Die interessantesten Weinkellner unserer Zeit
00:00:12: Ich bin Oliver Schmidt, geborenen im qualitativ recht überschaubaren Weinjagangen in den Seinzehnundsechzig.
00:00:20: Begut mich nach erfolgter Adolescence rund neun Jahre auf die berufliche Wanderschaft im Innen- und Ausland.
00:00:27: Er lernte unter anderem den Beruf des Kochs Studierter Handelsbetriebswirtschaft.
00:00:31: Bin seit neunzehntausendsechsundneunzig verantwortlich in fünfter Generation als Inhaber der Bremer Delikatessenhandlung und Bistro Grashof von Achtzehnhundertzweihundsiebzig mehreren Jahrzehnten stolzer Ehegatte und Fan von Elke Schmitte.
00:00:47: Ich habe meine Elke am XXIII.
00:00:49: Dezember twohneunzehnundzeigneinzig kennengelernt, und das ist ein Beweis dafür, dass wir Männer doch mit Daten umgehen können!
00:00:57: Ich stellte mich hier vor – dabei gaben wir uns die Hand und schauten uns in die Augen….
00:01:01: ich wählte meine Worte sorgfältig … und ich sagte «Ich bin Oliver Schmidt».
00:01:07: Woraufhin sie überlegt entgegnete?
00:01:10: Ja, ich
00:01:11: weiß.".
00:01:12: Mir war sofort klar, dass ich gerade in diesem Moment die Mutter meiner Kinder kennengelernt hatte und das sich an der Seite dieser Frau den Rest meines Lebens verbringen würde.
00:01:22: Mein einziges Problem war sie wusste das noch nicht!
00:01:26: Wir sind jetzt aber aktuell ganz gut dabei und wenn es jetzt noch so zehn, fünfzehn Jahre sich so weiterentwickelt wie es bislang gelaufen ist dann kann das am Ende nochmal richtig gut werden.
00:01:36: Elke und Ich leben nicht nur privat zusammen wir arbeiten auch zusammen.
00:01:41: Das ist ja er selten und das muss man auch wirklich wollen.
00:01:44: Wir haben eigentlich permanenten Kontakt, Tag wie Nacht und geben uns in den Dämmerungen dazwischen gegenseitig viel Raum für unsere ausgeprägten Charaktere.
00:01:55: Ich bin sehr stolz darauf dass sie mich ausgewählt hat ihr Gatte zu sein denn in allen Phasen unseres gemeinsamen Lebens konnte ich mich blind auf Sie verlassen.
00:02:03: egal was gerade ansteht und was die Stunde geschlagen hat.
00:02:07: Mit ihr an meiner Seite löse sich die Themen im Alltag quasi von allein.
00:02:12: Ihre Lebenseinstellung verkörpert diese herrliche Mischung aus, das ist kein Problem, das schaffen wir schon über so.
00:02:18: jetzt kommen wir mal ins Handeln bis hin zu es nicht wunderschön geworden.
00:02:23: als kleines Mädchen unterstützte sie ihren Vater in seiner Fleischerei.
00:02:28: er war schon recht viele Jahre Obermeister in seiner Gilde und führte sie an die ersten Aufgaben heran.
00:02:34: So lernte sie beispielsweise Schaschlikspieße zu spießen und das etikettierende hauseigenen Speisen wie Rindsuladen, Bremerlapskraus und ähnliche.
00:02:44: Sie bekam schon früh in einem kleinen weisten Kittel und so war es auch kein Wunder dass sie im ersten Beruf Fleischerei Fachverkäuferin wurde.
00:02:53: Beim Ablegen ihrer Prüfung wurde sie gar nicht überraschend Landesbeste, qualifizierte sich damit ungewollt zum Bundeswettbewerb der Gilde und weil sie sich sicher war dass sie kein Erfolg dort haben würde, redete sie ihrem Vater aus Sie zu begleiten.
00:03:08: Mangelts Erfolgsaussichten nahmen sie den Bundeswetts Bewert dann recht locker löste die ihr gestellten Aufgaben kreativ aber eben nicht vom gebotenen Ernster Sache getrieben und lehnte sich nach getaner Arbeit erst mal entspannt zurück.
00:03:23: Umso klein lauter wurde sie dann, als sie zur Bundesligerin ausgerufen wurde und dies ihrem Vater am Telefon natürlich noch irgendwann mal beichten musste.
00:03:33: Er war not amused wie man so schön sagt – hätte er ihren Erfolg doch so gerne leifenden Farbe fort miterlebt!
00:03:40: Aber unglaublich stolz war er auch.
00:03:43: Sie ließ als zweite Ausbildung die zur Fleischer Meisterin folgen was seinerzeit eine ausgewiesene Männerdomäne gewesen ist.
00:03:51: Sie schloss den Erwerb des Meisterdienstes erfolgreich ab, natürlich nicht ohne zuvor das gesamte Prüfungsgremium in einer intensiven Diskussion über die Herangehensweise der Produktionsplanung und Produktionsvorbereitung aufzumischen was später selbstverständlich ihrem Vater zugetragen wurde.
00:04:09: Und er war hier wieder königlich unterwegs – eben not am used!
00:04:15: ebenfalls seinen Stolz durchblicken, dass sie sich auch und gerade in herausfordernden Situation eben nicht die Wurst vom Brot nehmen ließ.
00:04:24: Ich bin im ersten Beruf Koch geworden – man kann sich vorstellen, dass ein gelernter Koch und eine ausgebildete Fleischermeisterin nicht wirklich ein gutes Duo in einer Küche sind.
00:04:36: Wir konnten die ersten zehn Jahre lang überhaupt nicht zusammenkochen!
00:04:40: Das liegt einfach daran, dass man völlig unterschiedliche Angehensweisen hat.
00:04:44: Wenn man beispielsweise ein Gulasch kochen will dann kann sich der jeweils kochende Partner sicher sein das die wohl gemeinten Ratschläge des anderen ihm sicher sind und das fördert nicht wirklich die kulinarische Kunst.
00:04:56: und deshalb haben wir dann weil wir ja noch länger zusammenbleiben wollten das oft dann tonisch unterlassen.
00:05:02: Eines schönen Tages nach ungefähr zehn Jahren hatten wir dann die Situation, dass demjenigen der da gerade Küchendienst hatte eine Soße geronnen ist.
00:05:11: Und die andere Person kam hinzu und wir lösten gemeinsam das Problem der geronnenden Soße.
00:05:18: Daraufhin habe ich liebevoll zu ihr gesagt, schaust du was da gerade passiert ist?
00:05:24: Sie antwortete wohl über Licht und dann ebenfalls der liebevollen Versaus jetzt nicht!
00:05:30: Ihre Charakterstärke ist in der Tat beeindruckend.
00:05:33: Elke ist niemand, der stehen bleibt.
00:05:35: Sind Erfolge erklommen?
00:05:37: Geht es auch gleich schon weiter!
00:05:39: So kam sie mit dem Achtzehnhundertseinhalbzig gegründeten Delicatessen-Geschäft und französischem Bistro.
00:05:45: meiner Familienberührung war Feuer und Flamme und gehörte sehr schnell zum Team im Laden das sie dann später leitete und nachdem wir dann geheiratet hatten in Selbstständigkeit das Geschäft aus Laden, Bistro und Catering mit Ausbaute und weiterentwickelte.
00:06:04: Ihr Humor, ihre Kreativität, ihr Verlässlichkeit und Ihre Art Mitarbeiter wie Kunden gleichermaßen von uns zu begeistern waren dabei genauso Erfolgsgaranten als ihre Umtriebigkeit sich mit den Dingen der Zeit zu befassen.
00:06:19: Oberflächlichkeit ist eigentlich nie ihr Ding gewesen.
00:06:22: Als die Zeit kam, unseren Onlineshop zu pushen machte sie nebenbei ihren Online-Marketingmanager und übernahm kurzerhand alles was man so unter Pushenden versteht.
00:06:33: Als KI ein Thema wurde ließ sie sich schulen und erlangte das europäische KI Zertifikat.
00:06:38: Ihre Liebe zum Wein entdeckte Elke schon deutlich früher.
00:06:42: Bei Grashof wurden schon immer Weinsortimente gepflegt, aber mein Vater legt in den Sechzigerjahren den Grundstein für einen wirklich besonderen und sehr beeindruckten Weinbestand.
00:06:52: Die Schwerpunkte waren die großen Weiner aus dem Bordeaux ein wirklich unglaubliches Sortiment an Altemkonyak auch solche, die wir einen eigenen individuell für uns ausgebauten Fässern dann haben machen lassen.
00:07:06: Madeira Weine zurück bis in das Jahr seventeenhundertfünfundneunzig, Merke Mozart war gerade mal vier Jahre tot und ein Portweinsortiment des seinesgleichen sucht.
00:07:16: Aber das größte an diesem Weinbestand waren dass wir Freitags immer um siebzehn Uhr mit Familie und Freunden eine fast schon heilige Zusammenkunft in Grashoffs Bistro pflegten, bei der wir neue Gerichte für die Bistrokarte ausprobierten und die dazu passenden Flaschen aus allen Teilen dieses Weinkellers öffneten.
00:07:35: Und das auch nicht zu knapp!
00:07:37: Elke war sehr schnell in dieser Runde integriert – sie verliebte sich in die Welt der Weine, wollte gleich in die Kiefe einsteigen und wurde quasi wieder nebenbei Sommliere.
00:07:48: Später bereicherte sie unser Sortiment insbesondere mit weißen Wein, von denen viele großes Reifungspotenzial mitbrachten und verlieh somit der ohnehin schon außergewöhnlichen Weinauswahl ihren ganz eigenen Stempel.
00:08:03: Auch wenn sie Zugang zu den großen und außergewöhnlichen Weinen dieser Welt hat, so ist ihr Fokus doch immer auf das Ganze gerichtet.
00:08:10: Man kann mit ihr viel Spaß haben in einem kleinen Pariser Bistro – mit Burgöl und Kontal!
00:08:16: Aber genauso bei einer großen Madeira-Verkostung mit begleitenden Speisen und dieser berühmten kollektiven Stille, wenn der ein Weg ins Glas findet.
00:08:25: und allen das Sprechen untersagt wird, damit man sich bei vollem Bewusstsein und geschlossenen Augen einem wirklich absolut einmaligen Erlebnis hingeben kann.
00:08:35: Aber dazu wird sie euch ja gleich selbst erzählen!
00:08:37: Elke hat ein besonderes Verhältnis zu ihrem Vater Rudolf gehabt, der er leider schon vor bald dreißig Jahren viel zu früh verstorben ist.
00:08:45: Würde er heute miterleben was aus seiner Tochter für ein außergewöhnlicher Mensch geworden ist?
00:08:52: Und ich, der das große Glück hat, sie auch noch weiter auf ihrem Weg hinbegleiten zu dürfen.
00:08:58: Ich bin es auch genießen und den Podcast mit Elke!
00:09:24: Jetzt
00:09:25: geht's los.
00:09:26: Herzlich willkommen zur neuen Ausgabe von Sommelier – die interessantesten Weinkelner unserer Zeit.
00:09:32: Eigentlich darf ich wieder sagen, Weinkelne rinnenden.
00:09:34: Sie ist eine der ersten Sommelier in Deutschland.
00:09:38: Norddeutschland?
00:09:39: Bremen?
00:09:39: Grashofspistro?
00:09:40: Elke
00:09:41: Schmidt?!
00:09:42: Und ich darf dir was verraten.
00:09:43: Ich habe in Norddeutschland, in Friesland gelernt und ich hatte damals während meiner Ausbildung immer diesen großen Traum einmal im Grashofsbistro essen zu gehen.
00:09:53: Irgendwie macht man das dann dummerweise von verschiedenen Dingen abhängig.
00:09:57: den richtigen Partner-Partnerin mit der man dort sein möchte – der richtige Zeitpunkt und so kam es nie dazu!
00:10:04: Ich war leider noch nie da und es ist eigentlich katastrophal.
00:10:07: Es ist eigentlich so
00:10:08: schade.
00:10:10: Es ist eine Institution in Deutschland.
00:10:12: Und wenn man Äge gleich erzählen hört und sie berichten hört, wenn man sie ihren Weg darstellen hört... dann weiß man warum!
00:10:20: Es ist so großartig zusammen mit ihr in diese alte Zeit zu blicken also alte Zeit von vor zwanzig dreißig Jahren aber es hat sich ja so viel getan seitdem und Sie hat es mitbegleitet und das freut mich dass ich uns davon berichtet.
00:10:33: Bevor wir gleich ins Gespräch einsteigen möchte ich nicht ganz besonders herzlich bei der Schlumbergergruppe.
00:10:38: Und dazu gehören neben dem Privatkundenportal Bremer Weinkollekt, wo du als privater Weingenießer Weine bestellen kannst.
00:10:45: Also alle Weine oder nahezu alle Weinen der kompletten Schlumberger Gruppe die Handelshäuser für die Professionell.
00:10:51: Schlumberger Segnitz und Konzio Vini ganz speziell für italienische Weine.
00:10:56: Diesen an unsere Seite, die begleiten uns und die Sorgen dafür dass dieses Projekt jetzt schon seit fast drei Jahren besteht das wir fast hundertreißig Sommys präsentieren durften und hoffentlich noch präsendieren dürfen.
00:11:08: Denn wenn du bis zum Ende hörst, wenn
00:11:10: es dich
00:11:10: so sehr interessiert Wenn die Schlumberger Gruppe es gut findet Dann geht das natürlich gerne weiter und darauf freue ich mich.
00:11:16: Denn dank ihnen ist sie heute hier aus dem Grashof in Bremen.
00:11:19: Herzlich Willkommen liebe Elke Schmidt!
00:11:24: Du bist ja jetzt mehr oder weniger auf der anderen Seite der Karriere als zum Beispiel Linügen, die vor einigen Wochen zu Gast hatte Der gerade mit der Karre angefangen hat Und du hast ja unglaublich viel Erfahrung... ...und blickst dir auf Ich glaube schon dreißig Jahre als Sommier, als Unternehmerin zurück.
00:11:42: Und hast du das Gefühl, du hast alles geschafft?
00:11:43: Alles gemacht?
00:11:44: Bist du fertig?
00:11:45: oder sind da noch Wünsche offen Gedanken offen irgendwas was du unbedingt noch machen möchtest?
00:11:51: Ich glaube Gastro mache ich seit fünfunddreißig Jahren vielleicht sogar länger und verführt worden bin ich tatsächlich durch den Kontakt zu meiner heutigen Familie so als Pumpe, rundes kleines Fleischermädchen in die große Feinkostwelt gekommen und kam aus dem Staunen nicht mehr heraus.
00:12:18: Das
00:12:18: war ja damals
00:12:19: schon eine Institution oder?
00:12:20: Absolut!
00:12:21: Also das Rohweier also seit, ich glaube eigentlich seit nineteenhundert aber dann achtundsechzig kam er der ganz große Durchbruch beziehungsweise dann achten siebzig mit dem Michelin Stern.
00:12:32: da wart ihr ja, ihr wart ja schon immer der Platz hier nicht nur in der Stadt sondern fast Norddeutschland?
00:12:38: Ja, das war ein nettes Kompliment und ich glaube es trifft es auch.
00:12:41: Die Firma gibt's seit eighteenhundertzehn-siebzig und in den Ende sechziger Jahren ist mein Schwiegervater dann nach Paris abgehauen und hat sich dort in die Kultur des Bistros verliebt, kam zurück und hat aus einem klassischen – ich nenne es mal hochwertigen Kolonial waren Feinkostgeschäft.
00:13:04: So
00:13:04: hieß das damals,
00:13:05: ja?
00:13:05: Die
00:13:05: Institution gemacht des Grashoffs-Bistro und er hat ganz früh angefangen Köche nach Paris zu schleppen damit die überhaupt verstehen was der von ihnen will.
00:13:17: gar nicht so einfach.
00:13:18: Was war damals jetzt aus der Blickwichtung von Jetzt?
00:13:22: ist größte Problem war es dass die Köche nicht das Bewusstsein dafür hat nur dass es die Produkte nicht gab oder Kunden, die Gäste dafür noch nicht gab.
00:13:32: Man musste auch erst mal Form und Heranziehen?
00:13:34: Kann man das so nachträglich beurteilen?
00:13:37: Ich
00:13:37: glaube, die gäste gab es von Anfang an.
00:13:39: Bremen ist eine Hansestadt.
00:13:41: Wir haben hier viele wirklich Gästen in Bremen zu Hause sind, aber auch in der ganzen Welt zuhause sind.
00:13:50: Die bringen diese Neugier mit.
00:13:52: Und die Tatsache dass man die Produkte nicht bekam ... haben wir gelöst, indem wir sie dann geholt haben in Frankreich oder wo auch immer wir das glaubten zu finden.
00:14:04: Frankreich, Italien... Wo man eben die Delikatessen sucht, die man verkaufen möchte?
00:14:12: Wir sind viel sehr viel gereist!
00:14:14: Wir haben sehr sehr viel Eigenimport gemacht schon immer und daraus hat sich da natürlich ergeben dass die Köche wenn Sie mit mal einen Ja ein Produkt vor sich haben, was sie noch nie gesehen haben.
00:14:31: Dass sie natürlich auch erklärt bekommen müssen, was soll ich damit jetzt machen?
00:14:36: Und dann hat mein Schwiegervater Sie am Freitagsabend mit ins Auto genommen und dann sind die nach Paris gefahren und haben dort bei den großen und kleinen Namen gegessen, damit sie einen Gefühl dafür bekommen.
00:14:48: So fing das mal an.
00:14:49: Was war für dich die größte Schwierigkeit, als du, ich glaube, in das Unternehmen kamst?
00:14:54: Ja!
00:14:55: Und du warst ja Fleischreimeisterin.
00:14:57: Warst du auch schon Wein-Affiden?
00:14:58: oder kam das dann letztlich durch deinem Mann der ja auch eine eigentlich große Weinliebe auslebt?
00:15:04: Also ich habe zunächst jahr mal, neunzehnhundertsechsten achtzig Das erste Mal bei Grashof geschnuppert und habe da schon festgestellt dass es mehr gibt als ich mir in meiner Handwerkerwelt vorstellen konnte und wollte.
00:15:21: Und das war auch die Gefahr, mein Vater wollte nicht, dass ich dort arbeite.
00:15:27: Wir waren ... meine Eltern hatten ja ein großes Geschäft.
00:15:30: Ich hab nur deshalb diese Ausbildung gemacht, weil ich ehrlicherweise kein Fleischer heiraten wollte.
00:15:38: Dann hab ich gedacht, mach ich lieber diese Prüfung selber, dann bin ich unabhängig!
00:15:42: Und ich wollte um den Horizont zu erweitern sehr gerne eben mich weiterbilden und die Idee dazu, Grashof zu gehen fand ich großartig.
00:15:53: Mein Vater fand das furchtbar weil er wusste er kannte mich ja dass ich verloren bin und nicht zurückkomme.
00:16:01: Und so kam es dann.
00:16:03: Ich bin tatsächlich da nicht mehr zurückgekommen.
00:16:07: Weinaffin war ich schon immer, wir haben auch zu Hause immer sehr viel Wert auf gutes und traditionelles Familienessen gelegt.
00:16:17: es gab immer auch gute Weine dazu also recht deutsch geprägt damals Mosel, Saruwa so diese Richtung das hat sich mir damals noch nicht so richtig erschlossen kam ich in die große Welt des Bordeaux.
00:16:38: Und da war ich verloren!
00:16:40: Du hast ja alles mitgemacht, du hast hier die Entwicklung des deutschen Weines mitgemucht,
00:16:44: der ja seit,
00:16:45: ich würde fast sagen, seit nirgonneunzig sich noch mal komplett gewandelt hat und richtig aufgeblüht ist.
00:16:49: also
00:16:49: das hast
00:16:49: du ja Jahr für Jahr entsprechend mit begleitet.
00:16:53: Das Auf- und Ab-der-Bordeleserweinen-Bugund hast du intensiv mitbegleitet?
00:16:58: Ich erinnere mich an die Zweitausender... Da begunder zu verkaufen, oder selbst in den Jahr- und Jahrzehnten noch.
00:17:04: Das war ja richtig schwer!
00:17:06: Du hast das auf und ab der italienischen Weine die Prosseckekultur dann irgendwann entstand.
00:17:11: Du hast die Rioche auf und Abblühen sehen... Die neue Welt wie sie rüber schwappte und gerade im Bremen natürlich dann teilweise ankam.
00:17:19: Sehr richtig!
00:17:20: Hast du selber vorlieben?
00:17:21: Also gibt es für dich irgendeine Art von Wein wo du sagst da ist mein Zuhause.. Ist das Bordeaux oder was ganz anderes?
00:17:28: Ich glaube es ist Bordeau.
00:17:30: Ich kann, ich überlege immer wieder was eigentlich für mich so am wichtigsten ist.
00:17:38: Und ich denke immer alles.
00:17:39: aber das ist natürlich ein Scherz.
00:17:42: Für mich ist Bordeaux glaube ich federführend und ich habe ja das unglaubliche Glück dass wir oder ich damals noch quasi Vorparka erlebt habe wie sich das Bordeau dargestellt hat durch auch diese Lampe, durch die lange Geschichte des Hauses.
00:18:04: Die haben schon immer in Subscription gekauft und es gab eben damals... Ich sag mal unglaubliche Mengen großer Namen!
00:18:14: Und wie sich das dann weiterentwickelt hat, das habe ich natürlich total miterlebt.
00:18:19: Ich werde nie vergessen, dass ich das erste Mal mit in fragreich war zur Subscription Beziehungsweise zu dieser Empremör, zu diesem Galopprennen wo du da hunderte von Kilometer in drei vier Tagen abreißt bis zu sechshundert Weine verkostet und eigentlich gar nicht weiß was du tust.
00:18:38: Ich war am Anfang ich habe gedacht mir bitte was mache ich hier?
00:18:41: Und warum gibt es auf Montrose nur zwei Flaschen?
00:18:45: Was ist da los?
00:18:47: Ich hab das erst gar nicht verstanden.
00:18:49: Man fährt da von Château
00:18:50: zu Châteaux
00:18:51: und probiert dann halt diesen Wein.
00:18:53: Und fährt weiter zum nächsten Châteaud, um den aktuellen Jahrgang zu vollkosten...
00:18:57: Genau!
00:18:57: ...und sich einen Blick oder ein Überblick darunter... Ja,
00:18:59: und dann sollst du in der Fassprobe... Du hast ja... Der Wein war jetzt über Winter im Fass?
00:19:08: Und dann solltest du jetzt entscheiden oder hell sehen wie sich das entwickelt.
00:19:15: Ist die Mischung gelungen?
00:19:18: typisch fürs Chateau oder gehen sie neue Wege.
00:19:22: Das muss man sich alles erarbeiten, erfragen – das erklären die einem natürlich auch was sie dieses Jahr gemacht haben.
00:19:28: oder wie war die Situation?
00:19:34: War die Ernte sehr gut oder war es zu nass oder war's zu heiß und so weiter?
00:19:40: Und dann trauen Sie einem zu dass man das probiert und eine Idee davon bekommt, wie das dann zumindest nach ein paar Jahren großartig sein kann.
00:19:54: Soll im besten Sinne!
00:19:56: Und ich war komplett überfordert damit.
00:19:58: Ich hatte also Violette-Säure-Taninfrucht irgendwo... ...und hatte das im Mund und hab gedacht, es ist jetzt in Angriff.
00:20:10: Das ist nicht das was ich glaube trinken zu wollen.
00:20:15: Und mein Mann hat mir damals dann wirklich sehr, sehr nett erklärt.
00:20:20: Dass da die Vision beginnt und an der Stelle versucht man sich ja einen Überblick zu verschaffen vom Jahrgang und welche Schattos kommen in Frage und dann fährt man wieder nach Hause und setzt sich hin und kratzt seine Pinnunzen zusammen und geht praktisch in die Bestellung.
00:20:40: Dann bekoppst du das ja zwei Jahre gar nicht.
00:20:43: Bezahlst es im Voraus und dann hast du den Negation deines Vertrauens hoffentlich gefunden, der sich von dem Coutier hat beraten lassen was das kosten darf.
00:20:53: Es gibt ja verschiedene Preistrangen Und dann hast Du entweder sehr gut eingekauft oder Vielleicht auch Hättest Du noch warten können?
00:21:04: Das ist alles Alles sehr kompliziert.
00:21:07: Am Ende des Tages musst Du Dich aber entscheiden kaufe ich oder kaufe Ich nicht?
00:21:11: und Dann bezahlst Du.
00:21:13: Und dann hast du zwei Jahre, das große Glück, dass du darauf wartest.
00:21:19: Wenn das dann kommt und man so eine Ankunftsprobe macht ... Dann ist es ja schon mal ne ganz andere Erinnerung als dort vor Ort.
00:21:32: Logisch!
00:21:33: Und dann geht's hier los, dass Du selber erst mal reifen lassen musst.
00:21:37: Das dauert ja Jahre.
00:21:38: Und das ist ein Zyklus.
00:21:40: Natürlich macht man das jedes Jahr Aber meine ersten Jahre waren geprägt von totalem Blindflug,
00:21:49: gebe ich zu.
00:21:51: Bis ich dann irgendwann mal gedacht habe, such doch mal deine alten Probenbücher die hab' ich dann auch gefunden und da war es ganz interessant dass sich schon damals vielleicht so eine kleine Idee davon hatte wie sich das entwickelt Weil die Weine, die mir dann später sehr gut gefielen auch damals in meinen kleinen Notizen schon nicht als untrinkbar galten.
00:22:21: Findest du mein Beurteil?
00:22:22: Die Weine als unwissender oder als wissender Objektiver?
00:22:28: Das ist so eine Frage, die ich mir selber immer stelle.
00:22:30: Wenn ich wissend bin, bastele ich mir das im Imaginär zusammen wie das was wird auch wenn ich Sachen vom Fass probiere und ich habe das Gefühl, wenn ich als unwissender probiere dann bin ich intuitiver und schmecke eigentlich in dem Sinne mehr und denke mich mehr an die Weine hinein.
00:22:45: auf der anderen Seite als nichtwissender verstehe ich ja manche Sachen nicht.
00:22:48: Was ist deine Erfahrung dabei?
00:22:51: Wenn du diese beiden Welten also gerade mit den ersten Degustationsbüchern und dann später, als du sie nochmal vorgeholt hast?
00:22:59: Also ich hoffe für mich persönlich immer dass sich beides bewahren kann.
00:23:04: Dass ich die Professionalität habe zu erkennen was hat der Winzer für eine Vision ist das was ich dort im Glas habe tatsächlich auch das was auch er möchte was der Boden her gibt was was die Region sein kann Und entscheide für mich dann, also das traue ich mir schon zu.
00:23:28: Dass sich sage okay dass es ihm ganz gut gelungen oder da bin ich nicht so überzeugt.
00:23:34: Gepaart aber mit der Neugier des der Unwissenen und immer auch mit dem Gedanken am Gast weil wenn der Winzer seine Vision kund tut und ich ja als Sommelier im Grunde Ich bin ja nicht da zu werten, ich bin ja da zu vermitteln.
00:23:56: Ich möchte diese beiden Welten miteinander verschmelzen.
00:23:59: Brauche ich die Fantasie, dass das was der Gast dann ins Glas bekommt ihn abholt und er davon begeistert ist.
00:24:08: Die Kunst für mich liegt darin, diese beiden welten auf der einen Seite professionell einzukaufen zum Lächeln am Gast, der sagt wow genau eigentlich genau das habe ich gesucht.
00:24:25: Wie stieß die Situation des Bordelais?
00:24:27: Also dass es eben vor zwanzig dreißig Jahren gefeiert wurde.
00:24:30: dann Vor zwanziger Jahren begann es ja ungefähr, dass es von einigen gebäscht wurde in Frage gestellt wurde.
00:24:38: Dann vor fünf jahren ungefähr hatten wir so ein richtiges Fast eine Abneigung teilweise und ich habe jetzt persönlich das Gefühl, dass die Renaissance langsam kommt.
00:24:49: Zumindest bei gewissen Schattos.
00:24:50: aber man hört eben auch ganz viel von Rodungen, von Das kleine Weingüter waren es nicht zu kämpfen haben.
00:24:57: wie ist so deine Meinung zur aktuellen Situation?
00:25:01: Aber eben auch zur Entwicklung?
00:25:03: also Ich glaube Was ich so ein bisschen betraure, ist dass es nicht mehr so viele Jahrgangsunterschiede gibt.
00:25:11: Weil sie einfach technologisch gesehen keine Fehler mehr machen.
00:25:17: Das waren den Achtzigern teilweise richtig intensiv?
00:25:20: Also wenn du einen Jahrgang wie Vier'n-Achzig zum Beispiel hast oder keine Ahnung, Sieh'n und Achtzitzig... Da hattest
00:25:24: du noch Jahrgänge!
00:25:25: Dann war das auch wichtig.
00:25:27: Also da konnte man wirklich ja noch sagen Und dann hat sich das ja durch das Lagern auch wieder entwickelt.
00:25:38: Und das braucht es eine Zeit.
00:25:39: Du brauchtest ja mindestens zehn Jahre, um wirklich mal zu spüren was kommt da?
00:25:45: Was ist da
00:25:46: für Potenzial?
00:25:48: Also dass man die ersten zwei jahre dann konnte man sie trinken wenn man etwas junges frisches wollte dann vier fünf jahrelich ruhig weglegen Ja nicht anfassen.
00:25:56: und nach zehn Jahren hatte man gesagt also war so die erste Phase wo Sie sich öffneten wo sie aus der pubertät dann letztlich auch raus sind.
00:26:03: Das gibt es ja eigentlich fast gar nicht mehr so extrem.
00:26:07: Früher brauchtest du wirklich noch einen Keller, um Bordeaux zu sammeln.
00:26:11: Heute ist das obsolete.
00:26:14: aus meiner Sicht also und darauf wird aber auch ein bisschen hingearbeitet glaube ich die Die wissen schon sehr genau was sie tun Und was sich ganz toll finde ist dass Sie sich zunehmend wieder mit Mit den Werten beschäftigen Auch mit einer gewissen Authentizität wo sie sagen Das ist mein Stil.
00:26:38: Ich möchte das genauso und nicht mehr für bestimmte Richtungen arbeiten, also ich glaube sie werden einem die großen werden ein bisschen unabhängiger weniger gefällig Und trotzdem sind die Weine aus meiner Sicht Haben Sie so ein bisschen ihre Seele verloren.
00:27:01: Ja Ja, weil Sie versuchen jemanden zu gefallen.
00:27:05: Ja das ist genau.
00:27:07: es wurde ja Also so ein bisschen hingedreht auch in eine bestimmte Richtung und Das erlebe zumindestens ich zunehmend dass sie wieder So einer art selbstbewusstsein entwickeln und sagen nein Ich das ist mein das ist meinen Boden das ist hier meine keller technik Und so soll das genau sein und damit ja auch sehr erfolgreich sind.
00:27:31: Diese Rodung, ja es gibt glaube ich einfach zu viel Wein.
00:27:36: Es wird soviel produziert und die Kleineren werden da natürlich dann drunter leiden das ist einfach so.
00:27:46: und die ganz großen also ich sage mal diese wie viele sind das?
00:27:51: Wenigen Prozent die immer in aller Munde sind die mittlerweile unbezahlbar Die investieren in Hotels, die investieren natürlich auch in ihre Keller.
00:28:06: Was ja auch lange... Also was ja wichtig ist aber da wird so eine Welt aufgebaut, die glaube ich nicht für jeden real ist.
00:28:17: also das sieht toll aus.
00:28:19: Ich bin jedes mal baff erstaunt dass es immer noch schöner geht Aber Das hat mit dem früheren Bordelais für mich nicht mehr ganz so viel zu tun.
00:28:33: Früher war das, da fuhr man hin – das war schrullig!
00:28:36: Da war dann der Stadtobesitzer und seine Frau und die wohnte in dem einen Flügel und er wohnte vielleicht in dem anderen Flüge.
00:28:46: Und dann war das Suche, die lebten da halt auch wirklich... Und da geht man ja eher zur Jagd, wenn man sich nicht mehr versteht oder geht Pilze sammeln.
00:28:59: Aber man trennt sich nicht, weißt du?
00:29:03: Heute ist das alles Hochglanz.
00:29:06: Da sind keine Menschen mehr die das wirklich auch ... Also es gibt sie natürlich noch aber vieles eben einfach auch in Industriehand muss man fairerweise ja so sagen
00:29:22: oder in die Versicherungskonzerne ganz übernommen haben und so weiter.
00:29:27: Ich hatte aber das Gefühl bei meinem letzten Besuch im Bordeli,
00:29:30: dass
00:29:31: es dieses traditionelle Bordeaux noch in kleineren Weingüter gibt.
00:29:35: Also diese großen Bekannten sind ja um die Achtzigweingüters, die eben auch subscribiert werden können
00:29:41: usw.,
00:29:42: Aber es gibt jetzt Zehntausend Winzer dort und es gibt ja in dem Sinne tausende eingetragene Weingütter, die Wein produzieren und am eigenen Label abfüllen.
00:29:51: Und da habe ich unglaublich viel Authentizität und sehr viel Typizität gefunden.
00:29:57: Und sehr viel auch Selbstbewusstsein.
00:29:58: Richtig,
00:29:58: dass selbstbewusst sein kommt wieder... Das meinte ich vorhin, das gefällt mir so gut!
00:30:05: Die haben wieder so einen Standing.
00:30:07: Lohnt
00:30:08: es sich bei diesen Weingütern zu probieren beziehungsweise die auf die Karte zunehmen?
00:30:12: Teilweise hat man ja auch Weine mit einem sagenhaften Preis- leistungsfeld.
00:30:15: So finden es Weine um zehn, fünfzehn Euro, die teilweise spektakulär sind finde relativ schwer hier irgendwo auf dem Markt zu finden sind.
00:30:23: Hast du da einen Auge drauf?
00:30:24: Oder wenn du selber Bordeaux kaufst, gehst du auch auf die großen Namenwille und man da natürlich eine Wertebindung mit hat und man in Zukunft die eigene Keller-Zukunft dann auch investiert?
00:30:34: Also wir haben seit ewigen Jahren Jahrzehnten schon immer kleine Häuser wo wir zum Beispiel auch unter eigenem Label abfüllen das sind Grassoffreine die suchen wir ganz gezielt für uns.
00:30:52: Wir entwickeln die Etiketten selber, wir kaufen alle Flaschengrößen also halbe jetzt nicht mehr weil mittags trägt keiner mehr Wein auch nicht eine halbe Flasche was ich sehr schade finde ehrlicherweise.
00:31:06: aber sie haben ja früher für Veranstaltung oder eben auch fürs Restaurant sehr viel Flasch und Größen gebraucht also Magnum, Doppelmagnum, Imperiale.
00:31:19: Das wurde ja aufgerissen und wird auch heute noch.
00:31:25: Man muss es gut verkaufen, finde ich.
00:31:27: Und das handen wir dann in allen Größen unter eigener Ausstattung.
00:31:32: Haben wir noch?
00:31:34: Ich liebe das!
00:31:36: Bis großartig!
00:31:37: Und das zu probieren und das zu begleiten ist eine Identität des Hauses.
00:31:46: Hattest du mal wohl Schäbern Wein zu machen, also selber irgendwie ein Weingut oder zu pflegen?
00:31:50: Oder ein Weinwerk zu stehen?
00:31:51: gab es da mal.
00:31:51: Nein!
00:31:53: Das Bedürfnis wäre wahrscheinlich auch mit so viel Aufwand verbunden über Bremen ja nicht unbedingt Weinbaugebieten Nummer eins ist in Deutschland.
00:32:01: Ich glaube einfach dass es so viele tolle Winzer gibt die so viel Kompetenz an dieser Stelle haben das ich gerne das mache was ich mache und dann die Leute kenne und hoffentlich immer finde, die das perfekt umsetzen.
00:32:19: Ich muss nicht alles selber können!
00:32:22: Ich bin glaube ich nicht eitel genug dass mein Name da draufstehen
00:32:25: soll.".
00:32:26: Was war für dich die schönste Entwicklung?
00:32:29: Dann letztlich der letzten dreißig Jahre so im Weinbereich hast du da irgendwas wo du sagst habe ich mich darüber gefreut dass genau das passiert ist?
00:32:39: Für mich persönlich hat sich meinen Horizont erweitert.
00:32:45: Ich glaube, das ist mein persönlich größter Gewinn!
00:32:48: Ich wurde verführt mit ... ... zweiundachtzig Pichonkom-Testelalons.
00:32:56: Das ist wirklich bitter.
00:33:01: und durch diese ganze... Es gab einfach alles auch Palettenweise zu kaufen.
00:33:07: Du konntest zum Chateau gehen oder zum Negation gehen und sagen, gib mir das.
00:33:12: Und du hast es
00:33:13: bekommen.".
00:33:14: Mein Schriegervater hatte hier in Bremen an einer Schlachte einen gemieteten Weinkeller, weil wir selber den Platz gar nicht mehr hatten.
00:33:25: Es gab alles Mögliche!
00:33:27: Es gab Fijac, Maghu, wie gesagt Pichon, all die Namen, die ich jetzt nennen könnte.
00:33:37: Und in diese Zeit bin ich hineingekommen, wo die Weinkarte voll war von diesen großen Namen.
00:33:46: Aber auch eben immer diese eigenen kleinen Weine so für jeden Tag.
00:33:51: Das war mein Schiegervater auch immer sehr wichtig.
00:33:53: Man trinkt einen großen Wein nicht abends mal eben Dienstag nachmittags
00:33:59: vielleicht
00:34:01: oder wenn es passt auch aber das muss dann schon eine Geschichte haben.
00:34:06: Und was... Ich war eben sehr Bordeaux geprägt, bisschen Italien, Spanien ja.
00:34:14: und aber als ich dann in diese Sommelerie kam oder mich da überhaupt mit auseinandergesetzt habe das auf seriöse Beine zu stellen.
00:34:23: Habe ich nach einer Woche festgestellt okay ich muss glaube ich mal ein Reset machen im Kopf weil ich ja dachte ich kenne mich mit Bordeau aus Und dann habe ich alles über Bord geworfen und hab noch mal wirklich bei Null angefangen.
00:34:39: Und dieses Erlebnis, das ich wirklich gesagt habe... Ich fange bei null an und mache alles nochmal von der Pieke auf.
00:34:53: Das hat mich am Ende gerettet, sonst hätte ich diese Prüfung nie bestanden!
00:34:58: Und was ich aber eben als ganz, ganz tolles Erlebnis für mich mitgenommen habe ist das sich die Welt wertfreie entdeckt habe.
00:35:09: Ich
00:35:10: hab mir mit mal... Ja!
00:35:13: Ich hab mit mal zugelassen dass ich die Weine aus der neuen Welt wirklich verkoste und nicht einfach eine Meinung darüber habe weil es neue Welt ist.
00:35:25: sondern mir das erarbeitet habe und ich habe so viele tolle Weine, tolle Stylistiken.
00:35:33: Offene Fragen was sich vorher gar nicht hatte.
00:35:35: Ich hatte ganz viele Antworten aber nie die wirklich guten Fragen Und dass hat sich durch diese Ausbildung komplett verändert.
00:35:44: Wobei in der Summlerie finde ich gibt es immer noch vieler Antworten.
00:35:48: Ich hab danach ja nochmal weitergemacht mit WSIT Weinakademiker wo noch immer noch nicht fertig bin, aber irgendwann bring ich's nach Hause.
00:35:57: Diesen Titel und da hab' ich gelernt es ist nicht die Antwort, die uns umtreibt sondern es isst die Frage.
00:36:06: du musst die richtigen Fragen stellen und das habe ich so verinnerlicht dass ich eben auch nicht mehr so absolut bin.
00:36:15: Ich kann den Wein sein lassen Und kann für mich ganz entspannt feststellen Mich holt er vielleicht übermorgen erst ab oder vielleicht muss ich erst noch verstehen was genau dahinter steckt.
00:36:30: aber Ich kenne schon jemanden der genau das sucht und das ist meine mission.
00:36:36: Ich möchte die menschen Und die reben und die flaschen miteinander zusammen bringen, ich möchte dass sie alle Spaß haben das zu entdecken.
00:36:45: Das ist meine mission.
00:36:46: es ist nicht meine eigene meinung die mir da wichtig.
00:36:48: großartiger
00:36:49: ansatz kann man irgendwie Ich weiß nicht, wie ich formulieren soll.
00:36:53: Deklinierend runterbrechen was man um Wein wissen muss, um Wein zu verstehen?
00:36:59: Also hast du da auf diesem Weg irgendwie so die Erkenntnis gehabt dass du etwas als wirkliche Bereicherung empfunden hast.
00:37:07: also keine Ahnung das die Wein gemacht wird Wie es fermentiert, wie er ausgebaut wird Wo er herkommt wo welche Rebsorte irgendwie gedeiht.
00:37:16: Hast du etwas essentielles für dich abhaken können?
00:37:19: Du sagst
00:37:19: wow
00:37:20: und mit dem erklärt sich Wein losgelöst vom einfachen Trinken und ist lecker, ist nicht lecker?
00:37:27: Also ich glaube es spielt alles eine Rolle.
00:37:30: Wenn du anfängst dich damit zu beschäftigen hast du ja viele Fragen.
00:37:35: Ich höre immer in diesen Verkostungen.
00:37:37: oder wenn ich so ein Seminare mache dann höre ich immer Ja also ich kann nur sagen schmeckt mir oder schmeckt mich nicht.
00:37:44: Das ist schon mal ne gute Voraussetzung dass man das einschätzen kann.
00:37:49: Aber da hört es ja nicht auf.
00:37:51: und natürlich ist es hilfreich, wenn man schon mal weiß wie Wein gemacht wird eine Vorstellung davon hat, wie mühselig das auch ist und dass man eben das auch honorieren darf.
00:38:03: Wie?
00:38:04: Das ist ja nicht nur ein Jahr!
00:38:05: Es sind ja zwei Jahre und viele viele Jahre.
00:38:08: Und wenn ich dann so ging es mir am Anfang Dann habe ich diesen Wein im Glas Und dann fehlen mir die Worte.
00:38:16: Dann wusste ich am Anfang auch nicht, also man sieht sie immer alle die Nase reinhalten, dann schwenken sie alle wie wild... Also das hat ja so ein Slapstick am Ende auch.
00:38:27: Dann wird es
00:38:28: verkostet,
00:38:28: dann wird wie verrückt geschmatzt geschlürft Luft reingezogen und dann wird alles noch ausgespuckt.
00:38:34: Ich meine für jemanden der sich damit nicht beschäftigt ist das auch skurril.
00:38:40: Und wenn man das dann den ganzen Tag gemacht hat und ja auch über die Schleimhäute doch Alkohol aufnimmt, da wird's auch immer lustiger am Ende des Tages.
00:38:48: Also ich hab schon Situationen gesehen, gerade bei diesen On-Premierproben wo der ganze Mensch quasi der Wein war in der Farbe.
00:39:00: Weil es war einfach ... Ja!
00:39:04: Die Koordination auch nicht mehr ganz so schlüssig.
00:39:09: Aber man fragt sich eben als Laie, was machen die da?
00:39:13: Und und da gilt es ja Antworten zu finden.
00:39:15: Du musst du musst ja wenn du diesen Wein verstehen möchtest.
00:39:20: also am besten fängt es damit an dass du eine gute Probe zusammestellst, die Sinn und Verstand hat.
00:39:26: Wenn du dann anfängst mit der richtigen Anleitung, wenn dich jemand an die Hand nimmt und sagt guck mal hier!
00:39:35: Dann kannst du so viel mehr aus einem Wein herausholen, als es dir ja alleine möglich wäre.
00:39:44: Und auch das ist so ein bisschen... So eine zweite Mission von mir, dass ich den Leuten immer wieder versuche die Angst zu nehmen vor dem Verkosten.
00:39:56: Vor dieser ganzen schillernden Welt!
00:40:00: Es ist ja völlig egal wie du es nennst wenn in der Nase einfach Vielleicht den Apfelkeller deiner Großmutter im Kopf hast, weil früher noch Äpfel über Winter eingelagert wurden.
00:40:16: Und wenn wir dann über eben diese reifen Apfeleromen sprechen mit einem vielleicht reiferen Weißwein der vielleicht auch ein bisschen Holz hatte, dann sind wir da an dieser Stelle und dann darf man das doch auch so sagen!
00:40:30: Weil es ist ja meine persönliche Empfindung Und ich bin immer kein großer Fan von dieser Aromratsprache, die ist hilfreich um einen da hinzubringen.
00:40:43: Aber ich sage mal, ihr veröffentlicht ja eure Probennotizen nicht.
00:40:49: Also vielleicht mal in zehn, zwanzig Jahren wenn ihr dann professionell so arbeitet.
00:40:54: aber am Anfang hilft es doch dem Gedächtnis zu sagen das riecht wie Ja, wie die Feilchen-Bombons meiner Oma.
00:41:07: Das ist natürlich keine Weinsprache offiziell aber feilchen geht es dann wieder doch und ich versuche immer zu plädieren dass die Leute die Angst davor verlieren Und ich versuch immer so einen Faden zu spinnen.
00:41:23: Natürlich gehen wir am Anfang Über die Nase, wir gucken uns erst mal die Farbe an und können daraus ja schon ganz viele Rückschlüsse ziehen.
00:41:32: Dann über die NASE haben wir Frucht oder haben wir eher vegetabile Noten?
00:41:39: Haben wir eher laktische Sachen?
00:41:42: Haben einen Waldboden und Bambi?
00:41:46: Wer weiß!
00:41:47: All das fragt man sich ab... nach einem bestimmten Schema.
00:41:51: Und wenn es dann an die Verkostung geht und du hast das im Mund, dann reden wir ja nur noch über fünf Empfindungen.
00:42:00: Wir haben gar nicht so viel!
00:42:04: Wenn man das alles miteinander in einen Kontext setzt, dann hast du schon ein Wein durchdekliniert.
00:42:12: Dann kannst du dir selber überlegen wie finde ich das eigentlich?
00:42:16: Ist das was ich suche oder gefällt mir das gar
00:42:18: nicht?!
00:42:19: Und da muss man doch ehrlich sein.
00:42:21: Ich hatte jetzt gerade eine Verkostung, die Herren hatten sich gewünscht, Pinot Noir und haben mir die ganze Zeit erzählt ist schmeckt nicht wie Bordeaux.
00:42:31: Naja sage ich Gott sei Dank!
00:42:33: Seit wann will Bordeau auch berühmt sein?
00:42:36: Wir sind in einer anderen Veranstaltung und zum Schluss kam jemand zu mir und sagte nee also Bordeux mag ich lieber.
00:42:43: Ich dachte das darfst du doch auch.
00:42:45: Es ist nicht.
00:42:46: es ist nicht die Frage wer gewinnt sondern es geht Darum das zu verstehen.
00:42:51: Und man darf sagen, ist nicht so meine Stilistik?
00:42:55: Dann weiß ich aber doch beim nächsten Restaurantbesuch wenn ich auf die Seite komme wo Pinos stehen also dann blätter ich weiter
00:43:20: Kann ein Wein grinsen?
00:43:22: Seine durchaus interessante Frage liegt mir beim.
00:43:28: Also die Parameter sind neun Volumen prozent Alkohol und fast dreißig kam Restzucker.
00:43:32: Das klingt nach einem Wein, der sich entweder versteckt oder... Und da sind wir wieder frech grinst!
00:43:39: Wenn du ihn im Glas hast, würdest du mir zustimmen?
00:43:41: Er tanzt leichtfüßig filigran mit dieser klassischen Kabinett-Balance bei der die Süße niemals klebrig wirkt Und die Säure niemals beiß.
00:43:51: Stattdessen schwebt alles in einer Art Schwäben der Eleganz, als hätte jemand den roten Hang an einen Glas gegossen und dann leise gesagt Leib bitte bescheiden!
00:44:00: Lass mich dir diesen Wein beschreiben.
00:44:02: Du hast in der Nase und das ist so unglaublich selten Nektarine Diese ganz saftig frisch aufgeschnittenen Nektarina.
00:44:09: Du hast roten Apfel du hast die ätherischen Kräuter die ein Rieschen großartig machen Einen Hoch von Komportpfeffer und Piment und einem Glauben Gelbe Früchte, saftiger cremiger Schmelz den der rote Tonspiefer hinterlässt.
00:44:24: Die Säurestenzen die Süße zartend umhöhlen.
00:44:27: und dann diese fast salzige Mineralität empfinde ich wie ein ja Ich weiß es klingt immer abgehoben nachhalt von steinen der von frucht und süße sanft eingewickelt wird.
00:44:38: Es ist der charm eines filigran Kabinetts der einfach funktioniert Kühl serviert bei acht bis zehn graden schraubverschluss bio zertifiziert.
00:44:46: eigentlich Könnte hier offen zu erzählen, aber es geht auch bei diesen Beinen um Terror.
00:44:50: und Terror steckt im Namen Nierstein.
00:44:53: Der rote Hang.
00:44:54: Die tritt der poröse eisenhaltige Todenschiefer an die Oberfläche!
00:44:58: Ein Relikt aus dem Rotliegenden das den ganzen Streifen zwischen Lackenheim und Nierstein seine unverwechselbare Farbe... Und seinen Charakter gibt's?
00:45:07: ...die Reben.
00:45:08: Wurzeln tief
00:45:09: in den Kaken
00:45:10: wärmespeichern einem Gestein.
00:45:12: Tagsüberspeicheren sie die Sonne.
00:45:14: nachts kühlen die Winde aus den Seitentelern Das Ergebnis in Rieslinge mit dieser typischen pulsierenden Mineralität, die man nirgends anders findet.
00:45:24: Der Kabinett greift genau diese Herkunft auf ohne sie zu überladen!
00:45:29: Er ist kein großes Gewächs und will keine sein... er is der zugängliche trinkfreudige Botschafter
00:45:35: derselben
00:45:36: Böden.
00:45:38: Das Weihengut selbst trägt eine Geschichte, die einen auf mehreren Zeitebenen erzählen kann und jede einzelne davon verdient Respekt.
00:45:45: Die Familie sitzt seit mehr als zweihundert Jahren am Roten Hang.
00:45:49: In den Grünen erhielt es gut seinen heutigen Namen durch die Heirat von Gabi Kühling und Roland Gillon, einen Moment in dem zwei Linien zusammenfanden – und den Grundsteinen für das legten was heute eines der profiliertesten Rieslinghäuser Deutschlands gilt!
00:46:05: Sie war übernahmend Tochter Karolin Spanner gelott, damals gerade vierundzwanzig Jahre alt und frisch diplomierte Önologin aus Geisenheim die volle Verantwortung.
00:46:15: In einer Branche, die damals noch stark männlich geprägt war – nahmen sie die Herausforderung nicht nur an, sie formte sie um!
00:46:21: Mit klarer Handen, unerschütterlicher Bodenverbundenheit stellte sie den Betrieb auf ökologischen Weinbau um.
00:46:28: Seit Jahrzehnte ist Kühling Gelot offiziell zertifiziert.
00:46:32: Bereits wenig später flossen biodynamische Prinzipien ein.
00:46:37: Handarbeit in den steilsten Parzellen!
00:46:40: Konsequentes Dry Farming ohne künstliche Bewässerung, Strohauflagen zum Schutz der Bodenfeuchtigkeiten zur Förderung der Bodenlebendigkeit, spontanen Gehrungen und langes Hefelager... ...wurde sie als erste Frau überhaupt vom Falsafsovinzerin des Jahres gehört.
00:46:57: eine Anerkennung die nicht nur ihre Weine sondern auch ihren Weg würdigte.
00:47:01: Seit Jahrzehnten führte sich das gut gemeinsam mit ihrem Mann, H.O.
00:47:04: Spanier dem Kopf des parallelen Weingutes Battenfeldspania.
00:47:08: Die beiden Betriebe sind organisatorisch verbunden die Weine werden in hohen Sülsen minifiziert noch die Handschriften bleiben komplett klar unterscheidbar.
00:47:16: Beim Kühlingelott wird sich die salzig schiefer geprägte elegantes rotem Hanges bei battenfeld spanier die kalkige Kühle und Präzision des Wonegaus und Zellertals.
00:47:26: Was hier eint?
00:47:27: ist die kompromisslose Haltung, Herkunft nicht zu interpretieren sondern frei zu legen.
00:47:32: VDP-Mitglied.
00:47:32: seit nineteen und siebenundneunzig bewirtschaftet sich ausschließlich Spitzenlagen Petenthal, Hipping, Öhberg, Rothenberg Und haben Rhein-Hessens mit Weinen auf die internationale Bühne gebracht Die Tiroir als schmeckbare Wahrheit behandeln Ein weingutes Tradition nicht konserviert sondern lebendig hält!
00:47:51: Und das mit einer Klarheiten Konsequenz... ...die man in jeder Flasche spürt.
00:47:57: Und der zwanzig-dreienzwanziger Kabinett ist ein Kind dieses Denkens!
00:48:02: Die Lese fanden einem Jahr statt das kühle, nasse Phasen im Frühjahr mit einem insgesamt trockenen Sommerverband die tiefen Wurzeln und die konsequente Laubarbeit heifend die Qualität zu halten.
00:48:12: Das Ergebnis ist ein Wein, der die Frucht nicht versteckt... ...und die Mineralität nicht übertönt.
00:48:18: Er bleibt leicht animierend Mit diesem unverschämten Trinkfluss den gute Kabinette haben, wenn man sie ernst nimmt und nicht als süße Einstiegsweine abtut.
00:48:28: Kühlingilott macht am roten Hang Weine die Herkunft schmecken lassen ohne zu posieren!
00:48:35: Der Niersteiner Riesling-Kabinet.
00:48:37: es ist der leichteste charmanteste Beweis dafür.
00:48:40: Neun Prozent Alkohol, dreißig Gramm Restzucker und trotzdem alles andere als simpel ein Wein der Tanzstadt zu stolzieren.
00:48:48: Und genau das macht ihn verdammt gut.
00:48:52: Danke für diese großartige Interpretation.
00:48:54: Nicht nur Rhein-Hessens, nicht nur des roten Hanks und Rieslings... ...des Kabinetts!
00:49:00: Dem Hause Kühlingilot?
00:49:01: Und natürlich dem deutschen Handelsvertreter, dem Handelshaus Schlumberger.
00:49:05: Wenn du diesen Wein probieren oder dich begeistern lassen möchtest, schau in den Shownotzen nach den Bezugsadressen.
00:49:20: Das macht das Leben auch einfacher.
00:49:22: wenn man sich mal hinsetzt und überlegt was gefällt mir denn eigentlich wie so oft im Leben ist es ja so
00:49:28: finde ich ganz essentiell wichtig auch, dass es kein Muss ist.
00:49:31: Dass man nicht der große Weintrinker ist wenn man eben Burgund oder Pinot Nord versteht und das ist auch nicht unbedingt das Endziel ist, dass man soweit lange trinken muss bis man irgendwann im Pinot Himmel ist und das dann für sich selber einordnen kann.
00:49:44: Nicht jeder mag Klassikmusik!
00:49:46: Und wenn ich halt ein Punk-Rocker bin oder wenn ich Schlager mag, da muss ich mich nicht weiterarbeiten damit ich irgendwann mal klassisch verstehe und also von dem her finde Gibt es kein Muss beim Wein, sondern eben auch eine eigene Geschmackstreue?
00:50:00: Manchmal vielleicht das Interesse oder ihm will irgendwas zu verstehen.
00:50:03: Mir ging das so im Bach-Museum in Eisenach.
00:50:07: die haben Bach richtig gut erklärt und da hatte ich meinen ersten Zugang zu Bach weil die Individualität der einzelnen Inszenierung der Kompositionen Geschafft haben zu vermitteln also manchmal mal die richtige Sprache hatten.
00:50:25: das war für mich so.
00:50:26: dieses, wo ich sagte ja früher hat mir das nicht viel gegeben.
00:50:29: Ich habe es nicht hab keinen zugang zu gefunden und da hatte ich diesen Aha Moment oder mit Wartner hat sich das ähnlich.
00:50:35: also Manchmal muss man einfach auf den richtigen moment warten oder die richtige personen die eines erklärt aber ist alles Irgendwie kein Muss, dass man das ... auch ich find als Zommi nicht.
00:50:44: Dass man irgendwie dann wenn man die größte Pinokarte hat ist man der Beste oder wenn man es irgendwie die meisten probiert hat gar nicht.
00:50:53: also... Es ist alles kein Muss sondern eine Frage von ja eigentlich Meinungsfestigkeit oder eben von Wohlfühlen im positivsten aller Sinne.
00:51:02: Wenn es du's gibt irgendwie einen Höhepunkt für ein Zommier.
00:51:04: hattest du irgendwann für dich das Gefühl du bist auf dem Höhelpunkt deiner Karriere?
00:51:08: Ja ich hoffe nie!
00:51:09: Also Wenn das so wäre, dann müsste ich ja jetzt aufhören.
00:51:13: Ich hoffe da kommt ganz viel also auch an Neugier an.
00:51:18: mir fällt zu diesem Thema eben noch ein weißt du es fehlt mir manchmal ein bisschen an Toleranz
00:51:26: dass
00:51:28: wenn Menschen sich mit eben diesen Themen beschäftigen, ob das Musik ist.
00:51:34: Ob das Kunst ist oder eben Wein was ja alles Kunst isst Dann geht es oft in so eine absolute Richtung.
00:51:43: also man muss Bodo lieben Man muss Burgund Lieben Oder oder oder die Champagne oder Das ist immer so höher schneller weiter und mir geht so ein bisschen Ehrlicherweise auf Nerv, dass das nicht mehr ins Kleine geguckt wird.
00:52:04: Beispiel Leute kommen her und sagen ich möchte Bordeaux verstehen.
00:52:10: Ja da fange ich jetzt nicht mit Mutoren
00:52:13: an.
00:52:14: Das ist Quatsch!
00:52:15: Da muss man sich hoch trinken, dann muss man erstmal verstehen Wie funktioniert das überhaupt?
00:52:20: Wie sind die zusammengesetzt, wie funktioniert überhaupt diese ganze Idee.
00:52:27: Und ich fang nicht im Olymp an!
00:52:30: Das ist für mich eine Form von Dekadenz.
00:52:34: natürlich Ich habe das schon ganz oft erlebt.
00:52:37: weißt du dann kommen die an und dann trinken sie so weiß ich nicht.
00:52:41: ich sag mal zehn fünfzehn zwanzig Euro-Bordos und fühlen sich da so langsam zu Hause.
00:52:47: geht das in den nächsten größeren Schritt, also dass sie dann anfangen auch kleinere Gebiete zu verkosten.
00:52:54: Auch gegeneinander zu verkossen?
00:52:56: und dann kommt der Moment wo sie greift großes Gewächs, also richtig großes Kino, richtig viel Geld ausgeben und dann siehst du diese enttäuschten Gesichter.
00:53:09: Und dann kommt die Frage was ist das?
00:53:12: Der hat Cork oder der hat dies?
00:53:16: Nee, in der Sechsensechziger-Obriore hat einfach eine eigene Stilistik und es ist nicht das Ziel die teuerste Flasche zu trinken.
00:53:26: Wenn man das nicht verstanden oder wenn man noch dabei ist das zu verstehen ich will den ja nichts absprechen aber Ich finde es immer so schade dass sich so wenige auf diesen Weg begeben und erst mal verstehen lernen Wann der magische Moment.
00:53:45: Es gibt ja zumindest was für mich so im Bordeaux, dadurch dass diese lange Reifezeiten sind.
00:53:52: Du hast ja irgendwann den Punkt wo du die Frucht noch hast, die Säure schon soweit eingebunden ist das sie das gut dreht aber nicht mehr so im Vordergrund steht und die Tanine schon so weich sind bisschen cremig werden und so leicht süßlich werden.
00:54:15: Wenn du diesen Punkt erwischt hast, dann vergisst du das nie wieder und danach suchst du immer wieder diesen Moment, dass der Wein genau auf diesem Punkt ist.
00:54:28: Und das macht es so schwierig weil diese Balance stimmen muss!
00:54:34: Jetzt habe ich natürlich irgendwann in einem sehr greiften Bordeaux das Problem dass die Frucht mir abhanden gekommen ist, vielleicht oder nicht mehr ganz so da ist.
00:54:47: Und dann habe ich natürlich auch mehr Terzierearomen.
00:54:50: Ich hab mehr von diesen ganzen Trüffelwald und so weiter was wir da alles für Namen haben.
00:55:00: Ich habe sehr viel Leder.
00:55:03: Vielleicht Tee und alles Aromen Er erstmal sich nicht so schnell erschließen oder vielleicht auch gar nicht gesucht sind, wenn man an großen Bordeaux denkt.
00:55:17: Und wenn dann aber zum Beispiel die Säure noch richtig gut da ist und die Frucht auch noch ein bisschen hinten drin kitzelt – und das ist auch ein magischer Moment!
00:55:26: Aber das ist natürlich nichts was jemand der sagt, ich möchte Bordeau verstehen als erstes davon mitnimmt.
00:55:35: Der sagt, was das denn des kaput?
00:55:38: Und da braucht's so viel Erfahrung oder so viel auch.
00:55:42: Mein Schriegervater hat immer, ich hab ihn immer gefragt wie ... Wie hast du das gelernt?
00:55:47: Und er hat gesagt, du musst es einfach trinken!
00:55:49: Du musst leider dadurch.
00:55:51: Du musst dich durch diese ganzen Themen arbeiten.
00:55:56: Das hat ja nichts mit Trinken zu tun, sondern du musst das verstehen.
00:56:00: Ja.
00:56:01: Learning
00:56:01: by drinking.
00:56:01: Genau.
00:56:02: Wann ist ein Wein an welchem Punkt?
00:56:06: und Ich glaube, das ist die Botschaft, die man zumindest für solche Gewächse weitergeben sollte.
00:56:18: So habe ich mir das hergeleitet.
00:56:19: Ich
00:56:19: hab zwei Fragen im Kopf, kann es sein dass ein Zombie früher mehr Bereiterungsleistung erbringen musste?
00:56:24: Aufgrund dessen will die Jahrgänge ja wesentlich unterschiedlicher waren und man mehr mit Reife arbeiten musste.
00:56:31: also das ist eigentlich spannender.
00:56:32: war für mich an Zeit der Innere Anfang der Zwei Tausende wo man wirklich noch in die Achtziger-Siebziger und man hat die Jahr ginge rauf und runter deklinierten.
00:56:39: ich habe das Gefühl wie du's auch vorhin geschildert hast Dass das bisschen weg gebrochen isst.
00:56:44: Das wäre so eine Frage.
00:56:46: Die andere Frage ist, wenn man es einmal verstanden hat.
00:56:50: Dieses Reifeempfinden, dieses wo du sagst danach sucht man das möchte man finden und das möchte auch im Wein darstellen.
00:56:58: Hat man's global verstanden?
00:57:00: Also wenn ich jetzt das in einem Bordeaux gefunden habe kann ich also auf die Riocha spiegeln.
00:57:06: oder muss man sich um ein wirklicher Experte sein auf ein Gebiet konzentrieren?
00:57:12: muss man das komplett verstehen oder durcharbeiten?
00:57:17: Bevor ich dich jetzt mit beiden fragen ...
00:57:18: Nein, nein.
00:57:21: Ich weiß, wenn wir die eine beantworten, trüften
00:57:22: wir zu weit ab und die andere geht verloren.
00:57:24: Deswegen waren beide relativ wichtig.
00:57:26: Stelle ich mal beide.
00:57:28: Ich fange mal mit der Letzterin an.
00:57:30: Ja?
00:57:31: Ich glaube im Bordeaux ist das am ausgeprägtesten.
00:57:35: Aber dass es nicht übertragbar auf die ganze Welt
00:57:38: ist.
00:57:38: Sollte man sich als Sommelier auf einen Gebiet spezialisieren oder richtig reinarbeiten?
00:57:42: Nein!
00:57:43: Also als S sommelier hast du bitte schön auch Zu allem eine Haltung, hoffentlich.
00:57:50: Also zumindest muss die Neugier da sein und es ist ja immer abhängig auch von Weinkarten.
00:57:55: also ich kenne wenige Häuser, die die ganze Welt auf der Karte haben.
00:58:01: Warum auch?
00:58:02: Es gibt ja... Muss ja zur Küche passen und zur Region passen.
00:58:07: das ist so diese Restaurantseite.
00:58:09: aber wenn man als Zommelier einen Teil der Welt ausblendet Das halte ich für nicht so glücklich, ehrlicherweise.
00:58:17: Also es gehört sich schon, dass man sich auch vielleicht mal mit Chiele oder Patagonien oder mit ja... Nicht nur den großen Australien auseinandersetzt.
00:58:28: Da gibt's ja ganz spannende Sachen und das ist immer wieder ein neues Thema.
00:58:33: Ich habe immer so Inselthemen wo ich mir bestimmte Sachen wieder vornehme Und mich da vielleicht mal ein bisschen genauer rein Denke wieder oder auch mal wieder genauer Verkoste.
00:58:45: Insbesondere ist das bei so Weinproben, die suchen sich ja immer ganz skurrile Themen und dann macht es immer wieder Spaß, sich auch neu damit zu befassen.
00:58:54: Hast du da noch etwas offen?
00:58:55: Also wenn du sagst, skurrielle Weimproben gibt es noch ein Weinland was dich gerade total reizt dass du sagste Thailand
00:59:02: unbedingt ich war jetzt in Indien
00:59:06: Ja, die machen auch wein.
00:59:07: Die sind aus einer der entwickelnden Schmerkte.
00:59:10: Also ich meine da gibt es natürlich auch einen großen Namen das brauchen wir nicht drüber sprechen und trotzdem die wohn ja auch nicht auf dem Baum und das finde ich auch spannend.
00:59:21: also hin gucken aber das trifft nicht nur Wein Das ist in vielen Bereichen so unglaublich spannend
00:59:29: Ohne Frage.
00:59:31: Aber wenn man jetzt...
00:59:31: Ähnlich auch bei Lebensmittel, wo ich euch auch mit beschäftigt
00:59:34: habe.
00:59:34: Genau!
00:59:34: Also da war es ja eh nicht.
00:59:36: Die andere Frage war ob man als Zombie früher mehr Beratungsleistung erbringen musste?
00:59:40: Konnte ein größeres Spielfeld hat aufgrund der Unterschiedlichkeit der Jahrgänge oder eben auch der unterschiedlichen Entwicklungen.
00:59:45: Ein Vier- und Achtziger Mutor hat sich anders entwickelt als ein Zwei-undachtiger.
00:59:49: Und dementsprechend hab' ich den zum anderen Zeitpunkt empfohlen beziehungsweise dann ja auch anders gehandhabt, wenn ich im Restaurant geöffnet habe.
00:59:56: Den einen lüften den anderen nicht.
00:59:57: das muss dich damals wissen.
00:59:58: heutzutage Flascheauflecker.
01:00:02: Ja, da bin ich... Da gehe ich nicht mit!
01:00:06: Also diese spontanen Dekantiererei und brauchen wir alles nicht und das geht verloren.
01:00:15: also das finde ich ganz schlimm muss ich sagen dass so alte Jahrgänge nicht mehr so behandelt werden wie sie es gehört oder wie ihr es lernen musste.
01:00:25: vor allem auch Ich glaube, wenn man früher eben das Glück hatte in einem Haus zu sein wo diese Jahrgangstiefe überhaupt vorhanden war und nicht immer der aktuellste Jahrgang nur musste man als Sommelier einfach auch unglaublich viel wissen.
01:00:41: Und uns tatsächlich dieses Faktenwissen haben.
01:00:44: wie ist die Entwicklung?
01:00:45: Wie ist der Jahrgang?
01:00:47: Wie hat es überhaupt die Bewertung gewesen?
01:00:50: was kann ich empfehlen?
01:00:51: wir haben teilweise sechs sieben acht Jahrgänge auf der Karte gehabt.
01:00:56: Das ist natürlich so ein Gast und sagt, welchen Fischak nehm ich denn jetzt?
01:01:00: Ja.
01:01:01: Da musst du dann ran!
01:01:02: Und ähm... Ich glaube das war eine andere Art der Beratung heute.
01:01:10: Ist man so... Also ich sehe manchmal so große Gewächse und dann kommen die mit der Flasche, die schütteln sie durchs Restaurant.
01:01:21: Zeigen ihr die.
01:01:23: Die ist warm.
01:01:25: Also, die hat irgendwie gefühltet.
01:01:26: Zweiundzwanzig Grad und dann sagt er ja ... soll ich die Öffnen natürlich?
01:01:34: Aber soll ich sie dekantieren?
01:01:35: Und dann denke ich immer nein jetzt nicht mehr!
01:01:39: Wozu noch?
01:01:41: Es ist ja nicht nur das Luft dran kommt Ich hätte gerne auch einen sauberen Wein im Glas.
01:01:45: Ich mag kein Depot im Glas.
01:01:48: Ich finde es unprofessionell Hat keiner verdient?
01:01:52: Der wein nicht, weil er nicht glänzen kann und der gast nicht.
01:01:55: Weil er es nicht schmecken muss.
01:01:56: wenn ich bei port bin also vintageport Da ist das verdammt noch mal unglaublich wichtig.
01:02:02: und aus dem aus dem depot Das durfte ich mal lernen von einem sehr sehr charmanten Rottweinhersteller.
01:02:10: daraus macht man mit roten zwiebeln und den ganzen depot Und sehr viel geduld an eine eine fange ein.
01:02:19: also man setzt es auf einen herd und schmort dass diese roten Zwiebeln mit ein bisschen Butter und dann dieses Vintage-Depot.
01:02:29: Und da wird da irgendwann, wenn das richtig schön vor sich hinschmuggelt, denn werden da Eier reingesetzt sondern stoppen die.
01:02:35: und so was hast du noch nie gegessen?
01:02:37: Ein Traum!
01:02:38: Ja,
01:02:38: aber ich hab' mich wirklich noch nie gekessen.
01:02:39: Interessant!
01:02:40: Aber dass ist die große Kunst nichts umkommen lassen und dann etwas erleben... was unglaublich ist.
01:02:48: Wir hatten mal eine Portweinprobe, da haben wir Zweiundzwanzig Ports verkostet die jeder für sich so unfassbar waren und es war etwas passiert.
01:03:03: wo also mein Schägervater hat eben früher sehr viel eingekauft unter anderem eben auch von Vierzigern nie port.
01:03:11: Wir haben getroffen und haben ihm das so erzählt, dass wir den Keller aufgeräumt haben.
01:03:17: Und dann sagte er, er hätte selber noch nie eingetrunken.
01:03:20: Dann haben wir gesagt, da müssen wir das dringend tun.
01:03:24: Weil er selber hat gar keinen mehr gehabt im Keller!
01:03:26: Ja... Und dann haben wir diese Probe zusammengemacht.
01:03:31: Und haben eben unter anderem auch dieses unvergessliche ... kleine Träumchen geöffnet.
01:03:40: Und mit diesem Depot haben wir dann diese Zwiebelmarmelade gemacht, weißt du?
01:03:43: Da hab ich zu meinem Mann gesagt ja es ist jetzt schwierig weil unter dem geht's ja nicht mehr Ich habe mich da wieder von verabschiedet.
01:03:53: aber grundsätzlich ist eben diese Geschichte finde ich zeigt so ein bisschen auch die Umarsch an Produkte.
01:04:02: Solche Erlebnisse zeigen mir manchmal wenn ich so ganz besondere Weine und ganz besonderen Gerichte habe auch nochmal ein Fokus auf einfache Sachen zu setzen.
01:04:11: Also, dass ich dann halt in ... Wenn ich einen großen Port getrunken habe, verstehe ich einen einfacheren Vintage-Sport wesentlich einfacher.
01:04:19: oder wenn ich einen reiften trinke, versteh ich einen Jugendlichen einfacher.
01:04:21: also es ist nicht immer so das man höher weiter schneller Oder eben wie du gerade mit dem Augensfinkern sagtest darunter mach' ich's nicht mehr.
01:04:27: aber wenn man dieses Erlebnis hatte Man hat eine andere Wertschätzung Auf jeden Fall!
01:04:32: Über die vielleicht nicht diese Größe haben Wer ich das Verständnis des Großen habe und das finde ich wiederum ganz großartig, also solche Erlebnisse auch zu sammeln und sich dann selber auch wieder zu dekratieren Rückbesinn oder eben Sachen nochmal nüchterner zu betrachten und nüchterner wahrzunehmen.
01:04:48: Absolut!
01:04:49: Und es ist ja auch oft der Augenblick.
01:04:52: Es gibt Dinge die erlebt man genau einmal und das darf im Herzen bleiben und da suche ich gar keine zweite Chance.
01:05:01: Man kann es nicht rekonstruieren, weil
01:05:02: ich immer
01:05:03: gerade Wein, eine solche Zusammenführung von verschiedenen Komponenten ist und sei es die Luftfeuchtigkeit oder was auch immer.
01:05:10: Oder die Temperatur oder eben die Gesellschaft das Essen.
01:05:13: man darf es nicht versuchen.
01:05:14: also einen außergewöhnlichen Wein darf man nicht versuchen zweites mal zu trinken man kann ihn anders entdecken aber dieses Erlebnis nicht nochmal so wie ein schönen Abend mit dem Paar da kann man auch nicht rekconstruieren Es wird immer ein anderer Abend sein.
01:05:26: Genau Und das ist auch gut so.
01:05:29: Dafür ist das Leben ja da, dass man Erfahrungen sammelt und zusammenträgt.
01:05:38: Es gibt so tolle Erlebnisse im Weinen wo ich manchmal zurück schmunzel und denke kann es auch keinem erzählen aber... ...es ist einfach wunderbar!
01:05:53: Es bleibt so im Herzen und wenn man dieser Flasche wieder begegnet, das passiert ja schon.
01:05:59: Und dass es auch gut so ist, dann hat man aber diese Geschichte in sich.
01:06:08: Ich weiß nicht ... Also ich erzähl dir eine kurze Geschichte mit einem besonderen Erlebnis.
01:06:14: Als ich meine Prüfung angefangen habe und es ging eben ein bisschen zum Ende zur Prüfungen hin hat mein Mann mich auf einem Freitagabend mal aus dem knallvollen Bistro nach Hause geschickt, weil ich war nervös.
01:06:29: Ich wusste nicht mehr habe ich genug gelernt oder nicht?
01:06:32: Oder was kommt da auf mich
01:06:34: zu?".
01:06:35: Und dann hat er mir eine Aufgabe gestellt und gesagt du gehst jetzt in den Weinkeller Wenn du reinkommst rechts hinten fach so und so nimmst du bitte eine Flasche Gehst nach oben und dekantierst die Form vollendet.
01:06:48: Da haben wir es nämlich wieder im Liegen dekantiert, nicht schon mal eben hingestellt und nochmal angeguckt.
01:06:54: Sondern professionell über einer Kerze... Und im Klöpfchen?
01:06:59: Ja aus ... Ich, du!
01:07:01: Oder in der Waage?
01:07:02: Nee, außer Hand.
01:07:03: Also tatsächlich im Liege nur kurz angehoben und dann über der Kerze abgezogen.
01:07:09: Und dann sollte ich mich hinsetzen und alle halbe Stunde diesen Wein probieren und mir überlegen wie er sich verändert.
01:07:16: also ich sollte diesen Wein quasi begleiten Und es war ein sechsten-achtziger Leo Willaskas.
01:07:24: Ich war sehr seriös, ich habe alles aufgeschrieben, meine ganzen Beobachtungen und alles was ich mir da so zugedacht habe.
01:07:30: Mein Mann kam spät nach Hause und der hatte sich dann vorgestellt, ich hab jetzt eine eigene Sommelier die macht mich schön dekantiert mit den Wein und wenn ich dann so zwei drei Stunden später komme ist er on point.
01:07:44: Da hat er die Rechnung ohne mich gemacht, ja war nämlich alle.
01:07:49: Das war eher etwas erstaunt.
01:07:51: Ich auch, ehrlicherweise aber es war so interessant und ich hatte noch zwischendurch kurz besucht.
01:07:57: dann habe ich noch ein bisschen was davon abgegeben Und ja mein Mann hat nichts davon abbekommen und Dann hab' ich so für mich gedacht so kann's auch gehen Aber das weißt du dass ist so.
01:08:09: diese Umarsch auch an an das Produkt.
01:08:14: Wenn mir heute so eine Flasche begegnet, dann habe ich immer einen Rinsen im Gesicht und denke, so wollen wir es nochmal wiederholen.
01:08:22: Ist das Geburtsjahr unseres Sohnes?
01:08:24: Insofern haben wir noch ein bisschen.
01:08:26: Okay auch schön!
01:08:28: Hast
01:08:28: du... wie fange ich da an?
01:08:30: Ich finde du hast ne ganz eigene Akribie was eben Weinservice angeht, was eben die Behandlung von Wein angeht und ne ganz besondere Wertschätzung.
01:08:42: Ich will jetzt gar nicht da auf eine Wertung raus, dass es heutzutage nicht mehr so oder ebenstell oder sonstiges.
01:08:47: Aber vielleicht die andere Betrachtung.
01:08:49: hast du mal ein Restauranterlebnis gehabt wo du gesagt hast ja so wie dort Wein zelebriert wird?
01:08:54: Oder wie diese Person dieser Sommie dieser Kollege dieser für mich aus Weinhändler oder was auch immer Wein serviert.
01:09:02: das hat dich beeindruckt.
01:09:04: Du ist doch gar nicht so lange her.
01:09:05: wir kennen uns schon lange und aber immer nur von der beruflichen Seite also irgendwelchen Zusammenkünften, Sommelysummit und solche Sachen.
01:09:16: Und ich hab ihn vor kurzem das erste Mal am Gast erlebt ... Ich durfte der Gast sein, und ich war verzaubert absolut im Himmel.
01:09:27: Okay!
01:09:28: Und es mag auch im Sonora ein ganz tolles Erlebnis, fand ich.
01:09:36: Er hatte Gäste, die dort eine Weintrube gemacht haben.
01:09:39: Mit welcher Souveränität und mit welcher Liebe, und mit der Entspanntheit er seinen Weinkeller gespielt hat.
01:09:47: Schapu!
01:09:48: Ganz toll.
01:09:49: Wow... Was ist für dich grundsätzlich in einem Restaurant wichtiger?
01:09:53: Die Weinkarte oder die Zommelgie?
01:09:54: Wenn du irgendwo hin zum Genießen gehst?
01:09:57: Oh ich finde den Zommmelgie schon immer sehr spannend.
01:10:00: Die Weinkarte lenkt ein Jahr immer vom Partner ab, finde ich.
01:10:03: Ich gehe ja... Ja, ich gehe nicht so gerne in Restaurants, wo ich eine Weinkarte mit drei Hundert Seiten durcharbeiten muss.
01:10:12: Weil ... Ich geh ja essen oder hoffentlich immer mit einem zu netten Menschenessen, dass ich mich mit dem beschäftigen möchte und nehm mir zum Buch.
01:10:21: Nicht wieder Weinkarten?
01:10:23: Noch schlimmer mit so nem iPad am Ende des Tages!
01:10:26: Aber ... Nein, ich glaube ... Eine sehr gute Weinkarte braucht eben jemanden, der sie beherrscht und der mir relativ schnell entlockt wohin die Reise gehen soll.
01:10:37: Ich meine er kennt seine Küche weiß hoffentlich schon was ich mir ausgesucht habe und dann kann man anfangen zu spielen.
01:10:47: Und sich beraten zu lassen, finde ich toll!
01:10:50: Findest du es ist eine gute Beratung aufgebaut?
01:10:52: Ist das die Philosophie der Weinkarte des Sommys?
01:10:56: Dass er versucht seine Schätze seiner Entdeckungen zu präsentieren?
01:11:00: Ist es dass er versucht deinen Geschmack zu eruieren?
01:11:02: Das er versucht deine Erfahrungen in Erfahrung zu bringen oder ist es eine reine Konzentration auf die Küche?
01:11:09: Also ich glaube in erster Linie ist es mal höfreich, wenn der Sommelier sich nicht so wichtig nimmt.
01:11:17: Er sollte seine Karte kennen und die Küche gut kennen.
01:11:21: Und vor allem sollte er den Gast schätzen und auf den Gast eingehen.
01:11:27: Ich kann nur aus meiner persönlichen Erfahrung sprechen, wenn man Gäste hatte was ist eine Vierergruppe?
01:11:36: Zwei Pärchen Und die Herren suchen den Wein aus und es schreit eigentlich nach einem gemütlichen Abend mit guten Gesprächen, gutem Essen und einem Pipapour.
01:11:49: Und einer der Herren sucht jetzt aus welchen Gründen auch immer den kompliziertesten weißen Bordeaux aus um zu glänzen.
01:11:57: Frage ich mich warum?
01:11:58: Was soll das jetzt?
01:11:59: Ich versuche es noch zu verhindern Und weise darauf hin, dass es vielleicht zum Ende des Minus nochmal in Richtung Käse spannend sein könnte.
01:12:11: Aber am Anfang würde ich eventuell ein bisschen leichter einsteigen.
01:12:15: Nein nein aber ich das jetzt nicht verstanden hätte.
01:12:18: gerne Ich mach den auf!
01:12:20: Ich geh zum Tisch habe den karafiert weil er brauchte wirklich Luft und ich schenke ein.
01:12:26: die Mädchen guckten ins Glas und ich konnte schon sehen wie sie Enttäuschung pur ins Gesicht bekam, dann haben Sie es probiert und Sie mochten das einfach nicht.
01:12:38: Ich meine, es ist ja auch eine Herausforderung so'n zwanzig-fünfundzwanzig Jahre alten Weißwein zu mögen zur Vorspeise.
01:12:46: Das ist... Ja!
01:12:49: Und dann wurde gesagt der Wein ist nicht in Ordnung.
01:12:51: und da bin ich ein bisschen aus dem Strumpf und habe gesagt Moment an dieser Stelle stimmt das jetzt leider nicht.
01:12:59: Und dann haben wir uns ein bisschen gekabbelt und ich habe den Wein praktisch vom Tisch genommen.
01:13:07: Ich hatte schon eine alternative Parat, ich hab die auch schon eingeschenkt und auch schon eingesetzt und hab gesagt jetzt beruhigen wir uns und haben erstmal Spaß.
01:13:16: aber am Ende des Tages werden sie den Wein heute Abend leider noch mal serviert bekommen weil die Flasche ist perfekt!
01:13:23: Und sie war wirklich perfekt!
01:13:25: Dann haben wir es nachher mit Käse nochmal... Also er hat das am Anfang vielleicht versucht, dass er sie nicht bezahlen muss.
01:13:31: Weil der ist zu alt oder so.
01:13:38: Aber da muss man dann als Sommelier vielleicht auch mal ein bisschen streng sein und ... Weißt du was ich damit sagen will?
01:13:46: Der Wein war es nicht!
01:13:48: Und das ist die Aufgabe finde ich auch, die wir haben, dass wir dem Gast wirklich gut vermitteln.
01:13:55: Und ich hab die Flasche zum Schluss dann ja wirklich noch mal zum Tisch gebracht und hat gesagt, dem müssen wir jetzt leider nochmal trinken weil sonst auf der Rechnung steht
01:14:05: sie.".
01:14:06: Dann haben Sie sich dem noch einmal genähert und waren auch schon Gelöster und haben tatsächlich auch verstanden warum das schief gegangen ist und warum dieser Wein so ist wie er ist.
01:14:18: Das war für mich ein gutes Erlebnis.
01:14:24: Der Wein darf ja nicht verlieren, weil der Gast etwas anderes erwartet hat und sich nicht beraten lässt.
01:14:32: Weißt du wie ich das
01:14:36: meine?
01:14:37: Fingerspitzen gefühlt.
01:14:40: Gerade dafür brauchst du nicht nur Weinerfahrungen, sondern auch Lebenserfahrung.
01:14:43: Also diese Gäste, die ja dann meistens auch selber über ein gewisses Alter eine gewisse Lebenserfahrung verfügen und einen gewissen Standing oftmals haben, die an die Hand zu nehmen, den entgegenzutreten also nicht besser wisserisch zu sein, sondern bestimmend aber trotzdem einfühlsam.
01:15:01: Aber weißt du, wenn man Menschen... Schwierig.
01:15:02: Wow!
01:15:03: Nee
01:15:03: ich glaube, wenn Man Menschen liebt und das tue ich glaub' ich Ich liebe Menschen und ich liebe auch ganz unterschiedliche Facetten von Menschen Und Schöne
01:15:11: Aussage
01:15:13: Ich hab so Norddeutschen Humor.
01:15:15: Also Nein ist ein vollständiger Satz.
01:15:22: Es gibt so ganz einfache Regeln.
01:15:26: Wenn Man Menschen Liebt Was man hoffentlich wenn man in so einem Beruf ist, dann gibt es einem ja wahnsinnig viel zurück.
01:15:35: Und manchmal muss man eben auch ... Das hat nichts mit Besserwisserei zu tun.
01:15:41: Ich hab die Chance, einen Wein zu verhindern zu einer Zeit wo er nicht passt.
01:15:47: Das ist ja nicht mein besseres Wissen sondern das ist wirklich Erfahrung.
01:15:51: Das ist die Erfahrung, dass wenn man mit Freunden am Tisch sitzt sich nicht profilieren sollte über.
01:15:58: ich kenne mich hier aus und ich habe Sondern man möchte doch Spaß haben.
01:16:04: Und Ich finde auch besonders schön Wenn wenn auch bei so Pärchensituationen alle Spaß haben Nicht nur einer weil er eben diesen Wein ausgesucht hat.
01:16:15: und Ja ich bin mit einem ganz Wunderbaren, jüngeren Sancerdern an den Tisch gegangen der sehr duftig war und dich so richtig abgeholt hat.
01:16:29: Und die Mädchen waren glücklich!
01:16:31: Also Mädchen, das waren gestandene Frauen also auch eher schon mein Alter.
01:16:39: Aber weißt Du ich habe sie insofern gerettet weil wie oft hast Du diese Situation dass man im Restaurant sitzt und der Herr sucht den Wein aus, die Dame muss sich da durchquälen.
01:16:53: Das ist doch furchtbar!
01:16:56: Und ich hatte ganz am Anfang mal eine Truppe... Ich nenn sie mal Mädels, die mir gesagt haben wir wissen wir mögen das immer nicht.
01:17:05: und dann haben wir so ne kleine Seminarreihe gemacht und ich habe dann gesagt Wir müssen ja erstmal herausfinden was ihr denn mögt.
01:17:13: Also zu sagen, ich mag das nicht was mein Mann aussucht.
01:17:16: Reicht ja nicht!
01:17:18: Dann musst du ja vielleicht ein Gegenangebot machen.
01:17:21: und dann haben wir uns so mit Rebsorten beschäftigt.
01:17:23: Weißt Du?
01:17:23: So wirklich mal ganz pur nur Riesling, nur Sauvignon Blanc, nur Chardonnay und dann so ein paar Cuisées Und da stellte sich ganz schnell heraus wo die Reise hingeht.
01:17:35: Die hatten dann die Aufgabe die sollten bei dem Weinhändler ihres Vertrauens eine Flasche kaufen sich braten lassen Und die mussten sie dann mitbringen.
01:17:44: zu diesem Thema.
01:17:46: Das ist ja dann immer ganz niedlich, dann wollte natürlich immer jeder das seinen Wein den er mitgebracht hat gewinnt als bester.
01:17:55: und hier habe ich natürlich alle in nette Strümpfe verpackt und blind ausgeschenkt.
01:18:02: und da... Weißt du?
01:18:02: Und da dieses Verständnis zu erleben dass ein Riesling so facettenreich ist, das macht Spaß zu sehen!
01:18:13: Und die sind mittlerweile so fit, dass sie sagen ich nehme die Weinkarte.
01:18:17: Ich such das aus!
01:18:18: Ich weiß was ich will und darum geht es ja.
01:18:21: Weinen soll doch keine Angst machen.
01:18:25: Das soll doch begleiten, das Leben versüßen...
01:18:30: und vor allen Dingen nicht über ein Wettkampf sein.
01:18:32: Also würde ich auch sagen, dass der Wein gewinnt, also diese Erkepte zu haben, dass jeder Weine Geschichte offenbart und es nicht um höher schneller weitergeht sondern um die Reise selber und nicht um das Ziel letztlich dabei.
01:18:44: wie gehst du selber mit enttäuschenden Situationen um wenn Du einen Wein serviert bekommst?
01:18:49: Wenn Du in einem Restaurant bist, der passt nicht so.
01:18:52: Wenn Du beim Händler bist, Weine probierst noch nicht mal, dass die fehlerhaft sind sondern sie gefallen dir einfach nicht.
01:19:00: Sie entsprechen nicht deinem Geschmack.
01:19:02: Hast du ein Tipp?
01:19:03: Eine Art wie du das am besten vermitteltest?
01:19:07: Ich wende mich demnächst zu!
01:19:09: Okay
01:19:11: ich mag es so gerne wenn man etwas runter wertet oder weil der persönliche Geschmacks nicht getroffen ist.
01:19:21: Da kann der Wein nichts dafür, es sei denn er hat ein Fehler.
01:19:24: Darüber sprechen wir aber ja jetzt nicht, sondern wenn mir etwas nicht gefällt ob das Essen im Restaurant ist oder der Wein oder wie auch immer dann habe ich hoffentlich immer genügend Diplomatie in mir auf das Gute hinzuweisen was mir gefallen hat und wende mich tatsächlich den Nächsten zu.
01:19:51: So ein Winzer hat sehr lange dafür gearbeitet, dass das Produkt in dieser Form in meinem Glas ist.
01:19:58: Und wenn er jetzt meinen Schmack nicht getroffen hat ... Ist es vielleicht auch der Moment?
01:20:04: Vielleicht schmeckt es mir zu einem anderen Zeitpunkt doch oder mit einer anderen Speisenkombination.
01:20:11: Aber ich mag es nicht so gerne, wenn man sagt, das schmeckt mir nicht und das ist nicht gut!
01:20:17: Wer bin ich?
01:20:18: Dass ich sage, das ist nicht in Ordnung.
01:20:22: Also wenn es nicht in ordnung ist kann man das ja benennen.
01:20:26: Es gibt genügend Weinfehler neben dem Cork die dafür verantwortlich sein können dass das nicht so ganz gelungen ist.
01:20:33: aber ich sag dir auch ganz ehrlich als guter sommelier hast du ja hoffentlich gelernt dass ein fehlerhafter Wein den Gast gar nicht erst erreicht.
01:20:45: Du hast dann einen guten Job gemacht, wenn du das schon vorher verstanden hast und dann check ich den Wein ja gar nicht mehr ein.
01:20:54: Um eine Diskussion über Böckser zu führen am Tisch ... Die Zeit habe ich nicht, am Gast!
01:21:01: Der Wein ist nicht in Ordnung.
01:21:02: also nächste Flasche?
01:21:04: Ich finde die Gedanken so reizvoll und schön dass man trotzdem zumindest etwas Positives versucht zu artikulieren in irgendeiner Form Und ja, dann einfach weitergeht aber nichts Negatives hinterlässt.
01:21:16: Weil irgendwas Interessantes oder Attraktives hat jeder Wein auch wenn er dem eigenen Geschmack nicht entspricht und dann gibt man den Winzer der einem gegenüber steht zumindest für einen Moment ein gutes Gefühl beziehungsweise hinterläßt nichts Negatives wie nicht toll also es ist.
01:21:30: ich hab's in der Tat aus der Warte noch nicht betrachtet
01:21:34: Aber das hinterläss
01:21:35: wieder ein bisschen positiv.
01:21:37: Das hat was mit Wertschätzung zu tun.
01:21:39: Ja
01:21:40: Und wir wollen alle gewertschätzt werden.
01:21:44: Ich mag es wirklich nicht, wenn man auf so Messen oder jetzt ... Wo auch immer man steht, dann hat man da so ein Verkostungstisch und dann hat die verschiedenen Weine.
01:21:58: Dann kommt man in eine Diskussion.
01:22:01: Da gibt's doch ganz viele Weine, die einen nicht abholen.
01:22:04: Ich kann noch nicht jeden Wein lieben, gerade auf einer Messe!
01:22:10: Warum soll ich dann da jetzt eine Diskussion vom Zaun reißen?
01:22:14: Weil es nicht das ist, was ich vielleicht auch gerade suche oder was ich einkaufen möchte.
01:22:20: Deshalb ist der Wein doch nicht schlecht!
01:22:24: Und ich mag einfach diese... Diese Herablassung nicht in manchen Fällen.
01:22:31: Ob das jetzt im Restaurant ist oder weißt du wir leben in einem freien Land und ich kann ja entscheiden ob ich dann dort noch mal hingehe zum Essen oder ob es für mich dann ein einmaliges Erlebnis war.
01:22:45: Wenn du die Weine dann beschreibst, hast du einen gewissen Stil?
01:22:49: Also kann man Elke aus einer Weinbeschreibung herauslesen?
01:22:52: Beschreibst du eher die Aromen oder die Struktur, die Machart ... Oder kannst du das gar nicht so einordnen?
01:23:00: Ich glaube, dass kann ich gar nicht nur einordne.
01:23:02: Es kommt immer auch darauf an zu welcher Situation man eine Weinbeschreibung macht.
01:23:08: finde, wenn man jetzt für ein Wettbewerb trainiert hat man eine andere Sprache und einen anderen Rhythmus als wenn man im Restaurant sich überlegt ob das ein gutes Match war.
01:23:21: Manchmal ist auch weniger darüber sprechen mehr.
01:23:24: Und gibt es Weinwörter die du besonders attraktiv findest oder dir besonders magst?
01:23:29: Oder welche die du total verabscheuzt wo du sagst nicht auch dass noch?
01:23:34: Es gibt ja so Moden finde ich immer.
01:23:37: Gibt es wirklich,
01:23:38: gibt Wortmoden?
01:23:39: Ja absolut!
01:23:41: Ich finde im Moment ist sehr viel von Balance zu lesen oder zu hören und gut eingebunden ist auch so ein Ding.
01:23:50: das höre ich überall.
01:23:54: ja...ich mag einfach wenn ich da gar nicht so bewertet werde oder in eine Schublade gesteckt werde.
01:24:03: Ich versuche wirklich, wie ich Anfangs ja auch schon mal sagte es gibt kein falsches Wort.
01:24:09: Wenn mich etwas an etwas erinnert dann ist das meine persönliche Assoziation mein persönliches Gedächtnis und das überlege ich mir sehr oft ob ich das mit anderen teile oder ob ich da nur so ne Verklausulierung aufschreibe.
01:24:29: die Wie gesagt, wer veröffentlichten Verkostungsnotizen?
01:24:34: Das hat Broadband mal erlebt mit seinem nassen Hund.
01:24:38: Erinnerst du dich daran, wo empörende Aufschreie?
01:24:43: wie kann man so was über einen Wein sagen?
01:24:46: und die Frage ist ja auch war es ein großer Hund, kleiner Hund, nasser Hund, trockener Hund ... Was für eine Form von Hund!
01:24:53: Und für ihn war das einfach genau die Assoziation.
01:24:56: unterstell ich mal Der hatte ein Wein in der Nase und sein George oder wie auch immer seinen Hund heißen mag, der riecht ebenso wenn er vom Feld kommt.
01:25:07: Und ich meine das dann aber zu veröffentlichen ist eben auch ja... Das muss dann jeder selber wissen!
01:25:14: Insofern glaube ich kann man mich da nicht gut einsortieren.
01:25:17: In einem Sprachstil gibt es für mich eher so die Faszination Das wirst du auch kennen, wenn man oft genug ein Wort benutzt.
01:25:31: Dass es dann in der Gruppe so adoptiert wird.
01:25:34: Wenn man sagt ja da ist jetzt ganz viel Stachelbär und mit Mal haben alle Stachelbeer oder frisch geschnittener Buchsbaum?
01:25:46: Ich frag mich immer wie viele Leute das tatsächlich machen!
01:25:49: haben wir aber auch mal
01:25:50: gerochen haben, genau selber irgendwie wahrgenommen haben.
01:25:54: Es ist finde ich in der Tat ein Phänomen, aber ich habe er für mich selber erkannt.
01:25:58: man kann dabei fokussieren und man kann nicht manipulieren.
01:26:02: also dass man aromenschreiben kann die in dem Wein sind und man konzentriert sich darauf so als würde ich jetzt vor dem Bild stehen Rät da über den Schatten, den hätte sonst vorher keiner wahrgenommen.
01:26:13: Aber wenn es jetzt gerichter grau ist also wo überhaupt kein Schatten ist dann sieht man's auch nicht und so ist im Wein auch.
01:26:20: Wenn ich beim Wein der Vegetabiliaromen hat über grüne Paprika reden, da riecht man das oder man meint oder man glaubt dass man sich darauf fokussieren könnte.
01:26:31: wenn ich aber keine Ahnung Auto reifen oder über Waldboden rede dann wird man es nicht riechen.
01:26:37: Dann wirkt das auch unglaubwürdig, also man sollte mit diesen Vorschlägen, die man macht oder diesen Gedanken, wie du eben auch sagst vorsichtig sein
01:26:48: bzw.,
01:26:49: dass als Austausch stehen und nicht als Manipulation, was ja bei meinem Verkauf auch sein kann, dass man versucht irgendwas schönzureden, was vielleicht dort nicht ist.
01:26:59: Und da wirkt man relativ schnell unglaubwürdig.
01:27:02: Aber genau darum geht's ja eben nicht?
01:27:04: Nicht!
01:27:05: irgendetwas verkaufen, um es zu verkaufen.
01:27:09: Sondern... Richtig!
01:27:09: Ja.
01:27:10: Dass man sollte das was vielleicht schwierig ist nicht in den Vordergrund stellen sondern sich auf das konzentrieren was es wirklich kann und dann eben den anderen damit abholen dass man vielleicht einen Wunsch antriggert den der Gast selber noch gar nicht kennt.
01:27:30: Das nennt man Verführung.
01:27:33: Bildest du dich noch weiter?
01:27:34: Also hast du noch die Chance, dich wie?
01:27:36: Ach.
01:27:37: Also kaufst du dir regelmäßig Bücher, bist du im Internet unterwegs, kommunizierst du mit
01:27:42: her?
01:27:46: Ich glaube man sollte sich nicht nur auf eine Quelle verlassen.
01:27:50: ich bin sehr viel unterwegs und versuche mir so... Mit dem Finger am Boden und dem Ohr in der Öffentlichkeit ne Meinung aufzuschnappen, also was sagen die Winzer?
01:28:04: Was sagen die Weinhändler?
01:28:06: Was ist so los?
01:28:08: Dann lese ich sehr viel.
01:28:11: Ich lese nach wie vor wahnsinnig gerne Bücher, so richtig Oldschool und ja, ich finde das einfach... Und auch ganz viele Bücher.
01:28:23: im Moment zum Beispiel beschäftige ich mich mit diesem Wahnsinnigen Klopper von der Genesis Robinson über die Rebsorten.
01:28:34: Es gibt richtig dickes Buch nur über Ampelographie, ein Traum!
01:28:41: Das ist natürlich schon sehr... ich nenne es mal abgehoben weil brauche ich das nicht als.
01:28:49: aber ich finde es manchmal so spannend.
01:28:52: denn nochmal zurück zu den offenen Fragen.
01:28:56: Es gab irgendwie eine offene Frage bei uns in der Familie und dann habe ich das versucht, zu recherchieren Und jetzt ist es so dass sich über die Antwort aus diesem Buch einfach darin hängen geblieben bin und für mich so wie so Lichterketten angehen weil sich so vieles fügt was ich noch gar nicht wusste.
01:29:15: Das finde ich so spannend.
01:29:16: also ich denke immer es gibt ja diese berühmten Türen Da gehst du durch und dann hast du für den Moment das Gefühl, jetzt habe ich es geknackt.
01:29:26: Und dahinter sind hundert neue Türen und so geht das immer soweit.
01:29:31: Das hört einfach Gott sei Dank nicht auf!
01:29:34: Die Neugier hoffentlich nicht und die Faszination ist ja auch jedes Jahr anders.
01:29:44: Denk mal an diese Klimasituation, die wir jetzt erleben.
01:29:54: Man muss sich ja auch da weiterbilden, sonst bist du irgendwann weg vom Fenster.
01:29:59: Beziehungsweise vergisst man sein Wissen ja auch?
01:30:01: Also nicht angewandtes Wissen verliert sich nach zwei oder sieben Jahren und ich finde in der Tat auch wenn man ein Buch liest hat man... eine andere Aufmerksamkeit für das Wissen in dem Augenblick.
01:30:13: Also man nimmt es anders auf, als wenn man zum Beispiel nur kurz durchs Internet fliegt und dann halt irgendeine KI befragt oder oder oder... Und ich finde's auch interessant weil du gerade Jensen Robinson erwähnt hast auch den Oxford Company of Wine mal wieder vorzunehmen und durchzulesen.
01:30:29: Man kommt auf so viele Begriffe, so viele Ideen die man vorher überhaupt nicht präsent hatte also nicht gezielt suchen sondern lesen von A bis Z Oder von Z bis A. Man kann auch so rumlesen oder zwischendurch einfach mal und sich ein, zwei Seiten rauspicken und da richtig in die Tiefe gehen.
01:30:45: Denn das Interessante und Faszinierende beim Wein ist, dass man nicht wirklich überaktuell sein muss.
01:30:51: Das ist so fleckmatisch.
01:30:52: also diese Bronze kommt zwar auch immer wieder neue Erkenntnisse und aber eigentlich sind viele Erkenntnisse beständig und das finde ich ganz großartig dabei.
01:31:01: Also man kann auch im Weinenbuch wenn man nicht gerade mit aktuellen Zahlen arbeitet von vor einigen Jahren nehmen und kann das nochmal durcharbeiten.
01:31:10: Also, wir haben ein wunderbares Gesellschaftsspiel über uns in der Familie sag ich mal oder im Freundeskreis.
01:31:21: Du nimmst es Oxford Weinlexikon schlägst du's irgendwo auf?
01:31:25: Und wie früher mit dem Finger auf irgendein Begriff?
01:31:30: Im Telefonbuch früher?
01:31:31: Ja!
01:31:32: Da liest du das vor die anderen sagen, was es ist.
01:31:39: Was bedeutet das?
01:31:40: Ah herrlich!
01:31:41: Wow super.
01:31:42: Und da lernst du ganz viel weil du eben nicht so situativ unterwegs bist sondern weil es so bunt und vielfältig ist.
01:31:51: Das habe ich früher schon als Schülerin im Studium immer mit so Fremdwörtern gemacht.
01:31:57: Ich hatte einen Fremdförter Lexikon, hab das irgendwo aufgeschlagen, irgendwo drauf geguckt und hab gedacht kenn'nich dass ja nein vielleicht.
01:32:05: Also, das macht wahnsinnig viel Spaß.
01:32:08: Oder es gibt ja auch dieses ... Nee-de-vain, glaub ich heißt das diese...
01:32:14: Genau, genau.
01:32:15: Diese
01:32:16: kleinen Flakons.
01:32:16: Die sind
01:32:17: in fünfzig Aromen, die flächtigen.
01:32:19: Richtig!
01:32:20: Und da hab' ich mit meinen Kindern, die haben mich eigentlich draufgebracht und meine Tochter hat sich dann zum Ende der Prüfung immer mit mir hingesetzt und hat gesagt Mama?
01:32:31: Blin blind Probe, dann habe ich so eine Augenklappe aufgekriegt und dann hat sie eine Flasche rausgenommen.
01:32:36: Und ich musste dann erraten oder erarbeiten was das ist?
01:32:40: Das ist wie Memorie.
01:32:41: Großartig!
01:32:41: Das haben wir früher in der Teildienstpause auch gemacht, dass wir uns hingesetzt haben und die kleinen Fäschchen haben kreisen lassen total faszinierend.
01:32:50: Wir hatten ein interessantes Spiel, das wir uns auf Super gesetzt haben uns überlegt haben, welche Rebsorte der andere ist oder welcher Rebsortem man selber ist.
01:32:59: Oder welcher Wein werst du?
01:33:05: Also ich glaube... Ich bin Cabernet froh!
01:33:09: Okay wow super Idee.
01:33:12: Ja, ich mag diese ätherische Kühle die da so immer bisschen mitspielt und ich mag es auch ein bisschen schräg einfach.. glaube ich, wäre Cabernet Franc.
01:33:26: Großartig
01:33:26: und entdeckungsvoll?
01:33:28: Also es gibt selten einen von den bekannten Rebsorten die ich so oft neu entdeckt habe wie Caberné Franc.
01:33:34: also egal ob sie jetzt aus Teil des Bordeaux kommt oder aus dem Loatei, aus der neuen Welt.
01:33:40: extrem spannend!
01:33:41: Ich hab auch das Südsteiermarken Cabernée Franc letztlich probiert.
01:33:45: er war großartig.
01:33:46: ja weil sie neu betrachtet wird und Sie hatten anderen Raum vielleicht auch so ein bisschen durch die Veränderung unserer Klimasituation kriegt sie auch einen anderen Standing.
01:34:01: Und erschließt neue Welten, dass sie angepflanzt wird wo man vorher nicht mitgerechnet hat.
01:34:06: was für ein Wein wäre dein Leben?
01:34:08: Also jetzt stellst du ja Fragen!
01:34:11: Was
01:34:12: für ein Wein wäre mein Leben um es um ist mein Leben wie?
01:34:17: Um es weiterzuleben, um es
01:34:20: zu berießen.
01:34:23: Also mein bisheriges Leben ist, glaube ich so prickelnd wie ein guter Champagner.
01:34:27: Ich mag es sehr gerne!
01:34:30: Ein Champagner ist versettenreich und ich finde das manchmal schade dass ein Champagner so gelabelt ist.
01:34:36: also man hat Champagner und man verpasst es manchmal ihn zu entdecken oder in der Tiefe zu verfolgen oder die Individualität zu sehen ist immer dieses große, ähnlich wie Bordeaux.
01:34:49: Wie wir es vorhin schon hatten dass man Bordeau und damit hat man Automatisch Schublade raster steckt das rein.
01:34:54: aber Man vergisst dann eben dabei dass eben auch Cremants ein Bordeaus gibt.
01:34:59: Das ist rosé das weißes Rotwein das Süße gibt Und diese gesamten Facetten dabei.
01:35:04: und so ist Es eben auch bei der Champagne und man Hat einen gewissen Standard den du ja mit deinem Leben ganz klar dargestellt hast durch das Werk, was ihr erschaffen oder weitergeführt habt.
01:35:16: Damit eben ein Brand nach außen.
01:35:18: aber in diesen so viel Individualitäten, das merkt man auch schon bei den Gedanken die du jetzt geteilt hast also wieviel Tiefe und wie viel Komplexität da eigentlich drin stecken und wie intensiv du mit Wein arbeitest.
01:35:48: Wenn wir über die großartigsten Weine dieser Weinwälte reden dann darf definitiv der Zitumoresco aus der langen DLC von Angelo Gaia aus dem Jahre- ... nicht fehlen.
01:36:00: Piedmont im Perfektion.
01:36:02: Es geht um ein Haus, eine Revolution und um Menschen.
01:36:24: und unterhaltsam nicht mehr.
01:36:26: Es war kein Naturgesetz, es war lediglich der Befund eines Marktes, der über Jahrziehte nicht genügend Gegenbeweis erhalten hatte.
01:36:35: Angelo trat in den Betrieb ein mit einundzwanzig Jahren nach
01:36:41: Änologiestudium
01:36:42: in Alba und in Frankreich.
01:36:44: Was er in Frankrich gelernt hat waren nicht das Weinrezept von Bordeaux da
01:36:47: begrunt –
01:36:48: es war das Prinzip!
01:36:50: Das Prinzip des einem Weinberg eine Adresse ist keinen Rohstofflieferant, dass niedrige Erträge Konzentration bedeuten.
01:36:56: Dass Bariks keine Mode sind, sondern ein Werkzeug für präzise Reife!
01:37:01: Dass man einen Wein nicht nach Menge verkauft, sondern nach Identität.
01:37:05: Er kam zurück nach Fabaresco und begann alles zu verändern in der Reihenfolge die seine Nachbarn gleichzeitig bewunderten und fürchteten.
01:37:13: Grüne Ernte.
01:37:15: Strenge Ertragslimitierung Temperatur gesteuerte Fermentation, kleine Bariks getrennte Abfüllung und einzelne Weinberge.
01:37:22: Das war eine Aussage, dass ein Weinberg im Barbarezgut das selbe Individualpotenzial besitzt wie ein Premiergrün Geoffrey Schamata!
01:37:30: Die Preise die er für seine Weine verlangte wurden in der Weinwerke mit demselben Staunen diskutiert wie seine Methoden... Gaia Barbarresco auf dem preisniveau von Chateau Lafitte Rothschild.
01:37:40: Das war in den neunzehnten sieben Jahren eine Aussage, die Piedmont nie man zu machen
01:37:44: wagte
01:37:45: und die Angelo Gaia trotzdem machte weil er wusste was er hatte.
01:37:49: Sein Barbarescos bis heute auf einer Ebene mit der bekanntesten Wein dieser Welt!
01:37:53: Die Frage ob die Welte es inzwischen glaubt hat.
01:37:56: er beantwortet
01:37:57: vor ihr Zehnten
01:37:58: Zito Moresko Ist das Einzige an diesem Wein dass keine Entscheidung Angelo Gaias war?
01:38:04: Der Name gehört im Vorgänger.
01:38:06: Neunzehnneunzig kaufte die Familie Gaia von Pajorre Weinberg in Treso, einer Gemeinde im Barberesco-Gebiet.
01:38:12: Von einem Mann namens Moresco!
01:38:15: Das ist sein Weingut!
01:38:16: Morescosito das Anwesen vom Moresko.
01:38:19: so entstehen
01:38:19: manchmal die besten Namen nicht aus der
01:38:22: Marketingabteilung
01:38:23: sondern aus dem Grundbucheintrag des Vorbesitzers.
01:38:27: Der Pajore Weinberg ist seither eine der Heimatten des Nibiolo-Anhäls im Zito-Moresco... ...Treso.
01:38:34: Und das scheit sich vom Barbaresco nicht nur geografisch, die Böden sind kühler.
01:38:37: Die Reife verzögerte
01:38:39: der Nibiolo
01:38:39: tendenziell elegante Erzarte als den heißen Lagen von Sierra-Lunga was dem Scytemorresco also Grundcharakter dient.
01:38:47: ein Nibbiolo der nicht mit maximaler Konzentration erschliegt sondern mit Struktur und Frische führt.
01:38:53: mehr Lohn gab er nicht auf.
01:38:54: mich und die anderen Komponenten der Assemblage umrundten diesen Grundcharaktern.
01:38:58: Mäder in die sprühtente Hanines junger
01:39:00: Nibbioro
01:39:01: öffnen den Wein früher als reiner Barbaresco es je tun würde.
01:39:08: Um den Citi Morresco zu verstehen, muss
01:39:09: man ihn als Argument verstehen – nicht als Produkt!
01:39:12: Angelo Gaia, der in einem Bugunda-Jahr auf große Barricks bestand….
01:39:17: Der Cabernet Sauvignon in Nebionolan pflanzte, als das keine Option war und der, ja, neunzeigsechsenneunzig seinen drei wichtigsten Einzelagen beinahe freiwillig von der Barbaresco DOCG auf lange DOC herunterklassifizierte weil er damit einen kleinen, barbären Anteil in der QW behalten konnte den das Barbarresco-Gesetz nicht erlaubte.
01:39:38: Dieser Mann denkt ein Argument nicht in Kategorien!
01:39:41: Wer zum ersten Mal mit geilen Berührung kommt... ...kommt oft durch den
01:39:45: Zitumoresco,
01:39:46: einem Wein, der den Stil des Hauses vollständig erkennbar macht
01:39:49: bevor
01:39:50: man die Schicht der langsam öffnenden Einzellagen Barbarhescos durchdringen muss.
01:39:55: Das ist kein Kompromiss.
01:39:56: Das ist das pädagogische Prinzip eines Hauses, dass versteht, dass Zugänglichkeit und Tiefe keinen Widerspruch sind sondern eine Sequenz, die man wenn man es bimont erleben möchte einmal erledigen
01:40:08: muss.
01:40:08: Und die Bezugsadressen für diesen Wein findest du in den Show Notes.
01:40:12: Danke Angela Geier!
01:40:13: Für diesen ganz besonderen Wein für den Mut und für diesen außergewöhnlichen Weg.
01:40:18: natürlich auch ein großes Dankeschön dem deutschen Importeur dem Handelshaus Segnetz.
01:40:34: Verkaufen oder zu kaufen?
01:40:36: Das hält sich die Waage.
01:40:37: Ich glaube, ich kaufe lebensbejahend.
01:40:42: Ich muss gestehen sehr gerne.
01:40:47: Ich verkaufe das aber auch genauso gerne und baue das in Verkostung ein.
01:40:53: Das macht mir im Moment am meisten Spaß dieses Thema suchen zusammenstellen Ja, dieses gelebte Leben was du eben angesprochen hast auch weitergeben zu dürfen.
01:41:08: Das ist eine große Gnade finde ich dass jemand zuhören möchte denn wenn man so viel Mühe darauf verwendet hat sich das alles aufzuschaufeln wir haben ja alle keine Festplatte wo wir das abspeichern sondern das können wir ja nur vorleben.
01:41:25: Wir können es nur weiter tragen indem wir wie ich denke, wohlwollend und eben ohne Klugscheißerei versuchen diese Betrachtungsweise auch mal vorzugeben.
01:41:43: Ja?
01:41:44: Bist du jeder deiner Verantwortung bewusst, dass du ... Zum einen mit deinem Namen, deiner Erfahrung auch viele Sachen steuern kannst und viele Sachen beeinflussen kannst.
01:41:53: Also nicht nur eben durch deine Einkaufsgewalt dass du halt ein Markt auch mitbestimmen kannst aber eben auch keine Ahnung wenn du eine Großaffinität so Bierdynamie hast oder zu einer gewissen Art von Ethik oder sonstiges das du durch das Vermitteln dieser Informationen ja auch andere prägst.
01:42:13: hat man das vor Augen oder liebt?
01:42:14: Das klingt total verkopft.
01:42:16: die Frage, ich weiß.
01:42:17: Aber vielleicht kommt es ein bisschen rüber, was ich damit sagen möchte?
01:42:20: Also ob man mit deinem Namen sich seiner Verantwortung auch bewusst ist und ob man das aktiv ausliebt und nach außen trägt.
01:42:28: Ich denke dass ich in mir selbst eine große Verantwortung trage Und ich hoffe nicht... ich nehme mich gar nicht so für so wichtig Dass.
01:42:38: ich glaube, dass ich das manipulieren könnte.
01:42:41: oder Das zeigt dir das Leben ganz schnell.
01:42:46: Wenn du in so einem Nischen-Thema unterwegs bist und du kaufst dir da ganz, ganz viel von ein... Und du hast aber gar keine Idee wo du das hinverkaufen möchtest dann lernst du das schon weil das kauft ihr keiner ab.
01:42:59: Ist einfach so.
01:42:59: Ja.
01:43:00: Da kannst du dich noch so drehen und wenden wenn du da nicht wirklich überzeugt bist.
01:43:07: ich glaube verkaufen ist ja etwas Was nicht nur das Produkt betrifft, sondern verkaufen ist Verführung.
01:43:16: Du musst den anderen lernen zu lesen was?
01:43:20: Was braucht der die um Das nächste Glückslevel zu erreichen?
01:43:27: und am besten weiß es noch gar nicht.
01:43:30: Weißt du was ich meine?
01:43:32: Es gibt ja diese dieses interaktive.
01:43:36: Ich nenne es immer verführung.
01:43:38: also bei uns im Im Beruf ist es ja so, wir haben so viele Möglichkeiten und ich komme immer vom Papst auf den Fahnguchen und wieder zurück.
01:43:50: Aber ich höre meinen Gegenüber und dann fällt mir immer ein was das noch toller machen könnte oder was das vielleicht noch runder machen könnte.
01:44:01: und dann merkst du am Ende dein Gegenüber, dass spürt, dass er das auch
01:44:09: will.".
01:44:10: Hoffentlich.
01:44:11: Und das hat nichts mit Kalkül oder mit ... Sondern das hat was mit Glücklichmachen zu tun, ich möchte Menschen glücklich machen.
01:44:18: Das glaub ich kann nicht mit Fug und Recht sagen.
01:44:22: Ich hatte mal in meiner frühesten Jugend durch die Fleischerei meiner Eltern haben wir natürlich auch so etwas wie Partys-Fervice nannte man das früher.
01:44:32: heute heißt es glaube ich nur noch Catering.
01:44:35: Ja.
01:44:35: Und ich wurde immer vorgeschickt von meinem Vater Weil er immer gesagt hat, du kannst gut sabbeln.
01:44:43: Verkauf das mal!
01:44:45: Und das muss weg und das muss Weg und so.
01:44:50: Das stimmt?
01:44:51: Ich hab viel Text immer und ich guck aber eben auch mein Gegenüber genau an.
01:44:57: Und ich habe einmal eine Veranstaltung verkauft, dass sollte eigentlich nur ein kleines Richtfest werden und es war nachher ein riesen Event.
01:45:05: mit allem Möglichen, mit Kinderecke und also wir hatten an alles gedacht.
01:45:10: Und der Auftraggeber sagte irgendwann zu mir ob ich nicht auch für ihn arbeiten könnte weil ich könnte einfach alles verkaufen.
01:45:22: Da hab ich ihn angeguckt und gefragt, was verkaufen sie denn überhaupt?
01:45:26: Und da saß der ja so Privatflugzeuge.
01:45:29: Ich hab gesagt um Gottes Willen!
01:45:31: Ich habe solche Flugangst niemals könnte ich das verkaufen.
01:45:35: Das meine ich ganz ehrlich.
01:45:36: wenn ich von etwas nicht wirklich überzeugt bin dann fasse ich das auch nicht an.
01:45:44: Das finde ich nicht ehrlich.
01:45:47: also... Und ich bin Gott sei Dank in der Situation, dass sich das nicht muss.
01:45:51: Da habe ich zwei Gedanken zu.
01:45:52: zum einen.
01:45:53: Das mit dem Beraten ist so ein wunderbares Spiel zwischen bestätigen und fordern oder fördern gewisserweise also, dass man die Geschmack des Gastes erkennen kann, ihnen da auch mit bestätigend kann aber trotzdem eine neue Welt führt, die ihr vielleicht doch vorher noch nicht kannte.
01:46:13: Ja, aber das ist ja genau... Daher kann ich deinem
01:46:14: Gedanken mit dem verführen sehr schön!
01:46:16: Ja, das ist genau unsere Chance.
01:46:19: Wir bringen ja hoffentlich das Wissen mit.
01:46:22: wie sind die Weine wo auf der Welt?
01:46:24: Wie sind sie gemacht?
01:46:25: Welche Geschichte bringen Sie mit?
01:46:28: und wenn mein Liegen über mir jetzt erzählt ich trinke so gerne... Ah was fällt mir da ein irgendwie... Bleiben wir mal bei Champagner.
01:46:40: Ich mag gerne opolente, würde mal gegenüber jetzt sagen.
01:46:44: Opolente Champagner die eine gewisse Reife haben aber keine Firne und ich möchte gerne sowas wie Aprikose, Brioche eher so ein bisschen gemütlich weil ich möchte meine Frau verführen da komme ich ja nicht mit so einem Kreideding um die Ecke mit Serodesage Verstehst du, da muss ich in die Tiefe gehen.
01:47:09: Da muss sich in die Jahrgänge gehen.
01:47:10: Dann muss ich mir überlegen wer hat die Eleganz?
01:47:13: Wer kann genau diese zarte Perlage, die eher wie Kashmir umhüllt als angreift Wie so einen Streckenläufer?
01:47:23: und das ist der Moment zu entscheiden?
01:47:26: Wofür brauche ich das Produkt?
01:47:28: möchte Ich ein operativ Champagner servieren?
01:47:31: Möchte ich etwas um ein besonderes Ereignis zu feiern, wo sich alle immer noch zehn Jahre später dran erinnern.
01:47:42: Möchte ich einen Speisenbegleiter?
01:47:44: Möcht ich zum Beispiel ein Menü komplett vom ersten bis zum letzten Gang begleiten lassen mit Champagner was faszinierend ist oder möchte ich eben wie gesagt mein Mann verführen?
01:47:57: das ist die offene Frage.
01:47:59: Ich komme immer wieder drauf zurück.
01:48:01: Ich muss mir überlegen Was ist mein Ziel?
01:48:05: Und dann hast du hoffentlich jemanden vor dir, der sich in diesem Metier so gut auskennt dass er die richtigen Karten zieht und dir dann das Produkt offeriert was für den Moment genau richtig ist.
01:48:18: Findest du es leichter jemand zu beraten zu begeistern?
01:48:21: zu dem Fall Wein verführen Der ein totaler Weinfreak ist oder jemand der komplett unbedarft ist?
01:48:30: Beides hat seine Herausforderung, wenn jemand der komplett unbedarf ist.
01:48:34: Nachher das Gefühl hat Mensch ich hab wirklich was mitgenommen und ich trau mir jetzt mehr zu oder ich habe jetzt eine Idee davon, was mir gut schmeckt.
01:48:44: Ist das faszinierend?
01:48:46: Und genauso ist es aber auch wenn jemand sich da schon sehr viel mit beschäftigt und so einen Grundwissen mitbringt in so ein Match zu gehen.
01:48:57: Anstrengend wird es, wenn man eine Probe veranstaltet und die Leute mit Fachbüchern unter dem Arm kommen.
01:49:06: Ja,
01:49:06: ja...
01:49:08: Das stimmt!
01:49:09: Also dann währenddessen vielleicht googeln oder schon mal lesen oder dich nicht richtig ausreden lassen.
01:49:18: Weißt du was ich meine?
01:49:19: Das hatte ich schon mal so in der Situation und da habe ich auch sehr streng gesagt Jetzt legen wir alle Bücher weg und jetzt wird mir einmal zugehört.
01:49:29: Am Ende könnt ihr dann entscheiden, hat sich gelohnt oder nicht?
01:49:32: Aber das ist so die Guvernante in mir, da muss ich mal streng sein für Ordnung
01:49:40: sorgen.".
01:49:40: Ja es ist manchmal dieses Halbwissen was dann anstrengend wird also wenn dieses unbedarftes Nichtweintrinker schon überschritten ist, also eine erste Weinliebe.
01:49:49: da ist aber auch noch nicht wirklich in dem Sinne ein Kenner.
01:49:52: Ich empfand einen Kenner immer als total leicht zufriedenzustellen weil du da vier fünf Knöpfe drücken musstest und dann waren die happy in dem Sinn und fasziniert.
01:50:01: Für mich war eigentlich immer das schwierigste jemandem in diese Weinwelt einzuführen denn wie erklärt man Nichtweintrinker warum Wein so faszinerend ist?
01:50:08: Hast Du Deine Erklärung für?
01:50:10: Auf Augenhöhe würde ich mal sagen Also Weder von oben herab, noch sonst irgendwie.
01:50:17: Sondern wirklich offen mitteilen und versuchen, wo geht die Richtung hin?
01:50:24: Dieses Einwerfen von Zwischenfragen was du eben angesprochen hast also das bei solchen... Also sagen wir mal wenn du so ein Weinfreak vor dir hast und auch da auf Augenhöhe Da bist du ja ganz schnell im Match Das geht ping-pingen-ping-pong Und dann hast du deinen Wein gefunden.
01:50:45: Schwieriger finde ich diese Gruppe der, wer ist das genannt?
01:50:49: Halbwissenden?
01:50:51: Die eben schon so eine gewisse Karriere anstreben und dann aber eben so Name Dropping betreiben.
01:51:00: Und immer was dazwischen rufen oder sagen kennst du eigentlich den und den Winzer und man aus seinem roten Faden also praktisch raus muss.
01:51:13: So eine Verkostung hat ja auch ne Choreografie.
01:51:15: Ja,
01:51:16: also wir gehen da ja nicht hin und fangen einfach an sondern man hat ja einen roten Faden im besten Sinne.
01:51:23: Und wenn man den immer wieder verlassen muss um auf solche Sachen zu reagieren kriegt auch das Gesamtkonzept nimmt Schaden.
01:51:33: und deshalb ist es manchmal Ich gebe zu es bedarf ein bisschen selbstbewusstsein zu sagen an dieser stelle jetzt stopf fragen und also na frage antwort machen wir später.
01:51:47: ich frag nachher auch alles ab.
01:51:49: das seminar so ein bisschen druck aufbauen hilft er auch.
01:51:55: eine aber eine gewisse strengel hilft da auch so.
01:51:59: dass kann man mögen, das kann man auch ablehnen.
01:52:02: Ich bin mit beiden feinen aber ich möchte gerne zumindest meine gedanken weiter tragen dürfen, dass das eben alle erreicht.
01:52:14: Es gibt ja auch weniger präsente Menschen die das vielleicht gerne hören möchten so wie es gerade vorgetragen wird und sich ja auch gestört fühlen dadurch oder auch dann wieder abgelenkt werden.
01:52:29: Das ist wie in so einer Schulklasse.
01:52:31: Was
01:52:31: ist das manchmal schwierige?
01:52:33: Also wirklich die Gruppe im Kern zu fassen, die auszusondern, die sich eigentlich nur selber bestätigt haben möchten bzw ihre Gedanken durch dich untermauert haben möchten und dadurch eben auch provozieren bzw den ganzen Drive und eigentlich unterbrechen Und die mitzunehmen, die halt ein bisschen besinnlicher sind oder die sinnlicher sind und die auch wenig erfahrener.
01:52:59: Oder man für die unerfahrene.
01:53:00: Das ist eine große Kunst bei einer Weimprobe.
01:53:03: also da braucht man auch viel Erfahrung auf hier Menschenkenntnis, auch viel Sensibilität.
01:53:07: und eben das... Da musste Governeinte manchmal aus und musste einfach das Wort übernehmen und ganz klar sagen, dass es meine Show, also ohne dass du nicht show haben möchtest aber du bestimmst den Weg.
01:53:18: Wolltest du es mal in einem Buch festhalten, was du alles so ... In deinen Wein-Seminaren?
01:53:22: In deinem Alltag und so weiter erlebst.
01:53:24: Hast Du einen wunschmalen Buch zu schreiben?
01:53:27: Habe ich nicht!
01:53:28: Habe Ich nämlich schon!
01:53:29: Ah
01:53:29: was?!
01:53:31: Ging hier das unter?
01:53:33: Ja auch da bin ich nicht ganz so laut ehrlicherweise Es ist ein kleines Buch Und es handelt von All dem, was wir gerade besprechen.
01:53:48: Wie macht man Weinverkostung?
01:53:50: Wie baut man so etwas auf?
01:53:51: Wie nimmt man den Leuten die Angst davor?
01:53:54: und ich hab das... Eigentlich möchte ich ganz gerne dass die Leute, die bei mir so einen Kurs machen oder eben was heißt Kurs?
01:54:05: aber eben wenn ich höre, dass immer wieder Mensch Und es ist so toll!
01:54:10: Wenn du das so erzählst und kannst du das nicht mal aufschreiben.
01:54:15: Das habe ich über zehn Jahre gemacht und irgendwann hab' ich's mal gebündelt.
01:54:18: Und heutzutage ist das ja gar nicht mehr schwer, also wir haben sowieso einen kleinen eigenen Edition Grossoff und da habe ich das jetzt mal gemacht!
01:54:32: Mal gucken, ob's das irgendwie mal im Handel gibt.
01:54:35: Da bin ich noch gar nicht so entschlossen.
01:54:37: Ich denke aber vielleicht
01:54:39: schon... Okay da bin ich jetzt beruhigt!
01:54:40: Ich dachte es gäbe schon in dem Handel und es wäre mir nicht über den Weg gelaufen.
01:54:43: also es gibt bei Gier...
01:54:44: Im Moment ist es nur persönlicher Kontakt tatsächlich.
01:54:47: Ah
01:54:47: okay alles klar!
01:54:49: Schön toll!
01:54:50: Wann hast du es veröffentlicht?
01:54:51: Also ist es schon auf dem Markt oder...?
01:54:54: Ja, das gibt es schon.
01:54:56: Und es wird eventuell ... Das ist noch in der Mache.
01:55:02: Dass es dann eben im Buchhandel bestellbar wird oder über die Internetseite.
01:55:08: Also das ist noch so ein bisschen offen alles.
01:55:12: Was war die größte Herausforderung dabei?
01:55:14: Also sich überhaupt erst mal hinzusetzen und die Geschichten oder ein Thema zu finden auch zu eruieren, was man schreiben kann.
01:55:22: Was man nicht schreiben darf oder... Was war für dich das Spannste eigentlich bei dem Projektbuch?
01:55:28: Also das Spannte war dass ich einfach mal angefangen habe und das Schlimmste war das Lektora.
01:55:33: Ja
01:55:35: also Das ja Man wird irgendwann so blind wie immer im Leben wenn man's Wenn man es hundert Millionen Mal angeguckt hat sieht man selber die Fehler nicht mehr.
01:55:49: Da muss man es irgendwann außer Hand geben und ist schockiert, was man alles noch zu tun hat an der Stelle.
01:55:59: Alleine das richtige Setzen der Überschriften ist ja eine Katastrophe!
01:56:05: Ich finde es ist so ein bisschen wie Hausbauen.
01:56:07: Man denkt irgendwie von außen, das Haus ist fertig aber da kommt der Innenausbau und der ist aufwendig sind ja teilweise... ...achtzig Prozent des gesamten Hausbaus und man fragt sich warum werden nicht fertig?
01:56:17: Und so ist beim Buch hier auch.
01:56:18: also das Konstrukten das erste Mal unterschreiben ist relativ einfach aber dann das Ausformulieren nochmal rücklesen, das redigieren usw.. Das ist die nervige Arbeit die man eigentlich nicht machen möchte.
01:56:28: oder wie letzten vier Kisten beim Umzug die dann vier Jahre dastehen wo man sagt, oh Gott die wollte ich ja auch noch ausräumen.
01:56:35: Wir sollen die noch hin.
01:56:38: oder die Glühbirne, die immer noch hängt nach vormundzwanzig Jahren weil man erst mal Licht brauchte und noch nie eine Lampe gefunden hat.
01:56:47: das ist so.
01:56:48: Ja,
01:56:49: wieder der gewisse Nostalgik hat aber... Ich finde es toll.
01:56:52: also ich finde es gibt zu wenig Weinbücher Und ich fand das letztens relativ erschreckend, als ich mal im Buchhandel war.
01:56:59: Es gab in diesem Buchhandels – es waren relativ große Buchhandeln – gab's mehr Bücher über Ginn als über Wein, wo ich dann dachte wow!
01:57:07: Das ist so schade.
01:57:08: also auch eine eigene Kultur Weinbücher lesen und ein Glas Weintrinken sich mit dem Buch hinzusetzen und die Ruhe zu finden weil man wahrscheinlich auf der einen Seite So viel Online findet, viele Informationen aktueller Online findet.
01:57:21: Aber ein Buch kann Philosophie vermitteln so wie ich es bei dir jetzt auch rausgehört habe und das finde ich ist online schwer.
01:57:29: Online ist immer ein Stück kalt auch.
01:57:33: Ja?
01:57:33: Es ist sachlich aber mich holt es nicht ab!
01:57:40: Wie auch immer ich mich hinlege mit einem Rechner an Freunden auf dem Schoß Ich bin da einfach oldschool.
01:57:46: Ich mag es einfach auch aufzuwachen mit dem Oxford Weinlexikon aufm Kopf, weil ich darüber eingeschlafen bin.
01:57:56: Schöner Gedanke!
01:57:59: Und weiß ich nicht.
01:58:00: und das gibt ja auch also für mich... Das ist für mich immer so ein gemütlichste Bild wenn man studiert.
01:58:09: Also ein Studium im Grunde des Zusammentragen an Informationen und an Thesen, die man hoffentlich selbst dann erstmal aufgestellt hat um das dann wieder mit Wissen zu füllen.
01:58:25: Dazu braucht es ja Bibliotheken oder eben auch das Internet.
01:58:30: oder wenn ich mich so richtig eingrabe, dann sieht mein Schreibtisch immer... Das fängt mir dem aufgeklappten Rechner an die ganzen Zusätze dazu.
01:58:40: Dann liegen die Bücher aufgeschlagen, dann liegen überall Zettel rum und dann ist das absolutes Chaos wie bei einer Weinprobe am Ende wenn alles noch auf dem Tisch steht.
01:58:52: aber dann läuft es für mich richtig dieses leichte chaotische Und am Ende, wenn sich das dann miteinander verknüpft.
01:59:05: Ich bin glaube ich nicht so der Typ, der jetzt brav vor einem Rechner sitzt und sich das am Ende ... Ich druck mir auch alles Mögliche immer noch aus!
01:59:14: Ich weiß es ist nicht nachhaltig aber... Ich muss da drauf rumkritzeln können.
01:59:21: Ich brauch einfach so eine Oldschool-Art zu lernen.
01:59:29: oder auch wenn man zum Beispiel Proben vorbereitet oder die Königsdisziplin nach der Probe ist ja dann die Weinreise.
01:59:38: Das ist etwas, was ich leidenschaftlich gerne mache dass sich mit Gruppen, die mich länger begleiten auch in diese Regionen fahre wo wir uns mit beschäftigt haben und das ist ja so ein bisschen wie Herbergsmutter Das ist dann die gubernante Entour, weißt du?
01:59:59: Da muss man ja auch... da erlebt man sehr skurrile Dinge.
02:00:04: Aber wir waren schon ganz viel unterwegs.
02:00:06: Wir waren in der Champagne, wir waren im Rheingau und jetzt gerade an der Mosel oder Italien.
02:00:14: also es gibt Ja, die Welt ist so groß!
02:00:17: Und ich selber bin ja auch viel unterwegs in Sachen Wein Und ich finde das immer unglaublich faszinierend, wenn man das Erlernte begreifen darf.
02:00:29: Im Boden ... Wenn du mal im Bordeaux stehst und eine kurze Sekunde überlegst ob du da meine Ernte mitmachen möchtest und dann auf diesen Kieselhügelen stehst, und dir überleg's, dass muss ich.
02:00:42: jetzt acht Stunden bist du ganz schnell geheilt?
02:00:46: Ja ja
02:00:47: Ein bisschen Gebiet,
02:00:48: was dich am meisten fasziniert hat.
02:00:51: Also hast du ein Gebiet wo du sagst das soll jeder mal gesehen raten?
02:00:54: Es muss nicht das Impulsante ist es muss nichts du oder es muss nicht die Mosel sein sondern einfach von der Atmosphäre von der Authentizität von der Eigenwilligkeit eines was du jedem ans Herz legen würdest.
02:01:10: Du hast es schon genannt ich bin tatsächlich im Duro.
02:01:13: Das ist für mich ... das hat mich so abgeholt.
02:01:18: Es ist so verrückt.
02:01:20: unten diese quirlige Stadt, die sich in den letzten Jahren so wahnsinnig weiterentwickelt hat, so jung und modern geworden ist und tolle Restaurants und unglaublich quirlig und lebendig.
02:01:34: Und dann oben der Gegensatz im Tal, also in diesem Hotel wo du wenn du das Riesen glückst Es werden ja auch jetzt Hotels schon gebaut, da oben.
02:01:45: Aber wir durften mal auf Vagela übernachten und dann bin ich morgens aufgewacht und hab gedacht, ich bin im Himmel oder aus Versehen gestorben weil es war so still... ...es war so friedlich!
02:02:00: Und dann machst du diese Fensterleden auf und guckst in die Landschaft und musst dich wirklich kneifen.
02:02:10: Das ist völlig verrückt.
02:02:12: Wir waren da zur Ernte und durften dann so mit in die Lageris, diese Trauben mitreten netterweise erst am zweiten Tag, sodass das auch tatsächlich schon ... Die Arbeit war schon gemacht, es war sehr höflich.
02:02:30: Aber dieses Erleben wie alkoholische Gierung sich anfühlt hat mich ganz lange beschäftigt weil Ganz am Ende des Abends war es so ein bisschen auch, da kam dann so Accordion-Spieler und ...
02:02:47: Ja.
02:02:48: Dann
02:02:48: so ein bißchen Musik und auch einen Portwein getrunken usw.
02:02:54: Und wir hatten dann diese tollen karierten Hemden an und kurze Hosen und sind mit diesen Portugiesen in den Lagardes gewesen.
02:03:03: Und dann haben wir immer so ... bestimmte Laufmuster einhalten müssen natürlich, damit ja klar auch überall getreten wird.
02:03:12: und wenn man dann so zum Rand ging war es sehr kühl.
02:03:17: Und in der Mitte wurde's schon wärmer.
02:03:20: Dann war es eben an manchen Punkten auch schon richtig körperwarm.
02:03:27: und dann habe ich so gedacht was ist das denn jetzt?
02:03:32: Nicht, dass ihr einer reinmacht.
02:03:35: Ich war ganz verstört!
02:03:37: Und dann habe ich so gesagt... irgendwie ist das ganz komisch.
02:03:40: und dann lachten die alle und sagten ja, das ist die alkoholische Gärung.
02:03:45: Das ist die Hitze, die entsteht.
02:03:47: Und das spürst du in den Beinen verrückt absolut nicht.
02:03:51: Gerres
02:03:52: Gefühl!
02:03:53: Ja, den Jagdgang hab' ich auch im meinem Keller.
02:03:55: Den damals dem mir selbst getreten.
02:03:59: Das war auf Vesuvio.
02:04:02: Das habe ich in der Tat noch nicht gemacht.
02:04:04: Das ist ein großer Wunsch von mir, so etwas zu erleben und allein den Gedanken die alkoholische Regierung zu spüren also wahrscheinlich dann auch dieses leichte Bitzel oder was auch immer?
02:04:14: Ja das lebhaft!
02:04:14: Ist bestimmt
02:04:15: ein ganz prägendes Erlebnis.
02:04:16: also wow
02:04:17: absolut lebhaft ja.
02:04:19: und dass es dann...ich nenne es mal die Gnade des Alters und vor allem verheiratet sein meinem Mann, der mir all diese Verrücktheiten ja auch zu Füßen legt.
02:04:32: Der ist ja also unglaublich großzügig und bringt mich in die ganze Welt und sagt immer das müssen wir uns doch angucken!
02:04:42: Und er ist ja selber ein absoluter Fachmann und was er schon immer über Wein musste ich mir ja überhaupt erst mal erarbeiten.
02:04:57: gehen wir immer in so eine Challenge und versuchen, von beiden Seiten mal zu gucken.
02:05:04: Ich habe natürlich oft modernere Informationen oder vielleicht auch aktuellere weil ich näher dran bin.
02:05:12: aber er hat natürlich dieses gelebte Leben der ist ja da reingeboren und hat das vorgelebt bekommen von seinem Vater von allen ganz unterschiedliche Herangehensweisen.
02:05:28: Also es ist manchmal ein bisschen schwierig, wenn wir gemeinsam versuchen einen Thema anderen beizubringen.
02:05:34: Das verstört die Anderen mehr als das es ihr weiterbringt weil wir uns gegenseitig dann auch so betteln aber ja mit ihm da durch die Weinwelt zu reisen, ist unglaublich faszinierend.
02:05:47: Wir waren gerade in Cognac eine weitere Leidenschaft, die ich von meinem Schwiegervater übernehmen durfte, musste.
02:05:58: zunächst wollte ich nicht aber mittlerweile hat es mich natürlich total gecashed und wir durften mit küvertieren also wir durften miteinander vermählen.
02:06:14: Und das ist eine Arbeit, die ... Das wäre noch mal etwas wo ich sagen würde da könnte ich mir vorstellen nochmal tiefer einzusteigen aus eben diesen Nondatten von Fasmustern etwas zu kreieren was deinen eigenen Namen trägt also... Das ist toll!
02:06:34: Ist es da so dass man versucht aus den guten Grundkonjax ein noch besseres Produkt zu erzeugen?
02:06:42: oder ist es so, dass man versucht auf einen Ziel hinzuarbeiten?
02:06:46: Also sprich das man diesen Hausgeschmack hat.
02:06:49: Wenn man ja sagt der Konjak dieses Hauses sollte immer so schmecken und ich brauche halt die vielen verschiedenen einzelnen Bausteine um das so hinzubauen weil da stelle ich mir noch schwerer vor.
02:07:00: also wenn du ein Geschmack im Sinn hast Und du hast diese vielen verschiedene Farben und musst genau dieses Bild so hinmalen.
02:07:10: Es muss irre schwierig sein!
02:07:12: Das ist es auch, ich glaube die Frage zielt ja darauf was soll das am Ende für ein Produkt sein?
02:07:21: Also wenn es ein großes Haus ist gibt es ja oft diese Haustylistik wiederkehrend möglichst immer genau diese Mensch, die sie haben.
02:07:37: Und das sind... Das ist die eine Seite der Medaille.
02:07:42: und dann gibt es aber eben ja auch bestimmte Kywés, bestimmte Stylistiken einer Epoche, bestimmtes Stylisten einer Familie oder eines Hauses.
02:07:57: Wir haben bei uns im Haus auch eigene Cognac, die mein Schwiegervater maßgeblich gemacht hat mit uns zusammen.
02:08:08: Ah wirklich?
02:08:08: Ja und als ich das vor dreißig Jahren oder fünf dreißiger Jahre ist es her war ich das erste Mal im Cognack-Gebiet in Serosak bei Uliwipols ein... Absolut magischer Blender auf seinem Gebiet, damals tätig für Frappa.
02:08:29: Und wir ... mein Mann und er sind befreundet schon immer als Jungs schon.
02:08:36: Mhm!
02:08:37: Dann haben wir ihn besucht und ich zieh's, wir fanden es zu Olivier.
02:08:41: und was macht der hier?
02:08:41: Der macht Konjak und das ist ja toll.
02:08:44: So, dann sind wir da hin und sind durch die Keller gestapft.
02:08:47: Da lagen eine imposante Anzahl Fässern, wo der Name Krasshoff draufstand.
02:08:54: Und dann habe ich zu meinem Mann gesagt, ich sag guck mal da!
02:08:57: Bist du schau mal hier?
02:08:59: Ja ja, das sind unsere eigenen Fässer.
02:09:02: und dann hab' ich gesagt, das verstehe ich jetzt nicht.
02:09:04: was machen die also... Und mein Schwiegervater war Ehrenbürger der Stadt Konyak und hat damals mit Gerd von Pachenski ein sehr wichtiges Buch für diese Region geschrieben und hat dort eben diese ganzen Kleinhäuser, diese ganz berühmten Menschen alle kennenlernen dürfen.
02:09:24: Und der hat dann damals schon angefangen seine eigenen Konjak zu machen und das hat er ... Dann hat er dort Ware gekauft, hat die da gelagert, logischerweise.
02:09:35: Und es darf ja kein Fass die Region verlassen.
02:09:39: Das muss ja alles auf Flasche gezogen werden.
02:09:44: Und dann haben wir sie wieder immer hingefahren diese Mariage gemacht und diese Cognac verkaufen wir heute noch.
02:09:51: Also das ist eben personell Jürgen Schmidt und Cognack Nummer eins, Nummer zwei, Nummer drei und die stehen eben alle für eine bestimmte Stilistik, für eine bestimmte Typizität im Cognak und sind eben auch immer wieder ein Ticken Anlass.
02:10:13: Das ist super spannend!
02:10:15: Wie trinkt man Cogniac richtig?
02:10:17: In Ruhe, wirklich in Ruhe.
02:10:20: Was für ein Glas nimmst du?
02:10:21: Nimmst Du ein Weinglas oder nimmste so einen Konditionsschwenker oder nennst Du keine Degustationsglas?
02:10:25: Also ich nehme gerne dieses Inauglas, dieses kleine Digustationen Für Konjak.
02:10:32: auch Ich finde wenn er in einem großen kennen wir ja alle nach diesem großen Konjakgläser Da kriegt er mir zu viel Alkohol da wird der Alkohl so flüchtig.
02:10:45: Ich mag Kognac tatsächlich auch gekühlt oder kühler.
02:10:49: Ja, kühler!
02:10:49: Also bei zwölf vierzehn Grad finde ich den großartig.
02:10:52: Weil die Früchte nicht frische dann richtig rauskommt ja.
02:10:55: Ich finde das manchmal also karastrophal wenn man irgendwo in der Bar ist oder irgendwo im Restaurant.
02:10:59: Man trinkt ein Kognack und hat hier bei Zimmertemperatur es ist so.
02:11:02: Und am besten schon seit zehn Jahren dort auf dem Wagen umhergefahren.
02:11:06: Das ist manchmal schade, dass diese Produkte auch in Anführungszeichen misshandelt werden oder vernachlässigt werden.
02:11:11: Die schönere Formulierung.
02:11:13: Aber Kodiak im richtigen Glas leicht kühl ist eine Einzigartigkeit ähnlich wie Champagner und Vibotto, wo man sagt, man hat einen Geschmackstilistik die man sonst nirgends findet.
02:11:24: Merkst du selber?
02:11:25: Es hört nicht auf
02:11:28: mit den
02:11:28: ganzen Weltbetrachten!
02:11:30: Und das ist das, was es so faszinierend macht.
02:11:33: Das finde ich auch.
02:11:33: aber eben die Wandelung weil du es gerade formuliert hast mit dem Haustil in der Champagne dass sich mehr oder weniger dieses gesamte Gebiet zumindest in vielen Bereichen gewandelt hat durch aus diesen Hausmarken die es ja gab, dass man hin zur Individualisierung gegangen ist also angefangen mit einigen jetzt eben bei Röderer mit der Kollektion zwei vier sechs, wo man raus aus diesem Brütpremier gegangen ist.
02:11:59: Zum einen aus der Begründung heraus dass man gesagt hat okay wir wissen auch nicht wann die Sachen getrunken werden und keiner kann es nachvollziehen.
02:12:05: das hätte man natürlich mit Füllnummer etc.
02:12:08: lösen können oder mit eben Degagierdaten.
02:12:11: aber wenn man sagt die Welt verändert sich auch.
02:12:14: also es gibt so ein starken Wandel in der Klimasituation und so weiter und da ist es spannender.
02:12:18: zum einen verschiedene Gebiete Rebsorten aber auch Jahrgänge dazu stellen dem Stil unseres Hauses zu vereinen.
02:12:26: Da fällt mir ein Lust auf klar Champagner?
02:12:28: Immer!
02:12:29: Denn die Kollektion ist ja im Prinzip was, was da simbeltlich für ist.
02:12:32: und weil du es mit Kognac eben angedacht hast, dachte ich auch dann lass uns noch ein kleineschen probieren
02:12:52: Jaa... Die Kollektions-Zwo-Vier-Sieben ist auf dem Markt.
02:12:55: Die Kollekzion des Hauses Champagne Louis Röderer aus Ramses in der Champagne natürlich in Frankreich.
02:13:00: Die Zahl ist keine Marketingerfindung sie isst eine Buchhaltungsnotiz.
02:13:05: Das Haus, das siebzenundsechsen-Siebzig in Raas als Debord Pierre Fies begann.
02:13:10: Für das zah Alexander
02:13:11: II.,
02:13:12: der Achtzehnundsechsend Siebzig eine Sonderflasche ohne Puntbestellten
02:13:16: ließ!
02:13:17: Weil er Angst vor Bomben im Weimbodensatz hatte und dass er seit der sieben Generation einer Familie durchgehalten hat – Ohne Konzernübernahme, Bankrott oder größerer ideologischer Abweichung.
02:13:30: Dieses Haus zählt
02:13:31: einfach
02:13:31: seine Ernten.
02:13:32: Zwo hundert siebenundvierzig davon.
02:13:35: Und ja, die gerade veröffentlichte aktuelle Kollektion heisst.
02:13:42: Heute führt Frédéric Rousseau das Haus in siemter Generationen und nicht minder wichtig ist der Kellermeister Jean-Paptiste L'Iccayon.
02:13:51: Dieser Arbeit sind in dieser Position.
02:13:54: Das ist kein Zufall!
02:13:56: Dass das Ergebnis einer Unternehmenskultur die Kontinuität für eine Kompetenz hält.
02:14:01: Louis-Röderer besitzt zweihundertvierzig Hektar eigene Weinberge.
02:14:06: Fast ausschließlich in Gronkhry und Prämerkrühlagen der drei klassischen Champagnerdistrikte Montagne de Rars, Valé d'Alama und der Côte Blanc.
02:14:16: Das ist für ein Haus dieser Größe mit einer vier Komma fünf Millionen Flaschenproduktionen und einem Vertrieb in über einhundert Länder.
02:14:24: Ich drücke es mal sanft aus sehr ungewöhnlich!
02:14:27: Na zu aller anderen großen Häuser kaufen ihre Trauben zu.
02:14:30: Röderer hat seine eigenen Weinberge und damit seine eigene Wahrheit!
02:14:34: Einhundertvierzig Hektar davon sind biologisch zertifiziert, ein Fakt der die meisten überrascht, weil das Haus darüber wenig spricht.
02:14:43: Jean-Paptiste Lycaion beschreibt es als die konsequente Verlängerung von etwas was Röders schon immer anstrebte – die Rohrzuzeigen nicht zu verbergen.
02:14:52: Ja in den Prügprämien wurde er abgeschafft.
02:14:54: Ein Bestseller.
02:14:56: Konsistent verlässlich.
02:14:57: Jahrzehnte lang galt der Prüg-Premier als der sehr jösseste Non-Vintage-Champagne des gesamten Marktes.
02:15:04: Abgeschafft!
02:15:05: Und durch die Kollektionreihe ersetzt – das war kein Rebrand, das war eine philosophische Entscheidung.
02:15:11: Der Prügt-Primier hatte einzig jedes Jahr gleich zu schmecken.
02:15:14: Konsistenz als oberstes Qualitätsmerkmal.
02:15:17: Kollektions dreht es um.
02:15:19: Jede Ausgabe trägt ihre eigene Basisjahrpersönlichkeit in sich ohne sie zu verstecken.
02:15:25: Die Nummer erklärt sich damit von selbst.
02:15:27: Nicht dieser Stil von Röderer, sondern der zweihundert-siemundvierzigste Plan von Röderer.
02:15:33: Basierend jetzt im Falle von zweihundertsiehmundviertzig auf Zwei-tausendzweinzwanzig mit dieser spezifischen Jahrgangsnote!
02:15:40: Einem Dokument keine Formel... Die Architektur des Kollektions Vier-Siebens ist ein dreistelliges Konstrukt das leicht verständlich ist wenn man es einmal versteht und danach nie wieder anders wahrnimmt.
02:15:51: Erstes Element der Basisjahrgang.
02:15:53: Zweihtausendswanzig Achtundsechzig Prozent des Blends.
02:15:57: Zweites Element, die Reserve Perpettuelle.
02:16:01: Siebenundzwanzig Prozent.
02:16:02: hier wird es kompliziert und schön!
02:16:04: Zwei-tausend zwölf begann Jean-Baptiste Lycallon mit dem Aufbau eines zu leerer ähnlichen Systems für Reserveweine.
02:16:12: Stell dir vor ein großer Tank.
02:16:14: Die beste Ernteanteile fließen in diesem Tank, der niemals gelehrt und immer aufgefüllt wird.
02:16:19: Und so stecken in der Kollektionsfuffilsie also seiner Reserve per PDUEL ein überlagerte Zeitgeschichte aus zehn Jahrgängen von zwölf bis zweitausendundzwanzig.
02:16:29: Zehn Charaktere in einem Anteil!
02:16:32: Das ist feinmechanische Invalent zu einem Tondokument das die Stimmen von zehn Jahrzehnten gleichzeitig spielt.
02:16:40: Alle leise genug,
02:16:41: um nicht zu dominieren.
02:16:42: Alle präzise genug!
02:16:43: Um in die Tiefe zu gehen.
02:16:45: Das dritte Element?
02:16:46: Fünf Prozent Reservein in Eichenfässern.
02:16:48: Von jungen Reden der Kristallparzellen... Jahrgängen!
02:16:50: Zwei-tausend-dreißen bis zweihundzwanzig dieser Anteile bringt oktidative Würze.
02:16:55: Etwas leicht Nussiges das sich durch den Wein zieht wie ein aromatischer Faden.
02:17:00: Zusammen?
02:17:01: Achtundsechzig Prozent Frischschiffbruch des Jahrgangs zweitausendsweinzwanzich.
02:17:04: Twenty-seven Prozent harmonisierte Geschichte seit Zweitausend zwölf.
02:17:09: Fünf prozent Holzfasch gereifter Charakter der Kristallreben.
02:17:12: Das ist kein Rezept, das ist Zeitarchitektur.
02:17:16: Ja die zwei vier sieben auf dem Medikett ist Buchhaltung.
02:17:19: Was dahinter steckt ist ein sehr langer Satz über Konsequenz Familienbesitz und Überzeugung dass ein Reserveinsystem nach dem Solära-Prinzip mehr über Tiroat zählt als jeder vintage Jahrgang allein.
02:17:33: Das ist revolutionär.
02:17:35: Vielen Dank für diese großartige Idee!
02:17:36: Dem Hause Champagner Louis Röderer, natürlich dem deutschen Porteur, dem Handelshaus Schlumberger und wenn du diese aktuelle Kollektion probieren möchtest.
02:17:44: die zwei vier sieben findest du die Infos in den Show Notes.
02:18:01: Hast Du dieses wunderbare Geräusch?
02:18:03: Ah ich
02:18:03: liebe das.
02:18:05: Sollte man Champagner knallen lassen oder immer netten?
02:18:09: Auf
02:18:09: gar keinen Fall.
02:18:11: Ich durfte mal ein Seminar zum Öffnen der Champagnerflaschen in der Champagne machen.
02:18:17: Da hat
02:18:17: man uns beigebracht, dass man an der Agrarache sechsmal dreht
02:18:23: um sie
02:18:24: zu öffnen und sich dann nur ganz kurz lockert mit der Hand auf dem auf der Agrarre bleibt und dann leicht schräg den Flaschenboden höhere Boden dreht und nicht oben am Korken.
02:18:42: Und dann kommt der Korkenn ganz von selbst, ganz smooth mit so einem leichten Pfst daraus.
02:18:50: Ja!
02:18:51: Das ist genau so.
02:18:52: möchte sie geöffnet werden.
02:18:55: Ich finde auch machen
02:18:56: viele in der
02:18:56: Tat falsch.
02:18:57: also es einfache Hebelwirkung dass sich wenn ich unten anfasse und drehe und oben im Prinzip den Korkenfixierer habe ich eine andere Hebewirkungen viel mehr eigentlich Gewalt über die Flasche.
02:19:06: Also hab viermehr ein anderes Kräfteverhältnis.
02:19:09: Sechsmal, ich dachte es wäre fünf Mal dass man diesen kleinen Nippel... Ich weiß gar nicht ob der auch einen Namen hat.
02:19:16: Diesen Notch das man die fünft mal dreht.
02:19:17: Das muss ich nochmal nachziehen habe jetzt total verpennt.
02:19:21: so kenne ich das auch und irgendjemand hat mal gesagt also soll weniger Geräusche hinterlassen als dass man hört wenn ein Nonne pupsst.
02:19:30: Das ist die Königsdisziplin.
02:19:32: Ein
02:19:32: anderer
02:19:32: Champagnerproduzent
02:19:33: hat zu mir mal gesagt, wir haben so viel
02:19:34: Arbeit da reininterpretiert.
02:19:36: Der sollte wenigstens knallen wenn die rauskommen.
02:19:38: also es gibt ja unterschiedliche Ansichten.
02:19:41: ich finde in der Restaurant-Situation... Es gibt auch
02:19:43: unterschiedliche Lokalitäten wo das eine Rolle spielt dass es knallt.
02:19:48: Ich bin dann nicht so oft aber für mich ist die Leise
02:19:53: Variante stimmt.
02:19:54: Die
02:19:54: leise Sohle eleganter!
02:19:57: Letztlich auch eine Frage der Restaurantsituation, was hält du vom Sabrieren?
02:20:00: Magst Du das für ein Stück des Quatschs?
02:20:04: Gehört es zurück in die napoleonische Zeit oder...
02:20:07: Es kommt glaube ich auf das Ego an dessenjenigen, der das machen möchte.
02:20:12: Ich weiß noch dass wir mal Sylvester hier mit einer, ich glaub's war eine Magnum und ich hab diesen diesen Glasfropfen, glaub ich ein halbes Jahr gesucht.
02:20:25: Wir hatten damals kleine Kinder und ich hatte immer riesen Schiss, dass die das finden und sich verletzten.
02:20:32: Und ich fand's völlig überflüssig!
02:20:34: Also auch in einer fast vier- und dreißigjährigen Ehe gibt es Momente wo man dem anderen doch anbietet auf den Jagd zu gehen weil eben scheider kann sich keiner erlauben.
02:20:47: aber ist wirklich ... Gibt's Höhen und Tiefen?
02:20:51: Ja.
02:20:54: Um zurück auf den Champagner zu kommen, ich finde das spektakulär, dass man es bei Röderer geschafft hat eine neue Identifikation dafür zu finden und mit dem Produkt jetzt in der Form schadernählastig ist, ein kleiner Anteil Pino Miniatur mit elf Prozent und Pino Noir mit fünfunddreißig Prozent Hauptsächlich zumindest zur Hälfte aus dem Jahrgang, zwanzig, einundzwanzig.
02:21:17: Also man versucht auch mit jeder Kollektion, mit jeder neuen Zahl – wir sind jetzt bei zwei vier sechs als vor der sechstenvierzig Jahre nach der ersten Queue die durch das Haus abgefüllt wurde den Jahrgängen auch eine eigene Identität zu geben und die einfach durch verschiedene ergänzende Jahrgänge also sogenannte Reserveperkiduell Beziehungsweise Reserveweinen, die zum Teil im Holz ausgebaut werden.
02:21:42: Ein Drittel des Weines wird auch im Holz ausgebaut und ein Drittel wird mal laktisch vergoren.
02:21:47: einfach zu helfen oder beziehungs- weise diesen nochmal auszukleiden, zu stützen und zu ergänzen.
02:21:53: Und diese Idee finde ich total spannend.
02:21:56: hier eben auch dass man verschiedene Regionen bedenkt.
02:22:00: Also drittel kommt aus Larivieren, ein Drittel aus La Montagne und ein drittel aus Lakot.
02:22:04: Das ist für mich so eine ganz eigene Terroirinterpretation der Champagner.
02:22:08: Also es ist etwas, wo man das Haus Röderer rausschmeckt zum anderen aber viel wichtiger eine eigene Geschmacksidentität repräsentiert Wie probierst du Champagner?
02:22:19: Als aus welchem Glas bei welcher Temperatur?
02:22:21: wie empfindest Du den?
02:22:22: also ich habe ihn jetzt so bei sieben acht Grad denke Ich wenn mein Kühlschrank nicht lügt und ich mag gerade Für so elegantere geschichten gerne diese großen Champagnagläser.
02:22:40: Also nicht unbedingt so ein Universalglas, das geht gut.
02:22:45: aber es gibt so richtig bauchige Champagnargläser die also quasi unten noch diese Flüte haben, aber nach oben sich sehr weit öffnen und dann so einen etwas kleineren Dom wieder bekommen.
02:23:03: Das finde ich ganz passend dafür.
02:23:06: Der hat so eine schöne Farbe, das ist so Gold fast wie das Etikett!
02:23:11: Ich
02:23:12: finde auch viele verschiedene Farbebenen darin.
02:23:14: also du hast eben auch dieses leichte Grünspiel im Untergrund, dieses goldfarbende aber eben auch sowas Leuchten dabei.
02:23:21: Ich finde die Farbe wird gerade bei Schaumwein viel zu selten besprochen.
02:23:25: Das ist nicht nur ein Indikator natürlich auch für die Reife, dass wir hier auch natürlich fünf Jahre Reife bei der Hälfte der Champagnas mehr oder weniger haben oder eben teilweise reifer und da natürlich eine gewisse dann eben auch Farbpräsenz dabei ist.
02:23:39: Und es ist ein Teil...
02:23:40: Es gibt ja diese goldene Strahlen.
02:23:44: Diese reiferen Reserveweine bringen, auch wenn sie gerade so mit Holz im Berührung waren eine gewisse Farbspektrum mit und das hier richtig toll.
02:23:58: Wie gesagt, das hat so ne Old Money Gold.
02:24:04: Zoll sieht super aus!
02:24:07: Ich finde in der Nase Klir, so bisschen Richtung ... Weiß ich nicht.
02:24:15: So Steinobst, Birnequitte ein bisschen... Ja, aber so gut verwoben ist es eigentlich von allem ein bisschen.
02:24:26: Hat aber auch so'n bisschen Nordsee.
02:24:29: Ein bisschen ...
02:24:32: Was Salines?
02:24:34: Danke für das Wort!
02:24:36: Ich kam grad nicht drauf.
02:24:38: Ha, traumhaft
02:24:40: Du hast es sehr perfekt vorgegeben mit Nordseek.
02:24:41: Das ist manchmal so, wenn man in Nordsee steht, man riecht das Salz richtig!
02:24:45: Also Salz kann ja eigentlich nicht riechen und man assenziiert es damit... Ja stimmt, sowas hat
02:24:49: man
02:24:50: hier so in dieser zweiten Fruchtebene?
02:24:52: Ja, das ist glaube ich von der Perlage und vom ersten Mundgefühl schon fast Vakunia ne?
02:25:01: Noch mal ein Hauch verwobener, perfekter, super schönen ... in dem Spiel zwischen Perlaj, die Säure, die da ist.
02:25:13: Die Wirtsigkeit?
02:25:14: Da ist so eine Wirtschkeit drin!
02:25:17: Toll!
02:25:18: Lang ist es ja vor allem auch.
02:25:20: Magst du das Säurespiel?
02:25:21: Es wirkt animierend... Ist
02:25:22: genau die richtige Uhrzeit für so ein Glas.
02:25:24: Ja,
02:25:24: ist perfekt.
02:25:24: Das ist großartig.
02:25:25: Das vitalisiert auf der einen Ebene und diese Geschmackssensibilität, die man jetzt um diese Zeit noch hat – also wir zeichnen zum Mittagszeit auf… kann man den noch mal ganz anders wahrnehmen, als wenn man ihn jetzt abends und vielleicht schon ein bisschen abgespannt probieren würde.
02:25:41: Daher finde ich das in der Tat absolut perfekt für dich.
02:25:44: eher ein Speisbegleiter oder eine Trinkchampagne oder unterscheidest du da gar nicht?
02:25:47: Doch!
02:25:47: Das versuche ich schon immer ein bisschen im Kopf zu behalten.
02:25:50: Den würde ich aber als Solisten toll finden abends mal so als Sundowner... ...für so einen guten Moment Und nicht mit so vielen.
02:26:07: Also, das fühl mich eher so ein Duett oder zu viert.
02:26:13: Einfach als besonderer Moment und als Speisenbegleiter.
02:26:18: auf jeden Fall möglich in jedem Fall.
02:26:21: Denkt da gerade an... Oh, Kalb bisschen Morchelsauce.
02:26:28: Wow schön!
02:26:30: Bisschen Ja weil der kann diese Erdigkeit auch gut.
02:26:34: ja
02:26:36: Diese Salinität hat so ein bisschen Gegenspiel zu dieser Molligkeit der Morche.
02:26:42: Und was mir hier unheimlich gut gefällt, ist das die Reife, die man spürt finde ich aber Lichtjahre von Fürne entfernt ist.
02:26:54: Das finde ich es oft ein schmaler Grad dass man Reife im Champagner ganz oft eben ganz scharf dran kratzt, dass es Menschen nicht mehr gefällt.
02:27:08: Ich mag das tatsächlich manchmal schon ganz gerne wenn Champagner ein bisschen für ihn hat aber das holt weniger ab weil sie's auch nicht kennen.
02:27:17: Sie ist nicht kennen und will sich mit Champagner was Frisches assoziieren?
02:27:21: Genau wir haben vor kurzem im Freundeskreis einen Herrn der in dem gleichen Jahrgang geboren wurde Oder er, netterweise hat auf einer Auktion eine Flasche Dom Perignon aus unserem Jahrgang ersteigert.
02:27:44: Und ich durfte dabei sein als die geöffnet wurde und der sagte auch, die habe ich für uns bestellt!
02:27:50: Das finde ich super!
02:27:52: Und das war magisch weil ... Ich fand es ... Unglaublich toll und er hat sich geschüttelt und sagte, ne.
02:28:05: Also bei aller Liebe aber das mag ich überhaupt nicht mehr.
02:28:08: Und wie unterschiedlich das wahrgenommen wird.
02:28:11: also für mich war das voller Karamell Butter Scotch Brioche warm gemütlich super fast schon einen Stillwein wieder Aber eben unglaublich.
02:28:30: Du kennst so kandierte Orange mit zart bitter Schokolade getaucht.
02:28:35: Von früher, also Stäbchen gab's mal und sowas.
02:28:40: Also da war all das drin was ein kleines norddeutsches Mädchen Herz höher schlagen lässt und er sagte ne.
02:28:48: Das schmeckt mir überhaupt nicht mehr und er mag es eben anders frisch.
02:28:54: Er kennt natürlich auch die Jahrgänge aktuell Und er sagte, das ist davon soweit weg.
02:28:59: Ich sag ja, das macht aber nix!
02:29:02: Dass diese Flasche ist fantastisch und muss möglich sein, dass Menschen das ganz unterschiedlich wahrnehmen.
02:29:12: Deshalb gibt es genügend Weinen auf der Welt.
02:29:15: Stell dir mal vor wir würden alle nur das eine suchen.
02:29:19: Das wäre traurig.
02:29:21: Ja schade, ich kann das nachvollziehen... Ich meine, es war im Jahr zwei oder drei Mal ein Test mit Rishashi Brod, dem damaligen Kellermeister von Domperignon als die, die Inotik-Serie aufgelegt haben.
02:29:34: Und da haben wir dreißig Jahrgänge bis runter in den Fünfzig probiert.
02:29:38: Das war gigantisch!
02:29:39: Es war unglaublich.
02:29:40: also das war für mich eines der großen Erlebnisse.
02:29:43: Deswegen fühle ich das gerade total wenn du das diskutierst Weil man da natürlich ein ganz anderes Bewusstsein auch für Champagner und die Reife-Fähigkeit von Champagner bekommt.
02:29:53: Karafierst du, reife Champagner?
02:29:55: Magst Du das oder bist Du da kein Freund von?
02:29:57: Ich mag es sehr!
02:30:02: Ich habe tatsächlich auch einen Silberkug zum Karafieren und das schaffen aber nicht alle.
02:30:09: Ach ich hab mich festgestellt also gerade wenn es so in die Reifen geht... Da trennt sich die Spreu vom Weizen ganz schnell.
02:30:19: Also, das ist brutal und manchmal ist... also richtig große Sachen überstehen das schadlos und werden dadurch noch viel schöner.
02:30:31: Und andere sind eben ... Das ist dann wie Sterbebegleitung.
02:30:36: Das geht ganz schnell!
02:30:37: Ja, ja.
02:30:39: Interessant.
02:30:39: Also habe ich mal auf einer Antikmesse gefunden
02:30:46: Diesen Silberkrug?
02:30:47: Ja, diesen Dekanter.
02:30:48: Ein silberner Dekanter für Champagner tatsächlich!
02:30:52: Also ist irgendwie uralt und ich hab ihn ewig schrubben müssen um diese Putzreste da wieder raus zu bekommen.
02:31:03: Er war dann einmal tatsächlich in einer Silbermanufaktur zum Aufarbeiten aber seitdem ist er wieder blitzblankglatt und das ist ein ganz tolles Erlebnis.
02:31:14: Es ist eine Tat etwas, was ich bisher vermisse.
02:31:16: Also ich finde es sehr wichtig auch das richtige Dekantiergefäß für den Wein zu nehmen und dass nicht pauschal alles in irgendwie einen Dekanter reinzuballern weil jeder Wein ganz unterschiedlich reagiert und eine unterschiedliche Luftintensität braucht.
02:31:30: Für Champagner habe ich noch nie einen gesehen und gefunden.
02:31:34: deswegen werde ich da jetzt in der Tat mal auf die Suche gehen.
02:31:37: Im Glasbereich finde ich es sehr wichtig, dass es ein ganz schlankes hohes sich oben wieder verjüngte Karaffe ist.
02:31:49: Die dem Champagner nicht so viel Raum gibt unten und außerdem ist das auch besser weil man das ja wieder in den Kühlschrank oder weinkühlschranken stellen muss.
02:32:00: da sind diese breiten Karaffen ja sehr unpopulär.
02:32:06: Ja, das ist ... Das find ich ganz spannend.
02:32:09: Ich weiß nicht, ob du Champagner schon mal aus Silber getrunken hast?
02:32:12: Noch nie!
02:32:14: Habe ich noch nie und hab mich da nie getraut.
02:32:17: Es gibt es kaum.
02:32:18: Und so was gibt es eigentlich?
02:32:21: alles nur auf so ... in so Antik-Märkten oder auf so alten Auktionen.
02:32:30: heutzutage diese neueren Silbergeschichten, das ist alles so flüht.
02:32:36: Das ist schmal und
02:32:38: ... Ja?
02:32:39: Aber was Silber einfach kann, ist die Kühle bewahren.
02:32:43: Richtig!
02:32:44: Genauso wie bei einem Martini-Cocktail wird es nicht warm.
02:32:49: Und das ist dieses, was mich daran reizt.
02:32:53: Ich finde ein ... Martini-Cocktail aus einem silbernen Martini Glas ist tausendmal sechser, als wenn ich das aus dem Glas Martini glas drehen soll.
02:33:06: Wenn du ja auch schon allein dadurch das Gefeß dann noch mal ein anderes Temperatur empfinden vermittelt hast dir eine ganz andere Wahrnehmung dabei.
02:33:14: Den Gedanken finde ich gerade total reizvoll und als du das mit dem Silberndekanter erwähntest also kam mir eben auch dieses Thema Temperatur grad in den Sinn weil du es beim Kühlen Ja, ganz anders handeln kannst.
02:33:27: Also dass du es wesentlich direkter und wesentlich intensiver kalt bekommst und das wahrscheinlich auch nochmal anders kalt gehalten wird.
02:33:34: Toller Gedanke!
02:33:34: Wow also das habe ich mich ohnehin gefragt warum die Kante eigentlich immer nur aus Glas sind?
02:33:40: Also noch nicht mal aus Porzellanen weil du brauchst ja eigentlich nichts ansehen.
02:33:43: Es geht ja nicht um die Optik dabei wie beim Glas.
02:33:46: Und man könnte so viel mit Spiel, man könnte sogar Porzella nehmen, ganz eigene Form dann kreieren.
02:33:51: aber hat sich nie jemand getraut, fand ich total schade.
02:33:54: Es gibt
02:33:55: in
02:33:56: Wien eine Champagner-Bar, die Karaphirn auf Wunsch den Champagner in Alte Tee kann.
02:34:09: Auch noch eine Idee finde ich.
02:34:12: In so ganz feine Porzellankern.
02:34:16: Super schick!
02:34:17: Und der vom Einschenken ist das ja auch cool?
02:34:20: Ja!
02:34:22: ist ziemlich lässig gemacht.
02:34:24: Also ich würde es jetzt im Restaurant nicht übernehmen wollen oder auch nicht fossieren, aber ich finde diese was wir uns alle nicht mehr genügend gestatten ist die die Leichtigkeit das einfach mal auszuprobieren.
02:34:40: ja es ist so Ich werde nie vergessen.
02:34:44: ich habe nach meiner Prüfung war ich so erleichtert, dass ich gesagt habe jetzt brauche natürlich auch den ultimativen Champagner und so was muss man ja feiern.
02:34:59: Und dann habe ich ein bisschen recherchiert und was holt uns denn ab?
02:35:04: oder was würden wir denn da trinken wollen?
02:35:07: Da bin ich auf einen Haus gestoßen wo Damals der Mann seiner Frau dieses Haus geschenkt hat, damit sie einen eigenen Champagnat.
02:35:16: Und das sprach mich an!
02:35:19: Könnte
02:35:20: ich mir für mich auch vorstellen... Also habe ich dieses Haus favorisiert gar nicht so einfach zu bekommen zu der Zeit und heute genauso.
02:35:31: Mir ist es gelungen.
02:35:32: Weißt du sammeln in Jagen geht nicht gibt's nicht?
02:35:38: auf der Suche und habe dann tatsächlich eine Flasche ergattert.
02:35:42: Und das wird nur in sehr guten Jahren hergestellt, und ich habe dann also diesem Händler damals gefragt ja wie trinke ich den denn jetzt?
02:35:53: Also was würde er mir denn empfehlen?
02:35:55: Und er sagte auch unbedingt karafieren und unbedingt zusammenreißen am nächsten Tag nochmal probieren!
02:36:06: Ja
02:36:07: Ganz wichtig.
02:36:09: Ja, und dann hab ich gesagt aber am nächsten Tag ... Also wenn das karafiert ist, das hält sich doch möglicherweise gar nicht stabil und er sagt ja, Obacht da schauen Sie mal genau hin!
02:36:23: Das ist lange her und ich habe das immer im Kopf behalten und habe diese Flasche natürlich erst einmal gar nicht aufgemacht weil ich war so beeindruckt von dem Preis dass ich gedacht habe Ach nee, so eine Pulfunk ist gar nicht wichtig genug.
02:36:37: Da kommt noch mehr!
02:36:39: Also da muss jetzt was anderes herhalten.
02:36:44: und irgendwann eines Dienstags nachmittags das Weinfest war gerade vorbei die Knochentaten weh und es war alles irgendwie sowieso... Es schrie nach einer Ablenkung und ich war am Weinkühlschrank und mein Mann ist nie Dienstagsnachmittag zu Hause gewesen.
02:37:01: Nie!
02:37:02: Und dann habe ich diese Flasche rausgenommen und hab sie geöffnet und karafiert.
02:37:06: Dann haben wir auf unserem Sofa gesessen, die Kinder waren noch in der Schule ... und haben das probiert und waren so geflascht beide, dass wir gesagt haben, das ist Magie!
02:37:18: Das kann eigentlich nicht sein.
02:37:20: Und dann haben wir uns unter höchster Mühe die Hälfte der Karaffe in der Karaffe belassen, haben dann noch eine andere Flasche geöffnet damit es jetzt nicht so abrupt enden muss.
02:37:32: Und haben es tatsächlich am nächsten Morgen früh, also früh Vormittags nochmal probiert.
02:37:38: und das stimmt!
02:37:39: Es wurde noch mal eine Spur eleganter und faszinierender.
02:37:46: Seitdem sammel ich die und warte immer auf den geeigneten Moment.
02:37:51: Dienstag-Nachmittag zum Beispiel.
02:37:53: Dienster Nachmittag perfekt super.
02:37:54: dass ist
02:37:55: aber
02:37:56: Aber beim Moment, was mich sehr beeindruckt hat und was mich unglaublich gereizt hatte oder was mich gereizte hätte.
02:38:02: Man muss da ja in der Vergangenheit reden.
02:38:05: Einer eurer Stammgäste war ja Vico vom Püllo also Sprichlorio
02:38:09: Das stimmt!
02:38:10: Wenn ich mit dem die Chance hätte ein Wein zu trinken das ist glaube ich eine ganz große Herausforderung oder es wäre so einen zauberhaften Moment.
02:38:19: Die größte Herausforderung wäre dabei, welchem Wein ich aufmache.
02:38:23: Also wüsste ich absolut nicht!
02:38:25: Hätte ich kein Blassen, welcher Wein dort der Situation und vor allen Dingen auch der Person, der eigenen Erwartungen dem Moment gerecht werden würde?
02:38:36: Und hättest du dann Empfehlung, welchen Wein ich öffnen könnte?
02:38:39: Frage A, Frage
02:38:40: B
02:38:41: mit wem würdest du gerne mal einen Wein trinken?
02:38:42: Egal ob er liebt oder nicht mehr liebt... Oder wie auch immer und welchem Wein würdest Du
02:38:46: trinken?!
02:38:47: Also, ich glaube Viko von Bülow kennengelernt zu haben ist für mich ein großes Lehrstück gewesen.
02:38:57: Ein faszinierender Mann völlig anders als alle ihn sich vorgestellt haben.
02:39:04: Ich dachte immer es war ja bekannt dass er befreundet war Mit unserem Haus, mit meinem Schwiegereltern und also überhaupt mit der Familie.
02:39:14: Und er hat ja seine wichtigsten Sachen hier in Bremen damals bei Radio Bremen gedreht... ...und hat dann abends Abendbrot gegessen bei meinen Schwieereltern.
02:39:26: Ach Wahnsinn!
02:39:26: Und es war eher so wie Käsebrot
02:39:30: statt
02:39:30: großes Menü.
02:39:31: Ein ganz feiner, leiser, unglaublich porrentierter Mensch Ich glaube, in einer Masse eher gar nicht wahrgenommen wurde.
02:39:45: Weil er sich so sehr zurücknehmen konnte oder auch so zurückhalten war.
02:39:51: und eigentlich diese ganzen Sketche die wir heute von ihm noch lieben und ja immer wieder selber mitsprechen können sind entstanden durch Beobachtung.
02:40:02: Nicht durch... ich denke mir da mal was aus sondern das hat es tatsächlich gegeben der Gesellschaft den Spiegel vorgehalten.
02:40:12: All diese ganzen brüllkomischen Dinge, wenn man sich das mal ganz in Ruhe anguckt und sich fragt ... Das ist Leben pur!
02:40:22: Also ich finde so ein geflügelter Satz war immer so was machst du denn hier?
02:40:31: Ich wohne hier, ja aber doch nicht um diese Zeit.
02:40:35: Ich hab das auch ganz oft, dass ich so denke was machst du denn jetzt hier?
02:40:40: Dienstag Nachmittag.
02:40:42: Genau!
02:40:44: Und
02:40:44: dann das Beste draus zu machen.
02:40:47: Das ist die Kunst und er war eben ein ganz wunderbarer Beobachter und auch Evelin Hamann, der seinen Gegenpart war eigentlich die ganze Zeit über.
02:41:02: Die war genauso, wie sie auch in diesen Sketchen war.
02:41:05: Also unglaublich lustig und unglaublich aber auch so ein bisschen ... Ich will nicht hibbelig sagen, aber präsent und lustig!
02:41:17: Und das ist ein großes Privileg wenn man solche Menschen kennenlernen darf und wir haben viele viele vielen ganz tolle Erinnerungen an an ihn, aber auch an viele andere.
02:41:32: Und du hast mich gefragt mit ... Mit Loryo glaube ich hätte sich tatsächlich Loryochampagner getrunken von Michel Loryot aus Festingnie eine Familie die schon seit fourteenhundert Schlagmicht tot Champagner macht und seit vielen, vielen Jahren mit unserem Haus in sehr enger Verbindung steht und wir immer noch oder wir dürfen, seit über dreißig Jahren haben wir einen eigenen Champagner namens L'Oreo.
02:42:01: Und viele haben immer geglaubt das sei die Hommage an Vico von Bülow.
02:42:06: aber nein der Winzer heißt L'oreo eigentlich ein Treppenwitz, aber es ist immer noch unser Haus Champagner.
02:42:15: Herrlich!
02:42:15: Ja und Es ist ein zauberhaftes Aquarelletikett drauf von Karin Holweg, eine große Künstlerin hier aus Bremen.
02:42:26: Und mit Szenen... Also es ist so ein großes Glück all diese Menschen kennen zu dürfen und mit ihnen zusammenzuarbeiten.
02:42:34: Die Frage ist eben welches Getränk zu Vico von Bülow, Loryo Champagner?
02:42:43: Mit wem würde ich Oder könnte ich mir vorstellen, was wäre mein absolut vielleicht besonderses Erlebnis um mit jemandem Wein zu trinken?
02:42:56: Das werde ich leider nicht mehr herbeiführen können.
02:43:00: Aber ich glaube es wäre Mario Adolf gewesen und zwar so gemütlich in der Ecke mit einem Cabernet Franc, weil das ist glaube ich ein Mensch der auch viele Ecken und Kanten hatte.
02:43:16: Und ich durfte ihn auch einmal live erleben bei uns im Restaurant.
02:43:21: da stand er morgens vor dem Laden und klopfte an die Scheibe So hoch und hab so gedacht, der sieht aus wie Mario Adolf.
02:43:33: Und im gleichen Moment kriegte ich eine Hitze Wallung und dachte das ist Mario Adolph!
02:43:39: Dann habe ich schnell aufgeschlossen und dann hat er mit dieser Stimme... Erinnert dich an diese Stimme, gefraht.
02:43:47: Entschuldigen Sie?
02:43:48: Haben sich schon Cappuccino und ich hab dann nur so genickt mit offenen Mut ... Wie so
02:43:54: ein Schülmädchen!
02:43:55: Ja ja.
02:43:57: Und dann habe ich Cappucino gemacht und da kam mein Mann und guckte mich so an und sagte zu mir was ist mit dir?
02:44:05: Hast du einen eiligen Geist gesehen?
02:44:07: Und ich so ... Olli, da ... Das ist Mario Adolf.
02:44:11: Und er sagte, ich weiß mit dem hab ich gestern Abend hier zusammengesessen und gegessen.
02:44:16: Dann hab ich gedacht, wieso rufst du mich nicht an?
02:44:19: Ich war zu Hause mit den kleinen Kindern ...
02:44:21: Ja, ja.
02:44:22: Für ihn war das ... Ja!
02:44:26: Ich war so wie ein kleines Mädchen, weißt du?
02:44:29: Schön.
02:44:30: Ich war total fasziniert von dieser Aura.
02:44:35: Das hat mich bis zum Schluss ... immer wieder eingeholt.
02:44:39: Und ich war jetzt gerade bei einem ganz, ganz lieben Freund und Kollegen nämlich von Saint-Mossonnet in Köln.
02:44:49: Wir waren dort zum Mittag und wir haben an einem Tisch gesessen und da waren so Schilder an der Wand.
02:44:56: Und jetzt rate bitte an welchem Tisch wir gesessen haben!
02:44:59: Von Mario Adolf.
02:45:01: Mario Adolph.
02:45:03: Ach
02:45:03: schön... Das war Das war Karma.
02:45:06: Also das fand ich großartig, ganz toll.
02:45:10: Großartiger Gedanke.
02:45:13: Schön!
02:45:14: Für mich gab es eine große Herausforderung als ich am Vorfeld mich natürlich ein bisschen über dich und euch informiert habe.
02:45:21: Was serviert man zu Schelfisch mit Senfjoghurtsoße?
02:45:24: Weil Senfjoghurtsoße klingt für mich so tricky, dass es eigentlich fast jeden Wein frisst.
02:45:29: Also eventuell den Champagner, den wir gerade probiert haben.
02:45:31: das finde ich glaube ich durchaus reizvoll weil er ein bisschen diese Lattik hatten und diese Würze mit dabei, das Frische.
02:45:37: Ich fand's interessant, dass du zum Kalb gegriffen hättest also zum Fleisch.
02:45:42: Das finde ich also einen komgenialen Gedanken wäre ich so intuitiv gar nicht drauf gekommen.
02:45:47: aber was war deine beste Wahl dazu?
02:45:50: Zum Schäfisch mit Senfjioghursoße.
02:45:53: Also man muss wissen, dass diese Senfsoße nur drei Komponenten hat.
02:46:03: Du sagst richtig?
02:46:04: Das klingt nach absolutem Totschlagaroma.
02:46:09: aber dieser Soße kommt daher mit Senf, Butter und Joghurt.
02:46:15: Und der Joghurte gibt dieser Sauce eine gewisse Eleganz- und Leichtigkeit.
02:46:23: Ja, so eine Art Säure-Struktur.
02:46:27: Und das spielt unheimlich gut zum Beispiel sowas wie Sauvignon Blanc.
02:46:32: Aber nicht so neue Welt, etwas grasiger sondern diese elegante Stylistik von der Loire.
02:46:42: Denk an Sancerre, vielleicht sogar Puy-Fumé weil der Schelfisch ist gedämpft.
02:46:49: also er bringt selber gar keine ... sowas wie Röstaromen oder rauchige Aromen mit.
02:46:56: Also als Gegenspieler, so ein Silex also etwas was so bisschen Wumms mitbringt aber eben nicht dieses grüne Grasige.
02:47:07: und das kann der Souvignon Blanc wunderbar spielen.
02:47:10: Was ich persönlich schon ganz oft versucht habe ist in Richtung Chablis zu gehen verbindet mich so einen... nicht Hassliebe, aber ich habe festgestellt das nur für mich wirklich mein ganz persönlicher Eindruck.
02:47:32: Ich liebe Schablis im Schabli!
02:47:35: Ich tue mich unheimlich schwer, Schablies in Bremen zu mögen.
02:47:39: Ich kann dir nur versuchen zu erklären woran es liegt?
02:47:44: Ich glaube ist etwas mit Luftfeuchtigkeit oder...?
02:47:48: Ja.
02:47:48: ...ich hab keine Ahnung.
02:47:49: Aber hier hab ich immer das Problem, dass sich ... wie diese berühmten Urlaubsweine.
02:47:56: Ja ja, habe auch Rettung dafür!
02:47:58: Was man dann über die Alpen trägt und sich wundert, wie betrunken war eigentlich, dass ich davon drei Kisten mitgenommen habe?
02:48:07: Ich weiß nicht was es für eine Magie ist aber manchmal matcht es einfach nicht.
02:48:13: Und wenn wir zum Beispiel Wein eingekauft haben oder auch einkaufen je nachdem, dann haben wir immer uns die Muster nach Bremen schicken lassen und wir haben uns ins Bistro gesetzt, und haben das im Bistru verkostet.
02:48:27: Also wenn es so um diese eigenen Weine ging... Und nur dann, wenn es dort Bestand hatte mit unserer Küche und unserem Ambient also so wie wir uns das vorgestellt haben hatten sie eine Chance.
02:48:43: Vielleicht war das ein kleines Stück Erfolgsgeschichte.
02:48:47: Deshalb gab's immer einen Sanssir von Grassoff, aber leider nie eine Shabli.
02:48:53: Ich habe den Keller voll mit Shabili.
02:48:55: ganz tolle Sachen und ich liebe es auch wirklich, aber ich hab's immer wieder so'n Ticken im Hinterkopf dass sich das doch lieber dort trinken würde.
02:49:04: Tolle Geschichte!
02:49:06: Ist so ein Klassiker wie Ian hatte mit dem Schäfisch mit seinen Fyrokozoos?
02:49:09: ist das... ein Segen oder ist es ein Fluch?
02:49:12: Also hat man da so einen Perfektionsanspruch, dass man sagt, so ist es absolut und einzigartig.
02:49:18: Ist sowas an einem Koch, an allen Menschen gebunden?
02:49:21: oder kann man sowas pausenlos reproduzieren?
02:49:24: Es ist Fluch und Segen.
02:49:26: also das ist ja gewachsen aus einer Geschichte.
02:49:32: wie ist das entstanden?
02:49:33: Keiner hat sich hingesetzt und gesagt wir machen jetzt dem besten Shellfish mit Senfsoße, den man kriegen kann.
02:49:39: Sondern es war eine Familiengeschichte wie so vieles in unserer Familie.
02:49:45: Mein Schwiegervater bekam oder meine Schwiegereltern bekamen Besuch von der Schwester meiner Schwiegermutter aus Amerika und die wünschte sich ein typisch deutsches norddeutsches Gericht!
02:49:58: weil sie zu Besuch war.
02:50:00: Und meine Schwiegereltern sind damals in ein Haus eingezogen, wo ein ganz neuer Pizzarofen so'n richtiger Feuerofen zu eingebaut war und... So'n Steinofen!
02:50:14: Und dann hat mein Schwiegervater irgendwie Shellfish genommen und hat den in eine Kasserole gepackt und hat denen einfach da in diesem Ofen ganz vorsichtig gar gezogen.
02:50:26: Und dann hat er ein bisschen Spinat dazu gemacht und eine Kartoffel und mit Dill eingemuggelt.
02:50:34: Jetzt hast du ja normalerweise, wenn Du eine Senfsoße machst immer Brühe vom Schellfischkochen also Fischbrühe.
02:50:42: Aber wenn Du das in einer Auflaufform gibst oder in eine Kasserole gibst fehlt Dir die Brüche.
02:50:49: Also musst Du jetzt eine Soße her Die irgendwie Anders aufgebaut war.
02:50:55: Und was hat er gemacht?
02:50:56: Kühlschrank auf und hat geguckt, was haben wir?
02:51:00: Dann hat er Butter geschmolzen mit dem Semfformeelt und dann mit Joghurt aufmontiert.
02:51:06: Das ist die Geschichte.
02:51:07: So einfach!
02:51:10: Ja, das ist so gut angekommen, dass er irgendwann auf die Karte genommen hat.
02:51:15: Alle, die es gegessen haben, fanden's immer toll.
02:51:19: Irgendwann, als wir so als Jugend damals ins Restaurant kamen.
02:51:25: Weißte, achtziger Jahre, neunziger Jahre ... zweitausender Jahre.
02:51:30: Da wäre gesagt auch ganz ehrlich also ... Na?
02:51:34: Der Schelfisch kommt jetzt von der Karte.
02:51:36: da muss jetzt mal was Neues her und sieht.
02:51:39: da ist fast Krieg ausgebrochen im Bremen.
02:51:41: Und alle haben gesagt ihr seid ja wohl irre.
02:51:43: Also auf gar keinen Fall!
02:51:45: Und ich glaube, wir haben Generationen von Köche, Zähne knirschenderweise dieses Rezept reproduzieren lassen.
02:51:53: Was eben auch nicht immer so einfach ist wie es klingt und am Ende des Tages ist es eben Fluch und Segen.
02:52:01: Ich finde das immer noch faszinierend welche Reputation dieses Gericht hat und auch haben darf weil es wirklich genial schmeckt.
02:52:10: und auf der anderen Seite Glaube ich, es ist aber auch immer das Kind im Menschen.
02:52:16: Wenn es einmal glücklich und zu Hause war, dass es wie wir es im Bordeauxuchung immer diesen magischen Moment wieder erleben möchte.
02:52:24: Und wir hatten Gäste die sind wirklich aus Hamburg, aus Nabrück, aus Münster gekommen um das zu essen.
02:52:31: Dabei hatten wir auch so viele tolle andere Sachen finde ich.
02:52:34: Aber dann musste der Schelfisch sein.
02:52:37: Es ist manchmal faszinierend.
02:52:39: Ich hab diese Dieses Erlebnis auf ganz vielen Ebenen aus dem Restaurant, wo ich mal gearbeitet habe beim Dieter Müller.
02:52:48: Der hat so Klassiker gehabt wie Cappuccino von Zitronengras Curry und Zitroenkrass wie Gänseleber Gatto Und ich hab etliche Köche die bei ihm auch mal geararbeitet haben diese Gerichte reproduzieren sehen oder erleben können.
02:53:01: und es hat aber niemals so wie dort geschmeckt hat keiner hinbekommen.
02:53:04: und das sind so manchmal für mich Also so dieser innige Wunsch irgendwann mal wieder, das genau so essen zu können oder zu dürfen.
02:53:12: Das wäre wirklich... Das
02:53:15: meine ich damit!
02:53:16: Daher kann ich das wirklich nachvollziehen wenn Leute aus Hamburg oder aus München zu euch gereist sind um eben diesen Geschmack nochmal auf der Zunge zu haben.
02:53:26: und ähnlicher haben wir es auch beim Wein.
02:53:29: Aber wie wir vorhin schon gesagt haben, sollte man eigentlich niemals versuchen ein Erlebnis zu rekonstruieren einen Wein nochmal zu trinken.
02:53:35: Sondern sich immer wieder neu darauf einzulassen und das ist dann glaube ich da das Besondere.
02:53:39: Auch niederlasst die ruhig alle kommen uns zum Schäfeln.
02:53:44: Genau!
02:53:45: Aber mir ist gerade eben sehr viel Lichterkette angegangen.
02:53:51: Weißt du eigentlich woher wir uns kennen?
02:53:53: Wir kennen uns von Dieter Müller aus deiner Zeit dort.
02:53:57: Wir waren damals ganz oft da Gast und ich hab nämlich immer überlegt, wo wir uns überhaupt begegnet sind.
02:54:05: Und jetzt, wo du ihnen saßt, damals bei Dieter Müller und dem Cappuccino vom Parmesan-Sübchen und so was weiß ich ... Da gab es doch dieses Degustation.
02:54:21: Das Amis Buschmenü?
02:54:22: Ja genau!
02:54:23: Das war ja damals innovativ.
02:54:25: Das hatte ja überhaupt gar keinen anderen.
02:54:28: Ja,
02:54:29: das war auch eine große Herausforderung für mich als Zombie.
02:54:32: Also du hast halt in
02:54:33: fünf
02:54:33: Gängen.
02:54:34: Hast du pro Gang drei richtig eigenständige Gerichte bekommen?
02:54:39: Und das war mehr oder weniger die Rettung des Mittagstisch, wenn man so möchte.
02:54:44: Weil es die anfängliche Phase war, wo Mittag nicht mehr ganz so viel los war und durch dieses Mädels wurde teilweise zu hundert Prozent serviert.
02:54:51: Waren wir mittags und abends voll was eben auch eine großartige Situation für jemand ist der in einem Restaurant arbeitet, wenn du immer volle Hütte hast und dich da richtig austoben kannst.
02:55:04: Ne, war großartig ach toll!
02:55:07: Schön, da jetzt auch wieder zurückzudenken.
02:55:09: Lange
02:55:09: her!
02:55:10: Richtig?
02:55:11: Aber
02:55:13: das war so die erste Berührung mit dieser großen Drei-Sterne-Küche für mich also wirklicher Berührungen und bei Dieter Müller hat es mich immer fasziniert dass ist immer noch dieses Tucken nachschmecken diese Liebe zum Detail.
02:55:33: Das finde ich heute schwer zu finden.
02:55:41: Also, ich hatte dieses Erlebnis jetzt wie gesagt gerade auch in Süddeutschland und ich fand eben bei Dieter Müller war immer dieses ... Ich werde nie diese Ochsenbäckchen in dieser Barolo-Sauce vergessen wo ich glaube ich stundenlang darüber nachgedacht habe welches Aroma neben dem Barolo ist da noch drin?
02:56:04: Und das hat mir keine Ruhe gelassen und irgendwann habe ich es rausgekrebt.
02:56:09: Es war Banjuel, und das ist ja auch so ein völlig unterschätztes Produkt, was heutzutage kaum noch jemand kennt.
02:56:19: Ich mein schade dass es in die Sauce geht aber immerhin also und das finde ich das müssen wir wieder viel mehr in den Vordergrund stellen, welche Pairings auch möglich sind.
02:56:33: Also es gibt die Klassiker.
02:56:35: ja aber ich weiß nicht ob du schon mal tatsächlich auch so eine Art Sahnesoße mit Vanjoen probiert hast?
02:56:46: Nee noch nicht!
02:56:47: Was
02:56:47: ja aus dem Jura eher diese Oxidativ-Ausgebaute Walnussschalen geprägte, also diese grünen schalige walnussgeprägtes Delistik ist wo du als Du List denkst okay was macht das mit mir außer Flucht?
02:57:09: erstmal überlegen aber dass zu der richtigen Speise eben solche komplexen Soßen oder solche vielleicht manchmal auch komplizierteren Gerichte.
02:57:22: Da das Richtige dazu zu finden, ist doch faszinierend finde ich und da kann es für mich gar nicht schräg genug sein.
02:57:30: also da mag ich diese Diese Nicht so bekannten Underdogs wo's eine Herausforderung isst Zu gucken was was würde ich dazukochen?
02:57:42: Was würde ich dazu servieren und dass geht manchmal fürchterlich schief und manchmal ist es.
02:57:48: genau das
02:57:49: zeigt wie groß bunt und komplex die welt ist.
02:57:53: also dass man solche eigentlich klassiker die in vergessenheit geraten sind wir auch tokai als zum beispiel oder eben doch keine ahnung zumindest jetzt gerade wieder ein bisschen hip geworden aber kennt eigentlich auch kommen.
02:58:04: kaum jemanden gibt so viele klassiker versteckte klassiker in frankreich dazu zu renovieren und zu zeigen, ja die Welt ist eigentlich so bunt und so groß.
02:58:14: Und es muss nicht nur Lugane oder auch nicht nur Burgund oder nur Bordeaux geben sondern es gibt so viele andere Sachen und ich habe auch so viel Freude an dieser Art des Kombinierens manchmal auch mit Klassikern.
02:58:25: einfach ein Schweinebraten nehmen oder halt irgendwie eine Rinderholade und die versuche mit einem richtig tollen Wein so richtig aus der Geschmacksecke zu locken oder das letzte noch richtig herauszuarbeiten Es macht Spaß.
02:58:37: Das ist eine schöne Welt, in der wir uns bewegen und so schöne Produkte mit denen wir arbeiten können.
02:58:42: Ja, absolute Glückskinder!
02:58:44: Also kommt ja keiner drauf.
02:58:47: Kannst du dir auch nicht ausdenken?
02:58:48: Weil das ist ja oberflächlich betrachtet gar nicht, findet es ja nicht statt.
02:58:53: Man muss es erleben.
02:58:56: Aber was wir eben für Möglichkeiten haben, da kommt ja so schnell auch gar keiner darauf.
02:59:02: Und wo du eben Tukai gesagt hast ... Vorhin hast du mich mal gefragt, welche Lieblingsregion ich eigentlich habe.
02:59:10: Also da könnte mir jetzt die Liste nochmal aufmachen.
02:59:13: Tokai ist sicherlich auch eins dieser Punkte...
02:59:15: Ich war noch nie
02:59:15: da!
02:59:16: ...weil ich durfte schonmal dorthin und wir haben aber eben einfach aus der Familienhistorie so viele uralte Tokair also noch sechs Buttige, die es ja gar nicht mehr gibt und Essenzjahren solche Sachen Und bis ich das verstanden habe, wie es überhaupt funktioniert.
02:59:39: Das ist das Faszinierende an der Beziehung.
02:59:42: Er hat gemerkt, dass sich das auf dem Papier schwierig finde und dann hat er mich eben eingepackt und dann sind wir dahin.
02:59:49: also... Ach herrlich!
02:59:50: Es ist gelebtes Leben und das ist das was es so schön macht und was wir immer nur wieder weitergeben können auch an unsere Kinder schon an die Enkelkinder.
03:00:04: Also es ist total verrückt, man erlebt dieses ... Manche werden ja so ungerner alt aber ich finde das so faszinierend dass sich das alles jetzt noch mal erleben darf.
03:00:18: diese Minimis weißt du?
03:00:19: Ich hab dafür keine Verantwortung mehr und kann die
03:00:22: total
03:00:23: verwöhnen Und ich freue mich schon mit denen auf Reisen zu gehen.
03:00:28: Die müssen dann natürlich leider wie unsere Kinder auch durch die ganzen Weinregionen, weil ... ist halt so.
03:00:36: Aber es ist ja auch in Europa viel zu entdecken.
03:00:39: Denke ich auch und wer soll's sonst vermitteln wenn nicht du?
03:00:42: Also eben auch grad mit deiner Erfahrung, mit deinem geliebten Leben positivsten aller Sinne oder eben auch deinen großen Wissen was du hast.
03:00:50: Gibt's irgendwelche davon abgesehen?
03:00:52: Ziele, Wünsche irgendwas was dir vorgenommen hast wo du sagst Das kann man von dir erwarten, so als abschließende Frage.
03:00:59: Du hast jetzt schon geschrieben?
03:01:02: Gespannt bleiben.
03:01:04: Neugierig bleiben und... Nein ich habe keine Bucketlist oder irgend sowas.
03:01:13: Ich hab das große Glück dass ich mir immer wieder neu überlegen darf was mich reizt.
03:01:20: Gibt noch ein paar Länder wo so ein bisschen viel theoretisches Wissen ist, aber noch kein erlebtes Leben.
03:01:29: Wo ich noch nicht in der Erde war mit meinen Fingerchen und wo ich glaube mal die Menschen dahinter wirklich nicht nur am Messestand sondern in ihrer Umgebung kennenlernen darf.
03:01:46: Ich glaube das ist so.
03:01:47: zum Abschluss ein Wort dass sich mich mal bedanken möchte an die gesamte Winzer Welt und auch Sommelierwelt.
03:01:57: Es ist ja unglaublich groß, aber dann doch unglaublich klein!
03:02:02: Und ich finde es so unwahrscheinlich toll, dass überall wo man anklopft, wo man hinkommt immer auf Freunde trifft, immer auf Menschen trifft die einen Herzlich Willkommen heißen, die einem alles zeigen wollen, die man essen und trinken kann die ihre Leidenschaft mit einem teilen.
03:02:22: und da sehe ich mich als Aufgabe oder für mich die Aufgabe, das wieder in die Welt zu tragen.
03:02:30: Und diese Dankbarkeit einfach ein Stück weit zurückzugeben an jedem der mir begegnet aber es will oder nicht.
03:02:38: Ich glaube dieses Danke ist längst überfällig.
03:02:56: Großartig über die deutschen Weinen, über die Entwicklung.
03:02:59: Über die Entwicklung letztlich auch des deutschen Küchenwunders dass ich damals ein neuer Neunziger genauso miterfahren habe wie du es berichtet
03:03:06: hast
03:03:07: Das Köche in den Achtzigern eben nach Frankreich gefahren sind auf die Märkte und die Restaurants sich gebildet haben.
03:03:12: Und kürzlich das hab' ich vergessen zu berichten war ich da ganz dicht wieder dran Denn in Dresden gibt es die Slup Es gibt das kulinarische Archiv!
03:03:22: Und dort gibt es unglaublich
03:03:24: viele Kochbücher
03:03:25: Und das Interessante ist für jeden zugänglich.
03:03:28: Also jeder von euch kann einfach nach Tresen fahren, kann dort in die Universitätsbibliothek gehen und kann sich durchs kulinarische Archiv durchkämpfen,
03:03:35: stöbern...
03:03:36: Kochbücher sehen, die man sonst niemals gesehen hat, die Man sich nicht leisten könnte sind dort frei verfügbar.
03:03:43: also als ganz große Empfehlung!
03:03:45: Und ich war dem deutschen Küchenwunder so nahe weil vor drei oder vier Jahren wo dieses Kulinarischer Archiv eröffnet Und alle großen Köche der Siebziger, Achtziger und Neunziger Jahren Deutschlands waren da.
03:03:55: Ich hab Eiermann, Ob Winkler, Op.
03:03:58: Schönberger, Op.
03:03:59: Kaufmann, you name it!
03:04:01: Und diese haben zum Großteil ihre Kochbücher
03:04:04: dort
03:04:04: sozusagen zur Verfügung gestellt.
03:04:06: Also große Empfehlung wenn ihr mal in Dresden seid.
03:04:09: kulinarisches Archiv... ...und es ist auch gerne eine Reise wert.
03:04:12: also nicht nur Dresen sondern auch das Kulinarische Archiv.
03:04:15: Und danke, liebe Elke!
03:04:16: Du
03:04:16: hast
03:04:17: mich zurück in diese Zeit gebracht.
03:04:18: Danke für diese tollen Geschichten und dafür die vielen Wahrheiten, die du zum Besten gegeben hast.
03:04:23: Diese vielen sehr wertvollen Gedanken einfach für
03:04:26: deine Erfahrung.
03:04:27: Toll, dass du unsere Gäste warst – was für eine Bereicherung.
03:04:30: Und auch ein großes Dankeschön an die Schlumberger Gruppe.
03:04:33: Dafür, dass sie dieses Projekt begleiten.
03:04:35: Dass Sie uns unterstützen, dass Sie an unserer Seite sind.
03:04:37: Unsere Schlumbergagruppe gehören für die professionellen Beineinkäufer das Haupthaus Schlumberger dann segnest Konzio Vini für italienische Weine und für Privatkunden gibt es das Privat-Kunden-Portal online Bremer WeinCollec.
03:04:52: Unter bremaminusweincollek.de
03:04:54: fließt
03:04:54: so all die Weine, die ich hier immer erkläre oder die ich versuche, exponiert darzustellen Und dass auch so ausschweifen werde.
03:05:01: ich wirklich davon überzeugt bin.
03:05:02: Ich mag die Weinen sehr.
03:05:03: Es ist eine großartige Ausweisung Teilweise Die besten Weine weltweit, die man zu kaufen bekommt wie man probieren kann die man teilweise auch probiert haben sollte.
03:05:12: Und die Links zu den
03:05:13: Weinen findest du auch jeweils, ich sag's auch mal dazu neuer Ding in
03:05:16: den Show-Notes.
03:05:17: Also danke lieber Elke, danke liebe Schlumbergergruppe und auch dir Danke fürs Zuhören!
03:05:23: Ist man wieder eine etwas längere Folge geworden?
03:05:25: Das finde ich schön weil diese Geschichten bekommst du sonst nirgends zugreifen... ...und schön dass sich Elke die Zeit genommen hat.
03:05:31: also auch danke dir das du dir dreieinhalb Stunden die Zeitgenommen hast dich
03:05:35: in die
03:05:35: deutsche Gastronomie Geschichte einzuhören.
03:05:38: Und dank euch und dank Schlumberga kann ich sagen Nach dem Podcast ist vor dem Podcast, nach dem Freitag ist vor den Freitagen.
03:05:44: Und nach Elke Schmidt
03:05:46: haben wir eine komplett andere Generation
03:05:48: Sommerjahre zu Gast
03:05:49: was nicht heißen soll dass sie wein weniger leidenschaftlich
03:05:52: nur anders liebt.
03:05:53: Wir reisen nach Stuttgart dort es einen der
03:05:56: kultigsten
03:05:57: Weinbars Deutschland.
03:05:59: Der Name kurz
03:05:59: Kabi
03:06:00: und dort treffe ich Sie.
03:06:02: freue mich sehr auf die kommende Woche
03:06:03: und auf Gabriele Predacz!
03:06:18: Moin aus Bremen.
03:06:19: Ich bin Janis Bartsch in Haber Sommelier in Barrick Winehouse, in der Überseestadt in Bremen.
03:06:25: Elke Schmidt ist wahrscheinlich meine längste sommelierische Wegbegleiterin und eine unglaublich enge Freundin.
03:06:31: Sie hat das Berieg von vornherein mit geprägt und mitgestaltet Und mich vor allem auch als Sommelier geprägte in sehr jungen Jahren.
03:06:38: Wir werden bei ganz ganz vielen Events für ein Mutter-Sohnpark gehalten und korreieren es nicht unbedingt immer aber es bereitet uns unglaublich viel Freude.
03:06:48: Was ich von Elke in den ganzen Jahren lernen durfte, ist vor allem Leute Weintrinken zu lassen und nicht den Kopf darüber zu verlieren dass Wein eine Wissenschaft wird sondern Wein in jedem Moment zu genießen.
03:06:59: Und das mit jeder Runde dazu immer tolle Geschichten zu haben und die Expertise nicht ständig raushängen zu lassen Sondern vielleicht auch manchmal einfach Wein-Weinen sein zu
03:07:08: lassen.
03:07:09: Und Elke kann das besser als wahrscheinlich jede andere, die ich bis jetzt kennengelernt habe auch in unserem Team interpretiert, wo sie ab und an Mal-Gastgeberin mit ist.
03:07:20: Und wir uns alle sehr, sehr freuen, mit ihr zusammenzuarbeiten weil sie jeden mit ihren Geschichten und ihren Erlebnissen beeindrucken kann und einen so unglaublich tollen Umgang mit Gästen pflegt der manchmal sehr direkt ist und trotzdem wissen alle dass er als Leidenschaft passiert.
03:07:35: also Elke für mich eine der größten Wegbegleiterinnen.
03:07:39: ich bin unglaublich dankbar für die Zeit mit ihr und ich hoffe ihr konntet sich heute ein wenig besser kennenlernen.