SOMMELIER

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Die interessantesten Weinkellner unserer Zeit

Transkript

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00:00:13: Ja, hallo hier spricht Jana Schellenberg ehemalige Sommerjahre in der Bülow wo ich auch den Max-Jone kennengelernt habe.

00:00:21: Habe dann anderthalb zwei

00:00:23: Jahre

00:00:24: beim Jens Pizonka an der Weinzentrale gearbeitet und bin jetzt bei Mario Patis als Sommerjähre tätig.

00:00:32: Und ich spreche gerne über den Max der Liebevolle der Yone genannt wird Frisch nach der Lehre zu uns gekommen ist.

00:00:41: Und ich kann mich noch total gut daran erinnern, wie er ganz frisch gekommen ist voll motiviert an der gehobenen Gastronomie und am Thema Wein ganz viel Interesse hatte und gebrannt hat für das Thema.

00:00:54: Mich gelöschert hat jeden Abend mit mir noch Weine verkostet hat und wir haben Blind-Testings gemacht.

00:01:01: Er hat ganz viele Fragen gestellt, ist mit mir zu ganz vielen Winzern gefahren und war bei jeder Weinleser dabei.

00:01:09: Das war auch für mich eine sehr schöne Zeit, weil sie auch mich gefordert hat und ich mit Max auch sehr viele tolle Weinmomente erleben durfte.

00:01:21: Ich finde es immer großartig mit einem jungen Menschen ein bisschen was mitzugeben weiter zu geben von der eigenen Philosophie und ich glaube dass er die auch sehr mochte und dann auch weitergeben konnte selber für sich und weiter leben.

00:01:36: Und ich erinnere mich noch, wir sind immer zur Proveien gefahren.

00:01:38: die ersten Jahre bei der Provein waren ganz großartig aber nach dem ersten Tag völlig geschafft fix und fertig, konnte nicht mehr und dann nach einem dritten Jahr war es andersherum.

00:01:50: da war ich dann geschafft nach dem dritten Tag und er war immer noch auf den Weg und immer noch irgendwo hin und noch was verkosten.

00:01:58: und das Schöne ist dass auch wenn er jetzt in Dresden Mal wieder, also er ist ja natürlich jetzt immer weltweit unterwegs gewesen.

00:02:05: Dass er immer wieder zurückkommt wie wir immer wieder zusammen toll Weine probieren können.

00:02:10: Weine auf der einen Seite verkosten natürlich fachlich aber auf der anderen Seite auch einfach trinken ein bisschen drüber quatschen können und das Ganze sehr unkompliziert.

00:02:20: Er isst auf der eine Seite ein

00:02:21: K.O.,

00:02:22: er ist mega witzig, er ist lustig und auf die andere Seite aber auch ein absoluter Perfektionist was ich auch immer wieder bewundere.

00:02:28: es muss alles genauso sein wie es eben für ihn zu sein muss.

00:02:33: Und ich finde er ist ein toller Mensch und ich bin sehr froh, dass ich ihm ein Stück seines Weges begleiten durfte und wünsche ihm auch alles Gute für seine weitere Zukunft, für seinen weiteren Weg, wo immer der ihn hinführt.

00:02:49: Ja, in diesem Sinne!

00:03:13: Herzlich

00:03:13: willkommen zu einer neuen Ausgabe von Sommi – die interessantesten Weikähner unserer Zeit.

00:03:19: Jana hat es gerade schlanggekündigt Max, Jonas unser heutiger Gast.

00:03:23: Und Max zeigt uns auf nahezu Beispiels lose Weise wie man Zommi wird, wie die einzelnen Stationen aussehen können, wie man so langsam in dieses Thema hinein wie man Wein liegen lernen kann.

00:03:34: Eine fundierte Ausbildung in Dresden dann die klassische Klaviatur bis hin zum drei-Sterne-Restaurant einen längeren Auslandsaufenthalt, dann idealerweise in die Lehre im Prinzip bei einem großen Zommie einer Zommihäre gehen um letztlich die erste eigene richtige Sommestelle anzunehmen.

00:03:51: All das durch Liefmax und Mr.

00:03:53: Zuckern wird uns gleich selber erzählen!

00:03:55: Und bevor wir ins Gespräch einsteigen, möchte ich mich ganz herzlich bei der Schlumberger-Gruppe mit den Handelshäusern Segnetz, Konzio Vini, Schlumberga und dem Privatkundenportal Bremer Weinkollekt dafür bedanken dass sie an unserer Seite sind, dass Sie uns begleiten, dass sie dieses Projekt unterstützen oder es schon seit über zwei Jahren bestehen kann.

00:04:13: Vielen Dank Ihnen Mister.

00:04:14: heute hier Herzlich willkommen, lieber Max Jone!

00:04:21: Eigentlich hast du ja eine richtige Bilderbuch-Karriere im klassischen Sinne.

00:04:24: Also du hast Kellner gelernt wenn man so möchte.

00:04:27: Dann hast Du als Kommissommee angestellt in verschiedenen sehr renommierten Häusern.

00:04:32: Du hattest extrem bekannte und wahnsinnig renommierte Sommies als Chefs, als Vorbilder, als Wegbereiter.

00:04:40: Hattest jetzt eine eigene Chefsommee Anstellung und bist jetzt im Prinzip in der Neuorientierung.

00:04:46: Geht es eigentlich besser?

00:04:47: Könntest du dir einen anderen Lebensweg, Berufsweg vorstellen oder bist du zufrieden mit dir selber?

00:04:52: Ich

00:04:53: bin mit... Also wenn ich jetzt quasi das Resümee mir anschaue oder was da so steht.

00:04:58: Das bin ich schon zufriedend damit.

00:05:02: Es gab natürlich Situationen also gerade durch diese Covid-Phase wo man dann Orte verlassen musste und wo man gerne geblieben wäre oder wieder hin wollte was natürlich durch neue Lebenssituationen jetzt nicht mehr so einfach ist.

00:05:22: Ist dir mal aufgefallen, dass Covid fast wie die Geburt Jesus ist?

00:05:28: Weil man sagt immer vor Covid oder nach Covid sowie im Prinzip vor Jesus Christus.

00:05:36: Für mich war halt damals das Belastende, dass eine größere Macht über mir steht... entschieden hat, dass ich das jetzt nicht mehr ausführen kann.

00:05:44: Worauf ich viele Jahre hingearbeitet habe?

00:05:47: Das war für mich die Problematik.

00:05:50: Ich glaube, wer dieser Zwischenfall nicht passiert wäre heute woanders.

00:05:55: aber grundlegend bin ich sehr zufrieden mit der Karriere, mit dem was da steht und mit dem, was sich überall mitnehmen konnte.

00:06:02: es war ja auch ein bisschen Potpourri Es waren nicht immer diese Summleries, sondern auch Service und dann halt auch im privaten Segment gearbeitet, wo man einfach, sag ich mal so ein bisschen diese Butler-Tätigkeit nachgeht.

00:06:16: Lass uns das mal vielleicht aufdröseln wenn du behaust!

00:06:19: Ich finde es total spannend.

00:06:19: Auf jeden Fall.

00:06:20: Wo fing das bei dir an?

00:06:21: Wann hast du Kellner gelernt?

00:06:23: oder warum hast du Kellner gelernt?

00:06:25: Wanne hast du deinen ersten Weinkontakt gehabt?

00:06:27: Wannen hast du für dich selber... ... generiert, dass du sagst ich möchte mich nicht nur betrinken sondern möchte den Wein auch genießen.

00:06:34: Gab es da irgendwie einen Moment wo du deine Offenbarung hattest oder wie ging das bei dir los?

00:06:40: Also ich glaube die Passion oder diese Hingabe zum Wein oder dass man überhaupt irgendwo mal ein Feuer entstanden ist... Das ging relativ frühlos, da ich ja in Radeboil aufgewachsen bin Und da hat man quasi schon als Jugendlicher immer auf den Weinirnten mitgeholfen, unbewussterweise was da eigentlich vor sich geht.

00:07:03: Welche Winzer hattest du da?

00:07:04: Ich war damals beim Karl Friedrich aus.

00:07:06: als Jugendliche und dann war ich noch in der Mittelschule so als vierzehnjährige habe ich da im Fleischerkisten durch einen Weinberg gezogen.

00:07:18: Da war der Kontakt zu sein auf jeden Fall da und das war alles irgendwie interessant.

00:07:24: Das war dann ganz lange Adhaka gelegt, weil natürlich auch durch die Schule und später erst mal andere Sachen interessanter waren.

00:07:33: Und... Dann musste irgendwann eine Entscheidung getroffen werden, weil ich damals in einer Phase war kurz vor der Ausbildung wo mir eigentlich alles scheißegal war und lieber abends im Club war als Ja, wir haben dann eine Tätigkeit nachzugehen und da hat meine Mutter ein bisschen Druck gemacht und gesagt, du musst dich jetzt für irgendwas entscheiden.

00:07:56: Und da habe ich die Lehre zum Restaurantfachmann angetreten und eigentlich erst währenddessen gemerkt wie viel Spaß mir

00:08:06: macht.".

00:08:06: Also es war kein intrinsischer Wille der dich da angetrieben hatte ins Restaurant sondern das war dieses klassische Wenn nichts wird wird wird

00:08:14: Genau, genau.

00:08:15: Das ist relativ auf den Punkt

00:08:17: gepackt.

00:08:17: Schön die ganzen Klischees hier bestätigt.

00:08:21: Also

00:08:22: es war damals auch wichtig... also für mich meine Mutter wusste halt nie was wirken jetzt aus dem Jungen?

00:08:27: und ich dachte okay wenn ihr eine Ausbildung macht dann habe ich das mal Ruhe zuhause.

00:08:32: Und da ging's dann los.

00:08:35: Da wurde so ein bisschen die Idee geweckt Privatschule mehr oder weniger.

00:08:44: und dann hatten wir damals bei diesem Vorstellungsgespräch gesagt, dass man ja wenn man in der Gastronomie lernt.

00:08:52: Dass man weltweit arbeiten könnte das hat sich bei mir ein bisschen eingebrannt war mir relativ schnell klar, dass ich dem auch nachgehen möchte und habe es da noch umgesetzt.

00:09:03: Ich wollte natürlich nie sagen mal ungebildet in die Welt raus streunen, sondern ich wollte ja schon mir erst mal ein bisschen Wissen aneignen und Fähigkeiten.

00:09:14: Und ja, ich hatte damals einen Kollegen der in Kalifornien gearbeitet hatte und er hat mir davon erzählt und dann war dieser Gedanke eigentlich in mir gepflanzt.

00:09:26: Es hat ein paar Jahre gedauert bis es losging aber das war schon immer ein Ziel von mir.

00:09:31: Aber warum denn eines der besten Restaurants in Dresden?

00:09:33: Also, warum bist du da nicht zum Gasthof zum schmutzigen Löffel gegangen und hast gesagt okay einfach...

00:09:39: Und das ist

00:09:39: schon sehr aus erwählt.

00:09:41: Wenn du sagst, du warst eher der Clubgänger und hast eher Party und nicht wirklich Karriere uns hier orientiert und dann landest du im Restaurant wo man schon einen gewissen Grundstil pflegen muss!

00:09:52: Absolut.

00:09:52: also ich habe damals ist mir auch richtig die Muffe gegangen als ich dort angefangen hab als Komi.

00:09:57: Das war wo

00:09:59: Also die erste Station war es Carousels, Bülopalais.

00:10:04: Da dachte ich damals auch so... also da hatte ich auch richtig Schiss!

00:10:10: Mit der Hanna Schelmberg mit Herrn Kurtzner ja auch zwei wirklich sehr, sehr etablierte renommierte, auch funk-Businesskeiten, die schon mit sehr viel Herz aber trotzdem auch sehr viel Geradlinigkeit das Ganze in die Hand

00:10:24: haben.

00:10:24: Genau, also das Herz trifft es sehr gut.

00:10:27: Also der Herr Kutzner und die Jana waren immer sehr emotional und gute Chefs.

00:10:34: Die haben immer einen Auge gehabt für Leute, die, sag ich mal, Karriere orientiert waren und sind.

00:10:42: Darauf schaue ich sehr zurück und redet auch nur gut.

00:10:48: Ich bin heute noch mit Jana in Kontakt.

00:10:53: Ja, also die haben mir quasi auf die Beine geholfen.

00:10:55: Also ich habe ja mehr oder weniger in meinen Praktikumsbetriebe zu.

00:10:59: Lehrzeiten waren eher so Gastwirtschaft würde man sagen und... ...die haben dann das gesehen was ich mache und was kann und dann ging es gemeinsam los.

00:11:13: Genau!

00:11:13: Das war die ersten Schritte in der Sterne Gastronomie und das war natürlich damals hat sehr viel für mich bedeutet.

00:11:21: Umso mehr man da drin ist, umso mehr sieht man was halt noch geht.

00:11:27: Wie weit es geht und wie hoch's geht?

00:11:30: Hattest du damals schon einen Traum oder ein Ziel, wo du gesagt hast wenn ich irgendwann mal langer habe dann will ich ganz gerne mit

00:11:35: anderen... Wenn ich groß bin.

00:11:37: ja also mein Ziel war tatsächlich kurz nachdem sag ich mal so diese Welt der Spitzengastronomie entdeckt habe, nachdem sich der Nebel gelichtet hatte.

00:11:50: War eigentlich immer die Ostkürste USA und das hat ... Du hast

00:11:56: so weit gedacht dann gleich?

00:11:58: Nein nicht gleich!

00:11:59: Also erstmal wollte ich irgendwie aus einem Einsterner in den zwei oder drei Sternen.

00:12:05: Das war mein erstes Ziel.

00:12:08: Genau und dann stand eigentlich schon relativ schnell die USA auf dem Radar.

00:12:12: Das hat aber alles nicht gleich auf Anhieb.

00:12:15: Drei, vier Jahre gedauert bis das alles losging.

00:12:17: Das war ein sehr, sehr langer... Also für mich leidensweg aber es hat sich gelohnt.

00:12:23: Was kam nach dem Karussell?

00:12:26: Nach dem Karoussell ging's dann erst mal ins Aquan nach Wolfsburg.

00:12:30: Was ja ein schöner Sprung ist also von absolut drei.

00:12:32: Ist

00:12:34: die Welt

00:12:35: so eine andere?

00:12:35: Also warst du da mit einmal im Prinzip wieder ungelehrt.

00:12:38: oder ist es eigentlich nur dass die anderen sagen, das ist komplett anders Man hat eine Vorstellung an, also warst du gleich präsent oder musstest du nochmal neue Lehre machen?

00:12:50: Also ich war schon Präsent.

00:12:54: Aber wenn ich jetzt auf mein jüngeres Ich zurückschaue würde ich sagen, dass ich mich sehr schüchtern und zurückhaltend verhalten habe.

00:13:03: Also ich hab mich nicht so richtig aus der Reserve getraut weil dort war es schon sehr hohe Präzessionen und Genauigkeit am Tag zu legen.

00:13:10: Und da hat man natürlich auch ein bisschen sage ich mal Respekt gehabt, ob man das jetzt richtig oder falsch macht.

00:13:18: und vielleicht habe ich damals von mir selber gedacht.

00:13:20: Bevor es falsch macht, mache ich gar nicht.

00:13:22: Und das hat ein bisschen gedauert bis ich aus dieser Nische rausgekommen bin.

00:13:27: Genau.

00:13:29: Was ja auch

00:13:29: ein großes Kunststück ist dann von Führungspersönlichkeiten die du jetzt mittlerweile auch bist.

00:13:34: Die Leute anzufühlen den Talent zu erkennen und das herauszuarbeiten.

00:13:39: also kann er mehr oder weniger nicht vom jungen Menschen erwarten dass der sofort aufblüht, sondern muss gefördert werden.

00:13:47: Absolut hundert Prozent!

00:13:48: Also die ... das sollte eine Fähigkeit sein von jemandem, der, sag ich mal, anführungsstrichen was zu sagen hat in einem Restaurant wo ja die Sommelis auch ganz klar dazugehören.

00:13:59: Unbedingt!

00:14:01: Dass man da auch ...

00:14:02: Ganz

00:14:04: genau!

00:14:04: Mit Ihnen

00:14:04: aber das Reichen bitte?

00:14:06: Hundert Prozent, hundeprozent.

00:14:08: Das ist da natürlich ein bisschen oft die... Ja den den also nicht jeder zwanzigjährige ist gleich.

00:14:17: Also nur weil man denkt okay der kommt hat vielleicht ein Abi gemacht macht jetzt seine Lehre, dass man dann automatisch denke das er schon viel weiter oder schneller ist als man muss ja schon rücksicht auf die Emotionen nehmen und auf die wie die Person halt ist und das dann rausarbeiten.

00:14:31: also nicht jede der da sag ich mal in der Gastronomie seiner Lehrer Anfängt wird später mal ein FnB-Manager sein oder in hoch dekorierter Sommelier.

00:14:43: Und warst du als wenn dort im Drei Sterne angefangen hast, hattest du da schon im Prinzip einen Weineninteresse geprägt von mehr oder weniger nach Heimat?

00:14:51: Oder derzeit im Karussell?

00:14:55: War das dann noch total...

00:14:58: Das auf jeden Fall!

00:15:00: Als das Weininteresse war zu dem Zeitpunkt schon da.

00:15:02: Auf jeden Fall, hundert Prozent das Wort da.

00:15:04: Aber

00:15:05: noch keine freien Befugnis.

00:15:06: also du warst da noch nicht?

00:15:08: Im Karussell bin ich ja gegangen... Also ich bin dann gekommen als Komi und gegangen als Chefterer in Komi-Sommelier unter der Jana quasi Und da... Also Jana hat mir da schon... Also sie hat mir sehr viel beigebracht aber auch Freiheiten gelassen.

00:15:26: Ich konnte das schon oder auch meine eigene Ideen mit einbringen.

00:15:30: Das ging schon Natürlich in einem Rahmen, was damals meine Kompetenzen zugelassen haben.

00:15:36: Und die mit dem Gedanken ... Damals dachte ich, okay, bevor ich jetzt hier die Wein-Karriere einschlage, vielleicht noch mal einen Servicefeinschliff verpassen und hab dann ja im Aqua auch als Chefdrawer gearbeitet und nicht als Kommisommelier.

00:15:54: Genau!

00:15:55: Und war aber mit dem mit dem sommerli damals ausm.

00:15:59: aqua auch immer sehr gut, auch im privaten.

00:16:01: Wie

00:16:01: war das damals?

00:16:02: Und das war Marcel Runge damals genau und wir haben dann natürlich auch immer austauscht gehabt.

00:16:11: Wir haben nach einem ganz klar so weiß Natürlich nach dem service Sachen probiert und zum samstagabend halt auch mal was getrunken gemeinsam Ganz klar also dass ist Erzähl ich jetzt kein Geheimnis.

00:16:24: Gehört

00:16:24: auch dazufindig.

00:16:25: und diese Samstagsabende, also ich hab viele Restaurants erlebt wo man dann zusammensitzt das ist ein solches Teambuilding wenn man redet anders man entspannt natürlich auch durch den Alkohol der ganzen Stress fällt runter.

00:16:38: Das ist so'n Gastroding was ich ganz großartig finde was andere Branchen einfach haben sollten Wenn man dort zeitlos ist und wenn man dort ganz anders miteinander umgeht noch man näher kommt Und daher heraus glaube ich entstehen noch viele Verbindung die man über Jahrzehnte danach hat.

00:16:52: Ja, das auf jeden Fall.

00:16:53: Die Gastronomie ist ja schon manchmal ein bisschen wie ein Einhorn, dass man in hitzigen Servicemomenten Stirn an Stürm steht und dann fällt die Tür ins Schloss der letzte Gast raus und dann atmet man auf und sagt okay jetzt trinken wir erstmal was Bricklendes und dann geben uns wieder die Hand.

00:17:16: dann redet man halt normal miteinander Kann man da drüber hinwegschauen?

00:17:21: Man werdet manchmal, also so hatten wir es zumindest immer die Tische den Abend aus.

00:17:25: Man redet über Situationen und man arbeitet somit wenig auf.

00:17:30: Und das finde ich ist auch so Gastro-Eigen dass man das nicht irgendwie mit nach Hause nimmt sondern dass man's untereinander klärt.

00:17:37: Das ist vielleicht auch dem Wein geschuldet, dass man da halt auch ein bisschen... Dass man das alles relaxant dann hat Das ist die Stimmung zum samstagabend ein bisschen entspannt.

00:17:51: Also ich glaube nicht, dass jetzt der Kasierer vom Edeka dann mit seinem Kollegen noch im Lager steht und bierchen denkt...

00:17:58: Du weißt, wie viele Kassiere alles machen?

00:18:00: Ich weiß es tatsächlich nicht, das war einfach nur ein Beispiel.

00:18:04: Wer weiß, wer weiß was die noch machen.

00:18:08: Aber es ist auf jeden Fall schon eine Kommunikation.

00:18:13: Genau.

00:18:15: Wir sind schon in einer Branche, wo viel während und nach und vor der Arbeit gesprochen wird.

00:18:21: Man kennt es ja, dass im Restaurant der Freundeskreise meistens auch größtenteils aus dem Collegium besteht weil wir als Gastronomen viel auf Wand schafft sind.

00:18:34: Man bleibt nicht konzeptionell immer in der Heimat.

00:18:37: Und wohin bist du dann nach dem Aqua gewandert?

00:18:38: Als du gerade vom Wanderung geredest?

00:18:40: Nach dem Aqua ging's erst mal wieder zurück In die Heimat.

00:18:45: tatsächlich, da war ich dann beim Bienen Beluga, will das Sorgen frei.

00:18:52: Dann noch mal einen ganz kurzen Abstechern in die Bühne und dann ging es... Das waren jetzt keine Schlüsse um zweieinhalb drei Jahre wo ich schon in der Heimat war auch als sag ich mal so ein anführendes Kommisommelier obwohl das ein bisschen untertrieben wäre also eher so Stellvertretung.

00:19:12: Dann ging es schon weiter Richtung Ausland.

00:19:16: Genau, das hat mit unseren Fingernegeln gegrabbelt.

00:19:20: Wie lange war's denn dort?

00:19:21: Das war also ein Jahr in Kalifornien und dann war ich noch einen Jahr in der Karibik.

00:19:29: Das ist schrecklich!

00:19:31: Ja, so wie sagt er...

00:19:32: Was war Prägen da?

00:19:33: War die Kalifornie prägen oder die Karibika?

00:19:36: Das sind zwei völlig unterschiedliche Hausnummer.

00:19:40: also in Kalifornien war das ja dieser sage ich mein High End Top Shelf Betrieb, wo wir auf allerhöchsten Ebene diesen Kurwärtsaal serviert haben am Abend.

00:19:55: Und in der Karibik war es ein privater Haushalt und das waren völlig unterschiedlich zu werden.

00:20:04: Ich würde sagen, das waren schon Stationen die für mich beide prägend waren.

00:20:10: Vom Lernfaktor her wo ich am meisten mitgenommen habe war definitiv Kalifornien.

00:20:16: also das waren die.

00:20:17: legen wir schon sehr viel Wert auf.

00:20:19: Weiterbildung von ihrem Collegium.

00:20:22: Aber auch so die Taktung, die Professionalität Die Abfolge dass es eben Runner gibt auf der einen Seite, Server gibt auf anderen Seite Hierarchin, die fand ich damals zumindest richtig krass gelebt werden.

00:20:33: Auch dass man ganz klar merkt, das war für mich sehr prägend.

00:20:36: Dass man mit einmal der Ausländer ist.

00:20:38: Auf jeden Fall genau!

00:20:39: Man ist halt nicht der, deren Ton angibt.

00:20:43: Und man is zwar Europäer, da hat man nochmal ein anderes Standing als wer man Mexikaner oder als wenn man Urtebrikaner oder was auch immer.

00:20:50: Ja.

00:20:51: Man genießt dadurch eine andere Anerkennung aber trotzdem... ...ist man in der Hierarchie ziemlich weit unten und muss sich das auch langsam erst erarbeiten?

00:20:59: Genau das war auf jeden Fall auch einen sehr Schweiß treibende Angelegenheit, sich dort ein Standing zu verschaffen.

00:21:08: Also klar es waren sage ich mal in Betrieb die Europa schon als Vorbild galt.

00:21:16: aber das ist nicht automatisch dass man da hinten Himmel gehoben wird was ich auch nie verlangen würde oder nie wollen würde.

00:21:24: Dass man jetzt sagt automatisch nur weil wir eine Lehre in Deutschland oder im europäischen Raum hatten dass man jetzt automatisch da der Überflieger ist.

00:21:37: Genau, dann musste man sich schon Sachen erkämpfen.

00:21:41: Obwohl das war teilweise auch mit Blutschweißen Tränen verbunden.

00:21:47: Kann ich

00:21:48: auch also Elmbogen wird dort komplett neu definiert?

00:21:50: Also hat hundert Prozent gemacht ja!

00:21:52: Wo war das denn bei dir?

00:21:55: Das war ein Southgate vom Josemti National Park.

00:21:58: Das

00:21:58: war eine klassische

00:21:59: Relais-Châteauhaus.

00:22:00: Ja, das ist eine Leonschadtoche verbindet uns.

00:22:03: Ich war in der Blüte, da waren noch alles am Aufblühen, egal ob es Snapper war, was damals noch nicht so pristisch-strächtig war oder die Einzelbeimorgebiete einer Central Coast und

00:22:23: viele

00:22:23: Dinge waren ... ... waren noch nicht so etabliert, auch die ganzen Bewertungen und so weiter.

00:22:29: Das war noch alles... ... noch nicht ganz so weit wie es jetzt ist, noch nicht überprofessionalisiert.

00:22:36: Und wir hatten damals eine... ... ein ganz interessante Weinkarte, ich glaube in fünfzehundert Positionen.

00:22:42: Zwar Österreich-Kalifornien hauptsächlich, ein bisschen freundreich.

00:22:45: Es waren österreichische Chefinn, die wir hatten aus Wien.

00:22:49: Und dadurch fiel das mir... ... relativ einfach, auch mit meinem stark deutschen Akzent dort zu reden.

00:22:54: Also das war ein Geschenk in dem Sinne.

00:22:57: so kam ich da mehr oder weniger hin und ja eigentlich wollte ich auch... also dort bleibe.

00:23:02: ich fand es sehr interessant und fand es auch interessant welche Möglichkeiten man dort hatte.

00:23:05: aber ich habe ein gutes Angebot aus Deutschland bekommen.

00:23:07: deswegen bin ich dann wieder zurückgegangen.

00:23:10: Ja gut die, also das Finanzielle macht natürlich sehr viel Sinn in Kalifornien.

00:23:14: Das war natürlich damals auch ein, ja war halt genial.

00:23:18: Was hast du verdient?

00:23:21: Also wir haben, also ein Paycheck gab's um alle zwei Wochen und das waren ungefähr... ...fünftausend bis sechstausend Dollar.

00:23:28: Alle zwei Wochen!

00:23:30: Wir haben damals, da sieht man auch so'n bisschen wie es sich verändert, wir hatten... ...von zwanzig Jahre zuvor mehr oder weniger als zwanziger Jahre zu vor tausend Dollar?

00:23:39: Als Salary im Monat?

00:23:41: Und haben dann aber noch zweitausend dollar Tipp bekommen?

00:23:44: Genau, also da war jetzt bei mir schon das Tipp mit eingerechnet weil wir haben das mit dem Paycheck immer überwiesen bekommen.

00:23:49: Okay, wir haben das so auf die Hand bekommen.

00:23:52: Das wurde damals auch ... Ich weiß gar nicht ob das offiziell oder inoffiziell war.

00:23:55: Wir haben es nicht versteuert.

00:23:58: Also als Ausländer haben wir das... Man muss es nicht, man sollte es machen.

00:24:06: Wenn man an die USA wiederverlässene Steuererklärung macht und dann kriegt man die Steuern zurück quasi.

00:24:12: Damals war bei uns noch alles günstiger.

00:24:13: Wir hatten einen drei Etagen Einfamilienhaus mit ... acht Zimmern und drei Bädern für ... ... achtener Dollar.

00:24:21: Also, wir konnten da ganz gut leben so als ...

00:24:24: Ja okay das ist ja eine Traumwelt!

00:24:26: Naja

00:24:26: es war wirklich schön also... Wir konnten wirklich auch sehr sehr gut leben.

00:24:30: Das hat sich ja alles sehr verändert.

00:24:31: Wenn man jetzt teilweise hört dass halt selbst ein Kellner irgendwie zwischen ... ... fünfzig und hunderttausend Dollar verdient aber natürlich eben die gesamte Grundkosten so enorm sind.

00:24:42: Jaja das ist Wahnsinn.

00:24:44: ich habe damals Also wir hatten ein Haus auch gemietet in San Francisco.

00:24:50: Und ich hatte in diesem Haus einen Zimmer, das war ... Ich würd sagen was wird denn das gehabt haben?

00:24:55: Zwölf Quadratmeter und es waren halt tausend dreihundert Dollar Mieter.

00:24:59: Was für Silphilis-Cisco aber noch geht!

00:25:00: Das geht also.

00:25:01: ich habe auch am Stadtrand gelebt, wenn ich die ... Wenn ich den Stein Richtung Westen geworfen hab dann ist er im Pazifik gelandet und wenn ich den Richtung Süden geworfe, dann ist der quasi aus San Francisco rausgeflogen.

00:25:14: Also ich war wirklich Weit draußen.

00:25:16: Mein Mitleid

00:25:17: hält sich in Grenzen, aber es ist okay.

00:25:21: Es war eine schöne WG mit Köchen und auch Stommeljes und das war eine gute Zeit auf jeden Fall.

00:25:28: Sollte man auf alle Fälle machen.

00:25:29: also wenn ich irgendein Tipp für junge Kollegen habe ist es mindestens ein Jahr entweder... Irgendwie in Südafrika, in Kalifornien.

00:25:35: Unbedingt!

00:25:36: In Australien oder in Asien irgendwo.

00:25:39: also das mitnehmen es prägt so ungemein und wenn ich... Ich hatte ja auch einige Stationen hat im Prinzip vieles im Weinbereich durchgespielt aber für mich das prägendste waren immer die Auslandserfahrungen.

00:25:49: hier gab jetzt in Frankreich und dann dauern in Kalifordia.

00:25:54: Es wäre schade wenn man's nicht macht.

00:25:55: dich nur von der sprachlichen Prägung auf vom Mindset.

00:25:59: Man kommt zurück, man ist viel offengeistiger, viel flexibler in allem.

00:26:05: Gebe ich ja hundertprozent recht genau.

00:26:07: Dass man eben auch mit einmal einen neuen Führerschein machen muss wenn man das dann machen möchte und so weiter.

00:26:11: also die anderen diese Sachen Mit denen auch Leute die nach Deutschland kommen konfrontiert werden.

00:26:15: Also daher Riesenempfehlungen unbedingt ein Jahr aus Land.

00:26:17: Aber wie kommt man jetzt aus Kalifornien?

00:26:20: Im privaten Haushalt?

00:26:23: Das war ein riesen Zufall.

00:26:24: tatsächlich Ich bin Gott froh dass es passiert ist.

00:26:28: Ich habe Freunde in der Karibik, die dort leben und die hab ich besucht.

00:26:34: Und hatte mir quasi ein One-Way Ticket gebucht als ich wollte, bevor ich nach Hause fliege aus dem USA noch kurz in die Karibika zu meinen Freunden.

00:26:44: Hatte mir aber erst mal einen One-way Ticket gebucht und habe gesagt okay, ich bleibe jetzt erstmal zwei Wochen hier.

00:26:50: Dann war das der klassische Fall, ich kenne jemanden, der jemand kennt und da brauchte jemand von Service.

00:26:55: Und ich wusste gar nicht um was es da geht ob ich mich bei ihm mal vorstellen könnte.

00:26:59: Genau und da bin ich dahin auf immer standeste auf diesem Riesenanwesend und der Property Manager damals hat dann... Also erst mal sollte ich nur vor zwei Wochen aushelfen und der hat dann gesagt, Max, du bleibst jetzt da.

00:27:12: Und wir machen das gemeinsam weiter und dann ging es los!

00:27:14: Das war ein absoluter Zufall.

00:27:16: also... Ich habe mich da weder beworben noch aktiv drauf hingearbeitet.

00:27:19: Das war einfach ein ZufAll.

00:27:22: Und das ging so einfach ohne Wiese rundherum oder alles?

00:27:24: Oder durftest du in einer Öffentlichkeit nicht auftreten?

00:27:27: Ähm...

00:27:29: Also in der Karibik passieren viele Dinge die er... wahrscheinlich woanders nicht ganz so erklärbar sind.

00:27:43: Also es war ja so, dass ich in den auf dem amerikanischen Hoheitsgebiet gewohnt habe bei meinen Freunden und da war ich mit einem Tourismusvisum und gearbeitet hab' ich im britischen Hoheizgebiet und dann hatte ich eine Aufenthaltsgenehmigung Größenteils in Bar bekommen.

00:28:05: Genau, so um das... Da wissen alle was gemeint ist?

00:28:10: Ja genau, das war eine sehr gute Zeit und dann ging es halt weiter über zur Festanstaltung also wo man das quasi alles offiziell machen wollte und dann kam die Covid-Situation.

00:28:25: Und da wurdest du des Landes verwiesen.

00:28:26: oder warum war das für dich So ein krasser, so'n prägender Moment?

00:28:31: oder warum?

00:28:31: Genau

00:28:31: man wurde dann also man hat dann eine Nachricht bekommen quasi dass man als wurde ja alles geschlossen und diese das sind ja relativ kleine Gemeinden.

00:28:40: Also da hatte auch nicht so viele Leute es war ne kleine Insel der hat's drei tausende Einwohner gehabt Und Dann musste man oder sie ist halt es schließt alles und wenn du Quasi noch irgendwie runter willst dann machst bitte jetzt.

00:28:55: und es war dann so eine über Nachtaktion einfach.

00:28:57: Ich bin dann mit einem kleinen Sechs-Sitzerflugzeug nach Puerto Rico geflogen.

00:29:04: Genau, und von dort aus quasi über Nacht nach Frankfurt.

00:29:08: Wäre

00:29:08: es das denn oder?

00:29:09: Ja, das war so in ... Das hat sich so in achtundvierzig Stunden entschieden und dann ging's los.

00:29:16: Hast du da einen Sekunden nachgedacht oder war das einfach jetzt beim Machen funktionieren?

00:29:21: Genau, jetzt müssen wir erst mal nach Hause.

00:29:23: Ich habe dann natürlich auch viele Sachen dort gelassen, weil ich natürlich der Meinung war dass in drei vier Monaten bin ich wieder hier.

00:29:35: Man hat dann erst mal funktioniert mit einem Haufen Bargeld in der Tasche nach Deutschland eingereist.

00:29:47: Der konnte sich hier nicht ausgeben, war ja auch alles zu.

00:29:50: Ich hatte auch keine Zeit das Geld auszugeben.

00:29:52: Ich war in den XXV sieben da beschäftigt.

00:29:57: Das war schon ein bisschen kleiner Krimi wo es dann zurück nach Deutschland ging.

00:30:00: aber es muss sehr sein ich wäre sonst nie mehr weggekommen dort und hätte auch keine Arbeit gehabt.

00:30:05: dass bedeutet man hätte mir dann also Arbeitslos ohne Aufenthaltsgenehmigung.

00:30:11: das wär der Krimie geworden.

00:30:15: Da war es wahrscheinlich das vernünftigste, was du gemacht hast.

00:30:18: Also da warst du auf einer Insel und wolltest auch in Deutschland so ein bisschen Karibik finden?

00:30:21: Wolltest eine Insel erleben und bist nach Sylt gegangen?

00:30:25: Mehr oder weniger!

00:30:29: Das hat sich mir der Jana Schellenberg zu tun weil die ist ja sehr gut befreundet mit dem Johannes King und die zwei hatten telefoniert und der Johannes King hatte gesagt brauchen wir ein bisschen Hilfe auf der Insel, ob sie nicht jemand hätte oder wüsste.

00:30:46: Und Shelly wusste natürlich dass ich gerade ein bissel stecken geblieben bin, weil wir haben ja keine Anstellung gefunden zu... Was auch

00:30:54: so ein Gastrophänomen ist also das man wirklich viel über telefonieren und über Netzwerken und über machen und tun.

00:31:00: Also ich habe auch oft dass irgendwelche Leute anrufen fragen hasten, niemand kennt es nicht jemand und da geht's dabei nicht nur um die Runnershop sondern teilweise wirklich auch sehr hochdekorierte Sachen wo man absolut

00:31:09: Ja, also das Netzwerk ist schon wichtig.

00:31:11: Entziehung

00:31:11: ausspricht vermittelt und eigentlich seltene Bewerbungen schreibt sondern wenn man eine gewisse Verbindung hat eigentlich von einer Anstellung zur nächsten rutscht?

00:31:20: Genau!

00:31:20: Also wenn man das ja okay du wirst es natürlich am eigenen Leib gemerkt haben dass das natürlich irgendwann hört man auf Bewerbung zu schreiben Und entweder kennt man dann schon gewisse Kreise was ja auch Freundeskreise sein können Kollegenkreise oder Man wird dann empfohlen, wenn man zum Beispiel merkt okay ich hab jetzt hier einen Kollegen im Team der muss langsam mal los und man kennt das.

00:31:46: Dass man ein bisschen betriebsblind wird oder man merkt den Kollegen an dass sie etwas müde wären.

00:31:50: da sagt man hier kommen Kollege wie sieht es denn aus?

00:31:53: Geht er mal dahin?

00:31:54: ich kenne jemanden dort.

00:31:55: ein Kumpel von mir hat gerade sein Restaurant dort aufgemacht der braucht Unterstützung und so kommt die Verbindung zustande.

00:32:05: und so war das halt bei Johannes King und mir damals.

00:32:08: Wir hatten dann kurz telefoniert, er hat gefragt wann ich da sein könnte und dann habe ich gesagt naja also ich kann mich jetzt auf den Zug setzen.

00:32:16: Genau!

00:32:17: Ich bin

00:32:17: gerade von der Osterkaribik geflüchtet.

00:32:19: das ging in vier, acht und fünftig Stunden.

00:32:21: nach.

00:32:21: Sylt hab' ich schneller als du da.

00:32:25: Ja ich hab schon, ich hab da, ich glaub's war noch ein halbes Jahr an Dresden... Dann ist mir die Decke auf dem Kopf gefallen.

00:32:31: es war ja wirklich eine katastrophale... Das war völlig langweilig, man konnte wirklich nichts machen.

00:32:39: Und Sylt war da ja auch ein bisschen Pilotprojekt was das Ganze anging.

00:32:45: und dann hatte ich damals auch gesagt hier jetzt bleiben wir alle mal ganz ruhig Ich bin bloß in zwei Monate da weil ich GAE zurück in die Karibik und da sind fast drei Jahre draus geworden.

00:32:59: Also hat ja alles funktioniert.

00:33:01: Super, also von deinem Pleben.

00:33:03: Genau!

00:33:03: Und wenn du aber dann dort drei Jahre bleibst?

00:33:06: Was war der Grund denn dafür, dass du drei Jahre geblieben bist?

00:33:09: War es jemand wie Bärbel zum Beispiel die dich ja glaube ich auch sehr geprägt hat?

00:33:12: oder ihr habt sie sehr stark interagiert?

00:33:14: Ja.

00:33:14: War das Haus selber?

00:33:15: War's die Insel?

00:33:16: War was die Weinauswahl?

00:33:17: Waren's die Gäste?

00:33:18: Was hält ein in deinem jungen Alter, der die große weite Welt gesehen hat eigentlich andere Pläne hat auf so einer... ... zwanzig mal dreißig Quadratmeter...?

00:33:26: Das habe ich mich auch ganz oft gefragt.

00:33:31: Das habe ich mich auch ganz oft gefragt, weil ich persönlich gar

00:33:35: nicht so.

00:33:37: Ja gut also das ist natürlich der Ruf ist auf jeden Fall bestätigt, dass auf Sylt das ein oder andere Tröpfchen fließt nach Feierabend, das ist ganz klar.

00:33:49: Was hat mich gehalten?

00:33:50: Also grundlegend... habe ich dann.

00:33:54: also.

00:33:54: für mich war es ein Zwischenschritt um quasi wieder sage ich mal meinen alten sachen nachzugehen und ist dann irgendwann sich raus kristallisiert hat dass wir das jetzt doch nie alles in zwei drei monaten hinter uns gebracht haben sondern dass das eine längere situation wird.

00:34:07: Und dann hab ich dort natürlich auch schnell anschluss gefunden freunde gefunden, Ja, der Johannes King war da auch sehr sehr unterstützend in dieser ganzen Covid-Zeit.

00:34:21: Der hat es ja wirklich hervorragend um seine Angestellten gekümmert und das war dann für mich klar... Da habe ich gemerkt, okay, ich fühle mich erbohlt!

00:34:32: Ich kann sehr viel lernen also unter der Bärbel natürlich.

00:34:37: Das ist ja mehr als ein wandelndes Lexikon.

00:34:40: der Johannes selber mit seinem Charme einfach dir Stichwort Portwein, das muss einfach fallen im Zusammenhang mit Johannes King.

00:34:49: Das ist spätestens wenn du da bist bis du danach schwerst abhängig von solchen Sachen und genau das passiert einfach mit dir.

00:34:59: Da gibt es keinen Weg dran vorbei.

00:35:03: Dann habe ich so gesagt, dass man ein bisschen eine alternativere Szene gefunden.

00:35:08: Also nicht nur das Schnößelige auf der Insel was ist nie so meine Welt ist.

00:35:13: Sondern hab da gemerkt, dass es auch eine alternativer individuellen Szene gibt mit denen ich mich dann häufig getroffen hab.

00:35:20: Ja gut, dann macht man da ne WG auf und bleibt man einfach so ein bissel.

00:35:45: Ich weiß!

00:35:46: Es scheint zum Verzweifeln schlechte Nachrichten, wo man hinschaut.

00:35:50: Und doch am südlichen gerade sich steht ein kleiner Betrieb der einfach nur Wein macht als wäre es die vernünftigste Antwort auf den ganzen Wahnsinn.

00:35:59: Acienda agricola caivacina oder besser de la lac lucana?

00:36:03: Es ist einer dieser Weiner diese wunderbar selbstverständlich sind wie einen alter bekannter der dir ohne großen worte auf die Schulter fest und sagt Trink mich du nach.

00:36:12: das Leben ist kurz genug Und die Pioner-Familie machte schon seit dem frühen zwanzigsten Jahrhundert also nicht erst seitdem Lugana halb wurde.

00:36:20: Luciano Piona, der Großvater hatte in den neunzehnhunderte Jahren erste Reben gekauft, hatte in nineteen hundert vierzig die Kellerei zusammen mit einer Brennerei für Treszer gebaut, die übrigens bis nineteen sechzig produzierte und war ein richtig außergewöhnlicher Mann hat eine Lederfabrik, eine Operleidenschaft und den Hang zum Segen der ihn über den Atlantik trieb Also typischer Norditaliener.

00:36:46: Hat im Nehmen, war ich im Herzen wenn's ums Land geht und Kavalkina ist ein Nord-Italian Legender!

00:36:52: Sie waren es die nineteenhundertsechzig als erster Custose auf die Flasche schrieben und den Wein nach oben mit meiner Handkarten Und das nicht als PR-Gag sondern weil sie wussten dass dieses Gebiet zwischen Verona und dem Gardaseeg etwas Eigenes hat.

00:37:07: Heute führt Franco und sein Nephe Francesco dies unternehmen zusammen mit Julia Vier Generationen, die nicht mit Trends surfen sondern mit dem Boden sprechen.

00:37:17: Und dann kam Lalac!

00:37:19: Ein kleiner eigener Ableger von dem ich dir erzählen möchte direkt am Lago del Frasino im Herzen der Lugranazone.

00:37:26: Die Lugrana-DOC selbst ist ein seltsames Konstrukt.

00:37:30: Sie schlingert sich über die Grenze zwischen Venizien und der Lombardei offiziell seit nineteenhundertsechzig einen der ersten in der Region.

00:37:38: Der Boden?

00:37:39: Morenisch Lehmig mit Kies und Kalk, denn die Reben zwingt tief zu Wurzeln.

00:37:44: Das Klima ist hier ganz speziell, wer?

00:37:45: der See ist ein riesiges Thermostat, der tagsüber kühlt und nachts wärmer abgibt!

00:37:50: Also kein Theroateater.

00:37:52: einfach präzise Bedingungen für eine Traube, die früher Tribian und Lugana hieß und eigentlich Turbiana is'.

00:37:58: Genetisch nah am Berdikio.

00:37:59: Aber Stureigen wie ein Verwandter, der den Familiennamen ablehnt um sein Ding durchzuziehen?

00:38:06: Der LALAX-Wahntausendfünfundzwanzig ist Tobi Anapur.

00:38:08: einhundert Prozent handgelesen in kleinen zwanzig Kilokisten.

00:38:13: Die werden abgebährt, werden sandgefresset natürlich sedimentiert und dann kommt die Fermentation bei sechzehn Grad für zehn bis fünfzehn Tage.

00:38:22: Anschließend Hefel lager bis zur Abfüllung kein Holzgequatsche keinen Schnickschnack und das Ergebnis ist ein heller Wein mit strohrgelben grün.

00:38:30: Reflexen als hätte der See selbst ein bisschen Farbe abgegeben Die Nase faszinieren.

00:38:35: Eine ganz leichte Zitrone, Grappfruit und ein Hauch von Mandarinen aus China wie Franco es selbst mal beschrieb.

00:38:41: Dazu mediterane Kräuter also sprich wilde Typen hier an Rosmarin einen Hauch vom würzigen Kokuma ein wenig Karime hintergrund der einem fast zum Lachen bringt weil es so unerwartet asiatischen einem italienischen Weißwein weht.

00:38:55: Und dann am Gaumen da wird's ernst Aber auf eine gute Art.

00:38:58: mittlere körpersaftige Säure die nicht bei sondern tanzt Und du schmeckst ihn für sich, du schmecks den gelben Apfel.

00:39:04: Du hast diese ganz zarte unkomplizierte Mineralität die an einen Kiesboden erinnert ohne je steinig oder kalt zu wirken.

00:39:13: Der Abgang lang salzig frisch wie ein Spatiergang am Seeufer nach dem Regen und du kannst wunderbar ältere Jahrgänge probieren!

00:39:22: Zwei Tausend Siebzehn Achtzehn Zweiundzwanzig!

00:39:25: Na der Fünfundzwanziger scheint noch eine Spur reiner fokussierter.

00:39:29: Vielleicht lag's am Wetter Kühlenächte, stabile Reife.

00:39:33: Keine Hitze-Spitzen die Trauben stressen!

00:39:35: Kleine Produktion wie immer bei Lallac.

00:39:37: Das kein Massenwein das ist ein Flüstern aus dem Veneto.

00:39:41: und was dich an diesem Wein packen würdest ihr abwesend von Bullshit?

00:39:45: Denn tief drin ist der Lallak eine Romage an die Einfachheit.

00:39:48: Die Tobianer-Rebe Ist keine Diva wie manch ja Schadoneklon.

00:39:52: Sie gibt, was der Boden und das Jahr hergeben.

00:39:55: Und in einem guten Jahr wie zwei tausendfünfundzwanzig wird sie Kristallin fast durchsichtig in ihre Ausdruckskraft!

00:40:00: Keine überextrakkeine falsche Opulenz.

00:40:02: statt dessen diese Balance dieser Tiefgang der nicht lange beschäftigt.

00:40:09: Die Pioners haben nie den Fehler gemacht alles zu skalieren.

00:40:17: Solide ehrliche Weine, die ihren Job machen.

00:40:19: Aber Lack ist ihr Jovel am See!

00:40:23: Klein, fokussiert, rast intim... Und wenn du eine Flasche von diesem Wein öffnest, fühlst du dich eingeladen, eingeweiht, angekommen – am gerade See bei Pionas.

00:40:35: Ja an einer Zeit in der alle schlecht geredet wird und in der Lugana schlecht gredet wird….

00:40:41: Ist das ein Lichtblick?

00:40:43: Vielen Dank für dieses unglaubliche und vor allem natürliche Torbjana-Erlebnis der Familie Piona, also der Ascienda Acricolla Caiparquina.

00:40:51: Und natürlich dem deutschen Importeur... ...dem Handelshaus Segnetz!

00:41:04: Und warum dann der Cut?

00:41:05: Also warum hast du denn irgendwann gesagt nach drei Jahren musst ihr weg?

00:41:08: oder war es eine tolle Anstellung die dich erreicht hat?

00:41:11: Genau das war ein zweiteres, also in meinem Kopf war immer schon der Gedanke wenn es weiter... also sobald ich was ... finde, werde ich weitergehen.

00:41:22: Also nicht negativ über den Säuringhof gesprochen, aber es war... also das ist mehr die Insel wo ich mich persönlich nicht wirklich heimisch oder ... ... können mir nie vorstellen da wirklich festzuleben.

00:41:32: Das wäre

00:41:32: ... Du warst ja auch noch jung!

00:41:33: Du war sehr jung und du möchtest auch noch was sehen und ... Ja

00:41:36: so ...

00:41:36: Daher ist das glaube ich auch so.

00:41:37: Genau

00:41:38: und dann kam das relativ ... Ja, das war spontan und wie das halt immer so ist, ne?

00:41:45: Dann klingelt's Telefonen und dann hat man mir diesen Job angeboten Und während der Zeit wurde das Sörringhof Eckrad renoviert, also wir waren Eckrad alle zu Hause für zwei Monate.

00:41:55: Und dann habe ich es auch so als... Das war ein gesunder Cut einfach.

00:42:00: Das war ...

00:42:00: Das war zwanzig dreiundzwanzig Uhr im Schlosshotel Friedrichsruhr?

00:42:03: Genau und da ging's ab in Süden Vollgas.

00:42:06: Ja.

00:42:07: Das kam mir sehr gelegen runter von der Insel.

00:42:10: Grasser

00:42:10: Weg!

00:42:11: Und da jetzt sind dreijahre Friedrichssruher, also drei Jahre.

00:42:16: Dreijahrer Friedrichsstruher Also nach einem.

00:42:19: laut meinem stundenkonto waren sechs jahre aber ja.

00:42:29: Lass ich mal so stehen, da weiß ich jetzt nicht wie mich das relativieren soll.

00:42:32: Aber es ist jetzt erstmal ein kleiner Katt drin und du bist neu.

00:42:37: Das ist eine ganz spannende Phase.

00:42:39: also.

00:42:39: deswegen habe ich also abgesehen davon dass natürlich einen wahnsinnig interessanten Lebensweg in den jungen Jahren beziehungsweise auch mit den Intensitäten Hast.

00:42:48: und von meiner Seite, ich habe oft was von dir gehört.

00:42:52: Egal ob von Bärbel oder von Jana.

00:42:55: Und jeder war begeistert.

00:42:56: also du warst auch immer voll drin und hast damit eben auch richtig einen tollen Job hingelegt.

00:43:01: aber du möchtest jetzt das irgendwie komplettieren und möchte es weiterführen?

00:43:05: Was wäre für dich jetzt so der Gedankeich der nächste Step nachdem du jetzt zum nächsten warst?

00:43:10: Eine eigene Weinkarte?

00:43:10: hat es eine... dir einen Namen aufgebaut hast.

00:43:15: Was muss der nächste laden können?

00:43:17: Was muss als nächster Karriere-Step kommen oder braucht es gar kein mehr sein, sondern jetzt eher was Gesetzes und Ruhiges?

00:43:26: sind die Arbeitsbedingungen für dich dabei wichtig.

00:43:29: Muss das mega Gehalt sein oder soll's eine Region sein?

00:43:34: Hast du eine Vorstellung von dem, was du jetzt gerne hättest?

00:43:36: Wenn es hier ne Phase die hat man ja ganz selten.

00:43:38: Dass man sich das mir oder weniger aussuchen kann.

00:43:41: Das genieße ich auch gerade dieses dieses.

00:43:44: Ich muss jetzt überhaupt nichts machen.

00:43:46: wenn dann von außen Die Einflüsse kommen so nach der mutte Ja okay was passiert mit dir als nächstes und ich einfach mal keine antwort darauf habe dass ist tatsächlich Für mich ein mentalem guter zustand kein druck Ja, das war mir auch wichtig.

00:44:05: Das ist so passiert.

00:44:09: Also grundlegend bin ich schon ein Mensch der gerne arbeitet und mich stört es auch nicht lange und viel zu arbeiten.

00:44:18: Wenn ich jetzt einen Job angeboten bekommen würde oder mir selber suchen würde was eine Aufgabe wäre die, sag ich mal viel Zeit braucht.

00:44:27: Jetzt mal zum Beispiel einen F&B-Management oder einen sommelier Job in einem größeren Haus Dann wäre ich jetzt nicht abgeneigt.

00:44:35: Auf der anderen Seite bin ich manchmal schon auch, da meine ich mir, okay jetzt hast du das fast zwanzigjährige Vollgas gemacht.

00:44:45: Jetzt würde es vielleicht auch eine schöne Weidenkarte in den Bistro an der Ecke machen.

00:44:51: Hauptsache die Konditionen stimmen und da kommt für mich mittlerweile was sehr wichtig ist, wo ich wohne wie nach Hause komme.

00:45:01: also zum Beispiel Wolfsburg war für mich immer ganz, ganz schlimm als Dresdner in Wolfsbruck zu wohnen.

00:45:07: Das ist einfach für mich eine ganz kalte und... Emotionslose Stadt!

00:45:14: Und mir ist es halt wichtig.

00:45:15: also jetzt hier in der Hohenloh ist halt so das ist halt einfach wunderschön.

00:45:18: Selbst wenn ich nur zum Einkaufen fahre, fährt man hier halt durch die Allee lang und man hat dann die Wiesen mit den Obstbäumen

00:45:27: etc.,

00:45:31: Ja, es ist halt einfach schön und das ist mir halt wichtig.

00:45:35: Da muss das finanzielle stimmen.

00:45:41: Wir arbeiten jetzt nicht für... Dass wir dann auf dem Lebenslauf stehen haben, der Max hat sich fünf Jahre für uns einen Buckel krumm gemacht.

00:45:48: also da muss ja schon ein bisschen Geld bei rumkommen.

00:45:51: Das ist ganz klar!

00:45:52: Und

00:45:52: der Priorisierung?

00:45:53: Was wäre für dich am wichtigsten des Umfelds?

00:45:55: die Arbeitszeit?

00:45:57: Wenn du mehr, wie du sagst, ist gar nicht mehr so wichtig.

00:46:00: oder das Gehalt.

00:46:01: Also hast du für dich selber da so ein Gefühl, wo du sagst?

00:46:04: Das wäre für mich der Punkt, wo ich sage Jo, dann würde ich ja sagen die kriegt man eine Unterschrift.

00:46:07: Ich würde glaube ich eher finden... Sag ich mal, in Anführungsstichen niedrigeres Gehalt in eine schöne Region gehen als für einen Top-Gehalt in einer Stadt oder in einer Gegend wo ich mich einfach nicht wohlfühlen werde.

00:46:21: Was ich vorhin schon weiß.

00:46:22: Sagen viele auch witzigerweise?

00:46:24: Also das Geld in der Tat ist der geringste Motivator also für ganz viele oder den kurzfristigsten Motivators und es umfeldt einfach in dem Sinne Stimmen muss.

00:46:33: Es ist natürlich... Ich glaube da sollte vorausgesetzt werden dass man sich dessen bewusst ist dass man halt auch viele Jahre zu einem geringeren Gehalt gearbeitet hat.

00:46:43: Und das jetzt einfach sich irgendwann relativieren muss, dass man selber ganz viel Bein trinken kann auch schön sein aber es ist auch Learning und man bezahlt viele Flaschen und das kostet natürlich auch viel Geld.

00:46:54: Das muss ich irgendwann auch rückspielen.

00:46:55: also von dem er soll das Gehalt auch irgendwo passen.

00:46:58: Aber wir reden nicht über Fünfhunderttausend Jahresgehalt.

00:47:02: Gut!

00:47:03: Das wäre natürlich schön.

00:47:06: Dafür würdest du wieder in Wolfsburg wohnen, oder?

00:47:08: Dafür würde ich auch nach Wolfsbruck gehen.

00:47:10: Dann könnte ich mal einen häuschen Außerhalb von Wolfsbock kaufen und das ist halt dann auch wieder.

00:47:15: Das würde dann halt wieder funktionieren.

00:47:19: Also wenn es jetzt... also ich denke schon dass man mich mit Geld locken kann.

00:47:22: Ich glaube da hat jeder so eine Schmerzgrenze oder eine Käuflichkeit.

00:47:27: Wenn es natürlich jemand mit astronomischen Gehältern um sich wirft nur weil er eine bestimmte Person anstellen möchte, dann ist es fein.

00:47:35: Das gibt immer auch einen...

00:47:37: Passiert dir auch.

00:47:37: Ist ja nicht unbedingt befreundlich, also gelegentlich ist sowas in der Art ja auch.

00:47:42: Aber wenn du vielleicht also kann man das jetzt so aufbauen um einfach auch dein inneres ein bisschen herauszuarbeiten, das finde ich ganz spannend.

00:47:51: Wenn dein Traumladen jetzt wäre was musst du dir haben?

00:47:54: Welche Weinkartengröße würdest ihr wünschen?

00:47:56: Was für dich eine ideale Weinkarte ist es?

00:47:58: Hundertposition ist Zehntausend.

00:48:02: Also ich bin große Freund der Vielfalt.

00:48:06: Gerade auch was, wenn man jetzt sage ich mal ein bestimmtes Weingut hat.

00:48:12: Find' dich sollte man da das Spektrum des Weinguts präsentieren?

00:48:19: Wenn ich mir natürlich einen Wein rauspicker und dann an Gast das erste Mal dieses Weingutt kennt und ich nur diesen Wein hab'.

00:48:28: Und der Gast sagt dass es gar nicht mein Fall ist ja bei dem Gast automatisch der Gedanke impliziert.

00:48:33: Dieses Weinguth mag ich nicht!

00:48:36: weil es natürlich nur diesen Wein präsentiert hat.

00:48:40: Deswegen bin ich immer ein großer Freund der Vielfalt, also lieber ein paar mehr Positionen.

00:48:48: Das wäre doch schon lieber eine größere breit gefälschte Weinkarte und das ist schon ... Wie viel Position?

00:48:57: Also womit würdest du gerne arbeiten?

00:48:58: Das ist

00:48:59: ne gute Frage!

00:49:01: Dankeschön!

00:49:02: Es ist immer die Frage ob man jetzt In einer Anstellung sich befindet, wo ein finanzieller Background da ist oder auch mal dasselbe

00:49:13: macht.

00:49:14: Wunschkonzert wären, sagen wir mal, eine Tausend Fünfhundert Positionen.

00:49:19: Das wäre Wunschtvorstellungen.

00:49:20: das ist natürlich was absolut.

00:49:23: es ist nie astronomisch.

00:49:25: also wie beide kennen die großen Weinkarten dieser Welt aber... Ich denke, dann ist man schon ganz gut abgedeckt und ich glaube, man kommt daran.

00:49:34: Wie viel es verteilt?

00:49:35: Also wärst du eher Neue Welt, Alte Welt?

00:49:37: Wärst du Natural?

00:49:38: Wärest du konventionell?

00:49:39: Würdest du thousand-fünfhundert Positionen Sachsen machen oder...

00:49:42: Außenfünf-Hundert Position Sachsen?

00:49:44: das wäre natürlich doch absolut Wahnsinn!

00:49:46: Einmal

00:49:46: zum Bittekaufen bitte!

00:49:48: Ja, ich

00:49:49: glaube dann, dass ... Das wäre der Wahnsinn.

00:49:56: glaub schon, dass ich eine relativ konservative Weinkarte hätte oder jetzt auch in der Flütschruhe hatte.

00:50:03: Das ist schon... Ich glaube, ich bin ein konservativer Trinker und ich bin jetzt nicht unbedingt so der Übest im Funky-Bereich unterwegs.

00:50:13: Also ich hab zum Glück Freunde und Kollegen die das mögen.

00:50:16: also da trinke ich mit und es ist auch ein Genussmoment für mich und das ist auch interessant.

00:50:25: Aber für mich selber, ich bin eher der konservativer klassischer Trinker also dir.

00:50:31: Ja und ich glaube es würde sich auftagen... Das ist schwer zu sagen!

00:50:37: Also wenn das natürlich jetzt wirklich absolute Wunschkonzert ist, wäre das glaub' ich schon denke ich Fifty-fifty aufgeteilt in Europa und um die neue Welt, denke ich schon.

00:50:52: Ist

00:50:52: eine

00:50:52: neue

00:50:52: Welt oder über sie für dich nur Kalifornien?

00:50:55: Oder Australien und Südafrika und...

00:50:58: Alles genau, Australien

00:50:59: ist Afrika.

00:51:01: Gut das habe ich noch nie so im Glas gehabt aber da bin ich auf jeden Fall sehr offen, das zu entdecken und zu probieren.

00:51:09: Neue Welt bin ich schon sehr offen.

00:51:11: dann müssen wir natürlich immer ein bisschen darauf achten weil natürlich der Fußabdruck, was sich immer größere Rolle spielt schon immer eine große Rolle gespielt hat und jetzt auch die deutschen oder europäer bewusster trinken.

00:51:25: Was die Herkunft angeht?

00:51:27: Also wir haben ja natürlich viele Qualitäten.

00:51:29: Wir können fast alles in Europa produzieren Und deswegen ist halt immer die Frage warum muss es denn um die halbe Welt geflogen werden?

00:51:37: Ist das aber nicht ein Hingfuß irgendwo?

00:51:39: Denn zum Beispiel keine Ahnung ne Flasche die aus Marbella in Südspanie kommt Und mit dem Lkw quer durch Spanien, quer durch Frankreich nach Hamburg gefahren wird oder nach Berlin.

00:51:51: Hat die wirklich einen so geringeren Fußabdruck als irgendwas was mit einem Containerschiff irgendwie aus Kalifornien kommt?

00:51:58: Dann zwar auch von Hamburg nach Berlin kommt aber... Also ich habe zumindest einige Rechenbeispiele gesehen wo Über Seeweine sogar eine bessere CO-Zwei Bilanz haben, als eine Weitausbessere sogar.

00:52:17: Und das natürlich immer abhängig auch von einem Flaschengewicht blabberblah und so weiter.

00:52:21: Das kann man runterbrechen.

00:52:22: also letztlich glaubt keiner Statistik die nicht selber gefälscht hast.

00:52:26: aber ich fand es teilweise glaubwürdig und fand es interessant diesen Gedanken.

00:52:30: Entschuldigung.

00:52:33: Wo fängst du an?

00:52:33: Wo hörst Du auf, fährst Du selber dann wirklich nur nach Burg im Spreewald in Urlaub oder fliegst Du auch an die Karriere weg?

00:52:40: Ist Du wirklich auf Pfeffer oder nimmst Du dann getrocknete Zitronen als Würzmittel wie im Blauen Engeln

00:52:46: etc.,

00:52:47: also von dem her...

00:52:48: Das ist natürlich immer die Frage wo man das alles runterbrechen kann.

00:52:51: und die Frage ist ja auch wenn ich das klar kann natürlich die Transportbilanz per se besser sein?

00:52:59: wenn aber die Flasche vor Ort oder das Produkt vor Ort schon in anfänglich mit einer schlechten Bilanz hergestellt wurden ist, dann macht es das nie besser nur weil es grün transportiert worden ist.

00:53:10: Aber findest du dass du als Tommy da eine große Verantwortung hast?

00:53:15: Sollten wir als Tommy das Leben, ist das unsere Aufgabe?

00:53:19: Ist es unser Bewusstsein?

00:53:21: Also es wird grundlegend zu unserer Aufgabe und wir sind denke ich dann in der Verantwortung.

00:53:29: Wenn der Gast ein Interesse dahin äußert, wenn sich jetzt jemand ins Restaurant setzt und proaktiv sagt ich möchte jetzt Burgund trinken oder ich möchte Südafrika trinken dann ist es ja seine Wahl, seinen Gedanken gut.

00:53:48: Wenn er natürlich die Diskussion oder fragt warum haben wir das?

00:53:53: Wie kommt das her?

00:53:55: ja, wurde das dann irgendwie nachhaltig hergestellt und transportiert.

00:53:59: Dann sind wir schon in der Verantwortung, dass uns da auch rechtsfertigen.

00:54:02: Denke ich schon!

00:54:03: Wir geben ja eine gewisse Grundauswahl und sind ja dann schon auch politisch mit dabei... ...und sollten dann zumindest darüber Bescheid wissen was wir tun, wenn wir es tun?

00:54:12: Auf jeden Fall.

00:54:13: Also Bescheidswissen sollten wir auf jeden Fall... Das Politikum weinen ist halt immer die Frage.

00:54:20: also man hat jetzt hier unser streng konservativen Kohnlohe gemerkt, dass Weine aus dem amerikanischen Bereich einfach boykottiert werden aufgrund politischer Ereignisse.

00:54:33: Kürzlich oder generell?

00:54:35: Also gerade jetzt aufgrund der aktuellen politischen Situation?

00:54:38: Genau

00:54:38: das wird einfach verweigert so auch wenn ich das in der Weinbegleitung hatte oder irgendwas wurde einfach proaktiv gesagt egal wie gut der Wein ist wir möchten dieses Produkt nicht weil es aus Region XY kommt und Das ist dann.

00:54:53: und also wir sind Assemblies nicht für irgendwelche... Also die Never Talk Politics sag ich mal, im Restaurant hat es halt nichts zu suchen.

00:55:01: Aber wenn der Gast das natürlich nicht möchte, dann ist es, da brauchen wir auch nie gut daher reden.

00:55:07: Aber du findest interessant auf den Ursprung nochmal zurückzukommen?

00:55:10: Wenn man versucht bewusst mit seinem Einkaufsverhalten einen ökologischen Gedanken, wenn man davon überzeugt ist zu verfolgen oder eben dass man versucht seine eigene Überzeugung mit seinem Einkaufsverhalten zu steuern.

00:55:23: Und das ihm bewusst macht, also dass man da seine ethischen Grundsätze verfolgt und nicht gedanklos einfach sagt wirklich ich hab ne Flasche dort eine Flashe dort.

00:55:30: Ich möchte dir nichts im Mund liegen verstehst du nicht falsch?

00:55:32: Ich versuch nur den Gedanken irgendwie aufzugreifen.

00:55:34: Nein,

00:55:35: nein, ich versteh das schon... Also die... also ich finde schon... also es muss natürlich per se erst mal jeder für sich so erbunden sein.

00:55:41: Ohne Frage

00:55:42: aber wir entscheiden es für uns.

00:55:45: Genau,

00:55:45: also ich denke schon, dass wir da schon entteilt dazu beitragen weil wir natürlich durch unser raufverhalten also wir wissen jetzt, keine end Verbraucher die in den laden gehen und eine flasche.

00:56:02: Überseekaufen sondern wenn man jetzt fünfzig sammler ist in deutschland hat dir ein weingut in den usa entdeckt haben und jeder will zeige ich jetzt mal anfrischten hundert zwanzig Flaschen davon macht es natürlich mehr Sinn diese palette zu verschicken.

00:56:15: das ist natürlich wesentlich grüner.

00:56:18: Also wenn jetzt jeder sich da drei, vier Flaschen irgendwo per Post zuschicken lässt.

00:56:24: Das sind wir schon ein bisschen in der Verantwortung.

00:56:29: Ich finde es jetzt nie ... Keine Ahnung was ist das?

00:56:32: Ich will jetzt niemanden da irgendwie vorstellen aber dass ich eine Einzelflasche aus Australien komme zu lassen wäre für mich nicht so cool, sag' ich mal.

00:56:42: Muss man schon gucken, dass man das irgendwie ... Dafür haben wir auch große Weinhändler und Importeure etc... Das ist ja alles da.

00:56:49: Aber

00:56:50: es sieht letztlich auch ein Resultat aus der Ketten, so eine Erfahrung die du selber gemacht hast und einen bewusster Umgang mit dann auch seiner Stimme, die man in dem Augenblick hat wenn man selber Wein einkaufen darf?

00:57:01: Absolut!

00:57:02: Die Weinkarte vielleicht darauf zurück.

00:57:04: halb übersehe, halb alte Welt und das ganze sehr konservativ.

00:57:08: also nichts trübes mit einer Flüchtigen.

00:57:12: Hast du das

00:57:12: plagativ gedacht hier?

00:57:13: Entschuldigung.

00:57:15: Das wollte

00:57:15: ich jetzt gar nicht so rausplutzen, sondern einfach nur...

00:57:20: Manchmal braucht man das ja.

00:57:21: Wenn man schwierige Partner hat aus der Küche und was auf den Teller kommt, wenn man da so riecht.

00:57:26: Schön weiß!

00:57:29: Da braucht man manchmal auch einen aggressiven Gegner im Glas.

00:57:36: aber für mich persönlich bin schon eher bisschen klarer strukturiert.

00:57:44: Das ist näher, sag ich mal so Trübes.

00:57:50: Dann sage ich mal ein bissel die Stinker.

00:57:56: Das würde ich sagen sind so zwei bis vier Prozent meiner persönlichen Weinwelt.

00:58:04: Okay aber es

00:58:05: wäre auch gut wenn man sich nicht grundsätzlich negiert sondern zumindest in die Auswahl mit inkludiert und

00:58:10: absolut hundert prozent.

00:58:11: also man muss ja auch am Ball bleiben.

00:58:12: das ist ja auch Teil dessen.

00:58:14: Wenn du jetzt dieses Konzept einsteigst, dieses Imaginärekonzept.

00:58:19: Wär das denn eines wo die Weinkarte präliert oder wo Du als Sommie prälierst?

00:58:23: Also findest Du in einem Restaurant die Präsenz des Sommies am wichtigsten?

00:58:28: Oder die Weinkarte mit der Auswahl... ...mit der Besonderheit, mit der Außergewöhnlichkeit und der Preisgestaltung

00:58:33: etc.?

00:58:33: Also ich persönlich finde die Wein-Karte sehr wichtig.

00:58:41: Ja, doch ist es schon die Wegenkarte.

00:58:44: Also klar muss man das natürlich als Sommelier oder derjenige der das dann Manage.

00:58:48: die ganze Angelegenheit muss man schon vertreten und erklären können was passiert.

00:58:53: aber wenn wir den Spieß umdrehen mit einem ganz drastischen Beispiel und ich eine Wegen-Karte habe mit zehn Positionen die ich beim Edeka an der Ecke kaufen kann dann brauche ich den Sommelier auch nicht.

00:59:05: Und deswegen die Auswahl für mich sehr wichtig.

00:59:13: Also ich mag das halt, wenn man wie so ein ... Ja, wie so'n Potpourri hat es ja!

00:59:18: Wie wenn man damals zur Großmutter gekommen hat und mal eine riesenschale Süßigkeiten gehabt, ne?

00:59:22: Und dann kann sich halt selber seine Sache raussuchen.

00:59:24: Das ist halt schon toll für den Gast.

00:59:27: Und alles weitere, die sich dann dort halt oder Leute, die für dieses vielleicht ein bisschen aussieht wie so einen Dschungel wo sie sich durchschlagen müssen da sind kommen wir ja dann ins Spiel und können ja schon ein bissel Licht ins Dunkel bringen,

00:59:40: ne?!

00:59:42: Also die Sache ist auch, wenn es jetzt einfach irgendeinen F&B-Manager konzeptionell alles einkauft.

00:59:50: Ohne dass es jemand verkaufen kann im Restaurant und das nicht erklären kann.

00:59:53: Es ist ja keine Klasse Performance.

00:59:59: Aber grundlegend würde ich von mir aus sagen, ist eine bunte breite große Auswahl des Stammes was Feines.

01:00:06: Welche

01:00:06: Gliese würdest du dir in diesen Laden wünschen?

01:00:12: Wären ideal.

01:00:14: Auf die Frage habe ich gewartet, Silvio.

01:00:17: Weil es besonders schwer ist?

01:00:18: Weil sie besonders plakativ ist und eigentlich völlig egal ist oder irrelevant?

01:00:25: Weil er auch einen persönlichen Bezug zu dir hat.

01:00:27: Ich wurde da ein bisschen versaut in den Stationen wo ich war... sehr, sehr gute und viele Gläser.

01:00:39: Also so viel Weine wie wir hatten oder verkauft haben in den verschiedenen Läden.

01:00:44: So groß war auch die Glasauswahl dazu.

01:00:46: also da gab es halt auch Restaurants wo es halt wirklich definiert war welcher Wein in welches Glas kommt?

01:00:52: Und wir dann über zehn Produzenten mit jeweils zehn Produkten im Regal stehen hatten was natürlich ein extrem Beispiel ist... ...und vor ganz vielen Jahren ich weiß nicht mehr wie lange es her ist hab ich's erst mal aus deiner Glaslinie getrunken und das war damals für mich ein besonderer Moment, weil es für mich als junger Weinenthusiast auch umdenken gestartet hat.

01:01:22: Bei mir ist ein Umdenken passiert, dass dieses klassische Passé kann ich erstmal alles ins Bugunderglas packen wenns hart auf hart kommt quasi die Emotionen vom Wein ins Glas zu packen und nicht nur der.

01:01:38: auf dem Label steht jetzt Rebs oder ABC, das muss ein Glas-ABC.

01:01:43: Das Umdenken in Sachen Glas, das war damals für mich neu und ich habe mich damit belesen... ...oder mich da ein bisschen reingefuchst und fand es ganz toll!

01:01:53: Und fand das umso besser dass sich dann den Läden gearbeitet hat wo es wirklich eine große Auswahl gab an Gläsern.

01:02:00: deswegen bin ich auch da ähnlich wie beim Bei der Weinkarte eher Vielfalt.

01:02:05: Ich habe lieber ... ... zwanzig mal zwölf Gläser, als einmal ... ... hundertvierzig komplettes Gleiche rumstehen.

01:02:14: Also wir waren in ... ... Kopenhagen essen im Sternerestaurant und die haben nur ein Glas.

01:02:22: egal was du bestellst, egal was es gibt nur ein Glass.

01:02:26: das ist deren Philosophie hat für uns an dem Abend super gepasst Glaub ich aber, dass die auch sehr viel Diskussion am Abend haben.

01:02:36: Dass der Gast nach was anderem verlangt.

01:02:38: Letztlich ist es ja so als wenn du nur ein Kleid hast und egal ob du zum Joggen gehst oder in den Über.

01:02:44: Du kannst halt nur das eine Kleid anziehen und das ist dann irgendwie immer ein Kompromiss in jede Richtung?

01:02:48: Genau!

01:02:50: Das sollte halt ein sehr sportliches Kleid sein.

01:02:56: Ich würde mir über die Kleider reden.

01:02:58: Ja, du.

01:02:59: Kann ich mich leider nicht so gut aushauchen.

01:03:02: Genau.

01:03:05: Das nächstes Glas sollte auf jeden Fall auch, sollte man auch breit aufgestellt sein.

01:03:10: Find ich finde ich.

01:03:11: Also genau als ich möchte jetzt auch nehmen wenn ich was junges frisches knackiges habe aus so einem riesen Bogunderglas oder aus so einen Riesenballon trinken das ist auch nicht nach meinem nach meinem Guss oder gerade wenn ich jetzt zum Beispiel für den erfrischenden Moment eine starke Kohlensäure verlange oder aus Gastsicht, dann brauche ich eine kleinere Oberfläche.

01:03:36: War das für dich selbst erkenntens?

01:03:37: Oder hast du es beigebracht bekommen?

01:03:39: Mit den Glädern?

01:03:40: Ja ja, es gibt ja so ganz viel auch auch physikalisches, ganz viel biochemisches was man dort erklären kann und dass ist manchmal relativ schwer für dich sowas vermittelt zu bekommen.

01:03:53: Dann irgendwann gibt es einen Punkt, wo man halt die Glese selber aussuchen muss.

01:03:56: Wenn man halt irgendwie Wein serviert und dann muss man die Gleise aussuchen aber ich finde das wird oft vernachlässig.

01:04:01: diese Schulung dieser Art der Schulung, die Glatschulung zum Beispiel oder wie war das bei dir?

01:04:08: Das ist eine gute Frage.

01:04:12: Die tatsächliche Stunde Null, wenn ich angefangen habe über Glas nachzudenken, das weiß ich jetzt nicht mehr so richtig.

01:04:18: Ich war früher relativ simpel gestrickt sag ich mal auf zwei drei Gläser zurückgegriffen.

01:04:27: Und dann erst in höher dekorierten Restaurants gemerkt, dass es da wirklich so eine Idee dahinter gibt und das darüber diskutiert wird war dann selber auch Teil von Weinstuhlung wo es darum ging wie entwickelt also warum das klar ist und wie entwickelt sich's da?

01:04:47: Es heißt ja nicht per se, jetzt kam gerade der Sachsen kurz durch dass das richtige Glas ist für den Wein, sondern es soll ja für dich den optimalen Genuss bringen.

01:05:00: Also wenn ich jetzt meine Amarone aus einem Sektglas trinken will dann ist das für mich persönlich das Richtige.

01:05:08: ob das optimales sei dahingestellt.

01:05:12: Das Glas muss natürlich den Wein so präsentieren wie ich mir diesen Genuss von dem Wein vorstelle und wenn ich das ein bisschen konzentrierter mag wähle ich das Glas und wenn ich das ein bisschen belüfteter mag, dann wähle die Glas usw.

01:05:33: Wann das tatsächlich los ging?

01:05:34: Keine Ahnung!

01:05:37: Das kann ich dir nicht sagen...

01:05:38: Wenn du in dem Restaurant arbeitslos mitkonzipierst oder dort angestellt wirst oder dir selber zusammenbasteln kannst, welche Servicelemente wären für dich wichtig?

01:05:46: Gibt es irgendwas im Wine-Service außer jetzt?

01:05:49: Ich präsentiere die Flasche, mache die Flrasche auf, decantiere ich Lüfte Irgendwas, wo du sagst das habe ich in der großen weiten Welt gesehen.

01:05:55: Das hab' ich in den ein zwei drei Sternen angesehen und das muss elementar bei mir mit so

01:06:01: einem Schlüsselmoment des Weinservice.

01:06:04: ja also Ich bin da schon.

01:06:09: Also ich mag dieses Old-School-Geschichten, also ich mag das schon so ein bisschen Servierwagen mit ranfahren und...

01:06:15: Und mit Silberteilchen für den Korken und Kerzen an.

01:06:17: Genau

01:06:18: ja doch einfach jetzt Mittel nicht konzeptionell ist dass das richtig ist oder dass es gut ist sondern jetzt wieder quasi wie eine Art.

01:06:27: jetzt kein Sketchelement aber als guck mal wir können das noch ne?

01:06:32: Es ist eigentlich auch irgendwie lustig und es ist auch ein Aufhänger für den Gast Und das ist einfach ein Erlebnis.

01:06:38: Also, das finde ich schon cool diese Oldschool-Geschichten.

01:06:46: Wenn wir jetzt wieder in meiner Traumwelt sind mit der großen Weinkarte und allem drum und dran und ich abends wirklich die Zeit habe... ...und das Kollegium so gut aufgestellt ist,... ...dass sich mir solche Späße erlauben kann, dann wäre das auf jeden Fall ganz oben auf der Wunschliste.

01:07:02: Sonst bin ich ein großer Freund vom Umfüllen, also immer.

01:07:08: Eigentlich fast egal was es ist, dass einfach Karafia dekantiert wird... Das bin ich sehr große Befürworter.

01:07:18: Ich finde, ich würde viel zu wenig.

01:07:19: Also man hat im Restaurant gar nicht die Zeit dem Wein der kompletten Fülle zu erkennen und definieren, zu ergründen.

01:07:25: Du verbringst ja keine zehn oder zwölf Stunden und manche Weine brauchen einfach so lange.

01:07:29: Und natürlich raubt man dem Genießer immer ein Moment, welches wie ein Katalysator ist aber er sieht das Ende.

01:07:36: Nicht das Ende!

01:07:36: Er sieht einen weit fortgeschrittenen Teil des Weines, der ihm sonst verschlossen bleiben würde.

01:07:43: Absolut hundert Prozent.

01:07:45: Das ist die Zeit.

01:07:49: Ist natürlich einer der Kollegen, die einem im nacken Sitzenabend zum Service also die Küche ruft wann die Snacks abgeholt werden und der Sommelier entgegnet ja die haben gerade die Weinkarte.

01:08:03: jetzt machen wir mal halb lang und das ist halt dieses Zeit-Management was immer eine große Rolle spielt.

01:08:09: um da jetzt natürlich ein Wein zu präsentieren Oder ein Wein in all seinen Facetten zu präsentieren ist natürlich schwierig.

01:08:20: Ich finde das mit dem Lüften ganz wichtig, dass man dann den Wein direkt aufreist öffnet und diesen ersten Moment, den der Gast hat absolut optimal präsensiert.

01:08:29: Das ist natürlich das Coole wenn man in Hotels arbeitet, wenn man Gäste hat die eine Woche da sind.

01:08:36: Am Anreisetag schon so ein bisschen mit denen bespricht wo denn die Weinreise lang geht... Und die dann halt so zwei, drei offene Flaschen stehen haben.

01:08:44: Das ist das Optimale.

01:08:46: Ist natürlich immer eine Traumwelt, nicht jeder kann da fünf Tage in einem Luxus-Schuppen rumhängen?

01:08:52: Können wir uns ja gerade basteln!

01:08:54: Wir sind dabei, wünsch dir was... Aber wenn du mit deinem Geridor hinfahren würdest, wärst du auch in der Tat Old Style und möglichst nicht reden und wenig Kommunikation sondern Service und das Autarge der Gäste also wie es in den Achtzigern, Neunzigern ... Oder wärst du dann eher modern und casual?

01:09:12: Und wie war euer Tag heute?

01:09:14: alles easy.

01:09:15: Auf jeden Fall zweiteres, also da muss man natürlich auch jetzt darauf achten dass man die Brücke schlägt weil der wenn ich jetzt Gäste habe die sich vielleicht in diesem Sterne-Segment oder dem gehobenen Segment jetzt seltener begeben ist kommt immer ein Typ angefahren mit dem Weg und das ganze Restaurant schaut muss man den natürlich auch die Sicherheit geben... ...dass man es quasi gemeinsam macht.

01:09:36: Und dann sollte man schon... Entweder weiß man im besten Falle, wenn es Hotelgäste sind.

01:09:43: Dass die heute keine Ahnung Golfen waren oder Spar waren oder was auch immer Dann kann man da natürlich irgendwie die Brücke bauen und das Ganze so ein bisschen aufnehmen.

01:09:52: Wenn es jüngere Leute sind Da hat man schon irgendwie Thema Was man findet Oder man macht einen Spaß.

01:09:58: Das sollte schon eine lockere Atmosphäre geben.

01:10:01: Deswegen ist es auch wichtig sag ich mal alten oder old school elemente nutzt muss man das halt schon.

01:10:09: Mit einem gewissen roof sage ich mal rüber bringen, dass es halt na ja und das muss dann schon so eine art vorstellung werden.

01:10:17: also eine kleine kleine show einlage auf professioneller Ebene, ganz klar.

01:10:21: Wie

01:10:21: lange darf so was dauern pro Wein?

01:10:23: Also wenn du schon so ein Element aus dem letzten Jahrtausend hast ... mit dem Waagelsklingel klingen wir heftig über.

01:10:30: eine sagten letzte Jahrtause.

01:10:31: Es wäre

01:10:32: das eigentlich erst zwanzig Jahre her oder zwanziger

01:10:34: nicht.

01:10:34: Aber es ist tatsächlich ja... wie lange darf das dauern?

01:10:37: Bist Du Deine Geschichten Erzähler, erzählst Du etwas vom Weingut und von der Landschaft und was früher die Mönche da gemacht haben und die Römer haben da auch schon.

01:10:45: Und jetzt heutzutage riecht mir da alle Lindenblüten draus und das, weil ... Das Fass aus Arminien dort extra hergerollt wurde.

01:10:54: oder wie sieht bei dir?

01:10:56: Oder arbeitest du mit Metaphern?

01:10:57: Ja.

01:10:58: Die Großmutter selbst hat es ausgebrannt.

01:11:00: Unterschiedlich.

01:11:01: also wenn ich was wirklich sehr detailliert über den Wein weiß oder über den Produzenten oder selber da war dann lasse ich das schon damit einfließen.

01:11:12: Umsonst muss ich tatsächlich, dass ich sagen.

01:11:16: Dass ich häufig einfach das Element nutze auch ein bisschen was aus meinem Privatleben zu erzählen und den Gästen sage ich mal auch zu signalisieren, dass sich jetzt keine... Das ist jetzt dieser steif an uns sozusagen der Sommelier bin.

01:11:29: Der hier nur da ist die technischen Daten runter zu kommen.

01:11:33: Wo mir der Gast per se jetzt?

01:11:34: also es hat keinen Mehrwert für den finde ich.

01:11:38: Und dann bringe schonmal auch sag ich mal ein paar Stories aus dem Privatleben.

01:11:46: Man kann erzählen, dass man vielleicht mit dem Winzerabend mal versackt ist oder bei den Wein, den wir gerade aufmachen oder sowas irgendwie um das Ganze oft zu lockern und das habe ich sehr positiv oder sehr positives Feedback.

01:12:01: also wenn man da mal was von zuhause erzählt genau das oder man erzählt von einem befreundeten Sommelier den die Gäste auch kennen, weil sie in der Szene oder in der Branche unterwegs sind.

01:12:13: Und dann sagt man ja, denen hat der mir empfohlen und da haben wir abends zusammengesessen und das wurde ein bisschen länger und so um den Schmunzeln ins Gesicht zu zaubern.

01:12:25: Genau!

01:12:28: Ich bin da schon sehr persönlich sage ich mal.

01:12:31: Da hast du deine Abfolge, dass du sagst Weinvorstellungen am Anfang danach haben dir ihre Ruhe?

01:12:36: Bist du alle fünf Minuten am Tisch, alle zehn Minuten?

01:12:39: Versuchst du durch den Abend zu begleiten nicht unbedingt zuzutexten aber das immer wieder aufzunehmen.

01:12:43: Jetzt ist vorausgesetzt die trinkende Flasche kein Beimenü.

01:12:46: Das ist ja klar, dass man mehrfach am Tisch erscheint.

01:12:48: Aber wenn es die klassischen Flaschen Trigger sind weil dir auch mit einem Gerichter an die Tisch fährst und die Flashe serviert... Also hachst du da immer nach und baust das ein bisschen dramaturgisch wie so einen Mehrteiler auf oder ist das am Anfang und dann ist gut

01:13:03: Das ist ziemlich treffend.

01:13:05: Genau, das sind bei mir schon mehr Teile.

01:13:14: Ich lasse die Gäste auch manchmal mit einer Frage oder einem Argument kurz alleine, womit ich dann wieder den Faden aufgreifen kann später.

01:13:23: und natürlich hat es Gästen, die man kennt.

01:13:26: da braucht man jetzt diese Elemente nicht um sie durch den Abend zu führen wo's Gespräch von sich aus kommt.

01:13:33: aber Also jeder, der im Service arbeitet ist ja ein Gastgeber.

01:13:39: Das haben wir jetzt nicht nur die zwei Jungs... ...die dort einen Anzug tragen um Restaurants zu entscheiden wer hier mit wem reden darf.

01:13:47: und ich habe auch schon immer Kollegen oder jungen Kollegen zu angehalten.

01:13:53: Ich sage es mal in Einführungsrichtung so Spaß am Gast zu machen, sie gehen sagt geh mal zu dem Tisch und jetzt fragt mal ob das haben wir überhaupt einen guten Wein rausgesucht hat irgendwie so was Leger ist, um das... dann kommen die ins Gespräch und merken, dass niemand bei ist.

01:14:07: Und dann hat man... der Kellner erinnert sich an den Gast und andersherum.

01:14:15: Und deswegen bin ich also in den Restaurants, wo ich gearbeitet habe schon immer sehr persönlichen intensiven Kontakt mit den Gästen.

01:14:25: Ich hab das auf jeden Fall.

01:14:27: Das ist mir auch sehr wichtig!

01:14:45: Wie zum Teufel schafft es einen Ort in den Horst Hebenhurst?

01:14:48: Also dort, wo der Columbia River sich wie eine silberne Narbe durch die staubige Wüste schneidet.

01:14:54: Und er aussieht, wie das Set für ein postapokalyptisches Roadmovie einen so charmanten Schade.

01:15:01: und nehmt ihn!

01:15:01: Wie den Zwei-Tausen-Ein-Zwanziger Granite State aus dem Hause Columbia Crests aus dem Columbia Valley in Washington zu produzieren.

01:15:08: Also ich rede hier nicht von einem hippie Garagenexperiment... ...und auch kein snobistisches Begrundimmitat sondern einer echter Amerikaner großzügig selbstbewusst und dabei so verflucht zugänglich.

01:15:20: Dass ihr Angst geführt habt, die neue Welt hätten noch ein paar Tricks auf Lager, die der alte Kontinent längst vergessen haben!

01:15:26: Also steh dir vor du fährst mit heruntergelassenem Verdeck durch diese karge Landschaft.

01:15:32: Links Atomwaffen taugliche Trockenheit rechts Reben Die sich stuhr an den lösböden Klammern.

01:15:39: genau hier Im Patterson Washington hat alles angefangen Und zwar, in den Hügeln, die damals noch niemand auf der Landkarte des Weihens ernst nahm.

01:15:54: Dann, in der Wüste Eleganz hinbekommen.

01:16:07: Columbia Crest wurde zum ersten Weingut in der späteren Horsehead & Hills AVA die erst im Jahr zwei Tausend Fünf offiziell anerkannt wurde.

01:16:16: Und heute bewirtschaften sie hunderte Hektar, produzieren Millionen von Flaschen und beweisen jedes Jahr das Größe kein Qualitätskiller sein

01:16:24: muss!

01:16:25: Ja ich weiß es ist eigentlich ironisch denn während in manchen europäischen Regionen Winzer mit zwei hektar philosophische Manifeste schreiben macht hier ein Konzernbetrieb Bein der Meersäle hat als so mancher authentischer Kleinproduzent.

01:16:42: Und der Zwei Tausend Einundzwanziger stammt aus der Kalambia-Welle-Away.

01:16:46: Und da wiederum, vor allem aus dem Wind um Toßen Süd hängen der Horse Heaven Hills!

01:16:52: Böden aus feinstem Lös über Basalt und Kies drinnen narsch wie ein Sieb und Minnereien die den Reben keine Wahllassen als tief zu wurzeln.

01:17:02: Das Klima?

01:17:03: Brotal effizient.

01:17:04: Nur einhundertfünfzig bis zweihundert Millimeter Regen pro Jahr Dafür aber dreihundert Sonntage.

01:17:10: und Dieser Columbia River, der wie ein riesiger Kühlkörper wirkt.

01:17:15: Tragisch überbrühtet die Hitze nachts fein die Temperatur und spürbar.

01:17:19: Perfekte Bedingung für langsame Reife und erhaltene Säure!

01:17:23: Und in den Jahr- und Zwanzig kann man nicht anders sagen war ein richtig heißer Jahrgang.

01:17:29: Eine Hitzekuppel im Juni katapultierte die Temperaturen stellenweise auf über siebenundvierzig Grad Celsius.

01:17:35: Reduzierte die Berngröße und sorgte für konzentrierte Trauben.

01:17:39: und wiederum die Kühlennächte, der Städte Wind retteten die Frösche.

01:17:43: Wir reden über kleine Erträge aber dichte Aromen genau das was ein Schad ohne braucht um richtig kraftvoll zu sein Aber nicht in die Marmelade abzugleiten.

01:17:52: Und ihr Gran Estate ist ihr Arbeitspferd zugänglich aber mit genug Tiefe dass er bei einer Grillparty genauso glänzend ist wie beim Candylight-Dinner.

01:18:01: Denn tief drin erzählt dieser Weih die Geschichte eines Ortes wer eigentlich unmöglich ist Horst Hemmhils, benannt nach einem Pionier der die weiten Prerinsa und dachte das muss der Himmel für Pferde sein.

01:18:16: Heute einen der produktivsten Regionen Washings mit fast sieben Tausend Hektar Rebfläche, die ein Viertel der gesamten Washington Produktion liefert.

01:18:25: Starke Winde halten als Laubklein, verdicken die Schalen und konzentrieren die Aromen.

01:18:31: Columbia Cress hat das alles mild aufgebaut!

01:18:33: Sie war die Erste hier.

01:18:34: Sie haben die EWE mitgestaltet und zeigen, dass man auch mit großem Volumenpräzision hinbekommt.

01:18:40: Und selbst mit dem Weimakerwechsel zu The Wilds hat sich der Stil nicht verändert – eher verfeinert!

01:18:46: Frische bleibt frische Kremigkeit, bleibt Cremigkeit... ...und vergleicht man diese mit den europäischen Kollegen wird der Unterschied im Charakter klar.

01:18:54: Ein Schapli wäre der kühle Intellektuelle, der in Andeutung spricht….

01:18:58: Doch hier haben wir den amerikanischen Roadtrip-Erzähler laut genug umgehört zu werden.

01:19:03: Mit genügend Nuancen, dass du dran bleibst!

01:19:06: Die malolaktische Vergierung und das Holz bringen die Butter... ...die kühlen Nächte, die Früsche.

01:19:11: In dem Jahr zwanzig hat durch die Hitze etwas mehr Opulenz bekommen aber ohne die Säure zu opfern ist es ein Kunststück Denn dieser Wein ist genau das hedonistisch und trotzdem balanciert Und das in einer Welt, in der Wein oft etwas überteuert, elitär oder industriell langweilig ist.

01:19:27: Dort steht Columbia Cresta wie ein gut gelaunter Rebell.

01:19:30: Sie machen kein Kult um einzelne Fester, sie machen Wein für Menschen!

01:19:34: Es ist die ironite Schicksals, ein Betrieb der Millionen in Kisten füllt produziert einen Chardonnay, der ehrlicher schmeckt als so mancher kleiner Erzeuger, damit Biodynamik wirkend oxidierte Flaschen verkauft.

01:19:45: und ja alles Hommys reden von kristallinem puristischen filigranen Chardonnis.

01:19:49: aber es gibt so viele Situation wo unsere Gäste nach Kraft, nach Volumen, nach Opulenz, nach diesen ausladenen leicht rauchigen karamelligen Chardonnays fragen, sich diese wünschen.

01:20:00: und genau das liefert Columbia Cress mit dem Zwei-Tausen-Einundzwanziger Grandestate Chardonne.

01:20:05: Das ist kein Statement Wein!

01:20:06: Es ist ein Gegenentwurf gegen den Hype, gegen die Oberflächlichkeit, gegen eine Idee, dass guter Wein teuer und kompliziert sein muss.

01:20:13: Er ist einfach verdammt gut in einer Brise Wüstenstaub, einer handvollen Sonne... ...und dieser unverschämten amerikanischen Großzügigkeit, die Europa manchmal fehlt.

01:20:26: Vielen Dank für dieses geschmackvolle Weinerlebnis dem Hause Columbia Grass und natürlich den deutschen Importeur, dem Handelshaus Schlumberger.

01:20:44: Und gab es da schon Wiederholungsgäste?

01:20:45: Also dass Gäste dich in Dresden gesehen haben, in Wolfsburg auf Sylt und Friedrichsruhe?

01:20:52: Das auf jeden Fall.

01:20:55: Dresde... also Dresdensylt auf jeden fall.

01:20:59: Da gab's immer Verbindungen.

01:21:05: Friedrichsruhe ist auch, doch das hatte man schon ab und zu.

01:21:11: Dass der Gäste, dass man die in verschiedenen Restaurants gesehen hat oder man dann festgestellt, wenn ich das waren sie da, als ah ja!

01:21:23: Das auf jeden Fall.

01:21:25: Ich meine, diese Top-Shelf-Bubble ist ja jetzt auch nicht so riesig.

01:21:29: Die Leute, die zwei Sterne und drei Sterne essen gehen, das sind jetzt noch nie so viele Restaurants.

01:21:33: siehst du halt?

01:21:34: Sind die Gäste in den verschiedenen Restaurants anders oder sind die immer gleich?

01:21:44: Also ich hatte das extrem bei mir, dass es auf der einen Seite in der Weinbar war.

01:21:47: Dann Dresden also teilweise auch in der Tat gezielt.

01:21:50: dann kam und habt ihr vielleicht irgendwie fünfzehn Jahre vorher in Bergisch Gladbach im Lehrfach kennengelernt?

01:21:57: Und da habe ich schon so ein ganz spannender Vergleich.

01:21:59: natürlich haben die sich in fünfzeh Jahren entwickelt aber es ist so allgemein wie sie sich geben, wie Sie über Wein kommunizieren.

01:22:07: Welches Interesse Sie haben?

01:22:08: Wie Sie Fragen stellen?

01:22:10: Das finde ich immer schon ganz gut vergleichen und ich fand die Unterschiede teilweise frappierend und fand es total interessant.

01:22:15: Ja also ich finde schon das, sage ich mal der Gaststil, wenn man das einmal in Kammeschleat schon sehr ähnlich ist... Ich hatte immer das Gefühl dass auf der Insel, also auf Söld wahnsinn ein bisschen zurückgelehnt war weil es war irgendwie so eine Gefühlt Der war ja alle im Urlaub, da hast du ja auch keine Geschäftsreisen gehabt.

01:22:41: Da waren die schon ein bisschen lockerer drauf und als in Dresden hatte man doch schon mal einen Geschäftsessen im Sternerestaurant und so was.

01:22:51: und das war dann halt schon ein bissel trockener Verhalten, ein bisschen reduzierter.

01:22:59: aber Grund ist vom Stil her finde ich dass die Gäste sich eigentlich schon ähneln Die, die man da so hat.

01:23:07: Also ich muss sagen, ich hab größtenteils nur positive Erfahrungen gehabt und wenn der Enama quer schlägt dann ist das halt

01:23:16: passiert.

01:23:17: Zurück zu deiner absoluten idealen Anstellung, die du ab in drei Wochen hast?

01:23:24: Was ist da noch wichtig?

01:23:25: also was brauchst du da?

01:23:27: Wäre es ein größerer Laden, kleinerer Laden wäre es... Gibt es irgendwelche Rituale, die du beim Weinen ganz gerne siehst?

01:23:34: Die du ganz gerne haben möchtest.

01:23:36: Gebe es digitale Elemente!

01:23:37: Ist ja gerade ein aktuelles Thema.

01:23:39: Hast du da irgendwas wo du sagst wenn sowas dort wäre also... Also

01:23:44: in meiner Utopie in der wir uns da bewegen setzt sich natürlich auf digitale Hilfsmittel.

01:23:55: ich selber weiß aber das ist Ich muss mich da auch erst rein lesen, reinfuchsen weil einfach das für mich nie interessant war sag ich mal so diese.

01:24:06: Diese technische Welt hat mich nicht abgeholt.

01:24:11: Aber jetzt hat doch nichts, was du mal gesehen hast.

01:24:13: Was du teufelst, was schon gibt oder was dir wünschen

01:24:17: würdest.

01:24:17: Ich hatte

01:24:17: doch

01:24:17: an den Kalifornien die ganzen Inventorsystem und alles und dass das alles miteinander verknüpft ist.

01:24:23: Das Klassensystem

01:24:25: etc.,

01:24:25: dass quasi du eigentlich nix mehr macht außer abends auf Verabrechnung drücken Gäste nach Hause, die müssen halt nix mehr machen.

01:24:33: Also die Flaschen vorräumen und die Tücher eindecken so das ist natürlich schon gut und richtig und natürlich auch viel besser und transparenter was für mich ein sehr wichtiges Element wäre.

01:24:48: aber ich muss von mir behaupten dass ich mich mit sowas nur sehr wenig auskenne.

01:24:53: deswegen da werde auf jeden Fall von außen angewiesen.

01:24:59: Und sonst, was mir wichtig ist.

01:25:02: Ich glaube ich hätte schon lieber einen größeren Laden.

01:25:05: Wenn man jetzt das sich da so sein Luftschloss bauen sollte, dann hätte ich lieber einen... Lieber einen größerem Laden, wo halt... Ich habe Plätze?

01:25:13: ...fünfzighundert,

01:25:14: fünfhundert?

01:25:16: Hundertplätze wäre schon cool.

01:25:18: Verschiedene große Tische vom Zeitungslesenden.

01:25:23: Einzeltäter hin zur achtergruppe die gerade nie wissen was heute Abend noch machen sollen.

01:25:28: und

01:25:29: Die stimmung ist in so einem laden genial.

01:25:31: oder also das finde ich so.

01:25:33: wenn du wirklich so hundert Leute in einem raum hast alle trinken weinweinharten lösten ganz eigene lebendigkeit aus.

01:25:40: Voraus geht es natürlich der laden ist voll wenn da irgendwie dann ein zweiertisch drin hast.

01:25:44: Das ist doof, das ist für dich indiskutabel.

01:25:45: aber der laden ist voll alle trinkten weit alles hier lebendig.

01:25:48: Und diese vollen leden wo wirklich Weinen durchgepumpft wird So genial.

01:25:54: Das ist so, das ist richtig Weinlebnis finde ich großartig und ich denke auch...

01:25:58: Was von Anarchies oder was?

01:25:59: Entschuldigung,

01:25:59: ich denke es ist auch ein Schlüsselerfolgskonzept der Sanzibar gewesen, dass es groß war.

01:26:07: Stimmt ja!

01:26:08: Das ist ein sehr gutes Beispiel.

01:26:09: Es ist auch so'n bisschen halt ne, sag ich mal so eine Grauzone.

01:26:14: also das ist so n bissl wie ne Parallelwelt.

01:26:18: Ja,

01:26:19: die Parallellwelt Sanziba.

01:26:23: Genau, da weiß wirklich niemand was abgeht.

01:26:25: Es gibt nur Sagen und Mythen!

01:26:28: Und einen riesigen Weinkeller halt, das ist halt das Ding.

01:26:31: Das ist halt auch das Schöne, dass man abends ein Schnitzel essen kann... ...und sich dann halt egal, was man möchte, man bekommt es halt.

01:26:38: Und es ist per se.

01:26:39: Wenn wir uns runterbrechen, ist es eine Holzhütte am Strand.

01:26:43: Ja?

01:26:44: Und das ist also ein guter Freund von mir, hat das mal sehr gut geschrieben in einem Wort, der gesagt ist ne Räuberhöhle Und das ist halt die, du gehst da abends hin nach dem Sonnenuntergang und es ist alles ganz dunkel.

01:27:00: Das Licht ist gedimmt, dir der Laden ist voll und laut.

01:27:07: Das ist einfach ein Räuberhöhler.

01:27:10: Und das finde

01:27:10: ich

01:27:11: faszinierende dabei, dass Lebendigkeit geliebt wird also nicht dieses kleine Steife und man hat dann irgendwie so fünf Tische und man schwebt von Tisch zu Tisch Sondern es ist Lebendigkeit.

01:27:22: Und dann wird man animiert zum Trinken, zum selber-lebendig sein, zum Spaß haben

01:27:27: und... Zum Lautsein ja?

01:27:28: Zum

01:27:28: Lautsein!

01:27:30: Also ich bin in der Tat auch Teamhundert also da vielleicht sogar zweihundert oder so, das waren wirklich ...

01:27:37: Ja, ich muss noch sagen, es ist ein bisschen kleiner Schutzmechanismus weil es auch viel verzeiht, so'n sage ich mal.

01:27:45: Du bist

01:27:45: ja schlau Ich hab da jetzt das lebendige, vielleicht wenn ich schon ganz mutig bin, sag' ich.

01:27:51: Vielleicht ist Geld verdient?

01:27:52: Weil man sagt ab hundert Platz sind, verdient man überhaupt erst richtig Geld in dem Sinne, weil man's wirtschaftlich ausrichtet.

01:27:57: Haben's zumindest einige gesagt die größere Läden haben... Aber du bist der Fehler vermeiler!

01:28:04: Ja gut, wenn es in diesem Laden tut mir dir ein Tablett mit fünf Bier drauf runter fällt dann juckt das niemanden, wenn ihr das jetzt in einem Dreisterne Saal mit Kronleuchter passiert, wo es sechs Tische hat.

01:28:19: Dann ist die ganze Stimmung ruhig.

01:28:20: Da hätte ich jetzt gar nicht dran gedacht, das ist witzig!

01:28:21: Aber du hast natürlich komplett recht.

01:28:23: Also wenn da mal ein Glas umkippt oder eine Flasche runterfällt... dann ist das... wie geht's?

01:28:30: Genau und klar natürlich aus wirtschaftlicher Perspektive machts auch erst Sinn.

01:28:36: also man muss halt dieses Maß finden.

01:28:40: Wir machen hier wirklich eine coole Sache, wir versuchen das alles selber zu machen.

01:28:44: Also wenn wir jetzt kurz einen Blick auf die Küche werfen, dass es schon alles ein bisschen regional und bio ist

01:28:51: etc.,

01:28:52: muss das natürlich alles machbar sein?

01:28:55: Und dann hast du da schon deine Spezialisten sitzen, die sich auch mal was großes genannt haben.

01:29:02: Das ist dann ich denke so hundertzwohundet, das ist ne coole Nummer!

01:29:07: Aber dann reden wir rein über das Wein.

01:29:09: Trinkt nicht übers Wein kombiniert, ist dann egal oder?

01:29:13: Gut!

01:29:13: Das ist natürlich die Frage ob man so eine Umgebung jetzt abends eine Weinbegleitung braucht.

01:29:24: weil also wir reden jetzt mal über den über die Situation Stichwort Sansebasis ein bisschen laut passieren Sachen am Nachbar zu stellen Blase um etc.

01:29:35: Ich weiß nicht, ob ich da so eine Kommunikation unbedingt mit dem Sammelle brauche.

01:29:41: Wenn ich jetzt abends sieben Tücher habe bei Katzenschein wo ich dann hingehe und sage hier passen wir auf den Wein haben uns das gedacht weil... Das passt zu dem Essen wie immer.

01:29:52: Also ich glaube da ist die Weinbegleitung jetzt weitrangig in unserem großen Laden wenn natürlich das leuchtet.

01:29:58: Da geht es mir um den Wein und des Weinen erlebens also auch Konzentriestlingen Düsseldorf sehr ähnlicher Laden der Aus der Lebendigkeit herauslebt und da oder keine Ahnung Pommes in Weintoni.

01:30:07: Ja,

01:30:08: also das

01:30:09: kombinieren die wenigsten glaube ich ihre Pommes mit irgendwie dem passenden Wein sondern da geht es ums Weinerlebnis und ist

01:30:15: toll.

01:30:15: Also da ist dann halt das immer wieder bei den Punkt vielfältige Karte.

01:30:19: Dann ist natürlich auch der Gast erstmal ein bisschen beschäftigt, sag ich mal.

01:30:23: Das ist dem Kind seinen Mahlbuch, dem Vater die Weinkarte... Rass du da auch erstmal ein bisschen Zeit, dich um Sachen zu kümmern und wenn die dann immer noch nie weiter wissen, dann bist ja da.

01:30:35: Trinkst du selber eher oder kombinierst du?

01:30:37: Also wenn wir bei den Flaschen Wein trinken ist es wichtig wie observat... ...und was es zu essen dazu gibt!

01:30:42: Oder geht's bei uns ums aktive

01:30:43: Trinken?!

01:30:44: Wenn du jetzt sagst, ähm... Möchtest du eine Woche vorbeikommen?

01:30:50: Ich mach Rolladen, dann würde ich mir da schon Gedanken dazumachen.

01:30:53: Mhm.

01:30:54: Jaa,

01:30:55: bist du denn auch zu Hause

01:30:57: fruchtig?

01:30:58: In der Küche?

01:30:59: Nee, allgemein so beim Wein dann aussuchen.

01:31:02: Also

01:31:02: zu Hause trink ich eher nach der Lust also auf was ich jetzt gerade Lust habe.

01:31:08: Also dann gibt's das ist...

01:31:10: Ja ich auch!

01:31:10: Deswegen als Klangratzer würdest du denn auch dem perfekten Mal zur Roulade abstimmen und...

01:31:15: Ne, ne, ne.

01:31:16: Das ist

01:31:16: Rotkraut sich nicht... Ah okay.

01:31:20: Ne, das in dem Falle nur wenn ... Wenn ich jetzt weiß zum Beispiel man hat ein paar Freunde da und man kocht, also wenn mein Freundeskreis besteht zu... ...fünfundneinzig Prozent aus Gastronomen.

01:31:32: Und wenn wir jetzt gemeinsam kochen?

01:31:37: Da gucke ich schon dass irgendwie was passen könnte.

01:31:42: aber wie wir alle wissen wenn die Gastronomens zusammensitzen gibt es natürlich einen Wein vorher und ein Wein nachher und da geht's mir eher um was da an der Flasche ist als das es zum Essen passt.

01:31:50: Das ist aber grundlegend bei uns relativ Unterbund, also manchmal es gibt so Tage da... keine Ahnung.

01:31:58: Dann müssen wir ganz trinken und Kabi trinken.

01:32:01: Es gibt Tage dann Raushalten Glas Rotwein.

01:32:05: Das ist halt dann auch Gefühl!

01:32:09: Wenn du selber irgendwo essen gehst, ist da Kombi wichtig oder ist das... Also die Kombination mit den Speisen wichtig?

01:32:16: Oder ist das eher sekundär und du schaust nach Weinerliebnissen und versuchst dich davon einfangen zu lassen und leiten zu lassen.

01:32:24: Eher Sekundär, also wenn ich jetzt die Chance habe es gut zu kombinieren und es ein Wein ist.

01:32:32: Also ich versuche, wenn ich selber im, sag ich mal eine gehobene Gastronomie bin uns hat du schöne Weinkarte, versuch ich meistens Sachen rauszusuchen, die ich nicht kenne.

01:32:42: das ist immer so ein bisschen mein Punkt zu wohin man geht oder man sieht ne Flasche wo man halt auch Mensch krass Die gibt's eigentlich gar nicht mehr oder was.

01:32:55: aber immer das ist halt so ein bisschen, dass diese Einhorn-Stylistik hat.

01:32:57: Das man da unbedingt trinken muss.

01:32:59: Das passiert auch schon mal.

01:33:03: Aber sonst bin ich da eher weinorientiert.

01:33:07: also gerade wenn man mehrere Gänge isst dann gucke ich schon, dass es einfach... Dass man im Glas ein Erlebnis hat, was über den Abend hin Spaß macht.

01:33:16: Da muss ich mir jetzt nie auf einen dritten Gang den Effektenwein kombinieren.

01:33:21: Mir persönlich Nicht so wichtig.

01:33:24: Glaubst du dich mal irgendwie eine Weinbahn, eine Weinkneipe?

01:33:27: Ein Weinrestaurant was dich beeindruckt hat, ein Kollege der dich beeintragt hat also ein Weinerlebnis.

01:33:31: wo du sagst geht bitte alle dahin das müsst ihr einmal gesehen haben.

01:33:35: Also ja gut die Weinzentrale in Dresden war für mich immer ein Punkt wo ich gerne gesessen habe weil es halt einfach zu wenig Orte gibt wo man so leger Wein trinken kann.

01:33:47: im Dreschen tatsächlich Ja genau Das muss ich mal überlegen.

01:33:54: Ja klar, Sylt hat Weinkarten noch rund nöcher.

01:33:57: also das war Jörg Müller da hat er schon gerne mal gesessen abends auch halt an der Bahn einfach nur auf eine Flasche.

01:34:07: dann sollte man auf jeden Fall mal gewesen sein.

01:34:10: also beim Herr Müller sollte man getrunken haben

01:34:16: und auch in dem Wissen dass es nicht nur Laphit und sonstiges gibt sondern Ich sag mal, man hat normale Weine gibt.

01:34:22: Normalerweise bezahlbare Weinen für mein Gehalt und man da eine breite Auswahl hat.

01:34:28: also das finde ich verkennt man dann so ein bisschen wenn man eben immer die Postings sieht was dafür Flaschen über einen Tisch

01:34:34: geht?

01:34:34: Ja das ist natürlich ungesund.

01:34:38: Man

01:34:38: kann auch an Solaris trinken von Sylt!

01:34:40: Also was Einfahreres...nein Quatsch!

01:34:42: Nehmen wir das gerne!

01:34:43: Ben liebe Grüße!

01:34:44: Das war ein Spaß!

01:34:49: Also ich glaube schon, dass der bewusste Trinker – also sagen wir jetzt mal Somelier oder jemand, der sich mit dem Thema Wein auseinandersetzt.

01:34:58: Schon bei Jörg Müller schon ein bisschen zum Einhorn trinken einkommt.

01:35:03: Bärter!

01:35:04: Aber es kann auch zu einer Hürde werden wenn du halt das Image hast, dass du halt diese Flaschen hast und man möchte einfach nur einen Kaby trinken?

01:35:12: Gibst du da auch?

01:35:14: Ja hoffentlich.

01:35:14: Ich hab's jetzt nicht im Komfort, aber ich denke schon... Also auf Sylt gibt es wirklich tolle Läden mit tollen Weinkarten, das kann man nicht bestreiten.

01:35:28: Ich habe in San Francisco gelebt und da hat es halt Weinbars wesentlich breit gefächerte und größer.

01:35:40: Da sitzt du abends in der Weinbar mit vierhundertfünfzig Plätzen, wo du einfach in so einer alten Industriehalle sitzt oder irgendwas.

01:35:46: Und da steht halt ein Emalia einmal auf dem Tisch und dann schmeißen sie dir die Flasche geöffnet rein.

01:35:52: Nichts mit Probeschluck wie auch immer.

01:35:55: Das ist natürlich cool weil man da eine große Auswahl hat.

01:36:00: Ich zu meiner Zeit habe mir auch vorgenommen, wenn ich in USA lebe will.

01:36:03: Ich auch nur USA trinken.

01:36:05: das habe schon damals so vorgenommen.

01:36:06: Das war ein bisschen mein.

01:36:10: Zettklar ist da noch ein Glas Champagner rein gerutscht aber sonst...

01:36:16: Aber da hatte ich ja auch so einen Wunderschön.

01:36:17: also genauso wie du es beschrieben hast dieses absolute Casual dass man vorne unter der Bay Bridge sitzt ein paar Ostern schlüpft und dann Ich habe keinen Amerikaner, ich hab Schopli witzigerweise getrunken und Champagner.

01:36:30: Aber es passte dort so.

01:36:32: Es war so einfach sein oder einfach den Wein als Atmosphäre-Element nutzen... ...und nicht verkauft oder eben verbissen.

01:36:41: Und das war so herrlich!

01:36:43: So die Falt in San Francisco.

01:36:46: Ja, ja.

01:36:47: Das ist halt das natürlich was.

01:36:49: wo wir ein bisschen hinterher hinken finde ich dass das laute sagst du mal so ein bisschen bisschen stürmischere gastronomie.

01:36:59: Also ich glaube dass da dass wir hier also gerade hier in der im schwäbischen ist es immer noch Lichtjahre von entfernt

01:37:08: Da kommt laut könnt ihr auch

01:37:11: Ja das geht schon aber das dann eher bei einer halben.

01:37:15: Also beim Bierchen hier, das ist...

01:37:19: Du ziehst ja weit weg.

01:37:20: Du kannst es richtig aus dich raus.

01:37:25: Das brauchst du noch ein bisschen, dass man sich auch, sag ich mal, ungesehen fühlt.

01:37:29: Der deutsche Flug natürlich auch immer gerne über die Schulter.

01:37:31: wie verhält sich der Nachbottisch?

01:37:32: Was macht er und ob er sich dieses einfach... Dass man sich einfach sagt okay mir ist das doch Wurst.

01:37:41: Ob ich mir jetzt eine Flasche in einem vierstelligen Bereich bestelle und da würde der Deutsche schon über die Schulter gucken, sagen wir um hier was macht er da drüben?

01:37:49: Deswegen hat man die Leute auch viel zu wenig.

01:37:51: Die vielleicht das finanzielle Potenzial haben aber es einfach sich mal beobachtet fühlen.

01:37:57: genauso kann am Nachbetrieb halt jemand sitzen, der sich einen schönen Winzer sagt für thirty fünf Euro bestellt und fertig ist der Lack so und das wird dann halt irgendwie.

01:38:07: man fühlt sich immer, sag ich mal so ein bisschen beobachtet oder geurteilt.

01:38:11: Und das ist halt in... also erst einmal würde das denkt glaube ich in einer größeren Gastronomie nicht passieren und zweitens in den USA schonmal gar nie.

01:38:21: Also das ist da, dass es denen völlig wurscht was sie nach Portugies macht.

01:38:26: Aber apropos Ungesehen und sich frei fühlen, ich finde mein ungesehenes Glas ganz schön doof.

01:38:32: Und fühle mich mal so frei, vielleicht dazu zu animieren dass wir auch einen Schluck trinken sollten?

01:38:37: Es ist lustig weil... Also erst einmal fand ich es interessant das du mir ein Rotwein zuschickst zu einem Podcast oder zusammen... Ich meine, es hätte jetzt auch elf Uhr Mittag sein können, da würde mich meine Freundin mit schiefen Augen anschauen wenn ich mir deine Flasche Rotweinen aufziehe.

01:38:55: aber Ich habe ja heute ein gutes Alibi.

01:38:57: Aus Night oder ...?

01:38:59: Auch wahrscheinlich beides, ja.

01:39:00: Wahrscheinlich beides.

01:39:01: Nee ich, die hat schon was bekommen und... Genau, genau, genau.

01:39:10: Fand ich sehr interessant weil für mich so, wahrscheinlich, ich weiß nicht ob es eine Engstunlichkeit ist aber für mich ist das schon jetzt so das Kommunikative und dass wenn man so ein bisschen bei Samen ist Ist dann doch schon eher so der was prickelndes oder einen frischen weiß Wein, sag ich mal das animierende.

01:39:33: Deswegen fand ist es ein sehr interessanten Zug.

01:39:38: Wie kam's denn?

01:39:39: Ich hatte

01:39:39: dich in der Tat klassisch eingeschätzt.

01:39:41: deswegen dachte ich nehme mich etwas Klassisches und... Bin gerade so ein bisschen Riocha euphorisiert, weil ich dieses Jahr in der Riocha sein durfte.

01:39:52: Das gebiet mal wieder für mich neu entdeckt habe und finde zum einen die Bewegung.

01:39:58: In der Rioche großartig was dort passiert wie man es eben auch schafft.

01:40:03: Es passt interessanterweise finde ich zu unserem Gespräch gerade dass man es schafft mit einer gewissen Größe.

01:40:09: das Gebiete sind nicht klein mit sechzigtausend Hektar.

01:40:12: die Weingüter haben nicht selten eine Produktionsmenge von der Million Flaschen, also gibt es ja nicht wenige davon.

01:40:22: Vierzehntausend Winzer arbeiten dort, es gibt sechstausend Weingüter, also es gibt eben auch entsprechende Vielfalt dort was ich total spannend finde.

01:40:30: aber wenn man's darunter rechnet dann sieht man auch schon wie groß die Durchschnittsgröße ist.

01:40:37: und das ist aber selbst im normalen Segment ein ganz bestimmter Qualitätsanspruch dort gegeben.

01:40:45: und ich finde es interessant, dass wenn man sich runtergradiert also wenn man nicht nur dieses High End sieht was wir jetzt haben hat Rioja oder ist Rioja nach wie vor ein gewisses Synonym für die gewisse Wein-Stylistik und auch für einen gewissen Weinanspruch.

01:41:00: das finde ich auch.

01:41:00: Also selbst wenn sich jemand kaum auskennt kennt er zumindest den Begriff Riojas ähnlich wie Bordeaux einer der Begriffe die nahezu jedem geläufig sind die auch für etwas stehen Interessanterweise, hauptsächlich für Rotweine.

01:41:12: Obwohl es eigentlich auch ganz spannende Weiß- und Roseweine dort gibt.

01:41:16: Teilweise auch interessante Schaumweine aber eben hauptsächlich...

01:41:21: Auf jeden Fall hundert Prozent!

01:41:23: Dass das Riocha ist also einer meiner besten Freundes tatsächlich so ein Riocher weiß Hooligan.

01:41:29: Also der muss quasi immer so einen richtigen weißer Riocher Bolide im Glas sein.

01:41:38: Gut, jetzt können wir es mal von der wirtschaftlichen Seite sehen.

01:41:41: preisleistung mariocha das klappt schon außer man hat auch wie immer dann so seine einhörner irgendwie dazwischen rumfliegen.

01:41:47: alles fein können sie machen.

01:41:49: Also was wäre jetzt?

01:41:50: also ich kannte den wein nicht bis jetzt gerade eben.

01:41:54: ich habe mich grad probiert und ich glaube ich selber als sommerliebe beschäftige mich zu wenig mit in anführenden plakativen sachen.

01:42:07: Die legt man immer so ein bisschen Ad-Actor, weil das hat man auf dem Schirm.

01:42:12: So und man muss sich da immer mal wieder... Plaktiv

01:42:14: meinst du lauto oder intensive Weine?

01:42:17: Bekannte sag ich mal sowohl.

01:42:20: Bekannte ja wohl.

01:42:21: Ja.

01:42:21: Bekanne so Sachen die halt irgendwie durch die, durch immer dass ein bissel sage ich mal präsent sind.

01:42:28: Und man muss dann manchmal auch einfach wieder in dieser Thematik mal wieder so einen Deep Dive starten, um da quasi mal wieder wachgerüttelt zu werden was da eigentlich los ist.

01:42:40: Weil man hat es vielleicht vor zehn Jahren sich da zehn jahren belesen und hat dann Qualitäten probiert und hat sich seine Meinung gebildet und dann hat man aber sich schnell andere Sachen zugewandt muss man sich ab und zu selber mal zurückpfeifen.

01:43:01: also ich finde den jetzt relativ interessant.

01:43:04: Es ist

01:43:05: keine wirkliche Genossenschaft.

01:43:06: Das ist ein Zusammenschluss von verschiedenen Produzenten, also doch eigentlich schon eine Genossnenschaft.

01:43:10: Die ist nicht klein, siebenhundert Hektar was ja schon eine gewisse Grundgröße ist.

01:43:15: Also größer als das Weinanbaugebiet von dem du kommst.

01:43:18: Also doch noch hundert Hekter hohen drauf wenn man so möchte.

01:43:21: einen Bein gut sind vier Dörfer die sich damals in sechziger Jahren zusammengeschlossen haben weil sie sich dem kompletten Kommerz nicht ergeben wollten aber einfach Synergien erschaffen wollten.

01:43:32: Und das Spannende finde ich dabei ist in der Riocha Alter, dass du teilweise zwischen fünfzig bis hundert Jahre alte Rebanlagen hast.

01:43:41: Dass du in sechshundert Meter Höhe bist... Das

01:43:43: ist halt das Coole an der Rioche, ja?

01:43:45: ...dass du eine Botenqualität hast die sehr außergewöhnlich ist, dass dieser Wein allein sechs Jahre im Weingut schlummert bevor er überhaupt freigegeben wird nur einen ganz besonderen Jahrgängen erzeugt wird und dann wiederum also wenn du all diese Parameter nimmst auch ... das Winemaking, was dort sehr, sehr elitär ist.

01:44:04: Und das ist ein Top-Würfst!

01:44:05: Den Wein im Endverbraucherpreis... Ich mag den Begriff endverbrauchern nicht.

01:44:10: Das sind so'n undankbare Begrüfer.

01:44:12: Ich weiß es gerade nichts anderes.

01:44:13: oder einen Privatkundenpreis.

01:44:15: Vielleicht sogar noch ein schönerer Begriff für dreißig Euro?

01:44:18: Das finde ich spektakulär.

01:44:19: also für den Wein auch für die Lebensfähigkeit, die er jetzt noch hat.

01:44:21: Dass du ihn auch doch dreizig, vierzig Jahre liegen lassen kannst, dass der ein unglaubliches Potenzial hat und das dort dahinter funktioniert.

01:44:30: Als ich ihn aus der Packung oder aus der Kiste gezogen habe, dachte ich mir.

01:44:36: Also ich hab mir knackiger vorgestellt aber er hat schon so einen ganz feinen reifen Anflug was ein bisschen vermuten lässt wie das wir sein könnte wenn er noch länger liegt und es bewundet an dem Wein sehr dass der noch.

01:44:51: also Das muss man auch immer differenzieren wenn wir über Reife sprechen.

01:44:57: also gibt's Leute die Sprechen über Reife, wenn es dreißig Jahre hat.

01:45:03: Ich finde es immer interessant, wenn man im Austausch ist mit einem Winzer oder Winzer hat von Reife ein ganz anderes Bild also vier weniger Zeit als wir.

01:45:14: als Sommelis find ich, also hab' ich so die Erfahrung gemacht.

01:45:17: und wenn man jetzt direkt natürlich in den Jahr zwei tausend fünfzehn ist ja für uns sage ich mal ohne lange drüber nachzudenken Kein reifere Jocher oder kein wässer für

01:45:29: uns beiden nörd.

01:45:30: zum prinzip.

01:45:31: aber wenn die jetzt in privat Kunden fragen ist ein reifer wein drei jahre.

01:45:36: Also einer der nicht aktuell letztlich auf dem edikett hat da ist es dann schon reif und ich finde aber bei den weinen, ist es so dass die reif produziert werden das sie so gemacht werden als reservern letztlich auch bis die reifs sind bis die trinkreifs sind Und dann stagnieren die und entwickeln sich wesentlich langsamer, als wenn du jetzt ein Merlot aus dem südwestlichen Frankreich hast.

01:45:59: Der halt jedes Jahr anders schmeckt.

01:46:01: Hier bei dem Wein wirst du auch in drei, vier, fünf Jahren noch dieses Trinkfenster und dieses Präsenzfenster haben wie du es jetzt in diesem Augenblick hast.

01:46:11: Ja auf jeden Fall.

01:46:12: Das ist natürlich eine andere Präzession also... Ich bin total überrascht.

01:46:18: Das freut mich auch sehr, was ich vorhin schon sagte ist wenn ich Wein bestelle proaktiv möchte ich eigentlich immer Sachen trinken die ich nicht kenne und das hat mich sehr gefreut dass hier eine Flasche zum Vorschein kamen die mir absolut nichts oder ich nicht kannte also nichts sagen.

01:46:38: das wäre schlimm wenn ich keine Etiketten lesen könnte aber ich kannte dir den Wein nicht.

01:46:44: Probierst

01:46:45: du ihn dann?

01:46:47: Unwissend, also dass du erstmal den Wein anfühlst und wenn ja wie würdest du den für dich einordnen?

01:46:54: Also was schmeckst du, was riechst du.

01:46:55: Was siehst Du, was fühlst Du?

01:46:58: oder... Beliehst du dich vorher und guckst, okay.

01:47:01: Das könnte das sein?

01:47:01: Ah der kommt dort her auf.

01:47:02: was macht wenn man es gar nicht mehr präsent hat?

01:47:05: also diese diese drei kernggebiete sprich riocha la vesa rioche oriental oder riocher alter?

01:47:11: Was macht ihr im einzelnen ausreichende boden?

01:47:13: tubizitäten was habe ich zu erwarten?

01:47:15: wie war zwei fünf zehn?

01:47:16: warum tarant?

01:47:17: oder ist das für dich eher dann sekundär und lässt nur den wein sprechen?

01:47:23: Also jetzt in dem fall Wie ich hier sitze, habe ich jetzt den Wein erst mal für sich sprechen lassen.

01:47:29: Weil ich nicht wusste was du vor hast mit mir und ich mir jetzt kein Bild machen wollte.

01:47:35: Grundlegend würde ich... Wenn du mir die Flasche hinstellst blind und also nicht blind sondern wenn du sagst hier passen wir auf probier das mal würde ich mir wahrscheinlich ein Glas einschenken wird es auf mich wirken lassen und würde dann je nachdem würde ich online nachschauen, was so vor sich geht.

01:47:58: Jetzt hier in dem Falle wie wir da sitzen habe ich nichts gemacht und hab den Wein einfach mal auf mich wirken lassen.

01:48:05: Wie wirkt

01:48:06: er auf dich?

01:48:07: Was ist deine Weinsprache?

01:48:08: Wie beschreibst du dem?

01:48:09: Wie nimmst du den wahr?

01:48:10: Wie deklinierst

01:48:11: du dir?

01:48:17: Für mich war also klar die Frage immer nach dieser... klassischen oder modernen Stylistik.

01:48:24: Ich finde, das hat schon noch was Klassisches als etwas sehr packendes, greifendes.

01:48:32: Ich hätte mir jetzt rein vom bevorsten Platz ein bisschen was Wuchtigeres vorgestellt also mental.

01:48:39: Finde ich einen sehr, sehr elegant feineten ganz, ganz feine Würze aber ja Kraftkörper.

01:48:51: Ich glaube für einen Nichtweintrinker wäre das schon ein Kraftpaket, ich finde für einen Spanier in der Reife oder sagen wir mal Nordost-Spanien finde ich ihn doch noch sehr sehr elegant.

01:49:10: Ja ich glaub dass ist das womit man dann auch die, also wenn es Rioja hat natürlich auch viele Qualitäten die man im Endverbrauchersegment findet.

01:49:24: Deswegen muss man natürlich mit solchen Weinen da auch manchmal ein bisschen den Ruf aufpolieren und ich finde das kriegt er sehr gut hin.

01:49:30: Ist die Temperatur dabei für dich wichtig?

01:49:32: oder was für ein Glas hast du?

01:49:34: Hast du das bewusst vorher ausgewählt, war das erstmal gar nicht so präsent?

01:49:40: Na gut der Wein hat jetzt natürlich heute schon ein bisschen Geschichte hinter sich weil ich den ja erst mal zwei Stunden vor unserem Date aufgemacht habe oder anderthalb.

01:49:52: Dann habe ich den kurz in den Kühlschrank gestellt für... ...zwanzig Minuten, damit nur das Glas außen kalt wird.

01:50:05: Und jetzt trinke ich gerade aus einem Riedel-Pino-Glas und ich finde... Das steht dem Wein!

01:50:20: Es hüllt den Wein gut.

01:50:21: It's soothing.

01:50:23: Wie hat er sich verändert, wenn du sagst... Du wirst wahrscheinlich vor zwei Stunden schon mal probiert haben bzw.

01:50:28: wenn du dir jetzt schon nebenher trinkst, spürst du eine Veränderung?

01:50:31: Ja auf jeden Fall!

01:50:32: Also der hatte ein bisschen von dieser Herzhaftness-Stylistik, finde ich, hat ein bissel zugenommen.

01:50:40: Also klar, also für seine kurze Zeit im Kühlschrank hatte und jetzt geht es so ins Herzhafte über.

01:50:49: was ich mit super Entwicklung finde

01:50:52: Ist ein Solist oder Speisebegleiter?

01:50:55: Das ist, das ist also für mich sollte grundlegend jeder Wein erst mal ein SolIST sein.

01:51:06: Wenn der Wein solo nicht funktioniert... Also ich kann ja jetzt nicht sagen, oh man, jetzt müssen wir heute wieder Spargel kochen sonst kann ich Wein X Y nicht trinken!

01:51:15: Also das hat ja kein Mehrwert für den Wein dass ich den nur aufmache.

01:51:20: Also klar es gibt Das ist jetzt auch wieder so ein Gastronomieinternis-Ding.

01:51:25: Also wir machen halt abends mal keine Ahnung, gebraten meine Gänselebe oder es gibt mir ein geiles Dessert bei uns im Privathaushalt und da macht man mal was Süßes auf.

01:51:34: das wird's wahrscheinlich im Privathaus halt weniger passieren.

01:51:37: Da ist dann wirklich so dass man nach dem Wein kocht.

01:51:39: aber grundlegend.

01:51:41: wenn der Wein als Solist nicht überzeugen kann oder wenn ich sage ich mal nach einem ersten Glas mit denke ich trink heute lieber ein Bierchen oder bleib beim Wasser Dann wüsste ich nicht, ob ich den zum Essen einsetzen soll.

01:51:52: Klar kann der dann gut sein und sich verbessern und das kann alles top funktionieren.

01:51:57: aber für mich muss es solo funktionieren oder sollte, sollte.

01:52:20: Ich muss mit einer absoluten Absurdität beginnen!

01:52:23: Für dieser Wein, Der zwei tausendreinzwanziger breite alte Bianco della Vinesia Livon aus dem Corio aus Friau Julius Vinesien trägt auf seinem Etikett IGT und das ist die niedrigste Klassifikationsstufe des italienischen Weinsystems.

01:52:37: Also offiziell so pristisch trächtig wie der Hauswein auf einer rasteten Menükarte, also unter dem Jahrgang steht Praide Alte.

01:52:44: Das ist der Grand Cru von Livon!

01:52:47: Den Flaggschiff Der meist ausgesteichende Wein des Hauses Ein Weißwein.

01:52:51: den Bibänder mit fünf von fünf Trauben bewertete Wir unnällig mit vier neunzig von hundert Punkten Der regelmäßig über neunzig Punkte gab.

01:52:59: beim Falster wo er auch immer bekommt IGT.

01:53:03: In manchen Kreisen nennt man das Treppenwitz, im Friolanischen nennt es... Egal!

01:53:08: Der Wein schmeckt sowieso besser als das Indikett.

01:53:10: Die Erklärung ist bürokratisch und damit fast schon tröstlich.

01:53:14: die QW verbindet Sorten, die formal über verschiedene Denominationsregionen hinausreichen.

01:53:20: Es gibt also kein DOC Corset Das passt Und dann schreibt das System IGT vor Aber dieser Wein ignoriert das System Wie alle guten Dinge das tun.

01:53:31: Er schaut auf seine Diketzug mit den Schultern und fährt fort, einer der komplexesten weißen gewesen, Italien zu sein.

01:53:39: Wie ist zu diesem Wein kam?

01:53:41: Es begann... ...nünzundhundertfünfzigzig und zwar mit Dorino Livon!

01:53:44: Und er wiederum war kein Winzer, er war Holzhändler!

01:53:47: Und in der Zeit, der viele Friolaner das ländliche Leben aufgaben und die Städte zogen, tat er es gegenteil.

01:53:55: Er verkaufte Holz, nahm das Geld und kaufte die erste Parzelle-Land auf den Koiuhügen direkt an der Slowenischen Grenze im äußersten Nordosten Italiens!

01:54:04: Ein Ort, den damals kaum jemand kannte... ...und der heute einen der bedeutendsten Weisweinregionen Europas ist.

01:54:11: Man hätte Dorino Livonville verrückt halten können.

01:54:14: Man Hätte aber auch abwarten können.

01:54:17: Er wartete nicht.

01:54:18: Er kaufte weiter, Parzelle um Parzelles Jahr für Jahr bis aus den ersten Stück Hügelland ein ernsthaftes Weingut wurde.

01:54:25: und so entstand in der Provinz Udine einen Betrieb, der heute fünf Güter umfasst über zweihundert Hektareben rund achtundtausend Flaschen pro Jahr und er immer noch von der Familie geführt wird Valenio Tonino.

01:54:37: die beiden Söhne von Torino übernahmen Anfang der achtziger Jahre des Weinguts.

01:54:41: Sie bauten zwei separate Keller, die Maserotte für die Krühe und Kraunkrühe Weißweine.

01:54:45: Und die Venko für die Rotweine!

01:54:47: Zwischen twoinzehnt, zweieinzehn, neunzigneunzig kauften sie Güter, Natoskaner und den Umbrien hinzu... ...und heute ist Valenius' Sohn Matteo aktiv.

01:54:56: Die dritte Generation?

01:54:58: Aber um dem Brei der Alte zu verstehen, muss man in die Erde greifen.

01:55:02: Buchstäblich!

01:55:03: Der Bodelskojo heißt auf Riolanisch Ponka Und ist ein ganz besonderes Gestein EO-X Ursprungs entstanden, circa fünfzig bis fünfzig Millionen Jahre auf dem Grund eines prehistorischen Meeres.

01:55:16: Abwechslend aus Schichten aus Mergel und Sandstein langsam abgesunken aufgetürmt gehoben, bis sie zu Hügel wurden.

01:55:24: Man kann diesen Boden in die Hand nehmen.

01:55:26: Er bröckelt sofort Krümelsverschnipfinger gibt Fossilien frei Richt nach Stein und Zeit Und genau das will die Rebe hier.

01:55:33: Kagerbodenswinkli wurde dann tief, manchmal sechs, sieben Meter in den Fels!

01:55:36: Tiefgehen bedeutet Stress und Stress bedeutet Konzentration.

01:55:41: Die Alpen im Norden schützten vor Wind?

01:55:43: Die Adria im Süden schickt warme Luftfeuchtigkeit.

01:55:46: Slovenien liegt einen Steinwurf entfernt also so dicht dass man beim Flügen ganz schnell auf der falschen Seite sein könnte ohne es zu merken.

01:55:53: Diese geografische Randlage dieser letzten Vorpost in Italien Richtung Osteuropa ist kein Nachteil.

01:55:59: Es ist das Geheimnis.

01:56:02: Chardonnay, Sauvignon Blanc, Piccolite, Moskater Giallo.

01:56:07: Vier Sorten, vier Welten, eine Asamblasche!

01:56:09: Das klingt als hätte jemand für sehr verschiedene Menschen einen Raum gesperrt gewartet.

01:56:15: was passiert?

01:56:16: Und was passiert ist der Breidealte.

01:56:19: Chardonni-Sauvignon bildet das Rückgrat.

01:56:21: je viertig Prozent die klassische Verbindung aus begründlicher Fülle und legalärischer Frische.

01:56:26: in all je barrikes vergoren Gewinnen beide eine Mineralität und Tiefe, die sie aus ihren Herkunftsprofilen heraushiebt.

01:56:34: Dann Piccolit, achtzehn Prozent!

01:56:36: Das ist die Seele des Weines... ...und eigentlich interessant ist die Traube der gesamten Geschichte.

01:56:41: Piccoli, der Name vom frigolanischen Pico lebt kommt, kleiner Stiefel,... ...ist einer der einzigartigsten Rebsorten Italiens.

01:56:49: Sie isst halt nicht lukrativ, trägt kaum Früchte weil er der kleine Stier die Traubenentwicklung bremst also wirtschaftlich schwierig historisch gefährdet.

01:56:58: Aber hier baut man sie trotzdem an, wenn Sie das gibt was keine andere Sorte gibt.

01:57:03: Eine blumige, honigartige Tiefe die im Breidealte als Aromfaden wirkt.

01:57:08: kaum spürbar!

01:57:10: Aber sofort vermisst, wenn man eine Probe ohne sie trinkt und ein muskatogealo kompletiertes Ganze mit einem aromatischen Hauch der nach Freiheit riecht.

01:57:19: Aber das sind Fakten... Das was man in der Flasche, was man später im Glas hat ist ein Wein der Spiele in zehn, fünfzehn, zwanzig Jahre ohne Übertreibung übersteht.

01:57:28: Natürlich kann man ihn jetzt trinken, weil er einfach gut ist.

01:57:31: Vielleicht würde man ihm in den Jahr zwei Tausend Dreißig noch besser finden.

01:57:33: und ärgert sich zwei tausend fünfund dreißig das.

01:57:35: man hätte mehr davon kaufen sollen.

01:57:37: Aber egal wann man ihn trinkt Man sollte Dorino Levino danken dass er mit dem Holzverkauf anfing Und damit ein der wichtigsten Weinfamilien des gesamten Friehausgründete IGT!

01:57:50: IGT steht auf die Medikette.

01:57:52: doch großartiges das was drin ist.

01:57:55: Trinken wir es einfach.

01:57:56: Vielen Dank Für diesen großartigen außergewöhnlichen Norditaliener.

01:58:01: Für den im Jahr für die Jahre, der alte Bianco de la Vinesia.

01:58:04: Dem Hause Livon natürlich dem deutschen Importeur!

01:58:07: Dem Handelshaus Conzio Vini.

01:58:19: Hattest du mal einen Wein, der unkombinierbar war?

01:58:22: Unkombinerbar... Das ist... Boah da muss ich jetzt wirklich ganz tief kramen?

01:58:28: Ich glaube nicht.

01:58:31: Also klar hab' ich schon Weine getrunken wo ich persönlich für mich festgestellt habe, das ist nicht meine Weinwelt.

01:58:40: Das kann es schwer für mich einzusetzen.

01:58:45: Bei mir sind so ganz duftige Sachen und diese Bouquet-Angelegenheiten...

01:58:51: Muscatella?

01:58:51: Neu-Issylain?

01:58:52: Ziddiou Blanc oder sowas...

01:58:54: Muscatella ist zum Kandidat.

01:58:55: ja!

01:58:57: Wenn ich das pentriert oder wenn Du Dich genug davon trinken kannst pro halbe

01:59:00: Stunde?!

01:59:04: Es ist mir zu, ich mag dieses Überladende nicht.

01:59:09: Also da... Ich bin wirklich in der Sachsen oder?

01:59:13: Da hat es ja natürlich

01:59:14: einen

01:59:14: Traminer rumfliegen und mein Lehrmeister damals zur Leerzeit hat gesagt ein sächsischer Tramine.

01:59:26: das riecht wie wenn bulgarischer Reisebus ausgestiegen ist.

01:59:33: Gut zu sagen,

01:59:33: ja.

01:59:35: Ja, genau.

01:59:39: Das war für mich dann auch immer so eine Schocktherapie dieses Draminerzeug und Muscatella.

01:59:44: Ich habe auch lange gebraucht als was ich lange gebauchte.

01:59:48: das klingt mal alles theatralisch.

01:59:50: also der Soviet war auch für mich immer so ein bisschen okay.

01:59:53: wenn es jetzt jemand anderes bestellt trinke ich schon mit aber zwar hat's nie meine Wahl mittlerweile trink ich doch ganz gerne als wären wir hier in der Region Tolle Soviens und das macht jetzt schon Spaß.

02:00:05: Aber Tramina muscatella, so die Ecke

02:00:12: ist

02:00:12: für mich... Also ich kann das kombinieren aus fachlicher Sicht heraus aber es ist nicht unbedingt meine erste Wahl.

02:00:20: Das wäre dann wahrscheinlich die Antwort auf deine Frage.

02:00:22: Die ist nicht unbedingt nicht kombinierbar aber damit würde ich mich schwer tun.

02:00:26: also klar wüsst du es?

02:00:29: Es ist einfach ein Wein den ich so ein bisschen... Der genießt bei mir einen Schatten da sein.

02:00:35: Und welcher Stil passt zu deiner Persönlichkeit, wenn du es so runterbrechen musst?

02:00:39: Zu meiner Persönlichkeit als Mensch.

02:00:41: Keine Ahnung, Menschfachmann... Also manchmal geht das hier ein Herd an.

02:00:44: Hätte ich jetzt einfach so gedacht oder nicht?

02:00:46: Bist Du wie eine Vierstitze freh'n?

02:00:49: Ja, nee, nee!

02:00:52: Ich für mich selber, ich mag kräftige Charbonnés Ich mag's opulent, ich mags wenn es Eckenkanten hat.

02:01:00: Wenn sie ein bisschen rauchig ist... Also nicht nur Kalifornien, das mag man mir jetzt andichten wollen aber generell Schaden aus dem Holz ist für mich einfach... Das ist für me reiner Genuss auch in allen... versetten, wie es ihn gibt.

02:01:19: Und Holz ist dann für dich barik amerikanische Eiche für Vanille so in der Richtung also ganz plakativ oder auch tunno- oder stückfass?

02:01:29: Alles!

02:01:33: Ich mag das schon wenn das Holz... Also das ist natürlich immer etwas schwierig.

02:01:42: wenn man in Gesellschaft trinkt kann ich mir jetzt nichts bestellen oder nix aufmachen wo jetzt quasi sage ich mal dominant ist für jemanden der da nicht weiß das sensorisch einzuordnen.

02:01:55: aber grundlegend mag ich wenn es.

02:01:59: Holz auch im Hintergrund schwingt oder werden wir später zum Vorschein kommt.

02:02:03: also dann bin ich total, da bin ich ganz flexibel was Holz angeht aber Grundlegend finde ich das schon.

02:02:10: Also wenn's für mich persönlich ums genuss trinken diese dieses Luftschloss dass wir bauen dann wäre es auf jeden Fall Schade aus dem holz.

02:02:19: Also etwas, woran du dich auch selber abarbeiten kannst.

02:02:22: Was du geschmacklich auch bewälteln kannst.

02:02:24: und daran wahrscheinlich also wenn ich das richtig interpretiere geht es mehr um das Geschmackstrinken eben nicht um das Geruchstrinken deswegen schließt wir diese duftigen Geschichten aus sondern es geht mir um die Präsenz am Gaumen, um den Geschmacks, um die Struktur, um Muttfülle.

02:02:39: Auf jeden Fall!

02:02:41: Das

02:02:42: stört mich nicht wenn der Wein in der Nase erst mal sich ein bisschen versteckt Wenn er sich als später zeigt, das ist für mich völlig in Ordnung.

02:02:54: Was ich eher nicht mag ist wenn er dir...wenn er dich schon anspringt aus dem Glas also jetzt in diesem sage ich mal duftig floralen Bereich.

02:03:03: Wenn mir das Holzfass anspringend finde.

02:03:06: ich persönlich find es cool.

02:03:08: Super interessant!

02:03:09: Also ich finds auch total spannend weil Holz ja gerade im Augenblick da sieht man ja auch so die verschiedenen Trends immer ganz stark negiert wird Und der trennt halt so ganz krass weg vom... Also das war vor zehn Jahren, auch vor fünfzehn Jahren Richtung Holz war oder um die zweitausende Richtung Holz und dann präsent und greifen.

02:03:28: Man oft auch vergessen hat in eine gewisse Relation zu sehen also den entsprechenden Körper für das Fass auszusuchen und es dann irgendwie so aussah als wenn ich ein XXL Kleid habe, dass überproportioniert war geht jetzt in diese komplette andere Richtung Und man versucht das so komplett irgendwie auszuschließen oder Holz wird sehr, sehr negativ betrachtet.

02:03:51: Man vergisst auch oft dass Holz über eine Zeit mit dem Wein verwächst und sich dann irgendwann harmonisiert und beurteilt den Wein in der jungen Phase aber hat selber vielleicht noch nicht die Erfahrung zu erblicken was in fünf oder zehn Jahren ist und wie das Holz sich dann in dem Wein eingeliedert.

02:04:07: Ich finde diese Extreme manchmal ein bisschen schade Und daher finde ich es schön und wohltun, dass du sagst... Ich mag Holz.

02:04:14: Ich steh dazu um dich.

02:04:15: Trink das Kern und ich find' es gut!

02:04:18: Ja, das auf jeden Fall.

02:04:20: Also man darf natürlich mit dieser Meinung jetzt nicht hausieren gehen.

02:04:23: Ja,

02:04:23: aber man muss eine Meinung haben, finde ich?

02:04:25: Absolut, hundert Prozent.

02:04:26: Das

02:04:26: ist die schöneste Meinung hast du?

02:04:28: Dass du dir eben... Also dass niemanden aufdrückst, das verstehe ich jetzt mit Hausieren gehen aber trotzdem.

02:04:33: Du hältst damit ja nicht hinter Berg und drückst ganz klar aus was du magst und damit kann man damit kann der Gegenüber arbeiten.

02:04:41: Es erholte es halt auch immer in sage ich mal ein Signalwort im Restaurant weil das natürlich im Bereich Genuss-Drinker ... sprich Gast oder jemand, der überhaupt gar nicht so unter Materie ist.

02:04:57: Der geht muss in rotes Licht an.

02:05:01: Ich weiß nicht wer die Leute versaut hat... ... oder wer es traumatisiert hat aber das ist sehr häufig, dass man dahingehende Diskussionen hat wenn man sagt okay... Einfach nur das, wenn man mal sagt es kommt aus dem großen Holz nunmal so.

02:05:17: Das ist ja eine geflügelte Worte, ne?

02:05:19: Es kommt aus einem großen Holz und dann ist schon sofort schottendicht nähe Holz überhaupt gar keinen Fall.

02:05:24: da kriege ich dies dass migräne Halluzinationen sind

02:05:27: zu negative Erlebnisse sind wir alle dran schuld.

02:05:29: ähnlich mit Riesling und Säure.

02:05:31: das hat sich denn einmal eingebracht einmal festgesetzt und dann kann man sich merken Auch wenn man nicht ganz so bewandert ist und dann verbindet man es einem mit dem anderen, aber das vielleicht einen anderen Ursprung oder einer Hintergrund hat.

02:05:42: Wie gesagt, dass man vielleicht irgendwie mal ein Wein getrunken hat wo man halt ein Trolliger ins Neubarriken legt hat.

02:05:49: Ja gut!

02:05:51: Das bin ich ja als sächsischer Sommelier gewohnt, Aufbauhilfe aus.

02:05:55: Aber das gleiche Problem haben wir jetzt hier im Württemberg auch mit dem Trollen und mit dem Lämbärger.

02:06:03: Dass man da das nach außen hin auch ein bisschen transportieren muss, dass man das promoten muss und dass es dann natürlich Top Qualitäten gibt.

02:06:11: Und wie es halt häufig Leute gibt die einfach sagen... Keine Ahnung.

02:06:17: Rheinhessen hat das süßen Wein, Sachsen hat das sauren Wein und Württemberg hat das dünnen Trollinger oder dünnen Rotwein.

02:06:25: Das sind halt alles Sachen wo wir dann als, sag ich mal, Botschafter auftreten und sagen hier pass mal auf, du probierst es jetzt erstmal, wenn's dir nicht schmeckt, machen wir noch was anderes drauf.

02:06:34: Ganz

02:06:34: ganz wichtig also die Chancen auch zu probieren.

02:06:36: Ich hatte vorgestern hatte ich einen Zutausenswörfer-Trollinger von der Heikeruk.

02:06:42: Fand ich total spannend!

02:06:43: Hat sich richtig toll entwickeln fahren.

02:06:45: klingt ein

02:06:46: bisschen experimentell?

02:06:48: Eigentlich gar nicht.

02:06:49: Es war aus dem Kanzler der Zuckerle und sie hatte damals bei Völwachs gelernt, hat dann... Ich habe jetzt ein bisschen Kontakt verloren.

02:06:55: Ich weiß gar nicht ob es das Weingut noch gibt, aber ich hab lange nichts mehr irgendwie mit denen gemachten.

02:07:00: Und ich war damals von der Authentizität die Sie im Trollinger hatten.

02:07:05: War ich sehr begeistert!

02:07:06: Und jetzt ja als Zwunsch-Völwer und er war so schön und so sanft und so zart gereift.

02:07:11: Da ist so eine perfekte Soil.

02:07:12: Auch da gibt's tolle Überraschungen.

02:07:13: also da sollte man nicht irgendwie schwarz oder weiß denken, sondern einfach probieren.

02:07:18: Absolut hundert Prozent!

02:07:19: Das ist natürlich in unserem Berufsfeld auch extrem wichtig... das hatten wir ja am Anfang schon mal kurz besprochen dass wenn ich jetzt nur den einen Trollinger von dem Weingut X Y auf der Karte habe und es den Leuten nicht schmeckt dann haben wir die, sag ich mal anfangs ein Versaut so wie irgendjemand vor uns das mit dem Holz gemacht hat.

02:07:45: Deswegen muss man das halt ein bisschen facettenreich aufstellen und dann auch sagen, hier passt mal auf.

02:07:50: Das Weingut kann das und das.

02:07:52: Probiert's halt mal!

02:07:52: Und wenn nicht?

02:07:54: Da gibt es auch noch andere Sachen.

02:07:57: Wir haben da schon, finde ich eine riesige Verantwortung.

02:08:01: Also da spreche ich jetzt mal primär über nationale Weingüter... Oder halt, sag ich mal unseren Dunstkreis.

02:08:13: Weil ich muss mich jetzt nie um die Reputation von der Champagne oder von dem Bordeaux kümmern.

02:08:19: Dann ist es mir wichtiger das der Winzer zu dem ich dreißig Minuten fahre, dass man denen ein bisschen erklärt was da passiert.

02:08:29: Das sehe ich ein bisschen anders, wenn ich dir widersprechen darf!

02:08:31: Also auch da muss man manchmal aufräumen.

02:08:34: und zum Beispiel weil du so öfters erwähnt hast... Kalifornien, dass halt das nicht alles Riesenweingüter sind mit achtzehn Milliarden Flaschen Abfüllung.

02:08:43: Das eigentlich ein Weinland ist von welches von Individualität von kleinen Weingütern geprägt sind es natürlich riesen Matchplayer gibt aber trotzdem eben auch ganz viel Individualismus geliebt wird.

02:08:53: oder wenn wir gerade Rioja probiert haben das jetzt auch neuer Trend seit zwei tausend siebzen Einzellagen.

02:09:01: riocha wo man versucht, eben das Théroir herauszuarbeiten.

02:09:07: Allein Bodega-Taurant hat tausend Einzellagen, also die Hector setzen sich aus Tausend-Einzellagen zusammen und teilweise werden sie singulär abgefüllt was total spannend ist.

02:09:19: Und es gibt so viele Vorurteile in vielen Bereichen.

02:09:24: Das stimmt ja, da war es jetzt wahrscheinlich gerade ein bisschen zu schnell.

02:09:26: Weil ich kurz den deutschen Winzer ein bisschen hervorheben wollte aber ab dem Fall... Ja,

02:09:32: super!

02:09:33: Natürlich müssen wir... Ich glaube, ein großes Problem ist ja ohnehin für uns Deutsche das wir zu oft nach außen schauen und damit unsere Deutschen Winzer manchmal vernachlässigen nicht manchmal sondern auch vernachlässigend und kaum eine Nation macht das ja so gravierend also die eigene Stärke-Suffernachläßigen.

02:09:51: Aber wir sind halt so international aufgestellt und leben auch teilweise auch mit den oberflächlichen Nachrichten, die dann gelebt werden.

02:09:58: Das ist Bordeaux-Halt nur... ...mit Herbizide und Pestizide verseucht ist.

02:10:02: und so was greift man auf?

02:10:04: Da isst man wieder bei den Vorurteilen ehemd Riesling ist sauer, Barik ist schlecht usw.

02:10:08: Und wie du sagst da haben wir die Verantwortung damit zu arbeiten das Aufzulösen, zu relativieren.

02:10:14: und wenn man seinen Herz in Deutschland beim deutschen Winzern hat es ist ja trotzdem super!

02:10:18: Absolut absolut Gut, also wenn man in der Weinbauregion arbeitet dann empfinde ich es als Pflicht da auch ein bisschen als Botschafter rüber zu kommen.

02:10:36: Wenn man jetzt natürlich in Berlin-Hamburg arbeitet oder in München dann steht man nicht so sehr an der Pflicht finde ich das kann man sagen okay zum Beispiel das Weinbaugebiet Sachsen oder die Ahr.

02:10:51: Das habe ich auf meiner Weinkarte nicht, weil es für mich als Mensch nicht interessant ist.

02:10:55: Alles gut alles fein.

02:10:55: aber wenn ich an der Ahr dann Sachsen arbeite müssen die Winzer repräsentiert werden.

02:11:00: Ist meine Meinung!

02:11:02: Ja ich finde aber man braucht solche Beispiele wie eben jetzt zum Beispiel den Rioja wo... Wo man auch was zum Festhalten hat, wo man sich darüber definieren kann, wo Man sich austauschen kann.

02:11:12: das Reden finde ich eigentlich gerade beim Wein sehr wichtig und wichtig dass man sich denn auch preis gibt.

02:11:18: Gibt es irgendeine Person, mit der du gerne mal ein Glas Wein trinken würdest?

02:11:21: Also entweder berühmt nicht berühmt, lebend nicht lebend, historisch nicht historisch, gastronomisch nicht gastronomie.

02:11:29: Irgendjemand, der dich wahnsinnig interessiert also den auch über eine längere Strecke über einen Wein kennenzulernen.

02:11:36: Mittenwein seine Meinung über Wein.

02:11:40: Ich glaube die meisten Menschen, die ich mag, mit denen habe schon Wein getrunken Oder habe ich auch durch den Wein kennengelernt?

02:11:49: Ja, deswegen ist das für mich schwer.

02:11:52: Es gibt jetzt in meinem Leben nie so eine Lieblingspersönlichkeit oder eine Idee, sei es ein Musiker- oder einen Künstler-, oder aus der Politik nichts, wo ich sage, dann muss ich mit ihm unbedingt gerne mal zusammensitzen.

02:12:07: Das ist schwer zu sagen als glaube ich, es gibt unheimlich viele interessante Persönlichkeiten also... Ich glaube, das kann ich tatsächlich nicht definieren.

02:12:20: Also mit wem ich immer gerne beim Wein zusammensitze sind natürlich primär immer gute Freunde, ne?

02:12:28: Klar!

02:12:28: Das ist was Emotionales und sonst sind es halt Winzer weil der Austausch etwas ganz anderes ist.

02:12:36: die Herangehensweise, die Analyse... Und wenn man dann merkt dass man jetzt nie so fachlich agieren muss sondern auch ein bisschen, sag' ich mal im Slengen über den Wein reden kann Und dann erfährt vielleicht, worum es so ist und wie's passiert ist oder was ja Winzer drüber denkt.

02:12:55: Würde ich schon sagen dass sich... Ja mit Winzern sitze ich sehr gerne zusammen und probiere gemeint.

02:13:00: Also

02:13:00: du begegnest die Winzer dann auch eher auf einer, ich sag mal fast freundschaftlichen Basis?

02:13:04: Und redest gar nicht über welches Holz wurde dort verwendet sondern ihr torscht euch übers Leben aus und zufällig sprich man über das Holz vor der Hütte.

02:13:17: Also ich versuche immer zu Produzenten, die wo man es direkt bezieht oder die man kennt versuche immer eine freundschaftliche Beziehung aufrecht zu erhalten.

02:13:27: Man hat immer diesen fachlichen Austausch.

02:13:30: das schon.

02:13:31: also interessiert mich dann schon warum wurde das gewählt?

02:13:34: Warum wurde die Methode angewandt?

02:13:38: Warum wird das ersten Tag später gelesen oder was?

02:13:42: Das sind schon Sachen die mich interessieren und die ich auch frage.

02:13:48: Aber ich meine, du weißt es ja selber am besten.

02:13:51: So nach dem, sag' ich mal, fachlichen Geplänke wird's bei den Glasweinen dann abends am Tisch erst interessant.

02:13:59: Hm.

02:14:00: So das ist doch meiner Erfahrung.

02:14:05: Ja, und also ich würd schon sagen Winzer auch.

02:14:06: Winzer sind schon die interessantesten...

02:14:09: Schönen Dank wirklich schön.

02:14:10: Da irgendein Winzer?

02:14:12: Also einer, wo du sagst, Edwin, ich kenne ihn zwar nicht für den Wein man probieren oder ich möchte unbedingt mal mit XY.

02:14:19: Ich will mal mit Heidi Peterson Barrett oder mit Helen Turley, wenn wir in Kalifornien waren oder mit Robert Mondavi oder mit Wind auch immer also da ein Glas Wein trinken?

02:14:30: Dann wäre es auf jeden Fall Jim Clannan von Von Bonn Klimat.

02:14:36: Das mit dem hätte ich gerne mal ein Glas Wein getrunken.

02:14:40: Ich hatte das Glück und die Ehre mit seiner Tochter mal einen Glas Wein zu trinken.

02:14:45: aber Ich bin immer ein bisschen in den Leuten interessiert, die zwischen Genie und Wahnsinn unterwegs sind.

02:14:54: Also ich brauche diesen ultrakonservativen Lehrbuch Winzer.

02:14:59: Das ist das, was ich da als Gesprächspartner brauche.

02:15:05: Da gibt es einen verrückten Hund in Südafrika, der Peter Walser.

02:15:08: Der inspiriert mich einfach auch so ein bissel als Mensch.

02:15:13: nicht nur der Wein, sondern der Mensch selber.

02:15:17: Ja, das wären jetzt Sachen die mir einfallen würden.

02:15:20: Aber sonst gibt es da wahrscheinlich eine riesen Bandbreite an Menschen...

02:15:25: Ohne Frage!

02:15:27: ...die man gerne mal... Das ist nicht nur

02:15:28: die Weinenwürze und auch die Welt groß.

02:15:30: also viele haben daher eine gewisse Weinaffinität.

02:15:34: Also gerade ich finde ab so einem gewissen... Ab einer gewissen Ebene entweder in Verrücktheit, in Bildung oder was auch immer haben.

02:15:40: Die meisten sind eine gewiße Weinliebe, die sie dann schon ausleben ... treffen und das als Kommunikationsmittel zu nutzen, finde ich... ... total interessant.

02:15:51: Wenn du jetzt mit dem, sei es dem Winzer zum Beispiel ein Glas Wein trinkst und du findest den Wein richtig grottenschlecht oder du findst ihn vielhaft oder du verstehst ihn nicht, kommunizierst du das?

02:16:00: Oder schluckst du runter?

02:16:03: Das würde ich schon kommunizieren.

02:16:05: also ich glaube das ist auch was ein Winzer erwartet oder ich finde das halt auch etwas mit Ehrlichkeit zu tun.

02:16:11: Also wenn er jetzt natürlich Fehlerhaft ist, also unbewussterweise.

02:16:17: Also wenn das jetzt nicht gewollt ist diese, sage ich mal, Fehltonne die da entstehen können dann sollte man das dem schon sagen.

02:16:24: Ich will mir das später auch selber rauskriegen als glaube ich dass analytisch Winzer oder sensorische Winzer noch ein bisschen besser sind aber auf einer anderen Ebene.

02:16:32: Als habe ich das Gefühl, dass sie etwas technischer rangehen.

02:16:40: Wenn mir der Wein persönlich nicht schmeckt... Ich glaube, dass ich mich in einer ... oder wie er Assemble ist und es in der Weinwelt bewegen muss.

02:16:50: In dem Fall, das schmeckt mir nicht!

02:16:52: Also es ist pure Nein.

02:16:55: Das gar nicht so existent ist.

02:16:57: Sondern es könnte höchstens eine Weinkwalität sein die vielleicht nicht ganz meinem Wunsch entspricht... Und dann würde ich das ein bisschen durch die Blume verpacken und vielleicht sagen, dass jetzt Lust auf was anderes habe.

02:17:12: So irgendwie.

02:17:14: Also ich würde jetzt nie jemanden proaktiv sagen, du hast mal aufhörst, du hier machst.

02:17:18: das gefällt mir gar nicht.

02:17:22: Das haben immer so eine heikle Situation wo man zwischen ... zwischen Respekt und dann trotzdem auch

02:17:28: ...

02:17:30: Kompetenzpräsenz.

02:17:32: also der Winzer möchte es ja auch Und nicht selten wird man geschittestet als dass man dort sitzt und Sachen dann auch serviert werden um einfach zu eruieren wie bewusst Du mit dem Wein umgehst.

02:17:45: Ja, also weiß ich nicht ob das mir schon passiert ist im geheim.

02:17:50: Das weiß ich aber ich muss sagen jetzt noch nie.

02:17:53: Also ich habe auf Messen, auf großen messen sprich Pro Wein oder sowas in der Kategorie hat man ist eben schon mal ein Glas untergekommen wurde dann am Stand gesagt dass ja okay vielen Dank beginn weiter.

02:18:06: Ich

02:18:06: rufe sie an.

02:18:08: Genau ich würde mich bei einem melden wenn wir was brauchen.

02:18:11: Ja das ist natürlich schon passiert ganz klar Aber jetzt bei einem Winzer selber vor Ort hatte ich das noch nie.

02:18:18: Also, nee... und ich glaube wenn wir, sagst du mal Leute aus unserer Branche oder auf dem Level wo wir uns bewegen, ... also erstmal gehen wir nicht zu Winzern die, sage ich mal irgendwelche Massen- oder Industrieprodukte vermarkten, es gibt das... Also Rotkäppchen würde ich ganz klar machen natürlich.

02:18:49: Einfach ums gesehen zu haben, ne?

02:18:52: Aufgrund dessen wollte es mir auch mal anschauen und wollte einfach gucken

02:18:56: wie das funktioniert.

02:18:57: Das ist doch passiert!

02:19:02: Diese industrielle Format ist natürlich auch wichtig für uns zu wissen... Wie kommt das zustande?

02:19:08: weil wir müssen ja darauf...

02:19:08: Man muss hier Wissen darüber machen Lester.

02:19:11: Genau Und Ja, aber sonst... ja, nee.

02:19:19: Ich glaube so richtig ... wenn es so richtig aquag ist dann würde ich das versuchen ganz charmant zu verpacken.

02:19:29: Oder ich bin einfach nie wieder gesehen dort.

02:19:34: Kann man Wein in ein Wort pressen?

02:19:38: Also was wäre Wein, wenn du nur ein Wort hättest?

02:19:42: Genial!

02:19:43: Genial okay super.

02:19:45: und was für ein Wein wärst du?

02:19:47: Wenn dein lieben Wein wäre, wenn du ein Wein wärst.

02:19:49: Wenn du eine Rebsorte wärst und sag bitte nicht Gold Riesling?

02:19:51: Also... Vielleicht wär's so in Gold Rießling.

02:19:58: Würde dir nichts im Mund legen mit Zwillingen!

02:19:59: Ne ne ne.

02:20:00: also gold riesling macht man natürlich so bisschen aus ja lokal-Parteotismus raus zu sagen okay guck mal das gibt es auch dass wir wie Bauzersempf, das muss man halt präsentieren oder drüber reden können.

02:20:21: Aber wenn ich ein Wein wäre ... Ich glaube es wär schon ganz klar Schadeunee.

02:20:26: Obwohl ich mittlerweile ... bin um Monyeuf hingeworfen worden bin, wenn's quasi rein sortig im Champagner ist, das mag ich irgendwie nicht.

02:20:38: worum aber... Das is so'n Ding.

02:20:41: da wurde ich auch von gemeinsamen Kolleginnen von uns schon infiziert.

02:20:49: Ja,

02:20:50: aber nur als Champagner oder auch als Schwarz-Riesling im Württembergischen?

02:20:55: Ich glaube vom Alldinger hatte man einen Schwarz Riesling.

02:20:59: Tatsächlich bei mir wäre es eher eine Champagne.

02:21:04: Das ist das Segment wo ich die meisten Erfahrungen damit habe und gemerkt hab... ...das ist eigentlich ne Nostalistik, die ich möchte selber proaktiv trinke oder kaufe.

02:21:19: Und auch finde ich interessant, dass das eigentlich eine Stilistik von Schaumweinen ist und von Champagner die eigentlich erst seit fünf sechs Jahren wieder präsent ist und vorher gar nicht so wahrgenommen wurde beziehungsweise überhaupt nicht auf dem Markt präsend war.

02:21:36: und damit einem macht es blub und dann sind sie wieder

02:21:39: da.

02:21:39: Das wurde einfach auch zu wenig kommuniziert.

02:21:42: Es gab ja schon große oder bekannte Häuser, die das gemacht haben... ...oder wo es auch so ein bisschen zum Stil galt.

02:21:50: und dann ist vielleicht unter den letzten Jahren auch der Mut entstanden,... ...das halt wieder zu kommunizieren.

02:22:00: Was wir vorhin hatten mit diesem Jahr rieslinges Sauern, ich trinke in Barrik oder irgendwas,... Das

02:22:06: ist

02:22:08: der Gedanke.

02:22:09: Also dass wir auch danach gefragt haben, wann wurde degressiert?

02:22:11: Es wird kommuniziert.

02:22:13: Es läuft mir über Storytale und die Kommunikation über die Offenheit, über die Transparenz... ...und dann wird man sich dessen bewusst.

02:22:19: Ups!

02:22:20: Das ist ja Pynomenier.

02:22:22: Genau so und jetzt wird es halt offen kommunizieren.

02:22:25: Ich finde auch das wäre jetzt in einer Weingeneration uns gerade befinden wo per se eigentlich alles erlaubt ist.

02:22:31: also das gibt natürlich den Winzen auch Mut.

02:22:34: oder Klar hat man ab und zu mal Projekte, wo man dann sagt ja okay das müssen wir jetzt nicht unbedingt machen.

02:22:43: Aber toll dass wir es versucht haben.

02:22:46: Und ich glaube der Mut für die Winzer ist schon da.

02:22:51: oder die Bestätigung Ja fast ein bisschen wie mit der Mode, dass man halt fast alles tragen kann mittlerweile so.

02:22:59: Und ich finde das zumindest in Berlin ja?

02:23:02: Dann

02:23:04: können wir auch im Kleid treffen!

02:23:07: Ich finde es gibt aber eine ganz eigene Offenheit.

02:23:09: also ich glaube es gibt auch eine neue Chance für junge Leute und Nichtweintrinker sich daran zu trauen weil eben... viele Bereiche erlaubt sind, die früher entweder buh waren oder warum das so ein bisschen snobbistisch wurde.

02:23:21: Oder warum das negiert wurde?

02:23:22: Oder warum man Barrieren oder Hürden hatte... Es entstehen neue Offerheiten!

02:23:26: Die finde ich ganz toll.

02:23:27: Was sich aber immer recht schwer finde ist einem absoluten Nichtweintrinker zu erklären, warum Wein so faszinierend ist.

02:23:34: Hast du dafür eine Erklärung?

02:23:37: Einem Nichtweindrinker.

02:23:40: Also dann ist ja grundlegend die Frage mit dem Gedanken zurechtkommt, Alkohol zu konsumieren.

02:23:47: Also wenn du jetzt ein Bier trinkst und Schnaps trinke... Ja, ich finde schon

02:23:50: aktiver Trinker oder also hat auch kein Problem mit dem Alkohl ist entweder Biertrinker oder was auch immer oder Cocktailtrinker und möchte sich gerne im Wein probieren, hat aber noch nie wirklich den Zugang gefunden.

02:24:03: Also nie diesen Opening-Moment oder diesen...

02:24:08: Den Schlüsselmoment?

02:24:09: Ich würde mich auf jeden Fall bei der Person erkundigen, was er sonst trinkt.

02:24:15: Also wir, also wir, wir sammeln jetzt.

02:24:18: Wir sind ja natürlich auch ein bisschen bewandert was Cocktails und Bierchen angeht und andere alkoholhaltige Getränke.

02:24:26: Und dann würde ich mich an diesem Geschmacksprofil versuchen zu orientieren In der Erklärung.

02:24:33: oder würdest du ein Wein servieren, also würdest du mit einem Wein versuchen zu überzeugen?

02:24:37: Ich

02:24:38: würde schon glaube ich mit dem Wein das probieren.

02:24:41: Und wenn es mit einer Anführungsstrichen Profilanalyse jetzt nicht funktioniert dann würde ich dir wahrscheinlich einfach mal einen Wein hinstellen... Der halt sehr gefällig ist so ein Allrounder irgendwas wo man sage ich mal sogenannte No Brainers und wurde keine gedanken drüber machen muss oder wo sich auch niemand geniert.

02:25:02: irgendwie.

02:25:02: ja ich muss selbst das und das rausfinden aus dem weinen.

02:25:05: Dem versuchen da was hinzustellen, und dann sagen okay das gefällt dir schau mal dass an das ist die gleiche rebsurte aber mit den weines das passiert mit dem weines passierten dann hat man so den ersten step.

02:25:17: so ach guck mal das ist ja da passiert ja was?

02:25:20: Und dann würde ich von da an versuchen aufzubauen und wahrscheinlich diese personen voll ernst versauen uns ein portmone.

02:25:30: Und wenn ich jetzt Kuba-Libre trinke, was würdest du mir empfehlen?

02:25:33: Ah, Kuba Libre.

02:25:34: Trinker ist eine gute Frage auf jeden Fall.

02:25:37: Ja, Moskato die Asti auf jeden fall.

02:25:39: Hätte ich auch gedacht witzigerweise!

02:25:42: Das hatte ich im Sinn.

02:25:42: Ich dachte in Moskatodasti weil du hast die Süße, du hast ein bisschen Säure und ein bisschen Leichtmöttertom mit dabei.

02:25:48: Dieses Zart nicht negativ wie mein Pappige.

02:25:51: Ein

02:25:52: bisschen, warum es schwindelt

02:25:53: und den Anspruch... Ich habe in der Tat an Moskado gedacht.

02:25:57: Hätte ich jetzt von dir nicht erwartet, weil du ja ein Duffträbesort rausgeklammert hast?

02:26:01: Daher finde ich das interessant.

02:26:02: Aber den hatte ich im Sinne... Super!

02:26:04: Toll, schön.

02:26:06: Also nicht, wer ich auch gedacht habe, sondern die Gedankenteile.

02:26:09: Deswegen find' ich das.

02:26:10: Das ist schön und dann öffnet man meistens den Tor und wenn man diese erste Hürde genommen hat, dann gibt's keine Zukunft mehr oder eine große Zukunft je nachdem.

02:26:19: Aber apropos Zukunft, abgesehen davon dass du bald einen neuen Job hast, hast du sonst irgendwas was...?

02:26:26: Du zukünftig planst also irgendwas was in den letzten zwanzig Jahren eine Tätigkeit immer im Hinterkopf war du nie die Zeit gefunden hast und sagst.

02:26:33: Irgendwann möchte ich das auch mal machen,

02:26:38: dass ist Silvio das fragen am stadt.

02:26:40: ich sage ja mich muss sagen Ich bin gerade in so einer Art Reset Phase wo ich jetzt.

02:26:51: Also klar also gastronomisch gesehen, schon nochmal Lust irgendwie im asiatischen Bereich zu arbeiten.

02:26:59: Ich hätte schon noch mal Lust in so einem High End Dreisterner mit einer Weinkarte mit siebenhalbtausend Positionen zu arbeiten einfach um das für mich selber jetzt nicht für meine Vita oder für das was ich nach Außentrags und für mich selbst von meinen Gewissen das gemacht zu haben.

02:27:21: aber ich bin jetzt nicht mehr, also ich bin so weit entschleunigt dass ich jetzt die mir so denke ich verpasst irgendwas.

02:27:29: Also da bin ich auf jeden Fall schon angekommen an den Punkt das ich jetzt nicht mit diesen übertriebenen Tatentranken habe und sage okay es werden alle Strecke durchgeschnitten.

02:27:39: Ich setze meinen eigenen Kopf durch.

02:27:43: Aber schön wäre es natürlich mal wieder irgendwie in einem hoch dekorierten Nogelschuppen mit einer riesigen Weihkarte zu arbeiten.

02:28:01: Das fand ich richtig interessant, lieber Max!

02:28:03: Also nicht nur zu erleben wie du dich in den letzten zwanzig Jahren vom Lehrling hin zum Zornier aufgearbeitet hast sondern auch die Branche deinen Beruf kritisch betrachtest aber eben auch so wertschätzend und liebevoll.

02:28:15: Ich bin sehr gespannt was deine nächste Station sein würde.

02:28:18: ich bin so neugierig darauf wo es dich hinträgt was deine Parameter sind Und warum?

02:28:22: Du dich für welchen Betrieb entscheidest.

02:28:25: Lass es uns wissen.

02:28:26: Und auch ein großes Dankeschön an dich fürs Zuhören, fürs liken, fürs Kommentieren für's Bayer und sein fürs Folgen fürs und bitte falls du das noch nicht getan hast fürs bewerten.

02:28:37: Das hilft uns ungemein bei der Sichtbarkeit und ich freue mich auf alle Fälle dass du bei uns bist.

02:28:43: Und doch an dieser Stelle nicht routinemäßig sondern aus Überzeugung.

02:28:46: ein großes Danke schön an die Schlumbergergruppe und dazu gehören die Häuser Schlumberga Segen jetzt Konzio Vini und das Privatkunden-Portal Brema Weinkollekt dafür, dass sie dieses Projekt unterstützt.

02:28:57: Begleiten an unserer Seite sind wie ihre Winzer präsentieren dürfen!

02:29:01: Und Sie dieses Projekt einfach schlichtweg möglich machen!

02:29:04: Dank Ihnen kann ich sagen.

02:29:05: nach dem Freitag ist vor dem FreITag Nach dem Podcast ist vor den Podcast... ...und nach Maksione reisen wir nach Nürnberg in die Weinbahn növonundsiebzig zu Die FANZU!

02:29:29: Es freut mich sehr, dass ich etwas zum Sommelier-Podcast mit Ihnen und Max Yone beigragen darf.

02:29:36: Mein Name ist Markus Trauz.

02:29:38: Ich bin vor zwanzig Jahren in unserem Familienbetrieb in Heilbronn dem Weingutrauts Able eingestiegen.

02:29:45: Max kenne ich als Lieferant Als Gast Und für mich sehr wichtig als Freund.

02:29:51: Beschreiben würde ich ihn als Grundehrlich Unaufgeregt Stilsicher und auf Augenhöhe Mit seinen Gästen.

02:29:59: Er inspirierte uninspirierten.

02:30:01: Unser Kennlern war am Tag der offenen Kellertür bei uns im Weingut.

02:30:06: Erst ganz spät nach vielen probierten Weinen und guten Gesprächen, hat sich Max als neuer Sommelier der Friedrichsruhe zur Erkennung gegeben.

02:30:15: Und das ist das Schöne an ihm!

02:30:17: Er ändert sich nicht für die wichtigen Gäste so wie auch wir uns nicht für vermeintlich wichtigere Kunden verbiegen würden.

02:30:26: Das verbindet uns.

02:30:28: Er ist kein Halbgott mit Kellner Messer.