11:39: So von rein, von, wenn man ist rein Social Media und man versucht irgendwo,

00:11:42: mein Anderen messen sich an ihren Zirpen, sondern ist Jahre Titel, so, oder meist die größte Ballenkarte oder sonstiges.

00:11:47: Ja, ich fühle mich auch total, ich fühle mich auch total fehler im Platz hier im Podcast,

00:11:50: weil ich natürlich nicht aktiv ist wirklich, weil das Formulärie bin.

00:11:53: Nein, ich wurde wirklich gebäscht dafür.

00:11:55: Ja, das glaube ich. Ich wurde auch gebäscht.

00:11:57: Ja, der Silvio hat gefragt, ob ich zum Podcast komme und dann meint er der Willi so, also nee, das würde ich dir nicht empfehlen.

00:12:04: Und er sagte so, ja, da kommt bestimmt dann wieder irgendwelche Hater um die Ecke und so.

00:12:10: Ja, genau. Ja, was hast du? Also ich habe in der Tat die Nachricht bekommen, ah so und so und warum jetzt LEH und braucht ihr Quoten und...

00:12:19: LEH, ja gut, aber das ist ja nicht mein Hauptbeschef, die geht es sich ja.

00:12:22: Ihr seid von meiner Liste. Also ich wurde klar ausgelistet wegen dem, aber ich hatte eine Folge mit dem Sebastian Borthäuser.

00:12:30: Und er meinte, die Zombie-Welt hat sich ja im Allgemeinen geändert. Man darf das nicht mehr so verkauft sehen von den Leuten, die rein im Restaurant stehen und sagen 1 zu 1, wir beraten jemanden.

00:12:39: Sondern die Zombie sind ja, sie haben sich entwickelt. Sie stehen teilweise im Handel, wenn du jetzt auch in die Schule guckst, wer macht die Zombie-Ausbildung?

00:12:46: Ja, ja, ja. Ja, ja. Sind Leute, die beraten, sind Leute, die im Handel, sind Leute, die im Restaurant sind. Ja, klar.

00:12:50: Letztlich ist die Branche ja so übergreifend. Also ganz viele, die mal im Restaurant gehen dann in den Handel, gehen dann wieder zurück ins Restaurant und so weiter, öffnen eine Gastomie, öffnen eine Bar.

00:13:01: Und wenn man das nur so startet, steht, ich glaube, dann ist man zuverkauft und dann steht man sich auch selber im Weg. Ja.

00:13:08: Und deswegen war es eigentlich für mich ein Kernwunsch, dich dabei zu haben. Ja, vielen Dank.

00:13:13: Ich habe dich angefragt und finde, dass du mehr Zombie-Ausstrats und mehr Zombie bist als viele Zombie-Ausstrats.

00:13:22: Weil du dich lebendiger mit dem Wein erklären beschäftigst und dich im Momentan, also mit dem, was interessiert einen gerne Weintrinker.

00:13:32: Und ich versuche den abzuholen und versuche den auf Augenhöhe zu begleiten, als viele, die die Weinkarte vor sich her tragen.

00:13:41: Also kein Bäschen gehen über oder sonst was. Nein, nein, nein. Ich bessere was gemeinste.

00:13:44: Also dich dazu kommen, wenn ich dich zufragen. Ich sehe dich nicht als Zombie im Restaurant, aber trotzdem erfüllst du alle Kriterien, die ein Zombie erfüllen.

00:13:51: Ja, ja. Und deswegen fand ich das einfach mega cool und fand es auch mega cool, mit dir das Jahr zu eröffnen.

00:13:56: Natürlich witzig, dass dein Mann überhaupt diese Serie eröffnet hat. Ja, stimmt. Ja. Folge 1. Und du bist jetzt Folge 1/25 daher.

00:14:05: Willkommen. Ja, Leonhard hat mir darüber gesprochen und dann habe ich mit der Anna gesprochen. Das ist eine sehr gute Freundin von mir.

00:14:12: Luna, kennst du eh? Ja. Und sie sagte so, nein, geh da auf jeden Fall hin. Und dann sage ich, ja, okay, dann mache ich das.

00:14:18: Dann hat man sich so ein bisschen ausgetauscht und Willy sagte so, nee, würde ich dir jetzt nicht empfehlen, weil halt eben nicht aktiv in das Formulari.

00:14:24: Und sie sagte so, nee, mach das auf jeden Fall nicht so. Okay, Angriff. Find ich cool. Aber berührt dich das noch?

00:14:30: Also bist du da noch, es gibt ja viele, also Gerhard Retter hat das zu mir gesagt, der hat damals, als er bei seiner Jury Tätigkeit angefangen hat,

00:14:39: die Grenze, die als Bildschirm durchbrochen wird, weil du offen, also offen, vielleicht nicht sichtbar bist, aber trotzdem sichtbar bist,

00:14:46: kommen Kommentare, die absolut, wo man sich am Anfang sehr stark mit beschäftigt, breitet das irgendwann an deinem Abbau oder ist das immer noch ein Thema?

00:14:54: Ich glaube, dass wenn so was irgendwann an dir abprallt und du nicht mehr vielleicht dein eigenes Tun hinterfragst, also diesen Moment hast du, wo du innehältst,

00:15:08: diesen Kommentar mitnimmst, dass einmal diesen Kommentar eine Revue passieren lässt und dann für dich überlegst, ja, ist da was dran oder ist das wieder irgendein Bullshit,

00:15:19: dass du das für dich einmal kurz bewertest und dann aussortierst, aber natürlich ist, also ich damit sagen möchte, ich finde, es ist immer wichtig,

00:15:26: dein eigenes Handeln zu reflektieren, auch wenn du zu dem Schluss kommst, nee, ich mach alles richtig, es ist okay, für mich ist es okay.

00:15:33: Aber ich glaube, wenn der Moment gekommen ist, wo mich das überhaupt gar nicht mehr bocken würde, dann würde ich mich selber nicht mehr leiden können,

00:15:43: weil ich kriege jeden Tage so viel Hass nachrichten, wirklich Hass nachrichten, ich bekomme jeden Tag so viel Kritik wie Mail, nach der ich nie gefragt habe,

00:15:55: nach Meinungen und Co. und manche Sachen, die prallen mittlerweile an mir ab, also ich gucke schon drauf und die ersten fünf Minuten sind so, oh, schon wieder und so,

00:16:05: aber ich sag das mal so, ich habe mir in der Vergangenheit schon ein Fell wachsen lassen und es wird auch immer dicker, aber es gibt schon gewisse Kommentare oder auch Situationen, die mir schon nahe gehen,

00:16:21: auf jeden Fall, ja, definitiv. Und das bin auch einfach ich und ich habe auch einfach gelernt zu sagen, nee, das bin ich und es gibt vielleicht, weil Willi sagt immer so, ja, komm, nimm das nicht so ernst und die haben ja auch keine Hobbys und so,

00:16:33: aber es ist immer leicht zu sagen, wenn es eigentlich betrifft, ne.

00:16:37: Sind das fachliche oder sind das persönliche?

00:16:41: Nein, also mit fachlicher Kritik kann ich umgehen, mit fachlicher Kritik kann ich sehr gut umgehen, das sind persönliche Geschichten, die da irgendwie um die Ecke kommen und auch teilweise so, ja, so, weiß ich nicht,

00:16:57: und ich sage das immer so, wenn du genderst, dann ist es nicht richtig, dass du genderst und wenn du dann halt irgendwie nur noch das generische Feminimum nimmst, dann ist es auch nicht richtig, weil du schreibt ja dann ja gar nicht mehr inklusiv und ich würde die Mannschaft benachteiligen und ich wäre ja so eine dumme F-Punk-Punk-Punk-

00:17:11: Also solche Sachen, ne, solche Sachen sind das halt einfach und ich glaube, das ist halt super viele, ohne das jetzt extrem thematisieren zu wollen, ich glaube, dass viele junge Männer oder auch ältere Männer,

00:17:23: aber ich merk's auch bei der jüngeren Userschaft, dass die auch einfach Angst vor erfolgreichen Frauen haben und das kriegst du dann halt einfach ab und das ist flächendeckend so und dann gibts halt immer wieder Kommentare, ja gut,

00:17:35: das ist halt in der Öffentlichkeit, musst du mitrechnen, musst du halt lernen, mit umzugehen, nee, muss ich nicht, muss ich nicht, weil also ich gehe ja auch nicht über die Straße und sage irgendeinem Typ, mein Gott, das sieht so richtig beschissen aus. Also das sind einfach so Sachen, die unter der Götellinie sind oder die passieren, die unter der Götellinie sind und ja, es ist halt so.

00:17:57: Frage ist ja bei warum, also warum löst das irgendwie diesen Kommentar aus, weil, ich weiß es nicht. Verstehe ich, in dem Sinne auch nicht, hab auch natürlich solche Kommentare mitbekommen, man kriegt's teilweise natürlich im Restaurant auch mit, also ich hab beim Restaurant gearbeitet, kam Gast rein und sagte, oh, der ist immer noch hier.

00:18:15: Muss man auch erst mal mit umgehen lernen, also dafür polarisiert man und man kann nicht jedem gefallen, wir hatten's vorhin ganz, ganz kurz, das Schwerste für mich war damals, als ich mit Podcast angefangen habe, die eigene Stimme zu akzeptieren, die eigene, die man selber redet und so weiter und dann zu akzeptieren, dass man, und das finde ich bei dir eben so großartig, dass man trotzdem was vermitteln möchte, dass man was schenken möchte und dass man jemanden begeistern möchte mit irgendwas, was man machen möchte.

00:18:44: Also es ist ja eine Leidenschaft, die man dann irgendwo teilt und es so aufrecht zu erhalten ist, finde ich grandios. Aber wir waren im Würzhaus.

00:18:54: Wir waren im Würzhaus. Wo sind wir denn abgekommen? Ich sag jetzt erst mal Schwerz.

00:18:58: Erst mal Schwerz, ja. Danke für dich, weil ich es so ein Weilchen von dir komme, nicht großartig finde, für auch eine Frau, die ich großartig finde.

00:19:04: Ja, das ist eine ganz, ganz tolle Persönlichkeit. Das ist Weingut Breuer 2017.

00:19:11: Ja, Berg-Rosen-Eck ist momentan oder schon seit längerer Zeit einer meiner absoluten Lieblingsjahrgänge und auch Weine inkludiert mit 28 und 213.

00:19:20: Und ich finde, es gibt wenige Winzerinnen, insbesondere auch um Brengau, die die Lagentypizität so glasklar herausarbeiten können und trotzdem auch die Lage eigeninterpretieren können.

00:19:35: Warum, warum, Teresa? Also warum magst du sie? Oder kannst du, kannst du bei ihr? Ich will dich jetzt anderen über diese Femininnummer oder Frauennummer definieren, aber wir haben jetzt eine Frau, du bist eine Frau.

00:19:49: Kann man das Weibliche da rausschmecken oder kann man das nicht? Also schmecken Weine von Frauen anders als Weine von Männern oder kann man das ohnehin nicht sagen, weil sowieso viele Männer da mitspielen? Der Kellermeisternmann ist und so weiter.

00:19:59: Teresa ist ja eine unglaublich beeindruckende und faszinierende Persönlichkeit. Gleichzeitig auch eine sehr zurückhaltende Frau, finde ich, also eine sehr bescheidende.

00:20:12: Und sie sagt immer, naja, ich mache den Weine nicht alleine. Ich habe ein Team und ohne meine rechte Linke vorwärts rückwärts hände und die wird es gar nicht gehen.

00:20:23: Und gute Frage, ob man die Weiblichkeit rausschmecken kann. Ich glaube, was ich in den Weinen bei ihr rausschmecke, ist ihre Ruhe.

00:20:33: Irgendwie, die Weine sind so ruhig und man braucht auch einen Moment, um die Weine zu verstehen.

00:20:39: Ich hatte eine ganz lange Zeit, weiß ich nicht, war ich kein großer Fan von Beuer, aber nicht, so ich sage, kategorisch, so nein, auf keinen Fall, also das meine ich damit, aber ich hatte irgendwie so eine Zeit lang, da kam ich, weiß ich nicht, kam ich mit den Weinen irgendwie nicht klar.

00:20:52: Zwischenzeitlich oder von mir?

00:20:54: Zwischenzeitlich, nee, das war, ah, weiß ich nicht, war so vor vier, fünf Jahren so was, da habe ich den Weinen gar nicht so viel beachtung geschenkt und dann habe ich irgendwie nochmal so eine Horizontale mit ihren Weinen gehabt und dann habe ich mich mal intensiv mit den Weinen beschäftigt und hatte dann auch wahrscheinlich die Ruhe, mich damit zu beschäftigen.

00:21:14: Das heißt, du hast in der Flasche genommen, hast dich abends hingesetzt und hast gesagt, Theresa, wir müssen reden.

00:21:17: Theresa, wir müssen reden, ja, und dann habe ich gesagt, boah, ist das großartig.

00:21:21: Also war es eine Tatso, hast du das aktiv genommen oder hast du einen Moment, wo du sagst, ich habe irgendwo im Restaurant probiert und das war...

00:21:28: Ich hatte den Einstiegs, Riesling von dir, ich meine, das ist Rüdesheim Estate, hatte ich unten bei Jürgen in der Vino-Täge einmal verkostet und dann habe ich gesagt, boah, die Strahlen ja richtig so, die Weine irgendwie und dann habe ich gesagt, ja, wir müssen wirklich nochmal reden und dann habe ich mir einen Satz ge-

00:21:46: So ein Satz war einer und habe die dann nochmal durchgekostet und war wirklich total begeistert und dann war ich Anfang letzten Jahres 2024 auf der Summa bei Lageda und sie hatte eine, die haben immer so gesetzte Verkostungen, die freien Verkostungen, die gesetzten Verkostungen und da hatten wir die Möglichkeit, so bergerosen Eck, so in Zeiten Global Warming, so über ein Zeitraum zu verkosten und da hatten wir 28, 13, 17, 21,

00:22:15: und dann war ein Wein besser als die anderen Jahrgangstyposität da und da war auch einfach die Lage und ja, ganz, ganz toll.

00:22:25: Hat man da, weil du sagst Global Warming, konnte man das greifen oder konnte man greifen, dass sie bzw. das Team gegen Global Warming gearbeitet haben und die Weine, die Konstanz dabei hatten?

00:22:37: Also was ich beobachten konnte, war, dass bergerosen Eck eine Lage ist und dann natürlich auch den Wein, den Theresa aus dieser Lage vinifiziert.

00:22:48: Ein Wein ist, der einfach Zeit benötigt und dass die jüngeren Jahrgänge 1721 lange nicht auf dem Höhepunkt waren,

00:23:00: Höhepunkt jetzt nicht negativ, so Höhepunkt erreicht und dann tschau, sondern einfach auf dem Höhepunkt waren und diese Strahlkraft hatten, wie zum Beispiel 28.

00:23:08: Also das fand ich sehr faszinierend zu beobachten, dass es einfach eine Lage ist, dass es ein Wein ist, der unglaublich viel Zeit hat, um überhaupt auch verstanden werden zu können und dass die meisten, wer bergerosen Eck, wahrscheinlich viel zu jung getrunken werden.

00:23:21: Ja, das kann ich beobachten.

00:23:23: Was ist für dich schwerer, den Lifestyle darzustellen und zu leben oder den Tiefsinn im Wein, wie du ihn jetzt gerade beschrieben hast?

00:23:33: Weil du auf der einen Seite beobachtest zu die Weine, hast du einen Gefühl für die Winzerin, hast du einen Gefühl für die Lage, auf der anderen Seite, wenn man eben schaut, wie du kochst, wie das ist ja so Dreamland.

00:23:45: Jeder haben möchte, wie es jeder, weiß ich, dann kommt er auf Willi rein und ihr tanzt und ist ja alles irgendwie super nice und das wirkt aber nicht so ernsthaft, wie du es jetzt beschreibst.

00:23:55: Also ist das oder es geht das einher und das bist beides du und...

00:24:00: Es bin beides ich und das ist ja auch das, was ich zu Beginn anfangs Erfolge knallt.

00:24:10: Das, was ich zu Anfangs beschrieben habe, dass es ja auch immer auf seinen Gegenüber ankommt, mit wem man über Weine spricht und ich kann das eine und auch das andere.

00:24:23: Ja.

00:24:24: Und braucht ja jedes eine Situation oder kannst du beides immer?

00:24:28: Kommt beides eigentlich immer.

00:24:30: Aber man kann ja auch lustig sein und überweinsprechen.

00:24:33: 23, 24 waren das deine eigentlich High Jahre bis jetzt und wir waren immer noch im Gasthaus.

00:24:41: Wie bist du da hingekommen?

00:24:43: Oder wie hat sich der Wein bei dir entwickelt?

00:24:45: Oder wie kommt man...

00:24:46: Du hast ja studiert.

00:24:48: Ja.

00:24:49: Es war ja viel Wein auch zwischendrin.

00:24:51: Nein.

00:24:52: Du hast ja nicht so einem Haus aufgestanden.

00:24:53: Nein, nein, nein.

00:24:54: Also Gastronomie, genau mit 16 irgendwie gesagt, okay Wein ist mein Ding.

00:24:57: Jetzt muss ich irgendwie gucken, wie ich ein Fuß in die Türe kriege.

00:25:00: Ich habe dann nebenbei neben dem Studium natürlich immer noch im elterlichen Betrieb gearbeitet.

00:25:05: Ich habe dann Trainies gemacht bei Lageda, bei Dr. Loosen, Dietz und vorher, bevor ich angefangen habe zu studieren,

00:25:13: auch um Weinberg und Keller gearbeitet.

00:25:15: Und dann mit dem Studium, wie gesagt, diese beiden Trainee Chips gemacht.

00:25:21: Und die Zeit, muss ich schon sagen, sowohl bei Lageda als auch bei Ernie,

00:25:27: waren zwei Zeiten, die mich schon enorm geprägt haben.

00:25:30: Lageda war halt extrem stark fokussiert auf PR und Marketing.

00:25:36: Und dort habe ich eigentlich so mein Rüstzeug bekommen, was so Auge angeht, Grafik, Ästhetik,

00:25:44: Sachen genau umzusetzen, E-Mails fünfmal lesen, bevor man sie abschickt.

00:25:48: Also das waren alles so Sachen, die ich gelernt habe bei Lageda.

00:25:51: Hier hatte da eine sehr strenge, aber auch unglaublich sympathische und liebevolle, wie sagt man,

00:26:01: - Ziemutter. - Ziemutter, genau, die Foroni.

00:26:04: - Ja, Frau Biet vielleicht oder? - Ja, sie hat halt mir immer auf die Finger geguckt.

00:26:09: Und die Zeit bei Ernie, ich war zuerst bei Ernie und dann bei Lageda, bei Ernie.

00:26:17: Ich wollte halt immer, wie gesagt, die Welt bereisen und dann war für mich dann halt irgendwann im Studium klar,

00:26:23: ich kann Lahrbahn, ich verkaufe gerne, ich möchte den Leuten etwas über Wein beibringen

00:26:30: und dann war halt so ja ok Export. Das war so mein Traum.

00:26:34: Ich wollte unbedingt im Export arbeiten. Also Export war für mich so, ich habe mich auf jede Stelle beworben,

00:26:40: wurde nie genommen.

00:26:42: - Echt? - Nein. - Weil du zu jung warst oder?

00:26:45: Ja, ich glaube, weil ich war halt immer, also auch heute sage Leute, du bist ja das Küken.

00:26:50: Also ich glaube, ich war einfach zu jung. Ich glaube, ich war zu jung, ich wollte aber sehr viel

00:26:55: und war irgendwann auch total frustriert, weil ich halt keine Stelle im Export gefunden habe

00:27:00: und dann hatte ich glaube ich mal eine Stelle, da war die Bezahlung so krottenschlecht

00:27:05: und das kommt ja auch noch hinzu in der Weinbranche.

00:27:07: Ich meine, das was du liebst, das musst du erst mal monetarisiert bekommen bei aller Liebe

00:27:12: und dann irgendwie für eins, vier, netto, dann da irgendwie, nee danke.

00:27:15: Also das war halt auch, es ist schon, die Welt des Weins ist toll und ich liebe alles daran,

00:27:22: aber wir bewegen uns halt leider, Gott ist immer noch im landwirtschaftlichen Sektor

00:27:25: und also gehälter, ist halt ein riesiges Thema und ist super schwierig.

00:27:32: Allgemein, was man auch nicht vergessen darf, also nicht nur in einer Gastrobranche.

00:27:37: Also auch da die Sommys, die in gewisser Weise ausgebildet sind, ein Lebensweg haben,

00:27:42: auch viel reisen mussten, trinken mussten, es klingt erstmal schön, aber man muss natürlich auch irgendwo bezahlen,

00:27:49: als eben auch die, ein Kellermeister, also auch nach Weinbranche selber, man sagt,

00:27:54: dass jeder durchschnittliche YouTuber aus der Autobranche doppelt so viel verdient

00:27:59: wie ein anerkanter Kellermeister in Deutschland. Was krass ist.

00:28:02: Ja, es ist ein flächendeckendes Problem und es wird immer so viel geschimpft und geredet und bewertet

00:28:08: und ich denke mir immer so, boah Leute, also die verdienen halt auch einfach, also verdienen auch einfach kein Geld,

00:28:14: mit dem was sie eigentlich, also mit dem was sie tun, das was sie lieben so.

00:28:18: Und viele Studienkollegen von mir, die haben jetzt so zum zweiten Mal, zum dritten Mal, zum vierten Mal den Job gewechselt,

00:28:25: weil sie alle sagen, ey das kann es halt irgendwie langfristig halt eben nicht sein,

00:28:29: und dann heißt es, ja so nach Betriebszugehörigkeit und dann kriegst du mehr und dann sind irgendwie,

00:28:33: keine Ahnung, 150 Euro netto mehr. Es ist halt echt ein Problem in der Branche, ja.

00:28:37: Und viele Wein geht halt ja auch immer mit Bühne-Namie predigen, ja, und wir sind so sozial

00:28:44: und was weiß ich und und da jetzt Namen nennen zu wollen, Gottes Willen, also wir ja niemanden wäschen, ja.

00:28:49: Und dann irgendwie die dicksten Autos fahren, wo und dann ihre Mitarbeiter und ein halber anig vernünftig bezahlen,

00:28:54: so, ne, und das sehe ich schon oft. Und das ist ein Problem, finde ich, ja.

00:29:01: Die Zeit bei Ernie, da habe ich mich dann halt beworben, speziell für Export, da war nie ein Praktikum oder ein Trainee ausgeschrieben

00:29:11: und ich habe halt dann irgendwie ein Vorschnittsgespräch gehabt und habe halt gesagt, ja ich möchte unbedingt export arbeiten

00:29:15: und ich wusste natürlich, dass Ernie in alle Herren's Länder exportiert und auch einfach ein global Player ist mit dem was er tut

00:29:22: und auch einfach ein Schnüs hat, also Laban kann und ja und dann habe ich da beworben, Vorschnittsgespräch gehabt.

00:29:30: Ich hätte gern bei Vorschnittsgespräch dabei gewesen, als ich die zweite in so zu lernen.

00:29:33: Ja, wir haben uns sehr, sehr gut verstanden und es war auf jeden Fall jemand, der mich extrem geprägt hat

00:29:38: und ja, dann weiß ich noch ganz genau, dann war ich in Rüdesheim und dann krieg ich ein Anruf von seiner Sekretärin

00:29:43: und dann sagt es sie so zu mir, ja, hier Frau Schmidt, wir wollen ja was im Export lernen, ne.

00:29:49: Da haben sie die Möglichkeit im August mit dem Herrn Losend dann direkt in die Staaten zu fliegen.

00:29:54: Hier unkostenüber nehmen wir, Flugticket muss er selber bezahlen.

00:29:57: Ich mein Vater angerufen, ich sag Papa.

00:29:59: Das ist doch schon krass, ne.

00:30:00: Ja, dann sag ich so, dann sagt mein Vater angerufen, ich sag Papa, ich habe die Möglichkeit bei Ernie Loses, war für mich ein Superstar.

00:30:07: Ja, heute lacht man so ein bisschen darüber, aber ich hatte so eine Erfwucht vor der Branche

00:30:11: und alle Winzer waren für mich Stars und ich weiß noch, als es auf der ersten Proveien war,

00:30:16: das war für mich spektakulär, großes Kino.

00:30:19: Ja, dann saur ich meinen Vater an und sag, ja, ich habe da die Möglichkeit, ein Praktikum zu machen, ne.

00:30:23: Und dann sagt er, ja, Kind, mach das, was kostet das Ticket denn?

00:30:26: Und dann sag ich, da keine Ahnung.

00:30:27: Und dann, es war viel Geld, ne, so, ich weiß nicht, es gibt 2.000 Euro,

00:30:32: haben wir damit bezahlt für diese ganzen Rundflüge, ne.

00:30:35: Und dann sagt er, ja, streck ich dir vor, kannst du dann abarbeiten?

00:30:38: Das war bei uns immer so der Deal, ne, wir haben jetzt Kinder schon Kartoffel geschält für 2 Euro, den Eimer.

00:30:44: Nee, aber das war dann der Deal, so hier streck ich dir vor, gar kein Thema,

00:30:47: weil meine Eltern natürlich immer, die haben mich immer gefördert,

00:30:50: mich und meinen Bruder und haben immer gesagt, mach, mach, mach Kind.

00:30:54: Und dann haben wir es halt immer abgestottert, im Service, ne.

00:30:57: Ja, das war so meine, meine Kinder, meine Jugend.

00:31:01: Aber kriegt man auch ein anderes Empfinden für Wertigkeit, als wenn...

00:31:04: Ja klar, natürlich.

00:31:05: ... dann irgendwie das über Wiesen bekommen hättest und so weiter,

00:31:07: und dann wird es jetzt hier leise natürlich auch anders.

00:31:09: Ja, ich habe total das jetzt bemerkt.

00:31:10: Was ich wichtig finde ist, dass du eben gesagt hast, der Wein ist übrigens großartig.

00:31:14: Also jetzt die Entwicklung, die Säure, die Feindlichkeit, die Duftigkeit, die Frösche, die Aromatik,

00:31:19: also das ist so einer der Wein, die einen total fesseln, die sich auch verändern.

00:31:23: Also diese Flurale kommt da sehr stark zum Tragen.

00:31:25: Ich finde, Riesling kommt da ganz anders herüber als bei ihren anderen Weinen auch.

00:31:30: Dann warst du vorhin ganz kurz eingeworfen, hast du die Strafe Säure, die animierende Säure,

00:31:34: die feine Substanzamgau, dann diese Salzige, was ewig nach schmeckt,

00:31:38: und unglaublich präsent bleibt.

00:31:39: Ja, diese Salzige.

00:31:40: Und was ich auch so schön finde ist bei dem Wein so, dass du, das ist für mich ein Wein,

00:31:45: da könnt ihr stundenlang drüber nachdenken, muss ich aber nicht.

00:31:49: Ich weiß, was ich meine.

00:31:50: Also da kannst du genauso gut aber auch einfach dich hinsetzen und einfach ein Glas trinken,

00:31:55: ohne, also genießen, ohne dass du denkst so, da muss ich mir jetzt den Kopf drüber zerbrechen,

00:32:00: aber ich könnte es, wenn ich wollen würde.

00:32:02: Ja.

00:32:03: Und das finde ich so geil bei dem Wein.

00:32:05: Ja.

00:32:06: Ich gehe völlig konform.

00:32:07: Also fesselt ein total, um die Dramaturgie auf der Zunge.

00:32:11: Ja.

00:32:12: Ist das Bräuer?

00:32:13: Also ist das so ein, ich finde jetzt zum Beispiel, wenn du ein Losendrink solltest, grad gesagt

00:32:17: hast, oder wenn du Prümdrink oder, dann hast du einen Geschmack, der einzigartig ist,

00:32:21: oder eben auch eine Aromatik.

00:32:22: Kann man das bei Theresa auch?

00:32:24: Erkennst du einen Wein von Bräuer wieder?

00:32:26: Ja, sofort, an der Säure.

00:32:28: An der Säure?

00:32:29: Theresa.

00:32:30: Ist bei ihr die Säure?

00:32:31: Ja.

00:32:32: Also ich finde, Riesling an sich hat ja schon eine sehr, er hat ja schon eine, eine, eine

00:32:36: sehr strahlende Säurestruktur, die sich ja geschmacklich so im ganzen Mund ausprägt,

00:32:43: auf den Lippen noch tänzelt und ich finde die Säure von Riesling an sich, ich finde

00:32:48: nicht jede Säure ist immer gleich in die, die Säure von Riesling an sich, finde ich hat

00:32:52: so einen Wiedererkennungswert einfach und bei ihr nochmal mehr.

00:32:55: Es hat immer so leicht, dieses leicht, ohne das jetzt auf die physiologische Reife oder

00:32:59: irgendwas zu schieben, das meine ich gar nicht, aber es hat immer so ein leichtes Zitronik

00:33:03: und auch so dann dieses, dieses salzige hinten raus und das ist für mich Theresa.

00:33:07: Es hat so was, du nimmst da vorm Schluck und dann gehst du dir mit den Lippen und denkst

00:33:11: dir so, ja das muss Bräuer sein.

00:33:13: Also ich finde diese, diese strahlende Säurestruktur, das haben nur sehr, sehr wenige Weine.

00:33:19: Ja.

00:33:20: Du meintest, dass Ernie, sagt man Ernie oder Ernie?

00:33:25: Aber wann du bist in den USA, ist Ernie.

00:33:28: Ja.

00:33:29: Und zu Hause ist es Ernie.

00:33:31: Ja.

00:33:32: Dass er so ein Superstar-Feeling für dich hatte, was Theresa finde ich auch hat, wenn man sie

00:33:36: irgendwie auch bei der Gala und so weiter, sie hat so diese, diese greifbare Erhabenheit.

00:33:40: Und ich weiß nicht, ob man sich das selber erhalten soll, weil irgendwann wenn die Menschen

00:33:47: dann ja auch lange arbeitet über fünf oder zehn Jahre Arbeit oder wenn man eben auch so

00:33:50: eine Reise mit denen macht, werden sie ja normal.

00:33:52: Ja.

00:33:53: Also sie werden ja menschlich dann in dem Sinne.

00:33:55: Ja.

00:33:56: Aber auf der anderen Seite sind sie trotzdem Superstars.

00:33:58: Was ist da das, das richtige oder schöne oder?

00:34:04: Mich hat es bei Ernie immer Faszinier, wie er über Weine spricht.

00:34:10: Und das, das hat er sich erhalten.

00:34:13: Also er lässt sich da nicht verbiegen.

00:34:15: Und er hat immer noch wahrscheinlich die gleiche Schnauze wie vor, vor 20 oder 30 Jahren.

00:34:20: Und das ist etwas, was ihn glaube ich als Persönlichkeit ausmacht und was er sich auch erhält.

00:34:27: Ja.

00:34:28: Und bei Theresa ist es beispielsweise auch dieses ruhige In-In sich gekehrte, dieses unglaublich

00:34:36: freundliche, dieses, dieses Lachen und dieses, genau.

00:34:40: Also auf der einen Seite ist es eine Person, die man bewunderten.

00:34:42: Auf der anderen Seite ist sie so bodenständig und so nahbar.

00:34:46: Ja.

00:34:47: Und ich glaube, man muss einfach so sein, wie man ist und sich nicht verstellen.

00:34:51: Aber ist es, ist es schön, wenn man diese, diese Besonderheiten der Person weiter trägt?

00:34:56: Oder ist es schöner, wenn die einem näher kommt?

00:35:00: Weißt du was ich mal...

00:35:02: Jetzt andersherum, du bist ja innerhalb der Wein-Szene auch ins Dach.

00:35:06: Möchtest du als Mensch gesehen werden?

00:35:10: Ja, ich bitte droben, ich bitte droben.

00:35:12: Ja, nein, als Mensch.

00:35:14: Natürlich, ja, ja, ja.

00:35:15: Also ich kann zum Beispiel mit so was ganz, ganz schlecht umgehen.

00:35:17: Also wenn Leute, also wirklich, also das ist jetzt nicht irgendwie gespielt, ich kann da ganz schlecht mit umgehen.

00:35:21: Also ich...

00:35:22: Hast du das?

00:35:23: Das Leute sagen, "Oh, lass man's selber hängen."

00:35:25: Genau, und da bin ich halt so, oh mein Gott, nein, oh nein, bitte nicht.

00:35:28: Ich mach mich jetzt auf zwei Leute einsperren.

00:35:30: Also das kann ich ganz, ganz, ganz, ganz schlecht.

00:35:32: Da bin ich dann immer sehr nervös und dann frage ich immer, Willi, dann zum Schluss, oh mein Gott, war das okay?

00:35:38: Ich kann das ganz schlecht.

00:35:40: Er kann das total gut, ich bewundere ihn dafür, dass er so, ja, ja, ein Foto, alles drum und dran.

00:35:45: Und ich bin, ich bin eine Perfektionistin und ich bin auch sehr selbstkritisch und deswegen fällt mir das glaube ich schwer, das so leicht zu machen.

00:35:53: Oder mir so leicht zu machen.

00:35:55: Und ja, ich kann das gar nicht, ich kann das.

00:35:57: Also deswegen berühme mich als Mensch.

00:36:00: Weil als andere, ja, ist irgendwie unangenehm.

00:36:03: Und dann hast du Ernie kennengelernt?

00:36:07: Ja, und dann habe ich Ernie kennengelernt und er hat mir so, ich war total aufgeregt und er sagte,

00:36:11: "Ne, seine Sekretärin hat mir einen Briefumschlag gegeben, da waren 100 Dollar drin."

00:36:15: Und dann sagte sie so, "Ja, du fliegst vor nach Miami."

00:36:19: Wir waren zuerst in Südstaaten unterwegs, du fliegst vor nach Miami.

00:36:22: Ernie kommt mit einem Flieger später und dann sagt er, wie so, ja hier 100 Euro für die erste Taxifahrt und vom Rest gehst du halt irgendwo trinken oder so.

00:36:32: Und ich war ja keine 21, ich war ja richtig kügen.

00:36:35: Stimmt, du warst 16, 19, genau, ja?

00:36:38: Ja, ich war 19 Jahre alt und bin dann halt in die Staaten geflogen, wo ich noch nicht mal legal hätte, dass ich hier trinken können.

00:36:44: Genau, also es war richtig gut.

00:36:46: Ja, ich war 19 mit Ernie dann unterwegs und er weiß ich noch ganz genau, das erste Mal in den Staaten, es war mit allererstes alles aufregend und dann bin ich gelandet und dann habe ich mich ins Taxi gesetzt und dann sagte er,

00:37:01: "Ja, wo sollst du hingehen?" und ich so, ja, keine Ahnung, irgendwo hat ein Miami, wo man sein soll.

00:37:05: Ich weiß, was was ein Raster tut und der meinte so zu mir, ich kann nicht auf 100 Dollar fahren, ich halt irgendwo hin.

00:37:11: Also, I take it to a good place. Also dann sind wir halt direkt zu diesem, was ist das da, Miami Drive, direkt diesen Bullewall gefahren da und da hat er mich dann da rausgeschwissen.

00:37:24: Und dann stand ich halt da und ich hatte damals, hatte ich einen ganz kurzen Haare, ich hatte so ein Pixie Cut und stand dann da mit meinem E-Tweegleitchen, weil ich irgendwie, ich weiß auch nicht, was ich gedacht habe, was da passiert, aber ich habe mich halt dann irgendwie schick angezogen, weil ich halt gedacht habe, ja, gut, das gehört sich so.

00:37:39: Und dann stand ich da, Miami Beach, 28 Grad, alle Frauen, die knapp gekleidet, oben ohne Männer aufgepumpt, so geht nicht mehr, genau nach 12 Stunden, ne, 8 Stunden Flugwands, glaube ich, kompletter Jetlag und ich stand da da.

00:37:54: Ja, und dann bin ich halt mal da rumgelaufen und dann habe ich mir irgendwo was zu trinken geholt und hab das einfach mal auf mich rücken lassen.

00:38:01: Und dann sagte er, ja, wir treffen uns im Hilton da irgendwo in Miami und das war auch so peinlich und dann bin ich da angekommen und ich, und dann dachte ich so, ja, dass wir morgens frühstücken, obwohl ich selber gar kein Frühstück habe, wenn es für mich die schlimmste Malzahl des Tages, und ich wusste mir aber auch irgendwie nicht zu helfen und dann sagte er, wir treffen uns dann unten irgendwie in der Lobby oder keine Ahnung und dann bin ich halt in diesen Frühstücksraum vom Hilton gegangen und dann sagte sie, sie haben eine Reservierung oder ist es bei ihnen im Hotel?

00:38:30: Es ist mir inkludiert, keine Ahnung, dann habe ich meine Zimmernummer gegeben und dann sagte er, jetzt ist mir eine SMS geschrieben, wo bist du denn?

00:38:39: Und dann sage ich, ja, ich bin da im Frühstücksraum und dann setzt er sich hin, trinkt nur sein Vitaminpülverchen und ich hatte gerade schon versehentlich so ein Frühstücksbefehl für 40 Dollar gebucht, ja.

00:38:50: Er trinkt sein Vitaminpülverchen und sagt so, ja, also wir frühstücken nie, oh mein Gott, ich hake da mit meinem Kaffee und mit dem Zeug, was ich mir schon gewohnt und man hatte offen, man hat wirklich gemerkt, der Mann hat Stress, der muss jetzt zum nächsten Termin und ich buch da ein Frühstücksbefehl für 40 Dollar.

00:39:10: Und du erfahrt ihn als Frischling?

00:39:12: Ja, genau, aber so wenig.

00:39:14: Und ihn hat das aber über, er hatte, er war so, ja, Gott, hätte mir wahrscheinlich auch passieren können.

00:39:20: Und ich glaube, das war es ganz gut, ich komme ja aus dem Rheinland und Ernie kommt von der Mosel und wir haben ja beide so einen gleichen Schnack drauf und ja, und dann haben wir auch sehr schnell miteinander gevibt, also wir hatten sehr viel Spaß.

00:39:35: Ja, und dann ging es los und wir sind im Grunde genommen morgens immer nur in so einen Drive in den Gefahren und haben uns einfach ein Kaffee auf die Hand geholt und das war dann das Frühstück.

00:39:43: Naja, ja und dann sind wir da durchgereist und das, was mich eigentlich fasziniert hat, um zum Thema zurückzukommen ist, dass du ja als Salesrap ein, also unglaublich viel Arbeit leisten musst.

00:39:54: Du musst ja nicht nur verkaufen, sondern in den Staaten, wenn du deutschen Wein verkaufen möchtest, dann musst du dein Wein verkaufen über Wissensvermittlung.

00:40:04: Das heißt, wir hatten teilweise wirklich Veranstaltungen, drei Mal am Tag mit 45 Salesrap, Raps, die unseren Wein verkaufen sollten, die wir aber erstmal anlernen mussten.

00:40:15: Also was ist überhaupt VDP, Prädikat, so ein Güter, ich meine, da hört es ja schon bei der Aussprache auf, ne?

00:40:21: So, oder ja, wie war das jetzt nochmal mit Kabinettchen und Spätlese und Auslese und so, das sind natürlich alles so Dinge.

00:40:27: Da macht man sich vielleicht, wenn man gerade in der Ausbildung ist, egal ob es für eine Familie, Handel oder Gastronomie, gar keine Gedanken drüber, dass du wirklich so viel Arbeit in der Aufklärung leisten musst, um überhaupt dein eigenes Produkt verkaufen zu können.

00:40:41: Und das hat mich schwer fasziniert.

00:40:43: Also die Aufbereitung dieses Wissen zur Verfügung stellen, diesen Aha-Effekt zu sehen bei den Leuten im Gesicht, wenn sie das dann verstanden haben

00:40:53: und die sind dann mit einer ganz anderen Begeisterung an das Produkt rangegangen und das war etwas, was ich total toll fand.

00:41:00: Da war ich so, okay, ich will Export machen und ich will den Leuten was über Weinbein bringen.

00:41:04: Und…

00:41:05: Hattest du dort nur Verkauf, also nur Salesrap?

00:41:10: Nee, also…

00:41:11: Hatte auch Somies oder hattest du…

00:41:12: Wir hatten auch Someliers, wir hatten auch Someliers, die wir dann… also wir hatten…

00:41:16: Das war eine großartige Tour, die fast über drei Wochen ging und wir hatten natürlich Trainings für Salesraps.

00:41:22: Die halt in unserem Namen die Weinbein verkaufen sollten, die laufen dann mit ihrem Trottel durch die Gegend.

00:41:27: Also du weißt das eher, aber ich erkläre das so plakativ, weil viele könntest du das ja gar nicht vorstellen.

00:41:31: Auch das System starten, das halt ganz anders ist.

00:41:33: Ganz anderes System und dann sind wir natürlich auch selber, komme ich gleich nochmal drauf, wirklich von Tür zu Tür gelaufen.

00:41:40: Also ich mit Ernie, dann den Wein aus Plastik-Cups verkostet, du musst es anstehen, teilweise eine Stunde, damit du überhaupt die Möglichkeit hast,

00:41:47: fünf Minuten deinen Wein zu erklären, dem Shop in Hava und dann hast du das Zeug aus Plastik-Cups verkostet.

00:41:55: Und dann denkst du dir halt hier so in Europa oder Deutschland, ja ist es jetzt nicht deren Ernst.

00:41:59: Also ich hätte jetzt schon ganz gerne in Zeilte Universale…

00:42:01: Nein, nein, nein, Plastik-Cup und dann in Mühlen und dann sagt ihr so, ja pass mal auf, da oben habe ich nur eine kleine Ecke im Shell frei.

00:42:08: Den Platz kannst du haben, eine Woche, wenn das sich bis Ende der Woche nicht verkauft hat, dann schmeißt du dich wieder raus.

00:42:13: Und du bist so, ja okay, danke, danke, danke, danke. Also das ist das System da und das ist harte Arbeit, das ist Arbeit.

00:42:19: Da geht es jetzt nicht darum, ja ich habe ein bisschen jetzt mal richtig böse gesprochen, das meine ich aber nicht so, ein bisschen grüne Apfel in der Nase und keine Ahnung was.

00:42:26: Und da geht es wirklich ums Verkaufen.

00:42:28: Und die Vorteile dann ist, Produktzeit aufzuzeigen, für welche Zielgruppe könnte das passen, zu welchen Essen könnte das passen.

00:42:35: Ein ganz ganz großes Thema auch gewesen.

00:42:37: Und dann hatten wir aber auch Schulungen natürlich für Hotels, für die Gastronomie, also da wo der Wein dann gelistet wurde, da bist du dann mit dem entsprechenden Händler hingefahren.

00:42:45: Und dann hast du die Sommelier trainiert und hast gesagt, pass mal auf, das ist der Wein, dazu passt das besonders gut.

00:42:51: Wir haben mit KB der Spägelese auslesen, wirklich so die Möglichkeit, viele Gerichte zu bespielen, insbesondere was so Asian Fusion und so ein Gedönsand geht.

00:43:00: Das war dann die andere Seite und dann hatten wir aber auch noch eine dritte Sparte, nämlich wirklich Endverbraucher in den Schulungen.

00:43:07: Also die haben dann sich ein Chefs Tale gebucht, Wine Makers Dinner und dann hat Ernie die halt wiederum an die Hand genommen.

00:43:14: Wir haben ausgeschenkt und er hat wirklich alles erklärt, und zwar bis ins kleinste Detail und verständlich und ohne dabei sich so krass ernst zu nehmen.

00:43:23: Und zu sagen, ja ich bin so ein toller Typ und ihr müsst jetzt mal warten, das hat man ja auch immer ganz oft. Ja, ich bin so ein toller Typ, aber nee, der war so, ja, ich bin auch gar kein Doktor, ne, und dann alle haben gelacht, ne.

00:43:36: Und das fand ich ja total crazy immer am Ende von diesen Wine Makers Dinner Autogrammstunde.

00:43:43: Da ist mir der Hut weggeflogen, ich sag, das ist der Eingestieher, wir brauchen eine Stunde, weil ich muss sagen, ich habe Autogramme und ich sage, das ist nicht dein Ernst.

00:43:51: Und er hat ja doch, oder hat er so seinen Flaschen genommen oder weiß ich nicht, die Minikarten und dann wollten alle ein Autogramm und Selfie haben und ich war so, okay, das ist doch nicht von diesen Taneten, ne.

00:44:01: Ja, und das war so die Zeit da.

00:44:03: Was man trotzdem auch eine Berechtigung hat, also ich weiß nicht, ob ich da auch zu nördig bin, aber ich habe auch Flaschen mit Autogramm von Winzern und bei mir stehen keine Ahnung, Outwater Shuck oder von Volker Raumland oder das finde ich halt cool, wenn man die, ich kann das nachvollziehen, wenn es dann aktiv gelebt wird, aber natürlich für jemanden, der gerade in die Branche kommt und das sieht und sieht, das ist dort in dem Sinne ein Star, aber eben muss da noch erklären, was überhaupt Kabinett in Spätlese ist und das ist schon.

00:44:32: Ja, es war natürlich auch so, also das, was mich auf der Sicht der, entweder braucht man so, fasziniert hat, war diese Dankbarkeit, dass das jemand erklärt, dass sich jemand die Zeit nimmt, dass der Extra über den Teich geflogen kommt, um an diesem Abend da zu sein, die Leute, die haben dem an den Lippen geklebt.

00:44:48: Und hier hat man das ja ganz oft so eine Weinverkostung, sitzt in Leuten, sondern unaufmerksam oder lah, wann zwischen durch Urgela, Ahnung, was und gehen, im Grunde genommen nicht respektvoll mit der Zeit ist gegenüber.

00:44:58: Diese Augehandswarte gar nicht zu spüren oder?

00:45:00: Nein, null. Nein, die waren dankbar, dass das jemand war.

00:45:02: Ich finde es so schade, wenn du ein Weintesting hast und dann guckst du erstmal in leere Gesichter. Also nicht allgemein, es gibt natürlich auch Weinproben, die großartig sind, aber die meisten sind halt so über, oder man hat's Gefühl, sind so übersättigt, dass man da schwer hat, diese Begeisterung auszulösen.

00:45:18: Und auch eine ganz andere Fragenkultur, wenn wir hier so Masterclass machen für Leute aus der Branche, dann traut sich keiner was zu fragen, weil man könnte sich ja blamieren und dann weiß der andere dagegen über, dass sich ja gar nicht so viel über das Thema weiß und das ist immer so eine anstrengende Kultur im Grunde genommen.

00:45:36: Und da war so eine Frage nach der anderen. Wir wollen das jetzt wissen, wir müssen die Chance nutzen, wie geil ist das, dass der Tipp ist da ist und uns die Fragen beantworten kann.

00:45:44: Und waren auch Fragen dabei, wo du normalerweise in Europa sagen würdest, warum fragst du es jetzt so oder waren das dann schon so high end Fragen, wo du sagst, wow, so tief seid ihr in dem Thema oder kann man es gar nicht so viel gemacht haben?

00:45:56: Das weiß ich gar nicht mehr so genau. Ich glaube, dass wir also so vom Gefühl her rückblickend waren, dass so Fragen aus allen Bereichen. Und es kamen sich auch drauf an, ob du mit den Sales Raps da unterwegs gewesen bist.

00:46:06: Und die hatten ja auch nochmal andere Fragen, weil die das Produkt ja schlussendlich auch vermarkten müssten. Aber das war halt die Zeit, die mich total geprägt hat und wo ich lange von gezerrt habe und mich darin bestätigt hat, dass ich halt einfach Weinwissen verständlich aufbereiten möchte und Leute für das Thema begeistern möchte.

00:46:28: Das ist spannend, wie sich manchmal so eine Entwicklung in den ganz frühen Zeiten der eigenen Entwicklung oder Weinentwicklung dann eben auch wie so ein Samenkorn da fundierten. Letztlich ist das daraus geworden, was du damals kennengelernt hast.

00:46:41: Also dass man es gereifbar und so vom Debatten, so mehr oder weniger erklärt und jedem und sich für nicht zu schade ist. Also kann ja vieles in dieser Tour letztlich zu finden sein oder wahrscheinlich auch diesen beiden Situationen bei Lagida und bei Losen.

00:46:56: Und das ist ja auch so spannend in der Weinbranche, dass du ja innerhalb des Feldsweins so viele Möglichkeiten hast, beruflich einen Weg einzugehen, also einzuschlagen. Und es kann in der Gastronomie sein, im Handel sein, im Export sein, im Wingard sein, im Keller sein. Also du hast ja so viele Möglichkeiten und das finde ich nach wie vor auch sehr faszinierend an der ganzen Thematik.

00:47:15: Und dann bist du zurückgekommen nach Deutschland und warst wem begeistert oder warst du…

00:47:19: Ich war ja schnell studieren.

00:47:20: Aber ging es dann weiter bei Losen oder hast du das Studium fertig gemacht?

00:47:24: Wir hatten die kurze Überlegung, dass ich mal den kanadischen Markt übernehme. Aber das war so aus einer internen Geschichte und das hatte sich dann aber leider nicht ergeben, aus Gründen und war da aber auch nicht böse drum, weil ich so viel von der Zeit gezerrt hatte da und ich wusste, dass ich irgendwie dann anders mein Weg gehen werde.

00:47:45: Ja, die kam eigentlich bei dir, ich frag jetzt auch mal, soll der hier auch ein Dialog werden? Kein Monologue, wie bist du eigentlich bei dir zum Thema Käse gekommen?

00:47:56: Das finde ich ja, ich hatte ja mich hier in Vorberätung auf diese Folge heute, da habe ich mich natürlich intensiv vorbereitet und viele Folgen gehört und natürlich auch über dich viel gelesen.

00:48:06: Ich wusste natürlich, wer du bist.

00:48:07: Aber wie kam denn die Faszination Käse bei dir? Weil das ist so ein Thema, wo ich total gerne tiefer einsteigen würde. Aber ich kann wahrscheinlich so wie viele meiner Followerinnen nur sagen, ja schmeckt mir oder schmeckt mir nicht.

00:48:18: Jetzt nur kurz, ich komme gleich drauf, magst du schmeckt mir oder schmeckt mir nicht? Oder ist dir das manchmal zu profan und du möchtest am liebsten sagen, junge Mädel beschäftige dich tiefer damit oder?

00:48:31: Nein, ich verstehe das, die Aussage, weil es mir in anderen Bereichen des Lebens oder bei anderen Thematiken genauso geht.

00:48:37: Mir genauso, bei Musik zum Beispiel, bei Kunst, dass ich da manchmal, und ich brauche manchmal diese Initialzündung, wo ich sage, ob ich mich tiefer mitkomme, also ich verstehe es.

00:48:44: Und das würde dann eine Lehrerin sagen, wenn zum Beispiel mein Cousin zu mir hat letztens gesagt, ja so, ja, ich würde gerne mehr über das Thema Wein wissen, ob ich kann nur sagen, schmeckt mir oder schmeckt mir nicht.

00:48:54: Und sage ich so, ja, aber Florian ist auch schon mal richtig gut, weil viele können ja bei Wein noch nicht mal sagen, ob ihn das jetzt gefällt oder ob ihn das jetzt nicht gefällt.

00:49:01: Und dann stelle ich halt immer die Gegenfrage und sage so, was gefällt ihr denn nicht daran? Und dann denke ich, es ist extrem wichtig, in das diese Vorlieben und Abneigung in eigenen Worten rauszuklatschen, also halt eigene Sätze zu formulieren und keine Angst zu haben, sich zu blamieren, weil man jetzt vielleicht nicht das richtige Vokabular irgendwie oder...

00:49:23: Davon ohnehin nicht, ja. Aber eben auch diesen Mut, sich selber zu fühlen, sich selber auch anzufühlen und sich selber eben auch zu trauen zu fühlen.

00:49:47: Es gibt nicht sehr viele Weine. Die regelrecht Geschichte atmen. Klingt furchtbar schlau. Aber was das genau heißt, kann man am allerbesten an einem Beispiel und natürlich in unserem Fall an einem Wein perfekt erklären.

00:49:58: Ich denke hierbei an einen Wein, der die Natur des Kaiserstuhls und die Hingabe einer Familie in sich trägt. Ich denke hierbei ganz konkret an den 2019er Spätbogunder Reserve vom Weingutfreier von Gleichenstein vom Kaiserstuhl.

00:50:13: Wie ihr, wie wir alle wissen, beginnt jeder großartige Wein im Weinberg. Und beim Freier von Gleichenstein Spätbogunder Reserve ist es natürlich nicht anders.

00:50:22: Die Trauben für diesen außergewöhnlichen Wein stammen aus dem besten Parzellen des Weingutes Freier von Gleichenstein.

00:50:28: Diese Parzellen liegen am Kaiserstuhl, einem erloschenen Vulkan im Baden, der eine der einzigartigsten geologischen Grundlagen in Europa bietet.

00:50:39: Ja, es sind nicht wie selten die Böden hier aus Vulkanverbitterungsgestein, das voller Mineralien, Vikalium, Magnesium und Eisen steckt.

00:50:48: Diese Mineralien nähern die Reben, verleihen dem Wein eine tiefe Mineralität, die ihr bei jedem Schluck spüren könnt.

00:50:55: Aber mehr dessen, speichern diese Vulkanböden die Wärme der Sonne und geben sie nachts sanft an die Reben ab.

00:51:02: Und wie wir Ferner wissen, ist eine weitere sehr wichtige Komponente, das Klima.

00:51:08: Der Kaiserstuhl ist eine der wärmsten Regionen Deutschlands mit über 1.700 Sonnenstunden im Jahr.

00:51:15: Diese perfekte Balance aus warmen Tagen und kühlen Nächten schenkt den Trauben die Möglichkeit, intensive Aromen und eine hervorragende Säurestruktur zu entwickeln.

00:51:25: Das sind die Grundlagen, kommen wir zum Wein.

00:51:27: Und wenn wir über Perfektion sprechen, dann beginnt sie hier, bei dem Freier von Gleichenstein, bei der Ernte.

00:51:33: Die Trauben für den Spätbegründer Reserve werden von Hand gelesen.

00:51:36: Natürlich. Warum?

00:51:38: Weil jede Traube zählt.

00:51:40: Die Handlese ermöglicht es, nur das beste Lesen gut zu ernten, gesund, reif und voller Geschmack.

00:51:45: Und als wenn, das noch nicht genug wäre, erfolgt im Wein gut eine zweite Selektion.

00:51:50: Stellt euch vor, jede Traube wird geprüft.

00:51:53: Nur das Beste, die schönsten, die aromatischsten schaffen es in den Wein.

00:51:57: Und natürlich ist das jedes Jahr wichtig, aber in einem Jahr wie 2019, einem Jahr der Extreme.

00:52:03: Er fährt diese Akribie, eine ganz besondere Bedeutung.

00:52:06: Warum Extreme?

00:52:07: Okay, pass auf.

00:52:08: Geprägt war 2019 von einer extrem langen Trockenperiode.

00:52:12: Das bedeutet weniger Ertrag, aber die Qualität der Trauben war außergewöhnlich.

00:52:16: Die Bären waren klein, mit dicker Schale.

00:52:18: Eigentlich ein Traum für jeden Winter, warum?

00:52:20: Leicht erklärt.

00:52:21: Diese dicken Schalen enthalten mehr Finale.

00:52:24: Mehr Farbe, mehr Tannine.

00:52:26: Ja, es war eine wahnsinnige Trockenheit, die diesen Jahrgang so extrem hart werden lassen.

00:52:31: Aber zum Glück gab es diese kühlen Nächte.

00:52:33: Denn sie haben die frischen den Trauben bewahrten zugleich die Aromen intensiviert.

00:52:37: Und nicht zuletzt, dank einer relativ späten Lese,

00:52:40: wurde aus 2019 ein Jahrgang der elegantstiefe und ein unglaubliches Lagerpotenzial in sich vereint.

00:52:47: Dieser Jahrgang ist das, was ein Winzer sich wünscht.

00:52:51: Ein Geschenk der Natur.

00:52:52: Die Trauben sind das eine.

00:52:54: Doch nicht minder wichtig ist, was der Winzer daraus werden lässt.

00:52:58: Denn nach der Lese beginnt der Teil, den man durchaus als Spiel von Wissenschaft, Kunst, Erfahrung und Natur bezeichnen kann.

00:53:07: Die Trauben werden teilweise enttrabt, um den Tannin gehalten, die Struktur des Weines zu steuern.

00:53:12: Dann folgt die Kaltenbaziration, die etwa eine Woche dauert.

00:53:16: Das ist ein sanfter Prozess, bei dem die Aromenfarbstoffe extrahiert werden.

00:53:20: Und das alles, bevor überhaupt die Gärung beginnt.

00:53:23: Denn mit dieser wird es spannend.

00:53:25: Die spontane Gärung. Erfolgt bei kontrollierten Temperaturen von 28 bis 30 Grad.

00:53:30: Das ist Präzision.

00:53:32: Und nur so entstehen diese komplexen Aromen, die wir im Glas erleben.

00:53:36: Und nach der Gärung?

00:53:37: Dann bleibt der Wein in einer mehrwöchlichen Nachbaziration noch auf der Meische.

00:53:41: Warum?

00:53:42: Weil das die Struktur intensiviert und dem Wein eine unglaubliche Tiefe verleiht.

00:53:46: Schließlich wird die Meische schon gepresst, um die feinen Aromen zu bewahren.

00:53:49: Alles.

00:53:50: Wirklich alles an diesem Prozess.

00:53:52: Schreit nach Qualität.

00:53:54: Ein großartiger Weinbrauchzeit.

00:53:56: Und genau das bekommt er spätbogunder Reserv bei Gleichenstein.

00:54:00: Er reift mindestens zwölf Monate in gebrauchten Berichts.

00:54:03: Warum gebrauchte Fässer?

00:54:04: Weil sie den Wein umarmt, ohne ihn zu dominieren.

00:54:07: Die Fruchtigkeit bleibt erhalten, während die Fässer dem Wein samt die Gitanine

00:54:11: und harmonische Holzaromen verleihen.

00:54:13: Das jedoch nicht ohne Bartonage.

00:54:16: Das aufgrühende Feinhilfe während der Reifung gibt dem Wein eine zusätzliche Dimension.

00:54:20: Völle Komplexität und eine fastseidige Textur.

00:54:24: Und wisst ihr, was ich besonders liebe?

00:54:26: Dass dieser 2019er spätbogunder Reserv vom Freier von Gleichenstein unfilteriert abgefüllt wird.

00:54:32: Das bedeutet, dass er seine Struktur und seine Authentizität behalten darf.

00:54:36: Ein Aromenbild, das sich aus vielerlei Puzzle zusammensetzt.

00:54:40: Die Dank der jahrhundertelangen Erfahrung von Gleichenstein ein ganz eigenes Geschmacksbild ergeben.

00:54:47: Okay, lass uns über das Weihgut sprechen, dass hinter diesem Meisterwerk steht.

00:54:51: Das Weihgut Freier von Gleichenstein hat eine Geschichte, die bis ins Jahr 1634 zurück reicht.

00:54:57: 400 Jahre Tradition.

00:54:59: Christina und Johannes von Gleichenstein führen das Weihgut heute in elfter Generation.

00:55:04: 50 Hektar Reepfläche.

00:55:06: In den besten Lagen des Kaiserstuhlzen, eine Philosophie, die Tradition und Moderne vereint.

00:55:11: Und was sich besonders bewundere, ist ihr Engagement für Nachhaltigkeit.

00:55:15: Sie setzen auf Begrünung zwischen den Rebzeilen, verzichten auf hebeische Herbizide und schützen die Biodiversität.

00:55:20: Dieses Weihgut ist ein Vorbild für uns alle.

00:55:23: Und der 2019er Spätbegründer Reserv vom Freier von Gleichenstein ist ein Wein, der begeistert, inspiriert und verbindet.

00:55:30: Die einzigartige Landschaft des Kaiserstuhls, das außergewöhnliche Klima und die Inspirationen und faszination der Menschen.

00:55:38: Vielen Dank für dieses wie noch viele Weisterwerk.

00:55:40: Dem Weihgut Freier von Gleichenstein und auch ein großes Dankeschön, dem Handelzausschlumberger.

00:55:56: Ich war in Stuttgart, hatte eine Anstellung in der Speismasterei, hatte damals ein später Zweisterne, war dort in einer Region relativ bekanntes Restaurant bei Martin Öksel.

00:56:07: Und wir haben angefangen, uns mit Käse zu beschäftigen.

00:56:10: Und am Anfang hatten wir so diesen ganz klassischen Käsewagen mit fünf Käsen drauf, den man halt von A nach B schiebt und dann jeden Käse anbietet.

00:56:17: Und ich hatte damals einen richtig großartigen Restaurantleiter, den Florian Gardner, der viele Sachen tiefgründiger gedacht hat.

00:56:27: Und der war bei Ducas in Monaco damals. Essen war von ihm so ein Käsewagen so begeistert.

00:56:34: Und sagte so, was müssten wir eigentlich auch versuchen zu leben oder eben auch so ein bisschen aufzubauen.

00:56:40: Und wer möchte ganz gerne machen und da habe ich mich dann, ich konnte mich nicht schnell genug verstecken, deswegen hatte ich es dann an der Backe.

00:56:46: Und habe dann gesagt, okay, den Käsewagen will ich ganz gerne viel intensiver leben.

00:56:50: Und wir haben uns einen Affineur gesucht in Strasbourg.

00:56:54: Es ist die Frommascherie Tourette.

00:56:56: Wir haben mit denen zusammen gearbeitet und haben dort Käse bestellt.

00:56:59: Und da habe ich dann angefangen, den Unterschied auch zwischen pasteurisierten Käse und romischkäse einfach zu anzufühlen, die Entwicklung zu betrachten.

00:57:10: Ich war damals jung, man hat noch mehr Zeit, man hat noch mehr lange Weile gehabt, man konnte noch mehr mit den Dingen beschäftigen.

00:57:14: Man war noch neugieriger und zu sehen, wie ein Käse sich jeden Tag verändert.

00:57:18: Wie er jeden Tag anders schmeckt und wie man auch beim, wenn du ein Industriekäse hast, dann liegt er.

00:57:24: Und dadurch, dass die Milch ertut gemacht wurde, stürbt er.

00:57:27: Also der stürbt jeden Tag ein bisschen mehr und verwächst ihn jeden Tag ein bisschen mehr.

00:57:30: Und wenn du jetzt ein Käse normal in Supermarkt kaufst, holst den nächsten Kühlschrank und riechst jeden Tag dran.

00:57:34: Für mich ist es über zwei Wochen.

00:57:36: Du merkst, wie er jeden Tag ein bisschen mehr vergammelt und jeden Tag ein bisschen unabtäglicher ist.

00:57:39: Wenn du eine Romischkäse nimmst, kaufst du irgendwo eine Formagerie, der aus Romisch produziert wurde und du riechst jeden Tag dran,

00:57:45: hat er dann jeden Tag ein anderes Aromenbild.

00:57:47: Er riecht jeden Tag anders und wirkt jeden Tag lebendiger.

00:57:49: Und das kann ich so faszinieren.

00:57:51: Also dann so ein Käsewagen zu haben.

00:57:53: Anfangs hat man dann eben fünf Käse drauf, dann zehn Käse, dann 15, dann irgendwann 35 Käse.

00:57:58: Und das dann eben so richtig auch schön trappieren und wie so ein Bild hinzustellen, also ich habe mich da so richtig reingearbeitet.

00:58:03: Und das war nicht total grandios und großartig.

00:58:06: Danach bin ich dann nach Amerika gegangen für ein paar Jahre und da ist ja nur pasteurisierte Milch.

00:58:12: Und dann habe ich das so richtig vermisst und fand das eigentlich total schade.

00:58:15: Diese Zeit mit Käse zu arbeiten, bin dann zurückgekommen, war dann bei Dieter Müller.

00:58:21: Er vorne auch witzigerweise angerufen hat.

00:58:23: Ich habe nicht gelaut, aber ich habe es dann natürlich bekommen.

00:58:27: Ich habe auch Kontakt gehabt.

00:58:29: Das war für mich eine sehr tolle Zeit nach der Nordrät-Thommern. Den Metri dort, der das in exzessive gelebt hat.

00:58:35: Das war einer der legendärsten Käsewagen, die es in Deutschland vielleicht sogar in Europa gab.

00:58:40: Es waren so 150...

00:58:41: Es war auch sehr anfällig für Käseweibel.

00:58:43: Das ist schon eine schöne Sache.

00:58:45: Und es war großartig.

00:58:46: Dann habe ich dann meine eigene Weinbar dann irgendwann eröffnet, ein paar Jahre danach.

00:58:51: Und ich habe mich gefragt, was soll es zu Essen geben.

00:58:55: Und mir war klar, ich möchte keine Küche haben, weil ich wollte eine Weinbar.

00:58:59: Und meistens, wenn du eine Weinbar hast, dann ähnlich wie beim Rutz damals.

00:59:03: Die haben eine Weinbar aufgemacht.

00:59:05: Dann gab es halt einen Tellergerichter, wo es immer mehr.

00:59:07: Und dann gingen Leute irgendwann zum Essen hin.

00:59:08: Das wollte ich einfach vermeiden.

00:59:09: Ich wollte keinen Essen dort haben.

00:59:11: Sondern ich wollte nur Getränke dort haben und begleitende Elemente.

00:59:15: Und Käse war für mich sowas Dankbares.

00:59:17: Beim Käse werden viele satt.

00:59:19: Käse ist zeitlos.

00:59:20: Du kannst eine Käseplatte auf den Tisch stellen.

00:59:22: Und man sitzt rum.

00:59:24: Und du kannst 3 Stunden mit 4 Stückchen Käse.

00:59:26: Man kann sich darüber austauschen.

00:59:28: Man kann sagen, der eine schmeckt mir mehr, der andere weniger.

00:59:30: Du brauchst keinen Grundwissen dabei.

00:59:32: Und ich finde, ich bin ja so ein Erklärwerb.

00:59:34: Also wenn ich da am Tisch stehe und ich kann den Käse erklären,

00:59:37: das finde ich, als wenn ich so ein Geschmacksbild erkläre.

00:59:40: Ich kann sagen, achte bitte darauf.

00:59:42: Der riecht so, der schmeckt so.

00:59:44: Und dann so, als wenn du vor dem Bild stehst und du siehst mit einmal die Schatten in dem Bild.

00:59:48: Willst dir jemand erklärt?

00:59:50: Ja, ich habe es vorher nicht gesehen.

00:59:52: Ich habe es noch mal gesehen.

00:59:54: Ich habe gesagt, achte auf den Schatten, die Sonne kommt von da oben.

00:59:56: Jetzt können wir uns vorstellen, es ist 5 Uhr abends.

00:59:59: Weil die Sonne so fällt.

01:00:01: Darum siehst du jetzt auch das Gesicht der Frau so.

01:00:04: Weil sie jetzt kurz vor dem Abendessen ist.

01:00:06: Sieht anders aus als wenn sie morgens aufgestanden wäre.

01:00:09: Und sowas kannst du alles aus dem Bild herauslösen, wenn du eben darum weißt.

01:00:12: Du kannst es eben selber auch wahrnehmen, wenn du irgendwie kreativ bist

01:00:15: oder eben sehr tief sind.

01:00:17: Aber wenn sie jemand erklärt, ist es manchmal interessant.

01:00:19: Du kannst den Käse servieren, kann es sagen.

01:00:21: Und der Ziegenkäse kommt aus dem Lorathal.

01:00:23: Und wie wir es bei dem Weinenschund wissen, haben wir dort die Grundvoraussetzung vom Klima, vom Boden.

01:00:28: Das schmeckt mir natürlich auch in den Gräsern.

01:00:31: Darum schmecken die Ziegenkäse wegen der Ziegenmilch so und so.

01:00:35: Und wenn man darauf achtet, dann schmeckt man das.

01:00:37: Oder eben der ist mit Aschomandel.

01:00:40: Darum entwickelt er sich so und hat eben diese Charakteristik.

01:00:43: Der ist jetzt 4 Wochen alt.

01:00:45: Und man hat diese Kombination von frischer Milch und von ganz reifen Elementen.

01:00:48: Und wenn der Gast das dann schmeckt und er bekommt das erklärt,

01:00:53: dann hat man eine ganz andere, man ist tiefer in dem Thema drin.

01:00:56: Man ist ja wie in so einem Orchester, einem Aromenorchester.

01:00:59: Man lässt sich anders drin fallen.

01:01:01: Und das fand ich eben so faszinierend.

01:01:03: Wir hatten dort eine Auswahl von 120 Käse ungefähr.

01:01:05: Und das dann aber eben auch perfekt gereift.

01:01:08: Ich weiß nicht, ob du mal eine Zitrone vom Baum gegessen hast, die absolut perfekt gereift ist.

01:01:13: Irgendwo auf Mallorca oder so.

01:01:15: Das ist eine gute Frage.

01:01:17: Ich sage jetzt aber einfach mal nein.

01:01:19: Ich glaube, alles andere wäre gelogen.

01:01:21: Und wenn hier richtig, richtig cool oder in Orange, du kannst ja fast ein Schale essen.

01:01:24: Die Schale so milde, das wäre die perfekte Kass.

01:01:26: Das ist so genial.

01:01:28: Und meistens werden die eben grün gelesen.

01:01:30: Und dann reifen die kürzlich nach.

01:01:32: Das heißt, die Säure können sich nur schwer abbauen.

01:01:34: Du hast eine reife Frucht im Inneren, aber auch so eine reife Säure.

01:01:36: Wie kann man die Schale im Prinzip nicht mitessen oder riecht das eben so unreif?

01:01:39: Und so ist beim Käse auch, die meisten Käse werden unreif verschickt.

01:01:44: Und reifen dann irgendwo in irgendeinem Restaurant nach.

01:01:47: Und dann schieben sie diesen Unreifen oder diesen Halbreifen Käse dann auf dem Wagen durchs Restaurant.

01:01:52: Es riecht eigentlich nicht wirklich toll.

01:01:54: Wenn du ein Käse perfekt gereift auf dem Wagen hast, dann duftet das.

01:01:58: Es riecht zwar intensiv, aber es duftet in einer gewissen Weise.

01:02:01: Und das wollte ich eben erreichen.

01:02:03: Also diese perfekte Reifung.

01:02:04: Deswegen haben wir eben auch nun Käse angeboten, weil wir dadurch einen ganz, ganz starken Umschlag hatten.

01:02:08: Und den Käse eben auf den Punkt gereift bestellen konnten.

01:02:12: Und das war so eine Gesamtinstitution mit Käsereife zu arbeiten mit einer tollen Auswahl.

01:02:17: Und dann kam ich dazu mit Wein.

01:02:18: Und so wurde ich dann zum Käsen-Nerd.

01:02:21: Cool.

01:02:22: Das ist schon ...

01:02:23: Facht ihr dann auch so Käse-Wine-Pairings angeboten?

01:02:26: Total.

01:02:27: Wir hatten so Wine-Tasting, Käse-Wine-Tastings, wo du halt so 5 bis ...

01:02:31: 3 bis 5 verschiedene Gänge hast dazu die Weine, man hat 2 bis 3 Weine dazu, oder manche auch noch 1 Wein oder wie auch immer.

01:02:37: Und das dann eben auch erklärt und zwar für viele, wo sie sagsten, "Walves!"

01:02:41: Und mehr Brau.

01:02:42: Also, es sei nicht, du hast eine totale Aversion gegen Käse.

01:02:44: Aber wenn du es nicht hast, dann hast du irgendwie nur ein gewisses Grundbewusstsein für Käse.

01:02:48: Weil die ... die Spieh der verschiedenen Intensitäten ist da ja so gravierend, dass du da richtig mit spielen kannst, Leute fesseln kannst.

01:02:54: Und dann wird es eben zeitlos.

01:02:55: Und das war eben so diese Faszination dann letztlich auch in der Bar, dass Leute eine Grund- oder unsere Gäste eine ganz andere Grundverweildauer hat.

01:03:04: Normalerweise zu dieser Zeit, als ich die aufgemacht hatte und dann ein paar Jahre hatte, war die Durchschnittsverweildauer in einem Restaurant ungefähr 45 Minuten bei uns, was 4,5 Stunden.

01:03:15: 4,5 Stunden?

01:03:16: Weil du reinkamst.

01:03:17: Ja gut, haben sie sich auch sehr viel.

01:03:18: Du hast dann ... ja, und du hast halt anfangen Wein zu trinken und deine Käse und Käse, eine Käseplatte mit 10 Käse in Ruhe zu ...

01:03:26: Wow.

01:03:27: Ja, toll.

01:03:28: Und dann so "One of these moments", wenn du mit Freunden dort sitzt und das Stier ein bisschen, steht dort es nicht in Tellergericht, was heiß ist und was halt schnell gegessen werden muss, wo keiner was sagt, sondern beim Käse fängst du an zu reden.

01:03:38: Ja, klar.

01:03:39: Und dann polarisiert das und so und dann der Wein dazu und das passt oder passt nicht.

01:03:42: Und da haben dann eigentlich einige Pächen wieder zueinander gefunden.

01:03:45: Und es war wahrscheinlich auch so eine richtig krasse Marktlücke, oder?

01:03:47: Weil es gab ... es gab wahrscheinlich keine Weinbar oder ein Restaurant, das sich dem Thema Käse ...

01:03:52: Ich wüsste auch jetzt noch keine andere, die wirklich zu ernst oder zu einer Auswahl angehen, ne?

01:03:56: Ja.

01:03:57: Die Warne Marktlücke ist nach wie vor ne Marktlücke, also kann auch jedem nur raten.

01:04:00: Ist es immer noch so?

01:04:01: Ich wüsste, wüsst du in Berlin hier, wo du hingehst und wo du, wenn ihr einen schönen Abend zu zweit mit ein paar Stinkern haben wollt?

01:04:06: Nein, auf keinen Fall.

01:04:07: Wo?

01:04:08: Nein, nein, nein, nein.

01:04:09: Aber ist es jetzt, es hat ja dein ...

01:04:10: Der Patrick hat es übernommen genommen, die haben mal hier Mitarbeiter und für das zweite immer noch Käse und Wein.

01:04:14: Ja, cool.

01:04:15: Wir wollen irgendwann noch mal Dresden machen.

01:04:16: Ja.

01:04:17: Dann werden wir uns das mal ...

01:04:18: Kann ich sehr empfehlen.

01:04:19: ... werden uns das mal genommen und gucken.

01:04:20: Nee, aber in Berlin gibt es das gar nicht.

01:04:21: In Berlin wüsste ich jetzt nicht.

01:04:23: Was du machen kannst, ist natürlich dich richtig dicker, denn es kann ihr wie Hocken in die Sechse in eine Flasche Champagner bestellen und die irgendwie ein Käseteller bestellen.

01:04:30: Ja, dann hast du aber wieder ein Käse ...

01:04:31: Ja, aber da hast du wieder ein Käseteller und du hast so ein Ding, dass die wirklich erklärt, mit dir zelebriert, verschiedene Käse gängern und so weiter.

01:04:36: Auf keinen Fall ist das einfach.

01:04:37: Und das war halt damals unser USP in Dänien.

01:04:40: Ja.

01:04:41: Also daher ...

01:04:42: Mega.

01:04:43: Ja, käse tolle Aufgabe, viel Spaß gemacht, 16 Jahre und ...

01:04:45: 16 Jahre, das musst du auch erst mal machen, ne?

01:04:47: Ja.

01:04:48: Respekt.

01:04:49: Respekt, Respekt.

01:04:50: Wir hatten unser Restaurant über 20 Jahre.

01:04:52: Ja, hoch.

01:04:53: Wahnsinn.

01:04:54: Und bei dir, was dann?

01:04:55: Wie viele Kletzer hatte dir?

01:04:56: Das war relativ klein.

01:04:58: Es waren so zwischen ... je nachdem, wie es ausgelastet war, zwischen 20 und 30 ...

01:05:04: Zwischen 15 und 35 je nachdem, wie ...

01:05:06: Eine gute Größe auch.

01:05:07: Eigentlich sehr angenehm, weil du es dann noch persönlich pflegen kannst.

01:05:09: Ja.

01:05:10: Und auch wie es so ... wir waren erklärt werden, dadurch ist es halt sehr aufwendig.

01:05:12: Wenn du so eine Käseplatte erklärst, dann dauert es ungefähr 10 bis 15 Minuten.

01:05:17: Ja, glaub ich so farblich.

01:05:18: Man kann sich überlegen, wenn du einfragen ...

01:05:19: So kann man auch fragen, wenn du das erkennst.

01:05:20: Ja, aber du hast einen Mitarbeiter und der kann in einer Stunde vier Platten erklären.

01:05:25: Das ist ja auch vom Umsatz.

01:05:27: Ja.

01:05:28: Also ist das ja ... und daher ... wir hätten gar nicht mehr mehr leisten können.

01:05:32: Wir hatten teilweise, hatten wir zwischen drei und fünf Mitarbeiter für diese paar ... also die paar Plätze in dem Sinne.

01:05:38: Aber ... ja, quasi ...

01:05:41: Aber dadurch hatten wir eben auch ... wir hatten ja diese skrile Situation,

01:05:44: dass wir teilweise, als wir noch mal Reservierung gearbeitet hatten,

01:05:48: Wartezeiten von drei, vier Jahren hatten, um Platz zu bekommen.

01:05:51: Wirklich?

01:05:52: Weil wir halt ... ist halt dieses Einmalige damals gewesen.

01:05:55: Und das fand ich eigentlich sehr, sehr schön ... also ...

01:05:58: dass Leute es in Kauf nehmen, so lange zu warten, um ...

01:06:01: Also ich gewusst vornehme auch dann, zu kommen.

01:06:03: Und dann auch, wir hatten eine Schnoschurrate von 0,1 Prozent oder 0,01 Prozent, also ganz, ganz wenige,

01:06:09: weil es für die Leute halt auch wichtig war, das zu erleben.

01:06:11: Aber wir haben dann irgendwann die Reservierung ... aufgelöst, weil es halt mehr zum Theater wurde.

01:06:17: Also es ging dieses ... was ich eigentlich wollte, ich wollte eine Weinbau aufmachen,

01:06:21: weil ich keinen irgendwie Kultrestaurant haben wollte.

01:06:24: Ich mag ja dieses Kultige auch nicht, also ich mag nicht verkultet werden, was dann immer mehr wurde.

01:06:28: Und deswegen kam dann irgendwann der Entschluss von den Restaurants,

01:06:31: von den Reservierungen Abstand zu nehmen und zu sagen, jeder, der kommt, kommt.

01:06:35: Okay, also gar keine Reservierung mehr?

01:06:36: Gar nicht mehr.

01:06:37: War natürlich auch total verunsichert, aber es war nach Corona, von dem her fiel es uns dann ...

01:06:40: Ja gut, aber das ist das ...

01:06:42: Er hat sich ja generell sehr viel verändert und der komplette gastronomische Markt hat sich ...

01:06:47: sowohl zum ... vielleicht also bei uns zum Positiven, weil die Leute das irgendwie nicht mehr so ...

01:06:53: als selbstverständlich angesehen haben, dass man halt einfach essen geht,

01:06:56: sondern es war auf einmal so was ...

01:06:59: "Oh, so schön, dass wir essen gehen können, also dieses Privileg."

01:07:02: "Boah, wir setzen uns dahin, dann haben wir einen guten Service, wir haben eine tolle Weinkarte,

01:07:05: wir haben gekochtes Essen auf dem Teller, ohne stundenlang in der Küche selber gestanden haben zu müssen."

01:07:11: Und das war diese neue Begeisterung für Gastronomie, dankbar kalt, das haben wir sehr stark gemerkt.

01:07:18: Ja, aber trotzdem wieder verloren gehen, also ich hätte damals gedacht, dass wir haben ...

01:07:20: Ja, ja, ja, das haben wir nicht lange gedacht.

01:07:22: Wir haben in Deutschland diese Chance verpasst, wo man in der Tat sagt,

01:07:26: dieser Ort Gastronomie, das in anderen Ländern vielleicht gelebt wird,

01:07:29: hatten wir in Deutschland nicht wirklich, wo man zusammenkommt und einfach feiert das Leben genießt

01:07:34: und gerade eben auch in dieser Entwicklung Homeoffice und so weiter,

01:07:37: die Gastronomie der Social Point sein können, wo sich Leute treffen und nach ihrem Homeoffice abends zusammenfinden.

01:07:42: Und das hat leider den Sprungrat man nicht geschafft, finde ich.

01:07:46: Ich glaube auch, dass die Gastronomie irgendwannerweise auch verpasst hat,

01:07:49: vielleicht nach Corona auch irgendwie andere Spielregeln auch mal gelten zu machen,

01:07:52: dass es angenehmer wird für die Mitarbeitenden und auch vielleicht mal,

01:07:56: dass es klare Grenzen, oder wie auch immer man das nennen möchte, auch für die Gäste gibt.

01:08:03: Und das weiß ich nicht. Also ich finde halt, dass die Gastronomie sich über Jahrzehnte viel gefallen lassen hat auch.

01:08:11: Und das ... ich dachte halt, oh, jetzt haben sie so einige Betriebe begriffen so mit Corona,

01:08:18: dass sie halt auch einfach mal andere Seiten halt aufziehen.

01:08:22: Aber ist so ein bisschen ausgeblieben. - Finde ich auch.

01:08:25: Ja, hätte ich mir so ein bisschen mehr ... Mensch ...

01:08:29: so ein bisschen mehr Durchsetzung erhofft.

01:08:33: Glaubst du dich, die Entscheidung, mal in die Gastronomie zu gehen?

01:08:36: Ja, immer. Also ich habe ja ewig in der Gastronomie gearbeitet.

01:08:41: Natürlich nur im älterlichen Betrieb.

01:08:43: Und natürlich, wenn man das einmal gelernt hat, das Handwerk, weißt du selber,

01:08:47: das wirst du natürlich auch überall mit Kusshand genommen.

01:08:49: Im Sinne von, boah, da ist eine, die kann kloppen und kann Teller tragen und eindecken.

01:08:53: Und was weiß ich? Und ich habe natürlich auch mir mein ganzes Studium damit finanziert.

01:08:56: Ich hatte drei, ich habe parallel in drei gastronomischen Betrieben gearbeitet.

01:09:01: Und in dem Hotel habe ich gearbeitet und auch in der klassischen Straußwirtschaft.

01:09:06: Und wo ich dann aber einfach nur Stationsleitung gemacht habe und geballert habe.

01:09:11: Und ich glaube, bei dem Einbetrieb, da war ich die komplett drei Jahre.

01:09:15: Also das war schon echt dann auch traurig, als ich gegangen bin.

01:09:18: Aber das ist so ein Team und Gastronomie, das ist so ein Vibe, der unbeschreiblich ist

01:09:25: und den man glaube ich nur ganz schwer klären kann gegenüber Menschen,

01:09:29: die noch nie in der Gastronomie gearbeitet haben und das mit Leidenschaft tun.

01:09:32: Und nein, Gastronomie war immer mein Baby.

01:09:36: Und ich würde auch nicht ausschließen, dass ich irgendwann vielleicht wieder zurückgehe

01:09:40: in die Gastronomie mit irgendeinem Konzept, das mir für mich stimmig ist.

01:09:44: Nur, was ich halt nicht mehr möchte, ist so diese Kleidigkeiten.

01:09:48: Das fängt an bei Blödgesprache, weil man weiß ja selber so,

01:09:50: das fängt an bei getrennten Rechnungen und hört irgendwo bei irgendwelchen anderen Dingen auf,

01:09:58: die einfach unglaublich nervig sind und ich würde einfach, glaube ich, ganz andere Spielregeln aufziehen.

01:10:04: Und was Gastronomie ist unglaublich schön und gleichzeitig hast du natürlich auch so,

01:10:09: gerade wenn du dann diese selbstständige Seite kennst, meine Eltern,

01:10:12: das ist ja auch immer so diese Abhängigkeit von Mitarbeitern und Personalprobleme.

01:10:17: Wir hatten nie die Problematik, die Hütte vollzukriegen.

01:10:21: Wir hatten immer die Problematik, die Arbeit bewältigt zu bekommen

01:10:24: und diese Sorge, dieser Druck jeden Morgen aufzustehen.

01:10:27: Scheiße, wir haben schon wieder keine Spüle oder fuck, der Koch ist wieder krank oder was auch immer.

01:10:32: Das ist so ein Druck, mit dem ich ganz schlecht umgehen kann.

01:10:35: Weil ich kann arbeiten, du kannst mich irgendwo reinwerfen und ich baller 20 Stunden durch,

01:10:39: das kommt egal, aber ich kann nicht mit diesem Druck umgehen, den ich ja nicht beeinflussen kann.

01:10:44: Ich kann das also so wegarbeiten, das ist das eine.

01:10:47: Aber das kann ich eigentlich beeinflussen. Das ist dann einfach so.

01:10:50: Und dann muss ich damit umgehen und ich muss dann irgendwie planen, C, E, F, keine Ahnung, was bis Set schmieden.

01:10:55: Und du hast halt in der Gastronomie immer diese Abhängigkeit von Mitarbeitern

01:10:59: und dann bei dieser Personalknappe, die wir halt einfach haben, riesige, riesige Pain.

01:11:05: Findest du, man sollte das wertschätzen oder sagst du, also du hast jetzt einen gastronomischen Background

01:11:11: oder ist ein anderes Verständnis dafür? Sollte man das als Verständnis als Gast aufbringen

01:11:16: oder sagt man auf der anderen Seite, du, das ist eure Profession, was geht mir euer Leid an?

01:11:21: Weißt du, wie ich das meine? - Ja, ja, voll. Ja, ich versteh das du meinst.

01:11:24: Also warum soll ich dann, wenn du einen schönen Moment hast und so?

01:11:26: Du hast es bis jetzt eröffnet, also sieh halt so, dass es halt, dass es halt eben läuft.

01:11:29: Genau, genau, genau. - Boah, weiß ich nicht.

01:11:31: Soll man da Mitgefühl haben oder ist das eigentlich dann in dem Sinne egal?

01:11:34: Für andere Branchen bringen wir ja auch Mitgefühl auf, keine Ahnung.

01:11:38: Das war ja eben auch so als Nachwege oder als akute Situation der Corona-Zeit,

01:11:42: wo man sagt, dafür Briefträger haben wir Mitgefühl und für Dänen und so weiter und Fliegekräfte

01:11:46: und was ja auch alles gerechtfertigt ist. Sollte man für die Gastronomen auch Mitgefühl haben

01:11:50: oder ist das dann eine freie Entscheidung für Schmerzen? - Ja, Mitgefühl weiß ich nicht,

01:11:57: aber halt Verständnis dafür, dass das ja nicht den einzelnen Gastronomen geschuldet ist.

01:12:03: Also nicht nur, natürlich haben wir auch oder ich nicht,

01:12:06: weil ich eine andere Generation bin, aber die, ich glaube, da kommen so viele Faktoren zusammen.

01:12:12: Also die Generationsformen, die Leute, die haben natürlich auch die Mitarbeiter nämlich richtig entlohnt.

01:12:17: Die haben so viele Überstunden geklappt.

01:12:19: Es war, also du musst es entweder für die Gastronomie leben oder du hast es halt eben sein gelassen,

01:12:26: aber dazwischen gab es ja kaum was.

01:12:29: Also wenn ich mir denke, was meine Eltern gearbeitet haben, wirklich für sehr wenig Geld,

01:12:35: dann da musst du, also ich weiß nicht, da musst du schon so eine krasse Leidenschaft dafür haben

01:12:41: oder dieser klassische Spruch trifft zu, ja, wer nix wird, wird wird, wobei ich diesen Spruch schrecklich finde.

01:12:46: Aber also was ich damit sagen will, ist, ich glaube, da kommen so viele Faktoren zusammen,

01:12:51: warum das halt einfach so ist jetzt, wie es ist

01:12:55: und auf der einen Seite muss man, glaube ich, schon so ein bisschen die Verantwortung suchen

01:13:00: bei den ganzen Hotels und bei den ganzen Restaurants, die es vielleicht auch selber nicht anders gelernt haben,

01:13:06: aber auch die Politik mal irgendwie ins Gebet nehmen, weil das dann natürlich auch,

01:13:12: oder auch die Gesellschaft ins Gebet nehmen, weil du bist ja nix wert, weil es keiner.

01:13:17: Oder ist ja wurscht, ob ich dann einen anderen dekorierten Titel habe oder so,

01:13:21: du bist ja im Grunde genommen nix wert, du bist ja halt jemand, der Teller trägt.

01:13:24: So, und das ist dann für viele halt gleich Fußabtreter

01:13:28: und ich glaube schon, dass man da die Gesellschaft, wie gesagt, ins Gebet nehmen sollte

01:13:32: und dass man einfach mal wieder mehr Wertschätzung dafür ein Handwerk hat

01:13:36: und dass das eine ehrenwerte Arbeit ist, die ich da mache, weil ich gerne mit Menschen arbeite

01:13:42: und weil ich eine Begeisterung habe für gute Produkte, sei es Wein oder halt eben Lebensmittel

01:13:48: und dass man wieder mehr auf Augenhöhe kommuniziert

01:13:51: und dass ich jetzt halt nicht einfach irgend ein Blödi bin, der jetzt da Teller rumträgt.

01:13:55: Und das ist schon etwas, was ich ja auch jeden Tag in der Gastronomie gemerkt habe.

01:14:00: So, natürlich gibt es Menschen, die haben Verständnis für deinen Beruf

01:14:04: oder schätzen den Wert, aber du hast halt auch immer die Idioten dabei,

01:14:08: die dir im Grunde genommen das Gefühl geben, naja, du hast ja nicht studiert,

01:14:13: naja, du hast ja eine Ausbildung gemacht

01:14:15: und naja, also das ist jetzt auch nicht wirklich was Besonderes.

01:14:18: Also ich glaube, dass dieser Beruf keine wirkliche Wertschätzung erfährt.

01:14:24: Meine Mutter hat immer gesagt, sie würde heute nie wieder in die Gastronomie gehen,

01:14:27: weil für sie ist halt immer so, zuerst kommt Prostitution, dann kommt Lüggspiel

01:14:30: und dann kommt die Gastronomie. Das ist ihr Stundernspruch und sie hat ja damit Recht

01:14:33: und du wirst halt auch von den Leuten teilweise so behandelt.

01:14:36: Und natürlich kam mal da die Schuld, wie gesagt, auch bei den Gastronomen und so was suchen,

01:14:39: dass die vielleicht auch in den letzten Jahrzehnten nicht wirklich dafür gesorgt haben,

01:14:43: dass es besser wird, ja.

01:14:45: Aber natürlich muss man auch die Gesellschaft halt eben berücksichtigen

01:14:50: und wie gesagt auch die Politik, dass halt eben Ausbildungsberufe des Handwerks

01:14:54: auch wieder mehr gefördert wird.

01:14:56: Ich merke ganz ehrlich, da kann man ja auch mal über den Tellerrand der Gastronomie hinaus schauen,

01:14:59: was verdient ein Winzer, eine Winzerin im ersten Ausbildungsjahr?

01:15:03: Wie soll denn dieser Mensch von diesem Ausbildungsgeld überhaupt im Stande sein,

01:15:08: seinen Lebensunterhalt nur ansatzweise zu bestreiten, also sein Leben zu bestreiten?

01:15:14: Also du kannst davon keine Miete zu bestreiten, du kannst nicht mal, keine Ahnung,

01:15:17: du kannst doch nicht mal ehrlich gesagt davon irgendwie eine Woche Lebensmittel kaufen.

01:15:20: Und das sind halt alles so Punkte, das sind mehrere Faktoren, die da wie gesagt zusammenkommen.

01:15:27: Und da muss halt auch irgendwie was, wie gesagt, in der Politik halt einfach passieren,

01:15:33: dass das wieder mehr Wertschätzung oder wir sourcen alles out, keine Ahnung.

01:15:37: Aber es ist halt, ich weiß nicht, wie aktuell das Gehalt ist im ersten Ausbildungsjahr,

01:15:43: aber das ist wirklich erschreckend.

01:15:45: Ich glaube 600 Euro, würde ich mich jetzt aus dem, ja?

01:15:48: Ja.

01:15:49: Okay, dann bin ich da, im Prinzip falsch, hätte ich gedacht.

01:15:52: Also ich weiß es jetzt nicht genau, aber ich weiß, dass meine, du, das ist jetzt auch wieder 10 Jahre her,

01:15:56: aber dass Freunde von mir im ersten Ausbildungsjahr unter 300 verdient haben,

01:15:59: ich weiß nicht, wie es jetzt ist, also mich nicht jetzt hier alles Wort genau nehmen,

01:16:04: aber wüsste man mal nachschauen, ja.

01:16:07: Ich habe es anders erfahren.

01:16:09: Also ich habe unglaublich viel Dankbarkeit in der Gastronomie erfahren,

01:16:12: gerade in den letzten 10 Jahren, nicht nur bei mir,

01:16:15: weil ich dann vielleicht der Somie war, aber ohnehin dann keine Ahnung, der verabreicht das Gute

01:16:20: und den sieht man nochmal mit anderen Augen, ich war nicht worden.

01:16:23: Ja, ja.

01:16:24: Und den sieht man anders mit anderen Augen,

01:16:26: sondern auch bei uns die Mitarbeiter,

01:16:28: dass die auf einer ganz anderen Augenhöhe gewertschätzt wurden

01:16:31: und bei uns Gastronomie mit ganz viel Dankbarkeit entgegengenommen wurde.

01:16:35: Und wir hätten, also wir wurden wahrscheinlich nicht mehr oder weniger wertgeschätzt als jeder Anwalt,

01:16:41: und das war ein ganz großes Wohlgefühl,

01:16:44: da man unseren Laden, den wir hatten oder keine Ahnung,

01:16:48: in Sterne Restaurants, die Chefdorons kellen da nicht mit Gastronomie, Ausflugsgastronomie,

01:16:56: irgendwie gleichsetzen, da muss man wahrscheinlich auch dann in dem Sinne unterscheiden,

01:17:00: aber ich habe in der Gastronomie immer ganz, ganz viel Wertschätzung und Dankbarkeit erfahren.

01:17:03: Also auch diese Art und diese Seite gibt es, und der menschliche Aspekt ist da extrem dabei.

01:17:08: Ja, die habe ich auch zum größten Teil.

01:17:10: Die Ausgangsfrage war ja die, ob man sich von der Gesellschaft ein bisschen mehr Empathie erhoffen würde

01:17:17: und das mit Sicherheit schon.

01:17:19: Natürlich haben wir großartige Gäste gehabt, wir haben über 80% Stammkundschaft gehabt

01:17:24: und wo alles toll war und super war, aber ich glaube halt eben,

01:17:29: dass es flächendeckend in der Gastronomie einfach nach wie vor eine Problematik ist.

01:17:33: Werdest du selber, wenn du in ein Restaurant gehst und du wirst bedient von Kellner vom Zombie,

01:17:38: wertest du selber oder bist du nun?

01:17:41: Ob ich werte?

01:17:42: Genau, was macht für dich einen guten Kellner aus?

01:17:44: Oder einen guten Zombie?

01:17:45: Also woran würdest du das selber festmachen?

01:17:48: Oder wenn du selber Zombie aktiv im Restaurant wirst,

01:17:51: wie würdest du dich selber ganz gerne geben oder sehen oder gesehen werden?

01:17:55: Für mich ist es wichtig, also natürlich wenn wir in, wenn wir essen gehen,

01:18:00: wir gehen viel essen, andere kaufen sich ja mit Teure Klamotten,

01:18:03: wir gehen halt essen und Wein trinken.

01:18:06: Und wenn wir, wenn wir ausgehen, dann achten wir natürlich schon darauf,

01:18:11: ob die Handgriffe sitzen, ganz klar ist also die Basics,

01:18:15: dass die Basics ja einfach stimmen, sag ich jetzt mal,

01:18:17: aber wenn es jetzt irgendwie nicht stimmt, dass es mir auch im Grunde genommen egal,

01:18:19: Hauptsache da ist jemand dabei, der irgendwie Bock auf das hat, was er da gerade tut.

01:18:24: Worauf ach, was wäre mir wichtig, wenn ich als Zombie je erarbeiten würde,

01:18:29: dass ich mich selber nicht so ernst nehme und dass ich halt aktiv mich auf den Kunden einlasse

01:18:35: und zuhöre und nicht nur rede, sondern zuhöre und mich nicht selber verwirklichen möchte,

01:18:41: sondern ich möchte den Gast zufrieden stellen.

01:18:43: Und das ist mir halt wichtig.

01:18:45: Und das wäre mir wichtig oder war mir immer wichtig,

01:18:48: als ich in der Gastronomie gearbeitet habe, ohne irgendwelche Dogmen oder so,

01:18:53: sondern mein Gegenüber ernst nehmen zu hören und versuchen den Gast glücklich zu machen,

01:18:58: ihn zu verstehen und seinen Bedürfnissen, seinen kulinarischen Bedürfen.

01:19:01: Findest du, dass das gemacht wird, praktiziert wird, dass die Zombie ist, die keiner zuhören

01:19:07: oder ist es eher selten zu finden?

01:19:09: Boah, kommt darauf an.

01:19:11: Mal ist es so, mal ist es so.

01:19:14: Oft ist es schon so, dass dir ein Wein halt aufgeschwatzt wird,

01:19:21: obwohl du halt gesagt hast, ja, du hättest eigentlich gerne so was in die Richtung, in die Richtung,

01:19:25: aber dann hat er halt gerade irgendwie, weiß ich nicht, 20 Kattungsdaffen eingekauft

01:19:29: und findet das halt selber so geil und da muss sie das jetzt beweisen, dass das auch einfach toll ist.

01:19:33: Hat man das Gefühl, ja?

01:19:35: Und du wirst dann halt so, ja, aber ich wollte eigentlich was anderes

01:19:37: und ich bin dann halt auch immer so jemand, der schlecht nein sagen kann.

01:19:40: Dann hab ich den Wein dann da vorne stehen und William nicht verdreht hat die Augen

01:19:43: und wir denken, ja toll, jetzt haben wir irgendwie so ein Weinstärk,

01:19:45: weil wir gar keinen Bock haben, aber er ist glücklich.

01:19:47: Er ist glücklich, er hat uns den Wein ausgeschenkt

01:19:49: und er Hauptsache, er hat einen guten Tag.

01:19:51: So, ja, hab ich verkauert eine Flasche.

01:19:53: Hat man schon oft, ja, definitiv.

01:19:55: Aber nicht flächendeckend, ne? Er hat es halt immer mal wieder,

01:19:57: weiß nicht, wenn du das Video sagst, das hat er wahrscheinlich auch schon mal erlebt.

01:20:00: Aber, ja.

01:20:02: Mach dir Weinmenü?

01:20:03: Oder machst du Weinmenü, wenn du irgendwo in ein Restaurant gehst oder bist dir ja Flaschentränke?

01:20:06: Ja, machst Wein.

01:20:07: Ich mach beides.

01:20:08: Also, wenn es geht und es finanziell natürlich möglich ist,

01:20:12: dann machen wir grundsätzlich immer beides.

01:20:14: Also, ich will die Warte früher nie ein Fan von.

01:20:17: Vom Weinmenü oder von einer...

01:20:19: Ja, vom Weinmenü.

01:20:20: Also, er war jetzt nie so jemand, der gesagt hat, ja cool, klar.

01:20:24: Weinbegleitung machen wir.

01:20:26: Aber für mich ist es irgendwie schön zu sehen,

01:20:30: ob da jemand arbeitet, der sein Handwerk verstanden hat,

01:20:32: der die Komposition der Gerichte verstanden hat,

01:20:34: ob der eine Ahnung hat von der Kombination von Wein und Speisen,

01:20:37: ob das sich kontrastriert, ob das sich ergänzt, ob das Sinn macht.

01:20:45: Also, diese kombination, diese aktive Kombination von Wein und Speisen

01:20:48: finde ich unglaublich faszinierend.

01:20:50: Das ist etwas, was mir selber auch sehr viel Spaß macht.

01:20:52: Und wenn du natürlich in ein gutes Restaurant fährst

01:20:55: und die sind bekannt für eine gute Weinkarte

01:20:59: und für die Arbeit, die sie dort leisten,

01:21:02: dann wähle ich im Grunde genommen immer die Weinbegleitung.

01:21:05: Nicht nur, weil ich sehen möchte, ob das passt.

01:21:09: Ich nehme ja keine Prüfung ab, das meine ich nicht.

01:21:12: Aber du lernst ja auch immer wieder dazu.

01:21:14: Und du lernst ja immer wieder neue Jahrgänge kennen,

01:21:17: neue Produzenten kennen, neue Rebsorten kennen.

01:21:20: Und selbst wenn ein Wein mal nicht zu dem jeweiligen Gang passt,

01:21:24: dann geht ja bei mir direkt das Töchen auf.

01:21:26: Ja, warum passt denn der Wein nicht dazu?

01:21:28: Und das heißt, egal ob das jetzt spektakulär war,

01:21:32: die Weinbegleitung oder semi- spektakulär,

01:21:34: ich lern ja immer dazu.

01:21:36: Und das ist halt eigentlich ja das Schöne daran.

01:21:38: Deswegen wählen wir immer eine Weinbegleitung.

01:21:41: Wie die macht das mittlerweile auch total viel Spaß.

01:21:43: Und wir fragen dann immer höflich, ob es möglich wäre,

01:21:46: dass wir, also, Uno per Due, es wäre halt einfach zu sagen,

01:21:48: okay, eine Weinbegleitung, wir brauchen nur so ein Schlüggchen,

01:21:50: wir wollen halt nur das Kennenlernen, was neu ist.

01:21:53: Und dann bestellen wir uns halt immer so ein Zwischenflächchen dazu.

01:21:56: Und trinken die halt auch in der Zeit.

01:21:59: Genau, also das, wo wir sagen, Mensch, das kriegen wir sonst nicht.

01:22:02: Oder guck mal, hier ist was Neues aus der Region,

01:22:04: das wollen wir unbedingt mal ausprobieren.

01:22:06: Ja, also ich könnte jetzt nicht nur Weinbegleitung machen.

01:22:08: Also komplett abgeben, kann ich das dann doch nicht.

01:22:10: Aber diese Mischung macht es dann für mich.

01:22:13: Glaubst du immer ein Erlebnis, wo du gesagt hast,

01:22:16: oh, da war der Sommi, der Kellner, die Weinbegleitung war alles mindblowing.

01:22:21: Ja, es gibt ein Restaurant in Südafrika,

01:22:24: aber nicht in Little Europe, also in einer Capri-June, wo alle rumlungern,

01:22:27: sondern in Fasulo Natal, das ist Höhe Dürben.

01:22:30: Und das heißt The Living Room, das wird betrieben von Johanna und Johannes.

01:22:35: Johannes ist in Südafrika geboren, hat aber eine deutschsprachige Mama.

01:22:39: Und Johanna kommt aus Österreich.

01:22:42: Und die haben sich witzigerweise im Rutz hier in Berlin kennengelernt.

01:22:46: Also als Gäste oder als dort gearbeitet haben?

01:22:49: Ja, total witzig. Ja, und dann haben sie sich da kennengelernt.

01:22:52: Und dann sind sie halt irgendwann wieder zurückgegangen nach Südafrika

01:22:56: und haben den älterlichen Betrieb übernommen.

01:22:59: Wobei man sagen muss, dass da früher nur Kottschutz waren,

01:23:02: also halt einfach nur kleine Unterkünfte und keine Küche.

01:23:05: Und in dem ehemaligen Living Room, also in dem ehemaligen Esszimmer der Familie,

01:23:10: hat dann Johannes das Restaurant eröffnet.

01:23:13: Und dann im sechsten Jahr, sie wurden immer besser,

01:23:17: und im sechsten Jahr wurden sie dann auch ausgezeichnet.

01:23:19: Die haben ja da immer ein ganz anderes System, und das ist ja super schwierig da.

01:23:22: Und wurden sie ausgezeichnet zum besten Restaurant in Südafrika.

01:23:26: Wow! Genau.

01:23:27: Und Johannes, also erstmal muss man sagen,

01:23:32: das Menü ist dahin gehen besonders, dass Johannes halt null mit Luxusprodukten arbeitet.

01:23:38: Also da hast du jetzt nicht erster Gang, Gänselstopfe über als weiterer Gang,

01:23:41: langgusten, Schwänzchen und immer so weiter, Gabi und Gibi.

01:23:44: Sondern er arbeitet nur mit regionalen Produkten, und zwar die, die einfacher nicht sein könnten.

01:23:51: Das kann eine Hürse sein, das kann irgendwie ein grünes Blatt Spinat sein,

01:23:55: was gerade bei denen im Garten wächst.

01:23:57: Also er arbeitet nur mit regionalen Produkten und schafft es,

01:24:00: aus dieser Einfachheit der Produkte etwas ganz Großes zu machen,

01:24:05: und das ist wirklich inspiriert durch natürlich die südafrikanische Kultur,

01:24:09: die natürlich extrem facettenreich ist, mit seinem Know-how,

01:24:15: mit dem was er weltweit so gesehen hat.

01:24:17: Und das ist etwas, was mich schon allein an den ganzen Menü von ihm total fasziniert.

01:24:23: So viele Komponenten, so viele Strukturen, also wirklich toll.

01:24:26: Johanna arbeitet im Service und macht die Weinbegleitung.

01:24:31: Und sie ist immer so auf der Suche nach kleineren Weingütern,

01:24:35: die gerade erst so umkommen sind, mit denen sie auch persönlich eine enge Beziehung pflegt.

01:24:40: Das heißt, sie kann halt zu jedem Wein sehr ausführlich berichten.

01:24:44: Sie ist auch eher so wie ich, so ein bisschen technischer.

01:24:47: Also sie, welche Rebsortenkonstellationen, wo gewachsen,

01:24:51: was zeigt das Weingel zu grundsätzlich aus,

01:24:55: und experimentiert dann da immer und guckt halt eben,

01:24:58: was halt eben zu der Küche ihres Mannes passt.

01:25:00: Und wir waren letztes Jahr am Dezember dann das erste Mal bei denen.

01:25:06: Und ich hatte noch nie so eine gute Weinbegleitung.

01:25:09: Echt?

01:25:10: Ja, das war wirklich...

01:25:11: Einen Südafikranesch oder weltweit?

01:25:13: Nee, das muss man natürlich dazu sagen.

01:25:16: Meine Eltern wollten sich damals auch in Südafika selbstständig machen.

01:25:19: Heute muss man sagen, Gott sei Dank haben wir es nicht gemacht,

01:25:22: weil natürlich Euros verdienen und Rand ausgeben ist immer sehr einfach.

01:25:28: Also sagen wir auch immer mit "With your money it's easy"

01:25:31: Rand verdienen und irgendwie groß zu Sprünge zu machen ist immer schwierig.

01:25:35: Und dementsprechend sind sie natürlich gezwungen im Grunde genommen

01:25:38: mit der Weinkulturlandschaft zu arbeiten, die sie halt eben in Südafrika haben,

01:25:42: weil der Import von Weinen aus Deutschland und so überhaupt gar nicht preislich darstellbar ist.

01:25:49: Aber Südafrika hat die gleiche Rebfläche wie wir in Deutschland.

01:25:55: Sie haben unglaublich tollen Rebsortenspiegel,

01:25:58: aktuell auch viel Rückbesinnung auf ältere Rebsorten,

01:26:01: die vielleicht früher nur für des Silationszwecke zum Einsatz gekommen sind,

01:26:05: wo jetzt aber spektakuläre Weine raus entstehen und und und und.

01:26:08: Und da tut sich extrem viel da unten.

01:26:10: Das ist sehr spannend, sich damit zu beschäftigen.

01:26:13: Und natürlich sind die so ein bisschen zurück,

01:26:15: einfach bedingt durch die politischen Situationen.

01:26:18: Aber das, was gerade passiert, ist sehr spannend zu beobachten.

01:26:22: Und da tut sich, wie gesagt, viel und es gibt so viele kleine Weingüter,

01:26:27: die wir hier gar nicht kennen.

01:26:28: Und dementsprechend kann man sich ja dann auch,

01:26:30: wenn man in so ein Land fährt, sich die Zeit nimmt, die Kulturen dort kennen zu lernen,

01:26:35: die Küche, dann sich halt auch die Zeit nehmen sollte,

01:26:39: sich mit den Weinen zu beschäftigen.

01:26:40: Und jetzt nicht sagt, okay, ich sitze jetzt da

01:26:42: und kann jetzt irgendwie jetzt mal richtig,

01:26:44: wenn ich kosche Rühe, kosche irgendwie billig saufend.

01:26:48: Also das ist ja nicht der Sinn,

01:26:50: weil du hast natürlich auch sehr viel so diesem Weintourismus.

01:26:53: Ja, ich fahr jetzt in das Restaurant, weil ich weiß,

01:26:55: ich krieg halt da wirklich preiswert kalkulierte Bomber.

01:26:59: Das heißt, in Südafrika musst du dich halt auf Neues einlassen.

01:27:02: Aber sind es die 90 Prozent Western Cape, die wirklich reizvoll sind?

01:27:06: Oder sind es die 10 Prozent, die drum herum sind,

01:27:08: die wir vielleicht gar nicht auf den Schirm haben?

01:27:10: Du hast ja schon eine extreme Affinität zu Südafrika.

01:27:13: Ja, also es ist schon Western Cape eher.

01:27:15: Also du hast natürlich immer mal vereinzelt Weingüter,

01:27:17: die in anderen Regionen außerhalb von Western Cape hervorstechen.

01:27:21: Aber der zentrale Weinbau, der konzentriert sich ja komplett auf Western Cape.

01:27:24: Und da gibt es selbst in so Disneyland-Regionen, wie Stelbaum schon,

01:27:30: wie Van Tric mittlerweile echt kleine Weingüter, die sich da auftun.

01:27:34: Paul Enges zum Beispiel hat sich komplett fokussiert auf Pinotage, auf Schelm.

01:27:42: Deine Lieblingsricht, wie du heute mit dem Augenswinker noch hattest.

01:27:44: Pinotage? Ja, ich wirklich. Ich habe es einfach nur einmal probiert und muss sagen,

01:27:50: das ist das vernünftigste, was ich jemals...

01:27:52: Pinotage im Glas hatte, aber Pinotage ist eigentlich so mal weiblich, ich weiß auch nicht.

01:27:56: Weil? Weil die...

01:27:58: Weil wie ist das irgendwie zu...

01:28:00: Der kann ja so oder so sein, der kann ja mal eine Ladig-Fed überladen sein.

01:28:04: Genau.

01:28:05: Weil es ja viele, viele gerade so um die 2000 Mochten mögen gelebt haben.

01:28:09: Aber er kann ja auch eine gewisse Phillygranität haben,

01:28:11: wo der Pinot dann durchkommt und sich genau leicht fühlt, sich gern kühl serviert.

01:28:15: In einer schönen Struktur, da ganz fein, eleganten Femminintextur.

01:28:19: Und da finde ich auch eine andere Daseinsberechtigung.

01:28:21: Zutat.

01:28:22: Das ist ja auch so neuzeitlich so ein bisschen.

01:28:24: Also was kann man flitzen, hat man nicht so ganz so...

01:28:27: Die Pinotage von Paul Enges, die sind genauso, die sind so Molyphilekran,

01:28:32: ganz andere Seurostruktur, ganz andere Frucht, ganz anderes Tannin,

01:28:37: also sehr, sehr Pino-Style, würde ich sagen.

01:28:40: Und auch nicht so farbintensiv und kräftig.

01:28:44: Und wie du halt gerade gesagt hast, so Barock, so im Grunde genommen.

01:28:47: Und da gibt es gute Exemplare in jedem Fall.

01:28:50: Aber das, was man natürlich in der Masse dort bekommt

01:28:53: und auch in vielen, vielen guten Restaurants sind natürlich halt einfach,

01:28:56: ich sage mal, die shiny, shiny Chateaus.

01:28:59: Was viele damit auch so verbinden oder in Sinn haben, wo sie denken über sie.

01:29:03: Aber du sagst, Johanna ist technisch, wie du. Siehst du dich selber technisch?

01:29:08: Ich glaube, ich bin selber ein bisschen mehr technisch.

01:29:11: Hätte ich gar nicht gedacht, würde ich auch das...

01:29:14: Ich finde zum Beispiel, dass ich auch total schlecht Weine beschreiben kann.

01:29:17: Ich bin nicht so wortgewarnt, was für diese Aromen, sage ich jetzt mal, gedöhnt,

01:29:23: ohne das Abwerten zu meinen, ich sage mal gedöhnt, so rein.

01:29:25: Jetzt kann ich gar nicht so gut.

01:29:27: Ist das aber manchmal nicht auch gut, weil du dadurch nicht so hochgestochen beschreibst,

01:29:32: wie manch andere und dadurch bist du ihm greifbar für jemand, der einfach gerne Wein trinkt.

01:29:36: Vielleicht ist ja auch der Schüssel dein sehr folgest, dass du...

01:29:38: Kann sein.

01:29:39: Du versuchst dann, Feuertanzt rumzumachen, der Ballen, sondern einfach...

01:29:42: Kann sein.

01:29:43: Bei mir ist es aber auch so, ich weiß nicht, wie es bei dir ist so.

01:29:45: Wir machen uns ja dann sowieso unser eigenes Bild, wenn wir den Wein dann im Glas haben.

01:29:49: Deswegen finde ich das mal ganz toll, wenn Menschen so unglaublich ausgeladen Weine beschreiben können.

01:29:56: Ich finde das wirklich faszinierend, ich hänge da noch immer an den Lippen.

01:29:58: Dann mache ich mir natürlich eh selber ein Bild über den Wein.

01:30:01: Aber mich interessiert tatsächlich bei Weinverkostungen oder auch im Restaurant eigentlich immer mehr

01:30:07: Ausbau, Rebsortenkonstellation.

01:30:09: Das ist so, was ich immer so spannend finde, aus dem Background zu den Rebsorten.

01:30:16: Aber ich finde es immer toll, wenn Menschen so toll, so faszinierend.

01:30:23: Was ist da dein Vorliebe beim Ausbauen bei den Rebsorten?

01:30:25: Was sind deine Präferenzen?

01:30:26: Bei den Rebsorten, ich liebe alle meine Kinder.

01:30:30: Viele haben Lieblingskind.

01:30:33: Ist das Stimmungstil über Tagesform?

01:30:40: Ja, auf jeden Fall.

01:30:41: Also es ist Stimmungstil um Tagesform.

01:30:43: Ich würde zum Beispiel überhaupt gar nicht sagen, dass Riesling meine Lieblingsrebsorte ist.

01:30:48: Es kommt echt immer, ich finde, es kommt so drauf an.

01:30:52: So wer hat es gemacht, ich glaube, ich mag eher Stile lieber als...

01:30:58: Und welches Stil präferierst du?

01:31:00: Können wir eventuell den nächsten Wein probieren?

01:31:03: Ich bin klar.

01:31:04: Den Riesling auf der Zunge habe.

01:31:05: Ja, natürlich.

01:31:06: Kennst du das?

01:31:07: Wenn man so nachgeschreckt, man möchte es nicht so glas haben, man möchte trinken, man denkt aber, hey, wir sind hier bei der Arbeit.

01:31:11: Du hast Jenny mitgebracht, ich war geil.

01:31:14: Darf ich mir vielleicht witzig?

01:31:15: Ja, sehr cool am Ende auch.

01:31:18: Und ich habe einen etwas kraftvolleren Cabernet mit dabei, den fahre ich auch ganz witzig.

01:31:23: Ich würde wahrscheinlich den.

01:31:26: Und dann könnte ich mir wahrscheinlich den dann zum Nachrichten oder so vorstellen.

01:31:30: Ja, voll.

01:31:31: Wie kannst du auch aufmachen, das ist ja deine Flasche.

01:31:34: Vielen Dank.

01:31:36: Möchtest du, ich habe ein Bordoglas angestellt und ein lieber Sager ist dir Wurst oder?

01:31:40: Ja, da.

01:31:41: Nimm das.

01:31:42: Welche Stile magst du?

01:31:46: Ich glaube, ich bin so ein...

01:31:50: Guck mal, da fällt es mir schon schwierig, diesen Stil überhaupt zu beschreiben.

01:31:56: Es ist sehr...

01:31:57: Also, aktivist trinken oder beeindruck sein.

01:31:59: Magst du eher die romantische Liebeskomödie, magst du ein Action-Trader, magst du das Theaterstück, wo du...

01:32:09: Magst du das, wo sie nackt auf der Bühne tanzen oder?

01:32:12: Also, ich mag sehr gerne frische Stile, frische Stile, gradlinige Stile.

01:32:18: Die, die... die elegant sind, die gleichzeitig aber so ein bombastischem Trinkfluss haben.

01:32:25: Also, ich bin jetzt nicht so...

01:32:27: Man sagt ja auch immer, wenn du von...

01:32:30: Wenn man von Weinkritikerin spricht, das ist ja auch so, dass jeder Weinkritiker irgendwie so seine eigene...

01:32:35: Sein Dienst-Dilbe-Vorzug oder halt eben Dienst-Dilbe-Vorzug.

01:32:38: Und wir wissen ja auch, dass wir Deutschen ganz anders trinken als zum Beispiel Italiener.

01:32:43: Und Italiener gerne etwas voluminöser, so Weine in der Masse bevorzugt, etwas voluminöser sind,

01:32:50: vielleicht auch ein bisschen höher im Alkohol, vielleicht auch einfach dichter von der Textur, schwerer.

01:32:55: Und ich bin genau das Gegenteil.

01:32:58: Also, sehr straight im Grunde genommen.

01:33:04: Bei dir?

01:33:05: Ich habe in dem Sinne keine Vorlieben, weil ich versuche...

01:33:12: Also, wenn du...

01:33:14: Ich habe mir angewöhnt, Vorlieben zu haben.

01:33:17: Echt?

01:33:18: Es gibt Sachen, die ich interessant finde, aber durch meine Tätigkeit im Dienst des Gasses,

01:33:25: klingt völlig hochgestochen, aber das kann ich so gemeint.

01:33:28: Wollte ich keinen eigenen Geschmack haben, den Weinstund bewerten, im Wertigkeit bewerten.

01:33:34: Aber wenn du anfängst, eine Vorliebe zu haben und jemand fragt, was können Sie mir empfehlen,

01:33:41: dann hört man auf zuzuhören.

01:33:43: Aber das kann man ja auch trennen.

01:33:45: Also, ich finde, ich verstehe genau, was du meinst.

01:33:48: Für mich ist es aber so, dass ich eine persönliche Vorliebe haben darf und sollte

01:33:56: und ich das ganz stark trennen kann zwischen subjektiver Qualitätseinschätzung und objektiver.

01:34:02: Es geht ja nicht um Qualität.

01:34:03: Also, das auch, das ist ja auch ein Teil meiner Tätigkeit,

01:34:05: oder auch der Teil der Tätigkeit eines jeden Zommis- oder Weinbeauftragenden,

01:34:09: einkäufe, das soll wie auch immer, dass er schon eine gewisse Wertigkeit katalogisieren soll.

01:34:14: Aber liebhaft, bevor lieben, können Sie ja sehr, sehr schnell darin auswirken,

01:34:17: dass man einen Wein in der Qualität höher oder schlechter einschätzt.

01:34:23: Das zum einen einmal, wenn man sich in dem Augenblick auch das macht,

01:34:26: also man hört dann auf zu sehen, wenn man eine Einseitigkeit in seiner Betrachtung der Weinwelt hat

01:34:33: und vieles ausblendet.

01:34:35: Also, wenn ich jetzt mich richtig da rein vertiefen würde, dann wäre ich kein Primitivotrinker.

01:34:42: Aber es gibt halt genügend Primitivotrinker, die so was mögen

01:34:46: und da versuche ich dann im Rahmen deren Gespachsbilder, den für die interessantesten zu finden

01:34:52: und die irgendwie rauszulösen.

01:34:54: Aber das Zeichnet, das ist ja auch im Grunde genommen unser Beruf

01:34:57: und dementsprechend vollkommen richtig

01:35:02: und Gott sei Dank mache ich da keine Schublade zu oder auf,

01:35:07: nur weil ich eben sage, bevor zu persönlich den und den Stil,

01:35:11: sondern das kann ich hervorragend trennen

01:35:13: und wenn halt genau mein Gast sagen würde, okay, ich bevorzuge die Art von Wein,

01:35:17: dann versuche ich in dem Kosmos halt eben etwas zu finden, zu beraten

01:35:21: und halt eben das gar nicht zu werten oder zu sagen, das ist jetzt irgendwie schlecht

01:35:25: oder irgendwie das andere ist besser.

01:35:27: Also das ist bei mir noch nie vorgekommen.

01:35:29: Ich meine, die machen Podcast mit Edeka.

01:35:33: Wie verhält sich das? Also wie ist das für dich vom Gefühl?

01:35:38: Also ich fand eine Sache, ich weiß gar nicht, wer das gesagt hat von unseren Gästen.

01:35:42: Es ist gut, dass es Weine aus dem LEH gibt, weil das holt die Leute aus dem Discounter raus.

01:35:48: Also die nächste Stufe ist getan und es holt die Kits von den Alkoholpops weg.

01:35:55: Also selbst wenn es einfachste Weine, was im LEH oftmals eine Situation ist.

01:36:00: Für dich ist natürlich, glaube ich, manchmal gar nicht so einfach,

01:36:03: Wein glaubwürdig für Leute, die sich intensiv mit Wein beschäftigen,

01:36:08: rüberzubringen und dann in dieser Schiene zu agieren, die ja oftmals industriell oder kommerziell ist,

01:36:13: aber den Sprung dahin zu bekommen oder verzettle ich mich jetzt gerade und verrenne mich gerade meinen...

01:36:18: Wie meinst du, das ist für mich nicht, das mit der Glaubwürdigkeit, das habe ich nicht verstanden.

01:36:23: Du hast ja gerade gesagt, du hast dir selber einen Augenswinkern gesagt, ich mache ein Podcast für Erika.

01:36:28: Ja klar.

01:36:29: Und das ja so dieses Augenswinkern...

01:36:30: So super.

01:36:31: Ja, ich finde das schon super, wenn man versucht,

01:36:33: natürlich Weinkultur in einer gewissen Weisung, in einem gewissen Rahmen zu leben

01:36:36: und in dieses knobistische Ecke so ein bisschen aufzuräumen.

01:36:40: Und man sollte ja nicht kategorisieren, kategorisieren, sonstiges,

01:36:46: oder sagen es eines gut und das andere schlecht, wie man es bei der Gastronomie ja oftmals auch nicht sagen sollte,

01:36:50: aber du versuchst für jeden dann, in dem Sinne ein Herz zu haben.

01:36:55: Nee, also ich mache den Podcast ja mit Erika.

01:36:59: Oder warum, anders als anfangs, warum machst du mit Erika, genau.

01:37:02: Genau.

01:37:03: Im Grunde genommen machen wir den Podcast gemeinsam, der wird präsentiert von Erika

01:37:09: und wir bereiten Weinwissen verständlich auf für alle

01:37:13: und wir haben eine breit gefächerte Hörerschaft,

01:37:17: nicht nur Erika kürden.

01:37:20: Also das ist einfach ein Podcast, der Weinwissen behandelt, mehr nicht mehr.

01:37:25: Wie bist du dazu gekommen?

01:37:26: Bei Erika war ich nicht zugekommen und gesagt,

01:37:28: "Nur sollen wir Podcast zusammen machen."

01:37:29: Und dann habe ich gesagt, ja sicher.

01:37:31: Und was waren, gab es da Vorgaben?

01:37:34: Gibt es da irgendwelche Ansätze oder, dass die gesagt haben,

01:37:39: "Okay, wir brauchen ein Plattform für unsere Produkte

01:37:42: oder wir wollen jemand, der unsere Weinabteilung erklärt?"

01:37:45: Und jetzt im Wissensbereich erklärt, oder der Wein einfach zugänglich macht

01:37:48: oder wollen Sie damit beschäftigen?

01:37:50: Was waren die "Douce & Don'ts"?

01:37:53: Wir haben im Grunde genommen keine "Douce & Don'ts",

01:37:56: sondern es war einfach eine Idee, Weinwissen verständlich zu erklären.

01:38:02: Und da kam Erika eben auf mich zu.

01:38:05: Hast du dich hingesetzt und hast ein Storybook geschrieben?

01:38:08: Wie meinst du?

01:38:09: Dass du gesagt hast, okay, diese Woche erklären wir Berike,

01:38:11: nächste Woche erklären wir ...

01:38:13: Das sind Themen, die wir dann zusammen ...

01:38:15: Du überlegst ja auch, worüber möchtest du sprechen

01:38:17: und das machen wir genauso.

01:38:18: Wir haben unsere Redaktionskonferenzen

01:38:20: und dann überlegen wir, welche Themen

01:38:23: potenziell für unsere Hörerschaft interessant sein könnte.

01:38:26: Und wir haben sehr, sehr viele Hörer und Hörer in aus der Ausbildung.

01:38:31: Es sind viele angehende Sommeliers

01:38:33: und viele Leute, die gerade mit einem WSTT angefangen haben

01:38:37: und das ist ein tolles Format.

01:38:40: Wir haben gesagt, wir wollen maximal 20, 25 Minuten haben.

01:38:45: Es soll halt Schneckebild sein,

01:38:47: also, dass du das auch einfach mal auf der Autofahrt hören kannst

01:38:50: und halt immer speziell zu bestimmten Themen,

01:38:52: wie es Podcasts in dem Bereich im Deutschsprach-Ringmarkt noch nicht gibt.

01:38:56: Es gibt keinen Weinpodcast, der jetzt,

01:38:58: zumindest in dem aktuellen Zeitpunkt,

01:39:00: gibt es halt nur diesen einen, der bestimmt sagt,

01:39:02: okay, heute erklären wir, was es eigentlich petnert.

01:39:04: Also, ein bisschen wir senden mit der Maus.

01:39:06: Wir suchen uns immer einen Wustabraus,

01:39:08: wir suchen uns ein Thema raus

01:39:10: und das wird halt eben recherchiert, entsprechend aufbereitet.

01:39:13: Wir haben Gäste dann auch mal teilweise dabei aus Forschung

01:39:16: oder von Weingütern.

01:39:19: Und ja, das ist die Idee dahinter.

01:39:22: Find ich weit auch schwerer, als ein total Wissenspodcast zu machen.

01:39:25: Also, das zum einen runterzubrechen auf ein gewisses Zeitfenster.

01:39:27: Ja, das ist total schwierig.

01:39:29: Viele sagen auch so, es wäre so toll, wenn die Folgen ein bisschen länger wären

01:39:31: und wir haben gesagt, wir bleiben halt bei diesen 25, 30 Minuten.

01:39:35: Und was halt ganz cool ist, dass wir dann auch

01:39:37: im Grunde genommen die Podcast-Plattform,

01:39:39: wie zum Beispiel Spotify ja auch so ein bisschen wie Google fungieren.

01:39:41: Das heißt, wir haben viele Leute, die dann sagen,

01:39:45: ja, ich wollte über ein Porto und wollte nochmal irgendwas über Porto,

01:39:49: also über Portwissen, wie wir in Porto,

01:39:53: wir wollten was über Portwissen.

01:39:55: Und wir haben einfach bei Spotify eingegeben, Port Wein

01:39:58: und dann kam halt direkt die Podcast-Folge.

01:40:00: Und dann konntest du dir halt auf der Autofahrt zum Weingut,

01:40:03: um zu sagen, dass wir 25 Minuten anhören, was eigentlich so die Basics sind.

01:40:07: Also das ist total schwer, also das auf ein kurzes Zeitfenster.

01:40:13: Ja, du wirst immer auch irgendwas haben, was du dann außen vorlassen musst.

01:40:16: Und zum anderen dann aber eben auch nicht zu hochgestochen zu reden,

01:40:19: sondern einfach schon Wissen, Kompetenzen zu vermitteln,

01:40:21: aber easy zu bleiben dabei.

01:40:23: Und wie kannst du das jetzt beibereiten?

01:40:27: Weil das ist ja eben doch das Problem, was viele Zombies im Restaurant nicht können,

01:40:31: dass sie nicht volksner bleiben können.

01:40:34: Ja.

01:40:35: Klingt volksner doof?

01:40:36: Nein, überhaupt nicht.

01:40:37: Also du meinst, wie ich beibehalte,

01:40:41: dass ich das so kurz und knapp mache?

01:40:43: Nein, dass du unkompliziert, lebensfroh einfach bleibst

01:40:47: und nicht anfängst beim Thema Barik,

01:40:50: über Toastungsgerade, Holzatmen, über ...

01:40:53: Hab ich ja noch nicht angefangen.

01:40:54: Muss ich sagen.

01:40:55: Nein, ich weiß nicht, was zu verkopf zu werden.

01:40:57: Das ist ja so einfach, dass du den Unterschied von Limousine all je eichen

01:41:02: in ihrer Wachstumsphase zwischen weiß eichen und trallern.

01:41:06: Was ja irgendwo dann der Punkt ist, wo man anfängt,

01:41:09: okay, jetzt möchte ich einfach auch Selbstdarstellung.

01:41:12: Ja, also man muss auch da gucken, genauso wie du eben gesagt hast,

01:41:17: ja, du sagst, okay, du kannst dir keine Vorlieben leisten,

01:41:20: weil du möchtest dich da nicht ...

01:41:23: oder du möchtest dir einschränken,

01:41:24: du möchtest halt deiner Funktion als Gastgeber,

01:41:27: als Formilier treu bleiben

01:41:29: und halt gut beraten Möglichkeiten eröffnen.

01:41:32: Das Gleiche hab ich ja bei meiner Arbeit auch.

01:41:35: Also ich möchte Weinwissen verständlich und Praxisner beibringen

01:41:37: und dann muss ich halt Cati oder Darlings,

01:41:39: was ist jetzt wirklich wichtig, was interessiert die Leute

01:41:41: und was interessiert die Leute nicht?

01:41:43: Und dann muss man halt recherchieren, überlegen, okay,

01:41:45: passt das rein oder passt das Leben nicht rein?

01:41:47: Also, das einfach.

01:41:48: Das wegstreichen ist so schwierig.

01:41:50: Ja, ja, und wir haben ja auch immer diese Redaktionskonferenzen

01:41:53: und wir haben ja auch ein sehr großes, cooles Team.

01:41:56: Das sind alles junge Leute

01:41:58: und dann stelle ich mein Skript online

01:42:00: und sag halt, wer darüber würde ich ganz gerne sprechen

01:42:02: und dann sagt halt, weiß ich nicht,

01:42:04: "Miriel, haste Regie, ja, sorry, Lua,

01:42:06: aber da ist interessiert einfach keine."

01:42:08: Und ich verstehe auch ehrlich gesagt, was das heißt im Sinne ...

01:42:10: Ja, okay, gut, dann können wir's rausnehmen.

01:42:12: Ja, aber ich mach die Arbeit ja nicht um mich selber,

01:42:14: um mir selber was zu beweisen oder um mich selber zu beweihräuchern,

01:42:17: sondern ich mach die Folgen ja so,

01:42:19: dass ich das beste mögliche Gefühl hab, okay,

01:42:21: und ich mach das jetzt im Kasten

01:42:23: und die bringt dir erst mal die Basics wirklich bei.

01:42:25: Und das ist das, was ich da sage, hat Bestand

01:42:27: und das ist irgendwie nicht bla bla bla,

01:42:29: sondern das hat Bestand

01:42:31: und damit kann ich guten Gewissens

01:42:33: eines Formilär, eines Formilärs in die Prüfung schicken.

01:42:36: So, so, darum geht es mir, ich möchte ...

01:42:39: Ich werd's eh nicht jedem recht machen können,

01:42:41: aber ich möchte halt zumindest das, was ich da geredet habe,

01:42:44: dass es Bestand hat und dass man damit arbeiten kann

01:42:46: und dass man davon, dass man damit lernen kann.

01:42:48: Das ist mir wichtiger.

01:42:49: Mir geht es nicht darum zu sagen,

01:42:51: ich bin jetzt sowieso eine coole Alte und bla, sondern ...

01:42:54: Wie viel Prozent deiner Arbeit ist das?

01:42:56: Ist der Podcast?

01:42:57: Und wie viel ist das Social Media am All gemeint?

01:42:59: Ich glaub, man hat total, total falsche Vorstellungen.

01:43:02: Ich hab eben gesagt, ich bin ja also ...

01:43:05: Erst mal sehe ich mich überhaupt nicht als Eliha,

01:43:08: sondern Edeka ist dann ein Kunde von mir.

01:43:10: Ich hab mittlerweile über 150 Stammkunden.

01:43:12: Das ist ein Kunde von mir.

01:43:14: So, mit denen mach ich halt den Podcast

01:43:16: und mach auch Beratung, ja, und schreib auch Weinbeschreibung

01:43:20: und mach redaktionelle Geschichten und so was, ja.

01:43:22: Und das ist halt eben Edeka.

01:43:24: Das ist ein großartiger Kunde,

01:43:26: mit dem ich jetzt seit bis zu 2,5 Jahre zusammen arbeite.

01:43:29: Und das ist ein junges, interessiertes Team,

01:43:32: die mir die Möglichkeit geben,

01:43:34: die mir eine Plattform bieten,

01:43:36: mein Weinwissen zu teilen,

01:43:38: für möglichst viele Menschen da draußen,

01:43:40: Menschen für das Thema begeistern zu dürfen.

01:43:43: Ja, und das ist super.

01:43:46: Und das macht vielleicht,

01:43:48: Edeka macht vielleicht als ...

01:43:50: Schwierig.

01:43:52: Ich will auch keine Zahlen ...

01:43:56: Nein, ich kann sie selber nicht.

01:43:58: Ich müsste jetzt überlegen,

01:44:00: wie für Edeka 15 bis 20 Prozent vielleicht ...

01:44:03: Was ich eben so signifikant ...

01:44:05: Und Social Media ist natürlich mindestens 70 Prozent.

01:44:09: Und Block und alles, ne?

01:44:12: Also meine Unternehmung, das, was ich mache.

01:44:15: Viele haben da so eine total falsche Vorstellung davon.

01:44:18: Also dein letztes Südafrika- oder letztes Südafrika-Klippe

01:44:21: auf Insta, da hat man dich eigentlich immer auch nur

01:44:24: mit Handy und mit MacBook gesehen.

01:44:27: Also du bist ja eigentlich dann schon nicht 24/7,

01:44:30: aber schon ständig in diesem Thema Weinwelt und arbeiten.

01:44:33: Gut, ja, das war jetzt natürlich extra.

01:44:35: Und es ist so ...

01:44:37: Also, so geht es ja auch jedem,

01:44:39: so geht es ja Willy wahrscheinlich genauso,

01:44:41: zwar eine Weinbar hat,

01:44:43: ein Podcast natürlich auch, aber eine Weinbar hat,

01:44:45: aber dann ist er eben ...

01:44:47: Johannes macht das gut,

01:44:49: aber dann hier am Einkaufen oder am Organisieren

01:44:51: und man sieht dann halt immer dieses ...

01:44:53: jetzt eine pfile Wein, aber es ist eigentlich nur 10 Prozent der Arbeit

01:44:55: oder nur 20 Prozent der Arbeit.

01:44:57: Und so ist bei dir wahrscheinlich auch,

01:44:59: dass du diesen eigentlichen Fun-Part,

01:45:01: das ist ...

01:45:03: Schwimmungsgericht.

01:45:05: Auf Instagram sieht man natürlich meistens immer nur so,

01:45:08: dass du dann selbstständig und das ist halt mein Business,

01:45:10: das ist mein Baby.

01:45:12: Und das habe ich mir, ja,

01:45:14: genau so wie du auch dein Unternehmen aufgebaut hast.

01:45:16: Und das ist ...

01:45:18: Hinter den Kunden ist natürlich extrem viel Arbeit.

01:45:20: Und ich denke auch immer,

01:45:22: ich könnte noch mehr leisten, noch mehr machen.

01:45:24: Und dieser Post, auf den du jetzt Bezug genommen hast,

01:45:27: muss man sagen, das war jetzt auch echt eine krasse Zeit im letzten Jahr.

01:45:30: Das war zum Jahresende,

01:45:32: wo ich mein ersten Weinkurs auf den Markt gebracht habe,

01:45:34: onlinekurs.

01:45:36: Das war krass.

01:45:38: Also es war wirklich einfach nur krass.

01:45:40: Und Arbeitspensum technisch,

01:45:42: also ich ...

01:45:44: weiß ich nicht, ich glaube,

01:45:46: da bin ich über 100 Stunden im Monat geklappt und so.

01:45:48: Und ich musste halt da echt Gas geben.

01:45:50: Und wenn du dann halt ein Ziel hast und sagst,

01:45:52: du willst das halt unbedingt jetzt machen, dann musst du halt auch mal ballern.

01:45:54: Ja.

01:45:56: Aber das ist halt ...

01:45:58: genau, also das habe ich jetzt vor zwei Jahren mir vorgenommen,

01:46:00: dass ich unbedingt ein Online-Tool entwickeln möchte,

01:46:02: wo die Menschen

01:46:04: von überall aus

01:46:06: sich über Wein weiterbilden können.

01:46:08: Und wir haben das sehr hochwertig

01:46:10: und sehr aufwendig produziert.

01:46:12: Und

01:46:14: auch da geht es im Grunde genommen

01:46:18: einfach nur darum, Weinwissen zu vermitteln

01:46:20: und das irgendwie zu demokratisieren.

01:46:22: Und ja,

01:46:24: und das ging halt, wie gesagt,

01:46:26: im 17. November letzten Jahres,

01:46:28: das war online und es war echt ein Mammut-Projekt,

01:46:30: aber

01:46:32: war ein cooles Projekt auch.

01:46:34: Ja, sehr cooles Projekt. Und es geht ja jetzt auch weiter.

01:46:36: Also es wird jedes Jahr einmal gelounscht.

01:46:38: Der Kurs entwickelt sich kontinuierlich weiter

01:46:40: und da auch, weißt du,

01:46:42: wenn du dann so eine E-Mail bekommst

01:46:44: von so Leuten, die gerade in der Ausbildung sind

01:46:46: und sagen so, das ist so cool, das ist so cool,

01:46:48: so bin ich erklärt und das bringt mich voll weiter.

01:46:50: Und das ist halt, dafür mache ich das halt,

01:46:52: das ist halt total schön.

01:46:54: Das sind die schönen Momente, dass dein Lübe

01:46:56: in Rumänisch erscheint

01:46:58: und keine Ahnung, dann ...

01:47:00: irgendwie so, das ist richtig cool,

01:47:02: dass irgendwann mal ins Englisch übersetzen können,

01:47:04: dass er natürlich mega Alto-Som hat ja auch

01:47:06: so vielen Sprachen in seinem Buch übersetzt.

01:47:08: Und ich dachte halt so, und dann kam

01:47:10: mal die Anfrage vom Verlag, ja übrigens,

01:47:12: hier Rumänien, ich so,

01:47:14: was ist da los, weil da denkt man gar nicht dran

01:47:16: an den Markt, ne? Ja, das war auch schön.

01:47:18: Natürlich freut man sich drüber.

01:47:20: Wir kamen der Sprung von "Urny und Amerika"

01:47:22: hinzu, ich mach meine eigene Firma.

01:47:24: Der kam so,

01:47:26: dass ich mich ja dann immer

01:47:28: versucht habe, überall zu bewerben,

01:47:30: wenn ich genommen wurde.

01:47:32: Und dann

01:47:34: habe ich Wein, mal glaub ich so ein halbes Jahr

01:47:36: irgendwie so ein bisschen den Rücken gekehrt

01:47:38: und hab mich irgendwie mehr auf Essen

01:47:40: und so konzentriert.

01:47:42: Schon als ...

01:47:44: als ... ich darf mal Influencer sagen,

01:47:46: oder ist das irgendwie ... oder wie nennst du dich selber?

01:47:48: Du kannst mich gerne Influencerin, ich bin eine Unternehmung.

01:47:50: Nein, nein, nein, nein, nein.

01:47:52: Ich hab's keine Ahnung, abletztes ...

01:47:54: Nein, nein, nein, nein. Nein, in der Folge bei Tony hab ich gewählt.

01:47:56: Ich bin Influencerin, loggerter.

01:47:58: Ich bin so ein Sohn und Sohn.

01:48:00: Natürlich Influencerin, ich bin beeinflussen jeden Tag,

01:48:02: Menschen.

01:48:04: Du beeinflust auch als Host,

01:48:06: als Podcast.

01:48:08: Mensch sage ich jetzt mal, auch Leute in ihrer Entscheidung

01:48:10: und sobald wir das halt eben tun,

01:48:12: sind wir Influencerin, wir influenzen die Leute.

01:48:14: Und dementsprechend, ich find's,

01:48:16: ich reg mich ja schon gar nicht mehr drüber auf,

01:48:18: Als ich angefangen habe,

01:48:20: das was ich tue, was ich jetzt mal den Leuten zu erklären, was mache ich in dem beruflichen ist ja also was mache ich in beruflicher stelle

01:48:26: Fotos, Videos, Texte und alles über Wein Wein wissen ja wie nennst du mich?

01:48:33: Also es ist ja

01:48:36: Es ist es gab den es gibt den beruf ja noch nicht und dann gerade so in Deutschland in Amerika war das gang gebe ja

01:48:44: Influencer Content Creator zu bestimmten Themen das ist halt voll normal da und ist auch voll normal dass Menschen damit ihren Lebensunterhalt

01:48:50: verdienen und es ist halt auch

01:48:53: normal dass dann ab und zu mal eine Werbung oder irgendwas dergleichen ist weil ich bin ja nicht die Wohlfahrt ne also

01:48:58: Es ist ja keine ehrenamtliche Tätigkeit die hier aus über ja irgendwelche Typen die versuchen mir jeden tag zu

01:49:02: Diktieren wie ich mein Geld zu verdienen habe und oh mein Gott und das kannst du nicht machen und der Inhalte sollten kostenlos sein und was

01:49:08: Werbung also nee also anfangs hat das hier richtig Spaß gemacht auf dem Kanal aber die infolge ich jetzt auch einfach mal nicht

01:49:14: Ja, weißt du die Tartanen folgt mir halt einfach bestrafen mich für meine arbe also wirklich das ist ja das ist ja

01:49:19: Unter der Gürtlinie mir wird jeden tag tätig mein Geld zu verdienen habe aber auf die frage zurück zu kommen

01:49:25: Ich finde Influencer oder Influencer in Content Creator in Content Creator völlig fein

01:49:30: Ich früher war uns die Blogger weißt du so also der wird ja war der erste blogger die haben wir auch alle

01:49:36: Belechelte also bei uns in Geisen haben sie ersten Vortrag gehalten hat und erzählt wie wie geil das World Wide Web ist

01:49:41: Also ich meine irgendjemand muss damit anfangen oder fängt halt damit an und ich habe angefangen mit schreiben ganz normal bloggen

01:49:47: Ich habe prezepte gemacht ich habe halt dann gleichzeitig überweingeschrieben

01:49:50: und hab dann halt irgendwie

01:49:53: Die niche in der niche gesucht um halt einfach natürlich sich ganz klar zu positionieren und irgendwann war halt eben klar

01:50:00: Okay, du willst den Leuten was über Weinball bringen und dann habe ich halt eben angefangen mit Social Media

01:50:05: Instagram jahrelang voll Erfolg also das jahrelang so alt bin ich jetzt nicht aber es war bestimmt so zwei jahre nicht

01:50:11: Darum gedümpelt habe in diesem Instagram und habe mich da gefragt ja okay also

01:50:14: Keine Ahnung passiert da gar nichts so und hab damit nur Leute erreicht in meinen Beiträgen

01:50:22: und dann hat Instagram halt das kurz Video Format gelouncht und

01:50:27: Dann habe ich gesagt boah geil endlich mal ein Format was für mich irgendwie sinnig ist, wo ich einfach labern kann und wo ich auch

01:50:35: Du kannst ja auch über ein video deine Persönlichkeit oder auch generell das was du sagen willst kannst ja ganz anders vermitteln als über ein bild

01:50:43: Und dann habe ich halt meine ersten kurz Videos online gestellt und die haben sehr schnell hohe Reichweiten halt einfach bekommen und

01:50:52: Warst du es alleine? Hattest du eine Agentur dafür?

01:50:55: Nee, da werde ich mit der Agentur leisten können da war ich ja gerade angefangen das war

01:51:01: 2019 du bist morgens aufgehört beim Tellerbrötchen was wir nicht ist weil du könntest nicht frühstellt

01:51:06: Hattest du das Handy in der Hand und hast gesagt boah 1000

01:51:09: Ich probiere das jetzt einfach mal aus ja aber dann der Erfolg das dann mit einer von heute auf morgen war das dann

01:51:13: 10.000 views waren das sogar

01:51:15: Da habe ich irgendwie wild rumgefuchtelt und irgendwann in die Kamera gelabert und irgendwie getanzt da war das ja noch so mit diesen

01:51:20: Tanzen und bla und zeigen und dies das

01:51:23: Oder heute sagt so was kann mir heute auch nicht mehr machen

01:51:27: So und dann habe ich mich irgendwie angefangen mit kurz Videos zu beschäftigen hat mir einen Workshop mal gebucht von einer amerikanischen

01:51:33: Influencerin und habe mich ganz ganz schnell wieder in diesen Marketing

01:51:36: Gedönster wiedergefunden was ich bei Lageta gelernt habe zu gucken zu analysieren was

01:51:40: Die Bändigkeit gesehen hast

01:51:43: wahrscheinlich ja wahrscheinlich und dann

01:51:46: habe ich das einfach mal ausprobiert und dann trial and error und wenn das halt nicht funktioniert das format dann muss ich weiter ausprobieren also einfach trial and error und irgendwann

01:51:54: Es hätte die ersten videos angucken sehr okay war denn da los aber war halt so da ist halt viel mit

01:52:00: O-Tönen gemacht und Musik und was weiß ich und ich glaube mit Instagram arbeiten zu können muss man sich halt mit Instagram beschäftigen

01:52:06: Man muss viel analysieren man muss viel ausprobieren man muss sich weiterbilden das ist ja nicht einfach mal so sondern da steckt extrem viel Arbeit hinter

01:52:13: muss viel Trendanalysen machen und und und und und

01:52:16: und

01:52:18: Wie gesagt dann habe ich diese eine video mehrere videos gepostet und dann halt eben das

01:52:22: Das eine video gepostet und das hatte dann halt eben 10.000 views so und ich war so oh mein Gott

01:52:27: 10.000 views ich hatte 10.000 views auf ein kurz video habe dann sage ich so oh scheiße

01:52:31: Aber da war das ja alles neu da gab es ja dann auf dem deutschen mark gab es das ja noch gar nicht so lange kurz videos also reals und

01:52:40: Dann habe ich da halt weiter mit experimentiert gleichzeitig weiter geblockt

01:52:44: Hab mir dann fotografieren zu sachen beigebracht beziehungsweise meine gute freunde lina mir das beigebracht also die edi coolste

01:52:51: und dann weiter gemacht und weiter gemacht und

01:52:54: Dann ist ja auch das problem was du in der weinenbranche hast es gibt ja super viele trends auf Instagram und es gibt super viele

01:53:01: Möglichkeiten schnell Reichweiten zu generieren aber du musst ja diese Trends so umreichen dass sie auf deine

01:53:08: Schiene auf dein thema wein überhaupt passen also ich kann nicht jeden trend mitmachen weil das passt nicht zu meiner branche

01:53:16: und ich bin ja keine live star influencerin die irgendwie jeden zweiten tag irgendwie

01:53:21: Wenn ich den den den 10. rabattkohl für fünf prozent irgendwo rein ballert ja ich

01:53:26: Das damit verdiene ich ja auch im rundung um nicht mein geld mit

01:53:30: Jetzt irgendwie da rabattküttchen und hier und hast du nicht gesehen und deswegen dass das konnte ich gar nicht die ganze

01:53:37: Trends mitmachen und dann habe ich

01:53:39: Weiter gepostet und dann war so der meilen stein irgendein kurz video ging voll durch die dekke

01:53:45: 1,5 million views und ich war so okay wow und dann habe ich halt auch so

01:53:50: Bock daran gefunden weiter auszuprobieren das auszuprobieren das auszuprobieren zu gestalten

01:53:55: und

01:53:58: und mir diese kräte dieser

01:54:00: Diese kreativität also dieses kreative arbeiten dieses videos film schneiden das mache ich ja alles selber

01:54:06: vertonen bla bla bla

01:54:08: Gestalten dann auch so dass das bei instagram sind das sind ja auch alles in texte schreiben was mir unglaublich viel Spaß macht und da habe

01:54:14: Ich halt einfach dann so richtigen da wurde ich dann richtig zum nörd

01:54:17: da wurde ich so richtig zum nörd und

01:54:20: Ja, dann war das video mit 1,5 und dann war ich irgendwann in burgenland im lockdown und dann habe ich den nächsten mal

01:54:26: steht 2,5 million views und das ging so bam bam bam und

01:54:30: Ja und dann ist der account halt eben gewachsen habe ich hatte nie eine agentur ich habe

01:54:35: Es wurde mir dann auch mal vor die hat es bestimmt die follower gegauft und so nicht so bei mir ist keine einzige follower

01:54:40: Kauft und ich habe auch noch nie für likes bezahlt oder so ein scheiß weil das bringt mich ja nicht weiter also das fällt das ist das ist irgendwie

01:54:46: Also richtig 2 15 also das ist halt das also ganz ehrlich das bringt dich ja nicht das ist ja wurscht im gegenteil letzte

01:54:52: Woche wieder 500 follower gelöscht oder vor zwei wochen weil du ja das problem ist ja

01:54:57: Wenn ich ein produkt launche also zum beispiel buch ausbringe dann möchte ich ja auch dass das das meine dass ich

01:55:04: dass ich

01:55:06: Den erfolge meines buchs auch irgendwo an meiner follower schaff messen kann und das kann ich ja nur wenn ich wenn die bereinigt ist die

01:55:12: follow wenn der irgendwie nur faked counts drin sind oder wenn der zum beispiel mittlerweile auch bei instagram die

01:55:17: Möglichkeit zu überprüfen ob die accounts überhaupt noch aktiv sind weil es verfälscht ja alles was ich mache

01:55:21: also verfälscht auswertung es verfälscht insight

01:55:24: Insights alles und mir ist ehrlich gesagt die anzahl der follower und followerin die ich habe auf instagram egal

01:55:30: weil

01:55:31: ich brauche eine community die aktiv ist und

01:55:35: Ja und dann am ende des tages brauche ich auch eine kaufkräftige community um das mal wirklich jetzt mal auf den punkt zu bringen weil mir bringt es nichts

01:55:41: Ein online course zu launchen und ich weiß jetzt 60 prozent meiner follower und follower schaff ist gekauft

01:55:45: Dann das bringt mir das also das ist ja dabei ist ja die katze selber in den schwanz und jetzt nur nach außen hin zu sagen ja toll

01:55:52: Ich habe bei sie nicht 75.000 follower followerin super cool das bringt mir ja nix im grün genommen

01:55:59: Willst ja einfach dann auch nur eine zahl ist

01:56:03: Vielleicht irgendwie als schmuckstück nimmst aber die ich eigentlich dann in dem Sinne ja auch nicht weiter weiter bringt

01:56:09: Wenn wir so ein titel bringen auch nicht viel und es ist halt so schade viele somis eigentlich auch

01:56:15: verschwenden so viel zeit auf insta mit dem produzieren von content und

01:56:21: interessieren sich nicht dafür oder beschäftigen sich nicht mit dem

01:56:25: wie man es weiter bringen kann wie man erfolgreich sein kann wie eben die

01:56:28: die post dann irgendwie Erfolg haben können oder sonstiges und das

01:56:32: Also das was du gemacht hast sollten viel mehr machen

01:56:39: Also es ist wirklich viel Arbeit und deswegen

01:56:41: Um auf das Thema zurück zu kommen ja klar ich kann von mir jeder Influencerin schimpfen am am ende des tages bin ich halt

01:56:47: eine Unternehmerin und

01:56:49: Ich habe mich früher mal gewährt gegen diesen Begriff und Influencerin weil das halt immer so abwertend war so ja

01:56:57: Du lässt sich ja dann irgendwo einladen ich habe noch nie einen barter diee gemacht ich habe mich noch nie irgendwo einladen lassen

01:57:03: Und habe dann irgendwo kostenlos urlaub gemacht und habe das dann auf social media beworben das war nie meine art der arbeit

01:57:09: Und es mir auch egal mir dass jemand glaubt oder nicht weil mir ist wichtig dass es für mich stimmt dass ich weiß dass ich meine

01:57:16: Unternehmung meine arbeit auf instagram anders definiere als sie von außen definiert wird und wenn jemand mir dann irgendwie vorwirft

01:57:23: Let's also ich war auf der summa ja und dann kam da irgendein voll trunken natürlich braus

01:57:30: und schreit wirklich was nicht mag hat kennst du den markplatz da und schreit wirklich

01:57:35: Von oben runter mit dem finger auf mich zeigend du du bist doch dieses scheiß

01:57:40: Influencerin du machst die ganze branche kaputt

01:57:44: geht weiter

01:57:46: Maler sagen was will man da ja

01:57:48: Ich finde es manchmal gar nicht so einfach für jemanden der vielleicht nicht ganz so geübt ist bei einem wein ein qualitäts von einem blender

01:58:11: Produkt zu unterscheiden ähnlich empfinde ich es beim olivenöl ein wirklich hochwertiges produkt als solches zu erkennen dafür muss man wissen

01:58:18: Worauf man zu achten hat und was qualität ausmacht ich finde aber es gibt ein produkt wo man wenn man es einmal probiert hat sich sofort der

01:58:25: Außergewöhnlichen qualität bewusst wird

01:58:27: Arche to balsamico auch hier gibt es so viele versuche dieses besondere produkt zu imitieren es gibt kräber die balsamico es gibt essig kopien

01:58:35: Aber wenn man einmal einen aceto balsamico auf der zunge hatte ist man im positivsten aller sinne verdorben

01:58:41: Und nehmen wir euch ein parade beispiel die drei gold medaille aus dem hause zu sebe justi der ältesten balsamico manufaktur der welt ich meine wir reden da über

01:58:51: 400 jahre familien traditionen und ich denke schon dass man die produkte aus diesem haus als die essenz der region mondena bezeichnen kann

01:58:58: Es beginnt 605 als zu sebe und französco maria justi in das herzogliche register von mondena eingetragen werden damit den grundstein für ihre geschichte legen

01:59:08: Nur wenige jahre später in jahr 1613 erhielt schon waren die justi von cardinal barberini die erlaubnis die produkte im bolonia zu verkaufen

01:59:16: Ein meilenstein warum das so wichtig war wenn man damit ein grundstein für spätere internationale expansion gelegt hat

01:59:25: Der nächste große schritt war am 18. jahrhundert als die manufaktur eine erste phase der konsolidierung und innovation erlebte

01:59:31: Es wurden neue fassrein eröffneten historische fester von anderen modernis vermien erworben eine praxis die der weitergabe von essig muttern und arom diente

01:59:41: Im jahr 1861 erlangte justi internationalen rum als zu sebe justi auf der italienischen ausstellung und florenz mit einer goldmedaille für eine 90 jahre alten balsamico ausgezeichnet wurde

01:59:54: Dieses ereignis markierte den beginn einer era in der die manufaktur auf zahlreiche internationalen weltausstellungen anerkennung fand

02:00:01: Darunter natürlich paris an werben aber auch win einer der absoluten meilensteinen der geschichte des hauses justi ist das jahr 1863 als ju sebe justi das sogenannte justi-rezept vorstellte

02:00:16: Dieses dokument definierte erstmals die grundlegenden prinzipien für die herstellung eines perfekten balsamico essigs und dieses rezept basiert auf drei goldenen regeln

02:00:26: Erstens die ausweiter trauben nur spät gelesen reife trauben mit einem extrem hohen zuckergehalt eignen sich für die herstellung eines hochwertigen balsamicos

02:00:36: Zweitens der reifungsprozess

02:00:38: Die verwendung von fässern aus verschiedenen holzarten wie eiche, kastanie, kürsche, eche und maulbeere verleiht den balsamico seine charakteristische aromvierfalt

02:00:47: Drittens die zeit

02:00:48: Der faktor geduld ist unerlässlich je länger ein essig reif das ist so komplexer und harmonischer wird er

02:00:54: Das ju sei-rezept wurde schnell zur referenz für die gesamte branche und ist bis heute eine wichtige grundlage für die herstellung von aceto balsamico de modena

02:01:03: Und somit ist auch ein zentraler bestandteil für die herstellung des drei gold medanien balsamicos der trauben muss der ausschließlich aus den sorten tribiane und labrusco gewonnen wird

02:01:13: Die trauben werden spät gelesen teilweise auf matten getrocknet um eine maximale konzentration von zucker und arom zu erreichen

02:01:19: Nach der ernte wird der mosst langsam eingekocht

02:01:22: Dieser prozess ist entscheidend da in den zuckergehalt erhöhten somit die basis für die spätere regerung schafft

02:01:27: Die temperaturen wert des einkochen sind extrem wichtig und werden präzise kontrolliert um bitterstoffe zu vermeiden und die natürliche süße der trauben zu bewahren

02:01:35: Anschließend wird der eingekochte mosst mit einer essig mutter versetzt einer lebenden kultur aus essigsäure bakterien die für die fermentation wiederum unerlässlich ist

02:01:43: Diese essig muttern werden bei ju sti seit jahrhunderten gepflegt wirklich seit jahrhunderten und sie sind ein zentraler bestandteil der eidliche artigen geschmackscharakteristik

02:01:52: Die reifung des drei gold medaillen balsamikos erfolgt in historischen holzfässern die teilweise ebenfalls mehrere jahrhunderte alt sind

02:02:00: Diese fässer zum teil aus zu seltenen holzern wie maulbär und wachholder tragen spezifische aromen bei die das geschmacksprofi des balsamikos fundamental prägen

02:02:09: Ein besonderer prozess namens travasi das umfüll des essigs von einem fass ins nächste sorgt dafür dass der balsamikot die unterschiedliche aromen der verschiedenen holzer aufnehmen kann

02:02:19: Dieser prozess erfordert ein hohes maß an handwerklichen könne und erfahrung

02:02:23: Die lagerung findet in gut belüfteten dachräumen statt die den natürlichen jahre zeitlichen temperaturschwankungen ausgesetzt sind

02:02:29: Im Sommer vertunten ein teils des wassers wodurch der essig konzentrierter wird

02:02:33: Im Winter wiederum klärt sich der essig auf natürliche weise

02:02:36: Dieser natürliche zyklus ist ein absolutes alleinstellungsbergmal des traditionellen balsamikos und unterscheidet ihn grundlegend von industriell hergestellten varianten

02:02:45: Und ja das schmeckt man

02:02:47: Der drei goldmedaillen balsamikot ist das ergebnis dieses komplexen herstellungsprozesse und zeichnet sich durch ein einzigartiges aromenprofil aus

02:02:55: Wenn man den einmal auf der zunge hat, vergisst man ihn so schnell nicht wieder

02:02:59: Na klar kann man anfangen ihn mit flaumarmelade mit roten früchten mit vanille zu beschreiben aber das aromenprofil ist so komplex so tiefsinnig

02:03:06: Dass man wahrscheinlich in eine kleingeschriebene dienereins Seite bräuchte um das aber einzeln zu deklinieren

02:03:12: Und fast noch mehr als in der nase spürt man die qualität am gaumen die perfekte balance von süße und säure begleitet von einer krebigen fasirubartigen texture ist etwas was man nicht industriell nachahmen was man nur durch diese drei goldenen regeln und ganz viel zeit erreichen kann

02:03:27: Denn diese eigenschaften machen im balsamikot so unglaublich einzigartig

02:03:31: Vielen dank für dieses außergewöhnliche produkt dem hause zu selbst bejusti und dem deutschen impoteur dem handelshaus schlumbberger

02:03:39: Also das was ich eben ganz am anfang sagte du holst aber so viele leute ab du holst so viele ne altes klasse die die man sonst nie erreicht hätte und die in dem

02:03:57: Sinne auch mit dem eigenes also ganz neu definiert wird und also man sollte es insofern mehr wert schätzen selbst wenn du am anfang erfolge hattest den erfolge

02:04:08: weiter zu drehen also es hat ich habe bei einer bogenlandreis ich weiß nicht kennst kukki

02:04:13: ja kukki ist ja kukki weinwürttel oder irgendwie englisch sparrige audience

02:04:18: und sie sagt ich habe das zwei jahre habe ich das für meine familie gemacht ich stand da und hatte irgendwie 20 views und dann mit einer wurden da irgendwie 1000 raus und dann kam eben dieser ganz große die die riesen aufgabe es weiter zu entwickeln

02:04:31: ja und dann was mache ich damit was mache ich daraus die kann ich da irgendwie dann auch umsetzen kann ich daraus ein business machen und das ist das schwierige eigentlich wird schön sein kann eigentlich jeder in dem

02:04:40: kann jeder also da braucht es auch ein wisst talent für meinst aber das dann eben auch wert bringt und letztlich ist dann ja auch wirklich wert bringt wenn du es für kommerzialisieren im positiven Sinne kannst dass es für dich eben auch im wert ist ja die zeit auch wirklich rein plantieren kannst nicht nur

02:04:54: nicht mehr macht man liebner für etwas also ich finde man sollte auch viel viel öfter über gelte da generell über so themen wie monetarisierung sprechen weil es dann auch ein problem bei uns in der branche ist und ich weiß halt nicht warum diese grund erwartung da ist zu sagen von vielen menschen ja aber das muss

02:05:11: schon umsonst machen die inhalte nein muss ich nicht ich teile mein wissen mit euch und ihr könnt davon profitieren ihr könnt von meinen kostenlosen inhalten profitieren aber ihr müsst halt auch einfach verstehen dass ich auch damit geld verdienen muss weil ich kann das hier nicht alles ich bin wie gesagt eine debulfahrt

02:05:25: und dann finde ich sollte viel mehr offen auch darüber gesprochen werden dass man halt ab und zu eine et hat das werbung muss ja nicht was schlechtes sein auch werbung kann etwas nützliches sein nämlich dann wenn das beworbene produkt oder der wein ein problem der bestehenden community löst

02:05:42: wenn korra war auf korra wind korra war auf mich zukommt und sagt ja könntest du dir vorstellen mit mir zusammenzuarbeiten und ich sage das ist ja selbstverständlich möchte ich mit euch zusammenarbeiten weil ich genau weiß dass das alle interessiert wenn stößler auf mich zukommt hättest du lusten mit unseren weinglesen zu arbeiten sagt ich ja selbstverständlich aber ich euer gläser geil finde und weil ich b seit über 15 jahren mit einer gastronomie gearbeitet habe mein

02:06:05: älter und c weil ich weiß dass ich halt eben nicht jeder ein zahlt du für 50 euro leisten kann und ich und das dann zu verurteilen was halt eben oft gerne und leichtfertig gemacht wird ohne darüber nachzudenken finde ich

02:06:19: grundaufverkehrt weil wenn du werbung gut machst und wie gesagt dann mit aktive problemen löst dann ist das doch was gutes so und ganz ehrlich blöd gesprochen wenn ich auf der so offensicht und die hardcore hemorrhiden habe und dann im fernseh sehe neue salbe hemorrhiden löst all deine probleme gerade neu auf den mark gekommen werbung dann sage ich

02:06:40: ja muss doch viel anders nachdenken so ich stelle mich ja nicht in die story und bewerbe jeden tag irgendein scheiß ich habe letztes letzte woche

02:06:50: eine anfrage bekommen also da muss ich wirklich lachen eine anfrage bekommen ja ob ich dich lust hätte periwund unterwischen zu bewerben

02:06:57: natürlich habe ich gesagt nein ob ich eine frau bin und jeden monat blut aber ich habe gesagt hey freund der sonne habt ihr euch überhaupt noch meine art von content angeguckt das passt mich in mein format natürlich und ganz ehrlich nein so aber so und das meine ich halt eben damit ja wenn ich jetzt morgen wie gesagt anfangen würde irgendwie subliments zu bewerben

02:07:17: nein was aber auch schwierig ist finde ich also vom also da nein sagen zu können wir es natürlich auch geld ist und du musst es damit du halt auch langsamer verliebt sind so weiter und damit die Leute wirklich verstehen nein das was du machst hat einen fuß unabhängig davon ob da jetzt vielleicht mal irgendein Hans-Peter ist er sagt ja gut das brauche ich nicht das Glas ne darum geht es ja nicht aber du musst ja auch du selbst bleiben und jetzt nicht irgendwie dir frisst hörnstein anfangen jeden dreck zu bewerben das bringt ja nichts natürlich habe ich vielleicht auch meine

02:07:45: in der vergangenheit eine kooperation gehabt wo ich danach gedacht habe oder während der kooperation ach du scheiße und aber das ist ein prozess das entwickelt sich weiter

02:07:53: auch das ist ein error genau auch das ist ein error und

02:07:57: ich habe wirklich tolle kunden egal ob das pro seko dhc ist ob das triocha ist ob das keine ahnung was ist das sind alles großartige kunden die ihr produkt platzieren dürfen und worum ich weinwissen bauen darf und da hat sich

02:08:15: das bezüglich wirklich noch nie jemand bei mir aus der community beschwert und das wäre ja auch falsch weil ich gebe den ja dieses inhalt kostenlos können damit lernen ich habe eigentlich sogar die besten information aus erster hand weil ich halt eben diesen kooperationspartner habe und natürlich das weiß du selber da muss man immer ein bisschen

02:08:31: aussieben und sagen ja okay pr freunde der sonder jetzt bremst du euch mal ein bisschen weil das packt mit sicherheit in die caption rein natürlich muss man auch da reflektieren überlegen passt das geht das wie auch immer aber grundauf sind es alles tolle tolle partner und

02:08:44: mit denen ich ganz ganz spannender und viele projekte realisieren durfte und darf in zukunft hoffentlich ja ist das morgen schwer für dich also es ist ja eine momentaufnahme du hast dich jetzt in drei jahren wahnsinnig entwickelt ist sowas

02:08:58: das morgen ist das morgen auch nicht das morgen passiert kann auch sein dass jemand sagt ja kese es wird für mich 50 jährige alten man ein wenig greifbarer wenn ich eine knallbar habe wo ich ein weinkelle habe als wenn ich content creator bin und nicht weiß ob ich die Aufträge morgen dann immer noch bekommen oder immer noch so hip bin oder immer noch so gefeiert werde oder insta dann

02:09:26: vielleicht nicht mehr irgendwie wahrgenommen wird oder die abgeschaltet wird oder was auch immer also es ist ja es wirkt ja alles relativ fahre

02:09:31: ja oder die laden nicht macht also gut ja was ich damit sagen will du es kann immer irgendwas passieren und das ist halt einfach das risiko was wir selbstständigen halt eben haben ich glaube egal welcher branche

02:09:43: natürlich gibt es da natürlich ich denke halt immer so ich habe ein handwerk gelernt und ich habe es auswertig nicht so wenn ich wieder in die gastronomie gehe und also ich habe ich finde dass angst immer ein schlechter Berater ist und das stimmt das ist ein toller aussage ja das ist ein schlechter Berater und natürlich macht man sich manchmal Gedanken wie geht es weiter aber das macht sich aktuell jedes weingut weil zum Beispiel der weinkonsum rückläufig ist ja also ich mein

02:10:12: und deswegen macht auch diese weil du eben auf dem podcast gast angesprochen hast dieses ka discounter leha fine wine ich habe noch nie irgendeines der produkt gebäscht weil ich halt immer denke so lange weingetrunken wird alles fein und wenn man leute für die darüber neue menschen für das thema begeistern kann abholen kann die dann vielleicht weg mal über den teller an teen ausblicken ja und

02:10:38: vielleicht jetzt nicht nur den dawnfelder dann kaufen für zweihore neunzig sondern vielleicht sagen auch mensch vielleicht gebe ich doch mal ein euro mehr aus ich finde man muss viel kleiner denken und versuchen

02:10:49: das ist dann für mich schon Erfolg wenn dann jemand sagt zu mir meine tante zum Beispiel nur trinkt immer dawnfelder litter butte und dann halt hier

02:10:58: kostet irgend von irgendeinem irgendein handelskette weiß ich nicht und dann bring ich halt mal ein wein mit und so und dann sagt sie so auch das ist ja auch das habe ich ja noch nie und das habe ich noch nie verstanden und das finde ich aber toll dass du mir das erklärst und die zeit nimmt ja aber dann probiere ich das mal aus ja schub die Wurbschritze das nächste mal wieder bei sich ich glaube die heißen die nochmal nicht geils und farbmila steht zum farbmila

02:11:19: da habe ich jetzt mal den wein ausprobiert der war auch ein bisschen toll hat der hat fünf euro neunzig gekostet dann sage ich das doch toll und hat geschmeckt ja toll und das darum geht es mir das dieses ganze gebäsch das bringt überhaupt gar nichts außer dass es Leute einschüchtern und wenn ich bei meiner tante in der küche stehe und der sagen würde alter trinkst du denn da ja tschuldigung aber das bringt ja gar nichts so also damit ist ihr nicht geholfen weil sich ein schlechtes gefühl hat

02:11:45: ich teile die philosophie in der wein war wir hatten relativ viele weine also wir hatten eine ganz umfangreiche weinkarte und teilweise auch sehr sehr sehr interessant und sehr teure weine da drauf aber mir war es immer wichtig damals noch ein wein für fünf sieben euro im verkauf zu haben das man jeden abholten bei der flasche außer haus oder es war eben auch

02:12:10: aus haus gemacht wir haben wir haben 70% von unserem unsatz erstens 80% war mir auch immer wichtig ein wein für 0 1 2 50 auf der auf der karte zu haben also dass man jeden abholt und jeden mitnimmt und es gibt ganz viele die wir damit aus dem discount aus dem supermarkt rausgeholt haben in diese beratung situation und er ist halt eben am anfang nicht bereit mehr als fünf euro dafür auszugeben und dann einfach zu sagen okay das und dort gibt es noch ein bisschen mehr

02:12:39: und dann kann man sich weiterentwickeln ich würde auch nicht sagen dass die weiterentwicklung immer teuer immer das bessere ist manchmal ist es schön jemanden auch damit ein gutes gefühl zu geben bei dem was ihm reicht ja natürlich aber im dem rahmen einfach auch was gutes auszusuchen und zu sagen okay das ist gesundes nicht irgendwie lebensgefährlich oder wie auch immer

02:13:00: und einfach nicht in also in schönheit zu sterben sondern einfach für einander miteinander da zu sein und eben auch das verständnis für diese eben zu haben da ja darum bin ich ganz ganz dabei die ja

02:13:12: ja in diesem tun und in diesem sein in diesem schaffen und das ist ja bei edeka so dass die im landen mal um da auf die frage zu beantworten bei edeka ist es ja so viele verstehen ja das prinzip von edeka nicht das ein genossenschaftsprinzip und edeka hat halt eben diese eigenmarken linie als ich noch ich habe ja vertrieb auch gearbeitet hat vertriebssatung für nrw gemacht

02:13:29: für edeka nein für für den handel ja okay und da ging es ich glaube ich gab es hier damals luna system das heißt wenn ich also ich habe entrate gemacht vertrieb für ein handelshaus und sehr bekannt ist und habe dann gastronomie gemacht als auch fachhandel und du glaubst gar nicht wie viele edeka merkte und auch rewe merkte ich als fachhändler gelistet hatte einfach aufgrund der tatsache dass wenn selbstständig geführte edeka merkte oder auch rewe merkte da sind die können

02:13:58: liste was sie wollen und die machen natürlich aktuell viele extrem viele edeka merkte und auch rewe merkte machen einen fantastischen job weil fachhändler halt oft aussterben gerade so in den ländlichen regionen und die bauen sich da weinabteilung hin mit weinen wo dir schwindelig wird und das vergessen halt ganz ganz viele dass edeka halt ein genossenschaftsprinzip ist und das wenn ein edeka markt selbstständig geführt ist was die mehrheit ist dann können diese merkte liste was sie wollen und zwar außerhalb des luna system das sind keine genossenschaftsprinzipen die sind nicht mehr so

02:14:26: die haben zwar außerhalb des luna system das sind glaube ich 120 artikel 120 eigenmarken war eine von der reinberg kellerei und die haben sie meistens auch im portfolio weil du halt auch eben die leute abholen musst oder möchtest die halt eben nur 4 euro für eine flasche wein ausgeben können das darf man auch nicht vergessen können

02:14:44: und können aber außerhalb dieses luna systems wie gesagt alles listen also bestes beispiel kennen wahrscheinlich so die meistens edeka zu heide ja ist er komplett krank dass er sich da unten hingebaut hat der hat da glaube ich sehr gesweingemidore stehen der macht da weinverkostung weinabende

02:15:00: die wirklich der wahnsinn sind so und ich denke dass jetzt im nächsten jahr mit dem podcast dass sich da echt spannende Möglichkeiten auch ergeben werden mit solchen merkten auch mal enger zusammen zu arbeiten ja findest du das

02:15:12: das ist ein riesiges politikum das das ein problem für jürgen unten an der ecke ist

02:15:16: siehst du sie ist den fachhandel nicht auch schnell dass das einzelhandel so präsent ist

02:15:22: ich glaube wenn du einen guten job machst dann bleibst du auch bestehen diese diese selbstständigen lewensmitteleinzelhändler die sitzen ja meistens in nendlichen regionen und da decken sie halt einfach das prinzip von amazon ab

02:15:32: alles bedienen alles haben weil damit könnte man ja auch argumentieren ja warum hatte der der der der der real oder was weiß ich ne ganze buchabteilung

02:15:42: und drin das sind halt merkte die man oft anfindet in ländlichen regionen die versuchen alles spaten zu bedienen oder auch zu sagen ja gut es gibt halt keinen weinfachhändler um die ecke das thema wein interessiert uns aber

02:15:54: wir arbeiten mit qualitativ hochwertigen lewensmitteln also warum sollen wir nicht das thema wein bedienen was man auch nicht vergessen darf diese edi kemerkte oder edi kemerkte rive merkte real es gibt globo's globo's hat ja auch teilweise auch krasse weinabteilung die bilden ja auch aus das heißt die finanzieren auch wenn man glück hat ne ausbildung im handel so sommelier und haben dann da einfach ihre eigenes sommelier rumrennen und das ist schon echt cool also deswegen sage ich immer wenn man

02:16:22: kein glück hat und irgendwo unterwegs ist dann fahr ich ganz ganz oft in diese also zum beispiel ich wohne also meine elternstamm wohnen in die giedemberg da ist ein kaff im sieben gebürgel es gibt kein weinfachhändler um also da müsste ich nach bonn fahren und wir haben ein edi kemerkt das edi kemerkte klein und der hat der hat natürlich viel mainstream geschichten der hat aber zum beispiel so dann einfach so aus nichts aber so bei rada von nieport erstreht und dann glaub ich halt immer happy hin und sagt

02:16:50: ich habe kein wein mehr zuhause ich sehe ich verstellt es mir nicht und holen wir halt eine coole flasche weil ich weiß der hat halt auch eine kleine kuratierte auswahl wo er sich selber ein schwerpunkt gesetzt hat und das ist ja eher ein servicel ist total toll dass es so was gibt und ich köln ist auch in katschensprungen fern und da gibt es halt auch viele weinfachhändler wo ich mir denke hoffentlich stirbt ihr bald aus weil die machen halt so ein scheiß job und da ist jede flasche angestaubt und weißte so also das ist ja auch die kehrweite

02:17:18: was ist denn jetzt scheiß job dabei also warum empfindest du die als nicht weil die so schlecht in der auswahl sind weil die so schlecht im preis sind weil die so hochnäsig sind

02:17:28: es fängt bei mir schon an bei ungepliktem verkaufsflächen also wenn ich da als kunde reingehe und dann ist alles verstaubt und dann ist alles arsbach uralt da oder was mit wein zu tun

02:17:38: dann denke ich mir so ja nicht ich habe jetzt irgendwie ehrlich gesagt keine lust hier ein wein zu kaufen weil ich eben nicht weiß wie er gelagert wurde und weil ich jetzt keinen Bock habe den wein aus dem shopfenster hier gerade zu wählen und das ist dann für mich die definition für scheiß job ja weil ich ja auch dafür sorggetragen muss als weinfach in weinfachgeschäft inhaberinhaberin dass das da sage ich jetzt mal möglich mit rechtem dinge zugeht so und dementsprechend wenn sich das das war ja mit koronau das sind super viele gastronomie getriebe mussten auch

02:18:07: sterben im grunde genommen haben wir nicht mehr aufgemacht weil sie halt in ihrem tun das ist ein bisschen weitausgeholtes welches erkläre dann werde ich wahrscheinlich missverstanden

02:18:18: egal aber wenn die wenn sie wenn sie da den job halt nicht richtig machen und in folge dessen halt eben aussterben dann dann ist es halt eben so

02:18:26: und dann wird halt wieder neues weinfachgeschäft öffnen aber ich glaube nicht dass das die konkurrenz ist und ist das deshalb das weinfach gestärke weinfach sterben da ist das wäre viel zu einfach

02:18:38: gab es für dich mal ein weinladen ich absolut beeindruckt hat also weinladen oder also einer hast du ein lieblingsweinladen außer jürgen und neuneinherstelle

02:18:46: jürgen ist schon richtig urgestein hier in der Mitte ist ja auch toll wenn es sowas gibt also wenn es so ein wenn wenn wenn man das hat

02:18:58: ich kauf immer bei mir die flash habe ich auch bei mir gekauft also man ist halt der kühlschrank des kids ja genau und das wenn man das

02:19:06: vermitteln kann diese persönlichkeit rüberbringen kann dann ist das großartig der jürgen ist seit über zwölf jahren da der hat so tolle kundschaft und die wollen alle dahin weil sie beraten werden

02:19:15: und ich glaube jetzt nicht dass wir jetzt daneben bei die preise sind ja die gleichen im grund genommen da wird man aber persönlich beraten

02:19:23: so tolle deutsche weinauswahl und dann ist dann 2017 da brunnen gibt der jürgen hat richtig geschätzchen und ja ja ja das ist ein richtiger schlawiner der kauft immer ganz viel auf

02:19:32: und dem sprechen der macht einen tollen job und der musste sich da jetzt nicht wirklich Gedanken machen

02:19:39: gut er hat ab und zu man schild draußen stehen bestellt nicht bei amazon die liefern kein gekühlten wein ja dann auch in der tasein bzw. auch in der fragmentation wo man einfach sagt davon lebt

02:19:49: ein lebt auch im viertel von den geschäften und wenn wenn diese geschäfte nicht mehr da sind sie sind halt nur noch wohnsihlos die da irgendwo stehen diese community lebt

02:19:59: und deswegen finde ich das und gerade jetzt auch in der weihnachtszeit wo es halt so einfach ist meine hundert geschenke damit ich jeden zumöle irgendwo zu bestellen anstatt keine ahnung

02:20:07: die liste zu nehmen und die im buch laden um die ecke zu geben weil zu politisch und die da einfach dann zu sagen hier bestellt mir die bücher oder

02:20:15: also da von dem her und so ist da wahrscheinlich mit jürgen auch und und und bevor ich die die die frage stellen würde ja macht so ein selbstständig geführter lehmensmitteleinzelhandel der im dem fachhandel an sich

02:20:26: konkurrenz würde ich dann hätte ich schon eher noch die frage gestellt ja wie sie es mit online handel aus weil leute bestellen alles online und die bestellen auch massiv mittlerweile wein online ich weiß nicht wie es prozentual aussehen das ist natürlich immer noch eine mini sparte aber das ist glaube ich so eher das habe ich glaube einfach wenn man einen guten job macht egal ob in dem lehmensmitteleinzel fachhandel auf ein paket oder halt eben in dem weinfachhandel auf ein paket dann wirst du immer bestand haben und ich glaube ja wenn man

02:20:55: daran spaß hat und diese begeisterung da irgendwie die leute ernst nimmt begeisterung teilt und diese diese beratung ist ganz wichtig egal ob im restaurant ist das fachlicher als menschliche wichtiger also sowohl beim somia als auch bei der beratung dort also was was holt ich mehr ab wenn jemand so auf deiner wellen liegen liebten deine deine sprache spricht oder wenn du sagst ist so voll krecken da kann ich jetzt mit der einflasche wein dich dort kauf oder dich dort trinke im restaurant so viel lerne so viel emotion mitnehmen

02:21:24: nehmen. Ich glaube sowohl als auch. Ich glaube, wenn jemand

02:21:26: richtig, wenn die im Autoverkäufer richtig unsympathisch ist, dann kaufe ich auch kein Auto

02:21:30: oder Eggal, wie gut ich mich berät.

02:21:32: Um介 zu mir wahrscheinlich so gehen, also, ich glaube, ich würde dann sagen,

02:21:35: "Borny, ich habe gar keinen Bock auf euch und euer Autohaus".

02:21:37: Und deswegen ist es, glaube ich, so 50/50. Also, ich möchte mich halt verstanden fühlen.

02:21:42: Ist natürlich cool, wenn mein Gegenüber irgendwie so ein bisschen

02:21:46: sympathisch ist. Dann fällt es mir auch leichter da, meine Kohle zu lassen,

02:21:49: sei ganz klar, ne. So. Und natürlich, auf der anderen Seite spielt natürlich

02:21:52: auch das Fachliche eine große Rolle, natürlich. Aber wenn ich mich halt, wenn ich jetzt

02:21:57: unten den Jugend nicht kennen würde und ich käme da rein und da würde ich sagen,

02:22:00: "Na, Mosklin, was willst du, so ein gerneer Arno-Wart?" Da würde ich auch sagen,

02:22:03: "Hör mal, ist dein Problem, ich geb Wanderst kaufen, ist ja ganz klar, ne."

02:22:06: Aber hast du einen Lieblings, ja, beiden Laden haben wir erklärt, was ist ein Lieblingsbeinbar?

02:22:10: Außer die Freundschaft. Außer die Freundschaft.

02:22:15: Das wird zu einfach zu sagen, ne. Das wird zu einfach.

02:22:18: Hängst du jeden Tag ab eigentlich? Kann man auch. Seht so aus.

02:22:21: Nee, aber ich gehe gerne hin, weil es immer sehr gesellig ist und weil es halt auch,

02:22:25: weil es halt so demokratisch ist und du kannst halt, ja, das muss man wirklich sagen,

02:22:29: weil viele dann auch so eine Bewertung schreiben, ja, da gibt es so eine teure Weine.

02:22:33: Und da muss man halt ganz klar sagen, ja, dann kannst du entweder keine Beratungenanspruch

02:22:36: nehmen oder du kannst nicht lesen, weil das ist halt das, was ich in der Freundschaft extrem

02:22:39: toll finde. Du kannst 10.000 Euro ausgeben, du kannst aber auch einfach 35 Euro für eine

02:22:44: Flasche Wein ausgeben und deswegen wirst du nicht besser oder schlechter behandelt,

02:22:48: sondern genauso beraten und das ist immer gesellig und du hast cooles Essen,

02:22:52: bodenständiges, eigentlich das, was man will, an langen Weinabend,

02:22:56: dann nimm ein lieber Kiesbrötchen oder ein bisschen Kiesel oder ein Gulasch oder

02:23:00: irgendwas und ansonsten gibt es noch die Nomi Weinbar, ein Kreuzberg, ist auch ganz okay.

02:23:06: Aber so viele Sachen. Die haben so ein Gulasch.

02:23:08: Ich meine, du weißt es ja selber, du hast ja auch eines, das erste Konzept aus dem

02:23:13: Aber so viel Eiweiß. Ich meine, du weißt es yourself. Du hast ja auch eines, das das erste Konzept

02:23:18: aus dem Boden gestampft. Du weißt selber, es gibt gar nicht so viele gute Weinbars. Ja還有 nicht.

02:23:23: Also mir fällt das immer echt schwer, wenn Leute sagen, ja kannst du was anderes empfehlen,

02:23:26: dass die Freundschaft ist ja, ja kann ich. Aber meines Tages läuft dann doch auf die Freundschaft

02:23:30: raus und nicht weil ich irgendwie, weil ich etwas mit dem Video am Laufen habe, sondern einfach,

02:23:33: weil es aber eine geile Baal ist. Weil es gemütlich ist, es ist irgendwie cool, es sind cool Leute da,

02:23:37: mit Sicherheit gibt es irgendwo kleinere Bars, die auch gut sind. Aber es gibt halt nicht viele

02:23:46: wirkliche gute Weinbarkonzepte, auch nicht in Berlin. Leider ja. Ja. Wirklich schade, also da

02:23:52: fände ich auch, wenn die da mehr irgendwie entwickeln würden. So wie gesagt Restaurants,

02:23:56: kann ich dir auch einen Mast nennen. Ja. Und auch genial Restaurants und auch, das ist halt

02:24:01: schön, ich bin jetzt nicht das Stadtkind, aber das finde ich an Berlin schon immer wieder fasziniert,

02:24:07: diese kulinarische Dichter. Wir gehen viel essen, aber ich, ganz ehrlich, da gehe ich dann,

02:24:14: vielleicht kann es jemanden Tipps schicken, ich schiebe sie ja weiter, einfach ja bitte Tipps,

02:24:18: Tipps zu bendehen. Genau, es sind die Kommentare, Tipps. Ich kenne jetzt zum Beispiel, ich weiß noch,

02:24:22: als die Janine Voltaire im, noch im Heilmann und Klever, da bin ich unglaublich gerne

02:24:30: hingegangen. Also ich war, wenn sie es jetzt hören sollte, keine Ahnung, ich war nur dreimal da,

02:24:33: aber es ist für mich schon ein weiter Weg, den ich da lang kauft nehmen muss,

02:24:38: an der Köln zu düsen, vor allem bis zu einer Stunde unterwegs. Ich war dreimal da und

02:24:43: ich war immer mit Weinaffinenfreundinnen da und was sie halt unglaublich gut kann,

02:24:48: ist auch so Gastgeberin sein und sie ist eine tolle Somelier und ich fand die,

02:24:55: auch die Weinbegleitung bei ihr, wo wir da noch mal drauf kommen, die Weinbegleitung bei ihr fand

02:24:59: ja auch ganz, ganz toll und auch die Erklärung, warum sie den Wein gewählt hat, fand ich großartig.

02:25:04: Und ja, also das hat mir sehr, sehr gut gefallen auch bei ihr und deswegen sage ich, also wenn ich

02:25:11: jetzt ein Restaurant nennen müsste, wo man gute Weinbegleitung hat oder wo man Wein trinken

02:25:15: gehen kann, da würden mir einige einfälle, aber so wirkliche Weinbarkonzepte, also zum Beispiel

02:25:20: die Nomi Weinbar, die macht ja nur Wein von Frauen. Das ist für die ein interessantes Konzept.

02:25:24: Ja. Ich weiß nicht, ob das, ob das Gutes in dem Sinne, wenn man es halt sehr einseitig wieder

02:25:28: rum sieht und damit andere ausschließt, aber zumindest hat man eine Idee und man hat in dieser

02:25:32: großen Weinwelt einfach eine Grundlage und ein Konzept, wo man einfach sagt, okay, ich spezialise

02:25:36: sie nicht drauf. Genau. Wenn man dahingehend sagt, also nicht nur ist eines gut und ist anders schlecht,

02:25:40: sondern ich habe einfach einen Schwerpunkt, dann funktioniert das wieder rum und man kann sich

02:25:44: beim Wein ja immer einen Schwerpunkt und selbst wenn man sagt, ich kombiniere Wein mit Musik

02:25:48: zum Beispiel und ich nehme nur Weine für, findest du, Weinmusik witzig oder ist das ... Weinmusik?

02:25:53: Oder ist das schon wieder zu fricke? Das ist ja das leone Style, oder was?

02:25:58: Nichts um allgemein, also sagst du, wir haben jetzt gerade Kabanästermier im Glas, dazu höre ich grüntet

02:26:02: sich nur, wach. Nee, da bin ich raus. Also ... Ich verstehe den Ansatz. Ja. Ich verstehe das alles,

02:26:11: aber ... Aber wenn ich das jetzt so vormachen würde, wenn ich das so sagen würde, jetzt habe

02:26:15: die die Kabanäme mitgebracht. Ja, genau, jetzt wieder raus. Und ich fand den witzig, den hatte ich

02:26:22: vorher immer aus dem anderen Glas und ich habe den jetzt aus dem Zeltum. Bordeaux. Bordeaux. Und ich habe den

02:26:29: Wein noch nie so erlebt, ich habe den noch nie so filigran, noch nie so noisiert. Als ich den hier

02:26:35: hatte, du hast die ganze Zeit ... Bitte. Die Frage meiner Community, macht das Glas einen Unterschied? Das sind

02:26:40: alles Sachen ... Total. Total. Total. Und als wir vorhin über Südafrika geredet haben, die Wein sind

02:26:46: zu meinem Lade und du hast ihm gesagt, aber ich mache überhaupt nicht, dass ich scheiße, ich habe den

02:26:49: Kabadä aus die Zierhien dabei und ... Nee, überhaupt nicht. Und der wirkt jetzt aber so ganz, also fast

02:26:54: frisch, der hat so ein bisschen dieses Grüne, aber nicht Umreife. Total. Wirkt sehr filigran am Gaumen,

02:26:58: eben doch diese ganz leichte Säure, die ganze Zeit in Textur. Ich finde, der kann sehr gut an dem

02:27:01: Riesling anschließen. Der hat nicht die Hitze zizieren, der hat eine ganz tolle Eleganz, der hat eine

02:27:06: angenehme Feinseidigkeit, der entwickelt sich jetzt großartig im Glas und ich finde, dass das

02:27:12: Salto entblättert ihn so, dass man es geführt, man hat den nackten Körper da. Ja, der hat so richtig

02:27:17: Platz auch im Glas. Der hat sowas in der Nase, ich habe eben reingerauchen, wir haben so viel

02:27:21: gelabert, ich habe gar nicht, jetzt gerade erst mal probiert, der hat oder ich habe viel gelabert,

02:27:26: das ist meine Spezialität, das bin ich sehr anfällig für. Jedenfalls hat der so was, so was fast

02:27:31: schon so was so was nicht ... ja, was leicht floral ist auch in der Nase, so irgendeine, ein Jewex habe

02:27:39: ich da in der Nase. Falschen finde ich. Falschen, genau. Falschen. Da finden so ein bisschen Falschenpfeffer.

02:27:43: Ja, und gleichzeitig hatte ich aber auch so ein bisschen Waldspaziergang, weiß ich meine. Hättest du auch

02:27:49: ja gesagt, hätte ich Rose gesagt? Nee. Ganz viele sagen nämlich, wenn du das sagst und ich sage,

02:27:56: ja, ich würde diesen Mund legen, aber ich finde auch, man kann nicht manipulieren, man kann nur

02:27:59: fokussieren. Ich habe eben gesucht, was es ist und ich war irgendwie auch so was bei so was blau lila

02:28:06: ne? Ja, genau. Und ich habe dann irgendwie so ja Falschen, Falschen hast du ja auch ganz oft bei Blaufränkisch,

02:28:12: manchmal. Nee, ganz oft, nicht manchmal. Manchmal auch ganz oft, ja. Und ich hatte ganz oft so,

02:28:17: ist es Falschen oder ist es? Aber mir kam sofort so dieses leicht floral, aber super dezent auch,

02:28:23: das ist mir sehr aufgefallen, ne? Und ich finde, ich rede auch immer zu viel und das ist manchmal

02:28:30: so schwierig. Das ist so schön. Aber ziel du mal. Also was findest du dem? Bleib mit dem Bändig. Ich finde,

02:28:35: bei dem Wein total toll, auch diese Frische, nämlich genau nicht das, was du gesagt hast,

02:28:39: nicht dieses Überladene, was man eventuell mit den Ziccilen assoziieren könnte, weil es natürlich

02:28:44: ein sehr warmes Indulchien ist, aber es ist super feinliedrig, ja? Überhaupt nicht so in your face,

02:28:51: ne? Und ich glaube das Glas, ich weiß nicht, wenn du gesagt hast, du hast den sonst immer aus dem

02:28:56: anderen Glas probiert. Hier fährt er viel kräftiger, viel opulenter. Welchen Glas? Soll ich mal ein anderes

02:29:00: Glas holen? Ach so, aus dem, was du mitgebracht hast, gell? Ah, nee, das habe ich nicht dabei, aber ich habe

02:29:06: mal ein anderes dabei. Und das wäre vielleicht halber auch Würze, außer was so... Aber keine laute

02:29:16: Würze, finde ich. Also nicht so dieses... Hast du dieses Süßholzgerast belegeln, weißt du so? Ja.

02:29:20: Ich habe als Kind immer auf Süßholz rumgekauert, fand ich immer sehr geil. Fand ich noch nie.

02:29:25: Nee, das muss man machen. Ich kriegst du in den Apotheken oder früher ist es zumindest in Apotheken

02:29:28: bekommen Süßholz und dann einfach drauf rumkauen. Dieser Geruch, der dann dabei entsteht, ist ein

02:29:34: bisschen dran erinnert. Merci. Tschüss auch. Echt Musik gar nicht. Und hier, Riesler, der riecht so viel

02:29:47: fetter. Lettiger auch. Fast ein bisschen, ja genau, also ist letrig und nicht marmeladisiert, aber dickfruchtig.

02:29:56: Ja gut, ja, ich weiß es zum Beispiel, wenn man so ein schönes Glas Bombe-Emmalade hat,

02:30:00: dann aufdreht und dann so rein riecht, also nicht Marmelade im negativen Sinne, sondern

02:30:03: genau so dieses volle Frucht. Volle Frucht, saftige Frucht. Und dann hier ein bisschen Katonage dabei.

02:30:11: Ah, ein schöner Gerät, das ja. Aber wir sind ja Profis, wir können das ausblendern.

02:30:16: Um den Katon herumdrinken. Wie findest du es, es ist ein Unterschied, ob man links oder rechts

02:30:25: rumschwenkt? Ich kann nur das ein. Ich habe eben auch das Glas abbiniert und ich bin also ein

02:30:30: richtiger, gib mir ein Fettnapfel und ich drehe voll rein und auch so generell, wenn ich irgendwie

02:30:35: irgendwo bin, ich baue immer scheiße. Also das ist so bei mir, ich bin nicht gesellschaftlich.

02:30:39: Ich habe mir eben so was von einem Rosenegg eingeschränkt, wollte abbinieren und dann habe

02:30:43: ich gelabert und so, das bin einfach ich und dann habe ich so viel geschwenkt und dann ist so die

02:30:46: Hälfte rausgekommen, ja, aber egal. Nee, ich kann tatsächlich nur. Also findest du aber so was

02:30:51: glaubwürdig, wenn jemand sagt, der, wenn man den Wein links rumschwenkt, hat er eine Aro,

02:30:56: andere Aro, Ionisierung, Aromenentwicklung, als wenn man ihn rechts rumschwenkt oder sagst du,

02:31:01: er kennt das wieder auf. Ich mache, ich mache Weinprozess fürs Volk. Also wenn wir eine wissenschaftliche

02:31:10: Evidenz da irgendwie rauskriegen, ja, aber nur gelabert, nein. Also ich bin immer so. Aber du

02:31:15: willst es nicht abscheiden, du sagst, okay, ich kann mal, ich kann mal, ich kann mal Versuchsreien rausmachen.

02:31:18: Also so wie keine Ahnung, genau. Dass Bach im Weinkeller den Wein anlassen,

02:31:23: seine Entwicklung beeinflusst als Mozart oder als Wagner, weil halt die Schwingung

02:31:27: das andere ist und so weiter. Was ja auch glaubwürdig ist, ein wissenschaftlich irgendwie auch Darstellbar.

02:31:30: Ja, ich sag immer, das, ja gut, macht ja la Gede auch, die haben da auch ein Barrikeller und dann

02:31:35: läuft da auch immer Climpermusik. Nur weil ich das so sage, Climpermusik heißt, sage ich nicht,

02:31:38: dass es Quatsch ist, sondern ich finde immer, also ich bin kein Fan von so Storytelling.

02:31:44: Da werde ich immer nervös. Also ich bin kein Fan von ja, wir machen das jetzt so,

02:31:48: deswegen ist der Wein so besonders und bla bla bla, dann denke ich mir halt immer so,

02:31:51: boah, ganz ehrlich, Freunde der Sonne, können wir gerne eine Versuchsreihe zu machen und

02:31:55: dann können wir überlegen, ob das jetzt der Wahrheit entspricht oder nicht.

02:31:58: Jetzt weiß ich was du. Aber dann komme ich halt als Geisenheimer, ich bin halt Geisenheimerin

02:32:00: und ich würde niemals sagen, nein, das stimmt nicht oder das sehe ich anders, aber so diese

02:32:05: gefühlten Wahrheiten, boah, ich bin ganz allergisch, ich bin ganz allergisch. Jetzt weiß ich was.

02:32:09: Dann sage ich immer so Freunde dabei. Was du damit meinst, du bist technisch wie Johanna.

02:32:12: Ja, ich bin einfach der Technischer und das bewahre ich mir auch und das ist mir auch wichtig,

02:32:17: weil ich finde, dass in der Welt des Weins, wie in jeder anderen Branche, wahrscheinlich auch einfach

02:32:21: auf ihr Blech gelabert wird, ganz einfach. So, man muss die Dinge halt nicht verkomplizieren,

02:32:25: nur weil das sich jetzt irgendwie nett anhört und dann noch mehr irgendwie da Barrikaden,

02:32:30: Fronten aufbauen, sondern ich sage, ja, können wir mal, ganz ehrlich, würde ich jetzt noch

02:32:34: in der Uni werden, dann würde ich zu meinem Profil gehen, zum Reiner und dann würde ich sagen,

02:32:37: hier, Reiner. Was meinst du, können wir nicht eine Versuchsreihe zu machen? Wir schwenken jetzt einmal

02:32:40: links, einmal rechts und da gleich in Bedingungen gucken wir mal, was das Weinglas sagt. Und dann

02:32:44: erfassen wir das Ganze sensorisch und dann schauen wir mal, bin ich sofort dabei.

02:32:49: Bist du im Restaurant, wenn jemand kommt und sagt, ich möchte dir was für einen schönen Blumen

02:32:51: erzählen, auch genauso, oder? Ja. Ach, nein, nein, nein.

02:32:56: Dann wäre das philosophisch und trallerlar und dann...

02:32:58: Nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein.

02:33:00: Dann lässt dich schon inspirieren und sagst, okay, der hat sich ein paar schöne Bordereitmorgende

02:33:04: überlegt. Was meinst du, wenn jetzt zu mir in das Familie kommen würde und der erzählt mir

02:33:06: den Wein so? Und der macht Storytelling. Dann ist für dich ein entspannter Moment und du sagst,

02:33:11: ja, gut, dann ist die Frage des Storytellings. In dem Moment, wo er mir was vom Blumen erzählt

02:33:16: und von ob das jetzt feichel oder rose ist, dann sage ich, na ja gut, das ist halt eine aromatische

02:33:21: Ausprägung des Veins. Am Ende des Tages haben wir jetzt hier keine Versuchsreise und das ist

02:33:26: im Grunde genommen bei aller Liebe der Objektivität eine subjektive Empfindung. Und das ist ja für

02:33:32: mich kein Storytelling. Das ist so, wie er den Wein sieht und das finde ich schön zu sehen,

02:33:36: wie er den Wein sieht. Nee, das ist für mich kein Storytelling. Storytelling ist für mich,

02:33:42: wenn ich auf den Wein gut gehe und die mir irgendeinen Scheiß erzählen, wo ich mir so denke.

02:33:46: Und weil ich ja immer der Influencer-Mäuschen bin, werde ich auch oft so behandelt und dementsprechend

02:33:50: wird mir auch auf vier Blech erzählt und dann sage ich halt immer so, ja, ich bin eine Login halt so.

02:33:54: Mit Schwerpunkt Wein wird scharf, steht halt einfach früher auf oder informiert dich, bevor du mir so ein Scheiß erzählst.

02:33:59: Das meint ich, genau das meint ich aus. Man ist ja auch nicht selten im Restaurant, dass

02:34:03: die halt irgendwie auch manchmal Wein bisschen weiterbringen, was nicht irgendwie geprüft ist

02:34:07: oder sonstiges. Also da hast du die gleichen Situationen wie im Wein gut manchmal auch. Wogegen

02:34:12: ich auch Allergespinnen? Also wenn mir jemand wirklich so was erzählt, wo ich weiß, okay,

02:34:17: das ist jetzt vielleicht ein bisschen weit hergeholt oder stimmt vielleicht auch einfach nicht,

02:34:21: da würde ich im Teufel tun, jemals auf die Füße treten und sagen, was erzählst du da eigentlich

02:34:24: für ein Driss, sondern da denke ich mir mal einen Teil und sag Prost und dann ist das Thema für mich

02:34:29: vom Tisch so, aber ich würde niemals jemanden da, das ist nicht meine Art, nee, was wov'n bist du

02:34:37: in Allergesche erzählst? Wenn halbwissen oder falsche Wahrheiten, im Wein gut nur einfach um Effekt-Hascharai

02:34:43: oder sonstige oder - Ja genau, das meine ich auch, das ist so, oh, anstrengend. Und das finde ich ganz,

02:34:46: ganz schlimm und wenn man dann kommuniziert, man merkt, das Wissen des Anderes ist nur begrenzt,

02:34:51: man würde ihn entblößen und dann möchte ich am liebsten meine Sachen packen und

02:34:55: wieder gehen und sagen, wir sind heute keine Freunde.

02:34:58: Boa, Junge, der hat aber auch Zug, ne? Ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, aber ich finde es,

02:35:11: finde es sehr, sehr gut strukturiert. Nicht total, nee, also das macht das ganze,

02:35:15: Säure, Tannin ist da, ne? Also das ist überhaupt nicht mollig oder irgendwie, nee, überhaupt nicht,

02:35:21: war positiv gemeint, der hat Zug. Nee, ich habe es auch gar nicht ganz verstanden. Hinten raus hat er so eine

02:35:25: auch so ein bisschen, so ein bisschen Zuckerschwänze, das ist ja vielleicht so

02:35:30: ganz minimal, aber angenehm, das ist balanceiert, das harmonisiert so es schön eigentlich. Hätte ich

02:35:35: fast gedacht, dass der Alkohol ist, der zwar nicht hoch ist mit 14, aber das schmecken,

02:35:39: dieses leicht Dizirin dieses Jahr, genau, genau, wäre für mich die Erklärung gewesen. Ich glaube,

02:35:43: nicht, dass Zucker ist. Nein, muss ich nicht. Ich bin jetzt auf Alkohol und froh, hätte ich da irgendwo so gesehen.

02:35:47: Nein, war jetzt nicht auf den Restzuckergehalt bezogen, sondern es hat so ein bisschen dieses,

02:35:51: dieses angenehm süßliche, was aber bei dem Wein einfach insgesamt bild einfach super gut reinpasst.

02:35:57: Ja. Sammelst du Wein? Ja und nein, also ja, sammeln würde ich nicht sagen, sondern wenn ich zum

02:36:09: Beispiel jetzt Breuer 217er sehe, okay, der Wein hat einfach locker nach 15 Jahren Luft, wenn nicht länger,

02:36:17: dann bin ich schon so eine, die halt sagt, lege ich mir ein paar Flaschen von weg, auf jeden Fall.

02:36:23: Aber ich finde auch, dass Wein auch getrunken werden sollte. Werden sollte, ja, was ja ganz viele

02:36:31: Winzer traurig, also solche Weine wie wie Theresa produzieren. Ja. Also die Schaden finden, dass

02:36:36: ihr Schlossberg halt im Keller irgendwie vermodert und... Genau. Also ich finde, es sollte halt auch getrunken

02:36:40: werden und man sollte Spaß damit haben und man sollte damit lernen und man sollte den Wein einfach

02:36:45: genießen, dafür ist er schließlich gemacht worden, aber ich bin keine Spekulanz in dem Sinne von so,

02:36:51: ja ich kaufe mir jetzt irgendwie Wein, weil der dann irgendwie eine, also ich investiere nicht in

02:36:56: Wein, dass ich jetzt sage, okay, ja dann wird der ja in zehn Jahren das, die es anders kosten.

02:37:03: Habe ich gar keine Geduld für, muss ich ganz ehrlich sagen. Also...

02:37:07: Nee. Der Aktivverbrauch ist zu hoch wahrscheinlich. Dafür trink ich viel zu gerne Wein und dafür

02:37:14: ja, hab ich vielleicht auch zu ungeduldig. Vielleicht bin ich auch zu jung dafür, keine Ahnung,

02:37:17: vielleicht sag ich auch in 30 Jahren. Weiß ich nicht, wenn ich immer so wie so eine Kapschenfrau

02:37:21: so sechs Sackel habe, komm ich fange jetzt an, in Wein zu investieren und ich pack jetzt nochmal

02:37:25: Richtwander die Seite. Aber nee, ist nicht so... Und verschenkst du dir ein Wein? Ja. Wie machst du das?

02:37:31: Wenn du ein Wein verschenkst, versuchst du dich zu spiegeln, versuchst du den anderen zu sehen oder

02:37:38: lässt du dich einfach beraten, sagst du zu dem Moment oder ist das grundlos? Also ich finde

02:37:43: ein Wein als Geschenk finde ich großartig, aber es sollte, finde ich persönlich immer,

02:37:46: einen Ansatz und auch eine Erklärung dabei haben. Genau. Und da gibt es verschiedene Situationen,

02:37:51: aber ist das gar nicht bei dir so fest, dass du sagst, weil wir müssen an die Champagne trinken

02:37:55: und ich bin dann irgendwie... Nee, nee, nee, nee. Also wenn ich zum Beispiel eingeladen bin mit meiner

02:37:58: Freundin Sophie, die ist so eine ganz weinbegeisterte, hat so einen Jungs-Sommelier gemacht und ich weiß,

02:38:04: dass die zum Beispiel super gerne kraftvolle, elegante Rotweine trinkt, vorzugsweise aus dem

02:38:11: Piermont, weil sie halt dort auch studiert hat und wenn ich dann da zum Beispiel eingeladen bin

02:38:17: oder wenn ich eine Freude machen möchte, also sie beschenken möchte, dann orientiere ich mich schon

02:38:23: an dem, was sie mag, möchte aber auch gleichzeitig einen Horizont erweitern, indem ich ihr zum

02:38:29: Beispiel ein anderes Weingut mal vorstelle und sag, guck mal, da war ich, also ich kann was dazu sagen,

02:38:34: ich kann ihr wertvolle Informationen an die Hand geben, um den Wein auch einordnen zu können

02:38:39: und das ist für mich schön. Also das ist ja wie, wenn ich Service mache beim Gast, dass ich möchte

02:38:44: irgendwie den Geschmack verstehen, ich möchte wissen, wo, was sie suchen, worauf sie Lust haben

02:38:50: gleichzeitig, aber in dem Kosmos auch versuchen, vielleicht mal einen neuen Weg zu gehen, ohne

02:38:56: dass es unkomfortabel wird. Also das ist nicht gleich der Jakobsweg, ne, ist eher so. Erst mal Sonntagswanderung,

02:39:02: kann ich spazieren? Genau, aber es ist meine so und das finde ich halt schön, das macht ja auch

02:39:06: unglaublich viel Spaß, aber das macht mir zumindest viel Spaß, weiß ich, wie es bei dir? Ich bekomme

02:39:12: gern Wein geschenkt, aber ich habe ein riesen Problem, damit ich ihn zu trinken. Also ich tue

02:39:18: irgendwie einen Keller, einen Schambräer, wo auch immerhin schreib auch mal drauf von wem,

02:39:21: weil ich vergesse es dummerweise immer, ich nehme ganz fest vor, die mir ist zu merken,

02:39:25: manchmal gelinks mir auch, aber meistens schreib ich es irgendwie drauf, dass ich dann dem Augenblick,

02:39:28: wenn ich den öffne, auch an die Person denke, an die Situation denke, deswegen mache ich aber

02:39:35: manchmal nicht auf, weil ich denke auch der ist von, keine Ahnung, Klaus Peter von Hartmut von

02:39:39: Wien auch immer und auch den kannst du jetzt nicht aufmachen und ich bin dann irgendwie, ich

02:39:43: glaube es ist so dieses Bananen-Syndrom, ich bin der Ostkind, hab meine Bananen nicht gegessen,

02:39:48: weil ich denke, oh dann sind die weg und dann sind die halt braun geworden, dann sind die nicht

02:39:51: mehr lecker und hab ich sie weggeschmissen und so ist bei Wein manchmal auch, also von dem her,

02:39:54: ich bekomme gern Wein geschenkt, weil ich dann, die Geste ganz, ganz toll finde, verschenke auch gern

02:39:59: Wein, aber ich erkläre mal, warum, wieso, weshalb und ich versuche eigentlich weniger mich zu sehen,

02:40:06: sondern den anderen einfach aufzugreifen und das Ganze mit Sinn zu erfüllen, also im Prinzip

02:40:09: genauso wie du. Genau, ja. Nur, ja, also zum Beispiel meine Tante, die trinkt neben Dawnfeller, super

02:40:14: gerne Primitivo und haben mich auch mal auf die Suche gegeben, ja was sind denn so Rebsorten,

02:40:18: die in die Richtung gehen? Genau, die so in die Richtung gehen und ihr mal nicht, weil ich Primitivo

02:40:25: schlecht reden wollen würde, sondern manche Leute wissen sie auch nicht besser und sie weiß es

02:40:30: an ihnen, sie weiß halt, ja Primitivo schmeckt ihr und dann hab ich ihr mal, was hab ich eben

02:40:35: vorhin mal so ein Malback oder so was empfohlen, aber so ein bisschen eher so argentinisch angehaucht,

02:40:41: also schon so ein bisschen, so ein bisschen mehr kraftig, ein bisschen schmeiger, genau,

02:40:44: das ist jetzt nicht irgendwie Frankreich oder so und da hat sie dann auch verstanden, so,

02:40:51: wo das es Rebsorten gibt, die einer ähnlich sein können, natürlich kommt es immer auf An-Ausbau

02:40:56: und was ich alles an, aber das finde ich schön und dann auch so, wenn du das gerne trinkst,

02:41:00: dann probier doch mal, so, um Horizontalalter. Ich finde das schön, beim Wein kriegt man

02:41:05: immer ein Feedback, also wenn die Leute, die dann nach einem Jahr dann probieren oder so,

02:41:09: man kriegt dann meistens irgendwie anrufende Nachrichten oder sonstiges auf, wir haben jetzt

02:41:12: da ein Wein getrunken und der war super und das finde ich, daher ist es finde ich ein sehr,

02:41:17: sehr dankbares Geschenk, also viel... Ja, das ist genau so und ich liebe das, ich liebe wirklich

02:41:22: Leute zu beraten und... Man hat nicht wieder ein Staubfänger dort, also wenn man dann irgendwie

02:41:25: eine Figur schenkt, kann auch schön sein, aber ich stehe dann irgendwo in der Ecke oder

02:41:30: würde noch rauskommt, wenn man selber kommt und dann ist das nicht so... Z.B. mein Kursat, der ist

02:41:35: Athlet und der trinkt kein Alkohol und nicht viel Athlet und Alkoholkonsum nicht überein können,

02:41:43: aber er trinkt einfach kein Alkohol, irgendwie schmeckt ihm das nicht und dann waren wir auch in

02:41:47: der Weinbar in Mannheim, ne, das war ein Restaurant, das war ein Restaurant in Mannheim, aber die hatten

02:41:54: so eine ganz kleine fein kurotierte Weinkarte, also wirklich, ich glaube so 20 Position, aber alles,

02:41:59: was die hatten, war zu 80% geil und dann haben wir halt gesagt, ey, wie gesagt, ja, hat den ich Bock,

02:42:04: weil ich hab 15 Kursats und Cousin, interessiert sich alle für Wein und dann hab ich gesagt,

02:42:08: ey, hat den ich Bock, dass ich einfach so ein bisschen was bestelle und dann hab ich immer jeden

02:42:13: Interview, hab ich immer gesagt, fahr auf. Was mit Puff zum Cousin, was zum Cousin dort essen?

02:42:16: Ja, wir machen immer, wir machen immer einmal im Jahr Cousin und Cousinastreffen.

02:42:19: Ist hier mega. Und wir sind alle komplett kloppt und deswegen heißt er auch unsere Gruppe Team Eskalation

02:42:24: und Lena wollte halt, also meine Cousine, also wir sind dann immer da, wo einer von uns wohnt oder

02:42:29: wo gerade Auslandssemester ist oder keiner was und Lena wohnt halt aktuell in Mannheim und da haben

02:42:33: wir halt gesagt, ja cool, dann sagt er sich, gesagt, wenn ich abends essen, was essen gehen

02:42:37: und dann sagt es Lena so, ja nee, also jetzt so saufen, hab ich gar keinen Bock, aber wenn du

02:42:41: eine Weinprobe mit uns machst, dann wär ich ja sofort dabei, ne? Weil der hat das interessiert

02:42:44: mich da richtig oder alles drum und heran und dann hab ich immer, wir haben, ich glaub dann zum

02:42:48: Schluss, weiß ich nicht, sechsmal schon Wein oder was bestellt, aber halt immer eine Lehr gemacht

02:42:52: und dann auch darüber gesprochen und dann hat mein Cousin Fabio gesagt, ja nee, das mag er nicht

02:42:57: so gerne an dem Bein und dann hat der andere gesagt, der fühlte toll cool, warum magst du das nicht?

02:43:01: Und das ist halt das ja auch, das ist so das faszinierende an Wein, dass da auf einmal Gespräche

02:43:06: in Gang getreten werden, wenn du dich auch nur ansatzweise für die Thematik interessierst,

02:43:11: was finde ich kaum ein anderes Getränk kann? Also schön, wenn ich eine runde Pilz bestelle,

02:43:15: dann fang ich jetzt nicht an zu sagen, ja gut, aber irgendwie hier der Schaum, der hat aber nicht

02:43:18: so eine geile Qualität wie bei dir, ich sag vielleicht das beschissen Gezapf, aber das,

02:43:21: dann ist das Gespräch auch einfach beendet und das ist halt etwas, was, was ich bei Wein einfach

02:43:25: so fasziniert finde, dass es halt, es geht um das Weingruhe, es geht um die Rebsor, es geht um die

02:43:30: Herkunft, es geht und wenn du dich dafür interessierst und das ist bei Gott nicht alles Profis da,

02:43:35: meine Kurser aus dem Kursier nämlich gar nicht, zum Beispiel mit meinen einer Kurser,

02:43:39: der trinkt immer total gerne so lieblich nur oder halbtrockend und rosäne und dann sagt er so,

02:43:43: ja aber ich würde es auch mal gerne hier so 15 Euro für so eine Flasche ausgeben,

02:43:47: was kannst du mir denn empfehlen? So, aber was so in meinem Geschmack entspricht,

02:43:51: und das ist halt so das schön, wenn dich nur ansatzweise dafür interessiert,

02:43:55: was das für eine Welt aufmacht einfach, ja.

02:43:57: Wir sind im Januar und in kaum einer Phase des Jahres ist ein alkoholfreier Alternativen so

02:44:18: wichtig, so begehrt und so wertvoll wie im Januar und deswegen habe ich heute etwas ganz

02:44:24: besonderes für euch, die Geschichte eines leuchtenden Naturwunders, den Red Moon Sparkling.

02:44:30: Es ist mehr als ein Getränk, es ist ein Genus-Element, etwas,

02:44:34: das eure Fachkenntnis fordert, euren Sinn für das außergewöhnliche Weg und euch gleichzeitig

02:44:39: in den Bann ziehen wird. Ein Getränk, das auf den ersten Blick fasziniert, auf den zweiten inspiriert

02:44:43: und auf den dritten begeistert, der Red Moon Sparkling, ein alkoholfreies Meisterwerk aus Südtirol,

02:44:49: das aus der einzigartigen Apfelsorte Red Moon geworden wird. Das ist ein Getränk,

02:44:54: das uns durch seine Technik, seine Geschichte und seine Innovation auf eine Reise mitnimmt.

02:44:58: Lass uns eintauchen. Also stellt euch vor, ein Apfel, dessen Fruchtfleisch tief rot leuchtet,

02:45:03: als hätte die Natur höchstpersönlich eine Blutmond eingefangen. Das ist die Magie von Red Moon Äpfel.

02:45:10: Dieser außergewöhnliche Farbestand von Anthocyanen, natürlichen Pigmenten,

02:45:14: die ihr vielleicht schon aus roten Trauben oder Beeren kennt. Und hier spielen sie die Hauptrolle.

02:45:19: Anthocyanen sind nicht nur für die Farbe verantwortlich, sondern bieten einen hohen

02:45:23: oxidativen Schutz und sind ein wahrer Nährstoffschatz. Direkt aus der Natur, diese Äpfel werden

02:45:30: hauptsächlich in Südtirol und ausgewählten Regionen Italiens angebaut. Gebiete, die für ihre

02:45:36: Hingabe an Qualität und Nachhaltigkeit bekannt sind. Der Fokus liegt dabei nicht nur auf dem

02:45:41: Ausbau eines besonderen Abwälz, sondern auch auf der Förderung der Biodiversität. Strenge

02:45:48: ökologische Standards, sicher nicht nur die Qualität des Bodens, sondern schützen auch die fragile

02:45:53: Balance der Umwelt. Der Red Moon Äpfel ist ein Symbol für diese Verbindung von Innovation und

02:45:59: Natur. Jetzt kommen wir zum Herzstück der Herstellung von Red Moon Sparkling. Hier steckt wahre Handwerkskunst.

02:46:06: Dieses geschmackliche Meisterwerk besteht zu 99,6 Prozent aus dem Saft der Red Moon Äpfel. Kein

02:46:11: Schnickschnapp, keine Zusätze, nur reiner Apfelsaft und ein Hauch von Kohlensäure. Die Produktion

02:46:17: beginnt mit der späten Ernte der Äpfel. Warum spät? Weil erst dann die natürliche Süße und die volle

02:46:23: Intensität des Aromas erreicht werden kann. Nach der Ernte erfolgt das Pressen. Ein Prozess,

02:46:28: bei dem Präzision alles ist. Um die Farbe und die wertvollen Nährstoffe zu bewahren, wird dabei

02:46:34: der Kontakt mit Sauerstoff strikt minimiert. Ihr könnt es aus der Weinherstellung, Sauerstoff

02:46:38: kann ein Feind sein, wenn es um Frische und die Reinheit des Endproduks geht. Die Kohlensäure

02:46:44: wird schon eingebunden, sodass die spritzige Textur erhalten bleibt, ohne die natürlichen

02:46:48: Aromen zu überdecken. Das Ergebnis, ein Getränk, das den Geschmack des Apfels in seiner reinsten Form

02:46:54: zelebrierten gleichzeitig durch eine feine Perlage begeistert. Aber wie ist eigentlich diese

02:47:00: Innovation entstanden? Die Geschichte der Äpfel, mit rotem Fruchtfleisch ist noch jung. Die Red

02:47:05: Moon Äpfel sind das Ergebnis gezielter Züchtungen, die darauf abzielen, visuell und geschmacklich

02:47:10: ein außergewöhnliches Ergebnis zu schaffen. Diese Entwicklung spiegelt einen globalen Trend wieder,

02:47:16: dem Wunsch nach natürlichen, ästhetischen und nachhaltigen Lebensmitteln. Und das Besondere dabei

02:47:22: ist, dass diese Züchtungen auf traditionellen Sorten basieren. Einige trinken gerade keine Alkohol,

02:47:27: nicht aus der Leidenschaft, sondern weil sie ihrem Körper was Gutes tun möchten. Also,

02:47:31: sollten wir auch über die gesundheitlichen Vorteile sprechen. Denn hier liegt eine weitere Stärke des

02:47:35: Red Moon Sparklings, Antoxianer. Diese wunderbaren Pigmente sind kraftvolle Antioxidantien. Sie

02:47:42: helfen freie, radikale zu bekämpfen, stärken das Immunsystem und fördern die allgemeine Gesundheit.

02:47:47: Aber das ist noch nicht alles. Der Saft ist reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Ballerstoffen,

02:47:51: die zu einer ausgewogenen Ernährung beitragen. Und das Beste ist, die Äpfel selbst sind kalorienarm,

02:47:57: was dieses Getränk zu einer idealen Alternative zu herkömmlichen Soft-Rings macht. Ein gesunder

02:48:02: Genuss, der weder Geschmack noch Stil opfert. Red Moon Sparkling steht nicht nur für Qualität,

02:48:07: sondern auch für Verantwortung. Nicht nur uns, sondern auch gegenüber der Natur. Die Apfelbäume

02:48:13: sind robust und benötigen deutlich weniger Pflanzenschutz als herkömmliche Sorten. Das bedeutet

02:48:18: nicht nur Schutz für die Umwelt, sondern auch eine bessere Qualität der Früchte. Die Zusammenarbeit

02:48:23: mit lokalen Landwirten sichert die Einhaltung nachhaltiger Methoden und fördert gleichzeitig

02:48:27: die regionale Wirtschaft. Lass uns endlich alternativen, lass uns die Vielseitigkeit. Lasst uns das neue Jahr

02:48:33: mit dem Red Moon Sparkling feiern. Egal, ob als alkoholfreier Apparativ, als Basis für kreative

02:48:39: Cocktails oder als Begleiter zu selbst fordernden Gerichten hat man mit dem Red Moon Sparkling

02:48:44: nicht nur einen Trend erkannt, sondern diesen auf ein neues Niveau gehoben. Es ist ein Getränk,

02:48:50: das die Eleganz eines klassischen Schaumweins und die gesundheitlichen Vorteile eines Naturproduktes

02:48:55: verbinden. Ein Vorreiter, der zeigt was möglich ist, wenn Tradition und Innovation aufeinander

02:49:00: treffen. Red Moon Sparkling ist mehr als ein Getränk, es ist ein Statement und ich würde mich freuen,

02:49:05: wenn ihr euch inspirieren darauf einlasst. Vielen lieben Dank dafür und noch ein großes

02:49:10: Dankeschön dem deutschen Importeur, dem Handelshaus Segnetz.

02:49:13: Da finde ich es ist aber ganz wichtig, dass jemand aufgreifen und weiter tragen kann. Also dass du als

02:49:27: diejenige, denjenigen ernst, ja aber du bei deinen Cousins, ich sehe die bei euch dabei, halt die Ernst

02:49:33: nimmst und sagst, okay wie können wir das jetzt weiter spielen und das nicht in dieser Schaumgrund-Bier-Situation

02:49:38: verstumpfen lässt oder irgendwie versiegen lässt und dann kann man ganz viel aus Wein machen.

02:49:43: Weine hat für mich eine Faszination, dass man das Gefühl hat, wenn dir jemand ein Glas Wein

02:49:48: einschränkt, reicht, hat man fast eine freundschaftliche Verbindung zu dem Wein verbindet irgendwie.

02:49:52: Wenn jemand dir einen Saft bringt, dann sagst du ja danke und super, aber bei Weine hat das so was

02:49:58: und eben auch diese kommunikative, dass es über die Tische auch hinaus kommunikativ ist. Das hast du bei

02:50:03: Whisky vielleicht nicht, bei Jinn nicht, dass man über den Tisch redet und sagt, was hast du hier

02:50:08: und riecht mal dort und hier, das ist auch für meine Flasche probieren, das ist für dich ganz,

02:50:12: ganz toll, aber es gehört eben auch diese Verantwortung mit dabei, darüber reden zu können

02:50:16: und zu wollen und jeden auch ernst zu nehmen. Also wenn jemand eben sagt hier, ich trink Rosé

02:50:19: lieblich, dann nicht zu sagen, oder ich primitive oder so, sondern jeden in seinem Geschmackspiel

02:50:25: abzuholen, dann eben auch zu begleiten und weiterzuentwickeln. Und halt nicht immer so selber sich selber

02:50:29: zu ernst nehmen und zu sagen, so ja, oh mein Gott, wie kannst du das trinken? Das bringt ja nichts.

02:50:33: Also einfach genau wie du richtig sagst, Leute einfach ernst nehmen und ich denke, dann ist schon

02:50:38: viel geschafft. -Glaub ich auch. Was hast du als Ausgleich? Das klingt ganz viel Wein, ganz

02:50:45: viel Social Media, ganz viel Arbeit. -Wisst du, was ist für 2024? Ich schrebe mir am Ende des Jahres

02:50:51: meine Jahresziele auf. Ewa egal. Und dann habe ich mir draufgeschrieben. -Machst du auch,

02:50:56: hast du letztes Jahr dann auch hingeschrieben, was davon erreicht das? -Ja, ich streiche das dann

02:51:01: immer durch. -Ah, schön, wow, cool. -Letztes Jahr habe ich gesagt, ich möchte meinen ersten Online-Kurs

02:51:05: auf den Markt bringen und dann habe ich, das ist dann so geil, wenn er dann am 17. November als das

02:51:10: Ding online gegangen ist, habe ich das einfach durchgestrichen und dann war ich so, wow, was man

02:51:15: alles in einem Jahr schaffen kann. Und natürlich gibt es auch Ziele, die vielleicht zu hoch waren.

02:51:20: Muss mal sagen, okay, vielleicht ist das Jahr, setzt ein bisschen niedriger an, mein Papa hat

02:51:26: immer gesagt, Zink Big. Manchmal habe ich vielleicht bis zu groß gedacht, aber egal. Und dann habe

02:51:34: ich mir letztes Jahr, du wirst lachen, das ist vielleicht super traurig. Ich habe letztes Jahr auf

02:51:39: meine Liste geschrieben, also 2023/2024 habe ich mich hingesetzt und auf meine Liste geschrieben.

02:51:45: Ich mache immer eine berufliche Liste, eine private Liste, aber meine private Liste stand drauf,

02:51:49: eine Hobby finden. Weil ich weiß nicht, mein ganzes Leben ist im Rhythmus von Wein, Essen, Reisen,

02:52:00: also Koordinarik und das erfüllt mich so sehr und dann denke ich mir manchmal aber so normal,

02:52:06: das ist im Jahr auch nicht nur so. -Aber warum eigentlich nicht? Also zum einen Wein und Reisen und

02:52:11: das ist ja das Kernhobby von vielen, also der Lebenstraum von vielen. Du verbindest dann irgendwo,

02:52:17: du hast ja, ich weiß nicht, ob ich etwas jetzt sagen dürfen und du hast den Hund. -Ja, das ist ja

02:52:21: auch eine Sache, dass meine Mutter so, du hast doch einen Hund, das ist doch deine Hobbyin. Ich

02:52:24: bin ja stimmt eigentlich schon. -Daher gehst du spazieren, gehst raus und so weiter, also von dem

02:52:28: hast du daher eine Hobby, dann das was viele als Hobby machen, machst du halt all day. -Ja,

02:52:35: doch ich habe eine Sache, die ich unglaublich gerne mache und das klingt total langweilig,

02:52:40: aber ich gehe super gerne spazieren und zwar nicht mit Kopfhörern, sondern ich gehe sehr gerne

02:52:44: spazieren, vielleicht mit meiner Kamera fotografiere, super gerne und lasst alles so auf mich wirken.

02:52:50: Es ist fast so ein meditative spazieren gehen, aber schnelle spazieren gehen, also schon so

02:52:54: spazieren, wir nennen das Walken oder was, genau, so Walken und einfach so bewusst, einfach so in

02:53:02: sich ruhen. Das klingt total cheesy und so von, oh mein Gott, ey. -Du für dich oder beobachtend? Also

02:53:08: wir Kamera da wahrscheinlich beobachten, da war sonst, also bist du deine Eigenkehr da, wenn du

02:53:12: spazieren gehst oder bist du? -Ja, ich bin dann immer so für mich und ich brauche da auch gar nicht,

02:53:15: ich hänge also meinen Gedanken hinterher und dann weiß ich nicht und das ist so für mich,

02:53:18: so spazieren gehen, schnelle spazieren gehen, mit einem Siggi, also mit einem Hund oder ohne Hund

02:53:23: und einfach so Leute beobachten, weitergehen, reflektieren, was weiß ich, das klingt total

02:53:29: wie gesagt cheesy, wenn man sich das jetzt so anhört, aber das ist so etwas, was ich total

02:53:34: gerne mache und ich kann stundenlang laufen. Also laufen hat mich noch nie, komm wahrscheinlich vom

02:53:38: Service, laufen hat mich noch nie in irgendeiner Weise, macht mir Spaß. Also wenn da jemand sagt so,

02:53:45: ja, da sind aber drei Kilometer, sagst du ja, unten, da laufen wir grad mal gerade, das ist so etwas,

02:53:51: was ich sehr gerne mache. -Hey, ich habe keine Sozialsorge jetzt um dich, also ich finde, da hast du

02:53:54: schon den Hobbypart schon ganz gut. -Echt? -Ja, ich dachte halt so klare, nette Spiel. Nee, ich will

02:54:02: vielleicht mal, ich will vielleicht mal meine Freunde mit zum Geburtstag letztes Jahr einen Duftkerzen

02:54:07: Workshop geschenkt und sie meinten, das klingt total blöd, aber da kann man auch Wein trinken,

02:54:10: ist ja geil. Also ich würde gerne mal irgendwie was ausprobieren. -Ja, aber dafür kommt manchmal

02:54:18: die Zeit, da würde ich nicht mehr... -Töpfern muss cool sein. -Ja, ich wollte es mal ausprobieren,

02:54:22: Töpfer, ja. Also es ist nicht so mit so Klangmusik und so, aber er will mal so eine Tasse machen.

02:54:26: -Komm, komm mit der Zeit. -Was hast du denn für Hobbies? -Surfen, also ich liebe Surfen,

02:54:31: allen Facetten, Wellenreiten, Windsurfen, Traderlarkheiten, habe ich mal angefangen, habe ich mich

02:54:35: nicht weitergemacht, aber... -Ein, ich kann mich nicht gar nicht auf... Also es ist aber nicht

02:54:38: blöd gemeint, ich kann mich gar nicht auf den Surfrad vorstellen. -Völlige Ordnung, also da her...

02:54:41: -Du bist so richtige Athlet, du schirst so drauf und wahnsinn. -Ja, also ich habe es... Also in dem

02:54:47: beruflichen und mit Kinder und Familie blieb das so ein bisschen auf der Strecke. Ich habe dieses Jahr

02:54:53: zwei Wochen, drei Wochen Portugier verbracht und war da wieder mal, also Naseri und so weiter,

02:54:59: die sind nur im Winter, ich war im Sommer, das ist dann für Kinder, also daher...

02:55:04: -Ich mach die nächste Flasche auf. -Richtig schön, also das finde ich ganz großartig.

02:55:08: Ich habe ein Gitarre spielen angefangen, das finde ich halt... -Das habe ich mal gemacht mit 12,

02:55:13: und dann war ich zu... -Ich habe jetzt 2000 eine Gitarre gekauft und wollte Gitarre lernen,

02:55:18: es hat halt bis 2022 gedauert, bis ich wirklich angefangen habe. Ich habe die halt immer mit umgezogen,

02:55:23: aber dann hat es angefangen und das mache ich total gerne, dann... Ich liebe halt mein Beruf, egal ob

02:55:29: das Wein ist oder eben das mit dem Podcast oder sonstiges mache ich total gerne, aber

02:55:34: als Zwischendurchschreiben liebe ich meine Familie, das ist mein großes Hobby, wenn ich da für die

02:55:38: da sein kann. Also daher freue ich natürlich sowas, Joggen finde ich großartig. -Schon sportlich

02:55:46: hier. -Ja zu wenig eigentlich, aber jetzt sehe ich ja nicht jeden Tag. -Mehr geht immer.

02:55:53: Mein Exchef im Verkauf hat immer zu mir gesagt, wenn es denn irgendwie deprimiert war und ich habe

02:56:00: irgendwie nichts verkauft, dann hat er immer zu mir gesagt, Lisa, nicht verkauft, hallo schon.

02:56:04: Und es war nicht so süß und der war immer so der René, der war echt cool und das war immer so,

02:56:10: der hat immer aufgebaut, ich habe nichts verkauft und er so, Lisa, nichts verkauft, hallo schon,

02:56:14: morgen ist ein neuer Tag. Das finde ich so cool und das denkt man sich ja ganz oft so, ja ich könnte mehr

02:56:18: Sport machen, ich könnte mehr arbeiten, ich könnte dies, das, ananas, ja aber nicht gearbeitet,

02:56:21: haben wir schon und keinen Sport gemacht haben wir auch schon, also von da an ist ja alles irgendwo

02:56:26: ein Teil vom Prozess und von da an. -Was wärst du für ein Wein, wenn du Wein wärst?

02:56:30: Kommen diese auch technisch, also die Frage von dem, ich wärst riesling. -Ja, weil ich so viele,

02:56:37: weil ich so viele Gestalten annehmen könnte. -Ja, aber warum bist du dann kein chenille blanc,

02:56:41: wenn du so viele, kann chenille blanc ja auch? -Ja, aber ich finde chenille blanc ist sich so

02:56:49: expressiv, ich finde chenille blanc ist immer so ein bisschen so im Kämmerlein,

02:56:53: so ein bisschen im Kämmerlein, kommt irgendwann raus, macht vielleicht auch mal ein Süßwein

02:56:58: und so, aber ist wesentlich verhalten, schüchterner und ich glaube, ich wär eher ein riesling,

02:57:06: weil riesling so kann jeden tag was anderes spielen, was sein, kann man gabin nicht schön sein, kann man

02:57:11: auslesen sein, kann man leise sein, kann man laut sein, kann man eher das rauskitzeln, wo wir

02:57:17: dann immer vergessen, dass riesling auch eine Bukettrebsorte ist und kann aber auch wieder so

02:57:21: richtig so stehler und maskulin sein, filmen sein und das finde ich an riesling schon beeindruckend

02:57:26: und das wäre wahrscheinlich dann, ich wäre wahrscheinlich riesling und du? -Was wärst du

02:57:29: für ein riesling dann, also da, ich antworte gleich drauf. -Ja, würde ich mich nicht festlegen drauf,

02:57:33: ich würde sagen, ich bin erstmal nur die rebsorte riesling und dann gucken wir mal. -Aber auch so

02:57:37: ein, also würdest du dich daran nicht stören, dass es extrem polarisierten, dass Leute Vorurteile

02:57:42: haben, insofern sagen, der ist sauer, zu viel Säure, nee mag ich nicht, trink ich nicht,

02:57:47: also das wäre für dich dann eher egal. -Ja, weil das ist ja jetzt auch so, also ich,

02:57:54: das ist ja so. -Würdest du so mitstimmen? -Ja, so würde total stimmen, weil Leute hören mich,

02:57:59: sehen mich, keine Ahnung, sehe meine Arbeit und urteilen, ohne sich vielleicht mit mir

02:58:03: beschäftigt zu haben oder mir mal guten Tag gesagt zu haben und von da an passt das mit der

02:58:08: rebsorte. -Also, ich, dummerweise mein Format ist, weil ich die Frage schon auf das beantworten

02:58:14: will, die auch rückgeschlecht ist, unter anderem in der letzten Folge, wo ich mit Billy

02:58:18: im Adler, ja mit Billy Wagner im Adler war und ich fände Scheuräbe. -Du hast eine Scheuräbe.

02:58:24: -Ich fände Scheuräbe, ja. Ich auf der einen Seite mag anderen zu gefallen, nicht insofern,

02:58:30: dass ich attraktiv für andere sein möchte, sondern einen schönen Moment schaffen möchte.

02:58:32: Das finde ich ganz wichtig, deswegen bin ich unglaublich gerne im Service gewesen, also

02:58:36: keiner gewesen, wenn ich an einen dienlich sein möchte, ist vielleicht die schönere Formulierung

02:58:40: und trotzdem eine gewisse Potenzialhabe, eine gute Entwicklungsfähigkeit, eine gewisse

02:58:46: Authentizität, die herkommt oder das Umfeld ganz gut reflektieren kann und auf mein Umfeld

02:58:52: eingehen kann. Daher finde ich Scheuräbe relativ cool und eben auch verkannt. -Man merkt, du

02:58:58: hast die Frage schon auf der Beantwortung, aber macht es Sinn? -Wir haben jetzt jetzt gelangweilt

02:59:01: oder nein? -Nein, ich finde es war nur, du wirst noch mal sehr gesetzt und ich sage,

02:59:05: also ja, macht aber alles Sinn. -Ja. -Isst die Aussprache für dich wichtig? Du hast

02:59:10: gerade Bouquetrebsorte gesagt. Sag mal Bouquet oder Bouquet, bzw. die Frage geht weiter.

02:59:15: -Deutschland sagt man Bouquet. -Sagt man. -Bouquet ist die Bouquetrebsorte. -Ja, katholisches

02:59:18: Bouquet, das stimmt. -Genau, in Deutschland ist es die Bouquetrebsorte. -Aber sagt man

02:59:22: Mineralität oder Mineralik? -Ich sag gar nicht Mineralisch. Ich finde das Wort so scheiße.

02:59:28: -Ja, ist aber wirklich, also jeden, den du fragst, ja du, du weißt es auch nicht, jeden,

02:59:33: den du fragst, der weiß es nicht. -Gute Frage. -Die Einsamen Mineralität, die anderen sagen

02:59:36: Mineralik und keiner hat eine Ahnung. -Ich glaube, es kommt auch an welchem Satz oder

02:59:41: welche Konstellation, die Mineralik oder die Mineralik eines Weins oder die Mineralität

02:59:49: eines Weins, nee, macht gar keine, nee, du sagst so scheiße gar, nee, dann weiß ich auch

02:59:52: nicht. -Machst du über Gedanken oder sowas? Also gerade jetzt machst du die Gedanken über

02:59:55: sowas, über die richtige Aussprache, über die richtige Wortwahl oder bist du da einfach,

03:00:01: jetzt auch gerade im Podcast. Also ist das für dich dann wichtiger, wenn du sagst,

03:00:04: jetzt kann ich nicht rausgehen. -Ja, du hattest ja auch Eingangs gesagt, dass man ja auch lernen muss,

03:00:12: sich selber zuzuhören, sich selber zu akzeptieren, ein Foto und Videos und ich spreche halt wie ich spreche

03:00:20: und das gefällt mit Sicherheit nicht jedem und ich bin ja jetzt an einem Stein alt und ich rede halt,

03:00:26: wie mir der Schnalbel gewachsen ist. Natürlich, wenn ich mir dann manchmal ein Podcast anhalle,

03:00:30: denke ich so, Alter, wieso hast du das nicht wirklich gesagt, so, ne? So einmal weniger "Fuck

03:00:34: Hats" auch getan, aber "Fuck Hats", ne? Also, aber ja, rückblickend, ja klar, denke ich, mach ich mir

03:00:43: schon Gedanken darüber, was ich dann so von mir gegeben habe oder so, nur vielleicht so 10

03:00:46: Minuten denke ich, ja komm, ist jetzt auch egal. Aber was ich gemacht habe, das ist durchaus,

03:00:51: ich habe, bevor ich angefangen habe, mit Edik Kalltischem Podcast zu machen, habe ich ein

03:00:56: Rhetorikkurs gemacht, der hat mir sehr viel gebracht und da habe ich mir dieses M abgewöhnt.

03:01:02: Wie kam man das? Also, super witzige Übung. Du hast ja für schon bezahlt, kannst du daran auch

03:01:08: teilhaben lassen? Ja, ja, klar, gar kein Problem, gegen eine Woche lang es war, es war richtig weird.

03:01:13: Ich habe gerade auch gedacht übrigens, dass mir das Glas zu groß ist für den... Ich habe mir

03:01:17: gegen das am Anfang total verkannt, das fand ich ganz witzig und deswegen wollte ich Ihnen

03:01:22: teilen, wollte ein anderes Glas geben. Ich habe irgendwie, ist ja gerade so ein bisschen verloren.

03:01:26: Das ist blau-fränkisch. Schöner Wein, wollte ich gerade sagen, also Wachta Wiese ist natürlich

03:01:31: top Betrieb. Euer Haus in Hofwein, habt ihr einen Alltagswein? Hast du einen Alltagswein?

03:01:36: Von Wachta Wiese ab Elke Stein. Ich habe ja auch ein Alltagswein, ne, ich habe auch ein Tagesverfassungs-

03:01:45: Jürgen ist ein Alltagswein. Ja, ja. Liebe Grüße an dieser Stelle, falls ihr jeden

03:01:48: Polen ihr habt, ihr habt ja auch einen Jürgen. Ja, Jürgen, wir Jürgen. Das ist immer so schön,

03:01:52: ich kam letztes Jahr nach fünf Wochen wieder nach Berlin und ich war es unterwegs, beruflich,

03:01:56: da war ich immer auslädt, blah, blah, blah, egal, das ist kein... Und dann bin ich nach Berlin gekommen

03:02:00: und dann gehe ich immer zuerst zum Jürgen und sage erst mal, hallo, guten Tag, Herr Nachbar,

03:02:05: ich bin dann auch wieder da, sag der Kind, ich habe gerade was gekocht, willst du nicht was missessen?

03:02:09: Ich setne mich nicht. Bolognese und dann saßen wir halt auch, da haben Flächen Rotwein getrunken

03:02:15: und haben erzählt und über den Wein und aber natürlich auch was so gerade abgeht und dann

03:02:20: Bolognese getrogen und das war... Bolognese gegessen natürlich und das war... ist immer so schön,

03:02:25: ne, wenn man so... Ist nach Hause gekommen. Ja. Und wenn dann so ein erweitertes Detail des

03:02:30: Zuhauses ist, das spricht an Kiet, das ist ja... Dementsprechend wirklich liebe Grüße an Jürgen,

03:02:34: weil ich bin, das ist immer schön. Und Alltagswein? Nee, habe ich wie gesagt nicht. Also,

03:02:39: tatsächlich ist es... witzigerweise so Bella Joschka ist für mich so mein Brot und Butter,

03:02:43: Alltagswein, wenn ich tatsächlich mal irgendwas Rotes trinken sollte. Ich trinke viel Rot,

03:02:49: aber ich habe keinen wirklichen Alltagswein, das ist bei mir einfach davon abhängig, worauf ich

03:02:55: Lust habe. Ist es auch nicht irgendwie klasse, weil das ist jetzt auch nicht Brot und Butter für

03:03:00: 250? Nee, nee, genau. Also, das ist... Also, hier lang für den Wein, große Freude. Ja, nein, ich dachte,

03:03:05: hier, der Silvia kommt nach Berlin, da muss man was entkorken. Das ist jetzt Riet Seibritz,

03:03:11: genau 219, Eisenberg-Daserf. Und 219, eigentlich hatte auch noch den 218er Eisenberg tatsächlich

03:03:19: da, aber 218 ist mir oft bei... Wachler-Wiesler sehr gut gelungen, aber 218 ist das nicht mal mein

03:03:25: Lieblingsjahrgang. Und danach mache ich den 219er Seibritz auf. Ich finde, Seibritz ist immer zu

03:03:29: beginnen schon ein bisschen verschlossener und kommt dann mit Luft und kriegt dann so eine

03:03:36: Würze und so was. Ich finde Seibritz sehr schön, aber für mich manchmal schwierig zu fassen. Es sind

03:03:43: auch Weine von Wachler-Wiesler, die ganz oft auch launisch sind, mal präsentieren, die sich so

03:03:47: im Glas. So wie jetzt, ich habe das Gefühl, der kommt grad nicht so wirklich in Fahrt, der braucht

03:03:50: irgendwie. Und dann hast du wieder so einen Tag, wo die Weine so krass strahlen. Und Weinberg und

03:03:58: Eisenberg sind eigentlich so meine 2 Lieblingskinder. Und Seibritz ist für mich immer noch so ein...

03:04:02: manchmal ein Buch mit 7 Siegeln. Ja. Sehr, sehr spannend. Interessant, der Wein.

03:04:09: Und hat auch, was ich bei Blaufränkisch so faszinierend finde, ich habe erst blaufränkisch

03:04:19: angefangen zu trinken bzw. mich blaufränkisch auseinanderzusetzen, seit ich so ein Österreicher

03:04:24: an der Backen habe. Und es ist schon krass. Und wir haben, wenn wir bei Freunden sind,

03:04:30: verkosten wir immer blind und wir trinken natürlich alle irgendwo am Ende des Tages dann doch das

03:04:36: Gleiche im Sinne von, es steht dann Pirmont auf dem Tisch, also die üblichen Verdächtigen.

03:04:41: Und wir haben immer einen Piraten drin und wir haben immer einen Wachler-Wiesler-Piraten drin.

03:04:45: Und obwohl wir das ja sogar hinten wissen, so, das müsste doch jetzt eigentlich Wachler-Wiesler

03:04:50: sein, wir kommen nie drauf, weil blaufränkisch sich... es ist nicht immer Wachler-Wiesler,

03:04:57: aber es ist immer blaufränkisch. Und blaufränkisch ist eine unglaublich spannende Rebsorte und kann

03:05:04: so viele Charaktere auch spielen. Und ich bin so oft blind dann irgendwo bei Nebbiolo,

03:05:08: im Pirmont oder was weiß ich, oder letztens waren wir in Wien, letztens war es schon wieder ewig,

03:05:14: ja, waren wir in Wien auf einer Verkostung begund und dann haben sie auch zum Schluss ein Piraten

03:05:20: eingebaut. Es war auch blaufränkisch und... In einer Pinot Verkostung? Wie ging das?

03:05:25: Und alle waren so, nein, das ist Pinot! Hatte es Pinot? Ich habe gedacht,

03:05:31: ich fange gleich alle mit Tischen und Stühlen an zu schmeißen. Das war eine richtige Empörung,

03:05:36: das hat Willi gesagt, das ist kein Pinot. Ich habe auch gesagt, das ist kein Pinot,

03:05:38: also eigentlich hatte man... egal, wurscht. Aber er hatte eine unglaubliche Illiganz,

03:05:42: Strahlkraft, Feindliedigkeit und das finde ich bei Missie Schlögel echt immer bewundernswert,

03:05:51: weil er seine Kameraden aus dem Bogenland schon echt alle kennt und das ein sehr guter Verkoster

03:05:54: ist und ich wusste, dass es blau... ich habe vermute, dass es blaufränkisch... ich wusste,

03:05:59: dass ich sehr gelogen habe, ich habe vermute, dass es blaufränkisch ist. Als Willi dann meinte,

03:06:03: er glaubt auch, dass es blaufränkisch ist, hat er einfach auch dann halt das Weingut

03:06:06: genagelt, weil er genau wusste, wer diese Art von Blaufränke spielen kann. Weißt du noch, wie es war?

03:06:12: Ich meine, es wäre Schuster gewesen. Krass. Ja, und das finde ich schon krass. Also blaufränkisch

03:06:25: hat immer wieder Erkennungswert, aber kann halt auch einfach je nach anderem Ausbau total verrückt

03:06:31: sein. Aber in die Richtung Pinot hätte ich nie gesteckt, also... Nein, nein. Gibt es für dich

03:06:38: Situationen, wenn Wein überhaupt nicht passt? Also wenn du sagst... Aber die arbeiten muss. Ja. Also dann,

03:06:43: wenn ist Nogo und... Also in den Phasen, wo ich viel arbeiten muss, wo ich viel Stress habe,

03:06:50: kann ich gar kein Alkohol trinken. Dann sage ich wirklich, da kann ich kein Alkohol trinken,

03:06:55: weil ich vertrage eh nicht viel und wenn ich dann aber mich konzentrieren muss, arbeiten muss,

03:07:00: weiß, ich muss knüppeln, dann... Nee, das gehe gar nicht. Weil du bist am nächsten Tag, und wenn

03:07:09: nicht nur ein Glas ist, da kann man mehr erzählen, was man will. Du bist nicht gerät, das würde ich

03:07:14: nicht sagen, aber du bist vielleicht nicht ganz so leistungsfähig, als hättest du dir in

03:07:17: Pfeffer-Münztee gemacht, sagen wir mal so. Und das kann ich nicht. Arbeiten und Alkohol,

03:07:22: auch im Service koche ich das nie. Und ich musste, als mein Vater verstorben ist, bin ich ja dann in

03:07:27: die Küche gegangen und hab dann ein halbes Jahr geschickt und alles gemacht. Und wenn du so ein

03:07:33: Service, da haben wir dann so, kennst du selber Leerlaufars, hast du mal vielleicht ein Gläschenseck

03:07:37: getrunken, kleiner Kreislaufanheber, was auch immer wie man das nennen will. Und weil du alles

03:07:42: aus dem FF konntest, so, das war jetzt nicht so, dass dich so ein Gläschenseck oder ein halbes

03:07:47: Gläschenseck irgendwie aus dem Konzept gebracht hätte. Und dann musste ich in die Küche oder bin

03:07:53: in die Küche gegangen und ich kannte zwar jeden Handgriff meines Vaters und ich wusste, wie was

03:07:59: angerichtet wird und alles drum und dran. Das ist aber eine andere Form der Konzentration. Dieses

03:08:04: Töpfelgeklapper, die Service gelabert dich voll, kautieren Ohr ab, die Bongleiste hängt voll und so.

03:08:11: Und ich fässe da, meine Mutter hat mir so ein kleines Pilzmer hingestellt und habe ich einen

03:08:14: genippt von und gesagt mal, kannst du gerade wieder abräumen? Geht gar nicht. Also da bin ich

03:08:21: auch echt eiser und das funktioniert bei mir nicht auch als Buch geschrieben habe. Ich glaube,

03:08:25: die krassesten Tage waren 20 Stunden, wo ich echt wie eine Bekloppte vor den Rechner hinkam und

03:08:29: getippt habe, weil du das mal das Kript abgeben musstest und hätte ich da Alkohol getrunken und

03:08:35: hätte ich ein Laptop zugemacht und geschlafen gegangen. Wie lange hast du für das Buch gebraucht?

03:08:38: Also war es ein Prozess oder war das über eine lange Zeit, wo du erst gesammelt hast und so

03:08:45: und zusammengetragen? Also das war mein erstes Buch und ich würde nichts von dem, was ich in dieser

03:08:50: Zeit gemacht habe, nochmal machen. Ich hatte, ja, du kriegst den Autorenvertrag, dann hast du das

03:08:56: Thema und dann heißt es ja dann mach mal. Aber da ist ja nicht so, dass sich jemand an die Hand nimmt

03:09:00: und sagt so, Luisa, heute schreiben wir dann mal die Einleitung. Guck mal hier, hast jetzt hier vier

03:09:06: Stunden Zeit, hey, da musst du alles, musst du dich irgendwie kontakt selber organisieren, gucken,

03:09:10: welche Struktur für dich passt und das war alles beschissen, was ich da gemacht habe. Also wirklich

03:09:14: echt nichts davon würde ich wieder so machen und ich musste vielleicht von der Arbeitsart oder

03:09:20: von dem, was von dem Produkt, was rauskommt? Nein, von der Arbeitsart. Von der Arbeitsart, wie was

03:09:26: angehen, wann, wo, wie. Ich habe sechs Monate nur Schreibprozess gehabt und ich hatte eigentlich

03:09:34: zwölf Monate Schreibprozess gebraucht, um Sachen wirklich nochmal einfach durchzustreichen, neu

03:09:40: zu machen. Und das habe ich auch gemacht und ich habe das auch hinbekommen in diesen sechs Monaten,

03:09:44: aber ich hätte mir selber die Zeit einräumen müssen oder hätte die Zeit vom Verlag gebraucht,

03:09:48: zu sagen, nee, das wird auf dich zukommen, du wirst alles wieder verwerfen und neu machen und

03:09:54: das hat mir nicht das Genick gebrochen, ich habe es ja erfolgreich auf den Markt gebracht, aber das

03:09:59: war so zum Schluss, wo ich gesagt habe, oh Scheiße, hätte ich jetzt ein bisschen mehr Zeit, dann

03:10:01: müsste ich nämlich jetzt nicht 20 Stunden vom Rechner hängen und jetzt alles auf Kante machen,

03:10:05: sondern hätte einfach mehr Möglichkeiten, das dann nochmal in Ruhe zu machen, nicht weil wahrscheinlich

03:10:10: ein anderes Produkt rausgekommen wäre, aber die Belastung dieser Stress, das war schon heftig,

03:10:14: ich habe sechs Kilometer zugenommen in der Zeit, ich habe mich ja null bewegt, ich habe aber auch

03:10:18: wenig gegessen, muss ich jetzt ehrlich sagen, aber ich saß einfach nur, ich saß einfach nur sechs

03:10:23: Monate auf meinen zwei Pro-Backen und habe getippt und das war irgendwie geil, als es fertig war,

03:10:31: also wenn er dann sagt, das ist ja wie eine Geburt, er hält das einfach nur dann überspitzt,

03:10:35: ich habe keine Kinder, um Gottes Willen, aber da hält das immer dieses Werk dann in den Händen,

03:10:39: da wollte ich so und so heulen, ich war so fertig mit den Erfen, wirklich.

03:10:42: Aber da fehlt dir auch was danach, oder? Also weil du ja dann ist es fertig und dann hast du diese

03:10:47: Lehre dann dir dann irgendwann oder warst du trotzdem noch in anderen Prozessen so?

03:10:50: Also das, was ich eher hatte, war, dass ich habe mir viele Bücher gekauft von Menschen,

03:10:56: die schon Bücher geschrieben haben, die dir dann in den Buch gesagt haben, was dann auf dich zukommen

03:11:00: wird, wenn du veröffentlicht hast, und da stand unter anderem auch drin so, du wirst nie zufrieden

03:11:05: sein. Und das ist bei mir so etwas, also ich war nie zufrieden, auch jetzt, wenn ich das Buch

03:11:15: aufschlage, sage ich, naja, der hätte ich dann mehr, das hätte ich dann mal, du wirst nie zufrieden sein,

03:11:18: dann passt das Koffer nicht, dann ist das, dann ist dies, dann ist jenes, wir haben jetzt sechste

03:11:23: Auflage gedruckt. Die sechste? Boah, was für eine Erfolgsgeschichte. Wobei wir sagen,

03:11:28: wir haben auch kleiner, ich bin nicht wie selber geiler darsteller als man ist.

03:11:33: Ja trotzdem aber die Entscheidung von Verlag zu sagen, okay, mach noch eine Auflage, noch eine Auflage,

03:11:36: noch eine Auflage, das ist ja halt, ja das Matter. Ja, wenn immer kleine Auflagen gedruckt,

03:11:41: einfach, das finde ich würde ich auch immer wieder so machen, dass es immer wieder aktualisieren

03:11:46: kann. Zum Beispiel, als ich im Schreibprozess war, da haben wir noch vom berühmten Sherry 3

03:11:51: Ecke gesprochen und dann wurde 2022 Ende, wurde das ja erweitert auf die kompletten neuen Regionen

03:11:57: und ich hatte natürlich in meinem Buch noch das Sherry 3 Ecke geschrieben, weil es gab nur

03:12:02: diese spanischen Übersetzung und so weit bin ich dann halt nicht eingestiegen und ich war zwar in

03:12:06: der Region, aber irgendwie, das war nicht schlecht recht erschiert vor mir, sondern es war schlecht

03:12:11: kommuniziert, muss man wirklich ganz klar sagen. Ich wusste, ich hatte es nicht auf dem Schirm,

03:12:14: obwohl ich mich seit wirklich vielen Jahren mit Sherry beschäftige und ich habe es irgendwie,

03:12:18: es ist an mir vorbeigegangen, vielleicht habe ich doch scheiße, ich keine Ahnung,

03:12:21: und dann habe ich halt das Buch geschrieben und dann war ich wieder in der Region und dann haben wir

03:12:26: intensiv mal mit dem Konsortium gesprochen und dann habe ich gesagt, ah, jetzt verstehe ich das

03:12:30: auch alles erst, weil ich immer, es ist ja, wo dürfen Trauben angebaut werden, wo darf Sherry

03:12:36: vinifiziert werden und ich kannte die Region zwar, aber ich dachte, dass die nicht, dass die das gar

03:12:42: nicht aus der Decke schreiben müssen, sondern dann war ich halt in Roter und dann habe ich Sherry

03:12:48: aus Roter getrunken. Weil mir war zwar immer bewusst, dass die Trauben von da stammen dürfen,

03:12:54: aber vinifizierten werden musste, ist im Sherry-Dreieck und dementsprechend durfte sich das dann auch

03:12:58: dann erst nur Sherry nennen und jetzt gab es aber Sherry aus Roter und dann habe ich gesagt, okay,

03:13:02: nee, also dann muss ich jetzt hinter mal einsteigen und dann hatte ich halt das große Glück,

03:13:08: erste Auflage ist ausgelaufen und wir konnten das dann halt direkt übernehmen und das ist

03:13:12: natürlich dann cool, dass du halt wirklich in meinen aktualisiertes Werk hast. Aber würde ich natürlich

03:13:16: auch mal wieder eine erneuerte Aufgabe also wieder reinsetzen, wieder reinsetzen, wieder

03:13:20: reinsetzen, wie werde ich jetzt mein M los? Ja, bitte? Wie werde ich mein M los? Also dein M,

03:13:25: dein M wirst du los, also bei mir passiert es auch noch öfter, öfters, dass du wirst ein M los,

03:13:32: indem du dich selber aufnimmst, also wir wurden aufgenommen während diesen Unterrichts und du

03:13:40: musst irgendwie einen Vortrag vorbereiten. Der Vortrag, der kann über Hufferflogen gehen oder

03:13:46: gar nicht, Linsen, weil ich gerade hier bei mir im Regal sehe, bereitz du vor, hast fünf Minuten

03:13:53: Zeit, stell dich dann vor die Kamera und musst das Publikum überzeugen. Du musst einfach das

03:13:59: Vortragen, als wäre es das geilste Produkt, guck dir das Hufferflogen an, guckt euch das mal an.

03:14:03: Das ist halt die Pain oder? Ja, richtig, ja, richtig. Und weil du ja gar nicht so firm bist mit der

03:14:10: Thematik, wirst du automatisch in die Lücken, die du versuchst zu füllen, ein M bauen, gerade wenn

03:14:15: das wirklich ein Problem von dir ist, oder? Wir wollen wir noch immer. Und dann habe ich diesen

03:14:21: Vortrag gehalten und dann guckst du das im Team an mit allen Teilnehmenden. Erstmal dich zu sehen,

03:14:28: ist ja sowieso schon wirklich Strafe genug, und dann steht da aber noch eine Person,

03:14:33: die wirklich nach jedem zweiten Vortrag, also ja, also M hat ja verschiedene Laute und jedes

03:14:43: Mal, wenn das im Video vorkam, haben alle Teilnehmenden ein Zendstück in eine Metallschale geworfen.

03:14:51: Wow, kling kling kling kling. Ja, das war die erste Liebung und ich glaube bei mir waren 40

03:14:59: Zendstücke drin oder so, das war echt fies. Und dann musstest du einen zweiten Vortrag vorbereiten.

03:15:05: Und jedes Mal, wenn du dann eben gesagt hast, und wurde es direkt beim Vortrag reingeschmissen,

03:15:10: das bringt dich so dermaßen aus dem Konzept, du weißt am Ende gar nicht, wer was du da überhaupt

03:15:14: vorgetragen hast. Und in dem Moment, als wir diese Übung gemacht haben, das schmerzt übrigens

03:15:19: richtig, so ah fuck, in dem Moment, wo wir diese Übung gemacht haben, denkst du dir so, ihr habt

03:15:27: ja auch nicht mehr an der Sauna, also wirklich auch ein bisschen mit euch los. Ey, und dann war es

03:15:33: auf einmal wieder weg. Es war weg. Es war einfach weg. Das Unterbewusstsein, was das dann wahrscheinlich

03:15:40: streicht. Und weißt du, was für schlimmer ist, wenn du dann anfängst, dir Podcast anzuhören.

03:15:46: Und du hörst die ganzen Ems, du hast immer eine ganz andere Wahrnehmung dafür und du bist einfach so

03:15:52: boah nee, pain, pain, pain, kann ich mich anhören. Das ist so krass. Also das ist echt wahnsinnig.

03:15:57: Genau, was das im Unterbewusstsein auslöst und ich kann mir einfach keine Nade... Du hörst die

03:16:01: Sendstückchen oder Klipper. Ja, es ist wirklich so jedes Mal so, ah, ah, hier ist so so Strohschläge

03:16:08: im Körper und dann ist es so boah nee, es geht gar nicht. Und aber auch mit welcher, mit welcher

03:16:14: Autorität, die die gesagt haben, M ist sprachlicher Abfall. Und ich so, naja eigentlich habt ihr schon

03:16:22: recht, ne? So, wenn ihr eine Pause machen willst, mach eine Pause. Ja, war auf jeden Fall sehr,

03:16:26: ja, du sagst gar nicht einen. Doch, ganz viel. Ja? Ja, wenn also, das ist große Problem ist ja

03:16:34: beim, wenn man den Podcast bearbeitet, man muss sich selber hören. Also, da fällt ja so viel

03:16:40: auf. Und dann fällt eines ganz krass auf. Also das ist, aber in dem Jahr jetzt habe ich versucht,

03:16:47: mir das auch so langsam abzutrainieren. Ich finde aber, und das ist für mich, es geht sehr viel

03:16:52: Spontanität verloren. In der Phase, wo du es abtrainierst, weil du ständig am... Du denkst, du denkst

03:17:00: zu viel nach, ne? Ja, ständig. Ja. Du denkst zu viel nach, wenn du das was du sagen willst. Das legt sich

03:17:04: aber und meine, meine, meine Mentoren, hat zu mir gesagt, Luisa, nimm dir doch einfach die Zeit,

03:17:13: drüb, nicht, wenn du wirklich nicht weiß, was du sagen möchtest. Oder dir fehlt, dir fehlt das

03:17:19: gerade irgendwie. Du hast angefangen, das geht mir ja immer so, ihr merkt ja auch beim Podcast,

03:17:24: also jetzt gerade in dem Moment, ihr weiß jetzt wirklich, wie ich den Satz zu Ende bringen soll,

03:17:27: dann habe ich früher halt immer Ems reingebaut und dann sagt ihr sie, das ist doch überhaupt nicht

03:17:32: schlimm, nimm dir doch einfach aktiv eine Pause, um deine Gedanken nicht um zu sagen, nicht darüber

03:17:38: nachzudenken, wie du etwas sagst, sondern darüber nachzudenken, was du eigentlich sagen willst.

03:17:42: Und das ist, glaube ich, der entscheidende Unterschied. Und dann habe ich angefangen,

03:17:45: mir aktiv diese Pause zu nehmen und der Witz ist, die Leute hören die auch mehr zu, weil die wissen,

03:17:49: ah ja, die sind im Satz und ich finde, da kommt noch irgendwas. Das, und das finde ich auch bei

03:17:53: anderen Menschen total beeindruckend, wenn die einfach bewusste Pause machen, kurz überlegen.

03:17:57: Auf dem Zuhörer in der Auszeit schenken, dem Augenblick und genau, ja und das finde ich total

03:18:03: faszinierend und mir kommen die Pausen ja nur so lange vor. Also wenn ich eine Präsentation halte

03:18:11: und ich mache eine Pause, die denken jetzt auch, ich weiß nicht, aber mir kommen die Pausen nur so

03:18:15: lange vor. Für die Hörerinnen ist das ja gar nichts. Können wir die nacharbeiten? Ja, ja.

03:18:22: Beeindruckt dich jemand sprachlich? Also wenn du zuhörst oder wenn du... Alle Menschen beeindrucken

03:18:28: mich, bei denen ich nur ansatzweise der Meinung bin, boh, der ist so eloquent. Wie heißt das zum

03:18:33: Beispiel? Also wen du... Alle Menschen, die irgendwie Gescheite reden können, als ich,

03:18:37: finde ich beeindruckend. Ich habe, ja es gibt, also ich glaube, dass Sprach auch einschüchtern kann.

03:18:44: Es gibt zum Beispiel so, zum Beispiel Sophie Passmann. Ich weiß nicht, wie ich mit dir reden soll.

03:18:50: Weil die Frau ist intelligent und weiß sich auszudrücken und ich habe immer das Gefühl,

03:18:55: wenn ich mein Maul aufmache, dann kommt nur ein Scheiß raus und sie ist aber so,

03:18:59: da sitzt jedes Wort, die ist schlagfertig, die ist so gebildet, belesen und alles, was sie sagt,

03:19:05: ist so wow. Und da schüchtert mich ein und gleichzeitig finde ich es aber auch beeindruckend,

03:19:11: weil ich weiß nicht, wie ich mit dir reden soll. Also ich habe keine Ahnung, wie ich mit der Frau

03:19:14: reden soll, weil ich immer denke, ich klinge dumm und bla. Und dann gibt es aber auch... Und dann wiederum

03:19:21: gibt es Menschen, zum Beispiel was Tara sagt, die redet so, wie ihr der Schnabel gewachsen ist. Da sind

03:19:27: mir auch viel zu viele Ämste drin und manchmal denke ich so, boh, medelä, kannst du es auch nicht

03:19:30: so viel sagen. Aber es ist halt nabba, weil die Frau ist ja nicht dumm, sondern die redet halt einfach,

03:19:36: so wie sie das fühlt und wie sie das halt sieht und mit ihrem eigenen Vokabular ohne irgendjemanden

03:19:41: beeindruckend zu wollen mit ihren Wortschatz. Das finde ich wiederum nabba und dann gibt es aber

03:19:47: auch Menschen dazwischen, zwischen diesen zwei Extremen, die ich nicht, das meine ich jetzt nicht

03:19:53: wert und übrige. Gar nicht, nein, es gibt so verschiedene Ausrichtungen, sich zu artikulieren

03:19:58: und sich darzustellen und richtig kommunizieren. Und dann gibt es Menschen dazwischen, die sind so

03:20:02: gesetzt in ihrer Sprache, in ihrer Journalität, in ihrer... Die sind Wortgewandt und die sind aber

03:20:08: gleichzeitig auch so einfach, das sind einfach so einfache Worte, die sitzen und da macht ja dann viel,

03:20:13: da ist ja dann ganz oft das wording nicht entscheidend, sondern halt eben die Journalität. Und

03:20:18: was Tara sagt, hat ja ein Podcast und die hat ganz oft junge Menschen zu Gast, wo ich mir denke,

03:20:26: ich weiß nicht, ob ich mit 21 so gesparte, wie versuchen kann und dann google ich die Leute und

03:20:31: gucke so, hey wer saßt da, wie sieht die Person aus? Ich brauche mal ein Gesicht und dann gehe ich so,

03:20:36: ja geboren 98 und ich bin halt so, was bitte, was? Also wirklich so, die sich so toll ausdrücken können,

03:20:46: aber ohne Einstüchtern zu wirken, wort also wie gesagt die Journalitäten sitzen und so,

03:20:50: ich bin so denke, oh mein Gott, also das finde ich beeindruckend, total. Ich finde das generell,

03:20:54: ich höre Menschen sehr gerne zu, ich finde es total beeindruckend. Und wie Sprache festehen kann,

03:20:59: das finde ich auch, oder? Also deswegen podcasten wir. Also ganz interessant, ich finde es manchmal

03:21:04: wird so ausbruchsengesicht dazu, dass Gesicht entmistifiziert oftmals. Ja, total. Und das finde

03:21:10: ich, man baut sich ja irgendwas auf. Manchmal kann es aber hinten losgehen, ne? Ja, deswegen, ja.

03:21:16: Zum Beispiel Andreas Rückhardt, weiß ich, der Prime Podcast ist Zeit Verbrechen und der Andreas Rückhardt,

03:21:23: der hat eine Art, etwas zu moderieren, zu sprechen, so ruhig jedes Wort sitzt. Da ist in allem,

03:21:33: was er sagt, ist einfach ein roter Faden, in allem was er sagt. Und wir sitzen auf langen Autofahrten

03:21:40: ganz aufeinander und dann gucken wir uns beide an, wie sie sich sagen, boah, der Andreas. Der Andreas

03:21:45: ist einfach ein knallertüb, ne? Also, den kannst du so gut, ich finde, der macht das so seriös,

03:21:50: so toll. Ganz, ganz, das ist zum Beispiel eine Person, wo ich sage, wow, toll, wirklich.

03:21:57: Würdest du mit ihm gern mal ein Glas Wein trinken? Ja, mit dem Andreas würde ich sagen,

03:22:01: an die, an die, wie beide, das sehe ich doch einfach. Immer, immer, nee, das muss ich ganz ehrlich

03:22:05: sagen, ich finde, das ist auch so ein Mensch, der hat so eine Art zu reden, der, der, der wertet

03:22:11: auch nicht. Also, der, man hört vielleicht, dass er so, naja, gut, kann man drüber nachdenken und so,

03:22:16: aber er hat so was, so was Diplomatisches, finde ich total fasziniert. Also, mit dem,

03:22:22: dem bisschen Wein trinken. Würde ich, würde ich nicht aus dem Konzept bringen, dass du das Gefühl

03:22:27: hättest, du sollst Ben nicht schnell und er so überlegt und dass du, was du vorhin sagtest,

03:22:31: vielleicht was Falsches sagen könntest oder gewertet. Nee, ich glaube nicht. Ich glaube, der Andreas,

03:22:36: Andreas Stimme ist so eine Schulter zum Anlehnen. Schön. Nee, der hat, der hat echt so ein ganz,

03:22:41: ganz tolles und ich glaube, da würde ich mich niemals fehlen am Platz fühlen, weil er bestimmt

03:22:45: ein guter Zuhörer ist, wie gesagt, nicht wertend ist, mit Sicherheit nicht andere dumm darstehen

03:22:53: lassen möchte und auf der anderen Seite, wenn er was sagt, da klebt man wahrscheinlich total an

03:22:59: den Lippen und ich glaube auch, dass sich super viele Synergien ausgesprächen ergeben. Ich glaube,

03:23:04: wenn ich jetzt ihn vor mir sitze, dann hätte ich vielleicht auch noch ein bisschen ruhiger.

03:23:07: Ich glaube schon, nicht, dass er in seinen Gesprächen, das reine Mutmausung, so vorgeplant ist.

03:23:14: Du meinst, dass du...

03:23:15: Konzeptioniert, also alles so und du musst nicht mehr im Raster funktionieren.

03:23:19: Also ich glaube schon, er ist der Co-Moderator, also natürlich, wenn er mit der,

03:23:23: der heißt hier der Chefreporterin,

03:23:26: er heißt Andreas Zurückhart und sie heißt,

03:23:33: sie stellte die Fälle im Grunde genommen vor, also sie ist Host und er ist Co-Moderator,

03:23:37: er stellt gezielt Zwischenfragen.

03:23:39: Ja, also ich glaube schon, dass die einen roten Faden haben, also die haben natürlich

03:23:46: ihr Konzept, was sie alles durchgehen müssen, das ist ja auch wichtig im Grunde genommen.

03:23:51: Aber du hast ganz oft so noch eine Dynamik zwischen den beiden, wo du merkst,

03:23:56: nee, das war, also da muss er jetzt nochmal nachhaken, er muss vor allen Dingen auch ganz oft

03:24:01: bei der Rückhalt, wie heißt der mit Vornamen, egal, bei der Rückhalt ganz oft Nachfragen und sagen,

03:24:05: eh, nee, ich glaube das versteht unsere Hörerschaft nicht, kannst du das vielleicht noch mal kurz erklären.

03:24:09: Und ich glaube nicht, dass das Sachen sind, die, die aktiv, die gestaltet werden im Vorhinein,

03:24:16: sondern die sich einfach aktiv im Gespräch ergeben.

03:24:18: Ja und auch da ist er total souverän und, ja, es gibt eine Person, die du faszinierend findest.

03:24:24: Eigentlich, also jeden, der mit Worten umgehen kann, in irgendeiner Form, der begeistern kann, der

03:24:31: Menschen inspirieren kann, der gute Gedanken, gute Ansitzer hat, nicht den exemplarischen,

03:24:36: also wahrscheinlich auch unterschieden zwischen beruflichen Menschen, wo man halt immer in seiner

03:24:43: Blase dann irgendwo ist und andere Menschen, die einen momentan faszinieren oder punktuell faszinieren.

03:24:50: Ich habe nicht dieses riesen Vorbild, diese Menschen, die mich geprägt oder begeistert haben,

03:24:54: aber ich mag sprachlich feinsinnige Menschen und es muss nicht ruhig sein, es muss nicht durchdacht

03:25:01: sein, es kann auch so lebendig wie du sein, sondern die anderen mitreißen irgendwie oder faszinierend.

03:25:06: Ich verberde ja, ich finde auch so Menschen so beeindruckend, die so moderieren können,

03:25:11: also moderieren so vor Publikum und die Leute so mitreißen, nämlich auch mal so, wow, also ich

03:25:16: finde das sind so, ich finde das total faszinierend. Mir fällt jetzt Atok keine Person ein, aber...

03:25:21: Wo ich mal nicht mal nach dem Schüssel suche und den Schüssel nicht finde, also auch bei einem...

03:25:25: Günther ja auch, ich finde den Schüssel nicht, also weil es ist ja oder bei irgendwelchen Comedy-Stars,

03:25:34: warum, was machen die damit, dass so fesselnd ist? Ja, ja, ja, Günther ja auch.

03:25:41: Muss ja Technik irgendwie hinter sein, das ist natürlich, das kann man wahrscheinlich schon lernen,

03:25:45: ja, das kann so mit Sicherheit lernen. So, Günther ja auch ein Keilflamm und die würde ich auch so

03:25:50: eine Spade ziehen. Keilflamm finde ich so langweilig oder?

03:25:53: Ich will nicht sagen, das ist so klassifizierend, das ist so ungerecht eigentlich, aber es...

03:25:57: Das spricht dich nicht an. Das spricht dich nicht ab.

03:25:59: ... und spricht dich nicht ab, genau. Und willst du immer das Gleich und immer mit der gleichen Tonalität,

03:26:05: mit dem gleichen Rhythmus und es wird so, vielleicht ist der Schüssel sein sehr erfolgreich,

03:26:08: vielleicht ist der Schüssel vom Thomas Gottschalk der Erfolg, das ist halt immer die

03:26:11: gleiche Art, der Witze gebracht hat, immer die...

03:26:14: Bis nach die Füße wird es halt umgeheuer.

03:26:15: Ja, und vielleicht ist das so die Handschrift dann letztlich dabei, es kann...

03:26:19: ... ja, es kann ja auch eine Charakterrolle und wahrscheinlich das Werkzeug, also das,

03:26:23: was du gelernt hast oder das, was dir mitgegeben wird, ne?

03:26:26: Braucht das ein Zombie? Also, dass er eloquent ist und dass er entertainen kann, dass er

03:26:32: unterhalten kann, sind es die besseren Zombie, so, sind es die Fachmenschen oder sind es die...

03:26:36: Was holt dich da mehr ab?

03:26:38: Das habe ich für mich noch nie so, genau, wie du immer so schön sagst, so klassifiziert,

03:26:43: ich glaube, das kann so oder so sein.

03:26:45: Momentan das Gefühl, du musst dich ja verwohlfühlen, die Rolle.

03:26:47: Genau, das ist halt, glaube ich, am Ende des Tages auch eine Frage der Empathie, ne?

03:26:51: Also, ich hatte letztens so ein Gast im Podcast und ich war so, oh, Bruder, ey, also von...

03:26:59: Also, ich weiß nicht, wie ich mit ihr reden soll. Also, war so ein Null-Sympathieträger,

03:27:02: da war ich wirklich... ich hatte mir da echt ein... ich bin Zehne ausgebissen.

03:27:06: Die Art, wer redet da, die...

03:27:07: Ja, nix, da war... da war gar keine Verbindung, da war alles gekappt, das ist wie hier...

03:27:12: Weiß ich nicht.

03:27:12: Ist manchmal.

03:27:13: Ist wie hier neue, neue, neue Faser da verliegen in der Straße, da ging gar nix, da war Senderempfänger,

03:27:18: da war Zero. Immer wenn ich was gefragt habe, da hatte er irgendwie was anderes gesagt und

03:27:22: dann war ich immer so, ey, es ist wirklich Senderempfängerprobleme und da war gar kein Vibe und

03:27:27: ich so, boah, Bruder, ne, Schatz, also, wir müssen das hier abreißen.

03:27:30: Hast du es abgeworfen, hast du die Tung?

03:27:32: Nein, natürlich, natürlich, durchgezogen. Aber es war echt so, ne, aber es ist halt auch so, ne?

03:27:37: Ich glaube, bei meines Tages Sympathie, das kann man nicht, das ist... meine Mutter hat früher

03:27:45: auch immer gesagt, bei Wein, wenn jemand gesagt hat, boah, na, es ist so mein Wein, meine Mutter

03:27:49: sagt, gar kein Problem, Wein ist wie Partnerwahl, muss er verpassen, ne?

03:27:52: Und ich glaube, bei Menschen ist es ja genauso, also, einfach du weibst halt mit jemandem oder

03:27:57: halt eben nicht, das muss ja nicht gleich das Aus bedeuten, ja, für die, es ist sommer

03:28:04: je und Gastbeziehung, sondern man sagt halt so, ja.

03:28:07: Ja, genau, genau, Hauptsache ich kriege da im Grunde genau mehr Verkriege.

03:28:11: Du erzählst mir keinen Scherz, aber genau, da krieg ich mal einen Job erledigten, ne?

03:28:14: Genau, genau.

03:28:15: So wie du wahrscheinlich in der Situation dort auch...

03:28:17: Genau, aber ich will das nicht sagen, ich brauch da jetzt irgendwie einen, der kerete Socken trägt

03:28:19: und irgendwie einen Handstand macht und ich brauch da jetzt auch... also, mir ist es eigentlich

03:28:24: relativ egal, also es muss einfach passen, bestimmt.

03:28:26: Und würdest du gerne mal mit jemandem Glas Wein trinken, also aus... wie jemand berühmt

03:28:31: ist oder unbekannt ist oder... gibt es eine Person, die dich warnt, so wahnsinnig interessiert,

03:28:36: dass du wirklich einen Abend und zwei Flaschen Wein mit dir verbringen würdest?

03:28:39: Wein aus der Persönlichkeit.

03:28:42: Also welche Schauspielerin ich ganz, ganz, ganz, ganz toll finde ist Julia Roberts.

03:28:50: Und was mich an Julia Roberts fasziniert, ist so über die Jahre hinweg, die war immer so sie.

03:28:57: Und egal welche Rolle sie spielen musste, wollte, das war immer Julia Roberts.

03:29:04: Das waren so Eigenheiten, so das Lachen, also ich würde dir nicht...

03:29:08: die immer so reduzieren, ob dieses Lachen, dieses Lachen, aber dieses Verschwitze in den Augen,

03:29:12: immer so dieses Funkeln in den Augen, dass die sich im Grunde genommen nie verändert hat

03:29:17: für die Gesellschaft, die ist gealtert und sie sagt halt, ja, weil ich bin halt ein Mensch und ich alter halt irgendwann.

03:29:23: Und George Clooney hat wohl mal irgendwann zu ihr gesagt, so, es ist so gut, einen Gesicht am Set zu haben,

03:29:29: was man noch erkennt.

03:29:31: Und damit nicht zu bäschen, das möchte ich nicht zu sagen, ja Frauen, die sich irgendwie irgendwelchen OP's unterziehen.

03:29:42: Das ist jetzt schlecht, das meine ich gar nicht, aber ich habe das bei ihr, weil im Grunde genommen ist sie auch eine sehr aparte Frau.

03:29:49: Sie ist ja jetzt kein, finde ich zumindest, Schönheitsideal oder so was.

03:29:55: Sie hat unglaublich lange Beine, wie sie halt immer sagt, ja, wie so eine Giraffe im Grunde genommen.

03:29:59: Sie hat einen witzigen Gang, den sie immer hatte, man hat früher gedacht, es liegt nur ein Pretty Woman, aber die geht halt einfach so.

03:30:04: Dann hat sie halt, also alles so Sachen und sie hat sich halt nie so gebogen für die Gesellschaft.

03:30:10: Wenn man etwas an sich verändert, weil man selber damit unzufrieden ist, go for it, ganz ehrlich, dein Leben macht das so, wie du leben willst.

03:30:19: Und lasst dir vor niemandem was einreden, aber lasst dir auch nicht andersrum was einreden, dass du jetzt zum großen Nase hast,

03:30:25: nur weil die das andere sagen und du fängst anders zu glauben. Also, bleib dir einfach treu.

03:30:32: Und wenn du halt wie gesagt sagst, ja, ich war schon immer unzufrieden und ich lass was machen, dann mach das bitte.

03:30:38: Und lasst dir da nichts einreden, aber andersrum auch nichts einreden.

03:30:41: Und das hat mich immer sehr an je fasziniert, dass sie halt so, so stabil ist.

03:30:45: Und stabile ist das.

03:30:47: Abschließend vielleicht so die Frage, hast du noch Ziele und Wünsche?

03:30:51: Hast du was in deine Pläne für dieses Jahr, was du verraten möchtest oder für die nächsten zehn Jahre?

03:30:56: Hast du ein zehn-Jahres-Plan, nehmt deinem Jahresplan oder?

03:30:58: Oh, nee, nee, das ist mir zu viel. Keine Ahnung, was in zehn Jahren. Vielleicht bin ich auch Tose gesucht, was weiß ich vielleicht auch.

03:31:02: Das ist auch von uns allen nicht.

03:31:03: Ja, genau. Vielleicht. Das mit dem zu viel, so ein Jahr ist für mich so so.

03:31:07: Muss man hier heute noch bekommen, also ich kann nicht kommen.

03:31:09: Nee, was steht an? 20/25, Planung für das nächste Buch.

03:31:14: Ah, Scheint 20.

03:31:16: Ah.

03:31:16: Ja, 20/26.

03:31:18: Wie heißt es?

03:31:18: Genau.

03:31:19: Da weiß man nicht. Okay.

03:31:20: Wir haben doch keinen Arbeitstitel.

03:31:21: Buch die zweite.

03:31:22: Buch das zweite.

03:31:24: Das, ne, wir haben doch noch gar keinen Namen.

03:31:26: Also, es ist ein anderer Verlag.

03:31:28: Hast du jetzt 12 Monate Zeit genommen diesmal oder?

03:31:30: Sogar länger.

03:31:31: Du hast dich schon routiniert.

03:31:32: Wir haben jetzt genau, also sogar länger und ich, ganz anderer Verlag, ganz ander herangehensweise.

03:31:37: Wir starten jetzt 20/25 mit der Planung und dann erscheint das Buch erst im Herbst 26.

03:31:44: Das heißt, wir haben wirklich viel Vorlaufzeit.

03:31:47: Um alles in Ruhe zu machen, ohne dass man irgendwie, weil sie nicht den Bein rausreißt.

03:31:54: Also, du musst immer, also, das ist ein Buch schreiben, das ist immer irgendwie ein wilder Ritt.

03:31:58: Aber, klar, ich hoffe, dass es irgendwie ein bisschen anders, zumindest es wird.

03:32:02: Genau, also das ist 26, dann zweiter Weinkurs.

03:32:05: Aktuell natürlich erweitern und halt eben auch erneut auf den Markt bringen.

03:32:11: Und ansonsten keine Ahnung, schau, was "gütt", "gütt, wiegütt". "Gütt, wiegütt".

03:32:16: "Gütt, wiegütt", "gütt, wiegütt", da hätte man Jody-Jagga.

03:32:18: Vielen lieben Dank, liebe Lou.

03:32:26: Auch ich kannte dich nur aus Funk und Fernsehen.

03:32:28: Dann quatsch, ich habe dich öfter im Handy gesehen als live und da baut man sich natürlich

03:32:32: irgendwie ein Bild auf, eine Vorstellung, wie diese Person wirklich ist.

03:32:36: Und ich fand es so unfassbar interessant und spannend, dass du genau so bist, wie du es versuchst,

03:32:41: in deinen Reals und in deinen Story zu leben.

03:32:43: Das hat mich begeistert, mich fasziniert.

03:32:44: Und mich hat auch fasziniert, wie viel tief sind du in dem Wein reimplantiert und diesen Lebs.

03:32:49: Ich glaube, viele von uns konnten heute sehr viel über Wein in neuen Medien,

03:32:54: über Influencer, über Content-Creator über dich lernen.

03:32:57: Vielen Dank, dass du unser Gast warst.

03:32:58: Und ja, ich weiß, dass du lange darüber nachgedacht hast, ob das für dich,

03:33:02: ob das für uns bereichert ist, das vielleicht nie platziert ist.

03:33:05: Aber nein, ich finde es genau so richtig platziert.

03:33:08: Ich finde, du gehörst genau da rein in die Folge der interessantesten Weinkenner*innen unserer Zeit.

03:33:13: Denn du servierst täglich Wein.

03:33:15: Auf einer anderen Ebene, mit einem anderen Mindset, aber nicht mit weniger Emotionalität,

03:33:20: holst du eine Generation und Menschen ab, die wir wahrscheinlich nie erreichen würden.

03:33:25: Daher vielen Dank dafür.

03:33:26: Und noch einen ganz großen Dankeschön euch, dass ihr euch abholen lasst.

03:33:29: Sowohl von Lu als auch von uns, dass ihr euch begeistern lasst.

03:33:32: Das ist bei uns heute.

03:33:33: Vielen lieben Dank dafür.

03:33:34: Und noch ein ganz großes Dankeschön der Schlumbergergruppe mit den Handelshäusern

03:33:38: Segnes Konziowini, Schlumberger und dem Privatkunden-Portal Prima Weincolleg

03:33:41: für die Unterstützung sowohl händisch als auch wirtschaftlich.

03:33:44: Danke, dass Sie im Jahr 2024 bei uns waren und im Jahr 2025 nach wie vor bei uns sind.

03:33:50: Nicht zuletzt durch Sie ist das Projekt genau das geworden, was es heute ist.

03:33:54: Vielen lieben Dank dafür.

03:33:55: Und wie es so schön heißt, nach dem Podcast ist vor dem Podcast.

03:33:58: Und ich freue mich auf die kommende Woche.

03:34:00: Ich freue mich auf die kommenden Freitag und auf den großartigen Michael Stiel.

03:34:04: Hallo, mein Name ist Clemens Lageda und ich bin vom Weingutter Alles Lageda in Südtirol.

03:34:22: Und ich habe die Frohnatur Lu damals 2015 kennengelernt,

03:34:26: als sie bei uns ein Praktikum absolviert hatte.

03:34:29: Und ich erlebte sie damals, aber eigentlich auch heute noch als ein sehr aktiven Menschen.

03:34:34: Sie hat eigentlich immer Hummel im Hinteren und ist sehr, sehr neugierig, was sehr schön ist.

03:34:39: Und ja, über Lu kann man viele Sachen sagen, aber wir fallen jetzt so auf die schnelle 2 Dinge ein,

03:34:46: die sie besonders ausmachen.

03:34:48: Sie ist sehr schlagfertig.

03:34:50: Ich glaube, es gibt auch wenig, dass sie irgendwie die Sprache verschlägt.

03:34:53: Und wahrscheinlich gibt es da wenige Leute da draußen, die schneller irgendwie einen guten Spruch zücken können.

03:35:00: Und sie ist auch sehr, sehr gut in Connecten und im Network.

03:35:04: Also, ja, die willst du einfach bei deiner Party dabei haben, weil der Tisch kann noch so langweilig sein.

03:35:10: Die bringt den den noch zum Beben und zum Lachen.

03:35:13: Sie ist ein Gastro-Kind und das merkt man auch.

03:35:16: Also, sie kann wirklich gut anpacken, sie scheut sich davon nichts.

03:35:19: Sie probiert einfach gerne Sachen aus, hat viele Fragen gesucht, antworten.

03:35:23: Und sehr schön an ihr ist, dass ihr ein sehr ehrlicher Mensch ist.

03:35:27: Was das Thema Weihnacht belangt, finde ich, macht sich auch sehr gut, weil sie Wein eben nicht irgendwie mystifiziert oder als was sehr elitärisch erklärt,

03:35:39: sondern sie bringt es eigentlich sehr down to earth rüber.

03:35:41: Sehr easy, sehr viele Informationen und eben so, dass man Lust auf mehr bekommt.

03:35:49: Und das finde ich sehr schön, weil man kann oftmals sehr komplex sein, kompliziert sein.

03:35:53: Aber das macht sich einfach verdammt gut.

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