SOMMELIER

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Die interessantesten Weinkellner unserer Zeit

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00:00:13: Hallo, mein Name ist Jan Philipp Berner.

00:00:14: Ich komme aus dem Wohnen Nord von der Insel Sylt aus dem Surring.

00:00:18: Werbelring.

00:00:19: Ja, seit weit mehr als fünfzehn Jahren mein absoluter Partner in Crime und zwar in jeglichen Beziehungen.

00:00:26: Abgesehen davon, dass Werbel nicht nur eine der renommiertesten Beinversöhnlichkeiten ist, die wir hier in deutschen Restaurants haben, ist sie vor allem einfach ein ganz wunderbarer Mensch und ich bin immer wieder begeistert, wie sie es schafft nach so vielen Jahren.

00:00:41: Und Erfolg im Beruf, sich immer wieder neu für neue Themen zu begeistern, wie sie es schafft Menschen, die vielleicht noch gar nicht so den Zugang zum Wein haben, für dieses Thema zu begeistern, immer wieder bei Null anzufangen und wieder zu erklären, was ein Borgonie ist und was ein Premiergrüß und ein Grandgrüß und wirklich bei Null anzufangen.

00:01:02: Und somit junge Menschen zu motivieren für das Thema Wein, sie als Vorbild wahrzunehmen und zwar ohne weil sie sein will, sondern einfach weil sie diese starke Persönlichkeit hat.

00:01:13: Also ich muss ganz ehrlich sagen, wer Werbel noch nicht erlebt hat, der sollte sie unbedingt erleben, egal wo, egal wie.

00:01:18: Sie ist einfach ein echtes Unikat und ich bin unglaublich dankbar, dass sich diese Frau schon so lange an meiner Seite vertrauensvoll wissen darf und es ist einfach ein Fest für mich und ich glaube auch für ihr gesamtes Umfeld, wenn man Zeit mit ihr teilen darf.

00:01:54: Herzlich willkommen!

00:01:55: So einer neuen Ausgabe von Zommi, die interessantesten Weinkellner unserer Zeit und heute wieder mit der Kategorie Deep Dive.

00:02:02: Und da zu Beginn ein riesengroßes Dankeschön für das Feedback, dass ihr die Deep Dives mögt, dass ihr gerne ein bisschen tiefer in ein gewisses Weintema eintauchen möchtet.

00:02:12: Und nachdem ich zuletzt mit Nancy Grossmann das großartige Weinland Portugien wenig skizzieren durfte, wir aber natürlich ein ganz wichtiges Thema dabei ausgelassen haben, mich Port Wein.

00:02:23: Weil das ein ganz eigenen Liebdive ergibt, eine ganz eigene Kategorie ist, widmen wir uns heute im Anschluss an Portugal diesem großartigen Thema, dem Portwein.

00:02:33: Und wenn man an Portwein denkt und man denkt an Zombies, dann kommt eigentlich fast nur ein Name in den Sinn.

00:02:39: Bärbelring.

00:02:41: Mit Bärbel dürfen wir heute über Portwein reden.

00:02:43: Sie symbolisiert Portwein, sie lebt Portwein dort im Sörringhof wie kaum jemand anderes und sie kennt sich dort aus.

00:02:50: Ich glaube, sie ist öfter im Portugal als auf dem deutschen Festland.

00:02:55: Und ich glaube, Bärbel braucht ihr nicht mehr vorstellen.

00:02:57: Einen der großartigsten Weinfahrfrauen, einen der höchst dekoriertesten Zommeliern in Deutschland.

00:03:02: Und wenn eine Portwein Leben und nahe bringen und vor allen Dingen erklären kann, dann Bärbel.

00:03:08: Und bevor wir ins Gespräch einsteigen, möchte ich mich ganz herzlich bei unserem Partner, bei der Schlumbergergruppe mit den Handelshäusern Segnetz, Konzeo Vini, Schlumberger und natürlich dem Privatkundenportal Bremer Weinkolleg aufs allerherzlichste dafür bedanken, dass sie uns begleiten, dass sie uns unterstützen und dass wir diesen Deep Dive präsentieren können.

00:03:28: Denn dank ihnen ist sie heute hier.

00:03:29: Oh, ich freu mich richtig, gleich wird kompetent gelacht.

00:03:32: Herzlich willkommen, liebe Berberin!

00:03:36: Erinnerst du dich noch an dein erstes bewusstes Glas Portwein?

00:03:41: Mein erstes bewusstes Glas Portwein?

00:03:45: habe ich glaube ich tatsächlich in portugal getrunken.

00:03:49: also so dass ich jetzt ja tatsächlich das ist schon viele jahre her da waren johannes damals selina andi normen und ich wir waren mit kastenkubin von der weingalerien berlin waren wir in dorotal in porto und saßen im jiedmann als erstes zur ankunft auf der terrasse.

00:04:10: Und da habe ich zum ersten Mal, ich habe vorher wahrscheinlich auch schon Port getrunken mit Sicherheit, sonst wäre ich ja nicht in die Region gefahren.

00:04:16: Aber da habe ich so bewusst das erste Mal ein Vintage-Port getrunken.

00:04:20: Kannst

00:04:20: du deine Emotionen da nochmal widerspiegeln?

00:04:24: Also warum das so das erste Bewusste war oder was du empfunden hast oder warum du gesagt hast,

00:04:29: Wir saßen auf der Terrasse, die Sonne schien, es war wunderschön, es war im Januar muss es irgendwann gewesen sein, aber es war trotzdem wunderbares Wetter, es war lau, man konnte im T-Shirt sitzen, man schaute rüber nach Porto und es war einfach so.

00:04:43: diese komplette Gesamtsituation und dann dieses Glas Vintage-Porten, auf einmal fühlt man die Geschichte.

00:04:50: dieses Thema eigentlich, dieser Region.

00:04:53: Und das war für mich so, das war einfach ein richtig, richtig krasses Erlebnis.

00:04:57: Und das war also dieses Gefühl, was ich so hatte, auf einmal Teil der Geschichte zu sein.

00:05:02: Krass.

00:05:02: Kann Port auch wirklich?

00:05:03: Ja.

00:05:04: Man hat das Gefühl, man trinkt andere Epochen, ein anderes Zeitalter, obwohl Port irgendwie auch modern ist.

00:05:10: Aber man fühlt sich da irgendwie fast aristokratisch, finde ich, wenn man Port Wein trinkt.

00:05:15: Ja,

00:05:15: also ich finde, auch wenn man im Durotal ist, wenn man da so ... an den Kinders ist und mit dem Zug da durchfährt und man sieht diese wunderschönen Herrenhäuser.

00:05:25: Das ist krass, oder?

00:05:26: Wenn man das so sieht, das ist so majestätisch.

00:05:28: Das ist der einzige Begriff, der mir dafür einfällt.

00:05:31: Also ein anderes Wort finde ich einfach nicht dafür.

00:05:34: Also das ist schon toll.

00:05:37: Und ist Port wine selber für dich?

00:05:39: Wenn du es lokalisieren möchtest, ist es das Dorotal?

00:05:42: Ist es Villa Novaigaya oder ist es Porto?

00:05:44: Also mit welchen der Orte, wenn du ein Ort aussuchen müsstest, würdest du es assoziieren?

00:05:49: Ich glaube, ich würde das tatsächlich drei geteilt sehen.

00:05:51: Also es ist ja auch in der Historie des Portweins, es ist ja auch so, dass es eigentlich in zwei Teile war.

00:05:56: Das eine war ja die Bauern, die ja die Trauben angebaut haben, aber die hatten ja keinerlei Logistik irgendwie die Sachen zu verschiffen.

00:06:04: Und so gab es eben halt die Handelshäuser, die sich in Villanova de Gaia ansiedelten und die haben ja sozusagen zusammengearbeitet.

00:06:13: Und so ist es dann entstanden, dass das Ganze weiter verschifft werden konnte.

00:06:17: Deswegen würde ich es eher zweigeteilt sehen.

00:06:20: Die beiden Orte zusammen will er nur bei der Gaia und Porto und dann das Dorotal hinten raus.

00:06:25: Und das ist wie so ein Puzzle praktisch.

00:06:28: verbindet sich dann.

00:06:29: Ursprünglich bin ich vor ziemlich genau einem Jahr, also kurz nachdem wir unsere erste Aufnahme hatten, bei einer Folge mit einem Kollegen hingegangen, habe gesagt, okay, lass uns mal über Port reden, ich kann Port in fünf Minuten erklären.

00:06:41: Und im Prinzip finde ich in der Tat auch, man kann Port in fünf Minuten erklären.

00:06:45: Das ist eines der Gebiete, eines der Weinspezifikationen oder Weinspezialitäten, die man relativ schnell vermitteln kann und wo man, wenn man fünfzehn Vokabeln lernt zumindest ein Grundwissen darüber hat im Gegensatz zu anderen Gebieten.

00:07:00: Und daraufhin habe ich dann wilde Zuschriften bekommen und gesagt, nein, Portwain kann man nicht in fünf Minuten erklären.

00:07:06: Ich denke Grundzüge schon.

00:07:07: Aber wir haben uns ja heute vorgenommen, das so ein bisschen tiefgründiger zu behandeln.

00:07:12: Wie sollen wir vorgehen?

00:07:13: Du hast gerade mit der Geschichte angefangen.

00:07:15: Sollen wir das zuerst aufarbeiten?

00:07:17: Sollen wir, was Portwein eigentlich ist?

00:07:19: Oder sollen wir mit der Frage anfangen, wie man Portwein in drei Sätzen erklären könnte?

00:07:24: Warum eher so besonders, so ein besonderer, eigentlich so eine besondere Rolle in der Weinwilther?

00:07:28: Also ich glaube, das ist gar nicht die schlechteste Idee.

00:07:31: Und ich finde, Portwein kann man auch in fünf Minuten erzählen.

00:07:34: Und dann hat man immer so ein ganz schönes Basic-Wissen, womit man, wenn man in einem Restaurant sitzt, als nicht zum, als nicht Kenner, aber man hat trotzdem so ein bisschen was an der Hand, womit man sich entscheiden kann.

00:07:47: Also finde ich schon, finde ich eine gute Variante.

00:07:50: Ja.

00:07:50: Cool.

00:07:50: Also drei Sätze.

00:07:51: Warum ist Portwain besonders?

00:07:52: Warum

00:07:53: ist Portwain besonders?

00:07:54: Portwain ist Geschichte, Portwain ist Out of the Box, ist einfach was völlig anderes als Wein, eine völlig andere Hergehensweise.

00:08:00: Es gibt zwei verschiedene Varianten an Portwain.

00:08:03: Wenn wir den Weißen rauslassen, haben wir rote Portwain und braune Portwain.

00:08:07: Und da muss man sich entscheiden, was man mag.

00:08:09: Das war es eigentlich schon, oder?

00:08:12: Im Prinzip, im Großen und Ganzen im Prinzip schon.

00:08:16: Wenn wir wirklich in die Tiefe gehen wollen, sollen wir mit den Kategorien anfangen, sollen wir mit dem Gebiet anfangen oder sollen wir uns der Geschichte widmen?

00:08:23: Ich

00:08:23: finde die Geschichte, also wenn man, ich finde, es ist so viel Geschichte und ich finde, da sollte man vielleicht auch mit starten, um hinterher zu verstehen, Warum ist denn die Produktion so?

00:08:32: Warum wird es denn so hergestellt?

00:08:34: Und dann, wie sind denn dann eigentlich diese ganzen verschiedenen Qualitätsstufen auch entstanden?

00:08:40: Also, warum zum Beispiel gibt es einen LBW und so.

00:08:42: Und ich glaube, da muss man tatsächlich erst in die Geschichte gehen, um das hinterher zu verstehen, richtig.

00:08:46: Ja, Geschichte ist toll.

00:08:47: Geschichte

00:08:48: ist ja relativ spannend, weil das fing ja mehr oder weniger mit einem Staatsvertrag an zwischen England und Portugal.

00:08:53: Genau.

00:08:54: Einer der ältesten Länderverträge, die es damals gab und darauf basiert ja einiges.

00:09:00: Ja, das war ja so, also die Engländer, die Briten haben ja super gerne damals Claret getrunken, der kam aus dem Bordeaux.

00:09:08: Und die haben aber auch sehr gerne kräftigere Weine getrunken und irgendwann gab es mal wieder ein Handelskrieg zwischen Frankreich und England.

00:09:15: Und die Franzosen haben auf ihre Klarets, auf ihre Weine, aus dem Bordeaux sehr, sehr hohe Zölle gelegt.

00:09:20: Da haben die Engländer gesagt, ihr habt sie doch nicht mehr alle.

00:09:23: Wir suchen uns jemand anders, wie das manchmal so ist.

00:09:25: Und sind in diesem Zuge auf die Portugiesen gestoßen.

00:09:29: Bei den Portugiesen gibt es ein Nationalgericht, das nennt sich Bakalau.

00:09:33: Das ist Stockfisch.

00:09:35: Der beste Stockfisch wird aus Kabeljau gemacht.

00:09:37: Der beste Kabeljau ist in nordischen Gewässern zu Hause.

00:09:40: Und so kam es eigentlich zu diesem Vertrag, dass die Portugiesen ... Unterschrieben haben eben halt in englischen oder britischen Gewässern Fischen zu dürfen.

00:09:51: Und die Briten die haben gesagt okay dafür nehmen wir Agrarprodukte von euch ab.

00:09:56: und so ist es eigentlich zu diesem Vertrag gekommen.

00:09:59: Die einen duften Fisch haben die anderen bekamen Trauben und Wein.

00:10:03: Und soweit ich weiß waren es zwei Handelsleute die... im siebzehnten Jahrhundert nach Porto gefahren sind, dort im Hinterland ein bisschen umhergestülbert haben, in einem Kloster gefunden haben, das ist ein tolles Deutsch, in einem Kloster eine Weinspezialität gefunden haben, die aufgespritet war, die die Mönche damals genutzt haben, um den Wein haltbarer zu machen.

00:10:27: Und daher heraus entstand dieser Gedanke, diese Problematik, die herrschte, wenn man ein portugiesischen Wein nach England verschifft hat und der eben nicht mehr stabil ... den zu stabilisieren.

00:10:39: Ja, so ist auch meine Erkenntnis.

00:10:40: Trotzdem frage ich mich immer wieder, wenn das nicht erforscht ist.

00:10:44: Wie kommt man auf die Idee, einfach Schnaps ins Fass zu kippen?

00:10:48: Muss da eigentlich ziemlich betrunken gewesen sein, um so was Tolles herauszufinden.

00:10:52: Ich will nicht wissen, was die damals alles gemacht haben.

00:10:56: Aber es gab auch niemals diesen Erfinder oder diesen wirklichen, den Punkt oder wo man sagt, ab heute machen wir das so, sondern das war ein Learning Process.

00:11:04: Genau, das war Learning Process.

00:11:06: Also die Fässer, die ja nach London geschifft wurden.

00:11:09: Die sind eben halt nicht so stabil da angekommen.

00:11:11: Logisch, wenn die Fässer in den Schiffsbäuchen rumliegen und es ist warm und da unten ist ja wahrscheinlich noch wärmer drin.

00:11:18: Logisch, das ist halt nicht stabil.

00:11:20: Man hat ja damals auch schon auch geschönt.

00:11:25: Zum Beispiel mit Gipsum, also eigentlich ein Säuremanagement könnte man eigentlich sagen, durfte man auch schon machen oder hat man gemacht, eigentlich seit die Griechen haben das ja schon gemacht.

00:11:37: Und dann kam eben halt dieses Spritten dazu.

00:11:38: Finde ich schon sehr interessant, dass man das festgestellt hat und so getan hat.

00:11:43: Ich

00:11:43: denke, das war andersherum.

00:11:44: Also man ging ja vorher schon hin, hat teilweise Brandweine.

00:11:49: nach Englern verschifft und die dann mit Wasser verdünnt, damit die nicht mehr so kräftig sind.

00:11:53: Und damit das eben nicht nach Wasser oder nach Brandwein schmeckt, hat man teilweise Weine dahin zugefügt.

00:11:58: Also, das ist eigentlich die Grundlage, der Brandwein war und der Wein das ganze Geschmack vollgemacht hat.

00:12:04: Und andersherum hat man dann gedacht, okay, wäre eigentlich ganz witzig, wenn wir was auch andersherum machen.

00:12:09: Witzig und interessant fand ich, dass ein Deutscher das erste Portweinhaus gegründet hat.

00:12:13: Ja, Kopke.

00:12:15: Genau, Christiano Kopke.

00:12:17: Und da ganz viel für die Region, aber eben auch für den Portwein selber gemacht hat.

00:12:21: Und dann erst später kam ja, der Ab von Lamego, der eben mehr oder weniger diese beiden Weinkäufer aus Liverpool seine Entdeckungen präsentiert hat oder gezeigt hat, wie die mit Haltbarkeit umgehen und wie die das Ganze machen.

00:12:38: Aber eigentlich kam ja dieser Staatsvertrag dann erst später im siebzehnten Jahrhundert und der richtige Durchbruch kam ja es viel später, siebzehnfünfzig?

00:12:48: Ja, siebzehntsechsundfünfzig.

00:12:51: Das erste klassifizierte Anbaugebiet weltweit von Makide Pomball.

00:12:55: Der war ja die rechte und die linke Hand des Königs.

00:12:58: Der König war ja eher... ähm, war ja eher an Partys und schönen Frauen und so interessiert.

00:13:05: Der hat sich also nicht so viel um die ganzen Staatsgeschäfte

00:13:08: geschehen.

00:13:08: Was ja grundsätzlich nicht verkehrt ist.

00:13:10: Was

00:13:10: ja grundsätzlich nicht verkehrt ist.

00:13:12: Da muss man halt echt jemanden an, jemanden an seiner Seite.

00:13:15: Genau.

00:13:15: Der

00:13:16: muss sich dann halt... Da muss

00:13:17: man sich legieren können.

00:13:18: Genau.

00:13:19: Und ähm, auf jeden Fall Makide Pomball.

00:13:21: Ähm, der hat das erste klassifizierte Anbaugebiet weltweit, siebzehn, sechs und fünfzig, so mit äh... Er rufen, sag ich mal, und das war ja auch diese Geschichte.

00:13:32: Also eigentlich war es ja so parallel dazu.

00:13:35: Ein Jahr vorher war ja dieser große Tsunami in Lissabon in der Hauptstadt.

00:13:40: Und alles ist zerstört worden dort.

00:13:43: Und um das hinterher wieder aufbauen zu können, hat man die Text, also den Zoll von diesem klassifizierten Anbaugebiet, von dem Portwein, genommen, um Lissabon wieder aufzubauen.

00:13:55: Das hat mir letztens jemand bei Taylor erzählt, fand ich auch superinteressant.

00:13:59: Wusste ich vorher zum Beispiel nicht.

00:14:01: Wusste ich nicht, hat auch nicht.

00:14:02: Ja, also ganz interessant.

00:14:03: Und deswegen ist eigentlich auch dieses Anbaugebiet klassifiziert worden.

00:14:06: Und der zweite Punkt des Jahr, wie die Menschen so sind, also der Wein, der Portrhein war super lecker und hat super gepasst für die Briten und auch für andere.

00:14:17: Und die Bauern, die angebaut haben, haben gedacht, naja, okay, dann nehmen wir da vorne nochmal was Minio daher.

00:14:24: Und aus dem Miniowerde nehmen wir auch nochmal ein bisschen was mit da rein.

00:14:27: Und der Wein wurde immer dünner und wurde immer schlechter.

00:14:31: Und so hat eben halt ist eben halt diese Umrandung eigentlich entstanden.

00:14:34: Und man kann das eigentlich ganz interessant, weil dieses ganze Anbaugebiet fast ausschließlich aus Schiefer besteht.

00:14:42: Ein bisschen Granit ist mit dabei, aber Schiefer und das ist eigentlich eher, das ist die Umrandung tatsächlich, die er sich damals ausgesucht hatte oder die eben halt dann die Umrandung gab, so könnte man sagen.

00:14:53: Nicht zuletzt wurde ja auch relativ viel gefälscht, also dass man nur Lunderbärensaft oder einfach Zucker hinzugefügt hat.

00:14:57: Und das wollte man damit umgehen, dass die Authentizität des Getränkes oder die Exklusivität des Getränkes erhalten bleiben.

00:15:04: Der hat ja dreihundertfünfe und dreißig Steinpfeiler in Bruttengerau.

00:15:09: Also die Markus Pompalinus.

00:15:12: um dieses Gebiet einzugrenzen, teilweise findet man die auch noch spannend, fand ich, während des Prozesses, als man eben sagte, wir wollen das so machen, dass dann entsprechend publiziert hat, dass ich glaube, über ein Monat hat man menschliche Pfeiler genommen.

00:15:27: Die mussten

00:15:28: dann da stehen mit dem Zettel.

00:15:30: Die standen

00:15:30: da.

00:15:32: Die haben geguckt, dass da keiner was rein oder rausbringt, dass das auch innerhalb dieses Gebietes mehr oder weniger eingehalten wird.

00:15:39: So ein Scheißjob.

00:15:42: Muss wirklich, wenn du den ganzen Tag stehst, dann gut.

00:15:45: Manche haben den Job noch im Museum.

00:15:47: Find ich in der Tat, einer der härtesten Jobs überhaupt, ist Museumswerter.

00:15:51: Also die müssten wirklich einen Orden bekommen.

00:15:54: Wenn du stehst, kannst du zwei Menschen angucken.

00:15:56: Aber ich glaub, da wird Zeit noch mal was ganz anderes.

00:15:58: Da wird Zeit zur Qual dann irgendwo.

00:16:00: Wahrscheinlich dann eben auch für diese menschlichen Steinpfeiler.

00:16:03: Dieser Makide-Bomball ist ja dann oftmals, das war ja so einer der, der auch extrem engagiert das ganze überwacht hat, hat sich als Bauer verkleidet, ist in die Weinkelle gegangen und wenn er irgendwo Holunderbärensaft gefunden hat, wo die gesamte Ernte dieses Weinbauern oder das Weingutes komplett konfizierten vernichtet.

00:16:23: Ja, richtig so.

00:16:24: Kann

00:16:24: man so sagen.

00:16:24: Aber krass, welche tun die damals an?

00:16:27: angewendet haben.

00:16:27: Aber der ist ja, aber Makide Pombal, das ist ja da ein kurzer Sidekick.

00:16:31: einmal zu Madeira, da war es ja auch so, die haben es mit roten Kirschaft haben, die den Madeira gestreckt und es mussten alle Kirschtbäume gefällt werden.

00:16:40: Das war auch Makide Pombal, der das durchgesetzt hat.

00:16:43: Krass.

00:16:44: Ja.

00:16:45: Aber es war so mehr oder weniger sein Lebenswerk und eigentlich erstaunlich, wie er da engagiert war und wie weit sich die er da auch mehr oder weniger?

00:16:51: Ja, also es muss wirklich, denke ich, ein sehr toller Staatsmanager Typ gewesen sein.

00:16:58: Next step.

00:16:59: Hast du was auf der Uhr?

00:17:00: Ich hätte so ein neunzehntes Jahrhundert.

00:17:02: Er erzählt doch mal.

00:17:03: Ich hake mich ein.

00:17:04: Also da gab es einen Baron Joseph James Forester.

00:17:09: Der hat ab achtzehnunddreißig das gesamte Duorotal kartografiert und war.

00:17:17: komplett eigentlich ein leidenschaftlicher Gegner des Aufsprittens.

00:17:19: Also hat damals schon das Potenzial des reinen Weins, wie er es selber nannte, erkannt und hat versucht diesen durchzusetzen und eben auch ganz ganz besondere Lagen herausgearbeitet.

00:17:32: Von ihm oder aus seiner Arbeit heraus resultiert auch diese Dreiteilung des Duroteils, wo man nachher vielleicht noch mal drauf eingehen können, was ich total spannend finde, weil das ganz ganz wenige irgendwie auf dem Schirm haben.

00:17:43: und der hat aber leider Den Umstand, dass ist er im Duro ertrunken ist, weil der Strom damals, das ist noch nicht mal die Tragik der Geschichte, weil der Strom damals von ganz vielen Stromschnellen durchzogen war.

00:18:00: Und man nach seinem Tod mehr oder weniger verschiedene Steinfelsen so weiter gesprengt hat, damit es eben diesen natürlichen Fluss dann gab.

00:18:08: Sein großes Problem war, dass der schwarze Lederstiefel voller Goldmünzen hatte.

00:18:13: Und als er über Bord gefallen ist, dann gab es keinen nach oben.

00:18:16: Ach du grüne Neune, das ist ja praktisch...

00:18:17: Natürlich scheiße, wenn du zu viel Geld in den Schuhen hast.

00:18:20: Wenn du zu viel

00:18:22: Geld hast.

00:18:23: Wichtig bei euch auf Sylt zu wissen, Alter.

00:18:26: Ja, das ist schon krass.

00:18:29: Geht nicht mit Schuhen voller Geld baden bitte.

00:18:31: Nein, auf gar keinen Fall.

00:18:36: Es wäre eigentlich auch, wenn man die Schuhe mal vor die Tür stellen würde.

00:18:39: zu Nikolaus, das wäre eigentlich nicht das Schlechteste.

00:18:43: Kann man was rausnehmen, statt was reintun.

00:18:45: Ja.

00:18:46: Das, was ich noch interessant fand, ist, dass er zwar im Prinzip ertrunken ist, aber es gab noch eine Begleiterin, die Donna Antonia Ferreira, und die hat ihr Leben eigentlich nur ... der Sekunde zu verdanken, dass sie dieser riesigen Reifröcke anhatte und die wirkten in dem Augenblick wie ein Rettungsring, da ist sie da mehr oder weniger in ihrem Kleid geschwommen, wurde gerettet und hat unglaublich viel auch fürs Duroteil beziehungsweise für die Bauern dort getan, während der Reblos-Katastrophe.

00:19:14: Ja, also das ja auch diese Reblos-Katastrophe ist ja so krass, sind ja insgesamt eighty-fünf Prozent weltweit an Traummateriales jetzt zerstört worden.

00:19:24: Das ist schon, stelle ich mir auch weiße Dein Biste da, da auf das angewiesen, was du da erntest.

00:19:31: Es ist ja sowieso so ein knüppelharter Job, also früher ja genauso.

00:19:34: Es ist super heiß im Sommer, es ist arschkalt im Winter und da bist du da drauf angewiesen und dann hast du da ja damals noch nicht mal Strom gehabt.

00:19:42: Strom ist ja super spät dahin gekommen und das sind alles so und dann kommt da die miese kleine Reblaus an und die zerstört dir einfach alles.

00:19:53: Na schon krass, ne?

00:19:54: Diese Frau Ferre hat den Bauern geholfen, auch geholfen neue Anbaumethoden zu initiieren und auch wirtschaftlich ganz vielen Bauern unter die Arme gegriffen.

00:20:04: Also daher eine ganz, ganz wichtige Persönlichkeit für die Region.

00:20:08: Und ich glaube, es gibt auch nach wie vor einen Orden, der jährlich an Frauen in Portugal verliehen wird, die sich für das Engagement der Frauen besonders auszeichnen.

00:20:19: Also daher ist sie noch allgegenwärtig dort.

00:20:22: Ja, also ich bin mir jetzt nicht ganz sicher, aber ich glaube, ihr habt doch auch die Kinder durch Vesuvio, die auch relativ weit an der spanischen Grenze hinliegt.

00:20:34: Im Superiore ist es, glaube ich, hinten.

00:20:35: Ich glaube, das hat ja doch auch ursprünglich mal gehört.

00:20:38: Genau, genau, genau.

00:20:38: Das ist dann

00:20:38: von Simmings hinterher aufgekauft worden.

00:20:42: Ja, das ist schon, also diese ganze... Diese ganze Historie finde ich.

00:20:46: Und das, was da ja eigentlich passiert ist, die Bauern, das, was ich vorhin schon kurz einmal gesagt habe, die haben ja auch keine Möglichkeiten.

00:20:54: Es gab ja auch keine Straßen und nichts.

00:20:56: Also das heißt, die waren ja darauf angewiesen auf Boote, die eben halt auch mit diesen Stromschnellen umgehen konnten und haben die Fässer dann auf die Boote gepackt und haben die dann nach Villanova de Gaia geschifft.

00:21:08: Und damals war es ja so, dass, ah, das war ja früher auch so, die durften ja nur... Portweine sich nennen die Weine wenn sie in Villanova de Gaia in so großen Lodges gelagert worden sind.

00:21:19: Und da haben die Bauern das dann hingefahren, da ist es dann von den Vertreibern, sag ich mal, von den Handelshäusern angenommen worden und die haben das dann gelagert und das wär eben halt keine Lodschter hatte.

00:21:30: konnte auch kein Portwein produzieren.

00:21:32: Es gibt zum Beispiel Kinder de la Rosa, die sitzen bei Pinao.

00:21:36: Da hat uns so Feier, die Besitzerin hat uns auch mal erzählt, ganz früher haben sie eben halt immer einen Sandemann verkauft.

00:21:46: Und das war früher noch gut, ganz früher.

00:21:48: Und dann irgendwann wurde es eben halt auch eher ein ... Ja, ein eher massentaugliches Produkt, sag ich mal.

00:21:54: Und die waren eben halt ganz traurig hinterher.

00:21:57: Bis sie eben halt ... Wir waren das, als Portugal zur EU beigetreten ist, ist diese Regelung aufgehoben worden.

00:22:04: Man darf Portwein jetzt auch wieder Portwein nennen, wenn er nicht in Villanova de Gaia gelagert wird.

00:22:08: Also praktisch im Durotal in den Kinders selber.

00:22:12: Und ... Das ist halt auch so, finde ich auch krass, dass es einfach damals so geregelt war, ne?

00:22:18: Das war ja in dem Jahr... Das war in den Jahr... Das war in den Jahr... Das war in den Jahr... Das war in den Jahr... Das war in den Jahr... Das war in den Jahr... Das war in den Jahr... Das war in den

00:22:27: Jahr... Das war in den Jahr... Das war in den Jahr... Das war in den Jahr... Das war in den Jahr... Das war in den Jahr... Dein Wein eben halt, du bist ja auch gefahren mit dem Boot aus, also wie du das schon gesagt hast.

00:22:42: Und die hat wahrscheinlich nicht so viel Geld, die konnten dann schwimmen in den Schuhen.

00:22:48: Aber den bist du dann ja auch ausgesetzt, diesen Stromschnellen und den Gefahren bist du dann da angekommen, um alles dahin zu bringen.

00:22:56: Ganz großer Durchbruch war auf alle Fälle die Eisenbahnstrecke, die die Güter vom Wasser aufs Land gehoben hatten, dann später die LKWs, die das noch einfacher gemacht haben.

00:23:07: Aber diese Bahnstrecke ist ja der Oberknaller, bist du mal gefahren?

00:23:10: Ich habe es leider noch nie geschafft.

00:23:11: Ich habe mir das immer vorgenommen.

00:23:12: Das ist einer meiner Tudus.

00:23:14: Aber es war bei mir immer so ein Zeitproblem, dass ich entweder gefahren wurde, wenn wir irgendeine Kinder besucht haben oder selber dort unterwegs war, wenn ich in Portugal war, aber leider noch nicht unbedingt.

00:23:25: Es schwärmt jeder von.

00:23:26: Und für mich einen der großen Tudus, gerade wel auch jeder, sagt, die aller, aller schönsten Gegenden, diese ohnehin sehr imposanten Tals, sieht man nur entweder vom Wasser oder von der Bahn aus.

00:23:38: Ja, das ist, also ich bin auch damals erstes Mal, als ich da war, hier mit unserer Truppe, was ich vorhin schon erzählt habe, sind wir ja auch ins Total rein.

00:23:45: und sind dann mit dem Zug nach Pinau.

00:23:48: Da sind wir, ne, eine weiter, eine Station weiter als Pinau, glaube ich.

00:23:52: Und da sind wir auf der Kinderdorsch mal wedersch von Graham's gewesen.

00:23:57: Das erste Mal war ich da.

00:23:59: Das war so traumhaft, also dieses tolle Herrenhaus.

00:24:02: Und ich kann mir, wenn man da drin ist, man kann sich richtig vorstellen, wie sich das damals angefühlt hat, wenn man da gelebt hat und also... Wenn man die Möglichkeit hatte, als Handelshaus da, sich auch Kinders zu kaufen, das war ja auch wieder eine Geldfrage am Ende des Tages, ne?

00:24:18: Also wirklich, also super beeindruckend.

00:24:20: Und es gibt ja auch direkte Haltestellen von Kinders.

00:24:23: Also wenn du mit dem Zug fährst, kannst du direkte Haltestelle Taylors, kannst du aussteigen bis direkt da.

00:24:29: Oder es gibt auch Kinder de Vesuvio, ist auch direkt die Haltestelle zu der Kinder.

00:24:34: Völlig witzig, weil woanders kannst du ja auch nicht hin.

00:24:38: Also, da gibt's ja nichts drumherum.

00:24:40: Das ist eine der Maszi-Weinregionen, die man in seinem Leben, wenn man irgendwie auch nur annähernd weint, interessiert ist, mal gesehen haben muss.

00:24:47: Weil die Mosel ist schön, aber Sturro ist noch mal eine ganz andere Hausnummer.

00:24:51: Ja, es ist so beeindruckend.

00:24:52: Vor allem, es sind ja auch diese terrassierten Anlagen, die man da hat.

00:24:57: Das

00:24:57: ist ja auch noch mal was anderes, als wenn wir die haben ja nicht dieses Vertikale, wie wir das haben hauptsächlich in Deutschland, sondern es ist ja wirklich alles terrassiert und es ist ja auch nicht mit Mörtel zusammengehalten, sondern da mussten die ja damals, mussten sie sich die Steine angucken und dementsprechend diese Terrassen zusammen.

00:25:14: Basteln, sag ich mal.

00:25:15: Und es ist jetzt ja auch nicht gerade... Es ist jetzt ja auch nicht gerade flach die Region.

00:25:20: Also das ist schon super anstrengend, bis du das dann auch gemanagt hast.

00:25:23: Ich glaube, heute gibt es nur ganz wenige, die, wenn mal was kaputt geht, dass dementsprechend auch wieder reparieren können, dass es auch hält.

00:25:30: Über so viele Jahrhunderte muss es ja auch halten.

00:25:32: Und die Hangleigung ist ja... Also man sagt im Schnitt dreißig Prozent Hangneigung.

00:25:37: Ich finde zu diesem Vergleich ganz gut, wenn man eine Treppe nimmt im normalen Hausflur, die hat sechzig Prozent Hangneigung und hat aber Stufen.

00:25:47: Und wenn man eben dreißig Prozent ist, ist es mehr oder weniger.

00:25:49: Und das im Schnitt gesehen.

00:25:51: Also es gibt ja manchmal auch flache, flache Ebenen.

00:25:53: Also teilweise hast du da auch sechzig prozentige Hangneigung, die richtig also imposant aussehen.

00:25:59: Aber zurück zur Geschichte.

00:26:02: Wie spricht man das eigentlich aus?

00:26:04: Wie sagst du?

00:26:04: IVDP oder IVDP oder Instituto dos Vinos de Duro oder wie?

00:26:11: Wie kann man das am besten aussprechen?

00:26:13: Also ich sage immer Port, weil ein Institut.

00:26:15: Ja super.

00:26:16: Schön.

00:26:17: Ich mag ein Packet mit

00:26:18: Mega.

00:26:19: Ja super.

00:26:20: Ja vor allem du hast alles damit gesagt.

00:26:24: Ich glaube wir Deutschen verstehen es auch, Institut.

00:26:26: Genau.

00:26:28: Ja und das Institut tut ja auch das, was ein Institut tut.

00:26:32: Also es ist ja ursprünglich.

00:26:35: Also ganz ursprünglich ist es ja ein Konsortium gewesen, das ist auch parallel entstanden.

00:26:44: mit der Klassifizierung des Durotals ist ja der Grundstein für dieses Portwain-Institut gelegt worden, die auch damals schon die Kontrollen durchgeführt haben.

00:26:54: Wahrscheinlich war es Export und so was alles war.

00:26:57: Und das ist ja auch richtig spannend, wenn man sich das mal überlegt.

00:27:00: Ich kann ja nicht jedes Jahr hingehen und sagen so.

00:27:02: Jetzt, heute dieses Jahr mache ich ein Vintage-Port und dann sagt erst mal das Institut, äh, äh, müssen wir erst mal gucken, ob du überhaupt einmachen darfst dieses Jahr.

00:27:10: Ist ja schon krass eigentlich, ne?

00:27:12: Aber das limitiert das Ganze natürlich auch, dass es nicht eine Marktschwämme gibt.

00:27:17: Wodurch der eben relativ selten dann auch geworden ist, also man sagt zwei bis drei Jahrgänge, zumindest historisch.

00:27:22: Pro

00:27:22: Dekade, ne?

00:27:24: Prodekade, ja.

00:27:24: Das überschneidet sich so teilweise.

00:27:26: Wir werden jetzt schon über Vintage-Port reden.

00:27:28: Sollen wir über die verschiedenen Kategorien sprechen?

00:27:30: Welches da eigentlich gibt im Dorotal?

00:27:33: Oder was für Port, weil ich irgendwo finden kann?

00:27:36: Ich glaube, kurzer Haken dran ist Roseport, was ja relativ kurzzeitig ist oder neuzeitlich ist.

00:27:45: Die bessere Formulierung.

00:27:46: Ja,

00:27:47: Pinkport.

00:27:48: Pinkport, hast du ihn mal probiert?

00:27:50: Ich glaube ja, ich habe es aber vergessen.

00:27:54: Okay, das dazu.

00:27:55: Aber findest du es gut?

00:27:56: Also findest du diese neuzeitliche Entwicklung, also jetzt auch keine Ahnung, White Port Tony oder das Port Wine teilweise auch aus Absatzgründen?

00:28:07: Als Cocktail, Beigabe oder Grundlage fossiert wird, findest du das spannend und neu zeitlich und damit eröffnet man einen neuen Markt entweder rein vom Territorium oder von der Altersklasse.

00:28:22: oder findest du es schade, weil die Aristokratie dieses Getränkes damit auf der Strecke bleibt.

00:28:28: Was ist deine Meinung?

00:28:29: bin da ein bisschen ambivalent.

00:28:31: Also auf der einen Seite finde ich, es ist super wichtig, dass Menschen ja auch erstmal rangeführt werden an so ein Produkt.

00:28:38: Weil wenn die meisten, die ja Portweintrinken, entscheiden sich ja, wissen ja zum Beispiel gar nicht, was es denn überhaupt ist, sondern die wissen nicht, dass es gespritet ist.

00:28:49: Die wissen nicht, dass es so um die neunzehn bis zwanzig Volumenprozent hat.

00:28:52: Die denken ja, es ist Rotwein, süßer Rotwein vielleicht.

00:28:55: Und ich finde, Ich finde, das ist schon wie eine Einsteigerdroge.

00:29:01: Wenn man ein Portionik trinkt oder wenn man White Port für irgendwas nimmt für Cocktails oder auch so ein Pink Port, finde ich auch es eher wie eine Einsteigerdroge zu beachten oder zu betrachten.

00:29:14: Auf der einen Seite finde ich das gut.

00:29:15: Auf der anderen Seite, wenn man sich dann doch viel mehr damit auseinandersetzt, denkt man so, also so was brauchst du wirklich nicht bei dir im Kühlschrank haben oder das möchte ich auch einfach nicht verkaufen.

00:29:26: weil das ist einfach nicht die Qualität, die ich mir einfach vorstelle.

00:29:30: Aber das ist dann auch eine persönliche Meinung.

00:29:32: Deswegen bin ich da echt ambivalent zu.

00:29:36: Das ist so Pinkport.

00:29:38: Wir waren letztens bei Nieport und der hat gesagt, wenn wir jemals Pinkport produzieren, das könnt ihr richtig groß schreiben.

00:29:46: Dann könnt ihr direkt

00:29:47: zumachen.

00:29:48: Das war ziemlich lustig.

00:29:50: Nein, aber ... Ich glaube schon, dass es schon seine Daseinsberechtigung hat.

00:29:54: Aber so sind ja auch verschiedene andere Nischen entstanden.

00:29:57: Zum Beispiel LBW.

00:29:58: LBW hat Taylors erfunden.

00:29:59: Und zwar jetzt erzähle ich schon über die ... Nee, wir sollten vielleicht noch mal zurückgehen und erst mal erklären, was ein LBW ist, oder?

00:30:05: Gerne.

00:30:06: Also das war vielleicht die verschiedenen Kategorien, hätte ich gedacht.

00:30:08: Und dann die Herstellung, wie Port eigentlich gemacht wird.

00:30:11: Und was das besondere bei den Lagaris ist und so weiter.

00:30:13: Also da große Unterscheidungen.

00:30:15: Es gibt ja mehr oder weniger ... Gut, es gibt Rosé, den hatten wir.

00:30:19: Dann weiß und rot.

00:30:21: Ja, genau.

00:30:22: Und

00:30:24: wenn man die Portugiesen fragt, aus welche Farbe hat Portwein, ist die richtige Antwort immer rot.

00:30:30: Also das roten Trauben produziert, habe ich gelernt.

00:30:34: Und da gibt es ja dann einfach, es ist eigentlich relativ simpel.

00:30:37: Es gibt zwei Kategorien dabei.

00:30:39: Es gibt einmal die... Roten Portweine, die reduktiv ausgebauten Portweine, die heißen Ruby Port als Oberkategorie Ruby von Rubinfarben.

00:30:48: Und es gibt die braunen Portweine, die Tawny Ports.

00:30:51: Tawny ist einfach der Begriff einer leicht bräunlichen Farbe, ein englischer Begriff.

00:30:56: Und das sind einfach oxidativ ausgebauten Portweine.

00:30:59: Und innerhalb dieser Variante gibt es einfach verschiedene Qualitätsstufen.

00:31:02: Und ich finde, wenn man sich das einmal grundsätzlich gemerkt hat, ist es eigentlich relativ einfach.

00:31:07: Die Qualitätsstufen muss man sich gar nicht so... merken finde ich, sondern wenn man weiß, okay die roten sind er fruchtig, berig und so weiter und die braun sind er so toffee, kaffee, kaffee, nussig und so weiter, ist man schon ganz weit vorne.

00:31:20: Also wenn man den einen dann mehr oder weniger auch mit dem Rotwein, die soll ja einen Rotwein-Charakter haben, so kann man sich einen Rotwein vorstellen von der Struktur, von der Gussatorik und der andere ist halt tiefsinniger, weicher.

00:31:31: Es passt eigentlich wie ein ... Rosé klingt negativ, aber muss es gar nicht sein, wie so ein Roséwein mit der Tiefe, mit der Eleganz.

00:31:38: Also ich würde es vielleicht tatsächlich eher wie vom Feeling her wie ein Likör betiteln.

00:31:43: Stimmt.

00:31:44: Also

00:31:45: finde

00:31:46: ich jetzt eigentlich.

00:31:48: Und bei den roten Portweinen haben wir halt immer dieses Reduktiv ausgebaut.

00:31:53: Reduktiv bedeutet immer von der Luft abgeschlossen.

00:31:55: Also ohne Luftzufuhr.

00:31:57: Und da haben wir als einfachen den Rubyport.

00:32:00: Ganz einfacher Rubyport, unkompliziert.

00:32:03: Ich weiß gar nicht genau, ich glaub, vier bis vier Jahre oder sowas im Fass gereift.

00:32:09: Riesige Fässer sind das.

00:32:10: Ich weiß gar nicht, wie viele Liter da drin sind.

00:32:12: Siebzehntausend?

00:32:13: Also, ein Rubyport sollte maximal zwei Jahre im Fass liegen.

00:32:19: Ein Winter schon später, da kommst du gleich drauf, drei bis vier Jahre und ein LBW vier bis sechs Jahre.

00:32:27: Achtzehn bis vierundzwanzig Monate sollte für ein Ruby maximal erreicht werden, um diesen Rotweinkarakter zu erhalten.

00:32:34: Und dann ist es eben halt wirklich, wenn du so einen ganz einfachen schönen Rubyport hast, dann hast du am besten als ... Wirklich was von Hollundern.

00:32:44: Es ist auch witzig, dass du das vorhin noch kurz erwähnt hast.

00:32:46: Das hat wirklich den Charakter von Hollunderbären-Saft.

00:32:49: Ich weiß nicht, meine Mutter hat mir das als Kind manchmal eingeflößt.

00:32:57: Horto, eighteenhundert-achtzig.

00:33:11: Ein junger Mann, gerade einundzwanzig Jahre alt, steht am Hafen von Villa Nova de Gaia und schaut über den Doro.

00:33:17: Er ist kein Winzer, kein Inologe, nicht einmal ein Geschäftsmann im klassischen Sinne.

00:33:23: Er ist Künstler.

00:33:25: Adriano Ramos Pinto.

00:33:27: In seinen Taschen ein paar Skizzen, viel mutend eine Idee, die absurd klingt.

00:33:31: Er will Portwein nach Brasilien verkaufen.

00:33:34: Und jetzt wird es interessant, nicht irgendein Portwein, nein, seinen eigenen.

00:33:38: Aus Kinders, die noch gar nicht ihm gehören.

00:33:40: Mit einem Marketing, das es noch gar nicht gibt.

00:33:43: Und er macht es.

00:33:44: Innerhalb von zwei Jahrzehnten wird Casa Ramos Pinto für die Hälfte des nach Südamerika exportierten Portweins verantwortlich sein.

00:33:53: Nicht weil Adriano Besser vinifiziert er als andere.

00:33:56: Sondern weil er dachte wie kein anderer.

00:33:58: Er ein Warf-Werbeplakat im Jugendstil, die aussahen, als hätte Alphonse Mucher sie gemalt.

00:34:02: Er baute eine Marke, bevor es das Wort Branding überhaupt gab.

00:34:06: Er verstand, das war nicht nur Terrorbrauch, sondern auch Theater.

00:34:10: In den letzten Jahren holte er sein Bruder Antonias Boot, ein Fotograf, ein weiterer Kreativer.

00:34:16: Zusammen verwandelten sie Casaramo Spinto in eine Maschinerie aus Qualität, Ästhetik und globalem Ehrgeiz.

00:34:24: Und dann, da passiert etwas Unerwartetes.

00:34:26: Die Familie Rousseau.

00:34:28: Ja, genau, die Eigentümer von Champagne-Louis-Röderer.

00:34:30: Ja, den berühmten Champagne-Haus-Röderer.

00:34:33: Kauft Ramos Pinto.

00:34:35: Nicht aus Gier, nicht aus Inspansion, sondern weil Jean-Claude Rousseau nach Ervermäurer fuhr.

00:34:41: Eines der abgelegensten, steilsten, härtesten Kindes im Duo-Superior und sagte, once you go there, you're taken.

00:34:49: So beginnt die zweite Ehre von Ramos Pinto, eine Ehre... in der Champagner-Philosophie auf Portweinhand wegdrüpft.

00:34:56: Eine Ehre, in der Präzision, Geduld und Langfristigkeit nicht Konzepte sind, sondern Religion.

00:35:03: Und genau hier in diesem Schnittpunkt aus Künstler-Tubon-Tradition entsteht der Porto Fintoni A.o.o.i Kein Text über Ramos Pintos vollständig ohne Juao Nicolau de Almeida.

00:35:16: Geboren in den Porto, Sohn von Fernando Nicolau de Almeida, dem Schöpfer von Barca Vella, Portugals ikonischem Rotwein und Maria Rosé Ramos Pinterosa ist eine Nachfahren der Ramos Pinterfamilie.

00:35:29: Joao studierte Önologien Frankreich im Bordeaux und Dijon.

00:35:32: In den letzten Jahren kam er zu Casa Ramos Pinterosa und er revolutionierte alles.

00:35:38: Zu einer Zeit, in der die meisten Douros noch sagten, es ist alles schiefer, was gleich ist.

00:35:43: Für die Joao eine Serie von Studien durch, die das Douroterroir neu kartierten.

00:35:49: Er identifizierte die fünf empfohlenen Rebsorten für die Region.

00:35:53: Toriga Nacional, Tintaror Rij, Toriga Franka, Tintar Barocka und Tintar Kau.

00:35:59: Und was Torny genau heißt, ist das Erklemmens-Berbel während des Podcasts.

00:36:02: Deswegen möchte ich mir auf dem Porto Feintorny A-nullnull eins von Ramos Spinto konzentrieren.

00:36:08: A-nullnull eins klingt nach Labor, also nach Chargennummer, irgendwie nach Industrie.

00:36:13: Aber das ist genau das Gegenteil.

00:36:15: Es ist eine interne Kodierung für einen bestimmten Blend.

00:36:19: Eine bestimmte Assemblage, die über Jahre hinweg konsistent gehalten wird.

00:36:24: Jede Schasche ist ein bisschen anders, andere Jahrgänge, andere Faschauswahl, aber der Stil bleibt immer gleich.

00:36:30: Fein Torny im Stil von Ramos Pinto.

00:36:32: Das Arsch steht vermutlich für Assemblage oder einfach für die erste Kategorie im Archiv.

00:36:38: Die Null und Eins ist die Nummer des Blends, innerhalb der Kategorie.

00:36:42: Das ist die Art und Weise, wie große Häuser arbeiten.

00:36:45: Sie schaffen keine Einzelweige Unikarte, sondern Stilkontinuität über Jahrzehnte.

00:36:50: Das ist die Kunst der großen Tornihäuser.

00:36:53: Jedes Jahr ist anders, aber der Wein schmeckt immer nach Ramos Pinto.

00:36:57: Der Feintorni A-N-O-N-L-I ist das Ergebnis von Hunderten von Entscheidungen.

00:37:02: Er ist keine Inspiration, er ist Architektur.

00:37:04: Die Basis Jüngere Weine, so drei bis vier Jahre alt, fruchtig und lebendig.

00:37:08: Die Mitte Reifeweine, fünf bis sieben Jahre alt, mit mehr Nuss und Karamell.

00:37:13: Der Accent.

00:37:14: Manchmal ein

00:37:15: Horch von

00:37:15: älterem Material, also acht bis zehn Jahre für die Tiefe.

00:37:18: Das wird kivitiert, das wird verkostet, das wird angepasst, das wird gefiltert, stabilisierten, abgefüllt.

00:37:24: Und jedes Jahr ist der Blend ein bisschen anders, aber der Stil bleibt.

00:37:28: Und das ist die Magie von Ramos Pinto.

00:37:31: Und der Porto Feintoni, A-N-O-N-O-L, eins von Ramos Pinto ist kein Wein für große Momente.

00:37:37: Er ist ein Wein für echte Momente.

00:37:39: Nicht für die Hochzeit, nicht für das Jubiläum, nicht für den fünftigsten Geburtstag, sondern für den Dienstagabend, an dem du einfach ein Glas Schönheit willst, den Apparativ, der das Gespräch startet, nicht beendet.

00:37:50: Dass das sehr, dass ohne ihn nur halb so gut wäre.

00:37:54: Den Moment, in dem du merkst, ah, deshalb liebe ich Wein.

00:37:59: Es ist der Wein, der beweist, dass Perfektion nicht laut sein muss.

00:38:03: Es ist die Antwort auf die Frage, was ist eigentlich Eleganz?

00:38:08: Und er ist... Verdammt nochmal einfach köstlich.

00:38:12: Vielen Dank für diesen großartigen Wein, dem Haus Ramos Pinto, natürlich dem deutschen Importeur, dem Handelshaus Schlumberger.

00:38:29: Holunderbären, barm Holunderbärensaft, fand ich damals nicht so schön.

00:38:34: Heute finde ich es aber eigentlich gar nicht so schlecht, das Aroma.

00:38:37: Nur deswegen muss ich häufig, wenn ich das rieche, dieses Aroma an die Situation denken.

00:38:42: Und Holunderbärensaft hat das häufig und dazu am besten so einen schönen... Blau Schimmelkäse, so einfach unkompliziert.

00:38:50: Weißt du da, was auch richtig gut ist mit so einem einfachen Rubyport?

00:38:53: Du nimmst den Blau Schimmelkäse und mischt einfach den Rubyport damit rein.

00:38:57: Also einmal so durchmatschen und das Ganze packst du dir dann auf ein Früchtebrot.

00:39:02: Das Früchtebrot tränkst du vorher noch mit ein bisschen Schwarztee.

00:39:05: Dann machst du deine Käse, Creme da drauf und dann hobelst du einfach so ein bisschen rohen, grünen Sellerie, Stangen-Sellerie drauf.

00:39:12: Das ist der absolute Oberknaller und völlig unkompliziert zu machen.

00:39:16: Und damit bist ich schwöre dir, der absolute Oberhit auf jeder Party.

00:39:22: Boah, also wenn allein für eine Vorstellung bin ich da, bin ich butter.

00:39:27: Ja, das ist super köstlich, kann ich wirklich sehr empfehlen.

00:39:30: Also Ruby port einfacher Ruby port.

00:39:32: dann gibt's ja Ruby Reserved.

00:39:33: der liegt einfach ein bisschen länger hat aber auch vom Prinzip den gleichen Charakter also erstmal so basic.

00:39:40: Beim Ruby Reserved der hieß früher Vintage Charakter wenn man damit versucht hat einen eigentlich Vintage Port nachzuarmen und will das aber.

00:39:48: Ja missverständlich sein kann hat man den ich glaube zwei tausend zwei als ruby reserve oder reserve ruby port um benannt.

00:39:56: Das fand ich eigentlich auch so ganz ganz interessant.

00:39:58: wenn man irgendwo meine alte flasche vintage character.

00:40:01: Findet dann ja weiß man was ich darin da bewirkt.

00:40:05: darf ich dich fragen hatten ruby port ähnlich wie dann?

00:40:07: später kommt später drauf ein torny auch jahrgangs angaben oder also so zehn zwanzig treißig oder gibt es das dort nicht.

00:40:13: Nee, das gibt's da nicht.

00:40:15: Ich hab jetzt auch, wüsste auch nicht, dass da draufsteht, wann er abgeführt wurde.

00:40:21: Das hast du ja bei den ganzen Tonys.

00:40:24: Aber bei dem wüsste ich das jetzt nicht, dass es draufsteht.

00:40:27: Ich sag mal, das ist ja so ein Rubyport, deswegen steht ja auch kein Jahr drauf.

00:40:31: Es ist ja, ich sag mal, das nennt's Coca-Cola-Verfahren.

00:40:34: Ist jetzt ein bisschen böse ausgedrückt, aber es ist ja trotzdem, das Produkt soll vor zehn Jahren schmecken wie jetzt, wie in zehn Jahren.

00:40:41: Soll immer gleich sein.

00:40:43: Und dann hast du ja wie beim Champagne auch verschiedene Reserveweine und dann ist der Kellermeister, die blenden das dann dementsprechend das... Ich sag mal bei Graham's zum Beispiel, der Six Grapes soll halt immer gleich schmecken.

00:40:57: Das muss eben halt ein Profil sein.

00:40:59: Wir haben mal versucht, wir haben mal so eine Schulung gehabt und haben halt versucht, das Aroma, also nicht das Aroma, sondern den Wein selber herzustellen.

00:41:08: Ein bisschen von dem Wein, bisschen von dem Wein, bisschen von dem.

00:41:11: Und meins ist völlig in die Hose gegangen.

00:41:13: Dann sind da aufgelöst worden, wie viel Prozent, wovon eben halt da drin waren.

00:41:17: Und ich hab irgendwas kreiert, aber nicht das.

00:41:20: Aber ich bin auch kein Länder, also ich...

00:41:23: Ist aber auch ein schwerer Job, ne?

00:41:24: Also wenn man das einmal so macht, dann merkt man, was vor allen Dingen die haben einen geschmacklichen Sinn und versuchen aus diesen vielen Farben diesen Geschmack dann irgendwo heraus zu konstruieren.

00:41:32: und das über die Jahre mit all den Unterschiedlichkeiten, die es dort gibt, finde ich krass.

00:41:37: Also ähnlich wie in der Schampagne, da hat man es ja auch über Jahre praktiziert, dass man versucht den Geschmack des Hauses immer wieder zu spiegeln.

00:41:44: Und da musst du ja auch immer bedenken, was hast du denn noch im Keller liegen?

00:41:47: Wo müssen wir mitarbeiten?

00:41:49: Wo müssen wir jetzt safe mitarbeiten?

00:41:50: Weil das muss jetzt auch mal aus den Fässern raus.

00:41:53: Was auch immer, ne?

00:41:54: Es wird nicht besser da drin, wie auch immer, keine Ahnung.

00:41:56: Ich bin da, ich hab ja auch immer nur mit dem Endprodukt zu tun.

00:41:59: Deswegen zum Beispiel Fassproben, find ich super schwierig, weil ich einfach nichts damit zu tun hab im normalen Leben.

00:42:05: Also dann immer so, stell dir das und das vor.

00:42:07: Pro.

00:42:10: Stell dir die Hefe weg.

00:42:13: Man muss nicht alles können.

00:42:14: Ne, muss man nicht.

00:42:17: Lateboard Advantage, LBW.

00:42:20: Ja, LBW.

00:42:21: Wir sagen ja immer LBW, das ist für die, die nicht warten können.

00:42:26: Also ein Wein, ein Rubyport mit einem Mit einem Vintage Charakter also aus einem einzigen Jahr.

00:42:35: also da kann man nicht sagen ist es Krokakola Verfahren sondern das ist natürlich auch ein begrenztes Produkt, weil aus diesem einen Jahr gibt es eben halt nur so und so viel.

00:42:44: und weißt du nicht wie der entstanden ist.

00:42:48: LBW ist von Taylors erfunden worden und es war damals so, dass die nach den Weltkriegen, die Briten haben ja halt sehr gerne und sehr viel Port getrunken.

00:42:56: Und die Menschen sind aber in die Städte gezogen und hatten keinen Platz mehr, keinen Keller mehr, wo sie Portwein lagern können, weil Vintage-Port muss ja lange gelagert werden.

00:43:06: Aber die hatten keinen Platz dafür und die hatten auch einfach kein Geld mehr.

00:43:10: Und so hat Taylors tatsächlich ein LBW erfunden, Late Bottled Vintage und zwar für die Menschen, die in die Städte gezogen ist.

00:43:17: Ohne Keller und ohne Geld.

00:43:19: So ist LVV entstanden.

00:43:21: Witzig, ne?

00:43:21: In

00:43:23: den ersten Jahrgang, LVV, gab es in den ersten Jahren in den letzten Jahren.

00:43:26: Daher ist es eigentlich schon relativ lange, aber im Rückblick der gesamten Portgeschichte, eigentlich eine ganz kurze Story, aber Zeit

00:43:33: gemis.

00:43:33: Es ist, neunzehnundzebzig ist es klassifiziert worden.

00:43:36: Erfunden ist es vorher.

00:43:38: Okay.

00:43:39: Also durfte man das ...

00:43:41: Genau.

00:43:41: Wir gänsten uns toll, toll.

00:43:43: Oder?

00:43:44: Was spart mit dir?

00:43:48: Ja, und ich finde so ein schöner Elby, wie ich finde, das ist einfach ein Superpreisleistungsverhältnis, finde ich.

00:43:53: Das ist eben halt, ist etwas komplexer als ein Rubyport.

00:43:57: Es ist etwas, ja, hat ein bisschen mehr Charakter auch mit dabei, finde ich einfach durch den Jahrgang, den man dann hat.

00:44:03: Und vom Preis her ist es aber nicht so unglaublich teuer wie ein Vintageport, sondern es ist eben halt absolut etwas, was man auch für den täglichen Gebrauch

00:44:15: benutzen

00:44:15: kann.

00:44:17: Und was ja auch ganz spannend ist, es gibt ja – und das ist ja ein großes Thema bei diesen roten Portweinen, bei diesen reduktiv ausgebauten Portweinen – und die große Frage, die sich immer stellt, ist dieser Port.

00:44:29: Ist der gefiltert oder ist er nicht gefiltert?

00:44:33: Und da ist ja alle Ruby Ports, die sind ja gefiltert, die haben keinerlei Depot mehr mit dabei, die einfachen, also Ruby oder Ruby Reserve.

00:44:41: Beim Elbiewies ist es so ein bisschen ambivalent.

00:44:44: Da kann es ja sein, dass der Winzer sagt, das ist aber so gut, was ich hier habe.

00:44:50: Und das kann richtig liegen.

00:44:51: noch, das möchte ich, dass es lagert.

00:44:53: Dann wird er es nicht filtrieren und wird es mit einem normalen Korken, den man kennt, verschließen.

00:44:59: Und wenn er aber sagt, Mensch, das ist ein super LBW, der ist aber auch jetzt direkt für den Verzehr geeignet, dann wird er ja diesen Pilskorken.

00:45:08: Weißt du, wie heißen die Dinger?

00:45:12: Mit dieser Plastikkapsel und dann diese kleinen Pilskorken.

00:45:15: Das sieht man dann schon sofort.

00:45:18: Wenn man so eine Flasche, wenn man die Kapsel abschneidet, ein LBW, und dann sieht man, okay, liegen lassen oder nicht.

00:45:25: Das finde ich immer einen schönen Anhaltspunkt, weil manchmal fragen sich auch, also ich hör das bei meinen Gästen manchmal, die kaufen sich dann Portwein und fragen dann immer, kann ich den liegen lassen oder nicht.

00:45:34: Und wenn man sich vorstellt, man hat hier dieses Pippi-Ding, diesen Pippi-Pills-Korken da, da kann man sich natürlich vorstellen, dass der keine zehn Jahre hält, wenn man den hinlegt.

00:45:42: Der ist schon dann lange aufgefressen.

00:45:44: Wo man auch ersehen kann, ob der lagerfähig ist oder nicht.

00:45:47: Inzwischen Ding, was wir nicht erwähnt haben, was ich eigentlich ... nahezu nie auf dem Markt gesehen habe, ist Crusted

00:45:54: Port.

00:45:55: Das ist eigentlich ein nicht filtrierter Ruby, könnte man ja eigentlich sagen, oder?

00:46:03: Ist so zwischen zwei bis vier Jahre im Fass?

00:46:05: Genau.

00:46:06: Und man versucht so ein Zwischending eigentlich zwischen ABW, Vintage und Ruby irgendwie zu erzeugen?

00:46:11: Genau.

00:46:12: Und der muss auf jeden Fall auch filtriert werden, weil Crusted bedeutet ja, dass er eine Kruste bildet von ihm.

00:46:17: Immer wenn man rote Portweine hat, die nicht filtriert sind, also Vintageport oder manchmal LBW oder Crusted und die sind ein bisschen älter, muss man sie unbedingt dekantieren, weil da ist so viel Depot drin, das glaubt man nicht, weil die ganze Farbe fällt im Laufe der Jahre aus und der Wein wird immer heller und das sammelt sich dann einfach an dem Flaschen, am Flaschendingsbumsglas von innen.

00:46:41: Kann man mit dem Depot eigentlich irgendwas machen?

00:46:43: Hast du da irgendwie so eine Seitenfrage?

00:46:46: Also was man richtig gut machen kann, entweder morgens aufs Frühstücksei.

00:46:49: Das ist super köstlich.

00:46:51: Und wir waren einmal bei Diagniport.

00:46:53: Der hat eine dicke Party gefeiert und der hat gegrillt dabei und der hat das ganze Depot aufs Fleisch gestrichen.

00:46:58: Das ist auch richtig gut.

00:46:59: Wow!

00:47:00: Krass!

00:47:01: Super lecker.

00:47:02: Und Johannes drüben in Keitum, der mischt das Portweindepot mit seinem Salz und macht ein Portweinsalz da draus zum Beispiel.

00:47:09: Wow!

00:47:10: Ja, auch gut.

00:47:12: Super.

00:47:13: Tolle Gedanken.

00:47:14: Ich hab nur jemanden erlebt, der hat mit dem ganzen Depot von den ganzen teuren Bordeauxchatots gemalt und hat Bilder da gemalt.

00:47:20: Das fand ich auch ganz witzig, fand ich eine tolle Idee.

00:47:24: Aber das wirklich als Genussmittel, als Nahrungsmittel zu verwenden, hab ich ehrlich gesagt noch nie gehört, den werde ich definitiv ausprobieren.

00:47:31: Ich hab heute schon zwei Rezepte mitgenommen, die garantiert beim Genussleben bereichern werden.

00:47:35: Mega, danke.

00:47:37: Ja, sehr gerne.

00:47:39: Auf zum Vintage-Sport.

00:47:41: Mehr oder weniger ist das Premium-Ding schlechthin.

00:47:45: Ich nenne ihn immer den König, der roten Portweine.

00:47:48: Lager, zwei bis drei Jahre, Maximum.

00:47:50: Im Fass wird dann unfilteriert abgefüllt.

00:47:53: Immer.

00:47:54: Und der ist dann ... Entweder kann man ihn direkt verkosten.

00:47:59: Ansonsten sollte man ihn ... ... zehn, zwanzig, dreißig, vierzig, fünfzig Jahre liegen lassen, wenn man so viel Zeit hat.

00:48:06: um ihn dann einfach zu verkosten.

00:48:08: Ich sag mal, das ist so, das Schöne ist ja bei dieser ganzen Portweingeschichte, das ist ja ein Generationsvertrag, der schon seit vielen Jahrhunderten läuft.

00:48:16: Wenn ich mir vorstelle, okay, in Rubyport mache ich jetzt, in einfachen Ruby mache ich jetzt natürlich für mich Brut und Butterwein, aber so ein Vintageport, das mache ich ja nicht für mich, das produziere ich am Ende des Tages für meine Kinder, für meine Enkelkinder und so weiter.

00:48:31: Und das ist ein Generationsvertrag, der schon viele Jahrhunderte leuchtet, ich finde es völlig abgefahren.

00:48:36: Wie viele Leute dann die Flaschen lagern und da lang gehen und denken ja wunderbar und da verkaufe ich noch nichts.

00:48:42: Das mache ich vielleicht.

00:48:42: in zehn Jahren gebe ich davon irgendwas raus oder sowas.

00:48:46: Was ich aber relativ krass finde, wenn ein Weingut neu gegründet wird.

00:48:49: Also wenn man anfängt, deswegen gibt es wahrscheinlich auch so wenig Neugründung, weil es halt extrem teuer ist und dann ein Windport produziert, wo man weiß, dass eigentliche Ende den Höhepunkt dieses Weines werde ich niemals erleben.

00:49:05: Ja.

00:49:06: Ja, schon krass.

00:49:07: Also bis zu hundert Jahre sollte für richtig, richtig gute Wintersports kein Problem sein.

00:49:12: Dann ist auch irgendwann ein Ende erreicht.

00:49:14: Aber ich glaube, da hatten wir beide schon ganz, ganz großartige Erlebnisse aus Zeiten vor unseren Großeltern, die uns innerlich wahrscheinlich sehr, sehr berührt haben.

00:49:23: Ja, also wir waren mal irgendein anderes Mal auch mal wieder bei Nipport, aber in den Lodges da, in Villanova da.

00:49:30: Wohnst du da?

00:49:31: Fast.

00:49:36: Und der hatte, also Johannes King ist ja, ähm, neunzehn, dreien, sechzig geboren.

00:49:41: Und so haben wir natürlich schon super viele Vintage-Ports aus dreien, sechzig getrunken.

00:49:45: Und, äh, Dick packte was aus und, ähm, schob uns die Flasche hin und wir verkosteten und das war richtig frisch.

00:49:52: Und es war achtzehn, dreien, sechzig.

00:49:54: Das war der absolute Urknaller.

00:49:56: Wow!

00:49:56: Ja, es war achtzehn, dreien, sechzig.

00:49:58: Wahnsinn, oder?

00:49:59: Kannst du so ein Portwein beschreiben?

00:50:01: Also wenn du das aus der Erinnerung heraus, wie fühlt sich so was an?

00:50:05: Also ich würde sagen, erst mal ist es eine absolute Umami-Bombe, die man da bekommt.

00:50:10: Für mich, also die Süße ist natürlich da, die baut da beim Laufe der Zeit ab.

00:50:14: Die Säure ist minimal, also das unterstützt das einfach wunderbar und es ist halt sehr kompakt einfach, finde ich, von der Struktur her.

00:50:26: dadurch bedingt das natürlich die farbstoffe irgendwann ausfallen.

00:50:29: der wein wird natürlich auch immer heller dabei bekommen hat aber trotzdem einfach immer noch so viel power in sich.

00:50:36: dieses aber dieses ganze was wir am anfang haben an aromen von Holunder und so weiter, das ist völlig weg, das ist völlig abgebaut.

00:50:45: Das sind völlig andere Aromen, die damit rauskommen.

00:50:48: Ich habe das ganz, ganz häufig, ganz häufig, dass ich an so Paradiesäpfel denken muss.

00:50:52: Kennst du hier die roten Paradiesäpfel vom, genau, von der Kirmes?

00:50:56: Das habe ich ganz häufig, diese Assoziation, für mich.

00:50:59: Schön.

00:51:00: Also, das ist so, ja, also sehr kompakt, sehr... Also, Umami-Bombe würde ich wirklich einfach sagen, ja.

00:51:07: So.

00:51:07: Schöne Beschreibung, ja.

00:51:08: Könnte ich gar nicht ergänzen.

00:51:09: Also finde ich eine tolle, tolle Parallele.

00:51:12: Wird nicht gefiltert, wird nicht geschönt.

00:51:14: Genau.

00:51:15: Wird nicht gefiltert.

00:51:15: Dadurch

00:51:17: auch viel Depot, also viel fürs Frühstücksbrot.

00:51:20: Genau.

00:51:21: Und man kann das ja, also man muss es safe dekantieren, was man machen kann.

00:51:27: Also theoretisch, wenn man da ist, die edle Variante ist, man nimmt ein dekanter, man nimmt ein Portweintrichter, da ist meistens so ein kleines, dünnes, also sehr feines Sieb mit drin, da schüttet man eben halt den Portwein durch.

00:51:40: Das wäre die ganz edle Variante.

00:51:42: Ich bin da völlig pragmatisch, weil wenn ich im Restaurant bin, es bleiben nämlich immer so kleine Stückchen noch über.

00:51:49: Und wenn ich im Restaurant bin, ich schenke sehr, sehr viel Portwein aus, auch offen.

00:51:53: Und da kostet das Glas natürlich dann auch irgendwas.

00:51:55: Wenn ich ein Drei- und Sechs- oder Fünf-Sieger sowas ausschenke, kostet das auch ein paar Mark Fünfzig.

00:52:00: Und da möchte keiner in seinem Glas irgendwelche Rückstände vom Depot haben.

00:52:04: Natürlich nicht, wenn du dafür, weiß ich nicht, Sechzig Euro fürs Glas ausgibst oder sowas.

00:52:09: Und ich mach das wirklich völlig unprätziös.

00:52:12: Ich nehme ein Teefilter und hau das einfach durch ein Teefilter durch, spül die Flasche aus und kipp es wieder zurück.

00:52:18: die Flasche.

00:52:19: Wahrscheinlich werde ich dafür, komme ich wahrscheinlich in die QW-Hölle oder sowas.

00:52:23: Ich weiß nicht genau.

00:52:24: Also ich mach's genauso.

00:52:25: Mach's genauso und ich hab das in der Tat bei einer relativ großen Verkostung vor fünf, zwanzig Jahren gesehen, dass Leute, die sich damit auskennen, es genauso machen.

00:52:35: Ja, also wir kommen wahrscheinlich alle in die QW-Hölle.

00:52:37: Ja, wahrscheinlich, wir sagen alle.

00:52:40: Da ist ein so, hab ich gesagt, eine schöne Party dort, also da können wir mit leben.

00:52:42: Ja.

00:52:43: Portbeinzange, hast du damit mal gearbeitet?

00:52:46: Ist das so ein Ding, also ist das hilfreich, okay?

00:52:48: Oder ist das nur Show?

00:52:50: Ich hab, es ist Show.

00:52:51: Ich hab eine, aber ... dass man kann das machen, aber ich finde im Restaurant, da brauchst du so einen Riesenaufwand, dieses Ding dazu machen, dann brauchst du erst mal einen Bunsenbrenner.

00:53:02: Die Zange muss ja erst mal richtig heiß werden.

00:53:05: Ansonsten kannst du es nämlich vergessen.

00:53:06: Dann stehst du die ganze Zeit schon da mit deiner Zange an diesem Bunsenbrenner.

00:53:10: Die wird vielleicht nicht richtig heiß, die muss glühend heiß sein.

00:53:13: Und dann ... brauchst du ja ein bisschen entweder ein feuchtes Tuch, ein kühles feuchtes Tuch brauchst du ja hinterher, wenn du dann einmal mit der Zange oben langgegangen bist oder ein bisschen Wasser, dass du es drum herum machen kannst.

00:53:24: Und dann springt ja praktisch einfach dieser obere Wulst mit dem Korken ab.

00:53:28: Man hat die ja dafür, weil die Korken ja im Laufe der Jahre so schlecht rausgehen.

00:53:33: Also ich finde hier, wie heißen diese, weißte diese einen Flaschenöffner, die mit der Zange und der Spirale dazu.

00:53:40: Wie heißen sie nochmal?

00:53:41: Ja, genau.

00:53:42: Die finde ich eigentlich viel, viel besser dafür, um das aufzukriegen.

00:53:45: Es ist aber schön.

00:53:47: Ja, das hat natürlich ein bisschen Schuhe.

00:53:48: Aber diese, wenn du da fünfzehn Minuten vor den Gästen stehst ... Also, wenn ich schon was trinkt ... ... könnt man hier nebenher.

00:53:59: Und von dem her bin ich da auch eher pragmat.

00:54:00: Und wenn wir beide sowieso durch den Teefilter durchschießen, dann ist das bisschen Kork, was da reinbruselt, auch nicht so schlimm.

00:54:07: Daher bin ich da, ja.

00:54:09: Okay, da darf jeder ein Vintage-Sport machen oder wie läuft das da ab?

00:54:14: Hast du da Informationen, dass man sagt, jetzt mach ich das oder kommt das Institut und sagt, heute dürft ihr oder wie läuft das Prozedere da ab?

00:54:22: Das Prozedere ist ja so und das ist auch so interessant finde ich, dass du entweder eine Single-Kinder machst oder aber also Single-Kinder-Vintage-Sport machst oder aber du machst ein Vintage-Sport mit dem großen Brand.

00:54:37: So jetzt natürlich.

00:54:38: etwas komplexer zu erklären, finde ich.

00:54:40: Also, ich sag mal, Ramos Pinto ist eben halt der Name des Hauses.

00:54:45: Und wenn die einen Vintage machen, steht da nur Ramos Pinto und dann Vintage und dann das Jahr drauf.

00:54:51: Und dann ist es so, die haben ja, glaube ich, vier verschiedene Kinders.

00:54:55: Und aus jeder, also Kinder bedeutet eigentlich Weingarten in Anführungszeichen.

00:54:59: Und dann haben die halt aus diesen vier verschiedenen Weingärten, machen die eine Kywe.

00:55:04: Das heißt, aus dem einen Weingarten, da kommt richtig Kraft und Power.

00:55:08: Aus dem anderen Weingarten, der bringt ein bisschen Säure mit ins Spiel.

00:55:11: Der dritte Weingarten, der hat so ein bisschen florale Noten mit dabei, wie auch immer.

00:55:15: Und das packt man hinterher zusammen.

00:55:17: Und daraus wird dann der große Portwein gemacht.

00:55:20: Also der Brand, sag ich mal.

00:55:22: Also das Flaggschiff des Hauses ist ja immer der Vintage Port.

00:55:26: Und dann gibt es die Single-Kinder-Vintage-Port-Variante.

00:55:30: Das heißt Ramos Pinto wieder in dem Fall.

00:55:33: Und jetzt kommt wieder das Wort, was ich schlecht aussprechen kann.

00:55:36: Kinder der Erwa Moira.

00:55:39: Ist zum Beispiel eine Single-Kinder von denen.

00:55:41: Das heißt, die werden im Jahr zwei tausendsehntzehn wahrscheinlich gesagt haben zum Institut Mensch.

00:55:47: Wir würden gerne einen Vintage-Port machen.

00:55:50: Hat das Institut gesagt?

00:55:51: Nö, nö.

00:55:52: Das ist nicht so, wie wir uns das vorstellen.

00:55:54: Also machen die aus ihrer besten Kinder, die die haben, einen Vintage-Port.

00:55:59: Aber eigentlich, also das ist nur aus diesem Einweingaben.

00:56:02: Und dann ist es eine Single-Kinder.

00:56:04: Für uns Deutsch ist es manchmal schwierig, weil für uns ist ja immer das, was nur aus diesem einen Weingarten ist und nur aus dieser kleinen Stelle, das ist das Beste.

00:56:12: Und da ist es genau umgedreht.

00:56:14: Da ist das der große Brand, also das, was aus allen zusammengefügt wird, ist da das Beste.

00:56:21: Und das finde ich immer ganz interessant.

00:56:22: Und deswegen hat man ja auch in manchen Jahrgängen halt kein Vintage-Port, sondern eine Single-Kinder.

00:56:29: Und wenn du jetzt natürlich ein Haus hast, sag ich mal, wieder als Beispiel, Kinder de la Rosa, das ist ja eine Single-Kinder.

00:56:38: Also die haben ja keine anderen Weingärten mit dazu oder sowas, sondern nur die Iren da in der Kinder de la Rosa.

00:56:48: Und das ist ja eigentlich jedes Mal ein Single-Kinder.

00:56:51: Aber die Frage habe ich jetzt trotzdem nicht beantworten können, fällt mir gerade auf.

00:56:55: Was war die Frage?

00:56:57: Ob jeder

00:56:57: ein Portfein machen kann, ob jeder ein Ventelsport machen kann.

00:57:02: Ich war die ganze Zeit darauf, auf den Gedanken aus, wie schmeckt sowas?

00:57:07: Bärbel, lass uns probieren, wie sowas schmeckt.

00:57:09: Das war mein Gedanke, deswegen habe ich die Frage vergessen, aber ich war schon so weinorientiert oder weinsüchtig.

00:57:16: Aber beantwort die Frage und parallel dazu können wir die Flaschen aufziehen und was probieren.

00:57:21: Ja, also die Frage kann ich nicht wirklich beantworten, weil ich habe gerade gedacht, ich kann mir es herleiten, aber ich konnte es nicht.

00:57:28: Also, du kannst wahrscheinlich, dann ist es automatisch immer eine Single-Kinder.

00:57:33: Ja, logisch.

00:57:33: Wenn du nur eine Kinder hast, ist es automatisch eine Single-Kinder.

00:57:40: die entsprechenden Jahrgänge aus und sagt, ja, es darf einer gemacht werden, ähnlich wie es in der Champagne teilweise auch war.

00:57:46: Und dann werden die Portweine aber im Einzelnen nochmal geprüft.

00:57:48: Es wird geschaut, ob die diesem gerecht werden und ob das in der Tat ein Wein ist, der eigentlich dem Ansprüchen gerecht wird oder der dieses großartige darstellt.

00:58:00: Ja, ja.

00:58:02: Oh, das hört sich gut an.

00:58:04: Das ist Lebenselix hier.

00:58:06: Winston Churchill hat schon zum Frühstück Portwein getrunken.

00:58:09: Guter Mann.

00:58:12: Und

00:58:13: vielleicht das Deport

00:58:14: schön aufs Frühstück eingelegt.

00:58:16: Super.

00:58:19: Sehr gut, ich hätte mit vier Reaktionen gerechnet, aber das ist die beste.

00:58:25: Ramald Spitzer haben wir im Glas.

00:58:27: Genau, und das ist ja manchmal so schwierig, die Sachen, wir hatten es vorhin einmal kurz schon, so schwierig, die Sachen immer richtig auszusprechen.

00:58:34: Also, Kinder de Ervamoira.

00:58:38: Würde ich sagen,

00:58:38: so würde ich... Ja, würde ich... Ja, würde ich...

00:58:41: Ja, würde ich jetzt sagen.

00:58:42: Und da haben wir tatsächlich eine Single-Kinder.

00:58:44: Und das ist relativ weit Richtung spanische Grenze gelegen.

00:58:48: Also es ist extrem heiß dort.

00:58:50: Wir haben ein absolut kontinentales Klima.

00:58:52: Von der Bodenbeschaffenheit haben wir natürlich hauptsächlich schiefer.

00:58:56: Es gibt aber ein ganz bisschen Grauwacke mit dabei.

00:58:58: Also fand ich jetzt auch ganz interessant, weil Grauwacke hab ich noch.

00:59:01: Aber okay, Grauwacke ist ja ähnlich wie Grenet eigentlich von der Zusammensetzung etwas anders, aber vom Prinzip her ja eigentlich identisch.

00:59:09: Und ... Also das fand ich jetzt ganz interessant und das sieht das als Single-Kinder aus.

00:59:14: Ich bin jetzt auch wirklich sehr gespannt, der ist wirklich tief dunkel, der siebzehner im Glas.

00:59:20: So, ja, richtig, also wirklich wie Holundersaft fast oder wie so eine so, so, so schwarze Kirschen, sage ich mal, ne?

00:59:30: und das fließt, wenn man das einmal durchs Glas fließen lässt, das ist richtig dickflüssig.

00:59:35: Es hat eine ganz, ganz hohe Viskosität, wie es da durchläuft.

00:59:39: und man sieht auch direkt, dass es nicht filtriert ist, weil wenn es runterfließt an den Seiten im Glas, sieht man richtig, dass es so, dass viele kleine, kleine Schwäbeteile noch mit drin sind.

00:59:50: Also es ist richtig... dunkel lila läuft es eigentlich praktisch runter dann sieht man natürlich auch direkt die kirchenfenster wie.

01:00:00: das sieht immer so schön aus finde ich wenn das da runter läuft.

01:00:04: ich bin gerade beeindruckt.

01:00:09: Ich finde es aber auch wichtig, dass man das Auge, also dass man das Auge da nicht verkennt.

01:00:13: Wir sind ja da mehr oder weniger auch ambivalent bzw.

01:00:16: total zweigeteilt in der Situation, dass viele unserer Gäste hingehen und sagen, oh, der sieht aber schön aus und damit die Wertigkeit des Weines irgendwie versuchen, einzuschätzen.

01:00:27: Und jetzt haben natürlich leichtfarbige Rebsorten wie keine Ahnung, Pinot Noir, Nerelle, Maskelesen, Ibiolo und so weiter immer verloren und werden ihre Besonderheit gar nicht wahrgenommen.

01:00:37: anderen Seite erfreuen wir uns selber an der Farbe.

01:00:41: Ich würde daran nie Wertigkeit festmachen, sondern Typizität.

01:00:44: Also ob es der Typizität entweder des Weines, des Weinstils oder eben der Rebsorte entspricht.

01:00:49: Und wenn du da jetzt so farb geflasht bist, gönn' dir.

01:00:53: Ich guck noch mal ein bisschen drauf.

01:00:56: Also ich finde es wirklich beeindruckend, wie dickflüssig es ist.

01:00:59: Es ist ja immer, wenn du so eine... ... ein Wein hast im Glas, du hast ja nicht nur Wasser, du hast ja gelöste Stoffe in Wasser.

01:01:07: Und hier haben wir natürlich relativ viel Zucker bei den Portweinen.

01:01:13: Das sieht man natürlich auch, dass es da langsam ist.

01:01:15: Das ist ja nicht nur Zucker in Wasser, es sind ja noch mehr Stoffe mit da drin.

01:01:18: Und das macht das Ganze ja immer schwerer, immer schwerer.

01:01:21: So, jetzt muss ich aber erstmal schnuppern.

01:01:25: Was ich jetzt schön finde, du hast natürlich heute noch Tagesprogramm, beziehungsweise heute und morgen, weil man einen Vintage oder einen Singer-Kinder oder einen Ruby-Port im Allgemeinen nicht wie wir es oftmals in der normalen Gastronomie finden, thirty- acht Jahre offen stehen lassen sollte, sondern eigentlich wie ein Rotwein behandeln sollte, also zum einen ein bisschen kühler genießen und eigentlich auch binnen zwei, drei Tagen getrunken haben sollte und nicht irgendwie eine Woche oder zwei oder drei Wochen offen stehen lassen.

01:01:56: Sollte oder ihn zumindest irgendwie vacuumieren sollte mit Korover arbeiten oder sonstiges wobei Korover dann ein bisschen problematisch ist im Allgemeinen wegen der Nadel, weil die da immer verstopft gerade bei diesen.

01:02:05: Ja, da muss man schon die breite Nadel nehmen.

01:02:08: Aber wichtig ist glaube ich dabei, weil er eben reduktiv ausgebaut ist, bitte innerhalb von ein, zwei, drei Tagen probieren oder trinken oder.

01:02:17: Ja.

01:02:18: Ja, finde ich auch.

01:02:20: Und auf jeden Fall im Kühlschrank lagern, weil das behält die Noten, die Aromen auch noch mal besser bei sich als wenn er draußen stehen würde.

01:02:26: Das Schlimmste, ich finde das ja eine Katastrophe, wenn man irgendwo ist und das in irgendeinem Restaurant.

01:02:33: Und dann steht da ein Portwein auf der Kaffeemaschine.

01:02:39: Horror.

01:02:39: Sieht schön aus, ne?

01:02:40: Oh,

01:02:41: ich denke immer, mein Gott, ey, ich lege dieses Ding da vorne mal kalt, ne?

01:02:46: Also ... Der wird wahrscheinlich, wie du gesagt hast, schon acht und dreißig Jahre da stehen.

01:02:51: Und wenn man davon was möchte, wird das so totoxidiert sein.

01:02:55: Und nach Liebstöckel und Maggie ist ja immer mein Anhaltspunkt, ne?

01:02:59: Wenn Rotwein oder auch roter Portwein nach Liebstöckel oder Maggie riecht, vergiss es, das Ding ist mausetot.

01:03:05: Das kannst du direkt...

01:03:06: Der weiß Bescheid.

01:03:06: ...dekantieren.

01:03:07: Ja.

01:03:08: Da hat man nur Alkohol und Zucker.

01:03:12: Ja, was ich immer mache, wenn ich zu Hause irgendwie ein Ruby oder ein Vittelsport aufmache und halb Gäste und man möchte sich ja manchmal so am Ende oder zwischendrin die Flasche nicht kompletten Kopf stellen, dass ich mir eine kleinere Flasche nehme.

01:03:24: Es gibt ja so Null, dreier Milchflaschen, also rein aus Glas.

01:03:30: Und da fülle ich die ab, dass die im Prinzip bis oben hin komplett luftig sind.

01:03:36: Und da kannst du die an zwei, drei, vier Wochen teilweise im Kühlschrank lagern.

01:03:40: Das habe ich auch vom Winzer gelernt, dass der das teilweise mit seinen Sachen genauso macht.

01:03:44: Ist dann zwar nicht mehr die schöne Flasche, aber du hast eben keinen erhöhten Sauerstoffkontakt und kannst es da mit retten mehr oder weniger.

01:03:50: Und ich habe da so ganz spezielle Flaschen, die einen ganz, ganz dünnen Hals haben.

01:03:54: Und das ist für mich eine ganz gute Lösung, dass man sich nicht am nächsten Tag genötigt fühlt oder in zwei Tagen später den auch noch zu trinken, wenn einem danach nicht ist.

01:04:02: Also das hilft mir immer im Wirtschaften.

01:04:04: Also was vielleicht auch noch mal ein guter Trick ist beim Vintageport.

01:04:09: Wir hatten ja vorhin gesagt, der muss unbedingt dekantiert werden.

01:04:12: Also wenn ich weiß, ich kann ihn nicht ganz austrinken und ich bin zu Hause und ich ... Nicht so viele Menschen um mich herum, dass innerhalb der nächsten paar Tage alle ist, würde ich Ihnen einfach erst nur mal hinstellen.

01:04:24: ein paar Tage erst mal nur stehen lassen im Kühlschrank, damit sich das Depot einfach was was frei schwebt, nach unten absetzt und dann würde ich ihn aufmachen und erst mal nicht dekantieren.

01:04:34: Ich würde vorsichtig ausschenken, weil natürlich die ganzen Schwebstoffe, die da drin sind, die machen den Wein natürlich auch haltbarer als wenn ich sie rausnehmen würde.

01:04:44: Und was natürlich auch ist, wenn ich ihn natürlich dann schon einmal vom Depot befreit hätte, hat er natürlich einfach schon mal ziemlich viel Luft bekommen.

01:04:51: Deswegen würde ich so lange mit dem Ausschenken wenn ich zu Hause bin, solange mit dem Ausschenken undekantiert warten, bis ich merke, ah, okay, jetzt kommt Depot und dann kann man ihn dekantieren.

01:05:02: Also das finde ich eigentlich eine ganz gute Variante auch.

01:05:05: Gerade das Depot ist ja ein wahnsinniger Nährboden, letztlich auch für den Wein selber, ist wie so ein Mutterkuchen, also wovon er auch selbst, wenn er geöffnet ist, noch ganz, ganz lange zehrt.

01:05:13: Ich habe das mal ausprobiert und habe einen dekantiert, also haben vom Depot befreit und einen, aber nicht mit dem Portwein muss ich gestehen, sondern mit dem Rotwein und einen auf dem Depot gelassen, aber auch einmal Luft gegeben und wieder zurückgefüllt, um zu sehen, was das eigentlich ausmacht.

01:05:30: und diese Unterschiede sind.

01:05:31: extrem.

01:05:32: Also wie nach zwei Tagen der Wein sich ohne Depot komplett anders entwickelt, als der, wo noch Depot mit drin ist.

01:05:39: Und was ich auch ganz beeindruckend finde bei den Vintage-Port ist, manchmal macht man eine Flasche auf und das kenne ich bei keinem anderen Wein.

01:05:47: Das kenne ich nur bei Portwein.

01:05:48: Manchmal macht man eine Flasche auf und denkt so, oh, der muft aber ganz schön und denkt fast, dass der Kork hat.

01:05:56: Aber da darf man sich manchmal nicht von beeinflussen lassen.

01:06:00: Manchmal ist es wie ein, ich weiß nicht, wie ich das beschreiben soll, ob der da einmal kurz so... schnappatmen und bekommen, weil er jetzt Luft gekriegt hat und einfach rummockt ist.

01:06:09: Keine Ahnung.

01:06:10: Aber manchmal muss man einfach mal ein paar Stunden stehen lassen und auf einmal ist dieses Aroma verflogen.

01:06:16: Es ist logischerweise dann kein Cork, weil das wäre ja nicht weg dann.

01:06:20: Aber manchmal hat man das wirklich.

01:06:21: Da ist man sich nicht ganz sicher und denkt, der mockt aber wirklich ganz schön.

01:06:24: Und das ist ganz interessant, finde ich.

01:06:25: Das darf man darf man nicht direkt entsorgen.

01:06:28: Lieber mal kurz warten.

01:06:29: Ich

01:06:29: finde den Vergleich immer ganz gut, als wenn wir zwanzig, dreißig Jahre im dunklen Kerker sind, dann hält einer entscheidend.

01:06:35: verreihen.

01:06:36: Ja, wow.

01:06:36: Und dadurch, dass der ja reduktiv ausgebaut ist, hat er ja im Prinzip diesen Lichtentzug oder in dem Fall Sauerstoffentzug.

01:06:42: Und wir träumen die ganze Zeit dann nur von Licht und sagt jemand, hier ist die Sonne, come go.

01:06:46: Dann würden wir auch nicht sagen, endlich tanzen, darauf hätte ich mich gefreut.

01:06:50: Sondern man ist dann selber ja auch erst mal ein bisschen verunsichert und zusammengebrochen und braucht so ein bisschen Zeit, um sich zu akklimatisieren.

01:06:56: Genau.

01:06:56: Und so geht's, ein Port ist ja auch nur ein Mensch.

01:06:58: Port ist auch nur ein Mensch.

01:07:00: Ja.

01:07:02: Während du trinkst, kann ich vielleicht noch erwähnen, dass der zu ... zu sechzig Prozent aus Turriga-National sich zusammensetzt.

01:07:09: Turriga-National soll dabei für die Struktur, Tiefe und die Fruchtkonzentration sorgen.

01:07:14: Fünfzehn Prozent Turriga-Franca, zehn Prozent Sossor.

01:07:17: Turriga-Franca ist für die floralen Noten und die Aromatik.

01:07:21: Sossor für die Farbe sind wahnsinnig dunkelfarbige Rebsorte und für die Säure.

01:07:26: Tinder-Barocker auch zehn Prozent für die Geschmeidigkeit und Tinder... Kao oder Cao?

01:07:31: Ich weiß gar nicht, Cao wird es ausgeführt.

01:07:33: Mit fünf Prozent für die Eleganz, die Säure und das Alterungspotenzial.

01:07:36: Wahrscheinlich so Portugiesisch, so Cao.

01:07:38: Oder so Cao.

01:07:41: Ja, hat mal jemand gesagt, man spricht es richtig Portugiesisch aus, wenn man so tut, als wird man weinen.

01:07:46: Denk, ich muss nicht schlängen rein.

01:07:48: Du musst mal drauf achten, wenn du mal irgendwie in Portugal bist.

01:07:52: Ich war vor zwei Jahren das letzte Mal da und dann habe ich darauf geachtet, ob ich das stimmt.

01:08:03: Also, wenn ich in Portugal bin, bin ich ja eigentlich meistens in Porto oder halt im Durotal selber.

01:08:09: oder die andere Variante ist halt, ich bin auf Madeira.

01:08:11: Und die haben ja noch einen ganz eigenen Schlenk.

01:08:13: Das heißt ja nicht Madeira, sondern das heißt ja Dider bei denen.

01:08:17: Und die sprechen die eine Rebsorte, die haben so eine weiße Rebsorte nennend sich, also geschrieben, es ist Boal.

01:08:22: Und wir würden sie wahrscheinlich auch so aufsprechen oder wahrscheinlich die anderen Portugiesen auch, aber auf Madeira selber sprüch man sie Boal.

01:08:30: Okay, gut.

01:08:32: Das ja nur einmal so by the way.

01:08:36: Da

01:08:36: darf man nach einer Flasche Madeira nicht so oft aussprechen.

01:08:40: Nee, danach kann man es perfekt.

01:08:44: Also ich finde jetzt hier unseren Singelkinter, unseren Ramos Pinto, das finde ich gerade.

01:08:48: Von der Nase her ist super interessant auch.

01:08:51: Der hat so ein bisschen so Brombeeraromen mit da drin, so ganz Schwarzbeeren mit dabei, finde ich.

01:08:58: Aber auch so ein bisschen fast so Süßholz, so bisschen lakritzartig.

01:09:03: Ja, total.

01:09:04: Und am Gaumen ist der so super spannend, weil der ist eben halt... Natürlich, der hat eine gewisse Süße, aber der ist gar nicht so extrem sü... Ja... im Verhältnis gesehen, zu manch anderem Portwein, sag ich mal, aber das ist dann die Stilistik einfach des Hauses.

01:09:22: Da spielen die ja immer so ein bisschen.

01:09:23: Ich glaub, die lassen den auch relativ lange auf den Schalen liegen, bevor die den spritten, wenn ich da richtig informiert bin.

01:09:30: Und das macht eben halt, dass es ein bisschen trockener wirkt.

01:09:32: Und der hat immens viel Tanninstruktur.

01:09:35: Also es trocknet mir wirklich einmal komplett den Gaumen aus.

01:09:37: Ich find es immer schön, wenn man das vergleicht mit einem Tee.

01:09:43: Sotanin und diese ganze Arztringenz.

01:09:46: Also ich würde hier, wenn ich mir vorstelle, trinken Tee, würde ich einen richtig kräftigen Assam jetzt haben, der ein bisschen länger gezogen ist.

01:09:53: So austrocknend ist es am Gaumen.

01:09:55: Nicht wie so ein Dajeling oder so, wo man fast gar nichts merkt, sondern wirklich richtig krass intensiv und... Man merkt auch am Gaumen, dass, was man vor allem im Auge schon gesehen hat, wie dickflüssig dieser Wein eigentlich ist.

01:10:06: Ich muss dringend noch mal verkosten.

01:10:08: Sagen ja auch ganz viele, das ist ein richtig guter Portwein, oder das ist mal ein guter Portwein, vom nicht ganz zu wertigen.

01:10:14: Die Unterscheidung findet, dass er süß schmeckt und trocken nachhalt.

01:10:17: Also dass man am Anfang diese Süßattacker hat, die die Frucht trägt und die Frucht dann eigentlich auch komplettiert.

01:10:23: Wenn du eine Frucht hast und dann schmeckt das Trocken, wirkt das manchmal so ein wenig disharmonisch oder so ein bisschen konträr.

01:10:30: Und durch den Portwein hast du eben am Anfang diese saftige, herrliche Süße, die die Frucht suggestiert, die Farbe eben auch suggestiert und hinten hinaus verfliegt die Süße und du hast diesen trockenen, animierenden und strukturierten Charakter.

01:10:43: als hättest du pure Schokolade auf der Zunge.

01:10:45: Ich vergleiche es dann eher mit Schokolade.

01:10:48: Und wo du dann auch dieses Animierende dabei hast, was ich wunderschön finde.

01:10:51: Also, dass man da diesen wunderbaren Nachgang eben auch richtig schmecken kann und die Aromen sich dann wunderbar auflösen können.

01:10:58: Und die haben ja in Portugal, sagt man, oder im Duruteil, sagt man ja... Ein Portwein muss so süß sein wie Brasilien.

01:11:07: Das kommt daher, weil man der Zucker gehört ja damals auch zu Portugal.

01:11:11: Und weil man da Zuckerrohr angebaut hat.

01:11:13: Deswegen sagt man, ein Portwein muss so süß sein wie Brasilien.

01:11:17: Das finde ich auch ganz lustig.

01:11:19: Herrlich.

01:11:19: Das ist ein schöner Vergleich.

01:11:20: Super, super schöner Vergleich.

01:11:22: Krass finde ich das Haus und eigentlich auch nur, weil ... Der Besitzer des Hauses, Adriano Ramos Pinto, der mit einundzwanzig Jahren nach Portugal kam und in Weingut gegründet hat.

01:11:35: Also wenn ich mir vorstelle, als ich einundzwanzig war.

01:11:37: Hätte ich niemals diese Weitsicht gehabt, Weingut zu gründen und überhaupt ein Unternehmen zu führen.

01:11:42: Und dann auch diese Kreativität.

01:11:43: Da komme ich jetzt darauf, weil du Brasilien erwähnt hast, diese Kreativität, den Portwein nach Brasilien zu exportieren, dort einen neuen Markt aufzumachen.

01:11:51: Und damit eine eigene Absatzquelle.

01:11:53: Und aber eben, der Weyer muss ein wahnsinnig kreativer Mensch gewesen sein, das Ganze mit extrem extravaganten Werbeplakaten zu forcieren.

01:12:02: Und somit eigentlich den Portwein eine komplett neue Dimension zu geben.

01:12:05: Also diesen Lifestyle einfach.

01:12:06: richtig krass zu leben.

01:12:24: Vintageport.

01:12:25: Bezeichnen wir während des Podcasts oft als die Könige unter dem Portwein.

01:12:30: Aber eigentlich sind sie viel mehr.

01:12:32: Sie sind eine Zeitreise durch Schiefer, Geschichte und die Seele des Duoro.

01:12:37: Ja, manchmal gibt es Weine, die nicht einfach nur in einer Flasche liegen.

01:12:40: Sie tronen.

01:12:42: Und genau der Ramos Pintus singe.

01:12:44: Kinder Vintageport aus dem Jahre nineteen-vier-neunzig von der Kinder der Eva Meurer ist eben nicht irgendein Port.

01:12:51: Er ist das flüssige Gedächtnis eines außergewöhnlichen Jahrzehnts.

01:12:55: Ein Monument eines Jahrgangs, der selbst in Portkreisen erfürchtige Schweigen auslöst.

01:13:01: Und die Visitenkarte eines Weingutes, das seit... Das Pioniergeist und Tradition keine Widersprüche sind, sondern... Beginnen wir mit dem Offensichtlichen.

01:13:17: Er war legendär.

01:13:20: Nach dem Desaster von three-neunzig als Regen die Ernte förmlich ertränkte und nur ein einziges Haus überhaupt Windelsport erfüllte, kam der Winter three-neunzig-vier-neunzig wie eine Erlösung.

01:13:33: Mild, mit kräftigen Regenfällen, die den ausgedörrten Untergrund wieder mit Wasser versorgten.

01:13:38: Das Frühjahr war ruhig, mit wechselndem Wetter, dass die Reben zur Konzentrationsfang.

01:13:43: Die Trauben befruchteten sich nicht gleichmäßig.

01:13:46: Dieser Vino nennt man das im Doro, was die Erntemenge in manchen Gebieten um bis zu vierzig Prozent reduzierte.

01:13:53: Aber Qualität liebt knapp halt.

01:13:56: Der Sommer war warm, aber niemals brühtend heiß.

01:13:59: Kein einziger Tat über achtunddreißig Grad.

01:14:02: Eine Seltenheit im Doro.

01:14:03: Die Trauben reiften langsam gleichmäßig und unglaublich konzentriert.

01:14:08: Mit perfekter Ballon zwischen Zucker und Zäure.

01:14:11: Zwischen Kraft Und finesse.

01:14:39: Das Ergebnis?

01:14:40: Weine von außergewöhnlicher Tiefe, Struktur und Eleganz und einem Alterungspotenzial, das selbst die alten neunzehntsechziger in den Schatten stellen könnte.

01:14:51: Alle großen Häuser deklarierten neunzehntvierneunzig als Vintage.

01:14:55: Das ist selten.

01:14:56: Normalerweise gibt es höchstens zwei, drei Vintage-Deklarationen pro Dekade.

01:15:00: Aber neunzehntvierneunzig war es so gut, dass niemand zögerte.

01:15:04: Graham Stoes, Kailas Fronseca und eben Ramos Pinto, Kinder der Ereve Meurer.

01:15:11: Und jetzt kommen wir zum Herz dieses Feines.

01:15:14: Kinder der Ereve Meurer.

01:15:17: Diese Kinder liegt nicht im gemütlichen Simacorgo, wo die meisten großen Portweinbär getrohen.

01:15:22: Nein, sie liegt im Duoro Superior, also im äußersten östlichen Teil des Duorotals, fast an der spanischen Grenze, wo die Welt plötzlich biblisch wird.

01:15:32: Zweihundertvierneißig Hektar Gesamtfläche.

01:15:34: Hundert-Achduhn-Siebzig Hektar Rebfläche.

01:15:37: Durchschnittsalter der Reben.

01:15:39: Dreißig Jahre.

01:15:40: Höhenlage.

01:15:41: Hundertzehn bis dreihundertvierzig Meter über dem Meeresspiegel.

01:15:44: Das Besondere an Erwarmheurer ist nicht die Lage.

01:15:47: Es ist der Schiefe.

01:15:49: Kamprischer Schiefe, um genau zu sein.

01:15:51: Dieser Stein ist älter als die Dinosaurier.

01:15:53: Er speichert Wärme wie eine Heizplatte, reflektiert Licht wie ein Spiegel und gibt den Wurzeln absolut nichts freiwillig.

01:16:01: Die Reben müssen sich meterweit in die Tiefe bohren, um überhaupt Wasser zu finden.

01:16:05: Das reduzierte in der Trad dramatisch.

01:16:08: Aber es konzentriert die Aromen.

01:16:11: Und weil das noch nicht genug war, entschied Ramos Pinto, den neunzehntsiebziger Jahren das Ervamoira, der perfekte Ort für ein Experiment sei.

01:16:19: Vertikale Rebpflanzung.

01:16:21: Also keine Terrasse, keine horizontalen Stufen, sondern die Reben, die senkrecht den Hang hinauflaufen.

01:16:26: Das war damals revolutionär.

01:16:28: Heute?

01:16:29: ist es Standard im Doro.

01:16:31: Und eigentlich nur eine von vielen Revolutionen im Hause Ramos Pinto.

01:16:37: Aber ich möchte nicht zu technisch werden.

01:16:38: Auf zum Wein!

01:16:39: Der Ramos Pinto, Single-Kinder, Vintage-Porten, ist ein Q-Wee aus sechzig Prozent Touriga-National und vierzig Prozent Titerbarocka.

01:16:48: Touriga-National, die Königin des Doro, Titerbarocka, die Samtanschuhe Sorte.

01:16:53: Struktur trifft Seidigkeit, Konzentration trifft Eleganz.

01:16:57: Die Trauben natürlich von Hand gelesen.

01:16:58: Anders geht es in diesen Steilen hängnig.

01:17:01: Über vier bis fünf Tage Fußtretung.

01:17:03: Bis der Alkoholgehalt etwa bei sechs Volumen prozent lag.

01:17:07: Dann kam der entscheidende Moment.

01:17:09: Die Zugabe von Aquadengevinica weimbrannt mit siebenundsiebzig Volumen prozent Alkohol.

01:17:13: Da stoppt die Gärung sofort, tötet die Hefe ab und konserviert den Restzucker.

01:17:17: Von diesem Fall, neunundachtzig Komma zwei Gramm je Liter.

01:17:21: Das Ergebnis... zwanzig Volumenprozent Alkohol, perfekte Balance, unendliche Lagerfähigkeit.

01:17:28: Danach der Ausbau in großen Holzfässern über mehrere Jahre, bevor er in die Flasche kam.

01:17:35: Und dort weitere dreißig Jahre reifte.

01:17:38: Und das ist kein Wein, das ist ein Monument.

01:17:41: Ein Wein für die Ewigkeit, der spielend fünfzig, siebzig, neunzig, hundert Jahre lagern kann.

01:17:46: Und trotzdem, und genau das ist so unglaublich, das ist wahrscheinlich das Kunststück.

01:17:50: Heute im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr,

01:18:10: im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im.

01:18:19: Es war achtzehn, achtzig, glaube ich, ne?

01:18:21: Und hatte ja auch das Problem, dass er die ganzen großen Häuser um sich herum hatte, die alle absolut etabliert waren, gerade auch im englischen Markt, britischer Markt.

01:18:29: Und er hat ja durch diese, was du gerade sachtest, der hat ja keine Kosten und Mühen gescheut für Werbung.

01:18:37: Und der hat das für dich superlustig.

01:18:40: Heutzutage wird's wahrscheinlich, wär's gar nicht anstößig, aber früher in so einem ärzkatholischen Portugal, der hat Etiketten gemacht, wo nackte Frauen ... entweder dem Teufel oder aber religiösen Menschen ein Glas Portwein reichen.

01:18:55: Und das war ja super anstößig und dadurch bedingt ist man natürlich auf ihn aufmerksam geworden.

01:19:01: Das war ein Skandal, war das.

01:19:03: Aber darüber reden die Leute dann.

01:19:05: Und dann hat er ja seine Weine nach Portugal, nach Brasilien verschifft, nach Angola und aufs Festland.

01:19:12: Also seinen Hauptmarkt war nicht Großbritannien, wie es ja bei den ganzen anderen eigentlich war.

01:19:18: ganz smart wirklich einfach sich einen anderen Markt raus zu gucken und einfach, also ich finde, das ist schon ziemlich ja knaller, finde ich.

01:19:25: Und heutzutage ist es immer noch so, wenn du in Brasilien bist und es bestellt jemand ein Adriano, Adriano, dann bedeutet das, dass der ein Portwein haben möchte.

01:19:36: Ist ja

01:19:36: krass.

01:19:36: Das ist

01:19:37: immer noch das Synonym.

01:19:40: Aber du kannst so was finde ich auch nur machen, also gerade mit diesen Etiketten, wenn die entsprechende Qualität das ganze liefern kann, also zumindest über eine lange Zeit oder über eine gewisse Langfristigkeit.

01:19:51: Und er war ja auch der einer der ersten, die diese Selbstversorgungsphilosophie hatten.

01:19:56: Hauptsächlich Trauben aus den eigenen Kind, das nutzte, statt zuzukaufen und sich da mehr oder weniger auch Tag gemacht hat und verschiedene Kindes gekauft hat, um zum einen auf Drehblechen zurückzugreifen, um auf Terrassen zurückzugreifen und eben auch verschiedene Klimatas miteinander verarbeiten kann.

01:20:15: Was ja zu der damaligen Zeit ja unglaublich zeitgeistig war oder fortschrittlich war, nicht zeitgeistig.

01:20:19: Ja,

01:20:20: absolut.

01:20:21: Und diese letzte, das was ich jetzt hier oder was wir gerade im Glas haben, er war Mäurer.

01:20:26: Er war Mäurer.

01:20:27: Ja, super.

01:20:30: Ich trau

01:20:30: mich gar nicht.

01:20:32: Das war doch irgendwie, ich bin mir nicht ganz sicher.

01:20:34: Ich weiß nicht, ob du die Infos darüber hast.

01:20:36: War das nicht, früher, die haben doch mit so Militärpläne gehabt und haben da geschaut, wo die da noch eine Kind dahin, also irgendwie sowas war das doch, oder?

01:20:46: Vielleicht müssen wir mal nachgucken.

01:20:49: Das fand ich ganz interessant.

01:20:51: Spannend.

01:20:53: Ja.

01:20:54: Ja, gut, also ich muss mir direkt noch mal nachschenken.

01:20:56: Wahrscheinlich bin ich nachher betrunken.

01:20:57: Du kannst

01:20:59: gerne.

01:20:59: Kein Problem, wir haben vier Stunden vor uns.

01:21:05: Du hast Urlaub, also es passt alles perfekt.

01:21:07: Da

01:21:07: passt alles, ich muss heute auch nicht mehr raus.

01:21:13: Steht mir zu schön vor, wenn du... Ein Sylt über die Straßen tockelt.

01:21:19: Hallo.

01:21:20: Vor allen Dingen ist der gerade hier so schön draußen.

01:21:22: Es ist ja richtig verschneit alles.

01:21:24: Also wirklich traumhaft.

01:21:25: Das ist ja richtig Portweinwetter, ne?

01:21:26: Richtig Portweinwetter.

01:21:26: Kriegt man Portweinwetter mehr im Winter oder im Sommer?

01:21:29: Was für dich?

01:21:30: Deine erste Erfahrung hattest du ja im Winter, aber bei fast sommerlichen Temperaturen.

01:21:34: Aber jetzt haben wir eine andere Situation.

01:21:36: Wann findest du, passt es besser?

01:21:39: Wird ja oft als Wintergetränk programmiert, aber ich finde manchmal im Sommer ist es auch wunderschön.

01:21:44: Ich

01:21:45: finde, Portbein kann man immer trinken.

01:21:48: Man muss es auch nicht hinterher, z.B.

01:21:50: nach dem Essen machen wir auch, dass wir es dann noch mal extrem anbieten.

01:21:54: Aber mit Johannes damals haben wir so viel auch Gerichte gekocht, wo wir Portbein im Menü selber zu Kredenzen konnten.

01:22:03: Das ist dann auch, das bricht ja manchmal auch so eine Weine.

01:22:07: Weinbegleitung einfach.

01:22:08: Da hast du einen kleinen Break dazwischen.

01:22:10: Und dann denkst du, krass.

01:22:12: Und danach machst du wieder irgendwas, was ganz erfrischend ist.

01:22:15: Also ich finde, Portwain ist absolut, absolut überall einsetzbar und auch zu jeder Tagesnacht.

01:22:22: Zeit draußen.

01:22:24: Wo ich selber nicht ganz so klar mitkam oder wo ich kein Freund von bin als aperitiv.

01:22:28: Ich weiß nicht, warum sich das durchgesetzt hat.

01:22:31: Wahrscheinlich, weil man den Tag vergessen musste oder weil zu der damaligen Zeit als Portvern als aperitiv serviert wurde.

01:22:37: Man ohnehin über einen Tag anders konsumiert hat, da schon im Büro den ersten Whiskey getrunken hat.

01:22:41: Aber das mag ich eigentlich nicht, weil wenn du oftmals mit einem nüchteren Magensrestaurant kommst und dann gleich mal zwanzig Volumenprozent drauf haust, also da war ich nicht so ein Fan von.

01:22:50: Weißt du, warum sich das so durchgesetzt hat?

01:22:53: Oder magst du das?

01:22:54: Also, ich würde es jetzt, wenn das jemand möchte, bekommt er das.

01:22:57: Aber es ist auch nicht meine erste Wahl, ehrlich gesagt.

01:22:59: Was ich viel schöner finde, da sind wir auch bei dem, was du vorhin schon einmal gesagt hast, ist dann so ein schöner Porttonic zum Beispiel.

01:23:06: Das finde ich richtig, richtig geil.

01:23:08: Auf der Terrasse sitzen, das ist auch, wenn du im Porto bist oder egal.

01:23:12: Ich glaube, überall in Portugal bekommst du eigentlich überall Portionik zu trinken.

01:23:16: Also das sind ein schönes Glas.

01:23:19: Man nehme sein Lieblingsglas.

01:23:21: Es kommen ein paar Eiswürfel rein.

01:23:22: Es kommen vier CL White Port, aber trocken.

01:23:25: Halb oder halbtrocken rein.

01:23:28: Und dann machst du Minze rein, du machst ein bisschen Limette mit rein und das ganze füllt sich einfach mit einem Tonic auf.

01:23:33: Das ist so erfrischend, so köstlich.

01:23:35: Es hat halt auch nicht so viel Alkohol, als wenn du ein Gin Tonic trinken würdest.

01:23:39: Es ist wirklich wunderbar zum Start, finde ich.

01:23:41: Also wir machen das wirklich sehr, sehr gerne.

01:23:44: Ja.

01:23:44: Find ich auch großartig, ja.

01:23:45: Temperatur beim Port?

01:23:48: Wir hatten schon die Kaffeemaschine angesprochen.

01:23:50: Das wird ja nach wie vor relativ oft falsch gemacht, aber ja.

01:23:55: kalt

01:23:56: unbedingt kalt weil wenn man sich vorstellt Natürlich auf der einen Seite alles, was kalt ist.

01:24:03: Da hast du die ganzen Aromen nicht dabei.

01:24:05: Aber wir haben hier relativ viel Alkohol drin.

01:24:06: Und wenn wir unsere Nase direkt ins Glas halten und der Wein ist warm, das erste, was in unser Gehirn dringt, ist, das sagt Alkohol.

01:24:15: Und das ist immer schon mal schlecht.

01:24:17: Und das mindert, finde ich, den Genuss des Ganzen auch.

01:24:22: Weil dazu ja nicht nur das Auge und der Raum gehört, sondern auch ... die Nase gehört mit dabei und das macht das Ganze viel zu breit, wenn er zu warm ist.

01:24:30: Also deswegen lieber etwas kühler wird automatisch warm im Glas, wenn denn draußen stehen hast, logischerweise.

01:24:35: Also lieber etwas kühler.

01:24:37: Ich stelle ihn einfach in den Kühlschrank rein.

01:24:39: Manchmal logisch irgendwann hole ich sie auch raus, wenn wir im Restaurant zum Beispiel, dann bauen wir sie dementsprechend auf, weil wir möchten sie natürlich auch präsentieren.

01:24:47: Ich habe da auch sehr große Flaschen mit bei.

01:24:49: Das ist ja auch immer schön.

01:24:51: Und dann möchte ich halt auch, dass die natürlich dementsprechend leichte Temperatur bekommen.

01:24:55: Also nicht zu warm.

01:24:57: Zimmertemperatur ist ja sowieso quatscht, ist ja sowieso von unseren Vorvätern, weil da war, gab es ja noch keine Heizung, keine Bodenheizung und so weiter.

01:25:05: Da waren die Räume ja nicht so warm.

01:25:07: Gerade wenn man die Nase ins Glas hält und der Alkohol schießt raus, dann werden die Nasenschleimhäute verätzt und man riecht eigentlich nur, man sagt zu zwanzig bis dreißig Prozent des Portweins, was der Schade ist.

01:25:17: Man robt sich da selber sehr viel Genuss, wo wir automatisch zur Glaswahl kommen, was für Gläsern nimmst du beim Portwein?

01:25:23: Und unterscheidest

01:25:24: du

01:25:25: zwischen Ruby-Charakter und, da kommen wir wahrscheinlich gleich drauf, Tonic-Charakter bei den Gläsern oder nimmst du da... Ein und dieselben.

01:25:33: Sind das diese kleinen Probiergläser, die man dort auf den Kindes bekommt?

01:25:36: Oder sind das richtige Weingläser?

01:25:38: Was nimmst du?

01:25:39: Nee, ich nehme tatsächlich auch diese kleinen, in Anführungszeichen, Probiergläser.

01:25:43: Die gibt's halt auch in Schönen.

01:25:45: Und diese ... Ja, da bekommen wir ja manchmal je nachdem Gläser.

01:25:53: Nee, aber ich finde, das ist eigentlich das Optimum, weil man hat halt ... Man muss immer diesen hohen Alkohol bewährt.

01:26:00: Alkoholwert bedenken.

01:26:01: Und wenn ich natürlich ein schmales Glas habe, mit einem relativ hohen Kamin, wo oben das Glas nochmal so ein bisschen zusammengeht, das bündelt das Ganze einfach wunderbar.

01:26:10: Und ich finde, das ist eigentlich das Optimum, um Port wine zu trinken.

01:26:15: Also, wenn man so den Vergleich macht, dass man ein großes Glas nimmt, also ich sag mal jetzt hier, whatever, ein schönes Salto oder so, dann hast du natürlich... Das ist ein ganz anderes Erlebnis.

01:26:26: Du hast eine viel größere Oberfläche, da kann viel mehr Alkoholaromen oder der Alkohol ist ja flüchtig.

01:26:32: Er kann viel schneller an die Nase gelangen und deswegen ist ein großes Glas, finde ich, eigentlich relativ ungeeignet dafür.

01:26:38: Was heißt ungeeignet?

01:26:39: Ich trinke auch aus dem großen Glas, so ist jetzt nicht.

01:26:41: Aber wenn ich mich entscheiden dürfte, würde ich tatsächlich das kleinere wählen.

01:26:45: Ich denke, der lange Kamin ist dabei das Wichtige.

01:26:47: Also, dass man in der Tat so eine gewisse Pufferzone für den Alkohol hat und der Kamin immer länger als die Breite sein sollte, die Breite des Glases.

01:26:56: Daran kann man es so, finde ich, ein bisschen festmachen, wenn man so eine Grundorientierung da dabei haben möchte.

01:27:03: Ich war mal jetzt von den Gläsern abgesehen.

01:27:05: Und wer fällt das nur gerade just ein?

01:27:06: Also, ist jetzt auch so ein Zeitkick.

01:27:09: Ich war mal in einem der... in Porto selber.

01:27:13: Es gibt diese Herrenhäuser, diese Alpen.

01:27:15: Wir waren früher weltweit verteilt.

01:27:17: Da gab es, da hat man halt Portwein getrunken, Portwein gesammelt.

01:27:22: Das ist ein Club gewesen, wie so ein Portweinklub.

01:27:25: Und die haben sich da versammelt, die Besitzer der Portweinhäuser oder Lodges und so.

01:27:31: Und da gibt es weltweit nur noch eins, und das ist in Porto, und da bin ich einmal gewesen.

01:27:35: Das ist eine absolute Ehre, dass man damit rein darf.

01:27:38: Und da sind alle Portweinhäuser eigentlich versammelt.

01:27:41: eigentlich fast alle, die britischen oder schottischen Ursprungs sind.

01:27:47: Das ist irgendwie noch so eine Crux an der Geschichte, aber es war super beeindruckend.

01:27:51: Und dann gab es so, wie man sich das vorstellt, eine

01:27:53: riesige

01:27:53: Tafel, eine riesige Tafel.

01:27:55: Da gab es dann erst mal einen Apparativ, dann gab es verschiedene Portweine dazu und jedes Mal ist irgendjemand von den Männern aufgestanden, hat gesagt,

01:28:07: Cheers!

01:28:08: To the Queen!

01:28:09: Und alle mussten aufstehen und sagen yes, ne?

01:28:12: Und dann haben alle angestoßen, sich wieder gesetzt, ne?

01:28:14: Und dann ist der nächste aufgestanden, hat gesagt, For the British Empire!

01:28:19: Und so, ne?

01:28:20: Fällig?

01:28:21: völlig abgefahren und alle wieder aufgestanden, wieder angestoßen, wieder hingesetzt.

01:28:27: Und dann habt parallel, das ist ja ganz, ganz klassisch, parallel zum Dessert wurde eine große Schiebetür aufgeschoben und dann gab es diese riesige Tafel identisch in dem Nebenraum und da ist man dann hingezogen zum Dessertessen, dann wurde die Tür wieder zugemacht, man hat den gleichen Platz eingenommen an der Tafel und dann ist es losgegangen, dass Port Wein gekreist ist und es gab Dessert dazu.

01:28:50: Und Portwein, wenn man Portwein trinkt, also die trinken dann dementsprechend natürlich nur Vintage-Port, der wird, wird im Dekanter, wird er gereicht und Man schenkt sich mit dem Dekanter ein und gibt ihn dann an seiner linke Seite weiter.

01:29:06: Also einschenken, weitergeben.

01:29:07: So ist das Spiel, bis er wieder vorne angekommen ist.

01:29:10: War total beeindruckend für mich.

01:29:12: und zu diesem Dekanter.

01:29:14: Das war eigentlich der Ursprungs-Dings, weil es hat mich mit Gläsern gerade inspiriert.

01:29:19: So ein Portwein-Dekanter, da wird man, kriegt man immer die Frage gestellt, wie viel ... Wie breit der Ausguss oben ist, dieses da oben, im Verhältnis zur Länge des Dekanters.

01:29:35: Und das ist superlos.

01:29:35: Ich mache das immer mit so einer Servierte.

01:29:37: Und der Ausguss oben ist immer genauso breit, also genau die gleiche Länge, wie der Dekanter lang ist.

01:29:44: Also das sind die gleiche Zentimeter-Zahl.

01:29:46: Das glaubt man vorhin nicht, weil man denkt, das kann ja nicht sein.

01:29:48: Man denkt so zwei, drei oder so, denkt man.

01:29:51: Und es ist immer identisch.

01:29:52: Das ist ein echter Portweindekanter.

01:29:54: Ist ja krass.

01:29:56: Schön zu wissen.

01:29:57: Also diese Feitorio Iglesa, also diese Factory Houses, die gibt es ja seit dem achtzehnten Jahrhundert.

01:30:03: In der Tat gibt es da nur noch eins, was überlebt hat und dieser Raumwechsel fand ja mehr oder weniger statt, dass man sagt, wenn man den Portwein genießt, dann möchte man einen Raum haben, der komplett frei von allen Staubgerüchen ist und von allen vor allen Dingen Essensgerüche, weil das immer so undankbar letztlich für diese Situation war.

01:30:22: Man hat halt die großen Bratnern irgendwie aufgetischt.

01:30:25: dann riecht schon alles nach irgendwie Braten oder nach Ende oder was auch immer.

01:30:30: Und dann kommt der Portwein, man kann ihn in seinen Feinerheiten gar nicht wahrnehmen.

01:30:33: Und dafür hat man diesen zweiten Raum eingeführt, wo man sagt, man geht komplett neu gesettet in diesen Raum und genießt Portwein und ist sehr um letztlich eben auch diesem Getränk die entsprechende Ehre zu erweisen.

01:30:47: Und dieses Tischkreisen, da gibt es so zwei verschiedene Varianten von.

01:30:51: Zum einen sagt man, man reicht es mit der linken Hand weiter, weil man damit auch signalisiert, dass man kein Sebel unter dem Tisch irgendwie in der Hand hat.

01:30:58: Der andere muss es dann entsprechend nehmen.

01:31:02: Und es gibt diesen berühmten Ausspruch, do you know the Bishop of Nordwitsch?

01:31:08: Weil es wohl mal ein Bishop gab irgendwann.

01:31:15: Und wenn jemand eben das verpennt hat, diesen Dekanter weiter zu reichen, hat halt der ganze Tisch immer gefragt, die know the bishop of Northwitch, weil der halt diesen Dekanter nicht weitergeweitet hat.

01:31:25: Also so eine Side Story, dass man halt auch immer beflissen sein sollte, den Dekanter, nach dem man sich eingeschenkt hat, möglichst immer sofort weiter zu reichen, damit ihm doch ständig getrunken wird, was ja eigentlich dann auch schön ist.

01:31:39: Ja und es ist immer also das waren ich denke das wird wahrscheinlich immer so sein.

01:31:43: also die haben bei uns halt nur blind Verkostung gemacht jeder musste so ein bisschen mitverkosten.

01:31:48: Königsdisziplin halt raten.

01:31:50: ja also Wenn man viel Port wine trinkt, kann man vielleicht noch, also ich find's halt super schwierig, aber vielleicht noch auf die Stilistik, über die Stilistik kann man gehen.

01:31:59: Und dann kommt man vielleicht noch an die Marke, also an das Haus ran, denke ich.

01:32:05: Schwieriger, finde ich es.

01:32:07: Dann über

01:32:09: Jahrgänge finde ich schwierig.

01:32:11: Das Jahr zu.

01:32:11: Genau, also wir wissen ja dreimal pro Dekade, sagt man.

01:32:15: Natürlich ist der Wein wesentlich gereifter, wenn er weniger Farbstoffe hat und so weiter.

01:32:23: Aber trotzdem finde ich das super schwierig, dann auch in Wein zu nageln und zu sagen, das ist sieben-siebzig oder das ist siebzig.

01:32:31: Also finde ich super schwierig in dem Fall.

01:32:33: Da finde ich tatsächlich einfacher, über die Stilistik des Hauses zu gehen.

01:32:37: Ich fand es bisher immer schwer, bei Brümdi-Jahrgänge herauszuschmecken.

01:32:40: Da war ich froh, wenn ich im richtigen Jahrzehnt war, aber Portwein ist für mich noch ein anderes Level, eine andere Herausforderung, wo ich sage, wow.

01:32:48: Aber eine Frage, du hast uns relativ viel verraten, also verschiedene Rezepte, verschiedene Wissengeheimnisse, was ich eigentlich wirklich am wichtigsten finde, wahrscheinlich in dieser gesamten Podcast-Ausgabe.

01:32:58: Wie kommt man in diesen exklusiven Club, der ja eigentlich nur Hoheiten und irgendwie Angehörigen von Portwein in den Häusern vorbereiten ist?

01:33:06: Was?

01:33:06: Was ist das Secret?

01:33:07: Der Queen war schon mal da.

01:33:10: Das war tatsächlich eine Einladung.

01:33:12: Es war eine Einladung, wir waren eine kleine Runde und wir sind eingeladen worden.

01:33:16: Die Herren mussten alles ... Das war

01:33:18: schon super rare, oder?

01:33:19: Ja,

01:33:19: das war so abgefahren.

01:33:21: Deswegen meine ich, du bist Teil der Geschichte.

01:33:23: Du sitzt da, da haben so viele andere Menschen jahrhundertelang schon gesessen auf diesem Stuhl, auf dem du da sitzt, in diesem Raum, wo du bist, was du siehst.

01:33:30: Und genau die gleichen Rituale gehabt.

01:33:32: Wahnsinn, oder?

01:33:33: Und du bist auch ein Teil davon.

01:33:35: Du bist ... Die Geschichte in dem Fall.

01:33:37: Geil.

01:33:38: Finde ich schon ziemlich schön.

01:33:39: Wow.

01:33:39: Ja.

01:33:42: Und das Witzige war, die Jungs mussten alle Krawatte anziehen, weil ohne Krawatte kommst du nicht raus.

01:33:45: und die haben Gott seiank Leihkrawatten.

01:33:48: Es ist natürlich doof, wenn du einen blauen Anzug an hast, damit einfach eine schrägfarbene britische Leigkrawatte kriegst.

01:33:54: Uiuiui,

01:33:57: ihr habt noch Krawatte.

01:34:01: Man ist schon sehr furchtig.

01:34:02: Man ist schon sehr furchtig.

01:34:06: Als Mädel ist es da schon ein bisschen unkomplizierter.

01:34:10: Ich hatte kein Kleid mit dabei, aber ich hatte halt ... Ich hatte hohe Schuhe und deine Handtasche und dann sieht das ja schon halbwegs ordentlich aus.

01:34:20: Ja, es war ein bisschen einfacher.

01:34:22: Aber das war wirklich, das ist so once in a lifetime.

01:34:25: Ist das dann Abendfühlen?

01:34:26: Ist das so ein ganzen Abenddiener?

01:34:29: und ja, stark.

01:34:30: Wie viele Leute passen da rein an so ein Tisch?

01:34:33: Boah, da, wie viele haben da reingepasst?

01:34:34: Das war wirklich ein großer Tisch.

01:34:36: Zwanzig, ich weiß nicht genau.

01:34:38: Zwanzig, nämlich viele Menschen.

01:34:41: Ja.

01:34:43: Ja, ich finde die Gedanken mit dem ein Teil der Zeit richtig spannen.

01:34:45: Da sind wir, glaube ich, auch beim Tony.

01:34:47: Weil da wird der Zeit nochmal ganz anders wiedergespiegelt.

01:34:50: Weil da geht es ja um Zeit.

01:34:52: Man möchte die Zeit da ja richtig auskosten.

01:34:54: Was ich interessant fand, also wenn man so mit Portweinproduzenten spricht, ist das größte Problem für die eigentlich immer die Farbe.

01:35:04: Weil die ja dieses Lohfarben, der hinbekommen müssen oder dieses eben so Ziegelbraune, Und es braucht manchmal ja Ewigkeiten, ein bisschen Wein.

01:35:13: Seine Farbpigmente werden ja teilweise die Rebsorten auch so kraftvoll und so kraftfarbend sind, bis man diese Farbe erreicht.

01:35:21: Natürlich ist die Oxidation eines.

01:35:23: Teilweise werden auch weiße Rebsorten mit reingepflanzt, wird vieles als gemischter Satz gelesen oder eben auch zusammen verarbeitet.

01:35:31: Aber ja, der größte Herausforderung ist diese kontinuierliche und eben diese transparente, leichte, zarte Farbe zu erzeugen.

01:35:42: Also bei den braunen Portweinen, es gibt ja diese wie bei den roten.

01:35:49: bei den rubis hast du ja auch bei den braunen diese interne klassifizierung.

01:35:52: dann also von Einfachem tauniport.

01:35:55: taunie übrigens der begriff ich weiß nicht ob das stimmt aber ich finde super lustig und ich glaube ich erzähle es geben meiner gäste wenn ich ein portland tasting mit den habe.

01:36:04: taunie ist der begriff der farbe einer wahl Leber.

01:36:08: Okay.

01:36:08: Ob das stimmt oder nicht, weiß ich nicht.

01:36:10: Aber ich fand es superinteressant, weil ich mir das schon durchaus vorstellen kann.

01:36:13: Weil Portugal, die Portugiesen sind ja auch viel mit dem Schiff gefahren.

01:36:18: Und die Engländer und so, es waren ja auch Wahlfänger.

01:36:21: Und ich kann mir das durchaus schon vorstellen, dass dieser Begriff daherkommt ursprünglich.

01:36:26: Aber wie gesagt, das ist rein spekulativ, aber ich find's schön.

01:36:31: Wow.

01:36:33: Also gerade die Vorstellung, wenn niemand von uns wahrscheinlich jemals eine Wahlleber sehen wird.

01:36:36: Daher haben

01:36:37: wir ... Nee, die Wahrscheinlichkeit ist relativ gering.

01:36:43: Ja, das auch so, by the way.

01:36:46: Ansonsten hast du ja genau wie bei den roten, bei den rubiports, bei den reduktiven ist auch ein schönes Merkmal, ne?

01:36:52: R, rubiport, R reduktiv.

01:36:54: Da ist eine Edelsbrücke.

01:36:57: Sehr gut.

01:36:57: Ja,

01:36:57: und ... Bei den Tornys sind ja oxidativ ausgebaut.

01:37:01: Man darf es auch nicht verwechseln mit oxidiert.

01:37:03: Oxidiert ist tot.

01:37:04: Oxidativ bedeutet, dass der mit Luft ausgebaut worden ist.

01:37:10: Man kann sich das auch so vorstellen, wie so ein Apfel, den man anschneidet.

01:37:14: Der Sauerstoff kommt da dran und dadurch oxidiert der Apfel, der wird eben halt leicht bräunlich oder braun.

01:37:20: Und das ist ja eigentlich die Farbe, wo du grad das erzählt hast, wo man je nach Qualitätsstufe natürlich auch hingehen möchte.

01:37:27: Und ich kann mir schon vorstellen, dass es gar nicht so einfach ist, vor allen Dingen, weil du ja auch bei den ersten Kategorien, also Tonyport, also einfacher Tony, dann, um zehn, zwanzig, dreißig, vierzig, fünfzig gibt es jetzt und achtzig gibt es ja auch seit Neuestem.

01:37:43: dementsprechend natürlich auch die Farben herhaben möchtest, ne?

01:37:46: Ja, das ist schon ein Unterschied.

01:37:47: Ein

01:37:47: großer Unterschied ist, glaube ich, dabei beim Ausbau, dass du für Ruby eben diese Riesenfässer nimmst, die du vorhin erwähnt hast und bei Tony hauptsächlich die Pipes, die fünfhundertfünfzig Liter Inhalt haben und da vornehmlich mit Arbeit ist.

01:38:01: Ja, also das ist ja auch schön, wenn du irgendwo hinkommst, ne?

01:38:06: Und dann liegen da diese ganzen Pipes oder Pipes.

01:38:10: Wie man ja,

01:38:11: äh, ich glaub die Pasch nennen

01:38:12: die die, ne?

01:38:13: Ja, ich find das auch so schön.

01:38:14: Pi-Pasch.

01:38:14: Du, du mit zweiten Wohnsitz in Portugal sprichst es natürlich völlig super.

01:38:20: Du musst jetzt nur nur noch traurig sagen, bitte.

01:38:22: Dann sind wir... Da warte.

01:38:26: Pi-Pasch.

01:38:31: Jo.

01:38:33: Da wollte ich dich haben, Bärbel.

01:38:37: Pi-Pasch.

01:38:39: Ja.

01:38:44: Das ist ja so wunderschön, wenn du dann einmal diese...

01:38:47: riesigen

01:38:48: Fässer da hast.

01:38:49: Das sind ja auch keine Stahltanks.

01:38:50: Das sind ja riesige Fässer, die asparuert sind.

01:38:52: Und auf der anderen Seite hast du diese Peepers, die wirklich aufgereiter sind und dann steht da genau dran, welches Jahr denn da auch drin ist.

01:39:00: Es wird ja dementsprechend hinterher verschnitten.

01:39:02: Weil jeder Portwenn wird hier erst mal gleich produziert und dann wird ja im Laufe der Zeit entschieden, welche Qualitätsstufe es denn eigentlich ist.

01:39:09: Und gerade bei diesen Torney Ports, Die, also von den Aromaten, sag ich mal allgemein, wenn man jetzt mal so allgemein spricht, eher nussig, Kaffee, Dattel, getrocknete Früchte, so in diese Aromengruppe gehen, also anders als die roten Porten, die erfruchtig sind.

01:39:31: Und das ist halt ganz, ganz spannend, finde ich dann auch, dass man das dementsprechend hinterher zusammenstellen kann.

01:39:36: Mit der richtigen Farbe.

01:39:38: Dann hast du im Prinzip ein Tornipot als Grundlage, das also wie es eben Ruby gibt.

01:39:43: Dann gibt es auch, also der sollte mindestens vier bis sechs Jahre im Fässer.

01:39:48: Das finde ich so krass.

01:39:49: Also du hast ja gerade eben auch über Jahrzehnte geredet.

01:39:52: Das eben, zehn, zwanzig, sechzig, nicht zehn, zwanzig, dreißig, vierzig, fünfzig, achtzig gibt.

01:39:57: Wenn du ein Portwain-House hast und du hast dort Fässer für achtzig oder für fünfzig, selbst nur für dreißig Jahre liegen, was das für eine unfassbare Geldbindung ist.

01:40:09: Ja, Kapitalbindung.

01:40:11: Ohne Ende.

01:40:11: Kapitalbindung

01:40:12: war das schwere Wort.

01:40:13: Wahnsinn.

01:40:14: Egal, ob du jetzt ein neues Haus hast oder eben auch das über eine gewisse Kontinuität hast, trotzdem diese Lagerfläche.

01:40:21: Und das kann man eigentlich mit Geld gar nicht relativieren.

01:40:24: Dann kosten die Dinger, die sind jetzt ein dreißigjähriger, ist nicht günstig, aber in der Relation zu dreißig Jahre dort gelegen, finde ich das.

01:40:31: Ultra krass.

01:40:32: Das

01:40:32: stimmt.

01:40:33: Also, ich finde, ich finde, und das ist eben halt das, was ich, da bin ich schon wieder bei dieser Generationsgeschichte.

01:40:38: Da bin ich so beeindruckt jedes Mal von, weil... die produzieren genau diese Sachen nicht für sich, wenn ich weiß, das ist jetzt, ich produziere jetzt ein Wein und ich leg den jetzt erst mal in so eine Pieper und dann liegt das da einfach mal.

01:40:52: Fünfzig Jahre rum weiß ich, dass meine Kinder vielleicht das auch nicht abfüllen werden, sondern vielleicht die, die danach kommen.

01:40:58: Wenn jemand danach kommt, das weiß ja auch nicht.

01:41:01: Und also das ist schon, das ist ja schon logischerweise ein gewisses Risiko, was man da eingeht.

01:41:07: Wenn du dann hinterher ... Ich war mal bei Wine & Soul.

01:41:11: Und da kam George, kam um die Ecke.

01:41:13: Wir waren ganz unromantisch in seinem Labor.

01:41:16: Und der packte unter der Spüle, holte eine kleine Plastikflasche mit einer braunen Flüssigkeit hervor, schenkte das ein.

01:41:23: Und wir verkosteten und ich denk, krass, abgefahren.

01:41:26: Und er sagt, das ist hundert Jahre alter Portwein, aber er füllt ihn noch nicht ab.

01:41:31: Der ist noch nicht so weit.

01:41:33: Das war für mich auch so ein krasses Schlüsselerlebnis, wo ich denk, so ... Wow, also das musste auch erst mal erst mal sagen, weil das war grandioses Zeug.

01:41:40: Aber der ist natürlich auch dementsprechend, wie gesagt, ich habe ja nur mit dem Endprodukt zu tun.

01:41:44: Aber der hat ja die Erfahrung zu sagen, ne, noch nicht.

01:41:48: Das muss noch.

01:41:49: Ich habe da schon andere Sachen gehabt.

01:41:51: Und das ist schon krass, finde ich.

01:41:53: Und das musste auch erst mal machen.

01:41:56: Was ein Riesen-Megaservice ist, finde ich, wenn du bei Copcass bist in Villanova und du kaufst eine Flasche, die haben da ja in diesem kleinen Store, den sie haben.

01:42:06: Kannst du ja Jahrgänge bis achtzig Jahre zurückkaufen, also Kojettas, kommen wir später dann drauf.

01:42:12: Du kaufst eine Flasche von den Kojettas, kannst du diesen Jahrgang automatisch probieren.

01:42:16: Also nimmst die Flasche neunzehntzigzig mit und bekommst ein Glas von diesen neunzehntzigziger Angeboten und kannst ihn probieren, damit du weißt, was dich zu Hause erwartet.

01:42:25: Krass, oder?

01:42:27: Das ist schon sehr ...

01:42:28: Tolles Erlebnis.

01:42:29: Ja.

01:42:30: Toll, das glaub ich.

01:42:31: Ich bin tatsächlich noch nie bei Kopke gewesen.

01:42:34: Ich hab's aber immer gesehen im Vorbeilaufen.

01:42:36: Das ist das erste Haus, wenn man vor der Brücke runterkommt.

01:42:39: Da läuft man ja tan vorbei.

01:42:41: Genau.

01:42:43: Aber ich bin noch nie drin gewesen.

01:42:45: Ich hab auch ein bisschen Kopke im Keller bei mir liegen.

01:42:47: Aber ich bin noch nie da gewesen.

01:42:49: Das wahrscheinlich mal das nächste Mal.

01:42:52: Ja, super.

01:42:53: Also wir haben Toni, dann haben wir Toni Reserve, um den ersten mal wieder zurückzubringen, bevor wir abdriften.

01:42:59: Also das ist ja praktisch eins zu eins als Pendant zu den Ruby Ports, ne?

01:43:02: Die ersten Basics.

01:43:04: Sag ich mal.

01:43:05: Und dann kommst du eigentlich in den Bereich, der anfängt, richtig spannend zu werden.

01:43:11: Dass du sagst, du hast zehn, zwanzig, dreißig, vierzig Jahre.

01:43:14: Das war das, was es in den letzten paar Jahren gibt.

01:43:17: Fünfzig Jahre und achtzig Jahre ist neu mit dazugekommen.

01:43:20: Deswegen klammer ich das jetzt erst mal so ein bisschen ein.

01:43:22: Und du hast zehn Jahre fast gereift, zwanzig Jahre fast gereift.

01:43:28: Aber es ... ist ja nicht wirklich zwanzig Jahre fast gereift.

01:43:31: Das ist ja nur die Stilistik eines zwanzig Jahre fast gereift.

01:43:34: Das ist schwierig zu verstehen, auch schwierig zu erklären, finde ich.

01:43:37: Aber es ist ja nicht, dass du sagst, weil wenn es zwanzig Jahre fast gereift wäre, wäre es ja ein einziger Jahrgang, was dem ja nicht so ist.

01:43:46: Wir haben ja wieder das Coca-Cola-Verfahren, wie wir auch beim Boobie-Port zum Beispiel haben, am Anfang.

01:43:51: Wir haben eine Stilistik, der soll wie zwanzig Jahre... gereifter tawny pod schmecken und der soll vor zehn jahren wie jetzt wie in zehn jahren immer gleich sein vom aroma her.

01:44:05: das ist die stylistik des haus und so wird es dementsprechend auch gemacht.

01:44:09: das bedeutet du hast verschiedene grundweine in deinem stock wo du dementsprechend Deine QW halt produziert.

01:44:17: Das ist das, was ich vorhin schon gesagt habe, das ist so super schwierig dementsprechend, das dann auch herzustellen.

01:44:21: Also da hast du vielleicht einen dreißig Jahre alten mit dabei, du hast einen ganz jungen Portvern mit dabei und da musst du dementsprechend auch gucken, dass du die Farb-Stilistik hinterher hinbekommst, das ja auch so aussieht wie ein zwanzig Jahre alter Torniport.

01:44:33: Und so wird es eigentlich produziert, dass die Stilistik immer die gleiche ist.

01:44:38: Und was auch immer auf allen Torniports stehen muss, ist das Abfülldatum.

01:44:43: steht immer bottelt bla bla bla.

01:44:45: es steht meistens ganz klein und eigentlich braucht man manchmal zwei Brillen dafür um das zu lesen.

01:44:50: Also diese Mini Fipsi manchmal irgendwo ist aber es muss bei den Tawny Pots muss es drauf stehen weil die Sache einfach die ist wenn diese Produkte abgefüllt werden haben die da keinen langen Korken drin.

01:45:01: also Anhaltspunkt wieder du hast diesen kleinen Fipsi Pilz Korken dabei.

01:45:05: das bedeutet das Produkt ist für den direkten Verzerr geeignet und dann hast du so ein Wein und.

01:45:12: Vielleicht ist er irgendwo schon ganz lange gelagert worden, keine Ahnung, zwanzig Jahre in der Flasche schon, keine Ahnung, stand rum.

01:45:19: Und dann ist es auch nicht mehr das, was es eigentlich sein sollte, weil wenn es abgefüllt wird, dann ist es direkt so, dass du es trinken kannst.

01:45:25: Und deswegen muss einfach das Abfülldatum, das Bottling mit da drauf stehen, dass du weißt, okay, ich habe jetzt kein altes Produkt bekommen.

01:45:32: Damit schützen die sich ja eigentlich.

01:45:34: Wo ich in der Tat keine Informationen zu gefunden habe, wenn ich mich so durchs Internet kämpfe oder verschiedene Podcast gehört habe, ist, wie sich das zusammensetzen muss, reingesetzlich, damit man mehr oder weniger zehn oder zwanzig oder dreißig Jahre draufschreiben kann, ob es da Vorgaben gibt.

01:45:52: Wenn manche sagen, mindestens die Hälfte muss so und so alt sein, das, was ich jetzt beim Institut gefunden habe, ist, dass es ein Querschnitt sein muss.

01:46:01: Und in diesem Querschnitt muss man auf die da draufschreiben.

01:46:04: Jahrgangsangabe kommen.

01:46:06: Kannst du das bestätigen?

01:46:07: Und ist das verständlich, wie ich das erklärt habe?

01:46:11: Ich glaube, das ist ziemlich verständlich.

01:46:14: Wenn die das da so steht, das weiß ich nicht genau.

01:46:16: Also ich weiß immer nur, dass es die Stilistik und die Stilistik vom Geschmack, Aroma und Farbe muss einem zwanzig Jahre alten entsprechen.

01:46:27: Also das ist halt das, was ich halt weiß.

01:46:31: Und dann kannst du halt überlegen, ob es deiner Stilistik des Hauses ist.

01:46:35: Sondern der Stilistik, allgemein, eine zwanzig Jahre, so ist ein zwanzig Jahre Alter Torniport in der Farbe und so weiter.

01:46:41: Und dann kannst du ja Hausinterne noch ein bisschen spielen, weil das eben halt dann Graham's Rammospintisch oder was auch immer einfach ist.

01:46:50: Interessant ist, dass es kaum dokumentiert ist.

01:46:52: Aber ich würde das in die Welt herauspursauen, dass, wenn man sagt, man hat einen zehnjährigen, das man von mir aus, fünfzig Prozent zehnjährigen Port, fünf, zwanzig Prozent fünfjährigen und fünfzwanzig Prozent fünfzehnjährigen.

01:47:03: Oder eben älter oder jünger.

01:47:04: Durchaus.

01:47:05: Ja, genau.

01:47:05: Dabei

01:47:06: hat man da durch einen Querschnitt irgendwie hinbastelt.

01:47:09: Wahrscheinlich wird es ohnehin nicht so kernmäßig kontrolliert.

01:47:13: Aber war für mich am glaubwürdigsten.

01:47:15: Würde ich einfach mal so manifestieren.

01:47:19: Ja, würde ich auch so sagen.

01:47:20: Das kann ich mir schon vorstellen.

01:47:22: Das Ergebnis muss dementsprechend einfach so sein.

01:47:25: Kann ich mir gut vorstellen.

01:47:27: Weil ich hab am Anfang immer gedacht, dass es zwanzig Jahre alt gereift ist.

01:47:31: Aber das ist ja nicht richtig.

01:47:33: Aber es hat ja auch keiner erklärt vorher.

01:47:35: Da serviert sich, dass du sagst, du findest auch nix darüber.

01:47:38: Weil es ist ja wirklich wie so ein offenes Geheimnis, was man unter vorgehaltener Hand flüstert.

01:47:46: Ja, da weniger.

01:47:48: Nächstes Mal, wenn du dein Zweitwohnensitz bist, kannst du ja mal dir fragen, was er dazu sagt.

01:47:52: Dann machen wir noch einen kleinen Nachpodcast dazu.

01:47:56: Hier kommt die Wahrheit.

01:47:57: Das ist so ...

01:47:58: Die Wahrheit der Tony Pots.

01:48:01: Genau.

01:48:03: Witzig.

01:48:04: Also, und dann ist jetzt neu mit dazu auf dem Markt gekommen.

01:48:07: Fünfzig Jahre alter Tonyport.

01:48:10: Das darf man jetzt auch machen.

01:48:12: Das ist identisch zu den anderen Varianten.

01:48:14: Und ganz, ganz neu ist jetzt seit diesem Jahr oder seit letztem Jahr, ich bin mir nicht sicher, achtzig Jahre alter Tonyport.

01:48:22: Produzieren, glaube ich, bisher nur zwei Häuser.

01:48:25: Taylors und Graham's, glaube ich, achtzig Jahre.

01:48:27: Ich bin mir aber auch nicht, ich will es jetzt nicht ... Krass.

01:48:30: Aber es sind die einzigen, die es gerade produzieren.

01:48:32: Du musst natürlich auch den Stock nehmen.

01:48:33: sprechen haben.

01:48:34: Das hat ja auch nicht jeder, um so was produzieren zu können.

01:48:38: Und wenn wir sagen, es muss im Schnitt irgendwie sein, dann kann man sich natürlich vorstellen, achtzig Jahre wird natürlich wahrscheinlich auch älter als hundert Jahre irgendwas da drin sein.

01:48:47: Und das finde ich vielleicht auch.

01:48:48: noch einmal kurz dazu, wie unterscheiden sich denn einfach diese verschiedenen Torniportbeine in ihrer Stilistik?

01:48:56: Also je Älter, die werden, dass sie kompakter werden, die einfach ist, verdunstet natürlich immer mehr Flüssigkeit

01:49:04: und dadurch wird es immer...

01:49:06: Ja, und dadurch bedingt wird es natürlich immer kompakter, immer dichter, immer fülliger eigentlich auch und es wird auch dadurch bedingt natürlich auch immer dunkler in der Farbgebung.

01:49:20: Und irgendwann, das finde ich ganz interessant, wenn du so ganz alte Sachen als fünfzig oder achtzig oder dann dementsprechend hinter andere Sachen noch bekommt, dieser sehr braune so... So Kastanienfarben, sehr dickflüssige mit hoher Viskosität, behaftete Portwein wie so einen grünen Rand im Glastrum herum.

01:49:39: Und dann weiß ich immer schon so, okay, jetzt sind wir wirklich alt.

01:49:45: Ist mir nie aufgefallen.

01:49:46: Also, es ist sehr interessant.

01:49:47: Wow.

01:49:48: Weißt du, woher das kommt?

01:49:50: Ist das eine chemische Reaktion?

01:49:53: Keine Ahnung, ich muss ja eigentlich.

01:49:56: Aber das hast du bei Madeira, hast du das auch, wenn du alte Madeiras hast, du hast diese braune Farbe und dann hast du dieses leicht, was du beim, wenn du... Bei dem Bein, den wir jetzt im Glas haben, hast du wie ein weißen Rand drum herum.

01:50:11: Das bedeutet ja auch, dass es sehr jung ist.

01:50:13: Und wenn der jetzt älter werden würde, würde der einfach so ein bisschen eher ins Kaminrot gehen oder vielleicht auch ins leicht orange Farben irgendwann.

01:50:21: Und bei den Tawny Pots, das wird halt einfach grün.

01:50:24: Krass.

01:50:25: Schönes, sattes, grün.

01:50:26: Muss

01:50:26: ich wirklich mal drauf achten.

01:50:27: Stark.

01:50:28: Ist mir echt noch nie aufgefallen.

01:50:31: Großes Learning.

01:50:33: Und dann gibt es ja, wenn wir ... Wenn wir auf der Rubyport, auf der roten, reduktiven Seite den König der Portweine als Vintage bezeichnet haben, müssen wir, ja, es geht ja nicht anders, auf der Tawnyport-Seite eine Königin haben.

01:50:49: Und die Königin, ich nenne sie immer Königin, das ist die Collator.

01:50:54: Collator bedeutet einfach nur ... Jahrgang bedeutet das einfach.

01:51:00: also eigentlich ist es ein Jahrgangs Tony so könnte man es glaube ich betiteln.

01:51:04: manche nennen es single harvest oder so.

01:51:07: aber Jahrgangs Tony ist eigentlich glaube ich eine ganz gute Betätigung.

01:51:12: Also die Königin und die reift.

01:51:15: Also das sind wirklich die Fässer, die irgendwo versteckt sind und das ist das, was ich vorhin sagte, das kommt dann irgendwo an einen ran und man probiert das und ist völlig geflasht davon und der sagt, nö, nö, das mache ich noch nicht, das machen meine Kinder irgendwann vielleicht.

01:51:29: Na was du dann da?

01:51:30: Was da ein Geschichte drin ist, was ist seitdem passiert?

01:51:32: Die Menschen, die das gelesen, geerntet haben, angebaut haben, in die Fässer abgefüllt haben.

01:51:38: Was haben die gedacht?

01:51:38: Wie war die Weltordnung damals?

01:51:41: Also Wahnsinn, oder?

01:51:42: Das macht mich immer so ein bisschen ehrfürchtig, wenn ich davon nachdenke.

01:51:46: Ja, total.

01:51:47: Das damals auch mit einem ganz anderen Ansinnen dieser Port, weil dann irgendwie produziert wurde.

01:51:53: Und dass man aber auch damals die Weine wie heute produziert hat.

01:51:57: Also, dass man davon ... Also nichts geändert hat, das finde ich so ergreifend dabei.

01:52:02: Also die ganze Welt wandelt sich ja in die jegliche Richtung, Transport oder Bewusstsein oder jede Art von Medienkonsum oder was auch immer.

01:52:10: Aber Portrhein wird gemacht wie Portrhein.

01:52:12: Das ist schon krass, finde ich.

01:52:14: Und das ist halt immer dieses ... Kennst du noch den Film Highlander?

01:52:19: Ja.

01:52:20: Das wurde sich so ... Chris

01:52:21: Verlambeer.

01:52:23: Ja, genau.

01:52:25: Und da war das ja so.

01:52:27: Das waren ja so spezielle Leute.

01:52:30: Dann haben die sich den Kopf abgeschlagen.

01:52:32: Und die Energie von dem, der gestorben ist, ist auf derselbe übergegangen.

01:52:35: Und so hab ich manchmal, so find ich das total beeindruckend, dass wenn ich so eine alte Flasche oder so einen alten Portwein trinke, dann geht die Energie der Menschen, die daran gearbeitet haben, auf mich über.

01:52:45: Das find ich total schön, den Gedanken.

01:52:47: Toller Gedanke?

01:52:49: Hast du so was bei alten Rieslingen auch?

01:52:52: Ich find

01:52:53: immer, wenn man so gereifte Sachen trinkt, wo es wirklich, also wirklich dann auch in Geschichtshistorische ... Ja, Gänge geht.

01:53:05: Also, wenn du wirklich weit nach hinten gehst, finde ich das aber ist immer so.

01:53:08: Ich denke, stell mir immer vor, wo ist hat diese Flasche die ganze Zeit eigentlich gelegen?

01:53:12: Wer hat sie angefasst?

01:53:14: Wie ist sie transportiert worden?

01:53:17: Ja, all solche Sachen frage ich mich dann immer.

01:53:19: Schöne Gedanke, mag ich sehr.

01:53:21: Also, toll.

01:53:23: Und dann darf man, darf man dieses Produkt hinterher, man darf es trinken und es ist so lange aufbewahrt worden.

01:53:29: von allen möglichen Leuten gehütet und beschützt.

01:53:34: Auch so selbstlos dann mehr oder weniger.

01:53:35: Wird man fast demütig oder erfürchtig, eben auch in der Dankbarkeit, dass keiner vorher aufgemacht hat oder man selber in dem Augenblick, in dem in der Situation sein darf, diesen Portwein zu genießen.

01:53:50: Und ich finde, wenn wir uns über solche Sachen unterhalten, finde ich, ist es so, da bekommt Wein trinken.

01:53:59: eine völlig andere Bedeutung, als dass man sich betrinkt.

01:54:02: Dass man einfach irgendwas trinkt, um besoffen zu sein, oder dass man sagt, hey, hoch die Tassen, oder es bekommt eine völlig andere Bedeutung.

01:54:09: Es wird, es ist so groß.

01:54:12: Das vergegenwärtigt so ein wenig, also es ist ja gerade jetzt im letzten Jahr auch ein Riesenthema gewesen, warum Weinkultur gut ist.

01:54:20: Weil es eine ganz eigene Kultur ist, weil es eine ganz eigene auch Bereicherung des Lebens ist.

01:54:26: Wenn man sowas mal probiert und sich da dann wie an so einen kleinen Urlaub ganz, ganz lange erinnert.

01:54:31: Und das muss noch nicht immer so was außergewöhnliches wie ein hundertfünfzig Jahre alter Portwein sein, sondern manchmal reicht den Anführungszeichen eben auch die eine Situation dann irgendwo dort am Fluss zu sitzen und ein zehnjährigen Portwein zu trinken und die.

01:54:46: Auch da die Zeiten sich aufzusorgen, finde ich

01:54:48: sehr kraftvoll.

01:54:49: Ich finde, beintrinken ist sowieso immer so situationsbedingt.

01:54:53: Also ich kann natürlich... Die schönste Situation, das wissen wir doch alle, ist, du sitzt gemütlich zusammen, du bist in toller Gesellschaft, du weißt genau dein Gegenüber, der weiß das, was du gerade trinkst und isst, genauso wert zu schätzen wie du.

01:55:07: Und das ist doch einfach, und dann geht noch die Sonne unter in dem Moment.

01:55:10: Und du hast noch was Geiles auf dem Teller.

01:55:12: Was gibt es Schöneres in dem Moment, oder?

01:55:14: So richtig kitschig eigentlich.

01:55:15: Aber was gibt es Schöneres in diesem Moment?

01:55:18: Eigentlich nichts,

01:55:19: finde ich.

01:55:20: Du bist so völlig dem, völlig dieser Gegenwart.

01:55:23: Dieser Gegenwart in diesem Moment ausgeliefert.

01:55:26: Das ist nichts, was du festhalten kannst, was du in Album kleben kannst oder was auch immer.

01:55:31: Es ist einfach, es ist so vergänglich, wie so eine kleine, wie so eine kleine Blüte einfach, finde ich, die so aufgeht.

01:55:38: Und dann ist sie halt weg, aber du warst dabei.

01:55:41: Das ist schön, du warst dabei.

01:55:43: Man kann sich an dem Moment erinnern und er implantiert sich auch noch mal auf eine ganz eigene Weise.

01:55:48: Also auch die Emotionen dabei.

01:55:51: Ja, finde ich.

01:55:52: Großartig, also Brüllen.

01:56:11: Der dreißig Jahre alte Torny von Ramos Pinto zeigt dir, was drei Jahrzehnte aus Wein machen können.

01:56:20: Villa Nova de Gaia, im Portugal.

01:56:22: Ein Keller.

01:56:24: Dunkel, kühl, feucht.

01:56:27: Reihen von Fester, soweit das Auge reicht.

01:56:29: Manche sind von ihnen hundert, manche sogar zweinhalb Jahre alt.

01:56:33: Auf ihren Daumen steht in Kreide, neunzehnt neunzig.

01:56:49: Du klopfst drauf?

01:57:00: Hohl.

01:57:01: Hohl?

01:57:02: fragst du ihn Kellermeister?

01:57:03: Nicht ganz sagt er.

01:57:05: Aber Lehrer als vor dreißig Jahren.

01:57:07: Wieviel Lehrer?

01:57:09: Etwa vierzig Prozent.

01:57:12: Du rechnest kurz nach.

01:57:13: Dieses Fass hatte mal sechshundert Liter Wein.

01:57:15: Jetzt sind es noch dreihundertsechzig Liter.

01:57:17: Zweihundertvierzig sind einfach verschwunden?

01:57:20: Wohin fragst du?

01:57:22: Der Kleimeister lächelt.

01:57:24: In den Himmel.

01:57:25: Die Engel trinken mit.

01:57:27: Und du fragst dich, wo ist der Wein eigentlich hin?

01:57:29: Dreißig Jahre, dreißig Ernten, dreißig Winter.

01:57:32: Und plötzlich ist die Hälfte verschwunden, nicht getrunken, nicht gestohlen, einfach weg.

01:57:36: Verdampft, verflüchtigt, von den Engeln getrunken.

01:57:40: Und was bleibt, ist kein Wein mehr.

01:57:42: Es ist ein Gespräch mit der Zeit.

01:57:45: Und genau das ist keine Poesie, das ist Physik.

01:57:49: Jedes Jahr verliert ein Fass drei bis fünf Prozent seines Volums durch Verdunstung.

01:57:54: Das nennt man Angel Chair, der Anteil der Engel.

01:57:58: In zehn Jahren, ca.

01:57:59: dreißig bis fünfzig Prozent Verlust.

01:58:00: Nach zwanzig Jahren, ca.

01:58:01: fünfzig bis siebzig Prozent Verlust.

01:58:04: In dreißig Jahren bis zu achtzig Prozent Verlust, wenn man nicht regelmäßig nachfüllt.

01:58:09: Das ist der Grund, warum alte Tore nicht so teuer sind.

01:58:12: Nicht weil die Trauben teurer waren, nicht weil die Winifikation aufwendiger war, sondern weil die Hälfte des Feins einfach weg ist.

01:58:20: Und was bleibt?

01:58:21: Das Beste.

01:58:23: Denn das, was verdunstet, sind Wasser und Alkohol.

01:58:26: Was bleibt?

01:58:27: sind Frucht, Säure, Tannine, aber konzentrierter, dichter, intensiver.

01:58:33: Und etwas ändert sich noch.

01:58:36: Etwas, das man nicht messen kann, aber schmecken.

01:58:39: Zeit.

01:58:41: Der Ramospinto, dreißig years old Tony, ist nicht einfach ein alter Wein.

01:58:45: Es ist ein Wein, der überlebt hat.

01:58:48: Es ist ein Wein, der drei Jahrzehnte im Fass lag, während die Welt um ihn herum weiter ging.

01:58:53: Das Internet wurde erfunden, die Berliner Mauer fiel, Smartphones wurden erfunden, Pandemien kamen und gingen.

01:59:00: Und das was?

01:59:01: Es stand einfach da.

01:59:03: Atmete, verdunstete, oxidierte, geduldig, still, unaufgeregt.

01:59:11: Und jetzt, dreißig Jahre später, öffnest du die Flasche.

01:59:13: Und das, was du trinkst, ist nicht Wein.

01:59:16: Es ist liquide Geduld.

01:59:18: Okay, und hier kommt die unbequeme Wahrheit.

01:59:21: Ein dreißig Jahre alter Tony Port ist nicht dreißig Jahre alt, also nicht wirklich.

01:59:26: Das dreißig Jahre auf dem Etikett ist ein Durchschnittswert und steht für einen Tony, der schmeckt wie ein dreißig Jahre alter Portwein.

01:59:35: Das bedeutet wiederum konkret, der Wein im Glas ist ein Blend aus vielen Jahrgängen, die zusammen im Durchschnitt dreißig Jahre im Fass verbracht haben.

01:59:43: Manche Komponenten sind, zwanzig Jahre alt, manche fünf und dreißig, manche sogar vierzig oder fünfzig.

01:59:48: Aber zusammen ergeben sie dreißig Jahre.

01:59:52: Das ist Kunst.

01:59:54: Denn ein Tony ist kein Wein eines einzelnen Jahres, er ist ein Archiv.

01:59:59: Konkret steht der Blendmaster bei Ramos, Spinto und Keller vor ihm.

02:00:04: Hunderte von Fässern.

02:00:06: Er verkostet, notiert, vergleicht.

02:00:09: Fast A. Fünfundzwanzig Jahre alt.

02:00:11: Viel Frucht, aber wenig Struktur.

02:00:13: Fast B. Fünfund dreißig Jahre alt.

02:00:14: Vier Holz.

02:00:15: Aber die Frucht ist fast weg.

02:00:17: Fast zäh.

02:00:18: Achtundzwanzig Jahre alt.

02:00:19: Perfekte Balance.

02:00:20: Aber zu wenig Volumen.

02:00:21: Jetzt die Aufgabe.

02:00:23: Er mischt die Fässer so, dass der resultierende Wein schmeckt wie dreißig Jahre.

02:00:29: Nicht zu jung, dann wäre zu fruchtig, zu simpel, nicht zu alt, dann wäre zu holzig, zu ätherisch.

02:00:35: Fast geisterhaft, sondern genau richtig.

02:00:38: Das ist die Kunst des Blending.

02:00:40: Und das Ergebnis?

02:00:42: Ein Wein, der jedes Jahr gleich schmeckt.

02:00:44: Egal ob du die Flasche in den Kaufs- oder in den Kaufs- oder in den Kaufs- oder in den Kaufs- oder in den Kaufs- oder in den Kaufs- oder in den Kaufs- oder in den Kaufs- oder in den Kaufs- oder in den Kaufs- oder in den Kaufs- oder in den Kaufs- oder in den Kaufs- oder in den Kaufs- oder in den Kaufs- oder in den Kaufs- oder in den Kaufs- oder in den Kaufs- oder in den Kaufs- oder in den Kaufs- oder in den Kaufs- oder in den Kaufs- oder in den Kaufs- oder in den Kaufs- oder in den Kaufs- oder in den Kaufs- oder in den Kaufs- oder in den Kaufs- oder in den Kaufs- oder in den Kaufs- oder in den Kaufs-.

02:01:12: Also, siebentausend dreihundert Flaschen des Ramos Pinto, dreißig jährs o' Torny bedeutet, das ist eine Seltenheit.

02:01:19: Und Seltenheit bedeutet, wenn du eine Flasche findest, kauf sie.

02:01:23: Denn das ist eine Erbe.

02:01:24: Vielen Dank für dieses großartige Weinerlebnis, dem Hause Ramos Pinto und dem deutschen Importeur, dem Handelshaus Schlumberger.

02:01:42: Beim Torny finde ich es, glaube ich, ganz, ganz wichtig, Dass man den zwar lange auflassen kann wenn man den einmal geöffnet hat.

02:01:50: und da fand ich den Satz den du vorhin gebracht hast ganz ganz wichtig.

02:01:53: man sollte es aber nicht überstrabazieren wer irgendwann ist es eben nicht mehr oxidativ sondern es oxidiert also auch ein torny.

02:02:00: kann nach thirty- acht Jahren oxidieren, wenn der Offendort neben der Kaffenmaschine steht.

02:02:04: Und auch dann schmeckt der Scheiße, wenn man dann nur noch Alkohol hat.

02:02:07: Und das darf man eh nicht verkennen, weil ich höre hin und wieder die Aussage, du wirst den einmal aufpassen, kannst den offenen Ausschlag nehmen.

02:02:12: Den kannst du, also da spielt es halt keine Rolle.

02:02:14: Ich würde den auch nicht länger als zwei, drei Wochen.

02:02:16: Es ist eine lange Zeit oder drei, vier Wochen.

02:02:18: Aber viel länger würde ich den auch nicht offen lassen.

02:02:20: Oder wie ist deine Erfahrung dabei?

02:02:22: Also es kommt immer, ich finde, es kommt auch immer so ein bisschen drauf an, welchen Ton die du hast, wenn jetzt natürlich ein zehn oder zwanzig Jahre alten hast.

02:02:30: Da würde ich auch sagen, lass es mal, also zehner wahrscheinlich noch weniger, aber beim zwanzig würde ich sagen, lass es mal ein Monat sein, aber dann sollte das, also wenn du bis dahin nicht verkauft hast, dann hast du aber ein anderes Problem, glaub

02:02:42: ich.

02:02:46: Aber wenn du, ich finde, wenn du wirklich so richtig alte Sachen hast, achtzig Jahre alten Tonyport oder... Eine Collater würde ich immer noch ein bisschen anders behandeln, weil das ist sehr sensibel, den Königin.

02:02:57: Aber so einen achtzig Jahre alten oder fünfzig Jahre alten Tonyport, der hat schon ziemlich lange irgendwo rumgelegen.

02:03:03: Ich glaub, dem ist es, ich würde den jetzt nicht hier nehmen, die Kaffeemaschine stellen, ich würde den immer in den Kühlschrank stellen.

02:03:08: Aber ich glaub, dem ist es ziemlich Wumpe, ob der jetzt irgendwie zwei, drei oder vier Monate auf ist.

02:03:13: Aber wie gesagt, wenn er so lange auf ist, hast du ein anderes Problem eigentlich.

02:03:17: Nicht das vom oxidierten Port.

02:03:21: Und hier auch Temperatur gleich wie Ruby und Glas das gleiche.

02:03:24: oder würdest du da variieren?

02:03:26: Nee, ich würde es identisch machen.

02:03:28: Du hast ja das gleiche Spiel, nur andere Aromen, aber vom Alkohol ist ja das gleiche Spiel.

02:03:33: Deswegen würde ich das grundsätzlich auch kleines Glas nehmen und immer etwas kühler halten.

02:03:37: Ja, das macht dann schon, glaube ich, mehr Spaß, als wenn du die volle Alkoholbreit-Seite abbekommst.

02:03:43: Hast du schon von Garraf Heraport gehört?

02:03:46: Ja, das ist ja... Da sind wir auch wieder bei Neaport im Keller.

02:03:50: Das ist auch ganz beeindruckend, dem sein Großvater von Dirk.

02:03:55: Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher, wer aus der Familie.

02:03:58: Der hat diese großen Garrafeerflaschen.

02:04:02: Das sind ja... Man muss sich das ja so vorstellen, wenn man seine Arme mal die Hände mal verschließt und so einen Rund bildet.

02:04:09: Und dann ein bisschen kleiner wird und einfach seine Handgelenke anfasst.

02:04:13: Also, ich glaube, so breit sind die Flaschen und die sind aber nur so hoch wie eine Eller, also von meinem Unterarm bis zu meinem Handgelenk ungefähr hoch.

02:04:23: Und dann hat man so einen ganz normalen, wie bei einer normalen Flasche oben so einen Flaschenhals drauf.

02:04:29: So ungefähr sehen die Flaschen aus, die Gerafejas, und die haben die damals bei Oldenburg, das sind alte Apothekerflaschen, erwerben können.

02:04:37: Und das ist so eine Mischung, wenn die die, wenn die die Weine da drin machen, das ist so eine Mischung zwischen, sagt man, zwischen Vintage und Collater, also zwischen Ruby und Tonyport eigentlich.

02:04:48: Also du hast erst den, die sind erst im Fass aus, im Fassklassisch ausgebaut, so ein bisschen... Er ist reduktiv, dann, also großes Fass oder kleines Fass bin ich mir nicht ganz sicher, bisschen Oxidation mit dazu und dann kommen sie in dieses absolut reduktive Milieu.

02:05:06: Da kommt ja keinerlei Luft einfach mit hindurch.

02:05:08: Und dann werden sie hinterher nochmal gebottert und kommen dann in die Flasche.

02:05:12: Und das ist ja auch, die haben es schon immer Garafea genannt, aber das ist auch noch nicht so lange, dass Garafea eine offiziell bezeichnete Titulierung für Portweine ist vom Institut selber.

02:05:24: Das ist noch nicht so lange, glaube ich.

02:05:27: Muss auch ein Jahrgang haben.

02:05:28: Also es gibt eine Jahrgangspindel.

02:05:29: Hat ein Jahrgang.

02:05:30: Und es muss Jahrgangs rein, genau.

02:05:32: Ja, genau.

02:05:34: Da muss mindestens elf Jahre alt sein, bevor es überhaupt auf den Markt kommt.

02:05:38: Das finde ich auch so überraschend.

02:05:41: Und das ist so eine Kombination aus Fassreife und Glasreife, dass die in Glasballons aufbewahrt werden.

02:05:47: Mit einem Fassungsvermögen von acht bis elf.

02:05:48: Also

02:05:48: das finde ich auch, wir haben mal von Marco oder Daniel, einer von uns beiden von den Nipports, hat uns mal eine Garapher in den Söhringhof gebracht.

02:05:57: Mit einer Pipette und der haben gesagt, er würde uns den Wein abfüllen, den wir möchten.

02:06:02: Hat er auch.

02:06:03: Es war auch toll.

02:06:04: Allerdings sind diese Flaschen so

02:06:05: hauchdünn

02:06:06: das Glas.

02:06:07: Das ist natürlich kein Industrieprodukt damals gewesen.

02:06:10: Und die haben damals die Flaschen, weil sich natürlich auch in diesen Giraffeias sammelt sich natürlich das Depot, wie bei einem Vintage-Porte, bei einem Crusted, sammelt sich natürlich auch in diesen Flaschen das Depot.

02:06:22: Und wenn man die danach noch mal benutzen möchte, muss man sie natürlich reinigen.

02:06:25: Und da hat man damals tatsächlich Sand fürgenommen, um diese Giraffeias durchzuspüren.

02:06:30: Und wenn man das natürlich relativ häufig gemacht hat, sind sie natürlich auch immer dünner geworden.

02:06:34: Es war so die Idee, das hatten sie uns erzählt.

02:06:37: Und das ist so hauchdünnes Glas.

02:06:39: Da ist ein Kollege leider mit einer Karaffe gegen gestoßen.

02:06:42: Da war leider direkt ein Loch drin.

02:06:44: Aber die Flasche habe ich noch.

02:06:45: Ist wirklich nur ein kleines Loch drin.

02:06:46: Sie steht als Deko bei mir im Weinkeller.

02:06:48: Und ich freue mich jedes Mal, wenn ich in den Weinkeller komme, dass ich eine echte Grafäa bei mir im Keller habe.

02:06:54: Lass mal, du liest, wenn wir bei den Portweinen sind, weißer Portwein.

02:06:57: Ein Thema, kein Thema.

02:06:59: Ich finde manchmal ein bisschen zu wenig beachtet, oder?

02:07:01: Weil es da teilweise auch ganz spannende Geschichten gibt.

02:07:04: Also ich finde, White Port muss man auch so ein bisschen zwei geteilt sehen.

02:07:08: Auf der einen Seite gibt es so wie Pink Port, gibt es so... Chipdry oder so, das ist ja ein Brot und Butterwein zum Beispiel von dem einen Haus.

02:07:19: Das wäre für mich jetzt aber keine Option, mich hinzusetzen und Chipdry zu trinken.

02:07:23: Für mich ist das wirklich etwas, was ich mit in den Cocktail mische.

02:07:28: Es gibt, vielleicht ist es auch Sünde, das zu tun, ich kann es dir nicht sagen, aber ich würde es einfach machen.

02:07:34: Und dann gibt es natürlich auch welche White Ports, die explizit nur dafür gemacht werden.

02:07:41: um sie eigentlich zu mischen.

02:07:43: Also zum Beispiel Grahams Number Five, die machen den ja schon auf der Flasche, ist es ja schon drauf.

02:07:49: Da sind Minze drauf und da ist Limette mit drauf.

02:07:52: Da wird es ja eigentlich schon präsentiert, dass man damit eigentlich ein Cocktail machen soll.

02:07:56: Und das finde ich auch völlig in Ordnung.

02:07:58: Aber dann gibt es noch so super freaky Sachen, finde ich.

02:08:00: Gerade Kopke ist dafür super bekannt für White Ports und die stellen dir identisch her.

02:08:07: wie die ganze Tawny Reihe.

02:08:09: Also das heißt, sie haben einen zehn, zwanzig, dreißig, vierzig Jahre alten White Port und es gibt auch einen White Port mit Jahrgangsangabe zum Beispiel, also wie eine Collator gemacht.

02:08:21: Das ist schon richtig geiler Stoff, muss man sagen.

02:08:24: Da gibt es richtig großartige Sachen ja.

02:08:26: Vielleicht interessant bei den White Port noch, dass es da verschiedene Geschmackstufen noch gibt.

02:08:30: Also extra dry mit weniger als vierzig Gramm Restzucker geliter, dann dry mit vierzig bis fünfundsechzig, medium mit fünfsechzig bis fünf achtzig, sweet mit mindestens fünfund achtzig.

02:08:41: und dann gibt es noch den Lacrima, den habe ich aber noch nie probiert muss ich ganz ehrlich sagen und benannt nach der Träne im Glas, also Lacrima, und der muss wohl richtig krass, mit teilweise fünfhundert Gramm Restzucker sein.

02:08:53: Das muss wohl ein richtiges Erlebnis sein, aber wie gesagt, da muss ich, muss ich leider passen, habe ich noch nie, nie probiert.

02:09:01: Also ich, ich kenne, ich finde, also wie gesagt, wenn man irgendwo so ein, so ein gereiften White Port bekommt, dann muss ich das auch immer verkosten, weil das macht schon super viel Spaß, das ist halt einfach nochmal.

02:09:11: Es hat halt ein Touch mehr Säure mit dabei, als die roten Portweine einfach.

02:09:17: Und dann nicht zu verwechseln.

02:09:20: Jetzt bin ich schon wieder bei Madeira.

02:09:21: Nicht zu verwechseln mit Madeira, was sehr ähnlich ist, wenn du einen White Port hast und ein Madeira.

02:09:27: Madeira hat nur noch mehr Säure mit dabei.

02:09:29: Wenn man sie blind bekommt, ist das vielleicht ein gutes Merkmal.

02:09:32: Wenn es ganz viel Säures ist, Madeira, wenn es nur ein bisschen Säure ist, ist es eher Portwein.

02:09:37: Also White Port.

02:09:39: Weil so vom Sehen, vom Aussehen her, sieht man eigentlich keinen Unterschied.

02:09:44: Also jetzt, du müsst nicht, dass ich wüsste.

02:09:46: Aber wenn du bei Koppe da warst, hast du da White Port?

02:09:50: Hast du gesagt, hast du gekauft?

02:09:52: Ich hab nur Roten gekauft.

02:09:53: Also, weil in der Tat ... Also, ich komm aus einem relativ schlechten Jahrgang, was Weinen allgemein angeht.

02:09:59: Und Portweine ist so eins der wenigen.

02:10:01: Deswegen hab ich aus vier in siebzig dort Portweine gekauft.

02:10:03: Und dann für ... Liebe Freunde von mir noch mit und ich durfte dann halt alle durchprobieren.

02:10:07: Das war ganz, ganz nett und schön.

02:10:09: Aber weit hatte ich da auch gar nicht so offen Schirm.

02:10:12: Leider muss ich fürs nächste Mal mir irgendwie vornehmen, weil ich das auch so ein bisschen miss und verachtet habe.

02:10:19: und ich hatte letztens in der Tat mit einem dreißigjährigen Whiteboard ein unglaublich spannendes Erlebnis und dachte, boah, schändlich eigentlich, dass ich das niemals so wahrgenommen habe und dann auch in der Relation, was das eigentlich wenig kostet.

02:10:33: Also wenn man da diese wirklich Großartigkeiten der Weinwelt probiert und einen recht überschaubaren Obelos dafür eigentlich bezahlt, also völlig unterbezahlt oder völlig underrated.

02:10:45: Ja, das gerade diese Whiteboard finde ich, ähm, ich, also ich hab sie früher, hab ich, ich hab's auch nicht gekannt.

02:10:51: Ich hab irgendwann, hatte ich das mal verkostet, und dann hab ich mich ein bisschen damit auseinandergesetzt, und hab ich halt gesehen, dass Copke so Tolle macht, und dann hatte, ähm, hatte jemand da eine ganze Range im Programm.

02:11:02: Und dann hab ich davon tatsächlich alle vier gekauft, zehn, zwanzig, dreißig, vierzig Jahre alte, und hab das halt als Package bei uns angeboten, dass man wirklich alle vier einfach gegeneinander verkosten kann.

02:11:12: Sollte ich vielleicht noch mal machen, das hat ziemlich Spaß gemacht.

02:11:16: Wenn wir jetzt bei diesen ganzen Portweinarten, ich glaube die haben wir wirklich sehr ausführlich, aber finde ich total punktiert erklärt.

02:11:23: Was machen wir mit den Rebsorten?

02:11:24: Sollen wir alle sechsensechzig roten und viertzig weißen durchgehen oder sollen

02:11:28: wir das einfach mit Haken dran?

02:11:29: Nein, ich

02:11:29: glaube nein.

02:11:32: Das wird auch noch was vorher.

02:11:34: Mit Geschichte und DNA-Analyse und Vorteilhaftigkeit.

02:11:38: Vielleicht darf ich da ganz kurz die Frage noch stellen.

02:11:41: Also grundsätzlich glaube ich, man darf nur autoktonerebsorten, also nur autoktonerebsorten dafür zugelassen, die eine geschichtliche Relevanz irgendwo haben.

02:11:52: eine Aufgabe.

02:11:53: Weißt du, ob unterschiedliche Rebsorten je nach Ruby oder Toni genommen wird oder ob das allgemein ist und man entscheidet in der Tat wirklich erst, nachdem der Wein ein halbes, ein Jahr im Keller im Fass ist, wie er sich entwickelt?

02:12:08: Boah, das kann ich dir nicht sagen.

02:12:10: Also die Info, die ich habe ist, es wird grundsätzlich immer erst mal... Es wird ja auch parzellenmäßig wird es ja wahrscheinlich auch geerntet also.

02:12:21: Die werden sich wahrscheinlich schon Gedanken machen darum.

02:12:24: aber der so tief stecke ich jetzt nicht im thema.

02:12:27: ich kann mir das aber durchaus vorstellen.

02:12:32: Ja, dass du da eben halt dann vielleicht sagst in der Parzelle, da ist es vielleicht keine Ahnung heißer, kühler, keine Ahnung.

02:12:39: Und das ist wahrscheinlich eher für Tonyport oder so.

02:12:41: Keine Ahnung.

02:12:42: Ich denke, es wird sich mehr oder weniger auch automatisch ergeben, weil diese drei Grundregionen ja unterschiedliche Sorten, Lastigkeiten haben.

02:12:49: Und je nachdem, wie ich da, wenn ich rausgesetzt, ich habe jetzt überall eine Parzelle oder ein Weingarten, dann entsprechend das Zusammensetze, Kividiere werden sich da automatische verschiedene Mischverhältnisse ergeben.

02:13:00: Aber grundsätzlich glaube ich, festhalten.

02:13:02: Fünf rote und fünf weiße werden hauptsächlich verwendet, also in seventy-fünf Prozent aller Portweine weiß und rot jeweils.

02:13:10: Und der Rest ist Spielart, die man durchaus nutzt, aber die nicht ganz so groß die Relevanz dann letztlich spielen und eigentlich historisch fundiert sind.

02:13:20: Also ich glaube die wichtigste Rebsorte, die das ist ja auch bei allen roten Portweinen ist, denke ich, torriga national.

02:13:26: Also das ist glaube ich die, die glaube ich, überall, oder fast überall drin ist.

02:13:32: Oder mit am meisten... Ja, auch

02:13:33: hinterbar auch, und hinter auch Reches ist relativ präsent.

02:13:36: Aber ja, also überspringen wir vielleicht den Paten, kommen wir lieber zur Einherstellung, weil ich glaube, das dann ist spannender, das ein bisschen intensiver zu bespielen, welch daher auch ganz interessante Einzigartigkeiten gibt, die man halt eben mehr oder weniger dort nur praktiziert.

02:13:50: Ja, absolut.

02:13:51: Wie wird Pott gemacht, Bärbel?

02:13:53: Wie wird Pott gemacht?

02:13:54: Also grundsätzlich die Trauben werden... Die Trauben werden gelesen, Und dann kommen sie in sogenannte Lagars.

02:14:02: Lagars sind so Granitbecken ungefähr Knie hoch, vielleicht etwas höher, würde ich sagen.

02:14:09: Relativ groß, ich sag mal, keine Ahnung, fünf mal fünf Meter vielleicht oder so, vielleicht, wenn man den Platz hat.

02:14:18: Und da kommen die ganzen Trauben, kommen da rein.

02:14:20: Und dann werden sie getreten.

02:14:23: Also ganz klassisch, sag ich's mal, es gibt noch andere Varianten, da komme ich gleich drauf zu sprechen, aber ganz klassisch werden sie per Fuß getreten.

02:14:30: Und dann hat man das, warum macht man das?

02:14:34: Man muss so viel Farbe und Extrakt wie möglich aus den Traubenschalen gewinnen.

02:14:37: Wir wissen ja, dass in der Traubenschale sitzen die Farbpigmente.

02:14:41: Und normalerweise, wenn wir eine Gehrung einleiten würden bei einem Rotwein, haben wir keine Ahnung, zwanzig, dreißig Tage, wie auch immer, Zeit, dass die Enzyme und die Hefen, die Zellwerte, der Traube zerstören und so die Farbpigmente in den Saft kommen können.

02:14:57: Aber wir haben beim Portvagnia ein süßes Produkt, das ist ja ein Wörndenaturell.

02:15:02: Also wir möchten ja, dass die natürliche Süße erhalten bleibt.

02:15:04: Wenn wir eine normale Gehrung einleiten würden, würde die Süße ja in Alkohol umgewandelt werden und wir hätten ein trockenes Produkt, was nicht erwünscht ist.

02:15:11: Das bedeutet, wir müssen eine andere Methode anwenden und um die Farbpigmente aus den Zellen rauszubekommen.

02:15:19: Und das ist tatsächlich die Variante, dass man mit Füßen drauf tritt und durch die Reibung, durch den Druck und durch die Wärme, die dabei entsteht, zerstören die Zellwände und die Farbpigmente treten in den Saft ein.

02:15:33: Man sagt innerhalb von achtundvierzig Stunden bummelig.

02:15:37: sollte das Ganze passiert sein und warum macht man das mit Füßen?

02:15:42: Warum presst man das nicht einfach und lässt es dann irgendwie ein bisschen liegen?

02:15:48: Da hat man das wieder, dass ein Fuß, ein menschlicher Fuß, hat ein bestimmtes Gewicht pro Quadratzentimeter und damit zerstört man keine Kerne in den Trauben, weil dieses Aroma der Kerne, das möchte natürlich keiner im Wein haben.

02:16:02: Deswegen sind natürlich auch in allen Supermärkten, gibt es keine Kerne, keine hat Bock auf Kerne zu beißen.

02:16:07: Und man möchte dieses Haarschetanin, was in den Traubenkern ist, nicht im Wein haben.

02:16:13: Und deswegen tritt man die Weine.

02:16:15: Und so gehen die... Kerne nicht kaputt.

02:16:18: Man kann mittlerweile auch in irgendwann den Achtzigern, ist es erfunden worden, das sogenannte Roboter-Lagar.

02:16:24: Das ist eine Maschine, die ist über so ein Becken gesetzt und die simuliert den menschlichen Fuß.

02:16:31: Die simuliert den menschlichen Fuß mit so Silikon-Noppen.

02:16:34: Also es wird der gleiche Druck pro Zentimeter ausgeübt, wie es ein menschlicher Fuß tun wird.

02:16:39: Und witzig, by the way, witzig finde ich, dass egal, wie viel du wiegst, du hast immer den gleichen Druck pro Zentimeter.

02:16:47: unter dem Fuß, finde ich ganz interessant.

02:16:50: Und dieses Roboter-Lager ist natürlich ein großer Vorteil, das muss nicht auf die Pipibox zwischendurch, das kann durcharbeiten.

02:16:59: Aber es ist identisch, identisch zum menschlichen Fuß zum Fuß treten.

02:17:04: Und wenn das Ganze passiert ist irgendwann, also die haben natürlich alle einen harten Tag, die Männer, die sind den ganzen Tag schon im Weingarten, ganz früh, weil sie am Lesen sind, das Ganze kommt da rein, dann müssen sie auch noch treten.

02:17:14: Und du musst natürlich auch jede Ecke in diesem Lagar ergattern.

02:17:17: Du hast, im Normalfall hast du, ich nenne es mal liebevoll, die Band, die da steht.

02:17:22: Einer hat so eine Trommel, einer hat eine Quetschkomode und einer hat vielleicht eine Flöte.

02:17:26: Und am Anfang, du haagst dich ein, so kenne ich das, du haagst dich ein in verschiedenen Reihen und dann trommelt er.

02:17:34: Hey, ho.

02:17:35: Und dann gehst du wirklich im Takt vor, zurück, rechts und links, damit du jede Ecke ergatterst.

02:17:40: Das machst du zwei bis drei Stunden, nachdem du diesen harten Tag schon hinter dir hast.

02:17:44: Und danach ist Freestyle.

02:17:45: Und die Band nimmt Musikwünsche entgegen.

02:17:48: Also, ich hab mir zum Beispiel Queen gewünscht.

02:17:50: Wie er diesen ... ne?

02:17:52: Und dann findet eben halt Tanz eigentlich da drin statt.

02:17:56: Und das ist so lustig.

02:17:57: Es macht so viel Spaß.

02:17:58: Das machst du eigentlich auch noch mal zwei Stunden.

02:18:00: Ich hab immer nur das Touri-Programm mitgemacht.

02:18:01: Ich war eine Stunde im Lagar.

02:18:03: Und dann war ich auch durch.

02:18:05: Und das machst du nochmal zwei Stunden und dann haben die Feierabend.

02:18:09: Am nächsten Morgen geht es weiter mit dem Lesen.

02:18:11: Also das ist schon wirklich knüppelharter Job, den die Menschen da machen.

02:18:14: Und die Alternative, wie gesagt, ist dieser Roboterlager.

02:18:17: Dann in der Zwischenzeit.

02:18:19: Ist in der Tat, wenn ich da kurz einhaken darf, also die Größe der Lagarde richtet sich meines Wissens danach, dass es zweiundzwanzig Menschen, das ist so diese traditionelle Einheit, zweiundzwanzig Menschen, die einander passen und da im Prinzip gleichzeitig drin arbeiten.

02:18:33: Und jedes Mal, wenn ich dieses Touriprogramm gemacht habe, da durchgeführt wurde und gerade diese Zeit war, die haben alle nicht gelacht.

02:18:39: Also da... Ich

02:18:42: glaub, die dürfen in dem Moment auch nicht lachen.

02:18:45: Also die haben sich zwar bewegen, die hat, es wird getan... und so weiter, aber du hast halt richtig an den Gesichtern der Menschen gesehen, wie knochenhart das ist, wenn du da zwei, drei

02:18:55: Stunden

02:18:56: nach dem harten Lesetag dann da noch rumtreten musst und irre, also es ist große Achtung davor.

02:19:06: Ja, und jetzt muss man auch mal ganz klar sagen, wenn du auf Trauben trittst, das ist jetzt ja auch kein angenehmes Gefühl.

02:19:12: Wenn du auf diese ganze sind, ja, esste mit beides ja alles drin, wenn du da drauf trittst.

02:19:17: kann ja auch mal ganz schön peeky am Fuß sein.

02:19:19: Der Fuß ist ja sehr empfindlich, also im Normalfall.

02:19:23: Also das ist jetzt dann auch nicht so einfach.

02:19:26: Aber das finde ich halt so niedlich.

02:19:27: Man stellt sich das immer so super romantisch vor und dann teilen wir da und dann wird er noch irgendwie, aber eigentlich, nee, Knochen hart und boah.

02:19:35: Ja, es ist so

02:19:36: wie so dieses einmalige oder wants a lifetime ist, dass man es mitmacht, wenn man da richtig Leserhelfer ist.

02:19:41: Aber toll, dass so was noch gibt, dass damit auch diese Tradition gelebt wird.

02:19:44: Ich glaube, zwanzig Prozent arbeiten auch noch physisch sozusagen, also nicht händisch physisch und der Rest die Arbeit mittlerweile in der Tat mit Maschinen und Robotern.

02:19:54: Ja, es gibt ja, es gibt auch, wenn wir uns jetzt über Quantitäten unterhalten, nicht über Qualitäten.

02:20:02: Über Quantitäten unterhalten, dann gibt es sogenanntes Pump-over, nennt sich das.

02:20:05: Da wird immer wieder der Wein von oben drübergekippt, dadurch presst der Eigendruck eben halt die Trauben eigentlich mit aus und auch die Farbpigmente.

02:20:16: Ist aber qualitativ, bekommst du da nie so ein gutes Produkt mit hin, als wenn du in einem Lagar arbeitest, egal welche Variante von Lagar du da jetzt hast.

02:20:24: Das hab ich, hat mir auch schon mal jemand genau erklärt.

02:20:27: Und ... Wenn das Ganze dann passiert ist, du hast da Party gemacht, hinterher bist völlig im Eimer, weißt du, du musst morgen früh aufstehen, dann gießt halt nach Hause.

02:20:38: Und dann fangen die ganzen Trauben, die da drin sind.

02:20:41: Es sind natürlich auch Hefe mit dabei.

02:20:43: Es kommt ja erst mal kein zusätzlicher Stoff, kein Schwefel, kein zusätzlicher Stoff mit da rein.

02:20:48: Und natürlich fangen die Hefen, die auf den Traubenschalen sitzen, anzuarbeiten mit dem Material, was die bekommen haben.

02:20:54: Und dadurch bedingt steigen natürlich auch die Traubenschalen alle auf, wie dieser klassische Trästerhut eigentlich.

02:21:04: Dann je nach Haus, je nach Stilistik, was du hinterher haben möchtest.

02:21:09: wird es manchmal vielleicht noch mal runtergedrückt.

02:21:11: Aber im Normalfall, man geht danach zum Beispiel nicht mehr ins Lagar.

02:21:17: Sobald die Trauben oben sind, gehst du da nicht mehr rein, sondern fängt es dann noch mal an, nachzutreten oder so was.

02:21:22: Nachtretend ist nicht.

02:21:24: Und ... Genau.

02:21:32: Und danach werden die Trauben, der Saft wird abgezogen.

02:21:37: Also ... Bei vielen ist es tatsächlich, dass es durch das Gefälle durch die Schwerkraft passiert, also viele haben die Lagaz oben und im Keller ist dann eben halt das Fass, wo es dementsprechend dann reingefüllt wird.

02:21:52: Und dann kommt hochprozentiger Brandwein dazu, die Hefen sterben ab und die natürliche Süße des Weins bleibt somit erhalten.

02:22:01: Im Normalfall ist es sieben-sebzig, ich weiß gar nicht genau, ich glaube sieben-sebzig prozentiger Brandwein kommt da rein.

02:22:08: Die große Neuerung dabei ist, dass der ja viele viele Jahre oder bis vor einigen Jahren von der Regierung vorgegeben wurde.

02:22:17: Und man nicht seinen eigenen Brandwein nehmen konnte.

02:22:21: Das war geschmackloser Industrie Sprit, der dort verwendet wurde, musste zwar eben aus Weiden erzeugt werden, durfte aber europaweit bezogen werden.

02:22:30: Also aus überall von Europa.

02:22:32: Viele kamen aus Spanien, also viele der Qualitäten, weil man da oft nicht von Qualitäten spreche.

02:22:36: konnte und viele Portweinproduzenten sind mittlerweile unglaublich dankbar, dass sie sich selber um diesen Brandwein kümmern können, der eben diese siebzig-volumen-Prozent hat.

02:22:47: Ah, okay, das wusste ich auch nicht, dass das eine neue Regelung ist.

02:22:51: Ich dachte halt, war auch auf dem Stand, dass es halt von überall her kommt.

02:22:54: Das meiste aus Spanien, ja.

02:22:57: Okay.

02:22:58: Ja, und so hast du je nachdem, wie lange du das Ganze dann vorher liegen lässt.

02:23:02: Also, wenn du es natürlich länger liegen lässt, bevor du es spritzt, desto trockener ist das.

02:23:06: Also, ich weiß nicht genau, wie lange Ramos Pintos das liegen lässt, aber die machen das sehr wirkt für mich relativ trocken.

02:23:11: Deswegen sage ich immer im Verhältnis zueinander, muss man das sehen.

02:23:15: Ich denke, die werden den schon bis zur Grenze liegen lassen fast.

02:23:18: Aber ich, also, von, wenn man es verkostet, ist also Graham zum Beispiel ist total süß und ist viel ... breiter, opulenter, sag ich mal.

02:23:27: Und das hier ist wesentlich schlanker und filigraner eigentlich.

02:23:31: Deswegen würde ich das jetzt eigentlich so vermuten.

02:23:34: Das ist eigentlich das große Kunststück für viele Produzenten, also neben der Farbe beim Torny, die einen richtigen Zeitpunkt zu erwischen, wenn man diese siebenundsiebzig Volumenprozent drauf gibt, dass man eben auf diese neunzehnzwanzig Volumenprozent kommt.

02:23:50: Man hat ja nicht nur irgendwie ein Fass sitzt davor und wartet, sondern man hat ja einiges an Quantitäten und das dann zu errechnen zum jeweiligen Alkoholzeitpunkt und dann in diesen.

02:24:00: man hat ja eigentlich nur drei bis vier Tage Zeit, wo man das beigeben kann und genau diesen Zeitpunkt zu erwischen.

02:24:05: Das ist glaube ich die ganz große Kunst oder meines Wissens nach die ganz große Kunst, das zu perfektionieren.

02:24:12: weil ich glaube, auch wenn du den Job im Weinkeller machst, da bist du schon, also das ist so viel Erfahrung, glaube ich, ne?

02:24:19: Das ist ja noch mal, weil das ist ja noch so eine ganz andere Nische.

02:24:21: Das ist ja nicht nur Wein machen, sondern du machst ja, da passiert ja noch viel mehr.

02:24:26: Also, es ist schon krass, finde ich, so was zu produzieren.

02:24:29: Ja, und dann wird entschieden, was machen wir denn da draus?

02:24:32: So ist die Legende.

02:24:34: Machen wir jetzt einen Tonyport oder machen wir ein Rubyport da draus?

02:24:38: Und welche Qualitätsstufe soll es haben?

02:24:41: Und basically that's it.

02:24:43: Und

02:24:43: das war's eigentlich schon, oder?

02:24:44: Ja.

02:24:46: Und deswegen finde ich das überhaupt nicht verkehrt, wenn man sagt, so wie du vorhin gesagt hast, man kann Port Van in drei Minuten erklären.

02:24:54: Kann man.

02:24:55: Man kann natürlich auch weiter ausholen.

02:24:57: Aber so diese Grundsache ist eigentlich doch relativ... Unkompliziert finde ich.

02:25:03: Total, also einfach und simpel.

02:25:05: Wenn man sich da aber so ein bisschen reinnirten möchte, finde ich, also kommen diese drei Gebiete, die es dort gibt, da kommt man nicht drum rum, weil die ja teilweise schon ganz gravierend sind.

02:25:14: Also im Großen und Ganzen ist es ja kein kleines Gebiet.

02:25:17: Man redet ja von, ich hab's verschiedene Zahlen gefunden, zweiundvierzig, sechsenvierzigtausend Hektar, also so groß wie Rhein-Hessen und Falt zusammen mehr oder weniger.

02:25:27: Und das dann unterteilt in ein ganz großes, mittelgroßes und nicht ganz so großes Gebiet, die aber in ihrer Art total grundunterschiedlich sind und von Ost nach West verlaufen oder von West nach Ost, je nachdem.

02:25:39: Die Sache ist ja die, also der Duru selber entspringt im spanischen Hochgebirge, fließt dann einmal über die portugiesische Grenze Richtung Westen und mündet ja bei Porto in den Atlantik.

02:25:49: Aber das Anbaugebiet selber fängt ja nicht bei Porto an.

02:25:53: Da ist ja ein ganzes Stück dazwischen, da ist eine Gebirgskette zwischen und das macht auch das besondere Klima des Duruteils aus.

02:26:00: Also wir haben diese Gebirgskette, die schützt vor den ganzen kalten Westwinden, die vom Atlantik her kommen, schützt das Anbaugebiet.

02:26:11: Wir haben hier tatsächlich ein volles, kontinentales Klima.

02:26:14: Und je weiter wir natürlich Richtung spanische Grenze gehen, desto intensiver und desto heißer wird es auch.

02:26:19: Also, wenn wir uns in dem etwas kleineren Teil, was du vorhin sagtest, und da sind wir wieder an dem Punkt, ich weiß nie, wie es richtig ausgesprochen wird.

02:26:27: Also geschrieben wird es, Bike so cargo.

02:26:29: Aber es wird bestimmt anders ausgesprochen.

02:26:32: Ich würde sagen, beige cargo.

02:26:35: Das ist das mittelgroße gebiet mit vierzehntausend hektar.

02:26:38: dann gibt es kima kogo mit zwanzigtausend hektar und dann du superjord was direkt an der spanischen grenze mehr oder weniger ist

02:26:45: und da ist es ja wirklich richtig heiß.

02:26:47: also es ist ja auch so interessant.

02:26:49: ich bin jetzt ja halt immer eigentlich oder häufiger im Winter, Januar oder so da.

02:26:55: Und das finde ich auch so interessant, wenn man dann im Duru-Tal selber ist.

02:26:58: Also im Porto ist noch recht schön, wie gesagt, T-Shirt und so weiter.

02:27:02: Und dann bist du im Duru-Tal selber und bist auf einer Kindheit und tagsüber ist es wunderschön und abends ist es so arschkalt in den Zimmern.

02:27:12: Die haben ja auch keine Heizung da.

02:27:14: Entweder kriegst du so Wärmflaschen, kriegst du uns Bett gelegt, damit dein Bett vorgewärmt ist, wenn du ins Bett gehst,

02:27:20: was ich richtig

02:27:21: süß finde, oder?

02:27:22: Ja.

02:27:23: Und du kannst aber auch, die haben auch so, ich weiß nicht, ob du es noch kennst, von früher, meine Eltern hatten auch so eine rollbare Heizung, die du an die Steckdose geschlossen hast.

02:27:32: Das hatten die auch schon, das hab ich auch schon gesehen.

02:27:34: Ansonsten sitzt ihr halt mit der ganzen Runde, sitzt du vorm Kamin, es ist wunderbar heiß, du hast schon knallrotes Gesicht vom Portweil.

02:27:43: und von der Hitze des Kaminst du bist total durchgeröstet und geräuchert und dann gehst du ins Bett.

02:27:49: und also das ist schon schon krasses krasses Klima was man da hat.

02:27:53: und im Sommer ist es so heiß, so heiß, vierzig Grad ist jetzt keine Seltenheit.

02:27:59: Und das Wasser, was da ist, also gerade hinten im östlicheren Teil im Superior, da hat man, das ist die einzige Region im Duruteil, wo die bewässern dürfen tatsächlich, weil es einfach so selten regnet.

02:28:14: Ansonsten darf man tatsächlich, man darf tatsächlich bewässern, auch in den anderen, aber nur die ersten zwei Jahre, wenn man angebaut hat.

02:28:19: Ansonsten ist es verboten.

02:28:21: Also der Händen ist es erlaubt, weil es so extrem trocken einfach ist.

02:28:26: Ja, war so schön.

02:28:27: Die Region selber gilt auch als so Indikator letztlich für den Klimawandel, weil Stortner teilweise noch krasser eben auch mit mangelndem Regen erlebbar ist und man versucht eben dort Sachen zu... zu initiieren, die man woanders anwenden kann.

02:28:42: Was ich vorhin angesprochen habe mit den Rebsorten, fand ich es interessant zu sehen, dass dieses Beisho Korko hat seinen Schwerpunkt in Tintabarocka und im Tintokaro gefunden.

02:28:53: Das Chima Korko hat den Schwerpunkt wiederum in Turiga Nacional und Turiga Franca.

02:28:59: Was ich da eben auch ganz interessant finde und das Duoro Superior, ist vornehmlich Turiga Franca und Tintarorich.

02:29:07: wenn man diese Hauptrebsorten als solches nimmt.

02:29:10: Und da kann man sich schon ein wenig erklären, wie die Portweine sich da mehr oder weniger zusammensetzen.

02:29:16: Unterschiedlich eben auch die Niederschläge im ersteren Gebiet.

02:29:20: Also was dem Atlantik zugeneigt ist.

02:29:22: Der westliche Teil sind tausend zweihundert Millimeter Niederschlag im Jahr.

02:29:27: Und wenn du im östlichen Bereich bist, also direkt an der spanischen Grenze im Duo Superior, hast du unter vierhundert Milliliter.

02:29:34: Damit ist das trockenste Gebiet Eigentlich in Europa, was Niederschläge angeht, Schiefer findest du überall, ähnlich wie, wie du es von erwähnt hast, dass das Gebiet sich allein durch die Schiefergrenze abgrenzt, was sich total spannend fand, dass dieses Gebiet sich mehr oder weniger wie so eine Muschelschnecke zusammensetzt und so eben der Schiefer auch verläuft, dass man da teilweise unterschiedliche Schiefer-Variitäten hat und die Berge sich da entsprechend rauszusammensetzen.

02:30:04: Okay, das wusste ich nicht.

02:30:05: Aber auch interessant.

02:30:06: Hast du mal gebietsreine Portweine, also richtig bewusst probiert?

02:30:11: Also welche aus dem Baysche Corgo und welche aus dem Chima Corgo und aus dem Doro Superior?

02:30:16: Oder war das nur aufgrund dessen, weil die Kindes dann dort ihre Weingärten hatten?

02:30:22: Also wird sowas intensiv gepflegt, dass man sagt, man versucht die separiert auszubauen?

02:30:27: Oder ist das eher weniger der Fall?

02:30:30: Ich denke ja nicht, weil das Flaggschiff ist ja halt immer ... das was aus allen teilen zusammengesetzt wird und ich glaube das so.

02:30:39: also wenn du so fragst ich glaube bewusst habe ich jetzt nicht darauf geachtet aus einem bereich was zu trinken.

02:30:45: aber ich kann logisch wenn man drüber nachdenkt wenn in das single kinder trinkst die im kimakago sitzt logisch dann kommt es natürlich nur aus dieser region nur aus diesem weingarten.

02:30:57: So, logisch.

02:30:58: Aber das war jetzt so bewusst, wüsste ich jetzt nicht.

02:31:01: Aber kurz noch mal zu der Rebsorte.

02:31:03: War das nicht so, dass Tintero-Risch ist es nicht, Tempranio eigentlich, oder?

02:31:08: Ist Tempranio,

02:31:09: ja.

02:31:09: Aber es ist so ein bisschen ungeliebter Klon von Tempranio.

02:31:13: Also man kann es nicht eins, wie Spätbegründer und Pinot Noir.

02:31:16: Ist ja eigentlich dasselbe.

02:31:17: Aber du hast ja unterschiedliche Klonen.

02:31:21: Und die Portugiesen sind teilweise mit ihrem Titleroristen nicht ganz so zufrieden, zumindest wenn es die traditionelle Rotweinproduktion angeht.

02:31:29: Und sie suchen, es gibt sechzig verschiedene Klone, die davon unterwegs sind.

02:31:32: Krass.

02:31:33: Suchen eigentlich immer nach einer Alternative, wo sie sagen, wir wollen zumindest den Spaniern, wo sie sich selber so ein bisschen unter den Schäffel stellen, den Spanier das Wasser reichen.

02:31:44: Interessant fand ich, dass die Präzise von seventy bis eighty Prozent rot gestockt ist.

02:31:47: Immerhin, fünfzehn bis zwanzig Prozent mit weißen Rebsorten.

02:31:51: Und davon sind fünfzehn bis zwanzig Prozent und damit flächemäßig die stärkste Rebsorte, Turiga Franka.

02:31:58: Vierzehn Prozent ist Tintarorisch, dann zehn Prozent Turiga Nacional und der Rest verteilt sich über die anderen, also Tintar Barocka, Tintar Cao, Tintar Amarela, beziehungsweise über die weißen.

02:32:09: Das ist so.

02:32:09: Und ich hätte schwören können, dass es Turiga Nacional ist.

02:32:13: Nicht nur schwör, nicht wahr, überzeugt, das ist die meiste.

02:32:16: Zumindest habe ich.

02:32:17: die Zahlen sind von zwanzig, vierundzwanzig, aber da wird sich nicht viel getan haben.

02:32:21: Was ich auch interessant fand, ich hoffe, ich bin da jetzt nicht zu vorlaut, ist, dass es innerhalb dieser dreinvierzigtausend Hektar, vierundachzigtausend einzelne Weinberge gibt.

02:32:32: Also die einzeln klassifiziert sind.

02:32:34: Und damit ist es das Gebiet, was die stärkste eigentlich Segmentierung hat.

02:32:39: Es gibt noch ein Gebiet, was stärker unterteilt ist und ist die Champagne.

02:32:44: Da hat es aber andere Gründe.

02:32:45: aufgrund von Erbteilung, sind halt Weingärten teilweise getrennt worden und werden separat gefühlt oder separat getastet.

02:32:53: Dort ist es rein aus dieser Weinbergsbewertung, die ja Ich weiß gar nicht, ob die alljährlich vorgenommen wird oder ob die nur in gewissen Zyklen vorgenommen wird, wo ein Weinberg oder eine Weinlage eine Wertigkeit nach einem gewissen System bekommt und Weinberge nur aus gewissen Lagen eben auch für Vintage-Sport verwendet werden können.

02:33:14: Interessant.

02:33:15: Das wusste ich auch nicht, das ist so.

02:33:17: Aber wahrscheinlich wird es jedes, kann ich mir vorstellen, dass das Portwain-Institut kontrolliert, dass erst mal genau jedes Jahr, kann ich mir schon vorstellen.

02:33:24: Das

02:33:24: ist allein vor der Logistik, Wahnsinn, oder?

02:33:27: Also da, irre.

02:33:30: Aber Leute müssen ja auch irgendwie ihr Geld verdienen und Leute müssen beschäftigt werden.

02:33:33: Stimmt.

02:33:34: Aber glücklicherweise mittlerweile ist es Tourismus.

02:33:38: Weil der Weinbau sich leider auch abbaut, weil kein Nachwuchs gefunden wird.

02:33:42: Es will keiner mehr da oben leben.

02:33:44: Es will keiner, also von den jungen Leuten.

02:33:45: Das ist ein Riesenproblem mit der Abwanderung, mit der Nachwuchsfindung.

02:33:50: Und jeden Tag Pendel nach Porto, bei denen Straßen dort ...

02:33:55: Ja.

02:33:56: Ist dann auch eher ein Risiko.

02:33:57: Daher, das ist eigentlich so das größte Problem.

02:34:00: Und viele auch Arbeitskräfte werden durch eine schönere Umgebung mit Hotel und Gastronomie dort angezogen.

02:34:07: Und das etabliert sich nicht zuletzt, deshalb seitdem ... Porto, ich glaub, in den Weltkulturen, wo wurde und ist du total.

02:34:15: Dass das ganz viel gebracht hat für die Region.

02:34:18: Also, es ist ja auch so ... Das ist ja auch das, was wir vorhin schon gesagt haben.

02:34:22: Es ist ja eine Schweinearbeit, diese Steilhänge in der Hitze, im Sommer, da lang gehen.

02:34:28: Da kannst du auch nicht mit einem Trecker durchfahren oder sowas.

02:34:33: Das passiert halt per Hand.

02:34:35: Und diese Arbeit zu machen und da Menschen fürzufinden, die dann auch irgendwo irgendwo wohnen wollen, wo nix los ist.

02:34:44: Ich glaube schon, dass das macht was mit einem auch.

02:34:47: Also das musst du schon wollen.

02:34:50: Aber ich freue mich über jeden, der sich dafür entscheidet, diese Sache auf sich zu nehmen, weil am Ende des Tages freut man sich dann, wenn man so tolle Produkte doch hinter dem Glas hat.

02:35:05: Und das funktioniert nur durch das Klima, durch den Boden, durch die Menschen, die da sind, durch die Geschichte, durch die Historie.

02:35:14: Das sind die Gründe, warum wir hinterher so tolle Produkte im Glas haben können und uns daran erfreuen können, dass einfach Menschen mit Motivation, mit Mousse da einfach hinterstehen und das Aufsicht nehmen.

02:35:26: Und ich finde, man hat eine relativ sichere Banknot.

02:35:29: Also für uns jetzt als Einkäufer, als Weihengenießer, was auch immer.

02:35:33: Man kann ganz, ganz selten wirklich daneben greifen.

02:35:36: Wenn man einigermaßen, sag ich mal, renommiertes Haus oder ein qualitatives Haus hat, wenn man eine gewisse Qualitätskategorie, dann kriegt man unglaublich viel Wein fürs Geld.

02:35:48: Man kann ganz selten daneben greifen.

02:35:49: Und wenn du auch in diese Richtung gut Windelsport sind, das aber gerechtfertigterweise in den letzten Jahren auch preisintensiver geworden, als sie vor zwanzig oder zehn Jahren waren, da hat sich einiges getan.

02:36:02: Aber ich habe nie gesehen, dass die in einem zehn Jahreszyklus gravierend an Wert verloren haben.

02:36:07: Also man kann sich da auch was in Keller tun für die Kinder, für wen auch immer und dann später von profitieren oder sie dann von mir aus auch, wenn man nicht gerne in Wein spekuliert, dass dann irgendwann verkaufen oder wie auch immer.

02:36:18: Also es ist auf alle Fälle in jegliche Richtung eine tolle Anlage und eine ganz, ganz sichere Anlage.

02:36:22: Man muss sich nur trauen und muss verstehen, dass dieses Süß nicht süß ist.

02:36:26: Also dass das nicht.

02:36:27: Ja.

02:36:28: Man isst ja auch Schokolade oder die meisten essen ja Schokolade.

02:36:30: Und das ist ja meistens, also wenn es eine hochwertige Schokolade ist, ist auch nichts süß.

02:36:33: Man muss sich nur darauf einlassen.

02:36:35: Und das wäre so mein großes Plädoyer für Port Vines, Entdecken sich darauf einzulassen.

02:36:41: Und nicht nur dieses Sommererlebnis dort zu sehen, sondern einfach die Großartigkeit der Weile.

02:36:46: Ja.

02:36:46: finde ich auch, man muss sich beim Portwein, man muss sich einfach so ein bisschen durcharbeiten.

02:36:51: Einfach erstmal die grundsätzliche Frage stellen, bin ich eher der rote Portweintrinker oder der braune Portweintrinker.

02:36:57: Das ist so, finde ich, wenn man sich da durchgearbeitet hat.

02:37:01: Und wenn man, da muss man, unterhalten wir uns noch nicht mal über Qualitäten, unterhalten wir uns ausschließlich über Stilistik.

02:37:07: Und wenn man da für sich entschieden hat, Mensch, eigentlich ist es eher so, Collator, also Tonyport, sind eigentlich eher so meine Richtung, was ich sehr gerne trinken mag.

02:37:16: Und dann kann man anfangen, sich da durchzuarbeiten.

02:37:18: Okay, welcher Tonyport ist es denn?

02:37:20: Ist es eher der einfache Tonyport?

02:37:23: Ist es Mainz oder ist es eher dieses mehr kompaktere, es ist dreißig Jahre alter Tonyport vielleicht?

02:37:29: Und irgendwann wird man feststellen, okay.

02:37:32: Die Roten sind ja auch gar nicht so schlecht.

02:37:34: Und dann fängt man mit der nächsten Variante an.

02:37:36: Das finde ich ganz interessant, weil bei den Gästen bei uns merke ich, wenn die Leute keine Ahnung von Portwein haben, aber interessiert sind, ist es meistens erst mal der Tonyport, der sie abholt.

02:37:46: Das scheint irgendwie wie eine Einsteigerdroge zu sein, um wirklich, das ist ganz interessant.

02:37:53: Tonyport ist wesentlich, obwohl es auch komplex ist, aber es ist wesentlich einfacher für die Leute zu verstehen, als ein Vintageport zum Beispiel.

02:38:02: Ganz interessant.

02:38:03: Und dann find ich das toll, wenn die Leute, ich hab viele Gäste, die bei uns angefix worden sind, damit und bei mir zum Beispiel eine Portweinverkostung.

02:38:11: Also ich mach immer face-to-face mit den Gästen, das ist immer sehr individuell, ich hab keinen Termin oder so, sondern wir sprechen individuell einen Termin ab, also, dass wir zu zwei, zu drei, zu vier oder zu fünf sitzen, wie auch immer.

02:38:25: Und dann machen wir eine Portweinverkostung, das dauert da eine Stunde lang.

02:38:28: Und da nehmen die Leute so viel von mit, weil sie ... Das ist ja, du kommst, es sitzt hier mit dem Restaurant, der sagt so, ich möchte gerne ein Portweintrinken.

02:38:36: Und dann fragst du ja, welchen?

02:38:38: Weil wenn du dir diese Bandbreite anguckst, die Portwein hat, das sind die alles unterschiedliche Geschmacksrichtungen.

02:38:45: Und dann finde ich es total, wenn jemand sagt so, ja, ich würde gerne... Tonyport nehmen oder ich würde gerne etwas nehmen was er so nussig ist von den aromen.

02:38:54: das hilft mir so ungemein das einfach zu übersetzen was er denn eigentlich möchte damit ich verstehe was ich aufmachen kann für den gast.

02:39:01: und es gibt so unglaublich viel dort zu entdecken.

02:39:03: denn wenn man sich überlegt dass es zwar fünf große mehr oder weniger Unternehmen gibt, die achtzig Prozent der Portweine abfüllen.

02:39:13: Also die haben die ganzen großen Handelsnamen mehr oder weniger unter sich, aber es gibt dreihundert Häuser, die individuell arbeiten.

02:39:21: Und das ist und dann zugehören halt Häuser wie Nierport zum Beispiel, die halt durchaus groß sind, aber eben auch nicht so riesig groß sind oder eben viele viele andere.

02:39:31: Gibt es dann, wenn man durch dich angefixt wurde, trotzdem sehr, sehr viele Sachen zu entdecken.

02:39:36: und für einen relativ kleinen Taler, wenn du so ein Ruby oder ein Thorny nimmst, den kriegst du ja in einer sehr guten Qualität vom guten Haus für fünfzehn, zwanzig Euro und hast so viel davon.

02:39:45: Und wie du es eben sagtest, wenn du so ein Thorny nimmst, der kostet vielleicht fünfzehn, zwanzig Euro, du nimmst den im schönen Glas leicht gekühlt und lässt ihn auf der Zunge.

02:39:55: Wow, das ist schön

02:39:57: oder?

02:39:57: Einfach schön für mich.

02:39:58: Das ist es.

02:39:59: Ja.

02:40:00: Da hast du praktisch den Durufluss im Mund.

02:40:09: Portwein!

02:40:10: Wow, Portwein!

02:40:11: Für mich einer der außergewöhnlichsten Weine eigentlich dieser Weinwelt.

02:40:16: Ich habe ihn schon immer wertgeschätzt, aber wenn man sich so intensiv damit auseinandersetzt, wie mit dir, Berbel, jetzt in den letzten zwei, drei Stunden, wird man sich der eigentlich übergeordneten Besonderheit so richtig bewusst.

02:40:27: Vielen Dank für das nicht nur Wissen, sondern auch für all die Geschichten, für all die Emotionen, für das Lachen, für die Herzlichkeit, für die Natürlichkeit, für So wie du nicht nur aber eben vor allem Portwein lebst, es war ein Vergnügen, sich mit dir in dieses Thema einzuarbeiten, auseinanderzusetzen und dieses Thema ganz bewusst zu leben.

02:40:48: Und wenn du mehr von Berbel haben möchtest, kannst du natürlich in den Säureinghof fahren oder die ihr hoch kaufen.

02:40:57: Vor zwei Jahren glaube ich, ist es erschienen, weil sonst nichts und es ist eigentlich genauso geschrieben wie Berbel ist.

02:41:04: Also eigentlich steht dafür der Untertitel unkomplizierten auf den Punkt gebracht, ja und genau das ist Bärbel.

02:41:08: Und das Interessante bei dem Buch ist, dass sie es geschafft hat, sowohl die Wein-Novizen als eben auch die totalen Weinflicks abzuholen, dass sie Spaß beim Lesen macht, aber auch ganz viel Tiefsinn dabei hat.

02:41:19: Also große Empfehlung, Wein sonst nix vom Bärbelring und das gerne Verschenken selber kaufen zusammen mit einer Flasche Portwein und sich inspirieren lassen.

02:41:29: Vielen Dank, liebe Werbel, dass du heute unsere Gäste im Wassen uns dieses tolle Thema Portwein näher gebracht hast.

02:41:34: Und an dieser Stelle auch ein riesengroßes Dankeschön an unseren Partner, die Schlumberger-Gruppe mit den Handelshäusern Segnetz, Conzio Vini, Schlumberger und dem Privatkunden-Portal Bremer Weinkolleg.

02:41:45: Dafür, dass ihr uns begleitet, dass wir dank euch diese DeepDefs gestalten können, dass es dieses Format jetzt schon über zwei Jahre gibt und dass ihr an unserer Seite seid.

02:41:53: Vielen, vielen lieben Dank dafür.

02:41:57: Und was man aber nicht vergessen darf, Dieses Format besteht eigentlich nur, weil du zuhörst.

02:42:02: Daher ein riesengroßes Dankeschön an dich, dass du bis zum Ende gehört hast, dass du uns gelegentlich schreibst, dass du uns vielleicht sogar schon bewertet hast.

02:42:10: Und wenn nicht, dass du uns bewertest.

02:42:11: Das wäre ganz großartig, dass du uns folgst.

02:42:14: Es gibt bei Spotify so eine kleine Glocke, bei Apple Podcast kann man auf das Follow-Button drücken.

02:42:20: Wäre großartig, wenn du uns folgst, dass du uns gelegentlich auf Instagram likes oder einfach an unserer Seite bist.

02:42:27: Vielen Dank für jedes Feedback, was du uns gibst, ob es dir gefällt, warum es dir nicht gefällt, wenn es dir nicht gefällt, was wir besser machen können, aber einfach dafür, dass du da bist.

02:42:36: Vielen, vielen Dank.

02:42:37: Denn nicht zuletzt dank dir, kann ich sagen, nach dem Freitag ist vor dem Freitag.

02:42:42: Nach dem Podcast ist vor dem Podcast und nach einem Deep Dive gibt es eine in Anführungsreichen normale Folge, Sommie, die interessantesten Weinkenne unserer Zeit, mit einem der spannendsten Sommies aus Saarbrücken, aus dem Esplanat, mit Christian Pufal.

02:43:10: Hallo Werbel, hier ist Marco Nieport.

02:43:13: Ich habe gehört, du machst bei dem Podcast mit, wo ihr ein bisschen Detail macht über das Thema Portwain.

02:43:22: Und ich finde das großartig.

02:43:24: Ich mag das auch super gerne, dass du allgemein deine Begeisterung für Portwain den Leuten näher bringen willst.

02:43:33: Und ich erinnere mich noch an unseren gemeinsamen Trip in Portugal.

02:43:38: wo du mit der Verena zu uns gekommen bist und wir einen wunderschönen Tag hatten bei uns im Portrhein Kettler und auch das ein oder andere gute Glas Portrhein getrunken haben.

02:43:51: Und ja, das macht immer unglaublich viel Spaß mit dir.

02:43:56: Und da ist mir noch eine Sache lustigerweise eingefallen, weil ihr ja Ramos Pinto vergleicht, oder vergleicht, das heißt vergleicht, meine probiert.

02:44:08: Und ich fand das immer sehr witzig, weil ich habe bei uns in Portugal im Keller mal ein altes Fass von meinem Ur-Opa gefunden mit Quinado und mein Vater wusste nicht mehr, dass wir dieses Fass haben und ich habe ihm das dann immer blind gegeben zum probieren und er hat sich sehr drüber aufgeregt, dass er nicht wusste, wo dieses Fass ist.

02:44:36: Und ich habe es ihm dann erst gesagt, nachdem wir beschlossen haben, Kinado wieder zu produzieren.

02:44:43: Und ich glaube, dass Ramo Spinto, glaube ich, mit uns noch so die einzigsten sind, die Kinado machen.

02:44:55: Also, du weißt ja, Kinado mit dem kinienversetzten Tonyport.

02:45:02: Und ja, ich fand das sehr lustig.

02:45:05: als der Silvio mir das gesagt hat.

02:45:08: Und ja, vielleicht können wir ja zusammen mal ein bisschen Kinnado trinken.

02:45:13: Ist auf jeden Fall gesund, hilft gegen Corona, habe ich mir sagen lassen.

02:45:18: Und ja, viel Spaß beim Podcast.

02:45:21: Ich hoffe wirklich, dass wir uns bald mal wieder sehen.

02:45:24: Es gibt wenige Menschen, die so eine Begeisterung für Portrhein haben.

02:45:29: Und das schätze ich unglaublich an dir.

02:45:34: Und was brauchen wir auch?

02:45:35: Weil das Thema Portwein, ja, es ist nicht so einfach.

02:45:40: Es ist ein bisschen verstaubt in den letzten Jahren.

02:45:44: Und natürlich mit eurer Hilfe, auch mit dem Johannes Regen und Axel Probst usw.

02:45:53: seid ihr natürlich eine riesen Unterstützung.

02:45:57: Ich hoffe, dass diese Begeisterung bei dir immer bleiben wird.

02:46:03: was ich auch glaube und davon ausgehe.

02:46:06: Und ja, ich hoffe, wie gesagt, dass wir uns bald mal wiedersehen.

02:46:12: Und auch liebe Grüße von meiner Family, von Daniel, von der Anna und natürlich von meinem Vater.

02:46:18: Und bis bald.

02:46:20: Ciao, ciao, ciao.