Die interessantesten Weinkellner unserer Zeit
00:00:14: Servus, ich bin der Tobias Kneewitz aus dem Belsbachtal im nördlichen Rhein-Hessen.
00:00:19: Ich bin Winzer und habe mit meiner Familie ein Weingutter.
00:00:24: Den Moritz Christian Brandt kenne ich mittlerweile schon seit einigen Jahren.
00:00:27: Ich erinnere mich an unsere erste Begegnung, die war im Atelier in München.
00:00:33: Da hatte er unsere Weine und mich kennengelernt.
00:00:38: Irgendwie war da direkt klar... dass da für mich oder für uns jemand arbeitet, der viel Gefühl für Menschen genutzt und auch Atmosphäre hat.
00:00:48: Und seit dieser Zeit ist relativ viel passiert.
00:00:51: Moritz ist mit seiner bezauberten Frau zurück nach Hause, nach Rindeln gegangen und hat einen Ort geschaffen, der wirklich seinesgleichen sucht.
00:01:00: Für mich ist es ein Ort, der viele Seele hat.
00:01:02: Ein Ort wo's im Wein um Essen geht.
00:01:06: Aber es geht auch um die Menschen und auch die Begegnungen, die besondere Momente, die einfach auch so wichtig sind.
00:01:13: Und was ich an dem Moritz sehr schätze ist die Mischung aus Ruhe, Tiefe und großartiger Begeisterung.
00:01:21: Was ich so besonders finde hatte unglaubliches Gespür für Qualität und ist nie irgendwie laut oder anstrengend sondern sehr menschlich und auch sehr ehrlich und das schätze ich sehr an ihm.
00:01:34: Und wenn ich so zurückblicke, ist es schön zu sehen wie wir gemeinsam gewachsen sind über die Jahre.
00:01:41: Als Menschen als Freunde und auch so auch als Familie irgendwie weil unsere Kinder sind auch gleich alt.
00:01:48: Deshalb freue ich mich sehr dass er jetzt was über Central Coast erzählt.
00:01:52: Super spannendes Thema.
00:01:54: Ich wünsche euch ganz viel Spaß.
00:02:17: Herzlich
00:02:18: willkommen zu einer neuen Ausgabe.
00:02:19: Nein zu einem neuen Deep Dive.
00:02:21: Kalifornien mit dem Thema Central Coast bei Somali Die interessantesten Weinkenner unserer Zeit.
00:02:27: Und ja, wir begeben uns wieder auf einen echten Deep-Dive.
00:02:31: also kein oberflächliches Planschen im Glas!
00:02:33: Wir tauchen ein in die Sandro Coast Californians dieses wilde wunderbare Niemandsland zwischen den kühlen Neben des Nordens
00:02:40: und den sonnendurchtränkten Hügeln
00:02:41: des Südens von Santa Barbara bis Barso Robles, von Santa Maria Valley bis zu dem verborgenen Schätzen der Santa Cruz Mountains.
00:02:48: Und hier tanzen Pinot Noirs, wie fragile französische Dieven im Nebel.
00:02:52: Cabernets brüllen wie texanische Bullen in den Bergen und rühle Blänz flüstern Geheimnisse die älter sind als Nation selbst.
00:02:59: Und alleine würde ich wahrscheinlich in diesem Ozean aus Teroir und Tannin ertrinken!
00:03:03: Deshalb habe ich mir den perfekten Co-Piloten geholt.
00:03:06: Ein Mann der weinig nur versteht sondern ihn lebt atmen.
00:03:09: mit einer Präzision eines deutschen Ingenieurs und der Leidenschaft eines kalifornischen Visionärs zelebriert Moritz Christian Brandt.
00:03:17: Der Gastgeber
00:03:17: ist Hotel statt Kassel und der ein Mann,
00:03:20: dessen Weinkeller wahrscheinlich
00:03:21: mehr Geschichte erzählt als so mancher Roman.
00:03:24: Warum Murrit?
00:03:25: Er is einfach kein trockener
00:03:27: Zombie mit
00:03:27: Nozizblock!
00:03:28: Er es echter Grenzkänger einer, der Flasch nicht nur öffnet sondern sie befragt... ...und er ebenso in Deedry Coast reingehört hat wie kein anderer.
00:03:38: Und wir probieren vom eleganten Bugunderreist von Ober- und Klima bis hin zum bergigen Cabernet Schrei der Dow Winery.
00:03:45: Und Moritz kennt die Geschichten
00:03:46: hinter den Etiketten.
00:03:48: Nicht nur durch seine Reisen nach Kalifornien, sondern weil er einfach auch tiefer geht in die Thematik ins Thema Kalifornie als Sandricos.
00:03:57: und bevor wir ins
00:03:58: Gespräch
00:03:58: einsteigen möchte ich mich bei den Importeuren, die uns diese Weines verfügungen
00:04:02: gestellt
00:04:03: haben ganz herzlich bedanken!
00:04:05: Das ist das Haus Lubenberg,
00:04:06: Weingarten Eden American Wine-Punk Club Havesco und Count Udi Weinhalle.
00:04:12: Vielen lieben Dank denn dank euch Darf ich diese Weine mit ihm probieren?
00:04:17: Und herzlich willkommen lieber, Moritz Christian Brandt!
00:04:23: Wir hatten ja jetzt schon das Napa Valley mit Maximilien im Film.
00:04:26: Wir hatten mit Justin Leone, wir hatten was zu Noma County... Jetzt haben wir wirklich eine... Eigentlich eine richtig komplizierte Geschichte.
00:04:33: Wir haben die Central Coast, warst du schon mal dort?
00:04:36: Ja ich war schon einmal dort.
00:04:38: beziehungsweise ist auch witzig praktisch dass mein früherer Lensherr Justin das ganze im Vorfeld ja praktisch schon mit dir besprochen hat denn er ist eigentlich derjenige gewesen der mir in der Vergangenheit insbesondere im Tantris natürlich so die ersten Leitbilder praktisch dieser sehr spannenden Regionen als auch natürlich der verschiedenen AVS und so Region dort einfach mit auf den Weg gegeben hat.
00:05:02: Und würde ich noch mal somit eigentlich fast bezahlen dass er derjenige ist, der das Feuer damals wirklich entfacht hat.
00:05:09: Letztes Jahr war ich mit dem lieben Florian zusammen auf einer tollen Weinreise die Wines of California damals organisiert hat... Ausgeschriebene Reise auf die man sich bewerben konnte und da waren wir mit fünfzehn anderen europäischen Zommeliers dort und sind unter anderem wie gesagt in Santa Cruz eigentlich so wirklich ganz offiziell gestartet.
00:05:30: Und es war wirklich eine sehr spannende toll organisierte Reise, die eigentlich eher so eine gewisse Gold Digger Stimmung eigentlich in der gesamten Gruppe initiiert hat.
00:05:41: weil ist gar nicht so wirklich darum gegenseitig mit den gesamten bekannten Produzenten und Stilistiken eigentlich auseinanderzusetzen.
00:05:48: Natürlich wurden die auch immer mal wieder klassisch mit reingespielt, aber es ging eher darum neue Produzentinnen, neue Stilisten bzw.
00:05:56: einfach die Entwicklung von manchen AVAs neu kennenzulernen – das war mega spannend!
00:06:02: Also ihr wart gar nicht in den klassischen Gebieten wie Sonoma oder wie Napa, sondern ihr habt die Central Coast abgefahren.
00:06:08: Wir sind auch in der Central Coast gestartet beziehungsweise in Center Cruise haben uns dann aber auch natürlich praktisch mit klassischen Stops in Neppa und Coda natürlich auch die Zeit dort schön gemacht, aber es war fest organisiert.
00:06:21: Aber es ging diesmal wirklich einfach klar darum etwas für den europäischen Markt unbeleuchteter Regionen als auch natürlich Produzenten halt einfach dort ein bisschen mehr ins Licht zu führen.
00:06:32: Und das hat natürlich dann einfach besonderen Spaß gemacht, beziehungsweise man hatte auch wirklich einen tollen Austausch und Fokus.
00:06:39: Es ging hier nicht eher darum dass man Verkostungen so im klassischen Stil natürlich gab es das auch aber in großen Verkosstumsräumen mit einem Master of Wine vorweg irgendwie dort abgehalten hat sondern wirklich auch klarer offener herzlicher Austausche das ganze wirklich auch in schönen Umgebungen.
00:07:00: Das hat das ganz extrem aufgelockert und auch einfach, dass das Verständnis dafür nochmal ganz anders gefestigt.
00:07:04: Und wie bist du da hingefahren?
00:07:06: Also hattest du schon einen Überblick oder warst du da absoluter?
00:07:08: Ich sag mal Kalifornien-Novizee... weil wenn du die Celerikos als solches nimmst, das ist ja ein Gebiet was wirklich eine Ausdehnung hat.
00:07:15: also wir reden hier über fünfhundert, sechshundert Kilometer, also sprich wir reden jetzt hier über der Entfernung um sich das so vergleichsmäßig vorzustellen von Hamburg nach München ungefähr jetzt Roundabout im Großen und Ganzen.
00:07:27: und wenn man dann sagen würde okay darüber reden wir jetzt oder das besuchen wir jetzt, ist das natürlich um das zu greifen?
00:07:34: Also eine richtige Aufgabe.
00:07:35: Hattest du schon Vorerfahrung oder hast du es dort live erlebt?
00:07:40: Es war jetzt mein dritter Besuch praktisch in Kalifornien selber und der letzte wirklich prägende war eigentlich im Jahr zwei Tausend fünfzehn, zweitenssechzehnt.
00:07:50: Als ich mit meiner Frau damals mal fünf Wochen nach Kalifornia geflogen bin, das war auch dann etwas sage ich mal auch intensiverer Trip beziehungsweise Urlaub, den wir natürlich mit ziemlich viel Weinbasis im Background natürlich gespickt haben.
00:08:04: Aber wir haben uns damals eigentlich mehr nördlich von San Francisco aufgehalten und natürlich dann dort auch eher so mehr abdrifft in Richtung Napa, so große Klassiker wie das damals natürlich auch einfach wenn man das erste Mal da ist... Ist man noch nicht so tief in der Thematik drin und schaut erstmal okay, wo habe ich gewisse Anker und Fixpunkte die ich aus meinem täglichen Restaurant leben einfach kenne.
00:08:25: Mit dem ich mich jetzt auch mal wirklich visuell auseinandersetzen möchte.
00:08:28: also das waren dann Besuche bei Chateau Montelena beziehungsweise ja einfach auch große klassische Namen um halt erst einmal so dass das typische Grundverständnis ein bisschen zu festigen und es war jetzt natürlich bei diesem zweiten besuch einfach eine ganz andere Nummer und es Ein etwas kühleres Willkommen, das war auch einfach.
00:08:49: das also klimatisch gesehen.
00:08:51: Also ist es ich erwischt und mich direkt als ich den Koffer packte und ihn dann in Santa Cruz auspackte.
00:08:58: Polo shirt und T-Shirt, das waren eine ziemlich doofy Idee und hat natürlich auch einfach dann direkt so diese Klimatische Einordnung... dieser Region in Kalifornien einfach nochmal ganz klar auch am eigenen Körper noch mal besser darstellen können.
00:09:12: Es ist nämlich einfach wirklich ein kompletter Kontext zu dem, was man sich eigentlich so als Zentraleuropäer unter dieser Region vorstellt.
00:09:18: Zum Großen und Ganzen versuchen wir Kaliforniens jetzt in dieser kleinen Serie zu erteilen.
00:09:22: also haben eben die North Coast mit Sonoma und Napa haben Lowdites als vierte Episode und die Central Coast.
00:09:30: wenn man das so als Ganzes sieht Wie könnte man das irgendwie in Dreisätzen erklären?
00:09:35: Also warum es in der Weimwelt so eine besondere Stellung einnimmt, aber eben auch innerhalb von Kalifornien.
00:09:42: Ja, es ist zum einen eine unglaublich vielfältige und ganz und gar nicht einheitliche Weinlandschaft die einfach immer wieder auch ein besonderes Spannungsfeld was ganz klar natürlich durch den Pazifik Einfluss beziehungsweise durch die direkte Nähe zu mehr Skelett- oder rippenartige tektonische Formation, die wir dort einfach vorfinden natürlich immer wieder pro Tal, pro kleinem Örtchen für Spannung sorgt.
00:10:10: Es ist sehr vielfältig!
00:10:13: Sowohl vom Norden her, wo wir, sag ich mal eher etwas kühlere, etwas kargere Sektionen für Chardonnay zum Beispiel oder ähnliches haben.
00:10:21: Also Santa Cruz
00:10:22: z.B.,
00:10:24: was wirklich sehr gradelinige, sehr saline Stile mit sich bringt.
00:10:28: dann aber wieder natürlich dieses etwas ja... vielfältigere, ja, Grippe aus verschiedenen Berg-Setteln die sich einfach über die Mitte dann weiterziehen bis natürlich nach unten.
00:10:40: Nach Santa Barbara ganz in den Süden Richtung Lompoc was er das Ganze so ein bisschen vom Städtewesen her unten abschließt wo dann wieder natürlich ein bisschen mehr mit Pinot Noir und den Kühen winden und natürlich auch einfach dieser kühle Luftzug der einfach tagtäglich von der Küste dort rein kommt experimentiert wird was natürlich dann auch großen Namen wie... Ob es urban Klima oder auch andere Produzenten sind, wie Tyler zum Beispiel.
00:11:07: Tyler war für mich eine der ersten Eindrücke die ich damals mal blind hingestellt bekommen habe und ich das überhaupt nicht zuordnen konnte, woher diese Kühle, diese klare filigrane Stilistik kommt.
00:11:18: Gegen mir genauso!
00:11:19: Als ich den jetzt erst einmal probiert habe... hatte ich das Gefühl komplett in einer, ich mag so dieses Vermischung der Welt manchmal nicht.
00:11:26: Dass man neu mit alter Welt vergleicht aber für mich war es damals eben so wo ich das niemals dem... also über sie zugeordnet hätte vom Gefühl her von der Stilistik und der Machart und da dabei irgendwo gemerkt habe ist was ganz Eigenes.
00:11:40: Also kann man auch nicht irgendwie nach Europa stecken Sondern es ist eine ganze eigene Interpretation einer Weinstylistik die man dort findet.
00:11:53: Ich mag es manchmal, das so ein bisschen zu veranschaulichen.
00:11:56: Ich weiß nicht ob du grundsätzlich Metapher gebrauchst oder damit gerne Arbeit ist.
00:12:01: Ich finde es im Gästekontakt manchmal hilfreich wenn man irgendein Bild zu Hilfe nimmt um verschiedene Gegebenheiten zu transportieren.
00:12:09: vorab eine Frage Um das ein bisschen so greifbar zu machen, wäre es für dich okay wenn wir uns vielleicht in vier Kernregionen... Also sprich ich würde vorschlagen Santa Cruz Mountains auf der einen Seite und Santa Barbara.
00:12:22: Auf den anderen Parse Robles und Monterey, dass wir das als Haupt- und Kernthema nehmen oder findest du ist zu oberflächlich?
00:12:30: Nein überhaupt nicht!
00:12:31: Ich glaube diese vier Räume didaktisch in der richtung glaube ich eine ganz gute aufschlüsselung einfach für die central coast geben weil sie einfach natürlich auch Ganz eigene karaktere haben und einfach in der richtung auch wirklich sehr gut erklären worum es eigentlich geht.
00:12:46: beziehungsweise wenn man sich diesen ... vier Unterregionen einfach so ein bisschen gewidmet hat, man auch das Ganze für sich selber sowohl vom geografischen als auch vom stilistischen.
00:12:56: Der Weine her glaube ich sehr gut aufschliessen kann.
00:12:58: Wenn man
00:12:58: diese vier Regionen nimmt... Man würde sie mit irgendwelchen Bildern vergleichen, sei es mit keine Ahnung Autos, sei ist mit Fußball oder Musik.
00:13:06: also könnte man die mit Musik vergleiche.
00:13:08: Da irgendwie ein Gefühl was wäre Santa Cruz Mountains?
00:13:12: Was wäre Santa Barbara?
00:13:14: Und was wäre Montre?
00:13:16: Ja, das ist schon ein spannendes Thema.
00:13:20: Also insbesondere natürlich mit dem Thema Musik.
00:13:22: also es ist ja nicht so dass man das irgendwie alles über einen Kampf scheren kann.
00:13:27: Wenn du so auf die Frage eigentlich eingehst dann ist die Central Coast eigentlich eher würde ich mal sagen eine Art Festival und was das angeht gibt's vielleicht unterschiedliche Bühnen in der Richtung.
00:13:39: wenn wir jetzt mal klar auf den musikalischen Sektor setzen Ja, also es gibt die Bühne für Santa Cruz Mountains.
00:13:50: Was glaube ich so in der Richtung eher ein etwas gediegeneres, etwas entspannterer Atmosphäre darbringt?
00:13:56: Die Leute sind eher so ein bisschen intellektueller, die das Ganze hören.
00:13:59: Es ist ja weniger kantig und auch vom akustischen her wahrscheinlich eher so dass man sagt okay, das können wir uns... Das kann man sich so schön im Nebenohr anhören ohne da direkt zu.
00:14:11: Raven muss in Anführung strichen.
00:14:13: Also ich glaube eher, das ist so diese entspannte Jazz-Nummer mit Center Cruise.
00:14:17: Ich glaube schon auf jeden Fall da in der Richtung besser für mich irgendwie vergleichbar wäre.
00:14:24: So sich das auch geprägt von teilweise Leisentönen und trotzdem einer gewissen Tiefe.
00:14:29: Auch von Perfektion!
00:14:31: Man kann sowas Entspanntes ja eigentlich nur spielen wenn man eine gewisse Perfktion darin hat und sich an nichts stört.
00:14:37: Genau das hat man bei diesen Weinen dort.
00:14:39: von dem her bin ich da komplett bei dir.
00:14:42: Santa Barbara, ja.
00:14:43: Es ist hier ein bisschen vibrierender und ich sage mal auch natürlich ein bisschen vielfältiger was das Ganze angeht.
00:14:50: also es würde sich in Richtung Indie vielleicht gehen also eher so ein bisschen mit alternativen Einflüssen cool auch immer noch handwerklich natürlich mit einem tiefen Background und auch bestimmt stilprägend aber doch natürlich irgendwie so n bisschen schmissiger, schlimger was das ganze angeht und natürlich auch ein bisschen Mitreißender von der Stylistik.
00:15:08: Ähm, da würde ich so in die Richtung was Center Barbara angeht glaube ich.
00:15:13: So eine schöne Indie-Richtung eigentlich eher gehen auch natürlich mit etwas sag' ich mal auch moderneren Einfluss einfach dabei...
00:15:20: Was die Region ja finde ich ja schon mehr oder weniger spiegelt weil sie zum einen sehr experimentell ist.
00:15:25: Zum anderen eigentlich fast auch das Labor der der Central Coast ist viele Sachen, viele Trends innerhalb des Central Coast ja dort auch entstanden sind ähnlich wie bei Indy Rock oder bei Indymusik oder bei indie punk oder so.
00:15:37: daher Ja, würde ich das komplett unterschreiben.
00:15:40: Jetzt haben wir diese ganz extreme Nord-Süd Spannung da drin mit Santa Cruz und Santa Barbara.
00:15:45: Aber die Santa Cruz definiert sich ja eigentlich fast noch mehr durch die Ost-West Relation Und ziemlich im Osten situiert ist.
00:15:54: ja Paso Robles Was wäre das für dich in Sachen Musik?
00:15:58: Tja...Paso
00:16:00: Robless Es ist praktisch so geografisch genau auf der Mitte, wenn man ungefähr zwischen Lombok und San Francisco so ungefähr da liegt.
00:16:10: Und es ist für mich schon die etwas lautere, sagen wir mal etwas publikums- und breitenwirksamere Appellation würde ich mal sagen.
00:16:19: also so ein klassischer Stadion Rock oder ähnliches sage ich mal ganz im amerikanischen Stil, wenn davor vor großen Massen erstmal auf meist E-Gitarren und Bass geprägten Instrumenten dann in der Richtung gespielt wird.
00:16:36: Vielleicht auch so ein leichter Country Einfluss dahinter, aber das Ganze schon sehr omnipresent laut mitreißend, ein bisschen melancholisch, auch selbstbewusst.
00:16:48: Ich glaube, dass stolz von einer Musik her... ich glaube, das kommt doch schon in die Richtung ganz gut!
00:16:57: Also im Kontext zu Santa Barbara und Santa Cruz, jetzt ohne dass es natürlich bewertend sein soll.
00:17:02: Ein bisschen grobschlechtiger, ein bisschen weniger filigrane Riffs wenn wir in Richtung von Instrumenten gehen aber trotzdem immer noch... Wirksam
00:17:15: bin ich komplett bei dir teilig.
00:17:18: auf der einen seite kann man sagen also wenn wir wirklich stadion voll musik für die massen irgendwo Also dass sie auch nahezu jeder versteht er mit drin steht und die texte so sind dass man es auch mit grünen kann.
00:17:29: Auf der anderen seite würde die bude nicht voll werden wenn das nicht gut wäre.
00:17:32: also daher Kriegt man diesen diesem prückenschlag hin eben zwischen einer gewissen einzigartigkeit einer gewisse perfektion auch im sonstigen.
00:17:40: Aber hier kann man einfach Barbecue und Party machen.
00:17:42: Und kann das eben aktiv leben, auch die Nachbarn dazu einladen?
00:17:45: Also man muss das nicht gediegen am Tisch, sondern da ist ja ... Die große Hütte wird aufgemacht.
00:17:50: Genau!
00:17:51: Die Leute sind zu eingeladen.
00:17:52: Monterey.
00:17:53: also was wäre das dann bei dir?
00:17:54: Also Santa Lucia Highlands, Montereys... Wo würdest du das hinstecken wenn wir rein musikalisch bleiben?
00:18:01: Tja, da bleibt eigentlich in der Richtung gar nicht mehr so viel, was das Ganze angeht übrig.
00:18:05: nachdem wir schon relativ klare Absteckungen bei den anderen Appellationen eigentlich so ein bisschen vorgesetzt haben.
00:18:13: Montray würde ich schon eher auf diese klassische, etwas gesetzte und elegantere Art und Weise setzen und das wäre für mich klar eher alles das was weniger mit Synthesizer-Elektrik oder viel Bass zu tun hat also eher auch so klassische Anklänge kühl, ein bisschen zurückhaltender, Tiefe oder weniger Höheneinfach dabei, tiefere Klänge.
00:18:42: Das Ganze aber auch mit einem akustischen Background einfach dabei und man braucht nichts was da irgendwie für Verstärkung sorgt oder ähnliches sondern ein schönes Akustikkonzert.
00:18:54: das ist es eigentlich so etwas was ich damit so ein bisschen mit klassischen Einflüssen verbinden würde.
00:18:58: Also ich find, damit hat man's auch schon so ein ganz groben und grobeschlechtigen dann oft wiederum unterteilt.
00:19:03: Und er hat für jede Region eine eigene Identifikation gefunden, finde ich toll.
00:19:08: Erinnerst du dich an dein allererstes Glas eines Weines aus der Central Coast?
00:19:14: Von irgendwo her ... Wo war das, was waren deine Emotionen?
00:19:18: Das erste, was dich bewegt hat.
00:19:19: War das von Justin damals?
00:19:21: War das irgendwo anders?
00:19:22: War es ein Erlebnis oder irgendeine Geschichte dabei?
00:19:25: Also es war wirklich eigentlich insbesondere, weil ich natürlich noch nicht zu diesem Zugang und auch Zugriff einfach zu diesen ganzen damals noch lange nicht so verfügbaren Beinen in Deutschland hatte.
00:19:40: Es waren tatsächlich von Tyler Winery – das war Zwei-Tausend zwölf Chardonnays Santa Barbara County von Tyler ganz klarer Salina feinklediger stil also wirklich wunderbar und bei einer tent sind eigentlich.
00:19:57: das war in dem mittagservice mal wieder.
00:19:58: es war ja immer so der klassiker natürlich dass man im mittagsservice im tand ist ja jetzt alles andere als irgendwie schlafend unterwegs war sondern eigentlich die beine immer in der hand hatte aber zwischendurch natürlich immer sich nochmal gegenseitig gezeigt hat was für tolle weine, die gestern da genossen haben.
00:20:13: Und das war mal wieder so eine dieser geschichten einfach blind hingestellt und natürlich vollkommen falsch eingeordnet wie sich das gehört.
00:20:21: Aber es hat mich sehr beeindruckt und hatte natürlich echt die Lust auf mehr geweckt, dann auch mal.
00:20:27: Natürlich sich mit der Stilistik von diesen Beinen gut selber aber auch natürlich einfach mit der Bandbreite der Erschadonis insbesondere.
00:20:34: das war so mein Einstieg eigentlich auch damals auseinander zu setzen und dann wirklich so die Magie von Santa Barbara oder auch so eins in den Wind jetzt wie Sanford & Benedict oder wie auch immer dann halt einfach mal zu befassen.
00:20:46: Jetzt bei deiner Reise dort hattest du... kulinarische Überraschung.
00:20:50: Also ich glaube wir haben teilweise ein komplett falsches Bild für die, die noch nicht dort waren von Kalifornien dann eben auch von der Central Coast.
00:20:59: wenn man hat immer nur so dieses BBQ-Bild dass alle irgendwie im Garten sind.
00:21:03: dann wenn sie Wein trinken ist toll, sonst haben sie irgendwie einen Button anhand.
00:21:05: aber eigentlich bietet Kalifornia mehr.
00:21:09: wie würdest du die Central Coast kulinärisch einordnen?
00:21:13: Wie würdest Du das mit Weinkombinationen betrachten?
00:21:17: also Kann man die Zentralgrosskulinare denken?
00:21:20: Also ich finde, es ist eigentlich genau das was du sagst.
00:21:24: Es ist ein komplett verdrehtes Bild, was die Kulinarik insbesondere angeht, was wir insbesondere von der Westküste als zentraleuropäer haben.
00:21:36: Nicht nur so.
00:21:36: oder beziehungsweise dieser gesamte Wein... Thematik und Weinhistorie ist ja eigentlich auf agrakultureller Basis dort entstanden.
00:21:45: Das müssen wir auch einfach mal ganz klar natürlich vorwegsetzen, es war nicht direkt als erstes der Wein sondern das war natürlich als allererstes aufgrund der Pionierrolle von Siedlern beziehungsweise Missionaren erstmal wichtig zu gucken.
00:21:56: okay wie kriegen wir hier eigentlich das Volk versorgt wenn wir uns ansiedeln?
00:21:59: Und daher finde ich es wahnsinnig beeindruckend.
00:22:02: Ich habe das auch sehr genossen dort, nebenher immer auf dem Märkten unterwegs zu sein und einfach die Vielfalt an Obst Gemüse, an Fleisch und Fisch natürlich auch einfach zu sehen.
00:22:15: Natürlich ist es ja auch so dass du nicht nur überall Kilometer lange Rebzeilen hast sondern auch... extrem viel agriculturelle Unternehmen beziehungsweise riesige Landflächen, die dafür ja natürlich auch genutzt werden.
00:22:27: Und die Vielfalt als auch der Geschmack war wirklich fantastisch also sowohl was Früchte angeht aber auch natürlich Obst und Gemüse und so hat sich das auch einfach bei der kulinarischen Untermalung der Reise dargestellt.
00:22:38: Also es war sehr vielfältig.
00:22:41: ich habe selten soviel Salat in Kalifornien gegessen wie bei der reise im letzten Jahr Ja, aber war wirklich spannend und so würde ich das halt auch begleitungstechnisch eigentlich sehen.
00:22:49: Also ich sehe es eher so wenn man das kulinarisch irgendwie begleiten sollte.
00:22:53: Ich würde es vielleicht eher mit zarten Fischgerichten eher auf einer vielleicht
00:22:58: etwas
00:22:59: säure geprägteren Basis vielleicht setzen weniger mit cremigen Soßen eher frische eher Seizigkeit Würze natürlich auch dahinter Und meistens sprechen die Produkte ja dann für sich selbst und aufgrund der besonderen Qualität.
00:23:16: Und das würde, glaube ich in der Richtung auch einfach den Weinen da in dem Punkt natürlich auch gut tun und das Ganze begleiten ob es jetzt Chardonnay oder Pinot Noir zum Beispiel ist.
00:23:24: Ich war vor zwei Jahren das letzte Mal dort, zusammen mit meinem Sohn.
00:23:27: Wir hatten so eine kleine Rundreise gemacht die sehr stark Central Coast geprägt war.
00:23:31: und was mich damals unglaublich geprägte oder berührt hat, war dieses Bewusstsein für individuelle Produkte und Nachhaltigkeit.
00:23:40: also das kam mir gerade weil du die Märkte angesprochen hast.
00:23:43: ich bin über die Märkler gegangen und allein diese Vielfalt an Äpfeln, an Fürsicher, wo es auch darum ging keine Ahnung wo der für sich her kommt welche Sorte das ist.
00:23:54: Also selbst hier, wenn man wahrscheinlich hundert Leute hier fragen würde und mir zwei für sich Sorten hätte keine Antwort.
00:24:03: Ja, genau.
00:24:04: Also kann ich mir kaum vorstellen und dort... also da kümmert man sich darum, man macht sich Gedanken darum.
00:24:09: Man lebt auch dieses Farm to Table wird dort nochmal ganz anders verstanden, wird noch mal ganz anders gelebt, wird nochmal ganz anderes initiiert und weinspricht dort nochmal eine ganz andere Sprache und nimmt ne ganz zentrale Rolle dort in der Kombination dabei ein.
00:24:23: und das eht nicht nur in der High Society sondern es ist sowas Allgegenwärtiges dass man Kulinarik, dass wir bewusst sein, dass man Nachhaltigkeit und dass man auch dieses Vertrauen nochmal ganz, ganz anders lebt.
00:24:35: Also ich glaube da kann man oft mit Vorurteilen oder eben auch mit nicht vorhandenen Bewusstseilen für diese Region aufräumen.
00:25:02: Ohrenauf!
00:25:03: Denn in den zwei Tausend Zwanziger Pinot Noirs hinter Maria Valley K&U Sonderedition von Obo & Klima ist nichts anderes als Jim Clarence's letzter wilder Tanz mit dem Nebel.
00:25:13: Und stell dir vor du stehst in einem bunten Hawaii-Hemd.
00:25:16: Legislationsbuch in der Hand?
00:25:18: und probiere es diesen im Jahr ist.
00:25:22: Und das erste was dir in den Sinn kommt, ist... Das hier ist kein Wein?
00:25:24: Das verdammte Poesie aus Nebel und Kalk!
00:25:27: ...und dafür verantwortliches Jim Clarendon, der Mind Behind, der Wild Boys of Wine, der größte Geschichtenerzähler, den Santa Barbara je gesehen hat.
00:25:35: Laut inszeniert mit Beißen im Humor und einer Leidenschaft die Berge versetzen konnte.
00:25:40: Ein Mann, der in neunzehntreinfünfzehn Ohio geboren wurde In den kulinarischen Dark
00:25:44: Ages
00:25:45: und der in den Buggun zum Erwachen kam.
00:25:49: Nicht durch Erleuchtung, sondern durch einen Schluck, der ihm sagte... ...Lawschool!
00:25:54: Vergiss es.
00:25:55: Das ist Leben.
00:25:57: Er starb im Jahr zwanzig.
00:25:58: Leider viel zu früh mit achtundsechzig.
00:26:01: Im Schlaf.
00:26:02: Aber seine Geister tanzen noch in
00:26:03: jeder Flasche-Aubourg-Klima.
00:26:06: Und dieser?
00:26:06: Die Zwei-Tausendzwanziger K&U Sonderedition Pinot Noir lasse Jim eingefangen in Glas.
00:26:12: Ein letzter eleganter Aufschrei gegen den Mainstream Ein Liebesbriefer an Santa Barbara, den man trinken muss um die Region wirklich zu verstehen.
00:26:20: Jim Clarendon war kein Weinmaker!
00:26:23: Er war ein Force of Nature nach Stationen bei Saka Mesa ernten auf drei Kontinenten einem Jahr und intensiven Studien in Burgund gründete er neunzehnundzweiundachtzig zusammen mit Adam Toymatch oder Borklima in einer umgebauten Molkerei in Los Alamos.
00:26:39: Pinot Noir &
00:26:41: Chardonnay, die
00:26:41: nicht brüllen sondern flüstern Ballon statt Bombe,
00:26:47: Struktur statt Alkohol
00:26:48: Oberkühl.
00:26:50: Als alle Welten in den Neunziger und zwei Tausenden damit opulenten auch geduschten Monsterwein-Protste machte Jim Pinot Noirs mit dreizehn bis vierzehn Volumenprozent die wirote Seide über den Gaumklitten und zwanzig
00:27:03: Jahre
00:27:03: hielten!
00:27:04: Er nannte sich selber später selbstironisch nur noch den The mind behind.
00:27:09: Weil er ein Dreamteam um sich.
00:27:11: schade, dass seine Vision ausführte, wären er selbst als Botschafter Entertainer und unbarmherziger Kritiker
00:27:17: der Industrie
00:27:18: durch die Welt zog.
00:27:19: Laute Hemden lautes Lachen, laute Meinung aber die Weine!
00:27:23: Leise Genies.
00:27:26: Was war eigentlich Santa Barbara vor Jim?
00:27:29: Definitiv ein hübsches Fleckchen mit Potenzial.
00:27:31: Nach Jim Ein Weltstar.
00:27:33: Well before Sideways Die Touristen in Schadentrieb trug er die Flagge.
00:27:39: Er zeigte der Welt, dass diese kühlnebelverhangenen Tela Santa Maria Valley vorne weg Pino Norse machen konnten, die es mit den besten Bogundern aufnahm.
00:27:50: Nicht kopierten!
00:27:50: Übertreffen
00:27:51: auf ihre eigene windgepeitschte Art Die breite Santa Maria valley ABA, die von den San Rafael Mountains bis zum Pacific Läufe mit kühlen Marinelehr dazu südliche Hänge
00:28:03: mit
00:28:03: perfekter Drainage.
00:28:05: Jim erkannte das magische Früh.
00:28:08: Er pflanzte experimentierte
00:28:10: Predigter,
00:28:11: Mentorte Dutzende, beeinflusste Hunderte!
00:28:13: Seine Weine fand man auf dem Weinkarte besten in Restaurants der Welt.
00:28:17: Er wurde Winemaker of the Year ja sogar Winemaker Of The World.
00:28:21: Aber wichtiger machte es Santa Barbara zu einem Namen den Mann ernst nehmen musste.
00:28:26: Central Coast Pinot?
00:28:28: Dann Jim kein Witz mehr
00:28:29: sondern
00:28:29: ein Versprechen.
00:28:31: Und die K&U Sonderhedition, diese spezielle Abfüllung für den deutschen Markt ist ein besonders reiner Ausdruck davon.
00:28:39: Er stammt aus zwei der besten Lagen Zettel-Marier-Valley wie Sanido und Runway natürlich
00:28:44: –
00:28:44: eine hundert Prozent Pinot Noir!
00:28:46: Geerntet im September zwanzig.
00:28:49: Der Reiz in einer Halbvolumenprozent Alkohol also zivilisiert?
00:28:53: Lebendig?!
00:28:54: dann achtzehn Monate in
00:28:55: etwa
00:28:55: nur fünfundzwanzig Prozent.
00:28:57: neun François Ferreris fässern.
00:29:00: Die typische Open Top Fermentation, ungefiltert abgefülltenes Ergebnis?
00:29:03: Ein Pinovi er in seiner Art nicht perfekter differenzierter Feinglitriger Zurückhaltner nicht sein könnte!
00:29:11: Also nicht für die schnelle Befriedigung sondern ein Wein der sich öffnet wie ein gutes Buch langsam
00:29:17: mit Tiefgau.
00:29:19: Warum man ihn unbedingt probieren muss?
00:29:21: Weil er Jim Clarendon in Reinform ist Der Kontrast zwischen dem lauten Mann und dem subtilen zurückgehaltenen Wein.
00:29:29: Das war sein Markenzeichen, der
00:29:30: Zwei-Tausendzwanziger ist der Beweis.
00:29:33: Santa Maria in der Flasche!
00:29:35: Der kühle Nebel,
00:29:36: der die Säure bewahrt.
00:29:38: Die graveligen Böden, die man da Radität schenken.
00:29:42: Die südlichen Expositionen, die Frucht reifen lassen ohne sie zu verbrennen.
00:29:47: Durch ihn versteht man Sahne Barbara ein Ort der Kontraste.
00:29:50: Pazifische Kälte
00:29:51: trifft
00:29:52: kalifornische Sonne Alte-Weltsehnsucht trifft neue Weltenergie.
00:29:58: Nebel und Windformtraum sind etwas einzigartigen, nicht zu üppigen Kalifornien sondern zu feinlich trinken aromatischen Meisterwerken
00:30:06: mit diesem
00:30:07: unverwechselbaren Sender Mariafunk!
00:30:10: Und kein geringerer als Martin Kössler hat diese Weine nach Europa gebracht – und zu finden
00:30:15: sie
00:30:15: in der K&U-Weinhalle.
00:30:17: Die Infos dazu gibt es in den Show Notes.
00:30:29: wenn du die Größe erwähnt hast, ich glaube da gibt es auch teilweise ganz falsche Vorstellungen.
00:30:33: Wir haben ja diese Ausdehnung von fünf, sechshundert Kilometern aber eigentlich sind das nur ein Anführungszeichen der vierzigfünfvierzigtausend Hektar, die dort bespielt werden und dass auf eine halben Million Hektare Gesamtfläche also zehn Prozent nimmt nur Weimbau ein und der Rest ist dann entweder Küstenregion natürlich aber auch ganz viel Landwirtschaft.
00:30:52: Also daher kann ich das mehr als unterschreiben.
00:30:55: Aber so ein Gefühl Für die Central Coast, wie kann man das bekommen?
00:31:01: Wir versuchen es jetzt ja in ungefähr zwei Stunden.
00:31:02: Aber könnte man die Central coast... ...in einem Kurzinterview erklären?
00:31:09: Also auch welche EVAs müsste man achten?
00:31:11: Welche Stile, welche Rebsorten?
00:31:13: Welchen Flaschen muss man getrunken haben?
00:31:14: Kann man das irgendwie konzentrieren oder ist das gar nicht möglich?
00:31:17: Ich glaube dass man schon in der Richtung gut konzentrieren kann indem man sich natürlich auf wichtige oder sage ich mal auch essentielle Punkte wie jetzt zum Beispiel einfach diese vier Überregionen, also Monterey beziehungsweise Santa Cruz, Paso Robles und Santa Barbara konzentriert.
00:31:34: Und dort dann einfach versucht natürlich auch auf die den jeweiligen klimatischen... ...die klimatische Ausgangssituation aber auch natürlich einfach auf die jeweilige Entwicklung und die Spezialisierung auf Die jeweilig individuellen Stylistiken in puncto welcher Rebsorten.
00:31:49: und wie funktioniert das hier überhaupt dass wir mit diesen Weinen hier dann natürlich auch erfolgreich sind?
00:31:55: Weil generell muss man ja wirklich so auch sagen, es ist jetzt nicht so dass das in dieser Region an Konkurrenz und an Wettbewerb mangelt.
00:32:04: Es ist schon eine spannende Dichte an Produzenten zu sehen.
00:32:09: Auch wenn es natürlich hier in diesem Kontext eher ... Sekundär erwähnbar ist.
00:32:14: Es ist ja auch so, dass natürlich es nicht nur um Fine Wine oder um individuelle Herkunftsprodukte geht über die wir gerade sprechen sondern das ist natürlich auch so das Kalifornien.
00:32:23: Auch so noch was die generelle Rebfläche angeht eine ganze Menge Wein produziert der jetzt im unteren Basissegment hat einfach den Weg in die Welt findet.
00:32:31: Das ist natürlich immer ein wichtiges Thema.
00:32:34: und da einfach klar die Grenze zu ziehen und auch einfach klar zu gucken okay Was sind die Stilistiken, die diese Regionen und Unterregionen einfach voranbringen?
00:32:44: Das ist glaube ich das Thema.
00:32:46: Das ist auch ein ganz wichtiger Ansatz, wenn man über Kalifornien redet... Ja, oftmals gewisse Pristischregionen im Sinn hat und manchmal auch wenn man darüber liest riesige Beträge die bei irgendwelchen Aktionen hin- und hergeschoben werden.
00:33:00: Im Sinn hat Wenn man über die teuersten Weine teilweise der Welt spricht kommt Kalifornien ganz häufig mit vor und sowas prägt natürlich das Bild.
00:33:08: aber die Central Coast ist finde ich nicht so letztes dafür verantwortlich dass man weine hat mit einer mit einem ganz hohen Grad an Individualitäten vor allen Dingen auch im sehr guten Preis-Leistungsverhältnis, was ich teilweise ganz spannend fand.
00:33:19: Und ja es gibt auf der einen Seite auch sehr günstige Weine.
00:33:23: obwohl diese günstigen Weine nicht so in diesem... ...Siebzig Cent Bereich wie wir das teilweise aus Südamerika haben oder aus dem südeuropäischen Raum sondern aufgrund der eigentlich Produktionskosten die man dort hat Die teilweise auch vielen kleinen Produzenten ganz schön zu schaffen machen Hat man schon ein gewissen Grundeinstandswert Zumindest im fünf-Dollar bis zehn Dollar Bereich zu suchen ist, also zumindest wenn die Sachen in Flaschen abgefüllt werden.
00:33:49: Aber das fand ich dort eigentlich ganz spannend.
00:33:51: so zehn bis fünfzehn Dollar findest du teilweise ganz interessant und auch richtig handwerkliche Weine, die oftmals sehr überraschend sind.
00:34:00: Die eigentlich die Rebsorte repräsentieren, die die Region darstellen, die eine ganz eigene Handschrift des Winzers formulieren... und eine eigene Identität haben.
00:34:12: Wo fing das an?
00:34:13: Hast du dich ... Habt ihr euch dort, als ihr dort wart oder du im Nachhinein mit der Geschichte, der Central Coast beschäftigt oder...
00:34:21: Ja natürlich hat man dort generell wenn man nach Kalifornien kommt oder auch natürlich dann an die Central Coast geht es erst mal darum ja wer hat erfunden beziehungsweise woher.
00:34:32: Die Schweizer.
00:34:32: Genau.
00:34:34: Nee aber es ist in der Richtung so dass es da einer eine klare Historie gibt und dass diese, diese verschiedenen Epochen.
00:34:44: Und insbesondere nach auch der Pionierphase beziehungsweise dieser Missions- und Agrarursprung, der ja eigentlich am Anfang dort Haus gehalten hat und der erstmal die Basis zum einen für die strukturelle Erschließungen dieses Landes einfach gegeben hat auf deren Basis dann später sich erst weitere Phasen, ob es jetzt Die die rohnexperimentierphase ist oder jetzt auch natürlich so wenn wir jetzt in den letzten fünfzehn zwanzig jahrelang dieser klare auseinandersetzung mit dem klimawandel und dieser hang mehr zu präzision beziehungsweise mir zu fokus und weniger auf ertrag das das sind alles dass ein alles natürlich phasen.
00:35:21: Durch die einfach diese region erstmal gehen musste mit der sie natürlich auch gewachsen ist.
00:35:26: was worauf ich noch eingehen wollte war von dir einfach auch, Was zeichnet die Central Coast aus?
00:35:32: beziehungsweise ich empfinde es einfach auch, dass dieser Facettenreichtum einfach eine große Stärke ist insbesondere wenn wir auch gerade schon dieses Thema im Vergleich zum prominenten Napper Valley natürlich immer mit ansprechen.
00:35:45: ist, dass es einfach nicht eine einzige Kategorie oder eine einzige Stilistik liefern kann.
00:35:49: Sondern das ist immer ne legitime Mehrstimmigkeit dabei.
00:35:52: Ja, ob's jetzt Santa Barbara mit Pino und Chardonnay ist oder Passo natürlich dann mit diesen tollen Roan Blends die man sich ja damals in der Vergangenheit oder den ersten Stunden niemals hätte vorstellen können.
00:36:04: Oder auch natürlich Cabernet Sauvignon, der einfach einen ganz anderen Ansatzpunkt hier in der Richtung bietet als jetzt etwas weiter aus dem Landeshinderen.
00:36:13: Monterey ebenso natürlich mit Chardonnay bzw.
00:36:17: diesem cool klein Profil dabei beziehungsweise Santa Cruz Mountains, der halt eher diese Saline etwas kagere und mit dem totgedroschenden Begriff den ich jetzt das erste mal spielen will mineralischere Eigenständigkeit mit sich bringt.
00:36:32: es ist sehr facettenreich und ich finde daher auch eigentlich fast so ein bisschen intellektuell ergiebiger.
00:36:39: also es fordert mehr habe mich jetzt auch in einer Vorbereitung nochmal durch einige Sachen gelesen und ähnliches.
00:36:48: Und eigentlich denkst du, okay gut da gibt es ja immer noch eine ganze Menge zu lernen und eigentlich weiß man immer noch nicht alles.
00:36:55: Und auch ganz viel zu entdecken an dieser Rebsortenvierfalt die es dort gibt... Das finde ich total spannend.
00:37:00: Also es gibt ja keine Region in der Welt, in der Shannon Blanc zum Beispiel einen so absoluten Zuwachserfahren hat oder vom Mint wie in der Central Coast also in verschiedenen Regionen der Central coast explizitiert hier ein paar so Robles beziehungsweise im Santa Barbara County Und das ist ja eine Rebsort jetzt gerade unter uns.
00:37:20: Es wird dir gerade auch in den letzten Jahren umso mehr und so intensiver gefeiert, weil wir diese Rebsorte auch für uns selber wieder entdeckt haben und im Zuge des Klimawandels einfach auch nochmal erkannt haben welche Vorteile in der Spielfähigkeit dieser beiden Rebsorts nur diese Beiden zu nennen dort bieten aber dass dort eben doch teilweise vermeintlich autoktone Rebsorden auch grüner Feldliner.
00:37:42: es gibt riesen Anpflanzungen von Grüner Feldlinern von denen keiner weiß und die dann teilweise dort inländisch konsumiert werden, getrunken werden.
00:37:53: Die aber eben auch die Klaviatur der verschiedenen Aromen dieser Regionen einfach ganz wunderbar darstellt.
00:37:58: Und trotz allem finde ich – das finde ich wiederum bewundernswert – hat man da eine ganz eigene Identität in verschiedenen Regionen, die sich über die bekannten Rebsorten wie eben Chardonnay oder eben Pinot Noir definieren und diese Region im positivsten aller Sinne vergleichbar machen.
00:38:15: Wenn du jetzt ein Cabernet probierst, und du probierest ihn vergleichst ihm mit Wein aus Europa oder mit einem Wein aus dem Napa oder aus Kanada oder was auch immer dann siehst du das es trotz allem eine ganz eigene Spielart dieser Rebsorte auch dort gibt und dass damit eben auch die Daseinsberechtigung dieser Regionen und eben auch dieser Landschaften dort gegeben sind.
00:38:36: Darf ich trotzdem nochmal auf die Geschichte zu sprechen kommt, wer ich die eigentlich ganz spannend fand und im letzten Monat im Sonoma bzw.
00:38:45: Monat davor am Napper da war das relativ einfach gerade Sonoma.
00:38:48: du kannst es ja fast jährlich dokumentiert nachlesen oder nachforschen wie seit achtzehn fünfzig dort jeden Tag was passierte und eben auch bekannte Leute das ganze irgendwo vorangetrieben haben.
00:39:02: Eigentlich ist es mehr oder weniger die Wiege des kommerziellen Weinbaus Gab's sowas in der Central Coast, auch weil ich so weit nicht
00:39:09: weiß.
00:39:09: Es waren
00:39:09: ja die ersten Anpflanzungen fast hundert Jahre bevor es überhaupt nach Sonoma kamen zumindest oberhalb von oder beziehungsweise teilweise östlich von Los Angeles also im Orange County und wanderte langsam Richtung Center Barbara.
00:39:24: ist da die Wiege der Ursprung des Weinen zu finden?
00:39:28: was kam danach?
00:39:29: Oder wie kann man das für sich selber als Leerstück mitnehmen?
00:39:33: Also es war ja zu Beginn praktisch eigentlich so, dass natürlich die ersten Pflanzungen, die überwiegend auch auf kirchlicher oder missionarer Basis dort stattgefunden haben.
00:39:45: Das ist ein wichtiger historischer Fakt.
00:39:47: Ich glaube, so was um den Dreh sind in der ersten Pflanzung von dieser Missionsrehebe.
00:39:55: Wir haben stattgefunden, aber das war ja rein um einfach eine gewisse Grundversorgung natürlich zu schaffen.
00:40:01: Das hat noch lange nichts damit zu tun wie sich dieses Anbaugebiet oder diese Regionen heute entwickelt haben Aber es war eine langsame und strukturelle Entwicklung.
00:40:12: Und das hat natürlich auch klar einfach dafür gesorgt, dass sowohl der Weinbau sich im Vergleich zu etwas mehr ins landesindereziehendere Anbauregion... ...dass man sich eigentlich nicht so wirklich von Siedlungen dort insbesondere gelöst hat
00:40:26: bzw.,
00:40:26: dass die Nähe zur Küste natürlich immer ein wichtiges Thema war.
00:40:29: Die Versorgungswege und die gesamte Infrastruktur für landwirtschaftliche Bewirtschaftungen erst mal geschaffen werden mussten.
00:40:37: vierzig, fünfzig Jahre später dann natürlich mit der dementsprechenden Strukturschaffung für landwirtschaftliche Bewirtschaftungen beziehungsweise Weinbau.
00:40:45: Natürlich auch einfach die Produzenten bzw wie Pilze aus dem Boden geschossen sind.
00:40:52: das Verhältnis... nicht dieses dieses klassische dieses klassische segment praktisch wie wir es jetzt hier bei uns in deutschland zum beispiel kennen ist das der dass der winzer selber auch natürlich immer die trauben anbaut sondern das ist dort ja ein relativ ja in anführenden strichen chaotisches verhältnis gibt dass es dass es produzenten gibt die auch nur traubend zukaufen und gar keine eigenen reapflächen besitzen.
00:41:15: Und das natürlich auch dieser dieses experimentelle füllhorn mit dem ausprobieren von Diversiten Rebsorten und Stilistiken natürlich halt erst dafür gesorgt hat, dass man da irgendwie dann auch zu einer gewissen, eine eigene Identität und im Identitätswechsel gekommen ist.
00:41:32: Dass diese Pino- und Chardonni-Revolution die ja in den Achtziger Jahren zusätzlich noch durch den Einfluss der natürlich zum Beispiel in Passo Robles natürlich durch den Einsatz von südfranzösischen Rebsorten, ob es jetzt Movedre oder Kunoas oder wie auch immer war dann einfach beigefürgt hat.
00:41:50: Also ein großes Mosaik würde ich sagen.
00:41:56: Es ist kein kultureller und historischer Faden, wie wir ihn in zentral Europa haben, sondern es sind immer wieder Einflüsse und Abstimmungen auf gewisse Grundsituationen gewesen die dazu geführt haben dass diese Region sich weiterentwickelt hat.
00:42:11: Aber kann man sagen oder würdest du das mit unterschreiben, wenn ich behaupten würde?
00:42:16: Dass so der wirkliche Durchbruch also die Individualität beziehungsweise die Außergewöhnlichkeit erst in den achtziger und neunziger Jahren so richtig Aufblüte wahrgenommen wurde und wahrscheinlich auch mit diesem Weimbewusstsein noch mal eine ganz andere kulturelle Grundlage hat und ein anderes Lebensgefühl vermittelt.
00:42:39: Wahrscheinlich auch in Einklang mit touristischen Aktivitäten, dass Leute mehr gereist sind und versucht haben eben Wochenende Erlebnisse zu haben.
00:42:46: Dass das eigentlich so der absolute Durchbruch der gesamten Central Coast war?
00:42:51: Ja, das ist absolut zu bestätigen oder da bin ich voll bei dir was es ganze angeht vom Background her gesehen oder wenn man natürlich einfach mal fünfzig-sechzig Jahre zurückgeht Prohibitionen Weltkriege und Konsorten haben natürlich einfach dafür gesorgt, dass in der Region ist auch jetzt nicht unbedingt.
00:43:10: Ultra ultra straff in Sachen Entwicklung vorangehen und es ging natürlich erst auch in wirtschaftlich stabilen beziehungsweise Zeiten in denen die Bevölkerung wieder normaler Arbeit nachgehen konnte und indem nicht irgendwelche staatliche Doktrine irgendwie aufgelegt war das sich da natürlich was entwickeln konnte.
00:43:25: aber ich bin da auch bei dir insbesondere die die achtziger und neunziger Jahre waren.
00:43:28: dann glaube ich so der der Game Changer für insbesondere einfach die Entwicklung auch für Qualitätswein, für die Identifikation und natürlich auch einfach die Auseinandersetzung mit dem Pairing von... Speziellen oder beziehungsweise definierten Reb-Sorten auf einzelne Avias.
00:43:47: Und man hat dort auch gesehen, dass wenn man die Leute in die Gebiete holt... ...die Gebiete erleben lässt was ja interessanter Weise der Trend der letzten drei vier Jahre hier mehr und mehr in Europa wird?
00:43:58: Dass man versucht diesen Önotourismus auszubauen!
00:44:01: Der wurde ja nördlich von San Francisco also im Napersonoma damals schon perfektioniert und man hat sich versucht das so anzunehmen, was ja auch größtenteils gerade um die Jahrtausendwende gelungen ist.
00:44:13: Gibt es sonst irgendwelche Sachen grad historisch oder eben aktuell wo die Nachbarschaft zu Sonoma oder zu Napa irgendeine Rolle gespielt hat?
00:44:23: Die Nachbarsschaft... Ja also ich glaube dass immer eine wichtige Rolle war, dass praktisch Nachbarn wie Sonoma einfach da waren und an denen man sich natürlich erstmal ein bisschen orientieren konnte.
00:44:37: Ich glaube, dass das jetzt im heutigen Kontext.
00:44:41: Das ist einfach schon auch ein großer Vorteil der Central Coast ist, dass diese Vielfältigkeit einen gewissen Wettbewerbsvorteil zu den anderen Regionen in Richtung bietet.
00:44:54: natürlich muss man dazu sagen es ist einfach noch nicht so eine dahingeadelte Winzerstruktur dabei einfach hinter Dass du halt einfach einen großen Brecher nach dem anderen hast, die natürlich auch dementsprechend preisintensive oder beziehungsweise ja auch renommierte QWs bzw.
00:45:14: Lagenweine in ihrem Portfolio haben sondern dass du immer noch eine sehr gute Preisstruktur hast das du in Sachen Value for Money da wirklich... unglaublich viel bekommst und wenn man da ein bisschen schaut auch einfach wirklich viele leute mit einem oder viele produzenten mit einem enormen elan einfach hast die genau aber auch selber für sich schon wissen sie sind noch gar nicht angekommen wo sie hin wollen aber einfach diese diese angepeilte maxime gar nicht so wirklich auf auf einen finales ziel ich muss mich jetzt unbedingt auf diese rebsorte irgendwie konzentrieren sondern das halt einfach dieser experimentierfreude immer noch dafür sorgt dass sie immer noch eine ganze menge dabei rausfohlen Und es ist nicht so eingefahren, sag ich mal.
00:45:54: Ist wie jetzt zum Beispiel in der Nachbarschaft in Richtung Lepper oder ähnliches
00:45:57: Dass man sich durch die Andersartigkeit einfach wunderbar im Manzipieren konnte und das auch nach außen gestellt hat.
00:46:02: Ich glaube deren großer Vorteil war mehr oder weniger das amerikanische oder das kalifornische System dass Sachen einfach nur gepflegt werden die sich irgendwo lohnen also diese sehr stark kommerzielle Ausprägung Die dort ja gegeben ist.
00:46:14: nur wenn irgendwas nach einer gewissen zeit einen value erbringt Führt man es weiter und dann wechselt man halt nach fünf Jahren die Rebsorten, wenn die keine haben will.
00:46:22: Also wenn keiner irgendwie einen Gründerfeld liene, welches ich das vorhin erwähnte, haben will, dann wird das halt da fünf Jahre rausgerissen und wird neu probiert.
00:46:29: Ich finde, dass zeigt auch so ein bisschen.
00:46:31: also wenn man diese... Es ist ja eine sehr schwammige Aussage, für sich bis zu vierzigtausend Hektar Gesamtrebfläche.
00:46:37: Und das ist eben weil da wahnsinnig viel Bewegung in den Rebanlagen isst.
00:46:41: also man nimmt diese ich glaube vielen vierzig tausend siebenhundert hektart die zugelassen sind aber eigentlich sind im Augenblick nur ungefähr um achtzig bis neunzig Prozent wirklich im aktiven Ertrag.
00:46:53: also der werden Rebsorten geerntet und alles andere wird ständig neu bepflanzt.
00:46:57: bei reben es ist halt so dass die drei vier Jahre warten müssen bist du einen hochwertigen weinen jetzt Zeugen kannst und das ist so ein Symbol dafür, wie viel Bewegung eigentlich da drin irgendwo ist.
00:47:07: Was muss man im Allgemeinen?
00:47:10: Wir haben diese AVAs, haben wir jetzt im Nabaschen richtig also bis aufs kleinste runtergekaut.
00:47:15: aber was muss man von gesetzlicher Seite wissen?
00:47:17: Hast du da Erfahrung, wenn man wirklich in die Tiefe tauchen möchte an gesetzlichen Ansätzen lernen muss?
00:47:28: Also ich glaube generell muss man um das Ganze erstmal für für sich mit seinem eher europäisch geprägten Weinwissen vielleicht irgendwie so ein bisschen aufzuschlüsse, muss man vielleicht auch einfach erst mal ganz klar sagen dass dieses ABA-System nicht qualitativ hierarchisch sowie wir es eigentlich aus Zentraleuropa kennen gedacht ist sondern das es da natürlich immer eher um gewissen geografischen Aspekt gibt und natürlich ganz klar somit auch den einzelnen Winzern und Regionen eine maximale Flexibilität als auch natürlich Kreativität.
00:48:00: offenlegt.
00:48:01: Eine so eine ABA definiert Herkunft über einfach ne abgrenzbare natürliche Merkmale, das ist Klima, Höhe, Böden und aber es ist kein wirkliches Qualitätssiegel sagen wir mal im europäischen Sinn sondern es ist eher so dass man halt einfach sagen muss dass bei diesen Appellationen in den USA grundsätzlich klar auch Regeln da sind.
00:48:26: also zum beispiel das aus der ava wenn du wenn weine mit der jeweiligen abfüllst, dass.
00:48:33: Fünf achtzig prozent z.B.
00:48:35: Aus der jeweilligen stammen müssen.
00:48:37: bei county appellationen sind es jetzt nur noch fünf siebzig als ist schon sehr sag ich mal sanft vor definiert muss man ja wirklich sagen
00:48:45: leger gehalten
00:48:46: sehr leger
00:48:46: gehalten.
00:48:47: also ich sage mal der fort der vdp würde der v dp würde ausrasten wenn solche grunden wenn solche grundregeln dafür definiert würden beziehungsweise jeder traditionell denkende Winzer, glaube ich hier in Deutschland.
00:48:58: Aber da merkt man halt schon das es ist alles ein bisschen ein bisschen lockerer sagen muss mal so.
00:49:04: und was diese Unterschiede einfach angeht?
00:49:08: Dass wir in Europa halt eher immer versuchen die Herkunft oft in der Verbindung zu einem gewissen Ort zugelassenen Rebsorten unter natürlich auch meistens immer einer durch verschiedenste Weinbausektion definierte Qualitätspyramide, wir europäer mögen ja Qualitäzpyramiden ohne Ende.
00:49:28: Dass das wir die in der Hinsicht in unterschiedlichsten bunten Farben und in unterschiedlichen Sektionen dann natürlich immer für diese jeweilige Appellation hier bei uns ausdeklinieren?
00:49:38: Das ist halt in den USA anders!
00:49:40: Die ABA erzählt halt genau von diesem Ort und von nix anderem.
00:49:43: Und das ist glaube ich so in der hinsicht dass was es die Arbeit des Produzenten, also natürlich für das Verständnis des jeweiligen Trinkers glaube ich schon auch einen Ticken einfacher macht.
00:49:58: Weil man sich dann nicht immer noch mit einer Qualitätspyramide beziehungsweise einer Hierarchie auseinandersetzen muss, die aber irgendwie zwei Orte weiter schon wieder komplett anders
00:50:09: ist.".
00:50:26: Während dieser Episode verkosten wir den.
00:50:33: Warum genau den?
00:50:34: Weil dieser Wein ist ein verdammtes Statement aus dem Adelaide District in der Central Coast in Kalifornien.
00:50:40: Ein Blend, der wie ein Guerrierkämpfer aus dem Ronital in die neue Welt eingefallen ist... ...die lokalen Bedingungen übernommen hat und nun mit einem breiten Grinsen- und erdigen Stiefeln dasteht!
00:50:51: Und Tablet's Creek...?
00:50:53: Ist nicht einfach ein Weinguter Es ist ein transatlantischer Komplott!
00:50:56: ...Ninzehnhundertsechzig Oder war es
00:50:59: Queer?!
00:51:00: traf sich die Familie Paran vom weltberühmten Chateau de Bucastel, also dem rohen Urgestein das Schumowätere wieder groß gemacht hat.
00:51:08: Als sie meist noch dachten, der Süden Frankreich sei nur für billigen Großeegut mit Robert Haas!
00:51:14: Also dem Importgiganten aus den Staaten.
00:51:17: Freundschaft Vision und ein bisschen Wahnsinn.
00:51:20: Sie suchten jahrelang bis sie nineteenhundertneunundachtzig dieses fünfzig Hektar große Land fanden zwölf Meilen von Pazifik entfernt in dem Was heute Adelaide District heißt.
00:51:33: Kalksteinböden dieselbe geologische Herkunft wie im Schatten auf die Pap, heiße tagekühle Nächte dank des Ozeans!
00:51:40: Ein Ort der flüstert.
00:51:42: hier
00:51:42: könnt ihr eure rohne Träume ausleben ohne die französische
00:51:47: Bürokratie.
00:51:48: Sie importierten Reben direkt aus Bucastel.
00:51:50: Echte, virusfreie nach dreijähriger USDA-Quarantäne und es war ein Mouvelteres!
00:51:55: Es waren Grinachis, Vassurat & Coignoir Und natürlich den gesamten Rest der dreizehn erlaubten Chateau Neufriebsorten.
00:52:02: Sie bauten sogar eine eigene Nursery auf, verkauften später Millionen von Pflanzen an andere Verrückte.
00:52:08: So sind sie die Pioniere des California Role Movements Ob sie wollen oder nicht?
00:52:14: Und sie farmen nicht einfach, sie tun es wie Fanatiker.
00:52:17: Organics seit dem Jahr neunzehnundachtzig zertifiziert seit zwei tausend drei.
00:52:21: Biodynamik ab zwei Tausend zehn.
00:52:23: Das zertiftiert seit zweitausend siebzehn und dann zweitausend zwanzig wurden Sie das erste regenerative organic certified Weingut der gesamten Welt.
00:52:33: Natürlich sind das scharfe Albargas-Esel, die durch die Reingrasen natürlich Dünnen und Kraut kurz halten.
00:52:39: Kompost aus eigenen Abfällen, Eulenboxen gegen nager Biedenstöcke Fruchtbäume zwischen den Reben... Und es ist kein Marketinggack!
00:52:46: Das ist Philosophie mit Schmutz oder den Fingernägeln.
00:52:49: Wenn der Boden lebt, die Reben leben länger.
00:52:53: Die Weine haben dieses vibrierende Fast unheimlich energetische Eigentlich pure Ironie, denn Kalifornien ist das Land der Hightech Bros.
00:53:02: Zumindest in unserem Bewusstsein und der künstlichen Bewässerung!
00:53:05: Und hier baut eine Familie aus der alten Welt und ein Amerikanischer im Porthaudigen dem pursten Ausdruck von Terroir an.
00:53:13: Moritz und ich verkosten
00:53:14: ihn im Jahr zwei Tausend Achtzehner Jager.
00:53:16: Zwei Tausendsiebzehn waren relativ feuchtes Jahr.
00:53:19: Eines der Trockteren aber kein brutales.
00:53:21: Es waren nur siebzig Prozent der üblichen Regenmenge mit einem leicht verzögerten Austrieb, einem Kühlstaat... Und an sechs Wochen Heatwave, im Julien August danach kühlte es ab.
00:53:32: Ein
00:53:33: perfekter Balancing-Akt!
00:53:35: Genügend Stress für Konzentrationen, genügend Säure für Frische keine Hitze-Shocks während der Lese die Trauben reiften ohne Panik und darum haben wir dieses intensive Aroma diese gute Struktur diese lebendige Säuren genau das was ein Mouvetre dominiertes Monster braucht um nicht zur Marmeladenbombe zu bootieren.
00:53:54: Er ist der Typ auf der Party, der die besten Geschichten erzählt ohne laut zu werden.
00:53:58: Doch was macht ihm so etwas?
00:54:00: Es ist die verdammte Authentizität!
00:54:03: In einer weltvoller industrieller Weine... ...die wie Algorithmusprodukte schmecken... ...ist Tabless Greek ein Ausreißer!
00:54:11: Denn sie kopiert dort nicht die Ironen.
00:54:12: Sie übersetzen sie mit Respekt vor dem Originalbild Aber ohne falsche Ehrfurcht!
00:54:18: Es spricht der Kalkstein
00:54:20: Der kühle
00:54:20: Pazifik Und die Biodynamie gibt ihre vibrierende Lebendigkeit dazu.
00:54:25: Ja, der Muvetre!
00:54:26: Diese launische Diva, die in falschen Händen zu einem staubigen Monster wird...
00:54:31: Hier
00:54:32: zeigt sie ihre ganze aristokratische Wildheit um Ahn von Geschwistern, die sie ergänzen nicht kaschieren.
00:54:40: Es ist der amerikanische Westen, der die alte europäische Tradition aufsaucht.
00:54:45: Sie schüttelt ein bisschen Staub und Schweißenzufügt und etwas Neues besseres schafft.
00:54:49: Der rebellische Geist hier sagt Vergiss die Konvention.
00:54:52: Wir machen es richtig, mit Schafen und Al-Pakas!
00:54:55: Mit dem portierten französischen Reben... ...und dem kalifornischen Sonnenlicht.
00:54:59: Der
00:55:02: ist kein
00:55:03: Wein zum schnellen runterkippen.
00:55:04: Er ist ein Begleiter für Abende an denen man über das Leben sinniert.
00:55:08: Über verrückte Partnerschaften zwischen Kontinenten,
00:55:10: über Böden.
00:55:11: Die älter sind als Nationen und Übertrauben.
00:55:14: Die Geschichten erzählen können wenn man nur zuhört.
00:55:18: er hat diese rare Qualität Dieses ernsthaft ambitioniert, ohne je prädenzial zu werden.
00:55:26: Elegant?
00:55:27: Aber mit Dreck und Rehfingern die Geld.
00:55:29: Komplex...
00:55:30: aber zugänglich!
00:55:31: Ein Gentleman mit dem Herz eines Outlaws.
00:55:34: Und ja, mit viertausend dreiduchundzwanzig Kisten ist dieser Wein exklusiv genug um Rad zu sein.
00:55:39: Aber nicht so rar, dass nur Auktionäre
00:55:42: rankommen.
00:55:43: Erhältliches dieser Wein beim American Wine-Punk Club Bei Havesco bei Babywein Und weitere Infos dazu findest du in den Show Notes.
00:56:01: Ich glaube, da gibt es so immer diese Betrachtung der zwei Seiten einer Medaille.
00:56:04: Absolut!
00:56:05: Und man kann auf der einen Seite natürlich hingehen und kann das kritisieren, kann sagen wow wir haben's nicht wirklich super definiert und man hat ja so viele Freiheiten.
00:56:13: und wenn ich da um siebzig Prozent von irgendwas drin habe und fünfzwanzig Prozent von irgendetwas anderen hab' ich wirklich noch schmecke ich wirklich auch diese fünfundsiebzig prozent.
00:56:21: und ein Superbeispiel ist ja wenn ich mal irgendwie fünfzig Milliliter Weißwein nehme und macht dann fünfzwandig Millilitern Rotwein rein habe ich eigentlich mehr an Rotweinen als den weißen rein visuell betrachtet, um das einfach mal so als Bild wiederzusehen.
00:56:34: Auf der anderen Seite bietet das europäische System so viele Schlupflöcher, um da eben auch durchzuschlüpfen.
00:56:41: Und wenn ich eine Rebsorte nehme und nehmt dazu eine Duftrebsorte dann habe ich mehr von der Duftreb-Sorte.
00:56:47: Wir haben in Europa ja natürlich auch gewisse Möglichkeiten Sachen zu kombinieren oder auszubalancieren je nachdem wie man es formulieren möchte.
00:56:56: Ich finde diese fünfundsiebzigfümundachtzig Regelungen wie sie dort existent ist oder wie die dort gelebt wird erlaubt mehr oder weniger die Möglichkeit des Versuchs am lebenden Objekt.
00:57:08: Also dass man Sachen produzieren, ausprobieren kann und dann eben auch wieder mit dieser Konstellation das nur dann wenn es gut ist setzt sich durch über viele Jahre, ist wirtschaftlich und kann dann irgendwie adaptiert werden.
00:57:19: und dann auch dieses Gemeinschaftsgefühl und der Stolz den man dort lebt für eine gewisse AVA Dass man genau diese in seinen Flaschen darstellen möchte und versuchen möchte die Gemeinschafter bei auch zu sehen.
00:57:31: also dass wenn drei vier Winzer versuchen AVAXY zu leben, sie versuchen ähnlich wie wir es immer so kennt.
00:57:37: Dass man sagt man möchte den perfekten Morso produzieren und der muss ihn so schmecken.
00:57:41: So liebt man das glaube ich dort auch oder so habe ich das Gefühl gehabt dass ist dort auch lebt mehr oder weniger also Grund runtergebrochen.
00:57:48: also ist das AVA System... ...der Frage unterworfen woher kommt der Wein?
00:57:53: Das europäische System was darf dort hergestellt werden?
00:57:56: Ja
00:57:58: was was ich da in der Richtung einfach noch wichtig finde ist, wenn das es auch einfach in der aktuellen Situation, in der wir uns jetzt befinden.
00:58:08: Das wurde auch insbesondere auf der Reise im letzten Jahr immer viel natürlich noch diskutiert, dass du einfach durch diese gewisse Freiheit die wir dort haben... ...einfach auch unglaublich wirtschaftlich flexibel bist.
00:58:18: also gar nicht mal deswegen damit du deinen maximalen Ertrag oder irgendwie dein das Wirtschaftsergebnis deines Weingutes an mich vorausbringen musst.
00:58:26: aber wir müssen ja wirklich sagen insbesondere einfach die klimatischen und die witzungstechnischen verhältnisse dort schon auch eine echte challenge sind.
00:58:35: das ist sehr, sehr sehr, sehr angespannt dort was die situationalen geht.
00:58:41: wir haben viel viel verbrannte fläche und ähnliches gesehen.
00:58:44: aber es geht ja auch nicht nur darum dass da gerne mal leider in den letzten jahren im sommer alles in flamm steht.
00:58:50: Es geht auch einfach natürlich darum das essenzielle thema auch einfach die die wasserversorgung ist.
00:58:55: ne und dass da dann in der richtung auf einfach die flexibilität des einsatzes Neuer oder auch innovativerer Riebsorten einfach dafür sorgt, dass du natürlich mit den geologischen als auch geografischen Verhältnissen die dir dort einfach zugrunde gelegt sind.
00:59:11: Einfach lernen musst umzugehen und das geht halt einfach nicht mit allen Rieb Sorten.
00:59:16: Das geht doch nicht über die Jahre immer gleich und daher finde ich es sehr spannend zu sehen, dass dort diese Flexibilität durch die Vorgabe des ABAs halt einfach natürlich dafür sorgt... dass das Leben da auch einfach weitergehen kann.
00:59:31: Also wenn man sich damit den Winzern unterhält, wie es ums Thema des Wasserbedarfs oder ähnliches ist... Man muss ja wirklich sagen so romantisch wir uns das hier immer gerne darstellen.
00:59:40: Es ist schon natürlich ein großer Teil der Rebflächen mit einer kontinuierlichen Wasserversorgung bewirtschaftet wird.
00:59:49: Es kostet enorm viel Wasser, das ganze Thema dort Und das natürlich sich aber auch manche Winzer insbesondere mehr in Richtung der Küstenregion einfach immer mehr damit beschäftigen, was wir natürlich in Europa kennen.
01:00:05: Aber dort ist es natürlich immer noch eine relative Challenge dieses Drive Farming also einfach dass die Reben natürlich auch ohne oder mit geringerer Wasserzufuhr natürlich einfach klar kommen diese Drought Resistance Root Stocks um es da zu setzen, also dass das und da spielen wir europäer natürlich mit unserer referenz die halt einfach mit rebsorten wie sagen wir mal.
01:00:27: Tempranio movedre grenasche oder wie auch immer die hat einfach mit solchen mit solchen hitze spitzen beziehungsweise solch ein trockenheitsperiod natürlich deutlich besser klarkommen um die ecke um die ecke kommen können ist natürlich dann für den kalifornischen winzer schon auch einen ein dankbares handling und dann kann er damit natürlich auch einfach gucken dass er mit dem Einsatz solcher Rebsorten beziehungsweise, das man mit der Kultivierung in solchen Regionen dann natürlich irgendwie schaut.
01:00:53: Bin
01:00:53: ich gespannt auf wie sich das entwickelt.
01:00:54: und teilweise hast du ja Regionen wo du hundert bis zweieinhalb Millimeter Regen hast also was der Katastrophal niedrig ist.
01:01:00: wir in Deutschland haben um die sechs, siebenhundert Millimeter.
01:01:03: Du hast natürlich auch sehr, sehr regenreiche
01:01:06: Regionen
01:01:06: teilweise wenn gerade die in die Berge, in die Höhenlagen gehst nahe San Francisco dann bist du so um die tausendtausend Zweihundert Millimetern aber mit hundert zweihundert da mit klarzukommen ist Ist recht schwierig.
01:01:17: Wollen wir in diese eigenen Grobregionen mal ein bisschen intensiver reinschauen?
01:01:21: Wenn man zum Beispiel Monterey County und Santa Barbara County nehmen, dann muss man natürlich berücksichtigen dass das keine einzelnen EVAs sind sondern Counties mit mehreren EVAs.
01:01:31: aber wenn du Montereey County z.B.
01:01:32: nimmst was ist Montereye County heute?
01:01:35: Ich glaube es ist so die Lunge der Central Coast.
01:01:40: also sag ich mal...
01:01:41: Schön formuliert!
01:01:42: Der
01:01:42: direkte Direkte Zugang einfach zum Meer zur See.
01:01:47: Von dort sind die, glaube ich, meteorologisch gesehen die krassesten Zuströme von kalter Luft und Nebel ins Landesinnere zu sehen.
01:01:55: so diese berühmten Fotos, die man ja auch immer gerne in Weinführern oder auf Flyern und was weiß ich?
01:02:01: Von diesem extremen Tiefen, der sich wie eine invasive Suppe dann ins Landes innere zieht.
01:02:08: also das ist schon... Das sind diese spektakulären Aufnahmen, die kommen genau daher Und das ist in der Hinsicht, was das angeht natürlich ja.
01:02:17: Der klare Grund für kühle und lange Vegetationsverläufe und somit auch klar für Schadoni und Pino.
01:02:23: natürlich einfach ein absolutes Füllhorn, was die Region angeht.
01:02:27: aber so in der Richtung glaube ich am besten für das zu beschreiben.
01:02:31: Es ist noch nicht so ganz hüglich es ist halt mehr so ein bisschen unterteilt und natürlich durch diese eher... Kanalartige geologische Struktur sorgt es halt einfach dafür, dass da immer ein gutes Lüftchen weht.
01:02:44: Sagen wir's mal so...
01:02:46: Und Schado Neampino hast du erwähnt?
01:02:47: Cabernis ist dort auch relativ präsent.
01:02:49: aber du hast dort in zumindest der Hauptanpflanzung und Hauptanpflezungen spricht man von Anpflänzung oder Rebsorten die über einhundert Hektar haben immerhin dreiundfünfzig weitere Rebsorten, die dort aktiv gelebt werden.
01:03:05: Das auf dreieinhalbzig Weimbergen.
01:03:06: also es spricht so für die Vielfalt, wie man dort hat.
01:03:09: Es ist kein kleines Gebiet als so groß wie wahrscheinlich ein bisschen kleiner als Rhein-Hessen.
01:03:14: Zweiundzwanzigtausend Hektar haben wir dort ungefähr zehn AWA's sind dort verzeichnet.
01:03:18: Also dort hast du auch eine unglaubliche Vielfaltung.
01:03:20: aber es wird, du hast das gerade schon erwähnt... ...es gibt viele Produzenten, du hasst so um die dreihundert Growers, die einfach nur Trauben produzieren und für renommierte oder eben größere Produzenten einfach die Trauben liefern und also davon leben.
01:03:37: Das was Montre Counties als solches auszeichnet ist, dass die Geografie dieses Gebiet viel stärker diktiert als der Prestige.
01:03:46: Also das gar nicht diese Anerkennung erfährt wie manche andere Regionen.
01:03:50: aber manchmal lohnt es sich da ein bisschen tiefer reinzuschauen und sich da auf dieses gebiet einzulassen.
01:03:55: Was ist denn der Barbara für dich heute?
01:03:58: Santa Barbara für mich ist in Esterlinie ein wunderbarer Wink zurück zu meiner Jugend, in der ich ohne Ende die drei Fragezeichen Kassetten rauf und runter gehört habe.
01:04:07: Und ich mich immer gefreut habe oder beziehungsweise dann später eigentlich erst herausgefunden habe dass die drei Jungs da ja immer praktisch eigentlich zumindest der Legende nach immer genau in dieser Ecke bzw zwischen Santa Cruz, Santa Barbara und natürlich LA halt auch hin- und hergesprungen sind?
01:04:25: Ja!
01:04:27: Das war für mich immer so insbesondere, wenn man sich dann mal mit den ganzen kleinen Käfern da auseinandersetzt.
01:04:32: Ich kannte schon so viele Orte einfach dank Justus Jonas, Peter, Shawn und Bob Andrews.
01:04:37: von daher ist es für mich auch immer einfach zauert mir wieder ein kleines Lächeln drauf.
01:04:43: Insbesondere wenn ich heute meine Kids selber höre, wenn sie diese Folgen noch hören.
01:04:48: herrlich muss so sein.
01:04:51: Santa Barbara ja was ist das?
01:04:54: Ich glaube, dass es für eine ziemlich lange Zeit so ein bisschen unter dem Radar gelaufen ist.
01:05:00: Also ich sage mal in der Richtung glaube ich auch einer der Geschichten die dank einfach auch der Kultivierung des Pinot Noirs glaub ich schon auf jeden Fall nochmal an Bedeutung und auch an... an Renommier gewonnen haben.
01:05:14: Das muss man wirklich so dazusagen, also ob es jetzt was weiß ich hier Produzenten oder Pioniergeister wie Jim Klande gewesen sind, der mit Ubonn-Klima glaube ich da auch eine ganze Menge für die Region ja schon relativ früh auch schon Ende der achziger Jahre einfach getan hat um das ganz einfach zusammen um einfach ein bisschen das Verständnis dafür zu setzen beziehungsweise auch einfach natürlich mit einer ja schon sehr bogundischen Doktrine da einfach dieser Region gut gut vorangehäufen hat.
01:05:40: Es ist ja eher so ein bisschen mehr ins Landesinnere, wenn man sich so geografisch anguckt jetzt im Vergleich als zum Beispiel die Sanderita Hills oder ähnliches.
01:05:48: Also es ist noch mal hinter den Bergsatteln aber bringt glaube ich schon insbesondere für diese Rebsorten Chardonnay und Pinot Noir wirklich sehr kühle, sehr individuelle und klare Stilistiken mit einem tollen Reifepotenzial und ist halt auch einfach genau wieder dieses wunderbare Anti oder diese genau dieses Stilistik, den man sich eigentlich exakt nicht aus dieser Region dort vorstellt und das macht das Ganze glaube ich auch so wahnsinnig spannend.
01:06:17: By the way könnte man sich ja auch überlegen ob wir vielleicht schon mal einen kleinen Schluck wenn wir so viel über Shadow in den Piano-Rehnen probieren wollen.
01:06:24: was hält ihr davon?
01:06:25: Du wirst lachen, genau das hatte ich im Sinn.
01:06:27: Ich habe so gehofft auf du da rauf zu sprechen kommst.
01:06:30: Kurz nehmt mir her für die Statistiker also du hast dort witzigerweise sechstausend Hektar aber nur vierenhalb tausend Hekter geerntete Rebfläche.
01:06:38: Also genau dass mit dieser Rebsorten Vierfalt und dem Wandel spürst du dort ganz intensiv.
01:06:43: Auf diesen sechsten Hektars sind immerhin dreihundertfünfzig Wineries Die dort leben die vierhundertdreißig Labels produzieren.
01:06:50: also manchmal hat eben auch eine Winery aufgrund dessen weil sie Teilweise auch Traumenzukauf, zwei Labels und siebzig Rebsorten sind dort auf sieben AVAs vertreten.
01:07:00: Und ein Wein hast du dir gewünscht für dich eine sehr gute Entscheidung von Oberon Klimal?
01:07:05: Genau!
01:07:06: Warum?
01:07:06: Also du hast es gerade eigentlich schon
01:07:07: erwähnt?!
01:07:08: Ja...es ist sag ich mal so auch mit einer der Winzer also der gute Jim Plendon.
01:07:15: dann ist ja vor einigen Jahren leider verstorben aber das wird ja durch sein Sohn und seine Tochter Gott sei Dank als Familienbetrieb immer noch weitergeführt.
01:07:23: Und ja, er ist auf jeden Fall meine Ansicht nach insbesondere für diese sagen wir mal im Verhältnis jüngere Weingeschichte Kaliforniens.
01:07:32: Ist ja glaube ich schon auf jeden fall einer der ganz wichtigen Charaktere, die das ganze dort einfach ein Stück weitergebracht hat bzw.
01:07:40: der auch einfach geguckt hat okay wie kriegen wir es hier jetzt hin?
01:07:44: Dass wird dieser schon auch anspruchsvolle Region beziehungsweise Auch vielfältige Regionen einfach mit den passenden Rebsorten ausstatten hatte ja schon immer auch eine große Liebe und eine große Passion für das.
01:07:57: Bugun war ja auch häufig selber da beziehungsweise ich glaube in der Anfangszeit ist er auch mehr zwischen zwischen Burgund und Kalifornien hin und hin und her getingelt um sich natürlich immer mehr Input zu holen.
01:08:07: Ist auch einer der der Produzenten der auch glaubt bis heute immer noch oder dass es ein gut selbst besitzt bis heute auch immer noch auf französische Eiche Und was das angeht, einfach ja so.
01:08:18: So einer der stilprägenden Produzenten dort ist.
01:08:21: und jetzt haben wir hier Santa Maria Valley Pinot Noir, es ist einfach schon eine abholende Nase ein ganz frischer klarer Stil.
01:08:34: Das habe ich mir gerade auch noch mal so einen kleinen Schluck eingeschinkt Von der von einer Kühle und von der Frucht her.
01:08:42: einfach genau das, was man sich eigentlich so von dieser Region erwartet.
01:08:45: Man kann eigentlich die diese Kühler, diese Frische dir auch durch diese Ost-West Lagerung der Hänge.
01:08:52: also es ist ja wirklich dieses Kanalisieren von Luftströmen, was dort für diese Stilistik meiner Ansicht nach aufsorgt.
01:09:00: Ja, das
01:09:00: ist fantastisch!
01:09:01: Was sagst du?
01:09:02: Ich finde ihn extrem interessant.
01:09:04: Ich habe ihn nicht vorher geöffnet, weil ich damit Kora arbeitete.
01:09:09: Wir haben vier Weine vor uns und ich wollte die nicht alle aufmachen, weil sie eigentlich unschaffbar sind.
01:09:13: Es ist für dich im Restaurant ja oftmals einfacher, die Weine dann noch unter die Leute zu bringen – im wahrsten Sinne des Wortes.
01:09:20: Wie gehst du jetzt mit der Randfrage mit Probeflaschen um?
01:09:24: Lest du die Gäste probiert, probier dir dem Team?
01:09:26: Probierst du die immer alleine jeden Abend zum Feierabend eine Flasche?
01:09:29: oder wie machst du das am besten?
01:09:32: Ich mache das immer über mehrere Tage und versuche es eigentlich immer so zu setzen.
01:09:38: Insbesondere weil ich auch sehr gerne schaue, wie lange er hält sich der Wein?
01:09:43: Wie entwickelt sich der Weine über mehrere tage?
01:09:45: Meistens mache ich das immer gerne über einen Zeitraum von ca.
01:09:47: fünf bis sieben Tagen um den Dreh.
01:09:53: Es kommt natürlich auf die Wine-Stilistik an.
01:09:55: aber diese Weine, die wir jetzt vor uns haben... den würde ich eigentlich auch genauso diesen Zeitrahmen mitvorgeben und versuche natürlich immer hier im Team möglichst viele Mitglieder damit einzubeziehen bzw.
01:10:09: probieren zu lassen, weniger der Freund davon das ganze im Restaurant auszuschenken beziehungsweise da die Gäste mit einzubezielen weil ich ja damit meistens dann auch immer gleichzeitig wenn es gut ankommt das Begehren wecke und dann habe ich's noch nicht.
01:10:23: Das ist in der Hinsicht immer ein bisschen schwierig Aber natürlich ist mit ins Gespräch zu bringen bzw.
01:10:30: wenn Wein begeisterte Gäste dabei sind und man das dementsprechend auch kommunizieren kann, es ist ein anderes Thema aber so im generellen laufenden Geschäft eher weniger.
01:10:40: also da würde ich niemals zu einer Probeflasche oder sowas greifen um dann noch... Ist mir in der Richtung einfach ein Ticken zu unsicher?
01:10:47: Da möchte ich gerne lieber dann auch das was sich etabliert hat beziehungsweise das was wir auch fest in unserem Programm haben dann natürlich auch Pfeil bieten.
01:10:55: Interessant, welch ganz andere Herangehensweise hatte.
01:10:58: Also ich hab die oft dann in der Bar ausgeschenkt und das aber meistens mit der Voraussetzung dass ich die Flasche bezahlt habe also sich nicht irgendwie zur Verwugung gestellt bekommen habe.
01:11:07: Und das war für mich denn aber interessant raus aus der eigenen Komfortzone oder ihr eigenem Betrachtung zu gehen und jemand anderes den Wein probieren zu lassen.
01:11:16: Meistens habe ich denen bei irgendeiner Weinfolge bei einer Weinkäseprobe oder sonstiges mit eingebaut um da Einfach zu sehen, wie der Wein einer freien Wildbahn performt und sich dort präsentiert.
01:11:27: Daher glaube ich hat da jeder eine andere herangehensweise.
01:11:30: Ich finde den Gedanken Den du hast erst über mehrere Tage und dann mit Kollegen zu probieren nicht minder Und mindestens genauso spannend.
01:11:38: aber wie gesagt für mich ist jetzt die Situation Mit dem mit dem Korra war jetzt Zuhause eigentlich das Beste.
01:11:43: und dass da bin ich super dankbar dass es das System gibt Und findest toll, hast du diesen E-Rater mal probiert?
01:11:50: Nee.
01:11:50: Der ist jetzt bei diesem Model VI was ich hatte mit dabei, weil ich hatte immer so ein Riesenproblem damit dass du bei Corva die Situation hast, dass du ja nur diesen ersten Eindruck hast und das ist dann so irgendwie wie tägliches Moment hier.
01:12:02: Du hast immer wieder wenn du aus der Flasche ausschängst immer diesen frischen Wein als wäre die Flaschen frisch geöffnet und dieser E-Raider kommt der Wein heraus ob es den schönen ist oder nicht sei da hingestellt wie aus einer Dusche über kleine Stränen mehrfach belüftet.
01:12:20: unglaublich spannender Eindruck, den man dort hat.
01:12:23: Wenn wir in diese beiden Situationen miteinander vergleichen das finde ich gerade jetzt bei dem Pinot natürlich ganz interessant, den zum einen so zu probieren also ohne Eraytime im Prinzip und dann mit dem Aufsatz drauf die man einfach drauf steckt zu sehen wie der Wein sich mit einmal ganz gravierend unter andernas entwickelt.
01:12:40: Das ist eine schöne Entwicklung innerhalb dieses Corva Systems.
01:12:43: Habt ihr Corva bei euch oder?
01:12:45: Natürlich den.
01:12:47: In der gesamten Sommie ist sie in den Deutschlands eisheitsbeliebten Korra von Sparkling, der auch insbesondere aufgrund unserer provinzielleren Lage hier dafür sorgt dass wir überhaupt vier verschiedene Schaumbeine beide Glas anbieten können.
01:12:59: Ansonsten wäre das wirtschaftlich für uns gar nicht abbildbar.
01:13:02: und ja also was das angeht... für das aktive geschäft verwende ich korva eher selten.
01:13:09: also ist jetzt nicht so dass wir da eine feste bei der glaslist oder ähnliches anbieten um dort dementsprechend mit mit korvan zu arbeiten.
01:13:16: aber ich sage mal sag niemals nie dadurch dass wir uns ja jetzt auch dieses jahr mit unserem wein konzept und auch unsere gesamte aufmachung nochmal extrem verändern werden.
01:13:25: Es ist da so, dass sich da auf jeden fall diese diese möglichkeit nicht auslassen werde.
01:13:29: aber aktuell ist es so, die Weine nach wie vor traditionell entkorken und verkaufen.
01:13:34: Und bisher noch nicht punktuier nadeln, wie das so schön heißt.
01:13:41: Von daher aber ich denke mal auf kurz oder lang insbesondere natürlich auch einfach mit der Möglichkeit, die man da hat ist es auf jeden Fall etwas wo ich bestimmt irgendwann halt machen werde.
01:13:54: Ich hab's in der Vergangenheit natürlich immer gerne in Restaurants, wo ich gearbeitet habe genutzt.
01:13:58: Aber jetzt ja aktuell zu Hause oder beziehungsweise im eigenen Betrieb sind wir da noch klassisch unterwegs, weil bei uns auch einfach mehr Flaschen bestellt werden und so dieses Probieren von verschiedenen Weinen eher im täglichen Restaurantablauf eigentlich weniger der Fall ist.
01:14:14: die Gäste legen sich relativ schnell fest auf das was sie gerne trinken möchten und variieren da eher geringer also dass es Es kommt nicht so häufig vor.
01:14:25: Also wir haben hier eine Queue aus zwei Lagen, Pianocido und Runway im Santa Maria Valley.
01:14:31: Hundertprozent Pinot Noir, achtzehn Monate Holz in französischer Eiche, davon fünfundzwanzig Prozent neues Francois Ferrerolls leicht geschönt unfiltriert um.
01:14:41: mich hat die Farbe begeistert.
01:14:43: Ich liebe diese leichtfarbenen Transparenzen.
01:14:47: und jetzt auch Du siehst schon diesen Hauchreife der sechs Jahre, aber er wirkt noch so frisch.
01:14:52: Er wirkt so lebendig!
01:14:53: Er hat diesen leicht wässrigen Rand... Also allein visuell ist das für mich ein solches Geschenk.
01:14:59: und dann beim ersten Nasen-Kontakt.
01:15:01: Du hast diese Frische, du hast dieses ganz feingliedrige, du hasst diesen leichten Kirsch, Crumbary Tone, du bist was Florales und du hast eine ganz sanfte Ehrlichkeit?
01:15:11: Das Holz finde ich absolut richtig perfekt eingebunden.
01:15:15: also es gibt dem Wein So eine ganz eigene Geschmackskomplexität.
01:15:18: am Gaumen zieht ihn wunderbar in die Länge, aber in der Nase hast du es nahezu gar nicht präsent.
01:15:25: Das finde ich so wunderbar.
01:15:27: und dann am Gaum also der fängt so am Gaumn an zu vibrieren das macht einen so richtig irgendwie nicht unruhig aber ein bisschen aufgeregt dabei und das finde ich toll.
01:15:38: man spürt Eine Kühle dabei und trotzdem Wärme.
01:15:41: Weißt du was ich damit meine, wenn man sagt man hat so diese zwei Seelen da drin?
01:15:44: Ja absolut bin ich.
01:15:45: Bin nicht voll bei dir es ist eigentlich eher so sag' ich mal... Eigentlich genau das was Jim Klendon ja immer mit seinen Wein suggerieren sollte.
01:15:56: Es ist einfach klar bugundisch inspiriert und deutlich eleganter als opulent und zeigt halt einfach in der Hinsicht auch, was er als Mindbehind damit eigentlich suggerieren wollte.
01:16:08: Mit dieser schönen Kühle das Ganze nicht so überextrahiert.
01:16:12: Es ist natürlich auch mit zwanzig, sagen wir mal, es war auch wieder ein Jahr aufgrund da hat's da auch ziemlich gebrannt.
01:16:17: Das war auch mit enormen Ausfällen in der gesamten Region natürlich auch wieder verbunden.
01:16:22: Da dann trotzdem noch sowas rauszuziehen.
01:16:24: wirklich dieses Ja... Dieses Florade, diese leichte Rosennummer, so eine gewisse Kräuterwürze und ein bisschen was Waldiges aber auch dabei.
01:16:32: Und dann aber trotzdem ein subtiles Holz.
01:16:37: Eher Mittelgewicht, was das Ganze angeht und immer noch ne frische ansprechende Säure, was ich eigentlich eher als typisch für Santa Maria empfinde mit einem gekoppelten sehr feinen und seidigen Tannin... Das kommt schon gut, das lasse ich mir ganz gerne gefallen.
01:16:52: Und weil der sich im Glas wunderbar entwickelt?
01:16:54: Wir reden jetzt vielleicht fünf Minuten darüber maximal und die Wandlung dieser Wein vollzieht also immer weiter mehr in die Vierschichtigkeiten, die Tiefe, die Komplexität ist toll!
01:17:05: Also richtig beeindruckend.
01:17:08: Martin Köstler war ja einer der Ersten, die schon Mitte der Neunziger auf Kalifornien gesetzt hat große Produzenten wie eben Obrand Klima oder damals auch Halin gefördert nach Deutschland gebracht hat.
01:17:23: Also sich da selber auch ganz, ganz doll treu geblieben ist in seinem Entdeckergeist.
01:17:29: Ja absolut und das rechne ich denen auch hoch an beziehungsweise bis heute wirklich auch was... Portfolio angeht eine absolute Kalifornien-Referenz und da kann man wirklich immer auch ganz, ganz schöne und tolle neue Stile einfach mit entdecken.
01:17:46: Sie sind auch immer noch heute sehr, sehr aktiv was das Ganze angeht und finden immer noch wirklich schöne... neue und sehr innovativ arbeitende kleinst Produzenten die sie damit ins Portfolio aufnehmen.
01:17:56: also das lohnt sich immer da vorbeizuschauen beziehungsweise auch insbesondere natürlich einfach mit der bank obon klima die ja mit der sie ja auch schon einige das ist jetzt auch hier eine eigene Sonderedition, der der center maria valley.
01:18:09: aber dass haben Sie auch im schadonewesen schon einigemal gemacht.
01:18:12: Und das habe ich zum beispiel auch hier Für uns immer am Anfang entdeckt, also insbesondere wenn man halt das einfach mal Glasweise anbieten möchte war das natürlich auch vom monetären Aufwand eine gute Sache.
01:18:23: Das konnte man relativ in Anführungsstrichen volksner ausschenken und
01:18:27: weitergeben.".
01:18:28: Ist es auch eine Edition die explizit für den europäischen Markt angedacht wurde?
01:18:34: Weil man sich dort losgelöst vom amerikanischen Geschmack auf dem amerikanische Markt noch fokussiert darauf ausrichten kann und wenig experimentell an die Sache ran gehen kann.
01:18:44: Also daher eine nicht ganz umfangreiche Abfüllung, was besonderes und man kann das entsprechend nachvollziehen.
01:18:52: Jetzt sind wir schon ziemlich im Süden, sollen wir dann auch Richtung Osten springen?
01:18:55: Paso Robles?
01:18:57: Auf jeden Fall!
01:18:59: Da ist hier im Prinzip wirtschaftlich und stilistisch einen der wichtigsten Weinregionen des Central Coasts.
01:19:05: Was kann man darüber sagen?
01:19:07: Tja...was kann man über Paso-Robles sagen den den Stadion Rock, wie wir es eben in der Hinsicht oder die Stadionsmusik, die wir eben so ein bisschen da in der Richtung eigentlich auch gesetzt haben.
01:19:19: Es ist glaube ich eine der Regionen ja, wie gesagt, so'n bisschen auf dem Mitte gelegen und auch ein bisschen ins Landesinnere.
01:19:28: Ich glaube Puzzle Robles profitiert einfach natürlich auch von der Inlandwärme und kann daher einfach aufgrund der Höhe und der gewissen Abgeschiedenheit zum Meeresfenster ein bisschen diverser agieren, sagen wir es mal so jetzt im Kontext zu Santa Cruz oder Monterey.
01:19:46: Was natürlich klar auch durch die meteorologischen Einflüsse von Seiten der See sich definiert.
01:19:55: Hier haben wir halt einfach klar durch zum Beispiel die Initiative der Roan Rangers in den in den achtziger und neunziger Jahren natürlich jetzt mittlerweile ein etwas differenzierten Rebsortenspiegel.
01:20:07: Es ist natürlich mehr in Richtung Roan Blends beziehungsweise Cabernet auch geprägt und sorgt aber hier immer für einen sehr harmonischen, sehr eleganten und feinfühligen Stil nicht so überladen.
01:20:22: es wirkt für mich eher so Ja, dass das eigentlich eine sehr gute Ergänzung auch von der Stilistik einfach für die Central Coast gewesen ist.
01:20:30: Man genau da in dieser Region sich auf dieses Sammelsurium an Rebsorten konzentriert hat und mit ein bisschen Diversität zu schaffen bzw.
01:20:41: auch etwas gesünderes Selbstbewusstsein zu entwickeln.
01:20:48: Was diese Thematik mit Wärme, Trockenheit und Wind angeht sind etwas keikiger, etwas auch besser drenagierten Böden.
01:20:55: Dort einfach natürlich ideal für Syrah-Grenage oder Movedra oder auch Russanen und Vigniers.
01:21:02: Also da haben wir wirklich spannende Sachen im letzten Jahr probiert.
01:21:06: Und es ist in der Richtung glaube ich auch eine gute Sache, dass man da einfach ein bisschen differenzierter arbeiten kann als mit so einem rein bodo fixierten Ideal
01:21:31: Beim zwei-tausend-zweiundzwanziger Caberni-Stockmio von Darwin.
01:21:34: jetzt hatten wir das Gefühl,
01:21:36: als
01:21:36: wir ihm während des Diebtalves probierten man hätte das Herz vom Paserobel in einer Flasche eingefahren.
01:21:43: Ja er vermittelt einem das Gefühl es würde man auf achthundert Meter über dem Meeresspiegel lachend
01:21:48: in den Nebel
01:21:49: rufen.
01:21:50: Das hier ist kein Cabani!
01:21:51: Das ist Kalifornien dass endlich seine eigene Stimme gefunden hat.
01:21:56: Während der Wind durch die steilen Hänge peitscht die der Pacific kühl umarmt
01:22:01: Und unten,
01:22:02: im Adelaide District rodelt die Hitze des Tages noch in den kalkhaltigen Bögen.
01:22:06: Genau dort!
01:22:07: Boronpioniere wie Tabless Creek ihre eleganten Blends weben.
01:22:12: Dort steht der
01:22:12: Hauen brüllt.
01:22:13: Nein singt mit voller Opulente aber nie plumper Kraft.
01:22:17: Cabernet-Soméo.
01:22:19: In dem Jahr ist nicht einfach ein Wein erst der perfekte Spiegel und die ultimative Ergänzung von Pazorobles.
01:22:26: Ein Bondokämpfer mit kalifornischen Feuer, libanistischer Seele und einem Tiroir... dass wir geschaffen scheinen für diese Traube.
01:22:34: Herr Paseu Robles war lange der
01:22:35: wilde
01:22:35: West des Kalifornischen Weins, heiß trockenvierfältig mit Sage und Schreibe über viertzig Sub-AVS, Kalkstein Ton schiefer!
01:22:44: Und diesem dramatischem Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht erklärt die rohne Varieteten lieben es hier.
01:22:49: Muvetri Krinashyra fanden ihr in Groove a Caberné.
01:22:53: Das war langen Napa-Territorium bis die Daubruder kam.
01:22:57: Josh?
01:22:57: und Daniel aus dem Libanon
01:22:59: geflogen vor den Bürgerkrieg über Frankreich
01:23:01: nach Kalifornien.
01:23:02: Technikunternehmer, die ihr Vermögen machten.
01:23:04: Und dann alles auf diese eine verrückte Vision setzten!
01:23:08: Den perfekten Ort für Weltkasse Cabernis finden.
01:23:10: In der Jahrhunderts entdeckten sie diesen Berg im Adelaide District.
01:23:13: steile Hänge bis sechsundfünfzig Grad.
01:23:16: Kalksteinböden wie im Sonde Mignon oder Medoc.
01:23:19: Höhenlagen, die für drennarschen kühlenechte Sorgen, maritime Einflüsse, die Säure bewahren... Der Daumountain wurde geboren.
01:23:27: Kein flaires Tal, kein Easy Riding.
01:23:29: Ein Berg der kämpft.
01:23:30: und genau da spiegelt der Zwei-Tausend-Zweindzwanziger wieder!
01:23:33: Power mit Finesse, Reichtum mit Struktur, Paso Robles pur... Dieser Wein, der Discovery oder Estate Cabernet ist der Einstieg, der zugleich die Essenz ist.
01:23:44: Die Blend besteht typischerweise um die seventy bis achtzig Prozent Cabernets, somit ein Gänzt durch Petit
01:23:49: Verdot für die Struktur
01:23:50: und Farbe mehr Loh für die Weichheit in einen Hauchcabernet Franc Das heißt nichts anderes als genügend Wasser?
01:24:00: Ganz ganz
01:24:00: wichtig.
01:24:01: Kein extremen Hitzespikes
01:24:02: in der kritischen Phase, eine lange Reifezeit von über einhundert fünf Tagen was extrem ungewöhnlich
01:24:08: ist.
01:24:08: die Trauben bekamen Konzentration und Eleganz!
01:24:11: Und dem Wein
01:24:11: schenkte man zur Reife einige Monate in französischer Eiche Von dem Teil neu war um die dreißig Prozent aber niemals dominant.
01:24:19: das Ergebnis ist formidable aber zugänglich und genau das was Paso ausmacht.
01:24:23: Was ist das, fragst du dich?
01:24:25: Warum spiegelt und ergänzt dieser Wein Paseo Robles so perfekt?
01:24:29: Wahrscheinlich weil
01:24:30: Paseoblis kein Monolithe ist.
01:24:32: Es ist Rodeland ja klar, Tabith Greek und anderen beweisen das mit filigran-erdigen Blends!
01:24:38: Aber es hat auch dieses verborgenen Potenzial für Bordeaux Varietäten – besonders in den westlichen Hügeln wie Adelaide.
01:24:46: Die Keigbögen geben Struktur und Frische.
01:24:48: Die Höhenlage
01:24:49: bringen Spannung, die täglichen Temperaturschwünge konzentrieren Aromen ohne die Säure zu kühlen.
01:24:54: Dauer hat es erkannt und hochgezogen!
01:24:56: Ihr Cabernet ist nicht naparimitiert... Es ist Paso.
01:25:01: Sonnengeküsse
01:25:02: aber mit dieser
01:25:03: mineralisch-kreutrigen
01:25:05: Note, an die umliegenden Hügel erinnert.
01:25:08: Er ergänzt die Rhone seitdem er zeigt.
01:25:11: hier kann alles.
01:25:12: Power und Eleganz, Reichtum Finesse.
01:25:15: Der Zwei-Tausen-Zweindzwanziger ist wie das Terroir selbst, ein Kameleon mit Persönlichkeit.
01:25:19: Er steht neben großen Häusern wie Telfels Creek wie ein starker Bruder!
01:25:24: Der eine ist filigran und erdverbunden der andere opulent und himmelstürmt.
01:25:28: Und zusammen erzählen sie die gesamte Geschichte vom Parzorobelis.
01:25:33: Die Daubrüder brachten nicht nur Kapital Sie brachten Vision Präzision und eine libanesisch französisch kalifornische Seele.
01:25:41: Daniel im Keller?
01:25:42: George als Visionär und Verkäufer.
01:25:44: Sie heifen, dem Parse Robles Cap Collective zu gründen?
01:25:46: Und Carbone ist auch mir aus dieser Region auf die Weltbühne zu erheben!
01:25:50: Man kann durchaus sagen, ihr Erfolg hat die Regierung verändert.
01:25:53: Sie erzählten mehr Aufmerksamkeit, höhere Preise, mehr Stolz auf die eigenen Stärken... ...und dieses Jahr ist der Beweis!
01:26:00: Ein zugänglicher aber ernstzunehmender Wein, der zeigt
01:26:02: warum Parso
01:26:03: nicht nur guter Wein ist sondern Weltklasse.
01:26:06: Und er komplementiert… Die Kühlerin Rundominierten Weine der Region, in dem er die warme kraftvolle Seite ausspielt.
01:26:14: Und ein Zwei-Tausen-Zweindschige-Dauk aber nicht so... ist nicht nur ein Wein?
01:26:19: Er is' paarso roble, sind seiner kraftvolsten Einladendsten Form!
01:26:23: Ein Spiegel der Landschaft, ein Kompliment an die Vielfalt und einen Ruf.
01:26:27: hier ist alles möglich.
01:26:29: Trink ihn,
01:26:30: spür den Berg,
01:26:31: verstehe das Teil
01:26:32: und brostet ihm Brüdern gedanklich zu, die es gewagt
01:26:35: haben.".
01:26:36: Paso Robles hat seinen Cabernet-Champion gefunden.
01:26:38: Der Zwei-Tausend-Zwanziger trägt die Krone mit unverschämten Charme und unter anderem diesen Weih findest du bei Weingarten eben den Kalifornienspezialist, und die Infos dazu in den Show Notes.
01:26:59: Von den Temperaturen geht's im Paso robles zum Beispiel.
01:27:02: da sind hast Du eine Jahresdurchschnittstemperatur.
01:27:05: wir in Deutschland haben zehn Komma sieben Grad von fünfzehn bis siebzehn Grad.
01:27:09: also es ist schon relativ heftig Was ich total spannend finde, so mehr oder weniger.
01:27:15: die Tageswerte sind zu dreißig bis fünfundreißig teilweise bis vierzig Grad.
01:27:19: Also da wird schon richtig warm aber die Nächte haben teilweise unter zehn Grad.
01:27:24: also du hast dort eine solche Spannung zwischen Tag und Nacht Temperatur was dann teilweise eben auch sehr gute Säure Werte erklärt was auch die Spannungen in den Weinen erklärt.
01:27:36: im Sommer hast Du halt kaum Niederschlag also Juli August null Millimeter Der Jahresniederschlag ist so um die dreihundert bis vierhundert Millimeter.
01:27:44: Also es ist relativ gering dort, die Hälfte ungefähr bis zum Drittel von dem was wir in Deutschland haben.
01:27:52: und da ist natürlich so diese Gegebenheit wie du sie geschildert hast mit Bewässerung
01:27:57: usw.,
01:27:57: ein Riesenthema.
01:27:58: aber man hat eben geschafft ja durch die Wandlung der Rebsorten beziehungsweise durch eine ganz eigene Identifikation der GSM-Stilistik dieser Rhone Rager Bewegungen eine ganze eigene Identität zu finden.
01:28:10: Also ich glaube auch, dass hier dieser anfängliche Schwenk oder beziehungsweise dieser Hype, den man ja zwischen den Sechziger und Achtziger Jahren hatte.
01:28:21: alles in Richtung Sinnvandel überwiegend ging und man natürlich mehr, sag ich mal auf diese Rebsorte als Lightbild gesetzt hat.
01:28:29: Und sich dann da einfach nochmal durch ein bisschen mehr Vielfalt und ein bisschen mit der Arbeit, mit der Rohn-Küvi beziehungsweise dieser Zusammensetzung von Syragrenner und Movedra sich auch noch einmal die Stilistik als auch natürlich die Herangehensweise geschärft hat.
01:28:47: Also das sorgt glaube ich also hier... Man muss es leider So dazusagen hier in Zentraleuropa findet es wenig statt.
01:28:55: Das ist leider so, natürlich ist es spannend da auch gewisse Projekte zu verfolgen beziehungsweise zusehen.
01:29:02: aber dort in Kalifornien hast du halt immer eine unglaublich tolle Bandbreite an Passo Robles Wein natürlich dort auf den Karten abgebildet.
01:29:11: und ja sie sorgen halt einfach dort natürlich dafür, dass die Gäste sowohl in der Gastronomie als auch natürlich die privaten Konsumenten einfach mit diesem Thema der südfranzösischen Rebsorten oder generell einfach dieser Rohnstilistik auch in Anführungsstrichen regional einfach versorgen können und nicht teure Importe praktisch dafür brauchen.
01:29:33: Das hilft natürlich insbesondere der Regionalwirtschaft dort sehr und hat halt einfach ein Feld abgedeckt was es bis dato gar nicht
01:29:42: beackert war.
01:29:45: Also Paseurobel ist mehr oder weniger so ein ganz eigenes, großes ja eine relativ große AWA.
01:29:51: Der der Central Coast ist sehr breit aufgestellt also du hast sonst siebzig verschiedene Rebsorten ist teilweise sehr stilistisch eign.
01:30:03: und was dort glaube ich sehr prägend ist, ist diese Kalklastigkeit die man in den Böden findet warum viele eben auch parallel hin zu europa sehen und die die weine in gewisser Weise ja dann doch irgendwo dominieren.
01:30:18: wollen wir da auch gleich im weinen probieren wenn wir jetzt schon probierend sind.
01:30:22: Ja
01:30:22: natürlich,
01:30:23: da was andenken.
01:30:24: du hast über rone range das gesprochen.
01:30:26: wer das in deinem
01:30:28: tablas creek vignette sehr schön.
01:30:32: Natürlich schon ein beeindruckender und natürlich auch prägendes.
01:30:36: dir weg sei.
01:30:36: jetzt im kontext zu dem was wir eben haben total Du hast halt hier jetzt wieder dieses deutlich wirzigere, diese dunkle Beere.
01:30:47: Auch immer sehr gerne so dieser Rosmarin-Thymian-Pfeffer und ein bisschen Olive dabei.
01:30:53: All das was eigentlich so diese Chateau-Nöft-DNA eigentlich so ein bisschen hat.
01:30:59: Also wirklich tief dunkel, sehr strukturiert vom Tanningerüst her.
01:31:05: also auch einfach so.
01:31:06: diese Mulvettredobinanz die ist da schon irgendwie zu spüren.
01:31:10: Aber dann trotzdem diese frische Säure, die ist animierende und wirklich ein wunderschöner feinfühliger ausbalancieter Abgang.
01:31:20: Also das macht schon Freude!
01:31:24: Das kann man nicht anders sagen auch mit Jahrgangs-Jahrgang in den letzten Jahren.
01:31:30: Ist ja jetzt auch schon ein... Übernachter erstaunlich
01:31:32: frisch, oder?
01:31:32: Erstaunliche Frucht.
01:31:33: Also richtig
01:31:34: präsent eine sehr feine Frucht.
01:31:36: also die Frucht wird dann nicht irgendwie banal.
01:31:38: oder ordnet sich eben der Würznote unter.
01:31:41: auf der Flasche steht vierzig Prozent Mouvertre, siebenzwanzig prozent Zyrra, dreinzwanzigeren Nasch und zehn Connoir Treizeinhalb Volumenprozent also Alkohol, wenn er gut eingebunden ist.
01:31:52: Es sind nicht unbedingt das wichtigste Thema mit dabei aber dass er eben im Prinzip nur dreizehn halbe hat finde ich da jetzt bei schon bemerkenswert.
01:31:59: und gerade wenn man die Flasche alleine trägt was sie es am Ende der Strecke dann doch bezahlt als wenn man da sechzehnhalb dann irgendwie auf der Uhr hat.
01:32:06: Ja
01:32:08: Auf jeden Fall ja auch diese.
01:32:10: also mir fehlt es an Alterungstüren eigentlich gerade auch komplett
01:32:15: total.
01:32:18: Ich vermisse da nichts, aber so eigentlich normalerweise, wenn du in die Richtung gehst, suchst du in der Nase schon ein bisschen Leder-Tabak oder was weiß ich.
01:32:26: Aber das sind wir noch lange nicht angekommen meiner Ansicht nach.
01:32:29: Das ist ...
01:32:31: Du hast einen ganz leichten Brettton mit drin?
01:32:33: Also du hast ein bisschen was Erdiges Wildes dabei, dieses letzige Tabakartiger hab' ich auch nicht.
01:32:39: Erstaunlich!
01:32:39: Weil das Jahr zwei Achzen war geprägt von einer ganz extremen Hitzeperiode Gerade im Juli August also wo es wahnsinnig heiß war und zum glück was während der lese dann relativ kühl beziehungsweise hat sich dann ganz gut reguliert.
01:32:54: die haben die sachen nachts um zwei gelesen.
01:32:56: Also die armen, um die säure einfach zu erhalten.
01:32:59: und ich finde wenn man den probiert man spürt genau das.
01:33:01: man hat diese frische animierte lebendige säure der wein wirkt aber trotz allem Sehr homogen, sehr stimmig.
01:33:08: Also du hast zwar diese mowätere Lastigkeit aber auch diesen ganz leichten am Gaumen Fruchtdruck durch den Zyra.
01:33:14: Du hast jetzt Würzige vom Grenage mit dabei und er legt sich wie so eine... ganz angehen wie so ein Teppich, wie so einen Aromteppich auf die Zunge und zieht sich in die Länge.
01:33:24: Was ich toll finde ist die unterschiedliche Dramaturgie.
01:33:26: rauf der Zunge.
01:33:27: Du hast eine erste Attacke vorne dann hast du die Präsenz, hast eine gewisse Gewichtigkeit in der Zungenmitte und dann ist das wie so'n Aromnebel, der in die Tiefe geht.
01:33:38: Ja absolut!
01:33:40: Ich hab mal gerade mit Wasser zwischendurch gespürt.
01:33:43: So ja... Das ist wirklich spannendes wirklich spannendes thema.
01:33:49: das ist auch wirklich etwas was mich sehr nachhaltig beeindruckt hat beziehungsweise auch eigentlich immer wieder so ein bisschen eigentlich triggered um zu sagen dass das brauchst du einfach als stil element auf der weinkarte.
01:34:02: das ist einfach ein unglaublich spannendes und flexibel einsetzbares konstrukt an wein mit dem du halt glaube ich auch insbesondere den traditionsbewussten trinker oder diejenigen die natürlich gerne in dieser etwas Fülligeren, etwas opulenteren Rebsortenküvés abdriften.
01:34:20: Einfach immer noch mal auch Abholen und neu begeistern kannst.
01:34:24: Finde ich auch und manchmal auch einfach deren Welt so ein bisschen erweitert.
01:34:29: Weil viele ja diese schwarz-weißdenk mit überseh bzw.
01:34:32: Europa haben.
01:34:34: Und das ist
01:34:34: so ein
01:34:34: Wein... Es ist eben kein mustiger, überdimensionierter, überfetter irgendwie
01:34:41: Australier.
01:34:42: Das ist jetzt auch
01:34:43: wie der Schubladen-Denknis eigentlich falsch!
01:34:45: Aber wo
01:34:48: man sagt so vier
01:34:49: Alkohol oder sonstiges, sondern das ist ein Wein.
01:34:51: Den kann man nicht unbedingt blind, den kannst du sogar offen servieren und sagen probieren sie einfach mal.
01:34:56: Hat eine gewisse Reife und zeigt so ne ganz ganz andere Welt dieser anderen Welt.
01:35:01: Und da macht es dann Spaß jemand eben auch sanft dahin zu führen und zu davon zu überzeugen dass das eigentlich teilweise spannend ist.
01:35:09: und jedes Argument ich trink diese Beine nicht an eigentlich mehr oder weniger außer Kraft, selbst übrigens auch im ökologischen Sinne.
01:35:16: Viele sagen ja man ist es mehr-oder weniger ökologistischer Wahnsinn die Weine aus Kalifornien nach Europa zu holen aber rein wenn du alle Bilanzen in einen Topf wirfst und das miteinander vergleicht.
01:35:27: Es ist eine stärkere ökologique Belastung Wenn du mit dem LKW aus Südfrankreich kommst und den Berlin abladest.
01:35:33: Ja
01:35:34: also daher wäre das ein Punkt der nicht unbedingt wirklich jetzt Argument dafür für einen selber irgendwo ist diese weine nicht zu trinken.
01:35:42: Jetzt geschmacklich haben wir es mehr oder weniger auch festgestellt, dass das nicht unbedingt ein Argument ist.
01:35:46: Dass man sagt, man hat da sowas Sättigen des Überdimensioniertes also einen schönen Anlass sich damit mal zu beschäftigen und weil du gestern das Bild gepostet hast wie du dich vielleicht vorbereitet hast bzw dem Wein schon auseinandergesetzt hast.
01:36:01: Ich fand das ganz interessant.
01:36:01: die Karte die
01:36:02: du hattest
01:36:03: Das ist auch die Karten die man auf Wikipedia findet Von der Central
01:36:07: Coast
01:36:08: und da sind die einzelnen AVAs perfekt aufgelistet, man bekommt so ein Gefühl letztlich dafür wie die angeordnet sind.
01:36:16: Und wenn man das visualisiert versteht man die noch mal ganz anders.
01:36:19: also ich finde es super dass du damit eine Karte arbeitest.
01:36:22: Ich mach's genauso als wenn ich einen Gebiet irgendwie verstehen möchte und ich kann nicht direkt dort sein nehme mich mir meistens ne Karte und probiere die Weine dazu.
01:36:28: Ja, es ist für mich absolut essentiell.
01:36:30: Also ich hab da auch wenn's vielleicht ein bisschen simpel klingt aber ich habe da ganz klar diesen Indiana Jones Charakter dahinter und ich muss einfach eine Karte sehen bevor ich mir meine eigene Meinung darüber bilde.
01:36:43: das sorgt ja schon insbesondere mit einer relativ
01:36:47: guten...
01:36:49: Es gibt ja auch Karten und Karten, das muss man ja wirklich so dazusagen.
01:36:52: Es gibt Karten von Weinbauchregionen die verstehst du niemals.
01:36:56: aber insbesondere was ich dort auf dieser Weinreise kennengelernt habe und was ich wahnsinnig spannend fand ist dass immer mehr auch diese topografisch haptischen Karten mit einem Drededrucker jetzt machen kann.
01:37:09: Das ganz viele Regionen in Kalifornien hatten das schon oder teils auch meist Weingüter selber oder Produzenten selber ... hatten schon eigene kleine topografische Handouts, die sie dir mitgegeben haben.
01:37:21: Wo du dann wirklich auch noch mal so fühlen konntest... Ah da geht's hoch!
01:37:24: Da geht es runter, da ist ein Talkessel und ähnliches.
01:37:27: Ich glaube dass das auch nochmal so'n kleiner Gamechanger einfach für unsere kleine beschauliche Zunft ist,... ...dass jetzt das auch noch einmal gibt wo du wirklich auch nochmal genau sehen kannst okay?
01:37:38: Da gehts richtig nach oben, da gehts richtig nach unten.
01:37:40: Das ist ein Talkessel beziehungsweise das ist relativ... Seh zugewandt, das ist seh abgewand.
01:37:48: Das war insbesondere einfach bei so einer Region wie der Central Coast wahnsinnig spannend zu sehen weil du halt auch wirklich diese rippenartige Formationen, ob jetzt zur Kiste zugewands oder abgewands noch mal ganz anders veranschaulichen konntest.
01:38:02: und daher ich bin absolut Typkarte!
01:38:05: Wer sowas was für... ... das Restaurant für die Weinpräsentation im Restaurant oder ist es dann wieder zu technisch und zu verkauft?
01:38:13: Aber ich stelle mir das gerade so vor, wo du es erklärt hast.
01:38:15: Wenn man ein kleines Modell hat oder eben sowas, wo man mit dem Finger rüber gehen kann... Man serviert den Wein und man legt diese Karte in drei D dort mehr oder weniger hin und tippt genau darauf!
01:38:26: Und sagt da ist es dass der Gast das in dem Augenblick auch zu visualisieren kann.
01:38:30: Oder bin ich da wieder?
01:38:31: so einen Schritt voraus
01:38:33: oder einen Schritt zu
01:38:34: verkopft
01:38:35: bin ich absolut bei dir und ich muss halt so sagen also hier in deutschland oder generell in europa hab ich bisher selten gesehen da muss ich wirklich sagen auch wieder schapo an das marketing von winds of california.
01:38:47: also da lief das wirklich eins.
01:38:51: in jedem restaurant und auch bei jeder bei jeder erklärung die wir dabei diesen veranstaltung besucht haben lagen immer genau solche karten aufs.
01:38:58: und natürlich klar
01:39:00: es
01:39:00: ist ja auch immer so der amerikanische weinbeschreibung und amerikanisches weinwissen generell wird ja immer alles ein bisschen emotionaler auch transportiert als wir das sage ich mal in europa so ein bisschen machen.
01:39:14: es ist immer viel emotionen natürlich.
01:39:16: also es sind auch immer sagen wir mal zwanzig zwanzich worte mehr nötig in den usa als dass vielleicht sag ich mal hier in zentral europa der fall ist.
01:39:25: aber das macht ihr auf den charm bei der ganzen sache aus.
01:39:28: ne und dieses thema emotion und identifikation das Das wird dann natürlich schon auf einer etwas anderen Ebene einfach ausgespielt, aber ich muss wirklich sagen das war wirklich Benchmark.
01:39:38: Du hattest Material ohne Ende und das Ganze auch einfach so mit diesem haptischen Aspekt, mit dem du einfach das Gefühl noch ein bisschen vertiefen konntest.
01:39:48: Das war da wirklich absolut State of the Art und überall verfügbar.
01:39:53: und da musste ich wirklich sagen also dass ist sehr flächendeckend gut organisiert.
01:39:59: Also das war wirklich sehr, sehr gut und ich habe auch einige dieser topografischen Karten hier mit nach Hause genommen.
01:40:04: Die hängen heute noch bei mir unten im Weinkeller so dass ich auch immer nochmal in Anführungsstrichen nicht nur nachsehen sondern auch nachfühlen kann.
01:40:12: Letztlich ist ja Weinenemotionen wenn man Emotionen damit aufbauen kann dann ist es ja eigentlich mehr als dienlich und finde ich gut finde ich wichtig.
01:40:19: und warum nicht?
01:40:20: manchmal muss man da auch ein bisschen wahrscheinlich über die Gedankengrenze springen und versuchen das mit verschiedenen Sachen Ja, auch mit Worten aufzubauen.
01:40:28: Was für ein Glas hast du genommen?
01:40:29: Für den TableGreek-Vignard...
01:40:31: Table Creek bin ich jetzt gerade hier zu Hause bei einem klassischen Riedel Syraglas hängen geblieben.
01:40:38: Es ist nicht so bauchig, es hat eher ein etwas schlankeren Charakter und für mich sowieso eines meiner absoluten Lieblingsgläser aus denen ich sehr gern verkoste.
01:40:49: Der Kälch ist nicht ganz in die Breite gezogen, eher schlang nach oben gehend auch ohne Unterbrechungen zwischendurch hin.
01:40:57: Aber insbesondere so für das ganze rohen Thema bzw.
01:41:02: für Chateau-Neuf-Ques nehme ich das Glas immer sehr gerne, Missbrauche ist auch gerne natürlich noch für andere Weine aber es ist einer meiner absoluten Favoriten was einfach so das Tasting insbesondere von solchen Weinen angeht.
01:41:16: Relativ hoher Stil Nicht zu breit und transportiert hat er noch insbesondere jetzt gerade auch beim Tabless Creek.
01:41:22: einfach sehr schön.
01:41:23: diese Kühne, diese feine Würze halt einfach dahinter.
01:41:26: Und geht halt ihr Schiff.
01:41:30: sehr gekonnt finde ich halt einfach so auch um diese Alterungstöne beziehungsweise so um dieser etwas hascheren Aromaten halt einfach herum und macht das Ganze... Ich glaube es ist ein sehr gefälliges Glas für diese Art von Rebsortenkonstellation und daher glaube ich eine sehr spannende Sache.
01:41:47: Interessanterweise finde ich, bei dieser Art von Wein gibt es beim Glas keine richtig und kein falsch.
01:41:51: Also man kann für jedes Glas irgendein Argument finden.
01:41:53: in jedem Glas... findet der Wein irgendwo eine Daseinsberechtigung beziehungsweise eine Präsenz und lebt auch ganz lebendig in jedem Glas an.
01:42:02: Ich habe dafür einen Cyan Balance genommen aus der Wischenserie, ein begunderförmiges Glas also das gleiche Glas wie für den Pinot in den ich gerade nochmal reingerochen haben der sich spektakulär verändert hat.
01:42:13: Also die Zeit, dass ruhig stehen hat ihm unglaublich gut getan und er blutet so richtig auf weil ich den Wein als in Tabless Greek mit einem südlichen Ronenwein Verbindung gebracht habe.
01:42:24: Ich würde da tendenziell immer in die Breite gehen, also so richtig, so breit wie möglich am besten ein offenes Gefeß zum trinken oder weniger.
01:42:32: Also aus dem breiten Kochtopf oder sowas?
01:42:34: Ein Eimer!
01:42:37: Genau einmal trinken mal anders um dem auch möglichst viel Oberfläche und Luft zu geben.
01:42:43: Also lässt ihn richtig brillant darstellen, aber ich weiß ganz genau da hier heute Abend noch mal aus einem etwas schmäleren Glas.
01:42:49: Also wahrscheinlich irgendwie so ein Carvalier getrüfteten Glas probieren werde um zu sehen wie er dort die Geradlinigkeit der Frucht präsentiert.
01:42:58: Ich freue mich auch noch auf das Nachverkosten.
01:43:00: Das wird glaube ich ein tolles Setup.
01:43:04: was wir hier zusammengestellt haben und was das angeht von einer Vielfalt Duplizität einfach der Rollenführung von den unterschiedlichen Stilistiken wirklich wahnsinnig beeindruckend.
01:43:19: Ich hab Cabernet erwähnt, soll ich noch mitprobieren?
01:43:22: Auf jeden Fall!
01:43:23: Was ich sehr interessant fand noch mal als kleinen Rückblick zu Pase Robles, dass einer der wichtigsten Persönlichkeiten die es dort gab in den späten sechziger siebziger Jahren.
01:43:35: Dr.
01:43:35: Stanley Hoffmann war der unter André Cilicev, der es abgesteckt hat in Zusammenarbeit mit Robert Mondavi dafür gesorgt hat, dass dieses Gebiet eigentlich eine greifbare und da sind wir bei den Karten definierte Identifikation bekommt.
01:43:54: Ja ich glaube das war auch damals eine ganz gute Kombination.
01:43:58: halt einfach dabei.
01:43:59: jemand der auch ganz klar natürlich etwas vom Weinbau und der archikulturellen Erschließung von so was versteht und dann derjenige der das ganze natürlich auch unter den gesetzlichen, als auch natürlich regierungstechnischen Apparat einigermaßen gut unterordnen kann.
01:44:15: Also ich glaube das wäre sowas in Zentraleuropäischen Weinbauregionen geschehen würden auch manche Appellationen und manche Regionen heute ganz anders definiert sein.
01:44:25: Das ist auch wieder natürlich so was typisch eigentlich amerikanisch ist.
01:44:30: So dieses ganze... Ja entdecker thema beziehungsweise einfach diese diese diese ja explorative Entwicklung von gewissen regionen und dieses abstecken und definieren von bereichen die für uns heute teils so aussehen als sind sie mit dem mit dem lineal angelegt aber ja auch praktisch natürlich einen gewissen sinn und zweck des ganzen haben.
01:44:50: hingegen europa was sowohl in seinen regionen als auch.
01:44:55: In seiner gesamten ländlichen struktur, Er organisch gewachsen ist, sagen wir es mal so.
01:45:02: In dem Sinne auch zu perfektionieren.
01:45:04: also wenn man nach dem Motto, wenn man das einmal macht dann macht man's richtig und dann will man... Genau!
01:45:09: ...wenn man es irgendwo dann auch definiert.
01:45:10: Kann ich das noch nachreichen?
01:45:11: Also ein paar Serobles, weil man darüber redet Wir reden über sechzehntausend Hektar Zwei-hundert Weineries, die es dort überhaupt gibt.
01:45:17: Und das was das Gebiet jetzt mittlerweile auch ganz besonders macht ist dass ein extremer Tourismus dort gewachsen ist also dass jährlich um die zweieinhalb Millionen Besucher und da sind eh nichts so viel wie insgesamt Sonoma dort einkern und das in gesamt wirtschaftlicher Umsatz aufgrund der Weinindustrie von ungefähr drei Milliarden Dollar jährlich erzeugt werden, was enorm ist und was auch zeigt welches Potenzial eigentlich im Wein steckt.
01:45:43: Was Kartoffeln zum Beispiel nicht haben?
01:45:47: Ja, exakt!
01:45:48: Also das sind Zahlen bzw.
01:45:50: das sind Fakten die man natürlich auch einfach mal ganz klar hervorinheben muss und man wirklich sagen muss dass auch etwas was dort im letzten Jahr mich sehr beeindruckt hat, wie sehr das alles Hand in Hand einfach läuft.
01:46:04: Dass es in der Richtung einfach wirklich hier um um einen klaren Transport der Message für Qualität, für Herkunft aber auch natürlich für Definitionen der einzelnen Regionen beziehungsweise EVAs geht.
01:46:21: Aber dass da alle wirtschaftlichen Faktoren, ob es jetzt von Regierungsseite durch das Landwirtschaftsministerium oder halt die Produzenten, aber auch die Gastronomie und so die generelle Regionsverwaltung einfach, dass da aller an einem Strang ziehen.
01:46:35: Dass das wirklich ultra Ultrafokussiert darauf ist den Leuten die extra dorthin kommen um das zu besuchen, um sich mit der Thematik auseinanderzusetzen.
01:46:44: Das es ihnen Faktor eigentlich auf einem Silber-Tablet serviert wird nirgendwo hast du finde ich jetzt so ums mal aus Erfahrungsberichten so zu nennen.
01:46:53: Ich finde du hast nirgen wo so eine aufgeklärte und breit dargestellte Möglichkeit dich über ein Anbaugebiet und deren Tiefe zu informieren wie es in Kalifornien der Fall ist.
01:47:04: Es ist ja wirklich in jedem Dort in jedem kleinen Städtchen hast du Möglichkeiten, dich in diesen Centers oder auch natürlich bei den Produzenten selber nicht nur über die eigenen Weine sondern auch über die Region und natürlich die Beschaffenheit einfach zu informieren.
01:47:21: Und Du wirst in Anführungsstrichen förmlich zugeschissen mit Input.
01:47:24: das ist wirklich der absolute Wahnsinn.
01:47:26: wir haben hier Dossier.
01:47:27: also ich habe bestimmt glaube ich bestimmt fünf ordner mit dosiers allein aus der aus der reise vom letzten.
01:47:34: ja das ist der absolute wahnsinn was du an informationen bekommen kannst.
01:47:38: natürlich hey ho in der in den digitalen art und weise klar kriegt man dass auch heute alles bestimmt irgendwie digital.
01:47:44: aber ich habe es mir hab's mir in der richtung alles eher noch mal an die seite gepackt zum nachblättern.
01:47:49: und was was diese thematik anbelangt war ich da wirklich schwer beeindruckt wie gut strukturiert und auch wie informativ einfach alles läuft.
01:48:00: Kommen wir zum Bein!
01:48:02: Das ist so ein richtiges... Du riechst rein, das ist so eine Blaupause.
01:48:07: Das ist sowas wie man sich das vorstellt, das Textbuch.
01:48:10: Also gerade allein diese Johannesbärigkeit, diese Blaubeere,
01:48:13: dieses
01:48:14: Rauchige, das Lettriege, diese getrockneten Kräuter dabei.
01:48:19: Und trotzdem nicht zu laut, nicht superdimensioniert.
01:48:21: So ein
01:48:24: leichtes Graffit, schön bärig auf jeden Fall.
01:48:28: So viel Cassis auch einfach dahinter sehr vollmundig.
01:48:32: also bisschen Minze im Untergrund das gibt dem ganz noch so eine wunderbare Frische.
01:48:37: es ist so durch die Minze hatte was grünes aber nicht unreichbar, keine grüne Paprika sondern der Wein wirkt so auf den Punkt und perfekt ausgereift und in seiner Art unglaublich lebendig.
01:48:48: finesse er hat finde ich allein schon von der Farbe unglaublich viel finesse Und dann auch in der Nase später kommt, wenn ich so länger rein rieche ein bisschen dieses Lackritzige.
01:49:00: Die Kräuter werden ein bisschen getrockneter
01:49:04: Wow!
01:49:05: Es ist ein guter Brückenbauer, finde ich dieser Wein.
01:49:07: Also der kann einfach wirklich so diese Thematik das auch natürlich ... Der Cabernet insbesondere sag' ich mal wir sind ja hier eher an der Westseite, also Adelaide-District und das ist natürlich schon bisschen höher es ist sehr keigsteinhaltig muss man ja so wirklich sagen... Da wird natürlich auch klar immer Marketingthema usw.. Aber diese Calcareous Clay, der ja so ein bisschen in diesen Anlehnungen an den Calcaire aus Frankreich praktisch in der Richtung hier gelegt ist.
01:49:39: Das sind schon wirklich auch Fakten bzw.
01:49:42: das sind natürlich Thematiken die einfach dieser Stilistik und diesem Wein sehr gut tun.
01:49:48: Und das zeigt halt einfach auch hier, dass es mit einer guten phenodischen Reife zu einem sehr... kontrollierten aber feinfühligen und eher warm im stil praktisch kommt.
01:50:01: Und wenn wir jetzt so ein bisschen sage ich mal einfach einordnen wollen zum beispiel, wenn wir es vorher teblis quick er haben ist das war ja eher so ein bischen strukturierter in anlehnung an die rohen wird sich uns ein bisschen seriöser ernster das wirkt eher poliert modern aber auch trotzdem kraftvoll aber sehr sehr fokussiert
01:50:27: was ich erstaunlich finde.
01:50:40: Ich persönlich muss sagen, dass das sehr gut eingebunden ist.
01:50:43: Das ist sehr zugänglich.
01:50:44: Also totgedroschender Begriff aber ein eher internationaler Stil, sagen wir es mal so.
01:50:50: Es ist wirklich spannend halt einfach zu sehen, dass wir diese beiden Weine da jetzt gerade vor uns haben und Ein und dasselbe Paso Robles ist, das ist einfach super.
01:51:03: Das ist doch Wahnsinn!
01:51:05: Dafür müsstest du in Europa... ...fünfhundert Kilometer fahren mindestens um da in die Richtung zu kommen.
01:51:13: Eher sogar mehr sagen wir es mal so.
01:51:14: aber wirklich eine solche Bandbreite und Finesse was diese Stilistik angeht wahnsinn.
01:51:21: Chapeau.
01:51:21: Und natürlich muss man auch so sagen klar Es ist natürlich auch ne Menge Handwerkliche Input einfach bei beiden Weingüter natürlich dahinter.
01:51:29: Ich meine Tablet-Scree-Karten wäre gar nicht so wirklich angesprochen, ist ja auch durch Familie Perra natürlich auch ein bisschen subventioniert beziehungsweise mit geprägt worden, wodurch natürlich auch einen gewisser Background für die Herangehensweise der Weinbereitung also natürlich schon ganz klar garantiert ist.
01:51:48: aber auch Dao was das betrifft ist ja wirklich auch mit einer spannenden und sehr sage ich mal auch wellenreichen Historie einfach natürlich geprägt.
01:52:00: eher so ein bisschen finde ich, dieser klassische Pionierstil was das ganze angeht.
01:52:04: Also ich glaube es ist eine libanesische Familie gewesen die sich da niedergelassen hat aber auch erst noch in Frankreich unterwegs gewesen ist um den Input zu sammeln Aber dass heute wirklich einer der großen und etablierten Namen dort ist dieses Thema da wirklich für eine Ästhetik steht, die auch ganz klar mit der Anlehnung an Bordeaux neben Napa und nicht gleich wie Napa oder ähnliches eingeordnet werden soll.
01:52:38: Und das finde ich... Das ist ne Challenge so was überhaupt zu etablieren und dass aber dann in der Hinsicht so auf den Punkt dann auch wirklich auf die Flasche zu bringen und mit einer so tollen Trinkfreude.
01:52:50: und das ist auch sage ich mal Nicht so rüstig, nicht so rustikal wirkt wie manche andere Cabernets aus der Ecke.
01:53:01: Da gehört schon einiges zu.
01:53:02: es ist für mich eher modern gedacht das dir aus puzzle robbles und ja also ein signature wine wenn wir mal so richtig schön amerikanisieren wollen
01:53:13: finde ich eine tolle Bezeichnung.
01:53:15: und wer wie ich anfangs auch sagte also absolutes text book und diese graffitnote sie kommt immer weiter zum tragen und gibt den Wein so eine ganz eigene Facette.
01:53:23: Also er wird durch die Luft immer wieder unterschiedlich ausgeleuchtet, also man kann gar nicht aufhören daran zu riechen bzw.
01:53:31: ihn zu probieren.
01:53:33: Großartig fantastisch!
01:53:34: Richtig richtig toll.
01:53:35: ich bin sehr begeistert.
01:53:37: Erstaunlicherweise wurde auch relativ hoch bewertet.
01:53:39: also der hat zwischen Jetzt, weil gerade Michel Roland gestorben ist.
01:53:47: Vielleicht nur mal das Thema ist das für dich ein Thema allgemein?
01:53:50: Bewertung Parker und so weiter.
01:53:52: oder Also wenn wir über Amerika reden dann ist es.
01:53:55: oder wenn man über Kalifornien reden Dann ist es natürlich immer ein Thema was da so unterschiedlich mitschwingt.
01:54:01: Achstest du darauf machst du's eher weniger.
01:54:03: findest du dass sinnvoll?
01:54:04: passt
01:54:04: überhaupt diese
01:54:05: Parkerisierung auch in die Central Coast Oder ist das so ein reines Nordgrusthema?
01:54:15: Also ich glaube, dass es schon natürlich auch immer noch ein etwas etablierteres und wichtigeres Thema für die North Coast ist.
01:54:23: Natürlich ist es auch für Winzer von der Central Coast ein essenzielles Thema allein schon für die Popularität das wenn sie natürlich von diversen Kritikern und Guides verkostet werden.
01:54:35: Das ist natürlich auch für einen gewissen Sprachrohr.
01:54:38: natürlich sorgt aber persönlich muss sich so für mich eigentlich sagen, dass ich weder mich von diesen Listen verleiten lasse noch da wirklich eigentlich großartig drauf schaue.
01:54:50: Ich versuche eher durch den zwischenmenschlichen Austausch von lieben und guten Kolleginnen und Kollegen bzw natürlich auch wenn ich es mal hier rausschaffe einfach durch eigene Expertise beziehungsweise eigene Exkursionen mir da mein Bild zu machen.
01:55:08: das ist natürlich aber auch eher ein etwas abgestuft zu sehen des thema.
01:55:13: Aber ich finde das insbesondere natürlich auch mit der Erfahrung und mit Vergleichen oder zum Beispiel jetzt solchen kleinen Tastings wie wir sie hier haben, dass damit eigentlich eher die eigene Sichtweise geschärft und geprägt wird.
01:55:29: Eher weniger durch Guides oder ähnliches.
01:55:30: Das ist ein essenzielles Thema für alle Endverbraucher, unsere Gäste und auch für diejenigen, die sich mal in kurzer und knapper Form einen schnellen Überblick darüber verschaffen
01:55:41: wollen.".
01:55:43: Was ist gerade besonders gut bzw.
01:55:45: was wird grade als besonders gut bedacht?
01:55:47: Aber im Endeffekt gibt es immer noch eine ganze Menge auch hinter dem Vorhang im Theater und das ist nicht nur vorne die Bühne, sagen wir mal so.
01:55:56: Nur weil irgendwas perfekt ausgeleuchtet ist heißt es nicht dass es dann auch hinter der Bühnen perfekt funktioniert.
01:56:02: Ist für dich aber auch nicht manchmal Inspiration
01:56:04: oder
01:56:04: es ist auch keine Fangfrage, sondern wirklich eine ganz offen und interessiert gestellte Frage.
01:56:08: Dass wenn du jetzt ein Gebiet neu begehst dass sie sagt okay ich schau erstmal was dort wie bewertet wird?
01:56:15: Ja also wenn's um sage ich mal Region geht die ich neu oder mal wieder neu kennenlernen möchte oder ähnliches natürlich schaut man ok was das in den Guides gerade state of the art prüftest zumindest oder weiß dann zumindest okay das sind die populärsten oder die sag ich mal am weitesten verbreitete weine, die dort gerade von diesem oder hier im guide oder oder kritiker in der hinsicht bewertet werden.
01:56:42: Aber es ist ja im endeffekt dann auch immer nur so ein kaleidoskopischer blick.
01:56:47: Es gibt immer noch eine ganze menge einfach dahinter und sorgt natürlich klar schon für so eine gewisse ersteinschätzung.
01:56:54: aber ich lasse mich wenig davon irgendwie führen oder verleiten.
01:56:57: also ich nehme es wahr Aber ich bin auch persönlich einfach nicht so vom Typus her derjenige, der großartig nach diesen Listen und ähnlichem geht.
01:57:09: Sondern mich gerne.
01:57:10: eigentlich also am meisten schätze ich den persönlichen Austausch zwischen lieben- und guten Kolleginnen und Kollegen unserer Zunft und schaue natürlich auch immer gerne was die machen, was diese probieren.
01:57:22: Und dies sind ja Gott sei Dank meist auf viel mehr unterwegs als ich und da ist es eher eine Inspiration zu sehen was die lieben Arbeitskollegen da in der Richtung eigentlich machen.
01:57:32: Und davon, dass ich mich eigentlich eher leiten muss ich ganz ehrlich sagen.
01:57:35: Sollen wir den Chardonnay gleich hinten an und Santa Cruz Mountains springen?
01:57:39: Einer der Weine... Die eigentlich fast auf jede Weinkarte gehören.
01:57:43: also nicht der Wein das Haus oder siehst du es anders?
01:57:47: Ja absolut!
01:57:48: Also Rich Vignac ist glaube ich so einer der der großen Klassiker beziehungsweise ich glaube ist, ja also ich mag immer diesen Begriff nicht aber es ist ja schon auch von einer generellen Entwicklungsgeschichte.
01:58:04: Ja ikonisch in Anführungstrichen muss ich meine wer in einer High End Gastronomie gearbeitet hat und nicht einmal über Montebello gesteupert ist.
01:58:13: da muss man ja auch wirklich sagen okay vielleicht was überlesen.
01:58:18: sagen wir mal so
01:58:36: Wenn die Santa Cruz Mountains verstehen wird, braucht man sich nur vorstellen wie Paul Draper dieser Standford für Sofen mit Farmerhänden und dem Blick eines alten Weisen auf den Montebello steht.
01:58:45: Hoch über dem Siliken Welle
01:58:47: wo der Pazifik seine kühle Hand austrägt und der Kalkstein der Santa Cruz mountains leise von uralten Zeit murmelt.
01:58:55: Kein Hightech-Labor
01:58:57: keine glänzenden Tanks die wir Raumschiffe aussehen nur Trauben, die ihren eigenen Wege gehen dürfen.
01:59:02: Und daraus entsteht der Chardonnay, der im Jahr ist es nicht einfach ein Wein, er ist der lebendige Beweis des Minimalismus, der ultimative Luxus sein kann!
01:59:13: Ein Unicorn wie einer seiner Kritiker genannte.
01:59:17: Ein Wein der Höchstbewertung bekam vor manchen weil er in einem kühlen langen Jahrgang die Säure wie ein Orchester-Dirigent
01:59:24: führt
01:59:25: und ihm in der Realität tanzen lässt Als hätte der Berg selbst beschlossen, sie in Füßigkeit
01:59:30: zu verwandeln.
01:59:32: Und Rich Vinyaz ist kein Weingut im üblichen Sinn – es ist ein Statement!
01:59:35: Ein Widerstand!
01:59:36: Ein Ort an dem die Idee, dass der Weinberg den Wein macht und nicht der Weimaker seit Jahrzehnten heilig gehalten wird.
01:59:43: Gegründen in neunzentsechziger Jahren auf den Ruin eines alten Montebello-Vinyaz, das schon im neunzehnten Jahrhundert von italienischen Einwanderern bepflanzt wurde... Die Partner Ukraine Charlie Rosen und andere entdecken das Potenzial neu Aber erst als Port-Rapper, wo er aus dem Potential Legende kam.
02:00:02: Ein Philosoph, der aus Chile kam, wo Er mit alten Reben Cabernet gemacht hatte.
02:00:07: Kein Analoge mit Formeln, sondern ein Mann... ...der alte französische Bücher las und pre-industrial winemaking predigte!
02:00:15: Natürlich gehefen keine invasiven Maschinen, keine unnötigen Zusätze nur
02:00:20: minimalen
02:00:21: Schwefe.
02:00:21: Der Winemaker als Diener nicht als Gott.
02:00:24: Das war in Kalifornien der spielten Sechziger-Siebzigerjahre revolutionär.
02:00:28: Denn während andere mit Technik und neuen Eichenfässern protsten, setzte Trapper auf das was die Natur schon konnte.
02:00:36: Rich Sight – das Amerikanen schon meinen nicht nur mit Power und Fruchtpunkte müssen sondern mit Eleganz, Alterungspotenzial und Authentizität mit dem Rest der Welt mithalten ein zu übertreffen
02:00:48: können!
02:00:49: Der in den Neunzehn und Einen Siebziger Montebello Cabernet, der beim Judgment of Paris neunzehundsechsten siebzig einen legendären Auftritt entlegte.
02:00:57: Und bei der dreißigjährigen
02:00:59: Retro-Perspektive
02:01:00: sogar gewann?
02:01:01: War ein Paukenschlag!
02:01:02: Plötzlich war die neue Welt ernst zu nehmen nicht als Kopie der
02:01:06: Alten
02:01:06: sondern als eigenständige Gigant.
02:01:10: Drapper & Rich haben die Tür aufgestoßen für eine ganze Generation von Winzern Die heute von Santa Cruz bis Pazo Robles, von Zenova bis Santa Barbara auf Tero Arschwörn
02:01:20: statt auf Rezepte.
02:01:23: Sie haben bewiesen dass Nachhaltigkeit und Minimalintervention keine Ideen sind sondern der Weg zu großen Weinmacherkunst!
02:01:32: Heute sind einer Prozent ihrer Estate-Vignettes organic Fish Friendly Farming Sustainable zertifiziert und das lange vor dem Hype.
02:01:41: Und genau in dieser Erzählung webt sich der Zwei-Tausend-Dreinzwanziger-State Chardonnay ein wie ein silberner Faden in einen alten Teppich.
02:01:50: Er kommt komplett vom Monte Bello Estate Vignac, diesem ikonischen Berggrundstück in den Santa Cruz Mountains.
02:01:57: und an dieser kühle Jahrgang mit langem Hang, perfekten Bedingungen für eine Chardonné, die nicht nach Buttertoßen Vanille schreit,
02:02:03: wie so viele kalifornische
02:02:04: Kollegen sondern nach Präzisionen, Mineralität... und einer fast europäischen Zurückhaltung, die trotzdem Kalifordisch strahlt.
02:02:13: Fünfundachtzig Prozent Amerikaner, schwünften Prozent französischer Eiche und nur fünfzehn Prozent neu!
02:02:18: Er ist der Berg – Die kühlen Nächte der Kalkstein, die alten Reben von denen einige bis in die vierziger Jahre zurückgehen.
02:02:26: Kein Make-up, kein Filter.
02:02:27: Stattdessen pure, vibrierende Wahrheit… In einem Jahrgang, der mit seiner natürlichen Sorge glänzt... Und so wurde er zum Unicorn Selten
02:02:38: magisch
02:02:39: ausgewohnt.
02:02:41: John Onley, der heutige Winemaker und Nachfolger im Geister hat es weitergetragen!
02:02:46: Barrow fermentation, less aging, dieser Respekt vor dem was der Ort gibt!
02:02:52: Grapper selbst jetzt Winemaker Emeritus?
02:02:55: Hat Richard schon etwas gemacht dass weit über ein Weingut hinausgeht?
02:02:59: er hat Beziehung zu Zombies und Restaurants aufgebaut export nach Europa vorangetrieben wenn sich wahre Größe nicht nur zu Hause beweist.
02:03:06: Er hat gezeigt, dass man als kalifornischer Winzer in der alten Welt respektiert wird.
02:03:12: Sondern authentisch bleibt.
02:03:13: die gesamte Sandricos verdankt ihm und Rich einen Teil ihrer DNA den Mut auf einzigartige Lagen zu setzen statt auf Masse
02:03:23: Den Fokus auf Single-Vineats
02:03:25: startt auf anonyme Blends.
02:03:27: Den Glauben, dass Geduld und Zurückhaltung zu Wein führt die Jahrzehnte überdauern!
02:03:31: Montebello Cabane ist der Star klar Aber dieser Schadene ist der stille Poet Der beweist das.
02:03:38: Rich nicht nur Rot kann Weiß elegans Auf Berg Niveau.
02:03:42: Und Rich hat die Sandricos Nicht nur mit großen Weinbereichen Sondern auch Mit einer Ethik Einer Art Wein zu machen Die zeigt weniger als mehr.
02:03:49: Der Weinberg ist der Chef Der Mensch dient Und zu kaufen gibt es ihnen, wenn du dieses Erlebnis nachempfinden möchtest unter anderem bei lobenwehr und die weiterführenden Infos dazu in den show notes.
02:04:12: Es ist was das angeht in puncto tradition präzision aber auch finde ich an der statement ist das schon wirklich wirklich schön und wir waren auch selber auf dem weingut letztes Jahr und das ist einfach sowohl location technisch absolut fantastisch.
02:04:30: Du stehst da auf fast acht hundert Metern und hast den Blick zur See in die Berge, es ist wirklich wunderschön.
02:04:38: Und ja also das gehört so sage ich mal in Sachen Education.
02:04:43: für klassische Klassiker aus der Region gehört das auf jeden Fall finde ich mit dazu.
02:04:49: Also das ist schon was Feines!
02:04:52: Ich habe es noch nie aufs Weingut geschafft, also wirklich auch ein großer Wunsch von mir endlich mal dorthin zu reisen und das so erleben.
02:04:59: Aber ist es spannend wenn du halt vom Süden Richtung San Francisco fährst und durch die Santa Cruz Mountains fährest?
02:05:06: Also wie... Das ist ein richtiger Themenwechsel!
02:05:10: Du glaubst auch nicht dass du in Kalifornien bist.
02:05:13: zum einen der Art der Bewaldung oder der Bepflanzung von der Gesamtstruktur vom Klima.
02:05:19: Also man spürt mit einmal diese wahnsinnige Luftfeuchtigkeit.
02:05:22: Man spürte den Druck, man hat nichts mehr.
02:05:23: mit dieser Wärme die man irgendwie zwei Stunden vorher noch irgendwie einigermaßen gespürt hat ist es eine andere Welt.
02:05:30: Ja wenn du das... ich hab's jetzt gar mal den ersten Schluck auch verkostet.
02:05:34: also diese Straffheit, diese Präzision ne schöne salzige Mineralik halt einfach dabei diese markante Säure.
02:05:43: Es ist also normalerweise so, wenn du auf das Etikett guckst und diese die Flasche zumindest vom Visuellen herangehen erstmal anguckst denkst okay.
02:05:50: Das dürfte jetzt wahrscheinlich schon ein bisschen üppiger, ein bisschen cremiger etwas traditioneller von der Stylistik sein.
02:05:56: Und das ist es ja genau nicht!
02:05:58: Ist es so schlank?
02:05:59: Also es ist so präzise... ...und dieses kalkige, dieser Zitrusnoten die du in Kombination mit einem bisschen Apfel- und Birner einfach dabei hast.
02:06:10: Dieses sehr kalkig steinige Und dann aber trotzdem auch, also auf dem Weingut auch selber konntest du halt sehen die Holzpartien mit denen dort gearbeitet wird.
02:06:20: Es ist alles wirklich mit einem unglaublichen Feindgefühl versehen.
02:06:24: Das ist ganz klar kein fetter kalifornischer Chardonnay sondern das ist Struktur und klar halt paar Exzellents.
02:06:34: Man merkt es auch einfach, die Gebinde sind meistens immer ein bisschen größer.
02:06:37: Es wird nie mit neuem Holz gearbeitet.
02:06:39: Das sind immer gebrauchte Barricks, die da zum Einsatz kommen und die Auswahl der Partien ist schon echt immer ein sehr wichtiges Thema.
02:06:50: Und das zeigt sich halt hier wirklich ganz wunderbar!
02:06:55: Das ist wirklich ein absolutes Staple Piece dafür.
02:06:59: was dieser Präzision und dieses Understatement.
02:07:02: Und auch natürlich einfach diese Philosophie von wirklich Intervention eigentlich so gut wie gar nix, und natürlich auch eine natürlichen Fermentation und dem Fokus auf Transparenz und auch dass das Terror halt einfach angeht.
02:07:17: Also man muss ja auch so wirklich sagen, wenn man sich die Historie von Rich generell anguckt – die haben ja nie irgendwie mit irgendwas hinterm Zaun gehalten!
02:07:24: Du kannst da ja bis Bis zu runter in die siebziger kannst du dir ja da die Portfolios noch heutzutage immer angucken und einlesen, wie was gemacht wurde.
02:07:35: Einfach auch weil sie natürlich auch stilprägend und auch fördernd für andere Produzenten der Region gewesen ist.
02:07:43: Ja, genau.
02:07:44: Der Begriff hat mir gerade gefehlt.
02:07:45: Also inspirierend ist glaube ich die schönste Bezeichnung dafür und zeigt ja doch einfach diese Nachbarschaftlichkeit der Gemeinschaftsgedankheit dabei, den auch so ein Weingut natürlich mit sich bringen
02:07:57: kann.
02:07:58: Auch ganz interessant wenn man die Liste derer anschaut in der Persönlichkeiten des kalifornischen Weinbaus, die von diesem Weingutt geprägt wurden also wo das Weingud beraten zur Seite stand eben nicht nur ihr klein, dörfliches Denken haben.
02:08:15: Sondern das große Ganze dabei sehen und versuchen eben ja einfach auch andere zu unterstützen, auch aktiv zu unterstützen.
02:08:23: Fünfundsechzig Prozent vier bis fünfjährige Eiche, fünfundreißig Prozent einjähriger Eiche.
02:08:30: Fünftes Monate darin verbracht ganz Traubenpressung, teils Malo durchgelaufen, ganz minimal Schwefel, nicht filtriert.
02:08:42: Ein richtiges Aromenerlebnis.
02:08:43: Also diese vielen verschiedenen Schichten, die der Wein auch nach und nach öffnet ist unglaublich.
02:08:49: Ja wirklich super!
02:08:52: Ist das für dich eher ein singulärer Wein oder ist es für dich ein Speisebegleiter?
02:08:55: Wenn du da jetzt reinrichtest, wenn du diese präsente definierte greifbare Frucht hast... Da finde ich, ist man ja fast dazu animiert sich irgendwie ein Gericht vorzustellen oder irgendwie einen Pendant rein von Aromenseite.
02:09:05: auf der anderen Seite Macht es glaube ich Spaß den so zu erleben, den verschiedenen Temperaturen eben.
02:09:11: Ich habe mir jetzt auch im Bellersglas, im Begründeglas nochmal um die Breite in der kürzester Zeit kennenzulernen wie trinkst du solche Weine am liebsten?
02:09:22: Also singulär würde ich ihn auf jeden Fall eigentlich am liebstem Darstellen darstellen beziehungsweise maximal hat eigentlich dann eher im vergleich auch zu unmittelbaren nachbarn.
02:09:34: also das zum beispiel sage ich mal könnte ich mir noch gut in einem vergleich z.B.
02:09:38: mit radio koto auch etwas kleineres kleinere produzent patrick susman ist da der winzer auch zum beispiel mal vorstellen weil das nochmal in eine etwas anderes die richtung aber auch mit dieser sehr krassen karkheit im fokus hat einfach geht.
02:09:53: und also Das ist für mich so was, da brauche ich eigentlich nicht viel zu.
02:09:57: Also eine schöne einfache Muschelpasta würde mir dazu schon eigentlich reichen
02:10:01: bzw.,
02:10:02: was heißt reichen?
02:10:03: Das wäre sowas für mich wo ich absolut glücklich wäre.
02:10:07: oder ein schönes Stück Fisch mit einer eher sage ich mal säure geprägteren Anmachung und Soße vielleicht ein bisschen Gemüse dabei oder ähnliches.
02:10:16: beziehungsweise wenn wir jetzt gerade auch in die ...Saison, wie das hier ja so schön in Deutschland heißt wieder reinkommen.
02:10:26: In Richtung grüner Spargel oder ähnliches.
02:10:28: gegräter Grüner Spargel vielleicht nur mit so ein bisschen Zitronenabrieb darüber einfach auf dem Grill nur kurz auch Singulärgenossen gar nicht mal mit irgendwie Fisch- oder Fleisch.
02:10:38: dabei könnte ich mir auch super dazuvorstellen.
02:10:41: also... Ich
02:10:42: finde es immer schön wenn jemand sagt, ich brauche da nichts zu, nicht viel dazu, einen Kilo Steinbutt sonst bin ich glücklich Also, dass wir aufs Wesentliche runterbremsen.
02:10:53: Genau!
02:10:54: Ich brauche ja nicht viel.
02:10:55: Santa Cruz Mountain ist natürlich ganz anders veranlagt vom Klimatischen also dann eben auch dieses Weingut.
02:11:02: Jahresdurchschnitt zwölf Grad.
02:11:05: Da ist es richtig kür in der Relation zu andern.
02:11:07: wenn du die Westseite nimmst hast um die tausend dreieinhalb Millimeter Regen Auf der Ostseite interessanterweise genau die Hälfte.
02:11:14: also da weiß man wo die Wolken hängen um die sechshundert Millimeter Und ist natürlich ganz stark davon abhängig, auf welcher höhen Situation du letztlich die Weinwerke dein Weingut hast.
02:11:25: Um die Achthundert bist du halt weit über der Nebelgrenze und hast eine ganz andere Stilistik als wenn du so im Nebel drin hängst.
02:11:33: Genau
02:11:34: also dieses Höhengetriebene was für Santa Cruz natürlich par excellence steht.
02:11:38: es hat ja eher so ... Wenn du da oben stehst vom Weingut natürlich klar so mit diesen acht hundert Metern, das ist schon wirklich auch einer der etwas höheren Punkte.
02:11:47: Aber da hast Du halt erstmal einen klaren Blick auf diese riesige Spannweite.
02:11:50: dieser natürlich stark bewaldete Sektion hat einfach dabei die natürlich aber auch einfach in der Nacht.
02:11:56: da wird auch bei Rich natürlich sehr darauf geachtet dass insbesondere die die Chardonnay Winni als immer auch eine gewisse... Bezug zum Wald oder zu kleinen Waldstücken haben die natürlich dann am Abend beziehungsweise auch in den Tag, wenn die Temperaturen steigen einfach eine gewisse Kühle wieder abgeben können.
02:12:15: Also diese dieser Arbeit mit dem Nikroklimatar der einzelnen Vineyards dort wird da darauf sehr viel Wert gelegt und natürlich auch immer einfach wie du es schon angesprochen hattest die Lage, als auch natürlich die Zugewandtheit oder AbgewandTheit zu diesen Nebelbänken bzw.
02:12:33: zum Niederschlag und das ist wirklich sehr spannend zu sehen, welche krassen Unterschiede es da halt einfach natürlich sowohl von den Niederschlagswerten als auch vom Bodenbeschaffenheiten dann einfach gibt.
02:12:46: und das sorgt natürlich dafür dass du dort Für Chardonnay natürlich einfach ein absolutes El Dorado einfach hast.
02:12:58: Das
02:12:58: ist wahnsinnig spannend.
02:13:01: Mikroklimatis, glaube ich so das eigentlich Kernwort des Ganzen nicht nur aufgrund der verschiedenen Expositionen die es dort gibt.
02:13:07: du hast eine Gesamtgröße von und das widerspricht ja so diesen... dieser Vorstellung von Kalifornien.
02:13:13: Du hast sixhundfünfzig Hektar, aber hast dreihundert Growers & Vineries.
02:13:17: also da kann man sich durchschnittes Größe ganz schnell ausrechnen dass es da nicht um die großen Mengen gibt, die da abgefüllt werden sondern um eine ganze eigene Individualität und eine ganz eigene Interpretation innerhalb der Crew Mountains Also das dort teilweise richtige Entdeckungen gibt mit dem man in dem Sinne gar nicht rechnet
02:13:36: Ja, da wo Kühle und Licht sich einfach perfekt ausbalancieren.
02:13:39: Wie halt zum Beispiel dort bei Santa Cruz?
02:13:42: Das sind halt ideale Zonen die dann natürlich diese zitrischen Noten, diese weißem Blüten oder diese Salzwind-Assoziation wenn man es vielleicht nachvollziehen kann auf einen sehr linearen Zug und Fokus einfach bringen.
02:14:00: das ist schon wahnsinnig spannend.
02:14:04: Also aus persönlicher Sicht fast ein Ticken stärker zu realisieren.
02:14:08: Als jetzt zum Beispiel bei Chardonnay, so einem Ticken weiter unterhalb aus Santa Barbara die halt mehr auf Reduktion und kalkige Spannung gehen.
02:14:17: hier hast du wirklich dieses sehr klare, sehr kühle Saline.
02:14:22: halt einfach dabei.
02:14:23: Und das ist natürlich ein tolles Thema mit dem Du halt auch wahnsinnig Kernidentität schaffen kannst.
02:14:30: Das ist unglaublich.
02:14:32: Und natürlich die Region, wo man sagt in den nächsten zehn, zwanzig, dreißig, vierzig Jahren wenn andere teilweise mit Temperatur wandeln.
02:14:40: Mit Klimawandel, mit Temperaturentwicklung, mit noch weniger Regen zu kämpfen haben wird diese Region nach wie vor eine Beständigkeit haben, die einzigartig ist.
02:14:50: Wie siehst du die Zukunft von der Central Coast?
02:14:54: Hast du da irgendein Gefühl für?
02:14:56: also ist es ein Etat?
02:14:57: Du hast das ganz am Anfang schon mal mit angesprochen dass einige sich aktiv Bemühen über Rebsorten nachzudenken, zu schauen wie man Dinge umstrukturieren kann noch mal in Richtung Nachhaltigkeit denkt.
02:15:10: Aber so rein aus der Kreativität heraus oder deiner eigenen Erfahrung was passiert dort?
02:15:14: In der Zukunft?
02:15:15: gibt es diese ganz krasse Revolution oder eher eine stille Evolution?
02:15:21: Ich glaube das.
02:15:22: ich glaube dass dieser dieser Part der der revolution was was des thema rebsortem als auch so stilfindung und ähnliches angeht glaube ich dass sich der so langsam dass der so langsam abgeschlossen ist.
02:15:33: ich glaube jetzt mittlerweile geht es einfach darum.
02:15:36: Man hat man hat die a bs man hat den single win jetzt man man hat austariert welche rebsorten welches stylistik oder auch welche welche zusammensetzungen unterschiedlicher rebsorte sich auf die auf die einzelnen bereiche dort, gut verkaufen aber auch gut anbauen lassen.
02:15:52: und ich glaube eher das ist jetzt hier wirklich drum geht dass der dass der nächste schritt für die zukunft einfach ist in einklangen mit dem Klima und natürlich auch einfach mit der extremen Wärme als auch natürlich der Kühle, aber auch mit solchen Thematiken wie wir sie zum Anfang hatten.
02:16:07: Einfach mit der Wasserversorgung zu kommen ist.
02:16:10: Ich glaube eher dass es jetzt darum geht dieses Stilistik zu schleifen für mehr Eleganz und natürlich ja auch für mehr Struktur zu sorgen.
02:16:21: Und diesen Schatz den man da hat einfach weiter zu etablieren bzw.
02:16:26: einfach zu schauen, dass dieses Stilistiken sich jetzt nun einfach durch ja auch natürlich ein gewisses Rebalter irgendwann und ähnliches dann in der Richtung auch einfach klar auszahlen beziehungsweise da natürlich auch mit einem wenn bis auf unsere europäischen Parameter halt einfach wieder zurückbeziehen an das man dann auch einfach mal sehen kann okay Wie schmeckt denn eigentlich wirklich mal ein alte Reben-Viniat aus der Central Coast, den man wirklich irgendwie dreißig, fünfunddreißig Jahre oder sowas hat?
02:17:00: Das ist ja da in der Richtung.
02:17:01: Dadurch dass wir wie wir es schon angesprochen hatten einen relativ häufigen Turnus des Wechsels einfach von Rebsorten und auch Rebflächen und ähnlichen haben, ist es ja relativ selten das man dort außer wenn man jetzt so prästischsträchige Viniats wie Heidt oder wie auch immer halt angeht, hat man ja geringes red alter so auf den durchschnitt gesehen.
02:17:22: und das ist zumindest wenn man jetzt mit den winzern spricht auch ein bisschen der wunsch dass sie halt einfach sich jetzt ein bisschen konstanz einfach wünschen.
02:17:30: Und dass die sagen okay wir haben jetzt unseren weg und wir kriegen das wir kriegen es hier gut auf die kette, aber es muss halt jetzt einfach auch natürlich ein bisschen kontinuität dahinter.
02:17:40: Also das mit der Konstanz finde ich, glaube ich ganz wichtig.
02:17:42: Dass die Ruhe, die ja eigentlich den Weinbau, egal ob Hüben oder Trüben auszeichnet oder eine Grundlage dessen ist auch das was man in den letzten Jahren dann irgendwo erfahren hat und gelernt hat und irgendwo ausspielen kann dass das irgendwo dann auch ne Anwendung, ne Präsenz findet.
02:17:57: Ich hatte letztens ein ganz spannendes Erlebnis.
02:17:59: da haben wir Einige interessante Gereifte in Kalifornia probiert unter anderen Heizzellers mit Martha Winnerts, Dominos aus dem Norden.
02:18:07: Und wir hatten von der Central Coast hatten wir den Kallera Pino Noir.
02:18:13: Und das war eine absolute Offenbarung, also wie präsent der war.
02:18:16: Wie großartig er selbst nach den Nordgrostweinen im Glas stehen konnte und welche ganz eigene Identität in dem Zuge der Reife hatte.
02:18:26: Also ich glaube wenn jetzt auch die Weine, die wir heute probiert haben... Wenn man die noch zehn, fünfzehn Jahre liegen lässt ist es unglaublich spannend!
02:18:34: Florian hat das in seiner Folge auch gesagt.
02:18:37: Es gibt kaum eine Weinregion im Augenblick, wo es sich lohnt einfach in die Zukunft zu blicken.
02:18:43: Die rein wirtschaftlich nicht rückschrittlich war sondern sich da rein von den Einstandspreisen unglaublich entwickelt hat.
02:18:50: also wenn man was investieren möchte und auskoppig ist Sandro Kost im Augenblicken relativ spannende Geschichte auch im Vergleich zum eingefahrenen Europa.
02:19:00: Ja ich glaube auch das soll dieser diese schnelle Hang in Richtung des sehr kostenintensiven Luxussegmentes, wie das natürlich relativ flott auch im Napper Valley geschehen ist.
02:19:15: Das glaube ich nicht der Weg für die Central Coast sein wird.
02:19:19: Ich glaube eher dass man diesen Wettbewerbsvorteil weiterhin so halten sollte und er durch die Präzision eine gewisse Glaubwürdigkeit schafft und diese Herkunftsschärfe einfach noch ein bisschen weiter austariert Und sich damit glaube ich nachhaltig gesehen einfach auf einem ganz anderen Level in der Richtung positioniert, als es dann durch einen zu schnellen und zusteilen Weg nach oben irgendwie der Fall sein wird.
02:19:47: Um das ganze so um wenig zu komplettieren könnte man die Central Coast in ihrer Größe teilweise Großartigkeit auf einen Satz reduzieren?
02:19:58: Central Coast auf einen Satz reduzieren... Ich glaube dass die Central coast für mich eine Region ist, die vom Meer geprägt ist bzw.
02:20:13: the Central Coast der Teil Kaliforniens, der durchs Wetter geprägt wird oder beziehungsweise bei dem Pazifik und das Wetter natürlich einfach tagtäglich für einen ärmlichen und permanenten Fokus sorgen, der auch anspornt.
02:20:30: Für mich um das in einem Satz zu pressen wäre mehr oder weniger die Central Coast, das muss ja i-Californiens.
02:20:37: Also man hat all die vielen verschiedenen Ebenen.
02:20:39: wenn man Zusammensätze gibt es ein Bild und dann ist Kalifornien.
02:20:42: Wenn man das Thema ein bisschen weiterspielen möchte und sich so richtig reinnörden möchte was würdest du empfehlen wäre?
02:20:48: So ein absolutes Nerdthema um also das Gebiet in der Gänze und in der Vielschichtigkeit nach Vielfältigkeit aus zu kosten.
02:20:58: Neutige Diskussion oder beziehungsweise neutige Punkte wären bestimmt, sag ich mal, insbesondere wenn wir so den Cabernet von Dao oder auch jetzt eben den Rich-Shadownee natürlich noch ein bisschen wieder hier mit allen beziehen.
02:21:12: Ist halt einfach die Frage und natürlich auch die Definition davon, woher kommt eigentlich diese Frische?
02:21:17: Ist das der Erntezeitpunkt ist es?
02:21:19: Der Wind liegt es an Produktionsparameter und ob es jetzt ganz traube ist oder liegt es einfach an der location?
02:21:30: das ist natürlich dann auch wieder die frage.
02:21:34: Und es geht natürlich auch darum okay gut, geht es mehr für diese Definition dieses Stil um eine Orientierung?
02:21:44: der jeweiligen geografischen lage?
02:21:46: oder geht es drum, dass man sich mehr auf den boden bezieht bzw.
02:21:50: den ausbau?
02:21:50: natürlich auch das?
02:21:52: das thema der der rebsorten klone ist natürlich auch ein wahnsinnig zentrales thema was insbesondere in der winzerschaft für heiße diskussionen dort sorgt.
02:22:01: Aber generell muss man ja wirklich sagen, dass man da auch natürlich herrlich drüber streiten kann.
02:22:05: Ob ein Wein jetzt geologisch klimatologisch oder önologisch geprägt ist aber was das angeht, ist glaube ich so der Fundus für die wirklichen Diskussion.
02:22:19: Was hätte man am Schluss nicht besser formulieren können?
02:22:24: Tja...
02:22:24: Da sitzt mal
02:22:25: nur Moritz und ich
02:22:26: Am Ende dieses wilde Ritz durch die Zendrikost.
02:22:30: Der Lebe hat sich gelichtet Die letzten Tropfen sind im Glas verdunstet Und ich habe hoffentlich wie du das Glück dass mein Gaumen und meine Höhlen gleichzeitig glücklich sind.
02:22:39: Und das nicht zuletzt, dank
02:22:41: Moritz!
02:22:41: Du bist ihm nicht nur ein Zommelie, ein Experte... du schaffst es diese Balance zwischen eben auf der einen Seite Präzisionen-Wissen-Tiefgang und auf der anderen Seite dieses kalifornische lebendige Feuer im Blut in deiner Aussprache, in deine Art die Dinge nahezubringen zu vereinen und zu transportieren.
02:22:59: Du hast dich nur Fakten
02:23:00: serviert?
02:23:01: Du hast uns die Seele der Sandricos eingeflusst.
02:23:04: Vielen lieben Dank für die Anekdoten, für deine Interpretation der Weine!
02:23:09: Für die Verbindung, die du zur Sandricost
02:23:11: für uns geschaffen
02:23:12: hast.
02:23:13: Einfach für dich.
02:23:13: Für die Art
02:23:14: wie du es mit
02:23:15: diesem Enthusiasmus in dieser Begeisterung rüber
02:23:17: gebracht
02:23:17: hast.
02:23:18: Vielen Lieben Dank dafür.
02:23:19: Danke für diesen Deep Dive Sandricose.
02:23:21: Danke fürs deine Zeit und danke für deinen Emotionen.
02:23:25: Und noch ein ganz großes Dankeschön an die Importeure AmericanWein.club Havesco Lobenberg Karnu, die Weinhalle und Weingarten-Eden.
02:23:33: Dass sie uns die Weine für diese Episodes
02:23:35: verfügungen gestellt haben!
02:23:37: Und natürlich für euer Engagement um die kalifornischen Weinen.
02:23:40: Oder ein ganz großes Dankeschön an dich fürs Zuhören, fürs Begleiten, fürs Feedback geben, dass ihr diese Deep Dives gerne mögt.
02:23:49: Und
02:23:49: ein großes Dankeschön fürs Liken, fürs begleiten, für das Bewerten.
02:23:53: Jede Bewertung jedes Mal wenn ihr es Follow-Button drückt hilft uns das ungemeinde Sichtbarkeit länger bestehen bleibt.
02:24:01: Vielen lieben Dank dafür!
02:24:43: Co-Gründer und Sommelier aus Leidenschaft in der Freundschaft in Berlin.
02:24:48: Wir haben schon mehrmals diesen Format zu Gast, die interessierten können da gerne nochmal zurückhören!
02:24:53: Und ich darf lobende Abschiedsworte über Moritz Christian Branden sprechen.
02:24:58: Der Moritz ist einer der wenigen, die dort hingehen wo es wehtut.
02:25:01: Das zeigt nicht nur der Fakt, dass er im Rindchen lebt... Es gibt ganz ganz tolle Menschen der Branche, aber dann nochmal die Nummer eine Schippe drauflegen und da gehört Maus dazu.
02:25:12: Es gibt niemanden, der so genau, so präzise, so profund in seinem Wissen und trotzdem immer neugierig auf Neues ist wie dem Maus.
02:25:22: Und gleichzeitig auch nicht den Humor verliert!
02:25:24: Darum macht es auch immer Spaß, irgendeinen Klamauk mit dir wieder anzugehen.
02:25:31: Danke fürs Zuhören!