Die interessantesten Weinkellner unserer Zeit
00:00:13: Mein Name ist Markus Polinski und ich darf ein bisschen über meinen Schwager Daniel Hasard
00:00:18: erzählen.
00:00:20: Wir führen den Betrieb Lamhebsack
00:00:22: aus dem Auto.
00:00:22: Daniel
00:00:23: entstammt in vierter Generation, die fünfte steht schon in der Startlöcher.
00:00:28: Ich bin sozusagen eingehöradet,
00:00:30: habe
00:00:31: hier meine Ausbildung gemacht und kenne Daniel schon
00:00:34: seit er drei Jahre alt
00:00:35: ist.
00:00:36: Sozusagen in jungen Jahren kennengelernt und durfte ihn über die Zeit begleiten
00:00:43: Als
00:00:44: der Daniel noch ganz jung war,
00:00:46: ich würde mal sagen also
00:00:47: zehn.
00:00:48: War er mit auf der
00:00:49: Schiefreizeit.
00:00:50: nur um so
00:00:51: versinnbildlichen
00:00:52: Warum?
00:00:52: Der
00:00:53: Daniel wahrscheinlich den Weg des Sommeliers gemacht hat.
00:00:56: Wir hatten auf der
00:00:57: schiefrei Zeit
00:00:59: ein Spiel gemacht, ihm wurden die Augen verbunden und er musste Gummiberle im Geschmack und Farbe erkennen.
00:01:06: Und da hat man schon gemerkt,
00:01:07: der
00:01:07: Daniel verfügte bei einer unglaubliche Sensorik.
00:01:13: In der
00:01:15: Zeit ist sein Vater gestorben, also achtzehn
00:01:18: Jahre alt
00:01:18: war.
00:01:19: Also das war sehr tragisch und plötzlich.
00:01:21: Und
00:01:21: der Ausbilder,
00:01:23: Herr Schur hat ihn zur Seite genommen und auf viele Weinreise ins Pemont mitgenommen.
00:01:28: Das war so
00:01:29: wahrscheinlich auch ein Auslöser
00:01:31: für
00:01:31: den weiteren Lebensweg von Daniel.
00:01:34: Da gibt es noch eine schöne Geschichte.
00:01:36: Er hatte dann in jungen Jahren eine tolle
00:01:39: Flasche
00:01:40: Lagenbarolo Weinreise aus dem Pirmund mitgebracht.
00:01:44: Wir hatten damals immer zum Heiligen Abend schön gekocht, der Daniel und ich für die Familie.
00:01:49: Und er ganz stolz ...
00:01:51: Die Flasche Barolo
00:01:52: im heiligen Vormittag geöffnet, dekantiert,
00:01:56: karafiert abends.
00:01:57: dann beim Abendessen hat er dann festgestellt.
00:02:01: Das schöne Wein war voll mit Essigmüggeln Ausguss gegossen.
00:02:09: Es folgen natürlich viele gemeinsame Stunden, Abende und das Thema
00:02:14: war
00:02:14: zwischen uns immer oder mit uns gemeinsam immer die große Leidenschaft der Wein.
00:02:19: Viele Weinreisen sind gefolgt,
00:02:21: die wir zwei
00:02:22: zusammen unternommen haben.
00:02:24: Unter anderem Praktikas bei unserem gemeinsamen Freund
00:02:27: Bernhard Huber,
00:02:28: der leider verstorben ist.
00:02:30: Daher kommt sicher auch die Demo dir ein Weingegen über.
00:02:35: bringt, die sicher
00:02:36: auch hilfreich ist.
00:02:37: Wenn man
00:02:39: mit Wein arbeitet und
00:02:40: weiß
00:02:41: wo das Ganze herkommt.
00:02:43: Und
00:02:44: dass
00:02:45: die Anerkennung großer Weine nicht von keinem Zufall ist.
00:02:50: So was kann ja nur entstehen wenn der Winzer ärgerätzig ist und akribisch arbeitet im Weinberg, im Keller oder überall.
00:02:58: also da gab es wohl
00:03:00: hat er dann schon immer
00:03:01: erzählt Tage
00:03:02: mit zwanzig Stunden Und da hat er dann gemerkt, dass Weinmachen keine folglore Veranstaltung ist.
00:03:08: Dann gibt es noch eine schöne Geschichte mit uns zwei.
00:03:11: Das wäre das
00:03:12: ein Freund von mir und auch ein Freund vom Haussel
00:03:15: am Hebsack.
00:03:16: Uns zweien, das war in dem Jahr eight.
00:03:19: Zwei reingute Lembergers
00:03:20: zur Verfügung gestellt
00:03:21: haben im Gebäude an Hebsak
00:03:23: die wir da praktisch wir zwei
00:03:24: Daniel und ich das ganze Jahr überbegleitet
00:03:27: haben.
00:03:28: In Verantwortung praktisch von der Von der Blüte geschnitten, alles
00:03:34: gemeinsam gemacht
00:03:35: über das ganze Jahr
00:03:36: verteilt bis zur Lese.
00:03:38: Dann haben wir uns
00:03:39: fast gefüllt abfüllung.
00:03:40: da gibt es nachher dann die geschichte.
00:03:43: im dritten oktober tag der deutschen einheit einen Zog ein Gewitter auf mit ziemlich starkem Hagelschlag,
00:03:52: das hat
00:03:52: uns dann fast die ganze Ernte gekostet.
00:03:55: Wir hatten dann noch Lemberger mit Smeller verschnitten und haben ihn in den Magnumflaschen gefühlt.
00:04:00: Das war so unser gemeinsames Projekt, was uns
00:04:03: auch noch sehr
00:04:04: schön verbunden hat.
00:04:05: Zum Schluss möchte ich einfach nur ein großes Logo aussprechen an meinen lieben Schwager.
00:04:10: nicht nur dass
00:04:11: er sich
00:04:12: sehr gut auskennt, aber immer
00:04:14: akribischer
00:04:15: immer mehr Weinwiesen sich angeeignet.
00:04:18: Und was er halt ein großes Talent ist, eben schon ein toller
00:04:22: Begeisternder
00:04:23: Redner – man kann auch fast schon Menschenfinger sagen!
00:04:27: Was ihn auch noch auszeigend ist sein unglaubliches
00:04:29: Gedächtnis.
00:04:30: Alles das er bis jetzt
00:04:31: gedrungen hat, ist in seinem Hirn abgespeichert.
00:04:35: Es
00:04:35: ist unglaublich, er kann
00:04:36: sehr vieles abrufen.
00:04:38: Der erste Kurzlicht
00:04:39: hatten wir in Sociento Malé getrunken und dann fiel ihm plötzlich ein.
00:04:43: Weißt du noch
00:04:44: vor zwanzig
00:04:45: Jahren an Weihnachten haben wir den neunziger Socianto Malé Getrunken da noch genau gewusst wieder geschmeckt hat?
00:04:52: Vielen Dank fürs Zuhören!
00:04:53: Tschau!
00:05:23: Einmal in der Woche darf ich mit Menschen, dem Berufsleben Wein sehr geprägter Zeit verbringen und mit ihnen darüber reden warum Wein ein so unglaublich wichtiges Elementen ihrem Lieben ist.
00:05:34: Was Wein so besonders macht wie sie zum Wein gefunden haben wie sie Wein vermitteln.
00:05:39: Und damit möchte mir dich inspirieren vom Wein von der Gastronomie vom Beruf Sommi Denn in der Regel sind es Sommis oder ehemalige Sommies die ich zu Gast habe Ihre Erfahrung und Ihr Wissen mit Dir teilen.
00:05:53: Und so auch diese Woche, wir reisen in Sremstal... ...und dort treffe ich Daniel Hasard!
00:05:59: Und Daniel hasard hat eine unglaublich interessante facettenreiche sehr vielschichtige und erlebnisreiche Berufskarriere.
00:06:07: Es fing eigentlich gar nicht so gut an.
00:06:09: die Voraussetzung könnten nicht schlechter sein Denn er hat mal mit mir zusammen gearbeitet Aber das kann ich von meiner Seite her sagen.
00:06:17: Er war einer der besten Zombies die man sich vorstellen kann Und seit ich das Format habe, hab' ich mir gewünscht Daniel zu Gast zu haben.
00:06:25: Nebenher war er noch im berühmten Hotel Adler in Berlin – natürlich Sommelier.
00:06:29: an der Seite von Gerhard Retter hat er eine Anstellung im Piermont, war auf halber Weltreise in Neuseelanden Australien und Kalifornien unterwegs, hatten älterlichen Betrieb gearbeitet bevor er seinen beruflichen Lebensträum verwirklichte und Daniel Zweine eröffnete.
00:06:45: Ja und davon würde uns gleich berichten!
00:06:48: Bevor wir ins Gespräch einsteigen möchte ich mich ganz herzlich bei der Schlumberger-Gruppe dafür bedanken, dass ihr an unserer Seite sind.
00:06:55: Unsere Schlumbergagruppe gehören die Handelshäuser Conzi Giovini als Spezialist für italienische Weine dann Segnis und das Stammhaus Schlumbergaer.
00:07:04: Und dann gibt es noch das Privatkundenbrotthal Bremer Weincolleg.
00:07:07: Das findest du als privater Weihliebhaber unter www.bremer-weincolleg.de.
00:07:12: Da findest Du die gesamte Palette der Schlumberger Gruppe online zum Bestellen, zum Nachhauseordern.
00:07:17: Ich sag nur Weihnachten steht vor der Tür Und ich bin dankbar dafür, dass dieses Unternehmer an unserer Seite ist und es begleitet uns und unterstützt.
00:07:26: Denn Dank ihnen ist dieses Format möglich!
00:07:28: Und dank Ihnen... ...ist er heute hier.
00:07:31: Herzlich willkommen lieber Daniel Haslert!
00:07:36: Wärst du lieber Sommi in ein Grothel von derzeit
00:07:38: v.a.,
00:07:38: oder einem Dreisternrestaurant von zwei
00:07:43: Tausendfünfundfünfzig?
00:07:44: Äh, neunzehnhundertfünfundzwanzig.
00:07:45: Echt?!
00:07:46: Bist du so der Klassiker?
00:07:47: Ich glaub schon immer wieder hab' ich so klassische Züge, wenn ich doch immer mich Ertapp und denken, eigentlich bist du eher der Oldschooler.
00:07:57: Was magst Du daran?
00:07:58: Also was magst du an diesem alten Stil?
00:07:59: Ist es die Art mit den Menschen umzugehen oder ist es dieses Aufwendige, das wir damit verbinden... ...oder das Gewohnte?
00:08:08: Nee, eigentlich das Gewohnte nicht!
00:08:09: Ich finde das Klassische und das Aufwändige, wie man's früher noch mehr zelebriert hat.
00:08:17: Manche Sachen in der heutigen Zeit vielleicht ein bisschen untergehen oder ein bisschen zu salopsin fand ich das früher irgendwie klassisch oder so wie wir es eigentlich noch kennen, wo wirklich nur eine Riesenbrigade da war.
00:08:29: Also mir hat das unheimlich viel Spaß gemacht und ich glaube, ich stehe eher... Ich bin glaube eher so ein Klassiker.
00:08:34: Das
00:08:34: hast du ja auch richtig bis ins Extremste zelebriert?
00:08:38: Wir haben ja mal zusammengearbeitet im Schloss Tellerbach damals aber du wurdest ja noch klassischer!
00:08:44: Du warst ja Chefs von mir im Adlonen, das ist ja Klassik pur und gerade zusammen Gerhard Retter.
00:08:49: Ja, das war super Zeit Hab das auch total genossen.
00:08:53: Allein, ich weiß noch als ... Ist erst einmal vor diesem Grand Hotel stand der, da hat man wirklich erfrugt und als ich dann durch die Tore reingelaufen bin, hab ich gesagt, wow!
00:09:02: Was ist das denn?
00:09:04: Das war wirklich dieser Wow-Effekt.
00:09:06: Da kriegst du ja Gänsehaut wenn du reinläufst.
00:09:09: Finde ich auch.
00:09:10: Man sollte mindestens ein Mal im Leben oder einem Jahr in einer Lobby sitzen.
00:09:15: Ich finde, es hat so richtig dieses Grand Hotel-Flair noch was man ganz selten findet Und dann irgendwie einen Kaffee trinken oder ein Glas Champagner oder Wein.
00:09:26: Das ist ein Erlebnis-Puls, deswegen kann ich das mit diesem Grand Hotel so richtig laden oder assoziieren?
00:09:34: Ja für uns Schwaben ist es natürlich schwierig da einmal im Monat in so einem Grand Hotel zu gehen und da eine Tasse Kaffees zu trinken.
00:09:42: Es leben ja auch relativ...
00:09:43: Ihr könntet aber ihr wollt nicht!
00:09:46: Hey,
00:09:49: du hast mit dem Bashing angefangen.
00:09:51: Da kann ich jetzt noch einsteigen!
00:09:52: Es wird gut, danke.
00:09:53: Ich freue mich.
00:09:53: Danke für die Steilvorlage.
00:09:55: Oh Mann, da haben wir wieder was angefangen... Ja es lebe doch relativ viel Schwab in Berlin und als ich das... Echt?
00:10:02: Ja ja also ich mein zehn Prozent... Seid ihr in
00:10:04: der Community dort?
00:10:05: Genau, genau.
00:10:06: Wow!
00:10:07: Ist das so hässlich in Stuttgart?
00:10:09: oder warum?
00:10:09: Äh ne, nee, nee.
00:10:12: Momentan schon.
00:10:13: Also wir haben immer noch unsere Stuttgarter.
00:10:15: Das hört er nicht auf.
00:10:18: Ich versuch, einen Bahnhof zu bauen.
00:10:20: Ja
00:10:20: genau!
00:10:21: Wir versuchen einen Bahnhoffbocken zu bauen und so wie sie es eigentlich in Berlin auch hin gebracht haben im Flughafen.
00:10:26: Ich weiß.
00:10:27: Die haben es mit dem Flughafem vorgemacht, aber die waren nicht so smart und haben ja dahinter geschrieben.
00:10:32: Ja
00:10:32: das war auch ein Problem.
00:10:36: Sonst könnte man sehr verargumentieren dass man sagt man modernisiert ist oder wie auch immer, aber steht da immer noch einundzwanzig dort?
00:10:42: Und das war nicht das Jahr wo Sie angefangen haben.
00:10:44: Nee, genau.
00:10:48: Ja, schon verrückt.
00:10:49: Wir sind nicht in der Bahnhofskultur.
00:10:50: Nein,
00:10:53: wir machen es seriös.
00:10:55: Genau!
00:10:56: Was fangen wir jetzt damit an?
00:10:58: Du standest vor diesem Grand Hotel, warst total ehrfürchtig und durfte es damals schon durch den Haupteingang reingehen zum Vorstellungsgespräch.
00:11:07: oder gab's da so einen Nebeneingang wo du reingeschleust wurdest?
00:11:11: Nein, tatsächlich bin ich ein Tag vorher vor dem Vorstellungsgespräch schon in Berlin angekommen und bin dann mit damals meiner Frau reingegangen.
00:11:21: Aber ich sagte, komm wir gucken uns das jetzt mal an bevor ich am nächsten Tag das Vorstellingsgesprich hatte und habe dann tatsächlich eine Cola ohne Kaffee bestellt.
00:11:29: und klar wundert man sich dann über die Preise und denkt wow also ich komme aus dem Schwabenland, ich komme ursprünglich aus Hebsack in einem Ort mit.
00:11:39: Da kostet die Code, das ist fast ein Kasten gewesen.
00:11:46: Und es war wirklich schon ... Okay hier bin ich richtig!
00:11:49: Das ist schon ein richtiges Grand Hotel aber auch die Zeit.
00:11:52: Wir waren nicht lang dort, wir waren vielleicht eine Stunde an der Bar und ich hab das so genossen und dachte okay also morgen, ich war schon sehr aufgeregt und am nächsten Tag dann auch das Vorstellungsgespräch.
00:12:02: Es war wieder ein neuer Schritt absolut genial, also muss ich schon sagen.
00:12:10: War toll!
00:12:11: Wie findet so ein Vorstellungsgespräch statt?
00:12:13: Weißt du das noch?
00:12:14: Also wirst du da nach deinen Weinqualitäten gefragt oder nach deinem Vorlieben oder nach deinen Zielen oder nach deiner Vergangenheit oder wie kann man sich so einen Vorstellingsgesprich für Sohnhaus dann irgendwie vorstellen?
00:12:26: Ja es war schon so dass quasi alle vom Gerhard Retter über Hoteldirektor über Personalchefin waren Mit einem Bord.
00:12:37: Und man wurde dann schon durchlöchert, dass auch Fragen wurden gestellt wie, wie reagierst du wenn ein Koch mit den Töpfen nach dir wirft und so Sachen?
00:12:48: Nein!
00:12:48: Ja ja also es war wirklich.
00:12:49: ich hab gedacht okay was ist jetzt los?
00:12:51: Also es war schon verrückt die Fragen.
00:12:55: Es ging auch relativ lang, das war wirklich so ein Fragebogen und dann auch die Vergangenheit.
00:13:00: über das Divine-Kompetenz gings eigentlich jetzt gar nicht so sondern mehr drum herum wie man reagiert wenn so Situationen zustande kommen.
00:13:08: ja es war interessant.
00:13:11: also muss ich echt sagen da bin ich autark gesagt okay was kommt jetzt für eine Frage?
00:13:15: Wie geht's jetzt weiter?
00:13:17: Ja, war toll.
00:13:17: War toll!
00:13:18: Was aber
00:13:18: in so einem Haus ja natürlich auch wahnsinnig sensibel ist, dass du entsprechend richtig reagierst.
00:13:22: also neben dessen... Dass du einen Grundanspruch an Service hast bzw.
00:13:26: Grundfähigkeiten für ein Service?
00:13:28: Ist es mehr oder weniger der Umgang mit den Gästen die ja dann schon exponiert sind oder die sehr besonders sind und einfach erwarten das du dort auf Augenhöhe gegenüber trittest?
00:13:39: Du bist ja der Ansprechpartner für dich und da finde ich das vernünftig genau auf dieser Ebene geprüft oder gefragt wirst.
00:13:48: Gab es mal irgendwie eine Situation, wo du... Also wurdest du mit Töpfen beworfen?
00:13:51: Oder mit Flaschen oder mit Eistürfüllen?
00:13:53: Nee überhaupt gar nicht!
00:13:55: Null!
00:13:55: Aber
00:13:55: irgendeine Situation die du besonders schön fandst oder wo du sagst wow dafür bin ich im Adlern?
00:14:03: Ja also das waren schon... Ich hab einige tolle Erlebtisse gehabt
00:14:10: Du, wir haben Zeit.
00:14:11: Also ...
00:14:11: Ja, es war so das.
00:14:13: damals war ja die HeimWM Deutschland, äh, two-thausendsechs und es war im Prinzip... Die ganze FIFA war untergebracht im Hotel Adlon also wirklich von Pelé, Beckenbauer, Glinsmann, Platter und wie sie alle heißen, also waren wirklich alle vor Ort.
00:14:32: Und ich kann mich nur an ein Abend erinnern.
00:14:34: da kam Pelé mit einer Gruppe Brasilianer und Beckenbau dabei.
00:14:40: Pelé kam ganz locker, legär rein mit seinem Brasilien-Trikot und einer Zinsjacke.
00:14:45: Und er saß da und hat dann – haben sie bestellt die Vorspeisen und die Hauptgerichte?
00:14:50: Und er hat eine Tomatenzube bestellt!
00:14:55: Die war quasi klassisch noch in so einem tiefen Teller mit Löffel serviert.
00:15:00: Ich stand hinter ihm, habe gerade Wein eingeschänkt... ...und ich sehe wie ihn der Löffell in den tiefen teller rein rutscht.
00:15:09: Und dann dreht er sich rum und ich habe es gesehen.
00:15:11: Ich habe dann gesagt, ja kein Problem!
00:15:12: Ich habe den Löffel entnommen und habe ihn im neuen Löffeln gebracht... ...und komme wieder zum Tisch zurück und schenke wieder einen Lauf rum.. ..und das Gleiche passiert
00:15:22: nochmal.".
00:15:23: Und er dreht sich rum, guckt mich an und sagt, du brauchst mir nicht noch mal einen Löffel erst abbringen.
00:15:28: Ich bin heute irgendwie zu blöd zum Essen.
00:15:30: Weil ich sage kein Problem!
00:15:31: Wir haben genügend Löffeln da.
00:15:33: Das war irgendwie so peinlich.
00:15:35: Und ich habe so lachen müssen.
00:15:35: Aber das gibt es doch gar nicht.
00:15:37: Bestimmt passiert er ihm jetzt doch fünfmal.
00:15:39: also das war wirklich... weil der auch so irgendwie im Gespräch drin war dass er jedes Mal den Löffle in diesen Suppen Teller quasi abgerutscht ist.
00:15:48: Also es war wirklich witzig ihr habt so lache müssen Und es ist doch ein ganz normaler Mensch.
00:15:53: Also, man hat ja immer so diese Erwartungen von solchen Äh ... Gästen oder hat dann auch klar die Ehrfurcht und bedenkt auch was der alles geleistet hat in seinem Leben oder was er schon äh gemacht hat.
00:16:03: aber es sind doch alle nur Menschen.
00:16:05: und das war total äh nett.
00:16:07: und er hat mich nach einem Abend genommen und gesagt, er fand es toll dass ich das gleich sehen hab und äh es war einfach ein toller Abend.
00:16:13: also Das ist dann doch wieder, man denkt Ja, das war eine tolle Zeit.
00:16:18: Irgendwas
00:16:18: wo du sagst ... ist besonders courier oder besonders, da habe ich voll daneben gegriffen.
00:16:25: Irgendwas was dich berührt hat?
00:16:27: Ja es waren schon ein paar Aktionen.
00:16:29: also im Adlon war dann... Das war eigentlich auch das verrückte... Ich war gerade mal, ich war noch in der Probezeit.
00:16:38: tatsächlich, glaube ich, war den zweiten Monat dort und man wurde ja immer so bisschen gepreift.
00:16:43: einen Tag vorher, wär so alles des Hotel Adlon bereist und besucht und wir mussten wurden genau ausgebildet, wer da kommt wie der Ablauf sein sollte.
00:16:55: Und es kam ja Putin, Vladimir Putin mit Gerhard Schröder und zwei Außen... das war ein Außendienst.
00:17:09: ich weiß gar nicht mehr von wo sie herkam, glaubt einer aus Schweden, einer aus Norwegen.
00:17:12: Das war damals die Aktion mit Gasbaum als Schröter quasi mit Putin zusammen war.
00:17:19: Und es hieß, die kommen und werden ins Hotel Adlon, werden oben auf der Präsidenten Suite sitzen und dort ihr Menü genießen.
00:17:30: Und dann ruft quasi abends dann der Butler.
00:17:34: also es gab einen extra Butler oben in der Suite.
00:17:37: Der ruft dann runter und meinte ja, der Sommelier soll mal hochkommen mit der Weinkarte sie würden gerne Wein raus suchen Und ich grade den zweiten Monat dort, und ich hab gedacht, wow jetzt muss ich da hoch.
00:17:48: Ich habe die Weinkarte ... Ja das war verrückt!
00:17:51: Also wirklich... Ich hab die Weingarde unter die Hand genommen, bin dann in den Aufzug rein und ich habe es so gezittert.
00:17:58: Ich war schweißgebadet wo ich oben war, ich dachte Gott was jetzt steht da put hin?
00:18:02: Und ich kannte ja die Weincart nur nicht jetzt hundert Prozent auswendig.
00:18:08: also ich war gerade der zweite Monat da Und da waren schon noch ein paar Weine drauf, die ich nicht kannte.
00:18:14: und dann habe ich gedacht Gott was machst du jetzt?
00:18:16: Dann ging die Türe auf.
00:18:17: Dann wurde erst mal vom Security komplett durchsucht und ich hatte ja mein Kellner Messer dabei und fragte dann Was das soll?
00:18:25: Das sage ich Ja, das brauche ich leider sonst kann ich die Flasche nicht öffnen.
00:18:28: und er er okay alles klar bin dann reingegangen und dann wusste man gleich wer Das Sagen an dem Tisch hat und Putin kam sofort zu mir.
00:18:39: Und fragte, ja sind Sie der Sommer hier?
00:18:41: Ich sag' ja!
00:18:42: Ja sie würden gern ein Wein raushoben ob ich wüsste welches Menü es gibt.
00:18:46: Dann sag' ich ja ich hab mich bisschen vorbereitet und eigentlich habe ich mich gar nicht vorbereitet weil ich kannte das Menü aber ich wusste jetzt nicht genau was er will.
00:18:55: Und dann fing es an, zur Gänselaber meinte er ja, er möchte den Süßwein und ich als Schwabe habe dann erstmal so eine deutsche Ausläsere ausgesucht.
00:19:04: Ich dachte jetzt fangen wir mal ein bisschen kleiner an... ...und er meinte auch, ob wir nicht Chateau-Dickem hätten.
00:19:09: Er sagte ja klar das haben wir auch auf der Karte!
00:19:12: Und dann, wir hatten zwei Jahrgänger und er sagte ja den einen nehmen wir das ist gut.
00:19:16: Also es hört sich gut an der neunundachtziger in der kleinen Flasche.
00:19:18: so ja also das passt doch dann.
00:19:20: und dann wusste ihn schon in welche Richtung ich gehen muss.
00:19:23: dass ich da jetzt mit dem Trollinger zum Hauptgang komme war dann auch klar.
00:19:28: Er meinte dann Wir brauchen jetzt noch ein Chardonnay und dann habe ich gleich bisschen höher Eingriffen bin Richtung Morasche von Ramonegang.
00:19:38: Das fand er super!
00:19:40: Und dann kam eigentlich so der Höhepunkt, denn fragte er mich ja ob wir auch Bordeaux zum Hauptgang was da hätten so Moutou Rothschild?
00:19:48: Dann sag ich ja das haben wir auch da.
00:19:50: und dann meinte er hat schon mal gehört diesen Petrus und sagt oh ja genau das haben auf die Karte und wir hatten gerade zwei Tage vorher Petrus bekommen, und ich wusste der Zwei-Nachtziger damals diese hundert Punkte bekommen.
00:20:02: Wow!
00:20:03: Und dann fragte er mich ja welchen Jahrgang ich den raushugen und ich hatte keine Ahnung.
00:20:08: Ich hatte beide nur nicht probiert und hab gesagt Ja, ich weiß ... Der ist deutlich besser, der hat die Hundert Punkte.
00:20:14: Den müssen sie nehmen und der allzu gut den nehmen wir.
00:20:17: Wissen Sie was?
00:20:18: Machen sie da gleich zwei Flaschen.
00:20:20: Und ich ... Okay wow Das war dann schon super.
00:20:26: Und ja, ich war total baff dann.
00:20:28: Also ich hab die Zahlen im Kopf gehabt was es denn kostet dieser Abend und bin dann runter... ...und dann standen wirklich alle im Service-Office also vom Hoteldirektor über Gerhard Retter der Restaurantchef standen alle da, alle Chefdirans und meinten dann und Dani wie sieht's aus?
00:20:48: Hast du was verkauft?
00:20:48: Dann sag ich jetzt wartet mal ab!
00:20:50: Es lief ganz gut.
00:20:52: und in dem Moment ruft Schröder runter und der Battler meinte, Schröter möchte noch einen deutschen Rissling vorne weg.
00:21:00: Also sie müssten ja auch was Deutsches trinken, da habe ich gesagt allzu gut.
00:21:03: Damals ging es sehr preislich noch, wir waren glaube so die ersten, die G-Max gekauft haben, damals gab's noch ins Sechser Kartons.
00:21:11: also das war damals ich glaube mit zweihundertfünfzig Euro mit den teuersten Risslingen trocken auf der Karte.
00:21:17: und dann hatten sie da noch vorneweg.
00:21:20: Und dann habe ich angefangen mit einen Tippen, er legt dann los.
00:21:23: Mit Ikemon alles so wow super süßwein Klasse.
00:21:27: und hab gesagt jetzt wartet mal ab.
00:21:28: und dann kam der Ramonet, der Montragé und alle so wow Super.
00:21:33: und da haben sie auch Bordeaux rausgezogen und dann gesagt jetzt Wartet doch mal ab!
00:21:36: Dann gebe ich den Petrus ein und der damals ´threi tausend fünfhundert gekostet´.
00:21:40: und die meinten dann... Wow, Petristen hab ich gesagt.
00:21:44: Jetzt wartet mal ab und tippt dann ein in die Kasse zweimal.
00:21:48: Das ist jetzt nicht dein Ernst?
00:21:50: Ja, es hat ganz gut funktioniert!
00:21:53: Es war verrückt.
00:21:54: Und dann meinte der Hoteldirektor, klopfte mir auf die Schulter, er sagt Herr Hasard ab heute ist die Probezeit beendet also sie sind eingestellt.
00:22:02: Sehr krass.
00:22:04: Es war echt cool.
00:22:05: Ich dachte,
00:22:06: man trinkte kein Alkohol.
00:22:08: Also ich hatte irgendwann gehört, dass Putin keinen Alkohl trinkt
00:22:11: Daher... Doch, doch.
00:22:12: Also der... Ah,
00:22:13: sehr witzig!
00:22:14: Er hat sich auch
00:22:14: ausgekannt.
00:22:16: Perfekt also akzentfrei.
00:22:17: Weil alle
00:22:18: Driesen und die Kacken... Ja
00:22:19: ja genau, genau.
00:22:23: Es war unglaublich.
00:22:24: Und weißt du wenn du dir dann überlegst dieser Abend hat dein knappe twenty-fünftausend Euro gekostet mit dem Zimmer, mit dieser Suite?
00:22:33: Dann fand ich das Beste noch dass um zwanzig Uhr ruft er Battler runter und sagt Die wären jetzt alle gegangen.
00:22:40: Sie sind mit den Privatschätz heimgeflogen.
00:22:43: und was er denn mit der zweiten Flasche Petrüs, die nur noch halb leer wäre, was er damit anfangen soll?
00:22:50: Ich habe gesagt lass sie einfach stehen ich komme direkt hoch in Holze!
00:22:55: Und dann durften wir quasi auch nochmal probieren
00:22:59: Herrlich.
00:22:59: Den Peter ist sozusagen, ja... Die
00:23:01: Richtung jene Geschichte hatte ich mit Gaubert Schoff im Lehrwacht damals, der uns da besucht hat und ich habe mich da schon drauf gefreut eine Weinberatung bei Gauertschoffs und er hat leider nur Wodka getrunken.
00:23:10: also da gab's nur ne zwei Sekunden Bestellungen keine Beratung.
00:23:17: aber es fand ich trotzdem ist das interessant solche Geschichten zu sammeln?
00:23:22: deine ist natürlich wow sehr Gänsehaut krass heftig.
00:23:26: Ja das war schon War schon verrückt und ich hatte ja mit dir im Lehrbach schon einige Prominente, aber das Adlon hat wirklich so alles nochmal getoppt.
00:23:36: Also war es so Basketball-Ikonen wo siehst Michael Jordan wäre im Haus und er kam dann nicht zum Essen in einem Restaurant.
00:23:46: wir saßen dann nach Feierabend Samstagabend im Restaurant und haben noch ein Gläschen Weißwein getrunken und dann war einer dabei vom von der Nachtschicht und dann glingelte das Telefon bei ihm.
00:24:01: Und Michael Jordan ruft an, er hätte jetzt Lust auf ein Hamburg-Royaltes, ob wir was holen könnten vom ... Ja, ich denke es gibt's doch nicht!
00:24:11: Und da hat er tatsächlich mal einen Taxi geschickt, dass in McDonalds gegangen ist und ihn ein Hamburg Royaltes geholt hat.
00:24:18: Dann hab ich auch gedacht, wie verrückt ist eigentlich die Welt?
00:24:20: Der könnte sich alles leisten können den nachts noch eine ... in Sandwich bestellen, aber nein er wollte jetzt unbedingt was von McDonalds.
00:24:28: Ist ja irre!
00:24:29: Das sind manchmal so Geschichten die einen auch prägen.
00:24:31: ich fand das ein Teil niedlich.
00:24:32: gestern Abend war ich beim beim Leser polieren und da waren protogiesische Mitarbeiterinnen die Anna und ich sagte da eben auch sie hat ihren ersten Tag vor einem Jahr dort in dem Restaurant wo ich gerade Arbeit gehabt und hat dann unten eine Empfang gehabt.
00:24:46: also das Restaurant ist ja in einem Stadion im Kopenhagen im achten Stock dort und dann muss halt einer unten immer stehen sind.
00:24:54: Dann die sich noch nicht ganz gut auskennen oder die, die sich besonders gut auskehren will das ja der erste Moment ist wo du Kontakt mit den Gästen hast.
00:25:03: Das ist auch ein Kriegnermoment für die Gäste ist.
00:25:05: jedenfalls war Anna dann so in ihrem ersten Tag dort und siehst Ja es kommt ein US Schauspieler Heute also es gibt ja so einen Briefing Dort gibt's so am Tag haben hast du sechs Briefings und dann dieses Pre-Prefing, bevor der Abend losgeht.
00:25:22: Und sie steht dann unten... ...und dann kommt eine schwarze Limousine, steigt einer aus und guckt sich ihn an und sagt, den kenne ich irgendwo her!
00:25:32: Er sieht so unglaublich alt aus und wieso humpelt er?
00:25:35: Und dann war es Leonardo DiCaprio.
00:25:38: Ach was!
00:25:41: Und sie wussten auch nicht, wer da kommt... Da hat sich halt gegugelten, der ist ein Koppenhagen gerade.
00:25:46: und ja, das sind interessante Geschichten die unser Arbeitsleben dann auch relativ bunt machen.
00:25:53: Was war für dich deine prägenste... Also eigentlich Stationen?
00:25:57: Du warst ja Schund in der Burgstauf merkt, das ist ja schon relativ für eure Region oder eben auch für Deutschland recht prägend.
00:26:04: Dann warst du ja danach im Lehrbach dann kam erst Piermont wo du einen ganz ganz prägenden Laden eigentlich auch warst des Adlon dann deine Stasche in Neuseeland beziehungsweise Australien und eine Reise dort wo die auch gearbeitet hast.
00:26:21: Bernhard Huber ist mit dabei Bernhard Huber noch.
00:26:26: Es gibt ja viele wirklich sehr, sehr besondere Stationen die du hattest bevor du nach Hause in den älterlichen Betrieb mehr oder weniger zurückgegangen bist.
00:26:34: Was hatte ich am meisten geformt?
00:26:36: Kann man das so sagen?
00:26:38: Jeder hat seine eigenartige Eigenschaft gehabt.
00:26:43: Ja also sag mal es mir wurde es eigentlich ausschließlich ein bisschen in die Wiege gelegt mit dem Thema Wein wobei ich mich eigentlich ... lange Zeit eigentlich gar nicht so für die Gastronomie interessiert habe, sondern ich wollte eigentlich immer in die Richtung.
00:26:56: Weil ich ja noch damals Handball gespielt hab, wollte ich eigentlich immer... ...so mehr oder weniger in den Einzelhandelsbereich im Sport gewerbe, weil mich das immer interessiert hat.
00:27:05: Im Sportladen auch?
00:27:08: Ja also bei uns gibt es hier einen sehr bekannten Sportschwab und da wollte ich ein Praktikum machen.
00:27:13: Hat mich so interessiert mit Handball, Handballschuhe und sowas.
00:27:17: Und dann hat meine Schwester mich mal gefragt ob ich in den Ferien so'n ... ein bisschen Praktikum, ein bisschen Geld verdienen möchte im Lamm.
00:27:24: Und habe dann da mit im Service gearbeitet und das hat dann irgendwie Klick gemacht.
00:27:29: Dann hab ich gedacht oh, das ist eigentlich gar nicht schlecht... ...und dann gab's auch noch von der Schwester ein bisschen Trinkgeld.
00:27:33: Da hab' ich gedacht, oh, es ist eigentlich ganz so schlecht.
00:27:35: also... ...das macht auch Spaß mit Gästen umzugehen.
00:27:40: Ja, dann bin ich doch Richtung Gastronomie.
00:27:43: Hab' dann Restaurantfachmann gelernt auf Burgstaufeneg in Saarlach.
00:27:48: Und ja, also mein damaliger Chef, der Herr Schurte hat mich dann schon auch geprägt.
00:27:53: Weil es hieß dann so ... das war so Ende zweites Lehrjahr.
00:27:58: Meinte er Ja du fährst jetzt mit deinem Roller heim?
00:28:02: Also es war abends so, glaubt zwanzig Uhr.
00:28:05: Du machst jetzt noch den Service mit und dann fährsch mit einem Roller Heim pack's Sachen ein und morgen früh um fünf Uhr fahren wir ins Piemont.
00:28:14: Und ich so Hä?
00:28:16: Okay was ... Dann habe ich gefragt, muss ich Arbeitsklamotten mitnehmen?
00:28:21: Arbeiten wir dort oder was machen wir
00:28:23: dort?".
00:28:23: Und dann sagt er ne.
00:28:24: Wir kaufen Trüffel ein und probieren Barolos in neuen Jahrgänge.
00:28:30: Ich dachte okay, damals habe ich noch mehr Radler und Cola und Spezie getrunken wie Wein.
00:28:36: Also es war zweites Lehrjahr da hatten wir noch nicht so viel Kontakt mit Alkohol Und mit Wein sowieso noch nicht so intensiv und das war schon prägend.
00:28:45: Also dann bin ich tatsächlich heimgefahren, bin dann morgens zu ihm und wir sind losgefahren... ...und dann kam er um zehn oder so an im Pirmont und haben die ersten Fassproben durch.
00:28:59: und ich dachte so ach du Backe!
00:29:01: Barolo vom Fass!
00:29:03: So eine tanninreiche Bombe!
00:29:05: Ich habe gedacht, ich komme nicht klar.
00:29:07: also da habe ich gedacht Junge das ist nicht mein Wein.
00:29:11: Da habe ich gedacht, wenn so Barolo schmeckt, dann weiß sie auch nicht.
00:29:17: Das ist glaube ich nicht meine Stilistik.
00:29:21: Dann haben wir einen kleinen Lunch gehabt und sind mittags gleich aufs nächste Weingut.
00:29:27: Und dann habe ich schon mehr gefallen an der Rebsorte bzw.
00:29:30: den Wein gefunden.
00:29:31: Ich dachte, eigentlich schmeckt es jetzt gar nicht so schlecht.
00:29:34: Es hat wahrscheinlich das Essen gefehlt oder war noch kaputt vom Service- und von der Autofahrt.
00:29:40: Und ja, dann hat mir das irgendwie immer Merkfall.
00:29:43: und am zweiten Tag wenn du in dieser Hügellandschaft stehst und du denkst dir sag mal hier gibt es wirklich nur Wein.
00:29:50: Also da gibts kein Industriegebiet oder irgendwas sondern du siehst halt egal in welche Himmelsrichtung du schaust, du siehst nur Weinberge!
00:30:01: Ich weiß nicht warum, dass hat irgendwie Klick macht bei mir also irgendwie... Wie wenn so einer ein Schalter rumlegt.
00:30:07: Das war so faszinierend, dass sie mich das so ergriffen hat und die Region mich dann so... Ich bin da so eingetaucht und wollte dann alles wissen.
00:30:15: also ich war dann wirklich in wir waren ja nur zwei Tage aber es war denn wirklich super!
00:30:21: Also es hat mir irgendwie... Ja, ich war sprachlos irgendwie.
00:30:24: Ich weiß auch nicht warum?
00:30:25: Es kam dann irgendwie und ich war so begeistert von der Region und dachte wow Da muss ich irgendwann mal hin.
00:30:33: Das gefällt mir, das gefällt mich.
00:30:34: Was ja relativ überraschend ist ... Du hier eigentlich Weinberge kennst?
00:30:39: Ich mein, im Rems-Tal gibt es ja auch Weinbergen und du kennst den Umgang mit Wein und kannst es verkosten mit Wein.
00:30:45: Warum hat das Piemont dich da so ergriffen?
00:30:47: also was ist da anders als in dem Rems Tal?
00:30:50: Ja... Es war schon weil du halt bei uns hast du immer so Mischkulturen.
00:30:55: Also im Remmes-Tall war das erstes Jahr schon anders und damals hatten wir wahrscheinlich mehr Mercedes interessiert wie Weinberge im Rammstall.
00:31:06: Und dort gab es halt nichts anderes, also du hast ja nur das.
00:31:09: Also da gibt's keine anderen... Gut Fiat ist in Turin, das ist noch einige Kilometer weg und das hat mich damals sowieso nicht interessiert.
00:31:20: aber ich muss sagen Das hat mich so begeistert, weil ich wusste in diesem Gebiet geht es nur um Essen und Wein.
00:31:31: Und die haben das total gelebt.
00:31:34: und mir hat es auch so fasziniert, dass schon junge Menschen dort so bescheid wussten als ich damals auf einem Payment tätig war.
00:31:41: Mit siebzehn-achzehn waren in dieser Materie drin wo ich dachte okay also wenn ich jetzt bei uns jemand frag im Remstal weißt du wo das Unterland ist dann gucken dich viele mit großen Augen an und sagen ne keine Ahnung hab schon mal gehört vielleicht im Halbronnoraum oder so.
00:31:58: Also das hat mich schon faszinert weil Da ist halt wirklich das Hauptthema.
00:32:04: Und die haben ja also durch diese Produkte, ob es jetzt Trüffel oder Barolo sind sehr bekannt geworden auf der ganzen Welt und das machen sie echt gut!
00:32:14: Also das hat mich schon begeistert.
00:32:16: Was muss man über Spielmont wissen wenn man sagt ich möchte mich damit beschäftigen?
00:32:20: Als du dann so diese erste Faszination, die erste Begeisterung hattest hast du dich ja dann dafür auch interessiert.
00:32:27: Welche Fakten waren für dich wichtig?
00:32:29: Also war es wichtig, dass es im Norden Italiens liegt oder die Rebsorten, dass dort bestimmte eigentlich auch sehr konzentrierte Rebsorte Situation gibt.
00:32:42: Du hast ja im roten Bereich Deutsch-Hetto ein Barbera Nibbiollo, vielleicht Freyser wenn man so möchte.
00:32:48: Total unterschätzt aber großartig.
00:32:50: oder im weißen Bereich hast du ja auch drei vier fünf Rebsorten die das ganze sehr sehr prägen also Rheurokotes
00:32:57: etc.,
00:32:59: ist es das?
00:33:00: Oder was muss man über das Piemont wissen warum das so besonders einzigartig ist?
00:33:06: Also ich würde sagen dass wichtigste ist eigentlich im Piemond gar nicht zu den Rebsorben sondern mehr der weniger in welchen Gemeinden oder Orten quasi Barolo oder Barbaresco, nehmen wir jetzt die zwei als wichtigste mal mit raus.
00:33:23: Ja es ist einfach so, woher kommt der Wein?
00:33:25: Welche Orte also?
00:33:26: Es ist ja so, Barolo darf ja aus insgesamt elf Gemeinden kommen und da spielt's wirklich eine Rolle.
00:33:31: Kommt er jetzt aus Montforte Dalba, kommt er aus Castelloni Falletto oder kommt er auch aus La Mora weil komplett unterschiedlich sind von den Stylistiken?
00:33:41: oder Barbaresco, der nicht ganz so lange im Fassisch wie in Barolo nach drei Jahre auf dem Markt kommt.
00:33:47: Da ist es auch wieder ... Der kommt quasi nur aus vier Gemeinden und jetzt ist ja immer die gleiche Rebsorte.
00:33:53: also das ich ... Man kann's ein bisschen vergleichen wie das begut dass mehr da weniger die gleichere Rebsort ist aber einfach so wichtig ist.
00:34:03: Ja und da spielt das eigentlich eine große Rolle, also die Gemeinden und gar nicht so die Rebsorte.
00:34:11: Weil es ist ja eigentlich immer Nebiolo wenn wir jetzt von der Königin und vom König sprechen.
00:34:18: Und das fand ich so interessant dass in den Gemeinden die Baroli so unterschiedlich schmecken.
00:34:25: und klar du hast die verschiedenen Produzenten aber das hat mich schon begeistert, dass das so.
00:34:31: der Unterschied ist Ja, das kannte ich ja vom Räbstahl in dem Sinn nicht.
00:34:36: Weil wir die Intitität von einer Rebsorte gar nicht so haben weil wir sind eher die Tüftler, die Schwaben, die sechsundzwanzig verschiedene Rebsorten ausprobieren aber gar nicht jetzt sich auf eine Rebsorde beziehungsweise zwei fokussieren.
00:34:53: und es ist im Piemont schon ganz anders.
00:35:12: Rapaz im Grunde der beweist dass man aus dem was anderen wegwerfen etwas Königliches machen kann.
00:35:18: Nach der Weinlese bleiben die Träste übrig.
00:35:21: Die festen Überreste ertrauben, also sprich schalen Kerne Stile.
00:35:25: während der Most in die Fässer wandert und später als Weine auf den Tisch kommt bleibt der Träster zurück wie der ungeliebte Verwandte auf einer Familienfeier.
00:35:34: man könnte ihn kompostieren verfüttern oder einfach vergessen.
00:35:38: stattdessen wird der fermentierten Distillieren das Ergebnis heißt Grapper Das älteste und traditionellste Desilates Nordensitains gewonnen aus der soliden, nicht der flüssigen Seite der Traube.
00:35:51: Lange galt er als rauer Bauern-Schnapps!
00:35:54: Etwas für den kalten Morgen – Für schwere Meegen mit bis zu sechzig Volumenprozent Alkohol Und dem Scham eines ungehobeten Onkels Bis jemand beschloss, dass auch Cinderella tanzen darf.
00:36:06: Dieser Jemand wohnt in Percotta im Friaunt heißt Nonino.
00:36:15: Die nächste Generation bringt Antonia und Sylvia.
00:36:32: Die erste Frau Italiens, die offiziell Krabber distilliert.
00:36:36: Und das in deiner Zeit!
00:36:37: In der Frauen-Indistillerien eher als Störung denn als Expertise galten... und dann?
00:36:43: ... und
00:36:46: dann?!
00:36:46: ... zusammen beschließen sie aus der Aschenputtelspirituose eine Königin zu machen.
00:36:53: Am ersten Dezember des Neunzeitereinsiebzig distillieren sie zum ersten Mal Trester einer einzigen Gräbsorte getrennt.
00:36:59: Vickoliet Der Mono Vitinius geboren.
00:37:03: Plötzlich hat Grappa eine Herkunft, Charakter, Eleganz!
00:37:07: Die tajinischen internationalen Distellateur-Zähne schaut genau hin und... Nur Nino wird zum Maßstab.
00:37:14: Und heute führen die Töchter Christina Antonella und Elisabeth das Haus mit Giannola als Präsidentin.
00:37:21: Sechs Generation ein fester Blick auf Kupferfrische und Geduld.
00:37:25: Die Distellation geschieht discontinuierlich in kupfernden Damprenblasen die benieden und Nino weiterentwickelt haben.
00:37:33: Köpfe und Schwänze werden abgeschnitten, nur das Herz bleibt!
00:37:37: Die Dresser kommen frisch und weich und werden sofort verarbeitet, damit keine unerwünschten Nachgehungen entstehen.
00:37:42: Nichts wird dem Zufall überlassen – schon gar nicht dem Holz.
00:37:47: Die Grappa-Riserva acht Jahres Ergebnis dieser Geduld in Reihenform ein Blend aus Trestern von Moscato Friolano?
00:37:54: Mehr lo?
00:37:55: Schiopetino aus Friaultchen, Weinbergen.
00:37:58: Acht Jahre lagern sie in kleinen Fässern aus Limousin und Nevereiche sowie in ehemaligen Sherryfessern unter Siegel und ständiger Aufsicht der Zoll- und Monoprolbehörde Ohne Farbstoff, die Flaschen aus schwarzem Glas von Hand mit Diamantschlüffer sehen.
00:38:17: Tragen eine silberne Kette als hätte jemand beschlossen dass ein Distillat das so lange gewartet hat auch ordentlich angezogen erscheinen darf!
00:38:26: Acht Jahre im Holzen keine Lagerung.
00:38:28: Es sind ein langes leises Gespräch.
00:38:32: Der Sauerstoff der durch die Poere des Holzsickert und die Stoffe die das Fass langsam abgibt, verändern den Charakter ohne ihn zu überschreien.
00:38:42: Was als klares frisches Distillatbeginn wird.
00:38:44: Bernsteinfarben voll sinnlich!
00:38:48: Aprikose, Pflaume, Kirschegewürze, kandierte Früchte, Rosinenschokolade und am Gaum gebacken.
00:38:56: Marzipan eine samtige Eleganz, die lange nachklingt.
00:39:01: Man serviert ihn ganz knapp unter Zimmertemperatur, einen großen Ballonglas und gibt ihm ein paar Minuten Luft bevor man ihn trinkt.
00:39:09: Nicht weil er schüchtern ist sondern weil er sich die Zeit genommen hat und erwartet dass du es auch tust!
00:39:16: Nun hier noch hat den Krabber nicht erfunden aber die Familie hat ihnen beigebracht aufrecht zu gehen, den Kopf zu heben und guter Gesellschaft zu erscheinen.
00:39:23: der Reserve acht Jahre ist der Beweis das selbst das Was nach der Pressung übrig bleibt, acht Jahre später wie ein Kronkrüh schmecken kann.
00:39:31: Vorausgesetzt?
00:39:32: Man behandelt ihn nicht wie Abfall sondern wie ein Versprecher!
00:39:36: Ein riesen Dankeschön der Familie Nonino für diesen unerschütterlichen Weg und diese wunderbare Weiterentwicklung dieser großartigen Idee Und natürlich auch ein großes Dankeschönen an dieser Stelle dem Handelshaus Schlumberger für die Präsenz im deutschen Markt.
00:39:51: Und wenn du diese und andere Krabber von Nino entdecken möchtest, schau dir Shownotes.
00:39:55: dort findest du die Bezugsadressen.
00:40:06: Aber würdest du das Piedmont in der Tat über Barolo, Barbaresco beziehungsweise Nebiolo definieren?
00:40:14: Wer rein... Wenn du die Mengen nimmst ist ja Barolo-Barbarescos sind drei Prozent von der Gesamtproduktion was ja eigentlich erstaunlich wenig ist!
00:40:21: Wenn du Nebioloo als solches nimm's also lange Nebiolu außerhalb von Von den gemeinten Baroluba-Baresco produziert sind das eine Anbaufläche von neun bis zehn Prozent, was ja schon mehr ist.
00:40:32: Aber eigentlich auch nicht so viel in der Koalitions zu anderen Rebsorten.
00:40:37: Sei es, dass du Moskato Dastio, was auch immer nimmst und teilweise ein wenig mehr angebaut wird ... Du würdest das aber außen vorstellen, wenn's die Pristischrebsorte ist?
00:40:46: Ist das für dich Pirmont?
00:40:49: Also ich würde schon die zwei ... also Vorstechen mit denen in zwei Rebelsorten ... und eigentlich weltbekannt geworden.
00:40:59: Also muss man wirklich sagen, also klar ein Barbera ist natürlich auch wichtig auf der Produktion.
00:41:07: das mittlere Gewicht sage ich jetzt mal von den Rebsorten Dolcetto so eher der Alltagswein für jeden Tag aber er hat nicht die Bedeutung großartig außerhalb des Pimons.
00:41:18: da finde ich mit Barolo und Barbaresco oder allgemein mit der Rebsorte Nebiolo Das Piedmont, wie es da steht.
00:41:28: Also das sind die wichtigsten oder die wichtigste Rebsorte?
00:41:31: Also wenn ich mich dem Piedmont nähere verstehe, das richtig sollte ich mich erstmal auf diese beiden Weine Barolo-Babarresco beziehungsweise in die Biologen konzentrieren, mich darauf stürzen und der Rest ist dann beifang.
00:41:42: sozusagen dass sich dann auch wenn ich einen Frühstückswein brauche dann nehme ich halt Old Shatter
00:41:46: Genau genau wobei man könnte auch schon mit den Barolo frühstücken Habe ich ja gemacht, sozusagen.
00:41:54: Würdest du es auch?
00:41:54: Wenn wir beide eine Flasche Wein trinken würden, wär's dann in der Tat das Vier-Barrole-Barbaresco?
00:41:58: oder würden jetzt mittlerweile Barbera trinken und Dolcetto ... Dann doch ein Weißen!
00:42:03: Also ich finde gerade jetzt gar wie zum Beispiel ist komplett oder schätzt oder Roryo Annés.
00:42:08: Das nimmt man viel zu selten wahr und sind teilweise ganz markante interessante Beine die viele nicht auf der Uhr haben.
00:42:15: Da hast Du recht.
00:42:16: aber Also mit dir würde ich auf jeden Fall ein Barolo oder einen Paparresco.
00:42:21: Kommt drauf an, wer bezahlt?
00:42:24: Es kommt darauf an, der wird bezahlt!
00:42:27: Es gibt ja einfache Baroli und es gibt dann die Reservers...
00:42:32: Ja was reifest du?
00:42:33: Was Jugendliches?
00:42:33: also bist du da eher jemanden in die Richtung geht das zu sagst Barolo kann dreißig vierzig Jahre reifen das möchte ich auch rauskosten.
00:42:41: Oder magst Du eben dieses Säure-Strafe geradlinige Taninige?
00:42:47: Nee, also wenn dann schon gereift.
00:42:48: Also mit der Reife und wir sind jetzt beide in dem Alter Wir brauchen dieses junge knackige Tannin-Bombe Säurebetonte nicht sondern ich würde mit dir wahrscheinlich eher was gereifteres trinken.
00:43:01: Es darf dann schon ein paar Jahre auf den Buckel haben.
00:43:04: Ich glaube das macht uns beidem mehr Spaß.
00:43:06: Und dann Richtung Modernist?
00:43:08: Also bist du jemand der diese Gegenbaruhr über Reskubition quasi lange als er euch ist hat sich geteilt Vor zwanzig, fünfzwanzig Jahren im Modernistentrationalisten.
00:43:21: Also in die barigausbauenden Kleinholzfass nutzenden Produzenten und die, die nach wie vor große Kastanien oder großen Eichenholzfässern nehmen?
00:43:32: Was präferierst du da?
00:43:34: Das ist ganz... Ich habe beides im Programm.
00:43:38: Mir gefällt beide Stilistiken also das moderne ob es jetzt Paruso isch der unheimlich Saftige, reife Tanine in den Barolos hat fast schon süße Tanine.
00:43:49: Unheimlich elegante Barolis da herbringt aber dann auch wieder ein Traditionsbetrieb wie jetzt bei uns Sobrero wo alles nur im großen Holzfass so wie der Vater und der Urgroßvater das damals schon gemacht hat immer noch macht.
00:44:01: und das gefällt mir auch.
00:44:02: also ich mag eigentlich beide Stilistiken.
00:44:04: Ich würde mich gar nicht festlegen muss ich ganz ehrlich sagen.
00:44:07: Also gibt es keinen richtigen und keinen falschen Barolo?
00:44:09: Jeder hat seinen Daseinsbezirkung seiner eigenen
00:44:11: Denkation.
00:44:14: War das dein erster Weinmoment, als du damals als junger Mensch diese acht Jaggen Barole probieren durftest, konntest musstest und die Schmerzen aktiv durchlebt hast?
00:44:25: Oder hattest du vorher schon einen Moment wo du sagtest wow dass ist Wein.
00:44:29: oder darum wird es bei uns im Lamm in Hebsack so intensiv gelebt.
00:44:35: Also das war schon der ausschlaggebende Punkt.
00:44:37: also da habe ich mich dann Eigentlich intensiv, aber mal konzentrierter hatte man auch den Kopf frei und war dann ja quasi in dieser Region.
00:44:45: Und ich habe jetzt nicht gearbeitet sondern hab wirklich verkostet und war fokussiert und das hat mich schon beeindruckt.
00:44:52: Das war eigentlich so der richtige erste Augenblick wo ich gesagt habe wow!
00:44:57: Das ist doch mein Thema Wein.
00:44:58: also weil es so vielschichtig ist und doch...das hat mich begeistert.
00:45:03: Und
00:45:03: dann war relativ schnell klar dass du dich darauf konzentrieren möchtest dass du Sommie werden möchterst?
00:45:09: oder gab es dann Zwischenstationen?
00:45:12: Wie kamst du denn zur nächsten Station, was hat sich da ergeben.
00:45:16: Ja, es war schon so, dass ich während der Lehre dann auch mich um... Ich habe mich immer gefreut wenn mein Chef Wein bestellt hat und die Kartons kamen und ich die ausgepackt hab' und die Weine in die Regale eingepackt hab'.
00:45:31: Das war dann irgendwie, hab ich das so für mich empfunden.
00:45:34: Es war ein bisschen mein Baby also der Weinkeller.
00:45:37: Das war zwar nicht meiner aber... Ich habe da richtig Lust gehabt den aufzuräumen.
00:45:40: Das sollte eine Struktur haben und im dritten Lehrjahr war es dann tatsächlich so dass dann alle Chefs daraus in Kellner mich gefragt haben du kannst du mal den Wein holen.
00:45:48: weißt du wo der ist?
00:45:49: Weisst du wo er steht?
00:45:50: Und das hat mir schon Spaß gemacht und da wusste ich okay jetzt jetzt hat's mich so richtig ergriffen.
00:45:57: und dann wollte ich aber wissen wie wird eigentlich Wein gemacht?
00:46:02: Und ich hatte ... Das ist vernünftig.
00:46:04: Es ist ja eigentlich ein super-Smarters Zug, das einfach vom Kern auf zu verstehen.
00:46:10: Klar!
00:46:10: Vor allem du hattest schon an der Berufsschule das Thema Weiden und wie er produziert wird aber... Ich wollte es halt auch sehen und mitmachen.
00:46:18: Und dann kam ich, glaube im dritten Lehrjahr hatten wir mal eine Flasche Spätburgunde von Hubbers offen und das hat mich dann auch so ergriffen dass ich dachte wow also da würde ich gerne mal arbeiten, das interessiert mich doch Gab es die Veranstaltung damals im Lamm?
00:46:33: Da hatte ich auf Bruckstaufenegg frei und habe dann dem Lamm ausgeholfen.
00:46:38: Und da war tatsächlich Bernhard Huber da, und dann habe ich gedacht jetzt muss die Chance ergreifen und einfach fragen ob sie überhaupt so was machen, ob die Praktikanten nehmen, ob das überhaupt zulassen.
00:46:49: Und ich habe ihn gefragt und der war sofort so sympathisch und er gesagt, ja klar würde sich freuen wenn man jemand von der Gastronomie kommt und mal die Hintergründe auch mal sehen will wie es im Weinberg zugeht.
00:47:04: Dann habe ich gesagt also komm dann wenn ich fertig bin dann gucke ich dass ich bei euch ein Praktikum mache und war dann tatsächlich auch von August bis Dezember also knappe ... vier, fünf Monate bei Hubers und das hat mich auch noch mal total geprägt.
00:47:19: Also dann lernt man nochmal den Wein ganz anders schätzen.
00:47:22: also das war schon für mich normal.
00:47:26: wie kann man ein Wein weglären?
00:47:27: oder wie kann wir ja wenn man die Arbeit draußen im Weinberg und wir mussten immer noch in oder wir durften in Keller mit dabei sein es war schon eine harte Zeit da habe ich gedacht wow!
00:47:39: Ich dachte Gastronomie ist schon hart aber also während der Weinlese sind die auch ... volle Kanne, also sechs Wochen.
00:47:47: Da gibt's wenig Schlaf!
00:47:48: Also die... Ich weiß noch, die haben teilweise auch im Keller geschlafen weil sie gesagt haben kommen ich will die Gärung beobachten, ich muss da sein und ja es war verrückt.
00:47:57: Also ich weiß noch einen Tag das war die auch nie vergessen da.
00:48:03: Haben wir morgens um acht angefangen in Weinberg waren dann mit der Lese fertig um glaube ich sechzehn-sebzehn Uhr sind dann im Keller gewesen.
00:48:13: Dann hat Bernhard mich gefragt, willst du noch mit dabei sein?
00:48:16: Und ich sagte ja klar.
00:48:16: Ich mache nur mit im Keller und dann haben wir wirklich bis am nächsten Tag um sieben oder sechs gearbeitet.
00:48:24: Und dann war ich schon wirklich erschöpft auch.
00:48:26: und dann meinte der Bernhard zu mir also das war jetzt wirklich super!
00:48:30: Ich könnte auch morgen später anfangen.
00:48:32: Also ich brauche es nicht gleich um neun kommen, es reicht auch wenn ich um zehn
00:48:35: komme.".
00:48:36: Da habe ich gedacht, okay das ist jetzt drei Stunden Schlaf oder vier.
00:48:39: Das ist aber nett vielen Dank.
00:48:42: Da hab' ich auch gedacht wow also klar der erlebt sein Traum und seine... Der lässt halt nichts zum Zufall.
00:48:50: Also er hat alles kontrolliert und es hat mich schon beeindruckt wo ich dachte wow!
00:48:53: Also der lässt wirklich nichts zum Zufall.
00:48:55: Der ist immer mit dabei.
00:48:59: unter Kontrolle.
00:49:00: und ja, ich glaube das musst du auch machen als Winzer.
00:49:02: Also wenn du da, weil du arbeitest ... Ich sag jetzt mal ein Dreivierteljahr darauf hin auf die Ernte dass alles perfekt wird auf die Lese Und dann kannst sie auch nicht schleifen lassen.
00:49:12: also Du musst ja dann, wenn die Hauptzeit kommen diese sechs Wochen Dann musst du da sein und präsent sein und es warnt ihr immer.
00:49:19: Deswegen ist das Weingut nach wie vor mit an der Spitze.
00:49:23: in Deutschland
00:49:24: War es ganz anders in Neuseeland, als du dort gearbeitet hast?
00:49:27: Hast du ja auch im Praktikum gemacht.
00:49:30: Ich meine, du warst dann nach dem Praktikum Huber beziehungsweise Burgstaufen-Eck, warst du im Lehrfach und danach Neuseeland oder täusche ich mich da eine Abfolge?
00:49:39: Genau also ich war zwischendurch noch bei der Bundeswehr als Ordnanz.
00:49:46: Ja, durften wir auch.
00:49:47: Stimmt,
00:49:48: das waren ja auch die Zeit.
00:49:51: Und dann war ich noch... Ich war davor noch bei Hardis Feine Weine in Ludwigsburg.
00:50:01: Das war auch prägend für mich, hab dann dort quasi im Weinhandel mitgeholfen und da war ich dabei.
00:50:08: Und dann bin ich nach Lehrbach genau mit dir.
00:50:12: das war für mich eine unheimlich prägende Zeit.
00:50:15: also da habe ich wirklich mal die Welt der Weine kennengelernt, also auch international.
00:50:23: Dann kam Piemont, genau.
00:50:28: Dann Adlon und dann quasi haben wir uns über unterhalten.
00:50:33: meine Frauen ich Wir hätten das Angebot gehabt in Berlin uns selbstständig zu machen.
00:50:38: also damals die Weinbarutz hätten wir übernehmen können.
00:50:42: aber wir wollten einfach nochmal die freie Welt sehen und haben entschieden kommen wir hauen ein Jahr ab.
00:50:47: Meine Frau wollte immer nach Neuseeland Ich wollte so Australien Kalifornien kennenlernen Und dann haben wir einen Kompromiss gemacht.
00:50:54: Wir waren quasi sechsundhalb Monate in Australien, fünf Monate in Neuseeland und den Rest dann noch in Kalifornien.
00:51:02: In Australien – das war eigentlich ganz witzig!
00:51:04: – haben wir in zwei verschiedenen Restaurants gearbeitet und ich wollte eigentlich bei Penfolds arbeiten und habe dort die Bewerbung abgegeben im Weingut.
00:51:20: Sie sagten, sie geben es weiter an das Restaurant und schauen mal ob was passiert.
00:51:30: Dann kam da aber nie etwas und dann haben wir uns in Adelaide durchgelaufen.
00:51:38: Welche Restaurants interessieren uns noch?
00:51:40: Und dann bin ich stehenblieben bei einem Schweizer australischen Restaurant.
00:51:43: Das ist Lenzerheide Und ich hab die Bewerbung abgegeben und die Chefin meinte direkt, also du kannst jetzt hier angeschaut.
00:51:51: Du kannst direkt heute Abend anfangen, brauchst schwarzes Hemd, schwarze Hose, schwarz Schuhe, kannst direkt anfangen.
00:51:57: Und dann habe ich gedacht wow super!
00:51:58: Also damals ja wir waren Camper wieder zurück ins Zelt.
00:52:05: Dann irgendwie dieses schwarzer Hemd das schon seit Monaten im Rucksack war in Backpack aufgebügelt Und bin dann abends in Service und habe mich gleich Pudel wohl gefühlt.
00:52:19: Die Küchenchefin meinte so, ja damals noch war es meine Freundin, die sucht auch noch einen Job ihr Mann der ist Personalvermittler und er könnte da mal schauen was man da machen könnte.
00:52:33: Ich höre super das passt ja vielleicht findet er etwas.
00:52:36: Zwei Tage später klingelt bei uns zu Hause das Telefon am Telefon.
00:52:45: Und ich gehe ran und sage, super!
00:52:47: Ist meine Bewerbung angekommen?
00:52:49: Haben Sie meine Bewärmung angeschaut?
00:52:52: Dann sagt sie ne, ist es möglich dass wir die Stefanie sprechen können.
00:52:56: Und dann habe ich meine Frau der Hörer geben und die meinten ja also sie könnte morgens anfangen.
00:53:02: das wäre gar kein Problem als Chef-Terror.
00:53:04: Sie haben die Bewerbungen angeschauen und das passt alles.
00:53:09: Das kann jetzt nicht wahr sein.
00:53:11: Ich habe mich vor meiner Frau beworben und jetzt hat sie sofort den Job bekommen, was im Nachhinein eigentlich auch viel besser war so.
00:53:18: Aber es war dann schon witzig weil ich nach drei Monaten wurde eingeladen von dem Restaurantleiter zum Essen.
00:53:28: Und dann habe ich mir einfach nebenher gefragt, habe gesagt, sag mal habt ihr meine Bewerbung... nie bekommen, er sagt ja doch wir haben damals einen Sommelier gesucht und ob ich mich beworben hätte, dann sage ich ja ich habe meine Bewerbung abgeben im Weingut.
00:53:41: Und dann sagt er wartet mal ich schaue mal kurz da geht ein Zweig und sagt da liegt sie.
00:53:45: also die Bewerbungen kamen quasi nie vom Weingus im Restaurant an und sie hatten damals wirklich den Sommelier gesucht.
00:53:53: Und na wieder hat einer Schade dass es nicht geklappt hat.
00:53:55: aber im Nachhinein war's für uns auch besser weil Ich durfte.
00:53:59: nach so zwei, drei Monaten in der Lenzerheide hat mir der Restaurantmanager gesagt also du bist sehr Wein interessiert.
00:54:06: Er wird das Thema Wein einfach an mich abgeben und ich soll auf die ganze Verkostung.
00:54:10: Also ich wurde dann überall eingeladen auf die Verkóstungen zu gehen und wir haben wirklich sehr viel durchprobiert in der Zeit als wir in Australien waren Und für mich war es natürlich auch super dass meine Frau bei Margiela State gearbeitet hat, also im Restaurant von Penforts.
00:54:26: Weil die hatten Grange immer Glasweise und ja jeden Tag einen anderen Jahrgang.
00:54:31: Ich glaube ich habe zwanzig Jahrgänge Grange probiert und das war immer ganz witzig weil wir haben so ein Haushalt gehabt mit mehreren Partien.
00:54:40: Also es war ein... Wir haben mit zwei Inder zusammen gewohnt, mit zwei Australier, mit twee Belgier Und saßen dann immer abends so vor der Couch und Fernseher, hatten dann Chipspackungen und Bier offen.
00:54:56: So dieses Forex aus der Dose oder aus der Flasche... ...und dann habe ich gesagt jetzt wartet mal bevor ins Bett geht meine Frau kommt!
00:55:03: gleich vielleicht können wir noch, gibt es noch was Gutes zu trinken.
00:55:06: Es war halt immer so dass Sonntag Montag dieses Restaurant zu hatte und dann durften alle Mitarbeiter die angebrochenen Flaschen mitnehmen.
00:55:13: also du kennst ja noch vom Lehrbach war sehr auch oft so das man noch die Reste dann vor Ort getrunken haben und die durften das mitnehmen.
00:55:19: und meine Frau hat gesagt ja so Grange davon hat sie noch nie so richtig gehört ist und das war echt Wahnsinn!
00:55:24: Also wir hatten zwar Ja, wir hatten Gläser aber die waren halt aus Plastik.
00:55:29: Also das war unsere Campingweinklässe und aus denen haben wir dann mit der Chipspackung abends vorm Fernseher so drei vier Jahrgänge Grange probiert.
00:55:37: Und es war schon faszinierend weil die Australien, die konnten's nicht fassen, da sagt er eine Oh mein Opa!
00:55:42: Der wollte schon immer mal in seinem Leben den Grang probieren und ich hab jetzt schon vier Jahrhände mit dir gedrungen.
00:55:48: Es war echt verrückt, es war echt cool.
00:55:50: Das war schon toll tolle Zeit.
00:55:52: also muss ich echt sagen Ja, und dann tatsächlich war man in Neuseeland.
00:55:58: Wir haben dort gesagt wir wollen auf ein Weingut.
00:56:03: Das haben wir schon von Deutschland aus geregelt gehabt.
00:56:07: Und zwar ist das ein Freund vom Albrecht-Schweigler.
00:56:09: Die Weine kennst du ja auch noch den Granat.
00:56:12: Der Hermann Seifriede ist ein Österreicher der ausgewandert ist.
00:56:15: Er hat dort einen Weingud ... gegründet und die zwei haben damals zusammen studiert.
00:56:23: Deswegen kam auch der Kontakt zusammen, also Schweckler und Seifried.
00:56:27: Und dort war man dann in einem sehr großen Betrieb.
00:56:29: Also die hatten damals so knappe hundertdreißig Hektar und es war halt komplette was anderes wie jetzt bei Bernhard Huber.
00:56:37: Bei Huber hast du quasi jede Beere einzeln fast schon mit dem weißen Handschuh in die Presse gebracht und da war's halt voll ernter.
00:56:45: Also wirklich sage ich mal, neunzig Prozent voll ernte Und das war komplett was anderes.
00:56:51: Also wir hatten eine super Zeit, weil auch ganz viele Geisenheimstudenten dort waren für ein Auslandspraktikum.
00:56:57: aber die Weine waren jetzt nicht die Weinen, die ich ja preferiere sage ich jetzt mal ganz ehrlich.
00:57:03: Okay!
00:57:03: Weil?
00:57:04: Was ist der Unterschied denn dabei?
00:57:05: Weil sie zu industriell waren oder zu Coca Cola wie sich?
00:57:09: Oder weil es nicht dein Geschmack ist und nicht deine Rebsorten?
00:57:13: Warum konntest du mit denen Wein dich nicht anfreunden?
00:57:16: Also, es war jetzt nicht... Es war viel industriell.
00:57:21: Aber das war schon mein Geschmack.
00:57:23: Ich mag die Weine auch von Seifritz.
00:57:25: Aber es war irgendwie... Ja, es waren nicht meins!
00:57:29: Also ich habe dann auch wie die Gärung durchgingen.
00:57:31: Also weißt du, wenn der nach vierundzwanzig Stunden gegen die Weißwein-Gärung ging und wir hatten den Wein geerntet und drei oder vier Tage später wurde dieser Wein verpackt in Kartons und wurde verschickt im UK.
00:57:49: Und dann habe ich gedacht, wow was für eine Hefe war denn das?
00:57:52: Da sieht es so schnell!
00:57:55: Das hat mich jetzt nicht so begeistert.
00:57:56: also es war schon industriell und da ging's mehr um große Mengen und ja nicht so jetzt wie bei Hoopers also komplett der Gegensatz.
00:58:07: Ja und das Witzige war auch damals noch.
00:58:12: Er meinte dann, Hermann Seifried meinte als zeige ich euch deutsche mal wie man Eiswein liest.
00:58:18: Und wir standen da und denke ich so, okay es hat draußen dreiundzwanzig Grad, es regnet.
00:58:23: was sollen wir jetzt machen?
00:58:25: Und dann sind wir mit so Regenkäpes rausgefahren zu den Weinbergen und haben dann quasi im Regen die Trauben die noch übrig waren geerntet und habe gedacht was machen wir jetzt?
00:58:37: und dann kamen die auf kleine rote Schlitten.
00:58:41: Und dann kam tatsächlich so ein Schockfroster angefahren und dann haben wir diese wie so auf Tablets in diesen Schockfroschter rein, waren dann über Nacht in diesem Schock Froschter.
00:58:51: Und am nächsten Tag haben wir dieser Tabletz rausgenommen und haben sie dann auf die Presse geschmissen und die lief dann glaubt einen Tag lief die Pressee bis dann irgendwann mal so tröpfchenweise dieser... Eiswein rauskam und habe auch gedacht, wow.
00:59:05: Also wir in Deutschland war ich hier bei minus sieben Grad, stehen da draußen morgen zum Vier im Weinberg und wir gehen da raus im Regen und habe ja auch gedacht okay also das ist jetzt nicht meine Art von Wein.
00:59:17: Das hat mich dann nicht so begeistert.
00:59:19: Klar hat er dann auch keine vierzig-fünfzig Euro gekostet aber es hat nicht gespeckt wie Eisweine.
00:59:28: War
00:59:28: trotzdem eine super Zeit!
00:59:29: Eisweinlesen ist auch was, was man unbedingt irgendwie mal machen.
00:59:32: Also Wein lesen selber finde ich ganz wichtig, dass man das mitmacht zum einen weil man sich an den Jahrgang viel intensiver erinnern kann.
00:59:40: deswegen mag ich das persönlich sehr gerne.
00:59:43: und gerade wenn man Schulenswetter hat manchmal eben auch bei Sauwetter dort ein Weinlesen hat man noch eine ganz andere anderes Bewusstsein für die Härte der Arbeit.
00:59:51: aber Eisweine lesen Ich habe das leider nur einmal gemacht Ich glaube, siebenundneinzig bei Hans-Peter Wörwack in Stuttgart unter Türkeim damals.
01:00:01: Und da gab es noch keine Händis von dir.
01:00:03: auch total witzig!
01:00:03: Da wurde morgens um drei ... wird man wach gemacht mit den Telefonen?
01:00:08: Also man hat dann irgendwie aus dem Meter geschaut und auf die Wettervorhersage geschaut.
01:00:12: Heute Nacht könnte das sein.
01:00:13: Dann wurde dann rumgerufen.
01:00:15: Und dann kam er halt morgens irgendwie in den Weinbergen dort seinen Eis rein gelesen.
01:00:20: Dann gab's ein Schnäppchen und dann ging das los.
01:00:23: Das war der Total...
01:00:24: Total, also heftig und krass.
01:00:26: Hast du es mal mitgemacht?
01:00:27: Also eine richtige Eisweite?
01:00:28: Nee
01:00:28: das hab ich gar nicht.
01:00:31: So lange es wird dann noch zulässt bei Klimaveränderungen solltest du's unbedingt machen.
01:00:36: Es ist ein ganz großartiges Erlebnis und da weiß man
01:00:42: warum... Wie war das denn bei dir?
01:00:43: Also das...
01:00:46: Das wurde morgens angerufen, es gab ja noch stationäre Telefonen hinter.
01:00:49: Es gab aber keine Handys!
01:00:51: Und im Vorfeld hat man sein Interesse angemeldet.
01:00:55: Ja, ich hätte Lust wenn ihr mal Eiswein lest macht das mal bitte!
01:00:58: Ich versuch das jetzt gerade mal so ein bisschen zu rekonstruieren.
01:01:00: Sie ist jetzt dreißig Jahre her.
01:01:02: Irgendjeden Tag vorher angerufen er könnte es heute Nacht sein?
01:01:04: Ja, es könnte heute nachts sein.
01:01:05: Das war richtig spannend und dann wurde einfach angerufen.
01:01:08: Dann hat man sich ins Auto gesetzt dahin gefahren und dann ging das los und Weinbergstürnlampe... ...und Eisweine lesen.
01:01:18: Und es fand ich also so, welches Extrem man sich begibt um... Also wie du eben auch sagst, dass man bei Huber im Keller geschlafen hat und ein möglichst optimales Produkt dann irgendwo zu erzeugen.
01:01:31: Aber das Allgemein im Weingut mal mitzumachen ist ein Erlebnis, eine Lese mitzumachen.
01:01:37: Ja, sollte
01:01:37: eigentlich wirklich jedes Summengeber machen, um einfach
01:01:40: auch... Eigentlich ja, um Respekt zu haben auf einer ganz eigenen Ebene und... auch um die Prozesse zu verstehen.
01:01:48: Wenn du so was mal mitmachst, so eine Abfüllung mitmacht oder einen Traubensortieren oder es sind in dem Sinne nur die Markantenpunkte gibt ja auch so viele Sachen, die nicht so markant sind wie jetzt etikettieren wachsen oder was auch immer oder einfach nur reinigen.
01:02:05: Mein Tank wirklich ausreinigen das ist Schon spannend, welche Prozesse.
01:02:11: Ja gehört aber auch dazu!
01:02:13: Wann ist ein Tommy auf dem Höhepunkt seiner Karriere?
01:02:16: Also konntest du irgendwann sagen jetzt bin ich Tommy, jetzt habe ich es geschafft.
01:02:21: war das im Adlern, war das irgendwo im Pirmont oder im Lehrbach bei dir zu Hause?
01:02:26: oder ist man eigentlich niemals wirklich präsent aufm Höhelpunkt?
01:02:32: Das gab's bisher immer noch nicht.
01:02:34: also das Schöne ist ja beim Thema Wein dass man nie auslernt und immer wieder neue Sachen hat dazu lernt.
01:02:39: Also ich bin jetzt ja am Höhepunkt und bin mich da irgendwie schmücken oder sagen, jetzt hast du erreicht?
01:02:46: Oder nein im Gegenteil.
01:02:47: also bei mir geht es immer weiter und es macht mir jetzt dem Weinhandel genauso viel Freude wie früher in der Gastronomie und wenn du heutzutage die ganze Gastronomen beliefst und auch begeistern kannst mit dem Thema Wein und wenn wir Schulungen machen mit jungen Mitarbeitern in der gastro das macht mir so viel Spaß.
01:03:09: Ich bin nur lange nicht, ich will mich jetzt nicht ausruhen.
01:03:15: Es macht mir immer noch genauso viel Spaß wie von Anfang an weil mich das Thema Wein irgendwie immer noch ergreift und für mich das nach wie vor toll ist.
01:03:24: also tolles Produkt handwerkliches Produkt.
01:03:26: es macht mir soviel Freude und ich habe jetzt so viele Kontakte mit den Winzern.
01:03:30: wir hatten diese Woche auch wieder von Lada Duins, die Alice, die zum ersten Mal da war und wie sie dann über den Wein erzählt.
01:03:38: Dann bist du quasi wenn sie erzählt, bist du auf dem Weingut?
01:03:41: Wie wenn du neben ihr stehst also... Und das begeistert mich immer noch nach wie vor.
01:03:46: Kann man Beinen ein Wort pressen?
01:03:48: Also hättest du einen Wort für Wein um das zu definieren?
01:03:53: Handwerk!
01:03:55: Ich glaube Handwerk ja Komplett.
01:04:00: Es gibt es natürlich auch industriell, also das ist natürlich das andere Extrem.
01:04:04: Aber wenn man diese Art von Wein, die wir ja aktiv leben und wo wir auch dran Freude haben dann ist es ja eigentlich pure Handwerker.
01:04:13: Toller Begriff!
01:04:15: Was ist Wein für dich?
01:04:17: So im Generellen wie würdest du?
01:04:18: Ist ein reines Arbeitsprodukt oder ist es irgendwie...
01:04:21: Nee überhaupt nicht.
01:04:22: Also das ist kein reines Arbeitsprodukt.
01:04:25: ich lebe das aber Ich liebe Wein.
01:04:29: Also ich kann mich begeistern mit einfachen Weinen, ich freue mich wenn wir mit Freunden zusammensitzen, wenn ich alleine mit meiner Frau zu Hause bin oder wenn ich Wein probendurchführe und sehe die lachende Gesichter.
01:04:43: und ja es verbindet.
01:04:45: für mich ist Wein auch Verbindung.
01:04:47: also das ist und Wertschätzung.
01:04:49: also dass ich schätze denn nach wie vor den Wein Weinig?
01:04:55: Also was heißt das jetzt nicht, für mich alles.
01:04:59: Es spielt aber eine große Rolle bei uns.
01:05:00: also unsere Familie spielt es war das schon immer mein Vater meinem Schwager auch wichtig.
01:05:07: es kommt immer etwas ordentliches auf den Tisch es gibt was Gutes zu essen es gibt gute weine dazu dann lieber verzichten wir auf was und sagen wenn dann soll es toll sein.
01:05:19: Ja, ich sag jetzt mal Wein und Essen.
01:05:21: Das ist unser Leben.
01:05:22: also so wie bei dir.
01:05:24: So ist es bei mir genauso.
01:05:27: Ich lebt das.
01:05:28: Also das wird sich auch nicht ändern.
01:05:30: Und was ist bei dir dann letztlich vom Händling beim Wein wichtig?
01:05:36: Wenn ihr eine Flasche habt, sei's entweder du selber zu Hause, sei es bei euch im Weinhandel oder eben auch im Lamm in der Wirtschaft oder wenn du selber essen gehst wann empfindest ist, dass der Wein gewertschätzt wird.
01:05:50: Also welche Art von Service?
01:05:52: Was ist eine Grundvoraussetzung?
01:05:54: Ich meine ihr habt Grange aus dem Pappecher getrunken und ich weiß nicht da...
01:05:58: Das war ein Plastik-Weingläsung!
01:05:59: Ja okay, entschuldigung.
01:06:01: Wollte hier nichts zu nahe treten.
01:06:03: Okay, ne andere Art von Serviciskultur.
01:06:05: Aber was ist dir wichtig?
01:06:06: Ist es Glaswichtigste?
01:06:07: Der Service ist dieses...?
01:06:09: Prum prumm dabei wichtig, was möchtest du unbedingt sehen und was würdest du gerne machen?
01:06:14: Weil vieles ist im Alltag ja gar nicht mehr machbar oder ist nicht machbar weil es halt sehr aufwendig ist.
01:06:22: Worüber definierst du Weinservice?
01:06:27: Dass man mit Respekt umgeht und auch mit Mehrschätzung mit dem Wein und das procederische Auto.
01:06:35: Also muss ich ehrlich sagen wenn so ein Wein präsentiert wird Dann, ich sag jetzt mal tollen Restaurants wird noch was über den Wein erzählt und wird empfohlen.
01:06:48: Und man geht dann darauf ein und dann geht es los mit dem Service.
01:06:52: die Flasche wird geöffnet der Korken wird entnommen und wird vielleicht Vogue verkostet oder man probiert ihn selber vor.
01:07:01: Es ist ja schon auch dieser tolle Moment wo dieser Wein am Tisch geöffent wird.
01:07:09: Ja, das gehört sich heutzutage schon auch noch.
01:07:11: Also wenn ich schon sehe ... Wenn ein Kellner oder einen Service mit dieser Weinflasche umgeht wie in Cocktail dann denke ich dann hab' ich so bisschen immer Angst.
01:07:20: So denk ich, nein weißt du eigentlich dass es Weine ist und kein Cocktail?
01:07:26: Da bin ich vielleicht doch wieder der Klassiker und denke ah hätte ich jetzt auch ein bisschen schonender im Körbchen vielleicht oder die Hand ruhig halten und schräg präsentieren.
01:07:34: aber ja ich will da auch nicht jedem Service also mit jetzt reinkräht und sagen, du musst es vielleicht so-und-so machen.
01:07:41: Also...
01:07:43: Würde sie die Flasche nicht zurückgehen lassen?
01:07:46: Wenn du ein Wein bestellt und der schüttelt die Flrasche übertrieben formuliert, würdest du nicht sagen, ihr möcht dich jetzt nicht mehr, weil du Depot mal Wein trinkst und dann mir fest als flüssige Bestandteil im Montag.
01:08:01: Das haben wir es mal so, wenn es jetzt was gereiftes wäre und der Wein hätte tatsächlich, wo ich schon wüsste wahrscheinlich hat er Depot würde ich es vielleicht sogar zurückgehen lassen, muss ich ganz ehrlich sagen.
01:08:10: Aber ich glaube in... Ja doch!
01:08:13: Ich glaub schon.
01:08:14: Also der Respektvolle Umgangs für dich ist sehr wichtig.
01:08:16: das Handling des Service?
01:08:17: Ja doch, doch schon.
01:08:19: Weil ich merke sie auch jetzt bei uns im Weinladen.
01:08:23: da wissen meine Jungs wie eine Weinflasche Disney selber.
01:08:26: Somit jest die Wissens ganz genau wie die Weinflrasche geöffnet wird.
01:08:28: aber ich sag's schon auch im Lamm wenn nicht nur diesen einen Tag noch dabei.
01:08:32: Montagabends den Azubis zeige ich schon, wie die Flasche aufgemacht wird.
01:08:38: Also auch wie die Kapsel geschnitten wird und das ist für mich schon noch wichtig weil ich die Kultur auch lebe und ja weil wir es auch so gelernt haben.
01:08:45: also ich glaube dann geht man mit dem Produkt da ganz anders um wie wenn man's nicht kennt.
01:08:52: Viele wissen ja gar nicht wie man Wein servieren sollte und da bin ich immer gerne als Unterstützung da und mache das auch gerne.
01:09:02: Wie schneit man
01:09:06: dich?
01:09:07: unterhalb, also genau nicht oberhalb so dass doch eventuell die Kapsel mit reinkommen zu einem Unterhalt vom Flaschenhals.
01:09:18: Vom Wulst!
01:09:19: Und dann halt mit dem Messer und das sauber ist?
01:09:21: Genau, genau.
01:09:22: Ja.
01:09:23: Und wenn es mal nicht sauber isch eingerissen ist, dann sollen sie die Kapse lieber ganz weg machen.
01:09:28: Dann ist ich mir lieber wie wenn so ja da bin ich auch... Wenn, dann soll es auch toll aussehen.
01:09:32: Gibt's
01:09:33: die Kapselpolizei?
01:09:34: Die dann vorbeikommt und das ...
01:09:36: Ich glaub ich bin einer davon ja.
01:09:40: Gabs in den Zeit lang was für ein richtiges Heiligtum.
01:09:42: also da gabst du die ganzen Instapost drauf und runter wo halt irgendwelche Kapsel richtig scheiße aussahen.
01:09:47: aber das ist ja wirklich eine Heiligtume ne Philosophie für viele.
01:09:50: also ob jetzt eben oberhalb unterhalb oder direkt auf dem Wulst abgeschnitten wird und wie es dann aussieht gerade wenn du ein geriffeltes Messer hast an deinem Kellner-Messer, dann passiert es ja gelegentlich schon dass die Einreisen dann zusammen gruscheln und dann hat man ja dieses unschöne Bild.
01:10:08: Und dann bist du eher der Fan davon es komplett abzuschneiden und dann über den Wein ohne Kapsel zu servieren okay.
01:10:15: Da bin ich auch so ein bisschen desorientiert dann letztlich dabei.
01:10:19: Okay was würdest Du machen?
01:10:21: Wenn Du im Restaurant sitzt und jemand bringt dir den von dir bestellten, keine Ahnung Barole oder Spätbegründer von Huber aus alten Zeiten gereift und mishandelt dem mehr oder weniger beziehungsweise behandelt denen nicht in einer Art wie du das zum Beispiel wünschst.
01:10:43: Also sprich jetzt für mich wäre das wenn dieser alte Barole- oder dieser Spätbekunder dekantiert werden würde.
01:10:49: Fände ich total unpassend weil ich finde Nebiolo oder Pinot Das ist eine Rebsort, die nicht gelüftet.
01:10:55: Nicht dekantiert werden sollte weil sie zu sensibel dafür ist mit diesem Luftschock nicht klar kommt und ihre Feinheit dann verliert.
01:11:00: also ich wäre dann persönlich sehr erboost.
01:11:04: Wie geht es dir da?
01:11:05: Was würdest du denn machen?
01:11:06: Also würdest du dann laut schreien und sagen ey dicker
01:11:14: Also das würde ich jetzt nicht sagen Ich würde auf jeden Fall was sagen.
01:11:18: also ich würde dann sagen also wir wünschen's lieber dass er nicht dekantiert oder karafiert wird.
01:11:25: Es wäre gut, wenn er nur so öffnen würde und wenn er dann fragen würde, würde ich ihn natürlich auch in der Art aufklären.
01:11:33: also Ich würde es jetzt schon charmant machen.
01:11:35: das Hey Digger Das ist nicht zu meins Aber ich würde ihn auf jeden Fall aufklären.
01:11:40: Weil ich glaube, das ist ja egal was du in deinem Leben machst.
01:11:43: also wenn du es von der Picke auf gelernt hast und wenn du weißt wie man umzugehen hat dann geht es aus deinem Kopf nicht mehr raus.
01:11:50: Also ist ja ganz egal ob du gelernt hast das Messer rechts einzudecken und die Gabel links.
01:11:55: aber wenn du jetzt in ein Restaurant kommst und es ist andersrum dann fragt sich schon auch warum ist hier andersrum?
01:12:00: Oder wenn der Tisch nicht ausgerichtet ist und du denkst wow!
01:12:04: Es gibt unten vier Schrauben.
01:12:06: da könnte man einfach den Tisch ausrichten so, dass er nicht wackelt und die Suppe jetzt nicht überläuft.
01:12:11: Da denke ich einmal ja wir haben es halt gelernt und das ist für mich immer auch noch wichtig weil viele denken heutzutage du weichest ja selber bestens man könnte Heutzutag eine Gastronomie oder ein Weinbau aufmachen.
01:12:25: Das ist wie Kinder kriegen.
01:12:27: also das ist eben nicht Weil wir haben's gelernt Und das ist mir auch nach wie vor wichtig.
01:12:33: Ich sehe das Thema auch weinig für mich wichtig.
01:12:35: Das ist jetzt kein Nebenprodukt oder weil ich dann von der Straße weg bin und meine Frau sagt, jetzt hast du halt auch mal was zu tun sondern wir haben es gelernt und ich finde es ganz auch wichtig egal in welchem Beruf du bist.
01:12:47: also wenn du's gelernt hast dann siehst du die Sachen immer natürlich ganz anders und ich werde ihn dreizig Jahre noch sagen.
01:12:56: das gefällt mir nicht.
01:12:56: wie die Kapsel abgestanden ist Ich glaube, so bin ich dann doch wieder.
01:13:01: Wieder vielleicht doch der Klassiker!
01:13:03: Und dem sind ja auch schon einigermaßen fertig.
01:13:05: aber bildest du dich noch weiter?
01:13:07: Also lernst du noch richtig aktiv.
01:13:09: die Weinwelt entwickelt sicher weiter.
01:13:11: das passiert hier an den Dingen.
01:13:12: setz du dich mit einem Buch in einer Zeitung mit einem YouTube Video hin oder ist es mehr Work and Process dass du wenn du mit dem Winzer kommunizierst einfach automatisch mit geschult wirst.
01:13:25: Liest du noch?
01:13:26: Ja das wird sich schon... Ja, ich versuch.
01:13:30: Ich habe ja auch die ganze Wein-Zeitschriften abonniert und nehme das eigentlich immer vor aber es ist... Die Zeit ist immer zu knapp.
01:13:38: also ich bin dann doch lieber jemand der sich gerne mit den Winzern unterhält.
01:13:42: Ich verkost viel.
01:13:43: Ich freue mich auf tolle Verkostungen.
01:13:46: Bin gerne vor Ort bei den Weingütern wenn's geht Und da löcher' ich schon die Winzer.
01:13:51: Also da versuche mich selber natürlich wieder weiterzubilden, dann geht man mehr auf die Lage vielleicht drauf ein und das begeistert mich eigentlich immer noch meistens des Mensch zu Mensch.
01:14:04: Also wenn mir einer was erzählt über den Wein und es gibt ja so viele tolle Geschichten und du lernst nie aus und das ist das Tolle also ich versuche mich da auch immer weiterzubilde und guckt dass sich eigentlich ja immer wieder etwas Neues lernt Gibt es
01:14:19: du so ein Donz beim Winzer oder bei der Kommunikation mit dem Winzer, dass man gewisse Sachen fragen oder nicht fragen sollte?
01:14:26: Oder wenn man dort beim Besuch bei den Winzern ist.
01:14:28: Ich habe das mal gehört aber ich meine Es ist mittlerweile revidiert, dass wenn man zum Beispiel im Weinkeller bei einem Winzer ist, dass Man sich auf die Fässer haut und an die Fesser klopft.
01:14:40: Und es hat meines Wissens einen historischen Ursprung, dass man weil das mehr oder weniger indiskret ist.
01:14:46: Weil du damit übergriffig bist und kontrollierst ob die Fässer voll oder leer und somit die wirtschaftliche Situation des Winters analysiert sind.
01:14:55: Das ging dann irgendwann so in diesen Sprachgebrauch beziehungsweise in die Mythologie über Dass man sagt wenn man dagegen klopft dann ruft man Die bösen Geister oder sonstiges.
01:15:05: also zwar für mich immer ein großes Bitte nicht oder ein großes Dont gegen die Fässer zu klopfen, wenn man in einem Weinkeller ist.
01:15:14: Hast du da irgendwelche Umgangsformen, wo man sagt bitte es ist indiskret fragten, wenn's dann nicht danach macht das nie?
01:15:23: Das kriegt man ja auch nie gelernt.
01:15:24: Man wird einfach auf dem Weinenwein gut mitgenommen so wie du.
01:15:26: damals sind hier im Mond und niemand sagt bitte mach dass Spuck nicht bitte ansfasst sondern Spuk bitte auf den Boden oder in den Abfluss oder wo auch immer fand ich manchmal so'n bisschen Schwierig, also Leute die da unbedarflich sind einzuführen.
01:15:42: Hast du da irgendwelche Tipps?
01:15:44: Ja, da hast du recht!
01:15:45: Das stimmt.
01:15:46: Wir kriegen eigentlich gar nicht so diese richtige dieses Lehrbuch wie man sich zu verhalten hat im Weingut.
01:15:53: Also ich würde das grundsätzlich nicht machen auf Fässer zu klopfen.
01:15:57: Der Winzer ist der Chef in seinem Laden und wir sind ja froh dass wir im Keller sein dürfen.
01:16:07: Wenn man jetzt diesen Wein verkostet und dann auf dem Boden spuckt, also ich würde zuerst mal fragen.
01:16:12: Wo sollen wir den Wein hinspucken?
01:16:15: Und ich wird es nicht einfach so aufm Boden.
01:16:17: Also viele nehmen sich das heraus und habe das schon mal erlebt.
01:16:19: Aber ich dachte, ich muss jetzt gleich einen Schlauch holen und mit dem Wasser das weg machen weil das...
01:16:24: So ein Bakterien!
01:16:25: Ja,
01:16:26: ja sind Bakterie und das ist ja ein gährendes Produkt sozusagen.
01:16:34: Der Winzer gibt die Vorgabe quasi in seinem Keller und ich würde da jetzt nie irgendwas anfassen oder klopfen.
01:16:40: Oder mich irgendwie daneben verhalten, also das... Dafür habe ich zu viel Respekt vor diesem Produkt.
01:16:47: Also mir wird er geführt und der Winzer, der wird dann schon sagen, also bitte spuckt dort aus!
01:16:54: Oder wer den Weih nicht mehr will, der gießt ihn wieder zurück?
01:16:58: Oder wie auch immer, sie geben die Vorgeaben aber sich jetzt daneben zu Verhalten finde ich dann auch gegenüber dem Produkt respektlos.
01:17:06: also das und dann auch laut laut geschrien und gelacht und alles dass wenn der winzer spricht dann Ja so bin ich halt erzogen worden.
01:17:14: Dann ist mal ruhig, da hat man den Respekt.
01:17:16: Also ich bin auch jemand der der Respekt hat vor anderen Und dann gehört sich das.
01:17:22: Das
01:17:23: finde ich auch einen der find ich wichtigsten Tipps zu hören.
01:17:28: Also wenn man Gast irgendwo ist einfach zugehören, ruhig sein auch wenn man selber eine Frage hat.
01:17:34: Eine Anmerkung hat das in einem gewissen Rahmen dann zu platzieren und nicht irgendwo in der zweiten Reihe hinten und dann anfangen irgendwelche Jokes zu erzählen oder irgendwelchen Insta-Channels zu checken oder sonstiges sondern im Augenblick sich als Gast eben auch zu gebären habe ich bei Feinreisen auch, wo das ein bisschen auf der Strecke bleibt.
01:17:54: Gibt es Fragen?
01:17:55: Die Winzer besonders gerne hören, wo du die Erfahrung gemacht hast oder welche Woose immer stocken und die man besser nicht fragen sollte?
01:18:04: Ja also grundsätzlich freut sich an Winzer wenn überhaupt gefragt wird aber was sollt ihr mal nicht fragen?
01:18:11: Es ist auch wichtig, ja wirklich Interesse zeigen, Fragen stellen und so weiter.
01:18:14: Also ich finde zumindest kein Blatt vom Mund nehmen.
01:18:19: Weil es lebt von der Kommunikation, das gibt nichts Schlimmeres hast du bei Weimproben auch wenn man da jetzt irgendwie zwei Stunden allein Unterhalter ist und sein Programm runterspult.
01:18:27: Es lebt vor einer Kommunikationsvom Austausch und so entstehen dann manchmal eben auch... Wissen es eben, uns gibt keine falschen Fragen.
01:18:33: Also selbst wenn man irgendwo bewandert ist oder wenn man tief in der Branche ist ... Man kann nichts Falsches fragen und manchmal weiß ich halt einfach nicht auch nichts Verkehrtes.
01:18:46: Ja, finde ich auch.
01:18:48: Wenn man was nicht weißt dann wird das sind ja Fragen da.
01:18:50: also dann stelle ich die Fragen aus oder wenn ich mich in der Lage nicht auskenne oder fragen wann es geerntet worden ist oder wie eine Batonage funktioniert.
01:18:58: Also Fragen sind dafür da.
01:19:00: Das ist wichtig.
01:19:02: Ich glaub, das wollen die Winzer auch.
01:19:05: Die freuen sich, wenn jemand fragt.
01:19:06: Da weiß man, da sind Interesse nicht nur einfach da, dass sie hier ein lecker Weinchen trinken können und nachher Party machen können, sondern die wollen's wissen.
01:19:17: Welche Fragen stellt man nicht?
01:19:19: Das ist schon eine gute Frage.
01:19:22: Die man nicht stellt!
01:19:26: Ja, also Produktion vielleicht.
01:19:28: manchmal sagen sie nicht alles was sie produzieren oder wie viel Prozent zukauf ist und ich glaube das ist nicht so immer gern gesehen.
01:19:38: Was heißt es spielt schon eine Rolle aber Ich bin jetzt nicht derjenige der irgendwie negativ auffallen will weil die Frage gestellt hat.
01:19:51: Ja, also für mich ist immer noch der Respekt so wie du es aussiehst.
01:19:56: Das Wichtigste wenn man die Wein proben erlebt im Keller und überhaupt vom Keller probieren lasst darf!
01:20:01: Also das ist auch eine tolle Geschichte.
01:20:04: wenn ein Winzer genau finde ich absolut.
01:20:07: also das finde ich toll wenn die in die Winzer ihre Tore öffnen und sagen kommt gehen wir mal einen Keller hier dürfen wir was von fast probieren dass das schon und es sollte auch ja so wahrgenommen werden, dass es was ganz Besonderes ist.
01:20:21: Also das ist ja nicht alltäglich jetzt wo jetzt jeder sagt hey jetzt gehen wir erstmal in den Keller sondern das ist schon toll wenn man da das ist wie ein Koch sagt du komm mal mit ich zeig dir mal in der Küche wo was steht und das ist auch schon toll.
01:20:33: Wo der Sosenansatz ist und wieder gemacht wird und wie wir uns unsere Philosophie vorstellen.
01:20:39: Ich finde zum Beispiel bei Fragen Sie sollten immer zum Thema passen und sollten sich dramaturgisch aufbauen, also sprich wenn wir jetzt über der Verkostung sind.
01:20:46: Wir reden gerade über eine Lage dann macht das keinen Sinn, irgendwelche Holzarten zu reden oder eine Frage zu stellen.
01:20:55: Sondern es sollte sich so dramaturgisch und vom Thema irgendwo einfügen.
01:21:00: Und die Frage sollte zudem passen entweder was wir verkosten oder was der Winzer gerade moderiert.
01:21:06: Man soll das nicht einfach nur mit einwürfen sondern eben auch diese Frage aufbauen um daraus einen Gespräch werden zu lassen.
01:21:12: Fragen wirken manchmal dann despektierlich oder wirken irgendwie anmaßend wenn sie aus dem... kompletten Zusammenhänge herausgerissen sind oder völlig einfach noch reingeworfen sind, um irgendwie schlau zu tun.
01:21:23: Also dass man gerade über... Ja ja genau,
01:21:26: das finde ich auch.
01:21:27: ...über eine Lage redet und dann fragt man was ein Barikvers kostet oder sonstiges wo.
01:21:32: also stelle ich mir selber eben auch so vor wenn ich etwas moderiere und dann sagt jemand, wenn wir gerade Piedmont verkosten, was kosten Hektar im Bugund?
01:21:41: Man könnte jetzt auch einen Zusammenhang dann irgendwo finden, weil Piedmonten begunzen der beides relativ teure Gebiete für ein Hektar und Tra-la-la.
01:21:51: Einfach so den anderen in seiner Präsentation dann auch wertzuschätzen oder eben auch anzuerkennen.
01:21:56: Wie gehst du damit um, wenn die Sachen dir überhaupt nicht gefallen
01:22:00: bzw.,
01:22:00: wenn die Sachen von mir aus fehlerhaft sind?
01:22:02: Du da irgendwie ein Riesenproblem mit hast entweder bei einer Präsension beim Weinhändler oder eben doch beim Winter?
01:22:07: würdest du es ansprechen?
01:22:09: Würdest du's einfach runter schlucken und beim rausgehen sagen das war gar nix.
01:22:13: wie kann man sowas am besten irgendwie formulieren anbringen, seine Gedanken dazu anbringen.
01:22:18: Weil du ja auch ein Fachmann bist und von dir auch irgendwo erwartet wird, dass du eine Meinung hast... ...und manchmal ja auch in Bereicherung von Winzer bist wenn du die Meinung zum Besten gibst und sagst,
01:22:27: hm...
01:22:29: Pinot Noir hätte ich mir ein bisschen anders vorgestellt.
01:22:34: Ja es ist schon ne wichtige Frage wie man damit umgeht, aber wenn jetzt negative Einflüsse im Weingut passieren.
01:22:45: und wo du denkst, das hätte ich vielleicht doch nicht gesagt oder nicht gemacht so wie du das denkst.
01:22:51: Ich hatte schon mal eine Situation, wir hatten einen Termin ausgemacht auf einem Weingut und wir waren zwei Minuten zu spät und wir kamen in den Verkostungsraum rein.
01:23:09: Die Dame meinte ja, ist ja schön dass wir es jetzt auch einrichten konnten.
01:23:12: Da sage ich ja, das tut mir leid!
01:23:13: Wir sind zwei Minuten zu spät.
01:23:15: also es ist jetzt elf Uhr zwei.
01:23:17: Dann sagt sie ja was für den probieren möchten und dann habe ich schon gedacht okay... Ja wir würden gerne wenn's geht alles probieren ob das möglich wäre.
01:23:26: Wir haben ja den Termin ausgemacht Und dann hatte sich absolut null Lust erstens Weine zu öffnen zweitens zu zu erzählen, sie hat uns einfach den Wein eingeschickt und gesagt ja hier liegen ja die Expertisen aus.
01:23:43: wenn Sie fragen haben dann können Sie sich bei uns melden oder bei mir melden.
01:23:47: Und da habe ich so nach einem dritten Wein gedacht.
01:23:50: also wenn das jetzt nicht aufhört dann verlasse ich diese Vino-Take weil ich glaube sie weiß gar nicht was ihr Chef der Winzer für tolle Produkte macht und sie das überhaupt nicht wertschätzt.
01:24:07: Das ist ja auch wichtig, dass im Verkauf oder im Vertrieb die richtigen Leute da sind und die es so weitergeben wie der Winzer eigentlich das wünscht und wir das Produkt auch verkörpert.
01:24:20: Und das war absolut daneben.
01:24:21: und dann habe ich wirklich gedacht also... Gott sei Dank kam dann der Winzer runter und hat gesagt, es tut ihm leid.
01:24:29: Er kam zu spät noch und habe ich gesagt das ist überhaupt gar kein Problem.
01:24:32: Und er hat uns dann auch mitgenommen.
01:24:34: wir haben dann im Keller alles probiert.
01:24:36: Er hatte zwar nicht viel Zeit aber wir haben doch nochmal alles durchverkostet.
01:24:41: und da war ich wirklich an dem Punkt wo ich... Da war ich dran und zu sagen weißt du eigentlich was für eine Person im Verkauf hast?
01:24:49: Also die müsste da eigentlich austauschen weil Das funktioniert nicht.
01:24:54: Ich hab den Winzer nicht wirklich davor gekannt und hab's mir auch nicht getraut, ihm das zu sagen.
01:24:59: Aber da war ich kurz davor, weil das war ... das war nicht so wie ... Und es ist natürlich schade, weißt du?
01:25:04: Dann hast du solche Eindrücke und würdest dann so empfangen und denkst dann ... Den Wein verkauf ich nie wieder!
01:25:10: Den werde ich nie einkaufen und verkaufen, das ist durch.
01:25:14: Also, ich find ... Ich habe zu allen meinen Winzern mit denen ich zusammenarbeit eigentlich auch das Vollste vertrauen über mehrere Jahre und mir ist das auch ganz wichtig, das Verhältnis zu meinen Winzern.
01:25:26: Und das funktioniert eigentlich zu neunundneinzig Prozent super.
01:25:30: aber wenn dann diese Situation kommt, dann musst du auch mal sagen ich hatte auch schon einen Winzer.
01:25:36: dem habe ich gesagt ihr müsst was machen mit dem Etikett und dann wollte er eine Scharche von einem Wein nicht zurücknehmen wo ich gesagt hab du da stimmt etwas nicht wie ein Wein und wir hatten schon wirklich einige Paletten zogen ... war es auch wirklich so, dass er sagt, nee der ist so.
01:25:49: und dann habe ich gesagt ne, der ist nicht so.
01:25:51: Also das kann nicht sein... Und das war dann auch für mich dann so, da habe ich dann gesagt du, es tut mir leid aber wir müssen uns da trennen also da mache ich ja auch nicht weiter.
01:25:59: Egal wie gut er dann ist oder... Das hat man nicht gefallen!
01:26:03: Dann muss man auch sagen, du sind vielleicht nicht auf einer Welleline Wir kommen da nicht weiter und dann muss man sich trennen, dann ist er so Weil es gibt viel zu viel guten Wein auf der Welt.
01:26:18: Tolle Winzer, tolle Winze!
01:26:20: Ja und wenn man das Feedback vorher gibt und man die Möglichkeit hat dass beide sich dann irgendwie aufeinander abstimmen dann muss man irgendwann die Konsequenz in einen Punkt bevor ich zum nächsten komme den ich durchaus anmerken möchte.
01:26:31: du hast relativiert dass ihr eben nur zwei Minuten zu spät wart.
01:26:34: aber es passiert zu schnell Wenn man einen Weintag plant, wo man umherfährt in einem Gebiet.
01:26:40: Dass man sich verquatscht und zu spät kommt.
01:26:42: Da wahrscheinlich die große Bitte an alle Kollegen oder alle Zuhörer ... Die Termine wirklich großzügig zu legen.
01:26:50: Ich kann mich an keine Weinreise erinnern, wo es nicht knapp wurde?
01:26:54: Wo war die Nachfolgetermine nicht irgendwie verschlammt haben?
01:26:59: Oder hat die Fahrzeit falsch eingeschätzt?
01:27:03: dass alle wirklich nochmal aufs Klo müssen, oder man doch noch irgendwie in den Weinberg gefahren ist.
01:27:08: Also es verzögert sich immer und daher ist das ungerecht dem Nachfolgetermin der ja einfach, da kam die immer was zu tun aber er wartet ja doch auf einen.
01:27:16: Und selbst dann wenn sie es dann doch mal ergeben sollte, dass man später wird... Das kann man ja einigermaßen zeitnah abschätzen, nicht erst drei Minuten vorher anrufen und sagen wir kommen zu spät sondern von mir ist eine halbe Stunde vorher.
01:27:30: Dann kann der Winzer sich in dem oder eben das Verkaufspersonal irgendwas vornehmen und kann sagen okay dann mal ich meinen Ausmalbild zur Ende fertig bevor die nächsten kommen.
01:27:40: da anders planen und überhaupt anrufen.
01:27:42: Also es ist natürlich schade, wenn man überhaupt nicht anruft und eine halbe Stunde später kommt und dann sagt ah das sind wir jetzt so.
01:27:48: und jetzt das volle Programm.
01:27:49: Egal wie wichtig man ist, egal in welchem Restaurant man arbeitet, egal wie viel man bezieht, ist irgendwie ne Form der Höflichkeit.
01:28:13: Es geht um einen Ausnahmewein!
01:28:14: Es geht über den twenty-one zwanziger Montefaycosa Grand Quino von Lungarotti aus – und jetzt Achtung – umbrieren.
01:28:22: Also eine Rebsorte mit Geschichte, ein Weingut mit Visionen und einem Wein mit eisernen Regeln.
01:28:28: Und die meisten glauben, Italien besteht weintechnisch nur aus Barole, Brunnelle oder Amarone.
01:28:32: Großartige Weine ohne Frage!
01:28:35: Aber wer diese Überzeugung ist, sollte seinen Blick einmal nach umhehren richten.
01:28:39: Denn hier mitten im grünen Herz Italiens wächst eine Rebsorte die sich nicht mit fremden Federn schmückt!
01:28:44: Der Sakrantinuk.
01:28:45: und wenn eine Rebesorte einen Charakter-Test bestehen müsste, wäre dieser Kandidat vermutlich derjenige, der beim Einstellungsgespräch zuerst die Personalabteilung auf ihre Kompetenz prüft?
01:28:56: Der Montefalco Sakrantinnuk, DOCG, hinter dem bemerkenswert vier Geschichte Weinbauwissen und regionale Identität stecken.
01:29:08: Umbrieren, ich weiß nicht ob du damit vertraut bist, steckt irgendwie zwischen der Toscana und den Markenfest.
01:29:13: Anders als die Toscano ist!
01:29:14: Die Region weniger international vermarktet, besitzt aber eine lange eigenständige Weimbau-Tradition.
01:29:21: Ihre Weinberge liegen zwischen mittelalterlichen Ortschaften, Olivenrhein und Hügeln... ...die sich hervorragend für Weinbaueignen.
01:29:29: Das Zentrum unserer Geschichte heißt Montefayco.
01:29:32: Hier und in Teilen der Nachbargemeinden darf der Montefalco-Sacratino die OCG produziert werden.
01:29:39: Die Herkunftsbezeichnung ist geographisch klar begrenzt.
01:29:43: Wer seinen Wein außerhalb dieses Gebietes erzeugt, darf ihn nicht oder diesen Namen verkaufen.
01:29:47: Der Sacrantino gehört zu den autoktonen Rebsorten Italiens.
01:29:51: Autokton bedeutet dass eine Rebsorte traditionell nach einem bestimmten Gebiet beheimatet ist.
01:29:56: Im Fall von Sacratino ist die Heimat Montefalko Und eben seine Umgebung.
01:30:02: Ein historisch gesicherter Beleg für den Namen stammt aus dem Jahre fifteenhundertneunundvierzig.
01:30:07: Damals wurde Sakrantino Moss, für einen Kaufmann namens Giulielmo, aus Trevi und seiner Frau Stella bestellt!
01:30:14: Die Rebsort ist also keineswegs eine moderne Erfindung findiger Winzer!
01:30:18: Neunzeinneunsebzig erhielt Montefalco die DOCG Anerkennung.
01:30:22: Als er zwei neunzig folgte.
01:30:24: DoCG für den Montefalko-Sakrantino... ...und damit wurde die regionale Weintradition offiziell aufgewertet.
01:30:32: Und genau dazu passt Lungarotti, der Pioniergeist aus Umbrien!
01:30:36: Denn hinter unserem Wein steht das Familienweingut Lungarrotti dessen Geschichte Amy Georgio-Lungarrotti verbunden ist.
01:30:42: Er gehört zu den Pionieren die dem modernen Qualitätsweinbau Umbriens voranbrachten.
01:30:47: Im Jahr zweitausend erwarb die Familie rund zwanzig Hektar Land in Montvayco.
01:30:52: Die Kellerei in Turida de Montvallgo liegt vollständig unterirdisch.
01:30:56: Die Trauben werden mithilfe von Schwerkraft bewegt und verarbeitet, das kann mich hansche Eingriffe reduzieren und unterstützt eine schonende Verarbeitung des
01:31:03: Lesegutes.".
01:31:04: Der Montefalco-Sacratino-DOCG- Twenty-One-Zwanzig von Lungarotti besteht zu einhundert Prozent aus Sacrantino.
01:31:11: Kalkige Tonböden, pflanzendichte Fünftausend Stöcke pro Hektar die wieder um sechs Tausend Kilo erbringen nur um so ein paar Fakten mit einzubringen.
01:31:19: Natürlich Handles im Edelstahl vergoren, bleiben die Schalen.
01:31:21: achtundzwanzig Tage mit dem Mostenkontakt um Farbe, Gerbstoffe und weitere Inhaltsstoffe zu extrahieren.
01:31:27: Danach zwölf Monate Holz, zwanzig Prozent im Bariks, achzig Prozent in großen Eichenfässern, leichte Fidrationen und danach dreißig Monate Flaschenreife vor Freigabe!
01:31:37: Warum dieser wahnsinnige Aufwand?
01:31:40: Sakratinos von Natur aus Reich an Polyphenolen, zu denen auch die Tannine gehören.
01:31:46: Diese Stoffe beeinflusst unter anderem die Farbe, Struktur und Reivefähigkeit.
01:31:50: Der Winzer muss sie kontrolliert extrahieren und in ein ausgewogenes Verhältnis zu den übrigen Bestandteilen des Weines bringen.
01:31:58: Und beim Sagratino reicht es nicht einfach gute Trauben zu ernten!
01:32:01: Man muss auch wissen wie man mit ihnen umgeht.
01:32:05: Und genau darin liegt der Herausforderung dieser traditionsreichen Rebsorte.
01:32:09: Sie verlangt Erfahrung sorgfältige Weinbergsarbeit und Geduld im Keller Und der Montefalcosagratin und DOCG-Zweite von Lunger-Hotty zeigt, wie enge Herkunft, Trebsorte oder Handwerk miteinander verbunden sind.
01:32:22: Seine Produktionsweise ist kein Zufallsprodukt sondern... ...holt einem klaren Konzept kontrollierter Extraktion differenzierte Holzreife und eine lange Flaschenlagerung.
01:32:34: Damit steht exemplarisch für eine Region die ihre Weiniidentität über Jahrhunderte entwickelt hat und heute international erst Anerkennung findet!
01:32:43: Und es ist einer der Weinen, die du einfach mal probiert haben musst um Italien zu verstehen und eben zu verstehen wie Eingangs formuliert das es nicht nur aus Amarone Barolo und Brunello besteht.
01:32:53: Und wenn Du ihn probieren möchtest schauen die Shownotes.
01:32:55: dort findest Du den Link zu den Bezugsadressen.
01:32:58: Danke dem Hauselung Arotti für diesen jetzt schon über fünfzig Jahre dauernden Entwicklungsweg Dieser außergewöhnlichen Wein und natürlich auch ein großes Dankeschön an den deutschen Importeur Anas Handelshaus Kondziivini Weil du es gerade erwähnt hast mit dem Etikett, sind wir dafür verantwortlich Winzer.
01:33:28: Wie kann man das formulieren ohne dass es eben unhöfentlich klingt?
01:33:32: In ihrer Begleitung zu begleiten Tipps zu geben unsere Erfahrung zu teilen oder ist das übergriffig wenn wir sagen mach doch mal das macht doch mal da's arbeit doch mal mit Reinstuchtefen und nicht mit Reinzugtheven nimm doch mal ein anderes Holz Probier mal die Rebsorten aus oder das, was du da machst ist totaler Quatsch.
01:33:55: Oder und das finde ich auch nicht unwichtig.
01:33:57: Möchtest du nicht bio zertifizieren
01:33:59: etc.,
01:34:00: ist es unsere Aufgabe?
01:34:01: Die zeitliche Entwicklung, die Trendentwicklung bei den Winzern zu spiegeln und zu steuern?
01:34:08: Wir haben einen anderen Einblick in die Weinwelt
01:34:11: Ja, aber es heißt unsere Aufgabe.
01:34:12: Ich würde das vielleicht so Ja, ich weiß was Du meinst Es ist nicht ganz einfach.
01:34:17: also ich hatte schon des die Situation bei dem Winzer, wo ihr eigentlich sagt, ihr müsst da ein bisschen was machen mit dem Etikett.
01:34:24: Weil es sieht einfach so supermarktmäßig aus und die Weine spiegeln das eigentlich nicht.
01:34:28: weiß, was das Etikette hergibt.
01:34:30: also das... Die Weine sind viel besser wie das Etiquette, so will ich's eigentlich sagen.
01:34:35: Da kann man schon mal den... Also das ist ja auch das Verhältnis, wie verhält man sich da?
01:34:39: Wenn wir das dann gut hinbekommen, dann kann man mit dem Winster darüber reden oder vielleicht damals zu sagen du hast vielleicht ein bisschen Vielholz verwendet Achte doch mal, dass da vielleicht ein bisschen weniger Holz oder mir hat der Jahrgang davor besser gefallen.
01:34:53: Und ich glaube die Winzer sind schon offen für solche Gespräche.
01:34:56: also die freuen sich natürlich auch wie wenn man jetzt nur sagt du diesen Jahrgang nicht mehr und er dann fragt warum?
01:35:02: ja er hat uns nicht geschmeckt fertig.
01:35:04: Also ich will dann schon eine Antwort geben warum mir es vielleicht jetzt nicht so gefällt.
01:35:10: über die Hefen und so ich glaub sonst Detail würde ich jetzt mich nicht trauen bei dem winzer zu sagen nimm doch mal lieber ne macht auch mal eine spontan gering als ne ja die winzer wissen das schon glaube ich selber wobei so tipps kann man schon geben.
01:35:28: also ich bin dann schon auch offen mit den winzern wo wir intensiv zusammenarbeiten und auch exklusiv fühlungen haben.
01:35:34: da sage ich dann schon einmal du ... guck doch mal, jetzt hast du so einen tollen Rissling gemacht.
01:35:39: Schau doch wieder aus der Lage... ... könntest noch dieses Jahr auch wieder einmachen und er hat dann meinen Nahenehr verkauft sich so schlecht.
01:35:45: Dann sag ich, probier's doch mal aus!
01:35:48: Und ja, die Winzer sind auch dankbar wenn man Feedback gibt.
01:35:52: Das ist eigentlich egal ob es beim Restaurantbesuch ist oder bei dem Winzer.
01:35:57: Also das ist ja auch das gleiche, wenn ihr an Essen nicht geschmeckt habt und der Koch kommt raus und da würde ich mir jetzt nichts sagen dass dir eigentlich gar nicht gefallen hat.
01:36:07: Ich würde dann schon sagen, du es hat mir nicht gefallen.
01:36:09: aus dem und dem Grund wir haben so empfunden das kann man ja offen und ehrlich darüber reden.
01:36:14: Und ich glaube über Kritik ist doch auch in Koch oder in Winze dankbar weil dann kann er sich verändern.
01:36:21: nur so kommt er weiter in seiner Arbeit
01:36:26: gerade wenn sie prudentiert ist also wenn eben auch eine Begründung hat und wenn man ihm bewusst damit umgehen kann.
01:36:34: Ich finde es manchmal aber auch interessant, Winzer zu inspirieren.
01:36:37: Also ich erinnere mich da an die Zeit zweitausend wahrscheinlich sieben acht neun habe ich händering jemand gesucht der wer schü machen möchte.
01:36:48: weil das fand ich damals ich hab das kennengelernt ich fand es total spannend.
01:36:50: mittlerweile ist das ein viel präsenter Christus durchaus auf dem Markt aber damals hast du überhaupt nirgends bekommen Und ich habe da viele Winzer angesprochen, ob die es nicht irgendwie machen oder versuchen wollten.
01:37:03: Ich muss auch ehrlich sagen, ich konnte damals den Aufwand gar nicht abschätzen.
01:37:07: also auch dem preislichen Aufwand, den man wenn man nicht ohnehin diese Produktion schon in seinem Arbeitsauflauf integriert hat und das geplant hat was das kostet keine Ahnung ne Presse anzuwerfen rauszuholen wenn die irgendwo eine Ecke steht weil der nur einmal im Jahr gebraucht wird die Trauben grün zu lesen Und so weiter.
01:37:25: Aber ich fand den Gedanken interessant und hatte versucht, einige Winter zu inspirieren.
01:37:30: Einige haben es dann auch gemacht, die haben's dann auch verkauft.
01:37:34: Sie hätten wahrscheinlich alleine nicht den Gedanken gehabt oder jetzt eben der Entwickler mit den Low-Alkoholvoins was ja gerade ein Riesenthema ist und wo viele sich in diese Richtung bewegen Möglichkeiten zu suchen und weine vielleicht mit vier, fünf Volumenprozenten oder mit sieben, acht Volumen prozenten losgelöst von den Kabinetts, die es an der Mosel ohnehin schon gibt ... zu produzieren, die gewisse Trinkfreude und eine gewisse Leichtigkeit haben.
01:37:56: Wenn wir da mehr oder weniger das von uns heraus spiegeln und sagen... Der Markt schreit danach!
01:38:02: Hast du schon gehört?
01:38:03: Möchtest mal probieren.
01:38:04: Den und den Wein könnte ich mir dort für dich vorstellen.
01:38:08: Gebe es deine Möglichkeit.
01:38:09: also da finde ich das schon ganz gut.
01:38:11: Es gibt einen Trend für dich wo du sagst, dass ist gerade ne Entwicklung.
01:38:14: Die hat keiner auf dem Schirm und eigentlich wäre's gut wenn wir davon noch mehr hätten.
01:38:20: Ja also mit diesem Low Alkohol oder so mit diesem entalkolisierten, das ist ja mittlerweile ein großes Thema.
01:38:29: Entrendlich natürlich klar auch diese alkoholfreie Variante und ich glaube mir darf es jetzt nicht verachten weil wenn die Nachfrage zum zehnten mal zu mir jemand in den Laden kommt und ich halt immer noch nichts da habe dann denke ich mir eigentlich muss da jetzt mal was ändern weil sonst geht er womöglich.
01:38:49: Ja, ich nenn's jetzt mal Konkurrenz oder so jemand anderes, der das dann halt präsent hat.
01:38:54: Und da gibt es schon gewisse Trends.
01:38:56: also Ich bin zwar immer noch kein Fan von entalkolisiert.
01:38:59: Also ich glaube wenn so ein Traum ist auf paar Kräuter reinkriegt und vielleicht noch eine Bio-Zitrone.
01:39:04: Und das mit Kohlensäure versetzt wird, dann schmeckt es schon gut!
01:39:07: Das schmeckt schon lecker.
01:39:07: also das muss ich schon sagen da gibt's schon ein paar tolle Sachen.
01:39:10: aber... Ich glaube wir sind auch in den Anfängen.
01:39:13: Das ist wie vor zwanzig Jahren ein alkoholfreies Bier.
01:39:16: Das hatte am Anfang hast du auch gedacht oh Gott was ist denn das?
01:39:19: Aber heutzutage kannst du kaum noch unterscheiden zwischen einem normalen Bier und einem alkoholfreien Bier weil die mittlerweile auch von der Machart doch sehr gut gemacht sind.
01:39:31: Ja, jetzt... Was heißt als Trend?
01:39:35: Ich denke wir brauchen's.
01:39:36: Wir brauchen es auch in der Gastronomie.
01:39:37: Wir brauchen die Alternative.
01:39:39: Wir sehen ja selber wie der Weinkonsum zurückgeht und daher habe ich das natürlich auch präsent bei mir im Laden weil ich möchte jetzt auch nicht.
01:39:48: Jetzt hab' ich eine Weinprobe mit dreißig Personen am Abend und drei sind Fahrer oder zwei sind die Fahrer einer Schwanger und dann willst du ja auch nicht der ganze Abend, die anderen haben ne achter Weinprober, da willst du ja dann auch nicht nur Mineralwasser ausschenken.
01:40:00: Dann zeige ich schon alkoholfreie Varianten und oftmals ist das auch, wo dann die anderen mal sagen kommen.
01:40:06: Ich will es auch mal probieren.
01:40:07: Das hat sich so toll angehört auf dieser T-Basis mit so und so.
01:40:11: Also... ...ich bin schon ein Befürworter für das weil... Wenn das jemand fragt und du nach einem, wie schon erwähnt, nach dem dreißigsten Mal immer noch die Leute weg schickst.
01:40:23: Wir dürfen nicht so eitel sein!
01:40:24: Das ist auch... wir müssen uns den Markt da ein bisschen anpassen.
01:40:27: also wenn jetzt der fünftigste Gast zu mir reinkommt und sagt Du habt ja eigentlich kein Lugana und ich sage Ja, eigentlich.
01:40:33: Also es gibt ja auch Luganer jetzt außer die Cardifrati und Co's Da gibt´s ja auch wirklich ordentliche Sachen.
01:40:41: Ich denke, wir dürfen manchmal in unserer Position nicht zu eitel sein und zu sagen ne das machen wir nicht.
01:40:46: Wir haben unsere Linie.
01:40:48: Wir machen das so weil ich glaube wir müssen offen sein zu den Gästen und Kunden.
01:40:53: also wie wenn auch im Restaurant einer sagt ich hätte das Schnitzel lieber paniert wie Natur gebraten dann sage ich doch auch nicht ne bei uns gibt es nur Naturgebraten.
01:41:01: klar mir panieren sie auch also schaulogisch und ich denke so muss man egal ob's im restaurant ist oder Bei dem Weinhandel muss man einfach zuhören, was will eich der Kunde?
01:41:10: Was will eiche der Klasse?
01:41:11: Ich glaube eine der Grundvoraussetzungen ist dass wir nicht nur den Gast sondern auch den alkoholfreien Wein ernst nehmen und denen auch entsprechend zelebrieren oder dieses alkoholfreie Getränk.
01:41:22: Egal was das ist ob wir selber gemacht haben, zugekauft haben oder wo wir es herbekommen.
01:41:28: also dass wir zum einen da auch ne Glaskultur leben Den Service Einheiten entsprechend arbeiten, dass auch entsprechend erklären zelebrieren ähnlich als wäre es Weinwein und erklären wie das gemacht wurde.
01:41:42: Warum jetzt von mir ist auch ein alkoholfreier Wein so aufwendig ist?
01:41:45: Was ist das Problem dabei oder was auch das Schöne dabei ist?
01:41:48: Und worauf man achten kann also, dass man das Produkt einfach ernst nimmt und wertschätzt und dass man sich da vielleicht auch absolut hält und nicht einfach nachdem man irgendwie vor fünf Jahren zwei drei nicht so optimale Verkostung hatte oder Erlebnisse hatte, das automatisch abschreibt.
01:42:02: Ich hatte jetzt vor kurzem erst gerade wieder eine alkoholfreie Verkóstung und war total begeistert.
01:42:06: Also ich hatte da von der Karabindil einen Riesling probiert, der richtig kristallin-klar puristisch und richtig faszinierend war als alkoholfreie Variante, sowohl als Sektor als auch als Stillwein.
01:42:22: Da war ich selber überraschend.
01:42:23: Auch vom Biberon gibt es den.
01:42:26: Ich weiß gar nicht mehr, wie der Heiz jetzt eine große Lage großes gewächst.
01:42:29: Er nimmt eher aus einer großen Lage in den Riesling, baut ihm ein Holzfass aus, spontan vergoren... Also er nimmt ein sehr hochwertiges Grundprodukt und entalkolisiert das dann also macht davon auch nur tausend Flaschen.
01:42:43: Weil es natürlich auch mal ein Risiko letztlich für den Winter ist, er muss ja einen MHD draufschreiben Und somit ist der Wein limitiert, also von der Haltbarkeit auch limitiert.
01:42:51: Auch wenn er länger halten könnte gibt der Gesetzgeber vor du darfst es nur so lange im Verkauf bringen und dadurch ist das natürlich auch ein Risiko letztlich für den Winter.
01:43:00: aber ja geht dem Weg und wir sollten von uns eben bewusst damit umgehen, dass die Sachen ein taler kosten dürfen und nur wer kein alkohol drin ist es kein billigprodukt sondern manchmal ist der produktionsaufwand ja ein weitaus größerer und wenn wir das dann eben doch weitergeben erklären und die leute dazu animieren das dann auch nicht wie limo sondern mit bewusst sein nämlich langsam zelebrieren zu trinken kann das eine ganz tolle und spannende geschichte sein.
01:43:27: also ich glaube da haben wir von uns aus auch einiges an denkprozessen zu durchlaufen um diesen markt entsprechend zu also wahrzunehmen ernst nehmen und zu begleiten.
01:43:39: gibt es andere trends wo du sagst das ist ich meine schon vieles durch.
01:43:43: jetzt so kleine sachen wie dass immer mehr spontan vergehen oder eben die holz fast größten sich ändern das viele eben von barik auf.
01:43:52: halbstückfässer umsteigen oder auf tunos umsteigern.
01:43:56: Oder eben die gebinde noch größer werden, dass man teilweise mit den holzarten spielt da bewusst mit umgeht aber eben auch etwas grössere entwicklung.
01:44:04: also wir haben eine ganze orange wein und natural weinsache durch.
01:44:09: Also was siehst du als neues ding?
01:44:12: großes neues ding
01:44:14: war das mit der reduktion.
01:44:15: das finde ich jetzt schon sehr aktuell sehr präsent den Wein reduktiver auszubauen statt oxidativ.
01:44:24: Das ist schon ein absoluter Trend, wobei ich da auch sagen muss man darf es nicht übertreiben.
01:44:29: also das wenn ich die Repsorte nicht mehr erkenne aufgrund der Reduktion ob es jetzt Ristlingsschade oder eine andere Repsorde ist dann finde ich's wieder zu schade als man hat vielleicht am Anfang bisschen übertrieben.
01:44:42: den Trend machen ja jetzt viele nach wo ich bei manchen Weingüter denke, das wäre eigentlich besser für euch.
01:44:49: Einfach weiterhin normal eure Linie fahren und nicht zu viel ausprobieren.
01:44:55: Ja, das ist ein absoluter Trend!
01:44:57: Ich sage jetzt mal Julian Huber hat es vorgemacht, wo damals nach dem Tod von seinem Vater jeder gedacht hatte was macht dieser junge Kerle?
01:45:06: Hat das Weingut übernommen verändert komplett von heute auf morgen den Wein-Steel.
01:45:11: Also ich bin da auch mit einigen Sommerges zusammen gesessen und wir haben gesagt, wow das ist jetzt was komplett anderes!
01:45:16: Und dann habe ich erst gedacht oh man musste erst damit klarkommen und es hat gedauert, es hat seine Zeit gedauern und es ist jetzt aber wieder so wie alle wieder sagen nach fünf sechs zehn Jahren.
01:45:30: Wow er hat es damals schon gewusst und der Stil war einer der Pioniere nicht nur für Spätbegründer, sondern jetzt der Junior vielleicht auch der Pionier für die Reduktion.
01:45:43: Das sehe ich schon als Trend.
01:45:45: Resultiert ja daraus das einige Weingüter im Begrund sehr stark mit Reduktionen gearbeitet haben und man automatisch mit Wertigkeit bzw.
01:45:52: mit diesen Begründern in Verbindung gebracht hat.
01:45:55: wenn sie diesen Stil, diesen Aromstier haben wie erkehrst du einem Gastreduktion?
01:45:59: Wir spielen immer mit diesem Begriffen und der eine oder andere Gast weiß ja oftmals gar nicht was sich da eigentlich hinter verbirgt und traut sich dann einfach auch nicht zu fragen.
01:46:08: Wie kann man sowas gastfreundlich erklären, dass es verständlich wird?
01:46:12: Ja du musst ja da ein bisschen aufpassen weil die Winzer das natürlich immer so gern hören, dass quasi während der Gärung schon mit Schwefel eingesetzt wird sodass er dieses Schießpulver Aroma ein bisschen bekommt.
01:46:25: diese Reduktion dieses Wilde dieses Stürmige Es ist schon ein Thema, wie man das angeht.
01:46:36: Wir verstehen ja diese Thematik-Reduktion und wir verkosten sie auch.
01:46:43: aber viele der normalen Kunden deckt, die kommen nicht klar mit es.
01:46:49: Ich weiß noch meine Frau hat einfach gesagt was ist denn das?
01:46:52: Da kommt sie nicht klar.
01:46:54: Man darf's nicht übertreiben.
01:46:56: Man sollte die Rebsorte immer noch im Vordergrund stehen.
01:47:00: Das ist ganz wichtig, dass man sie auch erkennt und nicht nur aufgrund der Reduktion alles so drüber gepinselt ist sondern man sollte wirklich so die Reb-Sorte immernoch herausschmecken.
01:47:12: Es ist ein Stil den muss man mögen aber ich glaube das ja gerade diese Weine wenn sie sich dann wenn Sie dann Luft bekommen wenn sie dann in großen Gläsern Ja, mit der Zeit entfalten dann sind es sehr großartige Weine.
01:47:28: Also da gibt's... ja aber man darf das nicht übertreiben.
01:47:31: Vor allem im roten Bereich haben sie es oft übertrieben.
01:47:34: wenn dann ich weiß noch bei uns auch hier die Lemberger, das war zu heftig, dass die Reduktion doch lieber Oxidation wie Reduktions.
01:47:43: Ich
01:47:43: finde es manchmal schwierig da die richtigen Worte für die Gäste zu finden um das entsprechend zu erklären.
01:47:52: Es ist ein Stilmittel, ähnlich wie es Predonomyces.
01:47:55: Also Brett wird kurz ausgesprochen, damit man sich nicht immer die Zunge verkrümmt oder halb bricht... ...es vor fünfzehn-zwanzig Jahren waren wo eben meistens gibt es ja immer große Vorbilder und für Predonamyces war das Bodo teilweise Dironen Ein großes Vorbild, wo man gesagt hat.
01:48:16: Man kann mit diesem Bakterium ein gewisses Aroma in dem Wein was in dem Fall an einen Nassenhund, an Pferderücken, an pferdes Schweiß, an Leder etc.
01:48:30: erinnert und als Tiermittel gebraucht werden kann um diese Fruchtaromatik der Weine aus diesen Gebieten zu untermalen den so Natural Flavor, so natürlich ein Touch zu geben.
01:48:42: So was animalisches zu geben und das konnten eben einige auch nicht händeln oder ich habe die Weine dann nur nach Pferdestall gerochen und geschmeckt.
01:48:53: Und es bedarf manchmal jahrzehntelange Erfahrung um das eben gezielt einzusetzen den Beinen mehr oder weniger hereinzuarbeiten.
01:49:01: und ähnlich ist es auch mit der Reduktion dass man das gezielt einsetzen muss, aber dass man dem Wein manchmal auch ein bisschen Zeit geben muss und die eben nicht zu jung trinken möchte.
01:49:13: Das gesteht man den Wein zum Beispiel aus dem Bug und Zu wo man sagt okay lass dich doch mal zwei drei vier fünf Jahre werden damit sich das in Balance bringen kann und den hiesigen Wein eigentlich selten und verurteilt die eigentlich dann manchmal viel zu früh.
01:49:26: Manche können es auch nicht oder manche üben dann auch am lebendem Objekt sei es Wein und Gast Und präsentieren die Weine eigentlich völlig unausgereift, aber es ist ein Weg und das eine Spielerei.
01:49:40: Also Reduktion ist etwas, gibt's da noch irgendwas anderes?
01:49:42: oder haben wir alle Trends damit abgegessen, die es gerade im aktuellen Thema gibt?
01:49:47: Ihrem Württemberg seid ja insofern auch recht zukunftsorientiert weil ihr ja auch die Pfandflaschen für Wein wieder ins Leben gerufen hat.
01:49:56: zu was würde ich zum Beispiel als Trend sehen?
01:49:58: interessanterweise gab es das schon vor Ich glaube vor zehn, fünfzehn Jahren in der Südsteiermark bei der Spargruppe die schon Pfandflaschen oder eben Flaschen wiederbefüllt werden auf den Markt gebracht haben.
01:50:15: Da hatten aber relativ wenig drüber geredet, aber ich glaube über euch war das auch ein Thema.
01:50:18: jetzt irgendwie vor zwei drei Jahren und eigentlich ja auch was, was durchaus positiv für die Öko-Bilanz ist?
01:50:24: Ja, aber es war eher im Literbereich.
01:50:26: und heutzutage Sagen sie auch, bringen uns lieber diese roten Cookies zurück und die Flaschen könnte behalten oder selber entsorgen.
01:50:34: Also ich sehe das jetzt nicht mehr als Trend.
01:50:37: Das war früher mal dieser Litertausch.
01:50:40: Ja, das ist eigentlich vorbei.
01:50:41: also klar.
01:50:42: Die tauschen es noch um.
01:50:43: Es gibt diese Cookies noch... Was
01:50:46: sind die Cookies?
01:50:47: Ach so
01:50:47: wie sehr die Träger!
01:50:50: Genau, diese zwölfer rote Kiste wo die zwölf Liter Flaschen reinpassen und zum Tausch.
01:50:55: also wenn du quasi Ware bringst dann nimmst du das Pfand wieder mit oder die Flasche wieder mit.
01:51:01: Das ist aber, also heutzutage.
01:51:05: Ja wir tauschen's... Also ich hab auch noch Gastronomen die bisschen Lieder nehmen, aber dann tauscht man es um, aber die Winzer wollen eigentlich heutzuttage mehr oder weniger nur die Kisten wieder zurück haben und immer die Flaschen, also die befüllen sie kaum da.
01:51:18: Nö
01:51:18: das ist aber so.
01:51:19: auf Handelsebene ist das durchaus in Sache geworden dass es richtig Weinfandflaschen gibt?
01:51:24: Also dann natürlich im Genossenschaftsbereich nicht bei den oder hauptsächlichem Genosschaftsbereich, nicht bei dem kleineren Winzern aber da wird sowas aktiv gelebt.
01:51:34: Aber ich find so dieses Bewusstsein umflaschen, dass man... Da auch dann wieder Winter anspricht und fragt was halt ihr von Leichtglas flaschen etc.
01:51:43: Und gibt's nicht alternative Gebinde?
01:51:45: Könnte man nicht auf Back in Boxen oder sonstiges im Großauschank umsteigen?
01:51:50: das finde ich schon, dass wir da ein gewisses Bewusstsein für leben sollten und das Initieren beziehungsweise dazu animieren sollten.
01:51:58: Aber es ist nur meine Meinung.
01:51:58: Ja, also da ist wieder eine andere Meinung.
01:52:02: Ich sage jetzt mal, wenn du im Weinzelt oder irgendwo was im Kekbereich hast und für diese Veranstaltung das Richtige ist.
01:52:10: Oder auch im offenen Ausstand.
01:52:12: Aber das ist für mich nicht richtig Wein zu zelebrieren.
01:52:15: Also der Wein durch diesen Schlauch läuft, also durch den Kek hat es für mich... Weinbergskunst oder Weinkunst, oder Handwerk nett viel zu tun.
01:52:27: Also das ist jetzt nicht so meins die ich nicht ganz will sagen.
01:52:30: Für dich ist Wein immer Flasche, Korken oder Schrauber auf und zelebrieren und da sitzen und schönes Glas?
01:52:37: Ja also ich glaube das ist eher meins.
01:52:39: Ich bin auch kein.
01:52:40: sage dir dieser Trend dass das nervt mich auch bisschen dieses Wine Slash Das mag ich zum Beispiel auch gar nichts.
01:52:46: wo dann diese sorbeartige Wein?
01:52:49: also wird dann irgendwie ein Wein mit irgendeinem Syrup angereichert und läuft dann so beartig in dein Weinglas.
01:52:56: Und das kutscht ganz schön nach Euro.
01:52:59: Das ist
01:52:59: furchtbar!
01:53:00: Hab ich noch nie probiert, hab' ich doch nicht mal gesehen.
01:53:04: Echt?
01:53:04: Ja, das verstehe ich auch nicht.
01:53:06: Also viele fragen mich, willst du dieses Gerät ausgeliehen haben für deinen Brunnenfest oder für deine Aktivitäten?
01:53:12: Dann gesagt, also ich verkaufe noch Wein, das könnt ihr machen, das meinet's.
01:53:15: Ich verkauf einen Weincocktail... Totaler Trend im Sommer, die Leute ... Das ist verrückt.
01:53:23: Also wirklich ... Aber ich mach das nicht.
01:53:26: Das ist so eine Vergewaltigung von Wein.
01:53:28: Ich krieg das natürlich übersetzt.
01:53:30: Ja?
01:53:31: Du warst beeindruckt!
01:53:32: Und sonst so Entwicklung digital?
01:53:34: Wünschst du dir da irgendwas?
01:53:35: Weil es gibt ja teilweise viele Sachen, die man überhaupt gar nicht auf dem Schirm hat dass man teilweise die Weinberge richtig digital durchlaufen kann oder es eben entsprechend präsentiert bekommt.
01:53:48: Es gibt einen weltweiten Verbund, wo die Weinberge kategorisiert werden und dargestellt werden – wo die Winzer ihre Erfahrung und ihre Erkenntnisse bzw ihr Wissen mit reinspielen und wo du nahezu weltweit gegen Weinberg ersehen kannst beziehungsweise mit Hilfe von Google Maps dann letztlich auch präsentiert bekommst.
01:54:14: Und ich glaube, siebenundvierzichtausend Winzer sind weltweit da organisiert und bringen das rein.
01:54:19: Sowas finde ich persönlich ganz großartig.
01:54:21: wenn man kann nicht überall hinreisen und manchmal ist es total spannend zu gucken wie in viele die Weinberge angeordnet sind und man irgendwie auf dem Etiketten Weinberg sieht Sieht man ja erst mal nur den Single-Winja, den Namen des Weinbergs.
01:54:33: Aber wie was wohnt und für sowas finde ich es toll?
01:54:36: Gibt's für dich irgendeine digitale Errungenschaft oder irgendetwas, das du dir selber gerne wünschst, was du gerne hättest?
01:54:43: Sei es von Seiten des Handels, sei es im Zusammenspiel mit den Kunden oder als Sommelier?
01:54:50: Also von dem habe ich jetzt zum ersten Mal gehört – das finde ich großartige Sache -, dass man so auch den Einblick hat.
01:54:57: Ich finde wichtig ist vielleicht auch für die Winzer, dass wenn sie eine Homepage haben und wenn seine Expertise oder Expertisen auf der Homepage sind über die einzelnen Weine.
01:55:07: Das das ist für mich auch immer so ein bisschen wichtig, dass die Jahrgänge ausstimmen und dass die Expertisen auch stimmen.
01:55:13: also wenn dann du den fünfundzwanziger Ristlinge verkauft hast und willst eine Expertise weil der Kunde sagt wie viel Restzugartender exakt gehen wir jetzt mal nicht auf die Nährwärterwelle ein Und er möchte das wissen und du ziehst ja dir von der Homepage.
01:55:29: Du siehst dann, oh da ist noch Jahrgang dreiundzwanzig drin.
01:55:32: Das sollte besser geführt werden.
01:55:34: Das finde ich aktuell schon ein großes Thema weil es gibt natürlich viele Menschen die Allergien haben oder die Diabetes haben.
01:55:42: Und das find ich auch wichtig dass man da eigentlich aktuell sich präsentiert im Weingut wie auf der Home page.
01:55:51: Wer ist dafür verantwortlich?
01:55:52: Also sind's die Winzer rein Händler.
01:55:55: Also hat er auch diese Verantwortung, dass der es entsprechend mitführen muss und da gibt's ja auch relativ, sag ich mal unkomplizierte praktikable Lösung.
01:56:05: das wenn du eine Quelle hast sei es von Winzer Seite, dass das auf die Homepages-Händlers zum Beispiel gespielt wird oder du bist ja selber Händlern.
01:56:14: siehst du da deine Verantwortung nicht drin?
01:56:17: Doch, ich sehe meine Verantwortung ganz klar drin.
01:56:19: Also wir haben ja ganz viele Gastronomen die wir beliefern und wenn es jetzt Neukunden sind geben wir denen auch über jede Weine die Expertisen und Schulen noch mal die Mitarbeiter.
01:56:29: und da ist für mich natürlich wichtig dass die Expertise auch stimmt weil wenn jetzt im Jahrgang XXIII der Wein ein achtzehn Gramm Restzucker hatte und Jahrgang Vierundzwanzig nur noch drei dann ist das ein großer Unterschied und da sollte des Weingut schon auch die Expertis aktuell führen auf der Homepage und das ist für mich natürlich auch nicht verantwortlich.
01:56:49: Also wenn es nicht so ist, dann hake ich danach und ändere dann selber die Expertise indem ich den Winzer anfrage und sage du sag mir mal kurz die Daten aktuell von dem Wein weil... Ich brauche das oder meine Kunden wollen das und das müssen wir schon machen.
01:57:05: also da müssen wir ja dafür sorgen dass das auch wichtig ist weil das ist natürlich ein großer Unterschied.
01:57:11: Apropos
01:57:11: Expertise bei Lipp vom Trinken hast du Lusten weit zu trinken?
01:57:14: Ja gerne!
01:57:15: Jetzt musst du grad noch mal die Kapsel anschauen, ob ich sie auch richtig abstellen habe.
01:57:22: Wer zum Beispiel bin ich total ... Ich sag aber oberflächlich!
01:57:25: Das ist für mich total egal, aber da hat jeder seine eigenen Befindlichkeiten bei.
01:57:31: Was ist für dich denn vielleicht das Wichtigste beim ...
01:57:33: Kommunikation?
01:57:35: Dass wenn jemand z.B.
01:57:36: in Wein irgendwie Lüften nicht möchten möchte, welche Gläser
01:57:40: usw.,
01:57:41: und wenn du nicht die superkompetente ... Person gegenüber hast, wo ich total blind vertraue.
01:57:47: Werd' ich wahrscheinlich zum ... ähm ... ja, zum ... zum Control-Filk.
01:57:51: also möchte ich schon ganz gerne, dass der weile Sprechen gehandelt wird, damit ich ihn optimal in seine Entwicklung wahrnehmen kann?
01:57:56: Das find' ich dann schön und... Und dann ist Kommunikation für mich eigentlich das wichtigste!
01:58:00: Dass derjenige gekommen fragt was wollen wir machen?
01:58:02: Welche Temperatur welches Glas und so weiter oder einfach fragt Was wünschst du dir oder was was möchtest du gerne?
01:58:10: Oder einfach dann in dem Sinne macht, wenn er ja darum weiß was er macht.
01:58:15: Und dann aber einfach akzeptiert, wenn ich reingreden kann und sagen kann... Du!
01:58:19: Spätbegründer von Blablabla würde ich nicht unbedingt in so eine große Karaffe hauen oder überhaupt keine Karaffe hauen.
01:58:26: Oder Temperatur so-und-so oder lieber drei Stunden vorher aufmachen oder oder oder.
01:58:32: Und das finde ich persönlich ganz wichtig weil Man besondere weine ja auch nicht jeden Tag von morgens bis abends trinken, wenn er freut man sich drauf und möchte den Menschen von Anfang bis Ende oder zum richtigen Zeitpunkt eingestiegen dann genießen.
01:58:44: Also daher finde ich den Austausch wichtig.
01:58:46: ein Grundzug des Fachpersonals ist eben auch dass er reden kann und dieses Reden dann auch mit mir praktiziert.
01:58:55: Und ob
01:58:56: die Kapsel dann gerade oder nicht gerade ist das sind mir dann Schnitte aber da bin Ich verstehe es aber auch.
01:59:04: Nein, ich möchte damit nicht irgendwie beklagen oder sonstige.
01:59:10: Es ist ja ein kleiner Aspekt bei dem Ganzen.
01:59:13: Ich behandle diese Flasche mit einem entsprechenden Wertgefühl und Respekt.
01:59:17: Dass ich mir eben auch Mühe beim Handling gebe, wie ich den Korken rausziehe, dass der eben noch einigermaßen intakt.
01:59:25: ist, wie ich die Kapsel abschneide.
01:59:26: Wie ich die Flasche vor dem Gas platziere, dass es eh die Kette zum Gast zeigt und er eben dort schauen kann oder nicht selber Hand anlegen muss
01:59:38: usw.,
01:59:39: also das ich in Sicht weiter habe ... Das kann man ja bis aufs kleinste runterbrechen oder im großen Leben.
01:59:46: Und eine gewisse Sensibilität dann auch beim Kapsel-Abschneiden zu haben, ist natürlich nicht unwichtig!
01:59:51: Es sind halt immer so diese Extreme, die man leben oder eben nicht leben kann darf muss und daher ihr macht das.
02:00:00: Ich mache das nicht aber ich verstehe es.
02:00:02: Ja ja da hast du vollkommen.
02:00:03: also klar wenn jetzt einer perfekt den Weinservice macht präsentierte die Kapsel perfekt runter schneidet den Korken in Korkt, aber dann merkt das der Rotwein dringend zwanzig Grad hat statt fifteen oder sechzehn.
02:00:16: Dann hat er auch alles falsch gemacht.
02:00:18: Ja, ja, ja.
02:00:19: Dann verstehe ich dich schon nicht, ja klar.
02:00:21: Wie kapselst schön!
02:00:24: Sieht gut aus, aber der Wein steigt doch nichts.
02:00:26: Genau, ja... Bevor wir zum Lutsche kommen, wenn dein Leben Weinbeer welcher Wein wäre es?
02:00:32: Wenn Wein leben, welche Rebsorte will ich auf die Rebsote?
02:00:36: Oder
02:00:36: Bein.
02:00:36: Egal.
02:00:37: Du kannst auch eine Rebsode runterbrechen und kannst aber auch ein expliziter Bein sein wenn du sagst du bist... I don't know, Maurer Sché von Le Fleuve.
02:00:44: Go ahead!
02:00:45: Finde ich super.
02:00:47: Ja, finde ich auch so.
02:00:54: Ich glaube, ich wäre gerne in Spätburg unter.
02:00:57: Weil?
02:00:58: In Spätsburg unter?
02:00:59: ja
02:01:00: Also weiß ich provokante Frage und die eigentlich der Dülfste, weil es umbegründet ist.
02:01:03: Aber warum wäre dein Leben Spätbegunder?
02:01:05: Oder warum wärst du ein Spätbekunder?
02:01:08: Ja, weil das... Erstens nicht jeder kann.
02:01:11: Zweitens er hohe Ansprüche hat und man muss ihn so bisschen didiver unter den Ribs sorten.
02:01:18: Ich sage mal in Cabernet Sauvignon & Syrasien einfacher zu produzieren im Weinberg wie ein Spätebegunter, weil er doch höhere Ansprüchen hat Weil er vielleicht nicht immer gleich jedem gefällt, weil man doch einige Jahre braucht um diese Rebsorte auch zu verstehen.
02:01:37: Und weil es vielleicht aus allen oder aus vielen Rebsorten einfach was komplett anders ist.
02:01:43: also ich erlebte das ja auch immer bei den Weinproben du hast was weiß ich acht Weine davon vier rot und dann kommt in Spätburg unter Syrah, Cabernet und in Kerminere.
02:01:53: und dann beim Spätbergunder sagen Viele, die es nicht damit oder viele, die das nicht kennen, die sagen dann was ist denn das für ein Wein?
02:01:59: Warum hat er so eine hellere Farbe wie alle anderen Weine.
02:02:03: Und ich glaube, das reizt mich immer... Es ist ne spannende Rebsorte, man muss sie verstehen und braucht auch die Zeit.
02:02:13: Ich glaube, dass sich auch eine Entwicklung von seinem eigenen Geschmack, dass wir irgendwann doch alle beim Spätbergunder landen.
02:02:38: Es gibt einen Satz, der in der Weinwelt so oft wiederholt wurde, dass er inzwischen klingt wie eine Wettervorhersage.
02:02:44: Aber nächstes Video um hierher los sind Bordeauxorten!
02:02:46: Stimmt?
02:02:48: Und gleichzeitig völlig falsch... Wie alle Wahrheiten die man auf EINE Zeile herunterbricht.
02:02:54: Aber nächste Video umwächst heute auf mehr als dreihundertsechzig Hektar weltweit und ist damit die meist angepflanzte Rebsorte der Erde.
02:03:01: Um hierher loob folgt auf Platz zwei.
02:03:03: Zusammen bedecken sie ein Weinberg nach dem anderen von Napa Bis nach Sizilien, von Santiago bis nach Stelmbosch.
02:03:11: Überall dort wo vernünftige Menschen entschieden haben dass diese zwei Rebsorten sich brauchen wie ein Argument die Gegendposition.
02:03:17: Cabanesknochen mehr los Fleisch!
02:03:20: Das ist nicht poetisch gemeint das ist biochemisch akkurat.
02:03:24: Das Problem mit Cabanesevillon war immer dass er perfekte Bedingungen braucht und aus mittelmäßigen Bedingung mittelmässige Weine macht.
02:03:31: Im Bordeaux auf den Kiesböden des Midok Wo das Atlantik-Klima die Wärme balanciert, ist er zu Hause.
02:03:38: Im Rest der Welt muss man ihm einen Ort suchen, der dieselbe Balance liefert.
02:03:44: Manche finden ihn viele Suchen immer noch!
02:03:46: Merlot ist das was Cabernet in der Jugend nicht sein kann... Die Schale ist dünner die Tannine weicher und die Reife kommt früher.
02:03:53: Die N-Analyse legt nahe dass Merlot ein Elternteil mit dem Cabernett fronteilt also ist er in gewisser Weise ein Halbgeschwister des Cabernets.
02:04:03: Was die Kinder verbindet?
02:04:05: Das strukturelle Denken.
02:04:07: Die dunkle Frucht, die Fähigkeit mit Eichenholz zur Arbeit!
02:04:18: Und die Kombination beider das Rezept des Medok.
02:04:23: Cabernet gibt Langlebigkeit, Merloh gibt Zugänglichkeit.
02:04:26: zusammen entsteht ein Wein der sowohl in der Jugend funktioniert als auch im Alter.
02:04:30: Das ist keine Formel!
02:04:31: Das ist ständig neu verhandeltes Gleichgewicht, dass jedes Jahr anders aussieht.
02:04:37: Neuseeland ist die jüngste bedeutende Weinregion der Weinwelt.
02:04:41: Die Mauri kannten keine Rebe.
02:04:43: Die ersten europäischen Siedler pflanzten sporadisch, ohne Systematik.
02:04:47: Erst im zwanzigsten Jahrhundert begann ein ernsthafter kommerzieller Weinbau und als er begann war Hawks Bay die erste Region, die sich für Rotwein qualifizierte weil man es nicht geplant hatte sondern weil die Geografie es nahezu erzwang.
02:05:00: Hawks bay liegt an der Ostküste der Nordinsel das genaue Spiegelbild vom Bordeaux auf den Nordhalt Kugel.
02:05:07: Dasselbe Prinzip, maritimees Klima durch einen Ozean temperiert mit langen warmen Sommern und Herbst ohne Regenerisiko.
02:05:14: Die Horkt-Bee hat mehr Sonnenstunden als fast jede andere neuseeländische Region!
02:05:19: Und sie hat etwas das Bordeaux erst im zwanzigsten Jahrhundert wirklich verstand.
02:05:24: Subregionale Terrordifferenzierung... ...und dann haben wir das Jahr neunzehnzwölf.
02:05:29: Jose Babich kann nicht um Wein zu machen.
02:05:32: Er kam um Kauri Gummi zu graben.
02:05:35: Das ist die ehrlichste Version dieser Geschichte und gleichzeitig die Romantische.
02:05:38: Kein Gründungsmütter, keine Weinbauversion, kein strategischer Plan!
02:05:43: Ein vierzehnjähriger Junge aus Runorweg ein Dorfendal-Martien damals Teil des österreichisch ungerischen Kaiserreiches der seinen drei Brüdern das neu seeländische Nordland folgte wo man durch das Grab und Verkaufen von versteinerten Baumsaft dem Kauri Haars etwas Geld verdienen konnte.
02:06:01: Und was folgte ist die neuseeländische Weinversion der klassischen Einwanderer Geschichte.
02:06:06: Krisen überleben, Schuldentilgen expandieren standhaft bleiben!
02:06:10: Heute leidet David Babbage Enkel des Gründers ist Unternehmen als CEO und sein Bruder Nier als Schermann.
02:06:17: Vier Generation ein Haus, Henderson Road, West Oakland.
02:06:21: Seit einmal elf Jahren im Besitz derselben Familie.
02:06:24: Über die Zeit sind andere Neuseelendsche Familienweigüter in Konzernhänden gewandert.
02:06:29: Babbage blieb Als das Älteste noch ein Familienbesitz.
02:06:33: befindliche Export war ein gut neues Seelands.
02:06:36: Nicht weil niemand kaufen wollte, sondern weil niemand verkaufen wollte!
02:06:42: Das Cabernet Sauvier und Merlot aus Hawks Bay gemeinsam.
02:06:45: ergibt es nicht der Versuch, Bordeaux zu kopieren – erst dass versprechen was dieselben Rebsorten auf anderem Boden unter anderer Sonne in der Hand einer anderen Familie tun.
02:06:57: In der Beer-Bitch Cabernet Sauvignon Merlot trägt die Direktorheit dieser Region.
02:07:02: Warme Einladen, das südliche Klima ohne Zurückhaltung!
02:07:05: Im Mund reifenfrüchte, flaumen Brombeeren dazu Zimt und Schokolade.
02:07:09: integriertes Eichenholz, dass nicht unterbricht sondern abrundet.
02:07:13: Die Tanine sind fein... ...der Abgang weich mit jenem roten Lackritznacheil, der bei Merlot Dominanz gerne auftaucht.
02:07:23: Jon Berbich hat neunzigzeig sein Fasswein gefüllt, ohne zu wissen was daraus wird.
02:07:27: Was daraus wurde, steht in der Henderson Road, exportiert in über sechzig Länder.
02:07:31: vier Generationen und einhundertzehn Jahre später!
02:07:34: Der Cabernet mehrloht, ist nicht das Flaggschiff des Hauses, sondern eine Entscheidung die man treffen kann wenn man lange genug durchhält.
02:07:47: Der Rest ist Neuseeland.
02:07:55: Und Neuseeland komplett neu interpretiert!
02:07:59: Wenn du das spüren möchtest, schau in die Shownotes.
02:08:01: Dort findest du die Bezugsadresse.
02:08:03: und danke an Belbisch für diesen langen sehr einzigartigen Weg natürlich an den deutschen Importeur Anas.
02:08:09: Handelshaus Schlumberger Gibt es bei dir welches jetzt gerade?
02:08:22: Es kann mir ganz spontan sehen, eben dem Morsche von Leflev erwähnt habe, den ich noch nie probiert habe Bei dir ein Wein, wo du sagst dem möchte ich gerne probieren im Leben.
02:08:32: Das habe ich ganz weit oben auf meiner Wunschliste.
02:08:35: gab es realistisch ist oder nicht den jemals zu probieren aber da würde ich gern mal einen Glas von haben also nicht nur irgendwie zwei CL sondern wirklich auch ein Glas und eine Flasche und den wirklich ergründen.
02:08:47: Ich glaube tatsächlich als wäre dann auch wieder ein spätbegund.
02:08:50: ich würde schonmal den Wein Romani Conti probieren.
02:08:54: Also von der Domain La Romani conti würde ich den rein gerne mal probieren.
02:08:58: Also die anderen habe ich schon, aber durfte auch schon den Weißen, aber das wird mich noch reizen.
02:09:05: Ich hatte jetzt gerade aktuell... Manchmal ergibt sich das ja witzigerweise einen Wunsch, den ich immer mehr probieren wollte, weil es der teuerste... also begut außen vorgenommen.
02:09:14: Teuerste Weißwein in der Welt ist Screaming Eels of Neon Blanc und den haben wir aktuell im offenen Ausschank.
02:09:19: Deswegen fand ich das gut, dass ich dem mal probiere im Konto.
02:09:24: Ja, das Flasche kostet viertausend Euro!
02:09:29: Und was kostet
02:09:30: das Glas?
02:09:32: Der ist in der Tat im Weinmenü drin.
02:09:35: Wir haben so ein Unique Weinmenüt, das kostet aus sieben Weinen und da es Egon Müller ist dabei dann Bono Matré, Contrange Alemania, Screaming Eagle ist mit dabei, Es ist Keller mit dabei Und das Weimine kostet zweitausendfünfnacht Euro, also die sieben Weine.
02:10:00: Daher weiß ich gar nicht was der einzelne Wein kostet.
02:10:03: Also könnte ich ja mal fragen, also kann ich dann irgendwie nachreichen?
02:10:06: Aber es ist schön für doch überraschend häufig genommen!
02:10:09: Das finde ich eigentlich ganz interessant... Also daher konnte ich den jetzt mal probieren und war in der Tat nachhaltig begeistert aber fand eben auch dass man Zeit für den Wein braucht.
02:10:20: Also nicht nur irgendwie so zwei Ziele hinter die Binnenkippe und sagen okay jetzt habe ich hier auch probiert sondern das sind beiden die von Entwicklung leben Und wo man ein Glasreich da eigentlich auch nicht um den Wein wirklich zu greifen.
02:10:31: Und letztlich sind diese Weine und das finde ich eben auch interessant, dann eben auch beim DRC oder beim Domindelrum Nikonti genauso... Man darf sie nicht am Wert messen, sondern bei Morisch von Lechleff.
02:10:44: Sondern man muss dem Wein als solches nehmen, muss sich selber runterschrauben.
02:10:47: Und möglichst, das find ich eben ganz wichtig, nicht selber bezahlt haben weil dann fängt man automatisch an ... den irgendwie in Relation zu setzen und zu sagen, okay ist ja das wirklich wert.
02:10:59: Und es kann Wein hier bringen.
02:11:00: Das wäre dann immer der Marktwert.
02:11:03: Mit wem würdest du gern mal ein Wein trinken?
02:11:06: Wenn eine Person deiner Wahl tut euer lebendig!
02:11:09: Wer wär deiner... Einfach mein Arm verbringen
02:11:12: sitzen?!
02:11:14: Oh wow!
02:11:14: Mit dir umal wieder!
02:11:15: Wir haben schon ewig kein Wein mehr getrunken.
02:11:17: Das stimmt!
02:11:17: So wie wir alte Zeiten reden
02:11:19: Machen wir ja gerade den ganzen Rest.
02:11:23: Ja,
02:11:24: jetzt?
02:11:25: Aber das wäre wirklich mal schön!
02:11:27: Das stimmt, ja?
02:11:28: Ja, im Bärvfall haben wir das letzte Mal außer auf der Verkostung und zusammen mal gesagt, kommen wir trinken.
02:11:32: Gesessen und ein Glas Wein getrunken, ich glaube das letztes Mal war es in dem Jahr zwei Tausend Fünf oder so was... Oder vier, zwei tausend Tieren.
02:11:40: Naja, aber nie wurde's voll, total gerne.
02:11:43: Jetzt erst einmal also Luce.
02:11:47: Genau ist für mich auch so ein wein wo man sagt jetzt haben wir die ganzen anderen großen namen und gab sie benannt aber einen wein der vier bewegt hatten den ich eigentlich total interessant finde und wo ich aber auch finde dass es weine gibt, die man irgendwie als somnie mal probiert haben sollte.
02:12:06: Und das ist für Wenn man mit Gästen redet und sie erzählen von ihren großartigen Wein-Erlebnissen, dann fallen eben Namen wie keine Ahnung, Ron Leier oder eben, wer weiß jetzt schon die ganze Zeit hatten, Live Left etc.
02:12:24: Und man braucht ja selber ein bisschen Trinkerfahrung, ein Lutsches für mich einer der Weinen, die vieles bewegt haben, vieles nur definiert haben, neue Ideen hatten und die man irgendwann mal im Glas gehabt haben sollte.
02:12:35: Dafür für einen dieser, ich finde, ikonischen Weine kostet der nicht viel Geld in der Relation.
02:12:42: Absolut, also wenn du jetzt Sasikaya zum Beispiel, nämlich der Kostjern Drittel davon jetzt,
02:12:47: also
02:12:48: Luce und es hat trotzdem auch diese was mir daran gefällt eine tolle Geschichte auf wie diese zwei zusammen kamen Mondavi und Fresco Baldi.
02:12:59: Wie ist damals diese in den glaube ich zuhahn der neunziger Jahre als dieses joint venture entstanden ist und
02:13:05: sieben neunzig neunzeig.
02:13:06: ich
02:13:07: finde das toll.
02:13:08: ja
02:13:10: Ja, das ist eine tolle Geschichte und es hat auch ... ja, das war so ein neuer Wind.
02:13:15: Also mal weg von den Traditionsweingütern, sondern jetzt einfach einen neuen Wind mit Modavi.
02:13:23: Und Fresco Baldi ist halt auch einer der absoluten tollen Familienweingüttern.
02:13:29: also was die geschaffen haben muss ich schon sagen beeindruckend.
02:13:34: Tolle Weinbaufamilie Fresko Baldi.
02:13:37: Und da ja so so eine Geschichte hier mit auch der kleine Lucente, also finde ich schon toll.
02:13:45: Also muss ich wirklich sagen jetzt Lux dieses Cabane QV oder dieser Cabane Sauvignon ist das glaube ich und das haben sie ja relativ neu im Programm.
02:13:54: Finde ich auch ganz spannend.
02:13:55: aber da gibt es für mich zu viel Alternativen.
02:13:57: wiederum und dafür finde ich jetzt Luce und Lucente und auch den Brunello find ich schon spannend.
02:14:04: Tolle Weine, und das sind auch Ikonen.
02:14:08: Und vielleicht einer der Weinen, die jetzt immer so ein bisschen in den Schatten fällt unter dem, ich sag' jetzt mal, Sassikaya, Ornelaya, Dignanello, Gratamaco, Montevero, wie sie alle heißen da... Ich schlutsche immer so etwas nicht ganz so präsent, sage ich mal, in der Weinwelt.
02:14:27: Obwohl es eigentlich eine der Ikonen ist!
02:14:30: Um eine der Sachen eben neu gedacht hat, der Song Jovése Merlot in dieser Kombination weiß gar nicht ob damals als erster aber zumindest neu definiert hatten.
02:14:40: Ich finde diese Kombination eigentlich total spannend, dass du auf der einen Seite etwas hast was ein bisschen ausladender und auf der anderen Seite etwas Struktur geben das du einen Fremdling und einen aus daheimert hast im ursprünglichen Sinne Winemaking eigentlich.
02:14:57: in dem sind neu definierstens Welten, in der Tat neu vereint.
02:15:02: Das ist nicht neu gewesen.
02:15:03: Es ist auch für Montavi damals nicht neu geworden.
02:15:05: Die hatten ja das gleiche Projekt im eigenen Haus mit Opus One und haben das dann versucht sozusagen auf die alte Welt zu spiegeln und einfach ihre Ansätze und ihre Gedanken dort in diesem Bewusstsein diese Region dort neu zu definieren.
02:15:25: Daher finde ich das interessant.
02:15:29: Gut, dann nehmen wir uns mal den Wein zu Ärzte oder?
02:15:33: Wie probierst du so einen Wein?
02:15:34: Also wenn du jetzt diese Verkostung hast versuchst du den von vornherein perfekt zu händeln.
02:15:41: also würdest du den Lüften dekantieren was du im Restaurant machst oder einfach nur Flasche auf ab ins Glas und lecker.
02:15:48: Also wenn ich verkost ist, ist es mir eigentlich am Wichtigsten dass der Wein jetzt nicht in der Karate schon vorher war stundenlang weil ich das ja nicht abschätzen kann aber jetzt eine Stunde oder ne.
02:15:56: War sondern ich bin also da bevor zu ihr eigentlich Flasche aufmachen.
02:16:00: sowieso verkost ich so weiß ich sofort Bescheid.
02:16:04: Also mir ist eigentlich am liebsten wenn ich ihn direkt jetzt aufgemacht habe eingeschänkt hab und dann kann ich mir direkt eigentlich meinen Urteil geben und weiß dann auch oder man kann es dann einschätzen wie er sich verhält wenn er bisschen Luft bekommt.
02:16:15: aber so haben wir halt den direkten Erst Kontakt, also so ist für mich eigentlich und nichts verfälschtes dabei.
02:16:22: Das ist mir doch wichtig!
02:16:23: Wie siehst du das?
02:16:24: Also muss es für dich da weinen schon vor
02:16:27: der Lüftezeit?
02:16:28: Ist genauso, also idealerweise fängst beim Glas an dass ich möglichst gleiches Glashommer habe.
02:16:34: Man kann das zwar gedanklich rekonstruieren wenn ich ein anderes Glas habe wie der Weid sich sonst präsentiert Aber ich versuche schon immer mit einem gleichen Glas Form zu verkosten, um möglichst gleiches Bild zu haben.
02:16:51: Temperatur ist gar nicht unwichtig, da versuche ich auch darauf zu achten dass er eine ganz gute Temperatur dabei hat das man ihm eben die Möglichkeit gibt sich in einigermaßen guter Performance zu präsentieren oder in einer guten Situation zu präsentieren.
02:17:08: Und dann ist es, dass ich da auch versuche die möglichst gleichen Grundbedingungen immer zu erschaffen.
02:17:15: Also die Flasche möglichst frisch geöffnet und das immer so weil wenn ich jetzt den einweilen mit drei Stunden Vorlauf probiere den anderen Frisch geöffnet ist es relativ unfair und durch diese Erfahrung kann man schon recht viel herleiten rekonstruieren Erlebt aber trotzdem, das finde ich auch ganz spannend immer wieder Überraschungen.
02:17:37: Dass man einfach sagt okay wenn ich die letzten Tage später nachprobiere du raus hätte ich nicht gedacht dass er sich wirklich so entwickelt ist manchmal ganz spannend und schön Das mit zu erleben und aber auch diese Offenheit zu warnen.
02:17:47: Aber für mich ist es immer ein riesen Unterschied ob ich weine professionell verkoste oder ob ich sie genuss trinke.
02:17:53: also da ich mich selber auf den Weinen einlasse aber wenn ich sie professioneller verkostet Immer möglichst diese diese voraussetzung
02:18:00: Die gleiche Art.
02:18:01: Ja,
02:18:01: immer die gleichen Art.
02:18:02: Immer in möglichst gleichen Bedingungen genau.
02:18:05: Genau dafür sind wir auch profig genug.
02:18:06: um das einzuschätzen zu können finde ich also... Ich verwende da auch immer die Gleiche Gläser.
02:18:11: aber jetzt probieren wir mal.
02:18:12: Bist du Ehrenhasenmensch oder Gaumenmensch wenn du einen Wein verkostest?
02:18:16: Also orientierst du dich eher an der Aromatik und versuchst die zu deklinieren?
02:18:22: Oder ist es Geschmack, Gustaturik, Struktur...?
02:18:25: Also ich habe da so mein Schema, klar in erster Linie wendet Wein einschenkst, schau es natürlich auf die Farbe.
02:18:32: Dann bin ich schon ein Nasenmensch.
02:18:33: also für mich ist das schon wichtig.
02:18:36: wie ist die Nase geprägt?
02:18:37: Wie springt er aus dem Glas förmlich raus?
02:18:41: oder ist er eher zurückhaltend?
02:18:43: und dann klar definiert sich's doch nochmal über den Gaumen.
02:18:47: aber ein klasse Wein!
02:18:48: Also ich jetzt Dreh'n zwanzig Ich hab noch einundzwanzig bei mir stehen.
02:18:53: Sehr gut gefällt mir Doch schön saftig fleischig.
02:18:57: Was sagst du zu dem Wein?
02:18:58: Na gut, du hast ihn jetzt wahrscheinlich schon aktuell öfters verkostet in den Dreiundzwanziger oder?
02:19:03: So häufig eigentlich gar nicht.
02:19:05: Daher ist es für mich auch mal eine Überraschung wo ich mich auch drauf freue und bei dem ist es in der Tat so dass mich die erste Eindruck dann total fasziniert weil es ja manchmal bei Weinen dieser Art oder dieser Güte So ist, den spricht man ja eine gewisse Lebensfähigkeit zu.
02:19:27: Dass die zwanzig dreißigvierzig Jahre reifen können was der auch durchaus kann.
02:19:31: also selbst im mittleren zweistelligen Bereich glaube ich kann er sich ganz gut entwickeln.
02:19:36: oder hat man das Gefühl und dann braucht man meistens einen gewissen Vorlauf dass der Wein vorbereitet werden muss.
02:19:42: Dass er Luft braucht, dass es sich entwickelt des entsprechendes Glasbrauch um eben nicht nur Kraft oder Stoffigkeit zu zeigen oder eben der Farbe zu entsprechen an dem doch von Augustatorik sondern um auch dieses Faszinierende auszustrahlen.
02:19:57: Und bei dem ist es jetzt in der Tat so, dass ich schon beim ersten Nasenkontakt mit geführt habe – gerade bei dir auch – diesen Überraschungsmoment wo man sagt wow!
02:20:07: Die Aromatik ist nicht nur eigen oder besonders er ist nicht noch frucht geprägt und nicht nur vom Ausbau von diesem vierundzwanzigmonatigen Holzausbau geprägt, sondern einfach auch von dem Spiel zwischen Feinheit und Kraft.
02:20:25: Und das finde ich es manchmal eben sehr schön wenn du so einen Wein dann beim Gast das erste Mal einschenkst.
02:20:33: Gäste werden den Wein oftmals in ersten drei vier fünf Sekunden.
02:20:42: Erste Gefühl ist unglaublich ausschlaggebend, wie intensiv sie sich später auf dem Wein einlassen oder nicht einlassen.
02:20:49: Wie die Grundstimmung ist, wie die Skepsis entweder steigt oder eben eine gewisse Grundzufriedenheit eintritt.
02:20:57: und wenn der Wein von sich aus dann schon eine Faszination oder eine gewissen Ausschaltung das muss nicht immer Kraft sein.
02:21:01: gerade bei vielen sensiblen Wein haben wir gar nicht dieses Kraftelement.
02:21:06: aber bei dem es jetzt schon gegeben Und es ist eben nicht fruchtmomulär, das hat nicht nur viel Intensität.
02:21:14: Sondern es ist eine gewisse Feinheit die Neugierig macht und der hat so eine intuitive Ausstrahlung die neugierige macht.
02:21:20: also wenn ich rein rieche oder ich lass dich den Wein lieber beschreiben wie du den wahrnimmst was
02:21:24: ich finde Du hast wie du aussagst beim ersten Eindruck schon Schließt es natürlich auch auf dem Jahrgang.
02:21:30: Dreiundzwanzig war ein tolles Jahr.
02:21:32: Ist ein sehr warmes Jahr.
02:21:35: Es ist ein Wein In der Nase für mich so extrem diese Prumbeere, fast schon so süßkirsche finde ich.
02:21:43: Dann aber auch in das Kassis übergeht.
02:21:46: dann das Holz finde ich super eingebunden muss ich wirklich sagen ist überhaupt nicht laut dass du jetzt denkst du wirst ja mit dem Holzprügel erschlagen sondern er hat eine gewisse Feinheit aber trotzdem im Mund an den Gaumen unheimlich saftig so dieses extrem fleischige, so stoffig finde ich den Garnet.
02:22:06: Also ich finde schon von den Tanninen auch schon fast wie soll ich sagen fast so reife süße Tannine.
02:22:13: also ich finde unheimlich ja jetzt nicht als Kraftpots gesehen sondern eher schon unheimlig ausgewogen auch schon in der Jugend.
02:22:22: Ich bin jetzt wirklich überrascht mit Dreiundzwanzig.
02:22:26: Toller Wein!
02:22:27: Also muss ich wirklich sagen der vom ersten Schluck an schon Spaß macht.
02:22:31: Was ich aber glaube, dass er wenn er noch ein bisschen mehr Luft bekommt.
02:22:35: Dass er noch mehr zur Geltung kommt.
02:22:37: also ich glaub es ist ein Wein der schon in den Jugend relativ trinkfreudig ist Aber auch ein unheimliches Potenzial hat.
02:22:46: Also ich weiß natürlich habe so alte Lutsche noch nicht getrunken, zwanzig dreißig Jahre Ich glaube der hatte ein großes Potential.
02:22:53: doch da bin ich schon auch deiner Meinung Ich finde ja da so ein bisschen was von Waldbeeren So sehr stimmig alles, also auch von den Tanninen hat er dann auch so ein bisschen... Doch jetzt kommt auf dem Holz so ein Tattsch Kokus.
02:23:10: Ein bisschen auch diese Dörpflaume finde ich aber nicht im negativen Sinn dass er Marmelade ist sondern er hat eine schöne Säure und das kommt natürlich auch vom Sanchovese.
02:23:24: Dass er diese lebendige Säurer hat.
02:23:26: und du hast das Gefühl wenn es jetzt nicht eigentlich halt zwölf wäre, könnte ich jetzt eigentlich schon die Flasche leer machen.
02:23:32: Also das macht schon Spaß!
02:23:35: Das macht mir jetzt echt schon Spaß.
02:23:37: Weiß nicht wie du.
02:23:37: das ist aber für mich ein großartiger Wein der mit Sicherheit einen Krisenpotenzial hat, aber auch jetzt schon sehr trinkfeudig isch?
02:23:46: Es gab eine Verkostung kürzlich wo... also, da war das erste Jahr, wo Lutsche produziert wurde, jetzt im Jahr wo alle produzierten Jahrgänge verkostet wurden und der Report war sehr, sehr beeindruckend eigentlich.
02:24:07: Wie stabil die Weiner aber auch in ihrer Entwicklung sind.
02:24:10: Ich würde sagen, dass sich der mit ein bisschen Belüftung noch entwickelt.
02:24:13: Ich glaube dann kommen mehr so diese Würznoten zum Tragen, so dieses typische Tannox-Kanau, wahrscheinlich auch so Röstaromen, die das Ganze normal im Balance bringen.
02:24:23: Ich finde die Frucht aber eben auch sehr interessant, sehr attraktiv.
02:24:27: Und ich mag den Nachgeschmack.
02:24:28: also er bleibt unglaublich lange präsent am Gaumen.
02:24:31: und ja die geschliffenen Tannine das finde ich schmückt den Wein, schmuckt eben doch das Fruchtbild und wirkt dann nicht so als krassen Gegenpart wo man's Gefühl hat neben dem verwöhnenden Aroma wird man da irgendwie dann so gußaturisch bestraft.
02:24:47: oder ähnlich wie das Erlebnis was du damals mit dem Barolo hattest dass man sich da erst mal durcharbeiten muss.
02:24:55: Man hat den Gaumen voll Wein, er hat eine tolle Präsenz.
02:24:58: Man kann sich durchbeißen und durcharbeiten aber wirklich überhaupt nicht schwer.
02:25:02: Und ich glaube das ist das große Kunststück im Wein zu produzieren der eine Präsent, ne?
02:25:06: Ne gestatorische Opulenz hat aber eben auch dieser wie du es eben auch formuliert hast Trinkfreude mit dabei.
02:25:13: Was für dich ein optimales Glas dafür?
02:25:15: würdest du eher zum bauchigen begunderähnlichen Glas um die Feinheiten so ein bisschen herauszuarbeiten oder würdest Du eher zum markanten Bordeaux-Glas greifen, um eben die Struktur zu betonen und die Charakteristik oder eben zum etwas schmäleren, klassischen Sanchoveseglas was denn doch die Frucht betonten?
02:25:35: Die Feinheiten also eigentlich das Zwittriege dabei.
02:25:39: Hättest du dann eine Präferenz?
02:25:41: oder ist das... weil ich finde mit dem Glas kannst Du den sehr stark austankieren und kannst ihn sehr sehr stark beeinflussen.
02:25:51: Ja, ich habe mich jetzt gerade auch kurz überlegt welches Glas nämlich zu verkosten.
02:25:56: Ich habe mich für das Gabrielglas entschieden weil es zur Verkostung eigentlich immer ganz gut passt.
02:26:01: Hab aber davor überlegt ob ich jetzt das Velociclas von Riedl, ob ich das nehme wäre jetzt nicht passend als Syraglas.
02:26:10: Aber ich glaube tatsächlich dass dieser Wein auch sehr sehr gut da steht in dem Bogunderglas.
02:26:19: Das kann ich mir wirklich, weil er doch unheimlich fein ist.
02:26:23: Sanchovese hat oftmals auch dieses Erdige-Würzige, was mich sehr gut gefällt, immer eine lebendige Säure und ich glaube da es ja mit Merlot kivitiert wurde dass das im Burgundaglas sehr gut funktioniert immer noch da sein wird, aber nehmen wir vielleicht ganz so präsent wie jetzt in einem schmaleren Glas.
02:26:47: Also ich glaube der kann schon auch von der Struktur her ein tolles Burgundeglas vertragen und
02:26:53: er war... Kann man wahrscheinlich auch ein bisschen vordern.
02:26:54: Das glaube ich bei dir relativ interessant also den da so ein bisschen auch an die Grenze in die Extreme zu leiten.
02:27:00: wenn du so einen Wein beschreibst gibt es bei dir Weinenwörter?
02:27:03: Die du besonders gerne benutzt, wenn du dich selber beobachtest oder welche die du absolut vermeidest.
02:27:09: Oder wenn jemand anders sie benutzt und du sagst wow ja der hat ein Händchen dafür?
02:27:13: Oder wenn der irgendwie um Wort benutzt wo es dir die Nackenhaare aufstellt?
02:27:21: Ja ich glaube ich benutze selber oft das Wort mineralisch und dann saftig Wo ich mich immer wieder ertapp was sich nicht verwenden.
02:27:33: also Das ist jetzt auch eine gute Frage.
02:27:35: Ich bin eigentlich mir immer treu und versuche so ein bisschen, welche Wörter nehme ich nicht?
02:27:42: Also ich finde es jetzt krass oder geil der burned richtig.
02:27:51: Das ist jetzt nicht so meine Weinansprache, oder wenn jemand fragt ... Ich werde das nie vergessen.
02:27:57: Es hat mein Azubi mich gefragt was denn der Wein kann?
02:28:01: Was soll der können?
02:28:02: tanzen, springen und hüpfen?
02:28:05: Ja, was kann der Wein?
02:28:06: Was ist das für eine Frage?
02:28:07: Was kann der weinen also?
02:28:09: Sowas würde ich jetzt nicht fragen wahrscheinlich.
02:28:11: Witzigerweise hat es vor zwei Wochen Gunnar Tietz auch gesagt.
02:28:14: er sagte ihm auch, dass er überhaupt nicht damit klarkommen wird.
02:28:17: niemand fragt Ja, ja.
02:28:18: Interessant!
02:28:22: Ich frag
02:28:23: mich da, was sollt?
02:28:27: Aber findest du so etwas wie geil, mega Bombeknaller?
02:28:29: Findest du sowas deplatziert und es gehört nicht zum Wein?
02:28:32: oder ist das dann letztlich ein Zeitzeugnis, dass man heute anders spricht?
02:28:36: Also findest Du das despektierlich wenn man Wein geil findet oder findest DUS einfach nur nichts zu Dir passend?
02:28:43: Wahrscheinlich nicht zu mir passend.
02:28:45: also Es kommt natürlich immer auch drauf an mit wem er den Wein trinkt irgendwelcher... Altersklasse, die anderen sind und die das dann sagen.
02:28:53: Aber ich würde es jetzt wahrscheinlich nicht sagen.
02:28:54: Ich würde jetzt sagen eher der ist absolut top!
02:28:58: Der ist superklasse...ich glaube ich bin eher so der Weinbeschreiber.
02:29:05: Gibt's bei dir irgendwas was ansteht oder was dir vorgenommen hast?
02:29:09: Willst du mal ein Buch schreiben?
02:29:11: Nee, das bin ich nicht.
02:29:13: Also ich bin kein Journalist.
02:29:17: Ich will kein Buch schreiben.
02:29:18: Findest du, Sommys sollten grundsätzlich nicht schreiben?
02:29:20: Oder ist das nur nicht deine Baustelle?
02:29:24: Das ist nicht meine Baustellung.
02:29:25: Also das ist nicht mein Ding.
02:29:28: Die, die was können und es können ganz viele, die sollen's auch machen... ...das ist auch wichtig.
02:29:32: dann auch um weiterhin das Thema Wein populär zu machen.
02:29:38: Das finde ich auch wichtig, aber das ist nicht meine Baustelle.
02:29:41: Es ist ja auch so eine Überlegung, wenn du gerade sagtest, dass ich kein Journalist bin, ob man als Tommy übergriffig ist, wenn man in das Midyä eines anderen, sprich einen Journalisten eingreift und sagt publiziere auch und schreibe auch oder ob das einfach, weil journalist ist ja witzigerweise wie somie auch kein definierter, kein festgesetzter Begriff.
02:30:00: Jeder ist von sich behauptet.
02:30:01: man kann sich zwar natürlich registrieren lassen bekommt ein presse aus bla bla bla brauchen wir alles nicht erläutern aber die haben mir die gleiche problematik wie in zombie dass es eine ausbildung gibt aber eigentlich kann sich das jeder auf die fahne schreiben ist es manchmal gar nicht so unwichtig, eben auch solche Handwerklichkeiten, Tätigkeiten zu schützen und da eben Respekt vorzuhaben.
02:30:23: Und wenn wir das eben auch praktizieren ... Ich find's gut, wenn jeder der etwas zu sagen hat, er sagt, er ist auch publiziert und vor allen Dingen auch Wissen weitergibt.
02:30:36: Aber die Frage ist halt ...
02:30:38: Wenig auch?
02:30:38: Ja okay super!
02:30:40: Also für dich kommt's nicht in Frage kein Buch irgendwelche sonstigen Pläne irgendwas was du ganz weit oben auf der Agenda hast, was du unbedingt machen möchtest oder was wir von dir erwarten dürfen.
02:30:50: Ja also in erster Linie glade Gesundheit ist mir natürlich auch wichtig und die Familie wichtig ist aber auch für mich jetzt das Thema Wein weiterhin ein Kulturgut ist und dass es mir auch wichtig, dass es weitergeht.
02:31:09: Ich sehe so manche Sachen im Trend wo ich denke Das tut mir weh, das tut mir wirklich weh in der Seele.
02:31:16: Wenn ich dann höre dass es so extrem zurück geht und weiß wenn du dann raus schaust also wir wohnen ja hier im Remstal und du siehst dann so viele Flächen die brach liegen und du denkst dir was wird da?
02:31:25: jetzt gibt es noch Olivenbäume?
02:31:27: Und was sollen wir jetzt da machen?
02:31:29: Also das tut mich schon weh!
02:31:30: Also klar wir waren verwöhnt wir haben extrem viel Hektar Wein auf der Welt.
02:31:35: aber ich wünsche mir einfach das das Thema Wein weiterhin Ein Produkt ist, das wir schätzen und es gehört zu unserer Kultur dazu.
02:31:44: Und es soll auch weiterhin ein Weinkultur, ein Getränk sein... ...das Freude macht mit dem Essen oder als Solist oder mit Freunden.
02:31:53: Das ist mir schon wichtig!
02:31:54: Also ich will's nicht so in den FN... ...dass es nur negativ ist.
02:31:59: Es ist Alkohol und es ist negativ.
02:32:03: Geht auf deinen Körper, klar das wissen wir alle.
02:32:05: Jeder soll's nicht übertreiben aber es ist trotzdem immer noch was Tolles.
02:32:08: also ich finde Ich war jetzt wieder auf Weinreise und denke ich das verbindet so viel und du hast tolle Gespräche Du hast... Ich weiß nicht, ich find auch so ein Weintrinker der ist ja komplett anders wie ein Bierdringer.
02:32:19: Also beim Biertrinker da geht immer alles extrem schnell!
02:32:24: Ich genieße jetzt ein Bier im Stadion.
02:32:28: Das ich trink gerne eins, ich trinke auch mal gern eins zum Festspaar... Aber das ist... Ich wertschätze das schon extrem auch aber nicht so wie bei Wein!
02:32:37: Bei Wein da brauche ich mehr Zeit.
02:32:40: Ich kann jetzt auch kein Wein runterhexen.
02:32:42: Das geht nicht oder schnell, schnell.
02:32:46: Bei mir ist Thema Wein immer.
02:32:47: Da muss ich zur Ruhe kommen und dann muss ich Zeit haben.
02:32:50: Klar wenn du auch für Kostungen bist, da geht es nicht.
02:32:52: ... eher der Arbeitstag, aber das ist zum Thema Bier was ganz anderes für mich.
02:32:58: Also beim Bier da ist auch die Stimmung ganz anders, da ist es immer lau oder... und das ist beim Wein nie so!
02:33:04: Die Stimmung ist ganz anders.
02:33:05: Die ist immer entspannter wird ich jetzt vielleicht fast nennen also ruhiger gelassener.
02:33:12: Das wünsche mir dass das Thema Wein ja weiterhin ein positiver Aspekt in der Welt ist.
02:33:20: Ich finde den Gedanken wenn ich das noch mit aufgreifen darf mit dem Weinreisen sehr wichtig beziehungsweise eben mit dem weinen situation wenn man sich menschen beim wein anschaut egal was und das haben wir eben auch Mit den weinreisen wir von der wein reise zurückkehren mit summis mit kollegen mit journalisten mit wem auch immer oder mit anderen winzern.
02:33:39: Man generiert andere verbindlichkeiten daraus.
02:33:43: also man baut eine verbindung miteinander auf wenn man in dem augenblick sehr sensible Informationen über seinen eigenen Geschmack oder eben über seine Betrachtung, Preis gibt sich austauscht miteinander ganz anders kommuniziert.
02:33:55: Das habe ich bei nichts anderem und ich überlege gerade ob es andere zum Beispiel auch Gruppenreisen gibt wo man diese innige Verbindung aufbaut, sei es eine Kulturreise, Museumsreise Opernreise
02:34:06: etc.,
02:34:08: wo es dann teilweise auch die Sinne anspricht beziehungsweise auch in die Tiefe geht.
02:34:11: niemand baut bei keiner anderen Reise oder keine anderen Zusammenkunft Fast automatisch diese innige und vertraute Verbindung auf, wie wenn es irgendwie um oder mit Wein geht.
02:34:25: Sei's entweder bei einer Weimprobe, sei es bei einer Weinreise, sei ist beim Wein-Wandertag oder weiß noch immer.
02:34:33: Leute reden miteinander und das finde ich super.
02:34:37: Finde ich auch!
02:34:37: Also das ist absolut ... Wenn du auf Weinreisen gehst ... mit dem Winzer und der dich dann so mitführt... ...und dich in die Weinberge nimmt, in den Keller nehmt.
02:34:49: Und du so die DNA von dem Winzern kennenlernst,... ...das berührt einen auch!
02:34:56: Dann kommst du nach Hause und denkst... ..."Wow das war jetzt so
02:34:58: unglaublich!".
02:34:59: Du hast richtig luscht weiter... ...wein zu trinken, wein zu verkaufen... ...mit Weinen umzugehen, des Händlingen... Also mich begeistert es immer wieder.
02:35:09: Es gibt da so viel verschiedene... Weingüter und Winzer, die sind alle unterschiedlich.
02:35:15: Und trotzdem denkst du wow ja ich habe immer wieder das den Effekt Du bist dort und denkst okay so hab ich das.
02:35:23: Ich kenne die weine von Verkostungen.
02:35:25: Ich habs schon lange im Programm aber jetzt bist mal vor Ort und schaust du das an?
02:35:29: Hast noch ein ganz anderes Bild.
02:35:30: hast du nochmal?
02:35:31: nimmst es vielleicht noch extremer war.
02:35:33: also wir waren jetzt erst auf Weinreise wie gesagt in Wien sechs Freunden unterwegs gewesen und wir machen jedes Jahr eine Weinreise immer ein anderes Anbaugebiet.
02:35:44: Und dieses Jahr hat es irgendwie alle so klar, die haben sich extrem viel Zeit genommen den ganzen Tag und haben uns mit dem Traktor rausgeführt.
02:35:52: Wir haben alles angeschaut und wirklich fast schon mit jedem Rebstock gesprochen.
02:35:57: Die kamen alle heim und fanden das so extrem in diesem Jahr.
02:36:01: Ich weiß nicht ob man vielleicht mittlerweile zu viel negativ sieht oder Mir kam das erst gar nicht so vor.
02:36:08: Also ich habe schon gesagt, wir waren doch schon auf ganz anderen Weingütern und alle haben gesagt nein, es war das Null-Plus Ultra, ob man das noch toppen können?
02:36:15: Und das finden die schon beeindruckend also wie dass die Leute auch mitnimmt.
02:36:19: Die haben eine ganz andere Wertschätzung.
02:36:21: und klar, das merkst du ja selber auch, ob sich jetzt jemand Zeit nimmt oder keine Zeit nimmt wenn er keine Zeit hat dann wird so ne Weinprobe ganz anders dargestellt als wenn einer sagt Ich mach jetzt den Tag, ich hab mir die Zeit.
02:36:36: Nehm' mich mehr jetzt und bin den ganzen Tag für die
02:36:38: da.".
02:36:39: Na ist toll!
02:36:40: Also beeindruckt mich immer wieder.
02:36:51: Wenn ihr jemand kennt der ähnlich Wein verliebt, dass er ähnlich ehrfürchtig respektvoll, der ähnlich achttungsvoll mit Wein umgeht, mit dem Winzern umgeht und seinen Kollegen umgeht schreibt es mir.
02:37:07: diesen hochachtungsvollen Umgang mit Weinpflege, wie Daniels tut.
02:37:11: Das habe ich damals zu Lehrwachszeiten im Restaurant Dieter Müller erfahren dürfen und war damals schon zutiefst ergriffen und begeistert von dem Menschen Daniel Hasard aber eben auch in seiner Art, wie er sich seinen Kollegen gegenüber, den Weingegen über den Gästen gegenüber gibt!
02:37:27: Und... Ich mochte die Art dass er niemals wirklich auf den Putz gehauen hat dass er niemals über die Strenge geschlagen hat, obwohl er es könnte mit seinem Wissen und seinen Erfahrungen.
02:37:37: Die er damals schon hatte vor dem Jahr.
02:37:40: Ich habe vier von ihm gelernt und ich habe mir ein großes Stück Devotheit vor dem Produkt Wein von ihm abgeschnitten.
02:37:47: Danke lieber Daniel für eine ganz besondere authentische Art!
02:37:51: Und natürlich an dieser Stelle auch nochmal ein großes Dankeschön an die Schlumberger Gruppe.
02:37:54: mit den Privatkundenportal Bremer Weinkolleg Und als Profi stehen dir deine Ansprechpartner für die Handelshäuser Segnetz, Conzio Vini und Schlumberger zur Verfügung.
02:38:04: Sowohl die drei Handelthäuser für die Profis als auch das Bremer Weinkolleg sind natürlich online vertreten, haben neue Webshops superübersichtlich.
02:38:12: dann macht es richtig Spaß zu shoppen!
02:38:15: Beim Bremerweinkollegg ist das www.bremerminusweinkulleg.de bei schlumbergerwiewschlumberg.de.
02:38:22: Schau mal vorbei ich würde mich freuen.
02:38:24: Und wenn dich die Weine, die immer als keine Einspieler beziehungsweise Produkte diesmal bei einen Krabber dabei interessieren findest du diese auch in den jeweiligen Portalen.
02:38:33: Also bei Schlummbärken oder beim Prämabereinkollekt Schau mal vorbei und ich würde mich natürlich freuen wenn Dich das interessiert was ich für Dich aussuche.
02:38:40: Ich finde die Produkte ist so großartig wie ich es versuche rüber zu bringen.
02:38:44: Ich hoffe es kommt an!
02:38:45: Und dank der Schlumberger Gruppe Dank der Unterstützung darf ich sagen nach dem Podcast ist vor dem Podcast Nach dem Freitag ist vor den Freitagen Und nächste Woche haben wir wieder eine Episode von Mee & Friends.
02:38:57: Ich reise ins Rheingau, ich reise nach Hattenheim und ich durfte – ich glaube fast zwanzig Jahre – Gastformerie sein im Kronenschlösschen beim Rheinger Gummifestival!
02:39:08: Und angefangen mit ihrem Papa Habi Ulrich hat nach und nach Johanna Ulrich das Rheiger Gummiefestival übernommen.
02:39:15: Mittlerweile ist sie General Manager im Krohenschlöschen Leiterin des Rheingau-Gummi-Festivals und sie sieht glaube ich mehr Köche im Jahr als jeder anderen dieser Republik, zumindest von gastronomischer Seite.
02:39:28: Probiert näher Menüs, verkostet mehr Weine und besteht natürlich nicht nur aus dem Rheinger-Gummifestival sondern das Grunschlösschen selber ist eine der Institutionen nicht nur im Rheingeau in Deutschland mit einem wahnsinnigen Weinkeller!
02:39:42: Und Ihre Sicht auf Sommys, ihre Sicht auf die Weinen interessiert mich wahnsinnig.
02:39:45: Ich freue mich auf nächste Woche!
02:39:47: Auf eine neue Ausgabe Sommy & Friends und auf die großartige Johanna Ulrich.
02:40:05: Hallo liebe Weinfreunde Hier ist die Gabriele Predatsch von der Kabyweinbar aus Stuttgart.
02:40:11: Daniel und ich kennen uns schon wirklich viele Jahre.
02:40:13: Ich nehme an dass unsere erste Begegnung in seinem Familienbetrieb war das Landgashof Lamm in Hebsack.
02:40:20: Ein toller Ausbildungsbetrieb ein toller Wohlfühlort.
02:40:24: Es macht immer Spaß da zu sein und Dani hat natürlich auch wieder zu weit getragen.
02:40:29: Ich habe auch vor vielen Jahren einen meinen ersten Sensorik-Kursen bei ihm belegen dürfen, das war in der Der Huka Akademie im Bad Untertürkern.
02:40:38: Auch da hat man schon gemerkt dass er ein unheimliches Gespür für Wein aber auch für
02:40:42: die Menschen
02:40:42: hat.
02:40:44: Vor über zehn Jahren hat er es gewagt und hat seine eigene Weinhandlung
02:40:49: aufgemacht und aufgebaut
02:40:51: – in Winterbach!
02:40:54: Erst mal ganz klein angefangen.
02:40:55: nebenbei und im Jahr ist es wirklich grandios und wunderbar, weil ich ihn einfach sehr schätze.
02:41:06: Und die Jahre verfolgen durfte und konnte!
02:41:08: Wir arbeiten schon viele Jahre zusammen, egal ob im Steinerestaurant oder in unsere Weinbar.
02:41:14: Er berät uns immer, er ist immer flexibel, er isst immer bodenständig, servisorientiert, gastorientiert und einfach ein klasse Typ.
02:41:24: Er weiß so viel und muss es niemals raushängen, was ich natürlich in der Weinwelt oft vermisse.
02:41:29: Aber der Erfolg gibt ihm recht!
02:41:31: Und ich
02:41:32: glaube er ist nicht mehr weg zu gänken bei uns in der Region also Richtung Remstal, Stuttgart oder Richtung Schwäbisch-Gmünd.
02:41:40: Er ist in so vielen Legen vertreten und berät so viele Gastronomen und Gastronominnen.
02:41:45: Es ist einfach eine Bereicherung für die Weinwelt.