SOMMELIER

SOMMELIER

Die interessantesten Weinkellner unserer Zeit

Transkript

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00:00:13: Hallo, hier ist Johannes Leitz.

00:00:15: Ich bin Winzer im Rheingau.

00:00:17: Mittlerweile... ich kann es kaum glauben habe ich einvierzig Jahrgänge auf dem Buckel und der GUNA!

00:00:24: Mann um Mann.

00:00:24: sobald ich den Namen ausspreche bekomme ich Gänsehaut.

00:00:28: Es war direkt Anfang der zweitausende Jahre wo Berlin noch gar nicht so mit einem Fall verstehen überlaufen war von Winzern Und da durfte ich den GUNAK kennenlernen.

00:00:41: und die Gänsehaut bleibt.

00:00:43: Ich kenne keinen auf der ganzen Welt, der Wein mehr liebt als Gunnar!

00:00:49: Wenn er eine Flasche guten Wein sieht oder eine Weinkarte dann ist es wie ein kleiner Bub im Spielzeugkatalog.

00:00:57: die Augen fangen an zu leuchten Und ich muss wirklich sagen Es gibt kaum jemand dem der deutsche Wein und den deutschen Winzer so viel bedeuten wie den Gunnar Und auch wirklich niemand, dem der Deutsche Wein auch ganz viel zu verdanken hat.

00:01:15: Allein die Küchenpartys im First Floor in Berlin waren legendär und wenn wir Winzer so zusammensetzen sitzen und über die gute alte Zeit sprechen, jeder erwähnt den Gunnar unerwähnt die Zeit im First floor allein sein Karo Gewinekeller, was da drin gelegen hat.

00:01:43: Mit mein schönstes Erlebnis ist als ich Gomio Winzer des Jahres war und der Gunner war Sommer jedes Jahres wo wir gemeinsam fünf Liter Flaschen ausgeschenkt haben und uns das abends wirklich wie man so schön sagt der Arm abgefallen.

00:02:00: also wirklich vielen.

00:02:01: vielen dank an Gunna dass es dich gibt und danke was du alles so für die winzer und die Weinwelt in den letzten Jahren getan hast.

00:02:11: Tschüüü!

00:02:33: Ich freue mich richtig darauf, dass Freitag ist.

00:02:35: Ich freu mich richtig drauf, dass wir eine neue Folge von Sommehe, die interessantesten Weinkähne unserer Zeit haben.

00:02:42: Herzlich willkommen.

00:02:42: Schön, dass du da bist.

00:02:44: Und herzlich willkommen lieber Gunnar Tietz.

00:02:47: Er ist einer der absoluten Institutionen der deutschen Sommehen-Welt hat eigentlich die Sommehelandschaft seit den neunzigern Jahren end der neunziger Jahre geprägt Hat lange eigentlich fast ausschließlich im First Floor in Berlin gearbeitet und gilt als Inbegriff für die Zombie-Entwicklung in Deutschland.

00:03:05: Das Besondere bei Gunnar ist, er ist immer er selber geblieben.

00:03:09: das merkst du gleich im Gespräch.

00:03:11: Er ist so wahnsinnig authentisch und er ist sowohl wissend er kennt die komplette Bordeauxlandschaft diese ganz traditionellen Beinen Die Klassiker kann diese rauf und runter beten aber er geht damit nicht hausieren.

00:03:22: er trägt es in sich gibt es weiter wenn er gefragt wird großartig.

00:03:26: Und bevor wir ins Gespräch einsteigen, möchte ich mich ganz herzlich bei der Schlumberger Gruppe dafür bedanken.

00:03:31: Dass Sie uns unterstützen und dass sie an unserer Seite sind!

00:03:33: Dass Sie genau dieses Projekt begleiten!

00:03:35: Unsere Schlumbergergruppe gehören die Handelshäuser Conzio Vini als Spezialist für italienische Weine Dann haben wir Segnitz und natürlich der Stammhaus Schlumberga.

00:03:44: Und für private Weinliebhaber gibt es noch das Bremerweinkollekt.

00:03:48: Da findest du die gesamte Palette der Schlumbergagruppe Online zu kaufen, zu sagenhaften Preisen in exponierter Auswahl.

00:03:54: Schau rein!

00:03:55: Lass dich

00:03:55: begeistern!".

00:03:56: Und apropos Begeistern... Ich bin begeistert dass wir hier in dieser Folge auch Geroldstein an unsere Seite haben.

00:04:02: Es ist unglaublich was Gerolsteiner für die Weimbranche und für die Weinwelt tut Also nicht nur als Partner für den VDP Nicht nur das

00:04:09: sie The

00:04:09: Wine Places ins Leben gerufen haben also eine mehr oder weniger Vereinigung-Auszeichnung wo ganz besondere außergewöhnliche Weinorte in Deutschland erkohren auserwählt werden.

00:04:22: Jeroz Stenner engagiert sich auf vielen Ebenen

00:04:24: für

00:04:25: die Weinwelt, für die Weinkultur so wie bei diesem Projekt, bei unserem Podcast.

00:04:30: Vielen lieben Dank dafür!

00:04:32: Ich bin begeistert.

00:04:33: Auch selber vom JeroZ Stener hat das für mich beste Wasser zum Wein.

00:04:37: also nun endlich lasst dich begeistern von Gunnar denn dank ihnen ist er heute hier ganz herzlich willkommen lieber GunnarTix.

00:04:46: Lieber zehn Jahre Discounterfleisch oder zehn Jahre Diskounterweine?

00:04:49: Was würdest du eher deinem Körper antun.

00:04:52: Ich würde es mal so beschreiben, wenn du mal eine Weinflasche nimmst.

00:04:56: da steht letztendlich der Winzer mit seinem Namen hinter der Qualität.

00:05:02: Wenn du jetzt mal im Discounter dir ein Stück Fleisch nimmest und keine Information oder kaum irgendwelche Informationen drauf findest Weder über das Schlachtalter noch über die Genetik noch über Fütterung weißt du ja nicht, was hinter dem Produkt auch für Qualität steht.

00:05:19: Also daher ist es ganz wichtig wenn du in den Discounter gehst und fragst ob du Informationen bekommen kannst über denen der das... wo das Fleisch herkommt wie altes Tier geworden ist?

00:05:31: Was hat es für eine Fütterung bekommen?

00:05:32: Und das steht zum Teil schon doch drauf bei besonders guten Qualitäten.

00:05:37: ich bin eher so der Fleischmensch Ja Auch weil ich berufsbedingtes Jahr drei Jahre intensiv gemacht habe und auch, ich sag mal so die Fleischbranche einfach mal der Weinbranche, zwanzig Jahre hinterher hängt heutzutage noch.

00:05:53: Wenn

00:05:54: mich in eine qualitativ rufwertige Richtung bewegen möchte wie komme ich an gute Qualitäten?

00:06:00: Also beim Weinen ist das finde ich einfacher.

00:06:02: Da gibt es gute Versender, es gibt den Einzelhandel wo ich hingehen kann.

00:06:06: Wo ich idealerweise den Zombie dem Weinberater meines Vertrauens habe und mich damit auch weiterentwickeln kann.

00:06:12: Ich finde das beim Fleisch enorm schwierig.

00:06:15: Man hat ja immer so diese idealisierte Vorstellung wie eben bei den Beinen einkäufern wahrscheinlich auch dass die dort umherfahren Und dann hier und da mal einen Kalb kaufen ist zerlegen usw.

00:06:24: Das ist ja meistens nicht die Realität.

00:06:26: Wie würdest du vorgehen?

00:06:27: Wie gehst du vor wenn du sagst ich möchte heute Abend richtig tolles Stück Fleisch haben, möchte das grillen.

00:06:33: Möchte da was Tolles bereiten?

00:06:35: Wo kaufst du das?

00:06:36: wie kaufs das?

00:06:37: Wie kann man davor gehen?

00:06:38: Naja zum Teil bestelle ich mir das online weil ich genau weiß dass der Produzent eben eine Philosophie hat und auch bestes Fleisch nach Deutschland importiert und wo ich einfach eine Vertrauensbasis über Jahre aufgebaut habe und genau weiß Wenn ich dort einen Berater am Telefon habe und mit ihm kurz spreche und sage, was kannst du mir empfehlen?

00:07:05: Das sind das Vor- und dort die und die Personen oder ich hab ein Kochkurs oder ein Fleischkurs.

00:07:12: Dann brauche ich ein bestimmtes Fleisch, einem bestimmten Cut.

00:07:15: Ich brauch das Dry ge-aged oder ich brauch das frische Fleisch und lass mich da eigentlich auch beraten dann so ist meine folgendes Weise.

00:07:25: Was nicht heißen soll wenn ich hier bei uns, wo ich lebe auch ein Metzger habe.

00:07:30: Ein Metzge meines Vertrauens da, der kennt mich und sagt dann ey Gunnar pass auf!

00:07:35: Ich hab hier das Elite hier seit ein paar Tagen ist abgehangen und es ist genau was für dich und das ist halt auch ein persönlicher Bezug oder eine vertrauensbasis wie beim Wein eigentlich auch wenn du zum Winzer gehst den Wein und das kannst du gerne irgendwo mal probieren.

00:07:57: Und so baut sich ja auch ein Vertrauen auf.

00:08:00: Wie wichtig ist denn dabei, wenn du dieses perfekte Stück Fleisch hast der Wein?

00:08:04: Ist das für dich dann davon relevant, dass du sagst, das muss absolut matchen?

00:08:07: oder ist das dann eher sick und dir und du suchst lieber eine tolle Flasche aus zum tollen Stück Fleisch und jedes für sich selber besteht?

00:08:15: Ich bin so ein Typ.

00:08:16: ich möchte dann den Wein abends als Pairing auch nicht auseinander nehmen.

00:08:21: den puren Genuss haben.

00:08:23: Das heißt, ich stelle den Wein meistens sogar hinten ran.

00:08:26: und ob das nur unbedingt passt zu dem Fleisch aber ich sag dann einfach heute Abend habe ich Lust auf Pino.

00:08:33: Ob das nun unbedingt zu dem Fleisch passt oder nicht?

00:08:35: Dann stellt sich der Wein eben hinten an und so ist es jedenfalls bei mir.

00:08:43: Ja!

00:08:43: Das ist ja bei dir relativ ausgeprägten.

00:08:44: Es hat schon früh angefangen also als wir uns vor mehreren Jahrzehnten, wenn man kennenlernt hat zwischen gewisser Affinität zu... eigentlich zu Fleisch und zu diesem Produktbewusstsein.

00:08:55: Wie kann das?

00:08:55: Also wie hat sich das bei dir entwickelt, solltet ihr das jeder von mir haben, dass er diese extreme nicht nur Produktliebe sondern F*** der Zerismus klingt immer so ganz extrem, so will ich es gar nicht formulieren.

00:09:06: Lass mich bei Produktlieber bleiben!

00:09:08: Diese ausgeprägte Produktliebel hat.

00:09:10: Na das war so, dass ich ja auf einem Schiff in der Welt unterwegs war und dort der Wolfgang Otto von Otto Goumé hat es Fleisch moderiert und ich hab die Weine dazu moderiert.

00:09:23: Und irgendwann sagt er in der Wolfgang, Mensch Gunnar, in der Weinbranche du hast alles erreicht was ein Somelier erreichen kann in Deutschland.

00:09:31: komm doch einfach zu uns ins Team und werde Fleischbotschafter.

00:09:35: das Klang erstmal so hochtragend.

00:09:38: und dann habe ich aber darüber mal bisschen nachgedacht und mich entschieden doch noch einmal zu wechseln und nochmal etwas anderes zu machen in meinem Leben außer Wein sondern bin halt auch in die Fleischbranche gegangen.

00:09:50: Das war im Jahr zwanzig fünfzehn.

00:09:51: Genau,

00:09:51: direkt nach dem First Floor aus dem Palace war ich dann diesen Schritt gemacht und das hat mich in der heutigen Zeit auch richtig viel gebracht.

00:10:02: also in der jetzigen Tätigkeit was ich so mache kann ich Daniel Wolfgang Noir nochmal Dankeschön sagen.

00:10:10: Aber du hattest schon davor eine gewisse... Sensibilität für Fleisch oder kusch ich mich

00:10:15: da.

00:10:16: Und weil, ich habe ja damals meine Ausbildung in damals beim jüngsten Sternekoch Europas gemacht hier in Berlin und der hat mir einfach mal ein halbes Jahr in die Küche gesteckt während meiner Ausbildung und Da hab' ich so eine gewisse Affinität zum Fleisch zur Küche bekommen und das war wahrscheinlich schon Dann auch der Auslöser, dass ich dann irgendwann immer mal auch meine eigene Kochjacke hatte und dann immer im Laufe der Zehnte irgendwo alles wo ich nur auch mitkochen konnte.

00:10:48: Einfach nicht nur als Formilier an Bord war sondern auch als ein Koch in Anführungsstriche.

00:10:54: aber ich bin ja kein gelernter Koch.

00:10:55: Aber da war viel Liebe zum Produkt halt oft da und das nehmen die Leute ja dankbar an, wenn du sagst ich helf euch jetzt einfach hier und wenn es nur beim Anrichten ist oder wenn du draußen am Gast erklärst was von Stück Fleisch da auf dem Teller ist und wo das herkommt.

00:11:15: Und warum ist eben der besondere Cut ist?

00:11:18: Warum des Besondere... warum dieser Schmack geschmack?

00:11:23: ja das ist früher auch war das sehr dankbar auch angenommen worden von vielen Leuten.

00:11:32: Wie alt war Peter Fugusamad damals in seinem Restaurant an der Rehwiese, wenn du sagst jungster Sternekoch?

00:11:39: Ich glaube er war einundzwanzig.

00:11:40: Okay das ist jung!

00:11:41: Also gerade auch in der Zeit war es

00:11:43: ja.

00:11:43: Ja und guck mal ich habe vorher auch kein Wein getrunken gehabt.

00:11:46: Ich hab ja Leistersport gemacht an der DDR, bin im Mauerfall rüber und eher durch Zufall bei Peter gelandet und hatte bis dahin auch keinen Alkohol getrunkt.

00:11:55: und der hat mir am ersten Tag gleich einen Weißwein zum Probieren gegeben.

00:12:00: und dann dachte ich, was ist denn das für ein Geschmackserlebnis am Gaumen?

00:12:05: Und da habe ich den gefragt.

00:12:07: Was ist es dann?

00:12:07: Und er meinte, dass es ein Batamoraschee ist.

00:12:09: Ich dachte, oh Gott!

00:12:11: Den Namen wirst du nie behalten.

00:12:13: So einen zweiten Ansteller stellte mir einen Rotwein hin.

00:12:17: Er probierte ihn.

00:12:18: Oh, ich dachte, das ist ja auch geil.

00:12:21: Er sagte, es sei ein Jeffrey-Shambatan.

00:12:22: Und ich dachte so, ich weiß nicht mal wie der von gestern hieß und jetzt soll ich mir sowas merken.

00:12:28: Ja... hat dann irgendwo im Rahmen... Du

00:12:31: wurdest mit dem Batam, mit dem Giffrey entjungen

00:12:33: gehört?

00:12:34: Ja ja.

00:12:35: Wow!

00:12:36: Das war schon heftig.

00:12:38: und dann gibt es einen dritten Tag, da gab's ein Laphith weiß ich noch also das war irgendwie boah dachtig.

00:12:46: Naja und dann hatte er sich zur Hälfte von meiner Lehre von seiner Frau getrennt.

00:12:52: Und die hat den sehr weinhaft vielen Küchenchef und wir haben uns fast immer jeden Abend hingesetzt und der hat irgendwelche Pullen aufgerissen und hat dann irgendwo immer mehr versucht diese Weinwelt so ein bisschen zu erklären.

00:13:04: Ja, irgendwann hat der Früßer mal gesagt ja Tietz ich merke schon oder Herr Fernbach hat gesagt sie haben sehr großes Weininteresse.

00:13:13: Sie werden mein neues Sommelier.

00:13:14: hier ist die Weinkarte tausend Positionen da ist der Weinkeller.

00:13:18: Ich würde sie gerne als mein Sommelier im Restaurant sehen.

00:13:25: Da dachte ich, die anderen Azubis haben die Teller rausgebracht und Gunnar stand dann schon am Tisch im ersten Lehrjahr.

00:13:31: Als Azubi warst du schon Zommi?

00:13:32: Ja

00:13:33: in der Anführungsschritte kein Ausgebildeter aber die Position... Der

00:13:37: Wein beauftragte.

00:13:38: Genau.

00:13:39: Und stand dann da am Tisch und hab schon ein Fünfundvierziger Mutton aufmachen können.

00:13:43: Das war schon krass die Nummer!

00:13:46: Ja das war eine geile Zeit.

00:13:48: Hast Du den Sportvermist?

00:13:49: oder warum gab es dem Bruch?

00:13:51: War das wegen der Wende Wegen zu viel Erfolg, zu wenig Erfolg.

00:13:57: Keinen Lust mehr.

00:13:58: Naja ich habe

00:13:58: da einfach was einen anderen Sinn im Leben suchen?

00:14:01: Naja, ich hab irgendwann... Du bist ja also in Sonne er klaut gewesen In der.

00:14:09: als Leistungssportler in der DDR hast du ein besonderes Leben gehabt und bist auch relativ viel rumgekommen.

00:14:15: Und von Kindheit auf an hat man dir eingeredet du wirst Weltmeister, du würst Olympia Sieger und das hat auch alles In Europa hat es auch so ein bisschen gereicht, aber dann kamen die Kiniatten dazu.

00:14:27: Und dann hat man gemerkt, naja ... Die rennen eine halbe Stadionrunde vor dir und du schaffst das nicht!

00:14:33: Du wirst nicht Weltmeister, du wirst keine Olympiasieger.

00:14:36: Ich wollte nach meinem Abi Sportstudien und hätte den Club wechseln müssen.

00:14:42: Hätte von Neubrandenburg nach Leipzig an die DAFK gehen müssen.

00:14:46: Aber da hat der Sportgruppe Neubrandenburg gesagt, nein, Tietz.

00:14:48: Sie sind A-Nationalkader.

00:14:50: Sie bleiben ja schön in Neubrantenburg und sie müssen Germanistik-Slavistik

00:14:54: studieren.".

00:14:56: Oh Gott!

00:14:56: Ich

00:14:56: dachte, wow was ist das von Schein?

00:14:59: Und dann hab ich mir das ein halbes Jahr angeguckt.

00:15:02: In meiner Seminargruppe waren dreiunddreißig Mädels.

00:15:05: Ich war die einzige Junge und damals war ich auch noch Schüchtern und hab mit einem Stoff das nicht geschafft.

00:15:12: Ich bin durch Europa gereist, habe mein Hindernislauf gemacht Und dann habe ich irgendwann die, die auch älter waren gefragt, wie lange studiert man das denn hier?

00:15:22: Da haben sie gesagt naja du schaffst den Stoff irgendwann nicht und rutscht immer ein Semester nach hinten.

00:15:27: Es kann sein dass du sechs, sieben oder sogar acht Jahre studieren wirst.

00:15:31: Ich gedacht naja es ist nichts für mich wenn mich zu meinem Trainer gesagt ey Trainer entweder er gibt mir einen neuen Job oder ich schmeiß alles hin.

00:15:40: Der Trainer nochmal mit der Klubführung da Rücksprache halten und dann haben die gesagt ne ne ne, der bleibt schön hier Der macht schön hier sein Studium und hab ich meine Eltern in Templin in der Uckermark angerufen, ob ich wieder nach zehn Jahren nach Hause zurückkommen kann.

00:15:53: Wow!

00:15:54: Und hab dann mit gepackter Tasche bin ich zum Trainer und hab gesagt, Trainer noch mal eine letzte Frage, entweder neue Job oder ich schmeiß alles hin?

00:16:01: Na ja... Da war ich irgendwie zwanzig und es war direkt kurz vor Mauerfall gewesen.

00:16:05: Ist das krass, wow!

00:16:07: Ja.

00:16:08: Und ... Ja, denn da war so die Frage was macht man jetzt so?

00:16:13: Es gab ja keine Arbeitslosen im Osten.

00:16:15: Die gab's nicht.

00:16:17: Und dann bin ich in Templin, da wo ich herkomme gab es das größte fdgb hotel in der ddr mit zweitausend betten.

00:16:27: und da war Ich mir dem barkeeper befreundet mit dem ich immer laufen gegangen und er hat gesagt du kommst zu mir ins hotel und Du kannst dir an der bar ein bisschen aushelfen.

00:16:36: und da waren so erst meine ersten gastronomischen erlebnisse.

00:16:41: So als ehemaliger Hochleistungssport der DDR so jetzt anerbar abends ein Bier zu zapfen, einen Wein auszuschenken.

00:16:49: und da hat er Siegel gesagt hey Gunnar du hast total Talent.

00:16:51: Du kannst total gut mit den Leuten am besten du machst eine Ausbildung als Restaurantfachmann in Westberlin.

00:17:00: Also haben sich dann mein Vater der SIGGI und ich uns in Trabi gesetzt Und sind nach westberlin rüber gefahren an dem Kudam und haben alle Hotels abgeklammert ins Personalbüro und haben überall gefragt, ob eine Stelle als Restaurantfachmann frei wäre.

00:17:15: Was natürlich nicht der Fall war.

00:17:18: Und die haben dann irgendwann gesagt Mensch Haben sie Abitur ist auch.

00:17:22: ja ich habe Abiturschüler in West-Berlin.

00:17:28: und Dann sind wir dahin.

00:17:31: und dann haben die mir zehn Stellen so rausgelassen dienen restaurantfachmann akut suchen Von den zehn war eine Peter Frühsamer und ich habe wirklich mich beworben, hab neun Absagen bekommen.

00:17:45: Und eine Zusage für ein Vorstellungsgespräch und das war Peter Frühlsamer.

00:17:50: Wow krass Gänsehaut!

00:17:51: Ja ja und denen habe ich dann meine Lebensgeschichte als Sportler erzählt und der hat gesagt wann können sie bei mir anfangen?

00:17:56: Dann habe ich mir in Kleinmachno über einer Garage einen Zimmer gesucht Und habe dann irgendwo mit Sack und Pack in diese Garage gezogen.

00:18:10: Was ich damals noch nicht wusste, dass es der jüngste Sterne Koch Europas war... ...dann meine Lehre bei Peter Früßamer angefangen.

00:18:16: Also im Prinzip auch Leistungssport auf Gastroebene weitergeführt?

00:18:20: Würdest du das damit auch vergleichen?

00:18:21: also würdest du sagen, spitzen Gastronomie ist Leistungssport?

00:18:23: Ja

00:18:24: weil ich hatte immer das Bestrebenden halt auch der beste Sommelier zu werden die beste Weinkarte zu kreieren.

00:18:32: Der Anspruch an mich selber, das war ja durch den Sport halt auch so du machst dein bestes Rennen.

00:18:38: Du rennst deine beste Zeit und so war es dann auch mit der Sommelier-Karriere.

00:18:42: dass ich gesagt habe so einmal Sommeliers Jahres zu werden oder einmal die beste Weinkarte zu haben ist schon groß.

00:18:50: was dir fünf oder sechs Mal gelungen ist also zumindest auf verschiedenen Ebenen letztlich geworden gibt's dann danach?

00:18:59: wo du sagst, okay wenn ich das ganz abgehakt habe beste Wein da.

00:19:02: Du hast ja alles gewonnen mehr oder weniger.

00:19:05: Gibt es irgendwie sowas wo du sagt dann wird man noch ruhiger?

00:19:09: Man wird gesetzter?

00:19:10: Oder kommt man immer das nächste, nächsten Nächste also...

00:19:14: Ja man denkt ja schon mal im Voraus was machst du danach?

00:19:17: oder für mich war's auch irgendwo.

00:19:19: Ich möchte eigentlich nicht ständig und ewig in der Gastro bleiben weil wie wir alle wissen Arbeitszeiten Familie Bezahlung hat nicht die beste und irgendwann musst du den Sprung auch schaffen.

00:19:32: Das war so mein, da mal rauszukommen... ...und mal noch was anderes zu machen.

00:19:37: weil wenn du das irgendwie dreißig Jahre machst dann sagt man sich es muss ja noch etwas anderes geben außer die Gastronomie außer irgendwo Die ganzen Auszeichnungen wie du bekommen hast.

00:19:50: oder ich habe zum Beispiel auch keine Kinder weil ich immer irgendwie nur meine Karriere im Im Sinn hatte, bin immer durch die ganze Welt gereist und war auf sämtlichen Kontinenten, wo es überhaupt Wein gibt.

00:20:02: Und hab immer versucht irgendwo nach dem Motto abends mit einem Buch in der Hand einschlafen also einen Weinbuch... ...und morgens mit einer Flasche Wein in der hand aufwachen.

00:20:12: das war immer so mein Lebens-Elexier.

00:20:16: Also habe ich meine privaten freien Zeit habe ich die ganze Weinwelt bereist Und habe immer versucht irgendwo auch den Kontakt mit Winzern, mit Sommeliers und es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht.

00:20:28: Hat mich total geprägt.

00:20:29: aber ich bin immer auch dann gedacht Es muss ja auch eine Zeit danach geben Ja und das hat sich dann irgendwo auch mit der Fleischbranche dann halt auch irgendwo relativ schnell ergeben.

00:20:41: Ich finde die Gedanken außergewöhnlich gut Als du sagtest, also mit dem Kochen was dir das viel gebracht hat.

00:20:47: Mit dem Fleisch natürlich auch wenn man anderes bewusst sein dann auch für den Gegenüber im Restaurant hat.

00:20:52: Also sprich für den Koch nicht nur in dem... Was er macht sondern auch in der Taktung In der Arbeitsweise in dem Respekt füreinander.

00:21:03: Sollte dass jeder machen.

00:21:04: österreichisches Jahrgang gebe das?

00:21:06: Wenn man Kellner lernt auch gleich kochlernt und irgendwann sich dann spezialisiert Wer hat es auch etwas denkbares witzig deutschland oder für uns ist ja eine gewisse zeit einfach in die küche rein wechseln nicht nur diese irgendwie drei Monate oder diese drei wochen dies teilweise in der leere ist sondern eben für ein halbes jahr oder für einen jahr.

00:21:25: Ja, bin ich voll bei dir das is auch so und ich habe das immer so Damals ja auch relativ viel mit hendrick tomer zu tun gehabt durch unsere ganzen bottle parties.

00:21:34: Und hendrik hat ja auch Kochlehrer gemacht bevor er somit ursprünglich

00:21:40: bevor er nach kalifornien ging

00:21:43: Ich sag mal so, wenn man ein gutes Formel ist oder werden will muss man auch einen Köcheversteher sein.

00:21:50: Dass man versteht wie Denkenköche, wie Handelnköche und irgendwo mit einem Bein muss man eigentlich immer in der Küche sein ja?

00:22:01: Oder am Pass oder irgendwo das muss alles harmonisch.

00:22:05: ist es wie so'n Zahnrad dass man das auch ineinander vernetzt, dass man irgendwo mit dem Herz auf der Seite der Küche ist, also nur Sommelier zu werden und nur die Weinseite zu haben.

00:22:18: Schwierig!

00:22:19: Also würde ich eher begrüßen das auch bevor man irgendwo oder zwischendurch auch mal noch... Oder Peter Frühsamer hatte damals als ich meine Lehre, ich habe in zwei Jahren abgeschlossen, als bester Auszubildende von ganz Westberlin sogar und er hat gesagt... Gut,

00:22:33: der Sportler!

00:22:34: Ja ja und der hat dann Peter gesagt, damals waren wir noch beim Sieb Herr Tietz, bleiben Sie noch bei mir im Restaurant und hängen einen Kochlehrer ran.

00:22:46: Das war so sein großer Wunsch.

00:22:48: Und da habe ich gesagt, na ja, Herr Frühsamer, ich möchte Sommelier werden!

00:22:52: Ich gehe ins nächste Restaurant... ...und war dann zwei Jahre im Bamberger Reiter bei Franz Ranneburger.

00:23:00: Ja, und hätte aber auch die Möglichkeiten gehabt, noch diese Kochlehre zu machen.

00:23:06: Aber musste mich damals auch entscheiden was ja immer auch Berufsbegleitungen, wie gesagt diese Kochaffinität gewesen ist und die es heute noch da.

00:23:17: Also wenn mich jemand fragt würdest du lieber ein Weinabend?

00:23:22: oder würdst du abends lieber kochen?

00:23:24: Dann sag ich würde lieber koch'n.

00:23:26: Echt selbst?

00:23:27: Ja!

00:23:27: Okay interessant also ich finde den Gedanken sehr wichtig dass man mit einem Bein in der Küche sein sollte weil man zusammen mit der Kücher ja einen Taktgeber für den Abend ist.

00:23:37: Und wenn man da konträr arbeitet, dann ergibt es keine Gesamtharmonie für einen Abend.

00:23:43: Und sowohl der Zombie bestimmt ja in seiner Weinfolge... Also nicht nur wenn's Weinmenü gibt oder wenn sie irgendwelche Weinbegleitungen gibt sondern eben auch wenn man Flaschenweißer hat, wann der nächste Gang kommt bzw welcher Fluss dort letztlich ist und das Hand in Hand mit der Küche mehr oder weniger auf Augenhöhe agiert und eben nicht irgendwie selbstdarstellerisch, oder ich bestimme die Taktung hier.

00:24:07: Er gibt eigentlich diese Gesamtharmonie, die er gast ja haben möchte.

00:24:10: Also es ist letztlich dass der Gast entspannen möchte und das kann er nur dann wenn es im Prinzip Harmonienrestaurant gibt.

00:24:18: Und dafür sind dann beide verantwortlich.

00:24:20: Eure Bottlepartys waren ja wirklich legendär.

00:24:22: Ja Wahnsinn!

00:24:23: So ein

00:24:23: ... Jahrzehntzehn war das glaub' ich, ne?

00:24:24: Oder zwei, fünf bis vor zehn oder so, dass ihr jedes Jahr ein Big Bottle und Wie kann das?

00:24:30: Das weiß ich heute noch ganz genau.

00:24:32: Und zwar war da so, dass immer Küchenpartys gemacht wurden und es haben sich dann irgendwo auch Küche und Service.

00:24:41: also heißt der Restaurantleiter und der Küchenschiff dann immer irgendwo zum Schluss Ich will nicht sagen die Köpfe eingeschlagen aber es gab immer Stress weil immer irgendwo auf der Küchenparty irgendwas nicht so lief wie es laufen sollte was man im Hintergrund eigentlich mitbekommen hat.

00:24:59: Und dann habe ich morgens mal auf meiner Joggingrunde irgendwo gedacht, warum muss denn immer bei einer Küchenparty das Essen im Vordergrund stehen?

00:25:08: Macht es nicht auch mal Sinn eine Küchenpartie zu machen wo der Wein im vordergrund steht und idealerweise ein besonderer Wein in besonderen Abfüllungen, in großen Flaschen.

00:25:24: Und dann bin ich zu Hendrik hochgefahren und habe gesagt, weil man bei einer Küchenparty immer ein Gastkoch hat.

00:25:30: Bin ich zu Henryk hoch ins Louis-Ciago?

00:25:32: Man hab Hendrik gefragt, sag mal möchtest du mal auf einer besonderen Weinpartie meinen Gastzommelier sein?

00:25:40: Und da meint der Hendrik, naja schreib doch erstmal einen Konzept so'n Letter auf Intent und sag was du eigentlich machen möchtes.

00:25:47: Dann hab ich das Ding geschrieben fünf Seiten, hab das Hendrik geschickt.

00:25:52: Hendrik sofort hat gesagt, na ich bin sofort dabei und da war es dann ursprünglich glaube ich bei der ersten Party.

00:25:58: Da läuft man bei dreißig oder fünfundreißig Winzern die ich gefragt habe Und an dem Tag selber auf der ersten Party war auch der Hotel direkt vom Luz-Ciacob mitbeigewiesen.

00:26:08: Wer Joos Deidmar und er hat mich dann gleich nach der Veranstaltung gefragt Sagen sehr Tietz können Sie sich das vorstellen dass wir das Gleiche auch im Luz Cacob machen?

00:26:17: Und dann haben wir das schon klar, dass es ein Riesenerfolg war natürlich auch im Lust die Jakob machen möchte, aber ich habe dann so ironiert und dachte nicht leicht zu sagen am besten du sagst erstmal ich schlafe mal in der Nacht drüber.

00:26:32: Da hab' ich zu ihm gesagt Herr Deidmann lasse sich mich einmal eine Nacht drüberschlafen.

00:26:35: und aber indem ich das schon ausgesprochen hatte wusste ich na klar logisch es war ja da ist noch ein Kult Hotel wo man hingepilgert ist und auch mit dem Hendrik der so ein bisschen immer so eine kleine Vorbildfunktion für mich auch hatte, war das natürlich klar und ich glaube wir haben uns gefühlt zehn Jahre den Ball immer hin und her gespielt.

00:26:55: Und in meiner Hochzeit waren hundert Winzer weltweit und siebenhundert Gäste die da so ein Ticket gekauft haben Und das war, also auf zwei Etagen bei uns im Hotel gewesen.

00:27:09: Wow!

00:27:11: Das war so crazy.

00:27:13: und Peter Gage da von Panfuls und wen man alles da hatte oder ... Da hatten Kp Keller noch Kirchspiel.

00:27:20: Ich glaube ich hab die leere Flasche nach unten Keller Neun Liter Flaschen Kirch spielabgefüllt für die Party.

00:27:27: Was heute?

00:27:27: Ja, es ist unglaublich Es gab nur Großflaschen.

00:27:34: Aufkopiert nie in der Form erreicht, also das war dann schon legendär entstand da die Idee für Weinguru.

00:27:41: Also du hast ja mehr oder weniger neben deinem Job hast noch einen Job.

00:27:43: Du hast eine gewisse Selbstständigkeit und verkaufst dort mehr oder wenige Ergonatietes als Entertainmentpersonen oder als Berater oder als Weinkartengeschalter wie auch immer man dich buchen möchte.

00:27:56: Kann das aus dieser Situation mit der Großflaschen-Party oder mit der Big Bottle Party?

00:28:01: Oder wie kam es dazu?

00:28:04: und wie wichtig ist das für dich?

00:28:05: so, weil das gibt's ja schon ewig jetzt eigentlich.

00:28:07: So gefühlt gab es immer die Weinguru.

00:28:09: Naja,

00:28:09: es ist wie eine Marke, so ein Brand den man aufgebaut hat.

00:28:12: aber ich muss da wieder den Hendrik ins Spiel bringen.

00:28:15: Und zwar hat Hendrik dann irgendwann mitbekommen dass sich auch nebenbei irgendwie was macht Und hat er gesagt, Gunnar du bist schön blöd.

00:28:23: Du machst immer alles irgendwie umsonst.

00:28:24: Du schreibst für den Feinschmecker, du machst das jenes welches und immer für Nussing.

00:28:30: Und er sagt es heutzutage ist es gang-und gäbe also damals dass wenn du irgendwas machst auch ein Honorader für bekommen solltest.

00:28:39: und er sagt pass auf denkt dir einen coolen Namen aus für eine Firma.

00:28:44: Du kriegst meinen Steuerberater hier in Hamburg Und dann gründest du eigentlich selber in der Firma und fragst einfach noch deinen Hoteldirektor, ob Du eine Nehmentätigkeit machen darfst.

00:28:55: Naja, dann habe ich überlegt was wäre ein cooler Name?

00:28:58: Und bin dann irgendwo selber auf Weinguru gekommen, bin zu meinem Hoteldirektor und hab ihn gefragt oder gesagt sagen Sie mal Herr Stiele die Leute, die im Restaurant meine Weinempfehlung nehmen, die fragen denn oft auch wo kann man denen weimkäuflich erwerben?

00:29:13: Und ich bringe immer irgendwelche Händler auch ins Spiel und die sagen zum Teil noch nicht mal Danke.

00:29:21: Ich würde gerne selber eine Firma nebenbei gründen, wenn sie dann halt fragen wo man den Wein bestellen kann, dann kann ich einfach sagen, denen können Sie aber über Weinguru bestellen.

00:29:32: So waren die Würfel gefallen und jetzt seit über zwanzig Jahren kann ich alles in einer ganzen Genusswelt was mit Essen und Trinken zu tun hat, alles über Wein-Gurur auch nebenbei halt laufen lassen.

00:29:48: Warum war es immer nebenbei?

00:29:49: Warum wurde das nie dein Hauptschock, dass du gesagt hast ich mache daraus einen Riesenhandel oder mache dann ein Entertainmentpaket oder machen Wein am Limit zwei also was ja Henry letztlich gemacht hat?

00:29:59: Das hatte sich in meiner persönlichen Lebenskonstellation nie so ergeben.

00:30:05: Ich wollte immer so auf zwei Füßen stehen.

00:30:09: Also immer auf ein Pferd zu setzen und es gut laufen zu lassen, das ist ganz legitim aber ich habe immer gedacht Mensch in dem einen Sache bist du erfolgreich die andere Sache läuft gut.

00:30:21: lasst es doch alles so als wenn du jetzt ein zu hohes Risiko gehst und nachher auf die Nase fällst.

00:30:28: und da war ich dann der Meinung bleibt auch Bescheiden bleibt mit beiden.

00:30:36: Beide immer ein bisschen auf dem Boden und versuche, immer so auch als bodenständiger Mensch zu bleiben trotz der vielen Erfolge die du hattest oder dich hatte War das immer so?

00:30:47: Nee also nicht ganz selbstständig Nicht nur Weinguru sondern immer halt auch irgendwo In einer Nebentätigkeit Und dass auch den ganzen Druck dann auch so ein bisschen rausgenommen hat wenn du verstehst was ich meine

00:30:59: Das ist glaube ich total wichtig dass man dann eben nicht anfangen muss ... zu verkaufen oder sich selber zu verkauen, oder... irgendwie Umsatz generieren muss.

00:31:08: Sondern dass man eine gewisse Gelassenheit dabei hat.

00:31:10: und ich glaube das hat dich immer ausgezeichnet weil du warst ja also nicht nur in der Firmierung sondern du warste ja in der Weinwelt.

00:31:17: Oder bist es eher über noch ein Weinkuru im wahrsten Sinne des Wortes?

00:31:22: Und gerade in den Zeiten als du mehrfach so am Ende des Jahres, als du im First Glor tätig warst, als je Big Bottled Partys hast du ja so einer der absoluten Mainplayer in der gesamten Zombie-Szene oder in Deutschland und hat es aber immer diese entspannte Bodenständigkeit.

00:31:41: Das war wahnsinnig bewundernenswertend, es gibt wenige die ja so extrem gelebt haben.

00:31:46: Vermisste manchmal das Restaurant?

00:31:48: Du bist zwar jetzt wieder in der Gastronomie tätig, aber diese Zeiten, diese Spitzenkastromie, dieses jeden Abend Gas geben... Lafid rauf und runter verkaufen, Motor rauf-und runterverkaufen.

00:32:01: Nur mit High Entwine arbeiten Und letztlich auch über eingeladen zu werden und und und Fertig ist manchmal jetzt ein Budo gastronomisch ein bisschen bodenständiger Beziehungsweise dann lange auch im Handel warst.

00:32:15: Na es fehlt mir nicht weil ich heute ja andere Prioritäten habe.

00:32:19: Ich fand das toll eine bühne zu haben wie du sagst wo du die besten, teuersten Weine der Welt irgendwo ausschenken durftest, mittrinken durft ist.

00:32:29: Aber das ist so ein Buch, so ein Kapitel was man irgendwann zu macht und es geht ein neues Kapitel auf.

00:32:35: also mir fehlt dieses Kapitel nicht, das ist abgeschlossen.

00:32:38: aber es haben sich heute für mich wieder ganz andere Lebenskapitel aufgemacht wo ich sage Ich lebe dafür dann lieber eine Woche auf Mallorca Und das gibt mir mehr Zeit auch für mein Privatleben und habe ja viel Zeit in die Gastronomie gesteckt im Laufe der Jahrzehnte.

00:32:59: Und wo ich sage, jetzt ist mir ein anderes Leben auch mal ganz lieb

00:33:04: weißt du?

00:33:05: Was auch enorm wichtig ist und was man nicht vernachlässigen darf.

00:33:07: Ich hatte damals, ich glaube zu Hofhofzene, also was haben wir uns unterhalten?

00:33:11: bei dir schon Gewerkschätzung gesagt hast... Der private Ausgleich ist enorm wichtig, also manchmal abends einfach mit Freunden treffen und was Tolles auf den Grill werfen.

00:33:19: Damals hatte es schon Duschen dieses Fleischbewusstsein oder dieses kulinarische Bewusstsein.

00:33:25: Das ist genauso wichtig wie eben abends im Restaurant irgendwie Knallgas geben oder einen tollen Abend zu haben und das auszuleben.

00:33:35: Kannst du sagen wann man auf dem Höhepunkt in der Karriere ist?

00:33:40: Ist es im Restaurant, ist es dann auch so, wenn man Titel gewinnt also wo nach man streben sollte oder auch nicht?

00:33:45: Oder kann das gar nicht so definieren.

00:33:46: Na

00:33:47: ja guck mal dadurch dass ich den Sport gemacht habe ist die Frage wann dankt man ab?

00:33:51: ne?

00:33:51: Ist man auf dem Höhe wirst du irgendeiner Sieger, wirst Du Weltmeister?

00:33:54: trittst du danach sofort zurück?

00:33:56: oder lebt man die Erfolgswelle noch ein bisschen aus und nimmt das alles noch so mit was danach kommt?

00:34:03: Und so ist es, glaube ich beim Sommelier auch.

00:34:05: Du weißt ja nie wann der genaue Zenit deines Sommlierlebens oder deiner beruflichen Tätigkeit ist.

00:34:12: Man nimmt das dann noch mit einer Welle und du bist in irgendeinem Hamsterrad drin wo du immer läufst und immer mitläufst weiterläufest und das Rad dreht sich immer schneller und du selbst aber irgendwann aufpassen musst dass du nicht überpaste Damit du dann irgendwo sagst, mein Familienleben, das Privatleben geht.

00:34:35: Man muss ja irgendwo Kompromisse machen und dann gibt es nur für mich eine Alternative oder die gab's bei mir damals halt auch aus diesem Hamsterrad auszusteigen und zu sagen Es ist jetzt genug Gastronomie, es ist genug Sommelier, es is jetzt noch mal was anderes.

00:34:51: aber das hatte ich ja früher auch schon gesagt dass man dann irgendwo Für sich entscheiden muss.

00:34:55: und Ich glaube ich war denn auch schon so Mitte vierzig und hab dann gesagt, naja komm es muss noch was anderes geben.

00:35:04: Und so war's auch und so ist das gut so.

00:35:06: Entweder gibst du Wein heute in deinem Leben weiter also bildest du dich fort versuchst du dich der Weimbranche aktiv zu halten oder weißt du schon alles?

00:35:16: Nee auf keinen Fall.

00:35:17: ich habe ganz viel Winzer Freundschaften aufgebaut oder ich treffe nicht mit denen oder wir treffen uns nicht in Deutschland sondern irgendwo anders.

00:35:28: Ein ganz bekannter Winzer ist im letzten Jahr gestorben mit einer der bekanntesten, mein großes Vorbild.

00:35:35: Und da wurde ich gefragt ob ich vor dreihundert Leuten in der Kirche die Trauerreden halten würde und habe gesagt das kann nicht so emotional Ich auch diesen Mann geliebt habe oder seine Weine Das schaffe ich nicht!

00:35:51: So hat man sich ja im Laufe der Jahrzehnte zu den Winzern Freundschaften aufgebaut vom Sommelier zum Winzer gehen, sondern halt auch von Gunnar zu Friedrich sag ich mal so.

00:36:05: Weißt du?

00:36:05: Und das war mir auch einmal ganz wichtig nicht nur immer ins Weingut oder es gibt Winzer wo ich dann hinfahre in die Südpfalz wo ich anrufe und sage Peter Ich hab Lust auf einen Kaffee und Kuchen!

00:36:15: Ich möchte jetzt nicht unbedingt deinen Weinkeller durchprobieren aber ich habe richtig Bock auf Kaffe und Kuchen.

00:36:22: und das endet denn so dass Du mit den Kindern zusammen Tischtenne spielst.

00:36:27: Und das ist halt auch immer so eine Botschaft, wo ich sage, Fokus nicht nur immer Wein, Wein, Wein.

00:36:33: Es gibt auch die menschliche Seite, weil wenn du viel gibst bekommst du auch viel.

00:36:42: ne?

00:36:42: Es gibt ja immer Leute im Leben, die halten immer nur die Hände auf und wollen ganz viel bekommen.

00:36:48: Mein Lebenselixier war halt auch mal so viel den Leuten ganz viel zu geben Und ich habe auch in meinem Leben ganz viel zurückbekommen und da bin ich auch dankbar für.

00:36:58: Das ist auch ein Teil meiner großen Erfolge gewesen, immer dieses Gehen und Nehmen.

00:37:03: Und das hat mich auch in der Weinwelt so eigentlich auch so sympathisch dargestellt würde ich mal sagen.

00:37:10: Ist ganz wichtig glaube ich auch also für mich ist es eine der Fragen die ich ganz gerne stelle wie man Vertrauen zu Produzenten aufbaut oder zu Weinhändlern, oder eben zu Geschäftspartnern dieser Weinbranche.

00:37:25: Und das ist wahrscheinlich nicht immer nur zum Nehmen beziehungsweise nicht zu fordern und auch nicht rein auf dieses geschäftliche Runde zu definieren sondern einfach auch das Leben nebenherzuleben.

00:37:38: So habe ich es bei dir rausgehört!

00:37:39: Oder hast du noch einen anderen Tipp?

00:37:41: Wie man Vertrauen aufbauen und Vertrauen auch fliegen und leben

00:37:45: kann?!

00:37:47: Naja, es ist so ja in jedem seiner persönlichen Keit irgendwo auch Ich bin so ein wagemensch also ich bin so ganz viel.

00:37:56: Ich kann auch nicht streiten ich bin irgendwo Auch nicht einen mensch der mit viel widerständen geht im leben sondern ich versuche immer so auf harmonie und auch Nicht anzuecken oder irgendwo Freundschaften aufzubauen.

00:38:15: und da kommen wir wieder zurück, dann bekommst du immer noch viel zurück.

00:38:20: Oder wenn du einen richtig großen Freundeskreis hast und das Leben auch genießen kannst und möchtest weißt du genau es ist heutzutage auch ganz wichtig nicht nur Familie zu haben sondern auch Freundschafte und das merkt man ja auch... Beim Wein, das ist so ein gesellschaftliches Medium geworden.

00:38:39: Dass du dich nicht abends jetzt hier alleine hinsetzt, dir eine Pulle Wein aufmachst was nicht heißen soll, dass ich es auch schon mal gemacht habe aber Es ist ja viel geselliger abends mit Freunden in der Runde ne Flasche aufzumachen und einfach über Gott und die Welt zu reden Und auch über den Wein, den man trinkt.

00:39:13: Wenn Du eine Flashe Gerlsteiner in die Hand nimmst hältst Du mehr als Wasser deutscher Kulturgeschichte.

00:39:22: Die Geschichte beginnt in der Vulkaneifel, der Geologe Wilhelm Carsten Dink board nach Kohlensäure und findet eine Quelle die in einer dreißig Meter hohen Ponteine aus der Erde schießt.

00:39:36: ein Jahr später gründet er Gerold Steiner Sprudel.

00:39:40: Der Chemiker Karl Remikius Fresenius bestätigt ihr außergewöhnliche Qualität.

00:39:45: damit war der Grundstein gelegt für das was heute der bekannteste Mineralwasser Deutschlands ist.

00:39:53: Von Anfang an trägt Gerolt Steiner ein Zeichen, den roten acht-äckigen Stern mit dem schwarzen Löwen – nur echt mit dem Stern stand schon damals in die Zeitung!

00:40:04: Und dieser Satz geht bis heute.

00:40:07: Er steht für Herkunft, für Reinheit und für Vertrauen.

00:40:11: Mehr als einhundertfünfunddreißig Jahre später ist Gerolt Streiner Marktführer unter dem Mineralwassermarken weltweit erfolgreichste Kohlensäurehaltige Mineralwasser.

00:40:23: Doch Erfolg bedeutet hier nicht Größe, sondern Verantwortung.

00:40:28: Gerolt Steiner verdankt alles seiner Landschaft der Vulkaneneifel!

00:40:31: Hier trifft Kohlenseure vulkanische Ursprungsautolomitgestein

00:40:37: Reich an Calcium,

00:40:38: an Magnesium und an Hydrogenkaronat.

00:40:41: Und genau diese Kombination verleiht GeroltSteiner seine ausgewogene Mineralisierung.

00:40:46: Zwei-tausend Fünfhundert Milligramm Mineralstoffe pro Liter.

00:40:52: Davon dreihundert vierzig Milligramme Calcium, einhundert acht Milligrammen Magnesium und über eintausend Achthundertmilligramme Hydrogenkarbonat.

00:41:02: Und dann gibt es doch die Linie Geroltsteiner Ursprung!

00:41:05: Da sind das sogar Viertausenvierhundert Vierhundvierzig Milligrammminareien Davon, fünfhundert neunzig Milligramm Calcium, einhundertsechsund siebzig Milligramm Magnesium und dreitausend einhundert viervierzig Milligramme Hydrogenkarbonat.

00:41:22: Das ist dokumentiert!

00:41:22: Es ist gemessen!

00:41:23: Das ist einzigartig in Deutschland!

00:41:26: Aber Gerhard Steiner ist mehr als Analysewerte... es ist ein Unternehmen das Verantwortung gibt.

00:41:32: Und das seit langer Zeit, seit nineteenzehn-neunzig.

00:41:35: systematisches Umweltmanagement Seit Jahrzehnte, zertifiziertes Energiemanagement.

00:41:42: seit Jahrzehn, jährliche Nachhaltigkeitsberichte nach den Leitlinien der Global Reporting Initiative und als erster deutscher Mineralbrunnen bekennt sich Geroldsteller zum Fünf-Grad-Ziel.

00:41:56: Das Ziel ist dabei bis zum Jahrzehr, vergleichen mit die eigenen Emissionen um neunundfünfzig Prozent zu senken.

00:42:05: Nicht vermeidbare Emissionen werden durch Waldschutzprojekte

00:42:08: ausgeglichen.

00:42:10: Gemeinsam mit First Climate und Landesforsten Rheinland-Pfalz hat Gerold Steiner bereits über zweihundert siebentausend Bäume

00:42:17: gepflanzt,

00:42:18: im Gerolsteiner Zukunftswald.

00:42:21: Und auch soziales.

00:42:22: Gerolt Steiner fest in der Region verwurzelt – das Programm Team mit Sternen unterstützt seit Zwei Tausend Zehn Vereine Schulen und Projekte.

00:42:29: Bisher wurden zweihundertzeigundsechzig Initiativen gefördert!

00:42:35: Aber wirksam.

00:42:36: Denn Gerhard Steiner ist nicht nur Show, sondern Substanz!

00:42:41: Und nicht zuletzt sind auch wir unglaublich dankbar dass Gerhardsteiner uns unterstützt und die Weitsicht dabei hat die Besonderheit des berufes Sommys darzustellen.

00:42:50: Vielen lieben Dank dafür.

00:42:52: aber diese Haltung es nicht für die Show sondern für die Substanz zu tun gilt auch für die Produktion.

00:42:59: das SGS Institut Präsenius zertifiziert Gerolsteiner als Premium Mineralwasser mit jährlichen Ordles, die weit über gesetzliche

00:43:08: Vorgaben

00:43:08: hinausgehen.

00:43:09: Geprüft werden Qualität, Nachhaltigkeit, Einkau, Logistik, Energieverbrauch und Personalführung.

00:43:18: Gerolstein liegt alles offen.

00:43:19: Transparent ist hier kein Trend sondern ein Prinzip!

00:43:22: In der Gastronomie ist Gerol Steiner längst eine Institution.

00:43:25: schon in den neunzehnfünfziger Jahren brachte der Brunnen eigene Flaschenformen für Restaurants auf dem Markt.

00:43:31: Seit den neunzigundachtiger Jahren wird die Gastronomie gezielt bestreut mit Schulungen, Materialien und Servicekonzepten.

00:43:36: In dem Jahr two-neunzig kamen die Gourmetflasche das Symbol für stilvolle Service.

00:43:43: Heute ist Gerolt Steiner die Nummer eins im Außerhausmarken, die Nummer zwei in deutschen Restaurants.

00:43:49: Und aus dem Jahr zwei-tausend vierzehn ging Gerolf Steiner noch einen Schritt weiter!

00:43:53: Die Initiative gerolsteiner Wineplace entstand.

00:43:57: Sie bringt zweiundfünfzig besondere Weinorte aus ganz Deutschland zusammen, Weinbars, Phinotheken, Restaurants in denen Leidenschaft und Handwerk zählen.

00:44:06: Eine hochkompetente und hochdekorierte Jury geht sie jährlich neu aus!

00:44:10: Und Gerhard Steiner macht das nicht um sich damit zu schmücken sondern schafft damit ein Netzwerk dass Weinkultur sichtbar macht... ...und zeigt, dass Wasser- und Weimpartner sind keine Konkurrenten.

00:44:22: Das kann ich komplett bestätigen denn seit twentyfourzehn war ich mit der Weinbar Wineplace?

00:44:28: Und nach Ausscheiden aus der Weinbar bin ich nach wie vor Weinpersönlichkeit bei den Geroltsteiner Wineplaces.

00:44:33: Also es ist Substanz und Netzwerk, was dort geliebt wird.

00:44:37: Wenn du also über Wein redest Über Gastronomie, über Qualität Dann ist Gerolt Steiner längst ein Teil dieser Sprache.

00:44:44: Es ist das Wasser, dass nicht prallt sondern prägt.

00:44:48: Das Wasser das Geschichte trägt und Zukunft gestaltet... ...Gerolt Steine!

00:44:53: Das Wasser mit dem Stern Nicht weil es glänzt, sondern weil es leuchtet.

00:45:09: Wie intensiv redest du dann über den Wein?

00:45:11: Also versuchst Du dann den Wein auch zu erkennen der Tiefe zu verfolgen oder Zu beschreiben.

00:45:19: oder ist der wein für dich denn nicht nur ein getränktes klingelsüber nahe Aber einfach ein geselliges element was da nebenher fließt?

00:45:26: also wie trinkst du privat fallen?

00:45:28: naja das ist immer so.

00:45:31: Der Freundeskreis kommt mit einer gewissen Erwartungshaltung immer zu mir und sie möchten ganz viel über den Weinen wissen, wo ich manchmal auch sage stopp heute nicht.

00:45:42: Heute ist nur schmeckt oder schmeckt nicht.

00:45:45: aber ich habe auch richtig Zuhörer die dann so ganz viel Wissen in sich einsaugen, was ich sage wie der Wein schmeckt.

00:45:52: Woher kommt die Geschichte dazu?

00:45:55: Das ist auch ganz oft so und der Fall.

00:45:57: aber ich bin auch mal froh wenn ich abends da nicht sagen muss und sagt das es einfach jetzt eine Liter wahre Silvana vom Binza X Y und das ist mein Haus- und Hofwein heute.

00:46:08: Den möchte ich jetzt heute Abend nicht auseinandernehmen.

00:46:10: Ich kenne den Winzer, weiß was der da reingesteckt hat und wie viel Arbeit er drin steckt.

00:46:14: Und es schmeckt auch mal abends die Liederware vom Silvana aus der Südfalz.

00:46:19: Findest du?

00:46:19: Die Weinsprache hat sich verändert seit der Zeit als du aktiv im Restaurant warst hin zu heute.

00:46:26: Wie hat sie sich verändert?

00:46:27: also was ist anders geworden von den heutigen Zombies hinzu als wir noch im aktiven Restaurant waren?

00:46:34: Ich glaube, das Wissen ist auch komplexer geworden von den Zommeliers heutzutage.

00:46:39: Weil es ist heute nicht nur im Restaurant die Weinempfehlung gefragt sondern auch die alkoholfreie Begleitung.

00:46:48: Es ist viel mehr über spirituosen, Zigarren Käse Brot Butter.

00:46:54: Es ist ein vielmehr kompakteres Wissen als wir damals uns noch abverlangt haben.

00:46:59: Du hast dich spezialisiert auf Das Thema Wein und hast nebenbei gesagt, okay ich mach das noch ein bisschen mit.

00:47:05: Und das gefällt mir noch und das würde ich auch noch mitmachen.

00:47:09: aber ich glaube dass heutzutage des Wissen der Generationen Der Sommelier ist hinter uns viel kompakter viel intensiver ist als wir es noch damals hatten.

00:47:21: Kann es sein, dass man heute mehr Entertainer ist?

00:47:23: Ja Als wir es damals waren Wir damals mehr Berater waren und sagen Okay wir nehmen den neunziger wie einen neunachtziger

00:47:29: Genau.

00:47:32: Und heute erklärt man dann doch mehr die grundphilosophischen Hintergründe und die ethischen Relation des Weingutes in der gesamten Weinwelt.

00:47:45: Naja, ich sehe es manchmal noch so Personen bezogen ist... Ich gehe dort ganz gerne hin wo ich nicht nur gutes Essen sondern auch wie du sagst ein gutes Entertainment, eine gute Performance abgeliefert wird was den Service betrifft wo das einfach nett und sympathisch rüber kommt.

00:48:04: Und ich sage mal so ist es auch nicht mehr so unbedingt zeitgemäß.

00:48:08: wenn wir abends hier essen gehen gehen wir nicht mehr keine acht Gänge mehr Essen mit Weinbegleitung was sich vor dreißig vierzig Jahren noch sehr intensiv gemacht habe auch in meiner privaten Zeit.

00:48:17: aber heutzutage abends gehe ich gerne ins Grill Royal wo ich sage da krieg ich ein geiles Fleisch und ne geile wirklich geil kalkulierte Weinkarte Und die Sommelis liefern da einen mega Job ab und da fühle ich mich einfach wohl.

00:48:30: Und wo ich zu meiner Frau sage, einfach mal komm ganz spontan wie heute Abend gehen wir mal zwei Stunden ins Grill Ja das ist denn auch Lebensqualität Die dort vermittelt wird, die dort abgeliefert wird und dass es total Spaß macht dort hinzugehen weil man die Leute halt auch kennt

00:48:49: Wenn du so ein Restaurant aussuchst, ist es dir der Lieber wenn du eine geniale Weinkarte oder einen tollen Sommelier hast.

00:48:56: Also ist ja der Mensch die Weinauswahl für dich wichtiger in der Auswahl deiner Lokalität?

00:49:03: Naja zum Teil die Leute wissen ja wer man is und die kennen einen halt auch.

00:49:08: oder Du sagst ich hab mal heute einfach nicht Bock die ganze Weinkarten die zwei tausend Positioner zu studieren um mir da irgendein Schläfer rauszusuchen sondern einfach sage, nennt sie oder wie auch immer wer da im Team gerade abends da ist.

00:49:24: Komm macht eine gute Flasche auf und ich weiß genau... Ich leg meinen Vertrauen in ihre Hände und die machen das schon!

00:49:32: Und so habe ich es ja damals auch immer ganz gerne getan dass die Leute gesagt haben wir müssen jetzt nicht hier die Bibel studieren, jetzt machen Sie mal und das ist ja so, dass du das im Vorfeld gut gemacht hast.

00:49:46: und beim nächsten mal legen die einfach, die Leute ihr Vertrauen in deine Hände.

00:49:51: Ohne macht es wiedergut!

00:49:53: Und beim dritten und vierten und fünften Mal ist es immer so dass die halt auch Personenbezogen halt kommen oder da hingehen uns sagen hey das ist auch großes Entertainment was dort abgeliefert wird Das ist großes Kino und ich gerne nicht heutzutage essen wegen der Nahrungsaufnahme weil mich satt essen kann ich auch zu Hause auch gerne essen und trinken, weil ich dieses Gesamtpaket dort sehe in einer Location.

00:50:21: Ein gutes Essen, ein gutes Entertainment eine tolle Weinkarte und du gehst abends nach Hause und sagst ey ich hatte wirklich einen tollen Abend!

00:50:29: Und das macht dann auch viel Freude wenn man es so halt als Hobby sieht.

00:50:36: Manche gehen gern ins Kino, manche gehen gerne ins Fußballstadion Manche haben ihren Sport, machen und tun.

00:50:43: Und ich gehe gerne sehr viel essen und trinken.

00:50:47: Ich habe da auch eine Partnerin, die das so macht.

00:50:51: Es ist immer schön wenn in einer Beziehung oder Partnerschaft jemand auch ist der auch gerne essen geht und gern mal ein Glas Wein trinkt.

00:50:59: Wenn man sich schon weiß wie es wieder im nächsten Monat auf Mallorca sagt, wo gehen wir essen?

00:51:06: entdecken dort ein neues Restaurant oder gehen da wieder hin, weil wir so geflasht worden sind.

00:51:11: Oder in die Markthalle, die uns kennen und wissen, dass man auch mit Essen und Trinken zu tun hat...

00:51:17: Wie umfangreich sollte eine ideale Weinkarte für dich sein?

00:51:20: Du hast ja immer mit großen Weinkarten gearbeitet.

00:51:22: Tausend Positionen damit beim Frühsamer.

00:51:24: Fünfzehn neue Positionen im First Floor.

00:51:26: ist das für dich der Maßstab

00:51:29: oder gar nicht

00:51:30: mehr weniger?

00:51:33: Also es ist zeitgemäß gewesen, früher eine große Weinkarte viele Positionen zu haben.

00:51:38: Es war auch irgendwo finanziell auch machbar.

00:51:43: und wo ich sage, es ist heutzutage auch gar nicht mehr Zeit gemäß so eine große Weinkarte zu haben weil sich das alles hinzulegen ist als totes gebundenes Kapital.

00:51:51: Und umso größer eine Weinkart ist, umso weniger drehen sich ja die Positionen also bin ich eher so ein Typ ne kleine feine Weinkarte, ich sag mal so zwischen zwei und maximal vielleicht vierhundert-fünfhundert Positionen.

00:52:07: Und eine faire Kalkulation oder auch dass man halt nicht... Oder nur ein Deckungsbeitrag oder einen Aufschlag, dass man es nicht so wie früher einmal dreimal viermal fünf kalkuliert weil du hast ja doch im Hinterkopf weißt du was die Sachen im Einkauf kosten?

00:52:22: Da bin ich dir manchmal auch wo ich sage Ich zahle im Restaurant wenn ich privat essen gehe keine zweit Euro für ne Flasche Wein.

00:52:29: Das muss ein gesundes Preisleistungsverhältnis auch für eine offene Weinkarte sein, damit es auch Spaß macht.

00:52:35: Dass man sich auch wenn man mal zu zweit oder zu viert geht sagt Mensch ey das ist so toll und fair kalkuliert.

00:52:40: Komm wir machen noch ne zweite oder sogar noch ne dritte Flasche auf.

00:52:43: Letztlich spiegelt oftmals der Weinpreis auch auf das Gesamtempfinden dass wenn man das Gefühl hat die Weine sind hier einigermaßen fair kalkuliert, der Champagner ist fair kvaliert dann hat man das gefühl dass das Haus in der Gänze seiner Preispolitik versucht, harmonisch mit dem Gast umzugehen.

00:53:00: Natürlich seine Kosten einfahren muss aber im Gastfreundlich mehr oder weniger kalkuliert.

00:53:06: Ich finde den Gedanken mit dem Deckungsbeitrag sehr gut also dass die Zeiten wo man sagt man multipliziert den Weimpreis ganz pauschal das das ein bisschen überholt ist weil der Aufwand zwischen einer Flasche Silvana Gutsriesling-Liter ist dergleiche wenn ich dir aufmache oder wenn ich irgendwo weglege oder verräume als wie einen Schattoschlag nicht tot den ich dann irgendwo hinlege.

00:53:30: Letztlich bestelle ich beides, letztlich verräufe mich beides und öffne beides.

00:53:34: Daher sollte es einen nicht so viel mehr in der Spanne kosten wie eben das andere.

00:53:39: also die Gedanken finde ich eigentlich ganz gut.

00:53:44: Ich denke auch dass heutzutage... Auch es gibt viele Restaurants die sogar auf Chorggeld sagen ist kein Problem bringt euch euren Wein selber mit.

00:53:56: Da liegt so ein Korkelt, also ich hab's ja auch zwischen ca.

00:54:00: € und €.

00:54:02: Je nach Wertig-Restaurant... Genau in Sternrestaurants halten wir mehr als einen gut bürgerlichen Restaurant, die irgendwo sagen hier bringen, ca.€ bringst du dein Wein selber mit und idealerweise gibst du dann halt auch dem Gastronom oder dem Koch?

00:54:20: Oder ich habe mal... Im Schiffchen bei Jean-Claude Burgoy habe ich mal, was war damals?

00:54:28: Catherine Thévenault.

00:54:29: Wir haben abends ein fünfundvierziger Moton getrunken und dann haben wir einen Glas in die Küche geben lassen und dann kam irgendwann das Glas zurück.

00:54:41: und dann meinte sie der Jean Claude er trinkt heute kein Alkohol

00:54:47: und dachte naja ok

00:54:49: und habe ich ihn mal irgendwann Jahre später bei Nagala getroffen im Bremen, glaube ich war das ein Park Hotel.

00:54:57: Und da hab' ich ihn angesprochen und gesagt warum haben sie damals eigentlich... wir waren bei ihnen essen unser Glasfümmer in vierziger Mutton ausgeschlagen.

00:55:07: Wir wollten einfach nur eine Geste dass ihr den auch mal probieren und da meinte er dann ja der ist bei mir niemals angekommen in der Küche stützte erstmal natürlich.

00:55:19: Also heutzutage, wenn ich irgendwo im Restaurant bin und einen tollen Wein trinke dann sage ich auch hier zu entweder zum Sommelier oder dem Koch den man kennt, hier gibt man gerne mal ein kleines Gläschen-Probestück ab probiert das Mal und man kommt eher selten in die Gehlinge so was mal zu trinken.

00:55:35: oder es ist etwas besonderes aus meinem Keller oder die Flasche habe ich mir extra füllen lassen oder der Jahrgang sollte man einmal im Leben getrunken haben.

00:55:47: Ich sag dann immer so, spaßig.

00:55:49: So geteiltes Leid ist halbes Leid.

00:55:51: Also ich geb gern auch mal so ein Gläschen in die Küche oder halt auch mal zum Sommelier und sage ja probier das mal mit weil das haben früher auch die Gäste bei mir so gemacht.

00:56:00: Die haben immer gesagt, sie nehmen sich einen Schluck und haben was drin gelassen und gesagt hier zum Feierabend können Sie mit Ihrem Team halt den nochmal probieren, den Achtundvierziger mal go!

00:56:11: Das war schon eine geile Zeit.

00:56:12: Es sozialisiert ja auch, es verbindet auch.

00:56:15: also wenn man dann eben auch seinen Essen sein Wein irgendwie teilt das verbindet ihr auf in gewisser Art und Weise als du magst bring your own Du magst Korkel, du magest Flaschen aus dem eigenen Klamot bringen.

00:56:27: Und auch wenn Gäste es mitbringen willts ja manchmal auch bereichert Auch so den eigenen Weinabend weil sehr selten wirklich schlechte Flasche sind und Man Sachen zu trinken bekommt die man sonst vielleicht nicht zu probieren bekommt.

00:56:40: Naja, dass er halt selber auf der Karte hat.

00:56:42: Ist schon was Besonderes ne?

00:56:43: Also wenn der Gast macht sich ja auch Gedanken und wenn er etwas mitbringen will und will das auch teilen.

00:56:50: Und man muss immer die positiven Effekte rausziehen und es macht einen ja auch immer sympathisch Wenn man sagt Ja kein Problem bringe eine Flasche mit und zahlt seit von zwanzig Euro Korkegeld.

00:57:02: Idealerweise ist der Probeschlug auch für dich drin und das ist immer so eine Win-win Situation für beide oder alle Beteiligten eigentlich.

00:57:11: Du sammelst selber Wein, also du hast selber einen Keller und hast in den Keller rein investiert?

00:57:16: Wie kam das?

00:57:17: Also wie hast du dich da hineinbegeben?

00:57:20: oder warum sammelst du Wein?

00:57:22: Hat es einen spekulativen Hintergrund oder hat das einfach dass du die Sachen zugänglicher hattest oder irgendwann fürs Alter das ganze weggelegt hast?

00:57:32: Früher hat man so eine Sammler-Leidenschaft gehabt.

00:57:35: Also ich hatte früher einen richtig, richtig großen Weinkeller privat.

00:57:40: Aber man wird dann irgendwann auch vernünftiger und die Sammelleidenschaft schafft Die wird denn immer weniger weil du irgendwann merkst Du schaffst es ja gar nicht alles abzutrinken Weil du ständig unterwegs bist Und du kannst dich jeden Abend zu Hause drei Flaschen Wein aufmachen.

00:57:56: oder?

00:57:58: Ich habe jetzt ein Beispiel damals hatte ich ... Ich hab Mutton gesammelt wegen der Etiketten.

00:58:03: Und irgendwo in meinem privaten Keller, da hatt' ich von fünfundvierzig bis zweitausend bis auf drei Jahrgänge, hat ich von jedem Jahrgang wenigstens eine Flasche.

00:58:14: Wow!

00:58:15: Ja ja und das war ich auch immer bei der Weinlese beim Mutton gewesen und abends beim Black Tie Dinner direkt neben der Baroness gesessen und dann musste so jeder am Tisch seine Lebensgeschichte erzählen sein Bezug zu Mutton Rothschild Und ich hatte ja damals auf der Fürstfler Weinkarte ungefähr, was waren so?

00:58:37: Dreißig-Jahrgängemutong und zwanzig Jahrgänge sechs Liter fortlaufend.

00:58:43: Also hat keine gefehlt, also sechs Liter Pullen.

00:58:46: Und habe ihr das erzählt und hab' ich gesagt dass ich in meinem privaten Keller bis auf drei Jahrgange von jedem Jahrgang Mutong wenigstens eine Flasche habe.

00:58:55: Und meinte sie, are you crazy guy?

00:59:00: Was wollen wir denn heute Abend trinken?

00:59:02: Guck ich so in die feste Menükarte und dann guck ich so rein, sagt er.

00:59:08: Nee, nee,

00:59:08: nee!

00:59:09: Sie dürfen jetzt eine Flasche aussuchen aus unserem privaten Keller, die wir heute Abend hier an dem Zehnertisch trinken.

00:59:19: Wow!

00:59:20: Ja, und hab' ich lange überlegt.

00:59:21: Dann habe ich ihr erzählt, dass ich außer den DDR, dass sich ein Aussie bin... ...und ich ein großer, also neun und achtzig rüber bin und dort meine Wein-Somelierlaufbahn begonnen hat, mit dem Baselitz Edikett.

00:59:34: Baselids Edikette ja?

00:59:35: Genau.

00:59:36: Vom Fern.

00:59:37: Genau!

00:59:37: Und dass ich auch in den neunundachtzig einen guter Jahrgang war oder noch ein sehr guter... ...und ich wollte ja auch ein bisschen bescheiden, weil ich wollte jetzt nicht gleich sagen machen Sie jetzt hier am Anfang.

00:59:47: Zwei in achtziger oder sechsten in achtzig oder so auf.

00:59:50: Nee hab' ich gesagt, ähm.. Ich würde gerne die neun und achtziga trinken.

00:59:53: Dann hat sich er ins Humilier angefürft und gesagt, er soll ne Doppelmarknum aufmachen davon.

00:59:58: Er soll die in eine Karaffe gießen.

01:00:00: Und unser Tisch der Zehnertisch alle, die an unserem Tisch heute Abend sitzen wir trinken heute Abend die Doppemarknum n.a.

01:00:07: Mouton.

01:00:08: Ja war ein Riesenerlebnis.

01:00:10: Wow!

01:00:10: Heute kennen Sie Haut.

01:00:14: Zwei Fragen zum einen wie welche Jahrgänge fehlten?

01:00:18: Das wäre so.

01:00:19: die eine Frage und dann in der anderen Frage.

01:00:20: In den Neunundachtzig ist ja ein Jahrgang, der als relativ indifferent gilt.

01:00:25: Wie gehst du selber mit Situationen um?

01:00:28: Wo du allgemein entweder wenn du die Sachen probierst beim Winzer oder wenn du sowas im Restaurant hast und das ist halt keine optimale Flasche.

01:00:36: wie gehst Du mit Enttäuschung um?

01:00:38: Du als vage Mensch.

01:00:39: also ich habe auch schon Ich sag mal ich mache es mal an neunund achtziger Bestellen schon zwanzigmal getrunken.

01:00:46: Qualitäten waren immer auch unterschiedlich, dass ich gesagt habe... Ist krass!

01:00:49: Also gerade dieses Jahr.

01:00:51: Wo ich manchmal auch richtig enttäuscht war und sage, das ist neunundachtzig Mutthorngen, das geht gar nicht.

01:00:56: Und manchmal so auch ... Ich bin ja auch so ein Mensch der gerne so blind was probiert und wo man denn nicht weiß, was du im Glas hast.

01:01:04: und wenn du dann sagst, wow, das war neun undachtzig mutthorgen, das is sehr groß Das übertrifft deine Erwartung.

01:01:09: und dann bist du beim nächsten Mal wieder enttäuscht.

01:01:12: Und sagst, oh das schwankt aber doch bei neunundachtzig Mutoren ganz groß!

01:01:18: Ja, das ist immer so.

01:01:19: ich bin dann auch... Ich versuche mal die Erwartungshaltung nicht zu hochzuschrauben weil dann fällt man nicht so tief wenn die Erwartung nicht erfüllt wird.

01:01:31: Dann ist man nicht enttäuscht.

01:01:32: also lieber den Ball ein bisschen flach halten und die Erwartungsfaltung nicht so hoch ansetzen.

01:01:38: Und lieber dann, dass sie übertroffen wird und nicht das man halt irgendwo einen Kniefall machen muss weil es eben zu gigantisch ist oder du springst einfach irgendwo und sagst nee, boah, das ist aber... Nee!

01:01:51: Sind das

01:01:52: bei den neunundachtzig verschiedene Abfüllungen gewesen?

01:01:55: Sind's die Entwicklung des Weines als der so extrem lebhaft ist?

01:01:58: Oder kannst du es da irgendwie rückschließen?

01:02:00: warum?

01:02:00: Ich würde es mal auf die Lagerung zurück führen.

01:02:03: Die Frage ist immer, wo du das abkeller hast oder ob du es über einen Zwischenhändler hast.

01:02:09: Die Frage is', wo hat der Zwischenhängler das gelagert?

01:02:12: Bei welchen Temperaturen... Also es sind ganz viele Aspekte die da mit rein spielen und daher auch die großen Schwankungen erklärbar sind.

01:02:25: Eigentlich müsste man sich eine Kiste holen kaufen hinlegen in seinen Keller und alle drei, vier Jahre einen aufmachen.

01:02:33: Und gucken ob da die Schwankungen auch... ...da sind.

01:02:40: Also das habe ich noch nicht gemacht.

01:02:43: Was

01:02:43: machst du wenn du jetzt hier im Grill sitzt dann irgendwie?

01:02:46: Und den neunundachtzig Motoren wird geöffnet und die Flasche ist suboptimal wo ja im Prinzip keiner was dafür kann?

01:02:53: also kein wirklichen Kork sondern du bist einfach in der Enttäusch von der Flashe.

01:02:57: kommunizierst du das oder Trinkst du das in dich rein?

01:03:01: Oder wenn du halt deinem Winzer bist, wenn jetzt die neunundachtige Doppelmagnum dort am Tisch ... Wenn dir jetzt der Katastrophal wär.

01:03:07: Würdest du so was kommunizieren?

01:03:08: Würdest Du eher nicht kommunizierend?

01:03:10: Ja.

01:03:12: Ich hatte mal Robert Mondavi der Alte noch eingeladen gehabt und ich war dann mal bei einem privaten Dinner bei ihm.

01:03:19: Und seine Sommeliers haben die Weine probiert.

01:03:23: Es war eine Pressereise, ich war der einzige Sommelier.

01:03:26: Das waren aus Europa zehn Journalisten Und der dritte, vierte Wein dachte er kann doch nicht sein.

01:03:32: Der hat auch Kork!

01:03:35: Ich habe eine gewisse Berufsehre irgendwie.

01:03:38: Habe ich so meinen Arm gewohnt und habe gesagt, er entschuldigen Sie Herr Mondawi aber... Also ich bin ja mein... Ich hab's ja gesehen.

01:03:46: ihre Sommeliers haben auch den Wein vorher probiert.

01:03:49: Aber ich bin der Meinung, der hatte Kork Hat er sich den geben lassen.

01:03:52: und dann hat er gesagt Ja du hast recht, der ist nicht in Ordnung.

01:03:56: und dann war ich an dem ganzen Abend der Vorkoster, hab den Wein immer probieren müssen.

01:04:03: Und er meinte zu mir was machst du morgenabend?

01:04:08: Ich sag naja wir haben morgens Abend Freizeit!

01:04:11: Wir wollten eigentlich irgendwo mit einem Bike in die Weinberge fahren und abends ist nix.

01:04:17: Also ja... Nicht die große Gala, immer in Los Angeles ist sie.

01:04:30: Wo die Sterne vergeben werden?

01:04:31: Ist nicht Bambi, sondern helft mir...

01:04:32: Oskar

01:04:34: Verleihung!

01:04:35: Da hat er gesagt wir haben Backstage-Oskar-Verleihungen, kamen wir an eine Mondavi-Lounge.

01:04:43: Ob ich nicht Lust habe würde, er würde mir einen Taxi schicken und ob ich nicht lust hätte mit ihm morgen Abend bei der Oskar Verleihung, die Private Mondavi-Lounge zu machen.

01:04:57: Ich bin jetzt so... Erzähl's mal zurück!

01:05:01: Das wäre mir nicht passiert.

01:05:03: auf Deutsch gesagt, wenn ich nicht gesagt hätte der Wein hatte Kork.

01:05:06: Weißt du?

01:05:09: So das ist daraus entstanden.

01:05:11: Hätte ich jetzt nichts gesagt und er hätte gesagt nur den Kopf einziehen denn wär das nicht passiert.

01:05:16: Und so hat es wieder einen Stein ins Rollen gebracht wo ich immer sage, wenn ein Wein irgendwo nicht in Ordnung ist oder wenn er irgendein Fehler hat.

01:05:24: Immer sagen!

01:05:24: Weil derjenige, der die Flasche aufmacht zum Teil, hat den ja nicht selber gemacht.

01:05:29: Weißt du?

01:05:30: Oder auch wenn du bei einem Winzer bist oder so.

01:05:32: Ist ja auch ganz schön oft vorgekommen.

01:05:35: Oder zum Teil... Ich sag mal nur, auch im Grill Royal wir saßen abends mit sechs, sieben, acht Leuten.

01:05:39: Jeder hat eine Fasche blind bestellt und zum Teil haben die Winzer ihre eigenen Weine nicht erkannt.

01:05:44: Also... Wo ich dann auch immer sage immer was zu sagen, macht mehr Sinn als den Bein zu probieren und dann das alles in sich reinzufressen auch wenn du mal richtig falsch liegen solltest.

01:05:59: oder Du sagst dann halt auch pass auf.

01:06:02: Ich probiere den blind ich setz alles auf eine karte und sage dass es zwei tausend drei siebelding im sonnenscheinen riesengroßes gewächs von repolts Und nicht gucken alle an und sagen das kann jetzt nicht sein.

01:06:13: oder woher weißt denn das?

01:06:16: Ja, den habe ich schon ein paar Mal getrunken und ich bin der Meinung.

01:06:18: Ich setze alles auf eine Karte nach dem Ausschussprinzip was es nicht sein kann wo er nicht herkommen kann Das kann nur die Südfall sein das kann nicht der Der kriegt die Dings nicht.

01:06:26: das ist der Boden dass der warme Jahrgangs für die Lagen Gibt es?

01:06:31: Ich sage das ist so und so und So.

01:06:33: ja Und das macht dann halt auch Spaß mal sowas zu machen.

01:06:37: Was hast du da bestimmt auch schon oft gemacht oder?

01:06:40: Ja es ist für mich mein großes Learning.

01:06:41: also zum einen sich selber.

01:06:45: Man probiert die Weine intensiver, man schmeckt noch mehr Intensiver in den Wein rein.

01:06:50: Man bekommt eine gewisse Selbstsicherheit dabei und ich finde auch wenn man es total falsch kreut ist das nicht schlimm.

01:06:56: Also man darf diese Blindproben niemals irgendwie als Prüfung nehmen sondern einfach nur als Erkenntnissen, als Lernen.

01:07:02: dann auch der spätere Austausch.

01:07:04: Ich finde es ganz wichtig dass man im Nachhinein wenn's dann irgendwie aufgedeckt ist nicht irgendwie sagt, das war es.

01:07:09: Nichts da weinen sondern dass man einfach darüber kommuniziert.

01:07:12: was habe ich dort wahrgenommen?

01:07:13: warum bin ich darauf gekommen?

01:07:15: letztlich ist es für mich immer wie bei einer Fahrschulprüfung dann steigest du dich da richtig rein und dann bist Du halt falsch ab und dann Bist Du falsch gefahren.

01:07:23: aber das sind ordnung.

01:07:24: also diese Akzeptanz dass man auch falsch sein kann finde ich dabei ganz wichtig.

01:07:27: nur dass man halt einfach sagt hey Ich hab da einen grünen Apfeltring gehabt.

01:07:30: deswegen dachte ich entweder ist es Grüne Verlinne oder Riesling Eins von beiden, also ein etwas unreiferer Riesling.

01:07:36: Habe ich in den Fünfzig-Fünfzig schon, habe mich für die Richtung entschieden und dann bin ich da weitergegangen war damit einmal entweder im Reingau oder an der Mosel oder oder oder in Südafrika Und hab mich versucht dort zurechtzufinden.

01:07:51: Oder eben diese Ausschlussgeschichte.

01:07:53: Ich sage das kann es nicht sein, das bleibt noch über.

01:07:56: Aber da einmal eben falsch entschieden, kann man auch falsch sein.

01:07:59: Aber dies ist damit einander zu kommunizieren und zu sagen, darum war das so!

01:08:03: Und darum hatte ich entweder recht oder nicht recht, aber ich hatte keine Ahnung.

01:08:06: Ich habe es einfach gesagt, dass muss halt warm gewesen sein, es muss halt zwei, drei gewesen sein... ...und mit der Reife dadurch lernt man halt enorm viel.

01:08:14: Das finde ich ganz wichtig.

01:08:16: Ich find's aber auch wichtig, weil du gerade bei diesem Glindproben bist, dass man dem Wein dann, wenn man ihn irgendwann gekollt hat.

01:08:23: Wenn man ihn aufgedeckt hat, dass man ihn noch aktiv weiterprobiert und dann vergegenwärtigt okay das war mein Mindset davor als ich noch nicht wusste was es ist und dann als ich danach wusste etwas ist konnte ich es im Prinzip dann irgendwo herleiten und kann das dann dem Winzer zuordnen?

01:08:40: Dass sich das in meinem eigenen in meinem eigenen Learning dann eben auch dann kategorisieren und katalogisieren.

01:08:47: Und für das nächste Mal weiß, wenn ich es blind probiert habe, habe ich es intensiver probiert, hab' das dort eingeordnet... Jetzt muss ich dem Ganzen noch einen Namen geben um es abzuspeichern und das nächstes mal vielleicht, wenn nicht wieder blind probiere, wieder zu ordnen zu können.

01:09:02: Kann ich verstehen?

01:09:03: Also daher finde's gut!

01:09:04: Ich find's persönlich und da bin ich aber auch sehr eigen bei Weinenbewertungen nicht gut, wenn man blind probierte.

01:09:11: Da würde mich auch interessieren, wie du darüber denkst.

01:09:13: Weil du ja teilweise auch in verschiedenen Gremien bist, warst und weinend bewertet hast.

01:09:18: Ich finde immer braucht man das Verständnis für den Winzer fürs Gebiet usw.. Und viele Weine brauchen viel mehr Zeit, als man sie ihnen in Weinbewertungen gibt.

01:09:28: Die Zeit hat man dort nicht und das kann ich dann gedanklich rekonstruieren wenn ich weiß welches Gebiet welcher Winzer welcher Jahrgang dabei ist.

01:09:36: Probierst du Weine lieber blind oder lieber wissentlich?

01:09:40: Wenn du sie irgendwie bewerten musst.

01:09:43: Ist ja eine Gritchenfrage!

01:09:44: Ja es sind zwei getrennte Paar Schuhe.

01:09:47: also Ich muss beides mit Ja beantworten.

01:09:50: Also manchmal ist es auch besser, wenn man weiß was man im Glas hat.

01:09:54: Weil man dann halt den Wein vielleicht objektiver bewerten kann als wenn du verdeckt probierst.

01:10:04: Das kann dann in verschiedene Richtungen gehen wie du sagst bei einer Fahrschule Man fährt in eine falsche Richtung und man fährt eigentlich immer weiter weg als man den Wein eigentlich irgendwo dann bewertet oder

01:10:18: noch sehen könnte.

01:10:19: ja

01:10:19: Ja, sehen könnte oder er wird entweder zu gut oder zu schlecht beurteilt.

01:10:23: Deswegen es macht manchmal Sinn und auch Spaß die Sachen blind zu probieren.

01:10:28: aber es gibt auch viele Sachen die man offen probieren sollte und man weiß was man im Glas hat weil man dann irgendwo doch anders urteilt als wenn du in eine Bindverkostung gehst.

01:10:43: Welche Jahrgänge haben damals gefehlt?

01:10:46: Das weiß ich gar nicht mehr.

01:10:48: Irgendwann hab

01:10:49: ich... Das ist jetzt im Grund, dass diese schrottig waren oder dass die halt so sehr hinten waren?

01:10:53: Weil wenn du ein Fünfundvierzig-Motor am Keller hattest.

01:10:56: Dann ist das ja schon draußen dann...

01:10:59: Ich glaub es war ein Siebundvierzig, Einundfünfzig und ich glaube, das war sogar ein Zweiundsechzig oder so.

01:11:06: Also es waren nur noch drei und irgendwann ist aber mein Bordeaux Verständnis gekippt weil ich gesagt habe, ach Bordeau macht man gar kein bisschen mehr Spaß.

01:11:16: Man sagt ja immer so, alle zehn Jahre wechselt auch so was man gerne trinkt.

01:11:22: Und dann habe ich gesagt ne also Bordeaux ist jetzt nicht mehr... Das war aber meine Weinkarte im First Floor geschuldet weil die sehr bordeauxlastig war.

01:11:30: Aber dann hab' ich irgendwann den Pino entdeckt und hab' hier auch im... Ich glaube es war Gomio-Zwotausen zwölf zwei Seiten eine Hommage an den deutschen Pinot Noir geschrieben.

01:11:41: Also ich bin denn völlig weg vom Bordeau Halsüberkopf in den Pino verliebt.

01:11:47: Und was heute noch mein Lieblingswein ist oder wenn ich abends mir etwas aufmachen kann, darf oder entscheiden darf dann ist es Pino

01:11:55: also... Was ja auch dein Ursprung war mit dem Jeffrey Schamata die du damals als Allererstes nach dem Batamaurasche probiert hast.

01:12:00: Glaubst du man kommt immer zurück zu seinem Ursprüngen?

01:12:04: Also wann wird so ein Weimbewusstsein richtig fundiert.

01:12:07: Ist es am Anfang, wenn man anfängt sich richtig aktivisch damit zu beschäftigen und eben auch geschmacklich relativ sensibel ist?

01:12:13: oder ist das dann später?

01:12:14: Wenn man richtig anfängt zu lernen und dieses Bewusstsein aufbaut kann man das irgendwie pauschalisieren?

01:12:20: oder ist es individuell?

01:12:22: Naja, das ist zum Teil individuell weil man muss für die Sache brennen.

01:12:27: Das ist wie im Sport so, das is wie im Leben So.

01:12:31: du musst hinter das Produkt irgendwo ... brennen.

01:12:35: Ich hab mal Johannes King irgendwann mal, als ich bei Otto Gometern war... ... getroffen auch bei einer Köche Galer und dann sagt er, Johannes zu mir, Gunnar!

01:12:43: Jetzt habe ich erst mitbekommen

01:12:45: was du jetzt wirklich machst.

01:12:46: Bei dir würde ich sogar Staubsauger kaufen.

01:12:49: Weißt du?

01:12:51: Man brennt für dieses Produkt Wein.

01:12:53: das ist nicht nur... Das ist Hobby, das ist Leidenschaft,... Du steckst viel private Zeit da rein und deswegen muss Es gibt ja auch Leute, die machen das weil du einfach ein Sommelier genannt werden möchtest oder den Abschluss in der Schule dann hast.

01:13:13: Oder IHK geprüft das Sommelier bist.

01:13:15: aber ich glaube man muss auch für diesen Job, für diese Berufung muss man einfach brennen richtig.

01:13:22: Man muss richtig verrückt sein auf Deutsch gesagt und diese Verrücktheit bringt einen dann irgendwann auch zu erfolgen.

01:13:30: Und ein Erfolg ist ja auch schon, wenn du einen geilen Job in einem Restaurant ablieferst und der Gast zufrieden nach Hause geht.

01:13:37: Und du sagst, oh, den habe ich heute richtig abgeholt!

01:13:39: Da ist das richtig happy, der kommt wieder... Das war ein richtig netter Abend mit denen und deswegen ist es immer so eine Art Leidenschaft für das Thema Wein was du heutzutage auch mitbringen musst.

01:14:10: Manchmal sieht Rötesheim aus wie ein Postgartenmotiv dass versehentlich in die Wirklichkeit geraten ist.

01:14:15: Schürfe schaukeln auf dem Rhein.

01:14:17: Die Seilbahn klimpert über die Hänge, Touristen fotografieren sich vor Fachwerk und irgendwo dazwischen hängt der Rheingau an steilen Hängen als hätte jemand die Landschaft absichtlich schräg gestellt damit die Hinge nicht einschlafen genau hier zwischen Quarzit, Schiefer- und lemmigen Kies.

01:14:34: Nächstes ist der Estate Rüdesheims von Georg Breuer.

01:14:38: kein großer Auftritt auf der Bühne der Einzelang sondern der Ortswein der den ganzen Stadtteil im Glas zusammenfasst.

01:14:44: Der auffällige Typ aus dem richtigen steilen Viertel, denn trotzdem weiß wo der Stein liegt und wie er schmeckt.

01:14:50: Bitte die Geschichte des Weingutes nicht vergessen!

01:14:53: Denn sie ist außergewöhnlich und beginnt in den Achtstand-Achzig und zwar als Weinhandlung der Familien Scholl und Hillebrand.

01:15:00: Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts landete es dann bei der Familie Breuer Und Peter Breuer übergibt es an seinen Sohn Georg, der dem heutigen Weingut ja den Namen gibt.

01:15:11: Dieser wiederum hat den Export und damit auch die Reblächen enorm ausgebaut.

01:15:16: Von ihnen übernehmen dann seine Söhne Heinrich um Bernhard.

01:15:20: Um Bernhard Bräuer würden in den achtziger Jahren zu einem jener Männer, quasi komplett neu erfinden.

01:15:28: In den letzten Jahren gründete er mit Erwain Graf Matuschka Greifenklau, Hans-Ambrosi Helmut Becker und seinem Bruder Heinrich die Katervereinigung – eine Art Qualitätsschutztruppe für herkunftsbedrohte Trockner Rieslinger aus dem besten Lagen!

01:15:45: Die Karte wird später zum Vorläufer des ersten und großen Gewächses und fusioniert in der Jahrhundertstelle im VdP Rheingau.

01:15:52: Bernhard glaubt an Geologie statt am Marketing, an den Boden Der dem Wein das Merkmal seiner Herkunft im Gesicht tragen soll.

01:16:04: Tereza Bräuer ist gerade zwanzig Jahre, hat es Abitur in der Tasche und gerade ein Sportstudie eröffnet.

01:16:10: Pläne für die weite Weltfleucht-Fitness vielleicht etwas ganz anderes.

01:16:14: stattdessen übernimmt sie zusammen mit Onkel Heinrich und dem langjährigen Betriebsleiter Hermann Schmorehans eines der angesehensten Weingüter des Rheingaus.

01:16:23: Ich hab das hier wie ein Trance am Leben gehalten.

01:16:26: Sagt ihr später, sie studiert internationale Weinwirtschaft in Geisenheim und inhaliert den Betrieb.

01:16:31: Lern die Weinberge mit den Händen kennen, die ihr Vater jahrelang gepflegt hat... Und heute fühlt sich es gut mit Florian Moll und Joel B. Lander.

01:16:39: Rund vierzig Hektar, dann fünfundzwanzig, fünfundrühntes heim, sechskünftem Rauntal inklusive als Monopolis Nollenberg und Achtenloch.

01:16:46: Fünfundseißig Prozent Steillage, sechsundachsicht Prozent Riesling Fair and Green zertifiziert, eines der ersten Mitglieder.

01:16:55: Erträge bewusst niedrig im Schnitt – forty Hektar pro Liter.

01:17:00: In Spitzen lagen fünfzehn bis fünfundzwanzig.

01:17:03: Und zurück zum Estate Rüdesheim dem Botschafter des Ortes!

01:17:07: Die Trauben stammen aus verschiedenen RüDesheimer Laken vor allem Quarziet und Schiefer dazu lemigen Kies.

01:17:14: Kein einzelne Hang sondern ein Zusammenschnitt der steinigen Nachbarschaft.

01:17:19: Etwa ein Viertel des Weines reibt den großen Holzfässern, der Rest in Edelstahl.

01:17:24: Offizielle Analyse für die Theoritiker unter euch?

01:17:27: Elf Komma fünf Volumenprozent.

01:17:28: Alkohol!

01:17:29: Elf Komma fünf Volumprozent ich wiederhole.

01:17:31: Vier Komma vier Gramm Restzucker und neun Kommas zwei Gramm Säure.

01:17:35: das ist Rieschling.

01:17:36: Temperatur idealerweise beim Genießen neun bis zwölf Grad, reife Potenzial für einen Ortzwein.

01:17:43: Rund zehn Jahre!

01:17:45: Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.

01:17:46: und der Jahrgangsviertausend vierundzwanzig war nass verwechselhaft.

01:17:50: Wir hatten ein milden Frühlingsstaat Dann kam ein Kälteeimbruch im April Viel Regen im Mai Ein unbeständiger Sommer mit überdurchschnittlichem Niederschlag.

01:18:01: Mitte September begann eine zügige, aber intensive Lese.

01:18:04: Die vier Selektionen verlangte herausgekommen sind kühle elegante lebendige Weine und der Estet trägt das mit einer gewissen Selbstverständlichkeit.

01:18:14: Es ist Rheingau!

01:18:15: Es is Riesling Und es ist ... ... es ist der Wein den man trinkt wenn man den Reingau verstehen will ohne gleich die steilste Einzellage zu gesteigen.

01:18:25: Der sagt hier wächst Rieseling auf Stein Und der Steiner hat Humor.

01:18:30: Er macht den Wein nicht laut, aber unvergesslich!

01:18:34: Theresa Bräuer hat das Ehre nicht nur fortgeführt – sie hat es präzise trocken und mit einer stillen Selbstverständlichkeit weitergeschrieben, die man spürt wenn man das Glas schwenkt.

01:18:45: Der Estate Rudesheim ist der Beweis, dass man auch als Ortsfeinkarakter haben kann.

01:18:51: Vorausgesetzt?

01:18:53: Man kommt aus den richtigen steilen Viertel und hat eine Winzerin, die dem Boden ernster nimmt als den Applaus.

01:19:00: Danke Theresa!

01:19:01: Danke dem gesamten Breuher-Team für diese großartige Arbeit, die Ortswein so gereifbar und außergewöhnlichen vor allem auch preislich so unschlagbar macht.

01:19:10: Und natürlich einen Riesen Dankeschön an die deutsche Handelsvertretung, an das Halbnishaus Schlumberger.

01:19:15: Wenn du spüren möchtest wie der Rango schmeckt, wie Rödesheim, wie es im Jahr Schauen die Show Notes, da fängst du hier Bezugsadressen.

01:19:34: Aber ich glaube das ist nicht weintypisch oder somnitypisch denn keine Ahnung selbst ein Buchhändler.

01:19:40: Wenn ich wirklich einen guten Buchhänder habe dann möchte ich dass der dafür brennt und dass er halt auch so bisschen nördlich ist, dass der so keine Ahnung die halbe Buchwelt schon gelesen hat oder eben da selbst keine Ahnen selbst nimmt im Wollfachgeschäft oder so, dass die wissen wo das Tier herkommt.

01:19:55: Dass da sein Schafsvolle irgendwie... Ich glaube es ist wirklich besonderen Leute im Sport zum Beispiel.

01:20:01: Wirklich nicht ihr Leben dafür opfern aber dass sie aus dieser Leidenschaft ein Berufung machen und da richtig intensiv irgendwie ja richtig drin stecken.

01:20:11: Du bist ja mehr oder weniger vom Brotod zum Bugund oder zum Pino gewechselt Aber nimmst du trotzdem Trends noch mit?

01:20:19: Oder ist das für dich jetzt alles irgendwie zu oberflächlich, also so was wie die Weinwelt sich entwickelt.

01:20:25: Was da passiert, dieses ganze Natural-Biodynamische und so weiter neue Weinregion... Ist es für dich nur ein Thema?

01:20:31: oder sagst du hier um Klassiker?

01:20:33: und Klassik ist mein Stil?

01:20:35: Naja auf eine Art bin ich so'n Klassicker aber du kommst ja auch gar nicht mehr hinterher!

01:20:39: Die Weinwelt ist so groß geworden man schafft es gar nichtmehr dass alle die ganzen Trends durch die ganzen Medien, die es heutzutage ermöglichen, diese Weidenwelt zu erkunden.

01:20:53: Man schafft das gar nicht mehr!

01:20:54: Du hast gar nicht so viel Zeit.

01:20:55: Letztens hat eine bekannte Winzerin aus Franken ... Die hab ich mal getroffen.

01:21:01: Er ist so privat und kann meinten... Ja?

01:21:07: Hier in Berlin.

01:21:09: Da meinte sie ... Sag mal wann warst du das letzte Mal in Franken gewesen?

01:21:13: Da habe ich lange nachgelacht und da hab ich gesagt naja Ganz ehrlich, vielleicht vor zwanzig Jahren.

01:21:18: Überleg mal, das ist eigentlich ... Vor der Haustür und ich rede nicht von Neuseeland, Südafrika, Südamerika oder Kalifornien?

01:21:27: Oder Österreich, egal, nein, Franken!

01:21:29: Also, wann warst du das letzte Mal in Franken gewesen?

01:21:32: Da hab' ich so den Kopf ganz leicht runter.

01:21:35: Und da habe ich gesagt Sandra, es waren bestimmt vor zwundzig Jahren.

01:21:39: Die Stilistiken haben sich ja auch geändert.

01:21:45: Kennst, das haben die Alten gemacht.

01:21:47: Und die Jungen waren jetzt irgendwo in der Welt unterwegs gewesen und machen jetzt ganz anderes Stilistiken als es die Alte noch gemacht haben.

01:21:53: Und du schaffst es einem gar nicht mehr dahinter herzukommen?

01:21:55: Oh ich weiß nicht wie's dir geht!

01:21:58: Dadurch dass ich bei verschiedenen Verkostung mit dabei bin werde ich so ein bisschen abtodät gehalten.

01:22:03: dadurch dass ich sowohl Social Media viel sende als auch konsumiere kriege ich ein bisschen was mit.

01:22:10: aber es gibt gewisse Trends, die durchaus an mir vorbeigehen.

01:22:15: Weil ich wahrscheinlich auch meinem Alter geschuldet ist total gerne mag diese Klassik auch noch zu leben, die intensiv zu leben da dann teilweise auch die Entwicklung zu beobachten sei es eine Champagne, sei es im Burgund Bordeaux, teilweise in der Riocha-Rioche das großartig was dort passiert also eher dieser traditionellen Gebiete dann irgendwie auszukosten solche Sachen wie diese ganze Natural Wine Szene.

01:22:39: Ich habe sie mit beobachtet, aber sie ging eigentlich an mir vorbei.

01:22:43: Ich bin da nicht so tief drin und ich kann dir nicht jedes dieser überverkulteten Weingüter rauf- und runterdeclinieren in den

01:22:50: Entwicklungen.".

01:22:52: Und da stehe ich dann auch zu und sage, wenn ich es manchmal probiere, dann hab' ich dieses kindliche Probieren das sich für mich selber einordne... Das fängt an in der Tat!

01:23:00: Das finde ich wieder umwitzig maglich magich nich'.

01:23:03: Also, kann ich was mit anfangen?

01:23:04: Kann ich nichts mit

01:23:04: anfachen?".

01:23:05: Dann kommt danach verstehe ich.

01:23:06: Verstehe ich nicht.

01:23:08: und dann noch vielleicht die Frage möchte ich fragen warum das ist oder auch nicht, sondern möchte einfach den Wein trinken.

01:23:13: aber für mich da entschieden brauche ich mir nicht reinnörten.

01:23:16: also da habe ich andere und genügend Themen und Felder wo ich mich dann eher spezialisiere.

01:23:21: und findest du ein Sommi sollte sich grundsätzlich spezialisieren.

01:23:24: gerade aufgrund dessen wählt es halt mittlerweile auch Weiner aus Thailand und aus Indien, oder selbst Griechenland zum Beispiel ist auch an mir vorbeigegangen.

01:23:33: Eider habe ich nicht wirklich... Natürlich kann ich die Rebsorten rauf- und runter irgendwie noch erzählen aber wenn es in die einzelnen Regionen, die Winzer

01:23:41: usw.,

01:23:43: dann mache ich da was Brauchrufe lieber Tony an oder hab' die Leute, die ja irgendwie dann da spezialisiert sind.

01:23:48: und also sollte man sich spezialisieren?

01:23:51: Sollte man versuchen überall ein bisschen Wissen zu haben?

01:23:55: Na ja, das ist oberflächlich.

01:23:56: Wenn du versuchst überall ein bisschen was zu wissen reicht es nicht aus.

01:24:00: also ich bin eher auch so'n Verfechter sich auf eine Sache zu spezialisieren auf Eine Sache dort In die Tiefe zu gehen und Sich zu spezialisieren Was dich denn auch stark macht oder was du denn auch richtig sagst.

01:24:17: auf dem gebiet bin ich wirklich mach ich Spitzensport, mache ich richtig großen Kino und wo ich sage auch bei mir Orange Geschichten ging völlig an mir vorbei oder mag ich nicht.

01:24:31: Oder dann ist es auch irgendwo wo ich sagen kann mich in der ganzen Weinwelt irgendwo auskennen.

01:24:39: Mein Weinherz hängt in den Südfalz da kenne ich mich gut aus und mich rufen Leute an und sagen Gunnar du deine Dein Schwerpunkt und so.

01:24:49: Du kennst dich da aus, was denkst du?

01:24:50: Was soll ich mir in den Keller legen?

01:24:52: Was sind die großen Jahrgänge?

01:24:54: Was würdest du machen?

01:24:56: oder gib einer Weinprobe ein Thema und dann mach' ich auch nicht irgendwo eine Piratensache sondern setz auf meine Stärken und sag', wir machen einfach einen Bogunder-Tasting mit Bogunderrebsorten weiß als auch rot und wir nehmen die Falze oder so.

01:25:12: ja also ich versuche jetzt auch nicht irgendwohin denn Nehmt die Sachen heraus, wo ich stark bin.

01:25:19: Wo ich weiß dass sich gut bin und es auch gut vermitteln kann.

01:25:23: als wenn ich da jetzt auf glatteis gehe Und immer hoffe oh Gott bloß nicht einbrechen.

01:25:28: und Das ist wie wenn ich kochen gehe Ich mache keine Patisserie.

01:25:33: also wenn ich jetzt irgendwo Schwerpunkt sage ich mach Fleisch, bin nicht gut.

01:25:37: Ich kann euch vier Stunden über Fleisch was erklären.

01:25:40: Ich koche euch dann ein geiles Menü aber ich mache keine Patasserie weil ich mich bei sowas überhaupt nicht

01:25:45: auskenne.".

01:25:45: War für mich auch eine ganz interessante Erkenntnis als sich damals aus Kalifornien zurückkam dass ich da ein gewisses Grundwissen hatte und mit einmal rief mich Leute an Und haben mich irgendwas über Kalifornia gefragt über die Entwicklung dort über verschiedene Weingüter.

01:25:59: über verschiedene Menschen habe ich gemerkt Was ist eigentlich ganz interessant, wenn man sich in einem Thema gut auskennt?

01:26:05: Dass man als Referenz dann letztlich in dieser gesamten Szene dafür gilt.

01:26:08: Deswegen hatte ich mich damals, es war um die Jahrtausendwende da so richtig reingedacht und später kamen wir unter zu in irgendwann Rieslinge Und dann bekommst du auch irgendwann einen Namen dafür und wirst auch greifbar.

01:26:19: deswegen finde ich das Ganz gut und ganz wichtig Sich auf eine Sache zu spezialisieren.

01:26:26: gerade eben auch Die Welt wird bunter und die welt wird immer immer versettenreicher.

01:26:31: Da ist es umso wichtiger, dass man irgendwo eine Benchmark für irgendwas ist.

01:26:37: Ja, neben der Fußballmannschaft.

01:26:39: Der eine sagt sich wer Torwart, der andere wird Abwehrspieler und der anderen wird Angreifer.

01:26:43: Du wirst nicht jemanden haben in einer Mannschaft, der alles spielen kann was nicht heißt soll das es auch mal ein paar Joker gibt.

01:26:49: aber jeder versucht sich auf seiner Stärke auf der Position der Beste zu werden und es gibt halt nur eine Position als Torwart.

01:26:58: die kann dann auch nur eine oder einen Ersatzteuer da haben Und da hast du dich auch irgendwann früh entscheiden müssen, auf welche Position gehe ich oder werde ich mittelstürmer.

01:27:07: Oder bin ich der geborene Knipser?

01:27:10: Oder was mache ich?

01:27:11: Weißt Du also das ist schon dann auch in jeder Fachrichtung oder auch im Sport dass man sich ja auch spezialisiert und so ist es in der Weinbranche auftauchen

01:27:19: hat sich in den letzten zwanzig tresig jahren der weinservice selber verändert.

01:27:23: aus den Zeiten als du keine Art bei frisama oder einem first player warst bis hin heute wenn du irgendwo im grill bist oder irgendwo sams in der welt?

01:27:31: ist die Art Wein zu servieren, Wein zu erklären und Wein zu zelebrieren anders geworden?

01:27:36: Ja es ist ein bisschen moderner, ein bisschen mehr sexy geworden.

01:27:39: Und zwar allein schon durch den Schrauber.

01:27:42: Was wurdest du noch im Rest auch angeguckt?

01:27:44: oder zum Teil hast du da irgendwo Nackenschläge einstecken müssen von Leuten, die gesagt haben ja das geht gar nicht wie können sie in einem Stern... Du

01:27:52: zwuffünften Schrauber hattest!

01:27:53: Das war ein Undeher.

01:27:55: Ja und heutzutage ist alles ein bisschen ... Es ist schneller geworden, auch so.

01:28:03: Das ist so schnelllebiger geworden, es ist ein bisschen nicht mehr so... Also ich bin so ein bisschen Old-School großgeworden.

01:28:11: was so der erst vom Leder im Restaurant am Tisch gemacht hat und das wurde noch zelebriert und gemacht und getan.

01:28:17: Heutzutage wird die Pulle aufgerissen du probierst nix oder schüttelts mit dem Kopf Und das is ne Sache von zehn Sekunden Ja?

01:28:27: Was war das früher so ein Mythos?

01:28:30: Oder hat man, wie hat man es zelebriert und man hat den Korken dann auf einen Dings gelegt.

01:28:35: Man hat das gemacht, hat riechen lassen!

01:28:37: Man hat gefragt ob man dekantieren kann... Man hat ja da ein richtiges Ritual draus gemacht und heutzutage will der Gast das gar nicht mehr.

01:28:46: Habe ich so oft das Gefühl dass man einfach nur irgendwo sagt hey hier in den Restaurant Ich möchte ein Wein trinken und möchte nicht noch erst fünf oder zehn Minuten dieses Ritual des Öffnens haben.

01:28:59: Ich will einfach ein geiles Glas haben, das ist für mich ganz wichtig und ich möchte einen geilen Bein haben.

01:29:04: Hm... vermisst du das?

01:29:05: Den alten Service, die sich zelebrieren, den Zeitnehmen erklären, keine Ahnung, den Korken auf den Tellerchen und hinbringen ... Oder sagst du es nicht mehr?

01:29:17: Nee, es war einmal!

01:29:18: Es gibt auch so'n Märchen, dass wir mal früher anfingen.

01:29:21: Das war einmal Und der Zeit trauere ich auch nicht mehr hinterher.

01:29:26: Du musst einfach mit der Zeit gehen, du musst sagen... Ich mache das heute.

01:29:31: oder was hatte man früher für jede Rebsorte?

01:29:34: Hatte man ein anderes Weinglas und hat gesagt, ja, das ist ein Riesling-Glas!

01:29:38: Das ist ein Bogunder-Glass!

01:29:40: Das is'n Bordeaux-Glaß!

01:29:41: Das i's n Chirass-Glasts!

01:29:42: Das, da sind das heutzutage, sag ich, ich brauche eigengeiles Glas Wein Ein richtig tolles.

01:29:49: und da kann ich meinen Riesling, meinem Burgunde, mein sonst was draus trinken.

01:29:52: Und das ist ja auch nicht mehr zeitgemäß.

01:29:55: also dass man jetzt ein Sommerli sich da so und so viel Gläser hinstellt und jetzt noch dem Gast erklärt, dass dieses, dieses Weinglas zu dieser Traube passt.

01:30:06: Habe ich so das Gefühl möchte der Gast gar nicht mehr erklärt bekommen.

01:30:09: Der möchte einfach nur ein geiles Glas haben, ein geilles Getränk und möchte einen schönen Abend haben.

01:30:15: Wenn du sagst aber trotz einem geiles Glas für dich eine Grundvoraussetzung, was sind da die Grundansprüche?

01:30:20: Also es ist eine gewisse Brand wo du sagest also das soll's mindestens sein.

01:30:23: Ist es Mundgeblasen, Maschinen geblasene, Maschinengefertigt.

01:30:28: gibt es da irgendwelche Parameter wo du sagt, dass sollte ein Restaurant mindestens bieten damit ich da ne Flasche XY aufreise.

01:30:37: Es gibt ja viele namhafter Anbieter schon die auch wirklich gute Gläser machen.

01:30:41: und heutzutage kann ich nur jedem Gastronom auch sagen, eine gewisse Wertschätzung an die Gläserkultur zu haben.

01:30:50: Weil guck mal wenn du nach Frankreich oder sonst... für mich hat doch die geilste Gläserkultur in Europa ist in Österreich.

01:30:58: So fährst du nach Frengreich irgendwo ein toller Restaurants?

01:31:01: Was kriegst du da manchmal für Für schäbige Gläser, die servieren die geilsten Weine sind irgendwo bezahlbar und haben für mich zum Teil die schlechteste Gläserkultur in Europa.

01:31:12: Und du bist total... Nach

01:31:13: wie vor!

01:31:15: Zum einen ist es eine Legende und das aber hat sich auch nicht geändert.

01:31:17: Es gibt zwar einige Restaurants, die wirklich mittlerweile eine gute Gläsergultur haben, aber sobald du einen gewissen Standard verlässt, ist es nach wie vor nicht der Henkelbecher, aber dich dran.

01:31:31: Oder bei den Winzern selber halt auch noch zum Teil die, ich sag mal Todschläge dazu.

01:31:37: Das sind so kleine Gläser, die immer noch irgendwo nicht aus ihren Köpfen das nicht rausgeht dass du wenn du geile Weine machst einfach auch geile Gläse brauchst.

01:31:49: Also ich merk's jetzt zuhause bei mir.

01:31:50: Ich hab hier zwei Vitrinen voll Gläser und immer hab angefangen mit Rosenthal, dann über die Mundgeblasen X, Y, dann bist du bei Zalto, dann kommt die Josefin-Hütte dazu... Und dann guckst du da immer und sagst oh Gott das staubt im Schrank alles irgendwie ein weil du hast dein Lieblingsglas!

01:32:08: Das nimmst du dann halt auch jeden Abend und ist man dann halt irgendwo schon versaut sag' ich mal ne?

01:32:16: Weil man so in der aus

01:32:17: der Lieblungsglas.

01:32:18: Also was nimmst du am liebsten?

01:32:19: Welche Art?

01:32:19: Denkart oder welche Form, okay.

01:32:23: Ja das ist für mich schon gut.

01:32:25: Das ist für jetzt nicht des Optimals und nicht das Beste aber es ist irgendwo... ...für mich mein Favourite.

01:32:33: Dann mache ich das gerne, das ist kein Kultglas, das einfach nur gut!

01:32:44: Punkt.

01:32:44: Weil es schon ein Kultglas gewisserweise, wenn man versucht hat Sachen eben auch neu zu denken.

01:32:49: der Herr denkt damals also von dem Jahr fand ich das eigentlich schon interessant und was wie sich das entwickelt hatten.

01:32:56: es hatte ja viele Gedankenprozesse dann irgendwo angestoßen.

01:33:00: daher so kann ich das durchaus nachvollziehen.

01:33:03: würdest du einen guten Wein ablehnen?

01:33:04: Wenn da ein schrottiges Glas ist oder...

01:33:09: Ja macht keinen Sinn.

01:33:10: Also, dann lieber verzichten auf den guten Wein und sagen naja was soll ich da jetzt rausschmecken wenn das Glas schon Den Wein zerschlägt oder er schlägt oder wie auch immer?

01:33:22: Oder heutzutage ist wo ich immer auch wirklich Ich sag mal so pikel-oder gänsehaut kriege wenn du in ein restaurant x y gehst Und willst ein tolles sparkling getränk trinken egal was es nur is und die kommen damit so einer flöte an.

01:33:40: Ich sage, da gibt mir ein schönes ordentliches Weinglas.

01:33:43: Es gibt ja auch ganz tolle Flöten schon heutzutage aber immer noch dieses Old-School, das weiß ich nicht ob dir das auch oft dann noch so passiert wenn die einfach mit einem ganz einfachen Flöte ankommen und wollen dir deinen Bollinger Grand Arnée aus der Flöthe servieren?

01:34:00: Habe ich schon lange nicht mehr erlebt, aber gerade bei Empfängen gibt es das relativ häufig wenn du bei irgendwelchen offiziellen Anlässen bist.

01:34:08: Ursprünglich wurde diese Flut ja ins Leben gerufen, wer die Pellage darin stabiler ist und es einfach schöner aussieht.

01:34:14: Eine wirkliche Wignophilienhintergrund gab's dabei nicht also dass man dem Wein irgendwie mehr schmeckt.

01:34:20: aber ja... Die Kursare steigt in den Nasen und Schleimen heute verätzen.

01:34:23: Man riecht nichts mehr und schmeckt nichts mehr!

01:34:25: Ist eigentlich eine Kernkatastrophe die man dabei hat.

01:34:27: Und da würde ich dann auch lieber den Schaumwein ablehnen oder eben nach einem Weinglas fragen In deinem jetzigen Zommelje-Leben, deinem jetztigen Weinleben.

01:34:39: Welche Wertigkeit haben die digitalen Aspekte dabei?

01:34:42: Also nicht nur Social Media sondern auch allgemein digitale Entwicklung.

01:34:45: hast du irgendwelche digitalen Wünsche wo du sagst das ist die moderne Zeit weil wir gerade bei der modernen Zeit sind und da ist es ganz gut oder bist du da uns teile?

01:34:56: Ja das Letztere trifft eher zu.

01:34:58: ich Okay, mal selber oder meine Frau sagt halt du müsstest viel mehr auf Insta und müsstest das mehr machen und tun.

01:35:05: Aber es ist so eine Generation.

01:35:08: vielleicht ist der Zug bei mir schon abgefahren oder hat mich vorbeigefahren?

01:35:12: Oder ich bin einfach nicht aufgesprungen weil ich andere Prioritäten gesetzt habe.

01:35:18: also Ich weiß dass ich da einfach irgendwo Da fehlt oder man fehlte einfach ein Gen Ist ja manchmal so.

01:35:25: ne Das ist einfach irgendwo irgendwo nicht ist oder nicht sein sollte, aber ich weiß.

01:35:32: Ich habe ab und zu auch mal wieder angefangen.

01:35:33: Dann erwischt man sich selber dass man lange damit den Medien heutzutage mit den Social Media nichts gemacht hat.

01:35:40: und dann irgendwie kommen die Kinder die klicken da denn irgendwie durch und sind so schnell das ich dann sage hey kannst du mir das noch einmal zeigen?

01:35:48: Oder wie macht man das?

01:35:52: Man sich selber attappt, dass man eigentlich zu wenig damit umgeht dass einfach die Zeit auch so schnell vergeht in der Medienwelt, dass du gar nicht hinterherkommst oder mir das auch schwer fällt.

01:36:03: Ich

01:36:03: glaube es ist ein komplettes Umdenken.

01:36:05: Ein Redakteur hat es wie immer gesagt bei den meisten Wein-Magazinen, die funktionieren nicht online oder funktionierend nicht social media digital wird die noch analog denken und ich glaube wir Aus unserer Generation denken in vielen Bereichen noch sehr analog.

01:36:21: Deswegen gibt es wenige aus unserer Generation, die Social Media-like wirklich erfolgreich und aktiv sind.

01:36:29: Hendrik Över, den wir jetzt so öfters genannt haben ist einer der Wenigen, die sich in diese digitale Welt rübergenerieren konnten aber ist bei mir mehr oder weniger genauso.

01:36:41: also dass ich da dann eben auch wie beim Weinstielen einfach sage okay das ist vielleicht nicht meine Generation man muss nicht jede jedes Spielfeld bespielen, sondern manchmal hat man einfach das Seine und kann da dann auf einer anderen Ebene oder in der anderen Welt irgendwie prälieren.

01:36:58: Bildest du dich noch weiter?

01:37:00: Also setzst du dich mit dem Buch nochmal hin, wenn du ja gesagt hast, du möchtest mir ein Buch machen oder wolltest mal mit einem Buch einschaffen in der Flasche weit nahe aufwachen?

01:37:08: Hat es bei dir eine Präsenz oder führt die Zeit dafür?

01:37:12: Naja ich habe vor ein paar Tagen Geburtstag gehabt und hab selbst noch vom engsten Freundeskreis ein Weinbuch bekommen, Geschenk bekommen und...

01:37:21: Ach schön!

01:37:21: Das ist so, wo ich sage da freut man sich halt auch.

01:37:24: Die sagen die was soll man dem Gunnar schenken?

01:37:26: Du kriegst eine Flasche Wein und ein Weinbuch dazu.

01:37:29: Und herrlich Was war das wenn ich fragen darf?

01:37:31: Mallorca Ein Wein über die siebzig Weingüter von Mallorcha

01:37:38: Von Jürgen Mattis Ja

01:37:39: Genau Er.

01:37:41: zur dritte mit dem

01:37:41: Großartig Toll

01:37:43: Genau.

01:37:44: Na jetzt zur Dritte haben wir es gemacht.

01:37:46: Morgen geht es nach Mallorca, werde ich auf jeden Fall im Flieger oder dort auch bei einem schönen Fläschchen dann mal reinschauen und da freue ich mich schon darauf.

01:37:54: Herrlich!

01:37:54: Wann hast du das letzte Mal ein Weinbuch bekommen?

01:37:57: Das letzte Mal einen Weinbuch, das habe ich in der Tat von einer ehemaligen Mitarbeiterin vor mir und das war Wein- und Krieg.

01:38:06: Ich hab's noch nicht

01:38:07: gelesen.

01:38:08: Das

01:38:08: ist so ein bisschen...das ist großartig eben auch sehr erkenntnisreich, sehr erstaunlich.

01:38:17: also wie viel leider muss man sagen aber eben dann auch ja aus der Erkenntnis heraus Krieg für den Wein getan hat bzw.

01:38:25: warum das eine sehr sehr enge Verbindung ist sowohl in dessen dass es in Kriegsheiten eben Weinproduktionen gab als eben die Verbreitung des Weines durch eben diese Kriegssituation.

01:38:39: Also warum das manchmal ein Schlüssel oder in manchen Jahrzehnten einen Schlüsselpunkt für ganze Regionen war, wie Champagne fürs Bordeaux-Welt, die Kletterer teilweise eben geplündert wurden, dass dann irgendwo getrunken wurde und man für Gutbefand irgendwann nachgekauft hat?

01:38:55: Oder warum eben Wein auch bei den Kriegsjahren produziert wurde?

01:38:58: Weil die Soldaten eine Grundversorgung an Alkohol hatten, brauchten ihn zugesprochen worden, damit sie den ganzen Kram ertragen konnten und so weiter... Ja,

01:39:06: weil ja, da waren April hier schon so!

01:39:07: Ja, bei einer Prüfung waren es ... Ich glaub ich pro Person war's am Tag zweieinhalb Liter.

01:39:11: Dass die einen Anrecht auf zweieineinhalb Liter Wein hatten und den da konsumiert haben.

01:39:18: Also daher das war das letzte Buch was ich geschenkt bekommen hab leider noch nicht gelesen habe aber mir vorgenommen habe.

01:39:25: also ich schiebs dann immer auf die Zeit wenn man halt so viel konsumierte.

01:39:28: ich konsumiere in der Tat mehr online also Online Magazinen Newsletter irgendwelche Online Portale Social Media Und zuselten mit einem Buch, das ist eigentlich mega schade.

01:39:38: Ich

01:39:38: mag es mir noch so gerne die Haptik, weil man irgendwas... ich lese auch lieber eine Zeitung als ich jetzt im Netz irgendwas scrolle oder irgendwo... ich blätter halt gern noch ne Seite um und bin eher noch der Typ, der dann irgendwo den Weg geht.

01:39:55: Amaiokas wahnsinnig spannend.

01:39:57: also nicht nur als Inseln, nicht nur aufgrund der genusskultur Die Weinregion, als soll ich es nicht glaube völlig unterschätzen.

01:40:05: Also das ist naja die Darstellung der Erweine dort auf der Insel, die haben schon Kultstatus von diesem Kult-Status.

01:40:12: weil wenn du auf Mallorca bist trinkst du die mayokinischen Weine und Ich habe mich jetzt daher fünf Jahre lang schon durchgetrunken.

01:40:19: aber Wenn Du jetzt hier in Deutschland bist bestellst du dir auf einer Weinkarte kein mayokinischen Wein.

01:40:24: Das ist ganz ganz komisch Es sei denn...ich der da zum Teil lebt finde mal irgendwo auf einer Weinkarte einen beliebten einen gut kalkulierten mariklinischen Wein.

01:40:36: oder ich nehme zum Teil auch immer was mit nach Hause hier, wenn ich mit dem Auto runterfahre.

01:40:42: Dass man abends einfach sagt heute Abend lass uns mal eine Fasche Nuna trinken oder so.

01:40:47: Das ist einfach auch den Leben dort geschuldet und habe mich da auch ein bisschen spezialisiert wo ich gesagt habe wenn ich schonmal zum Teil auf dieser Insel lebe möchte ich mich in der Weinwelt auch dort auskennen Winzern oder... Also ein Winzer, der im Nachbarort lebt da bei mir.

01:41:06: Der kriegt jedes Jahr von mir ein großes Gewächs.

01:41:09: was Deutsches.

01:41:10: oder bei uns im Dorf gibt es einen Restaurant die Sperren über Winter zu und jedes Mal wenn sie im Frühjahr öffnen gebe ich den auch ein großes Gewechs.

01:41:19: oder wenn ich irgendwelche deutschen Winzer dort treffe gehen wir dort essen und das wird ein deutscher Wein mitgebracht und meistens auch ein sehr guter.

01:41:27: Und wenn du dann bei den Weingütern bist und die sagen denn oder zum Teil, ja eigentlich ist der Jahrgang schon aus.

01:41:33: Es gibt keinen mehr Erdmeer.

01:41:34: aber warte mal noch Gunnar ich habe hier noch eine Sechserkiste Aber das bleibt unter uns.

01:41:39: Die kannst jetzt kaufen aber eigentlich ist er schon seit einem halben Jahr ausverkauft.

01:41:44: Der Jahrgang Ja und es sind so wie ein Freundschaften wo ich sage geben und nehmen Ich gebe denen gerne was und Du kriegst immer irgendwo auch etwas zurück von denen.

01:41:53: Oder gehst mit ihnen essen oder trist sie in irgendeinem Restaurant Erdurchzufall.

01:41:58: und das Tolle an dem gesellschaftlichen Medium des Thema Wein.

01:42:06: Man kann sich drüber unterhalten, ne?

01:42:08: Also es ist halt mega toll!

01:42:28: Alles begann mit einer Bombe oder genau gesagt mit der Angst vor einer.

01:42:33: Zahr Alexander II, zahr von Russland.

01:42:35: Paranoid mit gutem Grund!

01:42:37: Denn sechs Attentate überlebte er bevor das siebte.

01:42:41: Achtzehnundachtzig ihn tödlich traf.

01:42:45: Er bestellte achtzehntagsechsundsiebzig eine Sonderküwe bei Louis Bröderer nicht irgendeine Flasche Eine die keine Überraschungen bot.

01:42:55: Die übliche Vertiefung am Flaschenboden der sogenannte Pund bot in seiner Überzeugung ausreichend Platz für eine versteckte Sprengladung.

01:43:05: Er wollte ein flachen Boden, er wollte transparentes Kristallglas damit seine Tester den Inhalt sehen konnten bevor er trank.

01:43:13: Der Röderer krierte beines und das Ergebnis hieß Kristall.

01:43:17: Es war die erste Prestigeweh der Champagnergeschichte entstanden aus Sicherheitsparaneuer und dem Wunsch eines Zahren, seinen Champagner buchstäblich in die Seele zu schauen.

01:43:29: Heute?

01:43:31: Einenundfünfzig Jahre später ist Kristall das begehrteste reguläre Champagnallabel der Welt!

01:43:37: Es wird noch immer im transparenten Glas abgefüllt – noch immer mit dem flachen Boden.

01:43:44: Noch

01:43:44: immer?!

01:43:45: in exakter Fortsetzung einer Linie.

01:43:48: Die ist ein Sicherheitsproblem des neunzehnten Jahrhunderts entstanden und der Zwei-Tausendsechzehn-Jahrgang ist, nach allen Maßstäben die Niveinwelt kennt?

01:43:56: Der klassisch dreienste Kristallklasse-Kristall den Jean-Baptiste Lycaion seit dem legendären Jahrgang VIII gemacht hat.

01:44:06: Es gibt Kellermeister, die einen guten Jahrgängen wie Manager arbeiten.

01:44:10: Lycaions arbeitet anders!

01:44:12: Er beobachtet, wenn das Jahr von der Norm abweicht.

01:44:16: Und weicht mit armen.

01:44:17: Im Jahr war kein einfaches Jahr.

01:44:20: Der Ruf war schlecht bevor die Weine überhaupt abgefüllt waren.

01:44:23: Jean-Pierce Lycaion nannte es selbst schwierig im Weinberg aber außergewöhnlichem Keller!

01:44:30: Das ist die ehrlichste Zusammenfassung einer Ernte, die in der Champagne mit gemischten Gefühlen begleitet wurde und dann alle überraschte... Dann im Sommer.

01:44:44: Ein dramatischer Wechsel wär mit Trockenheiten Ende August eine Hitzewelle, die die Pinot Noirbären mit einem Schlag reifermachten!

01:44:52: Dann die Ernte vom fünfzehnten September bis zum ersten Oktober – was in der Presse als herausfordernder Jahrgang galt?

01:44:59: Wurde im Keller zu etwas ganz Anderem.

01:45:03: Le Carrion verglich den Zwei-Ton-Sech-Ziener öffentlich mit dem Zweitausend Achter und somit mit dem Kristall, der von den meisten als einer der größten der letzten Jahrzehnte gefeiert wurde.

01:45:15: Das ist keine bescheide Formulierung, das eine Aussage eines Mannes... ...der beide in seinen Händen hat und wusste was er sagte!

01:45:22: Und nicht zuletzt war Zwei-Tausendsechzehn deshalb besonders welches von den fünfundvierzig Parzellen die für den Kristall vorselektiert wurden man ausschließlich ja aus zweiunddreißig Parzen selektierte nur das Beste vom ohnehin schon Guten.

01:45:37: Eine Ausnahmeentscheidung Klassisch konzentriert, kanalisiert.

01:45:42: Zweiunddreißig Prozent also weniger als üblich aber präziser ausgewirrt aus sieben Konkrudörfern.

01:45:49: Achtundfünfzig Prozent Pinot Noir, zweiundvierzig Prozent Chardonnay.

01:45:52: Das ist eigentlich das klassische Kristallverhältnis!

01:45:56: Der Pinot Nord trägt dabei Frucht, Körper und diese samtige Kakaotextur die beim Zwei-Tausendsechzehner Jahrgang wegen der Hitzewelle besonders ausgeprägt war... ...der Chardonni hält dagegen Salzig, kalkig, mineralisch.

01:46:10: Die Sprache des Bodens statt der Frucht.

01:46:15: Einen Anteil der Weintextur und eine Diskretewürze gibt ohne die Frösche zu bremsen.

01:46:23: Keine Malolactic wie immer bei Kristall!

01:46:25: Die Apfelsäure bleibt.

01:46:26: dosage-lieben Gramm pro Liter.

01:46:28: Das ist die technische Architektur des Zwei Tausend Sechzehner Ohne eine einzige überflüssige Entscheidung.

01:46:35: Lickeryon beschreibt den Wein so Fünfzig Prozent Sonne, fünfzig Prozent Boden.

01:46:39: Die Pinot Noir saftig reifkaramellisiert von der Hitze!

01:46:43: Die Schadonäßung spätreifend.

01:46:46: Zwei Hälften die zusammen das vollständige Bild ergeben.

01:46:50: Tsar Alexander II wollte keine Bombe in seiner Flasche Er wollte Kontrolle über das was er trinkt.

01:46:57: Was er bekam war Kristall und die Idee dass ein Champagner nur so gut sein kann, das er seinen eigenen Namen verdient.

01:47:05: Und in den Zwei-Tausen-Sächsiener ist der klassische Kristall seit Jahren kein Ausnahmiagang im Sinne des Spektakulären sondern einer im Sinne von vollendeten!

01:47:26: Und darunter die Kreide und das langsame Reifen in Rass, dass uns einem schwierigen Frühjahr- und einer heißen Augustwoche das gemacht hat was Kritiker ausnahmslos sprachlos zurücklässt.

01:47:38: Danke für dieses außergewöhnliche Kristallerlebnis Jean-Baptiste Ligayon natürlich dem Hause Champagne Louis Röderer und dem deutschen Porteur dem Handelshaus Schlumberger!

01:47:53: außergewöhnlichsten Form erleben möchtest.

01:47:56: Schauen die Show noch mal.

01:48:07: Kann man Weinen ein Wort pressen?

01:48:08: Also hättest du einen Wort für Wein?

01:48:11: Genial!

01:48:12: Einfach... Ich find, Wein ist genial und großartig wäre es auch dazutreffen.

01:48:18: Nur ist nicht jeder Wein großartigt weil wie gesagt auch so.

01:48:21: die kleinen Weine muss man irgendwo auch kennen oder eine Wertschätzung.

01:48:28: Weil Du machst ja auch nicht jeden Tag zu Hause ein großes Gewächs auf, oder?

01:48:31: Nee, überhaupt nicht.

01:48:32: Also möchte ich auch gar nicht, weil ich dann die Besonderheit der großen Gewächse eigentlich nie mehr wertschätzen kann.

01:48:38: und manchmal ist finde ich viel mehr faszinierend – nicht vielmehr!

01:48:41: Ist eine andere Faszination in einer Bodenständigen Qualität, einem etwas einfacheren Wein und gelegentlich finde ich auch einen einfachen Weinansätze und auch Lerneffekte.

01:48:54: also für mich ist es auch Weintrinken oftmals oder fast immer Learning ist es für mich greifbarer als wenn ich jetzt ein großes Gewechs habe, wo's dann gar nicht mehr um die Sache selber sondern um eine fast künstlerische Selbstverwirklichung in gewisser Weise geht.

01:49:09: Und wenn ich einen Gutsgrießling trinke oder den Silvan aus der Niederflasche gehts mir darum Silvana zu interpretieren und kann ich die Rebsorten nochmal anders greifen?

01:49:18: ein Dorfwein habe oder einen Ortswein, dann verstehe ich den Ort dann irgendwo und von dem her möchte ich gar nicht immer diese exponierten Weine trinken.

01:49:29: Und hab dann wenn ich die gelegentlich probiere... diesen mehr Effekten, mehr Geschmack und auch die eigene Freude daran mich noch ein bisschen tiefgründiger, ein bisschen länger damit zu beschäftigen.

01:49:40: Oder eben dann nämlich auch auszutauschen.

01:49:42: Gibt es irgendjemand mit dem du gerne mal einen Wein trinken möchtest?

01:49:45: Irgendeine Person tot oder lebendig irgendwie aus der Branche nicht aus der branche?

01:49:49: ich meine Du hast jetzt schon viele auf der Liste wo du sagst mit denen habe ich schon mal Wein getrunken nicht nur Montage oder Madame Rutschelt sondern Ja, rauf und runter auch durch die Partys.

01:50:01: Aber ist da für dich jemand aus entweder der... Aus dem öffentlichen Raum oder privat wo du sagst, boah, mit dem mal ne Flasche Wein?

01:50:10: Ganzen Abend?

01:50:11: Oder zwei oder drei?

01:50:12: Naja das war immer so mein... Weil wenn ich ja so als Pino-Denker war es immer mal meinen Traum mit Oberde Willein ein Wein zu trinken.

01:50:22: Und was ich auch geschafft habe.

01:50:23: Aber!

01:50:24: Der hat mich mal einen ganzen Tag eingeladen zu sich Und das ist schon

01:50:30: für mich... Auf die Domänen?

01:50:31: Ja.

01:50:32: Das größte gewesen, was ich in meiner ganzen... Was ich nie vergessen werde und ich hab auch gefragt ob ich einen deutschen Winzer mitbringen darf und was da auch geklappt hat.

01:50:44: aber wir haben drei Jahre gebraucht um ein gemeinsames Termin zu finden wo jeder kann.

01:50:50: Und äh... Das war für mich ja mit das größte Weinerlebnis was ich je hatte in meiner Laufbahn und es wäre, ich muss jetzt nicht mit irgendein Popstar oder mit irken Fußballer oder mit irgendwem.

01:51:03: Oder ich habe schon... Also wenn du so willst, kümmer dich mit Angela Merkel, mit Gerhard Schröder, mit Herrn Kohl, Weine getrunken zusammen an einem Tisch oder zu Hause bei denen halt auch.

01:51:17: aber das größte was ich je erlebt habe war ein Tag mit ihm.

01:51:21: Ja.

01:51:22: Wow!

01:51:22: Welcher Winzer war damals dabei?

01:51:24: Friedrich Becker der Alte

01:51:26: Oh wow.

01:51:27: Ja, der auch sein großes Vorbild immer war.

01:51:30: Der Beckard hat immer gesagt er will die deutschen Pinos, sein großes vorbild ist Romani Conti und er will solche Beine machen.

01:51:40: und da habe ich den oder über seine Sekretärin gefragt ob ich ja auch ein Winzer mitbringen darf.

01:51:46: und am Vorabend dann auch noch die Lebenspartnerin sagte wie wollt ihr euch denn dort unterhalten?

01:51:54: Der spricht doch mit euch kein Englisch.

01:51:57: Und da haben wir sehr uns beide angeguckt und haben gesagt, na ja.

01:52:00: Wir können kein Französisch.

01:52:02: Da haben wir also ein bisschen erst mal dumm aus der Wäsche geguckt.

01:52:05: aber da hat sie gesagt, ich komme dann einfach mit und mache euren Dolmetscher.

01:52:09: Ja ist ja krass!

01:52:14: Und Spracher keinen Englisch?

01:52:15: Das weiß ich gar nicht, ob er wähnt oder ob du englisch sprechen oder?

01:52:18: Aber das hatten

01:52:19: wir damals noch so... Der kann Englische natürlich.

01:52:22: Er hatte auch einen Weingut drüben

01:52:24: aufgemacht.

01:52:24: Genau in Kalifornien.

01:52:27: Aber es war natürlich der Geste des Hauses geschuldet, dass wir uns auf Französisch unterhalten haben.

01:52:32: Französische Sprechen?

01:52:33: Genau das war so sehr furcht.

01:52:34: Es hat auch wirklich gut übersetzt und ich weiß noch die Route ein bisschen blond.

01:52:40: Wir kamen rein in den Keller und der Noblese ist sein Kellermeister.

01:52:47: Der hat sofort Feuer und Schlamme für diese Lebenspartnerin von dem Friedrich Becker.

01:52:52: Das hat uns so viel Türen aufgemacht Und der war so begeistert von dieser Frau und dass sie sich dann mal französisch unterhalten haben, sie hat übersetzt.

01:53:02: Der Tag hat so geendet, dass wir eine Blindprobe gemacht haben unten im Keller bei ihm.

01:53:07: Er hatte immer eine Fasche nach der anderen und wir sollten immer die Lage und den Jahr das Jahr erraten.

01:53:14: Das hat auch alles relativ gut geklappt aber waren wir gar nicht so schlecht.

01:53:19: Und irgendwann meinte er, er geht jetzt einen weißen Morashih holen!

01:53:24: Und der meinte, er hat ihn aufgemacht für uns und dann sollten wir den Jahrgang erraten.

01:53:27: Dann habe ich zu ihm gesagt also es tut mir leid, ich hab in meinem Leben noch nie den weiße Morachee von Romani Kondi getrunken.

01:53:32: Ich hab überhaupt keinen Vergleich, ich weiß gar nicht.

01:53:35: Den kann den Vergleich gar nicht haben aber irgendwie war das.

01:53:39: dann glaube ich... Wir hatten gesagt dass es ist achtundachtzig und es waren sechsenachtziger oder so.

01:53:42: Also wir waren auch gar nicht so schlecht.

01:53:44: Aber wenn du mich fragst die größte Beinerlebnis was sich hatte und ich hatte viele große Erlebnisse Also war, hatte ich da einen Hickchen.

01:53:56: Mit dem Menschen auch mal ... ja so als Weinpapst in dieser Weinwelt, wie er damals dargestellt wurde und man konnte ja auch keine Termine machen.

01:54:08: Eher eingeladen.

01:54:10: Wie ihn auch ein Angelo Gaia.

01:54:12: Ich habe meinen Praktikum bei Angelo Gaya gemacht.

01:54:18: Und selbst da hat man ja auch eine Termine.

01:54:20: Das für die Sommerdichtsschule?

01:54:21: Und das hat mir damals auch der Willi Klinger, hat mir das noch vermittelt.

01:54:27: Was sagt er jetzt noch?

01:54:28: was?

01:54:29: Der von der ÖWM?

01:54:31: Natürlich!

01:54:31: Unbedingt vom ÖWm-Willi-Klingers nach wie vor also einen der Größen und arbeitet ja auch mit Gaia relativ eng zusammen.

01:54:38: Also Gaia hatte auch ein Weinhandel und da sind die einigermaßen gut miteinander verbunden.

01:54:45: Das hatte ihn auch einmal dann zu mir im First Floor einen Gala-Dinner mit ihm und seiner Tochter, mit Gaia gehabt.

01:54:57: Man wusste ja auch nach, als du damals diese Sommelierlaufbahn begonnen hast... Du wusstest ja gar nicht wo die Reise hingeht?

01:55:06: Heute kannst du auf ganz viele tolle Momente zurückblicken aber du wusstes ja damals nicht also das angefangen hast wie weit oder in wie tief, oder wie erfolgreich wird es denn letztendlich?

01:55:19: Und das hat ja auch Jahrzehnte dann irgendwo auch seine Zeit gebraucht bis man da irgendwo angekommen ist.

01:55:26: Oder die Erfolge hatte.

01:55:27: Das ist ja nicht so dass du sagst von heute auf morgen... Ich bin jetzt Sommerly!

01:55:30: Auch wenn du diesen Abschluss in der Schule oder wenn ihr das Certificat hast heißt es ja nicht gleich, dass du irgendwo Du brauchst ja Jahrzehnte Berufserfahrung oder mit dem Medium Wein zu arbeiten, damit du irgendwann mal sagen kannst ich bin auf dieser langen Reise endlich angekommen.

01:55:51: Ich kann wenn ich über Wein rede weiß ich worüber ich rede.

01:55:54: Was

01:55:55: hatte ich am meisten geprägt?

01:55:56: war so was wie das Praktikum bei Gaia waren es verschiedene Weinreisen?

01:56:00: war der das tägliche Arbeiten im Restaurant oder die Kommunikation mit Winzer oder Importeure oder Weinhändler?

01:56:08: Was hat dein Stil so letztlich herausgeformt oder dich beeinflusst?

01:56:12: Ich

01:56:12: glaube, das war so dass ich durch mein durch meine Sport durch meine Jugend durch meine Kindheit kein Alkohol getrunken habe.

01:56:18: Also ich hab bis bis zu achtzehn auch keinen durch den sport keinen alkohol Getrunken und habe vorher auch kein schlechten Wein getrunkt.

01:56:26: Ich habe wirklich... ...wenn ich nach dem Mauerfall, als ich meine Lehre angefangen habe, das erste Schluck Wein getrunkten.

01:56:34: Und das war gleich dieser Wow und Aha-Effekt da, wo ich sage... Ich hatte vorhin überhaupt noch keine Geschmackserlebnisse gehabt zum Thema Wein.

01:56:42: Auch nicht schlechte zu DDR-Zeiten!

01:56:45: Sondern habe wirklich dann erst angefangen mit dem Wein trinken.

01:56:49: und es ist wie wenn du irgendwo Talent für irgendwas hast und merkst...

01:56:55: Oh, das

01:56:55: geht richtig!

01:56:56: Das geht ja voll ab!

01:56:56: Das ist richtig Spaß und das ist richtig toll!

01:57:01: Und dann ist es einfach ganz toller, langer Weg gewesen und bin eigentlich meinem Ausbilder damals den Peter Früßamer sowas von dankbar.

01:57:11: Dass er so ganz viel in mich auch investiert hat und dass ich irgendwo auch diesen Beruf diesem Job irgendwo machen durfte also das war einmalig.

01:57:23: Bin ich heute noch richtig dankbar

01:57:26: wenn dein Leben Weinwehre welcher Weinwehres?

01:57:29: Ich der der Spätbeugunde Also, ich habe früher auch ganz viele Rieslinge geheimes und gerne getrunken.

01:57:36: Aber ich merke jetzt heutzutage, weiß nicht, ob es in dem Alter zu tun hat, dass ich mehr Bogunder trinke.

01:57:42: Dass ich mir wieder so schade-weißgraubogunder, spätbogunder Trinker geworden bin oder auch lieber gerne deutsche Weine trincke abends Zuhause oder dann Mallorcaen als wenn ich sage, ich mache mir hier abends noch ein Bordeaux auf oder es kommt mal einen Kumpel der ein Bordeaux-Liebhaber ist und sagt, ah gut, da wollen wir mal einen schönen Bordeau trinken.

01:58:06: Dann macht man sich abends auch schonmal noch einen guten Bordeaus auf.

01:58:09: Und auch zum Beispiel meine Frau, die trinkt gerne so rohne Weine, so Girass und sowas.

01:58:19: Und dann trinke ich da auch immer ganz gerne ein Wein mit.

01:58:23: und das Tolle an dieser Weinwelt ist ja dass es nie langweilig wird.

01:58:28: Das ist ja so ein Spektrum, wo ich sage wenn du in irgendeiner Weinregion bist es werden die weine dort getrunken und dann erlebst Du wieder ganz neue oder andere auch geschmackserlebnisse für dich.

01:58:42: Und wenn die da nachhaltig sind und du dich noch erinnern kannst oder wie das geschmeckt hat oder irgendwo Das mit freunden someliers oder köchen auch teilen kannst denn ist es für mich pure lebensfreude.

01:58:55: Also ich finde den Gedankeninteressanz wird nie langweilig, würde es auch nicht.

01:58:59: Wenn man immer wieder... Zum einen vergisst man natürlich auch was aber immer wieder neue Offenbarungen aufgrund eben doch der eigenen veränderten Lebenssituation hat.

01:59:06: oder eben wenn du ohne nimmst und hast da mal ein dreißigvierzig Jahre Alten und er wirkt dann fast pinoähnlich aufgrund der Flegralität und der Tiefsehnigkeit die die dann irgendwann aufbauen Dann hat das schon irgendwie etwas Offenbares und ist dann großartig.

01:59:22: daher ja es wird niemals langweilig und ist oftmals eine Herausforderung.

01:59:29: Ich glaube auch, ja das ist mal mit so einem Schmunzeln, dass es mit dem Alter was du da eben gesagt hast aber man findet gerade im Pinot oder den Begunterwein eine gewisse Ruhe finde ich Dass das weine sind die ruhe vermitteln die eine gewissen leichtfüßigkeit haben einen noch nicht fertig machen Und dass man dort die möglichkeit hat sich selber rein zu interpretieren und die nicht nur senden sondern Auch so eine Kommunikation mit dem Wein entsteht.

01:59:56: Weißt du, was ich damit meine?

01:59:57: Dass man sich mit dem Bein irgendwie austauscht.

02:00:01: Ich denke auch, du hast ja im Laufe der Zeit auch Weinverständnis bekommen und suchst manchmal in Weinen halt auch Sachen oder vermisst manchmal auch etwas.

02:00:10: Oder sagst, wo ist hier die gekühlte Aromatik?

02:00:13: Wo ist das jenes welches?

02:00:15: Aber du weißt genau... Das ist ein Naturprodukt.

02:00:18: Es gibt Jahrengschwankungen, der Terrorgedanke, den man da mit reinbringen muss.

02:00:23: Das ist immer wieder... Was anderes ist es nicht immer gleich?

02:00:27: und auch selbst deine körperliche Verfassung hängt ja davon ab.

02:00:30: Hast du mal vorher was gegessen getrunken?

02:00:33: Wie hast du geschlafen?

02:00:34: Ist dein körperlicher Zustand wie bist du heute auch drauf?

02:00:40: oder manchmal ist man auch... Stellt euch das weg, sagt mir halt einfach nicht.

02:00:44: Also irgendwie.

02:00:46: Oder sagst auch, heute habe ich richtig, richtig Druck auf den Tank.

02:00:50: Ich möchte heute richtig geilen Wein trinken und das macht irgendwo mich schon wiederhole ganz viel Lebensfreude aus.

02:01:02: Gibt es einen typischen Gunastier?

02:01:03: Wenn du ein Wein betrachtest, wenn du ihn beschreibst, könnte man Dichter irgendwie herauserkennen rausnehmen?

02:01:08: Nee, ich glaube nicht!

02:01:09: Findest du's gut, wenn man Weine so beschreibt, sollte man dem Wein manchmal gar nicht so viele Worte... Soviel Worte verleihen oder was?

02:01:16: Die versuchen dann in so einen Raster zu pressen.

02:01:18: mit Beschreibung

02:01:19: kommt immer drauf an wenn du als Sparringspartner hast.

02:01:22: Wenn du jemand hast der auch ganz viel zu sagen kann Ist es ein Austausch auch richtig gut und bringt ja auch für dich weiter.

02:01:31: aber wenn Du Leute hast die deutlich weniger Weinverstand haben macht es jetzt nicht Sinn den Wein zu zerlegen und dem anderen zu zeigen eigentlich was er nicht weiß, sondern dann begebe ich mich eher so auf ein gewisses Niveau runter und herab.

02:01:49: Und versuche mit einfachen Worten manchmal nur zu erklären was Ich empfinde was ich denke und versuche den Ball auch relativ flach zu halten, als wenn ich jetzt sagen muss, ich muss jedes Mal hier irgendwo den Wein zerlegen und erklären.

02:02:07: Nee, manchmal wird es ja auch anstrengend.

02:02:10: aber wenn du wirklich Freaks hast die sich auf deinem Niveau über Wein unterhalten möchte ich natürlich gerne mitreden und find's dann auch ganz toll wenn man sich gegenseitig die Bibelle zuspielt dass man Fragen stellt das man gefragt wird Und das macht dann die Sache auch wieder so spannend.

02:02:26: Gibt es gewisse Weinwörter, die du magst und welche, die dich überhaupt nicht magst?

02:02:32: Boah.

02:02:34: Na ja... Es gibt ja so ganz viele Fragen, wenn Leute dich fragen kann der Wein was?

02:02:42: Wenn ich schon diese Frage höre,

02:02:44: kann

02:02:44: der weinen was?

02:02:45: Dann sag' ich mal, was soll er denn können!

02:02:48: Er kann Alkohol, er kann... Also das ist schon, wenn ich diese Frage immer höre dann stehen wir immer so Ich hab nur noch wenig Haar auf dem Kopf aber Dann stehen wir immer schon mal in die ardeze Berge, wenn die Frage kommt.

02:03:00: Oder der kann was?

02:03:03: Dann sag ich mal, weil ja was kann er denn?

02:03:06: Also das kannst du im Hund eine Frage stellen und gib Stöckchen oder so weißt du.

02:03:11: aber kann der Wein was?

02:03:13: Der kann aber was!

02:03:14: Das ist die Frage, die ich absolut hasse.

02:03:16: Er wird es auch wenig mit Sensibilität zu tun hat, mit wenig Verständnis sondern dann setzt man voraus dass der Wein liefert Und der Wein kann ja nur das liefern, was man selber auch wahrnehmen kann.

02:03:27: Also man braucht ja selbst auch die Sensibilität um es irgendwie aufzunehmen oder eben doch das Wissen oder den Tiefsinn dafür um's aufzunehmen und wenn man's nicht kann dann kann er weinig sind.

02:03:37: Wie ein Buch!

02:03:37: Ein Buch kann ja auch nichts.

02:03:39: ich muss es lesen können.

02:03:40: Ich muss verstehen können, muss zwischen den Zeilen lesen.

02:03:44: Dann kann das Buch auch etwas.

02:03:45: aber wenn ich dasselbe nicht kann, kann das buch auch nischen

02:03:47: mehr.

02:03:47: bin ich bald her?

02:03:49: Magst du es mit Metaphern zu arbeiten oder ist das nicht so geil?

02:03:51: Ja, ja.

02:03:51: So ein Deutsch-Student ist hier ehemaliger nach.

02:03:54: Also ich hab ja angefangen, man ist ... Deswegen bin ich da auch ein gescholtenes Kind und bin jetzt nicht so ein Metaphertyp weil ich früher im Studium das schon immer anfing und ich habe das gehasst und das hat sich auch meinem weiteren Leidens-und Lebensweg jetzt nicht unbedingt förderlich für mich entwickelt.

02:04:15: also habe ich's lieber weggelassen.

02:04:16: Manchmal muss man auch Sachen in dem Leben einfach weglassen.

02:04:20: Man hat seine Stärken und so eine Kunst, man muss aber auch wegl lassen können.

02:04:24: das ist so.

02:04:28: Ganz wichtig!

02:04:28: Aber wenn du als Deutschstudent das dann irgendwann komplettieren möchtest willst du mal ein Weimbuch schreiben?

02:04:33: Also gab es damals den Wunsch, den Gedanken

02:04:37: über die Domäne Romaniconti wollte ich im Buch schreiben.

02:04:42: und wollte das aber in Verbindung mit dem Weingutbäcker auch machen.

02:04:47: Das heißt, ich hatte auf die erste Entwürfe... Ich habe mich schon um Verleger gekümmert weil so ein Buch hatte auch schon jemand der es gesagt hat was wir an Geld brauchen dass das Ganze auch gedeckelt ist und hatte auch mit den Bäckers gesprochen dass sich sie ein halbes Jahr im Weinguth begleite So ein Doppelgeschichte daraus mache über die Romain Romaniconti und über das Weingutbecker.

02:05:20: Hat er da auch den Alten schon nicht im Boot?

02:05:22: Und hat der denn auch den oberen die Willäden gefragt, ob ich Ob er sich beteiligen würden?

02:05:28: und dann ist es aber alles irgendwo Im Sande verlaufen als es irgendwo hieße brauchen irgendwo einen Deckungsbeitrag von zehntausend Euro für den Verlag und wir müssen jemanden Sponsoren finden.

02:05:45: Aber du hast ja auch mal ein tolles Sommelierbuch ausgebracht, habe ich in Erinnerung noch ne?

02:05:50: Das war doch bei dir oder wie ... War im Prinzip

02:05:51: der Vorläufer von dem Podcast, weil ich finde dass Sommlers in einer gewissen Phase eine gewisse Präsenz haben und sehr viel sowohl die Weinwelt machen als auch viele Gäste und Kunden Und einfach das Vorbild Funktionen übernehmen können und das dann eben auch ausleben.

02:06:13: Ich fand es damals super schade, dass wenn jemand nach zwei drei Jahren nicht mehr so aktiven Berufsleben in Vergessenheit gerät.

02:06:22: Das war für mich der Ansatz damals denen... einfach eine gewisse Anerkennung zuzusprechen.

02:06:28: Und es gibt so einige, wenn ich in das Buch schaue, wo ich mich immer wieder frage, wow was machen die denn jetzt?

02:06:35: Oder es war ja toll wie sie dort fünf oder zehn Jahre richtig aktiv und die Weinbranche, die deutsche Wein-Szene richtig geprägt haben und sind ja wenige so dauerhaft aktiv wie eben du oder Henrik Thomas, wer den jetzt schon öfters erwähnt hat.

02:06:49: Sondern manche sind halt fünf oder zehn Jahre da, lassen die Kühe richtig hochfliegen und damit einmal wieder wecken.

02:06:54: Das finde ich dann so ein bisschen schade!

02:06:55: Es war damals der Ansatz für das Buch und letztlich ist die Fortführung ja jetzt sehr podcast.

02:06:59: also wo ich sage... Die Mischung aus auch den verschiedenen Generationen ist großartig zwischen Tommy ist die jetzt gerade seit zwei, drei Jahren irgendwie präsent auf dem Markt sind.

02:07:12: Irgendwas bewegen und eben zu alten Hasen wie ich bin, wie du es bist, wie Geschmitt von Grashochs bis Tod, die vor zwei Wochen hier im Podcast war oder Kai Schadner oder you name it... Das ist eigentlich so.

02:07:25: man schafft sowohl im Bewusstsein der Menschen viele, viele besondere Momente.

02:07:32: Sie erinnern sich zehn, zwanzig, dreißig Jahre an ein Restaurantbesuch noch was ich also spektakulär finde.

02:07:38: man schafft Höhepunkte in deren Leben, man beeinflusst und begleitet die Weinwelt.

02:07:43: Also wie du es eben auch mit Weckers erzählt dieser Ausflug zu Domeen wird wahrscheinlich einen riesen Erlebnis für ihn oder war auch ein Prägniserlebnis gewesen sein Was seinen Weinstil beeinflußt und du hast es initiiert Diese Abende dann eben dort bei Mondavi etc.

02:08:02: Also man tut für eine gesamte Szene, für einen Industriezweig ja sehr viel und das sollte festgehalten werden.

02:08:09: Das finde ich also wichtig.

02:08:11: Und die Sache mit dem Buch ist es bei dir noch ein Thema?

02:08:14: Also willst du's noch weiterschreiben oder ein anderes Buch mal?

02:08:18: Nein, dahingeworft schade!

02:08:21: Man hat so viele Projekte im Leben Und ich hatte auch mal mit einem Winzer zwei Jahre lang in Südafrika selber Wein gemacht.

02:08:32: Das war auch ein spannendes Projekt, mit Martin Meinert an Stellenbosch...

02:08:36: Mit welchen

02:08:36: Winzen?

02:08:36: ...Martin Meinert!

02:08:37: Das ist Devin Crestweller, das ist so in StellenbOSCH.

02:08:41: Aber das ganze Projekt war auch so zeitintensiv,

02:08:44: kostspielig.

02:08:45: und dann habe ich das Produkt nachher irgendwo auch deutschen Winzern zu probieren gegeben.

02:08:50: und dann haben die gesagt naja was Das nimmst du ja so für die Flasche oder was hatte ich das alles gekostet und hab' ich das mal durchkalkuliert plus die Flüge da runter.

02:08:59: Und dann irgendwo habe ich nach zwei Jahren dieses Projekt auch eingestellt, habe gesagt es ist einfach zu kostspielig, zu zeitintensiv... ...und hab diesen Bein auch Segurus genannt weil ich den ja mit Martin zusammengemacht hatte.

02:09:13: aber... Stand der Wein im Container in Hamburg, da mussten Zollpapiere ausgefüllt werden und du weißt ja selber was.

02:09:23: Einfach nur Wein machen das ist ein bisschen Pfann.

02:09:25: aber der lange Rattenschwanz der dran hängt und es ist beim Buch wahrscheinlich genau das gleiche.

02:09:31: Du hast erstmal einen riesen Aufwand, du musst alles sehr zeitintensiv, du muss mehrere Leute mit ins Boot holen.

02:09:37: Das ist eigentlich so dass du einfach mal sagst schnell ich schreibe mal jetzt so'n Buch nebenbei.

02:09:42: oder zum Beispiel Hendrik hat mich immer auch gefragt, warum ich meinen Master-Sommelier mache.

02:09:46: Und da habe ich gesagt naja das macht man nicht so einfach.

02:09:50: nebenbei Ich müsste aus meinem Berufsleben ein zwei Jahre aussteigen, müsste mich auf dem Hosenboden setzen, müsste ganz viel lernen und es gibt keine Garantie dass du die Prüfung wirklich schaffst oder die Durchfallquote ja bekanntlicherweise doch ziemlich hoch ist.

02:10:09: und dann ich zu mir selber mich auch entschieden habe, nee das brauchst du nicht.

02:10:12: Ich muss nicht diesen Titel haben!

02:10:14: Ja es ist gut dass es schönes so was gibt aber ich muss es nicht sein.

02:10:21: Ich brauche es nicht für mich für meinen Anspruch Und der war auch schon ziemlich hoch immer.

02:10:26: Aber das waren so sage ne Dann eher nicht.

02:10:34: Oder hattest Du Dich mit dem Gedanken?

02:10:36: Ich selber nicht.

02:10:37: also ich bin ja einer derer die auch überhaupt keinen Abschluss haben, also die auch kein Zominä-Abschluss haben.

02:10:44: Kein IHK geprüften Zominé weil es für mich persönlich nie wichtig war.

02:10:49: ich finde zwar gut also Lernen ist ganz wichtig und das war mir auch mal ganz wichtig ganz viel zu lernen aber ich brauchte nie ein Titel und deswegen habe ich die Zeit die ich dafür hätte erbringen müssen woanders ja erbracht.

02:11:04: also ich hab eher gearbeitet mit Wein gearbeitet ... und bin lieber gereist und habe gelesen, als da sich ein Titel hatte.

02:11:09: Und dann hatte ich jetzt so... Es gab für mich diese Erkenntnis in dieser Phase mal ein paar Jahre danach,... ...als ich dann schon aktiv in den Beruf war... ...und auch immer weiter in die Szene reingewachsen bin,... ...ob ich das der Ordnung halber noch einmal machen sollte?

02:11:22: Dann hab' ich mir damals einen Fragenkatalog angeschaut... ...dann hab gesagt okay im Prinzip brauche ich das nicht... ...für die Außenwelt oder für mich oder sonstiges.

02:11:31: Jetzt hatte ich vor kurzem darüber nachgedacht ob ich es nur irgendwie machen sollt..., aber eigentlich brauch's für mich nicht!

02:11:36: Das dann eben daraus resultierende Weiterführende entweder WSIT oder, oder.

02:11:41: Nee ich brauch's eigentlich für mich selber nicht!

02:11:42: Für mich ist meine Interpretation der Weinwelt so ausreichend und interessant und ich wüsste nicht was ich damit sollte.

02:11:50: aber ganz vielen kann es als Einstieg in diese Berufswelt sehr dienlich sein, sehr nützlich und heute sind die Zeiten auch anders als damals Als ich damit angefangen habe, war das ja noch nicht so allgegenwärtig.

02:12:03: Es gab noch nicht viele Sommyschulen und es gab auch Unterstützung von Seiten der Arbeitgeber, Begleitung von Seiten des Arbeitgebers, Freistellungen

02:12:10: usw.,

02:12:11: sondern man musste sich das irgendwie reinbasteln oder frei nehmen dafür.

02:12:15: Und genauso mit Master of Winermaster-Sommie gab's für mich nie eigentlich die Diskussion ob ich das oder Diploma machen sollte.

02:12:24: Das ist halt nicht mein Berufs-Mein-Lebens wirklich, mache lieber andere Sachen.

02:12:27: Das bin mir ja auch so!

02:12:29: Ich habe auch erkannt, dass Leben... Du kannst viel arbeiten und arbeiten und lebst eigentlich zu wenig.

02:12:35: Und ich bin mir jetzt so auf der Seite, ich möchte noch ein bisschen was von meinem Leben haben und hab viel gearbeitet und will auch die freie Zeit, die ich habe, gerne mit in einer Partnerschaft genießen und reise gern und bin gerne unterwegs sowieso alles was mit Essen und Trinken zu tun hat.

02:13:00: Das ist auch mein Hobby, das ist meine Welt.

02:13:05: oder wenn ich abends Zuhause bin, ich stelle mich auch zwei Stunden in die Küche und koche.

02:13:11: Oder es ist für mich so Seelebäumen lassen, Flaschen Wein aufzumachen Und dann auch eine Art von Wertschätzung bekommen.

02:13:23: wenn die Tochter meiner Frau dann nach Hause kommt und sagt, was kochst denn da schönes?

02:13:28: Und probiert dann auch schon mal ein Wein mit.

02:13:31: Und sagt, das ist aber genial!

02:13:33: Das schmeckt mir da trink ich heute mal ein bisschen mit.

02:13:35: Dann ist es immer auch viel Freude... ...die man dabei hat und auch zurückbekommt.

02:13:45: Das ist so bei mir.

02:13:46: Und beruflich noch irgendwelche Herausforderungen da waren wir stehen geblieben.

02:13:50: also master auf Wein wird's nicht.

02:13:53: Buch schreiben, warnen Projekt ist nicht.

02:13:56: Gibt es irgendwas Verrücktes was du im Sinn hast oder erst mal nicht?

02:14:00: Naja ich habe mich jetzt so für diese Mallorca Variante entschieden und Das ist so für mich eine Lebensqualität geworden.

02:14:11: Man isst dort ein ganz anderer Mensch man ist anders man schläft anders Mann Du hast ein anderes Licht und das ist So neuer lebens Abschnitt auch bei mir geworden, wo ich sage... Ich habe das genau richtig entschieden vor fünf Jahren da hinzugehen und man würde ein anderer Mensch.

02:14:33: Das kann man keinen so richtig vermitteln der es nicht so dort wahrnimmt als Außenstehender.

02:14:42: Das klingt vielleicht alles n bisschen naja aber wenn du selber dort das kann man nur dieses Feeling allein der Wind.

02:14:52: Es gibt acht verschiedene Winde dort, wenn ich da abends auf der Terrasse sitze und der Wind weht und ich die Augen zu mache und aufs Tramontranergebirge gucke oder dann bist du, findest du so innerlich so deine Zufriedenheit?

02:15:11: Und das teilt mal gerne mit der Partnerin oder mit Freunden, die auch dort sind wo ich sage, ich habe viel und gerne gearbeitet in meinem Leben.

02:15:25: Aber ich genieße jetzt auch mal so ein bisschen Auszeit und gebe meinen Körper auch mal zurück was?

02:15:33: ich hab meinem Körper immer sehr viel entnommen.

02:15:35: allein durch den Sport Und für dieses stressige Gastronomie-Leben habe Ich immer aus meinem Körper etwas rausgeholt.

02:15:43: aber man merkt auf wenn mein älter wird.

02:15:45: Genau das ist Raubbau für den Für Körper Geist und Seele ist empfinde ich halt nicht.

02:15:51: oder ich kann dieses Akku eben auch gut aufladen, wenn ich auf Mallorca bin.

02:15:56: Und weiß genau das ist ein wahnsinns wichtiger und richtiger Schritt gewesen und... Das ist so für mich High-End Equality.

02:16:07: Das heißt dass du drei Wochen im Monat in Deutschland bist?

02:16:10: Genau!

02:16:10: Auf Mallorcas um das so für den Mallorco wie auch schön.

02:16:16: also ich finde den Gedanken Mit dem Ausgleich ganz wichtig, das ist etwas.

02:16:20: Also wenn man so unsere intensive Art beinzuleben sehen möchte machen wir das ja manchmal hier in zwanzig sieben gerade in gewissen Phasen unseres Lebens und diese eigentliche Balance die man haben sollte die auch vielen anderen Berufsgruppen haben haben wir dann oftmals gar nicht dass wir abschalten.

02:16:43: Daher finde ich das großartig, dass du sagst okay, ich such mein Kraftort.

02:16:47: Ich such meinen Punkt wo ich regenerieren kann und einfach wieder auftakten kann, dass sich im realen Leben dann wieder die Kraft habe um weiter zu funktionieren oder weiterzuleben in dieser Intensität, die du lebst.

02:17:03: Man weiß ja auch nicht was kommt.

02:17:05: man kann ja sein, dass ich beruflich jetzt noch irgendwie mal wieder eine neue Herausforderung sich ergibt oder man noch irgendwo, wir können ja alle nicht in die Glaskugel gucken und das kann ja sein dass ich nochmal wieder in der Sterne gastronomie lande oder Man weiß ja nicht was was was kommt oder was einem noch irgendwo so übern Weg.

02:17:27: deswegen Bin ich im moment auch wirklich eher so zufrieden und dankbar und Die weinwelt hat mir einen ganz viel gegeben.

02:17:40: Das ist irgendwo Herzblut und man ist ja trotzdem noch immer irgendwo in der Weinwelt unterwegs, ob es nur beim Winzer ist.

02:17:51: Ob's im Restaurant ist oder ob mit der Flasche Wein ist die man abends genießt mit Freunden.

02:17:58: du bist ja mit dem Thema Wein sowas von verbunden dass ich mir das ohne den auch gar nicht mehr vorstellen könnte.

02:18:06: also Das ist so verwurzelt und so auch viel Lebensfreude geworden, dass ich das nicht mehr messen möchte in meinem Leben.

02:18:23: Wir haben uns lange nicht gesehen also ich glaube es wird's mal wirklich im first floor.

02:18:26: deswegen vielen Dank über Gunnar Dass du die Zeit genommen hast uns deine Geschichten zur Verfügung zu stellen ums deine Erfahrung zu präsentieren uns von deinen Erfahrungen profitieren zu lassen von deinem Wissen profitieren

02:18:39: uns

02:18:39: mit dir zusammen in die alte deutsche Zombie-Welt blicken zu lassen.

02:18:43: Es war großartig, es waren Erlebnisse!

02:18:45: Ich mochte es in diesen alten Geschichten ein bisschen zu kramen und damit eben auch das Portfolio der verschiedenen Zombies einfach zu komplettieren.

02:18:52: wir haben auf der einen Seite haben wir eben die Youngsters.

02:18:54: Wir haben sie jetzt gerade gefeiert und gehypt werden.

02:18:58: Und dann gibt es eben Menschen wie dich oder wie eben Elke Schmidt, die wir zuvor hatten.

02:19:01: Die jetzt schon seit zwanzig dreißig Jahren in der Branche ist!

02:19:04: Das zeigt wie bunt eigentlich schon unsere Sommie, unsere Weinexpertenlandschaft hier in Deutschland ist.

02:19:10: Vielen Dank für deine Zeit Danke dass du unser Gast warst und danke nochmal für deine großartigen Geschichten.

02:19:15: Und natürlich auch ein ganz großes Dankeschön an dieser Stelle an dich fürs Zuhören Dass du uns begleitest.

02:19:20: Es gibt einige die nahezu alle Folgen gehört haben, die uns auf Social Media weiß Begleiten Ist freut mich immer sehr die Namen zu sehen.

02:19:28: Wenn Sie uns liken, wenn Sie kommentieren, wenn sie in den Stories aber eben auch in den Feed zu sehen sind.

02:19:33: Großartig vielen lieben Dank!

02:19:34: Eine großartige Bereicherung und für mich eine Wohltat zu sehen wie wir uns jetzt schon über Jahre gemeinsam begleiten.

02:19:42: Ganz lieben dank dafür.

02:19:44: Und apropos gemeinsamen Begleitungen über Jahre das macht auf die Schlumbergergruppe und zur Schlumberg-Gruppe.

02:19:49: Dafür ein großes Dankeschön gehören die Handelshäuser Schlumberga Segnitz Konzio Vini für italienische Weine und natürlich das Privatkundenportal Bremer Weinkolleg.

02:19:58: Sie sind an unserer Seite, sie begleiten uns!

02:20:00: Sie sorgen dafür dass dieses Projekt bestehend bleibt das ich hier meine Arbeit machen kann da sich eben auch mein Wein bezahlt bekomme.

02:20:07: vielen lieben dank dafür der Schlumberger Gruppe.

02:20:09: den danke ihnen darf ich sagen.

02:20:10: nach dem podcast ist vor dem podcast Nachdem Freitag ist vor Dem freitag bleiben wir doch einfach in berlin also nicht wenn die Stadt so schön ist das heißt Das es sich schon.

02:20:20: irgendwie hat schon einen gewissen Reiz aber den hat sie nichts letzt.

02:20:23: deshalb weil es so außergewöhnliche Menschen wie Matthias Brandweiner dort gibt.

02:20:29: Und er mit seiner Hafenküche hat einen Ort geschaffen, der einzigartig ist.

02:20:33: und warum diese Art so besonders ist was sie ihnen so auszeichnen, was Matthias brandweiner so auszeichnet das hörst du nächste Woche in einer neuen Folge von Sommi die interessantesten Weinkenner

02:20:43: unserer Zeit.

02:21:10: Hey lieber Silvio erstmal ganz liebe sonnige Grüße aus Mallorca.

02:21:15: ich muss mich erst mal Aufnahme etwas erholen und habe mir gedacht, dies kann man wirklich gut tun mit einem leckeren Schaumwein.

02:21:27: Den hatten wir uns an den Strand genommen meine Frau und ich und haben dort erstmal einen kleinen Umtrunk gemacht, denn auch meine Frau ist ein ganz großer Schaumenwein, liebhaber vielleicht noch der größere als ich Und da ist uns der Villa Vista, in die Hände gefallen und haben jetzt erstmal hier die Seele baumeln lassen.

02:21:51: Und vielleicht noch zwei drei Worte wie nur viel die mir dazu einfallen denn der Tropfen hat uns absolut begeistert und wir haben uns auch ein extra ganz tolles Glas mit an den Strand genommen und die Leute haben zum Teil auch geguckt.

02:22:06: Aber wir haben es sehr genossen und ich finde, das ist ein ganz hervorragendes gelungenes Quevet aus Pino & Chardonnay.

02:22:17: Und ja so ganz klassisch auch wie Champagne ausgebaut!

02:22:21: Eine ganz tolle Rebsorten kommen für mich auch ideal.

02:22:25: Ich liebe es auch die beiden Rebsorsten und finde dass dort vereint eine ganz toller Eleganz, eine ganz Tolle Rafinesse Vorhanden sind die aufeinandertreffen und auch die feine Perlage, die sehr lang anhaltend ist im Glas.

02:22:47: Hat ganz tolle Charakterzüge und wenn man so ein bisschen rein riecht auch ein bisschen kandidierte Zitrusfrüchte und die Perlage spielt auch leicht cremig am Gaumen der... Spumand hat für mich eine ganz, ganz tolle Säure hinten raus.

02:23:09: Und das ist auch immer so ein bisschen das Rückgrat auch für die etwas längere Lagerung.

02:23:13: und ja da man auch sieht dass es einundzwanzig ist und der Kollege schon fünf Jahre auf dem Buckel hat muss ich sagen wie er frischend und ganz, Ganz toll eher animierend am Gaumen stolziert und man auch einen sehr guten Trinkfluss hat animiert auch immer auf ein zweites, drittes Glas und ich glaube wir haben nicht mal zehn Minuten gebraucht.

02:23:36: Und da war die Flasche dann auch schon verdunstet sozusagen.

02:23:42: Ja für mich ist es auch so eine ganz ganz tolle Mehrzweckwaffe Denn du kannst diese Flaschen den Wein auch ganz toll als aperitiv einsetzen Für mich auch einen ganz ganz Toller Speisenbegleiter in Form von Vorspeisen, aber natürlich auch zum Hauptgang wie zum Fisch oder Schalen und Krustentieren.

02:24:07: Und vielleicht zu einem Dessert, zu einem süßen Abschluss so als lebendiger Abschluss prickelnd am Gaumen nachher nochmal in einer Menüabfolge einsetzbar.

02:24:17: also wie gesagt eine ganz tolle Mehrzweckwaffe.

02:24:22: Ja das Resumé ist.

02:24:23: eigentlich müsste man sich von diesem Tropfen Einfach auch ein paar Flaschen in die Keller legen und da werden sich meine Bollingerflaschen bestimmt freuen, wenn sie da ein bisschen Gesellschaft bekommen.

02:24:36: In diesem Sinne ganz liebe Grüße aus Mallorca!

02:24:39: Und vielen, vielen Dank nochmal für diesen ganz tollen Podcast mit dir.

02:24:43: Danke Silvio!

02:25:09: Hallo ich bin Vivien Krulig und ich bin Köchin und hab damals, Anfang wir zweitausender Jahre mit Gunnar im Förstglar zusammengearbeitet.

02:25:17: Besonders gerne erinnere ich mich daran, wie er mir die Welt des Weins näher gebracht hat.

02:25:22: Er hatte immer so eine Begeisterung für den Wein gehabt und dadurch hat er es auch irgendwie geschafft, mich daran zu führen.

02:25:29: Obwohl ich als Köchin eigentlich gar nicht so viel mit Alkohol erst mal in Berührung kam, hat er mir immer wieder Wein hingestellt und mir erzählt, wie welcher Wein war rumzu unbedingt meiner Vorspeise besonders gut passt.

02:25:42: Das fand ich immer wieder cool und ist das eiliges Hängen geblieben sodass ich heute noch mein Schatz Weinberatung geben kann.

02:25:49: Also es ist sehr wenig gesetzen, aber das hat gereicht.

02:25:53: und ja außerdem war Gunnar immer eine unfassbar gute Brücke zwischen Füche und Service und hat ganz oft für Frieden gesorgt und hat die aufgehitzten Gemüter

02:26:02: doch

02:26:02: oft besämftig!

02:26:03: Das war toll.

02:26:04: also lieber Gunnar ganz liebe Grüße diesmal aus Wien und ich hoffe es geht dir gut und du hast viel Spaß

02:26:10: bis dann Tschüss.

02:26:16: Ich soll auch ganz, ganz liebe Grüße von Frau Strasser ausrichten.

02:26:20: Die leider gerade krank im Bett liegt und deshalb nicht sprechen kann aber sie erinnert sich sehr, sehr gerne an die Champagner- und Käsenächte nach dem anstrengenden Service wo noch nicht so doll auf die Ausgaben geachtet wurden.

02:26:33: ist also auch ganz liebe grüße von fraustrasse bis dann.