Die interessantesten Weinkellner unserer Zeit
00:00:12: Hallo Sybio,
00:00:14: hier ist Henning Hansen.
00:00:16: Ich habe, was soll ich sagen, Melanie habe ich kennengelernt vor zehn Jahren, wobei kennengelernt muss man hier vielleicht ein bisschen in Anfangsstrichen setzen.
00:00:26: Da haben wir schon im gleichen Unternehmen gearbeitet, also bei Familie Keller, aber ich habe im zarten Alter von dreißig Jahren zu der Zeit
00:00:33: noch kocht
00:00:33: gelernt und die Bewegungspunkte waren vielleicht
00:00:36: eher sporadisch.
00:00:38: Die letzten drei Jahre allerdings, bis Anfang diesen Jahres, haben wir aber ganz eng miteinander gearbeitet.
00:00:44: Ich als Restaurantleiter im Schwarzen Adler, und das mit Melanie an meiner Seite, als die Chefsommiliere.
00:00:52: Und kann nur sagen, neben all dem, was ich mir dankenswerter Weise über Wein beigebracht habe, habe ich von ihr insbesondere gelernt, was Gastgeber sein in Perfektion
00:01:05: bedeutet.
00:01:06: Perfektion, das Wort würde sie mir jetzt um die Ohren hauen.
00:01:09: weil sie immer gesagt hat, perfekt gibt es nicht.
00:01:12: Aber ich finde ihren Einsatz und ihre Präzision und ihr ganzes Wesen geben als
00:01:24: Gastgeber,
00:01:25: das hat mich immer total beeindruckt und ist mit Sicherheit etwas, was ich für mein Leben lang mitnehmen werde.
00:01:30: Und ich finde das einfach total schön, wie sie das macht.
00:01:35: Ein besonderer Mensch und eine seltene Gabe und eine seltene Hingabe, die man da erfahren du oft.
00:01:42: Darüber hinaus hat sich eine tolle Freundschaft entwickelt,
00:01:45: die ich unfassbar schätze
00:01:47: und die eben einfach auch jetzt weiter besteht,
00:01:49: wo wir
00:01:50: nicht mehr zusammenarbeiten.
00:01:51: Und darum bin ich sehr, sehr dankbar.
00:01:54: Und dem kann man eigentlich gar nicht so viel hinzufügen, außer allen eine schöne Vorweihnachtszeit zu wünschen und eine gesunde Vorweihnachtszeit.
00:02:03: und beim Thema Gesund.
00:02:05: Ein kleiner Tipp von Melanie Wagner, wenn es mal im Hals
00:02:08: kratzt.
00:02:09: Eine kleine Espresso-Tasse heißer Bordeaux
00:02:11: hilft,
00:02:12: weil die Tannine, die sind gut für den Hals.
00:02:37: Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von Sommelier, die interessantesten Weinkeller unserer Zeit.
00:02:44: Diese Ausgabe zeigt ganz klar, dass wir hier keinen Ranking haben, dass wir am Anfang so die besten Sommeliers oder die Erste war der beste und danach kommen dann irgendwann die, die wir noch finden.
00:02:54: Sondern mit dem heutigen Gast haben wir eine der absoluten Kultfrauen in der deutschen Weinzene.
00:03:00: Und wenn ich eines nicht verstehe, dann, warum es so lange gedauert hat, bis die Sommerjähre des Jahres wurde.
00:03:06: Das kann nicht sein, dass man nicht vorher auf sie aufmerksam wurde.
00:03:10: Also nicht nur, dass sie eine der absolut kultigsten Weinkarten in Deutschland oder vielleicht sogar in Europa hat.
00:03:15: Im Schwarzen Adler in Oberbergen, also einem der außergewöhnlichsten Häuser tätig ist.
00:03:20: Er fuhr sie natürlich die zweifache Auszeichnung zur Sommerjahre des Jahres vom Gómió und vom Falzdaft.
00:03:25: Er hielt die Auszeichnung durch die Witzigmann-Akademie im München für ihre Tätigkeit als Chefs-Homerjahre im Schwarzen Adler.
00:03:33: Und weit darüber hinaus, und das finde ich eben so spektakulär, genießt sie wie kaum eine andere eine unfassbare Anerkennung von Winzern, von Gästen und natürlich auch von Kollegen.
00:03:43: Ich freue mich, wie ein kleines Kind des Melanie-Wagner unsere Gästin ist.
00:03:46: Und bevor wir ins Gespräch einsteigen möchten, ich mich ganz herzlich bei Gerald Steinerbrunnen nicht nur dafür bedanken, dass sie eine so großartige Institution wie die Wine Places ins Leben gerufen haben, sondern dass ihr Wasser so außergewöhnlich ist, dass sie diesen Podcast unterstützen und einfach die Weinkultur so leidenschaftlich und so intensiv unterstützen und begleiten.
00:04:07: Und natürlich auch ein ganz großes Dankeschön an unseren Partner, an die Schlumbergergruppe mit den Hannitz-Häusern Schlumberger, Segnetz, Conzio Vini und dem Privatkundenportal Bremer Weinkollekt.
00:04:18: Dank Ihnen ist sie heute da.
00:04:21: Herzlich willkommen, liebe Melanie Wagner!
00:04:27: Wusstest du, dass du eine Doppelgängerin hast?
00:04:31: In Amerika?
00:04:32: Ja, genau, in Chicago.
00:04:35: Ist das nicht verrückt?
00:04:36: Ja, das guckst du, Melanie Wagner, sommelier.
00:04:40: In der Tat, ja.
00:04:41: Aber verlangener Zeit schon.
00:04:44: Ja, die hat ja hoch ausgebracht.
00:04:46: Ich hatte das gar nicht präsent, aber natürlich bereite ich mich immer vor, was der ein oder andere gemacht hat.
00:04:51: Man dachte, Melania hat ein Buch geschrieben, das ist im Jahr zwei, drei, fünfzehn, das ist überhaupt nirgends irgendwo auf.
00:04:57: Warum nur in Englisch?
00:04:58: Ja, genau.
00:05:00: Und das hat echt ewig gedauert, bis ich das überhaupt gecheckt habe, weil dann war auch irgendwie dein Lebenslauf war damit so einmal total indifferent, weil du ja direkt nach einem Abitur, einer Ausbildung als Winzerin gemacht hast.
00:05:11: ... damit einmal was zu Kindergärtnerin und Neu-Porschullehrer.
00:05:17: Was ist das?
00:05:18: Also ich kann multitasking, aber so viel dann doch nicht.
00:05:22: Wir haben Missheitmaschine.
00:05:25: Aber du hast direkt eine Winzerlehre bei Berchas gemacht.
00:05:28: Wie kam es dazu?
00:05:29: Wie kommst du dazu weinen?
00:05:30: Ja,
00:05:31: weißt du, wenn du Abitur machst und überlegst, was machst du denn und so?
00:05:35: Ich kam damals gebürtig aus einer reinen Bierregion, schuldige.
00:05:39: Und ... Wollte was aus Oberfranken richtig und wollte was mit Wein machen, wollte eigentlich nach Geißenheim gehen, hatte aber unter uns gesagt, überhaupt keine Ahnung, was da auf mich zukommt und bin glücklicherweise eigentlich durch private Aufenthalte, durch unsere Urlaub, ein bisschen am Kaiserstuhl hier hängen geblieben.
00:05:59: auch und damals bei... haben wir bei Berchers geklingelt und gefragt, ob ich da mal ein Praktikum machen könnte.
00:06:05: und der Reine Bercher hat mich überzeugt und gesagt, Mensch, wissen Sie, machen Sie doch, Sie haben zwei Jahre mit Abi als Ausbildung.
00:06:12: Wäre das nicht was?
00:06:12: Und ja, ein paar Minuten später war die Sache besiegelt und er hat gesagt, okay, dann mache ich erst mal eine Ausbildung nach dem Abi.
00:06:20: Lag mir auch, weil ich einfach auch Handwerk gerne hab, Natur gerne hab.
00:06:26: Und das war eine super Entscheidung.
00:06:28: Also ich möchte die Zeit nicht missen.
00:06:29: Das ist für mich sehr, sehr wichtig gewesen als Basis auch.
00:06:33: Auch in der Kommunikation später mit den Produzenten gehst du ganz anders ran oder wirst du auch ganz anders wahrgenommen.
00:06:38: Wenn du sagst, du hast das mal gemacht, auch wenn ich heute fernabte von wäre, selber einen guten Wein wahrscheinlich zu standard zu kriegen.
00:06:45: Und wie ist die Kommunikation dann anders?
00:06:47: Ist die dann kritischer oder ist die respektvoller?
00:06:50: Nein, offener finde ich eigentlich.
00:06:54: Klar, sprich man über technische Sachen über.
00:06:57: Aber es ist leer lockerer, es ist nicht weniger kommerziell vielleicht, wie ich es beschreiben.
00:07:05: Aber wie gesagt, es war eine tolle Zeit, muss ich sagen, echt.
00:07:10: Zwei tolle Jahre gehabt und ich habe mich einfach sowohl in der Region gefühlt, als ich gesagt habe, Mensch.
00:07:17: Ich bleibe einfach gerne noch ein bisschen in der Region, mache mal was anderes und ich kam ja gebürtig über meine Eltern aus der Gastronomie.
00:07:26: Und auch wenn meine Eltern immer gesagt haben, gehen wir in die Gastronomie, es hat dann genau diese zwei Jahre überstanden.
00:07:32: Und dann habe ich das gemacht und gesagt, okay, im Thema Wein möchte ich bleiben und bin dann natürlich auch bei Franz Keller gestrandet in Oberbergen.
00:07:40: eigentlich super.
00:07:44: tolle Kombination, die man natürlich hatte mit dem eigenen Weingut im Hintergrund, mit dem Händler da sein und eben auch mit einem riesigen Schlagaffenland, Weinkeller, wo man sehr, sehr viel einfach lernen konnte und immer noch kann.
00:08:01: Das war gut.
00:08:02: Ich war immer ein Typ, der nicht jetzt viel Hopping betrieben hat, wo du sagst, du musst jetzt möglichst viele Positionen in deinem Lebenslauf stehen haben, sondern mir war es irgendwie nicht wichtig, dass du dich wohlfühlst, da wo du bist und auch ankommst und auch mit den Jahren, die dann ins Land gehen, einfach auch eine Art Beständigkeit hast, für Geld, für Gäste, für dich selber und
00:08:23: ja.
00:08:24: Ja, du bist ja in Institutionen geworden.
00:08:25: Also du bist ja ein Imbegriff, das Sinnbild letztlich eigentlich.
00:08:29: Die Nussauere meinst
00:08:30: du?
00:08:30: Nein, überhaupt gar nicht.
00:08:32: Nein, nein, nein, nein.
00:08:33: Zwanzigjähriges hast du, oder?
00:08:34: Schon gehabt, ja.
00:08:36: Also ich
00:08:36: bin zu drei das erste Mal gekommen.
00:08:38: Ich war ein ganz kurzes Monat weg, da habe ich mal geschwänzt und dachte, ich müsste was anderes machen.
00:08:43: Aber im Alles ist oft so, dass man dann wieder zurückkommt.
00:08:46: Und das wurde mir schon prophezeit und es ist dann auch so gekommen, nach relativ kurzer Zeit, habe ich gedacht, nein, das ... Das war noch besser als das, was ich dann gedacht hatte, was ich unbedingt noch machen müsste.
00:09:00: Und wie gesagt, wenn man mal sich irgendwo wohlfühlt oder mit der Materie auch einfach.
00:09:07: es mag, da umzugehen, die Kollegen stimmen und die Chefs auch stimmen, dann ist das natürlich sehr viel wert und gibt einen auch viel Rückhalt.
00:09:19: Ist
00:09:19: aber witzig, dass... Eltern, die eine Gastronomie haben, den Kindern raten, möglichst nicht in die Gastronomie zu geben.
00:09:27: Mir ging es genauso.
00:09:28: Ich habe es meinem Sohn auch nicht unbedingt nahegelegt.
00:09:30: Jetzt ist er koch.
00:09:32: Also, es funktioniert nicht immer mit den Tipps genau.
00:09:35: Hat er so einen typischen fränkischen Gasthof?
00:09:38: Genau,
00:09:38: Gasthof, Hotel und Restaurant.
00:09:40: Also, ich sage mal, im bürglichen Bereich.
00:09:43: Und mein Vater war immer sehr emotioniert und hat auch... gerne über den Tellerrand hinausgeschaut, was Kulinarik angeht.
00:09:49: Also wir waren vielessen.
00:09:52: Und letztendlich waren es auch meine Eltern, die mich an das Thema Wein dann mit rangeführt haben, aber sehr spielerisch, also sehr im Familienkreis.
00:10:01: Und ja, wir haben das dann für mich entdeckt auch und weitergeführt.
00:10:06: Und das war eigentlich ausschlaggebend als Basis, dass du sagst, du bist mit dem Virus so ein bisschen infiziert und du findest das toll.
00:10:13: wird dir natürlich so ein bisschen in die Wiege gelebt, dass du Gastgeber bist und immer da bist für die Gäste, aber hast natürlich deine positiven, wie auch weniger positiven Seiten, wo du sagst, es ist sehr, sehr viel Energie, wie du da investierst, sehr viel Zeit, sehr viel wenig Privatsphäre manchmal, wenn du in dem Betrieb bleibst und immer da bist.
00:10:33: Also da kannst du ja auch nicht mit der Steche arbeiten, sondern bist da und hast natürlich auch... Ja, manche Sorgen, manche Probleme, die im Selbstständigen da sein.
00:10:44: Damals genau die gleichen sind wie heute.
00:10:47: Kannst du dich noch an deinen ersten Weinmoment erinnern?
00:10:50: Also wo du sagst, wow, und das ist Wein oder das kann Wein mehr als Bier zum Beispiel?
00:10:55: Also Bier kann ja bei mir direkt nach dem Muttermilch.
00:10:57: Das war
00:10:57: das sehr früh, der Zappern.
00:11:01: Aber kann ich hier so nicht ... also trinkend oder ...
00:11:06: Wo du es selber probiert hast, für dich selber diese Offenbarung?
00:11:09: Wie gesagt, ich durfte relativ frühzeitig, das sage man jetzt wahrscheinlich im Jungschutz irgendwie, nicht so offiziell ... Ist verjährt.
00:11:15: Ist verjährt.
00:11:17: Genau.
00:11:18: Ja, weil auch Freunde von meinen Eltern mit dabei waren, wo mein Vater immer so verschiedene Themen, Bereiche ... auch eingekauft hatte, Italien war mal ganz stark, dann mal die Spanier, das war so in den neunzigern eigentlich schon so, dass ich dann immer gerne die Vorbereitung gemacht habe, dass dir kein Tier in das Öffnen der Weine und immer mal ein Stück auch probieren durfte.
00:11:39: und da waren tolle Kandidaten dabei, die damals noch für sehr gutes Geld erschwindig waren und da haben wir uns wirklich ein bisschen ja durchprobiert und das empfand ich jetzt extrem spannend auch der Information dazu zu haben oder wie gesagt aber in lockerer Runde wirklich mit Freunden und nicht nur das Thema Wein sondern einfach als Kulturgut auch verbindend für viele Themen.
00:12:08: Und wie bist du dann letztlich als Winzerin dann zur Meere geworden?
00:12:17: Das Gastrogen war ja schon da, ich habe es versucht kurzzeitig zu unterdrücken.
00:12:22: Das Thema Wein fand ich extrem spannend.
00:12:25: Also wie gesagt, es ist etwas, was mich so ein bisschen von der gastronomischen Kultur her auch geprägt hat.
00:12:33: Ich bin natürlich hier im Vorteil, im Dreiländereck, also dass du sagst, die nie zu Frankreich, die nie zu
00:12:39: der Schweiz.
00:12:40: Kulinarisch geht hier deutlich mehr die Post ab als bei uns sicherlich in Umbruch Franken.
00:12:46: Es ist... vom einfachen Besenwirtschaft bis hin zur hohen Kuliarik einfach viel geboten, die Dichte ist da und das nimmt man mit, so lernt man viele.
00:12:58: und es hat mich einfach begeistert bis heute, dass du sagst, das ist was, was Emotionen weckt, was Passion auch kreiert und so ein bisschen die Verbindung auch schafft.
00:13:12: Aber so Ungastronomischen, die Franken doch auch nicht, habe ich zumindest in Erinnerung.
00:13:16: Ich habe mal in Bayreuth gewohnt oder in der von Bayreuth gewohnten Zeit lang und ich fand es immer großartig, dass die Leute wirklich in die Wirtshäuser, in die Gasthäuser reingehen und... Ja,
00:13:24: also persönlich, ich möchte, ja, ich möchte es nicht schmälern, die Gasthauskultur war so... war schon sehr, sehr gut.
00:13:31: Leider ist das Gast aussterben, weil es gerade ein paar Tage daheim.
00:13:37: Es ist ganz schlimm.
00:13:38: Also bei uns aus dem Landkreis, wo wir hier sind, da muss ich echt überlegen, wo kann es hingehen, was hat er überhaupt noch offen?
00:13:45: und ja, eins macht nach dem anderen zu.
00:13:50: Das ist schade.
00:13:53: Das ist auch Kultur, die verloren geht.
00:13:55: Ich weiß nicht, ob die Leute immer so ins Wirtshaus gehen oder die Stammtischgänger einfach wegstellen und die junge Generation das nicht mehr so pflegt.
00:14:06: Der stirbt.
00:14:07: ein ganz, ganz großer auch.
00:14:11: kultureller und kommunikativer Teil.
00:14:12: Und ich erinnere mich da an einen ganz, ganz wichtigen Satz, den der Fritz Keller vor zwei, drei Wochen.
00:14:19: Da waren wir in Hamburg und haben ihn zusammen mit Herrn Richtoma ausgezeichnet als Weinpersönlichkeit von den Zierwein-Visionen.
00:14:27: Und er meinte und das fand ich so unglaublich interessant und smart.
00:14:31: Und man kann das mit dem Alkohol, dem Weinbashing hin und her schieben oder wie auch immer verargumentieren.
00:14:36: Aber wenn das nicht mehr wäre, dann sitzen Leute nicht mehr an den Tisch und nicht mehr miteinander.
00:14:41: und genauso sehe ich das letztlich mit diesen Gasthäusern.
00:14:43: Dort kommen Leute zusammen, reden miteinander, auch über diese formellen Verabredungen hinaus und es entsteht eine austauschende Kommunikation.
00:14:51: Genau dafür finde ich, sind die so enorm wichtig.
00:14:54: Dürfen die einfach nicht sterben.
00:14:56: Also es ist in der Tat schade und ich hoffe, dass es da dann irgendeiner Form der Renaissance gibt, dass man sowas wieder wertschätzt oder vielleicht auch bereit ist, da mehr Geld auszugeben in solchen Wirtshäusern für das Bier von Schweinebraten oder die Haxen oder was auch immer da serviert wird.
00:15:12: Drückt mir die Daumen, dass es in die andere Richtung geht und die Menschen auch wieder, wie du sagst, den Wert dessen.
00:15:20: Wieder entdecken.
00:15:20: Du hattest denn damals aber bei Kellers als Winzerin angefangen?
00:15:23: Oder bist du direkt dann ins Restaurant?
00:15:25: Nein,
00:15:25: ich bin direkt ins Restaurant.
00:15:27: Ich dachte, du hast an die Winzerstür geklopft und hast dort angefangen und damit einmal war typischer Personalmangel und dann hat man Melanie abgerufen und du durftest dann... Da bist
00:15:35: du nicht, glaube ich.
00:15:38: Wir waren ja alle damals auch in einem Haus gewesen und es war auch wunderschön.
00:15:44: Du sagst so, du hast im Herbst quasi standen zu an der Eingangstür zum Restaurant und hast... Die Trauben lieferanten oder eben unsere eigene Winzer mit den, mit den Bottichen dann gesehen, die dann vorkamen und erst mal kurz gesprochen, wie sieht's aus?
00:15:57: Und als ich Trauben probierte.
00:15:59: Und die sind dann ums Haus gefahren und haben im Prinzip die Presse bestückt hinten und ... Nee, nee, aber ich war direkt im Restaurant dann als Kommissominier, damals mit Enrico war.
00:16:09: Tätig bis er dann, ja, wenig später weggegangen
00:16:14: ist.
00:16:15: Nach Hamburg, ne?
00:16:15: Fritz mich dann.
00:16:16: In Südberg, glaub ich.
00:16:17: Ja, genau, genau.
00:16:19: Und Fritz denn so salopp fragte, ob ich mir das vorstellen könnte, dass ich das weiter mache, übernehme als Chef-Sommeriere und war natürlich gerade Anfang zwanzig.
00:16:30: Was
00:16:31: für eine Aufgabe.
00:16:33: Ja, mit so einer Karte dann auch Werke zu dürfen oder war schon kurz geschluckt und er hat mir aber das Vertrauen gegeben und hat gesagt, er ist da und alle anderen Kollegen natürlich auch.
00:16:49: Ja, das große Vorteil war einfach, dass viele, viele meiner damaligen Kollegen oder jetzigen immer noch Kollegen, auch schon lange im Haus waren, die Gäste gut kannten, viel, viel mir mitgeben konnten und mich da auch gut aufgenommen haben und auch gefördert haben.
00:17:07: Also das war leichter als gedacht, sag ich jetzt mal im Nachhinein.
00:17:11: Wie umfangreich ist die Weihkarte aktuell?
00:17:13: Ich habe verschiedene Zahlen gefunden, zwischen zweieinhalbhundert und viertausend, also gab es da alles?
00:17:17: Genau, also... Da gab es alles als ich angefangen hatte und da war ich um die tausend siebenhundert gehabt.
00:17:23: Das ist natürlich so, dass wir immer auch viele Jahrgänge noch gar nicht auf der Karte hatten.
00:17:28: Zum Teil waren dann die Jahrgänge drüben bei unserem Bergheader zwischengeparkt und haben gewartet bis der Trinkzeitpunkt da ist bzw.
00:17:37: bis wir so turnusmäßig wieder was nachgeschoben haben.
00:17:41: Und jetzt mittlerweile sind wir knapp an die Viertausend.
00:17:43: Die Jungs sind fleißig dabei, den Keller in Schuss zu halten, solange ich ein Jahr Auszeit mache mit der Elternzeit.
00:17:49: Und ja, ich glaube, die Viertausend sollten es jetzt momentan sein, weil natürlich auch ein paar jüngere Jahrgänge jetzt mit drauf gekommen sind.
00:17:58: Das hat sich ein bisschen verjüngt, auch weil Friedrich natürlich da so ein bisschen den Anschluss gegeben hat, dass er gerne ein bisschen die jugendlicheren Jahrgänge direkt schon mit drauf hätte auch.
00:18:07: Und das weitet natürlich die Karte enorm aus, weil der Fundus ist da.
00:18:12: Und das ist natürlich auch wirklich ein großes Geschenk oder ein großer System, mit dem wir da umgehen dürfen im Summe die Bereiche mal.
00:18:22: Das ist schon... Einzigartig, ja.
00:18:25: Wie kann man sich das vorstellen, wenn du sagst, manche Jahrgänge waren zu früheren Zeiten noch nicht auf der Karte und würden dann irgendwann aufgenommen, also geht ihr dann Mittwoch frühst durch den Keller und zieht Fünfzehn Flaschen auf und probiert, ob die... Ich frag für ein Freund, also wie das da abläuft.
00:18:42: Und probiert, was dann gerade irgendwie trinkreif ist, oder hast du da die Erfahrung, dass du...
00:18:47: Du hast deine Pappenheimer und hast natürlich dadurch, dass wir den Handel hier im Background haben und gerade Timo Bordeaux... Damals sehr viel stärker noch als begründbar.
00:18:56: Mittlerweile hat sich das ja sehr balanciert.
00:18:59: Bedingt auch was nachfangen.
00:19:01: Aber wir probieren jetzt nicht alle erstmal vor und sagen, das geht, das geht nicht.
00:19:04: Ja, das ist natürlich mit der Zeit, wächst man ja auch an Erfahrung, was durch nichts zu ersetzen ist, dass man sagt, man probiert das sehr, sehr jung und man versucht eine Einschätzung zu machen, wie haltbar ist das.
00:19:15: Man hat natürlich auch sehr viele Referenzen mit unseren reifen älteren Jahrgängen, die wir schon auf der Karte haben.
00:19:21: und man sagt, okay, Man adaptiert sich da ein bisschen, welche Jagenzendenzen sind da?
00:19:28: Wie trinkreif sind die einzelnen Kandidaten?
00:19:32: Ja, also da ist sehr viel Einschätzung auch schon im Vorfeld wichtig und notwendig.
00:19:38: Und wie gesagt, wir wissen alle, dass wir die GGs am besten noch ein bisschen liegen lassen, bevor wir sie öffnen und von Potenzial immer nur zu sprechen und das nicht so praktizieren.
00:19:49: Das war nicht meine... Meine Prämisse.
00:19:55: Hundertzwölf sind es, glaube ich, ganz genau, gemessen der längste Ton her.
00:19:57: Also, wir haben ja drei solche
00:19:58: Türen dabei, die
00:20:00: wirklich in den Lösberg hineingetrieben wurden, für den Barschzig und für den Neunzig.
00:20:05: Ist
00:20:05: das irre.
00:20:05: Geniale Idee.
00:20:07: Im Prinzip, bis auf die Beleuchtung brauchst du nicht viel.
00:20:09: Sehr gute Luftforschigkeit.
00:20:13: Tolle Temperatur, die sehr konstant bleibt das ganze Jahr über, und da kann der Wein wirklich unbewegt.
00:20:19: viele Jahre überstehen und man merkt auch immer die frischen, die eben im Werkeller liegen.
00:20:23: Wenn wir sie rüber entholen in Tageskeller, das ist natürlich wichtig auch, dass wir relativ zeitnah auch am Gast sind.
00:20:30: Nicht für jede Flasche können wir rüberrennen, sondern brauchen das auch vor Ort, dass wir sagen, jede Position ist bei uns auch natürlich unten verfügbar direkt im Restaurant, mein Keller.
00:20:40: Tageskeller sozusagen, der auch schon sehr reichlich bestückt ist.
00:20:45: Aber wie gesagt, Kondition ist es auch und wo, dass man wirklich Gerade wenn es darum geht, nicht nur die jungen Kandidaten dazu haben mit der sehr kurzen Durchlaufzeit da auch zu investieren.
00:20:57: Und das war damals wirklich eine geniale Schnapsidee.
00:21:01: Am Stammtisch im Stammtisch.
00:21:04: Ach so, in der Tat?
00:21:05: Nein, wirklich.
00:21:06: Da haben die gesagt, ob wir wollen noch was in den Berg?
00:21:08: Ja, ich glaub,
00:21:08: das sind ja mit dem Chef von Wilfengen und Erger, die uns damals diese neue Schweizer-Schwester waren.
00:21:14: Und ja, wie gesagt, Stammtisch-Dasein ist wichtig auch für solche Dinge.
00:21:19: Von großen Unternehmern und genialen Ideen, die da entstehen, raus will ich mehr davon.
00:21:25: Und das ist ja so enorm wichtig, also die Weinlagerung, das finde ich, wird absolut unterschätzt.
00:21:30: Und wenn man meine Flasche hatte, die perfekt gelagert ist und eine, die irgendwie über acht Ecken hin und her transportiert und acht und dreißig andere Keller gesehen hat und zwischendurch mal die fünfundzwanzig oder dreißig Grad mitbekommen hat, ist ein anderer Wein.
00:21:45: Absolut,
00:21:45: ja.
00:21:45: Es ist gerade, also wenn du Sachen aus deinem eigenen Keller kanntest oder woanders probiert hast.
00:21:52: Ganz andere Baustelle hast du nicht blind erkannt.
00:21:55: Da merkst du den Unterschied, wie viel das eigentlich auch ausmacht.
00:21:58: Wie länger die Lagerung mit dich geht.
00:22:00: Ich verstehe das auch beim Wein nicht.
00:22:01: Also, das finde ich eine gute Anregung, dass der, welcher teilweise auch wirklich Werte sind, so was wie ein Lebenslauf hat.
00:22:07: Also, wo man einfach sagt, der hat von dort bis dort geschlafen und von dort bis dort wurde der dort gelagert,
00:22:13: dass man das irgendwie
00:22:14: nachweisen und zumindest dokumentieren, ja genau, wie so ein Pastern letztlich mit dabei ist.
00:22:17: Finde ich durchaus irgendwie vernünftig.
00:22:20: Es gibt ja mittlerweile auch verschiedene Techniken, dass der Winzer nachvollziehen kann, wenn die Flasche und wo die Flasche geöffnet wurde.
00:22:27: Hast du davon schon gehört?
00:22:29: Ja, ich weiß auch gar nicht, ob ich davon gehört haben möchte.
00:22:34: Das ist mir dann, glaube ich, too much.
00:22:37: Chancability oder wie es wanns sind.
00:22:39: Lieber beiznuss, kann mir nur in den Sinn und manchmal fängt es ganz gut zumindest darüber zu berichten.
00:22:44: Wenn
00:22:44: mich jetzt jemand überwacht, war nicht diese Flasche.
00:22:47: Nee, lieber nicht.
00:22:49: Na und was der große Vorteil bei euch und eben bei eure Art ist, ein Wein handelt es dann eben, oder das Wein verkaufs auch ist, dass ihr ja eigentlich nahezu frei von Fälschungen seid.
00:22:59: Was ja auch ein Riesenthema im Allgemeinen ist.
00:23:01: Dadurch, dass ihr die Sachen ja eigentlich fast immer komplett und direkt kauft.
00:23:05: Richtig.
00:23:05: War wichtig für uns eigentlich immer gewesen, dass du sagst, du hast deine Negostars von Ort oder deine Händler, deine Agenten, wo du die Weine direkt abweingut.
00:23:15: ... dann eben auch beziehst.
00:23:17: Das kommt zu dir ins Haus ... ... und das bleibt auch da.
00:23:19: Ja, das ist kein ... ... ein Broking-Business rund um die Welt ... ... und ... ... und du kannst auch dafür garantieren, ... ... dass die Weine wirklich ... ... ja ... ... optimal bis dahin ... ... gelagert sind, ... ... wenn sie an den Gast kommen, ... ... wenn sie an den Kunden kommen ... ...
00:23:33: und
00:23:34: ins Glas wandern, ja.
00:23:36: Das musstest du aber nicht auch noch mitmachen, oder?
00:23:38: Die ... ...
00:23:38: Subscription-Einkauf ist nicht wie beim Handel dann, oder?
00:23:41: Richtig,
00:23:41: genau.
00:23:42: Wir sind natürlich ein relativ großer Betrieb.
00:23:45: Also damals auch schon in acht Sekunden Leute mit allen Segmenten von Handeln, Verkauf, Büro, Lagerwesen.
00:23:54: Die Gastronomie nimmt natürlich einen großen Anteil her und eben auch das eigene Weingut.
00:23:59: Und es hat ja immer ein bisschen gut ineinandergegriffen, dass wir, sagst du, die Synergien ergänzen sich wirklich und das ist auch auf viele Köpfe verteilt.
00:24:07: Also ich bin da schon denenziell mehr Gastro tätig gewesen.
00:24:13: Vorher ist das Weingut bei uns noch unten war, haben wir sicherlich natürlich durch die Räumchen hier einfach mehr voneinander gehabt, weil wir uns die Kellerräume auch geteilt haben.
00:24:23: Aber die haben wir nach dem Umzug zum Jahr hier im neuen Weingut natürlich für uns annektiert.
00:24:27: Das heißt, wir haben noch mehr Platz unten für den Restaurant.
00:24:33: Ja, das ist auch schön.
00:24:34: Hast du ungefähr ein Gefühl, wie lange es gedauert hat, bis du selber sagen kannst, nachdem du dort angefangen hast, dann in den Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und
00:24:50: Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- im Restaurant.
00:25:01: und das war unterwichtig, weil du natürlich einen Moment aufnahmast, wie ist der Wein momentan, wie präsentiert sich der Hergang gerade bei den älteren Schichten, ist auch jede Flasche anders unter Umständen.
00:25:12: Also das ist ja ein Geschenk, wenn du wirklich eine Reifflasche kriegst, die ihr Optimum gerade in dem Moment zeigt, wenn du sie jetzt aufmachst.
00:25:21: Es gibt immer Phasen, die man natürlich verfolgt hat oder unterschiedlichen Kandidaten und das war schon sehr wichtig.
00:25:29: Da wieder Phasenwurst dann verschlossen war und du sagst, okay, dem Wein lassen wir vielleicht einfach ein bisschen Zeit in ein paar Monate und probieren es dann nochmal.
00:25:37: Also immer mit offenem Auge und auf einer Nase
00:25:42: auch.
00:25:44: Das
00:25:45: ging an durch
00:25:47: den Keller.
00:25:47: Es hat natürlich aber auch immer einen vorden Nachteil, dass ihr halt so eine klare Kernkompetenz habt, also dass ihr halt so wunderbar klassisch wart und mehr oder weniger.
00:25:58: Es gibt ja kaum ein Haus oder gar kein Haus, was mit euch vergleichbar ist, also zum einen in der Auswahl, in der Tiefe, auch in der Tiefe der Jahrgänge und vor allen Dingen auch in der Kalkulation.
00:26:08: Also wenn man sich eure Weinkarte anschaut, dann möchte man Möchte sich ja tot so.
00:26:13: Ja, unbedingt.
00:26:15: Ja, es lag uns immer am Herzen, dass es eben nicht Spekulationspreise sind, sondern... Auch keine dekorativen Geschichten auf der Karte, sondern war eine, die gelebt werden, die getrunken werden.
00:26:28: Und eben, ja, das ist unser Verständnis der Trinkultur.
00:26:32: Aber hast du dann die andere Welten, die dich vermisst, dass du Sachen nicht so ganz wild ausprobieren konntest wie andere?
00:26:39: Also ich hatte wirklich viele, viele Freiheiten.
00:26:41: Fritz hat immer gesagt, wenn du was einkaufst, musst du halt auch verkaufen.
00:26:46: Und da konnte man sicherlich auch mal die Bade verlassen, wobei ich wirklich auch sehr francophil geprägt wurde und das Thema ist ja sehr schätze.
00:26:56: Also ich fand es auch immer wichtig, einen Fokus zu behalten und nicht alles Mögliche zu machen, sondern keine Kompetenz zu entwickeln und darin wirklich sehr, sehr gut zu sein.
00:27:05: Das war mir wichtiger und wenn du dich mal an dieses Reifweinthema herangetrunken hast, dann gibst du das nicht mehr auf.
00:27:12: Das glaube ich.
00:27:13: Weil es eine ganz eigene Faszination hat und eigentlich total schade ist, dass das nicht bewusst und aktiv gelebt wird.
00:27:18: Also natürlich ist es auf der einen Seite immer eine finanzielle Geschichte, aber man kann sich da ja auch segmentiert das ganze irgendwie zur Seite legen und wenn man da nicht anfängt, ein Stock irgendwie aufzubauen.
00:27:29: Aber es gibt
00:27:29: ja viele Prozenten mittlerweile auch national wie international, wo man wirklich auch ein paar reifere Geschichten bekommt.
00:27:36: Natürlich ist immer die Frage, kannst du es gut kalkulieren?
00:27:40: Und hast du das Klientel auch dafür?
00:27:43: war wirklich auch ein Geschenk, dass wir da auch aufgrund der Lage in der Region hier wirklich viele Gäste hatten, die sehr großzügig und sehr mit dem Thema auch intensiv ersetzt haben und gleichzeitig uns dadurch ermöglicht haben, dass wir viele Dinge mitprobieren und eben diese Erfahrungen aneignen können.
00:28:07: Wann findest du, wenn du so einen klassischen Bordon nimmst?
00:28:10: Wann findest du, ist der im Optimizen zu trinken?
00:28:12: Also ist das entweder in der primär-aromatischen Phase wahrscheinlich nicht in der Pubertät, aber ist es danach dann irgendwie nach zehn, zwanzig, dreißig, vierzig?
00:28:20: Man kann es nicht für allgemein, weiß ich auch, aber wo magst du es persönlich oder ist deine Präferenz?
00:28:26: Nie, also ich bin ein bisschen kein großer Freund von diesen Pauschalisierungen.
00:28:31: Wir probieren die Sachen sehr, sehr jung, also in der Regel auch primär, wirklich als Fassware, was natürlich auch.
00:28:36: ... umstritten ist, verstehe ich auch, ... ... aber natürlich eine Einschätzung gibt, ... ... in welche Richtung geht das, ... ... und wir haben ja selber bei uns ... ... immer noch mal eine Probe gehabt, ... ... wo wir zum Teil die Jahrgegänge dann ... ... um Primär oder eben als Arrivage ... ... jetzt mittlerweile präsentieren.
00:28:51: Das ist auch sehr, sehr jung, ... ... und das ist eine relativ primäre ... ... Aromatik, die noch da ist.
00:28:59: Wie gesagt, Erfahrung ist das A und O ... ... in dem Segment, dass du sagst, ... ... welche Informationen hast du, ... Klar erinnert sich die Winfigung auch, weil die Leute keine Jahrzehnte mehr warten, bis sie das Ganze angehen und die Flasche öffnen werden.
00:29:14: Solche Sachen musst du verfolgen und vor allem musst du auch verfolgen, was will denn der Gast, der zu dir kommt.
00:29:19: Welche Erwartungen hat der an die Flasche, die ihr bestellt?
00:29:22: und es gibt mehr drum.
00:29:24: Welche Erwartungen kannst du damit mit deiner Empfehlung auch erfüllen?
00:29:28: Weil die Geschmäcker sind ja sehr different, was das angeht und auch die Hintergründe.
00:29:34: Was will dir Gas?
00:29:35: Was hat der Gast schon getrunken?
00:29:37: Und von bis zu alles dabei.
00:29:38: Und es ist wichtiger da wirklich gut zuzuhören und ja auch mit der Psychologie im Background vielleicht versuchen einzuschätzen, mit was du den Gas in dem Moment, an dem Tag in der Kombination mit seinen Freunden oder seinen Gästen dann auch grenzt, was das Passende ist.
00:29:59: Und das ist eigentlich das Schöne, wenn du gutes Feedback bekommst, dass es Einigermaßen getroffen hast du.
00:30:05: Empfandest du das als schwieriger, also die Gäste lesen zu lernen, die zu interpretieren, auf Kommunikationshöhe zu kommen oder das Wein lernen, dass du sagst, das macht mich gut, macht mich komplett, macht mich als Fachfrau.
00:30:19: Also
00:30:20: das Wein lerne, also wir lernen ja alle jeden Tag noch dazu.
00:30:23: Also das was du mir geschickt hast, also übrigens auch toll, weil kann ich noch nicht und bin sehr gespannt drauf.
00:30:30: Ja?
00:30:31: Ich hab dich ja wirklich so urklassisch gesehen und dann dachte ich, boah, womit kannst du Melanie vielleicht irgendwie so ein bisschen herausfordern, eine Freude machen, was könnte interessant sein.
00:30:40: Ja,
00:30:41: es ist gelungen.
00:30:41: Ich habe ihn noch nicht aufgemacht, aber ich bin ganz gespannt auf später.
00:30:44: Ja.
00:30:45: Du gibst ein Zeichen, wenn, ja?
00:30:46: Also, wenn du sagst jetzt so langsam, mit der Garum trocken, dann sind wir sofort bereit.
00:30:54: Nee,
00:30:54: aber wie gesagt...
00:30:55: Aber schön, wenn sie überrascht hat, freu ich mich total mega.
00:30:57: Ich sag
00:30:58: zu Anfang, war das natürlich... Riesentaraner, wo setzt du den ersten Schritt hin und wie baust du das auf?
00:31:05: Du musst einfach wissenschaftlich bleiben und das sind wir alle in der Branche oder weniger.
00:31:10: Und wie gesagt, brauchst auch ein bisschen Geduld.
00:31:17: Nicht zu viel wollen ist, glaube ich, nicht zu Beginn der richtigen Ansatz, sondern wirklich viel mitnehmen und auch von Erfahrungen anderer.
00:31:27: ... profitieren und auch zuhören können.
00:31:30: Ganz, ganz wichtig, ja.
00:31:31: Und wie gesagt, zu Anfang waren natürlich auch so ein bisschen eine Phase, ... ... da waren Frauen, ... ... als Sommerjahre noch relativ rar gesehen, ja.
00:31:37: Und dann hast du schon mal so eine ... ... äh, ja, ein Kommentar, ... ... natürlich bekommen wir ersticken Sie mehr mal den Sommerjahre.
00:31:43: Und du zeigst dann so ein bisschen Diskret auf die Traube, ... ... die du am Revier trägst und sagst so, ... ... ja, wenn Sie, falls Sie über einen möchten, ... ... dann müssten Sie mit mir vorlieben nehmen.
00:31:51: Das war sicherlich, wie gesagt ... ... Anfang zwanzig bist du natürlich auch nicht in der ... in der Selbstsicherheit vielleicht, wie ich das heute bin.
00:32:01: Aber gehört alles dazu, war alles ein guter Lernprozess und hat relativ schnell umgeschalten, dass du einfach den Respekt auch bekommst und das Feedback dann auch positiv bleibt.
00:32:18: Hattest du ein Vorbild?
00:32:19: Also hattest du jemand, der dich an die Hand genommen hat, was du allein in diesem großen Becken... Ich war nicht
00:32:24: allein.
00:32:25: Also, wie gesagt, die Familie Keller war da.
00:32:27: Ich hatte viele Kollegen, die sehr, sehr lange da sind an vorn, der Hübe-Pfinkstag, der quasi unsere Mädchen, ja, über vierzig Jahre, sechsundvierzig Jahre alt war.
00:32:39: Und Hübe war mein stelliger Begleiter.
00:32:41: Das war wirklich auch noch aus der Alten... alten Schule der französischen, klassischen Gastgeber, so ein bisschen ein Prototyp.
00:32:51: Man sagt, das ist selbstlos mit der Wahnsinnskondition, herrlich, charmante Gelassenheit, viel Finesse, viel Leichtigkeit, unheimliche Verbindung mit den Gästen, ob es Neugäste sind oder Stammgäste.
00:33:06: Das hat mich sehr beeindruckt, aber auch außerhalb von unserem Betrieb, ich weiß nicht, ob man sieht die Gebrüder Kiefer oder so.
00:33:12: Das war schon, ich fand das toll, was sie für ein Service geleistet haben.
00:33:16: Wirklich herrlich, klassisch vollendet, exzellent, einzigartig.
00:33:22: Das war Gas geben und dabei wirklich sich den Respekt auch verdienen.
00:33:31: Und ein Servicemoment, wo du gesagt hast, wow, das... war für mich, also es waren wahrscheinlich so viele, aber irgendwas, was dir im prägen Erinnerung waren, Weinmoment oder ein Servicemoment, der dich nachhaltig beeindruckt hat?
00:33:45: Ah ja, also was heißt beeindruckt?
00:33:47: Sagen wir mal emotional mitgenommen, ist das natürlich immer, wenn du, wenn Gäste, also auch wiederkommen und dann dir vertrauen und das Vertrauen schicken und sagen, sie gucken gar nicht mehr in die Weinkarte, mach einfach, ja.
00:34:02: Nicht, weil sie... nicht wissen, was sie aussuchen sollten, sondern weil sie dann einfach dir vertrauen und wissen, dass du das weißt, was sie schon alles getrunken haben auch und das dazu passt und du einfach diese Aufgabe abnehmen kannst.
00:34:18: Und das ist für mich eigentlich jedes Mal die Bestätigung, dass man richtig am Platz ist und seinen Job auch gut macht.
00:34:44: Stell dir vor, ich stehe hier Vor dir, mit einer Flasche Biondi Sandi Brunello Imodalcino.
00:34:51: Und nein, auch wenn das die Kette so aussieht, ist das keine Requisite aus dem Requisitenlager, denn der Wein kostet fast mehr als ein Menü im drei-Stern-Restaurant und er ist es jeden einzelnen Tropfen wert, denn dieser Wein ist kult.
00:35:03: Biondi Sandi ist, im Prinzip, der Erfinder des Brunellos.
00:35:14: Und das sind einer Zeit, als alle noch Chianti mit Weißwein gestrickt haben.
00:35:17: Wie einen schlechten Witz.
00:35:19: Den Nuttai Greppo.
00:35:21: Das Weingut liegt da oben auf den Hügel, wie ein torskanischer Adelsitz.
00:35:26: Der sagt, ich war schon legendär, als eure Großeltern noch in den Windeln lagen.
00:35:31: Der Zwei-Tausen-Ninzehner ist die Annate, also die normale Version.
00:35:36: Aber bei Biondi-Santi ist normal so ungefähr wie bei der Deutschen Bahn.
00:35:40: normalerweise pünktlich, also theoretisch möglich, aber eigentlich ein Wunder.
00:35:44: Was macht nun dieses Jahr, zwei Tausend neunzehnt, so besonders?
00:35:49: Also es war in Montagino ein absolutes Traumjahr.
00:35:52: Kühlerstart, dann warm, aber nie brutzelnd.
00:35:54: Regen genau dann, wenn die Traubendurst taten.
00:35:57: Quasi das Wetter, das ich mir für meinem Urlaub wünsche.
00:36:01: Kein Frost, kein Hagel, keine Hitze-Spitzen.
00:36:03: Die Sanchwesetrauben haben abgehangen wie faule Teenager im Sommer.
00:36:07: Langsam und perfekt gereift.
00:36:09: Die Ernte war Ende September bis Mitte Oktober und die Trauben kamen knackig, knackig in den Keller.
00:36:15: Winemaker Frederico Radi hat gesagt, die waren so crunchy, ich hätte fast Salat
00:36:20: daraus
00:36:20: gemacht.
00:36:22: Übrigens hatten wir Frederico Radi bei uns zu Gast.
00:36:25: Im Dezember bei Sommelier und Tour.
00:36:28: Zwei Folgen.
00:36:29: Einmal das Feature-Ritten, einmal das Showcase.
00:36:32: Gibt ihr die unglaubliche Möglichkeit, Diese besondere Person der Weinwelt einfach mal persönlich kennenzulernen.
00:36:37: Zurück zum Wein.
00:36:38: Hundert Prozent Zangewiese-Grosser und zwar aus dem hauseigenen Klon BBS-Eilf.
00:36:44: Das ist der Biondi-Santi-Stamm-Klon, den sie seit hundertfünfzig Jahren hegen wie ein Familiengeheimnis.
00:36:50: Und den sie im Jahr eighteenhundert achten achtzig aus viervierzig weiteren Klonen herausselektiert haben.
00:36:56: Die Reben für den Annater sind zwischen fünfundzwanzig und fünfzig Jahre alt.
00:37:01: Jung genug und frischer, alt genug, dass sie wissen, wo es langgeht.
00:37:05: Vergoren wird natürlich mit wilden Häfen, weil Bia und die Sandy keine künstlichen Hilfsmittel brauchen.
00:37:09: Und genau, das machen sie seit de achtzehn und acht nachtzig ohne Chemieset.
00:37:13: Und dann drei Jahre in großen, slavonischen Eichenfässern.
00:37:17: Keine Bariks, kein neues Holz.
00:37:19: Das würde dem Weinoüberpapymieren wie ein Diskubesuch aus den Achtzigern.
00:37:23: Das Ergebnis?
00:37:25: Ein Wein, der noch total jung wirkt, aber schon jetzt die höchsten Bewertung von den renommiertesten Weinkritikern kassiert hat.
00:37:31: Ohne im Glas.
00:37:32: Die Farbe.
00:37:33: Rubinrot.
00:37:34: Mit Granatroten Reflexen.
00:37:36: Ein absolutes Geheimnis bei Biondi Santi.
00:37:39: Nicht zu dunkel, bei Biondi Santi mag es elegant.
00:37:41: Nicht wie diese modernen Brunnello, die aussehen wie Johannes Bersaft mit Sterruiben.
00:37:46: Der Duft?
00:37:48: Erst mal zurückhaltend.
00:37:49: Wie bei einer Steuererklärung.
00:37:51: Aber dann explodiert das.
00:37:53: Sauerkirche, getrocknete Rosen, ein Hauchler, Kritze, etwas Unterholz.
00:37:57: Und dann kommt dieser typische Biondi-Santi-Balsamikoton.
00:38:03: Eukalyptusartig, mineralisch.
00:38:05: Als hätte der Wein gerade einen Spaziergang durch den Toskanischen Wald gemacht.
00:38:08: Am Gaumenseide, aber mit Rückgrat, verniehende Feine wie Seide und sie greifen zu, wie meine Schwiegermutter, wenn es ums Erbe geht.
00:38:14: Säure knackig, Alkohol perfekt integriert.
00:38:19: Das ist wichtig, das ist richtig wichtig und ich möchte es betonen, denn Frederico Radi geht es um die Frische im Wein.
00:38:25: Und um die Länge.
00:38:26: Und der Nachhalt dauert länger als mein letzter Absinenzversuch.
00:38:29: Das ist kein Parker Brunello mit sechzehn Volumenprozent Alkohol und Vanillebombe.
00:38:33: Das ist der klassisch Stil.
00:38:35: Frisch aristokratisch gemacht für dreißig bis fünfzig Jahre Kennalagerung.
00:38:40: Man sagt, ja und die Sandys Reserver aus dem neunzehnten Jahrhundert sind immer noch trinkbar.
00:38:46: Und die Zwei-Tausend-Ninzehne-Anata wird locker noch meine Enkel nerven.
00:38:50: Wenn ich denn welche habe.
00:38:51: Der Preis?
00:38:53: Ja, ich weiß dreistellig.
00:38:54: Wir haben einen Weltwein im Glas.
00:38:56: Also einen, der seinesgleichen sucht und nicht findet.
00:39:00: Und dennoch ist er günstiger als ein kurzer Loppen.
00:39:02: Ich verspreche, er streitet keiner mit dir.
00:39:05: Wenn ich diesen Wein trinke, fühle ich mich plötzlich wie ein Toskanischer Konto.
00:39:10: Nun, des Schloss und mit weniger Haaren.
00:39:12: Ihr kennt mich.
00:39:13: Das ist Sangiovese in Reinform.
00:39:15: Kein Make-up, kein Botox, purer Charakter.
00:39:19: Andere Produzenten machen Brunello dicker, dunkler, früher trinkbar.
00:39:23: Biondi Santi sagt, nein, danke, wir warten, bis der Wein erwachsen ist.
00:39:27: Ja, das optimale Trinkfenz ist, von twenty-seven und zwanzig
00:39:30: bis zwei
00:39:30: tausend siebzig.
00:39:31: Aber wenn man den Wein schon jetzt trinkt, mit viel Luft, mit viel Vorlauf, mit großen Gläsern, ist der schon jetzt genial.
00:39:37: Bei den zwanzig Jahren, da war ich nicht vor Glück.
00:39:40: Biondi Santi ist der Benchmark Wein für alle anderen Brunellos.
00:39:45: Sie werden daran gemessen, ob sie wollen oder nicht.
00:39:48: In der Zwei Tausend Neunzehner zeigt, warum, wenn er nie zu laut ist, immer distinguiert, immer tiefgründig.
00:39:56: Das ist kein Wein, das ist Kulturgut,
00:39:59: wie die zikstinische
00:40:00: Kapelle, nur flüssiger.
00:40:03: Fazit, der Bionti Santi Bronello, die Montagino in Zwei Tausend Neunzehner ist nicht nur ein Bein, er ist eine Zeitmaschine in der Toscana, verpackt in Eleganz und Geschichte.
00:40:14: Und jetzt entschuldige ich mich, ich muss sparen gehen.
00:40:16: Die nächste Flasche ruft schon, oder Prost, oder wie der Italiener sagt, Salute!
00:40:21: Und bei Biondi Santi meint er das ernst.
00:40:24: Vielen Dank für diesen besonderen Wein.
00:40:26: Dem Hause Biondi Santi für die Konsequenzen natürlich dafür, dass wir diesen Wein auf dem deutschen
00:40:31: Markt fair
00:40:32: kalkuliert finden.
00:40:33: Dem deutschen Vertreter dem Handelshaus Segnetz.
00:40:47: Und hast du noch eine Weidensien sucht?
00:40:48: Also wo du sagst, den habe ich mal probiert, nehm ich wirklich ganz gerne irgendwie noch mal probieren oder irgendwas, was du noch ganz weit oben auf der Wunschliste hast oder es gibt ja eigentlich in diesem Klassensegment kaum etwas.
00:41:00: Ja,
00:41:00: also ich kann wirklich nicht klagen, aber wenn ich die alten Jahrgänge von Amoros hoch oder sowas, die wir hatten aus den Siebzigern, das ist für dich schon gerne nochmals verkostet.
00:41:12: Es ging alle drauf dabei.
00:41:13: Kann
00:41:13: man die Weine beschreiben?
00:41:15: Also, findet man dafür Worte?
00:41:16: Oder ist das dann... Also, es geht mir teilweise gerade mit Begundern oder expliziten Begundern so, dass es in mir irgendetwas berührt, was ich absolut nicht beschreiben kann.
00:41:26: Also, wo ich keine Worte für finde, wo man das nicht über die Aromen deklinieren kann, wo man es nicht über die Struktur oder Textur herunterbrechen kann, sondern das ist irgendwie wie so ein... Was innerlich ist, also, wie so ein... Wenn ein Musik berührt, das kann man ja auch
00:41:40: nicht beschreiben.
00:41:42: Gebt mir oft zu, wenn ich im Wein so ergreift in der Emotion, dann macht dich das auch mal sprachlos.
00:41:49: Ja, durchaus.
00:41:51: Bist du Erbogunabordotütsch?
00:41:52: Oh, beides.
00:41:54: Ich lieb beides.
00:41:55: Also, nee, wirklich.
00:41:57: Das strahlen zwei Herzen in einer Wurst.
00:42:00: Kann ich nachvollziehen.
00:42:01: Und die anderen Gebiete in Frankreich?
00:42:02: Also, ihr seid ja vornehmlich, Frankophil orientiert.
00:42:06: Rhône, Loire... Champagner, Südwesten, Elsatz.
00:42:11: Ist das bei euch auch ein Thema?
00:42:13: Oder ist es dann aufgrund... Es ist
00:42:15: sehr nah an der Grenze.
00:42:16: Man sollte meinen.
00:42:17: Aber irgendwie... Also das ist schon was mit dem du arbeiten musst.
00:42:21: Das ist kein Selbstläufer vielleicht.
00:42:23: Aber wir haben tolle Betriebe auch mittlerweile.
00:42:28: Hier drüben, die ordentlich auch am Renuier gearbeitet haben.
00:42:33: Auch am Geschmacksprofil.
00:42:37: weitergearbeitet, verfeinert haben und das war wichtig natürlich, dass so ein bisschen aus dieser Nische dann auch wieder, ich befreie es.
00:42:47: aber wie gesagt, wir sind manchmal vielleicht zu nah dran und gerade der Kaiserstuhl ist natürlich dominant oder baden ein bisschen auch bei uns vertreten, dass die Leute, die zu uns kommen, sagen, okay entweder sie möchten wirklich regional bleiben oder sie möchten dann unsere frankophile Tendenz auch.
00:43:05: Aber was ein bisschen schade ist, weil ich finde, dass es jeder schaut irgendwie so ein bisschen darüber hinweg.
00:43:10: Aber teilweise habe ich immer das Gefühl, es gibt schon sehr besondere Weine dort, die teilweise ein außergewöhnlich gutes Preis- leistungsverhältnis haben und richtig viel Spaß machen.
00:43:20: Elsa verdient mehr Fokus, finde ich, so im Allgemeinen.
00:43:23: Aber die Argumentation, die du gegeben hast, ist natürlich mehr... mehr als verständlich.
00:43:28: Ist das bei dir eigentlich nur Wein oder hast du irgendwie noch so eine, wie eine zweite Liebe oder zweite Leidenschaft?
00:43:33: Bier haben wir ja abgewählt.
00:43:37: Das ist schon auch wichtig.
00:43:38: Das ist schon sehr, sehr wichtig.
00:43:40: Aber so sage oder irgendwie alkoholfreie Sachen oder Spritosen oder bist du da irgendwie in dem Game?
00:43:45: Ja,
00:43:46: also das Thema alkoholfreie ist natürlich in der Schwangerschaft jetzt, die letzten Monate und jetzt auch in der Stilzeit so ein... Ding gewesen, was du mal
00:43:56: dir anschaust,
00:43:58: wird jetzt nicht mein Steckenpferd werden, muss ich ganz ehrlich zugeben.
00:44:01: Wenn dann trinke ich lieber einen guten Tee oder so, wo du sagst, du hast ganz, ganz viele Sorten und bist auf Augenhöhe auch ohne Alkohol, mit Aufaugenbär mit dem Wein.
00:44:14: Aber ansonsten bin ich fast eher so ein bisschen im spiritosen Bereich gerne mit Jeans, mit Wehrmuts und sowas unterwegs.
00:44:25: Aber Champagner.
00:44:26: Mein Herz schlägt
00:44:27: für Champagner und Schaumwein.
00:44:28: Ach, schön.
00:44:29: In der Tat.
00:44:31: Und da eher so die Brands oder die Winzer-Champagner, also wo fühlst du dich dazu?
00:44:35: Beides.
00:44:35: Also für mich muss es nicht ganz so extrem jetzt als, sagen wir mal, Winzer-Champagner, die zu charaktervoll ausfallen, sondern ich hab gerne was mit viel Trinkfluss, wo man sagt, lieber ein zweites Flasche noch kalt gelegt und mit guten Freunden genossen.
00:44:52: Und das ist aber was, was ... Was ich vom Charakter her, glaube ich, auch gut für mich beschreiben würde, wenn es etwas gebe, was ich am liebsten mag, dann ist es wirklich was Bricklendes belebend.
00:45:09: Und sind das dann, wenn du Schaumweine nimmst, eher so die jungen Vertreter, die eben knackig frisch bricklend sind?
00:45:15: Oder ist es da dann auch Reife, dass du sagst, oh, ein Jahrgang-Champagner kann für mich auch mal dreißig, vierzig, fünfzig Jahre alt sein?
00:45:23: durchaus.
00:45:23: Also wie gesagt, ich schätze viele kleine Produzenten, auch Clownesternler, Schaklasenye und so was.
00:45:31: Das mag ich ja sehr gerne, aber ich bin auch mal bei, wenn es die Gegenheit hergibt, bei den großen Band Freakoop oder die tollen weißen Flaschen mit dem dicken Boden.
00:45:42: Ich habe mal einfach ein Hausschampagne hier für mich, der bei einer so kleinen Lokal Mein Salon hier im Elsas immer mit dabei ist, in dem ich hier höchstenweise für den Alltag da habe.
00:45:57: Und generell ist Champagne immer das, was als erstes ausgeht bei mir.
00:46:01: Aber wie gesagt, von bis... Ich habe gerne diese trinkige Tendenz, muss nicht so kommerziell ausfallen, aber...
00:46:09: Bist du etwas individuelles?
00:46:10: Was glaubst du?
00:46:11: Oder was denkst du?
00:46:12: Oder was würdest du empfehlen?
00:46:13: Besser gefragt?
00:46:15: Was sollte man mindestens für ein Champagner ausgeben?
00:46:18: Wird die Preise da ja total schwanken und von bis gehen?
00:46:23: Und ich finde, der normale Weintrinker ist da so ein bisschen verloren, wenn man nicht so wirklich ein Gefühl dafür aufbauen kann, was sollte in Champagner wirklich kosten, dass ich sage, ich habe ein authentisches Produkt?
00:46:33: Also ich würde das nicht unbedingt am Preis festmachen, aber der Grundpreis vom Champagner ist natürlich, ich sag mal, für unsere Verhältnisse, im Sommelierbereich noch vertretbar, aber für viele, die... das nicht als täglich Brut ansehen.
00:46:48: Und es gibt da immer noch Kandidaten.
00:46:50: Die sind nicht sehr laut an der Oberfläche und auch nicht die, die gerade gehypt und gefragt sind.
00:46:55: Aber das gibt es durchaus, wie gesagt.
00:47:00: Ich würde kein Minimum nennen und kein Maximum, weil die Schere da gerade, was das Thema schon bei mir angeht, sehr, sehr weit auseinander geht.
00:47:08: Das muss man ein bisschen adaptieren an seinen eigenen Trinkfluss und an das eigene Budget.
00:47:15: Und an die Qualität, die wir haben, möchte ich einfach.
00:47:20: Es muss nicht immer viel kosten.
00:47:21: Es ist auch immer schwer mit all Gemeinderung oder auch mit Tipps mit Hinweisen, weil es dann doch immer... Man hat es ja im badischen Fall an der Mosel, dass man dann Produzenten hat, die einen erstaunlich guten Wein für einen kleinen Taler anbieten und die würde man dann automatisch übergeben.
00:47:38: Ja, aber es gibt auch mittlerweile Winzesekte, die natürlich auch berechtigt, auch wirklich... ein gutes Geld dafür aufrufen, für die Qualität, die sie in die Flasche bringen.
00:47:49: Und manche sind natürlich sehr, sehr akribisch.
00:47:50: Manche sind da eher, sagen wir mal, ein bisschen kommerzieller.
00:47:55: Also wie gesagt, es ist zum Glück für alle Gaumen was dabei.
00:47:58: Ich glaube, es gibt sicherlich mehr auf dem Markt als das getrunken wirkt aktuell.
00:48:03: Aber keine Richtlinie, was ist jetzt das Minimum oder was ist es so individuell, weißt du?
00:48:10: Zum Glück.
00:48:10: Wenn du so einen gereiften Champagner hast, wie gehst du mit dem um?
00:48:16: Wie behandelst du den?
00:48:17: Karaphirst du den?
00:48:18: Nimmst du andere Gläser?
00:48:19: Siehst du den eher als Speisebegleiter?
00:48:21: Weil kaum jemand hat ja wirklich damit Erfahrung.
00:48:24: Und ich finde, dann werden die auf eine ganz andere Art, aber einzigartig und großartig.
00:48:30: sind es ja auch.
00:48:30: Also es ist auch momentabhängig, also wirklich mit welchen Leuten du zusammen bist, für wen du das servierst.
00:48:39: Bei den älteren Kandidaten will ich jetzt nicht unbedingt die das karafieren, weil natürlich das CO² auch das Schöne daran ist, das Belebende.
00:48:47: Wenn du einen wirklich weinigen Typ haben möchtest, kannst du natürlich mit den Gläsern spielen und eben vorher Luft geben, mit der Temperatur viel spielen, je nachdem ob du es halt begleitend wirklich auch zur Möhne nimmst oder zum Essen.
00:48:59: oder ob das so ein bisschen ein Solo-Künstler bleibt am Abend.
00:49:03: Findest du Gläser wichtig?
00:49:05: Absolut, absolut.
00:49:06: Hast du da Favoriten?
00:49:07: Also hast du da Vorlieben, mit denen du am liebsten arbeitest?
00:49:10: Ich bin
00:49:10: ja total Oldschool, glaube ich.
00:49:11: Also, ich mochte Riedel immer gerne und bin auch nach wie vor gerne bei Riedel.
00:49:18: Also, ich schätze auch, dass Gabriel Goldglas sehr so als Universalglas, aber wenn, ja, Riedel bin ich ein großer Fan von.
00:49:27: Und lieber ein Mundgeblasen oder lieber Maschinengefertig.
00:49:30: Kommt halt drauf an für was?
00:49:32: Kommt drauf an, wer die Gläser auch spült.
00:49:35: Du weißt selber, wie es ist, wenn du zu Hause wieder einste Decker hast.
00:49:41: Wie gesagt, es kommt drauf an, gerade wie eine Gastung müssen natürlich entscheiden, was ist praktikabel.
00:49:47: Super schön sind natürlich die Mundgeblasen, Gläser alle.
00:49:51: Aber wie praktikabel ist es auch und wie viel Bruch musst du mit einkalkulieren, dass du noch mit einem Lächeln Auge rausgehst.
00:50:01: Das ist immer eine Ablegung von Dingen und selbst die Maschinen, Blasen, Qualitäten heute.
00:50:08: Ich sag mal mal für unseren normalen Umgang ist das natürlich schon sehr, sehr gut.
00:50:12: Ich muss immer nur lachen manchmal, wenn ich... Ja, in Frankreich unterwegs bin und den Kontrast zum Beispiel jetzt vierzuleine See oder auch in der Italien-Tour.
00:50:22: In Frankreich ist die Gläserkultur echt noch ein bisschen schleppend.
00:50:25: Manchmal muss ich wirklich lachen, wenn das Wasser gerade größer ist als das, was du für den Wein bekommst, obwohl es dann konkret ist.
00:50:32: Und auf Nachfrage, ob sie ein paar andere Gläser haben, dann kommen irgendwie aus einer Spezialschublade dann irgendwie.
00:50:41: Das
00:50:41: ist wirklich so erstaunlich.
00:50:43: Hast du da einen Grund für gefunden, warum?
00:50:45: Also es gibt ja weltweit, gibt es...
00:50:47: Nee, nicht wirklich.
00:50:48: Also es ist auch unverständlich.
00:50:50: Ich diskutiere das viel mit meinem Mann, der Franzose ist und das auch nicht versteht, warum es so ist.
00:50:58: Es schmeckt doch aber auch jeder.
00:50:59: Also wenn man sich mal ein ordentliches Glas nimmt, man probiert damit, dann hat man doch ein Gefühl dafür, dass der Wein ganz anders zur Geltung kommt.
00:51:05: Natürlich.
00:51:06: Also rationell kannst du das nicht erklären,
00:51:09: warum es so ist.
00:51:10: Aber im Bordeaux geht es mittlerweile, glaube ich.
00:51:12: Also, wenn ich da irgendwie bei Proben war, die hatten zumindest einen gewissen Grundstand nach, wo man sagen konnte.
00:51:18: Auf den Status natürlich.
00:51:19: Ja, ja, auf den Status schon.
00:51:20: Aber gehen wir jetzt in die Bistros und in die Brasserie und selbst in die Reinkarten, super sind manchmal.
00:51:27: Ja,
00:51:27: das stimmt ja.
00:51:31: Behandelst du deine Weine?
00:51:32: Hast du da irgendwelche Vorlieben, wie du die individuell irgendwie betreuen oder begleiten kannst?
00:51:38: Also hast du noch irgendwas anderes außer Grafieren?
00:51:40: Oder gibt es irgendwelche Tools, wo du sagst, da kann ich besonders gut mit arbeiten, gerade bei den alten Flaschen, bei den alten Korken?
00:51:49: Ja, also
00:51:50: das A und O-Tool ist natürlich was, um den Korken bergen zu können.
00:51:56: Und ich bin ein großer Fan von diesen Lamellenkorkenziehern, diese ganz einfachen Geschichten.
00:52:00: Wenn man das mal ein bisschen geübt hat, damit umzugehen, ist das sehr praktisch.
00:52:04: Selbst für Jungeweine.
00:52:08: Selbst für Jungeweine auch ist er ein End- und Ferkkorker auch.
00:52:10: Also wenn du wieder was Ferkkorken möchtest, ist das auch gut.
00:52:14: Ich meine, der Durian.
00:52:17: Das ist ultra gut.
00:52:18: Wenn man reife Weiner, die die Originalkorken noch besitzen, unbedingt investieren.
00:52:24: Das ist mein Lieblingstool auch geworden.
00:52:29: Wie gesagt, die einfachen funktionieren auch gut.
00:52:32: Für einen Apfel und ein Ei.
00:52:33: Kann ein paar Schweißperren ersparen, wenn man da entweder den einen oder den anderen hat.
00:52:38: Wie gesagt,
00:52:38: auch da ist Erfahrung des A und O. Ja, selbst im Freundeskreis, wenn du ein paar Fächse dabei hast, die gerne Reifenweine auch haben, ist das etwas, was sehr wichtig ist, bevor die große Brusselage da anfängt.
00:52:56: Habt ihr bei euren Reifenweinen, die mal neu verkorkt, oder steht ihr zu den alten Korken?
00:53:02: Wenige.
00:53:04: Ich habe einige bei uns im Keller gehabt, die wieder verkorkt wurden.
00:53:10: sind zum Teil vom Kellermeister, der bei uns vor Ort war, der eben die neuen Korken.
00:53:15: Du siehst ja eine Beschriftung, ein Sonderlabel, auch ein Vermerk zum Teil auf dem Korken.
00:53:22: Ein Teil hatten wir mal.
00:53:23: Das war aus den Dreißigerjahren, was wiederverkockt wurde.
00:53:27: Nicht sehr viel, aber wie gesagt, das auch und uns natürlich da auch einen guten Ketter zu haben, wo du möglichst lange diese Phase des Original-Kockens auch wahren kannst.
00:53:36: Sind die Weine denn anders, wenn die neu verkockt wurden?
00:53:39: oder kann man keinen Unterschied
00:53:40: stellen?
00:53:42: Du hast natürlich auch die Möglichkeit, wenn du größere Chargen noch hast, das auch dem Statur zurückzugeben, zum Beispiel in Bordeaux.
00:53:50: Ganze wieder unter optimalen Konditionen für dich, sag ich mal, aufbereiten.
00:53:56: Das heißt, die Niveaus auffüllen, die Schwefel-Tendenzen einstellen, neue Verkalken.
00:54:04: Das ist natürlich ein weiter Deal.
00:54:06: Noch mal mehr.
00:54:08: Freude beschert in der Zukunft noch langlebiger sein wird, als ein, den du einfach mit einer relativ großen Luftbarse im Keller liegen lässt.
00:54:16: Was aber nicht unbedingt heißt, dass der Wein schlechter wird.
00:54:18: Wir haben gute Erfahrungen auch mit Füllständen, die vielleicht so höhere Schulter, mittlere Schulter waren.
00:54:26: Nicht immer ist das Ausschlag eben.
00:54:27: Es gibt auch viele tolle Geflaschen, die wir eröffnen durften, die vermeidlichen nicht ganz optimal
00:54:33: mehr waren.
00:54:34: Aber das ... Da hatte ich teilweise auch ganz, ganz großartige Überraschungen.
00:54:38: Also bei unterschiedlichen Füllständen, wo ich dachte, wow.
00:54:41: Und er hätte immer so das Gefühl gehabt, dem zu viel Wert beigemessen zu haben, weil die Weinen dann trotz allem nicht so eine Stabilität hatten.
00:54:49: Und manchmal ist dieser Zusatz an Reife, die sie vielleicht dadurch bekommen.
00:54:55: Teilweise auch ganz interessant, wie der Wein sich dann entwickelt.
00:54:57: Und es ist ja meistens ohnehin, dass man den Wein dann nicht unbedingt als Party getränkt nimmt, sondern ihm mit einer anderen Erfrucht dann irgendwie betrachtet oder auf ihn zugeht.
00:55:06: Und er scheint dann auf einer anderen Ebene noch mehr zu zeigen.
00:55:09: Also, da gab es einige, teilweise aus den Siebziger, aus den Sechziger, Fünfziger Jahren, die ich sehr, sehr interessant fand und wo ich Schade fände, wenn ich die vorab irgendwie negativ beurteilt hätte oder verurteilt hätte.
00:55:21: Absolut.
00:55:21: Ja, man muss natürlich auch sehen, damals war die Weinbereitung ganz andere, zum Teil waren die Weine wahrscheinlich in ersten, ja, fünfzehn, zwanzig Jahren untrinkbar, aufgrund verschiedener Strukturen des Tannins oder der Gelbshaureur oder... und brauchten einfach... also haben damit auch ein Wahnsinnsgerüst für eine lange Liebigkeit mitbekommen.
00:55:42: Wovon war heute noch profitieren?
00:55:43: Als ich mit Wein lernen angefangen habe, habe ich auch lernen können dürfen müssen, dass man gerade Bordeaux oder teilweise eben auch Rohn zum Teil begunnt, aber da wurde es nicht ganz so extrem dargestellt, wenn dann die ersten zwei Jahre trinken sollte oder dann erst ab dem sechsten siebten Jahr.
00:56:00: Ich weiß nicht, ob du das so von den Zahlen einigermaßen genauso bestätigen kannst und ist das heute genauso, wenn sich das verändert?
00:56:07: Sind die Konstanten da geworden?
00:56:10: Wie gesagt, also ich bin immer gegen Pauschalisierung, das muss ich wirklich
00:56:13: ... Habe ich schon gelernt.
00:56:15: Die Qualitäten sind ja auch so unterschiedlich von Produzent zu Produzent, dass sie nicht alle über den Kampf stehlen kann.
00:56:25: Es gibt Beine, die sind für die Ewigkeit gemacht und es gibt Beine, die keinen Schmogen aufmachen.
00:56:31: Und wie kann uns das zu differenzieren und zu erkennen und auch selektiv davon an den vielleicht zuerst angehen muss.
00:56:39: Ob wann, das kommt immer drauf an.
00:56:41: Also kommt drauf an, was du isst, mit wem du zusammensitzt, was gut ankommt.
00:56:48: Was trinkst du am liebsten Wein?
00:56:52: Eigentlich immer, oder?
00:56:54: Also ich weiß nicht zu jeder Gelegenheit, die sich bietet mit Freunden, mit der Familie, zum Essen.
00:57:01: Eigentlich niemals allein.
00:57:02: Das
00:57:04: sagen viele, dass man... Also, dass es entweder nicht ganz so interessant oder ein bisschen trostlos ist, bestätigen.
00:57:12: Ja, das geht schon auch.
00:57:14: Es ist kein Zweifel, keine Verurteilung.
00:57:17: Aber ich finde es schön, wenn du die Momente gemeinsam genießt und das einfach angetränkt ist, was dich auch begleitet.
00:57:26: Und bist du eher... ... Alleintrinker oder Kombinierer.
00:57:29: Also magst du es lieber mit Speisen ... ... oder ... ... genießt du den Wein lieber singulär ... ... und versuchst dich dann den Wein irgendwie ... ... reinzuarbeiten oder den Moment zu genießen?
00:57:38: Also
00:57:38: das geht sowohl als auch, ... ... wenn du jetzt einen schönen Abritiv denkst, ... ... dann brauch ich auch nicht viel dazu.
00:57:44: Oder wenn ich beim Friseur sitze, ... ... dann gibt es auch Solopolen.
00:57:48: Vergehen Zeit schon.
00:57:49: Ja.
00:57:50: Aber an sich ... ... pflegen wir eigentlich gerne die Kultur, ... ... dass wir das auch zu einem schönen Essen ... machen, wie gesagt.
00:57:58: Hast du deine Priorisierung, dass du sagst, ich mag halt einfach den Wein jetzt zum Essen trinken und die finden schon zueinander, welches Essen ja hoffentlich auch mag?
00:58:08: Oder versuchst du da immer zu performen und den richtigen Wein zu dem essen, also auch wenn du selber irgendwo ins Restaurant gehst, zu finden und das darauf abzustimmen?
00:58:17: Also ich gehe immer erst mal davon aus, was gibt's denn aus der Küche?
00:58:21: Was hast du Lust?
00:58:24: Wir sind vorwärts jetzt um und dann gehe ich ran.
00:58:26: Was könnte dazu passen und auf was habe ich Lust?
00:58:29: Ja, das ist ja der emotionale Faktor ist ja ganz entscheidend.
00:58:33: Wie geht der Abend weiter?
00:58:35: Und das gedrängt beeinflusst das ja ungemein auch dann.
00:58:39: Ob es passt oder nicht.
00:58:40: Ob die jetzt eine Perfektion feils, ob das jetzt noch ein Mühe mehr Gärbstoff haben könnte, zur Röstaromätik des Gangs oder im Tick mehr so.
00:58:52: Das weiß ich nicht.
00:58:53: Also wie gesagt, das hat so viele Faktoren, dass du sagst, guck erst mal was kommt auf den Tisch und was machen wir schönes dazu und wer sitzt dann im Tisch, welche Jahrgänge brauchen wir unter Umständen, um da ein bisschen auch den Leute mit abzuholen.
00:59:08: Also mir geht es ganz oft so, das finde ich total interessant, also das Beobachtet zu haben, dass ich wie du zuerst die Speise aussuche, weil das für mich irgendwie das erstmal Primäre ist und ich dann so mehr Zeit und Muse für den Wein habe.
00:59:21: und der Wein beeinflusst mit seiner Art, mit seiner Auswahl ganz oft meine Stimmung und danach suche ich die Wein aus.
00:59:28: Da ich sage, jetzt möchte ich irgendwie was Lebendiges haben von mir aus Champagner oder dann auch teilweise Burgunder, wo ich das Gefühl habe, dass ich da lebendiger, feinsinniger, frischer werde oder möchte ich eher etwas Gehaltvolles und möchte ein bisschen schwermütig werden oder wie soll die Gespräche verlaufen?
00:59:43: und das kann man ähnlich wie mit Musik, mit dem Wein wunderbar beeinflussen.
00:59:47: Bin ich voll deine Meinung.
00:59:48: Also die Stimmungslage ist wirklich dafür entscheidend und das ist ganz viel Gefühl.
00:59:54: Das kannst du ja nicht im Worte fassen und das kannst du auch nicht schematisieren und sagen, das und das ist ... Sondern das, wie du sagst, mit der Musik, du hast ja auch nicht jeden Tag Lust auf die gleichen Schallplatte.
01:00:09: Findest du, so was zu kombinieren, ist interessant?
01:00:12: Bein und Musik, oder ist das ...?
01:00:15: Ich bin jetzt nicht grad sehr musikalisch, muss ich zugeben.
01:00:18: Also, dass Instrumente spielen, glaub ich, ist gut, dass ich es nicht tue.
01:00:24: Ich höre gerne Musik, aber ich bin jetzt nicht einer, der sich irgendwie festfährt in einem Stil, sondern ... Ja, mit zunehmendem Alter, glaube ich, kommen die Oldies ein bisschen mehr in mir raus.
01:00:37: Und ich habe es gerne ein bisschen chillig, ein bisschen begleitend einfach, nicht so irrisierend.
01:00:43: Könntest du Wein auch mit Musik verkombinieren?
01:00:45: Dass du sagst, zu dem Musikstück oder zu dem Interpreten, könnte ich mir den Wein vorstellen?
01:00:50: Also,
01:00:50: wenn ich die Musik höre, Stimmung zu erfassen und ein Wein auszusuchen, das ja.
01:00:56: Aber vielleicht, ich könnte aber nicht sagen, warum
01:00:58: wahrscheinlich.
01:00:59: Man kann es nicht begründen.
01:01:00: Ja, ich kann Musik sowieso ganz schwer beschreiben, finde ich.
01:01:03: Also man kann das irgendwie so ganz grob motorisch.
01:01:04: Das ist eher so ein Feeling.
01:01:07: Aber Musik ist auch viel Gefühl.
01:01:09: Was ist Wein für dich?
01:01:10: Alles.
01:01:11: Total.
01:01:16: Wein ist Passion und wie gesagt, die Entdeckung einer Welt, die sehr viele Emotionen auch vereint und verschiedene Dinge auch verbindet.
01:01:26: Wie gesagt, Herkunft.
01:01:29: Gastrokultur.
01:01:32: Ja, also das ist sehr verbindend.
01:01:35: Was würdest du deinem, achtzendjährigen, ich in Bezug auf Weinraten?
01:01:40: Mach nochmal alles genauso.
01:01:44: Was schön, toll.
01:01:45: Wow, was ist denn das für eine tolle, für eine tolle Empfehlung?
01:01:48: Weil die meisten sagen ja irgendwie keine Ahnung.
01:01:50: Hätte ich damals nicht so viel das und das oder mich dort verrannt.
01:01:53: Aber wenn man das Gefühl hat, ist das ja eigentlich... Ach, bist du blödgroßer, natürlich.
01:01:58: Nee, also, man darf nicht zu viel bereuen, nicht gemacht zu haben, glaube ich.
01:02:02: Ich habe mal, ich, ich, hier gab es irgendwie so badische Glücksgegste.
01:02:04: Da war ein Spruch drin und da stand drauf, der hätte und der wollte Hennoni-Apps kaputt.
01:02:10: Ja.
01:02:10: Also, auf Hochdeutsch übersetzt, der, der immer hätte haben wollen und immer hätte tun wollen, die haben ja nie irgendwie was erreicht.
01:02:22: Stimmt.
01:02:23: Fand ich gut.
01:02:24: ... tippt lange Zeit bei mir auch im Bildschirm.
01:02:26: Wir haben PC.
01:02:30: Ich bereu da nichts und wie gesagt ... ... bist ja nicht zu spät, du kannst immer noch was nachholen ... ... und was probieren, vielleicht was ... ... der noch nicht über den Weg gelaufen ist ... ... und nur die Chance dazu hat, ist aber ... ... ich hatte viele gute Momente ... ... und viele tolle Gelegenheiten.
01:02:48: Und bin dafür auch sehr dankbar, ... ... dass ich viel tolles Zeit probieren durfte.
01:02:53: Gibt es für dich ein Laden, weil du ja eine wunderbare, treue Seele bist, wo du gerne mal so für einen Tag oder für eine Woche reinzenigen würdest und wo du einfach mal schauen würdest, wie die arbeiten, was da ist, wie die Weinkartel läuft, wie die Sachen mit der Küche kombinieren?
01:03:09: Reizt sich da irgendwas?
01:03:09: Ja, also mit Tendenz sind bin ich natürlich wirklich an dem Ort, wo ich mich auch wohlfühle und den ich mag.
01:03:18: Ich weiß nicht, vielleicht Tour d'Ajour in Paris?
01:03:21: Das wäre schon ein Keller, der mich auch mal reizen würde, wo du sagst.
01:03:25: Könnte man sich auch mal austoben.
01:03:27: Ja.
01:03:28: Aber ist dir so viel anspruchsvoller als eurer?
01:03:30: Das hatte ich.
01:03:31: Das hat
01:03:31: mich
01:03:31: letztens schon ziemlich weit hochgelegt.
01:03:33: Das weiß ich deswegen.
01:03:37: Ja.
01:03:39: Das wäre was, wo ich einfach mal gerne im Blick reinwerfen würde, glaube ich.
01:03:42: Ja, auch vom Ablauf wahrscheinlich, dass das vielleicht unglaublich interessant ist, wie die jetzt machen, wie die untereinander kommunizieren, wie die auch mit der Küche teilweise kommunizieren, ob es da eine Kommunikation gibt oder ob sowas alles sowieso sehr altbackend ist und steif abläuft, übertrieben formuliert.
01:03:57: Solange es gut ankommt, weißt du, kann jeder machen, wie er das möchte.
01:04:03: Wie gesagt, Kommunikation, ich bin eigentlich sehr, sehr froh bei uns.
01:04:08: sehr guten Draht auch mit der Küche immer gehabt.
01:04:10: Was wichtig ist natürlich, gerade wenn es mal anders rumlaufen soll, du hast vorhin gefragt, was zuerst steht und ich habe gesagt, das essen natürlich und dann suchst du den Wein aus.
01:04:21: Aber es gibt natürlich auch Events, wo du sagst, okay, der Wein ist fix, es steht im Fokus und wir brauchen darum einiges, was wir servieren können.
01:04:30: und da... Fand ich es immer toll, dass wir gut in die Kommunikation gehen konnten mit unseren Küchenchefs, mit dem Hannibal damals, mit dem Christian
01:04:37: Bauer.
01:04:38: Mittlerweile ist der Konstantin ja mit bei uns im Adler auch und umfliegt das weiter, dass wir da wirklich sehr, sehr nah gucken, was matcht wirklich auch zu den Weinen, die wir im Keller haben, was brauchen die Weine, die wir vielleicht von Event auch haben.
01:04:54: an bestimmten Komponenten, um das noch optimaler zu präsentieren an dem Abend, dass es wirklich ein rundum gelungenes Event auch gibt.
01:05:05: Was findest du schwer, den Wein auf das Essen oder das Essen auf den Wein abzustimmen?
01:05:09: Also du bist jetzt keine Köchin, aber so rein vom Gefühl her, also diese Information... Oh, ich
01:05:13: wär's gerne geworden, du.
01:05:15: Ich wär's gerne geworden, glaube ich.
01:05:16: Ja, mein Vater hat immer gesagt, ich hätte auch eine gute Köchin abgegeben.
01:05:20: Zuhause, im Betrieb meiner Eltern damals, habe ich wirklich auch mehr in der Küche gewerkelt.
01:05:25: Jetzt nicht im hochklassigen Signent, aber ich koche gerne zuhause eigentlich.
01:05:30: Die Küche sieht immer aus wie Sauter nachhaben.
01:05:31: Egal, dann sitzt du im Champagnier in der Ecke und das ist das.
01:05:36: Aber ich habe das sehr, sehr gerne und ich könnte nicht sagen, das eine ist leichter so rum als andersrum.
01:05:47: Wie gesagt, das ist so stimmungsabhängig und auch von deiner Energie an dem Tag abhängig, wo du sagst, ha, jetzt hast du Bock auf das.
01:05:56: Let's go.
01:05:57: Ich weiß aber auch nicht, ob irgendwas schwerer zu verstehen oder zu greifen ist oder Geschmacksaufzulösen ist.
01:06:02: Wahrscheinlich wäre wir uns von morgens bis abends damit irgendwie beschäftigen.
01:06:06: Ich würde mir darüber gar nicht so viel Gedanken mehr machen.
01:06:11: Ja, stimmt.
01:06:12: Aber man wird ja halt oft auch danach gefragt und versucht dann irgendwie Worte dafür zu finden, bzw.
01:06:16: wenn man sowas auch vermitteln oder jemanden erklären möchte, dann ist es dann so hier immer so möglichst einfache Worte, um das irgendwie dann da zu bieten.
01:06:25: Deswegen bin ich da
01:06:28: so.
01:06:46: Jeder von uns kennt diese Tage, an dem man viel Wein probiert, viel redet, viel erklärt, viel zuhört.
01:06:52: Und irgendwann hat man das Gefühl, dass der Kopf richtig schwer wird.
01:06:55: Und das nicht vom Wein, sondern von dem Mangel am Balance.
01:07:00: Genau da kommt Gerald Steiner ein Spiel.
01:07:02: Unterschätz das bitte nicht, denn Wasser ist kein Nebendarsteller.
01:07:06: Es ist das Fundamente unserer Wahrnehmung.
01:07:08: Und Gerald Steiner liefert mehr als Flüssigkeit.
01:07:10: Es liefert Substanz.
01:07:14: Ein Liter Gerald Steiner sprudel, medium oder feinperlig enthält zwei tausend fünfhundert Milligramm Mineralstoffe.
01:07:22: Davon, dreieinundvierzig Milligramm Calcium, hundert acht Milligramm Magnesium und über eintausend achthundert Milligramm Hydrogenkarbonat.
01:07:30: Alles von Natur aus nicht zugesetzt.
01:07:33: Diese Zusammensetzung ist analysiert und amtlich bestätigt.
01:07:38: Calcium bringt Struktur.
01:07:41: Magnesium sorgt für den Rhythmus.
01:07:43: Hydrogenkarbonat bringt den Ausgleich.
01:07:46: Zusammenbilden Sie das, was Gerhard Steiner so besonders macht.
01:07:49: Natürliche... Vitalität.
01:07:53: Warum das relevant ist?
01:07:55: Weil Minereihwasser nicht gleich Minereihwasser ist.
01:07:58: Gerholt-Steiner stand aus der Vulkan-Eifel, wo Kohlensäure vulkanischen Ursprungs auf Dolomitgestein trifft.
01:08:03: Diese Verbindung löst Minereien.
01:08:05: Viele davon.
01:08:07: Darum ist Gerholt-Steiner sieben bis achtmal mineralstoffreicher als durchschnittliches Leitungswasser.
01:08:15: Diese hohen Mineralisierungen sind keine Marketingidee, sondern pure Geologie.
01:08:21: Nur durch die natürliche Kursäure bleiben die Menareien gelöst, das Wasser klar und sensorisch harmonisch.
01:08:27: Viert sie, fallen sie außen das Wasser wird trüb.
01:08:30: Geroldsteiner bleibt stabil.
01:08:32: Als kleines Highlight hat Geroldsteiner, zwei tausend, zweiundzwanzig die Serie Geroldsteiner Ursprung für die Gastronomie eingeführt.
01:08:40: Damit treibt man das Ganze nochmal so richtig auf die Spitze und halte ich fest, viertausend, vierhundert, vierhundert, viertzig Milligramm Mineralstoffe pro Liter.
01:08:50: Davon, fünfundundneunzig Milligramm Calcium, einhundertsechzig Milligramm Magnesium und dreitausend einhundertvierzig Milligramm Hydrogenkarbonat.
01:09:02: Das ist einer der höchsten Werte in Deutschland.
01:09:06: Hydrogenkarbonat wirkt säureneutralisierend, harmonisiert Geschmack und macht das Wasser besonders bekömmlich, ideal für professionelle Weinverkostungen, für lange Serviceabende oder für pure Konzentration.
01:09:19: Natürlich stellt sich die Frage, warum kann Leitungswasser das nicht?
01:09:23: Ganz einfach.
01:09:24: Es durchläuft andere Gesteinschichten,
01:09:27: oft
01:09:28: gefiltert und aufbereitet und verliert dabei das natürliche Verhältnis seiner Mineralen.
01:09:34: Gerolsteiner hingegen ist Natur.
01:09:37: Nichts wird zugesetzt, nichts entnommen.
01:09:39: Es wird nur abgefüllt und geprüft.
01:09:42: Das SGS-Institut Fresenius z.B.
01:09:44: zertifiziert Gerolsteiner als Premium Mineralwasser.
01:09:48: Jährliche Ordens prüfen Qualität, Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz über alle Bereiche hinweg.
01:09:54: Transparenz statt Behauptung.
01:09:56: Viele fragen, ob Mineralwasser zum Beispiel beim Alkoholabbau hilft.
01:10:01: Es gibt keine wirklichen Studien dazu, aber wenn man auf seinen Körper gefühlt achtet, merkt man, dass es einem am nächsten Tag viel besser geht, wenn man ausreichend Wasser getrunken ist.
01:10:10: Und sicher ist, dass Trinken von Gerlsteiner zwischen den Wein glät den Gaumen, hält die Wahrnehmung frisch und verzögert die Ermüdung.
01:10:18: Das ist Erfahrung, keine Legende.
01:10:21: Und weil das Thema Vitalität für Gerold Steiner mehr bedeutet als Marketing, gibt es eine klare Strategie.
01:10:27: Seit two-nünzein-zwei-neunzig Umweltmanagement, seit zwei-tausend-reiztien Energiemanagement, seit zwei-tausend-viertzen-jährliche Nachhaltigkeitsberichte.
01:10:36: Gerold Steiner versteht gesundheit und Klarheit als Teil des eigenen Auftrages.
01:10:42: Und in der Gastronomie zeigt sich das täglich.
01:10:44: Gerold Steiner ist keinem, was er das Aufmerksamkeit verlangt.
01:10:47: Er schafft sie.
01:10:49: Zwischen zwei Weinen, Zwischen zwei Gängen oder Zwischen zwei Gedanken.
01:10:53: Es bringt Ordnung, wo Eindrücke überhand nehmen.
01:10:56: Und das merkst du.
01:10:58: Ein Schluck Gerolt Steiner Medium, mein Atemzug.
01:11:01: Und der Gaum ist wieder aufmerksam.
01:11:04: Das ist keine Romantik, das ist Balance.
01:11:08: Also wenn du von Vitalität sprichst, sprichst du von Gerolt Steiner.
01:11:12: Wenn du über Herkunft redest, denkst du an die Vulkan-Eifel.
01:11:15: Wenn du Balance suchst, Findest du sie in Calcium, Magnesium, Hydrogencarbonat.
01:11:22: Geroldsteiner steht für Klarheit, weil es aus Klarheit entstanden ist.
01:11:27: Geroldsteiner, das Wasser mit dem Stern.
01:11:32: Er steht nicht nur den Durst, er stellt Gleichgewicht her zwischen Körper und Konzentration, zwischen Weinen und Wirkung, zwischen Natur und Mensch.
01:11:54: Wenn dein Leben Wein wäre, welcher wäre es?
01:12:00: Was für eine Frage, ne?
01:12:01: Champagner
01:12:01: schon genannt?
01:12:03: Champagner
01:12:03: schon genannt?
01:12:04: Champagner
01:12:06: Schleewied.
01:12:07: Entschuldigung, ich ständig wiederhole hier.
01:12:09: Nein, überhaupt kein Problem.
01:12:10: Also ich finde es hier dann in dem Sinne auch, also ich finde es großartig und toll, wenn man einen Schwerpunkt hat, wenn man sich da wahnsinnig... drin auskennt, natürlich dann trotzdem eine freigeistigende Aufgeistigkeit hat für die anderen Sachen, die du ja immer hattest, aber man weiß, wo man zu Hause ist.
01:12:27: Ja, und ich finde, es passt so ein bisschen zu meinem Darlein und zu meinem Charakter auch, dieses prierende, belebende, ein bisschen direkte, manchmal ein bisschen nervig.
01:12:36: Also nicht im Sinne von nervös sein, sondern nervig.
01:12:40: Aber es ist eigentlich immer der richtige Moment dafür.
01:12:44: Und ich finde, Champagner verändert in einem, was, also er macht anders beschwipst als zum Beispiel Wein, Bier, was auch immer.
01:12:52: Und das Gefühl finde ich total großartig.
01:12:54: Also, dass man so dieses lebendige, quirlige, dieses ich will tanzen Gefühl dabei hat.
01:13:01: Ja, euphorisierend.
01:13:02: Ja.
01:13:03: Und das kann irgendwie nur schauen bei einem.
01:13:06: Also, ich will es sich immer über Champagner.
01:13:07: runterbrechen, aber es ist
01:13:09: toll.
01:13:10: Ja, ich muss mich da auch korrigieren.
01:13:12: Sollen
01:13:13: wir uns schauen beim Probieren?
01:13:14: Weil wir gerade beim Thema sind, ich glaube, es passt ganz gut.
01:13:17: Findest du, es sollte knallen oder findest du, es sollte eher zwischen?
01:13:20: Okay, das war die Antwort.
01:13:29: Ich mag dieses Geräusch so.
01:13:30: Was
01:13:31: für ein tolles Geräusch.
01:13:32: Allein das, weißt
01:13:33: du?
01:13:34: Schon
01:13:35: ist der Relaxmoment für... Da.
01:13:38: Und auch von oben reinschauen.
01:13:40: Die Bären sind immer wieder so faszinierend.
01:13:43: Und die Begeistern auch immer wieder.
01:13:44: Das wird nicht langweilig.
01:13:45: Und das finde ich so, auch wenn man so im Nachhinein, wenn der Schaum war, dann irgendwie die Minute im Glas ist und so ein bisschen ausgedampft ist.
01:13:52: Und man hört dann nochmal rein.
01:13:53: Das hat so eine ganz eigene und schafft eine eigene Atmosphäre und ist auch wie eine Musik.
01:13:59: Und ich finde, abhängig natürlich vom Glastyp, es hat einen gewissen Rhythmus drin.
01:14:03: Also es ist eine Tat wie Musik und das finde ich total total spannend interessant.
01:14:08: Weißt du wie viele Bläschen einem Glas sind?
01:14:10: Nee, weißt du?
01:14:11: Eine Million als es wurde mal hochgerechnet.
01:14:14: Gezählt hat es wahrscheinlich keiner.
01:14:15: Aber innerhalb der gesamten Zeit, bis er wirklich dann tot wäre, werden wohl eine Million Bläschen pro Glas zu finden.
01:14:23: Das finde ich total spannend.
01:14:24: Wow.
01:14:24: Ja.
01:14:26: Das sind so nutzlose Wissen, was irgendwie total witzig ist.
01:14:30: Hat das KI generiert?
01:14:33: Ich hab das schon mal einfach ... Ich glaub, ich hab es auch aus der Zeit, wo es noch keine KI gab.
01:14:38: Aber ich denke, da wird jemand wahrscheinlich so eine Momentaufnahme gemacht haben, die blödsinn gezählt haben, hochgerechnet haben und so weiter.
01:14:44: Manche haben eine Weile, und dann haben die halt irgendwie blödsinn gezählt.
01:14:48: Aber es ist schon interessant zu wissen.
01:14:50: Ich bin jetzt auch um eine
01:14:51: ...
01:14:52: Ein erfahrungsreicher.
01:14:53: Ein nutzloses Wissenreicher.
01:14:58: Gasborn Estate finde ich total spannend.
01:15:01: England finde ich total spannend.
01:15:02: Also ich fand es auch interessant, dass man dort, das war ja so einer der Gründe, warum einige Champagnerproduzenten Richtung West Sussex und Kent gegangen sind.
01:15:11: Dass es dort die gleiche Klimasituation gibt wie in der Champagne, also dass die Jahresdurchschnittstemperatur von zehn Grad haben.
01:15:17: Die haben mehr Niederschlag, also in der Champagne hast du so um die sechsenhundert Millimeter.
01:15:23: Dort hast du so teilweise bis tausendtausend Fünfhundert, also schon relativ viel, was auch so ein sehr größer Probleme war.
01:15:29: Aber du hast ein ähnliches Klima wie Anamosel, du hast ein ähnliches Klima wie Tasmanien.
01:15:35: Und das finde ich eigentlich interessant, dass es da so ganz viele Vergleichbarkeiten gibt.
01:15:38: Und vom Boden ist das natürlich ein Geschenk mit den Kreide, mit den Kalkböden, die dort existent sind.
01:15:45: und macht wahnsinnig viel Spaß.
01:15:46: Im Blonde Noir haben wir dort, das ist so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so,
01:16:13: so, so, so, so, so, so, so, so, so.
01:16:14: Ja gut, wenn sie mit den Hunden Niederschlags werden, gut klarkommen.
01:16:20: Also es spricht ja für sich, das ist ein toller Kandidat, er überrascht mich sehr.
01:16:24: Also wenn du das auch geliehen probierst, glaube ich, ist es ultra schwierig zu verorten.
01:16:29: Und diese Kreidestruktur des Bodens hast du natürlich auch enorm in der Nase, wirklich dieses kühle, kreidige,
01:16:39: ja.
01:16:40: Finde ich auch.
01:16:40: Also ich finde, er hat sowas ganz Klares, dass nicht zuvor erorten würde ich persönlich in diese Richtung schieben, dass man kaum Erfahrung mit englischen Schaumweinen hat.
01:16:50: Stimmt.
01:16:52: Ja, also ich finde, er hat nicht das Gefühl, dass man versucht unbedingt irgendwie so eine halbe Champagne hinzubasseln, sondern er hat schon was ganz Eigenes.
01:17:00: Auch in der Relation, das soll jetzt nicht so technisch werden, aber in der Säure-Dosage-Relation, also er hat nicht diesen Brötner-Tür-Style, sondern er hat ganz bewusst acht Gramm Dosage und sieben Gramm Säure.
01:17:11: Und ich finde, dadurch hat er eine ganz eigene cremige Textur.
01:17:15: Richtig, das ist nicht zu karg.
01:17:16: Das ist unheimlich viel Scham.
01:17:18: Also ein bisschen mehr auf der Fruchtzeit, aber es ist sehr cremig, auch für viele, die eben nicht so die extremen Charaktere wie bei Winzer Decken oder bei einigen Japaner Häusern schätzen.
01:17:36: Ja, das ist sehr smooth, sehr angenehm, sehr trinkig.
01:17:42: Auch ein ganz wichtiger Faktor ist eigentlich,
01:17:44: dass man eben nicht nach dem Glas satt ist.
01:17:45: Dass er nicht im Halt stecken bleibt, sondern dass man Freude am Trinken hat und an der Lebendigkeit.
01:17:51: Und was ich immer schön finde, ist, wenn man so diese Schmatzen auf die Zunge bekommt, wo man sagt, oh, jetzt noch ein Schlückchen.
01:17:59: Und ja, genau.
01:18:01: Das finde ich, macht das Ganze dann so unglaublich reizvoll.
01:18:04: Und dann möchte man ihn auch entdecken.
01:18:07: Absolut.
01:18:08: Und nicht nur ein Glas.
01:18:10: Was für ein Glas hast du da genommen?
01:18:12: Also bist du da eher Seck-Glas-Typ oder der Weinglas-Typ bei Schaumwein?
01:18:18: Also ich hab trotzdem immer gerne lieber ein Musikpunkt, ich weiß nicht warum.
01:18:22: Ich bin eher ein weiterer Schaumwein-Glas-Typ.
01:18:28: Und ich sage sicherlich, kommt jetzt auch darauf an, ob du das, wenn du es zum Essen nimmst, ein tolles Beruhender ähnliches naas sicherlich auch nehmen.
01:18:36: Für den Kandidaten würde ich jetzt eher was nehmen, was wir wirklich diese Expression ein bisschen fördert und dadurch einfach ein bisschen direkter auch in der Nase betört und die frucht wirklich ein bisschen.
01:18:50: Ich finde, dass das Glasein selber auch beeinflusst.
01:18:53: Also, wenn ich jetzt so einen großen Begunterkehr habe, dann habe ich eine ganz andere Art, auch mit dem Wein umzugehen, abgesehen davon, dass es sich natürlich ganz anders präsentiert.
01:19:03: Das heißt, ich bewege den Wein ganz anders, ich fühle ihn ganz anders zum Mund, ich trinke ganz anders.
01:19:09: Und wenn ich halt so ein Schaumweinglas habe, es muss ja nicht unbedingt eine Sektflöte sein, sondern da gibt es ja auch Ganz interessante Vertreter, die ja den Schaumwein frisch rüberbringen und trotzdem so eine Säckglasform haben.
01:19:22: Dann ist man lebendiger, man trinkt schneller, man trinkt auch in ganz anderen Schlücken.
01:19:26: Also die Schlücke sind viel größer, man hat mehr Wein am Gaum, man schluckt schneller und das finde ich, da kann man die eigene Stimmung allein mit dem Glas unglaublich steuern, beeinflussen, dass sie auch leben.
01:19:39: Definitiv.
01:19:39: Also ich habe es gerne, du hast natürlich... Das Beschlagnis des Glases, das verdient sich im größeren Glas natürlich relativ schnell und da ist Temperatur ja eher was, wo du sagst du, du willst viele Eigenschaften ein bisschen mehr balancieren oder ein bisschen weiniger gestalten und ich schätze wirklich jetzt eher dieses Beschlagnis des Glases, die Perlen, die du wirklich mit verfolgst im Glas und die dich einfach so ein bisschen beleben.
01:20:09: Was ich manchmal schade finde bei Schaumern jetzt auch bei dem, ist, dass man immer nur so eine Momentaufnahme irgendwie betrachtet.
01:20:17: Man schmeckt selten nach.
01:20:18: Man hat meistens diesen ersten Eindruck, den hakt man ab.
01:20:21: Und ich versuch bei Schaumweinen oftmals, die auch ein, zwei Tage dann noch aufzubewahren im Kühlschrank.
01:20:28: Halten die so lange
01:20:29: bei dir durch, ja?
01:20:31: Teilweise also, dass ich es bewusst zurückhalte und dann lieber welches Wetter aufmache.
01:20:35: Ich glaube, es wäre
01:20:36: bei mir...
01:20:38: unter den Leuten, die mit mir Schaumweine
01:20:43: trinken.
01:20:43: Manchmal bin ich so nördig und möchte sehen, was daraus wird.
01:20:45: Das finde ich total spannend.
01:20:47: Das ist ja auch gut so.
01:20:48: Das ist ein bisschen ungerecht den Schaumwein gegenüber, dass die gar nicht diese lang gestreckte Aufmerksamkeit bekommen.
01:20:54: Die Chance gar nicht
01:20:55: kriegen.
01:20:55: Und ihre Weinigkeit, genau, genau.
01:20:57: Man ist dann so in diesem Gefühl und verliert dann so ein bisschen, muss nicht mal alles zerreden oder zerbeißen, aber so die ... die Ernsthaftigkeit dabei.
01:21:06: ist vielleicht auch zugunsten des Getränkes, wenn man dann mehr trinkt, als wenn man es immer analysiert und nur in kleinen Schlücken und Vier riechen.
01:21:14: Aber manchmal ist es doch schade, finde ich.
01:21:16: Sie sind meist recht, ja.
01:21:18: Kommt auf den Versuch an, wenn man mehrere Flaschen hat natürlich vorausgesetzt.
01:21:22: Das ist ja, das ist natürlich ja ganz wichtig.
01:21:24: War England bei euch ein Thema auf der Karte?
01:21:26: Nee, gar nicht.
01:21:27: Also ich habe auch lange Zeit irgendwie England aus mir vorgelassen.
01:21:31: Keine Absicht.
01:21:33: Aber ... Wirklich erst vor wenigen Jahren auf der Provein mal gestreift, sag ich mal, aber nie als große Fokus.
01:21:43: Ja, man kann ihn auch selten probieren.
01:21:45: Also es gibt wenige Querverkostungen von England, das finde ich relativ schade.
01:21:49: Und viele haben natürlich, also zum einen die Grenze der Verfügbarkeit.
01:21:53: Du hast ja hier nur, also in Gesamt-UK hast du viertausend Hektar, in England dreitausend achthundert, wovon die meisten Südwesten sind.
01:22:00: Und da hast du halt das Riesenproblem.
01:22:03: Das zum ein, das fast alles Business Cases sind, die halt extrem durchkalkuliert sind.
01:22:09: Und dass das Land so extrem teuer ist, weil dort wo Wein wächst, will auch jeder wohnen.
01:22:13: Weil es halt so idyllisches am Meer ist, in der Nähe von London ist.
01:22:17: Das ist wie hier eigentlich.
01:22:18: Und ja, genau.
01:22:19: Und dadurch werden, also ist der Grundpreis eigentlich für die Weine relativ hoch.
01:22:25: Und das hindert viele daran, jetzt keine Ahnung, für so einen Schaumwein wie den... ...sechti-siebzig Euro auszugeben.
01:22:32: Also eine Menge Geld für viele Leute, ne?
01:22:34: Aber es ist wirklich sehr gut, aber ich... Ja, musst du suchen und raus sagen, jemand, der dich da ein bisschen mitnimmt oder anführt, das... Aber vielen Dank,
01:22:43: also... Aber ich finde, er wird dem gerecht und er hat dieses Kaltklimatische und hat für mich eine ganz eigene Interpretation eines Schaumweins.
01:22:49: Total gerne, also ich freu mich wahnsinnig, dass er dir gefällt.
01:22:51: Ja, es
01:22:52: ist top gemacht, also wirklich... Very nice.
01:22:59: Ist für dich selber, wenn du essen gehst, ist die Weinauswahl oder die Weinberatung wichtiger?
01:23:05: Das kommt ganz auf die Karte drauf an.
01:23:07: Ganz ehrlich, wir haben natürlich auch viele tolle Kollegen, denen du auch vertraust und sagst mach mir... ... was du lust hast oder ... ...
01:23:18: oder ... ...
01:23:19: hilf mir weiter, welche ... ... weißt du, jeder kennt seinen eigenen Kälter am besten, ja?
01:23:23: Da ... ... da muss du jetzt ja nicht auftrunken und sagen, ja, ich bin aber ... ... mit dem Kälterstand hier ... ... es gibt Weinkarten, wo du sagst ganz klar, du findest auf Anhieb ... ... drei, vier, fünf, sechs, zehn Sachen, ... ... wo du Bock hast, die an dem Tag zu trinken ... ... oder wo wir jagenlich interessieren oder ... ... ja?
01:23:44: einfach neugierig bist auf Dinge, die du auch noch nicht kennst und so.
01:23:47: Also das kommt ganz auf die Weinkarte drauf an und auch auf den Kollegen, auf den Sammelier oder
01:23:53: ja.
01:23:53: Aber du nutzt das schon Anspruch.
01:23:54: Also du bist ja nicht so der Kartenart, der sich da vergräbt und sagt okay, jetzt gucke ich erst mal.
01:24:00: Ich bin auch nicht der Kartenart, der jetzt im Vorfeld schon die Weinkarte durchfaustet und dann eine Abfrage-Runde startet.
01:24:08: Ich lasse das gerne so auf mich wirken.
01:24:12: Und wie gesagt, in der Regel zucht man ja auch das Essen ein bisschen aus, an dem Tag auf, was das so lust.
01:24:18: Und es ist beim Wein für mich ähnlich, dass so nicht jeden Tag Lust aus auf das Gleiche oder auf den gleichen Stil.
01:24:26: Und auch dann kleine Schätze, Entdecks, die den Tag, den Mittag den Abend versüßen.
01:24:33: Und einfach deinen Horizont nebenher noch erweitern.
01:24:36: Probierst du dann gerne rum oder nimmst du dann lieber Klassiker?
01:24:38: Es kommt immer auf mal anders drauf an, ob man überhaupt da sich reinarbeiten möchte oder ob es ein stiller Begleiter ist.
01:24:44: Aber bist du dann neugierig?
01:24:46: Absolut.
01:24:47: Ja.
01:24:47: Immer.
01:24:47: Weinmenü auch oder lieber eine Flasche?
01:24:51: Ah, kommt auf den Kollegen drauf an.
01:24:52: Ja, stimmt.
01:24:53: Was das meint.
01:24:54: Ja.
01:24:55: Also, ähm, ja, du weißt, da gehe ich sicherlich genauso, dass du sagst, okay, ähm, Du hast viele Kollegen oder viele Freunde, die du blinvertraust und die du einfach machen lässt und da auch gerne hin, dass dich geführt wirst und was du probieren musst und so.
01:25:19: Das ist genauso schön, als wenn du sagst, hey, ich habe das und das gesehen, ich habe wirklich Lust darauf und das entspannt viele, viele Summen, die es ja auch, wenn du zuerst irgendwo bist, wenn jemand genau weiß, was er will.
01:25:33: ist das manchmal auch sehr angenehm.
01:25:35: Ich
01:25:35: finde, durch eine Weimberatung wird teilweise das Restauranterlebnis, also für einen selber, auch viel erlebnisreicher und man nimmt irgendwie mehr mit.
01:25:44: Ich muss auch oft gestehen, dass wenn ich eine Weimbegleitung, Weimenehme nehme, kann ich mir vieles in der Kürze der Zeit, da versuche ich mich in die Gäste mal reinzufühlen, kann ich überhaupt nicht aufnehmen, wenn ich die Sachen überhaupt nicht kennen oder nicht nachvollziehen kann.
01:25:57: Aber ich mag das teilweise total gerne, aber meistens, wenn ich ja doch dann mit jemandem im Restaurant bin, dann reden möchte, mag ich auch gerne Flasche und mich einfach mit der Flasche in Ruhe auseinandersetzen und also neben der Kommunikation.
01:26:11: Und die Entwicklung dann irgendwie verfolgen und lieber noch irgendwie ein, zwei, drei, vier Gläsern nebenher probieren.
01:26:17: Aber so ein Grundsegment, das sich dabei haben.
01:26:20: Ja, ich glaube, das liegt natürlich dran, dass wir ... ja.
01:26:25: ... in dem Beruf sind und dann auch die Momente schätzen, dass du sagst, ... ... ich will einfach einen gemütlichen Abend, ... ... und es muss jetzt keine wilde Bespassung ... ... außen rum sein.
01:26:34: Ich baue nicht die große Bühne, ... ... die da jetzt aufgefallen wird oder so.
01:26:41: Ja, das ist ganz unterschiedlich.
01:26:42: Und wie gesagt, wir haben natürlich ... ... in unserem Fall auch mit der Riesenkarte erstickst du ... ... natürlich viele im Vorfeld, die sich da nicht ran trauen ... ... oder sagen, was soll ich denn da aussuchen.
01:26:53: und die Daten, wo du sagst, okay, im Fläschchen wäre jetzt so viel, wobei wir uns wahrscheinlich überlegen, ob es eher eine Magne misse als eine Normalflasche denn zu
01:27:03: messen.
01:27:05: Zumindest wenn man zu zweit ist, ne?
01:27:07: Genau,
01:27:08: wenn einer nichts trinkt, der Fahndung.
01:27:10: Ja, genau.
01:27:12: Gab es wirklich mal einen Kollegen, der dich beeindruckt hat, also wo du sagst, wow.
01:27:16: Also die, keine Ahnung, die Art der Erklärung, die Performance, die, die Kifas hast du seinerzeit erwähnt?
01:27:21: Ja, die, also die Kifas.
01:27:22: Hatt ich auch toll,
01:27:23: was die gemacht haben.
01:27:24: Das war so groß.
01:27:26: Also ich hab sie in München nie erlebt.
01:27:28: Beziehungsweise ist einer der Brüder ja raus aus der Gastros, weil ich das nachvollziehen
01:27:31: konnte.
01:27:31: Ja, nur es ist, ich
01:27:32: will Ernährsagen.
01:27:32: Aber damals in Aschau, ich fand es, wow, das war so richtig pure Ästhetik.
01:27:38: Ja.
01:27:38: Richtig, also das hat mich sehr mitgenommen und sehr beeindruckt auch und auch als Vorbildfunktion, wie sowas wirklich noch ein kommunikativ einfach so in sich greift und auch eine Art von Perfektion ist im Wort, was ich eigentlich nicht so mag, aber das ist schon sehr perfekte, sehr präzise gewesen und wie gesagt mit einer Leichtigkeit trotzdem im Hintergrund und das hat mich sehr beeindruckt.
01:28:05: Was soll ich sagen?
01:28:06: Ich fand, die hatten diese Gesetzheit, wie Al Pacino sie als Schauspieler hat.
01:28:11: Diese Souveräne.
01:28:15: Man ruht so.
01:28:16: Man hat das Gefühl, es bringt zumindest in meiner Außenbetrachtung, die nichts aus der Ruhe herauskommt.
01:28:24: Das ist so toll.
01:28:25: Ja, genau.
01:28:28: Stimmt.
01:28:29: Hast du sonst irgendeinen Kollegen?
01:28:32: gerne hingehst oder wo du es magst, wie er die Weine leblich berät, den Wein zelebriert?
01:28:39: Für einige, also ich habe es gerne unaufgeregt, also ich brauche nicht so die Bühnenstars vielleicht in dem Sinne, also so unaufgeregte, wie sie die C.P.
01:28:53: der Bootmann oder sowas, das habe ich gerne, sie hat ein wirklich tolles Knowledge.
01:29:00: bringt dann tolle Sachen, was der Fall ist, eben in Freizeit mit einem Artabel.
01:29:11: Der Andreas Lutz sind so Kandidaten, die ich einfach sehr schätze, weil es unaufgeregt ist, die tolle Weine, die Kredenzen.
01:29:23: Wo man aber die Souveränität auch spürt und einfach auch die Weinliebe spürt und die in ihrer Art... ... auch so kleinen Trüffelschweine.
01:29:31: Ich habe jetzt viele sicherlich vergessen.
01:29:33: Immer.
01:29:33: Ich habe das nicht genannt.
01:29:35: Also das ist ... ... ich mochte damals den Dominik Trick auch sehr, sehr gerne, ... ... als er noch in der Gastrotätik war.
01:29:41: Das ist ... ...
01:29:42: wirklich auch so eine ganz super nette Art.
01:29:44: Ja.
01:29:45: Gehst du lieber in Frankreich oder lieber in Deutschland essen?
01:29:48: Beides.
01:29:49: Ja.
01:29:50: Beides.
01:29:50: Also ich bin da so grenznah hier, ... ... wo ich wohne.
01:29:56: Es ist
01:29:57: zwei Minuten über den Rhein.
01:30:00: Und wir gehen viel drüben einkaufen, viel drüben essen und mein Mann ist selber Franzose.
01:30:05: von daher ist es so, ist die francophile Prägung auch bei uns privat vorhanden.
01:30:12: Wie gehst du selber mit enttäuschenden Weimomenten um?
01:30:14: Also wenn du irgendwie eine Flasche aufmachst, wenn du selber dann doch im Restaurant bist und von dem Wein dann doch nicht so begeistert bist, würdest du es weiter trinken, würdest du was anderes nehmen, versuchst du dich reinzuarbeiten?
01:30:27: Ja, als Wien kann man nichts.
01:30:29: Und wenn auch nicht der Tag dafür da ist oder die Flasche einfach nicht das bietet, was man erwartet hat.
01:30:37: Klar, aber Enttäuschung ist so ein großes Wort dafür, glaube ich.
01:30:41: Ich würde mir eher gucken, ob du was anderes bestellst, wenn du sagst, Mensch, ist daneben gegangen, gibts mal.
01:30:47: Gerade wenn du den im Segment dieser hochreifen Kandidaten gerne was aussuchst.
01:30:56: Dann da musst du damit rechnen.
01:30:58: Also das ist eher so, dass du sagst wenn du ein super Flasche erwischt hast, feier das.
01:31:03: Und genießt es und speichert es ab.
01:31:08: Und genießt den Moment.
01:31:09: Und wenn es halt nicht so ist, dann ist das auch okay.
01:31:12: Also ich lasse mich da nicht zu sehr.
01:31:15: Mit Reisen in der Enttäuschung und wie gesagt die Möglichkeit eine andere Flasche noch zu bestellen nebenher ist ja immer gegeben.
01:31:21: Und gerade bei den Reifensachen, finde ich, ging mir am Anfang auf.
01:31:25: Wir hatten auch relativ viele, nicht wie ihr in der Tiefe, aber viele Reifeweiner macht den großen Fehler, dass man die zu schnell bewertet.
01:31:33: Also, dass man ihm nicht die Zeit gibt, sich vielleicht auch mal an die Frischluft zu gewöhnen, an die neue Situation, dass man sich selber
01:31:39: auch... Ja, ja, zu oberflächlich vielleicht auch manchmal zunächst rangeht.
01:31:43: Und wie gesagt, manche stellst du kurz ein bisschen aufs Seidbohlen und probier es ja nochmal nach und ist graniös.
01:31:52: Kann genauso sein und lernst du daraus, dass du einfach nicht vorschnell irgendwie urteilst und eine zweite Chance auch immer gibst.
01:31:59: Und sich selber auch eine zweite Chance gibt, wenn man sich ja selber auf den Bein erstmal und auf diese Reifearomen einnorten muss.
01:32:04: Also wenn man auch in die Bewusstsein ist, ich trinke einen vierzig, fünfzig, sechzig Jahre alten Bein.
01:32:09: dann erwartet man ja etwas, aber wenn der dann doch ein bisschen wie Fußsohle riecht, dann muss man da erstmal mit klarkommen und muss sich das langsam reininterpretieren und vor allen Dingen auch so seine eigene Argumentation, seine Begrifflichkeit dafür auch finden, finde ich.
01:32:25: Ja, ich war eigentlich nicht zwingend, das toll finden zu müssen, nur weil es jetzt so alt ist.
01:32:31: Das darf auch anders sein.
01:32:34: Serviert man die anders von der Temperatur gereifte Weine?
01:32:39: Okay, kommt drauf an.
01:32:40: Es ist natürlich immer,
01:32:41: wann wird es
01:32:42: um einen bestellt, wie viel Vorlauf habe ich, bis er serviert werden soll.
01:32:45: Es
01:32:46: gibt
01:32:47: einige Gäste von uns, die schon vorher anrufen und sagen, ich hätte gerne das und das war heute Abend, können sie es richten, können sie es vorbereiten, dekatieren oder eben nicht temperieren.
01:32:56: Das machen wir sehr, sehr gerne, aber natürlich da einfach ein bisschen den Zeitfaktor auf der ruhigen Seite des Weines haben.
01:33:06: Temperatur, das ist genauso abhängig von der Lage, welche Jahreszeit habe ich
01:33:11: gerade.
01:33:12: Scheint die Sonne draußen, wie ist dein eigenes Empfinden.
01:33:16: Und das persönliche Empfinden auch, was zu kalt und was zu warm ist.
01:33:19: Also das, ich hatte auch mal einen Gast, das war auch in meiner Anfangszeit, der hat wirklich dann die Temperatur irgendwie versucht, so kritisieren.
01:33:29: Und dann bin ich ja mit dem Thermometer hingerannt, das weiß ich noch.
01:33:34: Ja, weil der hat strikt behauptet, das wäre so und so.
01:33:37: Und ich wusste aber, dass der Wein gut temperiert war am Vorfeld.
01:33:40: Also ich war auf der sicheren Seite.
01:33:41: Es war einfach nur um ... ja, weiß nicht, Aufmerksamkeit oder irgendwas zu beweisen.
01:33:47: Und das ist deutlich weggegangen mit dem Laufel der Zeit.
01:33:50: Finde ich auch.
01:33:51: Ich finde, in meiner Kölner Zeit, es war auch so um zweitausend, da gab es mehr Thermometer im Restaurant seitens der Gäste, die wirklich nachgemessen haben, als ... Ich hab das schon lange nicht mehr gesehen.
01:34:04: Wahrscheinlich zum einen, weil die Servicequalität sich verbessert hat, aber vielleicht auch die Verbissenheiten ein bisschen abgenommen hat.
01:34:10: Ja, richtig.
01:34:11: Also, dass das Recht haben, um die Temperatureinschätzung.
01:34:17: Ja, das hat, glaube ich, zum Glück ein bisschen...
01:34:19: Aber jetzt, wo du es erwähnt, es gibt ja manchmal so Erlebnisse, die kommen dann wieder hoch, wenn man die irgendwie verdrängt hat.
01:34:27: Und wir hatten in der Tat einen Gast, das war so herrlich.
01:34:30: Das musste auf den, auf den Grad genau sein.
01:34:33: Und ich habe jedes Mal, wenn er in einer Reservierungsliste stand, dachte ich, boah, was mache ich, da, wie krieg ich's hin?
01:34:38: Wenn manchmal ist es ja einfach auch die Glasgröße, manchmal ist es ja, wie du sagst, die Außentemperatur.
01:34:42: Und innerhalb von fünfzehn Sekunden hat die Temperatur sich verändert.
01:34:47: Und wenn das eben nicht acht Grad waren, wie der Wein sein musste, dann ging der Wein zurück.
01:34:52: Das war ein Theater.
01:34:54: Stimmt.
01:34:54: Wahnsinn.
01:34:55: Ja, lustig.
01:34:57: Die Epoche ist vorbei, glaube ich.
01:34:59: Ja, die ist wirklich vorbei.
01:35:02: Aber reife Weine zu betrachten, zu begleiten, ist etwas, finde ich, ganz, ganz Großartiges.
01:35:07: Dekantieren oder Lüften entscheidest du dann auch live, oder?
01:35:10: Dass du den Wein probierst oder zumindest eine gewisse Erfahrung hast.
01:35:12: Genau, also
01:35:13: richtig.
01:35:14: Wenn du deine Papenheimer ein bisschen kennst und weißt, okay, der braucht ein paar Stunden im Vorfeld, dann ... dann sagst du das auch.
01:35:20: Also komminierst das dem Gast oder sagst du, mach mal das nächste Mal und geh mir da vor, ein bisschen Beluft.
01:35:29: Aber ist ganz viel, vielen Sachen finde ich auch.
01:35:33: Und sehr individuell, gerade bei so einem Land, die sehr unterschiedlich ausfallen können, dann machst du die Flasche auf, entscheidest, geht das oder geht es nicht.
01:35:40: Wie lange Style für die Zähnisse da brauche ich wirklich?
01:35:44: Was gibt es dazu?
01:35:45: Gibt Parallel noch einen Wein oder... Das ist ja das Schöne an der Erfahrung.
01:35:51: Das kann man nicht so ersetzen.
01:35:53: Ja, ja.
01:35:54: Würdest du einem Gast abraten, wenn du das Gefühl hast oder wirstest, der Wein hat nicht genügend Zeit, um sich zu entfalten oder ist das das Gast des Entscheidungen?
01:36:05: Hinweis geben.
01:36:06: Also du hast ja auch Gästetypen, die genau wissen, was sie wollen, die sehr überzeugt davon sind, dass es jetzt so richtig ist und andere, die dich ohnehin schon fragen.
01:36:19: Und wie gesagt, also ein Vermerk kannst du natürlich auch immer geben und sagen, vielleicht schalten wir einfach noch eine andere Flasche dazwischen und geben ihm ein bisschen mehr Zeit.
01:36:28: Du hast ja ganz viele Möglichkeiten, in unserem Bereich da was hinzukriegen, was so ein bisschen dem Optimum gerecht wird oder was das Feeling für den Besuch bei unserem Restaurant noch ein bisschen optimieren
01:36:45: kann.
01:36:45: Hast du No-Groß beim Lüften oder Dekantieren?
01:36:48: Also ich habe persönlich verschiedene Weine, die ich sehr ungern bis niemals zum Beispiel Lüfte welches Gefühl habe, dass ich denen damit die Seele raubere.
01:36:56: Also ich tue mich unglaublich schwer, mit Begunter, die in die Karaffe zu geben.
01:37:00: Ja,
01:37:01: also in der Regel, wenn es jetzt die ganz junge Kandidaten sind, die wirklich eher noch Fungholzwasser geprägt sind, da bin ich bei Beguntern auch eher reserviert, was das Dekantieren angeht.
01:37:13: eher bei den, sagen wir mal, Tendinstärkeren Rebsorten.
01:37:16: oder wenn du sagst, es ist ein sehr erkanntiger Stil, oder?
01:37:21: Wie gesagt, wenn du Erfahrungen hast und sagst, den hast du schon mal probiert mit sehr viel Luft und es hat ihm extrem gut getan, gerade wenn so ein bisschen die reduktiven Aromen auch mit reinspielen und das Ganze dann deutlich balanciert wird, dann ist das der Weg, den ich entscheiden würde.
01:37:57: Ich stehe hier mit einer Flasche.
01:38:02: Und denke, endlich mal ein Zweitwein, der nicht nur der kleine Bruder ist, sondern der coole Onge, der früher aus dem Keller kommt und trotzdem die Familie nicht blamiert.
01:38:12: Wir reden über Chateau-Pichon-Long, wir kommen Teste-Ralonde.
01:38:16: Und da man das nicht jedes Mal so ausführlich formulieren möchte, weil das wahrscheinlich die Zunge verknoten würde, sagen die meist nur Pichon-Kom-Test.
01:38:22: Dieses liegt im Projac.
01:38:25: Direkt gegenüber vom muskulösen Pichon-Baron.
01:38:28: Die zwei sind wie Zwillinge, die sich in den letzten Jahren gestritten haben, weil Papa das Guteilte und seither macht einer Bodybuilding und der andere Yoga.
01:38:36: Diese Kontest-Seite hat nämlich ein Papa-Zellen, die heimlich über die Appellationsgrenzen nach Saint-Joyant schielen.
01:38:43: Und genau das macht die Weine ein wenig weicher, runder, finestbeton, da fast ein bisschen flirty.
01:38:50: Ein Projekt mit Saint-Joyant-Sham, quasi der George Clooney unter den Bodos.
01:38:55: Und normalerweise Pumpt.
01:38:56: Wie Schock kommt Tess?
01:38:57: Relativ viel mehr lohnt seine Weine.
01:38:59: Bis
01:38:59: zu...
01:39:00: der Reißig hat manchmal sogar fortyfünf Prozent.
01:39:03: Damit der Wein schon jung wie ein Seidenduch über die Zunge gleitet, statt wie Schnürgelpapier.
01:39:08: Aber zwanzig war so ein Jahr, wo der Himmel, Bordome, Dregen und Mehltau geärgert hat.
01:39:13: Merlot hat gelitten wie ein Influencer ohne WLAN.
01:39:16: Also, sie konnten ja nicht anders.
01:39:18: Haben sie beim Reserv kurzerhand mehr Cabernet-Sauvignon.
01:39:21: So circa fünfzig Prozent.
01:39:23: Und sogar Petit verdohnt mit in die Kühe genommen.
01:39:25: damit der Wein nicht einbricht, wie mein Vorsatz, den Wein mindestens über eine Stunde atmen zu lassen.
01:39:31: Das Resultat?
01:39:33: Ein Zweitbein, der plötzlich erwachsener wirkt, als manche erst Weine aus dem gleichen Jahr.
01:39:37: Kritiker schreiben zweiundneunzig bis vierneunzig Punkte und nennen ihnen einen der besten Zweitbeine des Jahrgangs.
01:39:43: In der Nase.
01:39:44: Typische, ja, schwarze Johannesbäre.
01:39:48: Man hat diese Bleistiftspäne, so dieses typische Projekt Graffit, ein Hauchler Wendel und ein Tickminze.
01:39:56: Als hätte jemand den Kräutergarten in einen Luxus Bleistift gesteckt.
01:39:59: Am Gaumen mittelkräftig saftig, aber mit dieser kühlen, vibrienden Frische, die zwanzig, einundzwanzig so besonders macht.
01:40:06: Kein Marmeladenbomber, sondern elegant, präzise, fast ein bisschen frech.
01:40:12: Die Tannine sind feinkörnig.
01:40:14: Nicht diese Klopper, die einen dem Mund zu kleben, wie nach Dreiespressi.
01:40:18: Man schmeckt dunkle Kirsche, Flaume, ein bisschen Lakritze und am Ende dieses mineralische Salz, das einen sofort ans nächste Glas denken lässt.
01:40:28: Im Gegensatz zum Grand Vain, der im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr.
01:40:54: Während Pichon Baron immer noch den harten Kermin ist die Comtesse traditionell die Verführerin.
01:41:01: Und der Reserve ist ihr kleiner Flirt, der einem direkt in die Augen schaut und sagt, komm, wir verstehen uns auch ohne dreißig Jahre Reife.
01:41:09: Das war das Schwierige.
01:41:11: Frost im April, Regen im Sommer, Mehltauer Alarm.
01:41:14: Viele Chateaus haben geweint.
01:41:16: Aber Pichon Comtesse hat einfach strenger selektiert und den Reserve zum Helden gemacht.
01:41:23: Der Grand war, ist toll, definitiv, aber kühl und intellektuell.
01:41:29: Der Reserve ist der, der lacht, tanzt und einem die Hand auf die Schulter legt.
01:41:35: Man riecht fast die Gironde.
01:41:38: Die Kieselhügel, die alten Reben.
01:41:42: Und wer auch immer dachte, Zweitweine seien nur für Leute, die sich die Großen nicht leisten können.
01:41:46: Falsch!
01:41:47: Der Reserve war schon immer ein Geheimtipp.
01:41:49: auf fünfzig Prozent der Produktion und trinkt sich, wie ein kleiner Gran war.
01:41:53: Mit Sonderland- Twenty-One-Zwanzig hat er diese Frische dieser Energie, ist mit dreizehn Volumen Prozent eben kein Alkohol-Monster, sondern schlank, lebendig, fast bugundischem Besten-Sinne.
01:42:04: Stellt euch vor, ihr öffnet ihn zum Lammkottelett.
01:42:07: Und plötzlich sinkt die Familie Halleluja statt sich zu streiten.
01:42:11: Seit Louis Röderer, zwei tausend sieben, hier das Ruder übernommen haben, ist alles noch präziser.
01:42:15: Organic Farming seit Twenty-One-Zwanzig.
01:42:18: Die Reben dürfen jetzt auch Tai Chi machen.
01:42:21: Der Reserve- Twenty-One-Zug hat diese perfekte Ballon zwischen hohe Jagdstruktur auf der einen Seite und kommt Hessele auf der anderen, hart und weich.
01:42:29: Und das in einem Atemzug.
01:42:30: Wenn der Gramm war, neunzeitzweinachtig und sein einhundert Parker-Punkten, der Rolls-Royce ist, dann ist der Reserve- Twenty-One-Zug der Golf-GTI.
01:42:39: Macht genau so viel Spaß, kostet ein Zeltel.
01:42:41: und packt sich einfach besser ein.
01:42:43: In schwierigen Jahren zeigt sich der Meister und im Jahr ist es so, dass es im Jahr ist.
01:42:46: Und im Jahr ist es so, dass es im Jahr ist.
01:42:47: Und im Jahr ist es so, dass es im Jahr ist.
01:42:48: In schwierigen Jahren zeigt sich der Meister und im Jahr ist es so, dass es im Jahr ist.
01:42:52: Und im Jahr ist es so, dass es im Jahr ist.
01:42:53: Und im Jahr ist es so, dass es im Jahr ist.
01:42:55: In schwierigen Jahren zeigt sich der Meister und im Jahr ist es so, dass es im Jahr ist.
01:42:58: Und im Jahr ist es so, dass es im Jahr ist.
01:43:00: Und im Jahr ist es so, dass es im Jahr ist.
01:43:01: In schwierigen Jahren zeigt sich der Meister und im Jahr ist es so, dass es im Jahr ist.
01:43:04: Und im Jahr ist es so, dass es im Jahr ist.
01:43:05: Und im Jahr ist es so, dass es im Jahr ist.
01:43:06: Und im Jahr ist es so, dass es im Jahr ist.
01:43:08: Und im Jahr ist es so, dass es im Jahr für einen Preis eines guten Abendessen.
01:43:13: Vielen Dank!
01:43:14: Für die neue Definition des Zweitweines, dem Hause Chateau-Pichon-L'en-Vir, kommt Test de L'en-Nan, und dem deutschen Importeur, dem Handelshaus Schlumberger.
01:43:34: Arbeitet ihr viel mit Süßwein?
01:43:35: Das ist ja sowas, was total... Also komplett aus der Mode oder überhaupt gar nicht mehr präsent ist, was ich eigentlich total schade finde, weil das teilweise großartige Geschmackserlebnis ist.
01:43:45: Sie haben total genial finalisieren können, aber man findet sie kaum noch.
01:43:51: Ist das bei euch ein Thema?
01:43:53: Ja, es ist ein Thema.
01:43:54: Also wir haben relativ guten Stock an Süßwein auf der Karte.
01:44:01: Muss man mitarbeiten.
01:44:02: Also das ist kein Selbstläufer, habe ich das Gefühl, also punktuell immer.
01:44:07: Ja, und man sagt, okay, die machen das für den Abschluss gerne noch als kleines E-Tüpfelchen hinten raus.
01:44:13: Glasweise funktioniert das super gut, dass man wirklich das dann anbietet, sei es zum Käse, sei es für die Dessert, sei es für ein Apparativ oder so.
01:44:24: Das läuft gut.
01:44:25: Flaschenweise, wie gesagt, muss man mitarbeiten und eher aktiv werden, dass man das...
01:44:34: Hast du da selber vorlieben?
01:44:35: Also ist es Richtung so Tern oder sind das TVAs, sind es Eisweine, sind es Auslesen oder?
01:44:40: Ja, wir haben sowohl als auch.
01:44:42: Also wir haben einen sehr großen Auswahl eigentlich an Rieslingen auch, weil wir das sehr schätzen und nicht selber können in der Region natürlich auch.
01:44:52: Und dann nicht so.
01:44:54: Und gerade reinkreischen, das ist ein paar Gips.
01:44:59: Ja, das geht klar, aber überlassen wir die Präsenten einfach.
01:45:05: Und wie gesagt auch international.
01:45:08: Soutern ist schon ein Thema und wir haben natürlich auch so die Klassikergänge, die dazu gut funktionieren und da setzen wir das sehr gerne ein.
01:45:16: Aber auch da spielt es große Rolle zum Beispiel, was das Temperaturen eingeht bei Soutern.
01:45:22: Ob das eher wärmer Temperäter sind wie es oder eben knackig kalt.
01:45:28: Das gibt auch Trinkfluss und verändert die Sichtweise oder die Ja, die Trigstruktur
01:45:37: dann auch.
01:45:37: Für mich einer der wenigen Weine, wo ich gegen den Wein die Temperatur auswählen würde.
01:45:42: Weil ich finde so ein richtig knackig kalter Sotern hat was unglaublich Aufregendes.
01:45:47: Also es ist total lebendig.
01:45:49: Ich weiß auch, dass die Komplexität der Aromen und bla, bla, bla, das so wahrscheinlich bei fünfzehn bis zwanzig Grad oder fünfzehn bis achtzehn Grad am besten zum Tragen kommen und man selbst mit dem Alkohol ganz gut umgehen kann, du eine andere süße Säurelation hast.
01:46:02: Aber wenn der so vier, fünf, sechs Grad hat, dann finde ich das total aufregend.
01:46:07: Es ist aufregend.
01:46:08: Also wir haben lange das Thema Sotern eher aristokratisch eingegangen und eben diese Temperatur, Aromen, Wirkung, ein bisschen Temperäter gelassen.
01:46:20: Und ich kann mich gut erinnern, wir waren mit Fritz und Friedrich eingeladen bei dem jungen Moix und er hat den Sotern ins Frostfach gelegt und Das war phänomenal gut, natürlich auch quasi on drugs.
01:46:40: Ihr top das nochmal.
01:46:41: Das habe
01:46:41: ich mir gemerkt weil das lief wirklich extrem gut.
01:46:50: Du sagst, da trinkst du nicht nur ein Glas, sondern da ist die Flasche schon sehr stetisch zu klein.
01:46:55: Und das ist dann auch wie so eine Praline.
01:46:56: Also wenn es sich natürlich dann auch am Gaumen erwärmt, weil der ganze Gaumen natürlich auch warm ist und dann merkst du, da kommt immer mehr und mehr und mehr und das macht einen total verrückt, finde ich.
01:47:04: Also wenn man das so...
01:47:05: Ja, ist krisch.
01:47:07: Wahnsinn.
01:47:07: Wie stehst du sonst so?
01:47:08: Also, ihr habt ja natürlich nicht an der On The Rocks getrunken, aber wie stehst du zu so was, wenn jemand bei dir im Restaurant Eiswürfel, bla, bla, bla, irgendwie was, was du gar nicht so ästhetisch findest?
01:47:19: Läuft trotzdem?
01:47:20: oder hast du da Grenzen, wo du sagst, nicht in meinem Haus?
01:47:23: Ja.
01:47:28: Wir führen keine Kohle oder so.
01:47:29: Das mit Verhältnissen geht schon mal bei uns nicht.
01:47:34: Wenn jemand ein paar Tu-Eiswürfe möchte, kriegt er separat am Pfarr serviert und macht damit ...
01:47:39: Wasser will?
01:47:40: Wasser möchte, ja.
01:47:40: Wir sind ja nicht dazu da, um Vorschriften zu machen, aber es gibt Grenzen.
01:47:49: sagen wir mal, die sind da, wo unsere kollegialische Erziehung uns den Respekt für das Produkt vergessen lässt.
01:47:58: Finde ich einen tollen Satz, also wirklich großartig.
01:48:01: Wegen Respekt, du hast ja natürlich jetzt einen Wettbewerbsvorteil für Ihren Kollegen gegenüber, weil du die zwei Seiten der Weinwelt kennst.
01:48:10: Hast du irgendwie eine Empfehlung oder selber eine Vorgehensweise, wie man Vertrauen zu Produzenten aufbauen kann, wie man mit denen kommunizieren kann, wie man respektvoll mit denen umgehen kann.
01:48:22: Nicht selten, wenn man aufmessen ist und das auch beobachtet, ist es manchmal auch recht respektlos, wie Produzenten teilweise eben auch beurteilt werden, also in der direkten Kommunikation.
01:48:35: oder welche Fragen gestellt werden oder wie auch immer.
01:48:37: Man kann ja alle Fragen stellen, aber wie die Fragen gestellt werden.
01:48:40: Hast du da irgendwie eine Vorgehensweise oder eine Empfehlung, wo du sagst, das würde ich gerne sehen oder das würde ich mir für die Weinwelt oder für die Kollegen ganz gerne wünschen?
01:48:48: Nein, also als Tipp, weiß ich nicht, ehrlich bleiben, gute Fragen stellen.
01:48:53: Also Fragen stellen, wo man mal nachgedacht rüber, was man auch wissen möchte und wenn jemand wirklich interessiert ist.
01:49:03: glaube ich kriegt man auch immer Respekt vor der Antwort oder geht leicht an den Kontakt natürlich.
01:49:12: Vielleicht wenn man nicht gleich vorprescht und sich in den Vordergrund drängt, sondern einfach mal kurz zurücknehmen, in die Situation beobachtet und auch das wirken lässt.
01:49:22: und ja auch von Produzenten Seite vielleicht.
01:49:28: Ja, schwierig.
01:49:29: Also das ist auch wieder so individuell, dass das sein kann.
01:49:33: Gibt es euch und solche Charaktere?
01:49:34: Beim Wein, wie bei den Produzenten, wie bei den Konsumenten.
01:49:42: Kann ich Schaden einfach zuzuhören und gut zuzuhören und dann gut Fragen zu
01:49:47: stellen.
01:49:47: Ja.
01:49:48: Und nicht diese pauschalisierten Fragen, dass man nicht immer nach einem Holz fragt, immer nach einem Alkoholgehalt oder oder oder.
01:49:54: Ja, vor allen Dingen nicht so tun, als wenn man wirklich die Materie kennt, weil das ist dann relativ schnell enttarnt, dass es nicht so ist.
01:50:03: Ja, eben mit so gefährlichem Heifwissen nenn ich's immer gerne.
01:50:09: Kannst du aber entspannt mit umgehen im Restaurant, oder?
01:50:12: Weil da hast du ja wahrscheinlich auch viele Kandidaten, wo du genau aufwiesen
01:50:16: hast.
01:50:16: Ja, von bestes alles dabei.
01:50:20: Und du hast auch sehr, sehr viele, die wirklich gut ... gut sich auskennen und selber sehr eingelesen sind oder sehr viel probiert haben.
01:50:28: Und wie gesagt, man muss manchmal auch einfach nur zuhören, weil es gibt auch viele Bereiche, die du selber nicht so kennst wie manche unserer Gäste, die vielleicht anderen Fokus haben oder andere Erfahrungsschätze schon mitbringen für andere Bereiche, die du selber gar nicht so auf den Schirm
01:50:44: hast.
01:50:45: Auch in einer allgemeinen Weinenwahrnehmung, wenn die Gäste die Weine probieren, aber wenn man sich im Nachhinein, das wird halt, finde ich, leider auch ganz selten gemacht, sich im Nachhinein über den Wein nochmal austauschen.
01:50:55: Manchmal ist es ein Zeitproblem, aber manchmal ist es auch eine mangelte Aufmerksamkeit, wie der Wein auf den Gas gewirkt hat.
01:51:01: Also man hat irgendwie so das Gefühl.
01:51:03: Nicht selten, dass sobald dieser eigentlich die Kaufentscheidung stattgefunden hat, ist der Beratende nicht mehr da, wie im richtigen Leben meistens.
01:51:14: Aber so im Nachhinein, wenn man diese Nachsorge dann angeht und einfach, wie hat er sich entwickelt, wie hat er gefallen, da finde ich, kann man unglaublich viel von den Gästen lernen, weil die sich eben über eine längere Zeit mit dem Wein beschäftigt haben.
01:51:26: Ja, du hast natürlich ein direktes Feedback auch, was ja wichtig ist.
01:51:29: Wir sind auch Produzent und du hast im Prinzip... Das beste Feedback auch direkt vor Ort, ob es ankommt, wie es ankommt, wie die Kombi gelaufen ist, ist auch eine Bestätigung für dich, ob du auf dem richtigen Weg bist oder eben über das Ziel hinaus geschossen bist.
01:51:45: Und das ist bedingt sehr viel Feingefühl, finde ich.
01:51:50: Immer nur so raus zu pressen und das dann zu voren oder sagen, oh, wie hat es Ihnen gefallen?
01:51:55: Manche möchten das gar nicht.
01:51:58: Du merkst relativ schnell, wenn du ein bisschen gespürt dafür entwicklst.
01:52:02: welche Art und Gäste das gerne haben, dass du dich mit ihnen austauschst und vielleicht auch ein Gras mit ihnen probierst und andere, die lieber in Ruhe gelassen werden möchten und andere Werte mehr schätzen.
01:52:16: Wenn man dann diese Nachbesprechung hat, finde ich, lernt man ganz viel über die Betrachtungsweise der Gäste der Weine, also welche Aromen die wahrgenommen haben, wie ... ... kräftig oder leicht oder langatmig oder kurz ... ... schmeckend, die den empfunden haben.
01:52:30: Und das habe ich immer sehr gewertschätzt, ... ... wenn man jetzt immer nur seine eigene Bibliothek hat ... ... und die Bibliothek dadurch erweitert, ... ... wenn man
01:52:36: ... ...
01:52:36: die Gedanken von jemand Anderes mit aufnehmen kann.
01:52:39: Ist schon.
01:52:40: Wenn wir vorhin das Thema hatten, ... ... dass Melanie Wagner ja im Weinbuch geschrieben hat, ... ... also dein ... ... Stikaga-Prontern, ... ... hattest du selber mal vorhin Weinbuch zu schreiben, ... ... oder ... ... dass irgendwie ganz konkret er sind?
01:52:51: Ich glaube, ... ... das ... ... war nicht.
01:52:54: Also, ist wie mit dem Musikinstrument.
01:52:57: Das ist glaube ich nichts, was mir so liegen würde, dass ich in so einem Buch schreibe.
01:53:01: Nee, es steht noch nicht auf meiner Agenda
01:53:06: im Moment.
01:53:07: Welches Weinbuch vermisst du?
01:53:08: Also hast du eins, wo du sagst, das wäre schön, wenn es darüber ein Buch geben würde?
01:53:15: Puh!
01:53:17: Gute Frage.
01:53:17: Es ist natürlich voraus, dass man alle Bücher dieser Welt kennt, aber das kann man natürlich nicht.
01:53:20: Vielleicht gibt es das schon, aber so grundsätzlich.
01:53:22: Also welches Thema hast du wenig bespielt?
01:53:24: Ich würde mich vielleicht etwas wünschen, was präziser auf die einzelnen Lagen oder so was eingeht, wirklich im Kontext der einzelnen Regionen, was man da so ein Leitfahrt noch hat, gerade wenn man vielleicht anfängt in der Branche oder wenn man sich ein bisschen einlesen möchte, auch als Weintrinker, dass man da so ein bisschen mehr Verständnis entwickeln kann, warum schmecken die Lagen eben anders?
01:53:54: Was hat es da ein bisschen praktisches Lagenverzeichnis?
01:54:02: Ja, gibt es kaum, also gibt es selbst im Bugund kaum, wo die Lage ja das Nonplus Ultra ist, findet man ganz selten eine Erklärung darüber, welche Ausprägung die einzelne Lage auf die Rebsorte hat und welche Strukturen oder Aromen dann zum Tragen kommen.
01:54:19: Schöne Gedanke.
01:54:21: Also was ich vermisse, ist ein Buch über Weinansprache auch.
01:54:23: Habe ich auch noch nie gesehen, fände ich auch spannend.
01:54:26: Naja, vielleicht schreibe ich ja noch mal irgendwann ein.
01:54:28: Ich
01:54:28: wollte gerade sagen, hast du jetzt ein paar Ideen?
01:54:29: Ich mach dich schon mal ins Werk.
01:54:31: Genau.
01:54:34: Jetzt habe ich einen Auftrag.
01:54:36: Ist Digitalisierung bei dir ein Thema?
01:54:39: Ja, also ich bin, ich stamm natürlich noch aus der analogen Welt.
01:54:42: Ich komme mich noch selber an mein erstes Handy erinnern.
01:54:45: Da habe ich schon in der Oberstufe.
01:54:50: war damals eher so ein Tutschläger.
01:54:52: Aber ja, klar, also ich schätze digital schon auch sehr und bin auch dafür überzeugt, dass wir in Deutschland nur nicht optimal angekommen sind, was Digitalisierung angeht, in vielerlei Hinsichtbehörden, Sachen, Weimdinge.
01:55:13: Das funktioniert noch nicht wirklich.
01:55:14: Also das ist manchmal gewollt und nicht gekonnt und das ist sehr effektiv.
01:55:21: Kannst auch gut Auswertungen vornehmen.
01:55:23: Ist schon wichtig.
01:55:24: Also, ich möchte das nicht mehr missen.
01:55:27: Aber ich kann auch noch analog.
01:55:29: Und da bin ich sehr froh darum.
01:55:30: Bist du in der Fortbildung?
01:55:31: Also, wenn dich über irgendwas informierst, bist du eher analog oder bist du eher digital?
01:55:35: Also, nimmst du lieber ein Buch oder schaffst du durchs Internet?
01:55:39: Nee, eher im Internet eigentlich.
01:55:40: Bücher habe ich auch da.
01:55:42: Also, wenn es darum geht, jetzt irgendwelche Dinge konkret vorzubereiten.
01:55:47: bei Lehrgängen oder sowas.
01:55:48: Das ist auch natürlich das geschiedene Wort des Buches nach wie vor.
01:55:54: Du musst wissen, wo es steht.
01:55:57: Das ist wichtig und das nutze ich nach wie vor.
01:56:01: Aber es geht natürlich manchmal deutlich schneller, wenn du ein Netz hast.
01:56:04: Aber hast nicht alle Inhalte, die in den Büchern stehen, die bei dir zu Hause stehen.
01:56:10: Es gibt teilweise ganz spannende digitale Sachen, also gerade was so Weinkeller Verwaltung angeht, was unglaublich zeitsparend ist, wo man einfach nur den liefer Schein scannen muss und dann hat man das in seinem Bestand.
01:56:21: Also waschen unglaublich viel Zeit und auch Ressourcen spart.
01:56:24: Also daher würde ich mich freuen, wenn sowas überhaupt eine Präsenz bekommt oder eben weiterentwickelt
01:56:32: wird.
01:56:32: Zum Teil ist es halt ein Riesenkraftwerk, erstmal die Sachen einzupflegen.
01:56:35: Und wenn du es mal hast, dann ist es wirklich... Sehr, sehr wichtig und erspart ihr irgendwann sehr, sehr viel Zeit.
01:56:42: Und das ist das, wo wir alle am wenigsten davon haben, glaube ich.
01:56:47: Wie wichtig sind für dich so diese grundethischen Ansätze wie Biodynamie, biologischer ... Weinenbau etc.
01:56:57: hat das für dich eine Präsenz auf der Karte?
01:57:00: Suchst du danach Weine aus oder zählt für dich der Geschmack das Weingut der Name, die Referenz oder ob der die Weine fällt?
01:57:07: Ja, also in erster Linie zählt für mich die Qualität des Produkts, dass ich probiere und was ich für es reinzuschätzen.
01:57:15: Das kann konventionell sein, das darf gerne ökologisch auch sein.
01:57:22: Ich bin selber jemand, der sehr gerne in der Natur ist und meine bessere Hälfte ist auch sehr
01:57:27: in
01:57:28: ökologischen Weinbauteätik.
01:57:29: Von daher ist das ein Thema, das bei uns zuhause schon sehr oft im Gespräch auch ist.
01:57:40: Wobei jetzt die Differenzierung.
01:57:42: biodynamisch stört es mich immer ein bisschen daran, dass das als bessere Bio angesehen wird, was nicht der Fall ist.
01:57:51: Da wird sehr viel drum.
01:57:52: diskutiert auch für den Leuten, die eben nicht in der Branche dasselbe machen, sondern das aufgeschnappt haben, die meinen, das wäre jetzt die Steigerung von Ökologie.
01:58:04: Und dem ist, das ist keine Steigerung, das ist eine Philosophie, für die man sich entscheidet und eben nicht.
01:58:11: Und für mich ist es wichtig, dass man das, wenn man es tut, auch ganzheitlich tut und durchgängig tut und nicht aus... Gründen des Marketing oder des Ansehens, sondern dass man das wirklich durchzieht und nicht nur hier für den Weinkeller und dem Weinbau, aber im taglichen, täglichen Dasein dann, ich weiß nicht, das nicht so beherzt verkörpert.
01:58:44: Also authentisch bleiben.
01:58:46: Wenn jemand sich dafür entscheidet, bin ich hundert Prozent dahinter und sag super Ding, aber es muss eben auch durchgängig sein
01:58:54: für mich.
01:58:55: Spannenderweise, ich glaube, wird man eure Karte irgendwie durchsgeneralisieren, dann sind wahrscheinlich achtzig Prozent der Produzenten mittlerweile ohnehin in irgendeiner Form biologisch.
01:59:04: Wir sind ja auch als Betrieb in der Phase der Umstellung und es ist ein wichtiges Thema, ganz klar, auch für die Generationen, die kommen werden.
01:59:15: fand es schon lange ein wichtiges Thema.
01:59:18: Wie gesagt, die Ausformulierung ist manchmal ein bisschen ... ... hier ... ... die Kinder-Sensor.
01:59:27: Aber sich haben auf der Karte sehr, sehr viele und auch die Produzenten, die wir jetzt mit dazugenommen haben die letzten Jahre, sind schon mit einem großen Fokus auch ökologisch orientiert, ja.
01:59:38: Demitär oder eben bio.
01:59:40: Ja, wichtig.
01:59:41: Ganz viele haben irgendwie realisiert, dass sie die Weine fast nicht mehr besser machen können und der große Schritt für viele nach vorne war der Schritt zurück, also zurück zur Natur und zu realisieren, wo die Sachen herkommen und dass da eben auch Ressourcenschutz eine ganz, ganz wichtige Sache letztlich dabei und auch in der Verantwortung ist ja auch für die nächste Generation.
02:00:04: Wie stehst du persönlich zu mit Wein spekulieren oder irgendwelche Weinfonds oder wer ihr ja auch mit sehr viel wertigen Wein arbeitet?
02:00:13: ihr ist natürlich live mitbekommt wie teilweise die die Preisentwicklung da ist ihr aber trotz allem das nicht versucht bis aufs letzte aus zu kosten zumindest wenn man die preisgestaltung eurer karte anschaut und wenn du es jetzt irgendwo anders siehst dass jemand da ... richtig versucht einfach rein aus kommerziellen Gründen ... ... Wein zu kaufen, verkaufen ... ... sagst du, es ist eine Spielart des Marktes oder ... ... hast du eine Aversion?
02:00:38: Ja,
02:00:38: das wirst du nicht unterbinden können und ... ... wenn ... ... manche sich dafür entscheiden, dann ... ... sollen sie das tun?
02:00:49: Also ... ... ich wünsche dir eben viel Erfolg in den Visionen ... ... die man hat.
02:00:56: Ob man es jetzt gut findet oder nicht, das wird nichts ändern an der Tatsache, dass es das gibt und dass immer die Nachfrage auch die Preisbestimmung am Markt mit beeinträchtigen.
02:01:09: Du musst nicht mitmachen bei dem Spiel.
02:01:12: Manchmal ist man gezwungen, wenn man verschiedene Weine einfach probieren oder trinken möchte, dass man da ja dann aufgrund auch der Marktentwicklung genötigt ist, den daraus resultierenden höheren Preis zu bezahlen.
02:01:25: Aber bei Bilder, bei Handtaschen oder bei was auch immer beschwert sich ja auch kaum jemand.
02:01:30: Daher sehe ich es eigentlich genauso wie du, dass man sich dessen einfach bewusst sein muss.
02:01:37: Und wenn man den Wein trinkt möchte, dann muss man das halt in Kauf nehmen.
02:01:41: Aber es ist nicht ohne Grund meistens, dass das genau mit dem Wein dort eben durchgeführt wird.
02:01:47: Ja, in der Regel sind es ja jetzt auch keine... keine... Minderwertigen Qualitäten.
02:01:55: Hast du da mal eine Überraschung gehabt, wo du gesagt hast, und wir haben die noch so auf der Karte.
02:02:00: Also ich hatte es mal mit einem Rosé aus Kalifornien, den ich irgendwie mal für hundert Mark gekauft habe.
02:02:05: Und mit allem hat der aber halt auch auf irgendeine Aktion, hat der zehn tausend Euro gekostet.
02:02:11: Und das fand ich relativ überraschend.
02:02:14: Gibt es das bei dir manchmal auch, wo du dann sagst?
02:02:19: Alte Lieverscheine und Rechnungen natürlich noch gehabt von den Sachen, die wir damals eingekauft haben, ja, sind aus den Neunzigern zum Teil, wenn du gesehen hast, wie viel Frauen es gerade gekostet hat.
02:02:29: Bestände waren ja sehr gut, muss man das dazu sagen, aber da hättest du gesagt, mir ist ja immer noch zwei Paletten genommen, denn heutzutage kannst du natürlich andere Preise dafür aufrufen, wo du mit den Ohren schlackerst, das ist schon irre.
02:02:43: Ja,
02:02:44: aber klar, wenn du zu dem Zeitpunkt das gewusst hättest, dann ja, vielleicht denken wir in ein paar Jahrzehnten genau so, hätten wir das damals gewusst, dann wäre das auch ganz anders gekommen.
02:02:59: Das Gefühl habe ich immer.
02:03:00: Also, dass man immer sagt, hätte ich das damals gekauft, aber sagt man eigentlich ständig.
02:03:04: Genau.
02:03:04: Man sollte endlich kaufen.
02:03:05: Ich
02:03:06: bin wieder bei meinem Spruch von vorhin.
02:03:08: Der hätte unterwollte.
02:03:10: Ja, ganz genau.
02:03:12: Ja.
02:03:13: Ist Weinreisen für dich wichtig?
02:03:15: Also es ist jetzt wahrscheinlich im Augenblick kein Thema oder kein so großes Thema beim Allgemeinen.
02:03:19: Im Augenblick ein bisschen weniger zurückzustellen, aber schon.
02:03:21: Ich bin eigentlich gerne in Regionen unterwegs.
02:03:27: Das ist natürlich, wenn du jung und ungebunden bist, ein bisschen fragmentierter gewesen als wenn du jetzt gesetzt bist und deine Familie zu Hause hast.
02:03:36: Aber für uns ist Wein in der Familie ein großes Thema.
02:03:40: Meine Schwiegereltern haben auch Weinbau zu Hause.
02:03:43: Von daher ist es maßgeblich, allein wenn wir uns Familie gegenseitig besuchen.
02:03:51: Wie gesagt, mein Mann ist Franzose, macht aber in Spanien mein.
02:03:55: Das Thema ist bei uns omnipräsent und du bist automatisch, wenn du zu jemanden nach Hause fährst, bist du
02:04:05: im Bein
02:04:07: Thema.
02:04:08: Und wir gucken schon, dass wir Regionen besuchen, die uns interessieren, wo es kulinärisch was Tolles gibt, also nicht zu viel machen.
02:04:20: Ja, wenn es ... ...
02:04:21: zuporniert muss es nicht mehr sein, es ist einfach ... ... Dinge mitnehmen, mehr die Emotionen vielleicht auch mitzunehmen
02:04:27: ... ...
02:04:28: von Orden, wo du bist
02:04:30: und ... ... ja.
02:04:31: Gibt es für dich eine Region, die unterschätzt ist?
02:04:33: Also rein vom Reisecharakter her, wo du sagst ... ... das hätte ich nicht gedacht, dass
02:04:38: ... ... jetzt international oder international?
02:04:40: International.
02:04:42: Also wie gesagt Toro, das ist eine wunderschöne Region, ganz unaufgeregt und die war eine...
02:04:48: Herrlich, war ich noch nicht.
02:04:49: ... für
02:04:49: ein Apel und ein Ei, schwinglich.
02:04:50: Ja,
02:04:50: stimmt.
02:04:51: Ja, mach mal.
02:04:51: Also
02:04:51: hätte ich so auch gar nicht auf der Ure auf den Schirm gehabt.
02:04:54: Wenn man nach Spanien fährt, fährt man in der Tat meistens in die bekannten großen Regionen.
02:04:58: Da habe ich auch ganz viele noch nicht gesehen.
02:05:02: Aber Toro hätte ich in der Tat gar nicht auf den Schirm gehabt.
02:05:05: Witzig.
02:05:07: Ja, manchmal.
02:05:08: Mit welchen Schreuklappen man unterwegs ist.
02:05:10: Ja, man hat einfach andere Fokus oder Einfluss, auch wo du sagst, wenn du kennst jemanden, der dich mitnimmt und das Auslag eben dafür, wo es dich hinführt, oder ob du selber auf die Pirsche gehst und dich dadurch wuselst, was natürlich immer mehr ein Kraftakt dann auch ist, als wenn Beziehungen da sind, die du dann auch so nutzt, dass du da mal hinkommst.
02:05:36: Hast du seitdem Du bei Bergers warst noch mal versucht Wein zu machen.
02:05:40: Aktiv nicht.
02:05:42: Da war auch nie der Reiz, dass du sagtest, ich seh die da halt immer rumhängen oder wenn die Trauben reinkommen und ich würde das oder ich würde das gern mal versuchen.
02:05:49: oder das ist mein Traum.
02:05:50: irgendwann mal Wein gut und...
02:05:54: Also ich überlass das mal denen,
02:05:57: die das ihr Lieder machen.
02:06:00: Als Praktiker gut umsetzen wie ich.
02:06:03: Ich mag es gerne mal mit rein zu quatschen.
02:06:08: Und mit anzuschauen, mit draußen zu sein.
02:06:10: Aber wie gesagt, meine Priorität, mein Fokus ist natürlich ein anderer Standpunkt momentan.
02:06:18: Schau mal, es ist nicht ausgeschlossen, vielleicht kommt es noch.
02:06:21: Du planst wieder zurückzugehen ins Restaurant oder im Rahmen der Kommutterschaft?
02:06:24: Ja, also Verluft und Liebe.
02:06:27: Ja, also ich hatte kleine Auszeit mit dem Jahr, mit der kleinen.
02:06:30: Die Zeit genieße ich sehr einfach auch.
02:06:33: Zuhause mit ihr zu sein und wir werden uns dann schon organisieren, dass ich auch wieder tätig bin.
02:06:38: Dafür ist es mir zu wichtig und es ist natürlich auch eine Plattform, die dir viel gibt.
02:06:47: Und wo ich auch gerne bin.
02:06:48: Und was natürlich auch für das Haus großartig ist, das, was du eingangs gesagt hast, was halt ganz viele vermissen lassen, dass man diese Kontinuität dabei hat, nicht nur in der Flaschenpflege oder in der Gästebetreuung, sondern es gibt im Restaurant, finde ich, eine ganz eigene Seele, wenn jemand so lange da ist und... eine ganz eigene Gelassenheit und Souveränität darin ausstrahlt und ist für viele Mitarbeiter, auch wenn die bei euch zumeist sehr, sehr lange dort sind, aber dann immer so wie diese vertraute Konstante, wo man sagt, wow, so wie die Nachbarn, die lange neben einem wohnen und man sagt, boah, wenn die nicht mehr da wären, wäre das schade, so ist es ja auch im Betrieb, wenn man da ja auch eine gewisse Art von Beziehung lebt.
02:07:30: Absolut, ist eine Vertraute halt und manchmal auch Vorbildfunktion.
02:07:35: und Ja, das, was einfach eine Art der Gemeinschaft auch darstellt, als Familie.
02:07:42: Wir verbringen jetzt viel Zeit miteinander aufgrund der Arbeitszeit manchmal mehr als mit unseren Familien.
02:07:49: Und das ist schon auch ein wichtiger Teil für ganz viele Mitarbeiter und für uns.
02:07:57: Das eingeschworene Gemeinschaft.
02:08:00: Hast du irgendjemand aus der Zeit, die ich begleitet habe, die du geprägt hast und wo du stolz drauf bist.
02:08:07: Letztens hat Marie-Kristin Baunach von ihrer Zeit bei dir so unfassbar geschwärmt, ob sie nur ein Praktikum gemacht hat.
02:08:14: Aber allein die Aufgabe, die Chabrez zu putzen, war für sie eines der größten Erlebnisse.
02:08:21: Aber hast du jemanden, wo du sagst, der gar nicht überhaupt nicht.
02:08:26: Ganz herzlich Erzielten von der Bewunderung, das finde ich großartig.
02:08:29: Viele kriegt man ja gar nicht mit.
02:08:31: die im Nachhinein einem attestieren, dass man, dass man sie geprägt hat.
02:08:35: Ja.
02:08:35: Hast du jemanden, der... Ja,
02:08:36: also es ist...
02:08:37: Wo du...
02:08:38: Konkret mit Namen könntest, also sicherlich.
02:08:40: Aber es waren schon viele Mitarbeiter dabei, die natürlich im Rahmen der Jahrzehnte erlebst und mit begleitest und Praktikanten oder auszubilden er viel.
02:08:50: Und letztendlich finde ich es immer toll, wenn du nach ein paar Jahren Abstand dann auch ein Feedback bekommst.
02:08:56: Das ist also wirklich eine sehr lehrerliche, tolle Zeit auch mal.
02:09:00: Bei meinem Ruf, dass ich immer ein bisschen strenger war, wohl früher.
02:09:05: Das habe ich gar nicht mehr so in Erinnerung.
02:09:09: Das hatte Fritz auch betont bei seiner Ansprache.
02:09:14: Und unsere strengen Beine.
02:09:15: Du hast von der Weinpolizei erzählt.
02:09:19: Die Weinpolizei, als wenn die Gäste nicht aussuchen dürften, was sie wollten, die müssten das trinken.
02:09:23: Nein,
02:09:24: das kann ich mir gar nicht vorstellen.
02:09:25: Hat er es
02:09:26: nicht gesagt?
02:09:26: Nein,
02:09:26: er hat er wirklich nicht.
02:09:28: Er hat nur gesagt, dass du eine gewisse Grundautorität hast.
02:09:31: Finde ich das auch liebevoll.
02:09:33: Es war überhaupt gar nicht kritisch.
02:09:34: Das war wirklich sehr anerkennend und sehr wertschätzend.
02:09:40: Daher fand ich das gut.
02:09:42: Dein Weib ist eigentlich... Das kann ich mir gar nicht vorstellen.
02:09:45: Doch, sagt er.
02:09:46: Er wundert mich jetzt.
02:09:47: Wow.
02:09:48: Okay.
02:09:49: Ja, komm, bin ich ein paar Monate nicht mehr da?
02:09:51: Schon ist er nie.
02:09:52: Bleibt der Mütter zurück, ne?
02:09:54: Ja.
02:09:56: Niedlich schön.
02:09:57: Willstens wieder dran arbeiten.
02:10:02: Hast du noch sonst Wünsche oder Ziele oder irgendwas, was du gerne mal machen möchtest oder vorhast?
02:10:08: Oder ist er festpunktiert?
02:10:10: Mit der Zeit wird dir vielleicht genauso gehen.
02:10:13: Also gibt es ja nicht nur das Thema Betrieb oder Arbeit für dich, sondern ist einfach der Wunsch, viel Zeit mit lieben guten Menschen zu verbringen, guten Wein zu trinken, gesund zu bleiben.
02:10:29: was schätzt zu essen und es sind eher die einfachen Dinge, dass du das im Alltag eigentlich versuchst mehr zu schätzen.
02:10:38: Steuern kannst du es nicht.
02:10:40: Ich war jetzt nie jemand, der große Pläne gemacht hat für Fühlen in zehn Jahren oder so.
02:10:44: Also die Momente genießen, wie gesagt, es gibt nichts Schlimmeres, als in schlechter Gesellschaft zu trinken oder so, sondern wirklich gute Leute um einen rumhaben für Menschen, für die Familie.
02:10:59: Ja.
02:11:06: Du wirst lachen, liebe Melanie.
02:11:07: Ich habe mir trotzdem das Buch vom Melanie Wagner aus Chicago bestellt, weil es einfach wahnsinnig interessant ist, wie zwei Persönlichkeiten mit dem gleichen Namen in der Weihwelt so unfassbar erfolgreich sein können.
02:11:18: Ich wüsste keine andere Person, wo es das nochmal gibt.
02:11:23: Falls du jemand weißt, falls du jemand kennst, schick mir eine Nachricht.
02:11:27: Ich wäre wirklich überrascht.
02:11:28: Schreib es in den Kommentaren.
02:11:30: Aber ich glaube, in einem sind wir uns definitiv und nicht zuletzt nach den letzten zwei Stunden komplett sicher.
02:11:36: Es gibt nur eine Melanie Wagner und die ist in Oberbergen.
02:11:40: Die ist hier in Deutschland und ich freue mich so sehr, dass sie uns ihre Zeit geschenkt hat und unsere Gästin war.
02:11:46: Vielen lieben Dank, liebe Melanie.
02:11:47: Und noch ein großes Dankeschön an die Schlummbägergruppe mit den Handelshäusern Segnetz, Concio Vini, Schlummbäger und dem Privatkundenportal Bremer Weinkollegen.
02:11:57: Dafür, dass Sie dieses Projekt händisch und wirtschaftlich unterstützen.
02:12:00: Vielen lieben Dank, dass Ihr an unserer Seite seid.
02:12:03: Also nicht nur an meiner, sondern im Prinzip der ganzen Branche.
02:12:06: Und an dieses Projekt glaubt und damit einiges für den tollen Berufsstand des Sommys tut.
02:12:11: Vielen lieben Dank dafür.
02:12:13: Und wie oft an dieser Stelle werde ich nicht müde, dich herzlichst darum zu bitten, uns zu bewerten, uns zu folgen, uns zu begleiten, unsere Beiträge auf Instagram oder auf Facebook zu kommentieren.
02:12:24: mir eure Meinung, eure Anregung, eure Verbesserungsvorschläge oder was ihr gut findet, einfach zu schicken und zu zeigen, dass du an unserer Seite bist.
02:12:32: Würde mich wahnsinnig freuen, von dir zu lesen, von dir zu hören, dich auf Instagram zu sehen.
02:12:36: Eine der einfachsten Sachen ist, wenn du jetzt gerade den Podcast hörst, mach einen Screenshot, markiere jemanden, also mich oder dich oder eine Freundin oder ein Freund, jemand, der es hören sollte und lass mich dadurch wissen, dass du an unserer Seite bist.
02:12:51: Vielen lieben Dank dafür.
02:12:53: Und damit sorgst du auch ein kleines bisschen dafür, dass es weitergeht.
02:12:56: Und ich sagen kann, nach dem Podcast ist vor dem Podcast.
02:12:59: Nach dem Freitag ist vor dem Freitag.
02:13:02: Und nach Mellanie Park, nach Rheismier, nach München, wir bleiben in Süddeutschland, ins legendäre Restaurant Tantris und dort gibt es eine neue Sommee-Doppelspitze und die durften wir ans Mikrofon bitten.
02:13:12: Ich freue mich sehr auf die kommende Woche und auf Ika Seidner und Norris F.
02:13:17: Conrad.
02:13:32: Mein Name ist Nicole Storz.
02:13:34: Ich wohne mit meiner Familie am Kaiserstuhl.
02:13:38: Ich erzähle Ihnen heute ein paar Geschichten, Begegnungen mit Melanie.
02:13:45: Und ich glaube, die kennen uns schon über zwanzig Jahre.
02:13:49: Vor zwanzig Jahren kannten wir unsere Vermögensagen.
02:13:51: Beruflich sind wir beide beim Franz Kellern Oberbergen persönlich beruflich aufeinander gestoßen.
02:13:57: Das war Köpfzeitenende.
02:14:01: Hat der Fritz sich gewünscht, dass man etwas intensiver zwischen der Weinvertrieb und auch der Gastronomie, dass noch mehr Zusammenarbeit gestaltet werden sollte.
02:14:12: und von da an waren wir auf Reisen, glaube ich, unzertrenntig.
02:14:18: Alles natürlich im Auftrag vom Fritz.
02:14:20: Wir waren, wir hatten super tolle Begegnungen.
02:14:22: Wir waren meistens natürlich Mittwoch und Donnerstag unterwegs.
02:14:25: Und diese achtundvierzig Stunden waren meistens im Nachgang gefühlte.
02:14:29: Zweiundsiebzig Stunden, weil wir wirklich viele Sachen ausgekostet haben und viele tolle Begegnungen hatten.
02:14:35: Es gibt unzählige schöne Momente, die wir da gemeinsam verbracht haben.
02:14:40: London, Bordeaux, Österreich, meist nicht wo überall waren.
02:14:43: Das war wirklich toll.
02:14:45: Zweiunddreifzehn ist dann unser Sohn auf die Welt gekommen.
02:14:48: Melanie ist Patentante unseres Kindes.
02:14:51: Und Niklas, als er angefangen hat, Gläser halten zu können, war das Weinglas natürlich nicht weit.
02:15:00: Und er hat vom ersten Moment an gelernt, das Weinglas am Stil zu halten und nicht am Kelch bei der Patentante.
02:15:08: Wir lieben Melanie, wie sie ist, wie es lebendig.
02:15:11: Sie hört wahnsinnig gerne zu.
02:15:13: Sie ist eine sehr, sehr gute Zuhörerin.
02:15:16: Wir fühlen uns bei ihr zu Hause genießen im Moment.
02:15:20: Als Freundin sind die Tage und Begegnungen natürlich weniger geworden, weil der Alltag und der Beruf ist nicht mehr so viel gemeinsam mit Zeit, aber dafür umso schöner.
02:15:34: Melanie ist Mama geworden, ist eine wunderschöne Erfahrung und das Leben hat sie damit wirklich eingeholt.
02:15:42: Und ich freue mich auf ganz viel.
02:15:44: gemeinsame Zeit, die noch vor uns liegt.