Die interessantesten Weinkellner unserer Zeit
00:00:00: Herzlich willkommen zu Somlilier, die interessantesten Weinkenner unserer Zeit.
00:00:04: Als ich damals Somlilieweltmeister wurde, da gab es Leute, die in Deutschland nicht wussten, was ist ein Somlilier.
00:00:13: Es gab Menschen, die mich auf Veranstaltung gefragt haben, wie viel muss man denn da trinken, dass man das wird?
00:00:19: Also, 98, selbst die Spitzenpolitiker wussten nicht, was das ist.
00:00:26: Mein heutiger Gast ist Markus Delmonego, Somlilieweltmeister und zugleich der Einzige, der außerdem und zugleich Master of Wine ist.
00:00:35: Ich bin dann schon so aufgestellt, dass ich auch erfolgreich sein möchte.
00:00:43: Also, für mich selber, weil in einem Wettbewerb, da kann man den letzten Platz machen.
00:00:50: Wenn man weiß, man hat alles gegeben, was man kann, dann ist auch der letzte Platz absolut okay.
00:00:55: Weil die anderen einfach besser waren.
00:00:57: Aber nachher, da drin zu stehen im Wettbewerb, sich zu sagen, hätte ich da noch einen Tag mehr gelernt.
00:01:02: Hätte ich es schaffen können, das ist eher gar nicht, das macht es nicht.
00:01:05: Und deswegen, das war dann die Motivation, mich da richtig in dieses Thema einzurbeiten.
00:01:11: Weil ich sage mal, das war ein Thema, das war Gibon Foy sicherlich ein richtiger Mentor.
00:01:17: Weil er hatte ein enormes Wissen, war einfach, dass er mit Wein geschafft hat.
00:01:24: Und die Analysen der Wein, die Aromenanalysen, alles drum und dran, das habe ich alles von ihm mitgenommen.
00:01:29: Das habe ich von ihm gelernt.
00:01:31: Und das war schon eine wichtige Person in meinem Leben.
00:01:35: Für mich war immer wichtig, das größte Wissen der Welt nutzt nicht, wenn es nicht geteil wird.
00:01:41: Nur wenn ich wisse Teile, habe ich die Möglichkeit, dieses Wissen lebendig zu halten, weiterzugeben.
00:01:49: Und dann hat dieses Wissen einen Zweck.
00:01:51: In dem Moment, wo ich irgendwo auf einer hohen Säule oder in einem Protest stehe
00:01:56: und keiner sich ran traufe und keine Kommunikation stattfindet, dann passiert ja nichts.
00:02:01: Und dann ist das ganze Wissen tot.
00:02:04: Dann ist das alles, was ich erarbeitet habe, eigentlich nutzlos.
00:02:08: Und es muss ja einen Zweck haben.
00:02:10: Und deswegen war für mich immer wichtig, zu unterstützen, Wissen weiterzugeben, eben nahbar zu sein.
00:02:16: Das ist genauso wie, wenn es mir gut geht, es auch anderen gut gehen.
00:02:20: Das heißt, immer wieder charity-Projekte zu machen,
00:02:23: um mit dem, was ich jetzt mitbekommen habe auf meinem Lebensweg, auch anderen irgendwo helfen zu können.
00:02:29: Das war auch attraktiv.
00:02:32: Es gab dann auch eine Prämie, wenn ich einen bestimmten Gewinn erreichen würde.
00:02:38: Wenn man später sagte, die Malerei und Gewinn, das gab es ja noch gar nicht.
00:02:42: Aber der Gewinn würde übertroffen, der ausgeschlägen war.
00:02:45: Also es hat geklappt.
00:02:46: Es gab es ja gar in Bodus.
00:02:47: Es hat richtig Spaß gemacht.
00:02:49: Und dann war es so, dass ich das dann auch immer wieder in der Zeit hatte.
00:02:53: Und dann war es so, dass ich das dann auch immer wieder in der Zeit hatte.
00:02:57: Und dann war es so, dass ich das dann auch immer wieder in der Zeit hatte.
00:03:01: Und dann war es so, dass ich das dann auch immer wieder in der Zeit hatte.
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00:03:09: Und dann war es so, dass ich das dann auch immer wieder in der Zeit hatte.
00:03:13: Und dann war es so, dass ich das dann auch immer wieder in der Zeit hatte.
00:03:16: Und am Ende sagte er, wenn Sie mit der Lehre fertig sind, können Sie ja anfangen, was Chef Sommelier.
00:03:21: Auch da gab es Erfahrungen, das ist ganz klar, weil in der Zeit, wo ich am Tieren der Sommelierweltmeister war in den zwei Jahren,
00:03:29: habe ich extrem viele Anfragen für Charity Weinproben und so weiter bekommen.
00:03:34: Ich habe das auch gemacht, bis ich irgendwann auch mal gemerkt habe.
00:03:37: Ich mache jetzt eine Weinprobe und dann wird ein Schägbereich für 500 Mark.
00:03:43: Mein Aufwand, da hinzukommen, das zu machen, das zu organisieren,
00:03:48: ist eigentlich mehr wert als die 500 Mark.
00:03:51: Und da ist meine Zeit noch gar nicht eingerechnet.
00:03:55: Und dann habe ich gesagt, okay, wenn dann diese aktive Phase vorbei ist,
00:04:01: dann werden Projekte sehr viel selektiver angegangen,
00:04:07: weil das ist genau dieses Thema des Ausgenutztwertens, was eben sehr schnell passieren kann.
00:04:13: Ich bin auch jemand, der sehr begeisterungsfähig ist für Ideen, die mir gefallen.
00:04:18: Und da habe ich dann auch ganz klar gesagt, jetzt gibt es ein Limit,
00:04:22: ein Anzahl an Tagen, die ich dafür zur Verfügung stelle.
00:04:25: Und wenn ein bestimmter Mindestwert nicht erarbeitet wird,
00:04:31: sodass eine entsprechende Mindestspende zusammengucken, von der ich auch nichts habe, das ist ja egal.
00:04:36: Wenn das nicht passiert, dann mache ich es nicht.
00:04:39: Weil da haben manche Leute gesagt, über eine Spende kriegen wir den günstiger,
00:04:44: als wir an dem Tag so noch arbeiten sollen.
00:04:47: Ja, gemerkt haben, das ist nicht der kleine Azubi, wo der Restaurant leitet, den Bogen ausgefühlt hat.
00:04:53: Und jetzt rasselte durch in Köln, habe ich dann den achten Platz gemacht.
00:04:56: Mit dem achten Platz in Köln gab es einen Sonderprass.
00:05:00: der Jury, weil noch nie Azubi den Wettbewerb mitgemacht hat und noch dazu im Finale gelandet
00:05:05: ist und der Sonderpreis der Jury war eine Obrierungprobe im Park Hotel Bremen von der
00:05:09: Bremer Probenrunde und damit kam ich nach Bremen.
00:05:13: Wurde dann später nochmal eingeladen zu einer weiteren Verkostung mit Chatouti Cam.
00:05:19: Wir werden alle geschmacklich, geruchlich anders erzogen.
00:05:25: Jemand, der in Indien aufwächst, ist schärfe ganz anders gewohnt als jemand aus Kandinabien.
00:05:31: Und in Mitteleuropa reagieren wir auf Süßjahandes als jemand in Süditalien.
00:05:37: Also wir haben unser Umfeld, was uns prägt, die kondinarischen Traditionen, die Natur,
00:05:44: die sozusagen die Lebensmittel liefert, wenn man in diesem wirklichen regionalen Kontext
00:05:50: leibt.
00:05:51: Da ist was einen am Anfang prägt.
00:05:52: Zum Beispiel, wenn ich in Japan unterwegs war, habe ich gemerkt, dass nicht immer alles
00:06:00: leicht verständlich war für die Japaner, wenn ich in Wein geschrieben habe.
00:06:03: Dann kann ich auf den Gedanken, eine Birne schmeckt in Japan anders als in Deutschland.
00:06:08: Nashi hat eben einen ganz anderen Geschmack als Neville Jams Birne, wie wir sie hier kennen.
00:06:13: Und damit fängt es schon an.
00:06:15: Wir sprechen also über Birne und wir haben ein komplett unterschiedliches Bild.
00:06:19: Dann habe ich mir das Buch besorgt, das war alles richtig.
00:06:22: Das ganze Trinkgeld ging im Prinzip in Weinbücher rein.
00:06:25: Dann, wenn es ganz knapp wurde, habe ich ihm zu Hause angehoben, als er könnte ein bisschen
00:06:28: Geld schicken, man maschieren ein bisschen Geld.
00:06:30: Ich muss lernen, ich muss da weiterkommen und habe dann eben ab und zu auch ein bisschen
00:06:35: Geld bekommen, um dann wieder Bücher zu kaufen.
00:06:37: Ich habe mir halt auf einem Wunschzettel zu Weihnachten stand, nur noch Weinbücher drauf.
00:06:42: Und deswegen ist die Weinsprache zwar international.
00:06:46: Wir können die Verkostungssortizen von allen anderen lesen, aber wir werden sie wahrscheinlich
00:06:51: immer ein bisschen unterschiedlich interpretieren.
00:06:53: Und je mehr man sich dann mit den Verkostungen beschäftigt, desto mehr hat man die Möglichkeit,
00:07:00: den Verkostung zu verstehen.
00:07:01: Und je besser man den Verkostung versteht, desto besser kann man die Urteile nachführen.
00:07:06: Und nach der Berufsschule bin ich dann zu den Weinhändlern gegangen, die es in Bad
00:07:11: Gizengab.
00:07:12: Ich weiß nicht, zwei, drei Fachhändler und die habe ich dann mit Fragen gelöchert.
00:07:16: Ich glaube, die haben heute noch ein Traum.
00:07:19: Schritte in der Weinwelt habe ich den allersen Schritt mit 14 Jahren bei meinem Austauschpartner
00:07:25: gemacht.
00:07:26: Als der Nachbar vorbeikam und anlässig meines Geburtstags, der zufälligerweise da war,
00:07:31: eine Flasche 45er Quarton mitgebracht hat.
00:07:34: Und ich sollte den probieren, meine Eltern hatten gesagt, in Frankreich trinkst du aber
00:07:37: keine Beine.
00:07:42: Passt da auf und habe ich auch nicht gemacht.
00:07:44: Und dann wollte ich nicht, sie hat doch einen Schluck.
00:07:46: Das hat mir gar nicht geschmackt.
00:07:47: Das war so ein ganz komisches Getränk.
00:07:49: Es hat Spaß gemacht, unheimlich nette Kollegen.
00:07:51: Ich war ja Azubi.
00:07:52: Das andere war alles ausgewachsenes Sommerdienst.
00:07:55: Sommerjeder.
00:07:56: Aber trotzdem in dem Kreis aufgenommen, was ja schön war und was Spaß gemacht hat.
00:08:03: Und dann habe ich mir überlegt, du musst ja nur ein bisschen was lernen und schon kannst
00:08:08: du das alles genießen.
00:08:09: Das war das Thema Kulinar, das Thema gutes Essen, gutes Trinken.
00:08:14: Das war zu Hause eigentlich immer, wurde immer gelebt.
00:08:22: Also meine Mutter ist eine hervorragende Köchin, gut zu essen und guten Wein zu trinken und
00:08:28: das Ganze irgendwo in Maßen.
00:08:30: Das war als Vorbild von meinen Eltern gelebt.
00:08:34: Und das komplette Gespräch findet ihr ab morgen bei Sommli, die interessantesten Weinkenner
00:08:39: unserer Zeit auf dieser Plattform oder überall, wo es Podcast gibt.
00:08:43: Ich kann meine Beurteilen, ich kann meine Überprüfe nach, ob sie fehlerhaft sind oder
00:08:49: nicht.
00:08:50: Ich kann auf den Tipp geben, was man machen kann, wenn ihr etwas im Kälter Schief gelaufen
00:08:54: ist.
00:08:55: Man sagt, man steht ja küfe.
00:08:56: Bevor die abgefüllt wird, müsste man vielleicht diese oder jenes noch tun, damit sie dann entsprechend
00:08:59: passt.
00:09:00: Das sind alles Möglichkeiten, die ich mein Wissen mit einbringen kann.
00:09:03: Aber im Weinberg zu stehen, die Reben zu schneiden, die Reben zu pflegen, die richtigen
00:09:12: Maßnahmen festlegen zu können, für das, was notwendig ist, um im Einklang mit der Natur
00:09:17: das ganze Produkt nach vorne zu bringen, das ist etwas, da habe ich ein Riesenrespekt
00:09:21: vor der Aufgabe.
00:09:23: Diese Ausgabe Sommli, die interessantesten Weinkenner unserer Zeit, wird unterstützt
00:09:27: von der Schlumbegergruppe, sowie den Weingütern Louis Röder aus der Champagne, Livon aus
00:09:33: dem Friau und Rom Nézon aus Martinique.
00:09:36: Vielen lieben Dank dafür.
00:09:38: Für mich war das Sensorik immer unheimlich wichtig.
00:09:41: Ich habe mir über die Sensorik im Prinzip alles beitragen können.
00:09:45: Und deswegen war auch immer mein Tipp, wenn jemand Weinwissen aufbauen will, immer das
00:09:49: Glas dabei haben, wenn man ein Buch liest, immer mit dem Wein zu dem Kapitel, wo man
00:09:54: gerade drin ist.
00:09:55: Das vertieft.
00:09:56: Das macht Spaß.
00:09:57: und gibt ein bisschen Inspiration.