Die interessantesten Weinkellner unserer Zeit
00:00:00: Herzlich Willkommen zu Sommi, die interessantesten Weinkellner unserer Zeit.
00:00:05: Aber mein persönlicher Zugangsweg geht vielleicht zuerst über ein Verstand oder die Sinnlichkeit, die man beim Weingenuss erleben kann versuche ich dann trotzdem mit den Mitteln des Verstandes zu interpretieren.
00:00:22: Ich glaube so muss man die Idee hinter dem Weinverstand erfassen.
00:00:29: Unser heutiger Gast ist Ulrich Sauter.
00:00:59: verstärkt, dass man immer wieder solche Überraschungen erlebt und auch wirklich völlig neue Dimensionen im Glas findet.
00:01:10: Er hat mir aber durch seine ganze Berufsauffassung ganz tief einen Eindruck gemacht sehr freundlich, sehr zugewandt kleine Hinweise geben hat verstanden, dass wir vielleicht lieber eine Flasche durchdrinken über drei Gänge.
00:01:42: Wir kamen dann so im Austausch darauf, dass vielleicht ein Hermitage Blanc von Jean-Louis Chavre das Mittel der Wahl sei und ich sagte dann, ich würde gerne den reiferen Jahrgang.
00:01:57: wie ist er?
00:01:58: Und dann hat er gesagt Also ehrlich gesagt, nehmen Sie lieber nicht den Dreizehner.
00:02:04: Nehmen sie den Sechzehner!
00:02:08: Es war wirklich so eine ganz gegenseitige Anerkennung, dass man einfach das Beste will und dass man am Wein an sich große Freude hat.
00:02:24: getragener Austausch.
00:02:25: Das fand ich im höchsten Maß beeindruckend.
00:02:28: Daher ist die Sommelier ein sehr wichtiger Reiseleiter durch den Abend, weil ich natürlich auch vieles nur aus der Theorie kenne was auf der Karte steht und wo die spannenden Mariagen sind.
00:02:52: Das kann man ja in der Papierform nicht ansehen Natürlich schon einfällt ist das die Zeit, in der ich dann mit dem ersten Geld aus den Ferienjobs mir dann mal mit einem Freund zusammen eine Flasche Latour gekauft habe oder so.
00:03:17: Das waren schon Augenöffner was Wein sein kann wie Unleckert, das auf eine gewisse Art ist.
00:03:27: Sondern wie herausfordernd und wie viel Gerbstoff überhaupt zu mir zrenn kamen kann.
00:03:33: Das waren Leo Villascas oder auch die Finesse eines Chevrolet Blancs.
00:03:44: Das war ne Zeit wo es sehr viele Aha-Erlebnisse gab.
00:03:51: Ja, an die denke ich natürlich schon oft zurück.
00:03:55: Die Winzerinnen und Winzer sind ja die allermeisten sehr bereit auch ihr Wissen zu teilen und sie erzählen auch Dinge mit einer großen Authentizität und mit einer grossen Glaubwürdigkeit, die mir wieder helfen das zu verstehen was wir hier fernab der Weinberge im Glas wiederfinden.
00:04:18: solche Solche Ah-Erlebnisse gibt es zum Glück immer noch, auch mit einer gewissen Regelmäßigkeit.
00:04:27: Wenn Weine dann vielleicht aus der Balance sind, ist es halt so.
00:04:31: aber man hat das Experiment gemacht und was dabei gelernt.
00:04:34: In Deutschland findet man kaum Sommeliers jenseits des vierzigsten Lebensjahres oder in der Gastronomie.
00:04:44: Der Sommelier von dem Gespräche war sicher Eher in meinem Alter, also um die Sechzig hatte aber wirklich eine Ausstrahlung der Würde und einer profunden Kompetenz sowohl fachlichen Art als auch der Kommunikationen und des Umgangs mit Gästen.
00:05:13: Das fand ich einfach wow!
00:05:15: Ja, bei den Premiers aus Bordeaux ist ja die bittere Wendung, dass sie eigentlich heute nicht mehr bezahlbar sind.
00:05:25: Auch nicht wenn man zusammenlegt und auch nicht, wenn man besser verdient als nur mit einem studentischen Aushilfslohn oder so.
00:05:37: Ich glaube beides ist richtig... ich muss jetzt an eines denken Ich versuche auch immer seit Jahren weine Quantitativ zu erfassen, indem ich für sensorische Merkmale Zahlenwerte vergebe.
00:05:55: Die Quasi die Intensität der Wahrnehmung wiedergeben und das hört sich unglaublich verkopft an.
00:06:01: aber es ist genau das Gegenteil weil diese Zahlen die man dann hinschreibt sind eben oft wie du sagst auch komplett intuitiv ohne Überlegung.
00:06:12: Die werden spontan da in die Excel-Datei geschrieben und man bekommt sozusagen auf dem Verstand des geleiteten Weg, bekommt man ein ziemlich spannendes Abbild dessen was einem die Intuition auch an Wahrnehmungen und an intuitiven Verständnissen gegeben hat.
00:06:36: Es gibt natürlich auch kleine Karten wo man sieht, dass es aus einer oder zwei Quellen kommt.
00:06:48: Ich will das auch nicht kritisieren.
00:06:50: die Betriebe müssen ja auch irgendwie ihren ökonomischen Weg finden und für manche ist natürlich auch das Thema Wein jetzt nicht der allerhöchste hat nicht die Priorität, die wir uns so wünschen würden.
00:07:07: Aber es gibt natürlich auch schon kleine Karten, bei denen man sieht das ist handverlesen und ganz intelligent gemacht.
00:07:17: Und das hat mich so in den Bann gezogen dass dann irgendwann das Taschengeld im zweites Buch floss und irgendwann nicht mehr nur in Bücher sondern auch tatsächlich in Flaschen.
00:07:31: Die Trends, eigentlich kann man sich die Frage gar nicht stellen ob man sie braucht oder nicht weil sie sich von selbst ergeben.
00:07:39: Das war in Gesprächen von den Siebzigerjahren.
00:07:42: das war die Zeit in der ich bin am Bodensee groß geworden auf der badischen Seite und da gab es natürlich sehr viele Auslesen- und Bärenauslesen aus badischen Winzergenossenschaften.
00:07:59: Das waren so die ersten Weine, die bei mir im Keller lagen und auf die ich natürlich mit zwölf oder so stolz war wie Bolle.
00:08:10: Die sich danach dann aber auch als eine gewisse Enttäuschung rausgestellt haben, als ich zum ersten Mal was probiert habe.
00:08:19: Und zu den Trends gehört natürlich auch dazu dass sie in Übertreibungen führen.
00:08:25: Und das komplette Gespräch findest du morgen bei Sommelier, die interessantesten Weinkeller unserer Zeit auf dieser Plattform oder überall wo es Podcast gibt.
00:08:34: Mich interessiert eigentlich fast mehr als die fachliche Beratung dann auch welchen Blick die oder derjenige auf die einzelnen Weine hat und auf die Gerichte.
00:08:48: Das ist vielleicht eine professionelle Deformation aber Mich interessiert der Austausch und wieder das Verstehen dessen, was die oder derjenige als Leitmotiv hat bei der Auswahl der Weine.
00:09:06: Das interessiert mich eigentlich dann fast mehr als die konkrete
00:09:13: Auswahlen.".
00:09:14: Diese Ausgabe sommer je!
00:09:15: Die interessantesten Weinkelle in unserer Zeit wird begleitet und unterstützt von Cream auf Kokonat, Kokotara im Weingut Markovic aus dem Kanuntum und dem Weingut Georg Breuer aus dem Rheingau.
00:09:26: So wie unserem Partner, der Schlumberger Gruppe!
00:09:29: Vielen lieben Dank!
00:09:30: Ja das sind die Weine vor allem, die mich älterlich werdet, dass du mehr begeistern, dass tatsächlich auch den Naturbedingungen dann auf so unaufgeregte Weise Ausdruck verliehen wird Das ist vielleicht schon am Ende des Herz der Weinkultur.