Die interessantesten Weinkellner unserer Zeit
00:00:13: Hello, hello.
00:00:14: Ich bin Ellie aus Hamburg, Elisabeth Neumiller und ich bin Ihnen als Geschäftspartnerin und Partnerin in Crime in der Wine Academy Hamburg.
00:00:26: Unser Kredi ist Wein.
00:00:27: neu denken.
00:00:29: wir möchten einfach Weinausbildung für alle Zugang nicht machen in die heutige Zeit holen und das Ganze einfach ohne steife Etikette mit Spaß und trotzdem Tiefgang machen haben.
00:00:45: WSCT-Kurse, The Vinyne Spirit Education Trust.
00:00:49: Wir bilden Sommeliers aus und wir machen Fachkurse mit allem was irgendwie mit Wein zu tun hat.
00:00:56: Ich kenne ihn ja jetzt seit gut drei Jahren und ich glaube damals als wir das kennen gelernt haben war es lieber auf den ersten Blick!
00:01:04: Wir haben relativ schnell zusammen unsere Firma gegründet Und ich vor allem musste nicht lange drüber nachdenken.
00:01:11: Es hat sich einfach sehr richtig angefühlt.
00:01:14: Was ich an Ihnen so total faszinierend finde, ist es gibt nichts auf das Sie keine Antwort hat und wenn sie was mal nicht weiß in der Weinwelt dann recherchiert sie solange bis sie die Antwort hat.
00:01:30: Und das schätze ich einfach so an ihr.
00:01:32: dieses Reinhörden-In-Weintheben egal was ohne Kompromisse, egal wo auch wenn Ihr Herz trotzdem immer für die Burgonie schlägt Und da hat sie mich, und ich glaube auch sehr viele andere einfach schon.
00:01:49: Sehr oft die Augen geöffnet und bringt mich auch in meinem Nürttum sehr weiter.
00:01:57: Ich bin wirklich froh, dass unsere Wege sich damals gekreuzt haben.
00:02:03: Und ich bin mega gespannt was die nächsten Jahre mit ihnen noch so bringen werden.
00:02:08: aber vor allem bin ich jetzt erst mal gespannt auf den Podcast!
00:02:36: Schön, dass du da bist.
00:02:37: Herzlich willkommen!
00:02:38: Und herzlich Willkommen zu einer neuen Ausgabe von Sommi – die interessantesten Weinkeller unserer Zeit.
00:02:44: Heute erwartet dich ein Gespräch mit einer Persönlichkeit, die seit über zweieinhalb Jahrzehnten die deutsche Weinenlandschaft geprägt und gestaltet hat.
00:02:53: Ina Finn von The One Academy Hamburg.
00:02:56: Und ich war so neugierig darauf wie jemand der vor einem Vierteljahrhundert als Sommiläre tätig war, Wein erklärt immer noch Wein liebt, Wein zelebriert Bein betrachtet.
00:03:07: Eigentlich ist sie ein weiteres, wie noch vieles Kind von Henrik Thoma, bei dem sie in deiner Zeit im renommierten Lüziakob tätig war und sie hat es damals so fasziniert, wie großartig es ist wenn man Wein auch über die eigentliche Restauranttätigkeit hinaus vermitteln und ja eigentlich lernen kann.
00:03:25: Und so folgte zwei tausend zweite entscheidende Schritt in die Selbstständigkeit.
00:03:29: Mit der Gründung von Inafin Weinkonzepte schuf sie die Basis für ein unternehmerisches Engagement des Weinberatungs, Seminare und Genuss-Events vereint.
00:03:41: In einem liebevoll gestalteten Altbau in der Eimsbüttlerschaussee in Hamburg eröffnete sie Villa Verde Raum für Wein Ein Ort Eigentlich mehr als eine Weinschule, ein Ort an dem Weinwissen greifbar wird.
00:03:56: An dem Genuss nicht abstrakt bleibt sondern erlebbar
00:03:59: gemacht wird.
00:04:00: Wein zum Anfassen lautet ihr Motto Und dass das keine leere Floskel ist beweist sie durch ihr Zwei-Tausendreizehn erschienenes Buch «Weinwissen in zwei Tagen zum Kenner».
00:04:11: Ende Zweitausendreundzwanzig erweiterte Ina finden ihr Engagement erneut und es heißt, dass sie gemeinsam mit Elisabeth Neumüller die Wine Academy Hamburg gründete Und das mit klarem Schwerpunkt auf Personalschulungen.
00:04:24: Was ihn erfinden auszeichnet, ist nicht ihr allumfassendes Fachwissen, es ist die Art dieses Wissen zu teilen!
00:04:30: Es ist ihre Fähigkeiten – ich finde, dass kommt in dem Gespräch so gut heraus, die Welt des Weines so zu inszenieren, dass sie zugänglich bleibt oder sich erst eröffnet und das für Einsteiger oder für angehende Sommelis.
00:04:42: Bevor wir ins Gespräch einsteigen, möchte ich mich ganz herzlich bei unserem Partner weiter schlumpiger Gruppe und dazu gehören die Häuser Konsejo Vini Schlumberger, Segnes und das Privatkundenportal Bremer Weinkollekt.
00:04:54: Dafür bedanken, dass sie uns händisch und wirtschaftlich unterstützen und einfach an unserer Seite sind!
00:04:59: Denn danke Ihnen ist Sie heute hier.
00:05:01: Herzlich willkommen liebe INA-FIN!
00:05:06: Ich finde es interessant, dass selbst in dieser kleinen Weinwelt, in der wir uns bewegen man sich manchmal ein bisschen intensiver und manchmal seltener über den Weg läuft als ich hatte gestern Eine kleine Weinprobe mit Freunden hier waren zu dritt und haben das Thema Kalifornien bearbeitet.
00:05:28: Wir haben sie getrunken, also eigentlich hat man schönen Weinabend.
00:05:30: wir haben viel zu viel Wein getrunkem Und einer der hat eine ganz enge Verbindung dir, weil du ihn vom Wein überzeugt hast.
00:05:43: Also er selber oder ich kam so oft dieses Gespräch.
00:05:47: Ich fand es so ungewöhnlich dass er überhaupt Weintrinker ist, weil er eigentlich so Spitzensportler ist war absoluter Profifußballer und hat mal bei den Namen bei Bayern gespielt in der Nationalmannschaften.
00:05:57: das passte irgendwie so vom Gefühl her nicht obwohl viele Fußballer dann doch irgendwie Weinliebhaber sind oder viele die ich kenne.
00:06:07: und er meinte In Hamburg, in einem Weinklub
00:06:12: war
00:06:13: und du dann Weinsewinage halten hatt.
00:06:16: Und das hat ihn so dermaßen beeindruckt.
00:06:20: Da hat er es erst einmal... Wein richtig intensiv und aktiv geschmackt.
00:06:25: Und war seitdem absoluter Weinflick, hat auch einen großartigen Weinkeller also wirklich tolle Weine mit dabei.
00:06:31: Ich weiß nicht ob dich da vielleicht sogar dran erinnert.
00:06:33: ist das gar nicht so lange her?
00:06:34: Vielleicht um die zehn, fünfzehn Jahre?
00:06:35: Nicht so lange hier, zehn, fifteen Jahre ist ja schon eine ganz schöne Zeit!
00:06:39: Naja...
00:06:41: Ja es ist mein Daily Business.
00:06:45: ich freue mich jedenfalls sehr wenn ich da Inspiration geben konnte.
00:06:50: Also ich merke das auch immer, wenn ich in Action bin dann mit Haut und Haaren.
00:06:54: Und warst du ja gerade auch in Sachsen?
00:06:56: Du warst in Sachen Bugund unterwegs weil du Bugund-Ambassadör bist in Deutschland und versuchst dieses... Ich weiß nicht ob es ein schweres oder leichtes Thema ist aber ich empfinde Bugund Als wahnsinnig leicht und als Wahnsinnig unkompliziert, weil alles klar definiert ist.
00:07:15: Alles relativ irgendwie greifbar ist.
00:07:17: du hast zwar das könnte kompliziert sein wenn man irgendwann nördig wird unglaublich viele verschiedene Appellationen und Lagen.
00:07:26: Aber man kann es einfach machen!
00:07:31: Man kann es gestalten und ich versuche sie ja auch eben So haben wir mal zu entmystifizieren, beziehungsweise eben zu entkomplizieren und da einfach einen Überblick zu schaffen, Zugang zu schaffen.
00:07:48: Und die Bougogne-Welt einfacher zum Verstehen zu geben.
00:07:55: Warum ist es so kompliziert?
00:07:56: Also warum haben so viele Leute Angst vorm Begund?
00:07:58: Ich denke ... dass ja eben... Terroirwelt schon relativ speziell ist und eben die Situation, dass bestimmte Lagen eben relativ viele Eigentümer haben.
00:08:14: Und man dort eben dann schon auch ... Dann wird es halt nördig zu gucken wer hat wo in welchem Part der Lage welche Anteile und macht wie seine Weine.
00:08:27: aber bis man in dieses Wern vordringt muss man schon erst mal ganz viele andere Weine aus der Bougogne verkostet haben, um das dann auch vielleicht anzugehen.
00:08:42: Diese Ebene des Nerdtums was aber ja nicht unbedingt sein muss.
00:08:47: Was aber so ein großes Problem letztlich bei uns Fachleuten ist dass wir selten die Basis erklären.
00:08:54: also wir versuchen dann selber hier auch immer völlig überproportioniert Informationen weiterzugeben, die vielleicht unser Gegenüber in dem Augenblick gar nicht braucht.
00:09:02: Also wenn wir Bugunden nehmen – erklär mir Bugund mal bitte und ich stelle mich wirklich mal sehr, sehr dumm!
00:09:07: In zehn Minuten, fünfzehn Minuten wie verstehe ich Bugund?
00:09:11: Was muss ich wissen?
00:09:13: Also erstmal auf jeden Fall natürlich die Lage dass man eben einfach klimatisch weiß wo man ist dass man eben im Osten von Frankreich ist, das es eine gemäßigte Klimazone hat.
00:09:29: Das ist also für die beiden Rebsorten Chardonnay und Pinot Noir genau.
00:09:33: richtig ist aber nicht, dass so trotz auch gewisse Risiken damit einhergehen.
00:09:39: Und dass es eben sozusagen Solisten sind jeweils, also damit eben auch der Jahrgang natürlich eine Rolle spielt und dass es eben fünf Unterregionen gibt, die auch jeweils ihren ganz eigenen Charakter haben.
00:09:57: Und darüber natürlich auch, obwohl es sich um zwei Rebsorten handelt das Ganze vielfältig wird von der Machart es Unterschiede gibt, ob es eben um Chablis geht.
00:10:14: Von einem Chardonnay, der mehr oder weniger keinen Holz sieht zu den Top-Chardonnays die dann aus der Cote Bon zum Beispiel kommen, die dann im Holz vergoren und gelagert werden.
00:10:27: Also es gibt auch natürlich die verschiedenen Philosophien und Ansätze der Winzer.
00:10:32: Es gibt auch eine unterschiedliche Dynamik.
00:10:36: Winzer aus dem Makone sind viel, ich setz mal rebelliger und experimentierfreudiger als die, die eben jetzt in der Kodor recht gesättelt sind.
00:10:51: Und sagen wir mal weniger müssen weil sie alles haben.
00:10:55: aber das ist eben einfach spannend.
00:10:58: also man kann es auch in weniger als fünfzehn Minuten erklären.
00:11:03: auf jeden Fall eine spannende Weinregion, die nicht stehen bleibt.
00:11:14: Also witzigerweise hat mich meine erste Weinreise in der Bougogne geführt und da war die Bougogne noch relativ verschlossen und man konnte eben nur zu den Domänen, wenn man da eben sozusagen einen Appointment hatte.
00:11:37: Und das war also wirklich recht schwer dann Zugang zu finden!
00:11:45: In der Zeit war auch der Markt natürlich noch von den Negations dominiert und erst dann kamen so langsam die Domänen mehr und mehr auf dem Markt.
00:11:55: Und wenn man das heute betrachtet, ist das eben schon eine ganz andere Welt viel offener, viel zeitgemäßer.
00:12:06: Sie sprechen Englisch, sie empfangen einen auch auf den Domähen.
00:12:10: also es ist nicht mehr wie vor Ja, für zwanzig dreißig Jahren.
00:12:16: Vielleicht
00:12:16: darf ich das Ganze noch ein bisschen zurückschrauben und einfach mit Fragen rüber kommen.
00:12:21: also zwei Rebsorten gibt es dort?
00:12:22: Es gibt Chardonnay und Pinot Noir.
00:12:24: Das sind die Hauptsorten genau.
00:12:26: Okay was gibt es sonst noch wenn du sagst hauptsorten?
00:12:29: Aligothé klar!
00:12:31: Also auch eine die ihren festen Platz in der Bougogne hat mit gut sechs Prozent Anteil am Rebsorbenspiegel.
00:12:41: Und Gammé ist auch eine Rebsorte, die ihren Platz hat hauptsächlich allerdings mehr Richtung Süden der Bougogne.
00:12:50: Also im Übergang dann zum Beaujolais.
00:12:53: aber sie ist eben natürlich auch eine feste Vertreterin im Rebsortenspiegel und da gibt es noch solche Exoten wie Souvignon Blanc also beziehungsweise eher Souvignan weil es eben Souvillon Blanc und Souvillon Gris gibt ziemlich special.
00:13:14: Aber die Besonderheiten sind ja in Frankreich Gang und Gebe, so natürlich auch in der Bougogne.
00:13:20: Und dann haben wir kleine Rebsorten wie Sassi, Millon, César, Trousseau und selbstverständlich natürlich dann auch die Mutanten vom Pinot Noir, also Pinot Gris, Pinot Blanc – das sind so die Rebsorte an der
00:13:37: Boulogne.".
00:13:38: Will du gerade mit sechs Prozent Alligouté in die Prozentrichtung gegangen bist, weißt du ungefähr wieviel Prozent Chardonnay zu finden sind?
00:13:45: Dass man so ein Gefühl dafür oder wie viel Prozent Pinot Noir gefühlt dafür bekommt.
00:13:48: Welche Rotwein-Weißweinlastigkeit...
00:13:51: Chardonné ist über fünfzig, glaube ich, sechsundfünfzig, sieben und fünfzig Prozent also der absolute Platz Hirsch und Pinot noir ist an die vierzig Prozent.
00:14:02: Also es ist auch ein bisschen gestiegen tatsächlich in den letzten Jahren.
00:14:05: Und
00:14:05: dann hast Du die Unterregion erklärt?
00:14:09: fünf Unterregionen gibt.
00:14:10: Welche sind das, wenn wir von Norden nach Süden gehen?
00:14:14: Also Norden haben wir einmal das Chablis und Croix-Oxerroir.
00:14:17: Das ist ja schon näher an der Champagne gelegen als am Kerngebiet der Bougogne.
00:14:23: also ich freue mich wie Bolle.
00:14:24: Wir fahren im März wieder in die Bougogné Da ist der Legrangeur de Bougogne, das ist eine Woche lang intensives Verkosten.
00:14:34: Großartig freue ich mich immer sehr darauf alle zwei Jahre.
00:14:37: Dann haben wir unsere Base in Bonn und dann ist es immer der erste Tag also der Montag in Chablis und von Bonn aus fährt man mit dem Auto anderthalb Stunden, dann ist man erst im Chablir.
00:14:49: Also es ist schon ganz schön ab vorm Schuss und deswegen eben auch ganz eigenes Klima, also kälter als im Kerngebiet eigenes Terroir und sehr schöne puristische Chardonnays.
00:15:05: Und im Grand-Oxerois auch sehr schöne Chardonnes und Pinot Noirs, also schon eine spannende Ecke da oben.
00:15:13: Dann geht es südlich von Dijon los mit der Côte de Nuit.
00:15:18: Dann gibt's in die Côtes de Bonne, dann gehts in la Côtre de Chalonnaise und ganz im Süden haben wir das Makonee.
00:15:26: Das sind die Unterregionen Und im Makone ist man ja kurz vor Lyon mehr oder weniger, also da ist man dann sozusagen auf der Zielgeraden Richtung Lyon.
00:15:38: Da ist natürlich das Beaujolais noch dazwischen.
00:15:41: Das zähle ich einfach mal schlichtweg nicht zur Burgogne.
00:15:44: Das ist also schon auch von der Burgognie gerne mal so ein bisschen abgesondert und zählt im Sinne der Burgognie nicht wirklich dazu ist also sozusagen ein eigenständiges gebiet.
00:16:00: Hat ja schon der Herzog, wie heißt er?
00:16:04: Der Kühne im vierzehnten Jahrhundert hat einen Edikt erlassen und reißt den Garmée raus.
00:16:14: Das ist eine Rebsode, die ich nicht in den Weinbergen haben möchte.
00:16:17: Ich möchte Pinot Noir aber kein Garmée weg damit!
00:16:21: Da hat er schon früh Verband aus dem Weinberg der Bougogne.
00:16:26: Interessante Weise zählt es weinbautechnisch zum Bugund?
00:16:30: Aber rein vom rechtlichen zählt das sogar zur Ruhe.
00:16:34: Also ein zwittriges Gebiet was keiner wirklich haben will und sehr eigenständige Weine... hervorbringt.
00:16:41: Teilweise finde ich auch Bugundenschweine, aber trotzdem würde ich sie nicht zum Bugund zählen.
00:16:44: Also will sich doch eine ganz andere, nicht zuletzt durch die Rebsorte, aber aufgrund der komplett anderen Böden und der anderen Klimasituationen, die es dort gibt eigentlich doch ganz anderer Weise.
00:16:55: Ja also das ist jetzt auch ganz witzig und sehr neu.
00:17:00: Es gibt ja auch die Ebene Macron Und die ist ja sozusagen auf dem absoluten Entry-Level der Appellation regional.
00:17:10: Die sind ja in der Regel rot und aus Garmée, also früher hieß vor kurzem noch, konnte auf dem Etikett stehen, war eine Bougogne.
00:17:21: Also das ist ein Wein, der Bougogné isst.
00:17:24: aber jetzt haben sich die Franzosen dazu entschieden dass es nicht mehr der Fall sein darf.
00:17:31: Es darf nicht mehr Bougonnier draufstehen Wenn Macron...
00:17:33: Und was steht denn drauf?
00:17:36: Da muss ich nochmal nachschauen, aber nicht Bougogne.
00:17:44: Viele hören wenn wir gerade über Gebiete oder Teilungen reden den Begriff Kudor
00:17:51: der
00:17:51: so mehr oder weniger als das ja eigentlich Goldstück der Region gilt.
00:17:57: Die goldenen Hänge!
00:18:01: Also was ich total interessant und spannend fand, dass ich ganz viele Jahre geglaubt habe.
00:18:08: Dass es in der Tat so diese Goldküste ist.
00:18:10: oder wenn man dann irgendwann im September-Oktober die Weinberge entlang werden, dann hat man diese wunderbare Sonnensituationen, die durch die goldfarbenden Weinbergen durchschreiend und alles ist irgendwie Gold und die Weine sind ja auch irgendwie Gold wert zumindest preislich.
00:18:30: Ich fand es interessant zu erfahren, dass dieses Côte d'Or eigentlich nicht vom Gold kommt sondern aus dem Cote d'Orient.
00:18:37: Also das man die Ostplatte damit gemeint hat und das erklärt zum wenig warum das Burgund so eine ganz besondere Bodensituation hatte weil's ne riesen Erdplatte gibt die sich gehoben hatten ist ein Abbruch letztlich ergabt und man somit an Bodenschichten herankommt die normalerweise verborgen gewesen werden und das eigentlich die besondere Bodencharakteristik des Bugundes auszeichnet.
00:19:04: Ja, es ist die Entstehung aus dem Jura einer Epoche aus dem Mesozoikum.
00:19:18: Die Grundlage ist eben letztendlich das, was davor vielen Millionen Jahren existierte.
00:19:28: Also vor gut zweihundert Millionen Jahren, dass das zum Teil mit einem Binnenmeer verbunden oder überdeckt war und auf der anderen Seite eben auch Kräser- und Fahne wuchsen Verlaufe der Jahrmillionen eben zurückentwickelt hat und die Grundlage des Terroirs, der heutigen Zeit ergeben hat.
00:19:56: Und das dann letztendlich sich auch nach oben bewegt hat.
00:20:00: durch das Entstehen der Alpen als eben die Kontinentalplatten aneinander triffteten oder nicht trifft aneinander stießen der Alpen sich das dann eben alles weiter Richtung, sagen wir mal Westen-Nordwesten geschoben hat und da natürlich auch das Terroir der Bougogne gebildet hat.
00:20:29: Und das ist ja eben doch auch sehr offensichtlich dass eben bestimmte Bruchkanten verlaufen gerade in der Kodor.
00:20:41: Das ist eben auch die Bundesstraße, die da entlangläuft.
00:20:44: Und alles was eben links von der Bundesstrasse liegt, ist Appellation regional und alles was auf der anderen Seite liegt meistens Village und dann eben Premier Cruyre und auch Grand-Cruyre.
00:20:59: Also das ist auch im Claude Vouchaud ersichtlich, das ist zwar damals im Mittelalter von den Mönchen als Klo mit einer Mauer umzogen worden Und Sie haben schon festgestellt, dass es innerhalb der Lage Unterschiede gibt.
00:21:16: Aber eben in der oberen Teil sagten sie ist für den Papst, der mittlere für die Kardinele, der untere für die Bischöfe.
00:21:25: Weil man schon innerhalb der Lager ein Gefälle des Terroirs festgestellt hat heute weiß man natürlich das im unteren Teil eine Bruchkante entlangläuft und sich das eigentliche Muttergestein viel weiter in der Tiefe befindet Und die Wurzeln da im Grunde gar nicht mehr rankommen.
00:21:44: Also es ist eben genau das Nördige, was dann eine Never-ending Story sein kann wenn man sich mit den einzelnen Lagen beschäftigt und mit den Zusammensetzungen des Terroirs.
00:21:58: Wenn man im Chablis unterwegs ist und ständig in gebückter Haltung unterwegs ist, Exo-Güra aus den Fossilien finden, die eben tatsächlich im Boden sind und es der Roa prägen.
00:22:12: Ich find's natürlich großartig und ist das was mich begeistert.
00:22:15: aber
00:22:16: da
00:22:17: rüberhalte ich doch meistens eher meine Klappe um nicht da die Leute zu verschrecken.
00:22:23: Über welche Böden reden wir da?
00:22:25: Wenn du von ganz tiefgründigen Bölden oder Oberflächenböden redest...
00:22:30: Also Kalk Merkel Tonböten, Kalkböde Kalkton, Merkelböden.
00:22:36: Das ist so die Hauptbodentype und oben im Chablis hat man mehr Kreideanteil.
00:22:47: also es ist auch Kalkboden aber eben ja etwas aus einer anderen Epoche aus dem Kimmerichian und dadurch eben auch sehr sehr kliene, sehr puristische, sehr strahlende Chardonnays.
00:23:05: Die eben, sagen wir mal den Holzausbau dann gar nicht benötigen weil man das frische Kühle sonst eben einfach auch überdecken könnte.
00:23:16: Die
00:23:16: Kurt-Chardonnay und Kurt Magonais entsprechen die rein bodentechnisch auch der Kurt Dorao.
00:23:21: oder gibt es dort andere Böden?
00:23:23: Das verfranzt sich dann immer mehr würde ich mal sagen.
00:23:26: also Das ist ja auch schon so, wenn man sich eben einfach mal die Topographie anschaut und den Verlauf.
00:23:35: Also das schlankste Tal, was man sehr durchdeklinieren kann, ist eben die Couture.
00:23:48: Südlich, also du passierst den Corton.
00:23:52: Also dem Berg-Corton.
00:23:54: Das ist sozusagen der Eintrittspunkt in die Côte Bonen und da sieht man schon dass das Tal immer weiter wird.
00:24:00: Und dann eben noch südlicher in der Côtes Chalonais wird es eben noch weitläufiger und völlig Offen ist es dann eben unten im Makonee und das bedeutet auch, dass sich dann die Himmelsrichtungen der Weinberge verändern.
00:24:18: Ja, dieses Terroir nicht mehr so ganz eindeutig und klar auf dieser Kalkton-Märke auf dem basiert.
00:24:32: Und eben gerade in Makone hat man dann zum Teil auch Granit und da findet man dann z.B.
00:24:39: auch den Garmé der damit auch ganz gut zurechtkommt.
00:24:43: Wenn ich jetzt den Kopf des Schablis nehme und den Fuß des Makonee, über welche Ausdienung rede ich da ungefähr?
00:24:49: Sind das zwanzig Kilometer hunderttausend?
00:24:51: Schabli- und Makoneee liegen ungefähr zweihundertdreißig Kilometern auseinander.
00:25:00: Ein Unterschied ist zwischen Makoneeh und Schabliee gute Zweiwochen also da sind die Makoneewinzer schon längst fertig Putzen die Chablis, wenn sie gerade mal ihren Keller und bereiten diese vor.
00:25:18: Und so gesamtflächemäßig wie kann man sich das vorstellen?
00:25:20: Wie groß ist dieses Kernbuckund also das Bougelet außen vorgenommen?
00:25:25: Gut, dreißig tausend Hektar sind es im Moment.
00:25:32: Interessant
00:25:32: fand ich dass es eigentlich nur null fünf Prozent der gesamten Reepfläche Frankreichs ausmacht
00:25:38: Aber,
00:25:40: vier oder fünf Prozent des Incomes.
00:25:43: Also was ja dann auch für die Wertigkeit der Weine spricht?
00:25:45: Definitiv!
00:25:46: Auf jeden Fall.
00:25:48: Ja also ich meine da wollen wir hoffentlich nicht drauf zu sprechen kommen auf die Preisebene.
00:25:55: Das ist immer eine Never-ending Story.
00:25:59: Man wird auch wahrscheinlich ein Burgony-Appellation regional nicht unbedingt im Discounter finden, weil eben sagen wir mal der Eintrittspreis bei zehn Euro liegt ab zehn Euro.
00:26:12: Das ist immer schwierig auf der Ebene da zu sprechen.
00:26:15: das ist eben Burgony und das heißt nicht dass es unbezahlbar ist aber es ist eben höher als der Durchschnitt.
00:26:23: Ich finde aber trotzdem dass es Weine gibt die einen außergewöhnlich gutes preisleistungsverhältnis haben.
00:26:30: also es gibt natürlich die absoluten topfeine, die teilweise zu den teuersten der welt gehören.
00:26:34: aber ich finde das manchmal schade dass das begonnen komplett immer nur über dem preis definiert wird und automatisch mehr oder weniger diesen preisschleier hat und viele auch abschreckt.
00:26:46: Deswegen bin ich eben einfach da auch unermüdlich gerne unterwegs um genau das zu kommunizieren.
00:26:54: Also, dass es eben schöne Weine für einen wirklich guten Kurs gibt und die eben dann auch sagen wir mal schon auf einem guten Preis-Niveau ein Lagerpotenzial mitbringen.
00:27:12: also ich meine das ist ja auch wieder das Thema welche weine werden heute noch gelagert?
00:27:16: Also nicht, dass du trotz hätten sie das Potential dazu
00:27:37: Bevor ich dir von einem meiner Lieblingsrouten wahrnehme, im Jahr zwei Tausend Zweiundzwanziger Leiter Kalk aus dem Burgenland von Andi Kolvins erzähle, möchte ich dir vom Zweigelt berichten.
00:27:47: Dann wenn dieses Laborbaby auf einem Muschelfriedhof trifft, fängt er an Geschichte zu schreiben.
00:27:53: Stell dir vor es ist neunzehntundzwanzeig Lenin lebt noch Mussolini marschiert auf Rom James Joyce veröffentlicht Julissies und ein Labor.
00:28:02: in Kloster Neuburg bei Wien jenem ehrwürdigen Ort, wo seit eighteenhundertsechzig die kaiserlich-königliche Weinbauschule österreichische Winzer ausbildet steht ein Mann namens Fritz Zweigelt von zwei Rebstücken und denkt sich was passiert eigentlich wenn ich die fruchtbetonte Kraft des Blaufränkes mit der samtigen eleganzischen Sandlauren Kreuzer.
00:28:24: Doktor Fritz Zweigelt schuft diese Kreuzung in neunzehnzwanzig am Läon Forschungszentrum für Wein & Gartenbau im Kloster Neuburg.
00:28:32: Das war ein Experiment Ein Versuch.
00:28:35: Eine Wetter auf die Zukunft und das Ergebnis eine Rebsorte, die heute mehr als einhundert Jahre später die am weitesten verbreitetste Rotwein-Rebsort in Österreichs ist und in allen Weinbauregionen des Landes zu finden ist.
00:28:51: Aber hier kommt der Plot Twist!
00:28:52: Der so dunkel ist wie die Traube selbst.
00:28:55: Fritz Zweigelt Weihnatzee Nicht mitgelaufen sondern überzeugt.
00:28:58: Während des Krieges hat er keine Angststudenten und Mitarbeiter zu denorcieren, die Teil des Widerstands waren.
00:29:05: Wenn er sie als Hindernis für Österreich Zukunft sah... ...wenn er Sie als Hinderness für Österreich Zugriff war, dann wurde im Fall des deutschen Reiches zweigelt in einen Internierungslager gebracht und wegen des Verrats- und Kriegstreiberei vor Gericht gestellt.
00:29:16: Er durfte nicht mehr an Klusse Neubuck arbeiten und lebt den Rest seines Lebens hingeratzt!
00:29:20: Ersten in den neunzehntfünfzigern, als sein ehemaliger Schüler Lenz Moser für seine Traube kämpfte argumentierte Moser das die Bezeichnungshandlaurendenblau fränkisch zu lang sei und setzte sich dafür ein dass die Kreuzung nach ihrem ursprünglichen Züchter benannt wird.
00:29:34: Bis neunzent acht fünfzig hat der Namensprozess einen Punkt erreicht an dem er nicht mehr gestoppt werden konnte.
00:29:40: Heute heißt die Traube offiziell Blauer Zweigel, das Synonym für Rotburger wurde neunzenzehn-siebzig als Alternative geschaffen Und seit Dezember, wird öffentlich diskutiert ob man eine Rebsorte nach einem überzeugten Nazi benennen sollte.
00:29:53: Das ist die Geschichte der Traube.
00:29:55: Eigentlich schade dass die Weine daraus manchmal so brillant sind.
00:30:00: Letztlich die Frage um wieder wie noch viel zu werden was macht diese Traube so besonders?
00:30:05: Eigentlich alles!
00:30:06: Sie bringt puhpuhrötliche färbte weine mit starken Tannin hervor.
00:30:10: Voll reife Trauben produzieren vollmundige weine Erinnern und eine wahnsinnig gute Lagerfähigkeit haben.
00:30:18: Sie ist vielseitig, sie kann frisch und jung ausgebaut werden im Edelstahl oder eben sehr kraftvoll in Bariks.
00:30:25: Sie hat wenig Anspruchs vor an dem Boden.
00:30:27: und letztlich der Beweis dafür dass man im Labor eine Seele erschaffen kann wenn man nur die richtigen Eltern wählt.
00:30:34: Und genau hier kommen die Kölwenzenspiel.
00:30:37: Der Römerhof befindet sich seit siebzehnhundertfünfundsiebzig im Besitz der Familie Kölwenz.
00:30:42: Das ist das Jahr, in dem die amerikanische Revolution begann!
00:30:45: In dem Mozart gerade einmal neunzehn Jahre alt war... ...in dem die Welt noch keine Ahnung hatte, dass sie eines Tages Telefone-Auto oder es Internet geben würde.
00:30:54: Aber die Kölvents?
00:30:55: Die wussten schon damals was zählt.
00:30:57: Boden, Geduld, Wein.
00:30:59: Heute zweitendfünfzig Jahre später steht ein Mann namens Andreas Andi Kölvenz in den Weinbergen von Großhöfleien und wird von Pfeilstoff als Zehnkämpfer unter Österreichs Winzer bezeichnet.
00:31:11: Und das, wenn er die größte Vielfalt an Disziplinen beherrscht und in jeder Kategorie zur Spitzenklasse gehört – ob weiß-, rot- oder edelsüß!
00:31:20: Und das ist keine Übertreibung.
00:31:22: Andi kennt nach seiner Ausbildung an der Weinbauchschule in Kloster Neuburg und praktik ein Frankreich nach Hause zurück Mit dem Jahrgang, übernahm er die Verantwortung im Keller und führte das Weingut seit zwei Tausendvier zusammen mit seiner Frau Heidi Kölwenz.
00:31:36: Die Weinberge der Familie KölWenz erstrecken sich zwischen einhundertsiebzig und dreihundzwanzig Meter über die Meeresspiegel.
00:31:43: Und dann ist da noch Andis Philosophie.
00:31:44: Es ist der Weinberg Der die Wahl der Rebsorte bestimmt nicht der Trend Nicht der Mark... ...der Boden entscheidet.
00:31:52: Marina Keikstein Muscheln Millionen Jahre alter Meeresablagerung Das Terror Reich an Glimmerschiefe, ein Maritimen Kalksteinboden der nirgendwo sonst in Österreich zu finden ist.
00:32:06: Leiterkalk ist ein spezifischer Kalk, den eine Region vorkommt und für seine hohen Fossilien bekannt ist.
00:32:14: Und im Jahr zwanzig zwei gilt vom Leiter-Kalkstamm hauptsächlich aus der Riedeneusat und wird neun Monate großen und kleinen Eichenfässern ausgebaut.
00:32:23: Durch seine elegante, vollmundige Art ist dieser Weinschund in der Jugend sehr zugänglich kann er aber spielen, zehn, fünfzehn Jahre reifen.
00:32:31: Und das ist das Gegenteil von dem was man von einem Monument Winzer wie Andy Kölvens erwartet.
00:32:37: Aber genau das ist die Kunst!
00:32:38: Andy Krolvans macht keine Weine Ermachtmonumente und manchmal ist ein Monument nicht schwer verschlossen.
00:32:44: Manchmal ist es elegant und einladend Wie ein gotisches Portal dass weit offen steht.
00:32:50: Ja, und genau der Leiderkeit mit seinen keilhaltigen Tonböden ist predestigniert für den Anbau von Zweigelt.
00:32:56: Das verleiht dem Zweigel sein unverwechselbaren Charakter und seine würzig-kreutrige Eleganz.
00:33:01: Vielen Dank für diese großartige Interpretation nicht nur des Bodens sondern auch der Rebsorte, dem Weingut Kölvins... ...und natürlich dem deutschen Importeur, dem Handelshaus Segnetz!
00:33:22: Ja wollen wir mal umschwenken und hier so einen kleinen kleinen Weinverkosten.
00:33:28: Ich weiß, könnte man ja meine Kille wird langsam ein bisschen trocken.
00:33:32: Passt perfekt ist glaube ich auch ganz ganz spannender Gedanke weil das natürlich auch im Wein ist wo man auf der einen Seite versucht sehr viel Tradition zu leben aber dass mit modernen Ansatz wie wahrscheinlich auch im Bugund.
00:33:45: also ich würde das Thema vielleicht noch gerne dabei haben ob gleiche wusste oder gehofft habe Ein Grundthema in Richtung Burgund geht, weil es wenige gibt die es so gut erklären können wie du.
00:33:58: Habe ich
00:33:59: keinen Bundesdienst geschickt
00:34:00: oder habe kein Burgunder angedacht sondern eine ganz andere Region und dachte wir gehen Richtung Italien.
00:34:05: Tedeschi.
00:34:06: Kennst Du den Weinen?
00:34:09: Den Wein tatsächlich noch nicht aber wir haben ja hier bei uns an der Wine Academy ganz viele WST-Kurse und da kommt dann natürlich auch auf Level zwei Ebenen, zum Beispiel die Vorstellung des Waldpolicella.
00:34:27: Und eben dann in Level drei noch der Amarone dazu.
00:34:33: Ich mag Tedeschi sehr gerne zeigen weil es sehr klassische Weine sind.
00:34:42: also kann man Das ist einfach, das ist eben ein Profil womit man sehr gut arbeiten kann.
00:34:48: Die aber auch immer einen Schritt weiter gedacht haben als waren dann die ersten, die mit Monter Eummi eine Einzellagen-Amarone herausgebracht haben versucht haben das nochmal komplett neu zu definieren.
00:34:59: und hier eben doch die Weiterentwicklung der eigenen Handschrift in Richtung Weißwein.
00:35:06: Gary das erste Mal, wo man versucht hat einfach seine Sensibilität und seine Handfertigkeit im weißweilen Bereich auszuleben.
00:35:14: Das ist Garanega als Hauptriebsorte und ergänzt durch Shadownee und Riesling.
00:35:21: Was im Prinzip auch den Namen erklärt.
00:35:23: also Rieseling auf der einen Seite, das ist RI beziehungsweise Y für Shadounee und GA für Garanaga.
00:35:31: Also ich meine, das ist ja mal so der Punkt.
00:35:34: Suave ist eben finde ich eine tolle Region im Venetor die aber natürlich mächtig auch gelitten hat durch viel Massenproduktion.
00:35:46: Ich habe zum Glück schon vor vielen vielen Jahren die Möglichkeit gehabt zu probieren die eben auch Lagerpotenzial hatten.
00:35:59: Wie gesagt, keine Ahnung.
00:36:00: Es war fünfzehn Jahre her mindestens dass ich eben auch mal einen Einzellagen Suave probieren konnte und überhaupt erstmal kapiert habe das gar gar nie gar gar keine langweilige Rebsorte ist.
00:36:15: Und es ist natürlich aber nicht so einfach zu vermarkten.
00:36:19: und deswegen finde ich den Ansatz dass man da eben dem Kind ein anderen Namen gibt und eben offensichtlich eben auch Chardonnay und Riesling mit Dazu gibt im Blend eine pfiffige Lösung, um aber eben auch der Garganiger weiterhin eine schöne Bühne zu schaffen.
00:36:41: Finde ich toll!
00:36:42: Würde es Garganiga ausgesprochen?
00:36:43: Ich habe das immer Garganega
00:36:44: gesagt... Ja, ich hab mich da mal von einem Italiener belehren lassen.
00:36:50: Super.
00:36:51: also finde ich manchmal so interessant wie man immer wieder neue Sachen entdeckt und
00:36:56: Das ist wie Bourgogne.
00:36:57: Also du wirst von mir nie Burgund hören, das ist die Bourgogné.
00:37:01: Warum?
00:37:02: Also ich
00:37:03: hab ...
00:37:04: Ich hab, äh... das ist ja auch der Harf.
00:37:07: Wir haben eben diese Ausbildung zum Bourgonnais Wine Educator durchlaufen.
00:37:15: Das war damals zwei vierzehn und das erste was eben da die Ansage war es heißt nicht Bougondie oder Bugunt, es heißt Bougognier Es ist die französische Bezeichnung der Region und so sollte es eben auch dann benannt werden.
00:37:33: Aber ich habe überhaupt nichts dagegen, wenn man Burgund sagt.
00:37:36: Ich werde's plus weder schreiben noch sprechen!
00:37:40: Wie wird man da ausgebildet?
00:37:42: Also musstest du da fünf Jahre im Burgund absolvieren um damit vertraut zu werden und langsam die burgundische Blutfärbung anzunehmen?
00:37:53: Na, das war eine gute ... fünf Jahre wär schön.
00:37:57: Schönes Burkani-Studium, das wär schon geil!
00:38:00: Aber wir sind dahin gereist, es waren drei Kollegen, also zwei weitere Kollegen und wir sind da einer Woche lang sehr tief in die Materie eingetreten und haben eben von Wein, Gutsbesichtigung, Nikosion-Besichtigungen, unfassbar viele Tastings.
00:38:30: Also das war schon Input bis zum Get Noh und dann am Ende ging es auch darum eine Prüfung abzulegen.
00:38:39: Ach doch!
00:38:41: Das ist dann nochmal in einem zweiten Step vertieft worden.
00:38:50: Ich weiß nicht, wann ich das erste Mal beim Ligue Grangeur war.
00:38:54: Vermutlich ist jetzt dieses Jahr, keine Ahnung, das sechste Mal, fünfte Sechste mal und bin also eigentlich auch jedes Jahr da.
00:39:05: Also das ist so immer etwas, worauf ich mich freue.
00:39:10: Und ich kann mich auch noch daran erinnern dass sich... Da treffen sich dann die Bologna Wine Educator eben halt auch zu diesem League-Rangeur.
00:39:21: Und dann hat man eben Gelegenheit, sich auszutauschen und dann eben auch mit den lieben Personen, mit denen ich dann vom Fachverband zu tun habe.
00:39:31: Dann hab' ich irgendwann mal gesagt... Also wenn ich Einweis weiß, dass ich nichts weiß!
00:39:36: Es ist halt eine Neverending Story.
00:39:39: Du entdeckst halt ständig Neues und kannst dich also da immer weiter reinbröseln.
00:39:45: Das konnte sie gar nicht verstehen.
00:39:49: Wenn ich einweiss, dass sich nichts weiß.
00:39:51: Also es ist eben eine Neverending Story!
00:39:54: Wie viele Educator gibt es dort?
00:39:56: Weißt du das?
00:39:58: Ich glaube es sind gute Fünfzig
00:40:01: und alle international also alle weltweit angereist eingereist.
00:40:06: Genau, also die machen das halt immer wieder in Abständen.
00:40:12: diese sagen wir mal neue Gewinnung von Educatoren Ausbildung dieser Community.
00:40:23: Da sind natürlich auch viele vom asiatischen Markt und vom amerikanischen Markt, also von allen Kontinenten.
00:40:29: Das ist eine bunte Mischung aus internationalem Menschen.
00:40:33: Total spannend, weil das
00:40:34: begrünt hier einer der wenigen Weinbaugebiete sind die einfach nach außen schauen obwohl sie in sich selber durch die kleinen Dörfchen oder durch die Gesamteinstellungen der Winzer ja teilweise sehr auf sich selbst fokussiert sind, aber fünfzig Prozent der Bugone werden ja exportiert.
00:40:52: Es ist schon ein sehr starker Exportmarkt.
00:40:55: Ja!
00:40:56: Also Schablis mehr noch mehr als der Rest der Bugonie.
00:41:03: Genau und da geht ja auch sehr viel tatsächlich nach Deutschland also Petit Chablis und Chablies.
00:41:11: Das sind die Weine, die preislich noch machbar sind auf dem deutschen Markt.
00:41:15: ich bin manchmal bisschen verkastig
00:41:17: Wenn ich dir an so ein Wein wie den Gary jetzt vorstellen darf, wie würdest du wenn du den eben nicht kennst dich als Fachfrau dem Wein nähern?
00:41:26: Also wie würdest Du versuchen den zu greifen und verstehen.
00:41:29: Würdest Du zuerst den Wein probieren oder würdest Du zuerst versuchen Informationen einzuholen um den Wein vom Kognitiven zu verstehen ?
00:41:38: Ich mach das eigentlich meistens so dass ich die meine Lieblingsbeschäftigung durchforste Und dann schaue ich mir eben halt an, wie die Rebsortenzusammensetzung ist.
00:41:54: Schau mir den Alkoholgalt an und schau mir auch Machart an und bestelle eben auch ganz stumpf mehr Weine, die ich in Ruhe verkosten möchte.
00:42:08: Das wäre zum Beispiel auch ein Vertreter, also ich mach das jetzt nicht weil wir jetzt irgendwie darüber sprechen sondern es wäre halt einer der mich schon reizen würde.
00:42:18: Weil ich diese diese Kombi Gaganega, Chardonnay und Riesling ganz spannend finde.
00:42:24: Und es ist halt von der Appellation her eben einfach ein IGT Wein.
00:42:33: Also Veneto IGT Attraktives Preis Verhältnis, zwölfmal Volumenprozent sind alles so Attribute die ja mich neugierig machen würden und dann würde ich den Wein verkosten.
00:42:52: Und dann würde da für mich entscheiden ob ich Bock habe damit zu arbeiten oder nicht?
00:43:00: Gerade in Italien finde ich gar nicht so einfach sagen wir mal Weine mit einem sehr guten Preis Genussverhältnis zu finden, das finde ich schon sportlich.
00:43:14: Und wenn du ihn verkostest?
00:43:15: Also bist du da eher der Nase-Mensch oder bist du mehr der Gaumenmensch?
00:43:17: Also versuchst du den Wein...
00:43:19: Nase!
00:43:19: Nase, nase!
00:43:20: Oder arbeitest du damit Aromen?
00:43:21: also versuch so die Arom in Kataloge zu packen und den Wein dann irgendwo aufzulösen?
00:43:28: Oder bist du dann trotzdem der Genussmensch, der sich zurücklehnt und sagt komm erzähl mir
00:43:34: Na, ich bin ja doch in dem Fall immer irgendwie auch die Fachtroller.
00:43:41: Die das natürlich erstmal aromatisch auseinander nimmt und da einfach den Rüssel ins Glas hält und einfach guckt was passiert da?
00:43:55: Welche Aromen-Schubladen kann ich aufziehen?
00:43:58: Und wie divers ist das Ganze, was mich da anlacht und das ist eben in dem Fall schon mal sehr anmutig.
00:44:09: Also es ist nicht nur in eine Richtung, sprich eben nicht nur die gelbfruchtige Richtung sondern eben auch so ein bisschen in die florale Richtung, in die Kräuterrichtung.
00:44:21: also da hat man eine sehr an mutige appetitliche Nase die da entgegen strömt Und das ist für mich immer das absolut Entscheidende.
00:44:34: Der Wein, was man riecht muss einfach Bock machen dass man den dann auch gerne verkosten möchte.
00:44:41: ich sage jetzt einfach verkosten weil Ich trinke natürlich sehr sehr gerne Wein aber es im erster Linien natürlich auch dann erstmal ein Verkosten und darüber kennenlernen Was ich jetzt mal mache.
00:44:59: Das passt!
00:45:00: Ist gut.
00:45:01: Also Er hat eben eine schöne Säure.
00:45:06: Das macht wahrscheinlich so ein bisschen der Riesling, aber auch so ein bißchen der Gagganiger.
00:45:11: Schadownee-Runde das ganze so ein bischen abgibt den Backbohn und auch ne gewisse Saftigkeit ist ein stimmiger Wein.
00:45:21: Anmutige, appetitliche Nase, guter Zuch am Gaumen bleibt angenehm hängen also kann man mit arbeiten wird den Leuten auch Spaß machen.
00:45:31: Wie wichtig ist bei der Geschichte für dich die Farbe, weil ich bei dem war ein die farbespektakulär finde.
00:45:36: Also sowohl vom den verschiedenen visuellen Schichten, die er in sich trägt also auf der einen Seite diese Krütreflexion dieses saftige Farbintensive und auf der anderen Seite auch dieses gesetzte... ziehst du so was im Betracht oder hältst du
00:45:51: eine Farbe von?
00:45:51: Klar!
00:45:52: Auf jeden Fall alle.
00:45:54: Also Sinne auf der ganzen Linie.
00:45:59: Sehen, riechen
00:46:01: schmecken,
00:46:01: fühlen.
00:46:03: Auf jeden Fall!
00:46:04: Und stimmst du den Gaumen mit der Nase ab?
00:46:07: Dass du versuchst wenn du dem Wein riechst zu schauen ob der Gaumen dazu passt.
00:46:13: oder
00:46:14: sind das für
00:46:14: dich alles unterschiedlich segmentierte Ebenen die du ganz einzeln bewertest?
00:46:18: Nein es muss miteinander spielen und zusammen passen sonst fehlt in meinen Augen die Balance im Wein.
00:46:27: also das kann man ihn finde ich gar nicht separat betrachten.
00:46:32: Also wie oft ist es, dass man eben ein Wein von der Nase ja ganz spannend findet und dann ist er am Gaumen auch doch eher ein dimensionales kurzes Vergnügen.
00:46:47: also für mich immer so die typischen Blenderweine, die keine Substanz am Gaum haben Und das muss man eben, finde ich zusammen betrachten.
00:46:58: Darf ich da den Bug nochmal zurückspannen oder zurück tragen?
00:47:02: zum Begund?
00:47:03: Also wenn du jetzt einen Begunner probierst... Wenn du ein sehr typischen Begunter probierest!
00:47:07: Vielleicht sogar ein Rotwein Was ist für dich der Interessant an die Nase und die Vierschichtigkeit mit der Nase aufzulösen das gestatorische, dass du mit der Säure arbeitest.
00:47:20: Dass du dem Wein in der Länge versuchst zu beobachten oder in der Entwicklung oder im Glas?
00:47:27: Das kann man ich finde nicht in diese drei Teile aufteilen.
00:47:34: also für mich ist es eine Gesamtbetrachtung.
00:47:40: aber vielleicht ist die Nase so ein bisschen ein bisschen im Vorteil, weil es ja oft so ist dass sich über das Verkosten ja doch auch immer weitere Dimensionen eröffnen können und das eben vor allen Dingen über die Nase passiert.
00:48:03: Und am Gaumen ist eben so dieses harmonische Empfinden ja das Schöne, das Angenehme Wobei es natürlich auch toll ist, wenn's hier und da auch ein bisschen edgy ist.
00:48:17: Und man eben auch am Gaume so'n bisschen mit dem Wein arbeiten muss und den Wein vielleicht auch mal hier und dann ein bisschen kauen muss.
00:48:24: also das darf auch mal Ecken und Kanten haben.
00:48:29: Weil du vorhin den Preis mit angesprochen hast kannst Du den Unterschied zwischen einem Zehn-Fünfzehn-Europinonhorn und einen für Tausend, tausend Fünfhundert.
00:48:41: Kannst du den greifen?
00:48:42: Kannst Du es beschreiben, warum dir eine so unterschiedlich schmeckt als der oder was man daran anders empfindet oder warum der Preis abgesehen vielleicht von der Seltenheit oder von der Berühmtheit des Winters so anders veranlagt ist?
00:48:56: Also ich gehe... also das ist sehr hochgefasst vom Zweistelligen in den vierstelligen Bereich im Vergleich zu gehen.
00:49:05: Aber man könnte ja, sagen wir mal eben den unteren zweistelligen Bereich mit einem dreistelligem Bereich vergleichen.
00:49:16: Ein Pinot Noir, der dann was weiß ich?
00:49:19: Hundertfünfzig oder sogar dreihundert Euro kostet.
00:49:22: Das muss jetzt nicht unbedingt der vierstellige Bereich sein.
00:49:26: Also zum einen ist es bei so einem Bougogne Rouge, den man ja wahrscheinlich im Zweistelliger unteren Zweistelligen Bereich bekommt, ist die Rotbehrigkeit eben vordergründig.
00:49:41: Vielleicht auch mal so ein paar Kräuternoten?
00:49:44: Die Gerbstoffe sind relativ sanft und relativ zurückhaltend.
00:49:50: Die Säure ist dann vielleicht schonmal ein bisschen ausgeprägter Und da ist dann eben die Frage aus welcher Ecke er kommt inwiefern er vielleicht doch auch schon eine gewisse Herkunftsnote zeigt.
00:50:03: Ähm, hab ich irgendwie auch... gerade heute Nacht wieder von Geträumt.
00:50:07: Ich mag die Appellation Coulange-Labineux sehr gerne, das ist eine Appellationsregionale aus dem Croix-aux-Servoir und das ist eben eigentlich Entry Level.
00:50:20: aber es sind eben einfach sehr charmante Pinot Noirs, die auch schon einen gewissen Tiefgang haben und ich mag das total gerne dreistelligen Preisbereich bin.
00:50:36: Dann freue ich mich einfach auch darauf, wenn der Wein da schon ein bisschen Reife bekommen hat und nicht Blut jung ist.
00:50:45: Und das finde ich einfach so unfassbar schön beim Pinot Noir diese Dimensionen der Aromen und dieses Urige, also wenn die dann diese Tertianoten entwickeln, dass es auch so ein bisschen in diese unterholzmosige laubige Richtung gehen Könne.
00:51:04: es sage ich auch immer, dass Pinot Noir so ein bisschen hier und da mal einen morbiden Touch haben kann.
00:51:09: Was ich aber richtig geil finde.
00:51:10: So'n bisschen Wildbrettrüffel... Das ist einfach großartig!
00:51:15: Das find ich toll!
00:51:16: Es ist eben selten wenn man sowas im Glas vor der Nase hat Und das ist eben Benchmark Bougognois Pinot noir muss ich sagen.
00:51:29: Welche Begriffe muss ich kennen?
00:51:30: Also wahrscheinlich die Klassifikation Dass ich die kennen sollte, dass ich wissen sollte was in Prämiergrünen, Vilarischen, Kronkrölen.
00:51:39: In Bougogne ist... Welche Begriffe sollte ich sonst noch?
00:51:45: oder was hat es mit der Klassifikation auf sich?
00:51:47: Es gibt eine Pyramide auf der Einstiegsebene Die Appellation regional, die aber auch noch mal in drei Ebenen unterteilt ist.
00:52:01: auf der ganz unteren Ebene sind dann eben Bougogne Alligoté, Cremon de Bougognier, Passe Tucra und so weiter.
00:52:14: Das sind eben die einfacheren Vertreter was aber absolut relativ ist, muss ich sagen.
00:52:27: Es gibt außerordentlich schöne Cremon de Bourgogne es gibt sehr attraktive Bourgognier Alligoté also Ich liebe Bourgonnaie Passe du Croix Das ist eben auch ein Roter aus Pinot Noir und Garmée.
00:52:42: Also es ist halt Entry Level und preislich attraktiv.
00:52:47: in der Mitte Dieser Ebene steht zum Beispiel Bougogne Rouge und Bougognier Blanc.
00:52:54: Also Bougonnier Rouge, Pinot Noir, Bougbonniere Blanc, Chardonnay... Und dann darüber das ist finde ich ganz interessant sind die Appellation Regional mit einer regionalen Eingrenzung also zb Bougonie Côte d'Or.
00:53:13: Das heißt dass eben die Trauben für diesen Wein nur aus der Côte d'Or kommen können und nicht wie auf der mittleren Ebene beim Bourgogne Blanc, wo die Chardonnay-Trauben aus der gesamten Bourgogné kommen können.
00:53:29: Also es ist ja schon eine regionale Eingrenzung!
00:53:33: Auf der Ebene könnte man auch eben die Utkote Bohnen oder Utkotte Nuiweine finden... dann gibt's im Macron plus die Nennung eines Dorfes, was ja auch eine Eingrenzung ist.
00:53:50: Also auf dieser Ebene kann man wirklich sehr attraktive Weine finden.
00:53:54: Die nächste Ebene sind die Villageweine.
00:53:58: Davon gibt es vierzig Ortschaften und das ist wie eben bei uns in Deutschland beim VDP der Ortswein und da hat man natürlich eine regionale Eingrenzung.
00:54:15: Oftmals bezieht sich das eben tatsächlich auf einen Ort wie eben Mürso oder aber auch auf ein Konklo-Marat von Ortschaften, wie bei Chablis.
00:54:26: dazu gehören zwanzig Dörfer Und dann die Ebene.
00:54:32: darüber sind die Premiergrüß.
00:54:34: Da wird es so bisschen Unübersichtlich, weil Schablisall schon die gesamte Bougogne.
00:54:40: Sechshundert, sechsensechzig Premiere-Grühlagen hat, die natürlich sehr unterschiedlich in ihrer Wertigkeit sind.
00:54:48: und ganz oben haben wir die Cronkrüse.
00:54:50: Dreiunddreißig Stück.
00:54:52: Das ist die Klassifizierung oder Abgrenzung der Herkünfte der Bougogné.
00:55:00: Das romantische System soweit ich weiß?
00:55:03: Ja, definitiv!
00:55:04: Was komplett anders ist als das germanische System, was wir ja bislang eigentlich bei uns gepflegt haben.
00:55:10: Aber jetzt so langsam auch zum romanischen System bekennen wir dann mehr oder weniger sagen Herkunft steht weit über vielen anderen rein technischen Wahrnehmungen.
00:55:22: Es also ist für mich halt auch sehr nachvollziehbar wobei natürlich auch die Traditionen die Rebsorte letztendlich in den Mittelpunkt zu stellen, ja nun auch sicherlich seine Berechtigung hat.
00:55:36: Welch Begriffe soll dich noch kennen?
00:55:38: Du hast von Klo ganz kurz erwähnt.
00:55:41: also zwischendurch fallen ja immer viele Fachbegriffe die ausschließlich das Burgundbild treffen.
00:55:46: Also C-L-O-S heißt eingemauerte Weinbergslage.
00:55:53: Das ist eben die Art und Weise gewesen, wie Mönche eine Lage abgegrenzt haben um sie sozusagen als dann fertigen Wein so eindeutig wie möglich auch gewonnen zu haben.
00:56:10: Was ich sehr nachvollziehbar finde.
00:56:13: Und dann gibt es noch die Bezeichnung Klima also CLIMAT das die Bezeichnung einer Weinbergslage.
00:56:25: Wie gesagt, es gibt sechshundertsechzig Premier-Krü-Lagen also das sind sechshundersächsig Klima, die eben auf den Ediketten als Premier-Crü erscheinen können.
00:56:39: und was gibt es noch?
00:56:43: Es gibt das dann sehr nerdy Die Lyodis Das sind kleine Parzellen-Abgrenzung.
00:56:56: Jetzt wird es aber echt nördig, also ich weiß nicht wie weit ich da einsteigen soll, aber es gibt eben zum Beispiel die Premier Crue Lage Forschom im Chablis und die ist in verschiedene Lyodies eingeteilt Also in verschiedenen Parzellens hat noch mal einen anderen Namen.
00:57:11: Aber das ist eben auch zu finden.
00:57:17: Aber das würde ich jetzt eben zum Beispiel nicht unbedingt in einem Basis-Seminar sagen.
00:57:22: Das kann die Leute irgendwie dann auch zum Einschlafen bringen vermutlich.
00:57:44: Es gibt Momente im Leben, da reicht es nicht mehr König zu sein!
00:57:47: Da will man Entdecker werden!
00:57:49: Angelo Gaia, geboren in den Firmienfirma ein.
00:57:55: Er hat in Alba studiert, Montpellier gelernt Ökonomie in Turin absolviert und dann Dann macht er aus Barbaresco diesem damaligen Verschlafen im Dorf, im Schatten Barolos eine Weltmarke.
00:58:09: Der Wine-Spectator nannte die Ninzeintfünfundachtziger Barbaresskus von Gaia Die besten Weine, die jemals in Italien gemacht wurden.
00:58:18: Aber er pflanzte Cabernet Sauvignon und Piedmont Was seinen Vater verzweifeln ließ.
00:58:22: Dass er sagte da Margie Übersetzt was für eine Schande auf Piedmonthesisch.
00:58:29: Und aus dieser Schande wurde ein der erfolgreichsten Weine der Familie.
00:58:32: Er revolutionierte, er provozierte.
00:58:34: Er setzte Standards!
00:58:36: Barbaresco?
00:58:37: Er obert.
00:58:38: Barolo?
00:58:39: Check.
00:58:39: Toscana?
00:58:40: Fournzeintvierneunzig, Montalcino-Ninzeintsextenneunzig, Bulgarie beides im Besitz.
00:58:45: Aber Angelo Gajas ist kein Mann der sich ausruht.
00:58:49: Angelo Kajas' Zuneigung für den Etna begangen lange vorher... ...in Neunzeint neunzigend als er seinen Freund Jacomotakis besuchte.
00:58:58: Demann hinter Sassikaya Takis ermutigte ihm, Land auf dem Etna zu kaufen.
00:59:04: Die Zeit war noch nicht reif, aber der Berg setzte sich in seinem Kopf fest wie ein Flüstern, wie eine Obsession, wie einer Einladung... ...zwei-tausendfünfzehn!
00:59:16: Fast zwanzig Jahre später traf Angelo einen Mann namens Alberto Gracchi, ein ehemaliger Investmentbänker aus Mainland, der seit zwei tausendvier auf dem etna Wein machte.
00:59:26: Illegant, präzise mit jenem stillen Fanatismus, die nur Menschen haben, die einen Vulkan als Partner gewählt haben.
00:59:35: Gaia erkannte eine verwandte Seele.
00:59:38: Beide Produzenten machten sehr elegante Weinen ihrem jeweiligen Heimatregion!
00:59:43: Und in den vergangenen Jahren gründeten sie ein Joint-Venture – und heute?
00:59:49: besitzt die Winzerei fünfzig Hektar, Weinberg auf sechshundert bis achtnacht Meter über dem Meeresspiegel.
00:59:54: Im Südwesten des Etna also der Gegenstromseite wie manche dort sagen.
00:59:57: Dort wo nur drei andere Weingüter stehen und sie nannten das Projekt Ida.
01:00:04: Ida bedeutet Sie im zizianischen Dialekt bezieht sich auf den Berg selbst in die Einheimischen mit dem weiblichen Pronomen Bezeichnen Die Mutter Etna.
01:00:15: Die Launische Großzügige Umbrechenbare Göttin aus Feuer und Asche!
01:00:20: In den Jahren im Weltpass wurde die neue Kellerei so fertig gestellten, begrüßte ihre erste Ernte.
01:00:28: Das ist Ida.
01:00:29: Angelo Gaius letztes großes Abenteuer eine Legende, die mit vierundachtzig Jahren immer noch wissen will was ein Vulkan zu sagen hat.
01:00:39: Und dann ist er Nerello Mascallese der Pinot Noir Siziliens.
01:00:45: Natürlich nicht wirklich, aber viele sehen viele Parallelen.
01:00:49: Grundsätzlich hat Nerello-Maskerlese seinen Namen von der Mascali-Ebene zwischen dem Etna und der Küste wo man vermutet dass die Traube ihren Ursprung hat.
01:00:56: ein kleiner Teil älterer Reben stammt noch aus der Zeit vor der Reblausepidemie in den Achtundachtiger Jahren.
01:01:03: DN Arches haben bestätigt das die Trauber einen Nachkommen von Italiens berühmter Sangewese Traubon Montonico Bianco ist.
01:01:10: Die Weine Straf Frisch mit fruchtigen, kreutrigen Aromen exzellenter Mineralitäten einem erdigen Unterton.
01:01:18: Nerellomaskalesebeine haben oft ein paar Fünge das an die außergewöhnlichen Beine von Barolo und aus dem Bukund der Innen.
01:01:27: Und nerellomaskalese trifft dein Mund mit einer Explosion roter Fruchteroma, die in Gewürznoten von Zimt- und Blumigen getrockneten Wüstenkräuter übergeht.
01:01:37: Und dann ist da dieser trockene, tanninhaltige, persistente und harmonische Geschmack mit unglaublich viel Körper.
01:01:45: Und trotz einem einer Leichtigkeit die zum Weitertrinken animiert!
01:01:49: Also um es auf den Punkt zu bringen... Der Ida Edna Rosso- Twenty-Oneundzwanzig ist ein hundert Prozent eine Relomaskerlese und stand aus den allerersten Weinbergen, die Gaia & Graci kauften An den südwestlichen Hängen des Etna-Völkans nahe dem Dorf Bianca Vila zwischen six und dreißund achtundzwanzig Meter über der Meeresspiegel.
01:02:09: Die Böden gehören zu den ältesten der gesamten Etna DOC, mit dem Bodenstamm von einem alten Lava Strom, circa sechzigtausend Jahre alt.
01:02:17: Seine Farbe ist heller als üblich was auf einen längeren Oktationsprozess hinweist.
01:02:21: die Kieselsteinen sind klein und rund das auf einen älteren Zersetzungszustand hinweis.
01:02:27: Nach der Ernte werden die Trauben etwa zwei bis drei Wochen lang fermentiert Maseriert und teilt sind Holz, teils im Betonbehältern ausgebaut.
01:02:36: Danach erfolgt eine vierundzwanzigmonatige Reifung im Holz um Beton.
01:02:41: keine Barricks kein Showeffekt nur Zeit.
01:02:44: Und dieser Wein zeigt dass man nicht laut sein muss um gut zu sein das elegant stärker ist als Extrakt Sein Vulkan mehr zu erzählen hat als Marketingprostören.
01:02:55: Ein Wein der zeigt dass Etna nicht das neue Bugunt ist.
01:02:59: Es ist der erste Etner Und das reicht vollkommen.
01:03:03: Vielen Dank für dieses großartige entdeckungswürdige Weinerlebnis!
01:03:07: Angelo Gai und Alberto Garacci und im deutschen Importeur dem Handelshaus Segnetz.
01:03:23: Ich finde es aber schön, dass man damit auch signalisieren kann.
01:03:26: Man kann zu einem eine Frage stellen.
01:03:28: Also es gibt viele Begriffe die natürlich traditionell dort extrem fundiert sind und oftmals eine Berechtigung haben Aber... Man sollte fragen wenn man irgendwas nicht versteht oder irgendwie nicht einordnen kann und gerade jemand wie du, der ja sehr tief in dem Thema ist sich da intensiv miteinander setzt.
01:03:47: Der versteht es zu erklären.
01:03:49: und wenn ich dich fragen, wen dann?
01:03:54: Ich bin da!
01:03:55: Man kann mich jederzeit fragen.
01:03:57: Sehr gerne
01:03:58: Wie kann man sich sonst... was würdest du empfehlen, wenn man sagt, ich möchte mit einem Thema grundbeschäftigen welche Fachmagazine, welche Bücher, welche YouTube-Channel oder wie kann man mit Auseinandersetzen reinfinden?
01:04:14: Also zum einen finde ich eben die Webseite vom Fachverband der Bougogne sehr, sehr gut.
01:04:24: Das BEVB.
01:04:25: Ich glaube es reicht auch wenn man ein Fachverbund Bougogné eingibt.
01:04:32: Die haben auch eine Möglichkeit wie man über so eine Art e-Learning sich da das grundlegende Wissen schon mal aneignen kann.
01:04:46: Das empfehle ich auch, wenn wir jetzt eben zum Beispiel ... Wir haben so ein drei-Tages-Bogoni-Kurs weil es ist ja schon eben halt ein relativ komplexes Ding und man muss nicht drei Tage machen aber man kann!
01:04:59: Und das ist meine Empfehlung vorher sich da mal mit dem eLearning auseinanderzusetzen was sie auch sehr, sehr gut machen.
01:05:07: Dass die sich einzelne Appellationen vornehmen und zwar findet das, sagen wir mal drei bis vier Mal im Jahr statt.
01:05:15: Das nennen die Rondevoe avec le Vente Bougogne Und da wird eben immer eine Appellations genommen und Da wird eben einmal generell die Lage vorgestellt.
01:05:33: Dann werden Winzer interviewt, dann werden Weine verkostet.
01:05:38: In dem Fall ich als Bologna Wine Ambassador oder Educator kriege die Weine zugeschickt.
01:05:44: hier können Leute bei uns teilnehmen.
01:05:46: das ginge aber auch anders indem man das einfach online mitmacht.
01:05:50: da muss man sich eben beim newsletter von den registrieren Und diese Videos sind wirklich sehr, sehr gut gemacht.
01:06:00: Dass man wirklich einen guten, guten Einstieg in diese jeweilige Appellation bekommt.
01:06:06: und meine... Also ich finde es ist auch für mich die Bibel Insight Bugundi von Jasper Morris.
01:06:14: Ich habe auch von ihm da den online Zugang wo er eben über die ganzen Tastings reported, Jahrgangsreports schreibt.
01:06:28: Das ist also für mich auch essentiell da auf der Seite unterwegs zu sein und mich da immer wieder abzudäden.
01:06:34: Ich finde ja auch das ein tollen Schreibstil.
01:06:36: halt ich mache das sehr gerne lesen Und Da hat man glaube schon mal bisschen ein bisschen Stuff womit man sich beschäftigen kann.
01:06:47: Für mich ist es auch natürlich immer so regelmäßige Nutzung der Seiten von Genesis Robinson, die natürlich auch hier und da Bougogna Reports hat.
01:07:01: Das würde ich empfehlen.
01:07:03: Und was soll man als Sommier wissen?
01:07:05: Also wann hältst du einen Sommie für durchaus bewandert?
01:07:09: Du hast ja den riesen Vorteil zum einen dass du auch Sommiers ausbildest bzw begleitest und viele Sommies geben ja zumindest begund als ihre Lieblingsappellation oder ihre Lieblingsregion an, oder die vergöttern teilweise die Weine.
01:07:25: Wenn Sie nicht nur über Romani Conti sprechen finde ich das schon mal sehr gut und wenn sie eben halt auch bestimmte... Appellationen auf der Weilenkarte haben die vielleicht nicht nur in der First Row, sondern auch mal in der Second oder Third Row stehen und das kann sehr charmant und sehr interessant sein.
01:07:46: Und das lässt dann immer auch ein gewisses Tiefenwissen erkennen und auch Erkenntnisse die Person sich mit der Region wirklich auseinander gesetzt hat und nicht nur wissen flext.
01:08:00: Also du liest dir ein Weinkarte und siehst anhand der Weinkart, ob Sie einfach nur versuchen Neemdropping zu betreiben oder sich wirklich mit dem Gebiet und teilweise auch mit den Winzern auseinandersetzen.
01:08:12: Würde ich mal so sagen!
01:08:13: Ja es kommt immer darauf an, welche Klientel Du hast.
01:08:17: also das muss man natürlich auch mitsagen wo ist der Laden?
01:08:22: Welche Klientele hat er und was macht Sinn mit welchen weinen zu arbeiten.
01:08:28: Also man kann jetzt nicht da so dogmatisch sagen, Name-Tropping ist blöd aber es ist natürlich toll wenn man eine gewisse Diversität findet.
01:08:42: Aber das ist eben immer die Frage Wo ist der Laden?
01:08:46: Welche Klientel hat er?
01:08:48: Auch wenn ich Nebendropping betreibe, also auch wenn ich diese gesamten bekannten Appellationen irgendwie auf der Karte vertreten habe.
01:08:54: Sei es Chastanie, sei es Jeff Rischam oder irgendwelche Gronkhry Sachen ist es ja umso interessanter und spannender vielleicht auch ein-zwei spannende Bougognier oder irgendwelle Appellations aus der Couchallonie oder Gut Marconi als Unterbau dort zu präsentieren oder die teilweise auch mit einer gewissen Reife zu präsentieren.
01:09:11: und nicht nur die Jahrgangsfröschen sondern einfach so zeigen ja auch diese Weine können... in irgendeiner Form reifen.
01:09:17: oder dort versucht der Winzer sich noch mal anders auszuleben, weil er dort eine gewisse Kreativität leben kann und nicht nur mehr oder weniger der Erwartungshaltung die er irgendwo liefern muss.
01:09:28: Wenn er den Pyni hier ausbaut oder wenn er Morissa unten nie ausbohrt das man sagt ich möchte eine perfekte Interpretation dieser Appellation Inkombination mit seiner Handschrift haben sondern er kann dort auch ein bisschen kreativer sein und ich glaube da fängt es begund an auch richtig kreativen außergewöhnlich zu sein.
01:09:44: Ja auf jeden Fall Klar, es ist sowieso ein Fakt.
01:09:47: In der Jugend schmeckst du die Handschrift des Winzers in der Reife das Terroir und es ist eben die Frage wie viele Weine erreichen, die eben das Terror auch schön dann zu riechen und zu schmecken sind in der heutigen Zeit.
01:10:11: Gibt es so eine Pauschal?
01:10:13: Einschätzung für das Burgund, wie es sie früher mal für das Bordeaux gab.
01:10:17: Dass man sagt, eine wirklich klassischen Bordeau sollte man mindestens zehn Jahre liegen lassen.
01:10:23: Ich weiß beim Burgund ist es teilweise ein bisschen schwieriger, weil ich eben diese verschiedenen Unterschiede wie Burgognier-Premier-Kronkring-Konkring soll sich eigentlich wahrscheinlich länger liegen lassen als normalen Burgogniers.
01:10:35: aber so dieser Pimal Daumen Einschätzung hast du dir irgendwie, dass du sagst ein Spätbogonampin und Noah zeigt nach so und so vier Jahren seine wirkliche Größe?
01:10:47: Also Bognier regional würde ich sagen mal auf fünf Jahre setzen.
01:10:57: Mit denen ich soweit arbeite.
01:10:59: also es gibt da sicherlich auch welche die vielleicht eher einknicken aber fünf Jahre dann Village vielleicht so ein bisschen erweitert um drei Jahre.
01:11:11: Es kommt natürlich auch immer darauf an, woher?
01:11:16: Also ein gutes Beispiel finde ich ist Mercury.
01:11:19: Mercury ist eine der Village Appellationen in der Côte Chalonnaise und das ist immer so ein schöner Pinot Noir, wo mit man vielleicht einen Einstieg Pinos der Bougogne geben kann, weil sie eben relativ früh schon sich auffächern aromatisch und eben so ein schönes einnehmendes Wesen haben.
01:11:47: Und eben ja so ein bisschen die Rutsche zu Pinot Noir Bougognier legen können und die können eben halt schon nach Ein, zwei Jahren wenn die auf der Flasche sind schön getrunken werden halten aber auch locker acht bis zehn Jahre durch.
01:12:05: Und ja je weiter man dann eben hochgeht desto länger ist in deren Lagerpotenzial wobei da natürlich auch wieder ein Unterschied liegt bei einem Chablis-Krongru bis jetzt nicht bei unbedingt dreißig jahren und da kannst du auch schon recht frisch genießen.
01:12:26: und sagen wir mal zehn, fünfzehn Jahre hast du Spaß mit denen.
01:12:31: aber das sind jetzt keine absoluten Langstreckenläufe.
01:12:35: Und ja wenn man dann eben die Konkrüse aus der Kontinuit hat, dann hast du natürlich nicht ein Jahrzehnt sondern locker drei Jahrzehte oder auch mehr mit denen du da Spaß haben kannst Wenn du das Kleingeld hast, die dir in den Keller zu legen.
01:12:59: Weil du gerade über Wertigkeit redest beziehungsweise über die Preissituation im Begrund... Ich finde trotz allem dass ein Schablis von grün nicht selten völlig unterbezahlt ist.
01:13:12: Ja!
01:13:13: Also du findest teilweise richtig spannende Weine großartige also richtig große einzigartige Weine.
01:13:18: und die kosten dann dreißig vierzig fünfzig Euro und stellen die absolute Spitze des Gebietes dar.
01:13:24: Und das findest du glaube ich kaum irgendwo in einer anderen Region.
01:13:29: In der Welt wo Du sagst, Du hast den... ...das Top-Level im mittleren zweistelligen Bereich finde ich absolut großartig.
01:13:37: Ja!
01:13:38: Absolut.
01:13:39: Deswegen es ist äh... Es ist sicherlich spannend über die Preiswelt der Bougogne zu sprechen Aber es ist, sagen wir mal nicht aussichtslos sich damit zu beschäftigen und da auch die Perlen heben zu können.
01:13:57: Gibt es irgendwelche sonstige Mythen außer man sagt Begrund ist immer teuer?
01:14:01: Wo man sagt, damit sollte man in Bezug von Begrund aufräumen oder darüber sollte man mal reden dass das eigentlich völlig falsch etabliert hat?
01:14:09: Ja ich denke, dass die Zeiten halt.
01:14:13: Also bis in die Locker, in die Neunziger rein waren die Negoussions.
01:14:18: Diejenigen, die den Markt dominiert haben, den globalen Markt dominierten.
01:14:27: Das habe ich als Vokabel vorhin nicht erklärt.
01:14:29: also Klima, Klo ... Negousion.
01:14:33: das ist sicherlich auch noch ein Punkt.
01:14:36: dadurch dass eben Unter anderem, ich muss das jetzt abkürzen durch das Napoleonische Erbteilungsgesetz die Weinbergslagen in der Bougogne schon eine relative Zersplitterung haben.
01:14:50: Also dass eine Lage sehr viel Eigentümer haben kann ist es eben oftmals so gewesen, dass der Anteil an Reben nicht mehr dazu ausgereicht hat einen eigenen Wein daraus zu produzieren.
01:15:05: Und in dem Fall kommen dann eben die Negoussions ins Spiel, die dann eben Trauben aufkaufen.
01:15:14: Zum Teil auch die Grundweine und daraus in einer relevanten Vermarktungsköse Weine machen und dann eben auch in den Verkauf bringen unter dem Namen des Negousssions – Louis Jadot zum Beispiel!
01:15:30: oder Louis Latour und Albert Bichaud, das sind zum Beispiel die... Also ein paar Namen von Négos Jans.
01:15:40: Und ... Das haben sicherlich die Négous Jans früher ausgenutzt indem sie zum Beispiel einen Wein in den Verkehr gebracht haben wo auf dem Etikettstand Merceau Premier Cru.
01:15:57: Der Konsument hat dann gedacht wow ich habe jetzt eine Premiergrühlage aus Mürso.
01:16:04: Aber es stand kein Klima, kein Weinbeckslagen-Namen da drauf und das heißt sie haben als einfach verschiedene Premiergrühlagen zusammengeführt und das eben halt als Premiergrüfer marktet.
01:16:20: Und dass ist heute nicht mehr der Fall.
01:16:22: also dadurch, dass in diesem ganzen globalen Kontext auch die Domänen immer stärker geworden ist und eben sich auch selber als Domänen präsentiert und vermarktet, mussten halt auch die Negations qualitativ nachziehen.
01:16:40: Und das ist eben heute schon auch so dass die Negation sehr gute Qualitäten an den Markt bringen in den Markt bringen und dass es nicht mehr so wie früher ist der Verbraucher da immer wieder gelingt wird mit merkwürdigen Indikatenangaben.
01:17:01: Das ist so.
01:17:01: das was ich sagen würde als Mythos,
01:17:05: dass es im ständig aus den letzten zehn zwanzig Jahren komplett renoviert hat.
01:17:10: also
01:17:10: ja muss man schon besser
01:17:12: als früher mal war.
01:17:14: auf jeden fall sind mittlerweile die größten Weinbergsbesitzer in der Bougogne.
01:17:19: also auch spannend.
01:17:21: und
01:17:21: Wenn du sagst, es reicht nicht zum eigenen Wein.
01:17:23: Die haben schlichtweg die Fässer nicht vollbekommen.
01:17:25: also wenn ich jetzt als kleiner Produzent von einem Weinberg XY meine fünf Reihen irgendwie ab ernte würde ich keinen fassvoll bekommen durfte es als solches nicht abfüllen.
01:17:35: deswegen ist es für die oftmals die einzige Lösung das entweder zu verkaufen an einen Negostion oder eben zuzukaufen und selber als negostion zu agieren.
01:17:46: genau dass gibt mittlerweile sehr viele Hybriden.
01:17:50: Also Eigenständige Domänen, die auch als Négusion agieren.
01:17:57: Das ist heute ein neues Modell.
01:17:59: Das sind eigentlich die einzige Form wie eben die privat geführten Domäne eben auch noch ein gewisses Wachstum generieren können.
01:18:10: Was hat es mit der Erbtelung auf sich?
01:18:12: Weil du das gerade erwähnt hast und das hört man ja ganz häufig
01:18:15: Naja, das eben... Es gibt einen sehr schönen Film.
01:18:19: Der heißt glaube ich der Wind und der Wein.
01:18:23: Großratte?
01:18:24: Ich liebe den!
01:18:24: Da ist die ganze Situation relativ gut erklärt.
01:18:31: Du bist eigentlich in der Bougogne als Domäen schon... Geh mal davon aus du bist in dieser unfassbaren Situation Deine Weinbergslagen in der Côte d'Or hast.
01:18:47: Und du hast also auf jedem Qualitätsniveau deine Lagen, also Appellation Regional, Village, Premier Cruel, Croncruel.
01:18:58: und wenn eben eine Familie die Durchschnittskröße einer Domäne in der Bougogne beträgt acht Komma schießt mich tot hektar.
01:19:09: Das ist ja schon was ne?
01:19:11: Also acht Hektar.
01:19:13: Und wenn dann eben eine Familie zwei Kinder hat, dann geht eben durch das Napoleonische Erbteilungsgesetz alles eben halt durch zwei.
01:19:25: Und wenn du mehr Kinder hast, dann wird es schon sportlich.
01:19:31: und wenn du dann eben sagen wir mal, Null Komma drei Hektar Anteil in einer Kronkulager hast und es geht durch drei wird's schon diffiziel Und das muss man dann eben immer irgendwie händeln und vielleicht gibt es dann eben einen, der das weiterführt aus diesem Familienverbund.
01:19:53: Aber oftmals wollen da natürlich die Miterben auch davon partizipieren von den Erlösen was natürlich dann eben so... das Wachstum einer Domänen hemmen kann.
01:20:06: Also es ist eben nicht einfach da in der Bougogne Lagentechnik zu wachsen, könnte man theoretisch eine Kronkrülage in der Côte d'Or kaufen würde sie locker mindestens sechs Millionen Kosten was bedeutet dass es eben auch die teuersten Weinbergslagen weltweit sind.
01:20:28: und oder es ist sehr schön in diesem Film erklärt mit der Wind und der Wein, wo man das eben sehr gut dargestellt hat.
01:20:40: Kann ich wirklich jeden ans Herz legen?
01:20:42: Also für mich einer der auch tiefsinnigsten Hollywood-Produktionen die nicht nur versuchen die Emotionen rüber zu bringen, dass aber auch schaffen sondern einfach auch viel wissen Und das schwäle ich mit vermitteln.
01:20:54: Das finde ich also ganz, ganz großartig!
01:20:56: Wenn du selber in ein Restaurant gehst und wir hatten ja vorhin kurz Weinkarten erwähnt wie wichtig ist für dich im Allgemeinen die Weinauswahl?
01:21:02: oder lass mich anders fragen was ist für Dich wichtiger?
01:21:05: Die Weiberatung seitens des Kollegen dass Du Dich mit dem auseinandersetzen kannst oder einfach auch so ein bisschen mehr Wert mitbekommst?
01:21:14: Oder in der Tat die Weineauswahl auf der Karte.
01:21:16: Wohin würdest Du das Restaurant auswählen?
01:21:19: Weinausswahl...auf der Kante Ich bin da relativ stur und will stumpfen meine Weine selber aus.
01:21:26: Ich such gar nicht unbedingt
01:21:27: den unseidigen Dialog... Also bist du kein
01:21:30: Weinen-Menütyp?
01:21:31: Nein!
01:21:33: Warum?!
01:21:36: Ich
01:21:37: weiß meistens Bezugsquellen, Weine, Preise, Kalkulationen.
01:21:43: Es läuft bei mir alles sofort im Kopf ab.
01:21:45: Und so ich mir lieber immer eine schöne Fläche Wein aus oder auch zwei je nachdem wie viele mit dabei sind Oder auch drei, also je nachdem.
01:21:55: Darüber hinaus wenn du dann in dem Restaurant bist Du hast dir deine Flasche Wein ausgewählt.
01:22:01: Der Service ist am Anfang zumindest in der Beratung nicht unbedingt so das Wichtigste.
01:22:07: Wie wichtig wird es danach?
01:22:08: Also schaust du danach wie der Service abläuft Schaust ihr danach welche Ausstattung des Restaurants hat Ob's Tolle Gläser hat Was vermisst du Wenns nicht da ist.
01:22:17: was musst du unbedingt sehen?
01:22:19: wie kritisch bist du dabei?
01:22:23: Also per se bin ich natürlich immer super kritisch.
01:22:26: Bin glaube ich ein ganz fürchterlicher Gast, aber eher für meine Begleitung als für die Serviceleute.
01:22:42: Das musste man immer so restaurantabhängig sehen.
01:22:48: also mich neulich mit einer Kollegin unterhalten.
01:22:52: Wir sprachen über einen neuen Laden hier in Hamburg und dann sagte sie, aber die Gläser da.
01:23:01: Das geht ja gar nicht!
01:23:02: Und ich sagte so, das ist mir scheißegal.
01:23:05: Das ganze Konzept ist einfach geil.
01:23:08: Dann nehmen Sie halt diese Gläse.
01:23:10: Es ist okay, völlig okay.
01:23:12: Das Einzige was es eben nicht geht, dass wenn die Gläser dreckig sind, was nicht in dem Laden der Fall ist, aber wiederum in einem anderen Laden wo ich sage, es ist ein Nogo Geh ich nicht wieder hin.
01:23:22: Punkt, aus!
01:23:24: Also Gläser müssen sauber sein
01:23:26: Und was muss der Service sonst leisten?
01:23:27: Also hast du da irgendwie einen gewissen Grundanspruch wo du sagst also Ich möchte mir mal meinen Wein nicht selber nachschenken Die Gläsen müssen immer voll sein Der Wein muss gekühlt sein oder nicht gekühlte sein Der kann die in Lüften bla bla bla.
01:23:39: Also für mich ist es eher weniger mehr.
01:23:41: Also dieses manchmal gewollte Es ist für mich eher anstrengend, also wenn man dann eben den Wein irgendwo auf einem Geridon zehn Tische weiterstehen hat.
01:23:55: Aber der Service nicht in der herkommt, den Weinservice zu machen finde ich lästig!
01:24:01: Also dann sage ich einfach komm lass die Pull am Tisch machen wir selber kein Problem.
01:24:07: Ich
01:24:08: finde es eigentlich so schön, wenn man eben die Entwicklung eines Weines im Glas verfolgen kann.
01:24:15: Also ich sage mal wie viele Weine müssen heute zur Zlage wirklich noch dekantiert oder belüftet werden?
01:24:22: Das Primborium mache ich vielleicht für mich zu Hause aber im Restaurant hat man ja gerade das relativ selten.
01:24:30: also die Weinkarten strotzen jetzt nicht unbedingt nach Wein wirklich schon Depot entwickelt haben.
01:24:40: Also ein jugendlicher Wein, den dann zu Lüften kann man machen, kann sich aber auch einfach die Zeit nehmen und den Wein jetzt nicht einfach hinter stürzen sondern einfach im Glas öffnen lassen und da vielleicht eben ein schönes Glas dafür eingesetzt bekommen was dem Wein entspricht.
01:25:01: das ist schön aber es ist optional.
01:25:04: Gibt es irgendwas sonst, was du als bereichert empfindest von Serviceseite?
01:25:07: Wenn du sagst, wow, wenn sie das machen dann geht mein eigenes Sommieherz auf oder meinen Educator-Herz auf.
01:25:16: Na ja, wenn Sie zum Beispiel einen... ...im Holz fast ausgebauten Weißwein nicht auf Eis stellen
01:25:26: z.B.?
01:25:27: Also ich muss nicht eben dazusagen kannst du lassen braucht kein Eis, ist okay.
01:25:36: Also wenn über die Serviertemperaturen eine gewisse Ahnung besteht bin ich auch schon sehr glücklich.
01:25:43: und wenn die Rotweine nicht zu warm sind das hasse ich wie die Pest.
01:25:49: Wenn jemand dir den Wein erklären möchte magst du es dann lieber wenn man versucht im Bildern zu erklären also mit Metaphern zu arbeiten oder lieber Nüchtern geradlinig raus, die Fakten auf den Tisch legt.
01:26:05: Eine Mische wäre ganz geil!
01:26:07: Also ich meine es muss jetzt nicht so diese... das ist der atletische Typ oder das ist jetzt der... was weiß man hier?
01:26:17: Der tratige Typ.
01:26:18: also das muss jetzt bei mir wirklich nicht sein.
01:26:21: aber Faktonwissen oder ein bestimmtes Background-Wissen zum Wein, zum Winzer zur Lage Bei Nord, finde ich schon.
01:26:31: Charming!
01:26:32: Wenn ich es zulasse...
01:26:33: Aber zu selber mithafern?
01:26:34: Also bist du da jemand der immer mit Film arbeitet oder mit Schauspielern und die dann irgendwie als Sinnbild für den Wein hernimmst?
01:26:42: Oder eher
01:26:43: weniger?
01:26:44: Selten.
01:26:45: Sehr selten.
01:26:45: Selden.
01:26:47: Eher beim Endkonsumenten aber nicht beim Fach.
01:26:49: Publikum.
01:26:50: Und hast du deine Lieblingsmithafer, die du...?
01:26:53: Nutzt damit der Gegenüber das irgendwie verbildlichen kann, was du eigentlich aussagen möchtest?
01:27:03: Naja... vielleicht eben dass er eine Weine mehr Schmackes hat.
01:27:10: Mehr Kraft hat und mehr Power hat.
01:27:13: Und der andere etwas dezenter, ein bisschen zurückhaltender also bestimmte Vokabeln die man sich natürlich so über die Zeit auch angeeignet hat um die Weine voneinander abzukrenzen.
01:27:25: Hast du Lieblingsweinenwörter, die du besonders gerne benutzt?
01:27:28: Kann ich nicht sagen.
01:27:29: Beziehungsweise welche, wo du sagst... Wenn ich die höre dann stellen dich mir die Nacken auf!
01:27:35: Nee, nee.
01:27:37: Ich glaube so bin ich nicht.
01:27:39: Also... Okay.
01:27:41: Nein.
01:27:42: Bin ich eigentlich relativ vorurteilsfrei.
01:27:45: Es ist ja schön wenn man überhaupt eine Weinsprahr hat.
01:27:48: Ja, es sich auch ein bisschen traut.
01:27:50: Manchmal ist so Wein besprechen und ist so ein bisschen wie Tanz.
01:27:53: Man muss sich einfach erst mal trauen loszulehnen und dann wird es irgendwie irgendwann.
01:27:56: Genau, also ich glaube dadurch dass ich hier auch mit einer ganz breiten Zielgruppe zu tun habe bin ich eher auch so ein bisschen... Also ich kann das sehr gut verstehen wenn man einfach erstmal vielleicht auch an die Hand genommen werden möchte und sich vielleicht auch erst mal nicht traut.
01:28:21: Ich meine das hab' ich ja nur zu genüge dass man sich eben eher wenig traut darüber zu sprechen.
01:28:28: Und es wäre schlimm, wenn ich dann sage oh Gott oh Gott.
01:28:30: diese Vokabel oder jene Vokabel die lassen meine Nackenhaare aufstehen das ist ja genau das was er dann entmutigt über Wein zu sprechen oder Vokaben zu verwenden.
01:28:44: Ich glaube da muss man sehr sensibel vorgehen.
01:28:47: und wenn die Leute eben sagen, dass der Wein lecker ist dann ist er lecker!
01:28:52: Okay why not?
01:28:54: Irgendwann wird es vielleicht etwas differenzierter.
01:28:56: Dieses Judgen ist manchmal zu erschreckend auch für den Gegenüber, wenn man irgendwie dieses darfst du darfst nicht und...
01:29:07: Ja also ich denke das... Ich sage mal dass Ich hatte vor Uhrzeiten mal ein Train the Trainer Seminar und da sagte der Trainer, dass wir keine Missionare sind.
01:29:29: Im Grunde hat er natürlich auch recht auf jeden Fall.
01:29:33: aber es ist eben so mein Weg das ich versuche zu sensibilisieren durch hoffentlich einigermaßen verständliches Vermitteln von Wissen Wein verstehen lerne, also dass man eben irgendwie weitergeben kann warum wieso weshalb sich Weine voneinander unterscheiden und das man eben Horizonte erweitert.
01:30:04: Und Neugier schafft!
01:30:07: Das ist wichtig für mich Und das eben nicht mit diesem Werten von irgendwelchen Vokabeln, das ist schwierig
01:30:17: finde ich.
01:30:18: Ich finde dieses Downgrading in sich selber manchmal unglaublich hilfreich also wie wir es vorhin mit dem Begrund hatten dass man nicht mit den Superkrongrillagen anfängt und möglichst mit irgendwelche Namen um sich wirft um unbedingt eine Kompetenz auszustrahlen sondern dass man sich manchmal so in der Basis wiederfindet und da versucht das Gespräch zu finden.
01:30:38: Also ich finde allein den Gedanken, wie man einen absoluten Nichtweintrinker erklären kann warum Wein so faszinierend ist, könntest du das?
01:30:47: Könntest du dich so sehr auf diese Urbasis herunterbegeben?
01:30:53: Joop Ja
01:30:54: Warum is Wein so fasciniernd?
01:30:56: also was kann Wein was andere nicht können?
01:30:58: Es ist einfach unfassbar vielfältig.
01:31:01: es hat immer mit Menschen zu tun Regionen mit Entstehungsgeschichte, also Terroir-Geschichte zu tun.
01:31:12: Es hat überhaupt auch Geschichte zu tun.
01:31:16: es hat mit Esskultur oftmals auch zu tun.
01:31:19: ich kenne keinen Winzer der kein Bock auf Kochen und Essen hat.
01:31:27: Ich kenne keine Winzer den man nicht irgendwie auch da in diesem Kontext entsprechend erwischt.
01:31:35: Und das ist also für mich eine der vielfältigsten Themen, sonst wäre ich glaube ich nicht so lange schon dabei.
01:31:47: Gibt es irgendwas was vergleichbar mit Wein oder ist es Wein ausschließlich?
01:31:53: Naja... Also ich bin.
01:31:57: Ich kann jetzt gar nicht mich dran erinnern, wie lange das jetzt her ist.
01:32:00: Aber als ich die ersten Berührungen mit Sake hatte, war ich auch ziemlich... Also am Anfang dachte ich so, naja.
01:32:09: Und dann schwupps die Wupps, eröffnete sich mir ein Feld was ich auch so nicht erwartet hätte und völlig begeistert war.
01:32:20: So könnte man es mit dem Tee
01:32:22: fortführen?
01:32:24: Als ich meine, glaube ich schon ganz tief zum Jahr, die eine ... also die gesamte Welt der Getränke sehr spannend findet.
01:32:39: Und sie sich mit all dem halt auch auseinander gesetzt hat und vielleicht mehr oder weniger in der Tiefe.
01:32:44: aber eben es hat ja immer etwas mit dem Ursprung und mit der Verarbeitung mit den Menschen dahinter mit den Herkünften, mit der Geschichte zu tun und das finde ich immer reizvoll.
01:33:00: Immer spannend!
01:33:19: Es gibt Rebsorten die verzeihen Fehler wie zum Beispiel Cabernet Summio, ist robust wie ein Panzer oder Schadon hier anpassungsfähig wie ein Chameleon.
01:33:27: Klar haben wir auch in Züraderwächs praktisch überall wo Sonne scheint.
01:33:31: Und dann gibt es Pinot Noir.
01:33:33: Das heißt nicht ohne Grund Pinot noir ist die Heartbreak-Rebsorte.
01:33:38: Ja es ist eine der Rebsorden die eben keine Fehler verzeihn die extrem schwer zu kultivieren sind, die ganz spezifische Boden- und Klimabedingung brauchen um zu gedeihen.
01:33:49: Und wahrscheinlich ist das der Grund warum Pinot Noir die Winzer in den Wahnsinn treibt!
01:33:53: Die Trauben hängen dicht gedrängt wie Tanzhapfen.
01:33:56: daher der Name Pinot.
01:33:57: Das kommt aus dem Französischen bedeutet Kiefer... ...und noir.
01:34:00: ich glaube dass jedem klar ist schwarz.
01:34:02: Und eben die Dichte der Trauben macht sie so anfällig für Vollnis.
01:34:07: Zu viel Regen?
01:34:08: Tod.
01:34:09: Zuviel Hitze?
01:34:10: Verliert die Säure.
01:34:11: Zu kalt Reift nicht.
01:34:12: Tyroir, die einzigartige Kombination aus Boden-Klimatopographie hat einen Einfluss darauf wie Pinot Noir sich ausdrückt.
01:34:20: Weil die Traube ihre Umgebung so deutlich widerspiegelt können selbst kleinste Veränderungen in der Bodenzusammensetzung oder im Mikroklima den Geschmack und Struktur des Weines drastisch verändern!
01:34:31: Die Pinot noir Traube hat über ein tausend registrierte Klone was ein Beweis für die genetische Instabilität und konstante Evolution der Traube ist.
01:34:40: Und trotzdem oder gerade deshalb ist Pinot Noir die am sechshäufigsten geflanzte rote Rebsorte auf unserem Planeten.
01:34:48: Denn Winzer lieben sie!
01:34:50: Frag mal im Winster, was eine Lieblingsrebsorte ist!
01:34:52: Neun neunzig vor einer Hundert beantworten?
01:34:54: Pinot noir... und das obwohl Sie ihn nicht schlafen können will sich Sorgen um Botritis machen Obwohl jeder Jahrgang ein Risiko ist.
01:35:03: Warum denn doch?
01:35:04: Weil wenn Pinot noir glücklich isst singt sie Und um das zu verstehen, braucht man einfach nur einen im Kistlervignets im Glas.
01:35:15: Man hat den Moment, wenn der Herzschmerz auf kalifornisches Kultur-Terror trifft.
01:35:20: In deiner Zeit wurde von Steve Kistl und Marc Weichsler gegründet.
01:35:25: Zwei Männer mit einer verrückten Idee.
01:35:27: Sie glaubten, dass bemerkenswert und charaktervoller Schadonee mit Lagenbezug tatsächlich in Kalifornien angebaut und produziert werden könnte!
01:35:34: Und das war eine Vorstellung, die ihrer Zeit weit voraus war.
01:35:38: Und sie hatten recht... Kistler ist kein Weingut!
01:35:41: Es ist schlichtweg kult.
01:35:43: Warum das so ist?
01:35:44: Ist außer durch die Weine relativ schwer zu erklären.
01:35:49: Aber ich versuche es mal.
01:35:50: Grundsätzlich wenn das Weingutt alte weltburgundische Technik auf neue Welt traubend an.
01:35:56: alle zehn Chardonnay-Weiberge sind mit demselben Klurm bepflanzt einer kalifornischen Traube, die das weingut seit fast dreißig Jahren verwendet.
01:36:05: Und die vier Pinot Noir Weinbergs setzten auf zwei Klone, die vor mehr als zwei Jahrzehnten aus Bugund importiert wurden.
01:36:13: Kistler setzt auf das Selektion Marsal und er ertrag es niedriger als bei Achtzig Prozent alle produzierten Kronkrülpinot Noirs im Bugunt.
01:36:21: Perfektion durch Verzicht!
01:36:23: Zwei Tausend Siebzen verließ Steve Kistlers Unternehmen um sich auf sein Familienweingut zu konzentrieren – doch was er hinter Lies ist Respekt vor der Natur Obsession-Business-Detail und die Überzeugung, dass große Weine Zeit brauchen.
01:36:35: Es braucht Generationen mit einem Standort zu arbeiten und um einfach seinem bestes höchstes Potenzial wirklich zu verstehen.
01:36:44: Und das was blieb sind Weine wie der Sonoma Coast Pinot Noir.
01:36:48: Und die Sonoma coast ist nicht einfach nur die einundneunzigste AVA, die am zehnten Juni nineteen nach siemonen achtsig etabliert wurde... Sie isst eine klimatische Einzigörtigkeit!
01:37:00: Nahe am Pazifik, mit doppelt so vierjährlichem Niederschlag wie ihre Nachbarn im Landesinneren.
01:37:06: So ist sie warm genug um Trauben zu reifen?
01:37:09: Weil die meisten Weinberge über der Nebelgrenze liegen!
01:37:13: Ja, der Nebe!
01:37:14: Das ist der Schlüssel... Der Nebel kommt am Abend und lässt die Temperaturen oft um zwanzig Grad Celsius vom Tageshöchstwert fallen und zieht sich am nächsten Morgen wieder zum Ozean zurück.
01:37:26: Diese natürliche Klimaanlage erlaubt es den Trauben über eine verlängerte Wachstumsperiode volle Geschmacksreife zu entwickeln, immens wichtig für Pinot Noir!
01:37:36: Die Region erstreckt sich bis zu vierzig Kilometer ins Landesinnere.
01:37:40: die meisten Weinberge liegen typischerweise zwischen einhundert und fünfhundert Meter Höhe.
01:37:46: Das ist die Sonoma Coast Nebel, Höhe Wind, Pazifik.
01:37:51: Und dann entsteht einen Wein mit der Sonoma Cospino Noir.
01:37:55: Eine Kombination aus Kistlers Zingelvignards, aus den vier Küsten Weinbergen.
01:38:00: Nachts geerntet?
01:38:01: Natürlich von Hand!
01:38:02: Wird nur Free Run Juice verwendet, der vierzehn bis achtzehn Monate im Fass schlummern darf?
01:38:08: Natürlich ungeschönt und ungefiltert.
01:38:11: Er zeigt was passiert wenn eine Legende wie Steve Kistler sechsundvierzig Jahre lang dieselbe Frage stellt.
01:38:18: Wie schmeckt er Ort Wenn man einen Heritage-Klon aus Bugunden nimmt, sie in kalifornische Erde propagiert.
01:38:25: Die Erträger auf twentyfünf Hektoliter pro Hektar drosselt!
01:38:29: Nur Free Run verwendet, wird's bis achtzehn Monate wartet und das dann ungeschilden ungefiltert abfüllt.
01:38:36: Er zeigt dass Sonoma Kost nicht der billige kleine Bruder von Napa ist sondern eine eigene kühle mineralische pazifisch geküsste Stimme hat Und er zeigt es Pinot Noir.
01:38:46: Diese unmöglich temperamentvolle Herzschmerz verursacht eine Traube.
01:38:51: Genau deshalb so geliebt wird, weil sie nicht gefallen will.
01:38:55: Weil es nicht einfach ist!
01:38:56: Weil sie verlangt dass man ihr zuhört und wenn man das tut dann sinkt sie.
01:39:02: Vielen Dank für diesen großartigen Wein.
01:39:05: Kistler Vignac natürlich dem deutschen Importeur Dem Handelshaus Schlumberger.
01:39:20: Gibt's allgemeine Geschichte entweder Über Wein über Wein Service die du besonders gerne erzählt oder immer wieder erzählst.
01:39:31: Ja, dass das eine Neverending Story ist also das sag ich den sommeri ist auch immer.
01:39:37: wenn sie Die Ausbildung dann absolviert haben ist das eigentlich dann erst der Anfang von einer Eigentlich immer fortwährenden Weiterbildung weiterentwicklung und sich immer wieder neu updaten Sich immer wieder bewegen.
01:39:55: Wenn man das auch so aufnimmt und lebt, dann wird man ganz bestimmt ein guter Sommelier.
01:40:03: Wann ist mein Sommlier?
01:40:04: Also gibt es da für dich einen Punkt wo du sagst jetzt würde ich vom Gefühl her mich so... bezeichnen.
01:40:11: Ist es mit dem Absolvieren der Prüfung, ist es wenn ich die Schule besucht habe... ...ist es viele Jahre danach?
01:40:18: Wenn ich wirklich auch Erfahrung habe?
01:40:20: oder wann könnte man sich als Zombie mit gutem Gewissen und auch mit dieser Ausstrahlung bezeichnend deinem Empfinden nach?
01:40:27: Ich bin glaube ich ein gutes Beispiel!
01:40:29: Ich hab nie eine IHK geprüftes Zombie-Ausbildung gemacht eine klassische Ausbildung im Hotelfach gemacht und habe während meiner Ausbildung gemerkt, dass in dem Betrieb wo ich war überhaupt gar keinen Fokus auf Wein gesetzt wurde.
01:40:52: Es gab drei Weißweine und drei Rotweine.
01:40:55: das war es.
01:40:56: Das hat mich neugierig gemacht und dann bin ich eben durch die Weinläden Hamburgs getingelt habe mir die Regale angeschaut und mich mit den Herkünften auseinander gesetzt.
01:41:09: Und hab mich relativ schnell entschlossen, mich darauf zu spezialisieren.
01:41:13: Ich konnte damals als Commie-Sommelier im Jakob anfangen bei Hendrik.
01:41:19: Und ... hab da eben eine tolle Zeit durchlaufen können.
01:41:24: Wir hatten achthundert Positionen damals auf der Karte.
01:41:28: Es war für mich ein innerer ... Antrieb immer die Weine zu empfehlen, die ich nicht kannte.
01:41:35: Die habe ich eben vorher also mich theoretisch reingenördet und dann hat ... Ich ja nun die Möglichkeit, den Probeschluck dann abzunehmen.
01:41:47: Die ganze Batterie an Wein stand ich dann hinten im Backoffice und nachdem dann die Service-Schicht zu Ende war habe ich mir die Weine vorgenommen und hab die daneben pöpö verkostet und da eben mein Verkostungshorizont erweitert.
01:42:04: Und ich habe mich immer regelmäßig und das tue ich noch heute!
01:42:08: Immer!
01:42:09: hingesetzt und in Themen eingelesen, eingearbeitet.
01:42:13: Und das Geile ist halt wenn du das dann eben auch noch irgendwie vor Ort erfahren kannst, wenn du eben in diese Anbauländer reißt und es eben siehst und mit den Winzern sprichst und Das Bild immer feinmaschiger wird.
01:42:27: und Deswegen sage ich wann fängt es an?
01:42:31: Wann hört es auf?
01:42:32: also Ich würde schon sagen dass sich damals nach zwei Jahren schon sagen wir mal den Titelsommelier vielleicht hätte tragen dürfen, weil ich wirklich mit Leib und Seele dabei war.
01:42:50: Ich glaube das ist sehr individuell.
01:42:53: wie man das Thema angeht muss ich sagen.
01:42:55: Und das Reisen ist so unglaublich wichtig!
01:42:57: Ich finde es schön dass du es irgendwie in welcher Region sollte man gesehen haben?
01:43:00: Welche hatte ich am meisten beeindruckt?
01:43:03: Das ist echt schwierig zu sagen.
01:43:05: Ist es,
01:43:06: oder?
01:43:07: Es gibt eigentlich kaum hässliche Weinregionen!
01:43:09: Ich kann das ganz schwer einkränzen.
01:43:12: also das würde jetzt ein ganz langer Satz werden mit einer Aneinanderreihung von Weinländern die mich sehr begeistert haben oder Weinregionen und ich habe immer schon gesagt auch zu meiner Familie es tut mir sehr leid Ich kann nicht nach Skandinavien reisen.
01:43:35: Das ist für mich weintechnisch jetzt noch nicht so ... High-Priority, es muss immer irgendwo hingehen wo Wein reden wachsen und
01:43:45: ja
01:43:46: da gibt's genug zu entdecken.
01:43:49: Was steht auf deiner Bucketlist?
01:43:50: Also was willst du unbedingt noch sehen, was du noch nicht gesehen hast?
01:43:54: Oh ich würde sehr gerne nach Argentinien.
01:43:58: Ich war einmal in Chile.
01:44:01: Das ist natürlich auch nur ein kleiner Spot von dem, was Chile zu bieten hat.
01:44:07: Aber ich würde sehr gerne nach Argentinien.
01:44:12: Ich würde auch sehr gerne mal nach Kanada.
01:44:17: Ich werde auch sehr gern noch die Südinsel Neuseelands mit Centro Otago absolvieren.
01:44:25: Das fehlt mir leider.
01:44:27: Ich war in Neuseeland, aber nicht da unten.
01:44:31: Das fand ich sehr schade, dass ich das nicht geschafft habe.
01:44:36: Australien war ich noch nicht.
01:44:39: Ist auch spannend, aber da würde ich doch lieber erst mal nach Argentinien und Kanada und den Südzipel von Central Otago.
01:44:47: Das kann ich ja dann vielleicht gemeinsam machen.
01:44:49: Also aus Australien... ...Neuseeland!
01:44:52: Ja, es war schon... Da gibt's auch wieder.
01:44:55: übrigens eine sehr schöne Veranstaltung.
01:44:57: Kosblussenpartaler ist die Pinot Noir Convention in Neuseeland.
01:45:03: Ich bin schon immer von Anfang an ins Sachen Chardonnay und Pinot noir unterwegs gewesen.
01:45:09: Und das ist auch eine sehr spannende Veranstaltung.
01:45:14: ich glaube dich findet aller drei Jahre statt.
01:45:19: Das ist aber schon ein ganz schöner Weg, den man da zurückliegt.
01:45:24: Von Hamburg nach Frankfurt von Frankfurt nach Dubai von Dubai nach Singapur von Singapurt nach Brisbane von Brisbane nach Oakland von Oakland nach Wellington.
01:45:36: Da isst man dann ziemlich im Arsch wenn man da ankommt.
01:45:40: Zumindest hast du schon mal den Reiseplan.
01:45:42: Also
01:45:46: jetzt würde ich das wahrscheinlich anders machen Mit Zwischenstopp
01:45:49: irgendwo.
01:45:51: Und ein paar Stopovers, genau!
01:45:53: Wenn dich Chardonnay und Pinot Noir so intensiv irgendwie schon zu bewegen scheint oder dich auch zu prägen scheint.
01:46:01: welcher Stil, welcher Weinstil passt zu deiner Persönlichkeit?
01:46:08: Nicht rundgelutscht.
01:46:10: Also
01:46:11: darf Becken und Kanten
01:46:12: haben auf jeden Fall.
01:46:14: Was ist Wein für Dich wenn du Wein in einen Wort leiden müsstest?
01:46:17: In einem Wort schwer.
01:46:22: Was ist es für dich?
01:46:23: Eigentlich Leben.
01:46:25: Leben!
01:46:28: Erlebnis, dann.
01:46:28: Ja.
01:46:28: Erlebnissen.
01:46:28: Leben als solches.
01:46:29: Zum einen weil's mein Leben ist, meinem Berufs- und meinen... Dann eben auch Sinnesleben, weil ich Weine total gerne wahrnehme Und weil Wein in sich selber unglaublich lebt, also in der Veränderung.
01:46:43: Er schmeckt ständig anders und reagiert auf alles.
01:46:46: Also er ist regelrecht lebendig.
01:46:48: Er interagiert mit den Speisen.
01:46:51: Ich finde es oft spannend dass Wein einen der wenigen Sachen Elemente ist wo Leben endet und Leben beginnt.
01:47:01: Die Traube stirbt ja mehr oder weniger indem ich sie ernte und sie erwacht aber zu einem neuen Leben.
01:47:07: Also es baut sich eine ganz neue, du kannst das wissenschaftlich erklären, mikrobiologische Welt auf die dann weiterlebt und die sich entwickelt.
01:47:16: und auf der anderen Seite stüppt halt mehr oder weniger die Phase dass die Traube sie wäre nicht lebensfähig in dem Sinne und daher also würde ich ganz ganz viel mit diesem Begriff leben in Verbindung mit Wein bringen.
01:47:29: Ja das finde ich sehr treffend!
01:47:30: Aber ich finde eben auch Erlebnis schön.
01:47:34: Also man hat ja sehr viele Erlebnisse, die mit Wein zu tun haben oder Passion.
01:47:39: Für mich ist es natürlich eine Passion.
01:47:41: also ich liebe und lebe Wein.
01:47:44: Ich finde
01:47:44: schon würdest du irgendwas mit Wein nicht tun?
01:47:46: Also hast du da diese No-Ghost weil du vorhin erwähnt hast dass man eigentlich alles sagen darf und Lecker ist sowieso okay.
01:47:54: Gibt es irgendwelche Grenzen?
01:47:55: bei dem, wo du sagst die Sachen mit den Eishöfen finde ich doof.
01:47:58: Cola ist scheiße.
01:47:59: aus der Flasche trinken mit Strohhalm Wo sind deine Grenzen dort?
01:48:03: Also wo stellst du den Wein dann doch auf einen Sockel, wo Du sagst da gehört er hin?
01:48:12: Na ja eine gewisse Kultur darf man schon auch mit dem weinen verbinden und leben Und
01:48:19: jeder unterschiedlich definiert.
01:48:21: also Kultur ist vielleicht das Eine was für den anderen Alltag ist.
01:48:25: genau Das ist aber ja eben.
01:48:28: da will ich auch nicht judging und sagen wie kannst du nur In deine weinschorle eiswürfel tun?
01:48:36: wenn sie das wollen dann sollen Sie es dass.
01:48:38: ich werde nicht darüber urteilen.
01:48:45: Also Ich werde nicht Darüber Maß regeln oder bestimmen, das soll jeder machen wie er möchte.
01:48:52: Ich muss es ja nicht tun und ich werde auch meine Empfindung Wie ich mit Wein umgehen möchte und wann ich ihn genieße und wie ich ihn Genieße Nicht anderen überstülpen wollen.
01:49:02: Das ist das ist meine welt und ich bin sowieso sagen wir mal Sagen wir mal auch ja sowieso nicht der maßstab.
01:49:11: ich habe jeden tag damit zu tun und dass ich eine ganz andere Empfindung und einen ganz anderen Zugang, ein ganz anderes Prozedere damit habe ist glaube ich ziemlich verständlich.
01:49:23: Das muss sich ja nicht von jemandem erwarten der ab und an mal Wein trinkt und vielleicht auch eben für wie viele Menschen hat Wein überhaupt gar keine Bedeutung?
01:49:36: Und das ist auch in Ordnung!
01:49:38: Das kann ich jetzt ja nicht vor jedem verlangen.
01:49:44: Das kann ich und möchte auch nicht in irgendeiner Form darüber bestimmen oder irgendwie sagen, das geht.
01:49:57: Das geht nicht!
01:49:58: Ich muss das vielleicht nicht machen.
01:50:00: Ist das sein?
01:50:01: Aber hier die Amis, sie trinken doch gerne den White Sin auf Eis mit Minze oder die Mette.
01:50:10: Sollen Sie es auch
01:50:10: machen?!
01:50:11: Ich meine, der ist so fürstellig.
01:50:13: Dann kann man das auch so trinken.
01:50:15: Why not?
01:50:15: Ich muss das ja nicht machen!
01:50:17: Ich finde es interessant was du erwähnt hast dass es so viele Menschen gibt für die Wein keine Bedeutung hat.
01:50:22: ich würde es vielleicht sogar ein bisschen feingradieren dass es auf der einen Seite eben die die Wein überhaupt nicht interessiert auf der anderen Seite die dies zu Teil vernörden wie wir teilweise.
01:50:33: aber es gibt so viele menschen die Wein eigentlich wertschätzen ihn aber nicht irgendwie als Heiligtum sehen, sondern einfach wohlwollend wahrnehmen und die alle zu berühren und mitzunehmen.
01:50:46: Und anzusprechen.
01:50:47: das finde ich so schön!
01:50:48: Das macht eigentlich so unglaublich viel Spaß und da kann das einfache Ich trinke die Wein gerne weil er appetitlich ist biszu...ich bin irgendwie neugierig.
01:50:57: gehen also die Facetten und die Bandbreite ist so unglaubliche großartig
01:51:01: Auf jeden Fall.
01:51:02: und äh..das ist ja eben genau der Punkt dass ähm....also ich möchte hoffen dass ich eben meine Unvereingenommenheit immer bewahren kann.
01:51:15: Und das ist sicherlich auch der Grund, warum ich versuche bestimmte Basisweinseminare für den Endverbraucher nicht mehr so regelmäßig zu geben weil nach so vielen Berufsjahren ist es eben... Ich kann nicht mehr ...so brennend diese Themen vermitteln wie ich es vor... ...fünfundzwanzig oder dreißig Jahren gemacht habe.
01:51:45: Und dafür suchen wir zusammen immer auch Kollegen, die eben genau diese Strahlen in den Augen haben und eben die die jungen Weintrinker, egal welchen Alters.
01:52:02: Aber sag mal ... Die eben in ihren Erfahrungen vielleicht auch noch ganz frisch sind, begeistern können und abholen können!
01:52:10: Ich kann das auch aber es ist jetzt für mich nicht wo ich dann ähm.
01:52:17: ja also es gibt andere Themen die mich dann mehr reizen oder wo ich meine Erfüllung drin habe.
01:52:25: Das darf ich mir aber auch herausnehmen.
01:52:27: Also es ist in Ordnung.
01:52:28: Das finde ich auch ganz wichtig, weil du natürlich ein Basiswein-Seminar bespielen kannst und dich da wahrscheinlich auch rein denken kannst.
01:52:37: aber auch dein Tag hat nur vierundzwanzig Stunden beziehungsweise so und zuviel Arbeitsstunden Und da hast du einfach andere Aufgaben bzw.
01:52:43: andere Kompetenzen Kannst dir auch ganz anders übernehmen die vielleicht jemand der im Basisseminar halten kann ihm nicht übernehmen kann und von dem her ist das wahrscheinlich eben auch so ein Bewusstsein für die eigene Kompetenz und die dann auch ausleben können dürfen.
01:52:58: wie zum beispiel du hast schon soweit ich weiß zwei weinbücher geschrieben, planst du ein drittes also buch schreiben für dich wieder ein thema
01:53:05: oder
01:53:06: worüber wir es handeln wenn du es planten.
01:53:09: Also ich würde eher so eine art interaktives buch schaffen was ständig irgendwie auch wachsen kann.
01:53:14: das muss nicht in papierform sein sondern also dass was sich damals hatte, das Reihenwissen in zwei Stunden zum Kenner.
01:53:25: Das finde ich ja eigentlich ganz witzig und das müsste man eigentlich in der heutigen Zeit dynamischer gestalten, indem man es nicht in einer Buchform hat sondern was weiß ich online mit den heutigen Möglichkeiten erweitern kann.
01:53:43: also so Buch... Ich glaube dazu habe ich gar nicht die Zeit mich dann so in ein Thema rein zu nerden, dass es dem entspricht wie ich's mir vorstelle.
01:53:57: Da müsste sich wahrscheinlich Achtzig sein um damit anzufangen.
01:54:01: also wenn dann würde ichs eher eben halt dynamischer halten und eher in die heutige Zeit ansiedeln.
01:54:07: so Ich finde Fachbücher nach wie vor großartig Und die Regalböden biegen sich bei uns.
01:54:16: aber dass es ich brauche.
01:54:20: Ich bin ja auch in so einem Kochbuch-Jury und dann kommen die Weinbücher da.
01:54:27: Bin immer wieder fasziniert, dass man doch immer wieder auch diese Basisweinthemen immer neu aufarbeiten kann und immer wieder neu darstellen kann und das ist auch immer wieder erfrischend sein kann.
01:54:40: Es ist völlig klar, dass sich diese Inhalte sind nie alt.
01:54:46: also sie werden halt Ja, immer wieder auch von verschiedenen Perspektiven aus angegangen und das finde ich immer ganz witzig zu sehen.
01:54:57: Es wird wahrscheinlich nach wie vor in den nächsten Jahrzehnten Weinbüchern geben die sich mit dem Entry-Level beschäftigen.
01:55:06: Ich würde es allerdings eher in einen Onlineformat bringen.
01:55:11: Ich finde
01:55:12: es absolut super, weil ich finde dass wir im digitalen Bereich viel zu inaktiv sind.
01:55:17: Also es wäre so viel mehr möglich, sei's von Händlerseite, sei´s vom Zomeh-Seite, Sei´s von Educator Seite.
01:55:28: also man könnte so viele Sachen wahrscheinlich interessanter lebendiger und zeitgemäßer gestalten.
01:55:35: Gibt es für dich eine digitale Wunschlösung?
01:55:37: Vielleicht sogar für einen Weinhandel wo man sagt hey denk da mal über den Tellarantien raus und schaut was sonst dort technisch alles möglich ist?
01:55:48: Daher, man muss ja auch immer wieder die Frage stellen, wiefern das dann auch wiederum der Verbraucher nutzt.
01:55:56: Also wie sehr ist er halt an Tiefe interessiert oder wie weit soll da die Wissensvermittlung gehen?
01:56:08: Also aufklähe... also ich finde ja schon dass es sicherlich schon gemacht wird, dass eben bestimmte Beiträge über Weine gegeben werden.
01:56:20: Das machst du ja auch und das finde ich sehr hilfreich, eben da mit dem Entverbraucher Hilfe Stellung zu geben und sich vielleicht da Unterstützung in der Kaufentscheidung zu holen.
01:56:34: aber ich könnte jetzt nicht sagen, dass und das müsste so und so gemacht werden also jedenfalls nicht im Einkaufserlebnis, da bin ich eher so in unserer Welt unterwegs.
01:56:47: Im Ausbildungsbereich wo man sagt okay man könnte noch dieses und jenes Tool mit dabei haben um es im Lernthema spielerischer gestalten zu können.
01:57:00: Und
01:57:00: das ist auch ein wenig mehr zu veranschuldigen.
01:57:01: also da dann auch wieder wie dieses Thema Reise.
01:57:04: Man versteht den Bein anders wenn man die Landschaft einfach kennt einfach dort und sei es imaginär oder sei es interaktiv irgendwie mal dort gewesen ist.
01:57:15: Und hatten ein anderes Gefühl letztlich auch für die Weine, also wenn man das noch wenig mehr integriert?
01:57:22: Naja aber es ist ja schon immer sehr bezeichnend dass die Kochwelt hat es immer schon auf die Matscheibe geschafft, die Weinwelt schwieriger.
01:57:33: Also oder weniger Es ist nicht einfach, da die Zielgruppe ist glaube ich auch sehr viel kleiner.
01:57:39: Die das wirklich interessiert und die man mit auf eine Weinreise nehmen kann.
01:57:47: Ja, eigentlich fast jeder muss.
01:57:48: Also von dem her hat man da schon eine Grundverbindung hin.
01:57:51: Weintrinken tut ja ein oder andere aber dann wirklich so die zweite Ebene zu verstehen warum das so ist dass das machen eigentlich die wenigsten.
01:57:59: Du hast halt beim Wein immer noch diese große Hürde Dass es auf der einen Seite Alkohol ist.
01:58:03: du hast Die hürde dass Es Immer gebrannet ist wenn Du eine Flasche in den Bildschirmenheil Zeigst Dann Ist Es Automatisch Eine Werbung Für Irgendein weingut Oder irgendeine weinregion wo mit sich viele Sender relativ schwer tun Und die Geschichte ist relativ schnell auserzählt.
01:58:19: Also dir zum fünftigtausendsten Mal ein Weinberg zu zeigen oder irgendwie Weinkeller, das ist auch recht schwer und viele Filmemacher sind da wenig kreativ.
01:58:31: beim Kochen hast du halt so viel mehr.
01:58:33: also selbst wenn du bratst und prädest du einen Fisch mal prädetest du ein Stückchen Fleisch Du kannst so viele Sachen mehr zeigen rein aus dem visuellen heraus.
01:58:41: und dass es beim Wein schwer hat.
01:58:43: Es gibt viele Begründungen warum Veins nicht weiter geschafft hat als es geschafft hat.
01:58:47: Ja, was ich schade finde.
01:58:49: Das müsste so eine so eine Tim Meltzer-Snotterschnauze in Sachen Wein geben also die das dann vielleicht auch schafft da mit einem unkonzip unkomplizierten Vokabular da die Menschen abzuholen.
01:59:06: Ich glaube es macht ein bisschen der Tony Askitis glaub ich ne?
01:59:11: Tony macht das ganz gut, ich finde auch Hendrik macht es ganz gut.
01:59:14: Ja auf jeden
01:59:15: Fall.
01:59:15: Eigentlich jeden Tag was über Wein erzählt und weil du ja mit Hendrik Thomas mehr oder weniger groß geworden bist hast du wahrscheinlich da nicht nur durch die Hamburger gleiche Herkunft oder das Gleichnis in der Städtewahl
01:59:33: Der ist nochmal ein Unterschied.
01:59:37: Hendrik ist ja wahnsinnig eloquent und kann da auch eine Wahnsinnsklavertur spielen, das finde ich auch großartig.
01:59:49: auf jeden Fall.
01:59:50: Auch mit jedem kommunizieren?
01:59:51: Er kann sich auf jede Ebene einstellen was eben auch ein großes Go für einen Zombie ist und jeden auf seiner Wissensebene abholen Und das können wenige Sommies.
02:00:03: Das finde ich eigentlich so ein bisschen kritikwürdig oder ganz selten zu finden, dass innerhalb eines Satzes schafft Hendrik Thomas sich dem gegenüber anzupassen und ihn zu fordern, zu fördern ... Oder auch einfach mit seinen Gedanken zu befriedigen?
02:00:20: Auf jeden Fall!
02:00:21: Ja... Also das ist, äh, das finde ich generell für den Beruf eigentlich auch wichtig generell, dass man eben nicht nur das Wein wissen hat sondern eben auch Personality hat und auch mal mutig ist in welche Richtungen auch immer.
02:00:45: Also man darf einmal die Fresse aufmachen Und auch mal poltern und auch mal eben, ja also nicht jedem gefallen müssen.
02:00:57: Das ist auch glaube ich wichtig, dass damit definiert sich ja auch Personality.
02:01:02: Und das finde ich wichtig.
02:01:05: Soll man darüber hinaus Verantwortung übernehmen?
02:01:08: Also hat man selber zur Aufgabe...
02:01:11: Auf jeden Fall!
02:01:11: In welche Richtung?
02:01:14: einen gewissen Trend voranzutreiben oder zu intensivieren.
02:01:17: Also irgendwelche ethischen Sachen...
02:01:22: Du hast auf jeden Fall Verantwortung, an einem bestimmten Zeitpunkt Nachwuchs zu fördern.
02:01:29: Das hat zum Beispiel Hendrik auch immer getan und also auch ausprobieren lassen.
02:01:40: Dann ist das natürlich ein Fakt, dass wir mit Alkohol zu tun haben und dass du da einfach Verantwortung trägst.
02:01:48: Das ist für mich eine oberste Rule, dass eben hier in unseren Räumlichkeiten auch immer einen entsprechenden Umgang gepflegt wird.
02:02:00: Das heißt um das zu konkretisieren was meinst du?
02:02:03: Also ich habe selbst wenn sich noch mehr Leute da sind ein Gedächtnis, wer hat welche Trinkfrequenz.
02:02:16: Wer verhält sich wie?
02:02:19: Wie zeigt sich der Alkohol-Konsum bei wem in welcher Form?
02:02:25: und dann eben letztendlich gegebenenfalls auch zu reagieren wenn es grenzwertig wird.
02:02:30: aber soweit kommt's bei uns gar nicht.
02:02:33: also das ist einfach eine Wahnsinnsverantwortung die man trägt weil wir mit Alkohol zu tun haben und Trends.
02:02:43: Trends, was meinst du damit?
02:02:45: Dass man Trends selber setzt oder unterpusht?
02:02:49: oder was meinste da mit?
02:02:52: also im Prinzip die gesamte Klaviatur dass man entweder Trend setz und sagt das habe ich selber entdeckt und das finde ich sollten einfach irgendwie alle kennen sollten irgendwie alle probieren, das ist eigentlich der genau richtige Weg wie man Wein machen sollte.
02:03:06: So war es ja keine Ahnung von zehn, fünfzehn Jahren mit der Natural Wine Geschichte oder mit Petna.
02:03:11: Das war ja auch so ein gewisser Trend- oder Istentrend.
02:03:14: im Augenblick ist es relativ stark.
02:03:18: also was ich zumindest betrachte entweder diese Low or Light Alkoholgeschichten Fairtrade ist ein ganz, ganz großer Trendtrend.
02:03:27: Also
02:03:28: ein ganz großer
02:03:28: Trenn der gerade voran getrieben wird und wo viele versuchen doch einen gewissen Fokus drauf zu richten.
02:03:36: also sprich das Sachen wie Heavyweight Bottles kein Thema mehr sein sollten dass man vielleicht auf Back & Box zum Beispiel konzentriert.
02:03:43: Ein Trend kann die Digitalisierung sein die halt bei uns komplett aus außen vorsteht, aber die so viele Möglichkeiten bietet.
02:03:52: Also es gibt viele Trends und ich persönlich finde wir haben auch in dieser Verantwortung weil wir der Branche sind die Verantwortung zum einen Trends auszusieben und zu sagen braucht man nicht keinen weg, aber eben auch zum eigenen Typus passen die zu bespielen, zu intensivieren, zu publizieren.
02:04:12: Ja da sind wir natürlich auf jeden Fall mit dabei.
02:04:18: Wir klären ja auch über vieles auf.
02:04:23: Und wenn es zum Beispiel um das Thema alkoholfrei geht, dann versuchen wir eben die Seite mit Getränken zu bespielen, die in ihrer Herstellung gar kein Alkohol hatten und das heißt, dass muss nicht entzogen werden Und damit kannst du eben auch eine schöne Art der Begleitung zu Speisen schaffen.
02:04:56: Das ist etwas, was wir auf jeden Fall vorantreiben und das ist ganz wichtig!
02:05:02: Ich bin so doll am ständigen Lesen weltweit in dieser ganzen ... Welt der Getränke passiert, also nicht nur in Bezug auf Wein.
02:05:18: Aber auch das ist glaube ich ganz wichtig, dass man da nicht völlig zum Fachidioten mutiert, dass eben es darüber hinaus ja auch noch viele andere Themen gibt die man unter Umständen dann hier und da auch mal wieder in den Kontext Wein oder Getränken setzen kann.
02:05:34: aber Ich glaube, das ist ganz wichtig Dass man da auch noch andere Themen im Leben hat außer das Bein- oder Getränkethema und damit eben auch, sagen wir mal in seiner Art und Weise eine gewisse Sensibilität haben kann.
02:05:59: Und Verständnis haben kann wie eben dein Gegenüber tickt.
02:06:03: also einfach auch den Rest der Welt nicht außen vorsperren und nur in Wein denken sondern dem Wein als Bereicherung des Lebens sehen will Man dann teilweise, glaube ich auch auf Augenhöhe mit denen.
02:06:14: Ist ja nun mal mein Beruf!
02:06:16: Ja... Aber es gibt eben halt auch noch andere Themen im Leben und das hat wie gesagt für jeden einen sehr unterschiedlichen Stellenwert und soll so auch sein.
02:06:27: Mit wem würdest du gerne mal ein Wein trinken?
02:06:29: Gibt's eine Person wo du sagst?
02:06:31: Ein Abend eine Flasche Wein und einfach
02:06:34: reden?!
02:06:36: Ich glaube ist mein Bruder wird sich sich jetzt wahrscheinlich Small zerreißen.
02:06:42: Aber ich glaube, ich finde es total witzig mit Gregor Gizy mal zusammenzusitzen oder mit Harald Schmidt die beiden sowieso zusammen sind sehr witzige.
02:06:50: Wow!
02:06:53: Mit drei Jahren und dann... Ja das ist glaube ich extrem spannend.
02:06:59: Sehr cool.
02:07:00: Ich glaube irgendein Format hatten sie auch mal zusammen.
02:07:03: Ich weiß nicht wie das hieß.
02:07:06: Ich habe mich jedenfalls sehr schlapp gelacht Sehr scharfzönig, beide sehr eloquent.
02:07:12: Ja es glaube ich!
02:07:13: Und vor allen Dingen auch sehr tief sind und ich glaub so ein bisschen zynisch, leicht sarkastisch, ein bisschen ironisch aber trotzdem sehr fundamentiert.
02:07:21: Genau mein Ding.
02:07:22: also sarkastic vor allem Welchen
02:07:24: Wein würdest du aufmachen wenn du den Wein aussuchen könntest dürftest müsstest?
02:07:28: Das wäre doch mal ganz witzig so einen Pinocchio de la Venetia den beiden vorzusetzen und mal abzuwarten was sie dazu sagen.
02:07:40: Würdest du blind servieren?
02:07:41: Polarisierend halt, ne.
02:07:43: Blind!
02:07:44: Oh ja, blind serviert.
02:07:45: Aber das ist böse.
02:07:46: Das
02:07:50: könnte dort passen.
02:07:50: vor allen Dingen der Moment wenn man es aufdeckt ist manchmal eben auch sehr schön.
02:07:53: also ich mag es nicht ... in dem Sinne Menschen zu täuschen oder einfach vor... irgendwie da versuchen, zu überzeugen mit irgendeiner Blindverkostung.
02:08:01: Das finden sie toll!
02:08:02: Aber ich mag diese blind Verkostungen weil man halt viel nüchtern und viel natürlicher und viel unbedarfter an die Weine rangeht und sich dann probiert und gerade so eine Situation dann mit dem aufdecken und die sind ja beide nicht auf den Mund gefallen.
02:08:15: Einfach dann in den Diskurs mit beiden zu gehen das glaube ich stelle mich wahnsinnig reizvoll vor.
02:08:19: Naja, ich würde ja einmal so einen polarisierten Wein natürlich nehmen wollen.
02:08:23: Aber auch dann natürlich ein ... äh ... Wein ... den ich jetzt sehr gerne mag!
02:08:28: Also ... ähh ... der... äh also ein ... Ein Pikswein und ein ... ein ... Wein.
02:08:37: wieder zum ... Zum Anfang.
02:08:41: Was würdest du als Lieblings ... Ja, Liebligswein hat man nicht aber was würdest denn als Favoriten servieren?
02:08:45: Zum Beispiel?
02:08:47: Exemplarisch?
02:08:49: Also ... Wahrscheinlich.
02:08:55: Ich muss ja nicht immer in die Bougogne gehen, es kann auch mal irgendwie ein spannender Grenache sein.
02:09:04: oder Garnaccia aus Spanien, irgendwie aus dem Hochland, mag ich auch total, also aus dem spanischen Hochland.
02:09:14: Großartig!
02:09:19: Ich.
02:09:19: meistens ist es so, dass ich dann irgendwie so eine Bottei-Schnappe über die ich gerade wieder irgendwie gestolpert bin.
02:09:26: Die sich mir neu aufgetan hat.
02:09:28: Das finde ich auch immer schön wenn ich so ein Wein mit nach Hause nehme und mein Mann hat mit Wein nüscht zu tun.
02:09:38: Ist aber ein unfassbar guter Verkoster!
02:09:44: der das jetzt nicht irgendwie mit Vokabeln in seine Einzelteile auseinander nimmt.
02:09:50: Aber die Reaktionen finde ich immer herrlich, wo ich immer ... Das ist wie so ein Detektor, wo man sehen kann, alles klar, der Wein ist geil!
02:09:59: Das kann ich auch da und da einsetzen... Und da freue ich mich wie so'n kleines Kind wenn ich wieder so einen Wein ausgebuddelt habe.
02:10:07: Und das ist für mich auch wie eine Never-ending Story kommt jedes Jahr.
02:10:14: Also nun zahlreich vor, dass ich kann mich da auch und möchte mich nicht auf irgendwas festlegen, auch wenn ich natürlich eine gewisse Präferenz habe zu bestimmten Weinen.
02:10:24: Welcher Wein wäre dein Leben?
02:10:26: Mein Leben?
02:10:29: Wahrscheinlich tatsächlich Pinot Noir.
02:10:35: Da finde ich eben die Facetten- und Ausdrucksformen sehr Vielfältig.
02:10:43: Ich sage auch immer, dass es nicht heißt, dass ich mich jetzt unbedingt als Diva bezeichne aber Pinot Noir ist eine Diva im Weinberg, im Weinkeller und im Glas Und das ist eben auch einer Rebsode die man händeln können muss.
02:11:04: Gibt es irgendwas, was du wenn man ja in seiner persönlichen Karriere oftmals vor Gabelung steht?
02:11:10: Man geht den einen oder anderen Weg.
02:11:12: Was du deinem achzenjährigen Ich im Bezug auf einraten würdest.
02:11:16: Wo du sagst Trampelt dem Weg doppelt durch.
02:11:18: das war super wie Du gegangen bist.
02:11:20: oder hey da hättest du doch Den anderen weg gehen sollen.
02:11:25: Nee ich bereue nichts gar nix.
02:11:29: Also ich würde wahrscheinlich den Weg wieder so trampeln.
02:11:33: Also ich hatte schon immer Lust, mich so früh wie möglich selbstständig zu machen und das würde ich immer wieder machen.
02:11:40: Und ich möchte nicht einen einzigen Tag davon missen.
02:11:43: Gibt es irgendwas was du konkret noch vor hast?
02:11:46: Was schon spruchreif ist wo du sagst Das könnte ich mir unbedingt vorstellen oder das möchte ich unbedingt realisieren Oder das ist schon sprachreif und da könnt ihr euch darauf freuen.
02:11:59: Ich habe ja zusammen mit meiner Geschäftspartnerin Elisabeth Neumüller vor zwei Jahren die Wine Academy gekundet.
02:12:08: Das ist auch noch recht jung und da gibt es so viele Dinge, die wir gemeinsam erreichen wollen.
02:12:25: Wein neu denken ist auch der Spruch auf unserer Webseite, dass man da eben einfach die Weinausbildung in die heutige Zeit weiterführt und eben auch mit den heutigen Möglichkeiten ausstattet.
02:12:44: Und eine zeitgemäße Ausbildung im Bereich Wein- und Getränke anbietet.
02:12:50: Da gibt es noch viel zu tun!
02:12:53: Es bleibt immer spannend
02:12:59: Straight definiert, fundiert könnte man sagen.
02:13:03: Aber auf der anderen Seite auch so authentisch und immer noch so weinverliebt!
02:13:06: Danke liebe Ihnen für dieses tolle Gespräch Und danke auch darüber hinaus dass du uns Burgund zu gut vermitteln konntest.
02:13:14: Ja Du bist Burgund etiokäter.
02:13:16: ja Du bist darauf spezialisiert.
02:13:17: ja Du bis dafür geschult aber die Kunst dabei ist die Basis zu behalten und Burgund von Grund auf zu erklären und das können wenige.
02:13:26: Natürlich kann man auch sagen Dafür hattest du zwei Jahrzehnte Zeit Aber viele trifften dabei immer ins Nürttum
02:13:31: die Fachexpertiesen
02:13:33: ab.
02:13:33: Und das schaffst du zu vermeiden, großartig!
02:13:36: Und ich finde deinen Weg auch großartigt.
02:13:38: Du hast gezeigt dass nach der Berufung zur Sommerjahre es noch so viele Möglichkeiten gibt... Auch so viele möglichkeiten über den eigentlichen Weg in den Handel hinaus nämlich Wein zu vermitteln, Wein zu lieben, Wein Zu schulen.
02:13:51: Das war der Grund warum ich dich für eine Folge eingeladen habe und ich finde ist es eine großartige Folge geworden.
02:13:57: Vielen Dank dass du unsere Gäste warst Und an dieser Stelle auch ein großes Dankeschön an unserem Partner, Andy Schlumbergergruppe mit den Handelshäusern Conzeo Vini, Segnetz Schlumberga und dem Privatkundenportal Bremer Weinkolleg.
02:14:09: Ein großartiger Partner für den ich nicht nur dankbar bin sondern auf den ich auch stolz bin und wo ich mich darauf freue die kleinen Einspieler, die die besonderen Weine-und Weingüter der Schlumbergruppe repräsentieren zu produzieren!
02:14:22: Ich hoffe, dass wir auch da, neben dessen das wir natürlich Werbung machen für diese Weingüter.
02:14:27: Dass eine oder andere wissensreiche über die besonderen Produzenten vermitteln können.
02:14:31: Gib uns ein Feedback dazu.
02:14:33: und noch einen Dankeschön an dich fürs Zuhören, fürs Begleiten, fürs einfach bei uns sein!
02:14:38: Und wenn du keine Folge verpassen möchtest drück einfach aufs Folgen-Button Oder bewerte uns – auf Apple Podcast, auf Spotify.
02:14:45: Das bringt uns unglaublich viel.
02:14:47: Das hilft uns in der Präsenz, in der Sichtbarkeit Und ich wäre wirklich sehr, sehr dankbar dafür.
02:14:52: Denn nur dann kann ich sagen nach dem Podcast ist vor dem Podcast... ...nachdem Freitag ist es vor dem Freitage und nach Ina Finn bleiben wir in Hamburg sind zu Gast im Restaurant Stüffel bei einem der außergewöhnlichsten Fachmenschen unserer Weimwelt,... ...der mich nachhaltig mit seiner nicht nur Fachkompetenz-und Substanz beeindruckt hat!
02:15:12: Ich freue mich sehr auf Andre Kovar!
02:15:28: Hallo mein Name ist Bruno Schulz, ich bin die seine Moderatorautor.
02:15:32: Ich führe mit meinen Freunden und Geschäftsparen in Markus Tebe und Dennis Keeb seit mehr als zwanzig Jahren unsere Agentur Schulz & Tebin Bad Kreuznach für Markenentwicklung und Markenkommunikation.
02:15:42: Unsere Themen sind neben Kunst, Kultur und Gesellschaft vor allen Dingen Fressenshaufen und Genuss.
02:15:49: das kann und will ich gar nicht verheimlichen.
02:15:51: die Ina Die habe ich schon vor einigen Jahren kennengelernt eine sehr gute Freundin hat uns mal zusammengebracht.
02:15:58: damals ging es um Wein Kommunikationen und Digitalisierung.
02:16:02: Und es ging um disruptive Konzepte, ganz pragmatische Lösungen.
02:16:07: Das war noch vor Corona!
02:16:09: Ich muss vielleicht mal kurz ausholen... ich stelle ja quasi selbst aus dem Epicentrum deutscher önologischer Bemühungen.
02:16:16: als Schüler bin ich schon mit zwölf Jahren in die Lesel gegangen.
02:16:20: Als Student mit Mitte zwanzig habe ich Wein am Dresden verkauft und unterwegs und also volljährig wurde hat mir ein Freund meines Vaters das waren studierte Önologe mal eine Achtundvierzigstündige Weinreise quer durch Italien geschenkt und von den liparischen Inseln bis nach Südtirol, das alles am Küchentisch.
02:16:41: Geografisches Saufen nannte sich das Ganze und es hat bis heute nachgehalten.
02:16:46: Bis heute mit über sechzig Jahren bin ich selbst neugierig rein in ihrem Kontext kennenzulernen zu dürfen und auch zu erfahren.
02:16:53: Und als ich dann die INA-Traff, die INAFINN-Traftraff habe ihr meine kleine Anekdote erzählt und sich sofort darauf eingestiegen.
02:17:01: Wir haben eine sehr ähnliche Sicht auf viele Dinge, und sie gab mir als sommelier immer das Gefühl gemeinsam eine ganz große Sache auf der Spur zu sein ohne dass sie ständig ihre Marianne Graventive Sachkenntnis heraushängt.
02:17:17: Ja ich glaube es ist diese tolle Mischung aus Professionalität Neugier Interesse am Austausch und an fremden Perspektiven.
02:17:25: Ja genau das ist das was unseren Kontakt glaube ich ausmacht.
02:17:28: Ich fühle mich der Ina schon sehr, sehr lange über das berufliche Weit über das Berufliche hinaus verbunden.
02:17:33: für mich ist sie eine absolute menschliche Größe imweilenuniversum und das bleibt sie auch noch hoffentlich für sehr lange Zeit.
02:17:42: Ich freue mich liebe Ina dass sich ein paar Worte hier an dieser Stelle über dich verlieren durfte und dass wir uns möglichst bald auf einen Glas Wein oder noch besser auf ein Glas Champagner wiedersehen bis dann.