Julian Grampp – Jenseits der Weinkonvention
Und dann bist Du Gast von Julian Grampp und merkst ziemlich schnell: Das hier ist keiner von denen, die Wein erklären wie eine Bedienungsanleitung für einen Toaster. Kein „Noten von…“, kein „Anklänge von…“, kein rhetorisches Origami. Julian arbeitet eher wie ein guter Taschendieb – du merkst erst später, dass er dir etwas entwendet hat. In diesem Fall: deine alten Vorstellungen von Wein. Vielleicht sogar deine Beziehung zu dem, was Trinken eigentlich bedeuten kann. Er redet nicht viel über Technik und was genau und wie er es sagt, bleibt. Während andere Sommeliers dich überzeugen wollen – manchmal auch, um am Ende eine teurere Flasche zu verkaufen – hat Julian dieses irritierende Desinteresse daran, ob du ihm zustimmst. Und genau deshalb tust du es. Sein Zugang ist kein Trend, kein Konzept, kein modisches Naturbekenntnis. Es ist stiller Trotz. Gegen das Glatte. Gegen das Berechenbare. Gegen diesen sterilen Perfektionismus, der Wein manchmal so spannend macht wie ein Business-Meeting ohne Ausgang. Er widerspricht nicht – er ignoriert. Und genau darin liegt die Eleganz. Denn bei ihm geht es nie nur um die Flasche. Es geht um den Winzer, um die Reise, um Gefühl. Um Herz. Um Liebe. Und ja, auch um Geld – aber nie nur darum. Man könnte sagen, er ist ein Sommelier jenseits der Konvention. Oder einfach jemand, der keine Lust auf Unsinn hat. Beides stimmt. Er vertraut dem Produkt – fast schon traditionell und gerade deshalb modern. Kein Sicherheitsnetz. Wenn der Wein etwas kann, zeigt er es. Wenn nicht, dann nicht. Und genau das ist es: Julian Grampp nimmt Wein ernst, aber sich selbst nicht zu wichtig. In einer Branche, die gern aus jedem Glas eine Weltanschauung baut und daraus einen Lifestyle formt, bleibt er bei etwas Schwierigerem: Klarheit. Raum für Gespräche. Für echte Beziehungen. Für das, was wirklich passiert. Der leise Revolutionär im Glas? Ja – aber ohne Dramatik. Eher wie jemand, der längst weitergereist ist, während andere noch diskutieren. Hier öffnet dir jemand eine Tür. Und wenn Du es hörst, weißt Du, was ich meine.
Julian Grampp Restaurant Neobiota Pantaleonswall 27 50676 Köln Telefon : 0221 - 291 944 94 E-Mail : info@restaurant-neobiota.de
Mit herzlichen Grußworten von:
Jason Groebe - Weingut Bergkloster, Westhofen Winzer & Wegbegleiter
Martina Glauberstein - The Wild Duck, Hannover / Grundwein GmbH Sommelière und Freundin
Diese Folge von SOMMELIER – Die interessantesten Weinkellner unserer Zeit wird begleitet von durch Silvio Nitzsche ausgewählte Weine aus dem Programm der Schlumberger Gruppe, zu der die Handelshäuser Schlumberger, Segnitz, Consigliovini und das Privatkundenportal Bremer Weinkolleg gehören.
Während der Episode verkosten wir folgende Weine:
2024 Mandus, Pietra Pura, Apulien, Italien
Link für Geschäftskunden: https://is.gd/nNDMHqw
Link für Privatkunden: https://is.gd/H3Zyqd
Sehr gerne empfehle ich die folgenden Weine:
2021 Chardonnay Geisberg, Weingut Wageck Pfaffmann, Pfalz, Deutschland
Link für Geschäftskunden: https://is.gd/j9E3ES
Link für Privatkunden: https://is.gd/WVjc6T
2025 By Ott*, Domaines Ott, Provence, Frankreich
Link für Geschäftskunden: https://is.gd/hqPGpW
Link für Privatkunden: https://is.gd/QlZlPu
2022 Rubesco, Lungarotti, Umbrien, Italien
Link für Geschäftskunden: https://is.gd/jvLxWI
Link für Privatkunden: https://is.gd/J56B8a
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SOMMELIER – Die interessantesten Weinkellner unserer Zeit.
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