SOMMELIER

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Die interessantesten Weinkellner unserer Zeit

Transkript

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00:00:00: Herzlich willkommen zu Somelie, die interessantesten Weinkähne unserer Zeit.

00:00:04: Weil ich hatte immer das Bestreben dann halt auch der beste Somelier zu werden... ...die beste Weinkarte zu kreieren.

00:00:12: und der Anspruch an mich selber.

00:00:14: Das war ja durch den Sport halt auch so... Du machst dein bestes Rennen, du rennst deine beste Zeit.

00:00:20: Und so war das dann auch mit der Sommelierkaliere, dass ich gesagt habe, so einmal Sommeliers Jahres zu werden oder einmal die beste Weinkarte zu haben ist schon groß.

00:00:30: Unser heutiger Gast ist Gunnar Teatz!

00:00:33: Das ist halt immer eine Botschaft wo ich sage, Fokus nicht nur immer Wein, Wein, Wein es gibt auch die menschliche Seite Weil wenn du viel gibst, bekommst du auch viel.

00:00:47: Es gibt ja immer Leute im Leben die halten immer nur die Hände auf und die wollen ganz viel bekommen.

00:00:52: Und mein Lebenselixier war halt auch mal so viel den Leuten ganz viel zu geben und ich habe auch in meinem Leben ganz viel zurückbekommen und da bin Ich auch dankbar für und das ist auch ein Teil meiner großen Erfolge gewesen.

00:01:07: Immer dieses geben und nehmen und dass hat mich auch in der Weinwelt so eigentlich auch so sympathisch dargestellt, würde ich mal sagen.

00:01:15: Ich sag mal so wenn man ein guter Sommelier ist oder werden will muss man auch einen Köcheversteher sein dass man versteht wie Denkenköche, wie Handelnköche.

00:01:29: und irgendwo mit einem Bein muss man eigentlich immer in der Küche sein ja?

00:01:33: Oder am Pass oder irgendwo.

00:01:34: das muss alles harmonisch.

00:01:37: ist es wie so'n Zahnrad dass man das auch ineinander Vernetzt, dass man irgendwo mit dem Herz auch auf der Seite der Küche ist.

00:01:46: Also nur Somelier zu werden und nur die Weinseite zu haben... Schwierig!

00:01:51: Also heutzutage wenn ich irgendwo im Restaurant bin und einen tollen Wein trinke dann sage ich auch hier zu entweder zu einem Somelier oder zum Koch den man kennt.

00:02:00: Hier gibt man gerne mal ein kleines Gläschen, ein Probestuck ab probiert das Mal Er selten in die Gelegenheit, so was mal zu trinken.

00:02:08: oder es ist etwas Besonderes aus meinem Keller.

00:02:10: Oder die und die Flasche habe ich mir extra füllen lassen oder das ist der und ja Jahrgang.

00:02:15: Das sollte man einmal im Leben auch mal getrunken haben.

00:02:18: Und ich sage dann immer so spaßig, so geteiltes Leid ist halbes Leid.

00:02:24: also ich gebe gerne auch mal ein Gläschen in die Küche oder halt auch mal zum Sommelier und sag hier probier das mal mit weil das haben früher auch die Gäste bei mir so gemacht.

00:02:32: Der hat immer gesagt, hätte ich es nehmen sich einen Schluck oder haben was drin gelassen und dann gesagt hier zum Feierabend können sie mit ihrem Team halt den nochmal probieren.

00:02:41: Den Achtentvierzigern mal go.

00:02:44: Das war schon auch eine geile Zeit.

00:02:46: Und da hat der Siegel gesagt hey Gunnar du hast total Talent!

00:02:49: Du kannst total gut mit den Leuten.

00:02:51: am besten du machst eine Ausbildung als Restaurantfachmann in West-Berlin.

00:02:57: also haben sich mein Vater der Sieggy und ich uns in Trabi gesetzt und sind nach Westberlin rübergefahren an den Kudam.

00:03:04: Und haben alle Hotels abgeklammert ins Personalbüro, und haben überall gefragt ob eine Stelle als Restaurantfachmann frei wäre.

00:03:12: Also es ist zeitgemäß gewesen früher eine große Weinkarte viele Positionen zu haben.

00:03:17: Es war auch irgendwo finanziell auch machbar.

00:03:22: und wo ich sage es ist heutzutage auch gar nicht mehr Zeit gemäß so eine große weinkarte zu haben weil sich das alles hinzulegen ist ein totes gebundenes Kapital.

00:03:31: Und umso größer eine Weinkarte ist, umso weniger drehen sich ja auch die Positionen.

00:03:37: Also bin ich eher so ein Typ ne kleine weine feine Weinkart.

00:03:42: Ich sag mal zwischen zwei und maximal vielleicht vierhundert fünfhundert Positionen und ne faire Kalkulation oder auch dass man halt nicht... Oder nur einen Deckungsbeitrag oder nen Aufschlag das man es nicht so wie früher mal drei mal vier mal fünf kalkuliert weil du hast ja doch im Hinterkampf Weißt du was so die Sachen im Einkauf kosten?

00:04:01: Und da bin ich dir manchmal auch, wo ich sage.

00:04:03: Ich zahle im Restaurant wenn ich privat essen gehe keine zwei Hundert Euro für eine Flasche Wein oder so.

00:04:08: Das ist immer dann halt auch immer... Es muss ein gesundes Preis Leistungsverhältnis auch auf einer Weinkarte sein damit es auch Spaß macht und dass man sich auch wenn man mal zu zweit oder zu viert geht sagt Mensch ey das ist so toll und fair kalkuliert Komm wir machen noch ne zweite oder sogar noch ner dritte Flascha auf!

00:04:23: Ich hab zum Beispiel auch keine Kinder weil ich immer irgendwie nur meine Karriere Im Sinn hatte, bin immer durch die ganze Welt gereist und war auf sämtlichen Kontinenten wo es überhaupt Wein gibt.

00:04:34: Und habe immer versucht irgendwo nach dem Motto abends mit einem Buch in der Hand einschlafen also einen Weinbuch... ...und morgens mit einer Flasche Wein in der hand aufwachen.

00:04:45: das war immer so mein Lebenselexier.

00:04:48: Also hab ich meine privaten freien Zeit, dann habe ich die ganze Weinwelt bereist Und habe immer versucht irgendwo auch den Kontakt mit Winzern, mit Zommeliers und es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht.

00:05:01: Hat mich total geprägt.

00:05:02: aber ich bin immer auch dann gedacht Es muss ja auch eine Zeit danach gehen Das merkt man ja auch Beim Wein, das ist so ein gesellschaftliches Medium geworden.

00:05:12: Dass du dich nicht abends jetzt hier alleine hinsetzt dir eine Pulle Wein aufmacht was nicht heißen soll dass ich es auch schon mal gemacht habe.

00:05:17: aber Es ist ja viel geselliger abends mit Freunden in der Runde ne Flasche aufzumachen und einfach über Gott und die Welt zu reden Und auch über den Wein dem man trinkt.

00:05:30: und dann irgendwann.

00:05:30: Er hat früher mal gesagt, ich merke schon oder Herr Fernebach hat gesagt sie haben ein sehr großes Weininteresse.

00:05:37: Sie werden mein neues Zommelier hier ist die Weinkarte tausend Positionen da ist der Weinkeller.

00:05:42: Ich würde sie gerne so als mein Zommelier im Restaurant sehen.

00:05:49: Da dachte ich naja die anderen Azubis die haben die Teller rausgebracht und Gunnar stand dann schon am Tisch Im ersten Lehrjahr und habe schon einen fünfundvierzigem Moton aufmachen können.

00:05:58: also das war schon krass.

00:05:59: die Nummer Früher hat man so eine Sammler-Leidenschaft gehabt.

00:06:03: Also ich hatte früher einen richtig, richtig großen Weinkeller privat.

00:06:08: Aber man wird dann irgendwann auch vernünftiger und die Sammelleidenschaft schafft Die wird denn immer weniger weil du irgendwann merkst du schaffst es ja gar nicht alles abzutrinken.

00:06:18: Man nimmt das da noch mit mit so einer Welle und du bist dann auch in unserem Hamsterrad drin, wo du immer läufst und immer mitläufst.

00:06:25: Und weiterläufest und das Rad dreht sich immer schneller und du selbst aber irgendwann aufpassen musst dass du nicht überpaste.

00:06:35: Ja guck mal ich habe vorher auch kein Wein getrunken gehabt.

00:06:38: Ich hab ja Leistungssport gemacht an der DDR, bin im Mauerfall rüber und eher durch Zufall bei Peter gelandet und hatte bis dahin auch kein Alkohol getrunken.

00:06:47: Und der hat mir am ersten Tag gleich einen Weißwein zum Probieren gegeben, und dann dachte ich Boah was ist denn das für ein Geschmackserlebnis am Gaumen?

00:06:57: Und da habe ich den gefragt naja was ist das dann?

00:06:59: Und er meinte es ist ein Batamoura-Schehen.

00:07:01: Ich dachte oh Gott!

00:07:02: Den Namen wirst du nie behalten.

00:07:04: So am zweiten Abend stellte er mir denn ein Rotwein hin.

00:07:08: Ich hab dem probiert.

00:07:09: Oh, dacht ich ist ja auch geil.

00:07:11: Ich sag was sind das?

00:07:12: Er sagt dass es ein Jefferson Batan.

00:07:15: Oh dachte ich, oh Gott.

00:07:16: Ich weiß noch nicht mal wie der von gestern hieß und jetzt soll ich mir sowas merken.

00:07:20: Das war so crazy.

00:07:23: Und Peter Gago da von Panfuls und wen man alles da hatte.

00:07:26: oder Da hat ein Kp Keller Noch Kirchspiel.

00:07:30: Ich glaube die leere Flasche noch unten im Keller Neun Liter Flashe Kirch spielabgefüllt für die Party.

00:07:37: Also was heute?

00:07:38: Es ist unglaublich.

00:07:39: Ja Ich bin so ein Typ, ich möchte dann den Wein abends als Pairing auch nicht auseinander nehmen.

00:07:45: Ich möchte einfach nur den puren Genuss haben das heißt ich stelle den Wein meistens sogar hinten ran und ob das unbedingt passt zu dem Fleisch.

00:07:54: aber ich sage dann einfach heute Abend habe ich Lust auf Pinot Ob das unbedingt zu dem Fleisch passt oder nicht?

00:08:00: Dann stellt sich der Wein eben hinten an.

00:08:05: So ist es jedenfalls bei mir!

00:08:07: Ich fand das toll in eine Bühne zu haben Wie du sagst, wo du die besten, teuersten Weine der Welt irgendwo ausschenken durftest, mittrinken durftist.

00:08:17: Aber das ist so ein Buch oder so ein Kapitel was man irgendwann zu macht und es geht ein neues Kapitel auf.

00:08:22: Also mir fehlt dieses Kapitel nicht.

00:08:24: Das ist abgeschlossen.

00:08:26: aber es haben sich heute für mich wieder ganz andere Lebenskapitel aufgemacht Wo ich manchmal auch richtig enttäuscht war und gesagt, das ist neunund achtzig Mutagen, das geht gar nicht.

00:08:38: Dann habe ich aber darüber mal ein bisschen nachgedacht und mich entschieden, doch noch einmal zu wechseln.

00:08:44: Und nochmal was anderes zu machen in meinem Leben außer Wein.

00:08:47: Oh das war neunundachtzig Mutton!

00:08:48: Das ist ja groß...das übertrifft eine Erwartung.

00:08:51: und dann bist du beim nächsten Mal wieder enttäuscht und sagst oh das schwankt aber doch bei neun undachtzig mutton ganz groß.

00:08:58: Und das komplette Gespräch findet ihr ab morgen bei Sommli die interessantesten Weinkenner unserer Zeit auf dieser Plattform oder überall wo es Podcast gibt.

00:09:07: Weil ich hab immer gedacht Mensch In dem einen Sache bist du erfolgreich, die andere Sache läuft gut.

00:09:13: Lass es doch alles so als wenn du jetzt ein zu hohes Risiko gehst und nachher auf die Nase fällst.

00:09:19: Und da war ich dann immer auch.

00:09:21: der Meinung bleibt immer auch Bescheiden bleibt mit beiden Beiden immer ein bisschen auf den Boden und versuche immer sowohl Als bodenständiger Mensch zu bleiben trotz der vielen Erfolge die du hattest oder dich hatte

00:09:37: Dieser Ausgabe-Summe, die interessantesten Weinkeller unserer Zeit wird begleitet.

00:09:41: Der Stütz von Gerold Steinerbrunnen spricht ihm für mich besten Wasser zum Wein und nicht zuletzt auch für den Tag danach im Champagnerhaus Louis Röderer mit seinem Kristall dem Hause Georg Breuer aus dem Rheingau und unserem Partner der Schlumbergergruppe.

00:09:56: vielen lieben Dank.

00:09:58: ich bin eher so der Fleischmensch.