SOMMELIER

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Die interessantesten Weinkellner unserer Zeit

Antonios „#askToni" Askitis - Georgien im Deep Dive

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Bei Toni fängt Wein an zu klingen. Das ist bekannt. Und er lässt Geschichte vibrieren. Mit seinem „#askToni“ macht Antonio Askitis das – obgleich im Trend befindliche, für viele dennoch unbekannte – Weinbauland Georgien für Dich lebendig und zeigt Dir, warum es so sehr dem Zeitgeist entspricht. Und irgendwie kann fas nur Toni Wein so leben und erklären, wie es nur Toni kann. Also perfekt für einen Deep Dive und vor allem für ein so leidenschaftliches Thema, wie Georgien.

Aufgewachsen zwischen Imbiss und Restaurant in Düsseldorf, Sohn einer griechischen Gastronomenfamilie, geprägt von Skate- und Graffiti-Kultur – und irgendwo dazwischen, in dieser merkwürdigen Mischung aus Straße und Stube, ist ihm Wein passiert. Nicht als Karriereplan. Seine Mutter sagte kurz vor dem Abitur: „Vielleicht wirst du ja Sommelier." Er wusste damals nicht einmal genau, was das ist. Aber der Samen war gelegt.

2002 bis 2006 studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Fachhochschule Düsseldorf. 2011 folgte die Ausbildung zum Sommelier an der Deutschen Wein- und Sommelierschule Koblenz. Dazwischen ein Praktikum beim Weingut Karthäuserhof an der Ruwer – einer der stillen, großen Adressen des deutschen Weinbaus. Von 2008 bis 2017 war er Sommelier und Geschäftsführer im D'VINE in Düsseldorf, das 15 Gault-Millau-Punkte, zwei Gläser vom Wine Spectator und die Auszeichnung als „Weinplace" von Gerolsteiner erhielt.

Aber das Entscheidende kam danach. Mit seinem Berufs- und Lebensmotto „Wein ist unkompliziert" hat er das nahezu Undenkbare geschafft: Wein in die nächste Generation zu transferieren. Er spricht die Sprache der Jugend, macht Wein greifbar, ohne ihn zu verunglimpfen. Er wurde zu einer der 25 wichtigsten Weinpersönlichkeiten Deutschlands (Vinum) gekürt, erhielt den VDP Traubenadler-Sommelier und den Schlemmer Atlas Top 50-Titel – und blieb trotzdem der Typ, dem man beim Erklären einfach zuhören will, ohne das Gefühl zu haben, dass er einem etwas beibringen möchte.

Seit April 2023 begleitet er Pommes & Wein am Graf-Adolf-Platz in Düsseldorf – eine Weinbar, in der Hip-Hop läuft, über 750 Weine auf der Karte stehen und das Signature Dish Pommes mit Currywurst heißt. Das ist kein Konzept, dass ist Toni wie er leibt und lebt.

2024 wurde er als Sommelier des Jahres ausgezeichnet. Sein Buch „#askToni – Wein ist unkompliziert" beantwortet über 50 Fragen, die man schon immer stellen wollte, sich aber nie getraut hat. Wer das gelesen hat, weiß: Dieser Mann denkt nicht darüber nach, wie er Wein erklärt. Er erklärt einfach. Und das ist der eigentliche Unterschied.


Unser Deep Dive Thema: Georgien

Geografische Lage Georgien liegt dort, wo Europa auf Asien trifft – im Westen begrenzt durch das Schwarze Meer, im Norden durch Russland, im Süden durch die Türkei und Armenien, im Osten durch Aserbaidschan. Wer das auf der Karte betrachtet, versteht sofort, warum dieses Land keine einfache Geschichte hat. Und warum seine Weine keine einfachen Weine sind.

Größe und Anbaugebiete Die Rebfläche Georgiens wurde auf etwa 60.000 Hektar geschätzt. Das wichtigste Weinanbaugebiet ist mit 72,4 Prozent der Gesamtrebfläche die Region Kakheti im Osten des Landes. Daneben existieren Kartli in Zentralgeorgien, Imereti im Westen sowie die Mikrozone Racha-Lechkhumi im Nordwesten – vier Regionen, die weinbaulich so unterschiedlich sind, dass man kaum glaubt, sie in einem Land zu finden. Von den 32 geschützten Ursprungsbezeichnungen (PDOs) Georgiens stammen allein 20 aus Kakheti – darunter Tsinandali, Mukuzani, Kindzmarauli, Napareuli und Kvareli.

Klima Das Klima Georgiens ist sehr unterschiedlich und umfasst subtropische, hochalpine bis hin zu halbwüstenartige Zonen. Kakheti, das weinbauliche Herzland, profitiert von warmen Sommern, trockenen Herbsten und dem temperierenden Einfluss des Großen Kaukasus im Norden. Die besten Lagen liegen in den fruchtbaren Tälern des Alazani- und Iori-Flusses auf 400 bis 700 Metern über dem Meeresspiegel. Lange Vegetationsperioden, viel Sonne, kühle Nächte – das ist die Formel, die Komplexität erzeugt.

Böden Humusreiche, kalkhaltige und alluviale Böden prägen die Weinberge Kakheti. Die Rebsorte Mtsvane Kakhuri gedeiht besonders vorzüglich auf den kalkhaltigen Böden der Region. Kalkstein, wie so oft auf der Welt, wenn es um Tiefe und Mineralität geht. Der Boden erinnert sich. Der Wein auch.

Das Qvevri – immaterielles Weltkulturerbe Hier liegt das eigentliche Herzstück. Das Qvevri ist ein eiförmiges Tongefäß, das zur Herstellung, Reifung und Lagerung des Weins verwendet wird. Die Trauben werden gepresst und dann Saft, Schalen, Stiele und Kerne gemeinsam in den Qvevri gegossen, der versiegelt und im Boden vergraben wird, damit der Wein fünf bis sechs Monate gären kann. 2013 erhielt diese traditionelle Methode den Status eines immateriellen UNESCO-Kulturerbes. Kein anderes Land der Welt kann das von sich behaupten. Kein anderes Land hat Wein so tief in seiner Erde vergraben – und ihn trotzdem nie verloren.

Rebsorten Von den 525 autochthonen Rebsorten Georgiens werden aktuell 45 in größerem Stil angebaut. Die wichtigsten weißen: Rkatsiteli, die am weitesten verbreitete Sorte des Landes, bepflanzt etwa 43 Prozent der gesamten Anbaufläche, und Kakhuri Mtsvane, der im Qvevri saftige Pfirsichnoten und mineralische Tiefe entwickelt. Die Königin der roten Sorten: Saperavi – der Name bedeutet wörtlich „um etwas einzufärben". Sie leuchtet in tiefen Tintenrottönen und liefert Aromen von dunklen Beeren, Lakritz, gegrilltem Fleisch, Tabak, Schokolade und Gewürzen.

Geschichte und Bedeutung Georgien ist die Geburtsstätte des Weins, mit einer reichen Tradition, die über 8.000 Jahre zurückreicht. Archäologen entdeckten Werkzeuge zur Weingewinnung aus dem 3. vorchristlichen Jahrtausend und Weinkrüge mit über 4.000 Jahre alten Traubenkernen der noch heute angebauten Rebsorte Rkatsiteli. Das ist keine Marketinggeschichte. Das sind Funde. Steine. Kerne. Echter Staub der Zeit.

Wein ist in Georgien nicht nur ein Getränk, sondern Teil der georgischen Identität. Er prägt Landschaft und Wirtschaft, aber auch Religion und Kultur. Das Hauptsymbol der georgischen Orthodoxie ist das Weinrebenkreuz, das die Heilige Nino der Legende nach mit ins Land gebracht haben soll.

Wenn man das alles weiß – und dann Toni Askitis zuhört, wie er darüber redet – versteht man, warum dieser Deep Dive mehr ist als eine Weinverkostung. Es ist eine Reise in das älteste Weinland der Welt. Mit dem richtigen Guide.

Hört rein. Ihr werdet danach Wein anders verstehen. Und Georgien auch.


Askitis rund um Wein, Herderstrasse 73, 40237 Düsseldorf, Telefon: 0176 - 15272402, E-Mail: hi@asktoni.de

Mit herzlichen Grußworten von:

Daniel Kiowski, Weingut Markus Molitor Kollege, Freund und Weggefährte

Moritz Haidle, Weingut Haidle Winzer und Freund


Diese Folge von SOMMELIER – Die interessantesten Mundschenke unserer Zeit wird begleitet von durch Silvio Nitzsche ausgewählte Weine aus dem Programm der Schlumberger Gruppe, zu der die Handelshäuser Schlumberger, Segnitz, Consigliovini und das Privatkundenportal Bremer Weinkolleg gehören.


Sehr gerne empfehlen und verkosten wir die folgenden Weine:

2019 Saperavi Qvevri, Teliani Valley, Glekhuri Kisiskhevi, Kakheti, Georgien

https://tinyurl.com/bdd3pvn4

Geschäftskunden wenden sich bitte an das Unternehmen


2023 Kisi, Chona’s Marani, Tsinandali, Kakheti

https://tinyurl.com/y4mr4jsu

Geschäftskunden wenden sich bitte an das Unternehmen


2019 Qvevri White, Château Mukhrani, Kartlien, Georgien

Link für Geschäftskunden: https://tinyurl.com/yc7jkjkr

Link für Privatkunden: https://tinyurl.com/y2jvj898


2022 Saperavi Superiore, Château Mukhrani, Kartlien, Georgien

Link für Geschäftskunden: https://tinyurl.com/mtmpfxk5

Link für Privatkunden: https://tinyurl.com/4btu98ey

Die Episoden von „Sommelier on Tour“ mit Patrick Honnef von Château Mukhrani, findest du hier:

https://tinyurl.com/4s3dr23p

und

https://tinyurl.com/2pm7azx9


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