Die interessantesten Weinkellner unserer Zeit
00:00:13: Moin, das ist Bremen.
00:00:14: Ich bin Janis Bartsch, Inhaber und Sommelier von einem kleinen Weinladen namens Barik in der Überseestadt in Bremen.
00:00:21: Und Jonas ist für mich einer der spannendsten, durchtriebensten Sommelieres, die ich so in meiner Karriere kennengelernt habe.
00:00:32: Das ist natürlich eine dieser Facetten, also großartiger Sommelier, mega entertaining, unglaublich energetisch mit ganz viel Liebe einfach zu, zu weinen und diesem tollen Produkt und der Gesellschaft und der Kultur, die damit her schwingt.
00:00:45: Auf der anderen Seite kenne ich Jonas natürlich nun schon echt lange, auch als Freund, als sehr enger Freund und auf privaten Weinreisen, Hochzeiten, allen möglichen Drumherum.
00:00:56: und es ist ein so unglaublich liebevoller Mensch, der einfach so viel gibt und so viel Zeit für einen verbringt und so gerne einem Sachen Irgendwie Schenkt oder kleine Freuden macht.
00:01:09: Das macht er sowohl mit Freunden bekannten, aber auch mit seinen Gästen.
00:01:14: Und das in der Summe macht es ihnen, glaube ich, sogar so einem großartigen Gastgeber.
00:01:18: Und es ist manchmal so ein bisschen wie im Kino sitzen und ihm dabei beobachten, wie er durch einen Laden tobt.
00:01:24: Ich lieb es, ist großartig.
00:01:47: Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von Zommelie.
00:01:50: Die interessantesten Weichen unserer Zeit.
00:01:54: Und vor der heutigen Folge war ich in der Tat ein wenig aufgeregt, weil ich wusste nicht, ob ich genauso schnell sprechen kann wie er.
00:02:00: Es geht nach Hamburg.
00:02:01: Es geht neben Weinkürs Hamburg und es geht zu Jonas Hauke.
00:02:05: Und Jonas, wenn du das hörst, ich muss mich bei dir entschuldigen.
00:02:08: Denn es wirkt wie purer Sackkasmus.
00:02:11: Du bist, ich glaube es war der erste, der wirklich sagt, hey South macht Spaß.
00:02:16: Und dann, das fiel mir nicht bei der Planung auf, aber jetzt beim Produzieren dieser Folge, Platzieren wir dich in den Dry January.
00:02:23: Also, sagastischer geht es eigentlich nicht, aber es kam wie es kam und manchmal sollen die Dinge wahrscheinlich genauso sein wie sie sind.
00:02:31: Ich empfehle drei alkoholfreie Alternativen.
00:02:33: Nimmst bitte nicht persönlich, es ist der Januar.
00:02:36: Und da es dort ja mittlerweile auch super spannende Sachen gibt, wollen wir diese unseren Hörer nicht vorenthalten.
00:02:42: Also, es ist eine krasse Folge geworden.
00:02:44: Ich finde sie großartig.
00:02:46: Und bevor wir gleich ins Gespräch einsteigen, möchte ich mich noch bei unserem Partner.
00:02:50: Ich möchte mich bei der Schlumbergergruppe mit den Handelshäusern von Silvini segnet Schlumberger und natürlich auch mit dem Privatkundenportal Bremer Weinkollekt dafür bedanken, dass wir jede Woche einen Gast haben, dass wir die ganze Sommelierie in Deutschland präsentieren dürfen, dass wir so viele Weingeschichten hören dürfen, dass wir so viele Empfehlungen platzieren dürfen, dass ihr einfach an unserer Seite seid.
00:03:11: Vielen, vielen lieben Dank dafür.
00:03:13: Denn dank Ihnen ist der heute hier.
00:03:16: Auf nach Hamburg und herzlich willkommen lieber Jonas Hauke!
00:03:22: Was ist Wein für dich?
00:03:24: War lecker.
00:03:25: Lecker ist eigentlich so ein blödes Wort, aber... Du
00:03:27: arbeitest mit Lecker?
00:03:28: Lecker ist ja bei den meisten wirklich so dieses
00:03:30: Unwort,
00:03:31: wo die irgendeine Krankheit bekommen, wenn sie das nur
00:03:33: hören.
00:03:33: Ja krass, ich weiß auch gar nicht, wann das passiert ist, dass das so ein streitbares Wort geworden ist.
00:03:38: Ich find lecker, ich mag das Wort, das ist schön.
00:03:40: Das ist einfach, das ist das Simpel, aber es beschreibt irgendwie ganz viel.
00:03:44: Also klar kann man jetzt irgendwie ausholen und... Monologe und Dialoge führen und feinste Wörter benutzen, aber eigentlich ist das, boah, lecker, Alter.
00:03:53: So, finde ich, ich mag das Wort gerne.
00:03:55: Hat so was Intuitives irgendwie, wenn man das so richtig rausbrillen kann.
00:03:58: und wenn man dazu fragst du dann nach, als wenn jemand sagt, lecker.
00:04:02: Würdest du dann fragen, was ist oder was begeistert dich?
00:04:04: oder gibst du dich damit zu Friede und sagst, okay, das ist ein lecker Trinker.
00:04:08: Also der, der, der, keine Ahnung, ist auch Campinubombombos.
00:04:10: Ja,
00:04:11: also ich glaube, es kommt schon immer so ein bisschen drauf an, aber ich glaube, das ist ja... Gast oder Gäste lesen, wo du es ein bisschen merkst.
00:04:17: Wenn ihr jetzt guckt, sieht man es aus, ja lecker.
00:04:19: So, ich glaube, da kannst du auch abhaken und sagen, alles klar, die oder der ist super zufrieden mit irgendeinem einfachen... Wein, den sie einfach nur trinken wollen.
00:04:29: Und auch da kann ja für die Leute lecker sein.
00:04:31: Und wenn man aber vielleicht dann mit ein bisschen mehr Intellekt an das Thema rangeht, dann kann man, finde ich, schon auch mal nachfragen, so, ja, komm, lecker, alter, was lecker.
00:04:40: So, ist das die Rebsorte?
00:04:42: Ist das die Herkunft?
00:04:43: Macht das der Ausbau?
00:04:44: Oder oder, ne?
00:04:45: Von dem Wort kann man sich dann eigentlich ganz gut in mehr Tiefe reinreden.
00:04:49: Ist es für dich wichtig, dass du beim Wein tief gehst?
00:04:53: oder es ist für dich einfach Spaß, lebende Bändigkeiten und trotzdem hast du ja doch so eine ganz, ganz leichte radikale Ader in dir auch.
00:05:00: Also du bist ja auch so einer von denen, die
00:05:04: kein
00:05:04: Graubuck
00:05:04: oder ein leicht süß
00:05:07: anbieten, oder?
00:05:08: Ich meine, das ist auch lecker.
00:05:09: Wenn du davon zwei Liter trinkst und es ist lecker und danach ist die Sache durch, da brauchst du keine Erklärung mehr.
00:05:16: Ja, das stimmt schon.
00:05:17: Ich glaube, das kommt immer sehr darauf an, wie nutzt man jetzt.
00:05:22: An sich, ich finde, Wein ist oft so kompliziert und so schnöselig und so.
00:05:27: so intellektuell und schlau, dass es eigentlich oft gar nicht so wirklich Raum dafür lässt, dass man auch einfach mal sagt, nee, das ist lecker, das macht mir Spaß.
00:05:34: Ich muss jetzt ja jemanden, der grau begunder Liter Flasche leicht fein herbtrinken möchte.
00:05:38: Das klingt
00:05:39: schon eklig.
00:05:40: Jetzt
00:05:40: klingt komplett scheiße, oder?
00:05:43: Aber
00:05:43: muss ich dieser Person jetzt erklären, was Lagenriesling ist?
00:05:48: Nee, das wird wahrscheinlich gar nicht funktionieren.
00:05:50: Das wird die oder der eh nicht mögen.
00:05:52: Und dann kann man es dabei auch belassen.
00:05:54: Und genauso kann ich sagen, wenn ich mit Freunden auf der Couch sitze und eine gute Flasche Wein aufreiß, dann kann ich den auch einfach nur trinken und sage, boah, das ist lecker, das macht richtig Spaß.
00:06:06: So, und wenn ich jetzt mit Zommelgeekollegen zusammensitze, dann können wir auch gerne mehr reden und tiefer gehen.
00:06:11: Aber auch das muss, finde ich, immer gar nicht sein.
00:06:13: Ich finde, eigentlich ist das Schöne doch einfach gut zu saufen und Spaß zu haben.
00:06:18: Und fertig.
00:06:19: Und gibt es bei dir Wörter, wo du sagst, da kollabiere ich oder welche, wo du sagst, boah, wenn mir die jemanden so oft löst,
00:06:26: dann bin ich raus.
00:06:27: Nee, ich glaube, ich bin da sehr milde geworden mit der Zeit.
00:06:31: Ich weiß es auch nicht.
00:06:33: Also irgendwann, also klar, aber irgendwann, wenn man so aus der Sturm- und Rangzeit raus ist, das ist doch, sollen doch alle reden und Wörter nutzen, wie sie lustig sind.
00:06:44: Ich glaube oft, also manchmal... Ich glaube, was man manchmal ein Wahnsinnig macht ist, wenn Wein immer mit dem Zusatz aber trocken bestellt wird.
00:06:52: Da krieg ich, glaube ich, leicht langsam Korn.
00:06:55: Das merkst du.
00:06:56: Du hast noch mal ein Restaurantservice.
00:06:58: Gehst du an den Tisch, weißt, okay, kommen Bläschen, können wir mal gucken.
00:07:02: Sagst du, worauf habt ihr los?
00:07:03: Ja, was weiß es?
00:07:04: Ja, super.
00:07:05: Was frisches, leichtes mit Frucht.
00:07:07: Bisschen Power und Kraft trocken.
00:07:11: Und bist du cool?
00:07:12: Und nochmal, leicht frisch?
00:07:14: Oder ein bisschen mehr Kraft, weil beides kann trocken sein.
00:07:17: Und ich weiß auch nicht, woher das kommt, dass immer noch so in den Köpfen verankert ist, dass Weine im tendenziellen Ehr als trocken bestellt werden, weil man sonst was Restduces kriegen würde.
00:07:28: Weiß ich nicht, wo das herkommt, spannendes Thema.
00:07:29: Pustest du das?
00:07:30: Fünfzig Prozent aller in Deutschland produzierten Brotweine.
00:07:34: immer noch entweder mild oder halb trocken sind und immer noch siebzig Prozent aller produzierten Weißweine.
00:07:39: Also daher Ernst.
00:07:40: Das ist die Masse, das ist das Volk.
00:07:41: Das sind die Leute, die wir jeden Tag umarmen.
00:07:43: Die trinken
00:07:44: eben nicht trocken.
00:07:45: Wir sind halt diese kleine Blase, die dann halt irgendwie, ja, die dann, diese Letäre und Folgen.
00:07:51: Also da geht es mit dem Volk.
00:07:53: Scheiße.
00:07:53: Ja,
00:07:54: leider.
00:07:54: Das hätte ich wirklich nicht gedacht.
00:07:57: Das ist ja krass.
00:07:57: Und somit
00:07:58: ist es immer noch ein Thema, also dieses Nicht-Trocken.
00:08:00: Also ich mein, fairerweise nichts gegen restlüße Weine, das ist ja auch lecker.
00:08:04: Und ich mein, klar, wir erinnern uns...
00:08:06: Nein, aber wir reden ja hier nicht über Kabi-Spätleser, Ausleser oder sonst irgendwas, sondern wir reden über unsere ein Liter Flasche, Graubuck und dann nicht ganz trocken.
00:08:14: Ja,
00:08:15: aber ich mein, klar, am Ende des Tages, wir erinnern uns alle noch an Weinkarten, wo es ein weißweinhalb Trocken... Ein Weißwein trocken und ein Weißwein feinherb gab oder so weißt du?
00:08:27: Oder Dornfelder trocken, Dornfelder lieblich.
00:08:31: Aber scheinbar, aber es ist natürlich klar, es ist das Riesenthema, dass wir alle uns immer nur in unserem kleinen Kreise bewegen und oft natürlich so ein bisschen vergessen.
00:08:39: Das heißt,
00:08:39: weil du zum Snob geworden bist.
00:08:41: Ekelhaft.
00:08:41: Weil du halt jetzt diese VdP-Günger-Rubi geworden bist und die eigentliche Basis der Zehntausend Winzer, die es immer noch in Deutschland gibt, dir halt das andere produzieren.
00:08:50: Gar nicht mehr siehst, du siehst die Realität nicht mehr.
00:08:54: Du hast gerade Strom und Trank.
00:08:57: Du hast mich gewusst, dass dieser Podcast sich jetzt so entwickelt.
00:09:01: Wir sind Anfang des Jahres, wir sind noch frisch.
00:09:02: Ja,
00:09:03: komm lass uns Rotwein trinken.
00:09:05: Ja, sehr gute Idee.
00:09:07: Aber
00:09:07: Sturm und Trankzeit?
00:09:09: Ja, ich weiß.
00:09:09: Ich
00:09:09: hab was mitgeschickt, darf ich nur kurz ... Wann war deine Sturm und Trankzeit?
00:09:13: Ich würde jetzt nur beim Wein bleiben, weil der Rest ist bei dir auch richtig lebendig.
00:09:19: Ich glaub so ... Ja, so, also ich damals, ich habe ja in Hamburg, hab ja immer meine ganze Zeit in Hamburg gearbeitet und wir hatten damals, hatte ich ja für Fabio auch gearbeitet und da hatten wir das Hebel und das Hebellaka von die Excursivootbar und das waren so zweieinhalb, drei sehr wilde Jahre ja auch mit Corona, mittendrin und so ein Kram.
00:09:40: wo man noch laut und immer alles alles muss doch geiler und größer und krasser sein und und Hauptsache flex und groß und wild.
00:09:49: und inzwischen denke ich mir ganz oft so ach du weißt bisschen ruhiger ist auch mal ganz nett.
00:09:56: So finde ich auch schön man bisschen ist.
00:09:59: ich finde es auch mal schön einfach mal dann zu sagen so kommt es gibt das berufliche.
00:10:04: Und aber da ist dann auch irgendwann Feierabend und der Tag vorbei und dann beginnt das private und sich nicht noch irgendwie jeden Tag außerhalb der Arbeit mit tausend beruflichen Themen zu beschäftigen.
00:10:15: Ohne Ende Verkostung und Weinreisen und Messen und noch Zommelier-Battles hier und Zommelier-Tasting-Star und und und und und.
00:10:23: So, ich glaub, da hab ich's irgendwann mal so ein bisschen Ruhe einkehren lassen.
00:10:26: Und so ein scheiß Podcast nicht noch neben drin.
00:10:28: Ja,
00:10:28: genau, ein Tag vor Weihnachten.
00:10:31: Das kurz vor Weihnachten, aber braucht man das?
00:10:34: Braut man diese radikale Phase, um sich selber zu füllen?
00:10:37: Ich glaub, das braucht jeder und jeder.
00:10:38: Einfach auch so anzustoßen und...
00:10:41: Also, ich weiß, ich glaub, dass es sich so unabhängig ist natürlich am Ende des Tages, aber ich glaube, jeder und jeder hat doch so ein... bisschen vielleicht, und vielleicht bei einigen ist es ein bisschen heftiger, bei anderen vielleicht ein bisschen ruhiger und ein bisschen länger und ein bisschen kürzer, aber ich könnte mir vorstellen, dass, dass wir alle eigentlich so einen kleinen Zeitraum im Leben irgendwann mal haben, ob der früh oder spät kommt, wo man vielleicht einfach mal ausprobiert, wie es funktioniert, wenn man immer zwanzig Prozent zu viel macht.
00:11:09: So.
00:11:10: Und das macht ja auch Spaß, ne?
00:11:11: Hattest du da ein Vorbild?
00:11:12: Also, hatte ich da irgendjemand geprägt?
00:11:14: Hattest du da irgendjemand begleitet?
00:11:16: Wolltest du mal sein wie jemand?
00:11:18: Also, rein im Weinbereich.
00:11:19: Ich wollte gar nicht das große Weiterleben, sondern wir haben Weihnachten vor uns.
00:11:23: Das musste noch schaffen.
00:11:24: Ja, ja.
00:11:25: Du, ich glaub eigentlich gar nicht so richtig, nee.
00:11:28: Ich glaub, ich wollte eigentlich immer so ein bisschen ... Ich bin ja so über Umwege irgendwie nur zum Thema Wein gekommen.
00:11:34: Also, klar, ich hab natürlich mal ein Restorfach, mal eine Ausbildung gemacht und eine Sommelier-Ausbildung und so was gemacht.
00:11:38: Aber ich hab mich eigentlich nie so richtig in Sommelier-Kreisen bewegt, weißt du?
00:11:42: So, das ist, weiß ich nicht, ist irgendwie immer so an mir vorbeigegangen.
00:11:45: Und dadurch wollte ich irgendwie einfach immer relativ laut sein, so, dass man irgendwie halt auch so mitschredet so ein bisschen, weißt du?
00:11:53: dass man irgendwie auch ne Stimme hat, aber... Das ist... Eigentlich, eigentlich war ich mich einfach nur treiben lassen.
00:12:00: Von...
00:12:01: Dafür hast du dich aber relativ schnell hochgeschlafen.
00:12:02: Du bist jetzt schon einer der Top-Fünfzig-Sommys.
00:12:05: Ist sowas wichtig für dich oder ist sowas... Das ist
00:12:07: schön, aber wichtig, also... Ich hatte irgendwann mal gesagt, also vor ein paar Jahren, ist so ein paar Sachen werden ja mal schön, ne?
00:12:15: Also, beruflich, karrieretechnisch, irgendwie, wo du sagst, wenn man irgendwann mal unter diesem Top-Fünfzig ist,
00:12:21: wär das
00:12:22: schon ne... ziemlich coole ire und auch eine krasse anerkennung und und das ist irgendwie das ist schon cool dass sowas gekommen ist.
00:12:31: aber ich wäre jetzt auch weiterhin sehr glücklich gewesen wenn das nicht so gewesen wäre sagen wir mal so.
00:12:38: Aber nett ist das.
00:12:40: Bildest du dich dann auch weiter?
00:12:41: Also ist das für dich so ein tägliches... Du bist auch auf deiner Insel und diese Insel reicht dir da.
00:12:49: Ja
00:12:49: ich mag
00:12:50: das.
00:12:51: Also, ich glaub, man bildet sich automatisch weiter so, ne?
00:12:55: Das ist ja also mit jeder, also jeden Wein, den du trinkst und in jedem Urlaub, den du bist.
00:13:02: Und wenn du dir den siebenhundertneinunddreißigsten Keller anguckst, den du eigentlich auch schon kennst, bildest du dich ja immer ein bisschen weiter.
00:13:09: Ich muss aber dazu gestehen, dass ich... die Ambition doch deutlich runtergeschraubt habe.
00:13:15: Also ich setze mich jetzt nicht jeden Tag hin und lerne eine halbe Stunde oder bilde mich aktiv fort, so dass ich sage, ich muss jetzt hier zack, zack, zack oder so.
00:13:27: Meine kleine Insel ist schön, ich fühle mich da wohl und wenn man hier und da mal ein bisschen was dazu lernt, ist das ja auch nicht verkehrt.
00:13:34: Weiß ich mein?
00:13:34: Woraus
00:13:34: besteht deine kleine Insel?
00:13:36: Also wenn du jetzt in Norden, Süden, Osten, Westen, du hast ja eine relativ starke so Burgenanphase, eine Naturalphase, dann Bordeaux für dich.
00:13:45: Meintest du hier ein Thema Deutschland VDP?
00:13:47: Also wie setzt sich deine Insel zusammen?
00:13:49: Kannst du das beschreiben?
00:13:51: Es ist immer schwierig in dieser großen Weitenweite.
00:13:52: Ja klar,
00:13:53: wobei eigentlich finde ich, also ich persönlich... oder ich sag mal so rum, man ist ja natürlich immer irgendwie, man guckt ja was man so auf der Insel hat, ist ja das was man gerne trinkt und ich trink fast überwiegend ausschließlich Rotwein, ich trink viel Schaumwein, aber am liebsten eigentlich doch immer Rotwein und dadurch ist das Thema und klar, wir alle lieben das begund und wir trinken total gern Pinot Noir.
00:14:14: und wenn man gerne Pinot Noir trinkt, dann trinkt man auch sehr sehr gerne, finde ich, Pirmont und Baberas und Dolcettos und Nebiolos.
00:14:23: und vom Piedmont ist es dann auch nicht so weit in die Toscana.
00:14:25: und dann gibt es ja auch noch im Norden das Valtelina.
00:14:27: Also ich bewege mich eigentlich schon sehr gerne in Italien und Frankreich.
00:14:32: Was aber natürlich immer unfetternd wieder ist gegenüber allen den anderen wunderschönen Weinregionen.
00:14:36: Also ich meine, deutsche Spätburgern sind brutal toll.
00:14:41: Ich trinke sehr, sehr gerne Überseeweine, wenn es jetzt nicht zu fett und zu breit ist.
00:14:44: Also es gibt ja überall spannende Sachen und es werden ja auch immer mehr spannende Sachen noch dazukommen.
00:14:50: aber so wenn ich wenn wenn man jetzt durch glaubt wenn man so diesen go-to-call hätte und sagt so also ich glaube du kennst das ne du bist im restaurant du machst eine weinkarte auf.
00:14:57: die weinkarte ist groß und gut gefüllt und macht Spaß dann gucke ich eigentlich immer relativ schnell was es was es in Italien und Frankreich so gibt.
00:15:06: Lässt du dich beeinflussen von dem Typ, der da rumläuft?
00:15:08: Oder bist du da ein Straight?
00:15:10: Kommt auf den Anlass drauf an, ob du noch mit deiner Frau reden möchtest oder ob das Thema durch ist.
00:15:15: Und du dann rein zum Trinken hin.
00:15:16: Gott sei Dank haben wir richtig viel
00:15:18: Schwindel.
00:15:20: Also, okay.
00:15:20: Ich persönlich, ich weiß es immer gar nicht.
00:15:23: Mir fällt es immer sehr, sehr schwer.
00:15:26: Als selber, wenn ich als in der Gastronomie arbeite, in der Mensch, in der Gastronomie bin, wähle ich, glaub ich, meistens selber den Wein aus.
00:15:35: Ich finde es teilweise ist es dann so sehr vibeabhängig, also manchmal ist man im Laden und irgendwie hat man sofort super super Match mit der sommelier oder dem sommelier und dann finde ich kommt es auch sehr drauf an.
00:15:46: gerade also ich finde gerade vermeintlich in anführungsstrichen Profis zu beraten ist ja oft auch.
00:15:52: also das ist ja eigentlich relativ beratungsresistent.
00:15:55: also weil das also wenn man jetzt irgendwie sagt pass auf alter ich habe hier ein Weingut aufgetan in wo auch immer und das kennt noch keinen Schwein, dann ist es natürlich cool das zu probieren.
00:16:05: Aber ansonsten ist es, man kennt sich ja doch ganz gut aus, ne?
00:16:08: Und dann ist es eher so ein bisschen, was ich cool finde, wenn dann jemand um die Ecke kommt und sagt, pass mal auf, Alter, ich hab da was.
00:16:14: Vielleicht irgendwie einen Jahrgang, mit dem man jetzt nicht gerechnet hätte oder eine letzte Flasche oder irgendwie was Bestimmtes, was Cooles, weißte, wo du dann sagst,
00:16:21: oh, geil,
00:16:22: da wär ich vielleicht gar nicht selber drauf gekommen, das machen wir.
00:16:26: Aber irgendwie, ja, manchmal hast du es auch, dass du halt dann sagst, dann bist du im Laden, sagst, hier, komm.
00:16:30: Die Flasche und dann mach auf und hab Spaß.
00:16:34: So.
00:16:34: Meine Erfahrung war, Profis sind die einfachsten, weil es sind so handzahme Tiere mehr oder weniger, die du an die Hand nehmen kannst.
00:16:40: Und sobald du ein, zwei Namen dropsst, also keine Ahnung, willst du einen Riesling von XY oder willst du einen Pino von Tralala und aus dem Jahr und hast du die mehr oder weniger weich geklopft und dann ist egal, was du eigentlich mehr oder weniger nimmst, da ist jemand, der ... Das ist vielleicht gar nicht so ein Worte kleiden kann, viel schwieriger, aber Profis...
00:17:01: Ja, total.
00:17:02: Ja, total.
00:17:03: Klar, logisch, ne?
00:17:04: Also, weil wir wissen ja in der Regel, was wir trinken wollen.
00:17:08: So, dadurch... Und natürlich macht es ja auch Spaß, also fairerweise klar, unser tägliches Alltag ist einfach Rino... Null eins ausschenken, so.
00:17:17: Aber wir machen natürlich lieber den Bogunder auf, ne?
00:17:19: Ja,
00:17:20: da seid ihr aber schon fortgeschritten, Deiberin.
00:17:23: Bei uns der meistverkaufteste offene Weihstein.
00:17:25: Das ist wahrscheinlich
00:17:25: die Weihgeistigkeit Hamburgs, oder?
00:17:29: Ja.
00:17:31: Ich tue mich immer sehr schwer damit, Weine für einen offenen Ausschlag auszuwählen, ehrlich gesagt.
00:17:34: Wir haben knapp sechszehnmal Weine auf der Karte.
00:17:37: Und vier offene Schaum, fünf offene Weiß, drei offene Rotweine.
00:17:40: Das reicht bei uns im Laden.
00:17:42: Wir haben einen extrem digazen Klientel, doch, Alter.
00:17:45: Wir haben so durchwachsen.
00:17:47: Willst du es viel oder wenig offen?
00:17:49: Wenig?
00:17:49: Ich hatte neunzig offen.
00:17:51: Alter!
00:17:52: Ja gut, also das macht bei uns, also ich glaube es ist extrem lokalabhängig, ne?
00:17:57: Trinken
00:17:57: die bei euch Flasche oder?
00:17:59: Ich habe ja auch nur eine Kneipel wie du auch.
00:18:00: Ja, ja,
00:18:01: wir trinken super viel Flaschen.
00:18:02: Also, du guck mal, bei uns ist es, ich habe ein Klientel, unsere Guestesschaft ist in der Regel relativ jung und sehr Social Media.
00:18:14: Wann ist
00:18:14: es bei mir auch?
00:18:15: Also ich war der älteste oft
00:18:16: im Raum.
00:18:18: Ja gut, aber du bist ja auch noch nicht alt, ne?
00:18:19: Das ist ja, wir sind ja allen noch sehr jung.
00:18:22: Vielen Dank, was magst du trinken?
00:18:22: Ja
00:18:23: gerne, ich hab Panne.
00:18:26: Ich hab so ein bisschen die Erfahrung gemacht, dass wenn ich... Ich sag jetzt mal experimentelle Weine auf die Karte setzen.
00:18:33: Experimentell meine ich jetzt noch nicht irgendwie am Fohre, sondern ich meine, ich nehme mal ein Beispiel, ich glaub der schlechteste, ich hab davon so viel noch rumliegen.
00:18:42: Paulo Minofino, aber halt nicht aufgespritet, sondern als Stillwein gemacht.
00:18:46: Zehn Monate unter der Mieterfloschicht.
00:18:48: Das ist bummsgeil.
00:18:49: Und das funktioniert auch zu unserer Küche.
00:18:51: Mördergut.
00:18:52: Alter, ich hab davon, ich glaube, von den thirty-six Flaschen, die ich gekauft hab.
00:18:56: Vielleicht sechs verkauft.
00:18:58: Das läuft nicht.
00:18:58: Das funktioniert bei uns im Laden nicht.
00:19:00: Willst
00:19:00: die Leute nicht verstehen?
00:19:01: Oder wird der Namen nicht funktionieren?
00:19:04: Weil sie es, ich glaube, auch nicht unbedingt verstehen wollen.
00:19:07: Also, wir haben so ein bisschen das Thema.
00:19:08: Ich meine, du kannst ja bei uns wirklich, ich finde, du kannst bei uns richtig gut Spaß haben am Glas so.
00:19:12: Und du kannst aus einer schönen Auswahl an Flaschen wählen.
00:19:16: Und ich hab dann auf die Erfahrung gemacht, wenn ich jetzt sage, ich mach zu viel offen auf die Karte, verwirre ich damit tendenziell eher noch die Leute.
00:19:25: weil weil diese auswahl dann zu groß wird, ne?
00:19:27: Also wir haben klar, wir haben noch eine Korravorkarte und so ein Kram, wo dann irgendwie noch mal so zwanzig, fünfundzwanzig Sachen mit Korravor angestochen sind.
00:19:33: oder ich mache auch, ich steche auch gerne jeden Scheiß anders, mir dann auch egal, ne?
00:19:37: Kriegen wir verkauft, kriegst es ja.
00:19:38: Aber wenn ich dann sage, ich habe sechs, sieben, acht offene Weißweine, das überfordert die Leute.
00:19:44: Und das mag durchaus am Konzept liegen oder vielleicht auch an Hamburg.
00:19:48: Ich meine, in Norddeutschland wird halt irgendwie noch ein bisschen anders gesoffen als im Süden.
00:19:54: Was meinst du, oder?
00:19:55: Ich
00:19:55: bin weniger geredet, mehr getrunken.
00:19:56: Ja.
00:19:57: Ja, und ich hab auch oft das Thema... Ja, nicht so viel Schnacken, ne?
00:20:02: Äh, ich hab das Gefühl so ein bisschen... Ja, genau.
00:20:05: Das Gefühl,
00:20:06: dass die Leute auch froh sind.
00:20:08: So, guck mal, weißt du, wir sind ja ne Pizza-Kneipe irgendwo, so ne italienische Kneipe irgendwie auf der Schanze.
00:20:13: So, und wenn ich jetzt... Sach, unser meistverkaufsgericht, so ein spicy Wodka-Rigatoni vom Cabones in New Yorks ein bisschen adaptiert, ähm... und dann der Alvarino trocken aus dem Rias Beisch aus dem Vino Verde.
00:20:28: Das sind so zwei Sachen, die funktionieren immer.
00:20:32: Da musst du nicht viel für tun, damit dir das Spaß macht.
00:20:35: Das ist einfach ein gutes Soul Food Essen, komplett Komfort Zone und ein Weißwein, der eigentlich die all die niedersen Gelüste befriedigt.
00:20:43: So, der hat eine schöne verspielte exotische Frucht, aber nicht so viel Säure.
00:20:48: So, das ist elegant, aber auch nicht zu... Präzise, weißt du so?
00:20:51: Und das ist, ich glaube, dass viele Leute auch einfach glücklich sind, wenn du denen was zählen willst, dass sie dir kommen, Alter.
00:20:57: Trinkt, das macht Spaß.
00:20:58: Nimmst du solche Weine ernst?
00:20:59: Bist du mit solchen Weinen glücklich?
00:21:00: Oder
00:21:01: ist das für dich
00:21:02: so ein Wein, du einfach durch?
00:21:04: Okay.
00:21:04: Ich
00:21:05: bin die Zarte von einem Guck, bin ich sehr glücklich.
00:21:08: Darf natürlich jetzt keine Gäste zuhören.
00:21:09: Aber
00:21:11: am Ende
00:21:11: des Tages, wir müssen das keinem erzählen.
00:21:13: Am Ende des Tages.
00:21:15: Was heißt glücklich?
00:21:16: Also ich liebe mein Job und ich mag was ich tue.
00:21:19: Und wenn ich nette Gäste habe, dann schenke ich den auch gerne den Alvarino ein.
00:21:24: Weil... die sich darüber freuen, weißt du?
00:21:27: Und wenn ich jetzt sage, klar, also ich finde immer so der Ansatz an eine offene Weinkarte sollte sein, wenn man mir das Glas hinstellt, sollte ich auch vielleicht ein bisschen Spaß daran haben.
00:21:37: Und fairerweise, das ist hier von Kinder des Toalero, die machen ja gutes Zeug so, aber das ist halt in dem Fall halt die Einstiegsdroge.
00:21:44: So, und ich finde das auch lecker, wenn ich mich im Sommer auf die Terrasse mit ein paar Homys setze und eine Flasche aufreiß, Wahrscheinlich wird es nicht dabei bleiben, aber ich würde das auch trinken, weil ich es gut finde.
00:21:53: Und dann macht mir das schon auch Spaß.
00:21:55: Und wenn der Nachbar-Tisch dann irgendwie eine gute Flasche per Grund bestellt, macht mir das natürlich mehr Spaß.
00:22:01: Aber ich, ich, ich, ich glaube, also wenn man irgendwie das, ich stehe ja hinter jedem Wein, den ich ausschenke oder, oder einen Frau und Mann bringen, weißt du, ich würde jetzt nicht sagen, und da sind wir vielleicht bei dem Thema, Graubogunder, Literpulle, zwölf Gramm Gibim.
00:22:18: Das würde ich nicht machen wollen, weil da habe ich keinen Lust drauf.
00:22:21: Das finde ich nicht gut.
00:22:23: Dass es da einen Markt vergibt, ist ein anderes Thema.
00:22:25: Bei uns läuft Kabynet wie blöd.
00:22:27: Wir verkaufen ohne Ende Kaby im offenen Ausschank.
00:22:29: Weil das finde ich total spannendes Thema.
00:22:32: Vielleicht siehst du das ja ähnlich.
00:22:33: Ich habe das jetzt mal mit echt einigen Leuten besprochen.
00:22:35: Die junge Leute, die anfangen sich mit Wein auseinanderzusetzen, holst du mit Kabynet komplett ab.
00:22:41: Total.
00:22:41: Zum einen süße mag jeder, sondern wieder bei diesem süße Trockenthema.
00:22:45: Weniger Alkohol.
00:22:46: Irgendwo.
00:22:47: Da kann man natürlich vermitteln, wie kann man das ausbalancieren, wie kann man das in Relationen setzen, wie wirkt sowas noch trinkig und appetitlich und ebbelbändig.
00:22:54: Auf der anderen Seite ist sowas natürlich auch, wo du Qualitäten tiefe und eben auch mit der Realität einen ganzen Quatsch mit vermitteln kannst.
00:23:01: Total, oder?
00:23:02: Und das macht dann Spaß, finde ich.
00:23:04: Und ich finde am Ende des Tages irgendwie, ich glaub... Ich fühle mich persönlich, habe sehr das Gefühl, angekommen zu sein.
00:23:13: Weißt du, man entwickelt sich ja auch weiter, man ändert Ansichten.
00:23:19: Wo ich sage, das was ich tue, jeden Tag, das macht mich sehr, sehr froh und da habe ich extrem viel Spaß dran.
00:23:26: Und wenn dazu halt auch mal gehört, halt auf eine Weine auszuschenken, ey let's go alter, gehört dazu, ne?
00:23:32: Ich glaube... Ich glaube, dass wir in dieser Branche schon den großen Vorteil haben, dass es sehr wenig scheiß oder beschissene Arbeiten gibt.
00:23:42: Weißt du?
00:23:43: Ich könnte niemals in einem Büro sitzen, acht Stunden am Tag.
00:23:46: Wenn ich zwei Stunden E-Mails beantworte, bin ich danach am Ende.
00:23:52: Vor allem gibt es ja kein Wein.
00:23:54: Das ist einer der Vorteile, die wir bei uns haben.
00:23:58: Wann trinkst du selber Wein?
00:24:00: Also gibt's da für dich Zeitpunkte, Situation?
00:24:01: Also
00:24:02: ich trink schon viel
00:24:02: Wein.
00:24:02: Irgendwas, wo du sagst.
00:24:04: Also ich trink eigentlich...
00:24:05: Was heißt viel?
00:24:06: Ich halt, wenn man so in Relationen setzen würde.
00:24:08: Die trinken schon jeden Tag ein Wein.
00:24:09: Also ich sag mal so, ne?
00:24:10: Dadurch, dass ja meine Frau auch extrem gerne Wein trinkt und auch einen extrem guten Geschmack hat, ist es bei uns zu Hause trinken wir schon eigentlich immer Wein so.
00:24:17: Und wir sind sehr gesellig.
00:24:18: Also nicht degustieren, sondern wirklich ein Glas und Lecker.
00:24:21: Ja,
00:24:21: oder ein Flaschen.
00:24:22: Um bei dem Wort zu bleiben.
00:24:23: Lecker.
00:24:23: Lecky.
00:24:24: Lecky, wie man heute sagt.
00:24:25: Super.
00:24:25: Nee, du, also degustieren, weißt du, guck mal, ich bin da so ein bisschen das Thema.
00:24:29: Ich hab... Ich persönlich bin lieber Gastgeber als Thommelier.
00:24:33: Aber ich bin unglaublich gerne Thommelier.
00:24:35: Aber ich habe nicht das große Verlangen, alles auf den Punkt genau zu analysieren, zu degustieren und dann auch zu beschreiben.
00:24:43: Wo ist der Unterschied zwischen beiden?
00:24:45: Zwischen Gastgeber und Thommelier für dich?
00:24:50: Also guck mal weißt du, ich persönlich, ich finde es eine schwierige frage gute frage.
00:24:56: Ich glaube ich würde schreiben, dass also als sommel je ist es dein reiner Auftrag dich mit dem weinen zu befassen und auch wirklich im besten fall dich tief in die materie zu begeben.
00:25:10: und genau wiederzugeben können, was für ein Boden, was für eine Lage, warum da großes Gewächs, warum genau machweise, wie genau der Jahrgang, diese Ausrichtung und die Kühle.
00:25:22: Und als Gastgeber hast du ja mehr den Fokus darauf, ein allgemein schönes Erlebnis zu kreieren, weißt du?
00:25:30: Der Sommel hier ist ja im Zweifelsfall nur für dir, also das heißt nur, ein super wichtiger Part, aber für den Wein zuständig.
00:25:35: Aber als Gastgeber oder als Wirt, bist du dafür zuständig, dass es in dem Laden, wo die Gäste sich befinden.
00:25:43: Schön ist, Spaß macht, warm ist, die gute Musik läuft, die Leute herzlich willkommen geheißen werden, dass das Team koordiniert wird.
00:25:50: So, das sind Sachen, und das macht mir deutlich mehr Spaß, weil du dann noch mehr Bühne hast.
00:25:55: Weißt du, also du kannst auf noch mehr Partys gleichzeitig tanzen.
00:25:58: Und ein Zombie ist kein Gastgeber in dem Sinne?
00:26:01: Klar, aber... Ich würde das fort jetzt nicht irgendwie auseinander negen.
00:26:03: Natürlich ist ein Zombie auch Gastgeber, aber mit einem deutlich klarer, ausgerichteten Fokus.
00:26:07: Was muss ein Zombie so alles wissen, wenn... Also du hast ja gerade schon so ein bisschen runtergebrochen, dass er so ein bisschen diese Nür... Nummer durchziehen muss.
00:26:13: Aber grundsätzlich, wann würdest du sagen, hast du dich als Hommelier gefühlt?
00:26:19: Ich weiß nicht, ich glaube, ich fühl mich, man fühlt sich, glaube ich, immer als Hommelier eigentlich so ein bisschen.
00:26:25: Also es ist ja auch, also das ist ja klar, es ist dein Job, aber das ist ja halt auch eben so viel im Privaten.
00:26:31: Also wenn du irgendwie unterwegs bist, du bist ja trotzdem irgendwie immer der Hommelier oder die Hommelier.
00:26:38: Ich
00:26:38: fühle mich
00:26:39: das erste mal habe ich mich so gefühlt, als da halt den Schein in der Hand hat ist.
00:26:42: Dass da der WSET sagt, hier herzlich willkommen bis Sommelier.
00:26:45: So.
00:26:46: Und dann wird so ein Schein dann irgendwann immer unwichtiger.
00:26:50: So, ich bin da Sommelier, fühlst du dich irgendwie.
00:26:53: Hat das nicht mal, ich glaube, es gab doch mal diese schöne Somm-Doku.
00:26:55: Ich weiß nicht, ob du die noch kennst.
00:26:57: Die lief damals bei Hanson Prime, wo fünf Kandidaten da begleitet wurden.
00:27:01: Da hat doch der eine auf die Frage geantwortet, eine drei Euro Flasche mit einem dreieinhalb Euro Kellner-Messer auf.
00:27:06: Das ist das schon mit ihr.
00:27:08: Das fand ich irgendwie sehr schön, ist die Tat, weil es genau darum geht, weißt du?
00:27:12: Dann rennen wir damit unseren dreieinhalb Euro Snob-Kellner-Messern durch die Welt und fetzen fünf Euro Alvarino damit auf.
00:27:20: Das finde ich irgendwie.
00:27:21: Das ist eigentlich ein schönes Bild.
00:27:23: Und finden tolle Worte dafür und erklären ihnen als wärstig größte der Königwein.
00:27:27: Scheiße,
00:27:27: ja.
00:27:28: So muss das.
00:27:29: So, ich fühle mich so langsam wirklich weihnachtlich.
00:27:31: Ich werde jetzt den Wein trinken.
00:27:32: Du hast
00:27:32: jetzt schon dreimal Rotwein angespürt.
00:27:35: Ja,
00:27:36: und ich werde nicht anhört.
00:27:37: Und ich lass dich da vertrocknen.
00:27:40: Du zwingst mich
00:27:40: an.
00:27:41: Ich dachte, ich lass dich in der Zeit mal noch Podcast machen.
00:27:44: Dann darf ich nicht mal trinken.
00:27:46: Hey, hey, hey.
00:27:47: Also, dem Bein muss ich zurückspielen.
00:27:49: Ich hätte das gerne vorher angesetzt, aber du musst es leider krank werden.
00:27:52: Ja, hey,
00:27:52: gehörte auch noch.
00:27:53: Du musst zum Ende des Jahres einmal passieren, oder?
00:27:56: Ist auch irgendwie so der Klassiker, noch mal schön zum Jahresende.
00:27:58: Hat auch
00:27:58: gerade jeden irgendwie erwischt.
00:28:00: Und
00:28:01: doll, ne?
00:28:01: Aber dich
00:28:02: nimmt das natürlich doppelt mit, weil du so ein richtiges Weihnachtselfel bist, oder?
00:28:07: Ja, ich bin ja schon.
00:28:08: Aber trink jetzt erst mal, bitte.
00:28:10: Guten Appetit.
00:28:10: Zum Wohl.
00:28:11: Schön, dass ich da sein darf.
00:28:12: Vielen Dank.
00:28:13: Schön, dass du da bist.
00:28:14: Große Freude.
00:28:15: Italien ist natürlich jetzt ein relativ provokantes Thema auf der einen Seite.
00:28:21: Wäre ich dich schon... Ich hab dich... ein bisschen mehr in diese Natural-Richtung eingesteckt, reingespielt.
00:28:28: Das war ja auch so.
00:28:28: Wie wahrscheinlich, wenn du noch so jung bist.
00:28:30: Ja, ja.
00:28:30: Das habe ich irgendwie noch so eine Erinnerung.
00:28:32: Und das ist jetzt schon so.
00:28:34: ein mehr so der traditionelle, obwohl es ein modernes Weingut ist, ein junges Weingut mit dreißig Jahre, seit dem neunzig ist, dieser traditionelle neue Toscana-Style.
00:28:43: Also hier auch eine Kombination aus verschiedenen Rebsorten, sprich, du hast Cabernet, du hast Merlot, du hast Zangevese, du hast Cabernet Franc.
00:28:50: Und aber irgendwie alles modern neu gedacht.
00:28:52: Kannst du dich mit so was anfreunden?
00:28:54: Wie magst du den Wein?
00:28:54: Wie findest du den?
00:28:55: Ich mag so
00:28:55: was ganz gerne.
00:28:56: Es geht halt auch, glaube ich, so ein bisschen in diese Komfortzone rein.
00:29:00: Also das hat eine gewisse Frucht, das hat eine gewisse Kraft, eine schöne Opulenz, aber es ist nicht... Also was halt schön ist, das merkst du, es hat so eine schöne Leichtigkeit dabei.
00:29:11: Das ist die Säure, ist gut da.
00:29:13: Ich finde, das ist so eine Flasche Wein, wo wir eigentlich so wieder auf das Thema zurückkommen.
00:29:18: Mach auf.
00:29:19: in die Karaffe und trinken.
00:29:22: So.
00:29:23: Und dann kann man ein bisschen darüber schwadronieren und drüber quatschen, aber eigentlich ist das, wäre das für mich ein Wein, wo ich sage, ja geil, danke, mach, stell hin, hab ich Spaß mit, kann ich richtig gut trinken.
00:29:33: Mir gefällt so was sehr, ich mag das gerne.
00:29:35: Aber ich trinke auch extrem viel Bordeaux.
00:29:38: Also ich liebe, ich liebe mich in Bordeaux austoben und dann sagen wir natürlich hier genau das Rebsortenspektrum, ja dann durchaus auch wieder präsentiert, ne?
00:29:48: das stimmt ist nicht ganz so viel vertreten.
00:29:51: aber auf der anderen seite wenn dir zu bordo trinkst bist du da eher derjenige der sagt ich möchte da meine kleinen secrets irgendwie präsentieren und das eben probieren wenn du hast ja dort auch zehntausend bin.
00:30:02: also du hast ja wirklich masse und menge also auf einer anbaufläche achtzig tausend hektar aber.
00:30:07: Was suchst du dort?
00:30:08: Oder suchst du die once in a lifetime Erlebnisse, wo du dann aus dem Jahre, neunzehntachzig, siebzig vor deiner Geburt, das irgendwie dann greifen kannst?
00:30:19: Also bist du da eher den Transitionalist, der Modernist, der Entdecker, der... Safe-Spot-Trinker oder was magst du dort?
00:30:27: Ja, ich finde es eigentlich, ich finde eine gesunde Mischung cool.
00:30:29: Also auf der einen Seite, wenn ich jetzt, wir sprechen jetzt mal von der Weinkarte, ne?
00:30:34: Und dann gesagt, was ich super spannend finde, ist zum Beispiel ... Und deiner
00:30:37: Weinkarte.
00:30:37: Ja, genau.
00:30:38: Sich Weine rauszusuchen aus vielleicht vermeintlich eher nicht den optimal besten Jahren, aber dann gute Weingüter.
00:30:48: Und die man dann für einen sehr angenehmen Preis auf die Karte setzen kann.
00:30:51: Sowas finde ich sehr spannend.
00:30:53: Aber ich finde es auch schön, die großen Namen auf der Karte zu haben.
00:30:56: Und die Klassiker.
00:30:58: Und da eine Jahrgangstiefe.
00:30:59: Ich sehe mich da nicht groß als Entdecker.
00:31:03: Ich bin da Traditionalist.
00:31:05: Ich mag gerne klassische Häuser trinken und klassische Zylistiken trinken.
00:31:12: Und dann finde ich es spannend, ein bisschen mit den Jahrgängen zu experimentieren.
00:31:19: Ja, ich so, wo könnte man es glaube ich ganz gut auf den Punkt bringen.
00:31:22: Klar ist es irgendwie auch, es spannend sich anzugucken, was jüngere Chateaus inzwischen machen, finde ich auch super interessant.
00:31:31: Wie gesagt, ich trinke es halt ganz gerne ein bisschen gereift dann, was natürlich auch im Bordeaux einfach deutlich mehr Spaß macht.
00:31:37: Und da hast du, dann landest du, dann irgendwie zwangsläufig immer wieder bei der Klassik, finde ich.
00:31:57: Ja, in Italien gibt es die Abritivokultur.
00:32:00: Und gerade im Januar verzichtet der ein oder andere auf Alkohol.
00:32:03: Aber wenn wir es mal andersrum denken würden, also wenn der Apfel den Apparativo erfunden hätte, dann würde er golden times heißen.
00:32:13: Begleite mich.
00:32:14: Denk dich mit mir zusammen nach Südtirol.
00:32:16: Und dort wirkt es manchmal wie ein verrückter Zaubertrick der Natur.
00:32:20: Oben siehst du schroffentolomiten und unten mediterrane Wärme.
00:32:23: Inzwischen Apfelbäume, die so tun, als wären sie Weinregen.
00:32:28: Und genau hier zwischen Alpen und Italien passiert etwas Schräges, ein Apparativ, der prickelt wie ein Prosecco, der schmeckt wie ein Sonnenaugang und hat Null Komma Null Prozent Alkohol.
00:32:40: Der Alpel Golden Times Alkoholfrei ist nicht einfach nur in Getränk, sondern eine kleine Revolution der Obstkiste.
00:32:46: Stell dir vor, über sechstausend Obstbauern, Familien in Südtirol, im Trentino, Ja genau, sechstausend, die seit Generationen die besten Äpfel der Welt ernten.
00:32:58: Handgeflückt, erntefrisch, auf steilen Hängen und engen Teelern, wo die Luft so klar ist, dass man die Aromen schon riechen kann, bevor man in den Apfel reinbeißt.
00:33:07: Diese Familien haben sich zusammengeschossen gesagt, warum immer nur Trauben für den Apparativo, wir haben hier Gold, das an den Bäumen hängt.
00:33:15: Und so entstand Alpe.
00:33:17: Eine Marke, die seit zwei tausendrein zwanzig hochwertigste Apfelschaubenweine macht.
00:33:22: Mit und ohne Alkohol.
00:33:24: Der Name ist nichts anderes als eine Liebeserklärung an die Alpen.
00:33:28: Also, wir haben Alpen auf der einen Seite und Apple auf der anderen.
00:33:31: Schräger geht's kaum, oder?
00:33:33: Und der Golden Time der Alkohol freist der absolute Klu dieser Truppe.
00:33:36: Und eben kein entalkolisierter Wein, der sich schämt.
00:33:39: Sondern ein Getränk, bei dessen Herstellung gar kein Alkohol entsteht.
00:33:44: Spezielle Hefen fermentieren den Naturtrüben Apfelsaft.
00:33:47: Entwickeln Aroma, Säure und Struktur.
00:33:51: Aber der Zucker wird nicht in Promille umgewandelt.
00:33:54: Dadurch kommt die Kohlensohle rein.
00:33:55: Fein, perlig, elegant, nach der Schamadmethode, wie beim Moskato d'Asti oder auch beim Prosecco.
00:34:01: Keine Zusatzstoffe, kein Zucker nachgeschüttet.
00:34:03: Megane und natürlich nur pure, alpine Frösche.
00:34:07: Das ist die außergewöhnliche Errungenschaft.
00:34:10: Während andere alkoholfreie Weine oft endalkolisieren müssen, dabei die Aromen verlieren wie ein Magier seine Tauben.
00:34:17: Er schafft Alpel von Anfang an ein Getränk, das prickeln, komplex und erwachsen schmeckt.
00:34:23: Ohne je betrunken zu machen.
00:34:25: Definitiv ein absoluter Meilenstein im Boom der No- und Low-Kategorie.
00:34:30: Und ja, auch das Auge trinkt mit und schon die Flasche sein Hingucker.
00:34:34: Und es ist nicht unwichtig, sieht er eben nicht aus wie eine Wasser- oder eine Limmoflasche.
00:34:38: Schlank, golden schimmernd, als hätte jemand einen Sonnenstrahl eingefangen.
00:34:42: Das wirklich besondere dabei ist, dass Alpe sich nicht als klassischer Cider im nordeuropäischen Sinne, sondern als neue Apparativinterpretation auf Apfelbasis versteht.
00:34:52: Und ausschließlich traditionelle alpine Rohstoffe mit moderner Fermentation verbindet.
00:34:58: Und so die Regeln der Apparativkultur komplett neu denkt.
00:35:01: Dem im klassischen Golden Times mit acht Volumenprozent Alkohol gibt es eben auch diese Alkoholfrei-Variante.
00:35:08: Bei der unter wiederhole ich mich, weil es so besonders ist.
00:35:10: durch ein spezielles Fermentationsverfahren gar kein Alkohol entsteht, aber der Abliege, Charakter und die Früchte erhalten bleiben.
00:35:17: Also kurz gesagt, Alpels steht für Alpinefrische, ein hundert Prozent natürlichen Geschmack und modernes Apparativerlebnis mit Apfel anstelle von Trauben und bringt damit Südführholz Obstbaukompetenz auf eine komplett neue prickelnde Ebene.
00:35:33: Alpels, du merkst es, bricht komplett die Regeln.
00:35:36: Kein Traumensaft, kein entalkoholisierter Wein, sondern einhundert Prozent Apfel aus den UNESCO Dolomiten.
00:35:43: Das ist nicht nur innovativ, das ist frech.
00:35:45: Alpine und ein bisschen verrückt.
00:35:47: Und genau das macht die alkoholfreie Szene spannend.
00:35:50: Wenn eben traditionsreiche Regionen wie Südtirol mit ihren Obstbauern zeigen, dass Genuss auch ohne Alkohol weltmeisterlich sein kann.
00:35:59: Also, wenn du den Golden Times alkoholfreien Glas hast, Merkst du plötzlich, dass die goldenen Zeiten kommen.
00:36:07: und das nicht vom Alkohol, sie kommen von einem Apfel, der sich gedacht hat, warum immer nur Most.
00:36:13: Prost auf die Alpen, Urne Reue, nur mit Glanz.
00:36:17: Und ein großes Dankeschön für diese Innovation, die im Hause Alpel und im deutschen Importeur, dem Handelshaus Schlumberger.
00:36:35: Was ist für dich gereift, sind das ein, zwei, fünf, zehn... Fünfzehn, zwanzig Jahre.
00:36:40: Ja, so.
00:36:42: Fünfzehn, zwanzig Jahre, würde ich mal sagen.
00:36:44: So, ab fünf ab zwanzig Jahren würde ich es dann so langsam, würde ich es ins Gereift reintun.
00:36:49: Wobei natürlich auch ein bisschen davor kann natürlich auch schon.
00:36:52: Also, weißt du, wie ich meine, das ist ja, das ist ja dann doch eine relativ weite, weite Flur.
00:36:57: Ähm, aber theoretisch, wenn du jetzt mal irgendwie so die neunziger, also da würde ich dann von gereift sprechen.
00:37:05: Und wir alle wissen, das ist ja noch deutlich.
00:37:07: deutlich länger Könntür.
00:37:09: Was trinkst du gerne?
00:37:11: Wenn ich jetzt Privat trinke, finde ich Weine, die mich fordern, die provokant sind, die ungewöhnlich sind, die so ein bisschen nördig sind.
00:37:21: Ich bin so von Haus aus der totale Nörder.
00:37:23: Ist das so?
00:37:23: Ich mir die Sachen reindenke und damit total ganz schräg.
00:37:27: Und je ungewöhnlicher es ist, also je hässlicher das Kind ist, umso interessanter finde ich's.
00:37:31: Ist das so?
00:37:32: Und dann möchte ich verstehen, warum das so ist und was da dran so ist und was mich da dran so ein bisschen stört.
00:37:39: Also ich mag dann total die Narben im Wein und das dann irgendwie sehen und gucken wie ... Also nicht in diese Natural-Richtung, wo ich dann versuche, jeden vermeintlichen Fehler zu verstehen, sondern jede Unwürdigkeit.
00:37:52: Warum muss das so sein?
00:37:55: Ja, genau.
00:37:55: Das ist ja großzügig.
00:37:57: Und muss das so sein?
00:37:58: Ja, genau.
00:37:59: Aber wenn
00:38:00: du ... Aber wenn du ... letztlich
00:38:01: bin ich auch so einer, der total gerne Wein alleine trinkt, weil ich dem Wein ganz gerne ... Also wir reden jetzt über, ich arbeite mich in den Wein rein und ich versuche den Wein zu verstehen und ich kann mich da so richtig drin fein lassen und nicht ich saufe mit Freunden.
00:38:15: Ja.
00:38:16: Und dann bin ich total gerne mit mir selber und versuche den Wein irgendwie nachzuvollziehen und das muss nicht immer ne Biolo Pinot, nerelle Maskalese sein, sondern manchmal eben auch so etwas relativ ausladende Weine, die man in ihrer feinlich dringend Entwicklung irgendwo versuchen möchte zu verstehen und zu greifen.
00:38:32: und das kann ich alleine beim schreiben, beim irgendwas machen, irgendwie am besten, um mich da so ein bisschen reinnörten.
00:38:39: Und das dann irgendwie von mir aus auch sogar noch nachlesen und mich da dann in dem Sinne im Weinbereich so ein bisschen bilden.
00:38:46: Aber wenn ich mit Freunden trinke, dann versuche immer, Weine zu finden, die meinen Freunden oder meinen Begleitern irgendwo entsprechen.
00:38:53: Und wo ich aber so ein bisschen was von meiner Welt vermitteln kann, das finde ich dann immer total spannend.
00:38:58: Und wenn ich mit mehr oder weniger... etwas unbekanteren Trinke, da versuche ich dann, mich aber von so einer Casual-Seite, von so einer braven, von so einer anschmiegsamen Seite zu zeigen und weiter danach auszuwählen.
00:39:10: So was Artiges, so wie ein Riesling, total gerne irgendwie ein Kaby, ein großes Gewechsel oder so was, oder wenn du im ... so was wie diesen Ebo, den wir gerade probieren.
00:39:21: Das ist für mich ein total super anständiger Wein, das ist für mich eine absolute Perfekte in der Predation eines ... eines Toscana, der Maremma.
00:39:31: Das, was du dort einfach erwartest.
00:39:34: Du riechst rein und du hast das Gefühl, natürlich mit dieser Leicht-Borderlaser-Grundlage hast du das Gefühl, du bist ein Toscana.
00:39:40: Du siehst die Spressen.
00:39:41: Du hast die Wärme im Glas, aber keine Hitze.
00:39:44: Du hast eine kühle Frische.
00:39:45: Du magst das, den zu trinken.
00:39:47: Du kannst mit dem Wein auch so ein bisschen spieren.
00:39:48: Du kannst ein bisschen kühler servieren.
00:39:49: Dann fängst du in der Tat an, den auch aktiv zu trinken.
00:39:52: Also in großen Schlücken, weil du dann von dieser Rotfrucht so unglaublich gefangen wirst.
00:39:57: Du hast diesen Nachgeschmack.
00:39:58: und vor allen Dingen, das ist für mich im Wein, wo man mit den Leuten spielen kann, wo man mit seinem Gegenüber spielen kann, wo du fokussieren kannst, auch so ein bisschen den Eruieren kannst, wo du merkst, wie ist der drauf oder ausloten kannst, wie ist der drauf?
00:40:11: Was riechst du da dran?
00:40:12: Und das finde ich bei dem Wein reizvoll.
00:40:14: Das finde ich eigentlich daran total spannend.
00:40:17: Ja, kann ich gut nachvollziehen.
00:40:18: Ich meine, es gibt ja auch echt super viele Situationen.
00:40:22: Wo man überlegt, was machen wir jetzt auf?
00:40:25: Mit wem sitzt sich zusammen?
00:40:27: Ich weiß nicht, wie es bei dir ist.
00:40:29: Bei uns im Freundeskreis trinken alle Wein.
00:40:33: Es kennen sich alle echt gut aus.
00:40:36: Gut auskennen heißt, dass man weiß, was man selber mag.
00:40:40: Und dass man weiß, wo man das bekommt.
00:40:43: und auch so ein bisschen Verständnis einfach davon hat.
00:40:46: warum schmeckt das so?
00:40:48: wie ist das gemacht und alles mögliche.
00:40:50: aber ja klar so was jetzt wie der wein das ist was das kannst du gut hinstellen und damit Spaß haben mit mit einfach mit den leuten das kannst du trinken.
00:40:59: man kann sich das finde ich auch sehr gut klar wenn ich jetzt ein wein aufmache.
00:41:03: versetze ich mich ja schon irgendwie immer so ein bisschen hinein und wie ist das da?
00:41:08: Und dann denkst du an den Urlaub in der Champagne und wie du dann irgendwie da im Herbst durch Chammerie gefahren bist, zu Weingut XY.
00:41:15: und wenn du den Wein dann auffassst, hast du auf einmal die Emotionen und die Bilder kommen hoch.
00:41:19: Das ist ja mit das Schönste eigentlich.
00:41:21: Und das ist ja auch das Schönste mit dem Reisen.
00:41:27: Ja, das ist für mich auch so ein Partei von Bildung, weißt du?
00:41:30: Also, wahrscheinlich bei dir nicht anders sein.
00:41:32: Aber wenn wir in Urlaub fahren, guckt man ja schon irgendwie auch immer ein bisschen, hey, hey, gibt's da ein bisschen Wein irgendwo?
00:41:38: Können wir da vielleicht ein, zwei Betriebe besuchen?
00:41:41: Und das finde ich halt so schön, ne?
00:41:43: Das ist so eine, so ein, weil wenn du einmal irgendwo gewesen bist, dann vergisst du es halt auch nicht mehr.
00:41:48: Ist
00:41:48: bei mir komplett anders, witzigerweise.
00:41:50: Ist so.
00:41:50: Wenn ich irgendwo im Urlaub bin, gibts da kein Wein.
00:41:52: Also es war so ein der wenigen Sachen, wo ich das so ein bisschen kombiniert hab.
00:41:55: Ich glaube, das war letztes Jahr, da waren wir in Japan und dann dachte ich, wenn du hier bist, dann bist du so oft nicht da.
00:42:01: Guck dir mal zwei, drei, vier Weingüter an und damit habe ich das verbunden.
00:42:04: Aber sonst, mein Leben dreht sich, keine Ahnung, vierzig, fünfzig Wochen im Jahr um Wein.
00:42:10: Und ich genieße es unglaublich.
00:42:12: Also diese zwei Wochen, außer wenn ich irgendwo essen gehe, dann träge ich natürlich auch Wein, aber dann versuche ich nicht zu nirten, sondern den Tischwein zu trinken und versuche da komplett Abstand zu finden vom Wein.
00:42:22: Also keine Weinlektüre, kein Wein irgendwie.
00:42:25: sondern einfach, dann jetzt habe ich auch Kinder, dann ist man da noch mal anders eingespannt und hat andere Themen als Wein.
00:42:32: und ich mag es nicht mit Kindern durch ein Weinkeller zu rennen, weil ich entweder beim einen oder beim anderen bin und diese Mischsituation mag ich nicht.
00:42:41: Auf der anderen Seite habe ich diesen riesengroßen Nachteil.
00:42:45: Das wenn ich jetzt z.B.
00:42:46: war, keine Ahnung, vier, fünf Mal in Portugal, dann rennst du davon Keller zu Keller und Keller und dann hast du von dem Land, hast du überhaupt keine Ahnung.
00:42:53: Deswegen bin ich letztes oder vorletztes Jahr mal zwei, drei Wochen nach Portugal geflogen.
00:42:57: Es war nur Surfen, es war nur Porto, es war nur Lissabon und die ganzen Menschen einfach aufsaugen, einfach um dieses Land mal zu verstehen und das Gefühl dafür und einfach nur im Fischrestaurant irgendwo am Strand zu sitzen, Fisch zu essen.
00:43:11: und nicht zu fragen, welche Wein habt ihr auf der Karte, sondern egal was dazu zu trinken.
00:43:15: Und dieses einfach, also daher ist es bei mir schwarz oder weiß, aber ich verstehe total deinen Ansatz.
00:43:22: Ja, ich kann das aber auch total verstehen, was du meinst.
00:43:25: Also ich glaube klar, mit Kiddies ist natürlich immer ein anderes Thema.
00:43:29: Also zum Beispiel lustigerweise in Japan, wir waren dieses Jahr in Japan.
00:43:31: Und wir haben kein Wegen besucht, weil da haben wir uns dann überlegt, ey Alter, wenn wir hier nur zwei Wochen sind, ne, da ich will, da brauche ich hundert sieben Prozent Japan pur, ich will hier alles sehen und alles mitnehmen.
00:43:43: Wobei, ich fand, wir haben echt spannende Sachen getrunken, die aus Japan kamen.
00:43:47: Das fand ich schon echt, echt coole Dinger.
00:43:51: Spannendes habe ich da gar nicht gefunden, auch in den Weingütern nicht.
00:43:56: Wir waren hauptsächlich in Tokio, dann waren wir in Osaka und wir waren in Kyoto.
00:44:03: Und haben dann so ein bisschen runterge... Also wenn du noch weiter runter fährst, dann kommst du jetzt so ein bisschen in diese Weinregion rein oder diese Hauptweinregion.
00:44:08: Das ist ja auch relativ klein.
00:44:09: Du hast ja sechzigtausend Hektar.
00:44:11: Also das ist ja alles richtig überschaubar.
00:44:12: Baden ist größer.
00:44:13: Und dann eben relativ stark dominiert von der Haupttriebsorte.
00:44:18: Die ist mir jetzt gerade entfallen mit K. Oh, scheiße, ich bin da so raus aus dem Thema gerade.
00:44:22: Ja,
00:44:22: alles gut.
00:44:22: Aber egal.
00:44:23: Und ich war da nicht wirklich... War nicht wirklich groß überzeugt davon.
00:44:27: Ich fand nur die Art der Winzer, wie sie mit Wein umgehen, wie sie auch in ihrer devoten Haltung das dort leben und wie man dort auf einem Weingut willkommen geheißen wird.
00:44:37: Das fand ich total super und cool und mega.
00:44:40: und das wollte ich erleben.
00:44:41: und das wollte ich sowohl im kleinen authentischen Weingut, was gerade mal fünftausend Flaschen produziert hat.
00:44:47: Als auch wenn du zu Suntory gehst und dort halt im Riesenkonzern, das mehr oder weniger inszeniert und unglaublich
00:44:57: also touristisch
00:44:58: fokussiert.
00:44:59: Das wollte ich erleben, deswegen war ich eigentlich sehr, sehr cool und habe das dort aktiv mitgenommen.
00:45:03: Aber das glaube ich so generell in Japan diese Willkommenskultur, die ist natürlich schon wirklich schön.
00:45:08: Wir hatten doch, ich glaube was wildes, wir haben eine Flasche blau-fränkisch getrunken aus Japan.
00:45:12: Frag mich nicht vorher die Karte.
00:45:13: Aus Japan?
00:45:14: Ja.
00:45:17: Das war echt gut, Alter.
00:45:19: Das hat echt Spaß gemacht.
00:45:22: Wir haben zwei, drei Chardonnés und Pinos getrunken, die in Japan gemacht werden.
00:45:28: Das war alles wirklich sehr gut.
00:45:30: Klar, schmeckt das alles recht bekannt europäisch, aber das war schon cool.
00:45:37: Aber ich versteh das.
00:45:38: Jeder
00:45:39: war ich mir im Sache Thema drin.
00:45:40: Und das war
00:45:41: auch das Grund, ja.
00:45:43: Also das vor Ort zu probieren will.
00:45:44: Du halt vor Ort immer noch ein anderes Gefühl für diese Sachen dann irgendwo mitnehmen und greifen kannst.
00:45:50: Und auch aus den Erklärungen heraus insofern, dass du natürlich mit Englisch und Google Translator gehst.
00:45:56: verstehen kannst wie die weinen sehen und leben das finde ich einfach total spannend interessant.
00:46:00: dann in dem
00:46:01: sag ein thema für dich.
00:46:03: ich
00:46:03: das ist ist immer so schön das ist sage es für mich wie silvana.
00:46:07: ich habe es lange nicht verstanden weil es mir keiner erklären konnte und dann habe ich dann irgendwie so ein moment gehabt wo ich sage okay jetzt kann ich also ich habe dann irgendwo gemerkt es ist gar nicht so dass es mir keiner erklären kann Sondern ich konnte es nicht fühlen.
00:46:23: Ich konnte nicht so aus meinem Kopflastigen Nürttum raus und einfach dieses Getränk fühlen.
00:46:30: Und als ich es dann fühlen konnte, als ich diesen Ah-Moment hatte, als ich dann loslassen konnte und damit so ein bisschen Wissen auch das Ganze umkleiden konnte, da konnte ich es fühlen.
00:46:39: Und seitdem ist sage für mich ein Thema und ich genieße es, aber ich bin immer daran zerbrochen, es... Gästen zu vermitteln.
00:46:47: Ist
00:46:47: dir recht, ne?
00:46:48: Also
00:46:48: ich kann diese diese Tür nicht aufmachen, wo ich sage, da ist eure Sensibilität, da ist euer Punkt und jetzt ist das euer neues Lebenselex hier.
00:46:57: Und darum müsst ihr das feiern, darum müsst ihr dafür leben, dafür müsst ihr... sogar eure Wein- und Bierkultur aufgeben.
00:47:04: Das habe ich nie vermucht.
00:47:05: Kannst du das?
00:47:06: Hast du diesen Zugang zu Gästen, dass du diese Tiefe in denen auslösen kannst, wo du sagst, ich bin der Messias für Sake?
00:47:12: Nee, also deswegen hatte ich gefragt, weil ich finde es so unglaublich spannend.
00:47:15: Wir hatten es damals im Restaurant vor ein paar Jahren, probiert es für einundzwanzig in der Exo-Seafood-Bar und ist an sich ein geiles Match, so nachhaltig, seafood mit Sake.
00:47:27: Ich hab's, ist, ich mir fällt's so so schwer, weil ich glaub, ich find den Vergleich irgendwie ganz gut, ne?
00:47:33: Und wie wenn man jetzt ein Getränk irgendwie hingestellt bekommt und vielleicht auch ein bisschen Vorurteils behaftet damit schon ist, ne?
00:47:41: Und dass ich mein Finsake ist für mich sehr, sehr mit falschen Vorurteilen einfach behaftet, so sei es zum Einmal, wie wird's getrunken, ne?
00:47:48: Es wird halt eben nicht heiß, so.
00:47:50: Nicht die Premiumsage werden natürlich nicht warm getrunken.
00:47:53: Und aber die meisten Leute kennen's halt nur so, ne?
00:47:55: Und dann musst du den erst mal erklären, nee, nee, nee, das muss kalt serviert werden.
00:47:58: Und so und das und jenes und Aromatik.
00:48:01: Und an sich ist der Prozess der Herstellung zu erklären, ist ja easy.
00:48:04: Also das ist ja am Ende des Tages, ist es ja auch gar nicht so weit weg vom Wein, von der Weinbereitung.
00:48:10: Ähm, nicht so zwei, drei Schnittstellen.
00:48:12: Aber ich hab's aus tierisch schwer verkauft gekriegt.
00:48:15: Ich weiß gar nicht, warum.
00:48:16: Ob's vielleicht irgendwas, ob's an der Kultur liegt.
00:48:19: Oder vielleicht auch einfach an Geschmackssensoren und Wahrnehmungen.
00:48:24: Aber irgendwie mir ist es tierisch schwer gefallen.
00:48:26: Ich hab's immer mal wieder probiert.
00:48:28: Und bin dann immer, muss das immer selber austrinken.
00:48:30: Schade.
00:48:31: Gibt's wirklich irgendein anderes Getränk, außer Wein, wo du sagst, da hab ich die gleiche Erfröhung.
00:48:36: Ich trink super gern Bier.
00:48:38: Ich liebe Bier trinken.
00:48:40: Also, das ist ein bisschen... Ich
00:48:42: trinke mich,
00:48:44: ich weiß gar nicht, woher das kam.
00:48:46: Ich hab früher total gerne Kraftbier getrunken und hab mich da total gerne irgendwie mitgefasst und fand das auch super spannend.
00:48:53: Aber an sich, ich trinke... Ich muss sonst sagen, ich bin da wenig aufgestellt.
00:48:58: Also, ich kann jetzt Cocktails irgendwie nicht so viel abgewinnen.
00:49:01: Also, klar, trinkt man gerne mal einen Negroni und ich trinke auch sehr gerne mal einen Martini, aber... an sich.
00:49:07: also ich brauche jetzt nicht den neuesten fancy cocktail.
00:49:10: und beim bier dasselbe thema ich einfach ein gutes gutes leichtes kühles bier ist schon eine wirklich schöne sache.
00:49:17: also das mag ich sehr sehr gerne.
00:49:18: da sind wir wieder portugal super bock.
00:49:20: bei uns ist einer lieblingsbier das kleine.
00:49:22: kennst du das in diesen?
00:49:23: nur kümmer zwei liter flaschen?
00:49:25: Nee, leider nicht.
00:49:26: Oh,
00:49:26: ist das geil.
00:49:26: Das gibt's auch eigentlich.
00:49:27: Das gibt's immer nur so auf dem halblegalen Markt gefühlt, weil da ist kein deutsches Fun-System drauf.
00:49:33: Das gibt nur so zwei, drei.
00:49:34: In Hamburg gibt's so zwei, drei portugiesische Willi-Kartessen-Lehnen.
00:49:38: Das ist das geilste Zeug, Alter.
00:49:40: Da ist so eine Kiste, hat dreißig Fläschchen und die haben immer nur zweieinhalb Milliliter.
00:49:44: Da hab ich im Sommer immer eine Kiste im Kühlschrank vorn.
00:49:48: Das ist das Beste.
00:49:48: Cool.
00:49:49: Wie ist das bei dir?
00:49:50: Kennst du den Begriff Hollywoodo?
00:49:51: Nee,
00:49:52: noch nie gehört, was das denn?
00:49:54: Holzenpilzen aus der Halbliederdose?
00:49:57: Das ist meine Kindheit.
00:49:59: Also ich habe ja in Friesland gelernt.
00:50:00: von dem her weißt du wie ich aufgewachsen bin.
00:50:03: Alles klar.
00:50:04: Nordisch.
00:50:07: Also an sich also ja klar.
00:50:09: Ich meine so haben wir alle mal angefangen.
00:50:11: Schön, ich glaube Holzenedel haben wir früher immer gerne getrunken.
00:50:14: Das während der Ausbildung.
00:50:16: Die große Kunst ist dabei, sich weiterzuentwickeln.
00:50:18: Das war ja bei dir krass und relativ intensiv.
00:50:21: Also du hast ja da diese typische Bogenländsche Phase, du hast die Natural Phase, das ist beim Bordeaux.
00:50:27: Was passt zu deiner Persönlichkeit?
00:50:28: Welches Tier?
00:50:29: Du hast ja zwei Seelen in dir.
00:50:31: Auf der einen Seite bist du feinsinnig, tiefsinnig, ruhig.
00:50:35: Und auf der anderen Seite ist es lebendige, was wir jetzt gerade spüren.
00:50:39: Wo bist du beim Wein?
00:50:40: Bist du da, der, der, der Ruhe?
00:50:42: Oder kann man es gar nicht so sagen?
00:50:43: Ich glaube, das ist ein superstellig zu beantworten.
00:50:44: Was
00:50:44: du nach Osten lebst.
00:50:44: Ich glaube, das ist ein superstellig
00:50:45: zu beantworten.
00:50:46: Ich glaube, das ist ein superstellig zu beantworten.
00:50:47: Was du
00:50:47: nach Osten lebst.
00:50:48: Ich
00:50:48: glaube, das ist ein superstellig zu beantworten.
00:50:49: Ich glaube, das ist ein superstellig zu beantworten.
00:50:50: Ich glaube, das ist ein superstellig zu beantworten.
00:50:51: Was du nach Osten lebst.
00:50:52: Ich glaube, das ist ein superstellig zu beantworten.
00:50:53: Ich glaube, das ist ein superstellig zu beantworten.
00:50:55: Ich glaube, das ist ein superstellig zu beantworten.
00:50:56: Ich glaube, das ist ein superstellig zu beantworten.
00:51:00: Ich glaube, das ist ein superstellig zu beantworten.
00:51:01: Ich glaube, das ist ein superstellig zu beantworten.
00:51:03: Ich glaube, das ist scheiß egal, in was für einer Stimmung ich gerade bin, in was für einer Verfassung ich bin.
00:51:09: Bin ich verliebt, bin ich traurig, bin ich gekündigt worden, bin ich befördert worden.
00:51:13: Habe ich gerade einen Verlust hin müssen.
00:51:15: Es gibt immer ein Wein, so, und einen Medial fallen natürlich immer für schöne Momente, ne?
00:51:19: Aber und dadurch ist es was, ich kann total gerne, wenn ich, wenn ich im Urlaub sitze und ich, wir waren jetzt irgendwie in, in Italien und sitze dann irgendwo in, in Siena, in irgendeiner Kneipe und dann sauf ich total gerne eine Pulle Orange.
00:51:33: Also, dann, also, wir nehmen das Maische vergonnen bei.
00:51:38: Weil das einfach der Bespaß macht.
00:51:40: Da geht der
00:51:40: Spaten im Perimis, die beantworten muss.
00:51:45: Direkt wieder Hasskommentare hier.
00:51:48: Aber weißt du, dann sitzt du irgendwie, jetzt waren wir grad irgendwie in London und sitzt dann da im Einsternrestaurant und dann bestellst du halt den viel zu teuren Burgunder, weil es halt der Hochzeitstag ist und man dann sagt, ach komm dann doch, geschissen.
00:52:02: Und dadurch ist es für mich, Ich bin sehr phasenhaft in meinem Trinken, das stimmt.
00:52:07: Und gerade so diese ganze Naturweinphase, Burgenlandphase, das war so eine Phase, wo man, wo ich ja gesagt, ja laut und intensiv und ich will maximal gefordert werden auch von dem Wein und ich will verstehen, warum.
00:52:24: ist der Verzicht auf XYGut und was macht das denn, wenn du da jeden Tag eine Horde scharfe durch deine Weingehrten peitscht?
00:52:33: Und im nächsten paar Jahre später ist man dann, wo ich sage, boah, ich trinke momentan super gern irgendwie Richtung Pinot Noir Patagonien, weil ich sage total spannend wiederum, was auf der Höhe und die Kälte und so was, ne?
00:52:45: Und dadurch finde ich es sehr schwer, dass du beschreiben würdest, was für ein Weinstil man wäre, aber wenn ich sagen müsste, wäre ich, wäre ich glaube ich... Ich weiß es gar nicht.
00:52:55: Vielleicht ein Kabber in die Frau von der Loa.
00:52:57: So was finde ich auch schön.
00:52:58: Weil es ist ein bisschen beides, weißt du?
00:52:59: Auf der einen Seite ist es irgendwie frech und ein bisschen würziger und ein bisschen wilder.
00:53:04: Aber das kann halt auch extrem fein und elegant sein, ne?
00:53:09: Und ich glaube, das ist so ein bisschen in mir drin.
00:53:11: So zwei Seelen, die eine sagt halt laut und auf die Fresse und Gebieben.
00:53:15: Und die andere ist eigentlich so
00:53:17: ruhig,
00:53:18: gute Platte auflegen, Flasche Wein aufmachen.
00:53:21: Und das macht ja Spaß, dann zu spielen.
00:53:22: Weißt du?
00:53:22: Aus diesen Phasen, was bleibt davon zurück?
00:53:25: Weil du, also, Contreras könntest ja gar nicht sein, auf
00:53:27: der einen Seite hast du dieses
00:53:28: urkommerzielle, super Gebiet.
00:53:31: Genau.
00:53:32: Sehr viele T-Shirts von Klaus Preisinger.
00:53:36: Ähm, ja, das ... Was bleibt zurück?
00:53:39: Ja, aber du, also, worauf ich hinaus möchte, ist auf der einen Seite hast du im Prinzip jetzt gerade im Augenblick dieses urkommerzielle Gebiet, wo es halt wirklich nur um Kommerz geht, sprich Bordeaux.
00:53:48: Ja.
00:53:48: Also es ist ja im Prinzip, es entwickelt sich ja, es hat ja dieses veramerikanisierte System, dass es sich aus dem Kommerz heraus entwickelt und eben nach vorne strebt und eben auch diese verschiedenen Trends irgendwo hat.
00:53:57: Auf der anderen Seite hast du so dieses, wir ziehen uns eine Jutjaka an und rennen um Weinberg.
00:54:03: Ist es so, dass du trotzdem noch ethische Gründe?
00:54:06: Ja,
00:54:06: schon.
00:54:07: Aus dieser alten Jonas-Phase irgendwo hast und sagst, ich schau trotzdem auch bei diesen kommerziellen Weingütern auf Nachhaltigkeit.
00:54:15: Ich schau Fairtrade, die ethischen Gründe.
00:54:18: sind für mich wichtig.
00:54:19: Und ich möchte schauen, dass ich von mir aus keine Heavyweight-Bottles aus, keine Ahnung, von wo auch immer herbeziehe.
00:54:25: Oder ist das jetzt im neuen Jonas?
00:54:27: Alles egal und...
00:54:30: Nein, also ich glaube, neben sehr viel Flaschen öffnen und ein T-Shirts bleibt definitiv so.
00:54:35: Also das zurück, dass du sagst, mir ist es schon wirklich auch wichtig, dass das... Also, dass man generell für sich selber ein moralisch und ethisches Grundgerüst baut, mit dem man durch diese Welt geht.
00:54:49: Und wenn wir alle ein bisschen mehr auf unseren Fußabdruck achten, dann könnte man das Ganze hier vielleicht auch noch ein bisschen länger irgendwie gestalten.
00:54:57: Und klar gehört dazu auch viel irgendwie, ne?
00:55:00: Also, fürs persönliche Side-Recycling oder irgendwie... im Westen vielleicht Bio kaufen oder eben nicht alles mit dem Auto machen und vielleicht nicht Hamburg, Düsseldorf, Pro Wein fliegen, sondern Zug fahren oder oder oder.
00:55:13: und beim Wein ist es schon so.
00:55:14: also ich würde nicht mit Betrieben arbeiten oder ich nehme keine Betriebe in mir die also auf die Karte wo ich halt weiß das ist das entspricht nicht meinen Werten.
00:55:25: so und das da bist du schon bei dem Thema klar.
00:55:27: manchmal machen natürlich Ausnahmen die Regel.
00:55:30: also wenn jetzt irgendwie es gibt natürlich vielleicht gewisse Weingüter wo du sagst Da könnte noch besser sein, da könnte man sich noch mehr Mühe geben.
00:55:38: Aber ich finde, es ist ja auch eine schöne Entwicklung zu sehen, dass irgendwie sehr, sehr, sehr viele Betriebe mehr Richtung Nachhaltigkeit gehen und vielleicht ihre Flaschen ändern und sich vielleicht auch mal ein bisschen mehr Gedanken.
00:55:49: machen, wie könnte man das Ganze ein bisschen nachhaltiger gestalten.
00:55:53: Also ich glaube sowas bleibt schon da und sowas prägt auch, weil es ist natürlich irgendwie, wenn ich jetzt irgendwie sage, du hast gesagt, du gehst durch den Keller, ne?
00:56:00: Es ist natürlich ein Unterschied, ob ich jetzt im Bordeaux irgendwie in Margaux zu einem Grue-Classewein gut gehe und dadurch den perfekt geleckten Keller laufe, der optimal ausgeleuchtet ist mit einem Top Surround Sounds System, wo noch ein bisschen Bach läuft, keine Ahnung.
00:56:17: Oder eben ich bin im Burgenland bei, weiß ich nicht, bei irgendeiner coolen Jungen Winzerinnen und Jungen Winzer und da ist im Keller Chaos so.
00:56:26: Hinter ist halt alles ein bisschen... Bisschen natürlich ja das ist schon irgendwie schön und wenn du daraus deine gesunde Mischung und eine gute Harmonie kriegst dann bin ich eigentlich immer sehr glücklich.
00:56:37: Es gibt ja sogar im Bordeaux Keller ich will jetzt keinen Namen nennen wo du einen Aromensystem drin hast oder Aromkonzept also wo künstliche Aromen eingestreut werden dass du wenn du durch den Keller läufst dann hast du einen.
00:56:48: Das ist krass, oder?
00:56:49: Also so wie im Kaufhaus.
00:56:51: Da werden ja auch teilweise Aromen eingestreuht, damit du so dieses
00:56:54: Kaufverfall bringen.
00:56:57: Genau, und das finde ich so... Das ist falsch.
00:57:00: Da magst
00:57:01: du so was, findest du so was cool, wenn jemand so über die Maße...
00:57:05: Also wir waren mal in Südfrankreich, ich sag jetzt auch nicht bei Fehm, ist ein ganz kleiner Betrieb.
00:57:12: mit achthundert Hektar und die machen einen ein Rosé Wein ein relativ toren Rosé Wein so.
00:57:18: Und dann war da abends eine Show mit zweihundert Zommeliers aus Europa eingeflogen.
00:57:24: Und dann hast du im Keller die Weine in den Fässern, in Pyramiden aus irgendwelchen Meteoriten und am Ende mit Musiksystem.
00:57:32: Du hast gesagt, glaub ich, das seid ihr Blöd.
00:57:34: Das ist das von Circus.
00:57:36: Also das braucht doch kein Schwein.
00:57:38: Also so.
00:57:39: Bisschen posen ist ja okay, aber also, ne, da denke ich mit, also das muss doch auch nicht sein.
00:57:46: Also, weiß ich nicht.
00:57:48: Ne, brauche ich nicht und finde ich auch eigentlich gesagt übertrieben.
00:57:51: Jede Art von Trends grundsätzlich, es geht ja schon in diese Trendkultur.
00:57:54: Magst du Trends?
00:57:55: Beobachtest du die gerne, worüber lachst du dich tot, also jetzt außer Sohnengeschichte?
00:58:00: Gibt es irgendwas, wo du... Ich glaube,
00:58:02: wir kommen ja alle nicht mehr um Trends herum, ne?
00:58:05: Also, seit wir irgendwie mit einem Auge im Handy leben, ist es ja, also, das ist ja, und ich meine, was irgendwie krass zu sehen ist, wie Trends anders geschaffen werden, ne?
00:58:13: Also, weil es gibt natürlich schon, wenn ich mir jetzt mal so angucke, wem man auf Instagram folgt, da sind wahrscheinlich sechzig Prozent, sind die selben Leute wie bei dir.
00:58:22: und wie bei allen von uns, weil wir natürlich alle uns irgendwie gegenseitig so ein bisschen beobachten.
00:58:29: Und dann ist es natürlich, gucken wir alle, wann postet denn jetzt der eine wilde sommelier aus wo auch immer, der postet, oh er hat einen neuen Wein gepostet, oh und der schreibt da drunter, keine ahnung, bogund für schlaue, oh irre okay, das brauche ich auch.
00:58:44: So und dann bestell ich mir das auch und dann mache ich auch ein post und setze das auch in die Welt und dann sieht das jemand, der mir folgt und auf einmal Ist dieser Wein nicht mehr verfügbar?
00:58:51: Oder teuer?
00:58:52: Oder der nächste Jahrgang bedeutet teurer?
00:58:54: Und dadurch setzen wir ja selber Trends.
00:58:57: Teilweise vielleicht auch gar nicht mal so gewollt oder geplant.
00:59:01: Ich finde Trends nicht schlecht, ich finde das gut.
00:59:03: Also es hat ja auch oft seine... Also wenn es seine Daseinsberechtigung hat, finde ich super.
00:59:08: Wenn es... Also es gibt viele Weine und das beobachte ich teilweise so ein bisschen mit... Na ja, muss das jetzt sein?
00:59:13: Das hat irgendwie dann Weine durch die Decke gehypt werden.
00:59:17: Nur weil es jetzt irgendwie gerade cool ist, die zu saufen, das muss natürlich nicht sein.
00:59:23: Aber also Trends, ich finde, das ist ja schön, weil es halt, es bringt ja Dynamik rein, ne?
00:59:28: Also, wenn wir alle irgendwie auf einmal das Gleiche trinken, das ist irgendwie, ja.
00:59:34: Also ich finde es gut, ich mag Trends.
00:59:36: Ich würde jetzt nicht mich unbedingt als ich bin kein Trendsetter, ich setze glaube ich sehr wenig Trends, aber ich beobachte gerne, wie andere Leute Trendsetzen und dann getrendet wird.
01:00:02: Ja, es geht um alkoholfreien Wein.
01:00:04: Und das nicht aus einer Not heraus oder weil gerade zufällig Januar ist, sondern weil es einige Exemplare gibt, die richtig gut sind.
01:00:11: Einer davon ist der Disserteur aus dem Hause Biberunger aus dem Rheingau.
01:00:15: Und dieser alkoholfreie Wein ist keiner, der flieht, sondern einer, der ankommt.
01:00:21: Manchmal, da musste mir recht geben, wirkt der Rheingau wie ein altes Herrenhaus mit strengen Regeln.
01:00:26: Riesling muss mineralisch sein, mit einer Säure wie ein Skalpell.
01:00:30: Und Alkohol?
01:00:31: Der gehört dazu wie der Taunus zum Horizont.
01:00:34: Und dann kommt ein Wein daher, der sagt, ich desertiere, aber
01:00:38: nur
01:00:39: vor dem Alkohol.
01:00:40: Der Deserteur Riesling Zero von Biberunger aus Hallgarten.
01:00:44: Ein Rebellen einer Flasche, der beweist, dass Genuss keine Prummelle braucht, um wirklich groß zu sein.
01:00:51: Also beginnen wir ganz weit oben.
01:00:53: In den Steilen hängen rund um Heilgarten, wo der Rheingau plötzlich bergig wird und der Taunus die Sonne filtert.
01:01:01: Hier stehen alte Reben auf Böden, die kark sind wie ein Spargel.
01:01:04: Kalkhaltiger Lös, Sand, Taunusquazik, Gestein, das nichts verschenkt, sondern alle speichert.
01:01:12: Die Kühlen echt, demnachalischen Spannung, jene knackige Frische, die Rheingau-Rießlinge so unverwechselbar macht.
01:01:19: Heilgarten ist kein lauter Ort.
01:01:21: Kein rote Hang mit Drama.
01:01:23: Kein Blick auf den Rhein.
01:01:25: Stattdessen Höhenlade, Wind, tiefe Wurzeln.
01:01:29: Die Reben müssen richtig tief graben ums Überleben und genau das schenkt dem Wein jene Strafe Mineralität, die selbst erfahrene Zomin staunen lässt.
01:01:38: Wie schmeckt ein Stein, wenn er flüssig wird?
01:01:42: Markus Bonsels und Monika Eichner, die seit dem Jahr zwei Tausend Siebzehn das kleine Gutbebberung geführen, lassen die Trauben Zeit.
01:01:49: Hand ernte, lange, meiste Standzeit, sanfte Pressung mit der alten Korbpresse, Ausbau im großen Holzfass, alles über den Premium Rieslingen.
01:01:58: Und dann der mutige Schritt.
01:02:01: Eine schonende Entalkolisierung bei niedrigen Temperaturen.
01:02:05: Mit der Alkohol aber nicht die Aromen desatieren.
01:02:08: Und zum Schluss die geheime Biborunge dosage.
01:02:11: Ein Schuss ihres besten Rieslings, der den Wein wieder aufweckt, im Sortentypisch macht, ihn zum Maßstab für alkoholfreien Riesling krönt.
01:02:21: Das Ergebnis ist eine außergewöhnliche Errungenschaft, ein Wein, der trocken bleibt, mineralisch rassig.
01:02:27: Klingt unglaubwürdig?
01:02:29: Bist du skeptisch?
01:02:29: Also zumindest hat der Berliner Tagesspiel ihn zum besten alkoholfreien Riesling Deutschlands gewählt.
01:02:36: Und die Sparkling-Variante?
01:02:37: Ja, es gibt davon auch einen Sack.
01:02:40: wurden zum Testsieger einer süddeutschen Zeitung gekürt und die Rosevariante hat vom Fallster vier und neunzig Punkte bekommen und wurden damit zum besten alkoholfreien Wein gewählt.
01:02:50: Und man liest nicht nur einmal einer der besten, die wir je ohne Alkohol getrunken haben.
01:02:55: Das ist eine Revolution, das ist alkoholfrei auf Spitzenniveau und das dort, wo früher nur süßlicher Traubensaft stand.
01:03:03: Einhundert Prozent Riesling, vegan, langes Hefellager, natürliche Aromen und jene, mysteriöse Dosage, die den feinen Unterschied machen.
01:03:13: Markus Bonsels und Munika Eichner, Mitte vierzig, haben nach Jahrzehnten im internationalen Konzern alles hingeschmissen und das für die Leidenschaft war ein Studium in Geisenheim, Bordeaux-Montpellier und dann die Übernahme des kleinen Gutes in Hallgarten, nur vier Komma fünf Hektar, aber alte Reben und eine Vision, Qualität, die Zeit braucht.
01:03:34: Sie nennen ihre Sektor Provocateur, Revolutor, und den Alkohol freien Dissertör.
01:03:40: Als sie wissen, wahre Innovation desertiert nicht vor der Tradition, sondern übersetzt sie neu.
01:03:46: Ja?
01:03:47: Wenn du ihn einmal probierst, dann wirst du merken, der Dissertör ist mehr als ein Trend.
01:03:50: Er ist der Beweis, dass Terroir stärker ist als Alkohol.
01:03:53: Das Heilgeraden auch ohne Promille spricht.
01:03:56: Klar, mineralisch, authentisch.
01:04:00: Er ist die Brücke zwischen, ich muss verzichten und ich will genießen weniger Kalorien voller Arom.
01:04:06: In der Zeit, wo alkoholfrei explodiert ist, bieber unge den Maßstab.
01:04:11: Nicht weniger, sondern anders und gut.
01:04:13: Nicht Kompromiss, sondern Konsequenz.
01:04:17: Und wenn du dir Satur im Glas hast, merkst du, mit einem Mal Alkohol kann du satieren, aber der Genuss bleibt standhaft.
01:04:24: Manche Weine brauchen Prozent, um zu glänzen.
01:04:26: Dieser hier glänzt, weil er weiß, woher er kommt.
01:04:29: Aus Hallgarten, aus dem Rheingau, aus Geduld, aus Rebellion.
01:04:33: Ein Riesling, der dich flieht, sondern ankommt und bleibt.
01:04:38: Prost.
01:04:39: Ohne Reue.
01:04:40: Nur mit Reingau im Glas.
01:04:43: Ein großes Dankeschön an das Hausbiberung für diese unfassbare Innovation.
01:04:47: Und zugleich dem deutschen Vertreter, dem Handelshaus Schlumberger.
01:05:02: Ich finde das eigentlich auch sehr schön, gerade für unsere Branche, die ja wahnsinnig fleckmatisch ist.
01:05:06: Also dadurch, dass es ja alleine vier Jahre dauert, bist du irgendwie Weinberg gepflanzt und dann irgendwie den ersten Wein rausbekommst.
01:05:11: Ist das ja alles unglaublich langsam in der Relation zur restlichen Welt.
01:05:14: Und ich meine so ein Trend wie Orange Wein, weil du vorhin das Wort gesagt hast, das läuft ja jetzt schon zehn, fünfzehn Jahre und es wird immer noch als Neuerung dann irgendwie durchgeboxt.
01:05:24: Und der Rahmen oder alles recht überschaubart, die Rebsorten vielfalt und tralalala.
01:05:30: Von dem her finde ich es ganz gut, wenn irgendwas aufs Tablett kommt oder eben auch so eine Sache wie Rosewein, weil du es auch gerade erwähnt hast, mal wieder gefeiert wird, wo wahnsinnig viel Potential drin ist, finde ich großartig.
01:05:39: Ob man es jetzt so feiern muss wie du, dass irgendwo jetzt gerade dekliniert hast, ist irgendwie so eine andere Sache, aber ja, also ich finde es, ich finde Trend im Großen und Ganzen eigentlich auch gut, aber nicht nur den Blick nach vorne, sondern manchmal auch den Blick zurück.
01:05:55: und ich finde, Dieses zurück und diese etwas nachhaltigeschaffen ist manchmal so ein bisschen schwieriger.
01:06:02: Möchtest du irgendwie mal was nachhaltigeschaffen?
01:06:05: Wolltest du mal ein Buch schreiben zum Beispiel oder irgendwas publizieren in irgendeiner Artform und Weise?
01:06:10: Weil du bist ja schon sehr wortgewandt.
01:06:12: Also du kannst es bestimmt.
01:06:13: also du hast modernes Denken, du hast eine moderne Ausstrahlung.
01:06:15: Du sprichst junge Leute an.
01:06:17: Es wäre doch eigentlich ein absolutes Go für dich, oder?
01:06:19: Wäre
01:06:19: immer lustig, ne?
01:06:20: Nee, fairerweise, da hätte ich jetzt auch nicht drüber nachgedacht, ne?
01:06:25: Wenn man, wenn ich das jetzt nicht gefragt hätte, echt, echt, nee, ich bin, ich bin, ne, ich, ne, schreiben sie ich mich gar nicht drin.
01:06:33: Ich habe als Kind geschrieben, lustigerweise.
01:06:35: Du liest so aber viel, oder?
01:06:36: So weit ich weiß.
01:06:37: So
01:06:37: viel, ja.
01:06:38: Aber also eher, ich lese sehr wenig Fachleitere.
01:06:41: Ich lese
01:06:42: sehr viel Bücher.
01:06:44: Was ja gut und gesund ist.
01:06:45: Also wenn man nicht nur in diesem Wein-Nerd-Thema drin ist.
01:06:47: Ja, ich würde sagen.
01:06:48: Ne, mein Zweitpuppi ist Schriftsteller.
01:06:51: Und sein Vater war Schriftsteller.
01:06:53: Und dadurch komme ich aus einem sehr literarischen Haushalt tatsächlich.
01:06:57: Es gibt auch sehr viele Lustige.
01:06:59: Mein Stiefvater schreibt von bis alles.
01:07:02: Und hat ... hat früher ein Kolumnen über unsere Familie geschrieben, die damals leider auch in einer sehr großen norddeutschen Zeitung in Deutschland abgedruckt wurden.
01:07:12: Wir haben drei Kinder, wir heißen Jonas, Jakob und Julia.
01:07:15: Und in dem Buch hießen wir dann Leo, Lina und Lukas.
01:07:17: Und es war relativ leicht rauszufinden, dass wir das waren.
01:07:21: Insofern gibt es, glaube ich, genug Literatur schon mit mir, sag ich mal.
01:07:26: Ich muss da nicht noch irgendwas in die Welt rauswerfen.
01:07:29: Nee.
01:07:30: Mal würde ich ganz gerne irgendwann mal wieder, aber ich glaube, das wird sich auch nicht verkaufen.
01:07:35: Ich habe früher sehr gerne gemalt.
01:07:36: Ja.
01:07:37: Aber mir ansonsten, ich glaube, ich bin gar nicht so groß kreativ, was so schreiben oder so was angeht.
01:07:45: Das ist, ich rede gerne und das mache ich auch glaube ich ganz gut, aber jetzt so richtig was niederschreiben.
01:07:53: Nee, wie ist das bei dir?
01:07:54: Hast du mal was geschrieben?
01:07:56: Ich habe verschiedene Weinen, also Weinen Bücher.
01:07:58: geschrieben, alles mögliche, Wein-Digustationsblababla, Wein-Potogrufe und Tra-la-la.
01:08:03: Also ich hab da relativ viel, welch das ganz, ganz schön finde, jeden auf seiner Ebene anzusprechen und zu begleiten, Wein-Hörbuch hatte ich, also keine Über-Hörbuch geredet hatte, ich glaub, war das so oder sowas.
01:08:15: Also von dem her dann in vieler Richtung, hab ganz viel in Kolumnen publiziert, Wein-Fernseh-Schot, alles möglich mal irgendwie gemacht, aber soll gar nicht so sehr um mich gehen, aber ich
01:08:25: find das ja ausspannend.
01:08:27: Ja, ich find's schön, Menschen auf jeder Ebene mit Wein zu irgendwie zu berühren oder zu begleiten und irgendwie anzusprechen.
01:08:34: Weil ich find, es gibt eigentlich zu wenig Sachen um Wein.
01:08:39: Also zum Beispiel Weinfilme gibt es kaum.
01:08:41: Wein Fernsehshows gibt es gar nicht.
01:08:43: Auch Weinbücher gibt es viel zu wenig und gerade in letzter Zeit zu wenig.
01:08:47: Also wenn du jetzt im Buchladen gehst, du siehst dort mehr Ginbücher als Weinbücher.
01:08:52: Da gibst du vielleicht grad noch von Bebel oder von Lu oder wie auch immer von Tony, der hätt so die Weinbücher.
01:08:58: Aber sonst gibt es eigentlich gar nichts von
01:09:00: mir.
01:09:01: Aber woran liegt das?
01:09:04: Vielleicht ist das ein bisschen, irgendwie Wein spielt, glaube ich, also ich glaube, wenn man jetzt über alkoholische Getränke im Generellen spricht, dann ist das Bier und Wein.
01:09:15: Das sind so, glaube ich, die beiden, die in der Gesellschaft am meisten verankert sind.
01:09:20: Aber ich glaube, das Gefühl oft, dass sich die meisten eigentlich gar nicht so richtig damit auseinandersetzen wollen.
01:09:27: Also, Produktion, Herstellung, Herkunft, also all das, was wir spannend finden und wo wir die Nadel setzen und sagen, das macht's ja aus.
01:09:37: So, ich glaube für ganz, und du hast es ja schon richtig angesprochen, die ganz große Mehrheit der Leute trinkend in trockenen Weißweinen.
01:09:46: Wo der herkommt, wie der gemacht ist, ist eigentlich Jacke wie Hose, oder?
01:09:50: Das stimmt im Prinzip schon nicht.
01:09:51: Ich glaube, es hat nur noch keiner... So diese absolute mega Idee gehabt, wie man das rüberbringen kann, weil die Geschichte rein bildlicher relativ schnell auserzählt ist.
01:10:00: Sprich, du hast eine Flasche Wein.
01:10:02: Du hast natürlich immer das Problem, dass wenn du eine Flasche Wein dann in die Kamera hältst, hast du automatisch eine Werbung mit dabei.
01:10:07: Also du machst eine Werbung für irgendjemand, der es dann meistens nicht bezahlen möchte.
01:10:11: Du hast dieses Alkohol-Thema, was absolut lächerlich ist, das zu überspitzen, weil die Menschen in ihrer gesamten Menschheit immer Drogen konsumieren.
01:10:20: Da hat man wenigstens eine kulturelle Droge, die man irgendwo konsumiert, um sich da irgendwie aus... im Leben zu nehmen.
01:10:24: Von dem her finde ich das auch gar nicht so verkehrt.
01:10:26: Man muss es nur modern präsentieren.
01:10:28: Und das kann kaum jemand.
01:10:30: Und wenn ihr zum Beispiel so einen der populärsten Fernsehshows nimmst, Chefstable, da habt ihr um die Ecke gedacht und hat angefangen Köche mit Naturfilmern.
01:10:41: Also die, die normalerweise Tiere filmen, zu präsentieren.
01:10:45: Und das war letztlich so.
01:10:45: das große Go, wo man gesagt hat.
01:10:47: Die geil wär das über Wein, oder?
01:10:49: Ja, wär super.
01:10:50: Was willst du da zeigen?
01:10:51: Willst du den... den fünftigtausendsten Keller zeigen, die fünftigtausendsten Rebanlagen oder Gläser oder wie auch immer.
01:10:59: Es gibt halt nichts, was man irgendwie filmisch darstellen kann, was die Leute in der Breite und da geht es ja wieder um die Breite wirklich interessieren.
01:11:06: Es wäre schon eine schöne Sache.
01:11:07: Es ist, glaube ich, auch interessant, weil es halt so viele Geschichten zu erzählen gibt.
01:11:10: Aber wie kann man sowas machen?
01:11:12: Vielleicht, ich weiß es nicht.
01:11:13: Also ich meine, ich finde, es hat sich schon in den letzten Jahren einiges sehr verändert.
01:11:19: Also
01:11:20: die
01:11:21: Bereitschaft und Begeisterung, sich mit dem Thema Wein auseinanderzusetzen, ist finde ich gewachsen.
01:11:28: Also wenn ich mir so meine Gäste angucke und das sind ja am Ende des Tages immer sehr gute, sehr gute Parameter um sowas zu bestimmen.
01:11:36: Es werden viel mehr junge Leute fragen nach.
01:11:41: Lustigerweise da trennt ein Riesenthema, ne?
01:11:43: Also wenn ich jedes Mal ein Euro bekommen würde, wenn mich jemand um die zwanzig nach Orange Wein fragt, wäre ich aber ganz schön gut frühpensioniert inzwischen.
01:11:51: Das ist irre.
01:11:52: Und dann hast du wieder das Thema, oder guckst du so ein bisschen, da guckt man so ein bisschen so.
01:11:56: Okay, also, was ist denn Orange Wein für dich?
01:11:59: Achso, ja, der Orangene.
01:12:02: Sag ich, okay, muss der für dich trüb sein?
01:12:04: Äh, ähm, ja?
01:12:08: So, und dann bist du an Tim und sagst, okay, lass uns doch mal kurz über die Weinbereitung reden, ne?
01:12:12: Also das finde ich ja cool, das ist schon dabei.
01:12:15: Ich glaub, das vielleicht braucht das ja noch ein paar Jahre.
01:12:17: Vielleicht sitzen wir in zehn Jahren wieder beieinander und sehen Wine Table bei Netflix und es ist ein Riesenerfolg.
01:12:26: Ja super, würde ich mich selbst
01:12:27: über freuen.
01:12:28: Also ich meine, es gibt sowieso zwei, drei Weinen.
01:12:31: Also Filme, wo mit Wein gespielt wird.
01:12:34: Und wie klar, wir haben Bottleshock alle gesehen, was natürlich Mörder ist.
01:12:37: Ja, Bottleshock ist schon super.
01:12:39: Kennst du der Wind und der Wein?
01:12:41: Nee, der Wind und der Wein.
01:12:44: Das war mit diesen... Also das ist wirklich super.
01:12:45: Spielt, glaube ich, immer so.
01:12:47: Ich habe mir jetzt auch ewig nicht gesehen.
01:12:50: Und da wird begunden, ganz wunderbar vermittelt.
01:12:52: Den finde ich ganz großartig.
01:12:54: Oder ein irgendwie verdammt gutes Jahr, fand ich.
01:12:56: Ja, das sage
01:12:57: ich.
01:12:57: Sideways.
01:12:58: Wenn man nimmt, ja genau, das seid wie ein Scheiße.
01:13:01: Ist so.
01:13:01: Es
01:13:01: ist für mich so schwarz-weiß und so plackertief und so Hollywood.
01:13:06: Ja.
01:13:07: Da kommt für mich auch kein ... Es wird zwar irgendwie versucht, unbewusst emotional aufzubauen, aber es kommt für mich keine Gefühle rüber.
01:13:13: Ich mag Paul Jermatt extrem gerne, muss ich sagen.
01:13:17: Ich hab's hier gerade mal gegugelt, nee, ich kenne dich nicht, hab ich noch nicht gesehen, spannend.
01:13:21: Kann ich dir sehr empfehlen?
01:13:22: Ja, ein gutes Jahr ist natürlich ... Ich find, oft hast du so ein bisschen das Thema ... Also, dieses Somm-Doku, ich find, das war so das erste Mal, dass ... das halt wirklich ... spannend, dass irgendwie erzählt wurde, ne?
01:13:38: Und ich hab irgendwie so ganz oft irgendwie, wenn so ein bisschen in den Film ... Literatur und Musik das Thema wein angesprochen wird dann ist es oft so du sagst ja ok ist ja gut kettmann ja ok kann man schon so sagen aber eigentlich so ok ja so ein bisschen belächeln und weitermachen stimmt schon das irgendwie.
01:13:58: Hast du diese?
01:13:59: ich habe das noch nicht gesehen weil wir kein apple plus haben.
01:14:03: drops of
01:14:04: god.
01:14:05: Super, will ich immer gucken, aber ich habe auch dummerweise mit jedem Apple-Gerät immer so eine dreimonatige Freischaltung dort bekommen.
01:14:12: Ich fände die Zeit nicht dafür, das zu gucken, aber die Story ist natürlich cool.
01:14:15: Also da hat sich jemand wirklich Gedanken gemacht, dass man halt so sein Erbe von seinem Vier zu reichen, keine Ahnung, was es war, Vater, Opa bekommt, wenn man halt sich mit Wein auskennt und sich da richtig reinirdet.
01:14:28: Der muss super sein.
01:14:29: Also das ist, glaube ich, so eine ganz, ganz, ganz große Empfehlung, die ich aber nur bedingt vom Hörn sagen, auch sprechen kann.
01:14:36: Ja.
01:14:36: Aber muss super sein.
01:14:36: Hast du's geguckt?
01:14:37: Ja.
01:14:38: Nee, eben noch nicht.
01:14:39: Wie gesagt, wir scheitern immer daran, dass wir kein Apple-Plus-Abo haben.
01:14:43: Und wollten's jetzt aber mal irgendwie mal über die Feiertage zwischen der letzten Staffel Stranger Things und so immer vielleicht irgendwo reingquetschen.
01:14:52: Bist du eher Buch- oder Filmtyp jetzt im Augenblick?
01:14:54: Also früher viel gelesen ist klar, aber...
01:14:57: Fühlst du
01:14:57: deine Entspannung lieber im Film und in den Bildern?
01:15:00: Oder ist es dann trotzdem das Buch, wo man sich ganz ganz anders reinkämpft?
01:15:03: Total
01:15:03: wechselhaft.
01:15:03: Ich lese immer in der Sauna.
01:15:05: Das ist so mein Go-to.
01:15:07: Also es ist...
01:15:07: Darf man das?
01:15:09: Also nicht in der Sauna,
01:15:10: sondern in der Erholungspase.
01:15:12: Nein, ich habe mich jetzt gerade in der Dampfsauna mit dem Buch gesehen.
01:15:16: Achso,
01:15:17: nein, nicht in der Sauna.
01:15:18: Entschuldige.
01:15:19: Ich habe ja nie genachte Sauna.
01:15:21: Es gibt gerade keine Sauna Lesung, ich finde das tatsächlich immer ein bisschen bekloppt.
01:15:25: Also wir haben, wir haben so Zeit, einfach mehr aufmerksamsten Leute, also Schwitze, na ja, anderes Thema.
01:15:29: Ähm, ich, es ist bei mir extrem wechselhaft, weil ich hatte es für mich irgendwann mal versucht, ein Tagesrhythmus zu, also ich meine, du kennst das selber, ne?
01:15:37: Und auch die Leute wissen das ja, so klar, wir als irgendwo Gastronomen innen sind lange wach, so.
01:15:43: Und dann machst du Feierabend, vielleicht im Regelbetrieb ist das so um Mitternacht oder Eins.
01:15:48: Und dann bist du ja eigentlich erst an dem Punkt, wo alle anderen um achtzehn, neunzehn Uhr sind.
01:15:54: So, das heißt eigentlich möchtest du jetzt auch dein Feierabend noch genießen.
01:15:57: Das heißt du fährst nach Hause, machst einen Wein auf oder sitzt noch in der Kneipe und mit Freunden und dann bist du irgendwann um drei, vier im Bett, schläfst dann deine neun Stunden oder deine acht Stunden und dann stehst du um zwölf Uhr auf.
01:16:06: So, und irgendwann ist es ja so, dass meine Frau natürlich einen geregelten, also einen neuen zu fünf Arbeitsjob hat.
01:16:13: So, und dann irgendwann, sagst du ja auch, ist ja irgendwie auch kacke, wenn du dann den ganzen Tag schläfst.
01:16:17: So, und dann habe ich irgendwann mal angefangen zu sagen, pass auf, wenn ich morgens aufstehe und direkt zum Sport gehe.
01:16:23: Dann komme ich super in den Tag rein und das versuche ich eigentlich auch jeden Tag zu machen.
01:16:28: Und sei es nur eine halbe Stunde irgendwie ein bisschen rum pümmeln dann.
01:16:31: Aber das ist so dieser Anreiz aufstehen, Arsch hoch raus.
01:16:34: Das heißt wir stehen auf, dann mache ich unseren Kaffee, dann trinken wir Kaffee, gucken die Tage schon, dann gehe ich zum Sport.
01:16:38: Und dann ist es ja so, dass du nach dem Sport ist es ja eigentlich immer noch recht früh und dann lege ich mich extrem gerne.
01:16:44: Wir haben einen wunderschönen bei uns im Fitnessstudio, einen wunderschönen Baubereichkram.
01:16:48: Weg mich da hin und dann lese ich eine halbe Stunde, eine Stunde ein Buch und esse irgendwie einen kleinsten Apfel oder so ein Scheiß.
01:16:54: Das ist für mich totale Erholung, weil da versuche ich es wirklich, das Handy wegzulegen und eben nicht zu gucken, was kommt für E-Mails rein, wer schreibt da, was musst du noch machen.
01:17:05: Und das gibt mir immer eine Superstruktur, weißt du?
01:17:07: So dass man sagt, ne jetzt ist gerade eine halbe Stunde, ist jetzt alles egal, weil ich persönlich bin, ich kann mich schon sehr in einen Überdenken reinbringen, so dass sich tausend Sachen im Kopf und immer parallel und hier und da.
01:17:21: Und dass du dann sagst, ne jetzt gerade nicht, jetzt ist kurz lesen.
01:17:25: Und zu Hause ist dann deutlich mehr der Film.
01:17:28: Und das ist... Ich glaube, da gibt es viele Aspekte, was spannend ist.
01:17:32: Guckt man jetzt irgendwie den epochalen Schlachtenfilm, wo natürlich Bildgewalt ist oder guckt man irgendwie eine schöne Doku-Reihe oder auch einfach nur irgendwo Schall und Rausch, also irgendwas zum Berieseln, natürlich auch immer gut.
01:17:48: Also Musik und Wein kannst du ja relativ gut kombinieren, das macht dir ein neuer... mehr oder weniger eigenem Podcast oder wo du mehr oder weniger Stammsommer je bist bei Vinir und Wein.
01:17:58: Glaubst du, man kann Film und Wein kombinieren oder ist das denn so abgedreht?
01:18:02: Weil ich noch nicht über Nachgedacht habe.
01:18:04: Braucht man das denn?
01:18:06: Weiß
01:18:06: ich.
01:18:07: Also brauche man das zur Musik.
01:18:08: Also ich finde schon, dass man mit Musik Wein beeinflussen kann oder teilweise Weinwahrnehmung beeinflussen kann, sprich wenn ich jetzt irgendeinen Hardcore-Punkkonzert höre und ich mach da irgendwie einen ganz sensiblen Pinot Noir auf, dann tue ich mich schwer damit.
01:18:23: Also Morison nie von bla, bla, bla.
01:18:25: Wenn ich aber auf der anderen Seite jetzt irgendwie
01:18:28: ... von der Mosel meinste.
01:18:30: Ja,
01:18:31: oder irgendein Chirass aus dem Australischen.
01:18:35: Also wirklich dann mit Power und Gegen und ich will vergessen.
01:18:39: Einmal komplett weglassen und dann ...
01:18:41: Was wir bei uns im Podcast machen, ist natürlich ein anderes Thema.
01:18:43: Wir kombinieren ja ... Also, wir trinken Wein und hören Musik.
01:18:48: Ich persönlich finde die Kombination auch teilweise schwer.
01:18:50: Es ist dann, wo du sagst, okay, pass auf.
01:18:52: Jetzt hörst du, weiß ich nicht, das Pink Floyd Album So und So.
01:18:57: Das wurde aufgezeichnet in, weiß ich nicht, die sagen wir, in der Marama, in der Toskana.
01:19:02: Dann suche ich ein Wein aus der Marama, aus der Toskana.
01:19:04: Aber passt es wegen ins Sanjuwese mit Pink Floyd zusammen?
01:19:07: I don't know.
01:19:09: Deswegen, also ich finde die Kombination von Musik und Wein ist super geil.
01:19:12: Ich bin Leidenschaft der Venylsammler und höre extrem viel auf Venyl und abends zu Hause zu sitzen, eine Platte aufzulegen und ein Wein zu trinken ist wundervoll.
01:19:21: love it
01:19:22: oder so und auch mit freunden so wir saßen gestern mit freunden und haben kleines weihnachtszenar gemacht und die ganze weihnachts schalt platten aufgelegt und dann hast du irgendwie von net gold net king kohl und dann hast du aber auch dann weiß ich nicht die die madonna christmas edition oder die share edition und auf einmal liegt michael publik und das ist dies wechselhafte irgendwie neuer wein neu musik ist es alles immer schön im rhythmus film und musik.
01:19:45: ich Ich weiß es nicht, also ich trinke gerne Wein, wenn ich filmen gucke, aber ich glaube nicht, dass ich da jetzt eine große kombinatorische Fähigkeit suchen würde.
01:19:52: Grundsätzlich
01:19:53: hast du Schwierigkeit mit gewissen Wein, dass man die mit irgendwas kombinieren könnte, weil so Wein und Speise, manche Lebens aktiver, manche Lebens weniger aktiv, aber letztlich ist ja eine Grundlage unserer Zunft.
01:20:06: Hast du Weine, die dir jedes Mal irgendwie das Genick brechen?
01:20:09: Ich muss dazu gestehen.
01:20:11: Das ist wahrscheinlich jetzt nicht das, was du auf die Frage hören möchtest.
01:20:15: Aber ich ... Ich arbeite ja schon seit echt schon wieder einigen Jahren nicht in einem Restaurantbetrieb, wo es eine Weinbegleitung gibt.
01:20:26: Stimmt,
01:20:26: aber du hast ja Pizza.
01:20:27: Genau.
01:20:28: Alter, Pizza kannst du alles ... Pizza
01:20:30: muss man ja auch irgendwie begleiten irgendwie.
01:20:32: Echt, ist das so?
01:20:33: Ich
01:20:33: dachte, Pizza wäre extrem schwer.
01:20:37: Also, Pizza und leichte gekühlte Rotweine, Murder-Match, klar.
01:20:42: So, jetzt stellst du dir noch vor, dass da irgendwie noch so ein bisschen Bartomatensoße, weiß ich nicht, vielleicht ein bisschen Duja, Fettbasilikum, noch ein bisschen Mozzarella, ey.
01:20:51: Und dazu reiste dann halt irgendwie, gleich jetzt könnte man sagen, Safe Call, machst du einen schönen Dolcetto aus von, von was weiß ich, Rohanya oder so'n Kram, was einfach ein geiles Match ist.
01:21:01: Aber du kannst natürlich auch super irgendwie ein Bourjolet machen oder... oder was weiß ich, irgendwie was Leichtes aus dem Duru-Tal oder sowas.
01:21:10: Ich finde, das ist ein... Ich glaube, oft ist es ein folgendes Thema.
01:21:13: Ich persönlich habe mich nie wirklich sehr wohl gefühlt in dieser ganz klassischen Weinbegleitung im Menü.
01:21:19: Das war nie meine Stärke.
01:21:22: Klar, hat man
01:21:23: das... Als Gastgeber oder als
01:21:24: Gast?
01:21:25: Als Sommelier.
01:21:27: Ich hab nie wirklich gerne Weinbegleitung geschrieben, tatsächlich.
01:21:31: Ich weiß gar nicht, was irgendwas ... Irgendwas hab ich da nicht in mir drin, dass mir das so leicht zufällt.
01:21:37: Tollen Leuten zusammengearbeitet oder untertollen Leuten gearbeitet, die da ein wahnsinniges Feingefühl und Händchen für hatten, aber irgendwie, ich weiß nicht, vielleicht bin ich ein bisschen zu grobschlechtig für sowas.
01:21:47: Ich persönlich bin auch jemand, ich lege da persönlich, kann man mich jetzt verkreuzigen, auch nicht so viel Wert drauf.
01:21:53: Also wenn ich essen gehe, ich kann dir nicht sagen, wenn ich das letzte Mal eine Weinbegleitung genommen habe.
01:21:59: Ich möchte gut essen, ich möchte gut trinken.
01:22:03: Und für mich in meinem Kopf, in meiner Welt funktioniert das, wenn der Essen gut gemacht ist und der Wein gut gemacht ist.
01:22:11: So, und klar können wir dann darüber reden, ob jetzt vielleicht, weiß ich nicht, ein neun-achtziger Bordeaux die perfekte Begleitung zu einem, weiß ich nicht, Sashimi von der Bachforelle ist, wahrscheinlich nicht.
01:22:23: Aber ich muss ja auch nicht die Bachforelle mit dem Bordeaux runter spülen.
01:22:27: Weißt du, was ich meine?
01:22:28: So, das ist, ich kann ganz, ganz viel Spaß haben.
01:22:32: ähm, mit Wein und Essen und auch begleitend.
01:22:34: Ähm, aber was, ja, also für mich ist, bei uns im Restaurant ist es, ist es easy, ne?
01:22:39: Dann haste, haste halt ein weiß nicht ein schönes Tatar auf Focaccia mit Parmesan.
01:22:45: Ja, dann machste davon schön Weingutkranz, Chardonnay haben wir im offenen Ausschrank.
01:22:48: Funktioniert total geil, leichte Schärfe, Käse, ne?
01:22:51: Umami, äh, ein bisschen im Holz ausgebaut.
01:22:54: So, und dann haste weiß nicht, äh, was hatten wir jetzt irgendwie gerade, äh, Lobster, Mac & Cheese.
01:23:00: Funktioniert überraschend geil mit einer Spiegelse.
01:23:03: Hat richtig Spaß gemacht.
01:23:04: Ja, kann
01:23:04: ich mir vorstellen.
01:23:05: Aber
01:23:05: du hast es denn schon, dass du, wenn du irgendwelche Sachen kombinierst, dass sich das bei dir geschmacklich auflöst.
01:23:11: Du das irgendwie imaginär dir vorstellen kannst, wie großartig das ist mit einmal die Englein singen.
01:23:16: Ja, natürlich.
01:23:17: Ich glaube, das hast du schon in dir drin.
01:23:20: Ich glaube, es gibt so gewisse Gerichte und gewisse Weine, da hat man direkt so eine Assoziation hin, so, wow, das wird zusammen gut sein.
01:23:30: Und darauf freust du dich nicht, da gieh dir keiner ab, da kriegst du keine emotionale Eriktion?
01:23:34: Nicht so richtig, nee.
01:23:36: Also schon, aber sie ist... Das ist nur so ein Hypeharter dann.
01:23:41: Das ist, da denk ich nur so... Also weißt du nicht, meine?
01:23:45: Das ist klar, also... Ich weiß es nicht, vielleicht habe ich das nicht in mir, diese gedachte Emotionalität.
01:23:54: Guck mal, weißt du jetzt zum Beispiel, ich weiß morgen Abend, wir sitzen zu Weihnachten bei meinen Schwiegertätern und es gibt Rouladen.
01:24:01: So, und jetzt gucke ich hier gerade auf meinen Balkon und da steht eine Batterie an geilen Scheiß.
01:24:06: Und jetzt könnte ich mal legen, klar, ich sehe da jetzt gerade irgendwie so aus dem Augenwinkel, den zwanzig neunzehner Cabernet Sauvignon vom Bulliard Vignat.
01:24:14: Aber ich seh da auch ne Flasche Alex Couture und ich seh da noch irgendwas gereiftes aus dem Bordeaux und all das sehe ich.
01:24:20: und ich denke, das könnt alles funktionieren, aber mir geht richtig einer ab, wenn ich das einfach morgen alles aufreiß und trinke.
01:24:25: Da hab ich Bock drauf, weil ich weiß, das wird alles funktionieren und das wird alles miteinander Spaß machen.
01:24:30: Aber die wirkliche emotionale Bereicherung ist für mich, dass ich sage, boah, geil, ich werd morgen mit meiner Frau und meinen Spiegeleltern ein paar wirklich schöne seltene Weinflaschen aufreißen und das wird alles richtig lecker.
01:24:42: Du findest es damit alles so ein bisschen überproportioniert dargestellt, wenn jemand so und darauf musst du achten und das und der Säure und Tra-la-la und dann...
01:24:50: Ja, ich finde es manchmal ein bisschen nervig, ehrlich gesagt.
01:24:53: Ich finde es manchmal anstrengend und also mir persönlich geht es manchmal auf den Sack so.
01:24:57: Aber das ist wie gesagt, das ist meine persönliche Einstellung zu dem Thema, weil wahrscheinlich, weil ich es nie gerne gemacht habe, ich ein bisschen genervt davon bin.
01:25:07: Weißt du, wie ich meine?
01:25:08: So, das ist ja total... Ich mach ja total Sinn, wenn da jemand sagt, pass auf zu diesem Sashimi von der Bachforelle.
01:25:15: Da ist noch ein Gurken-Molke-Soot dabei, irgendeine bekackte Kresse und noch eine Holunderblüte.
01:25:21: Dann macht das ja total viel Sinn, wenn wir uns überlegen, okay, warte mal, Säure wäre vielleicht ganz nett, weil Citrus und so pusht das hoch.
01:25:30: Aber wir haben ja auch Molke, dann... Vielleicht auch so.
01:25:32: eine gewisse Eleganz wäre schön.
01:25:34: Holunda, okay, wir haben jetzt schon so ein bisschen was Duftiges und so ein Kram.
01:25:39: Ich versteh das schon.
01:25:41: Ich glaub, mich interessiert so nicht.
01:25:45: So, weil ich mir denke,
01:25:45: was interessiert dich beim... Also, ich kann das total nachvollziehen, weil man müsste es ja dann auch weiterdenken und müsste über die Temperatur des Feins, bei welcher Temperatur und Tra-la-la und welches Glas.
01:25:55: Und vor allen Dingen auch in welcher Dramaturgie trinke ich das Ganze.
01:25:59: Also müsste ich den Wein im Mund, den müsste ich runter schlucken, dann fünf Sekunden warten, damit ich dann das Phymie dazunehme, damit ich genau die richtige Intensität von diesen vier Ziell, die ich trinken musste, auf der Zunge habe und genau dieses perfekte Match habe.
01:26:11: Also viele, so viele Faktoren.
01:26:13: war eine Rolle und da reden wir noch gar nicht über Szeneputzen, dass genau fünf Stunden vorher stattgefunden haben muss, damit man eben auch keine Reste mehr hat und dass man bis dahin auch nicht viel
01:26:20: ist.
01:26:20: Also von dem her, dass wir
01:26:22: bei
01:26:22: diesen japanischen Urreingedanken, den wir damit leben.
01:26:27: Aber jetzt, wenn du bei deinen Eltern, Steve Eltern etc.
01:26:31: bist und ihr Wein trinkt, ist da irgendwas außer das Gefühl, die Menschen das Gespräch wichtig.
01:26:39: Also, es ist ein Gläser für dich dabei wichtig.
01:26:41: Kühlst du die Weine vor, wenn die jetzt gerade schon auf Balkon stehen?
01:26:44: Ja, unbedingt klar.
01:26:45: Und öffnest du die irgendwie vorher, karafierst du?
01:26:48: Hast du irgendeinen Tool, was sonst keiner kennt, was ihr nur in Hamburg habt, was man unbedingt kennenlernen sollte?
01:26:54: Oder wie spielst du damit?
01:26:55: Also, gar nicht mal so eine Situation im Restaurant, weil der Arbeiter schon eine Pizzabude und da ist das wahrscheinlich schon wichtig, aber nicht ganz so wichtig.
01:27:02: Aber wenn du selber zu Hause ... dich richtig gehen lässt.
01:27:06: Was ist so dein
01:27:07: Dirty Pleasure?
01:27:08: Was ist dein Ding?
01:27:10: Was liebst du?
01:27:12: Dirty Pleasure ist mal gut.
01:27:13: Also am Ende des Tages sind wir immer noch zivilisierte Menschen.
01:27:17: Und selbstverständlich gehört ein gutes Glass dazu.
01:27:20: Und jetzt zum Beispiel mein... Mein go-to Glas.
01:27:23: momentan ist es hier ich stehe da total drauf von Riedl dieses old world Pinot noir Glas.
01:27:29: weißt du das was das?
01:27:31: das steht irgendwie, wir waren jetzt, wir waren im schwarzen Adler dieses Jahr das erste mal und da hatte ich die Gläser das erste mal richtig auf den Schirm.
01:27:37: und ich sag das ist so, das ist so arschkonservativ.
01:27:41: so klassisch und einfach so gut.
01:27:43: Es ist ein so wunderschönes Bogunderglas.
01:27:46: Und klar, ich liebe auch meine ganzen Zeitobogundergläser im Schrank.
01:27:50: Und irgendwie, wenn ich so abends einfach ein Wein trink, dann gehen wir da auf ein Gabrielglas.
01:27:55: Und in Champagner würde ich jetzt vielleicht ein Riedel, Rieslinge-Riedelglas nehmen.
01:28:00: Aber eigentlich, also das ist so ein bisschen, wir haben es dann irgendwann mal angefangen, meinen Schwiegereltern zum Beispiel, gute Gläser, also... Gläser zu schenken, in dem Fall waren sie auch Gabriel oder Gabriel Gläser, glaube ich.
01:28:12: Wo man sagt, ich finde es schon wichtig, dass du aus einem adäquaten Glas trinkst.
01:28:17: Wenn ich jetzt sage, ich sitze in Paris irgendwo auf dem Trottoir.
01:28:21: Und da kommt da irgendjemand und gibt mir halt ein Wein in so einem kleinen Wasserhumpen, dann ist das auch okay, weil dann ist das Kultur in dem Moment.
01:28:28: Aber wenn ich sage, ich sitze bei Sam und möchte gute Weine trinken, dann muss ich auch gutes Glas dazu haben.
01:28:33: Und dann gehört es auch dazu, dass der Wein die richtige Temperatur hat und dass der Wein, wenn gegeben nötig, auch die gewisse Belüftung in der Karaffe hatte.
01:28:43: Das muss schon sein, oder?
01:28:45: Also, wie siehst du das?
01:28:46: Wie macht ihr das zu Hause?
01:28:47: Find ich auch,
01:28:48: oder?
01:28:48: Möchte es total gerne, wobei ich ganz klar sagen muss, dass ich zu Hause weniger in dem Sinne schon Weinkultur habe als in den Läden, wo ich gearbeitet habe, wo ich das richtig versucht habe, so total auszureizen.
01:29:01: Aber grundsätzlich habe ich gewisse Ansprüche an Temperatur, Gläser etc.
01:29:05: Ich habe mir auch witzigerweise für zu Hause kennst du diese ganz einfachen Wassergläser.
01:29:11: Also diese wirklich die und die habe ich mir für zu Hause gekauft um so einen einfachen Bordeaux einfach auf der Terrasse draus zu trinken.
01:29:18: Also um dieses Gefühl genau zu haben, weißt du, wenn du deinen vertrockneten Sommerblumen, Rosen, Grasstrauch dann irgendwie auf der Terrasse draußen hast und dann kommst du mit diesen Das Glas sitzt dann so ganz legär dort, guckst halt so einfach in das Nichts hinaus und genießt es.
01:29:34: Und da wäre so ein richtiges, mundgeblasenes Weinklas, wäre total deplatziert dabei.
01:29:39: Weißt du, was das klingt?
01:29:39: Daher
01:29:40: ist das für mich auch ein ganzer Rat der Weinkultur.
01:29:42: Ja, aber weißt du, was ich darin wunderschön
01:29:43: finde?
01:29:45: Extrem.
01:29:46: Entweder gebe ich einen extrem Scheiß drauf und sag, nee, Alter, ich trinke das jetzt einfach aus, einfach aus so einem, ich sag jetzt mal so ein bumspanales Wasserglas.
01:29:55: und kann genauso viel Spaß haben, wie wenn ich sage, ich gehe voll extrem, es muss richtige Karaffe, richtiges Glas, richtige Temperatur und und und sein.
01:30:04: Das finde ich total gut, dass es irgendwie möglich ist und erlaubt ist in dieser ganzen Weinwelt, zu sagen, beides hat einen Platz und beides hat einen Dasein.
01:30:13: Ich glaube, dafür brauchst du aber ein Standing und eine Meinung.
01:30:16: Also dafür musst du erstmal dich selber auch gefunden haben.
01:30:18: Gut klar.
01:30:19: Hast du ja im Prinzip auch in den beiden Richtungen, die ich dir zuordne, Natural auf der einen Seite, Bordeaux auf der anderen Seite.
01:30:23: Also krasser geht's ja nicht auseinander.
01:30:25: Und so dann lässt sich eben auch in dem beschrieben, was du sagst, dass du sagst, auf der einen Seite jedes Gramm an Aromatik oder süße Säure rausschmecken, auf der anderen Seite einfach nur Köpennackenlidensacken.
01:30:37: So nämlich.
01:30:37: Und... Ich glaube, dazu muss man erst finden, wie kam das bei dir?
01:30:41: Wie bist du zum Wein gekommen?
01:30:43: Gab es da irgendwie mal jemanden, der dich an die Hand genommen hat, die ihre Haare gekämmt hat und gesagt, ab heute so und so?
01:30:50: Oder
01:30:50: du wolltest
01:30:50: sein wie Hendrik Thoma, wenn wir gerade nach Hamburg sind?
01:30:54: Oder gibt es irgendwie einen Moment, wo du sagtest... und das kann nur wein.
01:30:59: und wie bist du zum wein?
01:31:02: ist
01:31:02: leider tierisch unromantisch bei mir gewesen.
01:31:04: alles.
01:31:05: ich finde es immer ganz spannend wenn dann kollegen und kollegen erzählen ja und dann war ich da und hier und da bei mir war es wirklich einfach nur dass ich ein wahnsinnig schlechter schüler war und dementsprechend meine akademische laufbahn einfach sehr früh beendet war.
01:31:17: und ich hatte irgendeinen berufsberater der mir dann mit sechzehn ans bein gelegt wurde und der hat dann mich angeguckt und dann gesagt Ja, gehen sie doch mal in die Hotellerie.
01:31:27: Vielleicht klappt's mit dem Reden.
01:31:29: So.
01:31:31: Ja, okay, blödes Arschlauer, dann mach ich das halt.
01:31:33: Hat mich, glaub ich, initiativ bei irgendwie zehn der schlechtesten Hamburger Hotels beworben.
01:31:38: Natürlich gar keine Ahnung von der Materie hatte.
01:31:40: Und wurde dann genommen im damals mehr Cure Hotel Hamburg Airport.
01:31:44: Die letzte... Kack Spelunkel dieses Landes.
01:31:47: ich glaube das Hotel wurde drei Jahre später geschlossen und hat ich glaube da zwei Jahre davor das den den den Preis für das schlechteste Hotel Deutschlands gefunden.
01:31:58: Der kleine Jonas kam dann mit siebzehn Jahren glaube ich an und ich fand es komplett frustrierend.
01:32:03: es war es war traurig und einsam und du bist den ganzen Tag nur im Hausgeping rumgerannt und.
01:32:09: Ich habe dann, ich habe dann da irgendwie einem zweimal in der Küche ausgeholfen und das fand ich tatsächlich sehr spannend und stark.
01:32:17: Und dann kam es ein bisschen, dass man damals bester Kumpel hatte, damals im Chibul schon seine Ausbildung angefangen und dann haben wir es hingekriegt, dass ich auch einen Ausbildungsplatz im Chibul bekommen hatte.
01:32:28: zum Restaurant Fachmann dann, aber erst zum Folgejahr.
01:32:32: Und
01:32:32: dann wurde ich auch in dem Hotel gekündigt.
01:32:36: Innerhalb der Probezeit noch frisch gerecht, weil man wahrscheinlich auch gemerkt hat, wie wenig Motivation ich für das ganze Thema habe.
01:32:43: Und damals dann wurde sich zu Hause darauf geeinigt, dass wenn ich denn zu Hause bleiben will, dann müsste ich auch Geld verdienen.
01:32:50: Und habe damals angefangen, bei Gaues zu arbeiten.
01:32:52: Und Gaues hat damals in Hamburg seine erste Fiale aufgemacht.
01:32:56: Das muss im Jahr zwei Tausendzehn gewesen sein.
01:32:59: Und ich war damals siebzehn.
01:33:02: Und bin da reingerannt und habe dem vierleiter.
01:33:04: und der dammelige vierleiter war früher gastronom und hatte früher ein sterne lokal.
01:33:09: Und der hat mich dann eingestellt und ich glaube nach drei Monaten habe ich dann die schicht leitung da gemacht.
01:33:14: Und habe dann da glaube ich.
01:33:16: Inspannte sechzig fünf sechzig stunden in der Woche gearbeitet und hatte einen vollzeitjob und habe mit siebzehn ein sehr gutes geheil verdient und.
01:33:23: Irgendwie und kam es immer wieder dazu, dass das Thema Wein oder gute Getränke und Essen ein Thema war zwischen meinem Chef und mir damals.
01:33:33: Und wir waren auch öfters unterwegs.
01:33:34: irgendwie so nichts Spektakuläres, aber irgendwie schon auch cool.
01:33:38: Also ich werde es nie vergessen, wir saßen mal irgendwie auf dem Kiez, auf der großen Freiheit, in irgendeiner richtig alten Kneipe und haben Champagner getrunken.
01:33:47: Ich glaub, das war das erste Mal, als ich einen Champagner getrunken hab.
01:33:49: Das war auch wirklich nichts Besonderes, das war Nikolas Foyard.
01:33:52: Aber für mich, ich weiß, dass wir Sambuca dazu getrunken haben.
01:33:56: Das
01:33:56: war auch geil.
01:33:58: Also, das erste Mal, als ich über den Nachdenke, total ausm Off.
01:34:04: Aber irgendwie so, und dann kam ich ja in die Lehre.
01:34:08: Und ... Das CeBull ist für mich, also Frau CeBull ist so das, was man vielleicht seine Mentore nennen könnte.
01:34:14: Ich habe sehr, sehr viel Respekt vor ihr und halte sie immer noch sehr gut in Ehren und Gedanken, weil die hat mir drei Jahre extrem in den Arsch getreten.
01:34:23: Und das habe ich gebraucht.
01:34:24: Und es gab Wein im CeBull und es war immer eine nette Karte.
01:34:28: Und irgendwie fand ich das immer sehr spannend.
01:34:30: Und das Thema Wein fand ich total interessant.
01:34:33: Aber irgendwie wusste ich nie, wie ich dahin komme.
01:34:36: Und das war damals sehr schön in der Berufsschulausbildung.
01:34:39: Konnte man den WSET damals noch als Wahlpflichtkurs machen.
01:34:43: Und da habe ich dann Level eins und zwei gemacht.
01:34:44: Und das fand ich spannend.
01:34:46: Und dann habe ich angefangen zu trinken und zu probieren und mich da reinzuarbeiten.
01:34:50: Dann bin ich nach der Ausbildung, war ich ein ein kurzes halbes schönes Jahr im Witwenball, was ja in Hamburg nur wirklich auch eine sehr tolle Instanz für gute Weine ist.
01:35:00: Und da habe ich dann noch mehr Wein getrunken.
01:35:02: Und dann wurde es immer mehr und mehr und mehr und mehr und dann war es irgendwann um mich geschehen.
01:35:07: So, und dann... Ich glaube, aber
01:35:09: nie diesen Moment, wo du gesagt hast...
01:35:11: Nee, irgendwie nicht.
01:35:13: Also leider eigentlich, ne?
01:35:14: Also es gibt im Nachhinein,
01:35:16: glaube
01:35:17: ich, ich hätte ihn gerne gehabt, weißt du, wie ich meine?
01:35:19: So, dass man irgendwie mal sagt so, ey Alter, diese Flasche Wein, die hat alles in meinem Leben verändert.
01:35:25: Also ich glaube im Nachhinein gibt es ungefähr siebenundvierzigtausend Flaschen Wein, wo du sagst, oh, werde ich nie vergessen, aber so der Startschuss irgendwie, der war, das kam irgendwie so selber, ich weiß es auch nicht, wie gesagt, ich war damals auch noch deutlich, ja.
01:35:40: Unruhiger und alles Mögliche und irgendwie war alles sehr schnell und es hat sich immer alles sehr schnell entwickelt.
01:35:50: Dadurch war es irgendwie nie so der eine Moment.
01:35:54: Aber ist wie es ist.
01:35:55: Also mein Gott, am Ende des Tages ist man da, wo man ist.
01:35:59: irgendwie, glaube ich, aufgrund von ganz vielen kleinen Zufällen und irgendwo hat da auch viel Kosmos mitzuspielen und Momente und Begegnung.
01:36:09: Denke ich auch, dass es da eben kein, wie zum achtzigsten Mal gesagt, kein richtig und kein falsch gibt, solange jemand seinen eigenen Weg entweder zum oder mit dem Wein findet.
01:36:16: Gab es mal irgendein Laden, der dich beeindruckt hat?
01:36:18: Also ein Weinladen oder irgendein Weinbar oder irgendein Restaurant mit der Weinkarte oder irgendein Weinmensch, wo du selber Gast warst und wo du sagst,
01:36:26: Boah.
01:36:28: Hier würde ich gern wohnen.
01:36:31: Also ich glaube, da gibt es, es gibt so viele, viele tolle Läden.
01:36:34: Für mich gibt es, es ist London zum Beispiel.
01:36:37: War mal ein sehr prägendes Erlebnis im Heid.
01:36:41: Es hatte einen Stern, ist da direkt am Green Park.
01:36:44: Und dazu gehört ja auch das Hedonism.
01:36:46: Und die Hedonism-Weinhandlung ist bestimmt einigen Begriff.
01:36:51: Also das ist Weinhandlung, ne?
01:36:54: Da kannst du, Ichiam, glaube ich, bis eighteenhundert, siebenundvierzig runter kaufen und Großformate und die stärksten Flaschen der Welt.
01:37:01: Und wir waren damals, das müsste jetzt so fünf Jahre her sein, waren wir da zum Essen.
01:37:06: Und dann kriegst du da diese Weinkarte in die Hand gelegt und bist am Ende völlig überfordert.
01:37:12: Und also das werde ich nicht vergessen.
01:37:15: Ich glaube, in Paris gibt es ein Restaurant, das werde ich nie vergessen.
01:37:18: Da komme ich.
01:37:19: Le Climat heißt das.
01:37:20: Es hat auch einen Stern, hat einen fantastischen Lunchangebot.
01:37:24: Ich glaube, drei Tausend Positionen, nur begund auf der Karte.
01:37:28: Wir sind da komplett zugrunde gerichtet, irgendwie nach sechs Stunden.
01:37:33: Mittagessen wieder rausgekochen.
01:37:36: Bienen hat zu leden.
01:37:37: Das Heunisch und Erben in Wien oder das Mast, das sind alles zu leden, wo ich sage, da fühle ich mich so wohl.
01:37:43: Große Weinkarten, ich liebe große Weinkarten.
01:37:45: Ich liebe, wenn du Auswahl hast und in die Tiefe gehen kannst und nicht nur in die Jahrgangstiefe oder in die... feingüter Tiefe, sondern vielleicht auch infinitive Herkünfte und also ein Thema und diese ganzen Variationen.
01:37:59: Ich fand Hendrik Thoma tatsächlich immer als so sehr spannend irgendwie, was der so alles getrieben hat irgendwie, weil es ja wie gesagt ist ja Hamburger und... Ansonsten muss ich gestehen nehmen.
01:38:12: Also es gibt glaube ich auf der ganzen Welt eine sehr schöne, fantastische Kolleginnen und Kollegen, von denen man sehr sehr sehr viel mitnehmen konnte und immer gerne irgendwie sich auch Sachen abguckt und anschaut.
01:38:24: Aber ja am Ende des Tages glaube ich sind so prägend so ein paar kleine, paar kleine Momente in einigen kleinen Leben.
01:38:46: Red Moon Sparkling ist eigentlich nichts anderes als wenn ein Apfel beschließt mit einmal Rotwein zu spielen und dabei nüchtern bleibt.
01:38:53: Ich würde mal ganz von vorne anfangen.
01:38:54: Also manchmal fühlt sich Südtirol an wie ein absolut geheimes Labor der Natur.
01:39:01: Die Dolomiten raten wie Kulissen einem Tolkien-Film.
01:39:04: Darunter Obstgärden, die sich erstrecken, als wollten sie den Himmel küssen.
01:39:09: Und irgendwo dazwischen versteckt sich eine Apfelsorte, die sich sagt, ich bin nicht nur zum Beißen da, ich will leuchten, ich will prickeln, ich will aperitivo sein.
01:39:19: Aber bitte ohne die Reue am nächsten Morgen.
01:39:23: Und daher heraus resultiert der Red Moon Sparkling Alkoholfrei aus Bozen.
01:39:28: Also im Prinzip ein Getränk, das aussieht wie ein Rosésekt auf Abwägen.
01:39:33: Schmeckt aber wie ein Sommerabend in Italien und beweist, dass wahre Magie nicht in der Promille liegt.
01:39:39: Sondern in den Antoxian, oder anders formuliert, Bozen.
01:39:42: und hierotentäpfel ist eine Liebesgeschichte mit Antioxidantien.
01:39:46: Stell dir vor, in den Theland Südtiroz in Venedtien
01:39:50: auf über
01:39:51: Einhundert Hektar ausgewirter Plantagen wachsen sie.
01:39:53: Die Red Moon Äpfel.
01:39:56: Eine Queue aus zwei rotfleischigen Sorten.
01:39:59: Der eine wird RS-I und der andere RM-I genannt.
01:40:04: Also nicht nur von Außenrot, sondern auch das Fruchtfleisch.
01:40:08: Keine Färbung, kein Trick.
01:40:10: Die intensive rote Farbe.
01:40:12: Kompur von den Antoxanen.
01:40:14: Also denselben Pigmenten, die dem Rotwein seinen Gesundheitsaura verleihen.
01:40:19: Wir haben gerade Januar.
01:40:20: Manch einer trinkt weniger Rotwein, der perfekte Ersatz.
01:40:23: Polyphenole, Vitamin C, Ballastoffe, Mineralien, in Höchstkonzentration.
01:40:28: Ein Apfel, der nicht nur knackt, sondern quasi medizinisch wirkt und trotzdem so verführerisch schmeckt, dass man ihn nicht verstecken will.
01:40:36: Dahinter steckt die Fruit Game BH im Bootsen.
01:40:39: Und die hat die geniale Idee gehabt, daraus etwas zu machen, dass die Apparativokultur komplett auf den Kopf stellt.
01:40:46: Eher in dem September und Oktober und wirklich nur die besten Früchte.
01:40:50: Dann schonende Kaltpresse, um die inneren Werte zu erhalten.
01:40:53: Hasteurisierung und ein Hauchkohlensäure.
01:40:56: Gerade mal Null Komma Vier Prozent.
01:40:59: Darum heißt er, Null Null Null Null Null Null Null Null Null Null Null Null Null Null Null Null Null Null Null Null Null Null Null Null Null Null Null Null Null Null Null Null Null Null Null Null Null Null Null Null Null Null Null Null.
01:41:18: Und genau dieses Produkt ist die wahrscheinlich tiefste Errungenschaft in der alkoholfreien Revolution.
01:41:25: Während viele Hersteller Alkohol erst mühsam entfernen müssen und dabei die Getränke sehr, sehr oft die Aromen und oftmals auch die Seele verlieren, entsteht Red Moon von Anfang an ohne Prumille und behält aber dabei seine Komplexität, seine Frösche, seine Eleganz.
01:41:40: Also, wir haben hier einen botanischen Apparativ, der im Premium-Bas als Moctail-Basis gefeiert wird.
01:41:46: Als natürlicher Energy-Drink ohne Coffee in Crash.
01:41:50: Und als gesunde Alternativen zu zuckeren Softdrinks.
01:41:54: Über.
01:41:54: Ein-tausend Fünfhundert Tonnen Äpfel pro Jahr.
01:41:58: Stetiges Wachstum.
01:41:59: Und Südtirol zeigt der Welt, wir können nicht nur weinen, wir können auch die Zukunft des Feiernes ohne Karte.
01:42:06: Ja, in einem Land, wo Apparativo ein Ritual ist.
01:42:09: Sprich, Apropos Spritz, Campari, Prosecco, kommt ein Apfel und flüstert.
01:42:14: Ich kann das auch nur besser, nur gesünder, nur nüchterner.
01:42:17: Red Moon ist definitiv nicht nur ein Trend, es ist eine philosophische Antwort auf die Frage, wie Genüssen einer bewussten Zeit aussehen kann.
01:42:28: Farbe und Geschmack direkt aus der Natur, keine Kompromisse bei der Qualität, aber voller innerer Werte.
01:42:34: Die Körper und Seele gut tun.
01:42:37: Ein Getränk, das feiert, ohne zu betäuben.
01:42:39: Das leuchtet, ohne künstlich zu sein.
01:42:41: Das verbindet alpine Frische und mediterranen Leidenschaften.
01:42:46: Also, wenn du Red Moon Sparkling im Glas hast, spürst du plötzlich wie ein Apfel den Mond erobert.
01:42:53: Rot prägentiv kundlich gut.
01:42:55: Manche brauchen Alkohol, um rot zu sehen.
01:42:57: Dieser hier macht die Welt rot.
01:42:59: aus purer Natur, mit Antioxidantien als Bonus und einem Gerinsen, das bis zum nächsten Morgen anhält.
01:43:06: Ein roter Apfelschaum, der beweist, die besten Partys finden im Kopf statt und manchmal auch in Bootsen.
01:43:12: Salute auf den roten Mond, auf dich, ohne Reue, nur mit magischen, gesunden Leuchten.
01:43:19: Vielen lieben Dank dafür.
01:43:20: Noch ein großes Dankeschön dem deutschen Importeur, dem Handelshaus Segnitz.
01:43:35: Und ein Wunschladen, wo du gerne mal für einen Tag arbeiten würdest, so für eine Woche oder wie auch immer.
01:43:39: Bist
01:43:40: du schon an Tantris verarbeitet?
01:43:43: Im Tantris können man sich mal, glaube ich, mal ganz gut einen Tag austoben.
01:43:49: Würdest du dich da disziplinieren?
01:43:51: Also würdest du da versuchen...
01:43:52: Ich wüsste mir sehr schwer fallen, das
01:43:53: Boy zu sein oder wärst du Jonas?
01:43:56: Ja, also lustigerweise, das haben wir so nicht, wir haben eine kleine Geschichte miteinander, weil ich Sabine Eichbauer mal in München sehr lustig kennengelernt habe und wir sie mal in der Toskana besuchen durften auf ihrem Weingut, deswegen ganz gruselte Toskana, liebe auch.
01:44:13: Ich glaube, in solchen Läden könnte man tatsächlich man selber sein.
01:44:16: und also in solchen Läden, es gibt so Läden, die verstehen, glaube ich, was wichtig ist.
01:44:22: Und das ist halt einfach nicht, dass du da jemanden reinwirfst, dem die Persönlichkeit im Spind lässt und dann was Neues übermalst, sondern dass du halt Leute ihr natürlich beibehalten lässt.
01:44:36: Natürlich sich trotzdem vielleicht ein bisschen anpassen, also ist vielleicht schon natürlich der Anzug obligatorisch.
01:44:43: dann als Dienstkleidung gehört natürlich dazu, aber eine gewisse Persönlichkeit darf man sich glaube ich doch beibehalten.
01:44:49: Sowas finde ich immer schön, wenn du in Läden unterwegs bist.
01:44:53: Wo so was möglich ist, wo du halt siehst, die Leute sind sie selber.
01:44:57: Und ob du jetzt privat vielleicht eher eine Baggie tragen würdest und dann beruflich vielleicht eine lange Hose, das ist ja alles scheißegal und das ist auch nicht wichtig.
01:45:06: Aber dass du merkst, die Leute können ihre eigene Identität leben, Persönlichkeit leben und es wird einem Raum und Platz dafür gelassen.
01:45:13: Das war ja lange genug nicht
01:45:14: so.
01:45:14: Und es ist ja das beste Beispiel letztlich dafür, weil du ja, du hattest Paula Bosch, danach hattest du Justin, dann hattest du Julian Grunwald, also Contrera geht's ja eigentlich in der Art gar nicht und jeder hatte seine eigene Präsenz dort und konnte sich dort richtig ausleben, jetzt auch mit Ilka und Norris, also von dem her super, super, super schönes Beispiel.
01:45:33: Und ja, Sabine Eichbauer mit ihrem eigenen Weingut, ich glaub, das kann sehr gut prägen.
01:45:38: Hattest du selber mal den Wunsch?
01:45:39: Weingut?
01:45:40: Habt ihr das nicht?
01:45:41: Jeder und jeder in der Branche schon mal gehabt.
01:45:46: Also ich hab tatsächlich so die Traumvorstellung.
01:45:50: Best Case-Szenario.
01:45:52: Kauft man in Italien, in der Tuscana, sich einen anwesen.
01:45:57: Also das ist tatsächlich bei uns ein bisschen der Plan, dass man sich irgendwann, wir leben ja in Hamburg und in Hamburg Eigentum kaufen ist... extrem ungeil.
01:46:04: das macht überhaupt gar keinen spaß.
01:46:06: ich kann sagen ist nicht so einfach.
01:46:07: genau.
01:46:08: also da kannst du glaube ich leichter funktionieren ist weingut kaufen.
01:46:13: Zum gleichen
01:46:13: preis
01:46:15: für die zwei zimmern.
01:46:17: Scheiße dass man sagt irgendwie.
01:46:21: Irgendwann so wenn man mal älter ist dass man nach italien geht und dann hast du da dein dein häuschen und gästezimmer und.
01:46:28: Die Freunde kommen vorbei und es wird Peter Fox aufgelegt und wir sind alle Toskana-Fanboys.
01:46:34: Das wär schon geil.
01:46:35: Und irgendwie weißt du, wenn da noch irgendwie so ein Nullkummer, ein Hektar Weingärten stehen, ist so nett.
01:46:40: Und wenn's nur für den Vino Tavola reicht, den du dir dann selber irgendwie machst, fänd ich schon cool.
01:46:46: Also selber Wein für sich selber machen.
01:46:49: Also mit dem Anspruch, das zu verkaufen, glaub ich nicht.
01:46:51: Aber für den Hausgeber fänd ich schon schön, oder?
01:46:54: Also, weiß nicht, hat doch bestimmt jeder und jeder schon mal drüber nachgedacht, oder?
01:46:58: Glaubst du nicht, dass du der stärkste Kritiker deiner selber wärst und du aufgrund dessen deiner aktiven Trinkerfahrung.
01:47:06: Dann dich mehr oder weniger mit dem hässlichen Sein dort zufrieden geben wirst musst und so weiter?
01:47:12: oder könntest
01:47:12: du dich darin fein lassen und sagen.
01:47:15: Weiß ich nicht.
01:47:15: Also da gehst du allgemein mit Kritik um.
01:47:17: Also wenn du jetzt zum Beispiel in der Toskana unterwegs bist und du probierst in irgendeine Brühe, die halt irgendein Ex-Homme dann produziert hat, würdest du dem sagen, dass das scheiße ist, was er da gerade irgendwie auf die Flasche füllt?
01:47:29: Oder wärst du dann höflich und wohl der wohl erzogene Hamburger?
01:47:34: Ich bin sehr gerne höflich, muss ich dazu sagen.
01:47:37: Es kommt immer sehr darauf an.
01:47:38: Also ich kann mit Kritik schon umgehen, wenn sie berechtigt ist.
01:47:43: Ähm, aber ich, also wenn man Kritik, also Kritik auszusprechen, finde ich, mir fällt das oft nicht unbedingt sehr leicht, ne?
01:47:52: Also wenn ich jetzt, ich mein, man merkt es ja spätestens, also es ist ja auch so ein Entwicklungsprozess, ne?
01:47:57: So, wenn ich jetzt irgendwie gucke, ich habe, ich habe ein Team mit irgendwie, sind sechs, sieben fest angestellte, plus noch Teilzeiten aushilfen, da muss man ja, ist man ja am Grund den ganzen Tag am Anmerkungen machen und am... am Schauen, wo funktioniert was, was funktioniert nicht.
01:48:13: Wenn du jetzt da irgendwie einen Kollegen oder eine Kollegin findest und die Brüter echt so eine Pisse zusammen, ich glaube, vielleicht hätte man das Glück, dass diese Person das selber weiß, dass das nicht schmeckt.
01:48:26: Weil, also fairerweise.
01:48:28: Ansonsten wäre ich, glaube ich, sehr Hansi auch schon zu sagen, oh, das ist doch lecker, ne?
01:48:33: Schön.
01:48:35: Schön.
01:48:35: Danke.
01:48:36: Ich bin ein bisschen los, ne?
01:48:38: Also, es ist wirklich fies, ne?
01:48:40: Also, dann jemand zu sagen, hey, du, Alter.
01:48:43: Hast du das mal probiert?
01:48:45: So, das ist ... soll das so viel Flüchtige haben?
01:48:51: Das ist schwierig,
01:48:54: ne?
01:48:54: Gibt es noch was anderes aus der Natur, weil für diese Geschichte ... Also so als Namensfindung.
01:49:00: Wobei ich nicht Naturwein bächen möchte, nur es ist halt so eine traurige Phase gewesen, wo genau so was dann als solches abgefüllt wurde.
01:49:08: Und irgendwie alle sagen, wie geil das ist.
01:49:10: Und nachher merkt man so, na hey, so geil war es ja auch nicht.
01:49:17: Vielleicht waren es auch einfach nur Weinfehler.
01:49:20: Aber ja, ich fände das schon... Man hätte das
01:49:21: Buch lesen müssen,
01:49:23: ja.
01:49:23: Irgendwann mal so ein bisschen selber was abfüllen.
01:49:26: Ist doch, ist doch eine nette Vorstellung.
01:49:29: Und wenn es halt nicht schmeckt, dann macht es halt... Also
01:49:30: gerade, wenn man das auch leben kann.
01:49:32: Ja.
01:49:33: Ist auch eine Möglichkeit.
01:49:34: Ja, wird auch teilweise teuer und erfolgreich verkauft.
01:49:38: Mhm.
01:49:38: Sonst machst
01:49:39: du es einfach nicht.
01:49:40: Ja, dann eben auch diese Geschichten, wenn man da hinfährt und zu den Produzenten fährt und das dort vor Ort erleben kann, wo man auch von lernen kann, gibt es da irgendeine Geschichte, die... die du erzählen's wert findest.
01:49:54: Erlebt haben wir ja viel.
01:49:56: Im täglichen oder wenn wir selber unterwegs waren.
01:50:01: Irgendwas, was dich geprägt hat, wo du gesagt hast, entweder sowas möchte ich nie wieder erleben oder toll, dass ich das erleben durfte.
01:50:08: Ich weiß es gar nicht.
01:50:09: Ich glaub, mit all diesen Weingutbesuchen, die man hinter sich hat, verschwimmt so was.
01:50:14: Vielleicht jetzt überlege ich mal.
01:50:17: Was mir so einfällt, ist ein Weingutsbesuch, der ... Ein sehr prägendes Erlebnis war, weil es, glaube ich, der chaotischte Weinbesuch aller Zeiten war, die ich hier hatte.
01:50:26: Da waren wir in Madrid, Bodega Maranjon ist.
01:50:29: Und das war mitten zu Corona.
01:50:31: Und ich glaube, das war tatsächlich irgendwie so zwei, drei Tage, bevor der letzte Lockdown aufgehoben wurde.
01:50:36: Und wir haben uns irgendwie aus dem Land rausgeschummelt und haben uns... Ich glaube, wann war denn das?
01:50:40: Das müsste so im April oder Mai oder so gewesen sein.
01:50:43: Und es war total geil, weil wir haben irgendwie aus dem Land raus geschafft und waren in Madrid.
01:50:47: Und in Madrid hat es irgendwie gab's... Corona nicht mehr so richtig gefühlt.
01:50:52: Und dann haben wir uns ein Weingut vermitteln lassen.
01:50:57: Es war so cool, weil wir kamen da an und es war, wir mussten da irgendwie hinkommen.
01:51:05: Und dann bist du jetzt ja in Madrid.
01:51:09: Wir sind dann irgendwie mit E-Scootern zum Hauptbahnhof.
01:51:12: Dann haben wir da auf ein Reisebus gewartet.
01:51:15: Dann kam dann irgendwann ein Reisebus, in den sind wir dann noch eingestiegen, dann sind wir eine halbe, dreiviertel Stunde aus Madrid rausgefahren, ins Nirgendwo, dann sind wir irgendwo ausgestiegen, sind dann nochmal eine halbe Stunde gestanden, dann vor einer Lagerhalle.
01:51:29: Und es war das unromantisch entering of a winery, das ich je erlebt habe.
01:51:35: Es war nicht, es war einfach nur eine fünf Meter hohe, aus Metall bestehende Lagerhalle mitten im Nirgendwo.
01:51:41: Und dann kam da irgendwann ein Auto vorgefahren und da stieg eine sehr nette junge Frau aus, die hatte dann einen Zettel aus der Hosentasche geholt und hatte von diesem Zettel dann auf Englisch abgelesen.
01:51:51: Very welcome.
01:51:52: ...to the winery.
01:51:54: Mein Name ist ... Nein.
01:51:55: ... so ein Strich.
01:51:56: Ah, Jessica.
01:51:58: So, the plan for today.
01:51:59: Das war so goldig.
01:52:01: Weil ich glaube, eigentlich wollte man uns da wahrscheinlich gar nicht haben.
01:52:05: Und dann musste dann da wahrscheinlich eine arme Mitarbeiterin, die kein Englisch kann, sich auch die wusste.
01:52:11: Vielleicht war es nur Büro-Mitarbeiterin, ich weiß es nicht.
01:52:14: Wein war jetzt nicht ihr Ding und ließ uns den Zettel vor, dann hat sie uns in das Auto gesetzt und ist mit uns noch mal zwanzig Minuten irgendwo ins Nirgendwo gefahren.
01:52:22: Und das habe ich das erste Mal gesehen, das war total geil, diese Nestweinerziehung, die du ja im Mentri da hast.
01:52:31: Und diese teils über hundert Jahre alten, wurzlechten Rebanlagen.
01:52:35: Und das war irre, das zu sehen.
01:52:38: Und es war total geil, weil wir hatten den Spaß, unseres Lebens da oben rumzuheiern.
01:52:42: Und ich glaube, sie wollte eigentlich wieder nach Hause ins Freie.
01:52:44: Und dann sind wir dann da irgendwie rum und wir eingestiegen, zurück in diese Lagerhalle gefahren.
01:52:50: Und dann haben wir noch die Lager hinterstanden, dann relativ viele Beton-Tanks und Zementanks und so eine ganze Kram.
01:52:55: Und dann haben wir da irgendwie noch drei Flaschen weingekauft.
01:52:57: Und dann sagten wir sie noch, wie kommen wir denn nach Hause?
01:53:00: Und dann sagte sie, das weiß ich auch nicht, aber alles Gute.
01:53:03: Wir sind ins Auto gestiegen und weggefahren.
01:53:06: Wow.
01:53:06: Und wir haben dann irgendwie fast zweieinhalb Stunden wieder zurückgebraucht, weil der Bus fuhr dann nicht mehr.
01:53:11: Dann mussten wir zu einer anderen Bushaltestelle, aber Google Maps ging nicht.
01:53:15: Und es war ein wildes Hin und Her.
01:53:17: Long Story Short.
01:53:19: Nicht jeder Weingutsbesuch ist immer so romantisch, wie man sich das vorstellt.
01:53:23: Teilweise sind das ganz schöne Abenteuer.
01:53:26: Aber
01:53:27: die drei Flaschen Wein habt ihr hier.
01:53:28: Die mussten wir am Flughafen zurücklassen, weil wir haben aus Versehen die falschen Flügel gebucht.
01:53:35: Nein!
01:53:36: Wir haben die Flügel gebucht und wir haben den Hin- und Rückflugparallel gebucht, weil es günstiger war.
01:53:40: Und dann haben wir aus Versehen den Rückflug eine Woche vor dem Hinflug gebucht.
01:53:45: Und wir haben dann am Abend, es gibt in eine Bar Beria Weinbar heißt die in Madrid.
01:53:50: Das war extrem gefährlich.
01:53:52: Der Nachbar-Tisch hat die ganze Zeit Flaschen aufgerissen wie Céloz.
01:53:57: Ich glaube es war Borgonio, Zweiundsechzig, Barolo und solche Faxen.
01:54:02: Damals noch auf der Karte Rulo, Osidüres.
01:54:06: für, ich glaube, achtzig neunzig Euro oder so.
01:54:08: ein Scheiß.
01:54:09: und wir sind da so abgeschmiert, dass wir, glaube ich, dann irgendwie mit zwei Stunden Schlaf noch leer betrunken morgens um fünf aufgestanden sind zum Flughafen sind und konnten nicht einchecken.
01:54:18: Und irgendwann hat sich dann jemand abhanden zu helfen, dann guckte die Frau mich an, mit einem sehr, sehr dümmlichen Idiotenkind Ausdruck und guckte mir an und sagte, so, the flight was seven days ago.
01:54:30: Und dann mussten wir uns dann noch neue Flugtickets am Airport kaufen.
01:54:34: Meine Frau hatte am Tag ein Meeting, das sie nicht verschieben konnte und mussten dann noch durch die Corona-Testzentren.
01:54:40: und haben vergessen, diese Corona-Tests zu machen im Vorfeld.
01:54:43: Das heißt, wir konnten unser Handgepäck nicht aufgeben und mussten diese Weine im Corona-Impfzentrum zurücklassen.
01:54:49: Was eine Scheiße!
01:54:53: Ja, ich glaube, das war so einer der wahrscheinlich längsten bleibenden Falkurs-Besuche.
01:54:59: Krass!
01:55:00: Das war sehr köstlich.
01:55:01: Hast du da irgendwas, wo du sagst, so Never Forget?
01:55:03: Ich hab wirklich nur die artigen Sachen.
01:55:06: Ja, die hab ich ja sonst auch, deswegen fand ich die halt irgendwie ganz gut.
01:55:09: Ansonsten, finde ich, ist es so, weißt du, ich weiß nicht, wie siehst du das?
01:55:13: Also, klar, wir lieben es, glaub ich, auf Weingütern zu sein.
01:55:17: Aber ich muss jetzt nicht noch mal die nächste Kellertour machen, weißt du?
01:55:20: So, weil das ist irgendwie ... Geht mir genauso.
01:55:21: ... kennste ein, kennste alle so.
01:55:24: Ja, jetzt haben wir hier noch das und das.
01:55:26: Ja, komm, halt die Schnauze.
01:55:27: Lass uns oben hinsetzen und ein Schaumein aufmachen.
01:55:30: Das geht mir genauso, wenn ich im Restaurant bin, dann werde ich gefragt, möchtest du die Küche sehen?
01:55:34: Nee,
01:55:34: danke.
01:55:35: Warum soll ich mir eine Küche angucken?
01:55:36: Ich habe schon eine kleine zu Hause.
01:55:38: Dann sagt man, nein, danke wirklich nicht.
01:55:40: Und dann guckt er, dann hast du so ein wirklich gutes Gesicht hier gegenüber und denkst, doch, zeig mal, deine Küche ist mir scheißiger.
01:55:46: Das ist
01:55:47: immer ganz nett.
01:55:47: Das ist dann so der Anstandshalber am Ende des Abends, wenn man merkt, dass man alle Gasten rum sind.
01:55:51: So, er wollte noch eine Küchentour?
01:55:53: Du bist ... nee, du ... Weinkeller-Tour?
01:55:56: Ja, okay.
01:55:58: Ansonsten sind die Weingutsbesuche halt immer ... ist halt sehr artig, ne?
01:56:02: Also, es ist halt irgendwie ... dann kommst du da an, dann sagen wir, hallo, hallo, dann gehen wir ein bisschen darum, gehen wir ein bisschen durch den Keller, dann machen wir noch drei Fassproben.
01:56:09: Und dann sitzen wir irgendwann alle am Tisch und trinken endlich eine Flasche Wein.
01:56:13: So, an sich sind die immer artig.
01:56:15: Deswegen find ich es immer ganz lustig, wenn man ein paar Sachen schief gehen.
01:56:17: Das ist wenigstens immer ein bisschen ... Großartig, ne?
01:56:21: Und wenn du da jetzt so Weine mitnimmst, also wie diese drei Flaschen, die du leider am Flughafen hast, zurücklassen müssen.
01:56:27: Die Reifen, die lassen wir noch reifen.
01:56:28: Bist
01:56:28: du die dann?
01:56:29: Oder?
01:56:30: Ja.
01:56:30: Okay.
01:56:31: Also andersherum, wir sind ... Es ist so ein bisschen das Thema, dass wir extrem gerne trinken.
01:56:39: So, und überleben sehr wenig Weine bei uns nur für längere Zeit.
01:56:44: Es gibt so ein paar Flaschen, wir haben eine Sache, die sammeln wir.
01:56:47: Und das ist von ... Von Anbousson, Alligoté.
01:56:54: Das ist Lieblingswein meiner Frau.
01:56:57: Und den trinken wir wirklich sehr gerne.
01:56:59: Und irgendwann haben wir mal angefangen, dass wir uns jedes Jahr eine kleinere Menge kaufen und die auch wegliegen.
01:57:05: Und so sind wir jetzt inzwischen durch beim vierten Jahr.
01:57:08: Und ansonsten, es gibt so ein paar Sachen irgendwie von Freunden irgendwie so, ne, weiß ich nicht so, die halt irgendwie coole Sachen machen, als irgendwie Jan Raumland jetzt angefangen hat mit seinem Wongamat.
01:57:17: So davon haben wir irgendwie ein paar Flaschen, die liegen, aber ansonsten ist es wirklich sehr wenig, was wir wirklich ganz bewusst kaufen.
01:57:23: zum Lagern tatsächlich.
01:57:25: Ich weiß gar nicht, woran das liegt.
01:57:27: Manchmal ärgert es mich, weil ich mir denke, es wäre eigentlich sehr schön, wenn man in so und so viele Jahren dann eine gewisse Tiefe hat, aber irgendwie klappt es immer nicht.
01:57:38: Ist ja aber
01:57:38: das Schönste, was es gibt, wenn man weiblich aktiv trinkt.
01:57:41: Ja, denke ich mal.
01:57:42: Ich finde zum Beispiel, wenn du dann so was hast wie bei diesen vier Jahrgängen, dann werden Weine manchmal
01:57:49: überbewertet.
01:57:50: Also dann verliert man so die Lust am Weintrinken.
01:57:52: Und gerade diese Lust ist ja das, was zumindest aus dir zu sprechen scheint und was ganz viele nicht haben.
01:57:58: Weil die dann halt so wie ich vielleicht irgendwie das übernördigt dann betrachten müssen und den verfolgen müssen, aber den eigentlichen Spaß dann total dabei verlieren.
01:58:05: Ja, ich glaube, das ist eine Wischung aus Beiben.
01:58:06: Auf der einen Seite irgendwie, was total ist, wenn man erstmal was liegen hat, dann fällt es mir sehr schwer, das wieder aufzumachen.
01:58:14: So, weil man sagt, jetzt habe ich es schon vier Jahre geschafft.
01:58:17: Oder wie auch immer.
01:58:18: Ich glaube, da muss man mal einen guten Anlass finden, dass man mal sagt, man macht mal eine Vertikale und lädt sich mal irgendwie zwei, drei ganz liebe Freunde ein.
01:58:26: Und ansonsten ist es, ich glaube, es ist ja, weißt du, was immer so ein bisschen das Thema ist?
01:58:30: Ich denke mir, du sitzt ja an der Quelle.
01:58:32: Also, es ist ja für mich keine Arbeitsaufwand, äh, wie, wie, wie Backhellerweine.de in mein Laptop reinzutippen.
01:58:39: Und mir eine Flasche Sechsensebziger Tralala zu bestellen.
01:58:42: Also, es ist ja da.
01:58:44: Und oft denke ich mir halt auch, na ja, wenn ich jetzt alles wegliege, was ich irgendwie trinke, dann bin ich ja, bin ich ja pleite für immer.
01:58:50: Also, weil, wo soll das hinführen?
01:58:53: Und dadurch ist bei uns ein bisschen das Thema, es gibt so ein paar Sachen, die werden nicht angefasst, aber eigentlich das meiste ist ... rein raus, dass da eine schöne Fluktuation ist, nicht zu lange liegt.
01:59:05: Also, dass man Weine auch trinkt, weißt du?
01:59:06: Das ist immer so ein bisschen das Thema, was du sagst.
01:59:08: Ich mag das auch schon gerne, einfach eine Flasche Wein zu trinken und dir aufzumachen und mit Freunden zu teilen.
01:59:15: Und irgendwie das Schöne ist, wenn du im Freundeskreis halt Leute hast, die sich damit befassen und auskennen, dann kann man drüber reden.
01:59:21: Und dann macht es ja auch so viel Spaß.
01:59:24: Aber ja, die sagt, es ist halt... Kommt glaub ich immer sehr drauf an, mit wem man so trinkt, ne?
01:59:28: Aber ja, so ein Keller wär schon... Du findest
01:59:30: es denn doof, wenn jemand... ... Wein irgendwie rein aus spekulativen Gründen aufbaut oder ... ... Wein da herausresortieren.
01:59:37: Ich glaube,
01:59:37: du kommst ...
01:59:38: Es ist beruflich immer ganz ab ... ... außen vorgelassen, dass du sagst, okay ... ... selbst für unsere Pizza Bude wäre es ganz gut, ... ... wenn wir ein Ermitage zwanzig Jahre vorher gekauft hätten ... ... und der sich jetzt eben nicht für ... ... zwanzig, sondern für ... ... vierhundert Euro verkaufen lässt.
01:59:50: oder ... ... oder jetzt übertrieben formuliert.
01:59:51: Findest du so was cool ... ... da einen Front draus zu machen ... ... und Wein richtig als ... ... als wirtschaftliches Element zu sehen ... ... oder sagst du, ist ein Part of the Business?
02:00:01: würde ich nicht benutzen in dem Zusammenhang, aber es ist ja nachvollziehbar.
02:00:07: Also wenn man das jetzt mal aus rein logischen Aspekten betrachtet, spekulieren tun wir immer schon.
02:00:15: Mit allem Aktien, Kunst, Rohstoffe und Wein.
02:00:20: Dass das Wein spekuliert wird, müssen wir uns klarmachen, das gehört zu unserer Welt dazu.
02:00:25: Das wird ja auch nicht mehr aufhören.
02:00:27: Insofern würde ich das relativ neutral betrachten.
02:00:31: Was ich scheiße finde, ist, wenn dadurch die Verfügbarkeit Äh auf dem Markt singt so wenn jetzt jemand sagt er kauft sich jedes Jahr zwölf Flaschen, Natur, Laphit, Motor, Tra-la-la.
02:00:44: Ja, who cares Digger?
02:00:46: Die sind groß.
02:00:47: Das interessiert doch kein Schwein.
02:00:49: Aber wenn du jetzt sagst nimmst wein gut keine Ahnung nimmst irgendeinen kleinen Bugunder Betrieb.
02:00:54: und da kaufen dann Leute jedes Jahr sich.
02:00:57: Sich flaschen um die wegzulegen und reifen zu lassen und dann teuer zu verkaufen dann finde ich scheiße.
02:01:02: Weil dann nimmst du anderen Leuten die Möglichkeit das auch zu trinken.
02:01:06: Das finde ich nervig.
02:01:07: Aber ansonsten, mein Gott, weißt du, ob du jetzt mit... Also klar, also aus der wirtschaftlichen Sicht, also wie schlau wären wir gewesen, hätten wir Bitcoin gekauft in der ersten Woche oder hätten wir vor dreißig Jahren Amitage gekauft oder oder oder.
02:01:22: Klar, aber hinterher ist man schlauer und meistens nicht reicher, ne?
02:01:25: Das ist...
02:01:26: Und vor allen Dingen, du siehst dann immer nur diese optimalen Seiten.
02:01:29: Also auch bei Bitcoin siehst du nicht zwischendurch die Einbrüche, wo du vielleicht dann irgendwie voller totaler Panik dann irgendwie das ganze Verkaufs hättest und leider ein Drittel deiner Rente verloren hättest.
02:01:38: Also daher würde ich das auch nicht immer nur so eindimensional betrachten.
02:01:42: Und Wein ist da teilweise schon eine sichere Sache, aber da haben wir jetzt in den letzten drei, vier, fünf, sechs Monaten auch relativ starke Ups and Downs erleben können dürfen müssen.
02:01:53: Und keine Ahnung, ich weiß nicht ob das, aber...
02:01:56: Ich finde, es
02:01:57: hat eine Business und ich finde deinen Ansatz ganz gut dabei, dass halt Weinlust dabei ein bisschen verloren geht.
02:02:02: Ja,
02:02:02: das ist halt immer das Thema.
02:02:03: Also Spekulation, ich bin kein Freund oder ich finde Spekulation teilweise schwierig, weißt du, weil oft tust du damit auch keinen Gefallen, also weiß ich nicht, wenn du irgendwie, ich meine, schaust du ja an der Börse an, wie viele Leute irgendwie ihr ganzes Vermögen.
02:02:18: ihre Renten, ihre Häuser ihr Leben verloren haben, weil da halt irgendwelche Leute spekulieren und eigentlich nur Pokern mit dem Leben von anderen.
02:02:27: Das finde ich scheiße, das müsste nicht sein, das ist jetzt irgendwie keine Errungenschaft unserer Gesellschaft, auf die wir stolz sein könnten.
02:02:32: Viererweise, wenn ich jetzt mit Wein spekuliere, tue ich kein Weh, also außer, dass ich halt Leuten vielleicht ein Erlebnis vorenthalte.
02:02:40: Man denkt ja, man denkt ja auch immer mal wieder drüber nach, oder?
02:02:42: Also, dass man mal sagt, hey, kaufe ich mir jetzt vielleicht mal sechs Flaschen davon und lass die mal weglesen, aber irgendwie... irgendwie fehlt mir die Motivation.
02:02:49: Dafür kaufe ich mir lieber sechs Flaschen, die ich auch trinken will.
02:02:52: Ich
02:02:52: bin eigentlich so auch gar nicht verkehrt.
02:02:54: Also ich selber kaufe ein paar Sachen, weil ich weiß, ich kann sie mir am Alter nicht leisten.
02:02:58: Oder wenn sie gereift sind, nicht leisten.
02:03:00: Von dem her versuche ich dem Weg dann schon zu verfolgen.
02:03:02: Aber auf der anderen Seite, lieber Aktives trinken und den Moment genießen, weil du weißt halt auch nicht, wie lange oder ob du irgendwann mal noch trinken darfst oder was auch immer.
02:03:12: Das sag ich mal auch, ne?
02:03:13: Das bringt dir halt auch nicht.
02:03:14: Das
02:03:14: zärt es wirklich für die Erlebnisse, genau.
02:03:16: Ja, weißt du auch nicht, was passiert denn noch?
02:03:19: Also ich glaube, das ist ja eh so ein Thema.
02:03:20: Das ist ja vielleicht auch gerade seit ein paar Jahren irgendwie in unserer Welt ganz schön wild zugeht und einige Sachen sehr ungewiss sind.
02:03:30: Und dann denke ich mir auch so, ich glaube, ich bin ein Freund davon, heute viel Spaß zu haben.
02:03:36: Wenn
02:03:36: du heute Abend hättest, wo du dir deinen Trinkpartner aussuchen könntest, also egal mit wem ein Glas Wein trinken könntest, wer wäre das?
02:03:44: Egal, ob ihr zu tot oder lebendig?
02:03:46: Gibt es eine Person, die ich total reiz, wo du dich als Jonas hinsetzen könntest und mit dem einfach reden könntest?
02:03:50: und weil es die Grundlage ist, ist nicht das Hauptthema.
02:03:53: Es muss immer doch aus der Weimbranche sein, sondern irgendeine Person in den letzten acht bis zehn tausend Jahren zurück oder in die Zukunft.
02:04:01: Boah, das ist eine super, super schwierige Frage, oder?
02:04:06: Aber eine schöne Frage.
02:04:07: Als wenn ich wüsste, eine nicht für mich, normalerweise in meinem Leben nicht, ... greifbare Personen.
02:04:12: Und wir haben ja den großen Vorteil, dadurch, dass Weynia ... ... oftmals auch ein Fundament für Künstler, für Politiker ist, lernen wir ... ... Personen kennen, die man normalerweise nicht zu greifen bekommen.
02:04:20: In dieser Situation finde ich manchmal ... ... sehr, sehr ergreifend oder fand ich sehr ergreifend.
02:04:25: Und finde es total spannend, wenn ich daran denke, mit dem könnte ich jetzt mal...
02:04:29: Jetzt könnte man überlegen, sagst du irgendjemand, also ich bin sportlich nicht sehr begeistert, insofern fällt Sport weg, aber nimmst du jetzt jemand aus Film-Fernsehen, sagst du irgendwie die großen Hollywoodgrößen, Alter, mit Scorsese oder so sich hinsetzen, aber er bestimmt schon mal cool, aber Musik... Also Musikerin und Musiker oder sowas.
02:04:51: Ich glaub, weiß du was, ich cool finde, ich kam mich jetzt einfach grad so drauf, weiß ich nicht, woher.
02:04:54: Ich würd gern mal mit Monty Python einzeichen.
02:04:57: Also mit der Monty Python.
02:04:58: Ach krass.
02:04:59: Das wär echt geil, weil das ist so, das ist genau mein Niveau an Intellectual humor.
02:05:05: Weißt du, was ich mein?
02:05:06: Monty Python ist halt einfach Monty Python, das ist cool.
02:05:08: Und damit bin ich aufgewachsen.
02:05:09: Klar.
02:05:09: Das ist so das, also weiß ich nicht, wie oft ich mir völlig stone die... die ganzen Filme angeguckt hab irgendwie in meiner Jugend und mich zu Grunde gelacht hab.
02:05:18: Und ich glaub, mit denen einfach mal mal ein paar gute Flaschen aufzureißen, könnte ich mir, ich glaub, das wär ein sehr lustiger Tag.
02:05:26: Ich glaube aber auch, die haben das gleiche Grundproblem wie du, dass man auf der einen Seite dieses amüsante und dieses, ich sag mal, vordergründige sieht, aber dann ganz, ganz eigener Background, ein eigenes Fundament, eine eigene Tiefe drinstecken, von dem her, glaube
02:05:43: ich, könnte man
02:05:44: mit denen auch richtig reden.
02:05:46: Genau, sich austauschen.
02:05:48: Was würdest du für ein Wein aufreißen?
02:05:50: Also wenn du sagst die nächsten fünf Flaschen auf mich und ich kann darf bezahlen, aber Geld spielt keine Rolle.
02:05:58: Ich hätte jetzt gerade kurz überlegt, ob wir den Jungs mal zeigen, englischen Schaumweinen.
02:06:01: Da hätten die damals bestimmt noch nicht mit gerechnet.
02:06:05: Wir haben aber cool, ja.
02:06:06: Finde ich doch eigentlich ganz geil, oder?
02:06:08: Ich glaube, mit den Jungs Schaumweinen fetzen wäre witzig.
02:06:12: Vielleicht mal so, weiß ich nicht.
02:06:14: Alte Salon, alte Krugflaschen aufreißen.
02:06:18: Das wär schon schön.
02:06:19: So weißt du, die Sachen, die man sich selber nämlich nicht leisten kann.
02:06:24: Und wir reden hier nicht von wollen, sondern vielleicht wirklich von können.
02:06:27: So, und das wär doch mal geil, oder?
02:06:31: Ich glaub, das ist so spannend.
02:06:34: Aber bekommt ihr Wein da nicht in zu großen Stellen?
02:06:36: Wir werden dem Augenblick, dass du einfach dann... Oder kannst du das ganz gut
02:06:41: miteinander
02:06:42: vereinen, dass du sagst, ich mach
02:06:43: mal kurz Pause.
02:06:44: Die eine Hürne Hälfte trinkt sehr gut.
02:06:46: Und die andere kommuniziert.
02:06:48: Und im Kopf hast du so ein klatschenes Äffchen.
02:06:50: Nein, ich glaub, das wird man tun.
02:06:52: Aber ich glaub, das sind ja alles
02:06:54: so
02:06:55: hochhypothetische Fragen, wo man denkt, das ist so dieses, was wäre wenn.
02:07:03: Ja, ich glaube, das wäre schon spannend.
02:07:04: Glaub ich, finde ich aber schön.
02:07:05: Hättest du jemanden auf Anhieb, wo du sagst, das wär dein Go-to?
02:07:09: Wenn es wirklich um tiefsinniges Gespräch geht, dann hätte ich, glaube ich, entweder jemanden aus der Politik und würde den Wein als Mindöffner nehmen oder als Gedankenöffner nehmen und die Ruhe dabei finden und gar nicht so den Wein, sondern den Wein als Begleitelement nehmen.
02:07:23: Oder ich würde wirklich mal mit Auguste Escoffier.
02:07:26: Ich weiß gar nicht, ob der getrunken hat.
02:07:28: Aber ich finde es so krass, wie der gedacht haben muss oder wie der wieder ein Bewusstsein auf die kulinarische Welt haben muss.
02:07:35: Und mit dem und dann wäre ich da wahrscheinlich auch im Team der Bordeaux der damaligen Zeit.
02:07:44: weil ich glaube, dass die schon anders waren oder vielleicht irgendwie Riechlinge da mal liegen.
02:07:48: Ich glaube, die Burgunder waren dann noch nicht so ... Die haben ja eigentlich erst ihren ganz großen Hype nach dem Zweiten Weltkrieg irgendwie erfahren, wo man sagt, in der Breite sind die wirklich irgendwie vertretbar.
02:07:57: Und das eigentlich auch erst seit neunziger Jahren.
02:07:59: Nicht wer Bordeaux.
02:08:00: Und ... zusammen mit Auguste Escoffiers, finde ich, bin ich, glaub ich,
02:08:04: total ... Spannend zum Mensch, ja.
02:08:05: ... wenn so ein
02:08:05: bisschen neuzeitlicher sein sollte, glaub ich, mit Klaus Besser.
02:08:08: Ich bin leider so ein Gastrückkind, weil so einer der ersten Gastrückkritiker, die es gab.
02:08:14: Und zu gucken, wie der in den siebziger, achtziger Jahren über Gast, über Wein, über Kulinarik gedacht hat.
02:08:20: Und ich glaube, die Person würde mich wirklich total, total reizen.
02:08:24: Politik ist natürlich schon auch echt ein spannender Call, da gibt es natürlich so einiges.
02:08:27: Ja, ich hätte immer so ein persönliches Unbehagen, glaube ich, dabei, weil ich... gar nicht so sehr in dem Thema sein kann wie diejenigen.
02:08:37: Und daher wäre ich dann wahrscheinlich nicht auf Augenhöhe, was dann so ein bisschen undankbar für das Gespräch ist.
02:08:42: Das hat man ja manchmal, finde ich, auch wenn man jemanden gegenüber sitzt, der fängt an über Wein zu reden und man ist ständig der Erklärbär.
02:08:50: Dann fehlt einem selber, finde ich, so die intellektuelle Lust an da auch dabei, sich wirklich auf das Thema einzulassen.
02:08:55: Das kann nicht irgendwie in Werten gemeint, sondern man erklärt ja gerne, aber es bringt einen selber nicht weiter.
02:09:00: Und so, glaube ich, geht es dem gegenüber dem Politiker in dem Augenblick auch.
02:09:03: dass er das halt wahrscheinlich erklären müsste.
02:09:05: Aber wenn wir hier in, ich träume ja eines, Land sind und man kann sich alles wünschen, würde ich mich da in der Tat auf Augenhöhe sehen und würde versuchen, mit denen in der gleichen Intensität mich richtig zu bäschend auseinanderzusetzen und weinen in der Tat richtig als Hilfsmittel zu nehmen.
02:09:24: Cool.
02:09:24: Das ist gut.
02:09:25: Als Werkzeug zu gebrauchen.
02:09:27: Ja, ich glaube, wenn man da lange drüber nachdenkt, fallen dann noch einige Leute mehr ein.
02:09:30: Ja, ohne Frage.
02:09:31: Manchmal diese spontanen Fragen, obwohl man sie natürlich vorher kennt, aber die einen dann, ich kenne die Fragen.
02:09:38: Die einen
02:09:38: dann so ein bisschen in die Situation bringen, dass ein in der Situation nichts einfängt.
02:09:43: Aber es ist so dieses Träumen und manchmal ergeben sich ja Sachen, man kann die Zukunft denken.
02:09:48: Apropos Zukunft, vielleicht so als letzte Frage, hast du irgendwelche Ziele?
02:09:52: Träume, Wünsche, irgendwas, was man von dir erwarten kann, was du unbedingt machen möchtest oder irgendwas, was du, was du richtig aktiv planst.
02:10:03: Oh,
02:10:04: das ist eine gute Frage.
02:10:05: Es ist momentan sogar auch eigentlich relativ einfach zu beantworten.
02:10:08: Ich bin momentan an einem Punkt, wo ich richtig glücklich bin.
02:10:11: So, das ist beruflich machen, alles viel Spaß und ist super erfolgreich.
02:10:16: Privat ist alles wunderschön und ist erfolgreich und es macht gerade alles Spaß.
02:10:19: Und das ist ein Moment, weil ich Ich war schon immer sehr geprägt von wilden Momenten und Situationen.
02:10:29: Es war auch nicht immer alles ganz leicht und gab hier Probleme und da Probleme.
02:10:32: Und das ist was, was ich unglaublich genieße.
02:10:34: Und das ist ein Gefühl, mit dem ich jetzt aus dem Jahr rausgehe.
02:10:36: Wir saßen in den letzten Stunden und haben gesagt, das war geil.
02:10:40: Mörder Spaß gemacht, beruflich lief's super, also bei uns privat bei beiden.
02:10:45: Wir waren tolle Urlaube, wir waren Reisen, wir haben gegessen, wir haben gesoffen wie die Großen und es war einfach alles cool.
02:10:53: und das ist was, was ich ins nächste Jahr mitnehmen möchte, dass ich nämlich sage, dass ich nämlich sage, dass ich nämlich sage, dass ich nämlich sage, dass ich nämlich sage, dass ich nämlich sage, dass ich nämlich sage, dass ich nämlich sage, dass ich nämlich sage, dass ich nämlich sage, dass ich nämlich sage, dass ich nämlich sage, dass ich nämlich sage, dass ich nämlich sage, dass ich nämlich sage, dass ich nämlich sage, dass ich nämlich sage, dass ich nämlich sage, dass ich nämlich sage, dass ich nämlich sage, dass ich nämlich sage, dass ich nämlich sage, dass ich nämlich sage, dass ich nämlich sage, dass ich nämlich sage, dass ich nämlich sage, dass ich nämlich sage, dass ich nämlich sage, dass ich nämlich sage, dass ich nämlich sage, dass ich nämlich sage, dass Dann wird das nochmal fertig und dann ist es einfach dankbar und glücklich, einfach ein schönes weiteres Jahr zu machen.
02:11:16: Beruflich haben wir noch so ein paar Sachen, die ich mich irgendwie freuen würde, wenn wir noch hier und da vielleicht noch... noch ein bisschen mehr Bekanntheit haben und vielleicht auch in der Weinwelt noch ein bisschen größer werden, vielleicht noch irgendwie ein, zwei Preise gewinnen und also so Kleinigkeiten, aber und dann ist es irgendwann würde ich mich dann ganz gerne mal mit einer eigenen kleinen Kneipe selbstständig machen, aber das können vielleicht auch noch zwei Jahre dauern.
02:11:40: Aber das wäre schön.
02:11:40: und ansonsten glaube ich, ich habe das Ding, es ja viel unterwegs zu sein.
02:11:45: tatsächlich mal wieder ein bisschen mehr irgendwie rumzufahren und hier und da auch mal wieder auf eine Messe zu fahren.
02:11:51: Das wäre schon schön.
02:11:54: Ich bin echt glücklich, dass wir gesund sind und es uns gut geht und die Keller gut gefüllt und die Kühlschränke voll sind.
02:12:01: und ich glaube da ist jetzt gerade so wie es gerade hier irgendwie auf unser kleinen Kugel abgeht, ist glaube ich ein bisschen Demut zum Jahresende glaube ich ganz angebracht.
02:12:16: Ja, genau so.
02:12:18: Das finde ich richtig, das finde ich gut, denn wir arbeiten mit Alkohol.
02:12:22: Wein ist Alkohol und manchmal ist Alkohol einfach auch was Wunderbares, wo man sich drin fallen lassen möchte.
02:12:27: Und ich finde es gut, dass du es ausspricht, lieber Jonas.
02:12:30: Natürlich ist ein verantwortungsvoller Umgang damit unglaublich wichtig, aber manchmal einfach fallen lassen.
02:12:36: Danke fürs Lecker, danke fürs ja mal dreizehn Flaschen pro Stunde trinken.
02:12:41: Danke, dass du so bist wie du bist und dass du einfach, genauso wie der Schnabel gewachsen ist, es heraus sagst.
02:12:48: Das macht Wein leicht.
02:12:48: Das macht Wein locker und nimmt ihm manchmal so ein wenig das angestoppte Image.
02:12:53: Also daher vielen Dank für dieses so tolle und angenehme Gespräch.
02:12:57: Es hat richtig viel Spaß gemacht.
02:12:59: Und ich glaube, das habt ihr gehört, oder?
02:13:01: Und in diesem Atemzug natürlich auch ein Riesen Dankeschön an die Schlumbergergruppe.
02:13:06: Diese besteht aus den Handelshäusern Segnitz.
02:13:09: Konzio Vini, Schlumberger und dazu gehört auch das Pivotkunden-Portal Bremer Weinkollekt.
02:13:14: Dank Ihnen ist es möglich, dieses Format zu leben.
02:13:18: Gäste einzuladen, Gäste zu präsentieren, unsere tolle Wein- und Sommyszene damit zu bereichern und die besonderen Menschen daraus dem Weingenieß an den Gästen vorzustellen.
02:13:29: Vielen lieben Dank dafür.
02:13:32: Und so haben wir auch in der nächsten Woche, denn es heißt wieder nach dem Podcasts Vordem-Podcast, nach dem Freitag ist Vordem-Freitag eine neuen Gast.
02:13:39: Wir reisen an den Bodensee und nachdem er lange in der Schweiz war, ist er nun wieder in Deutschland.
02:13:44: Ich freue mich auf Tobias
02:13:46: Hess.
02:14:00: Guten Tag, liebe Podcast-Hörer.
02:14:03: Mein Name ist Katharina Iglesias, ich bin Metres-Hommelier und Clubmanagerin in der Weinbank Hamburg und ich darf euch heute Jonas Hauke vorstellen.
02:14:12: Er ist ein Mensch in der Weinwelt, mit dem man nicht nur Flaschen teilt, sondern auch Haltung, Neugier und Leidenschaft.
02:14:18: Jonas Hauke ist genauso jemand.
02:14:20: Ein Freund, ein Kollege, ein Gastgeber und ein Zommelier, der weinig als Etikett oder startes Symbol versteht, sondern als Ausdruck von Herkunft, Handwerk und Persönlichkeit.
02:14:31: Mit der Eröffnung des Kiosk hat er nicht nur seinen eigenen Ort geschaffen, sondern eine Weinbade sich in kürzester Zeit zu einem der bliebtesten Treffpunkte in Hamburg entwickelt hat.
02:14:40: Ein Platz, an dem Haltung, Geschmack und Atmosphäre auf bemerkenswerte Weise zusammenfindet.
02:14:46: dass Jonas im Wohling Pin Ranking, in dem es mehr als eine Auszeichnung gibt.
02:14:53: Es ist der Moment, in dem sich ein lang gehickter Traum von ihm erfüllt hat.
02:14:57: Vor allem aber ist Jonas ein herzlicher, humorvoller Gastgeber, der immer einen passenden Spruch auf Lage hat und genau damit diese besondere Mischung aus Professionalität und Leichtigkeit schafft, die Gäste nicht nur willkommen heißt, sondern bleiben lässt.
02:15:11: Was Jonas auszeichnet, ist seine Fähigkeit, tiefe und präzision mit Bodenständigkeit zu verbinden.
02:15:17: Er spricht über Wein mit Respekt vor dem Winzer, mit sensorischer Klarheit und immer mit dem Blick auf das Wesentliche im Glas.
02:15:24: Umso schöner ist es heute, nicht nur einen Kollegen, sondern einen Weggefährten vorzustellen, mit dem Gespräch über Wein fast immer länger dauern als geplant.