SOMMELIER

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Die interessantesten Weinkellner unserer Zeit

Transkript

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00:00:12: Hallo und Grüß Gott aus Würzburg.

00:00:16: Ich bin Dr.

00:00:17: Dorota Böhm, Schulter Jürgen aus Leidenschaft und leidenschaftliche Geniesserin von guten Weinen und guten Essen.

00:00:26: Zum Ersten habe ich selbst gefunden, die Begeisterung für guten Wein und Kulinarik haben mein Mann und ich dem David Schwarzwälder zu verdanken.

00:00:37: Er hat mir die Augen und die Geschmacksknospen dafür geöffnet.

00:00:43: ist es für mich heute eine ganz besondere Ehre, das Intro für den Sommelier Podcast aufzusprechen.

00:00:54: Ich kenne den David und seine Familie seit über zwanzig Jahren und verbindet nicht nur das gemeinsame Interesse für Guten Wein, sondern auch eine tiefe Freundschaft.

00:01:09: Am meisten bewundern wir, wie es sein Gehirn mit einer chirurgischen Präzision den richtigen Wein in seinen riesigen Weinkeller unter dem Château Saint-Paul findet, der genau zur Stimmung passt.

00:01:25: Nie vergessen werde ich den kalten, verregneten Tag in Februar, als mein Freund auf dem Turm von David Château um meine Hand angehalten hat.

00:01:40: Und wir dann durchgefroren, aber überglücklich in die warme Stube zurück kamen, wo uns der David mit einem wunderbaren Vega Sicilia Unico begrüßt hat.

00:01:57: Er schafft es, egal ob in Europa oder in Südamerika, mit seinen immensen Wissen und seine emotionalen Tiefe durch den richtigen Wein die bezaubernde Momente abzurunden.

00:02:12: Liebe David, herzlichen Dank für deine Freundschaft.

00:02:17: Liebe Weinfans, viel Spaß beim Zuhören.

00:02:42: Schön, dass du da bist.

00:02:43: Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von Sommi, die interessantesten Weinkeller unserer Zeit.

00:02:49: Und wir haben diese Woche wieder die Kategorie Sommi & Friend und haben einen wahren, nicht nur Sommi, sondern Weinfreund zu Gast.

00:02:58: Und es ist einer der absoluten Spanien-Experten.

00:03:01: Es ist nicht einer, der ist es der Spanien-Experte.

00:03:04: Und Spanien selber mit so unglaublich vielen Regionen ist für viele nahezu unüberschaubar.

00:03:12: Er kennt sich auch, er kennt eigentlich nahezu jeden Produzenten.

00:03:16: Viele der Weine alle kann man nie kennen und er weiß davon zu berichten.

00:03:20: Und was ich bei diesem Gespräch eigentlich so prägend und so berührend fand, Es wie intensiv er aus seiner Geschichte erzählt, wer zu dem Super-Experten geworden ist, der einfach ist.

00:03:34: Ich brauche jetzt eigentlich gar nicht erklären, wie er zu diesem Super-Experten geworden ist, der er ist, wer er sonst gleich selber erklärt und freue mich einfach auf das Gespräch.

00:03:44: Und bevor wir ins Gespräch einsteigen, möchte ich es auf keinen Fall vermissen, mich ganz herzlich bei der Schlumberger-Gruppe mit den Handelshäusern Segnetz, Konzio Vini, Schlumberger, Und dazu gehört auch nur das Privatkundenportal Bremer Weincollect zu bedanken.

00:03:58: Dafür, dass Sie uns begleiten, dass Sie an unserer Seite sind, dass wir deren Weine dann während der Folge präsentieren dürfen, euch vorstellen dürfen

00:04:06: und

00:04:07: da auch immer Weine auswählen, von denen ich absolut überzeugt bin, die ich großartig

00:04:11: finde.

00:04:12: Also

00:04:13: viel Spaß auch bei dem hören und einfach danke, dass Sie an unserer Seite seid.

00:04:19: Und ja, ich muss wirklich sagen, dank euch Bist ja heute hier.

00:04:22: Herzlich willkommen, lieber David Schwarzwäder!

00:04:27: Warum die Iberische Hype?

00:04:31: Bist ja so darauf fokussiert.

00:04:32: Das ist im Prinzip ein solches Kernthema.

00:04:35: Wie kam das dazu?

00:04:36: Hat da irgendjemand, als du in den Achtzigern mit der Journalie angefangen hast, gesagt, du musst da runter?

00:04:42: Oder war der Platz noch frei?

00:04:44: Oder hattest du mal irgendwie ein Urlaubserlebnis oder den Wein, der dich fasziniert hat?

00:04:48: Warum Spanien?

00:04:50: Naja, es hängt damit zusammen, dass mein Vater damals wollte nach dem Abbey, dass ich, also ich hab Zivins natürlich gemacht, wie man das damals machte.

00:05:00: Und ...

00:05:01: Ja, wo?

00:05:03: Ja.

00:05:05: Und mein Vater wollte, dass ich eine ... Gut, ich sprach ja englisch, französisch wegen des Anwesens hier.

00:05:12: Und der wollte, dass ich eine dritte Fremdsprache lerne.

00:05:18: Und er hat gesagt, such dir was aus.

00:05:20: Ich bezahl das.

00:05:22: Und dann bin ich nach in die Staaten gegangen.

00:05:26: Erst mal hab die Abfindung des Zivilinns auf dem Kopf gehauen.

00:05:31: Und ich hab Familie in Kalifornien.

00:05:34: Von da aus bin ich nach Mexiko.

00:05:35: Ich hatte so ein paar rudimentäre Ideen von Spanisch, aber nicht viel.

00:05:39: Und irgendwie hat mir das Spanisch gefallen, obwohl das natürlich was ganz anderes ist, das lateinamerikanische Spanisch.

00:05:46: Und dann ... habe ich meinen Vater gesagt, nachdem ich zurückkam, dass ich gerne nach Spanien gehen würde.

00:05:54: Die Sprache ich hätte lernen.

00:05:56: Und dann hat er gesagt, ja du such dir irgendwo einen Platz aus, an dem anständiges Spanisch gesprochen wird.

00:06:03: Das musste natürlich Spanien sein und durfte nicht Katalonien sein.

00:06:08: Und dann habe ich mir Salamanca rausgesucht, weil es halt die Infrastruktur gab, die Uni und die Sprachschulen und so weiter und so fort.

00:06:16: Und bin da hin und habe halt ganz normal einen Kurs belegt und so weiter und so fort.

00:06:21: Und ich hatte, auch von meiner Oma und so, ich hatte ein bisschen Geld gespart und habe mir eine Wohnung in eine eigene Wohnung genommen, sozusagen.

00:06:33: Als Sprachstudent und habe dann an andere Sprachstudenten weitervermietet.

00:06:38: Und es war zu der Numerus-Glauses-Panikzeit in Deutschland.

00:06:41: Und da studierten viele Leute oder machten bereiteten sich viele Leute

00:06:45: auf

00:06:47: ausländische Studienaufenthalte vor, um zum Beispiel Medizin studieren zu können, weil es in Deutschland nicht ging.

00:06:53: Und ich hatte zwei Typen, die bei mir sich dann beworben haben, um ein Zimmer, zwei Deutsche.

00:07:00: die die Aufnahmeprüfung für die Uni machten.

00:07:02: Damals war ja Spanien nicht in der damaligen IG.

00:07:05: Man musste also eine Aufnahmeprüfung machen.

00:07:07: Und ich hab natürlich das rausgelassen, dass das gachte.

00:07:11: Ich sprach Schüler, musste ja nicht viel tun.

00:07:14: Und irgendwann haben die mir gesagt, David so geht es nicht weiter.

00:07:19: Wenn du morgens um fünf reinpolterst, angetrunken, wir müssen morgens ausstehen und lernen und so was.

00:07:26: Wir müssen uns da was überlegen.

00:07:28: Und dann nach ein paar Tagen kamen die mir der Idee, dass ich doch mit ihnen lernen sollte, um an Spanien zu perfektionieren.

00:07:35: Und das würde mir bestimmt was bringen.

00:07:37: Und dann hab ich mit ihnen gelernt und hab dann einfach aus Spaß die Aufnahmeprüfung für die Uni mitgemacht.

00:07:43: Und hab sie bestanden.

00:07:44: Ich hätte nie gedacht, dass ich das bestehe.

00:07:47: Das ist ja wie ein neues Abitur.

00:07:49: Und in einem

00:07:50: anderen Land.

00:07:51: In einem anderen Land.

00:07:52: Mit der Sprache, die ich nicht ... Na ja, also dich nur, Spuch.

00:07:56: Also, na ja.

00:07:57: ... streckenweise beherrschte.

00:08:00: Und dann hat mein Vater gesagt, na wenn du schon ... ... wenn du das bestanden hast, dann fängst du an zu studieren.

00:08:06: Und dann habe ich mich auf ... ... das war damals ein großes Thema, Spanien trat in die ... ... damals die GGG ein.

00:08:14: Und dann habe ich ... ... eine Ausbildung für europäische Studien ... ... mit Schwerpunkt in einem nationalen Recht gemacht.

00:08:22: Und ... ... hab aber gleichzeitig ... weil ich eine gute Freundin hatte, die sich für Verlagswesen interessiert hatte.

00:08:32: Und ich hatte Kontakt zum Jürgen Mattes.

00:08:35: Sagt ihr wahrscheinlich noch was?

00:08:36: Logischerweise.

00:08:37: Ja,

00:08:37: natürlich.

00:08:38: Eine interkantische Journalistin in Deutschland.

00:08:40: Genau.

00:08:40: Von den harischen und beiden Journalisten.

00:08:42: Genau.

00:08:43: Und der, den bat ich für einen Stipendium, also das heißt für einen Stage, für diese Freundin.

00:08:50: Und der fragte wiederum dann die Freundin, Sag mal, weißt du jemand, wir bräuchten irgendjemand, um die Iberische Halbinsel abzudecken.

00:09:00: Ganz egal, was der macht.

00:09:01: Oder wir bräuchten einfach nur einen Beitrag.

00:09:03: Und der Jürgen war damals bei Meininger?

00:09:05: Genau,

00:09:05: der war der Chefreaktor.

00:09:07: Und dann hat sie gesagt, ja, du hast doch ... David Schwarzwäder sagt dir doch was.

00:09:12: Er hat mich ja im Prinzip weitergereicht.

00:09:15: Ich hatte den Kontakt über die Bäcker, über den Alpen, über den Fritz.

00:09:19: Und er hat gesagt, ja, ruf den doch mal an, der soll sich bei mir melden.

00:09:24: Und dann haben wir gesprochen.

00:09:26: und dann hat er gesagt, komm in die Redaktion.

00:09:28: Ich bin dahin.

00:09:29: und dann hat er gesagt, naja, kannst du einfach einmal im Monat oder einmal alle sechs Wochen irgendwas Aktuelle schreiben.

00:09:37: Ich schreibe dir nicht vor was.

00:09:38: Und wenn es klappt, dann gebe ich dir definierte Themen.

00:09:43: Und irgendwie hat es funktioniert.

00:09:45: und dann habe ich halt, war ich sozusagen, während des Studiums ... Der erste, naa, spanische, was heißt, Weinkorrespondent sozusagen,

00:09:55: Weinkorrespondent, Weinninger Verlag.

00:09:56: Genau.

00:09:57: Weil sie sich auch aus

00:09:58: Wahnsinn...

00:09:58: Ja, niemand hat das ja gemacht.

00:10:01: Ich mein, Spanien gab ja auch nicht viel her.

00:10:02: Das war ja damit auch eine ganz, ganz schwierige Phase.

00:10:04: Es wird Anfang der Achtziger oder Mitte der Achtziger wahrscheinlich gewesen sein, denke ich ungefähr.

00:10:09: Und wenn man sich an diese Zeit, wenn ich im Wein eingestiegen war, Mitte der Neunziger, da war ja, es gab ja Riocha von sehr bekannten Weingütern im zweistelligen Bereich.

00:10:20: Also was ja heute undenkbar ist, die gereift waren, also Spanien war, hatte niemand auf der Landkarte zumindest.

00:10:25: Gut, ich meine das Einzige, was man kannte, war Malaga, Chevy, Riocha.

00:10:31: Das Penedest durch Torres, das darf man nicht vergessen.

00:10:34: Das Penedest war im Prinzip das einzige Gebiet, was in gewisser Weise in die Moderne eingetreten war.

00:10:40: Auch durch die internationalen Sorten, die Don Miguel damals gesetzt hat, für die andere Story.

00:10:47: Ein bisschen Kawa kannte man, naja.

00:10:49: Habe

00:10:50: ich Fiora, das ist ja ins Leben geblieben

00:10:53: worden.

00:10:54: Ich

00:10:54: habe es ja noch gar nicht geblieben, aber da auch nicht diese Präsenz.

00:10:58: Also hast du da ja richtige Aufbauarbeit?

00:11:01: Ja, ich hatte natürlich ein enormes Glück, weil viele Gegenden sind in dieser Zeit entstanden eigentlich.

00:11:10: Rwether und Ribeta und Priorat.

00:11:14: Und dann kamen natürlich auch so langsam dann so armonisische Appellationen mit ihren Grönners und solche Geschichten.

00:11:21: Das war schon eine spannende Zeit.

00:11:23: Und ganz wichtig, Rias Weischas.

00:11:26: Ganz schüchtern tauchte auf einmal da irgendwie was aus im Nordwesten.

00:11:30: Auf was keine ... Entschuldigung, wenn ich so ordinär bin.

00:11:36: Keine Saukante.

00:11:37: Insofern ... Es ist ... Es ist die typische Geschichte einer Person, die zu einem tut.

00:11:45: die zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Platz ist.

00:11:48: Das ist nicht unbedingt mein Verdienst.

00:11:50: Aber

00:11:50: auch die Chance dann einfach ergreift und weiterspielt.

00:11:53: Also da eben auch nicht einen Schnellschuss draus macht oder eben einen kurzen Nebenverdienst, sondern für dich eine Lebensaufgabe, fast vierzig Jahre hast du ja das Ganze oder begleitest du das Ganze und bist ja darin integriert wie kaum andere.

00:12:06: Wenn du so, also du kannst ja die Freaknummer, kannst du ja bis zum Umfallen spielen oder die Nerdnummer kannst du ja bis zum Umfallen spielen.

00:12:12: Aber kannst du auch noch Basis denken.

00:12:16: Also könntest du einem Nichtweintrinker erklären, warum spanischer Wein toll ist, so anders ist, was spanischen Wein so in fünf Sätzen, was ihn so besonders macht?

00:12:29: Gut, man würde mit Sicherheit von Reife sprechen.

00:12:35: Heute ist es ja nicht mehr so angesagt.

00:12:37: Aber wenn du jetzt vor noch vor zehn Jahren würdest und natürlich die Reife in den Vordergrund stellen, dass die die Tannine in Spanien, wenn du jetzt mit einem Rotweinliebhaber sprechen würdest.

00:12:53: Ich würde schon sagen, dass wir eine gewisse Harmonie bei den Tanninen haben, die Möglichkeit zumindest sie zu bekommen.

00:13:01: Das wäre eine Geschichte.

00:13:03: In der Reife oder auch in der Jugend?

00:13:05: Auch in der Jugend, wenn du es gut machst.

00:13:08: Das ist mit Sicherheit eine Geschichte.

00:13:10: Dann ist es die enorme Vielfalt.

00:13:15: Das haben die meisten Leute nicht.

00:13:17: auf dem Schirm, dass Spanien so kranatenmäßig gegensätzlich ist.

00:13:24: Wahrscheinlich, oder sagen wir mal, mit ziemlicher Sicherheit, ist Spanien, wenn man es mit anderen Weinländern vergleicht, da ganz weit vorne.

00:13:36: Sechs-hundert-Ototon-Rebsort.

00:13:37: Ich meine, hundert werden bespielt, aber sechshundert

00:13:39: werden... Ja, nein, es gibt schon viele, aber es ist nicht mal... Es ist nicht mal diese Rebsortengeschichte, es ist Portugal viel stärker, Italien ist auch viel stärker, wenn wir uns die Daten anschauen.

00:13:55: Aber ich gebe dir mal ein Beispiel.

00:13:59: Wohl über relativ wenig Leute nachdenken.

00:14:02: Wenn du einem Nichtweinmacher, einem Nichtweinfachmann oder einem Weinen einem Hochweiner vielen Menschen erklären willst, was es besonders in Spanien ist, dann würde ich im Prinzip ihm erklären, erstens in Spanien ein Land mit zwei Meeren.

00:14:20: Es gibt wenig Länder, bedeutende Länder, die das haben, Frankreich, und dann hört es im Prinzip schon wieder auf.

00:14:26: Das bedeutet, diese zwei Meere, das kleine salzige Mittelmeer und der riesige Ozean der Atlantik, brechen ja sozusagen oder rennen ineinander über dem spanischen Festland.

00:14:46: Das heißt, diese Situation ist eine Geschichte, die speziell ist.

00:14:52: Und dann sind wir in Südeuropa und haben einen grünen Anteil an Land, was du ja in Italien, auch in Portugal hast du es, aber in Griechenland zum Beispiel, auch auf dem Balkan nie so hast.

00:15:09: Und dann, ganz wichtig ist, wir haben also, wir haben mediterranes Klima, wir haben Atlantisches Klima, wir haben die kontinentale Geschichte im Zentrum von Spanien.

00:15:19: Und dann haben wir natürlich die Kanaren.

00:15:21: Das heißt, wir haben eine vierte Geschichte, nämlich subtropelster Klima.

00:15:26: Und sagen wir mal ein Land, in Europa gibt es das sowieso nicht, sagen wir mal ein Land, was daraus erwachsen die Möglichkeiten, welches dieses enorme Klima und Terroir.

00:15:38: Potenzial hat wie Spanien.

00:15:40: Ob sie es nützt oder nicht, lassen wir einfach mal da hingestellt, für ein anderes Thema.

00:15:43: Aber das, da denkt niemand drüber nach.

00:15:45: Und das ist eine Geschichte, die Spanien einmalig macht.

00:15:49: Und das bedeutet natürlich auch wiederum, wie wir alle wissen, der Platz macht den Wein.

00:15:54: Und wenn du viele verschiedene Plätze hast und Leute, die mit diesem Platz umgehen können, dann hast du natürlich eine enorme Batenbreite an, nicht nur anstehen, sondern überhaupt generell an Möglichkeiten.

00:16:05: Und das ist eine wichtige Sache, glaube

00:16:07: ich.

00:16:08: Auch diese Balance zwischen eigentlich kleinen Mikrogebieten und sehr, sehr großen Gebieten, also welche, die mehr oder weniger die Masse machen und andere, die eine gewisse Individualität machen wie viel.

00:16:17: DOS gibt's eigentlich.

00:16:19: Also man liest ganz viele verschiedene, neun Sechzig

00:16:21: auf der einen Seite.

00:16:22: Ja, gut.

00:16:22: Ja, aber das ist im Prinzip ja nicht die richtige Zahl.

00:16:25: Du musst ja... Ich hab

00:16:26: keine richtige Zahl gefunden.

00:16:27: Das finde ich so skurril eigentlich.

00:16:29: Wir gehen an die Hundert.

00:16:31: Du musst ja die Pargos mitrechnen.

00:16:32: Also diese Single-Estate-Aplationen, die von denen das Jahr inzwischen in der XXVI.

00:16:38: oder XXII.

00:16:39: oder sogar XXVIII.

00:16:40: Das sind ja vollwertige Appellationen nach europäischen Weinrecht.

00:16:43: Und die musst ihr oben drauf setzen.

00:16:45: Und dann hast du noch diese... Diese Einstiegs-Appellation unten, die hast du ja auch noch, diese acht Stück, die keine vollwertigen Deos sind, aber gesetzlich zu den Deos gehören.

00:17:00: Und wenn du das alles zusammenrechnest, sind wir knapp unterhundert.

00:17:04: Was ja eigentlich nicht viel ist.

00:17:06: Wie viel hat es begonnen?

00:17:07: Achtzig, siebzig?

00:17:08: Zum einen

00:17:09: auf die Größe gespiegelt, also neunzehntausend Hektar.

00:17:13: Klar, das bedeutet, es muss riesige Appellationen geben, die diese Fläche abdecken.

00:17:20: Und ich meine, es ist ja auch so, wir brauchen hier keinen Spudunterricht zu nehmen, aber die Mannschaft ist nach wie vor die größte Appellation der Welt.

00:17:30: Ich meine, wenn Mendoza eine wäre, dann wäre Mendoza größer oder ähnlich, aber im Prinzip ist es die Mannschaft.

00:17:37: Wie kann man sich da ab to date halten, weil es ist ja also das Tolle, aber eben auch das nicht so Tolle ist ja, dass immer was Neues entsteht und man eigentlich das Gefühl hat, man ist immer inaktuell.

00:17:47: Geht das auch so?

00:17:48: Ja doch, aber

00:17:50: ich bin schon ziemlich nah dran.

00:17:52: Wolltest du denn Informationen hervor aus dem Netz?

00:17:53: Ja,

00:17:53: aus dem Netz natürlich sehr viel.

00:17:55: Dann, was die Kollegen die erzählen, ich lese natürlich auch wiederum Netz, die ganze Fachpresse, die spanische Fachpresse.

00:18:01: Ich lese mir durch was, naja, die amerikanischen Kritiker, die englischen Kritiker oder die angelsächsischen Kritiker sagen immer, sind ja immer noch sehr dominant.

00:18:13: Und die waren immer viel näher an Spanien dran.

00:18:15: Und wenn du die liest, dann bekommst du relativ viel.

00:18:21: Input rein.

00:18:22: Aber du musst dich, du musst ein paar die Zeit nehmen.

00:18:24: Du musst dir die Zeit abgesehen von den Messen.

00:18:26: Die kommen ja noch dazu.

00:18:28: Und es wird ja eine neue Messe geben jetzt im Madrid.

00:18:30: Im Mai wird es eine neue spanische Meinmesse geben.

00:18:34: Ich weiß, ob dich jemand braucht ist wiederum und dafür die andere Frage lasse.

00:18:37: Das sind sehr drei, die es gibt.

00:18:40: Ohne die Geschichte in Kredes, die ja nur alle zwei Jahre stattfindet.

00:18:44: Aber egal.

00:18:46: Die Spanier sind anscheinend immer noch guten Mutes, was ihren Sektor angeht.

00:18:52: Welche Medien

00:18:53: empfiehlst du da explizit?

00:18:54: Also, gibt es da irgendwas für mich als neugierigen, weil du grad sagst, die Englischen sollte ich mich um die Kanne dazu

00:19:00: wenden?

00:19:00: Etkin ist schon gut.

00:19:02: Also, ich meine, ob das jetzt Billard ist, seine Verkosterin, die ja ... Teile der Report schreibt, die sehr gut arbeitet.

00:19:14: Ich glaube, sie ist Australierin und lebt in Madrid.

00:19:17: Und ich gucke mir natürlich die Reports an, logischerweise.

00:19:22: Und das ist schon hochinteressant.

00:19:24: Also ich finde da immer mal wieder ein Erzeuger, den ich nicht kenne.

00:19:28: Also gibt es selbst bei mir.

00:19:29: Und ich bin bestimmt einer der informiertesten gestalten in Europa, Spanien, technisch unterwegs sind.

00:19:37: Aber da würde ich schon hingucken.

00:19:40: Das ist ziemlich umfassend.

00:19:43: Ich war jetzt gerade auf den Kanaren ein paar Mal berufsmäßig unterwegs.

00:19:48: Und der hat sich das erste Mal die Kanaren zwei Wochen oder eineinhalb Wochen vorgenommen, hat fünfhundertfünfzig Mal eine probiert.

00:19:57: Es hat vor ihm noch niemand gemacht.

00:19:59: Das ist endlich so einfach.

00:20:00: Du musst praktisch von Insel zu Insel springen.

00:20:03: Und das fand ich dann schon lobenswert, ob ich jetzt mal einverstanden damit... bin, ist eine völlig andere Frage, aber ist cool.

00:20:09: Und das ist mit Sicherheit eine Topquelle.

00:20:12: Und dann lese ich natürlich die spanische Fachfachpresse, von denen da gibt es ja schon ein paar interessante Sachen.

00:20:18: Auch Sachen, die es nur online gibt, an die Gazette zum Beispiel, das ist wirklich hochinteressant.

00:20:24: Das sind alles Leute, sogar ich schreibe auch mal für die, der schreibst du noch mal frei sozusagen aus Gutwill.

00:20:34: Aber das sind dann alles Leute, die sich Mühe geben.

00:20:37: Ist cool, weil sie nicht bezahlt wird.

00:20:39: Und das ist echt schlag.

00:20:42: Es gibt schon ein paar Sachen, die sind das auch und oben, wenn man sich mit Spanien auskennen will.

00:20:49: Aber die Messen helfen sehr.

00:20:51: Was interessiert dich da explizit?

00:20:54: High-End-Weine oder die Ausnahmeweine?

00:20:57: auf der einen Seite ist die Basis, die du total spannend findest, ist dieses Mittelfeld, was ja auch spektakulär in Spanien selber ist.

00:21:04: Oder was findest du eigentlich so am reizvollsten für dich selber?

00:21:09: Also gar nicht so jetzt irgendwie als Empfehlung für irgendjemand, aber was überrascht dich am meisten?

00:21:16: Ich würde schon sagen, dass es eigentlich das sogenannte neue Spanien ist.

00:21:21: die ganzen neuen Erzeuger und Erzeugerinnen, die da überall vor sich hin experimentieren.

00:21:30: Also das Postmodernes Spanien könnte man auch sagen.

00:21:32: Das ist das, was mich am meisten fasziniert.

00:21:37: Das ist das Vergnügen.

00:21:41: Du musst natürlich auch die Basisarbeit leisten.

00:21:43: Ich muss mir natürlich auch die ganzen Klassiker weintun, habe ich auch nichts dagegen.

00:21:48: Aber ich gucke natürlich schon Ich ziehe nach Neuigkeiten, spreche natürlich auch mit vielen der Jungenweinmacher, weil ich wiederum die anderen Jungenweinmacher kenne.

00:22:01: Das ist schon wichtig.

00:22:04: Das im Moment, was in Spanien passiert ist der absolute Wahnsinn.

00:22:09: Alleine, wenn man sich das überlegt, was im Osten passiert, Valencia und Alicante war jetzt nicht immer das, was man gerne getrunken hat.

00:22:19: Aber wenn du dir alleine anschaust, was es an neuen Erzeugern außerhalb der Appellation gibt, allein da kannst du einen Tag mit verbringen, alleine die, die durchzuverkostet ist, fertig folgt.

00:22:32: Arbeiten die back to the roots und versuchen das alte wieder aufzudecken oder definieren die alles komplett neu?

00:22:37: Beides, beides würde ich sagen.

00:22:40: Es ist auf der einen Seite natürlich eine Reinterpretation, also bei den Leuten, die dort... die dort herstammen, die Reinterpretation ihrer Terroirs oder Terrunien, nennt man das ja auf Spanien, das ist die eine Geschichte.

00:22:55: Zweitens ist es natürlich auch eine völlig andere Handhabe in der Außenwirtschaft, genauso wie was in der Ausbau angeht.

00:23:04: Die Spanier sind ja eigentlich, die haben ja nicht aufgehört, am Foren einzusetzen.

00:23:09: Karamik war jetzt, also jetzt vielleicht nicht diese ganz edlen Geschichten, wie man es in Italien hat, aber wenn man früher, du musst ja Frau Schen früher bist du, von Madrid nach Andalusien gefahren.

00:23:21: Diese berühmte Strecke durch die Mannschaft haben diese Riesenamfohren, die sie aus den Kooperativen in der Mannschaft rausgerissen haben, die ganze Straße von Nord nach Süd besäunt.

00:23:33: Unglaublich.

00:23:35: Und jetzt kommen die ganzen Geschichten, das ist ja keine Neuigkeit, kommen wieder.

00:23:39: Und es ist natürlich auch so, dass die mit Rebsorten handieren die Teilhäuse.

00:23:47: Niemand kennt.

00:23:49: Und das ist natürlich diese Kombination aus diesen vielen Aspekten.

00:23:51: Das ist jetzt natürlich nicht spanisch spezifisch, aber ich glaube, die Aktivität, die Energie und die Dynamik, die du momentan in Spanien in dieser Hinsicht findest, ist verblüffend.

00:24:05: Und das ist natürlich, vor allem in Barcelona, auf der Barcelona Wine Week, das würde ich auch jedem empfehlen, da mal hinzugehen.

00:24:12: Einmal sollte man das gesehen haben.

00:24:14: Das ist ja sowas wie die Vinitalie auf Spanisch.

00:24:17: Also nur spanische Erzeuger, keine Gestars, nix.

00:24:21: Und die haben, wenn du reinkommst, ich glaub, der rechte Flügel ist das, da haben sie alleine eine Halle, nur mit, sagen wir mal, mit alternativen Leuten.

00:24:32: Da steht ein kleiner Stand nach dem anderen.

00:24:35: Wahnsinn, da kannst du diesen ganzen, also wirklich, das ist auch nur ein Querschnitt, aber da findest du Sachen, das ist unglaublich.

00:24:41: Im Negativen, im Positiven.

00:24:42: Es gibt natürlich auch dann wieder mal eine Natursache, die daneben läuft.

00:24:47: Klar, aber es gibt unglaublich gute Sachen.

00:24:49: Und den Puls der Zeit einzufangen, das tust du wahrscheinlich am besten in Barcelona im Anfang Februar.

00:24:57: Wie gehst du mit Enttäuschungen?

00:24:59: Also wenn du jetzt entweder beim Winzer bist, du probierst Sachen, findest du dir entweder völlig daneben oder teilweise überhaupt auch nicht deinem Gust oder deinen Vorstellungen entsprechen oder bist halt irgendwo am Stand.

00:25:08: Jetzt sind in deinem Standing, was du ja auch hast, die Leute wollen ja eine Meinung haben.

00:25:13: Ich sag dann schon.

00:25:14: Ich sag dann schon, was Sache ist.

00:25:16: Also ich werde natürlich nie beleidigen.

00:25:19: Nein,

00:25:20: nein, aber ich sag den schon, dass mir das... Meistens ist es so, dass ich genau wissen will, warum das so ist, was ich da mache.

00:25:27: Das ist ein guter Ansatz.

00:25:28: Weil so, ich meine, nun mal angenommen, machen wir mal was ganz Wildes.

00:25:33: Jemand wird ein weißgepressten Templanio aus dem Hochland in der Ostmancha machen.

00:25:40: Gibt's sogar.

00:25:43: Und baut das vielleicht auch noch oxidativer aus.

00:25:48: Mit wilden Häfen und so weiter.

00:25:49: Und dann geht es halt irgendwie daneben.

00:25:52: Dann frage ich ihn, warum er das macht.

00:25:53: Einfach was abfüllt.

00:25:56: Ja,

00:25:56: genau.

00:25:57: Aber ich meine, ist der einzige Grund nur, weil es noch niemand gemacht hat?

00:26:01: Oder gibt es wirklich tatsächlich, abgesehen von der Experimentierfreudigkeit, gibt es einen Motiv?

00:26:05: Gefällt ihm das selber?

00:26:07: Ist er überzeugt davon?

00:26:08: Das ist meistens die Frage, da binden sie sich auch manchmal.

00:26:12: Die wissen dann schon, dass es nicht ganz, oft ganz glatt ist, was sie da bieten.

00:26:17: Deshalb fragen die dich auch, weißt du, es ist ja auch oft so, du kriegst auch manchmal Experimente hingestellt, die sie noch nicht auf dem Markt haben, dann fragen sie dich, kann ich sowas oder würdest du sowas empfehlen?

00:26:27: Oder fällt dir was ein, wie man sowas kombinieren kann?

00:26:32: Gibt es eine, gibt es eine Daseinsberechtigung?

00:26:37: für diesen Wein.

00:26:38: Das formulieren sie vielleicht nicht so direkt, aber es kommt dann schon zur Sprache.

00:26:41: Wer hat volle Frage?

00:26:43: Bereichert er die Weihwelt?

00:26:44: Genau, mehr oder minder.

00:26:46: Vor allem das spanische Spektrum.

00:26:48: Und dann sage ich dann schon, was ich davon halte.

00:26:53: Und das ist dann meistens eigentlich auch okay.

00:26:55: Es ist ja nicht so, dass ein Typ nur schlechte Weine hat oder eine Dame.

00:26:59: Sondern das sind dann zwei, drei Sachen, die nicht so gut sind und dann sind meistens zwei, drei Sachen.

00:27:05: ist es ja nie so, dass man alles vom Tisch wischt.

00:27:07: Das kommt ganz selten vor.

00:27:09: Inzwischen, weil einfach die Burschenzentiale, die meisten sind sehr gut ausgebildet.

00:27:14: Insofern kann man erwarten oder rechnen man auch damit, dass es immer was Gutes gibt.

00:27:19: Aber es gibt halt auch Sachen, das sage ich dann ganz klar.

00:27:23: Ich finde es überflüssig und ich sage ihm einfach auch manchmal oder hier, dass es einfach nicht schmeckt, fertig.

00:27:30: Ist das für dich auch das größte Credo, dass du sagst, du weinen musst?

00:27:34: schmecken, muss eine gewisse Appetitlichkeit haben, ein Trinkfreude haben oder ...

00:27:39: Finde ich schon, finde ich schon.

00:27:41: Ich mein, sonst ... Weißt du, ich mein, eigentlich tauchst du damit schon in dieses Thema von Alkohol oder nicht Alkohol ein.

00:27:50: Ich mein, wenn ich schon Alkohol trinke, dann muss es echt Spaß machen.

00:27:56: Weiß sonst ... Brauche ich's nicht.

00:27:58: Ich mein, ich trink mal ein Bier zur Erfrischung.

00:28:01: Aber ... Bein ist also in der Hinsicht, es muss ... Es muss wirklich, es muss wirklich schmecken.

00:28:11: Sonst macht das vor allem in der heutigen Zeit.

00:28:15: Du musst es ja in irgendeiner Weise, musst du ja die Brücke bauen zum Konsumenten.

00:28:20: Und wenn diese Brücke wackelig ist, dann wird der Konsument nicht auf diese Brücke steigen.

00:28:24: Und dann hast du ein echtes Problem.

00:28:26: Und nur mit Philosophie, was so nur mit Philosophie ist, haben wir bei der Natur Weinwelle gesehen, die ja wieder Arbeit ... Es wird nicht mehr alles der toleriert, nur weil es natürlich oder natürlich belassen oder vermeintlich gesund oder bio oder biodynamisch ist.

00:28:49: Das alleine hilft denn nicht mehr weiter.

00:28:52: Man muss weiter noch eine Erklärbarkeit haben, also eine Individualität, die ihm mehr oder weniger eigenständig und alleinständig dastehen lässt.

00:28:59: Jetzt so die, ich sag mal, neunzig Prozent Masse wirklich außen vorgenommen.

00:29:04: Ich versuche mich da so auf diese vielleicht zwei bis zehn Prozent handwerkliche Produzenten, so wenig zu konzentrieren, obwohl natürlich auch in Spanien so ein Grad schnitt, weil natürlich auch vieles mit Maschine gemacht werden kann und die Weinen trotzdem gut gemacht werden, weil die halt flächemäßig ganz andere Möglichkeiten haben oder eben doch klimamäßig ganz andere Möglichkeiten, aber trotzdem haben die ja einen handwerklichen Ansatz dabei und versuchen eine gewisse Individualität zu leben, auch bei größeren Abfüllungen.

00:29:30: Aber diese Weine sollten die für dich eine Eigenständigkeit und Erklärbarkeit haben.

00:29:34: oder sagst du, wenn die Wenn's H und M ist, ist es okay?

00:29:38: Naja, also ich finde schon, dass die Sache Sinn machen muss.

00:29:43: Ich finde schon, dass ein Wein einen Grund haben muss.

00:29:47: Ich meine, das ist ja im Prinzip das A und O von Wein.

00:29:50: Sonst kann ich in die berühmte deutsche Großfläche und irgendwas für Rund two-neun-neunzig kaufen.

00:30:00: Da gibt es ja selbst, da gibt es anfängliche Sachen, wie wir alle wissen.

00:30:03: Aber es muss eine Begründung da sein.

00:30:08: Also ich meine Willkürlichkeit, Willkürlichkeit und Doktrine halte ich für einen Riesenblödsinn.

00:30:23: Ich halte auch Leute aus dem Beingeschäft für ... wenig sympathisch diese Sachen übernehmen und versuchen einen weiter zu vermitteln.

00:30:33: Davon halte ich eigentlich überhaupt nichts.

00:30:37: Aber das ist eine sehr persönliche Sicht.

00:30:41: Aber ich würde schon sagen, dass die Wertigkeit eines Weines, ganz abgesehen davon, dass er schmecken muss, sollte schon darin begründet sein, dass man nachvollziehen kann, warum der Herr oder die Dame an diesem Platz steht und versucht diesen Stil zu machen.

00:31:02: Weil ich meine, sonst.

00:31:06: Da wäre wahrscheinlich auch jeder somit ihr Rat los.

00:31:09: Ich meine, du kannst ihnen alles...

00:31:11: Man muss ja weitertragen.

00:31:12: Man muss ja dann auch diese Geschichte oder die Individualität oder die Gründung brauchen, die Flasche empfiehlt oder das Glas empfiehlt.

00:31:17: Weißt du, jedes Bild, jeder Film, jeder Roman.

00:31:22: Alles... verlangt im Prinzip oder provoziert in irgendeiner Weise eine Interpretation.

00:31:29: Und ein Wein provoziert von sich aus natürlich ebenfalls eine Interpretation.

00:31:34: Wenn diese Interpretation blödsinn ist, dann brauchst du das Ding nicht unbedingt, würde ich jetzt mal sagen.

00:31:44: Weil du gerade die Parallelien ziehst, ist Wein für dich Kunst oder Handwerk?

00:31:48: Oder ist es

00:31:49: zu hergezogen?

00:31:50: Nein, ich glaube, also für mich, ich würde schon sagen, Es ist Handwerk, aber es ist Handwerk mit einer, wenn dieses Handwerk gut ausgeführt ist, dann ist es Handwerk, welches entsteht durch eine enorme Portion an Sensibilität.

00:32:12: Und das im Prinzip, sagen wir mal, streift die echte Kunst.

00:32:18: Sensibilität ist alles.

00:32:21: Und wenn die nicht da ist, dann... Ich glaube, dann habe ich auch Leute, die nichts davon verstehen.

00:32:29: Burjikos will auch einen Nicht-Kenner.

00:32:33: Wir reden jetzt nicht von viel oder wenig Alkohol, aber Bultikos oder völlig unausbalanciert oder sonst was.

00:32:38: Wir wollen auch nicht weinkennen, nicht im Glas haben.

00:32:41: Und merkt es sofort, dass

00:32:43: da

00:32:43: etwas nicht schönes drin ist.

00:32:45: Und ich glaube jetzt auch bei diesem Vergleich oder dieser Spaltung, die ich da gerade vorgenommen habe, deswegen ist ja ein Großteil der Kunst ja auch Handwerksarbeit.

00:32:53: Und am meisten ist nur mit meinem eigenen Stil irgendwie versehen oder untermalt.

00:32:57: Und den Stil sollte man rauserkennen.

00:32:58: Hast du?

00:32:59: Ein Stil hast du Geschmack, hast du eine Art von Wein, wo du sagst, das entspricht meinem Gusto.

00:33:06: Also welchen Stil möchtest du nicht missen oder welchen magst du besonders?

00:33:09: Wenn man das jetzt so in diesem großen spanischen Weintopf irgendwo...

00:33:13: Na ja, ich meine, im Prinzip, logischerweise muss man natürlich von den ur-spanischen Sachen sprechen, sprechen, die ich einfach mag.

00:33:24: Ur-Spanisches Rioja, alter Stil

00:33:25: und... Genau, alter Stil, Sherry.

00:33:28: Vor allem die Hefeltor-Geschichten.

00:33:30: Die inzwischen ja für die andere Entwicklung nehmen für die Wahnsinn, was da momentan passiert.

00:33:35: Aber ich meine, diese ganze Fino Manzanilla Amonteado Geschichte ist schon abgefahren, muss man sagen.

00:33:44: Das ist eine Geschichte, die ich toll finde.

00:33:48: Ich mag, und dann mag ich natürlich das Atlantische, das Frische Spanien.

00:33:55: dass du sonst in Europa nirgends wohin kriegst.

00:33:58: Also, Entschuldigung, in Südeuropa.

00:34:02: Da gehört natürlich Albertinho dazu und da gehört auch Gordejo dazu, diese Geschichten, die du, die sind einfach irregut.

00:34:11: Ich mag Balance und ich glaube schon, dass Spanien auf vielen Weingebieten Fähig ist, eine große Balance zu zeigen oder zu schaffen oder Harmonie zu zeigen.

00:34:32: Und das ist mit Sicherheit eine der, das ist das, dass, wenn du mit das angesprochen hast, auf den Messen, das ist natürlich die Jagd nach diesen Gesichtspunkten, die das Spiel im Prinzip so unterhaltsam machen.

00:34:51: Aber ich meine, die Jocha ganz klar, muss man einfach sagen.

00:34:55: Klassischer.

00:34:55: die Jocha hat nun mal eine ganz spezielle Stellung nach wie vor.

00:35:01: Aber auch weil du gerade Albert-Renier und Godeo erwähnt hast, sind für mich zwei weißweilen Größen, die sowas von unfassbar unterbewertet sind.

00:35:09: Also sowohl von der Reifefähigkeit, von der Individualität, wenn du wirklich einen sehr, sehr gut ausgebauten Godeo hast.

00:35:14: Auch teilweise neben einem großen Bugunder probiert.

00:35:18: Soweit entfernt sind die nicht.

00:35:20: Viele parallel.

00:35:23: Ich meine, das Irre an diesen beiden Sorten ist ja eigentlich, dass es Antagonisten sind.

00:35:30: Es ist ja nicht so, dass die eine irgendwie nur eine Spiegelart der Anderen ist, sondern es ist wirklich, wir haben diesen vertikalen, vorsichtig formulierten Albertinierspiegel mit der Irren Säure, hat ja eine der höchsten Apfelsäureanteil.

00:35:48: die man finden kann.

00:35:49: Ich glaube, die dickesten

00:35:50: Schalen unter allen Weisweilen, wem soweit ich weiß.

00:35:53: Daher rausresortieren dann entsprechende ... Genau.

00:35:56: Und dann haben wir diese sehr ... Naja, sagen wir strukturierte.

00:36:03: Godello.

00:36:04: Terpenico.

00:36:06: Die nennen die Spaniardas.

00:36:08: Die Salzigen.

00:36:09: Diese Kombination aus ... Ja, Saftigkeit, aber mit gewisses cremige ... gewisse cremige Volumen, was du in einem guten Gordejo findest, gepaart mit dieser wahnsinnig gelben Frucht.

00:36:24: Das ist schon hammermäßig.

00:36:27: Wobei natürlich Galizien wahrscheinlich noch viele Waschungen zu bieten hat.

00:36:35: Ich

00:36:35: glaube komplett, komplett unterbewehrt.

00:36:37: Also auch erstaunlich finde ich, dass zum einen diese beiden Rebsorten, als auch Galizien auf so wenig Weinkarten eigentlich zu finden sind.

00:36:44: Ja, das ist mir ein absolutes Rätsel.

00:36:46: Also für

00:36:46: den Preis,

00:36:47: den man dort meistens auch zahlt und wo jeder über Weinpreise in großen Gebieten dann irgendwo meckert, wäre gerade so was und noch nicht mal für Trüffelschweine, weil die Sachen gibt's ja.

00:36:57: Also kannst du ja kaufen.

00:36:58: Ja, da hast du recht.

00:36:59: Man muss jetzt auch dazu sagen, dass die Deutschen sich mit solchen Sachen generell relativ schwer tonen.

00:37:06: Die Deutschen sind sehr konservativ.

00:37:08: Würde man nicht glauben?

00:37:09: Aber die Deutschen sind sehr konservativ, was das Weintrinken angeht.

00:37:13: Wenn wir mal vom Preis wegschauen, wir wissen alle, dass der normale deutsche Weinkonsument natürlich auch extrem auf den Preis schaut.

00:37:21: Der wechselt da nochmal das Gebiet, wenn der Medellipelingswein auf einmal zwei Euro teurer ist.

00:37:27: Ist so.

00:37:29: Brauchen wir nicht zu kommentieren.

00:37:31: Aber wenn du zum Beispiel Galizien und die Staaten nimmst, Ostküste.

00:37:38: sind die ganz anders vertreten auf den Weinkarten.

00:37:40: Selbst in der Schweiz findest du deutlich mehr dieser ungewöhnlichen Exoten aus Spanien auf den Weinkarten großer Restaurants.

00:37:52: Und die Schweiz hat haufenweise größere Restaurants, irgendwie alle wissen.

00:37:56: Die haben einen völlig anderen Zugang zu Spanien.

00:37:58: Oder Spanien hatten einen völlig anderen Zugang zum Schweizer Konsumenten.

00:38:02: Das sind aber die Frage, ist es die Trinkerschaft?

00:38:04: Also sind es die Gäste, die ... Das annehmen?

00:38:08: oder sind es dann die Fachleute, die vielleicht in der Schweiz in Amerika neugieriger sind und versuchen sich dafür zu interessieren?

00:38:15: Oder ist es dann doch vielleicht eher das Marketing, dass das sich auf die Schweiz in Amerika... Also woher kommt letztlich dann die Begeisterung in manchen Ländern?

00:38:23: in anderen eben nicht, weil wir haben teilweise ja eben auch engagierte Sommys, die in Deutschland durchaus eben auch ein gewisses Sprachrohr.

00:38:30: Ja, aber wenn du die Zahlen anschaust, nur mal ganz kurz gesagt, also die Zahlen jetzt in diesem Jahr, was wir bis jetzt wissen, hat Spanien von den großen Weinländern als Einzige einen deutlichen Einbruch erlitten.

00:38:45: Allgemein, da hängt das hängt natürlich auch mit den Fasweinen zusammen, die nicht mehr so gefragt sind.

00:38:50: Aber mich würde man interessieren, wenn ich tun werde.

00:38:55: Ich würde die Flaschenweinzahlen analysieren.

00:39:01: Und ich glaube, auch da ist Spanien relativ schwach auf der Brust momentan in Deutschland.

00:39:09: Um auf deine Frage zurückzukommen, ich glaube, also bei den Amerikanern weiß ich es, die Amerikaner gehen ins Restaurant, um was zu erleben.

00:39:18: Oft ist es zumindest so, was habe ich immer wieder erlebt.

00:39:20: Auch Amerikaner mit viel Geld gehen in Restaurants, also es gibt ja enorm gute Restaurants, vor allem in Los Angeles, San Francisco, in der Ostküste.

00:39:35: Und da gehst du, ich bin mir da, haben zu meinen Eingladen, ich war jetzt schon länger nicht mehr da.

00:39:40: Aber da habe ich das immer festgestellt, dass die die ersten ... Die bereiten sie nicht vor, aber sie gucken dann auf die Meinkarten und nehmen ganz oft das, was sie nicht kennen.

00:39:52: Das ist in Deutschland nicht so.

00:39:54: Und in der Schweiz ist es so, dass das Image Spaniens allgemein viel besser ist als in Deutschland.

00:40:04: Das ist wirklich, ich weiß nicht, wo Hannes hängt.

00:40:08: Ich hab keine Ahnung.

00:40:08: Und dann vornehmlich die bekannteren Gebiete, weil die Schweizer sind ja traditionell, als ist ja ein bekannter Assister, dann Bjocher und...

00:40:15: Nein, aber du nenn nicht, geh mal nach Zürich und guck mal auf Gainskarten, zum Beispiel heute ein, dieser Läden mit guten Weinkarten oder den neuen Restaurants, die sehr in der Schweiz natürlich alle zuhauf gibt.

00:40:28: Du wirst feststellen, dass, ich weiß nicht, ob es auch die vertreibt.

00:40:34: Intelligenz ist, ohne die Deutschen beleidigen zu wollen, die diese Geschichten besser an die richtigen Plätze transportieren.

00:40:43: Es ist mir ein Rätsel, warum das in der Schweiz funktioniert.

00:40:45: In Österreich funktioniert es gar nicht, oder sehr wenig.

00:40:49: Und in Deutschland, wo gibt es denn gute Weinkarten?

00:40:52: In Deutschland mit spanischen Wein, die sind sehr verteilt.

00:40:56: Und wenn dann würde ich schon sagen, wahrscheinlich ist Hamburg, ein bisschen Berlin, Büsseldorf vielleicht.

00:41:42: Manchmal fühlt sich Rioche an wie eine spanische Telenovela mit viel zu vielen Stars.

00:41:46: Zu viele Dörfer, so viele Hügel, so viele Debatten darüber, was ein echter Rioja ist.

00:41:53: Und doch, mittendrin gibt es ein Weingüter, das selbstbewusst auftritt, als hätte es ein eigenes Skript.

00:41:59: Die Bodega Schroder in Aro.

00:42:01: Und ja,

00:42:02: die Bodega Schroder ist eines der Weingüter, die man kennen muss, wenn man sich mit Wein beschäftigt.

00:42:08: Die Bodega Schroder.

00:42:09: Und nehmen wir da exemplare Sting, im Jahr zwanzig, der Roda Reserver.

00:42:13: Das ist mehr als ein Weingut, das ist mehr als ein Wein.

00:42:15: Es ist ein Kapitel im Buch der Innovation mit Tradition.

00:42:21: Und wenn man sich mit der Bodega-Schroder beschäftigt, beginnt alles im Eisenbahnhof der Träume mit Tempraneo-Krawatte.

00:42:28: Also beginnen wir in Aru, den pulsierenden Herz von Riocha Alter.

00:42:32: Denn dieser Ort trägt Geschichte wie andere Orte-Touristen.

00:42:37: Unauftringlich aber stolz.

00:42:39: Hier im Barrio de la Estation, also dem Bahnhofsviertel, wo Züge eins Bordeauxfässer brachten und Riocha-Weine in die Welt schickten, steht die Bodega-Schroder.

00:42:48: Es ist ein Ort, der aussieht, als hätte die Moderne ein Pack mit der Tradition geschlossen und der ördische Keller, die in den Felsen gehauen sind und Technologien, die den Wein flüstern lässt.

00:43:00: Und ein Riocha-Wein, so wie eben der von der Bodega-Schroder, ist kein Wein zum Nebenherdrinken.

00:43:06: Er ist nur aufs Ziert, er ist vielschichtig.

00:43:08: Er ist aufgeprägt von roten Früchten, einen Haufen Gewürzen und einer Struktur, die sagt, ich trage keine Ediketten, aber dafür Charakter.

00:43:15: und ein typischer Riocha hat für mich immer diese Rauchigkeit.

00:43:19: Und genau das spürt man in den Wein von der Bodegaschroder.

00:43:23: Mario Rodjant und Carmen Dauréa nannten ihr Weingut Roda, also aus den Anfangsbuchstaben der Namen.

00:43:29: Rodjant, roh und Dauréa, da.

00:43:33: Und Carmen, in die Riocha um etwas komplett... Neues zu schaffen.

00:43:38: Also nicht nur einfach einen Wein zu erzeugen, sondern einen der die Essenz der Riocha dieser Region einfängt.

00:43:45: Und das aber mit einem Twist.

00:43:47: Weine, die nach Reife der Trauben sortiert werden.

00:43:51: Und wo man direkt bei der Lese anfängt zu unterscheiden zwischen dem frischeren Roder und dem strukturierten Roder I. In diesem Weingut ist alles kontrollierte Leidenschaft.

00:44:00: Und das Ergebnis ist ein Tempranier, der nicht bettelt, sondern überzeugt.

00:44:04: Er tanzt nicht wild, er gleitet.

00:44:06: Elegant und balanciert.

00:44:08: Und er hat diese spanische Drückhaltung, die am Gaumen so plötzlich aufblüht.

00:44:12: Also kurz die technischen Fakten für den Roder Reserver.

00:44:17: Handlese aus alten Reben.

00:44:19: Im Schnitt

00:44:20: über dreißig Jahre alt.

00:44:23: Und ja, sie müssen tief vorziehen, weil der Boden teilt nicht freiwillig aus.

00:44:27: Dann spontan gering.

00:44:29: Ausbau und französischen Eichenfässern, also kein Quik im Stahltank, sondern eine Romance im Holz.

00:44:34: Und hier ganz wichtig, weil amerikanische Eiche wird ja extrem viel in der Riocca verwendet.

00:44:40: Die Bodega Schroder ringt auch hier anders und setzt auf französische

00:44:43: Eiche.

00:44:44: Und genau das macht ihm seidig, das macht ihm würzig, das macht ihn tiefgründig und doch verspielt genug, um einen Abend mit ihm unvergesslich zu machen.

00:44:52: Also wäre der Roderiserver aus dem Jahre- Dann wäre es jener Freund, der beim Dinner niemals

00:45:00: prall.

00:45:01: Aber

00:45:01: alles über Wein weiß, was zählt.

00:45:04: Und so ein Wein hat man das Gefühl, kann nur in der Rioche Alter entstehen.

00:45:09: Also dieser legendär, kühle, windige, etwas höher gelegen Ort.

00:45:14: Die aristrokratische Cousine im Kreis der Riochanischen Ikonen.

00:45:18: Auch hier, kalkige Böden, Lehm, Hanglagen.

00:45:22: Aber die Exposition ist steiler, der Wind ist frischer, die Weine sind wesentlich elegante.

00:45:27: Während Rioche oriental nach Wärmel riecht, durften Rioche alter nach Frische.

00:45:33: Man hat diese typischen Aromen, die so an Kirsche erinnern, an Himbeere, an Vanille, an einen Hauch von Tabak und die immer ein bisschen knackiger, ein bisschen präziser sind.

00:45:43: Und der spannende Beiruder ist, dass sie zweiundfünfzig einzelne Lagen haben.

00:45:47: Und jede derer sieht aus, als hätte Gott sie für Tempranillo gemalt.

00:45:51: Und richtig interessant wird es, wenn man sich überlegt, dass all diese Lagen über die drei Hauptgebiete in der Riocha verteilt sind.

00:45:59: Also gerade erwähnt habe ich schon die Riocha Alter, die Rioche Oriental, und dann fehlt natürlich noch, nicht unwesentlich, die Riocha Alavesa, der Poet in Kalkstiefeln.

00:46:09: Die Weine, die dort entstehen, sind ein bisschen säurebetonter, durch natürlich diese etwas höhere Exposition, den höheren Kalk, den geringeren Lehmanteil, und es macht die Weine Man kann eigentlich sagen nachdenklich.

00:46:21: Zurückhalten,

00:46:22: fast bugundisch.

00:46:23: Ja, es ist wahrscheinlich der Kalkmärgel.

00:46:25: Vielleicht ist es auch der etwas häufigerere Regen.

00:46:28: Vielleicht ist es das etwas schärfere Licht.

00:46:30: Also die Weine aus der Rioche à la Vesa bei der Bodega-Schroder wirken sehr filigran, mineralisch,

00:46:37: philosophisch.

00:46:39: Ja, lass mich sagen philosophisch.

00:46:41: Also, während Rioche alterbalanciert, Rioche oriental wärmt, reflektiert die Rioche à la Vesa.

00:46:48: Vereint im Roder Reserver.

00:46:52: Das Schöne und Besondere am Roder Reserver ist, dass er zusammen erzählt, was Giocha immer meint, wenn es von Terror aus spricht, dass Geografie den Geschmack formt.

00:47:04: Nicht die Moden, nicht die Tricks, sondern der Boden, das Mikroklima, die Windrichtung und

00:47:09: die Geduld.

00:47:10: Und hier wird alles nach Giocha-Regeln gemacht.

00:47:12: Also Handlese, alte Reben, Tempranio mit einem Schuss, Graziano und Ganaccia.

00:47:18: Kein Kellerzauberer.

00:47:19: Kein Zusatz, nur Authentizität.

00:47:22: Vielen Dank, der Podega-Schroder für diesen großartigen

00:47:25: Wein.

00:47:26: Und natürlich auch ein großes Dankeschön dem deutschen Importeur, dem Handelshaus Schlumberger.

00:47:40: Als Truffelschwein in welcher Region würdest du empfehlen, welches komplett unterbewertet?

00:47:43: Also Galicien ist klar, wir haben ja Agen und... Wir, wir, wir, wir ist aber auf

00:47:47: jeden Fall, wir so wäre.

00:47:50: Und, ganz ehrlich gesagt, die Kanaren.

00:47:53: Also wenn das wirklich ein bisschen ...

00:47:56: Sagen viele, aufgrund eben auch nicht nur das Rebstockalter, was dort spektakulär teilweise ist, wer die Reblos kaum dort existent war, der so viele Rebanlagen ... Sie

00:48:05: ist ja jetzt aufgetaucht, Panik, als ich jetzt da war.

00:48:08: Es war ganz lustig.

00:48:09: Die haben mich angerufen vorher und haben mich gefragt, wann ich das letzte Mal bei mir zu Hause gehe.

00:48:14: Die wissen ja nicht, wo ich wohne.

00:48:17: Das ist jetzt mal in einem Weinberg in Mitteleuropa war.

00:48:21: Und ich war tatsächlich ... Unabsichtlich hätte das sein können, dass ich jemanden durch die Gegend gestiefelt wäre, wo ich die Reise unternommen habe.

00:48:28: Aber sonst hätte ich tatsächlich Plastiküberzieher bekommen, um die Weinberge betreten zu dürfen.

00:48:38: Die nehmen das jetzt wegen diesem Ausbruch, der in Teneriffa vor zwei Monaten, vor drei Monaten festgestellt worden ist.

00:48:45: Also die sind schon etwas unruhig.

00:48:47: Aber um wieder zurückzukommen, es ist natürlich diese Pflanzungen, also die Anlagen sind natürlich eher logischerweise.

00:48:55: und dann gehst du zu irgendeinem völlig unbedarften Typ.

00:48:58: Eigentlich denkst du, naja, wir gehen jetzt mit der Winzer, was erzählte ich mir jetzt wohl?

00:49:02: Dann stehe ich mit ihm irgendwo in dem Weinberg und dann frage ich, wie alt ist denn das?

00:49:05: Und dann sagt er, naja, hundert-achtzig Jahre.

00:49:08: Krass, wow.

00:49:09: Dann denkst du, meine Herren, was ist denn hier los?

00:49:13: Inzwischen bin ich das gewohnt, ich habe mich schon relativ lange mit den Kanarern beschäftigt, aber nicht so intensiv wie jetzt, aber es ist schon... Weißt du, auch diese Sachen von den Hochlagen.

00:49:26: Ich war vor drei Wochen in einer Weißweinlage, die aufs Sechzehnthundert

00:49:35: und fünfunddreißig Meter war,

00:49:39: völlig abgefahren.

00:49:42: Ist so was in Deutschland vertreten?

00:49:43: Oder ist es ja auch eine Frage der Verfügbarkeit?

00:49:45: dann letztlich und wenn man's dort probiert?

00:49:48: Ja doch, ich mein, also sagen wir es mal so.

00:49:52: Es ist nicht flächendeckend.

00:49:54: Ich würde sagen, es ist in vielen Aspekten, das sind die Kanonen, nicht gut bei uns vertreten.

00:50:03: Aber wenn du repräsentativ irgendeine Rebsorte von den Bekannten probieren willst, findest du, Erzeuger, die bei uns da vor Ort sind, die gibt es schon.

00:50:15: Es gibt ja nicht, wie es da ist.

00:50:16: Es gibt vier.

00:50:18: Weißt du besser als ich, ja.

00:50:20: Es gibt einige auch unter den Zombies, die also absolute Fans von den Kanaren sind.

00:50:24: Also da...

00:50:26: Es wird

00:50:26: schon gesehen und gelebt, aber es ist dann punktuell.

00:50:29: Ja, aber gesehen davon, dann kommen wir natürlich wieder zu dem Thema, was du vorhin angesprochen hast.

00:50:34: Willst du, dass diese Weine nicht billig sein können, ist klar.

00:50:37: Und dann stößt du natürlich für einen Weißwein.

00:50:40: Wir reden jetzt mal nicht von Qualität, sondern einfach einen Weißwein.

00:50:44: Nehmen wir mal Lanzerrote, warum nicht?

00:50:46: Lanzerrote ist... Bis vor Kurzem gab es ja vielleicht fünf Erzeuger, von denen man hätte überhaupt was trinken mögen.

00:50:53: Inzwischen sieht es ganz anders aus.

00:50:55: Und das kostet ja auch dort dreißig Euro.

00:50:59: Und die Dinger werden gekauft.

00:51:01: Gut, aber wenn du einen Wein für dreißig Euro nimmst, den findest du in Piemont auch, den findest du in

00:51:06: Friau?

00:51:07: Ja, schon klar.

00:51:07: Ja, schon klar.

00:51:08: Findest du Frankreich,

00:51:09: Andelois?

00:51:09: Nein, schon klar.

00:51:10: Aber ich mein, Kanaren sind Kanaren.

00:51:11: Niemand kann ja ... Diese Rebsorten sind ja auch so weit entfernt von irgendwas, was wir kennen.

00:51:17: Manche sind auch echt schwer auszusprechen.

00:51:20: Insofern musst du ja jemand das irgendwie schmackhaft machen, dass er das probiert.

00:51:24: Und ich mein, die Kanaren haben zwei große Vorteile.

00:51:30: Ein großer Vorteil ist mit Sicherheit ... dass sie sehr weiß wie ein Lassig sind.

00:51:34: Das heißt, sie liegen im Trend.

00:51:37: Das ist ja eine Geschichte.

00:51:38: Und die zweite Geschichte ist, hört sich blöd an, wir mögen Säure.

00:51:43: Aber ich habe inzwischen gemerkt, dass nicht alle Leute Säure mögen.

00:51:47: Und die Säure, Strukturen, die wir, die vielleicht am Albertinio ab und zu mal stören, mögen, die sind auf den Kanaren nicht da.

00:51:56: Und das ist eine völlig andere Situation.

00:51:59: Und ich glaube, aus dem Grunde Könnte ich mir vorstellen, dass man das schon gut verkaufen kann, weil es, obwohl es wirklich unbekannt ist, doch gewisse Eingängigkeit besitzt.

00:52:17: Also ein Typ.

00:52:17: Und dann gibt es natürlich diese ihre Auswahl mit Blätzer, aber das ist natürlich wieder... Da muss man dort gewesen sein, wobei man natürlich auch nicht vergessen darf, es gibt wahnsinnig viele Leute, die auf die Garnaden fliegen.

00:52:27: Nein, das ist wirklich... Total verrückt.

00:52:29: Interessanterweise interessieren sich aber die wenigsten für Wein.

00:52:31: Aber jeder, jemand, der es mal sieht, der ist, das habe ich viele Berichte hören, auch nicht, war interessiert, ist total begeistert und gefangen.

00:52:38: Welches Gebiet sollte man sonst unbedingt in Spanien gesehen haben?

00:52:42: Ist es Kiriocha mit diesen spektakulären Weingütern?

00:52:45: Ist es ... die da manche haben, die sind weiten Weinfeldern?

00:52:49: Oder ist es Galician ...

00:52:51: Da muss man jetzt eine Lanze für die Kiriocha brechen.

00:52:56: Also ich würde jetzt die untere Riocha, die Oriental ist jetzt vielleicht nicht so interessant, obwohl es tolle Wein inzwischen gibt, aber keine Frage.

00:53:02: Aber der oberen Teil, also die klassische, ich würde es als die klassische Riocha, die historische Riocha, also die Riocha, Darro, genau.

00:53:12: Und alles was dann auf dem Nordufer sitzt, natürlich die baske Riocha, das ist schon irre mit dieser Gebirgskette, mit diesem Kalk, mit diesem Kalkzacken, die da stehen, ist schon verrückt.

00:53:22: Und dann natürlich Sie haben dort schon viel Geld in Architektur investiert.

00:53:31: Also das muss man schon sagen.

00:53:34: Anders die EU-Mitglieder ging es dem Weingütern so gut?

00:53:37: Beides.

00:53:39: Natürlich sind da EU-Gelder mit rein gegangen, logischerweise.

00:53:45: Das sind ja die sogenannten verlorenen Kredite.

00:53:49: bisschen mehr Jahre.

00:53:50: Aber das ist ja nicht nur in Spanien so in Grinland, das ist ja genauso in Italien und in Portugal.

00:53:55: Egal.

00:53:55: Aber sie haben natürlich auch sehr viel investiert.

00:53:58: Ich meine, Niemal Riskal hat natürlich in einem Moment investiert, als alles Blendeleaf.

00:54:06: Sie hatten viel Eigenkapital.

00:54:08: Und sie haben das natürlich auch, die haben einfach gesagt, ganz primitiv gesagt, Wir lassen uns jetzt von Gary dieses Ding dahin setzen und zahlen halt unseren den Besitzerfamilien einfach mal zehn Jahre keine Dividende erledigt.

00:54:24: Da müssen natürlich diesen Besitzerfamilien mit einverstanden sein.

00:54:28: Aber im Prinzip, das war die Grundidee.

00:54:32: Und es hat funktioniert.

00:54:33: Und heute, in denen auch die natürlich schlucken, nicht mehr so einfach ein Reservoir zu verkaufen, ist das Ding abbezahlt.

00:54:42: Und es ist spektakulär, muss man ein paar sagen.

00:54:44: Also meine Frage ging eigentlich auch gar nicht so sehr in dieses U-Baschengerein, sondern mehr in die Frage, ob sie mal gut geht, die gesund sind und dieses Konzept auch der Größe.

00:54:53: Die meisten Produzenten füllen ja um die eine Million Flaschen ab, ob das aufgeht und die...

00:54:58: Nein, ich mein, ja gut, da sitzen wir mit Sicherheit oder befinden wir uns an einem, naja, oder wir stehen an einem Scheideweg.

00:55:13: Das weiß niemand ganz genau, wie das weitergehen soll.

00:55:15: Ich meine, diese Größen sind gefährlich.

00:55:17: Das muss man ganz klar sagen.

00:55:19: Million, zwei Millionen, fünf Millionen Flaschen ist schon heftig.

00:55:23: Und ich meine, was mit Sicherheit momentan nicht gut funktioniert, sind gerade, und das ist ja Norditalien und Bordeaux, ist es ja ähnlich, dieser Weintyp an sich.

00:55:33: Weißt du, es ist so, wenn wir jetzt mal das Wortkris in die Hand nehmen wollen, dann ist es in Terriocha so.

00:55:42: Ein Modell ist in der Krise, kein Gebiet.

00:55:45: Das Modell heißt, so leidt es mir tut, im Prinzip diese Mainstreamige Rioja Reservoir, die ist in der Krise.

00:55:55: Und das ist ein tolles Produkt, das wahrscheinlich ein rotweintechnischer, eines der besten Preisleistungsverhältnisse es überhaupt gibt.

00:56:01: Aber die Leute sind momentan in einer Phase, in dem sie das nicht mehr so schätzen.

00:56:09: Und das Problem ist natürlich, dass Bei diesen Größen kommst du ganz schnell, preislich auch unter Druck.

00:56:16: Was Italiener kurioserweise momentan etwas besser machen, die jammern zwar noch viel lauter als die Sprache, sind aber möglicherweise am Markt etwas besser behauptet.

00:56:29: Aber gut, Bordeaux wissen wir ja, der hat ja,

00:56:31: naja,

00:56:32: okay, die haben es wirklich jetzt nicht leicht.

00:56:34: Aber da tauchen wir da völlig andere Sachen auf.

00:56:37: Bei Bordeaux mache ich mir eher ums Klimasorgen.

00:56:40: Wenn das subtropisch kippt, dann haben wir einen anderen Weintyp irgendwann.

00:56:45: Das wird langsam gehen, aber da habe ich schon ein bisschen Schiss.

00:56:49: Es wird immer die klassischen Bordeaux-Jahre geben, aber es wird sie immer weniger geben.

00:56:53: Und ich glaube, Spanien kann das in der Größe, in der Gänze und dann eben auch teilweise in der Individualität ganz anders.

00:57:00: Ich glaube, es ist schon eine gewisse Zeit für eine Trendwende.

00:57:03: Magst du Trends oder findest du es eher ... Gefährlich für so ein Gebiet, also sprich jetzt zum Beispiel diese Reservergeschichte, sollte man sowas trotzdem weiterführen, sollte man es komplett überdenken, sollte man, gibt es zwar einen Trend in Spanien, wo man sagt.

00:57:16: Das ist das neue Spanien, also es gab ja so, in der erneunziger gab es auch dort die Parkerisierung, dass alles irgendwie kräftiger, fetter, tra-la-las, wurde als Trend.

00:57:24: dann irgendwo, ich glaube dieser natural Trend, den du vorhin schon erwähnt hast, der ist niemals so wirklich in Spanien irgendwo angekommen, wie teilweise in Nord-Ithain oder eben in Frankreich, im Rontein de Loire, das ist dort ein bisschen transformatisch.

00:57:38: Aber ich meine,

00:57:39: es gibt natürlich bestimmte Trends, die jetzt auch keine Neuigkeit sehen, weg vom Holz, ganz klar.

00:57:44: Das wird dort auch geliebt.

00:57:45: Ja, wird natürlich ganz heftig gelebt.

00:57:48: Also komplett vom Holzer von Neuen, heute eine größere Gebinde wie überall.

00:57:52: Größer, größer.

00:57:52: Hier im Prinzip schon eine Grundkultur in Spanien.

00:57:55: Es gab teilweise Weingüter, wo zweieinertausend Professor standen.

00:57:58: Nicht zweieinertausend, aber bei fünfundsechzig, sechsensechzigtausend gibt es an einem einzigen Platz, was ja schon mal ein Wort ist.

00:58:08: Aber... Gut, es gibt den Trend natürlich wie überall größere Gebinde.

00:58:13: Eine Geschichte.

00:58:13: Die zweite Geschichte ist natürlich, im Prinzip kommen wir wieder zu dem zurück, was in Spanien immer kritisiert worden sind.

00:58:18: Ich meine, in den Siebzigerjahren war es das Überalter der Holz.

00:58:23: Kannst du ja noch erinnern.

00:58:25: Hat man ja manchmal solche Dinge aufgemacht.

00:58:27: Und es schmeckt ja dann irgendwo zwischen, keine Ahnung, zwischen Kellermuff und alter Kokosnuss, was ja schon schwierig war.

00:58:38: Aber im Prinzip gehen wir wieder zurück natürlich mit besserem Material.

00:58:41: Also einfach tritt, führt fünf Belegungen und dann irgendwie ein paar neue Fässer rein gestreut.

00:58:48: Also das ist, würde ich schon sagen, ist ein Trend.

00:58:51: Aber was mit Sicherheit ein großer Trend ist, ist die Besinnung der kleinen Gebiete auf ihre Spezialitäten sorten.

00:59:03: Das ist ein großer Trend.

00:59:05: Da passt ja dieses Kanarenthema natürlich besser ein, als jedes andere.

00:59:09: Und der Biasso natürlich auch.

00:59:11: Mit seiner menschlicher Geschichte.

00:59:12: Das ist eine Geschichte, die ich übrigens nie verstanden habe.

00:59:15: Dass der Biasso diesen Sprung, von dem man eigentlich ausging, dass er kommt irgendwann, dass der nie eingetreten ist.

00:59:24: Für die Kommunikation oder für das Verständnis oder was prognostizierst du da?

00:59:31: Was muss hier immer nahe gebracht werden?

00:59:32: Muss die Leute erreichen, damit die es verstehen?

00:59:34: Also selten stoppert man.

00:59:36: Das sind die Geheimnisse des Marketings.

00:59:40: Das ist die One Million Dollar-Question.

00:59:44: Ich würde nicht sagen, dass wir es nicht versucht hätten.

00:59:48: Aber wenn du eine gewisse Flaschenzahl an den Mann bringen willst, dann kannst du das in Deutschland eigentlich nur... Ich will jetzt die Großfläche nicht schlecht machen.

01:00:00: Es gibt ja gehobene Großflächen.

01:00:02: Aber da musst du einen Fuß in die Tür kriegen.

01:00:06: Und das haben die nie geschafft.

01:00:08: Und wie gesagt, dass die deutsche Gastronomie im Prinzip auch nie so Spanienaffin war, kurioserweise.

01:00:18: Obwohl die Küche ja überall bewundert wird.

01:00:21: Auch die Tabaskultur ja schon ein bisschen einzugehalten hat und wieder das irgendwo.

01:00:24: Nein, Spanien hat sechzehn drei Scharnereister raus.

01:00:27: Ich meine, bei ein bisschen mehr als der Hälfte der Bevölkerung von Deutschland.

01:00:32: Ich meine, das ist ja eigentlich schon abgefahren, wenn man sich das überlegt.

01:00:35: Und wenn du mit Profis sprichst, ja, Dschungelköchen, die viele lieben Spanien, kannst du die sagen?

01:00:44: Ich meine, auch die spanische Produktküche, die du ja, das ist ja das Riesenproblem, du kannst.

01:00:51: Echte spanische Küche.

01:00:53: Wir reden jetzt nicht diese technische Küche, sondern diese berühmte spanische Produktküche kannst du im Ausland nicht zählen, weil du die Produkte nicht hast.

01:01:00: Wie willst du die denn haben?

01:01:02: Wie willst du die denn bekommen?

01:01:03: Geh mal in Madrid.

01:01:06: Du musst nicht durch Spanien fahren um Produktküche.

01:01:10: In Madrid ist ja wahrscheinlich eine der absoluten totalen Hotspots, was Essen angeht, momentan, auf der Welt.

01:01:15: Also das, was da passiert, ist von einer anderen Planet völlig Wahnsinnig.

01:01:20: Aber es gibt einen Stock an Restaurants, vielleicht hundert Restaurants in der Stadt.

01:01:24: Vielleicht sind es auch nur sechzig, die seit Ewigkeiten Produktküche im klassischen Szene pflegen.

01:01:34: Und in Madrid, genauso in Paris, kam früher immer das beste Produkt an, was in Spanien überhaupt zu haben ist.

01:01:40: Und auch ganz normale Hausfrauen in Spanien, ich habe das ja erlebt, als Student, wenn du eingeladen wirst, legen Wert auf das Produkt.

01:01:47: Das ist das A und O. Wie gesagt, da kommt natürlich, kommt mal ins nächste Thema.

01:01:58: Möglicherweise hat auch der Sprung für die anspruchsvollen spanischen Weine immer damit kämpfen müssen, dass es diese Gastronomie, die man in Spanien, wenn man in Spanien so bewundert, in Deutschland nicht möglich ist.

01:02:15: Und wir müssen, ja, da wirst du wahrscheinlich anverstanden sein, zugeben müssen, dass viele der Tapas kneifen, die du in Deutschland findest.

01:02:23: ziemlich unsäglich sind, wenn du weißt, was du in Spanien kriegst, auch wenn es ganz einfach ist.

01:02:29: Das ist natürlich irgendein Problem.

01:02:31: Phänomen der ausländisch interpretierten Restaurants in Deutschland, das haben wir in China, in China und in Italien dann genauso.

01:02:37: Also ich muss ja ganz ehrlich sagen, ich war ziemlich buff, als ich dieses Tasting zum Anlass des hundertjährigen in Berlin gemacht habe.

01:02:48: Da haben wir uns ja gesehen und da muss ich sagen, die haben das gut geerntet.

01:02:52: Die haben nicht versucht, schlecht zu kopieren, sondern dieses Küchentheben, was wir da gesehen haben, die haben das echt mit Pfiff gemacht.

01:03:00: Das war cool.

01:03:01: Also selbst ich und auch der Botschafter, der Botschafter, ich kenne ihn ein bisschen, dass der mal Lob abgibt.

01:03:09: Lob in Deutschland abgibt.

01:03:10: Und zwar ein ganzer Tisch von Spaniern, die alle gut Geld verdienen und gerne Auswärtsessen wie so viele Spanier.

01:03:19: Also auswärts zu essen, nicht Geld verdienen, aber die waren begeistert davon.

01:03:24: Eine der wenige Ausnahmen, die ich erlebt habe, muss ich ganz ehrlich sagen.

01:03:28: Aber das ist wirklich ein Problem.

01:03:30: Der Zugang der spanischen Produzenten zur deutschen Kastronomie ist immer noch humpelt immer noch.

01:03:37: Aus vielen Gründen, die mir wahrscheinlich bis zum Ende meines Lebens verschleinert bleiben.

01:03:46: Wir waren bei den Trends.

01:03:47: Gibt es Trends, die dich schmunzeln

01:03:50: lassen?

01:03:50: Was mich schmunzel lässt oder was ich unterhaltsam finde, ist diese Reorientierung in Richtung Amphora.

01:04:00: Es ist ja eigentlich eine ur-spanische Geschichte gewesen.

01:04:03: Wahrscheinlich im Osten viel mehr als im ... im Nordwesten, wo ich auch aber nie in den Abfohren gebiet, aber die ganze sogenannte Levante, ob das das Valencia Alligante im Priorat und was weiß ich, wo überall, auch in der Ostmannschaft zum Beispiel, gibt es völlig abgefahrene Produzenten, die mit verschiedenen, mit alten Amfohren, die sie kaufen, bevor sie wirklich buchstäblich auf den Schrott geworfen werden.

01:04:31: Und die ja kombinieren, es ist ja, was so das Schöne an Spanien momentan ist, dass es wenn so ein Typ oder eine Dame arbeitet, dann stelle ich mir da fest, die sind angenehm oder wenig indruktriniert.

01:04:48: Die machen dann ihre Empfohrengeschichte und wenn ihnen das nicht genug ist, dann kommt halt mal noch irgendwie ein halbes Jahr Futter dazu.

01:04:57: Und dann kann auch noch mal sein, dass vielleicht die ganze Geschichte dann die Assemblage im Beton stattfindet.

01:05:07: Aber diese diese Konzentration oder die Fokussierung auf Amphore ist schon irgendwie lustig zu beobachten.

01:05:18: Es gibt die Identität dafür oder gibt es das identitäre Gebiet dafür, wo man sagen kann, das steht für Amphore und da wird es, da macht es Sinn.

01:05:26: Also man ist wahrscheinlich so über ganz Spanien hin, dass jeder mal versucht ist.

01:05:30: Also Valencia ist mit Sicherheit ein Platz und wir reden jetzt nicht von der Küste.

01:05:36: Also nicht von den ganzen Moskats-Wählgeschichten, sondern, was du im Inland findest, da findest du ja auch neue Erzeuger, die tatsächlich ihre alten Amphore noch immer in den Kerlern stehen haben.

01:05:48: Das gefällt mir sehr gut, muss ich sagen.

01:05:52: Aber dann gibt's natürlich auch mit den ganzen Leuten, also zum Beispiel auf Lanza Rote.

01:05:55: Ich war vor zehn Tagen hier auf Lanza Rote und hab die Emerging Producers probiert.

01:06:04: Also das, was kommt.

01:06:06: Und wenn ich mir das angucke, da sind zum Beispiel ein junger Amerikaner, der da arbeitet.

01:06:13: Und der hat sich im Prinzip erkundigt, mit was haben die früher gearbeitet.

01:06:19: Und die gab es halt im Dorf, gab es dann fünf Produzenten.

01:06:23: Die hatten tatsächlich noch alte Amphoren, die sie manchmal halt Blumen gepflanzt, was man halt zumindest am Amphoren macht.

01:06:33: Und der hat es dann wiederbelebt und das finde ich schon gut.

01:06:37: Ich meine, ich gefällt mir eigentlich gut, muss ich ganz ähnlich sagen.

01:06:43: Weil es, ich mag diesen ganz, ganz leichten, weil es gibt diese salzigen Mineralik und dann gibt es eher diese etwas buchstäblich verwarschende.

01:06:54: Mineralik, das ist ja keine echte Mineralik, die die am voren gibt an sich, aber es gibt diesen Eindruck dieser leicht verwaschenden Mineralik.

01:07:02: Und das steht weinen mit einer gewissen Dichte und Gremigkeit, also vor allem bei uns.

01:07:09: Wir reden nicht von Fett, sondern die einfach eine gewisse Dichte zeigen, den steht das super gut.

01:07:16: Und das boh macht sich schon eine eigentliche Galizia kommen auch wieder auf was ja nicht unbedingt so typisch ist für die, die experimentieren, alberdino in der Empfohre ist.

01:07:28: Unglaublich.

01:07:29: Ich kann ihn gar nicht vorstellen.

01:07:31: Ach, interessant.

01:07:32: Es gibt ganz tolle Ergebnisse.

01:07:36: Beton und Empfohre.

01:07:37: beides ist, glaube ich, das große Problem, als du mich gefragt hast, wie würde ich einem nicht Spanien-Känner irgendwie versuchen Spanien primitiv zu erklären.

01:07:53: Ich habe gesprochen von Reife, die, als wir sagen mal, eine kontrollierte Reife bekommst du noch kontrollierter, indem du mit Amphor und Beton arbeitest.

01:08:06: Das bekommst du im Holz nicht so hin.

01:08:08: Und deshalb glaube ich, dass Spanien ein Idealplatz ist für Ausbau in Beton und Ausbau mit der Amphor.

01:08:16: Das steht diesen Main ganz hervorragend.

01:08:20: Sind das dann Beine zum Entdecken oder sind das Trinkweine?

01:08:25: Also unterscheidest du da?

01:08:26: Beine, die man einfach gerne trinken?

01:08:28: Beine, wo man fast...

01:08:31: Bei mir verschwimmt das.

01:08:34: Das sind natürlich viele Beine zum Entdecken, aber es ist ja nun mal so, wenn du in ein unbekanntes Gebiet gehst, dann bist du automatisch darauf vorbereitet, dass du irgendwas entdeckst.

01:08:44: Du probierst ja nicht den einen Typ, der der Großes da ist.

01:08:48: sondern du probierst dann diese anderen Geschichten, die niemand kennt.

01:08:52: Und insofern ist es für mich, beides ist wichtig.

01:09:01: Es ist die Entdeckung und es ist die Koherenz, mit der diese Leute arbeiten.

01:09:09: Und das findest du natürlich viel mehr in den kleinen Gebieten momentan.

01:09:16: Diese Überraschungen findest du... Na ja, obwohl, ich gebe dir mal ein Beispiel.

01:09:22: Ganz interessanter Geschichte, fand ich.

01:09:24: Vor einigen Monaten wurde ich angehoben.

01:09:28: und man hat mich gefragt, was die DO noch nie gewagt hat.

01:09:32: Die Rebecca Eldordo wollte auf einem ihrer wichtigsten Märkte, ich glaube das ist sogar der wichtigste, der Schweiz einen Tasting für den schweizerischen Sommelierverband machen und nur Sachen zeigen, die nicht straight.

01:09:49: Ribera sind.

01:09:49: Also ich meine, dass eine Appellation sowas sich getraut.

01:09:53: Und dann habe ich mich damit wirklich wochenlang beschäftigt und habe dann ein Zwervertasting zusammengestellt auf Sachen, die nicht Ribera Lenduro entsprechen im herkömmlichen Sinne.

01:10:06: Und ich habe selbst ein Artikel in der NCZ bekommen.

01:10:10: für dieses Ding, weil die Leute so buff waren, dass es so was überhaupt gibt.

01:10:15: Und das sollte zeigen, dass Rivera auch andere Sachen kann?

01:10:19: Genau, genau.

01:10:21: Und ich meine, gerade die Rivera steckt ja in einer Phase, die momentan im Prinzip den großen Umbruch darstellen.

01:10:32: Weißt du, das stellt ja einfach vor.

01:10:34: Du machst einen Rivera in diesem reifen Tiefen fast schon süßtaninlichen Riewerderstil und nimmst das Holz weg.

01:10:46: Dann schmeckt es nach Obstsaft mit Alkohol.

01:10:51: Also kannst du nicht machen.

01:10:53: In der Rührer ist es viel einfacher, weil die Rührer an sich sprühter ist und du hast nicht diese satte Geschichte.

01:10:59: Das heißt, wir müssen sich schon überlegen, was im An der Klimawandel gesetzt ist, die ihnen doch schön heftig.

01:11:03: Das heißt, du musst über Stile nachdenken.

01:11:06: Du musst natürlich in der Außenwirtschaft nachdenken.

01:11:08: Wie machst du das?

01:11:09: Du bekommst ein bisschen den Alkohol runter.

01:11:11: Aber du musst natürlich über Stile nachdenken.

01:11:13: Das heißt, das Interessante an diesem Tasting war, zuzuschauen, wie die Leute Dynamik, Spannung und eine gewisse Vertikalität in ihre Ribera Tintos reingebracht haben.

01:11:32: die du eigentlich nie für möglich gehalten hättest.

01:11:35: Die einen haben nur, zum Beispiel, der war ein Typ dabei, der hat nur Nordlagen ausgebaut.

01:11:40: Und dann gab es Leute dabei, die, wie gesagt, die Amphoren und Futter kombiniert haben.

01:11:48: Und was sind die Bäder?

01:11:52: ja undenkbar mit starker Begrünung, um die Kraft aus den Rebstöcken zu kriegen?

01:11:58: Und so weiter und so fort.

01:11:59: Aber das ist die Bäder ... Dass es eine versteckte Ribeira gibt.

01:12:05: Aber schmeckt sie noch Ribeira raus?

01:12:07: Ja, doch.

01:12:11: Man muss vielleicht viel probiert haben.

01:12:13: Aber wenn ich jetzt so ein Ding auf den Tisch hätte, würde ich einfach Ausschlussverfahren.

01:12:21: Wie meistens.

01:12:23: Dass es nicht Ribeira ist, ist ganz klar.

01:12:24: Und dass das auch nicht die Mannschaft ist, sowieso.

01:12:28: Toro ist ja wieder was völlig anderes.

01:12:30: Also es ist schon ziemlich klar, wo das herkommt.

01:12:34: Weil ich meine diese Blumigkeit, die Riberta ja auch hat, die ist natürlich extrem vorhanden.

01:12:39: Und die stirbt nicht.

01:12:42: Opfert man irgendwelche Aspekte, wenn man versucht einen Stil zu ändern.

01:12:47: Und das Große an diesem Tasting und das sind wirklich keine Eigenlobes, sondern ein Lob an die Erzeuger, an die das tatsächlich in Angriff nehmen.

01:12:56: dass wir es geschafft haben, das zu zeigen, dass man auch zeitgemäß oder sagen wir mal, dass man tatsächlich Winzer hat, die mit dem Finger ganz deutlich in die Zukunft zeigen, dass es definiert ist, was du machen kannst.

01:13:12: Nicht irgendwie so bla bla.

01:13:13: Auch

01:13:13: dass es andere Seiten dort gibt und somit für jemand, der was entdecken möchte und dann vielleicht mal die Mantel, der dann halt etwas entdecken kann, was halt individuell ist und man eben nicht nur ... Das Standardfrühstück dort bekommt überrascht dich sowas.

01:13:26: Also bist du bei sowas begeistert?

01:13:28: Ja, das

01:13:28: finde ich ganz toll.

01:13:30: Weil das natürlich auch Winserinnen und Beziehungsweise Önologinnen und Önologen oder Weinmacherinnen und Weinmacher sind.

01:13:36: Weil so oft ist es so, das sind Leute, die bei Großen... Betrieben.

01:13:40: Ich meine es nicht groß, enorme Volumen, sondern bekannte, arrivierte Betriebe arbeiten.

01:13:44: Und die machen dann so nebenher irgendwie noch mit irgendwelchen Kumpels ein anderes Projekt.

01:13:49: Und da kommen dann diese ihre Sachen vor.

01:13:53: Und da waren ganz berühmte Namen, wenn du diese Liste lesen würdest, würdest du eine meine Fresse.

01:14:01: Aber du würdest nie denken, was machen die mit ihren anderen Projekten?

01:14:06: Was kommt da?

01:14:09: Ich wusste natürlich, dass es andere Sachen gibt.

01:14:10: Ich habe die eine oder andere Sache probiert.

01:14:13: Dann habe ich mit Carlos dem Chefverkoster von Penin gesprochen.

01:14:18: Der hat mir auch noch ein paar Tipps gegeben und hat gesagt, dann gibt es natürlich die Burschen, die durfte ich nicht zeigen, die komplett aus den Appellationen aussteigen.

01:14:26: Die gibt es natürlich auch.

01:14:27: Aber das konnte ich da nicht machen.

01:14:29: Wenn du die noch dazu nehmen würdest, dann hätten wir wahrscheinlich bestimmt von drei Hundert Erzeugern... Und das ist schon erstaunlich.

01:14:40: Vor allem bei diesem schon irgendwie etwas mainstream geprägten Gebiet.

01:14:46: Klar.

01:14:47: Wenn du solche Zeugeraussuchst, wenn du so was schaust, wenn du allgemeine Zeugeren entdeckst, zählt für dich rein der Wein.

01:14:53: oder denkst du in die nächste Ebene, dass du Ethik.

01:14:57: dass du Biologie, Biodynamie, dass du Arbeitsweisen, dass du keine Ahnung, Mitarbeiter treaten oder was auch immer, alles Mögliche, wie die in der Logistik arbeiten.

01:15:07: Also ist sowas für dich wichtig oder ist für dich nur dieses Endprodukt fein wichtig und was dabei rauskommt und dass es eine gewisse Individualität hat oder etwas, was identifizierbar ist oder eine Besonderheit, wie wir es vorhin schon erklärt haben?

01:15:20: Naja, ich würde mal sagen, es ist ein Teil davon.

01:15:24: Also Logistik oder sonstige Sachen interessieren mich jetzt nicht groß.

01:15:29: Eine gewisse Nachhaltigkeit ist mir schon sehr wichtig.

01:15:33: Jetzt

01:15:33: find ich es schon wichtig, schaust du schon auf

01:15:35: und gucke ich mir schon an.

01:15:37: Und ich frage dich natürlich dann auch, wie viel säuerst du nach?

01:15:46: Machst du denn wein?

01:15:47: Ich will jetzt nicht von Manipulationen sprechen, aber ich hab's natürlich lieber, wenn die Interventionen nicht ganz so heftig sind.

01:15:53: Ganz klar.

01:15:54: Also ich guck mir das schon an.

01:15:56: Ich guck mir nicht den ganzen Prozess an, weil ich mein dann, wenn du das tust, find ich, dann kommst du auf keinen grünen Zweig mehr.

01:16:03: Ich weiß jetzt nicht, ob der Katonagenproduzent nachhaltig arbeitet.

01:16:07: Ich mein, was mir auf den Bäcker geht, sind diese brutalen Flaschen, die wirklich keulmäßig da immer noch verwendet werden.

01:16:14: Das muss ja nicht sein.

01:16:16: Bei solchen Zeiten sage ich dann auch, muss das jetzt sein?

01:16:19: Finde

01:16:19: ich auch gut, dass man sowas einspricht.

01:16:21: Auch einige Weinjournalisten, die mittlerweile nicht mehr über Weine schreiben bzw.

01:16:25: die nicht mehr bewerten, wenn die eben in diesen Matschufflaschen Diak null Daseinsberechtigung haben.

01:16:31: Ja, finde ich.

01:16:32: Daran abfüllen.

01:16:33: Doch,

01:16:33: doch, also solche Sachen, solche Sachen, auf solche Sachen achte ich schon.

01:16:36: Und du würdest lügen, wenn du abstreiten würdest, dass die... die Persönlichkeiten keinen Einfluss auf dich haben, wenn du sie tatsächlich kennst.

01:16:52: Natürlich gibt es Leute, die dich viel besser überzeugen können und auf ihre Seite ziehen können als andere.

01:17:01: Verstehst du, ich habe ja einen eigenen Führer sogar mit einem Freund rausgegeben in Spanien.

01:17:06: Wir haben natürlich riesige Mengen von Weinen probiert.

01:17:10: Das ist für die andere Geschichte.

01:17:11: Aber auf den Messen bist du natürlich immer mit der Persönlichkeit.

01:17:16: konfrontiert und da muss man einfach sagen, wenn du, wenn jemand überzeugend sein Konzept darlegt und es geht nicht gegen meine Weltanschauung, dann würde ich den schon positiv einschätzen.

01:17:30: Also du findest Ethik und Fairtrade im Großen und Ganzen schon verfolgungswürdig und sehr, sehr wichtig, gerade in der heutigen Zeit oder in dem, wenn

01:17:40: man über

01:17:41: viele Dinge einfach überdenkt, wenn man auch die Freiheit hat.

01:17:44: es neu zu definieren, wenn man teilweise eben die Möglichkeiten hat, sich zu informieren und Anbieter dafür herauszulösen, was ja früher vor vor fünfzehn, zwanzig Jahren schwerer war.

01:17:54: Ja, klar.

01:17:54: Ich meine, das ist ein bisschen Sicherheit, ein großer Vorteil unserer Zeit, dass wir nachfassen können.

01:18:00: Du kannst dich ja über den Informieren, du kannst ja alles mehr oder minder transparent.

01:18:07: Das ist natürlich schon gut.

01:18:08: Also, man muss schon sagen, dass ich Ich bin sicherlich, ich bin nicht einverstanden, vielleicht mit allem, was die deutsche Politik schon in den letzten Jahren fabriziert hat.

01:18:26: Aber ein gewisses grünes oder nachhaltiges Grundverständnis ist mir auch bei Bayern wichtig, enorm.

01:18:36: Wer ist dafür verantwortlich, das durchzusetzen?

01:18:38: Seit ihr in der Journalie, das sind das Divine Handlers, sind es die Zombies, sind es die Konsumenten, die es fragen müssen, letztlich alle.

01:18:45: Wo siehst du die primäre Verantwortung, das voranzutreiben?

01:18:48: Ich

01:18:49: vermute schon, dass es an der Stelle ist, der es verkauft.

01:18:55: Also ich glaube, es müsste eigentlich der Händler sein, weil du als Kunde, du suchst dir ja einen Händler aus, wir reden jetzt nicht von einer Großweche, sondern von einem Händler, du suchst dir einen Händler aus, den du vertraust.

01:19:11: Und der Händler... sollte sich dieses Vertrauens würdig erweisen.

01:19:20: Und ich kann mir vorstellen, dass sehr, sehr, sehr viele Leute, vor allem jetzt auch, wenn es denn eine neue Generation gibt an Weintrinkern, dass die ziemlich genau wissen wollen, was dort im Weinberg und was im Keller passiert.

01:19:36: Und vor allem wollen sie wissen, was man nicht tun sollte.

01:19:40: Es gibt ja auch Leute, die lesen wirklich viel.

01:19:44: Dieses berühmte Storytelling, was wir jetzt überall hören, alle Kanäle predigen ja, wir können nicht mehr einfach verkaufen, sondern wir müssen eine Story dahinter packen.

01:19:55: Und ein Teil dieses Storytellings finde ich in Ordnung, weil es natürlich immer mal davon ausgegangen, dass nicht gelogen wird.

01:20:06: Nicht gelogen wird, dann wird ja im Prinzip das vermittelt, was dieser ... was dieser Betrieb ... ... so drauf hat.

01:20:17: Und ... ... ich finde schon, ... ... dass es ... ... das es ... ... wichtig ist, ... ... weil so ...

01:20:25: ...

01:20:26: alle Leute behaupten, ... ... das hast du ja nicht wollen zu sein.

01:20:28: Sagen wir mal jemanden, der es nicht ist.

01:20:32: Aber ... ... naja ... ... ich mein ... ... ich mein, ... ... vielleicht ist es ja auch so, dass ... ... dass man erst ab zehn Euro ... Entverbraucherpreis überhaupt über nachfragt, ist jetzt jemand nachhaltig oder nicht.

01:20:45: Bei den gelsigen Sachen wird wahrscheinlich über mich nachgehakt.

01:20:48: Aber wahrscheinlich ist es tatsächlich so, dass ab zehn, fünfzehn Euro, dann interessiert sich der Kunde für das, was er trinkt.

01:20:57: Und ich glaube schon, dass, ich vermute, dass bestimmt die Hälfte dieser Kunden wird auf eine gewisse Nachhaltigkeit legt.

01:21:08: Und das heißt, das sollte nicht nur das Wein gut selber, in ihrem Storytelling, sondern auch der Vertrieb und im Endeffekt auch der Familie vermitteln können.

01:21:19: Storytelling, eines der wichtigsten Elemente oder Werkzeuge dafür ist ja Social Media.

01:21:26: Hältst du es für wichtig oder eigentlich für total kontraproduktiv, weil alles irgendwie auf neunzig Sekunden runtergebrochen wird und irgendwie auf Clickbaiting und möglichst und wir sind natürlich und so weiter.

01:21:36: Also in dem Tiefsten, den du ja selber liebst, in auch deiner eigenen Art, das mit mit viel Gewichtung zu transportieren.

01:21:45: Bist du das Social Media Freund oder eher?

01:21:49: Ich halte Social Media für ein enorm wichtiges Marketing-Werkzeug.

01:21:59: Meine Meinung ist es nicht zu toppen.

01:22:01: Insofern ist Social Media wichtig.

01:22:04: Aber um komplexe Botschaften rüberzubringen, ist Social Media Nicht der richtige Weg.

01:22:15: Überhaupt nicht.

01:22:17: Insofern habe ich dann ein zweischneidiges Verhältnis.

01:22:19: Und ich poste relativ wenig.

01:22:22: Was ich natürlich oft mache, ist klar, ich reposte Sachen.

01:22:25: Was ich auch ganz okay finde, warum soll man das immer selber machen.

01:22:29: Aber ich bin eigentlich eher davon überzeugt.

01:22:34: Früher, als Journalist, hat man gegenüber seinem Chefredakteur es gelten gemacht.

01:22:43: ein Artikel veröffentlicht zu bekommen, weil man gesagt hat, ich will, dass die Leute mich auf dem Schirm behalten, im Gedächtnis behalten.

01:22:54: Das ist natürlich eine Geschichte, die Social Media macht mich nichts anderes, wie kein anderes Medium.

01:23:00: Wenn du jetzt, als ich da in Lanza Rote in den Studio saß, dann haben die mir immer so ein paar kleine Spots geschickt.

01:23:13: Das kann man dann schon mal zeigen, um zu zeigen, was man gerade tut.

01:23:17: Aber ich kann mich noch erinnern, als das anfing, und da war ja wirklich, da hat man manchmal das Gefühl gehabt, die Leute haben wirklich dokumentiert, bis sie auf die Toilette gegangen sind.

01:23:25: Ja, wir

01:23:26: haben auch dokumentiert, bis auf die Toilette

01:23:27: gegangen sind.

01:23:31: Das halte ich eigentlich für einen ziemlichen Blödsinn.

01:23:35: Was ich ganz cool finde, sind eher dann bestimmte Videos.

01:23:41: Ich habe letztens wieder mit jemandem zu tun gehabt, der seinen Weinhändler auf Lanzarote, der seinen Kunden gezeigt hat, wie man eine Flasche richtig öffnet.

01:24:00: Wie kann man den Wein konservieren?

01:24:01: Wie viel hält er sich?

01:24:03: Der hat irgendwie Spanien.

01:24:05: eine Million Flicks gehabt oder so, völlig verrückt.

01:24:08: Sowas finde ich damit ja ganz gut, muss ich ganz ehrlich sagen.

01:24:11: Aber diese Quick-Posten, das Medium an sich, das Format, ist schon nicht so ideal.

01:24:19: Vor allem werden wir, das ist halt immer die Frage, wirst du irgendeinem Produkt überhaupt gerecht?

01:24:30: Halt dich für eine schwierige Sache.

01:24:33: Insofern bin ich jetzt kein so großer Fan von bestimmten Formaten, abgesehen von mal ein Video-Format, YouTube-Geschichte.

01:24:41: Das finde ich wiederum ganz

01:24:42: spannend.

01:24:42: Ich glaube, YouTube ist da noch mal was ganz anderes, weil du ja da teilweise in die Länge gehen kannst, auch gleich.

01:24:48: Und das finde ich schade, es gibt wenig Material über Spanien.

01:24:51: Also wenn man sich da informiert, erstaunlich, also wenig auch aufwertiges und wenig tiefsinniges und klasse Nerdgeschichte.

01:24:57: und ein Video produzieren ist aufwendig, ist teuer.

01:25:00: Aber... Wenn man in der Tat irgendwie selbst über die Riocha richtig in die Tiefe gehen möchte, bietet sich natürlich YouTube an, aber es gibt kaum

01:25:08: etwas.

01:25:08: Es gibt relativ wenig.

01:25:09: Da sind auch die Educator-Programmen immer noch nicht weit genug, um das richtig mit einschließen.

01:25:16: ... zu bollen, muss man ja in dem Fall sagen.

01:25:23: Also da hast du recht, da fehlt mir auch noch viel.

01:25:26: Ich habe da auch oft darüber nachgedacht, ob ich mich mal mit irgendeinem, ob ich mir einen Partner suchen oder einer Partnerin suchen soll.

01:25:33: Und in der Hinsicht in paar Sachen schießen, wäre ja nicht so schlecht.

01:25:40: Also könnte man viel machen.

01:25:41: Also im Prinzip... Also im Prinzip bleibt es online.

01:25:43: und das gute alte Buch, möchtest du nochmal meinen Buch schreiben?

01:25:46: Also, oder worüber wird es handeln, wenn nochmal... in Weimbuch schreiben, Welt ist, wahrscheinlich über Spanisch.

01:25:52: Also vermisst du noch was?

01:25:54: Ja, gut, man müsste halt was Aktuelles schreiben.

01:25:56: Das ist das Klimawandel.

01:25:58: Ja, man müsste Klimawandel und diese, wie gesagt, diese ganze neue Geschichte.

01:26:03: Und diese vielen neuen Plätze, die in Spanien im Prinzip auf dem Plan getreten sind, oder diese vielen neuen Plätzen, die im Prinzip, sie werden ja in Szene gesetzt eigentlich, indem du sie ... durch einen Wein ins Glas bringst.

01:26:21: Das müsste man schon machen.

01:26:24: Es gibt ja nichts wirklich Aktuelles, leider.

01:26:29: Aber es ist natürlich auch eine aufwendige Geschichte.

01:26:32: Dann würden da schon ein paar Hundertzeiten rauskommen.

01:26:37: Aber

01:26:38: alleine ... Was ja mehrere Monate bis teilweise Jahre Arbeit sind.

01:26:41: Klar.

01:26:43: Gut, es würde mich jetzt nicht stören, weil ich bin ja jetzt sozusagen jenseits der Sechzig und also ich würde mir die Zeit nehmen.

01:26:57: Ich hätte jetzt auch die Zeit, weil ich meine so völlig überambitioniert, wie man früher war mit dreißig, ist man ja jetzt nicht mehr.

01:27:07: Das heißt, ich schränke mich auch ein bisschen ein.

01:27:13: Ich hätte schon die Zeit.

01:27:14: Das würde ich, glaube ich, auch machen.

01:27:18: Das Problem ist eher, den Verlag zu finden.

01:27:20: Du weißt, wie schwierig die Situation für die ist.

01:27:26: Weiß ich auch selber.

01:27:28: Was ich ganz gut finde, wäre, was man machen könnte, wäre eher, wenn man, meinetwegen, sich in großes Gebiet raussuchen würde und über allen Gebieten, die gastronomische, die historische.

01:27:41: und die reine Wainseite beschreiben würde.

01:27:46: Ein gutes Riocha-Buch, ein gutes Triveda-Buch, ein gutes Castilian-Buch, ein gutes Galizin-Buch.

01:27:52: Das wäre eigentlich viel sinnvoller.

01:27:54: Weil das, was man früher gemacht hat, man darf ja nicht vergessen, früher war ... Die Möglichkeiten, etwas darzustellen, waren früher ja viel eingeschränkter.

01:28:08: Deshalb hat man versucht, alles in einen Buch zu packen.

01:28:11: Und wie es dann

01:28:11: hat wäre, wo man die Informationen, die man heute auf Wikipedia findet, dann irgendwo.

01:28:15: Das Buch hat als einzige Daseinsberechtigung, wenn es in der Tat in Tiefe geht oder in die Faszination, dass man mit Bildern arbeitet und so weiter.

01:28:24: dann mehr oder weniger ein Spartenthema herauslöst und das intensiv bearbeitet.

01:28:28: Das würde ich schon machen.

01:28:29: Aber dann schon analog oder digital?

01:28:33: Ich würde beides machen.

01:28:34: Ich würde nie ein reines Buchprojekt mehr annehmen.

01:28:38: Also in der heutigen Zeit.

01:28:41: Ich würde das zweigleisig fahren.

01:28:59: Weißt du, was ich meine, wenn ich sage, dass sich das Santa Steph manchmal anfühlt wie ein... Alter Aristokrat mit vier zu vielen

01:29:05: Geheimnissen.

01:29:06: Es gibt so viele Schatos, es gibt so viele Schichten, so viele Debatten darüber, was ein echter Medok ist.

01:29:13: Die Antwort,

01:29:14: finde ich, findet sich relativ schnell.

01:29:15: Wer mittendrin thront ein gut, dass selbstbewusst auftritt, so selbstbewusst, als hätte es ein eigenes Erbe neu erfunden.

01:29:23: Schato de Pes.

01:29:25: Warum?

01:29:26: Das will ich dir gerne erklären.

01:29:28: Aber beginnen wir vielleicht mit dem Santa Steph.

01:29:31: dem nördlichsten Bollwerk im Midok, der robustesten Appellation mit Kieskrawatte.

01:29:37: Dieses Gebiet trägt den Kies wie ein alter Krieger-Rüstung, unaufdringlich aber unerschütterlich.

01:29:43: Hier wurzeln die Reben auf Gravely Hügeln

01:29:46: jenem

01:29:47: kiesigen Tonkalk gemischt, das aussieht, als hätte der Girondefluss seine Schätze verteilt.

01:29:52: Er speichert Wärme, trainiert Wasser und verleiht dem Cabernet Sauvignon, jene tanninreiche Struktur, die selbst erfahrene Gaugens um Nachding bringen.

01:30:00: Ein so richtig klassischer Santa Steff Wein ist definitiv kein Wein für den Alltag, denn er ist kraftvoll, er ist langlebig, hat diese typische Cassis Graffitnase und eine Säurestruktur, die sagt, ich trage Geschichte und das mit Frische.

01:30:17: Also, kurz zusammengefasst, die Appellations-Satte Steff gilt als die Robusteste im gesamten Mittag.

01:30:23: Es ist ein Gebiet, das von atlantischen Winden lebt und dabei nicht untergeht.

01:30:28: Hier ist alles kontrollierte

01:30:29: Kraft.

01:30:30: kühle Nächte, warme Tage, Böden, die wie eine Sinfonie aus Kies und Ton klingen.

01:30:37: Und die Reben graben tief, weil sie es, sie müssen es.

01:30:40: Und genau darum entstehen hier ganz klassische Bordos, die nicht um Aufmerksamkeit buhlen, sondern diese sich verdienen.

01:30:48: Die Weine sind nicht leichtfüßig und dafür ist Chateau de Pès exemplarisch.

01:30:52: Sie schreiten, sie schreiten aufrecht, sie sind strukturiert.

01:30:55: Und

01:30:56: doch haben sie jene französische Eleganz, die einfach am Gaumen

01:31:00: aufblüht.

01:31:01: Und was ich damit meine, spürst du, wenn du einen... ...-... ...-... ...-... ...-... ...-... ...-... ...-... ...-... ...-... ...-... ...-... ...-... ...-... ...-... ...-... ...-... ...-... ...-... ...-... ...-... ...-... ...-... ...-... ...-... ...-... Die Exposition ist nördlich, der Windschärfer, die Weine muskulöser, während zum Beispiel ein klassischer Poyac nach Finest duftet.

01:31:27: Riecht ein Schattetepest nach Erde, nach schwarzem Beeren, nach Espresso, nach Bleistüftmine, nach einem Hauchgewürz.

01:31:35: Alles ein bisschen intensiver, alles ein bisschen großzügiger.

01:31:37: Und dann passen zwei tausendzweiundzwanzig.

01:31:40: Ein Jahrgang.

01:31:41: Ein bisschen opulenter, ein wenig reifer im Ton.

01:31:44: Ein wenig mehr Melo, weniger härter.

01:31:47: Ein Wein.

01:31:48: Der Nachdenk,

01:31:48: bevor

01:31:49: er sich entfaltet.

01:31:49: Ein Jahrgang, der geprägt war von diesem warmen, trockenen Sommer, von den Kühenächten, von dem intensiven Licht, von dem knappen Wasser.

01:31:58: Währends year'n-zwei-tausend-zwanzig-Strahl-zwei-tausend-neunzehn-dirigiert, reflektiert-zwei-tausend-zwein-zwanzig.

01:32:04: Was genau Mermelo heißt?

01:32:07: Das ist schnell aufgeschlüsselt und... Dieses Weingut ist eigentlich recht bekannt und berühmt für seinen recht hohen Merlotanteil.

01:32:13: Hier sind es konkret im Jahrgangsweiterhausen, zwanzig, neunundfünfzig Prozent Merlot, achtunddreißig Prozent Cabernet Sauvignon, zwei Prozent Cabernet Franc, ein Prozent Petit Verdot.

01:32:23: Spannend ist es auch, wenn man sich überlegt, dass vierzig Prozent neue Eiche verwendet wurde, also nur vierzig Prozent und der Wein darin

01:32:31: zwischen

01:32:32: zwölf und achtzehn Monate gelegen ist.

01:32:34: Das

01:32:35: schenkt ihm eine gewisse Komplexität, eine ganz angenehme Tiefe und vor allem diese unglaubliche Langlebigkeit.

01:32:40: Es ist einer der Bordos, die nicht nur verführen, sondern die er auch altern können.

01:32:45: Im Schnitt, und jetzt halte ich fest, forty-fünfzehn Hektoliter je Hektar.

01:32:50: Natürlich Handlese.

01:32:51: Und gerne zum Abschluss noch ein wenig Geschichte, weil das bei diesem Weingut so unfassbar spannend ist.

01:33:02: Ganz ursprünglich ein Jagdschloss und wurde unter dem Pont-Tax zum Wein anwesend.

01:33:07: Und da ist fifteenhundertfünfundachtzig.

01:33:10: Eigentlich die Familie, die auch Chateaubriand

01:33:12: ins Leben

01:33:13: gerufen haben.

01:33:14: Daher relativ bekannt und es war der erste Wein, der als Pont-Tax-Label vor nahezu allen anderen Medoc-Weinen nach London geschickt wurde, versteigert wurde, dort richtig gefeiert wurde.

01:33:27: Dann gab es einige, nicht

01:33:28: ganz so rumreiche,

01:33:30: nicht nur Jahre, sondern Jahrhunderte.

01:33:32: Und der absolute neuzeitliche Höhepunkt, wenn man so möchte, war, als nineteen-neunzig Frederick Rousseau dieses Weingut in die Röderer Kollektion aufgenommen hat.

01:33:42: Und komplett, ja, man möchte sagen, überarbeitet hat, neu gedacht hat, versucht die Tradition zu betonen und mit einem komplett neuen Gedanken zu begleiten.

01:33:54: Und dann entstehen Weine wie dieser Zwei-Tausend-Zwein-Zwanziger Chateau de Pez.

01:33:58: Ein kleines Monument im großen Bordeaux-Hinne und einer der Weine, die zum Erlebnis werden, wenn man sie mal probiert.

01:34:04: Vielen lieben Dank für diesen ganz großartigen Weg für diesen tollen Wein, dem Hause Chateau de Pez und natürlich dem deutschen Porteur, dem Handelshaus Schlumberger.

01:34:23: Gibt es eine digitale Lösung, die du faszinierend für uns allgemein für?

01:34:27: Hast du da mal was?

01:34:29: Ich fand sie zum Beispiel eines der für mich interessantesten auch Teil digitalen Projekte war das Weinmuseum Bordeaux, finde ich großartig, wie ich das gelöst habe.

01:34:37: Ich weiß nicht, ob du das kennst, ob du mal dort warst.

01:34:42: Ich war da, aber da waren die noch nicht so weit, die haben sich jetzt auch entwickelt.

01:34:49: Aber es ist eine gute Frage, wie man es lösen würde.

01:34:52: Was würdest du sagen?

01:34:53: Also gerade die gesamte Weinbranche, weil die ist ja immer noch sehr, sehr

01:34:57: schwerfällig.

01:34:58: Sie ist ja sehr konservativ.

01:35:00: Genau.

01:35:01: Also ich hänge da total in der Herge, ob das Produzenten sind, ob das ... Händler sind, die da komplett hinterher hinken und da keine Lösungen für finden.

01:35:11: Aber ich denke, sollte dort auch alles komplett durchdacht werden, dann eben auch nachhaltig.

01:35:15: Das ist eigentlich keine Kategorie mehr braucht, dass man dort online Varianten mit Informationen, mit der nächsten Ebene, wo man dann Informationen über das Weingutten Video und so weiter bekommt.

01:35:26: Kann

01:35:28: man wunderbar und faszinierend machen.

01:35:30: Du kannst es ja enorm verlinken.

01:35:32: Das finde ich so schade.

01:35:32: Das ist eigentlich überhaupt nicht ... gelebt wird und selbst bis, keine Ahnung, digital Weinkarten.

01:35:38: Wenn so was wirklich gut gemacht wird, nicht einfach nur eine PDF, sondern da eben auch mit Informationen, wo man dann dieses Erlebnis, was du aus Amerika wo die Leute was erleben wollen, dort spielten.

01:35:46: Ich glaube, da gibt es auch ein, zwei sehr, sehr gute Beispiele.

01:35:49: Wenn man sowas macht und in der gesamten Weinbranche irgendwie etabliert, dann fasziniert man auch wieder für dieses Thema Wein.

01:35:55: Dann fasziniert man für Reisen, für das Bunte, was

01:35:57: wir

01:35:58: eigentlich auch alles sehen wollen.

01:36:00: Ja, die Frage ist halt einfach... Man muss sich ja die Frage stellen, warum passiert das nicht.

01:36:07: Geld.

01:36:11: Es

01:36:11: ist gut, es ist aufwendig, aber es ist ja jetzt nicht so, du könntest das ja über eine Institution lösen.

01:36:23: Das sind private Verlag, da Schwierigkeit dann ist mir völlig klar.

01:36:28: Aber es gibt ja wirklich große Beinbauverbände.

01:36:33: deren Aufgabe wäre das eigentlich.

01:36:37: Ich meine, die Riecher müsste sowas machen.

01:36:40: Die Riecher wäre in Stand gesetzt, sowas zu machen.

01:36:44: Und Ribera Nuro wäre so ein Kandidat.

01:36:48: Man unterschätzt die Ribera.

01:36:49: Die Ribera erwirtschaftet, glaube ich, vier Prozent des... des Protozialprodukts von Castilini und Leon, direkt und indirekt.

01:37:07: Und ich meine, das ist

01:37:08: abgefahren.

01:37:08: Aufgrund der höheren Weinpreise, die dort erzählten?

01:37:11: Ja, erstens das, hohe Exportpreise, und dann die ganzen Indirekten, also alle die ganzen Zulieferer, das ist im Prinzip wie ein Autoindustrie, muss man sich das vorstellen.

01:37:22: Und dann die Wetter, wie gesagt, was du jetzt gerade erwähnt hast.

01:37:28: Die Wertschöpfung steht ja, das Produkt an sich hat einen hohen Stellenwert.

01:37:34: Und es werden hohe Preise abgerufen.

01:37:36: In vielen Ländern wird viel Geld für Rivalador, dann bezahlt nach wie vor.

01:37:39: In der Schweiz und in den Staaten zum Beispiel.

01:37:41: Und Japan ist vielleicht jetzt keine Gung.

01:37:46: Ganz, ganz, ganz Lateinamerika.

01:37:48: Wäre mal eine schöne Idee, einfach auch so dieses Thema Weinkarte, was ja seit, keine Ahnung, gefühlt, zweitausend Jahren nicht irgendwie überarbeitet wurde, dass man wieder aufzugreift.

01:37:55: Und es ist eine Weinkarte für dich im Allgemeinen wichtig im Restaurant?

01:37:58: Oder wie

01:37:59: gewichtest

01:37:59: du?

01:38:00: Ich

01:38:00: liebe Weinkarten.

01:38:00: Ist für dich die Weinkarte oder Sommier von?

01:38:04: Beides.

01:38:05: Beides.

01:38:06: Aber ich meine, es ist ja so, du hast ja viele, auch gute Restaurants, wo du keinen Sommelier hast, sondern du hast entweder einen Sommelier, der gleichzeitig den Saalschef macht oder umgekehrt der Saalschef, der den Sommelier macht.

01:38:18: Und insofern, es ist mir eigentlich wichtiger, im Angang ist mir die Meinkehler gerade wichtiger als der.

01:38:28: als der Profi, der im Äußerung steht.

01:38:30: Wann ist eine Weinkarte für dich gut?

01:38:32: Was zeichnet eine gute Weinkarte aus?

01:38:34: Das ist möglich.

01:38:35: Es sollte übersiedlich sein, ganz wichtig.

01:38:39: Ja gut, über Kalkulationen selbstverständlich sollte gut gemacht sein.

01:38:43: Aber was wichtig ist natürlich, wir sind wieder mal im Erlebnis, es sollte mich schon überraschen können.

01:38:50: Sonst... Ich bin natürlich auch mal fasziniert von Weinkarten, was so die enormen Tiefe zeigen.

01:38:56: von bestimmten Sachen, muss ich jetzt auch sagen.

01:38:59: Also ich kann mich noch erinnern, als ich vor vielen Jahren dabei, mal bei Metro Antony, was im Südessas war.

01:39:07: Und ich hab mal mit dem im Agua eine große Präsentation gemacht, ziemlich kurios.

01:39:12: Da haben wir Spanische Wein mit französischen Käsenkommitieren.

01:39:16: Sehr

01:39:17: cool.

01:39:19: Aber

01:39:19: auch sehr gewagt, also welcher.

01:39:20: Ja,

01:39:20: und der Typ ist ja mit dem, er heißt eigentlich... So unglaublich es auch machen können.

01:39:27: Und der hat mich da eingeladen, dann hab ich da hingefahren.

01:39:32: Ich glaub, in meiner Mutter.

01:39:33: Und dann, der hatte mich schon gemahnt, was für eine Tiefe von neunzig Bordeaux durchgeknallt, was der auf der Karte hatte.

01:39:41: Und es war wirklich eine langweilige mein Karte an sich.

01:39:44: Aber die Tiefe dieser vielen tollen Güter war einfach unberfend.

01:39:50: Das war sensationell.

01:39:52: Und insofern war es schon wieder gut.

01:39:54: Aber eine Weinkarte sollte auch logisch aufgebaut sein, was ich zum Beispiel erlebt habe.

01:40:02: Ich sage jetzt nicht, wer das war, aber es gibt zwei oder drei Beispiele dafür auf der Bärischen Halbinsel.

01:40:08: Weinkarten, die von den zwei Teile geteilt sind, beziehungsweise eigentlich zwei Weinkarten.

01:40:14: Eine bis in den letzten Jahren.

01:40:14: Eine bis in den letzten Jahren.

01:40:15: Bis in den letzten Jahren.

01:40:15: Bis in den

01:40:16: letzten Jahren.

01:40:16: Bis in den letzten

01:40:16: Jahr.

01:40:16: Bis in den letzten Jahr.

01:40:17: Bis in den letzten Jahr.

01:40:17: Bis in den letzten Jahr.

01:40:18: Bis in den letzten Jahr.

01:40:18: Bis in den letzten Jahr.

01:40:19: Bis in den letzten Jahr.

01:40:19: Bis in den letzten Jahr.

01:40:20: Bis in den letzten Jahr.

01:40:21: Bis in den letzten Jahr.

01:40:21: Bis in den letzten Jahr.

01:40:22: Bis in den letzten Jahr.

01:40:22: Bis in den letzten Jahr.

01:40:23: Bis in den letzten Jahr.

01:40:23: Bis in den letzten Jahr.

01:40:24: Bis in den letzten Jahr.

01:40:24: Bis in den

01:40:25: letzten Jahr.

01:40:25: Bis in den letzten Jahr.

01:40:25: Bis

01:40:25: in den letzten Jahr.

01:40:26: Wow.

01:40:26: Das ist natürlich schon ziemlich abgefahren.

01:40:27: Das ist abgefahren.

01:40:28: Ja, und das ist fast nur Spanien, was da draufsteht, also im Spanischen Falle jetzt.

01:40:31: Und das finde ich irgendwie schon

01:40:35: cool.

01:40:36: Hast du mal einen Weinladen,

01:40:37: eine Weinbar, die dich nachhaltig beeindruckt hat?

01:40:41: Also wo du sagen würdest, Leute, die müsst ihr kennen?

01:40:44: Barbrotalen, Barcelona, wahrscheinlich, oder?

01:40:46: Ja,

01:40:46: aber du, die Neunzahlen in Madrid, Berea, und so sollte man sich mal anschauen.

01:40:51: Also, das, was die Madrid da hinstellen, ist wirklich durchgeknallt.

01:40:55: Aber ich meine, einfach gucken.

01:40:57: Was die machen, das sind ja Paläste.

01:40:59: Die stellen Weinpaläste dahin.

01:41:04: Man darf ja nicht vergessen, Madrid wird im Prinzip zu Miami Europas ohne Meer.

01:41:11: Nein, das ist wirklich wahr.

01:41:12: Ganz viele Leute aus Südamerika, natürlich, aus der USA, mit sehr, sehr viel Geld.

01:41:17: Lassen wir mal das Thema unkommentiert, woher das Geld wohlkommt.

01:41:22: Lassen wir es mal mal.

01:41:24: Es hat natürlich negativer Auswirkungen für die Materialien selber, weil alles dann unteuer wird, ist eine Geschichte.

01:41:29: Aber auf der anderen Seite reagieren die Materialien natürlich, indem man diesen Leuten was bietet.

01:41:35: Und dazu gehören auch ein paar Weinbares, die wirklich total abgefahren sind.

01:41:40: Das ist schon super.

01:41:43: Gut, dann hast du natürlich das Barcelona-Ding, dann hast du es natürlich auch klar.

01:41:46: Aber im Prinzip ist es ja schon fast wieder eingeschlafen im Gegensatz zu dem, was die neue Weinglitzerwelt so bietet.

01:41:55: Also es gibt ganz tolle Sachen, ob ich da jetzt unbedingt, aber wenn ich einen Mädel beeindrucken wollte, die sich für Wein interessiert, würde ich noch mal dritt gehen.

01:42:07: Super.

01:42:08: Auf jeden Fall.

01:42:09: Ist dann in so einem Laden noch der Mensch, der Sommie, wichtig?

01:42:12: Ja, und die haben ja dann sechs Sommie-Jes.

01:42:17: Sommie-Jes und Sommie-Jes sind sogar sehr stark vertreten.

01:42:27: Das ist ganz toll.

01:42:31: Die können auch was.

01:42:33: Was brauchen

01:42:33: Sommie für dich?

01:42:34: Wann fühlst du dich gut?

01:42:36: beraten, betreut, wenn er so der Fachfreak ist, wenn er halt unterhaltsam ist?

01:42:41: Nein,

01:42:41: unterhaltsam, das ist wahrscheinlich, es muss ein Weg berater sein.

01:42:45: Und er muss überzeugt sein von dem, was er tut.

01:42:48: Ich glaube, das ist das Wichtigste.

01:42:51: Das spürst du.

01:42:52: Ich wollte jetzt gerade, jetzt riechst du gerade zu.

01:42:54: Man spürt das sofort, wenn so jemand vor dir steht und er weiß was oder sie wissen, was sie tun.

01:43:02: Weißt du, das ist beim Vipa alles so.

01:43:04: Es gibt eine Person, umgibt sofort die richtige Aura, wenn er sicher ist und er weiß, was er will.

01:43:14: Es gibt auch andere negative Geschichten, wenn die Leute natürlich nicht ins Zeug verkaufen wollen und so, naja, egal.

01:43:27: Und sie müssen natürlich Spaß dabei haben.

01:43:29: Als ich ins Medias erstmal bin, in Madrid, habe ich gedacht, jetzt gucke ich mir das halt mal an.

01:43:38: Alle Leute erzählen, das muss man mal gesehen haben.

01:43:40: Und ich hatte einen Freund, der Herrmann Mängler, ich weiß nicht ob das irgendwie jemand sagt, der wahrscheinlich, dessen Sohn wollte irgendein Bundestag machen, hat mich dann nach drei verschiedenen Weinbars gefragt.

01:43:52: Ich habe dann einfach gesagt, mach das, ich muss mal fragen, wie es gelaufen ist.

01:43:56: Aber darauf habe ich mir diese drei nochmal angeschaut, die ich empfohlen habe.

01:44:02: Du, die Mann mit glänzenden Augen standen, die Mädels und die Herren da und haben erzählt und sie haben das toll gemacht und die konnten auch alles beantworten.

01:44:13: Man muss ja nicht immer eine Meinung sein.

01:44:18: Die waren dann auch nicht total cool.

01:44:20: Wenn man gesagt, das mag ich nicht.

01:44:23: Schön.

01:44:24: Auch Völk ohne Begründung und dann gesagt, wenn du das nicht magst, dann was hältst du davon?

01:44:28: Flexibilität ist natürlich noch.

01:44:31: Eine enorme Geschichte.

01:44:36: Im Prinzip ist der Sommelier, er muss den Weg bereiten.

01:44:42: In jedes Restaurant sind dazu angehalten, du musst dich dort wohlfühlen.

01:44:47: Wenn ein Sommelier zu diesem Gesamterlebnis gehört, dann muss es so sein, dass der uns zum Wein bringt auf eine sehr angenehme Art und Weise.

01:44:57: Es muss eine Ansprechung dabei.

01:45:02: Wenn ich mir da überlege, mit den ganzen Damen, mit denen ich in gute Restaurants in den Achtzig und Neunzig angegangen bin, die hatten alle Schiss.

01:45:13: Die hatten alle Schiss, dass der Zombie sie was fragt und sie wissen nicht, was sie sagen sollen.

01:45:19: Und das waren vielleicht nicht nur ... Ich hab das jetzt auf die Weiblichen.

01:45:25: Es waren bestimmt auch Freunde von mir dabei, die genauso ... Ich bin halt natürlich mit Damen ausgegangen, wenn ich eine Frau wäre, wenn ich mit Typen ... Die hätten wahrscheinlich genauso viel Schiss.

01:45:36: Und das ist das, was mir nach ... was wirklich mir im Gedächtnis geblieben ist, dass die Leute solche enormen Berührungsängste hatten, teilweise immer noch haben, glaube ich, vor ... ... dem Thema und dem Produkt rein.

01:45:57: Und die Sommis eigentlich in der Lage sein sollten, diese Angst zu nehmen und die zu begleiten.

01:46:02: Da leider natürlich auch Beispiele gibt, die sie sogar noch schüren.

01:46:05: Aber ein guter Sommi sollte

01:46:07: den

01:46:07: Weg bereiten, wie das geschieht.

01:46:09: Das sollte auch ... Gut, inzwischen haben die das ja, Gott sei Dank.

01:46:13: Es sollte natürlich auch Alternativen drauf haben.

01:46:15: Meine Tochter, ich bin mit meiner Tochter schon sehr früh in ein sehr guter Restaurants gegangen.

01:46:21: Ich war immer froh, wenn die was anderes anbieten konnten.

01:46:24: Aber ich gebe ganz tolle Beispiele in Deutschland, wo ich tolle Erlebnisse hatte mit meiner Tochter.

01:46:30: Die haben dann sechs, sieben, acht, neun, zehn verschiedene Sachen angeboten.

01:46:33: Und die war begeistert.

01:46:34: Und losgelöst davon, weil du gerade das Thema angesprochen hast, ist es für dich so von dieser Genussebene, von dieser Kulturebene, von dieser Empfindungsebene, ist es nur Wein?

01:46:43: Oder gibt es für dich irgendwas anderes, was das ähnlich kann?

01:46:47: Also ich würde Schere jetzt ja auch mal zum Thema Wein nehmen.

01:46:50: Die Likörweine bzw.

01:46:51: die aufgespritteten bzw.

01:46:52: die Südweine, wie man früher gesagt hat.

01:46:55: Aber hast du irgendeine andere Leidenschaft, oder bist du da so in dem Weintimer Brandi zum Beispiel?

01:46:59: Gibt es ja Spanien, auch große Artige Sachen, Exemplare

01:47:02: oder so was?

01:47:02: Ja gut, ich mein, das hat vielleicht mit meinem Alter zu tun, dass ich mich nicht mehr so... Ich vertrag's einfach nicht mehr, muss ich ganz ehrlich sagen.

01:47:08: Aber ganz viel am Reichen, oder?

01:47:11: Brandi hat mich immer interessiert.

01:47:12: Ich hab jetzt auch letztens gerade, ich war ein Redez vor einem Monat oder sowas, nach mehreren große Brandi-Tastings mitgedacht.

01:47:19: Da passiert ja relativ viel, muss man jetzt sagen.

01:47:22: Aber ich würde nie sagen, dass die Leidenschaft so groß war wie beim Wein.

01:47:27: Da muss ich dir ganz ehrlich sagen, da wäre ich eher auf der Bier-Seite.

01:47:31: Halt sich komisch an.

01:47:32: Auch in Spanien?

01:47:35: In Spanien gibt es inzwischen gute Sachen.

01:47:37: Kraft hört sich immer irgendwie abschreckend an.

01:47:39: Leider,

01:47:40: ja.

01:47:41: Kraft ist ja irgendwie der denkste auch an so massive und viele Süße.

01:47:44: Auch durchgegessener Begriff, wenn es irgendwie so gehypt wurde und ähnlich wie Natural Wine, dass es halt der Begriff ist verbraucht.

01:47:51: Aber einfach lokale Biere, ganz einfach so.

01:47:54: Gute lokale Biere.

01:47:57: Es gibt auch furchtbare Sachen, ein bisschen mehr alle.

01:47:59: Es gibt unglaublich gute Sachen auf der ganzen Welt inzwischen.

01:48:03: Und in Spanien auch, aber da muss ich einfach sagen, da fühle ich mich in Deutschland wohl wohl.

01:48:08: Ja.

01:48:09: Ich trinke praktisch kein kommerzielles Bier mehr.

01:48:11: Sondern Bänner trinke ich lokales.

01:48:14: Es ist auch so, finde ich, so skurrier, dass man bei, also es ist viele beim Bier diese hochkommerziellen Sachen in Kauf nehmen und beim Wein darüber meckern.

01:48:21: Aber letztlich ist ja beides dann auch nur Industrie.

01:48:24: Aber bei dem einen ist man

01:48:26: so

01:48:28: komisch eigentlich.

01:48:28: Also verstehe ich nicht, finde ich auch sehr ... Interessant, aber da ja, bei Bier macht das Trinken Spaß, trinkst du noch Wein?

01:48:35: Also kannst du Wein einfach so trinken, Glas Wein auf den Tisch und oder ist es dann für dich und dass du sagst, die Ressourcen sind dann doch so knapp, wenn ich so viel probiere und es muss dann schon immer was...

01:48:44: Nein, ich bin, nein, es muss schon was, was, was, was Gutes sein oder was mich interessiert.

01:48:51: Also...

01:48:52: Es gibt bei dich die Nachmittagsbeine gesagt.

01:48:53: Früher, früher,

01:48:54: ne, ne, früher war es schon so, dass ich immer was Gutes einfach offen im Kühlschrank hatte.

01:48:58: Schon allein, weil früher... Du, viel mehr Freunde hat sich ständig kamen.

01:49:04: Da hatten ja alle noch keine Familien.

01:49:08: Dann waren das eine völlig andere Geschichte.

01:49:10: Aber heute ist es ... Ich kann mich tagelang auf eine Flasche freuen.

01:49:14: Wirklich.

01:49:14: Ich denke auch manchmal schon, wenn Weihnachten vorbei ist, denke ich schon an die nächsten Weihnachten, überdeck mir was, was ich darum mache.

01:49:21: Ich muss schon einen gewissen Aufhänger haben.

01:49:26: Und ... Das genieße ich dann sehr.

01:49:29: Also es ist nicht so, dass ich kein Wein trink um Gottes Willen.

01:49:31: Aber ich trink dann schon... Das hat mit dem Preis nicht so viel.

01:49:36: Aber es muss was Besonderes sein.

01:49:38: Und ich mache das eher abhängig von dem, der da kommt.

01:49:42: Und allein trink ich nicht.

01:49:46: Als von meiner eigenen Lust jetzt.

01:49:49: Aber ganz ehrlich gesagt, was ich nicht trinken will, habe ich auch nicht im Keller.

01:49:53: Und dann trinkst du oder kombinierst du?

01:49:55: Also wenn du jetzt Wein trinkst und dich

01:49:57: darauf freust,

01:49:58: ist für dich eben dieses Spanienfeeling, die Deutschen sind die Einzigen, die einfach nur trinken, um zu trinken.

01:50:04: Und überall sonst in der tümmens-europäischen Welt wird ja meistens kombiniert.

01:50:07: Ich habe in Italien, Spanien, Frankreich.

01:50:10: Bist du da ein Kombinierer oder bist du ein Trinker?

01:50:13: Trinker trinkt, klingt so negativ.

01:50:15: Nein, nein, nein,

01:50:15: nein, mach dir keinen Sorgen.

01:50:17: Ich würde sagen, ich bin beides.

01:50:19: Es kommt darauf an.

01:50:19: Im Sommer ist es eher so, dass ich Madel wirklich ohne.

01:50:23: irgendeine begleitende Geschichte auf dem Tisch, auch mal eine Flasche Wein mit jemanden trinke.

01:50:29: Wenn es kälter wird, ist es tatsächlich meistens entweder im Restaurant oder dass irgendjemand kommt und entweder kochen wir was oder ich bringe oder die bringen was mit oder so.

01:50:38: Aber es ist ja wirklich so, dass ich genieße es sehr gereifte Sachen zu trinken.

01:50:51: Gereifte es für dich was ab zwanzig, dreißig, vierzig Jahre oder?

01:50:55: Ja, so was.

01:50:59: Davon habe ich viel.

01:50:59: Davon habe ich schon sehr viel.

01:51:02: Und ich meine, ich meine, ich meine, ich meine, ich meine, ich meine, ich meine, ich meine, ich meine, ich meine, ich meine, ich meine, ich meine, ich meine, ich meine, ich meine, ich meine, ich meine, ich meine, ich meine, ich meine, ich meine, ich meine, ich meine, ich meine, Ich frag die, was sie was wünscht.

01:51:21: Meistens ist es so, ich frag die, was sie wünscht.

01:51:23: Und manchmal ist es so, dass ich sage, die Flasche muss gedrucken werden und die anderen beiden, die wahrscheinlich so besucht geköpft werden, da frag ich die.

01:51:30: Da frag ich die, was wollte er denn haben?

01:51:33: Was ich feststelle ist natürlich, dass ein Weißwein immer stärker da ist und Champagner natürlich.

01:51:38: Du Champagner, ich könnte wahrscheinlich auch Champagner ist.

01:51:41: Auch selbst meine Tochter, die wirklich wenig trinken, liebt Champagner.

01:51:46: Es ist ein Phänomen.

01:51:48: Champagner ist ein Phänomen.

01:51:50: Aber ansonsten genieße ich schon sehr, alte Riosonate, die wäre das aufzumachen.

01:51:59: Und ich trinke auch abends um einen guten Schere.

01:52:02: Viel zu selten, völlig unterschätzt, weil du grad Champagner sagst, soll man Schaumwein trinken?

01:52:06: Ach so, ja, das wollten wir ja machen.

01:52:08: Wenn du den Tisch geboten hast, dachte ich,

01:52:11: ich bringe dir

01:52:12: einen Wein mit.

01:52:13: Und das ist natürlich eine ganz spannende Geschichte.

01:52:15: Zum

01:52:16: Wohl.

01:52:16: Eine spannende Geschichte, weil ich natürlich keinen Spanier habe.

01:52:19: Ich habe mich nicht getroht, einen Spanier mitzubringen.

01:52:23: Und habe gehofft, dass es was ist, was du vielleicht nicht jeden Tag auf dem Tisch hast.

01:52:27: Richtig.

01:52:28: Schaumwein.

01:52:29: Da kam ich gerade drauf, als du Champagner erwähnt

01:52:31: hast.

01:52:32: Es ist ja ein Gebiet, was mit Champagner nicht gleichgesetzt wird, aber was einen ähnlichen Teilweise freaky, nerdigen, qualitativ hochwertigen.

01:52:43: Anspruch hat, wie in der Champagne.

01:52:45: Die haben ja auch eine gewisse, eine gewisse Gemeinsamkeit ist ja da.

01:52:50: Die Kreidegeschichte.

01:52:52: Und dann ist ja, ich muss ganz ehrlich sagen, ich habe noch nie ein, naja gesagt, es ist ja eigentlich ein Land in dem Fall.

01:53:03: so koherent in einer Stilfestigkeit erlebt, wie die englischen Schaumeine.

01:53:10: Das ist schon sehr gut.

01:53:12: Die Feinheit, es gibt ja fast keine, also ich hab noch nie was Blumpes von der Art, ich kenn natürlich auch viele Sachen wahrscheinlich nicht, aber ich hab nichts Schlechtes probiert.

01:53:22: Also auf der Probe ein.

01:53:23: Es ist ja noch klein, fünftausend Hände.

01:53:25: Also es ist ja mehr oder mehr Versuchsanbau, wenn man es so möchte, aber das mit der unglaublichen Ernsthaftigkeit, was ich großartig finde, Wir haben hier Gasbrunnenestate, dem Blanc Noir aus dem Haus.

01:53:35: Es gibt teilweise auch Anpflanzungen, Solaris

01:53:38: etc.,

01:53:39: die möchtest du und möchte ich wahrscheinlich nicht probieren, aber die kommen nicht ohne Grund nicht über den Kanal.

01:53:44: Aber von vornherein werden halt viele Weingüter als Business Case aufgebaut.

01:53:50: Also das Weingut ist jetzt zwanzig Jahre alt, dreißig Hektar, nur eigener Anbau.

01:53:56: Und die gehen halt von vornherein in eine absolute qualitative Schiene, wo man sagt, wir wollen uns mit schon den besten messen.

01:54:04: Und ich finde jetzt, wenn man dem probiert, man hat diese wahnsinnig feine Perlage, man hat eine wunderbare Eleganz, diese leichte Cremigkeit, eine schöne Präsenz.

01:54:12: Die Perlage ist absolut erstaunlich.

01:54:14: Unglaublich zart, ne?

01:54:15: Also das ist so... Ganz

01:54:15: fein, ganz fein.

01:54:17: Macht enorme Spaß zu trinken.

01:54:20: Das ist zum Beispiel jetzt diese Geschichte, ne?

01:54:23: Das ist ein Wein, der Spaß macht.

01:54:26: Das ist pures Vergnügen.

01:54:29: Da musst du nicht mal intellektuell dran gehen.

01:54:31: Warum sollst du da irgendwas Intellektuelles in der Britegern?

01:54:35: Für dich sinnlos.

01:54:36: Das macht keinen Sinn.

01:54:38: Ein bisschen Storytelling kann man immer tun, aber das Ding verspricht für sich.

01:54:43: Steht super da.

01:54:45: Bei jedem, das schmeckt auch jemand, der von Schaumwein wenig Ahnung hat.

01:54:49: Ich finde, bei dem kann man auch das Besondere rausschmecken, ohne dass du von Schaumwein Ahnung hast.

01:54:54: Also gerade dieses Feinperlige, du hast dieses leicht cremige auf der Zunge, du hast diese Fruchtpräsenz, also die Kombination, so saftige Kürsche auf der Einseite.

01:55:01: Obwohl er konsistent hat, wiegt er leicht.

01:55:05: Sehr normalisiert.

01:55:07: Jetzt auch sehr, sehr frisch, sehr kühl, aber ich glaube, der kann auch ganz gut temperieren und bekommt dann nochmal eine ganz eigene Komplexität.

01:55:12: Und ich hatte Lust jetzt auf was Frisches.

01:55:14: Ich habe den zu Eis gepackt.

01:55:16: Passt, also ganz perfekt, ganz großartig.

01:55:19: Super.

01:55:20: Und

01:55:20: ich glaube, dass da noch viel passieren wird.

01:55:22: Es ist halt für viele immer eine Preisfrage.

01:55:24: Das hat man ja vorhin ganz, ganz kurz, dass die natürlich dann dadurch, dass die schon über ein Finanzierungsmutter in vielen Weingütern arbeiten und das eben nicht über Generationen, sondern relativ kurzfristig finanzieren wollen.

01:55:37: Wir da andere Einstiegspreise haben als in anderen Regionen der Welt.

01:55:43: Aber ich denke, er kann es, also er spiegelt das erst genau dieses Geld wert und würde man es mit anderen Produkten aus Deutschland, aus Frankreich spiegeln.

01:55:54: Dann hätte man keine Probleme, dem Preis in dem Sinne heraus zu schmecken, also losgelöst von diesem exotischen Charakter, dass man sagt, oh man hat was.

01:56:03: Was es halt irgendwie sonst ganz delten gibt.

01:56:05: Ja, aber ich mein, das einzige Exotische ist die Herkunft.

01:56:10: Ansonsten vom Stil her ist es angenehm unbelastend, es ist sehr direkt und es ist wunderbar ausbalanciert.

01:56:20: Das große ist hier die Balance.

01:56:22: Das macht natürlich diese extrem feine Perlache aus.

01:56:26: Die keinerweise den Wein verteckt.

01:56:29: Und es ist im Prinzip, ich weiß nicht, wie sich das entwickelt, wenn das ein paar Jahre liegt.

01:56:35: Aber jetzt hast du schon eine sehr schöne Weinigkeit.

01:56:39: Deshalb wird es wahrscheinlich auch Leuten gefallen.

01:56:41: Es gibt ja Leute, die nicht unbedingt auf Schaumweine stehen.

01:56:44: Ich könnte mir vorstellen, dass sie so was trinken würden.

01:56:48: Es ist vom Stil gut durchdacht.

01:56:51: Das ist, glaube ich, die Stärke.

01:56:53: Ich finde aber, dass der trotzdem auch eine gewisse, also er hat was Intellektuelles.

01:56:57: Insofern, dass man merkt, dass man professionell gegen negativ, aber

01:57:00: sehr gut gemacht ist.

01:57:01: Aber er hat trotzdem auch eine gewisse Emotionalität dabei.

01:57:05: Wie beschreibst du Weiner eigentlich?

01:57:07: Arbeitst du mit gewissen Wörtern?

01:57:09: Arbeitst du, beschreibst du mehr die Früchte?

01:57:13: Oder beschreibst du gar nicht oder selten?

01:57:15: Doch,

01:57:16: ich beschreib

01:57:17: dich schon.

01:57:17: Ich

01:57:17: bewerte natürlich auch logischerweise für mich meistens.

01:57:21: Aber ... Als erstes muss man sagen, früher war ich ein Nasenmensch.

01:57:26: Das bin ich nicht mehr.

01:57:28: Also für mich hat der Gaumen im letzten Jahrzehnt enorm an Bedeutung gewonnen.

01:57:35: Also heute kannst du mir nicht mehr kommen mit einem Wein, der wirklich durch die Nase überzeugt und haben Gaumen halt so, ja, anständig und gut gemacht.

01:57:44: Wenn der Gaumen nicht stimmt, kann die Nase noch so gut sein.

01:57:47: Viele sagen, der Gaumen liegt nicht.

01:57:49: Also, dass die Nase schon täuschen, kann aufgrund eben verschieden, Gärtchen, Blablabla, weiß man ja, aber der Gaumen lügt nicht.

01:57:55: und da merkt man, was du auch eben erfinkt hast, Balance.

01:57:58: Also, als ich jung war, ich war mal im Tantris, also ich war natürlich mehrmals im Tantris, als ich das erste Mal im Tantris war.

01:58:11: Und ja, Paula war natürlich ein Spezialfall, wie wir alle wissen.

01:58:17: Die wusste, sie war, ich kannte sie, wir kannten uns nur vom Hallo, sie war bei mir mal ein paar Seminaren gewesen.

01:58:24: Auf jeden Fall, die hat ja so Sachen gebracht, die hat dann irgendwie Schöwalbläumglas serviert.

01:58:34: Ich weiß nicht mehr, was es gab, irgendwas so.

01:58:35: was gab es.

01:58:37: Und dann kam mit dem Nebentisch ins Gespräch und so weiter und so fort.

01:58:42: Da wurde ziemlich viel Wein aufgemacht.

01:58:45: Und dann am Schluss, bevor ich gegangen bin, Ich war im Gegensatz zu ihr noch nicht so bekannt.

01:58:53: Dann hat sie mich zur Seite genommen und hat gesagt, du, David, es war jetzt schön, dass du da warst.

01:58:58: Und ich habe gemerkt, dass du, das war ein Gerne Trinkst.

01:59:02: Weißt du, was ich sage den Leuten immer, probieren alleine bringt nichts.

01:59:07: Du musst trinken.

01:59:08: Und das fand ich irgendwie ganz cool.

01:59:10: Dass sie, die hat auch was vertragen.

01:59:12: Das muss man natürlich auch sagen.

01:59:14: Aber dass sie wirklich gesagt hat, in diesen Tastings, ... denn diese Tastings und den gespuckt wird und sowas ist nur der halbe Weg.

01:59:22: Du musst auch mal trinken.

01:59:24: Und das fand ich irgendwie eine der Sachen, die mir ewig im Gedechen ... ... bis jetzt, bis heute im Gedechen sind.

01:59:30: Und ... ... viele Profis ... ... haben ja ... ... gute Tipps gegeben.

01:59:36: Aber das ist eine der entscheidenden Geschichten.

01:59:38: Empfindest

01:59:38: du eine anders, wenn du sie trinkst als wenn du sie spuckst?

01:59:41: Ja.

01:59:42: Sind die nachhaltiger dann für dich oder ... ... bewertest du sie auch anders?

01:59:47: Oder ich hab's mal ausprobiert.

01:59:49: Ich hab's mal ausprobiert.

01:59:51: Beziehungsweise, ich hab mal, während meiner Führer, als wir den Castillenführer rausgegeben haben, haben wir es tatsächlich mal gemacht.

01:59:59: Wir haben ... Ganz am Schluss die Toprunde, da hatten wir die vierzig besten Beine, die haben wir ... an einem Tag ... probiert und gespuckt und am nächsten Tag noch mal ... und zwar neue Flaschen.

02:00:12: Also nicht das, also ...

02:00:14: Wir haben

02:00:15: die zwei Flaschen ... Und die Disco-Panz war kaum da.

02:00:20: Vielleicht bei weniger als zehn Prozent.

02:00:24: So, dass sie ein bisschen besser abschnitten.

02:00:27: Fast alles war etwas positiv.

02:00:29: Wenn es einen Unterschied gab, dann war es immer positiv.

02:00:33: die Gaumenerfahrung als die volle, sagen wir mal, Mitrachen und Schlucken und allem drum und dran, die das positiv verändert hat.

02:00:45: Aber die Diskrepanz war nicht groß.

02:00:47: Das hat mich ziemlich beruhigt.

02:00:49: Wäre es dann, ist wahrscheinlich auch schon wieder zu nördlich gefragt, aber wäre es dann, dass man dem Wein dem Augenblick mehr Wertigkeit und Aufmerksamkeit schenkt, wenn man ihn schluckt und dann länger nachschmeckt, als wenn man spuckt?

02:00:59: Gut, ich meine, es ist mit Sicherheit prägnanter.

02:01:02: Es ist die prägnantere Erfahrung.

02:01:03: Überhaupt keine Frage.

02:01:04: Du kannst es natürlich, kannst ja nicht viel probieren dann.

02:01:07: Nach zwanzig Meinen hast du natürlich dann den Nebeneffekt Alkohol.

02:01:11: So ist es normal.

02:01:12: Das

02:01:12: ist ja die Frage, wo ist man noch fair und wo ist man...

02:01:14: Ich meine, da möchte ich zum Beispiel auch mal was dazu sagen.

02:01:17: Ich habe ja Freunde gehabt, ich nenne sie jetzt nicht beim Namen, die immer behauptet hätten, sie würden Wein nur aus reinem Vergnügen trinken, nur weil es ihnen schmeckt, halt ich für Blödsinn.

02:01:27: Ich glaube, dass Wein auch diese gewisse alkoholische Wirkung, vor allem wenn man zusammensitzt, wir reden es ja nicht von Saufen, sondern ich meine, was so abzustreiten.

02:01:39: dass diese Wirkung auch Spaß macht.

02:01:43: Ganz berühmte Kollegen von mir, die behaupten, nein, ich probiere nur, ich mache das jetzt nur aus beruflichem Interesse und eigentlich trinken.

02:01:51: Wenn ich trinke, dann ist es einfach so, weil es mir einfach bunter war, schmeckt.

02:01:54: Aber ich bin kein Wirkungsdrinker.

02:01:56: Wobei Wirkungsdrinkern werden, was in völlig anderen Maßen eigentlich benutzt werden.

02:02:01: Aber die haben immer dieses Wort in den Mund genommen, habe ich gesagt, seit der eigentlich bescheuert.

02:02:04: Natürlich ist es, wenn alle auf dem Tisch, naja, So leicht alkoholisiert sind.

02:02:11: Das ist eine ganz tolle Geschichte.

02:02:17: Also ich plädiere jetzt hier um Gottes Willen nicht, um Wirkungsdrinken irgendwie positiv darzustellen.

02:02:26: Da kann ich gerne dafür plädieren.

02:02:28: Also ich finde, das ist manchmal auch einfach schön, diese Entspannung zu leben.

02:02:31: Dann nehmen wir auch die Entspannung im Redefluß, die Geselligkeit dabei ist.

02:02:35: Die Leute sind viel angeregt.

02:02:37: Hier schauen wir ein.

02:02:39: Thema schauen wir mal.

02:02:41: In Spanien ist es in dem Fall natürlich Kawa.

02:02:45: Was man für Erlebnisse am Tisch hat, auch vor allem Leute, die Angst haben, gerade diese Weingeschichte.

02:02:55: Wenn das erste Glas Kawa gedroht ist, sind die alle viel entspannter, selbst wenn es in drei Sterne laden ist.

02:03:01: Komplett.

02:03:01: Und warum nicht, weil man es bewusst nutzend auskostet, warum nicht?

02:03:05: Also warum soll man es dann eben nicht auch sich die bewusst hingeben?

02:03:08: Das ist egal auch welche Ebene, das ist also daher ...

02:03:13: Die Literatur strotzt vor Beispiel.

02:03:16: Alle beschreiben ja dieses göttliche ... Ich meine, warum hat man Wein dem göttlichen so nah gesetzt?

02:03:26: Es ist bei Schnaps nie so gewesen.

02:03:30: Vom Geschichtlich gesehen, vom Einzigen, von dem ich weiß, dass er in enormen Massen gesoffen haben muss.

02:03:38: Daran ist er wahrscheinlich auch gestorben, war Alexander der Große, dem er sagt, dass er in der Schlag getroffen hat, weil der so sechs, sieben Liter weingedrungen hatte.

02:03:46: Vor allem nach großen Schlachten, wahrscheinlich war das eine Ehre.

02:03:50: Aber ...

02:03:53: Ab einer gewissen Menge, dass er uns ja eigentlich ist, nicht mehr ganz so gesund, aber für dieses grundsätzliche Verdamm in jeglicher Richtung auch total falsch.

02:04:01: Also, es ist ... A macht die Menge das Gift und B ist dieses bewusste Hingeben einfach manchmal wunderschön.

02:04:08: Also diese Abende da denken wir so gerne dran, wenn wir es genossen haben.

02:04:12: Klar, du kannst klar.

02:04:14: Abgesehen davon, wenn gerade du als Sommier, wenn du das von der Sommierseite betrachtest, wenn deine Gäste schwelgen, das gibt es was Schöneres.

02:04:21: Es ist auch, also einige Gäste haben mich auch gefragt, geht ihnen das nicht auf den Nerven hier jeden Abend betrunkene Leute zu sehen?

02:04:29: Ich konnte es immer nicht hier nicht sagen, nein, das ist wunderschön.

02:04:32: Ich habe hier jeden Abend gut gelaunte, fröhliche Leute.

02:04:35: Ich finde aber auch, dass es Schaumweinwein macht.

02:04:38: Ich möchte nicht in einer Bierkneipe arbeiten.

02:04:39: Ich glaube, das ist eine andere Grundstimmung.

02:04:41: Ich auch nicht in einer Schnapskneipe.

02:04:42: Das ist eine andere Grundstimmung.

02:04:43: Das ist eine andere Energien, eine andere Flow.

02:04:45: Aber in der Weinbar, wo ich gearbeitet habe, das war jeden Abend in der Tat so schön.

02:04:50: Es gab niemals Ausfälle.

02:04:51: Es gab in den sechs, siebzehn Jahren, wo ich diese Weinbar hatte, wo teilweise wirklich sehr, sehr, sehr viel getrunken wurde, gab es keine negative Ausfälle.

02:04:59: extrem begeisternd und positiv, also daher, also in der heutigen Zeit wird es so viel dagegen und gebäscht und schlimm.

02:05:06: und nein, große Fürsprache dafür.

02:05:08: und das nicht, wenn wir beim Whiteboardcast machen, sondern wenn ich davon wirklich überzeugt bin, dass es ein Lebensbereicherndes Getränk ist, was schöne Momente verschafft.

02:05:17: Ja, ich mein, mir fällt da immer ein, das ist im Gottesbild jetzt nichts gegen die Rheinländer, gegen die Kölner, aber wenn ich mir immer den Karneval anschaue.

02:05:29: in Köln.

02:05:30: Also ich habe oft einen Karnaval aus irgendeinem Grunde irgendwie arbeiten müssen, bin oft in Köln umgestiegen.

02:05:35: Weißt du was an dem Bahnhof morgens los

02:05:38: ist?

02:05:38: Ich habe gerade gefunden.

02:05:40: Da bist du teilweise über die Leute drüber gestiegen.

02:05:44: Oktoberfest bei München.

02:05:45: Ja, genau.

02:05:46: Aber

02:05:47: dann gehst du nach Kaddis, Karnaval, gibt es einen heftigen Karnaval und die trinken Schere.

02:05:56: Die trinken Manzanier.

02:05:58: Okay?

02:05:59: Und ich habe, ich mache mehrmals da, ich habe nie, nie irgendwo irgendwelche Leute stürzt betrunken, rumliegen, taumeln, grölen, nie, nie.

02:06:11: Ich will jetzt nicht sagen, dass es

02:06:14: nie vorkommt.

02:06:16: Aber das ist mir irgendwie, fand ich, enorm beeindruckend, wie die das im Griff haben.

02:06:22: Wahnsinn.

02:06:23: Die essen natürlich auch wieder zu.

02:06:24: wie da für eine andere Geschichte.

02:06:25: Was auch ganz wichtig ist, also einfach diese Kulinarik dabei zu leben.

02:06:29: Also das hat mich immer beeindruckt, wenn ich da in diesem Gebiet bin.

02:06:34: Gerade mit einem Produkt, von dem ja alle Leute sagen, das sei ja eigentlich die Köhe oder was weiß ich, was ihnen dazu einfällt.

02:06:41: Das ist

02:06:41: glaube ich ein sehr unterschätzten Produkt, den es gibt.

02:06:43: Also was ich auch in der extrem spannend interessant finde, sind die

02:06:48: nicht

02:06:49: aufgespritteten Sachen.

02:06:51: Die neuen.

02:06:52: Das neue Redez ist wahrscheinlich eine der umwerfendsten Entwicklungen in Südeuropa, unglaublich.

02:07:03: Also die weiß eigentlich, dass ich da probieren durfte.

02:07:07: Ich war letztens wieder da und habe mir auch ein paar Sachen.

02:07:10: Da gibt es ja, ich war an den Sternessen in Cheles und der hatte irgendwie zwei Seiten, alleine von diesem Vinos de Pasto.

02:07:18: Das kommt ja daher, also Vinos de Pasto ist eigentlich ein italienisches Wort, also Essensweine.

02:07:25: Das kommt ursprünglich daher, dass die Leute, das sind die Weine, die die Leute früher in den Bodegas getrunken haben.

02:07:33: Weißt du, wenn die ... Wenn die aufgespritteten Maserniergedrungen hätte, wären die mehr fähig gewesen zu arbeiten.

02:07:39: Deshalb haben die natürlich einfach die unaufgespritteten, manchmal direkt vom Unterhefelflohr weg oder fertige Weine, die einfach im Hefelflohr gesehen hatten.

02:07:51: die nicht aufgesprittet wurden, weil für die Mannschaften wurden immer andere Weine gemacht.

02:07:55: Da hatte ich eine andere Information, eine andere Vorstellung.

02:07:57: Ich dachte, das wären früher schon die hochwertigsten Weine gewesen und die, die es nicht geschafft haben, wurden aufgesprittet, damit die haltbare gemacht werden.

02:08:05: Das ist doch meine Information bisher.

02:08:06: Ja, nein, es ist so.

02:08:09: Also einmal gab es diese Venusepastone, die wir die essen zweien.

02:08:12: Also die, so mich jetzt gerade gesagt habe, bei den Erzeugern natürlich, geh... serviert worden sind.

02:08:22: Früher wurde ja nicht so stark aufgespreitet.

02:08:24: Du darfst ja nicht vergessen, dass... Das hatte man für dich vergessen.

02:08:30: Das muss man sich mal vorstellen.

02:08:32: In einem Gebiet, wie Redes, haben die Behörden in den Neunzigern und in den Zweitausenden Jahren vergessen, was sie in den Fünfzigerjahren gemacht haben.

02:08:39: Nein, das war.

02:08:41: Die Weine waren ja stark genug.

02:08:43: Du musst es ja teilweise kaum aufspritten, weil man dieses Asoleo, das heißt, man hat ja die Trauben in der Sonne getrocknet und hatte dadurch natürlich relativ viel Zucker.

02:08:55: Also man hat es sehr konzentrierte, ganz konzentriertes, getrocknetes Lisegut.

02:09:00: Und man hat die Weine ja, man hat auch die Trauben länger hängen lassen.

02:09:03: Und deswegen musste man auch nicht zu stark aussprechen.

02:09:09: Diese starke Ausspitalerei ist ein Phänomen der Seventier und Achtier.

02:09:12: Man denkt ja, die haben das immer gemacht.

02:09:14: Man hat natürlich aufgesprittet, um die Weine stabil zu machen, um sie zu exportieren zu können.

02:09:20: Dann dafür die andere Geschichte.

02:09:22: Aber diese starke Aufsprettung.

02:09:27: Das ist eine Geschichte der Neuzeit.

02:09:30: Das ist eine Phase von Redez, die bestimmt nicht zu ihren gloriosen Zeiten gehören, weil man sich überlegt, dass man früher diese ganze Lagenkultur, die jetzt wieder kommt, früher haben, die alle Lagen gedrungen hat.

02:09:44: Die wussten genau, der Typ hat da im Machanudo einen Supago, also eine Unterbarzelle.

02:09:50: Das ist ja ähnlich austeriert wie in der Champagne.

02:09:54: Und dann haben die gesagt, komm, heute gehen wir mal einen Machanudo trinken.

02:09:59: Und das ist ein völlig anderes Thema.

02:10:02: Übrigens ähnlich in Porto.

02:10:08: Es gab ja Diskussionen, diese Bauern-Forester-Geschichte.

02:10:13: Es gab ja eine Diskussion, ob man Port aufspritten sollte oder ob man es lassen sollte zwischen den Portogiesen und den Engländern.

02:10:21: Und die Portogiesen untereinander und die Engländer untereinander.

02:10:24: Dann hat man sich dann so entschlossen, weil es einfach einfacher war, die Weine stabil zu halten für den Exporter, aber auch in den Keller rein ordentlich Dampf drauf zu geben, sagen wir mal so.

02:10:39: Aber es ist keine Selbstverständlichkeit.

02:10:41: Das ist eine Geschichte, das waren bestimmte Entscheidungen zu bestimmten Zeiten und unter gewissen Notwendigkeiten entstandene Entscheidungen.

02:10:54: Aber ich meine das, was du jetzt angesprochen hast, mit diesen nicht aufgebreiteten Beinen.

02:11:01: Diese eleganten Manzanillas, das gibt es ja noch nicht, das gibt es natürlich viel länger als in den Siebzig Jahren.

02:11:08: Aber so lange, also früher, dass was Shakespeare getrunken hat, das waren die oxidativen schweren Beine.

02:11:17: Das wollte man ja damals haben.

02:11:19: Erst im Ende des achtzehnten Jahrhunderts.

02:11:22: wahrscheinlich war das.

02:11:23: kam dann die Mode, dass man feingliedrige, schlanke, hellfarbige Schereis gemacht hat, die auch den Publikum fanden.

02:11:41: Und dazu wurden bestimmte Techniken herangezogen.

02:11:45: Wie gesagt, die ist also Leungeschichte unter anderem.

02:11:48: Und dann kommt diese große extremen Kommerzphase, die Herr Schere im Prinzip ruiniert hat, in jeder Hinsicht leider.

02:11:55: Findest du es gut, wenn man dort hingeht, dass man verschiedene Rituale, also das ist sehr stark touristisch geprägt, also das einschägt ne Scheiße und so weiter, dass sowas nach wie vor durchgeführt wird?

02:12:05: oder jetzt ist es für... Ich find's

02:12:06: toll.

02:12:07: Ja

02:12:07: klar.

02:12:08: Also wenn den ganzen Film...

02:12:09: Ich finde, also finde ich großartig, dass so was

02:12:10: am Leben

02:12:11: gehalten wird.

02:12:13: Ich will den ganzen Film haben.

02:12:14: Gibt es da sonst irgendwelche Rituale, die du selber magst, oder irgendwas, was?

02:12:22: Nein, aber ich meine, was natürlich einmalig ist, das echte Sherry-Erlebnis ist, das Zeug in den... oder die Beine, natürlich, die Gewächse, in den Kellern aus den Fässern zu probieren.

02:12:35: Das ist das Thema.

02:12:37: Kommt jetzt nicht darauf an, dass sie jetzt ein Vendenz-Künstler, ne?

02:12:41: Das ist elegant.

02:12:43: Was aber

02:12:43: toll aussieht, wenn man das einmal gewacht.

02:12:46: Was natürlich super ist.

02:12:48: Aber wenn man alleine, ich meine, allein das Parfa dieser Keller, der Duft dieser Keller, und dann, wenn du dann mit jemandem engagiert, es gibt ja, alle Leute glauben, es gibt nur diesen Riesendäden, es gibt auch kleine.

02:13:02: Erzeuger.

02:13:03: Es gibt ja Zulieferer, die Weine produzieren, um welche die Großen dann weiterentwickeln, weiter ausbauen, verfeinern, verhindern, wie du sie immer nennen willst.

02:13:15: Aber ich war letztens bei einem Erzeuger, der ein paar große beliefert, zum Beispiel Lustao, und was ein ganz tolles Haus ist.

02:13:25: Der machte nur manzanier, so einen Paar Montellados.

02:13:29: Und wenn du das gesehen hast, wie der auf seinen Fässern rumgesprungen ist von einer Reihe, du hast gedacht, du hast Superman da.

02:13:36: Alleine die Show, die der da veranstaltet hat.

02:13:41: Also völlig irre.

02:13:46: Und wenn du da rein kommst, das ist ja alles nicht gekühlt.

02:13:49: Das ist ja alles ... ... am Temperatur der Ambiente, wie Sie das nennen.

02:13:55: Und dann kommst du da rein und es riecht.

02:13:57: Und es riecht.

02:13:58: Es implikiert alles.

02:14:01: Und dann gehen die an ihre Fässer.

02:14:03: Und die kennen ja, da gibt es dieser Typ da.

02:14:06: Der kannte, der hatte nicht so viele, ... ... zwei Tausend Fülle an der Fässer.

02:14:10: Ich weiß nicht, ob ich jede ... ... aber ich hatte ihn der Eindruck, ... ... der kennt jedes verdammte einzelne Fässer.

02:14:14: Völliger Wahnsinn.

02:14:15: Also war ... ... ein ganz ... Ganz tolle Geschichte.

02:14:19: Das ist das, was man da machen soll.

02:14:21: Das kannst du ja auch buchen.

02:14:23: Das ist ja nicht teuer.

02:14:24: Wenn du zur Lusthau gehst, kannst du eine Topführung, das kostet so was, zwanzig Euro.

02:14:29: Und die nehmen sich echt Zeit.

02:14:31: Und da hast du Leute, die das richtig können.

02:14:36: Und das gehört, das ist ein Muss auf der Engbärschnau ein bisschen, Sherry sich anzuschauen.

02:14:40: Absolut.

02:14:41: Montier auch, aber ich mein, Sherry ist natürlich der ganze Rahmen.

02:14:45: Die Stadt ist toll.

02:14:49: Die große Crux dieses Gebietes ist nicht der Wein oder die Qualität des Weines oder des Essens oder die große Crux ist dieser Arbeitslosigkeit des Südens.

02:15:01: Ich meine, es gibt kaum mehr Lebensqualität zu leben als in West-Analusien in Europa.

02:15:08: Aber du brauchst halt einfach Geld.

02:15:09: Nicht, dass es besonders treu ist, aber du brauchst einen anschaendlich bezahlten Job.

02:15:13: Sonst ist es natürlich im Paradies ohne Geld.

02:15:15: Ich

02:15:16: glaube, die haben jetzt zwanzig Prozent arbeitslos.

02:15:17: Das ist

02:15:18: so enorm.

02:15:20: Das ist halt einfach Mist nach Evo.

02:15:23: Der Tourismus hilft natürlich viel, macht natürlich auch wieder viel kaputt.

02:15:29: Wurde ich jetzt nur dazu sagen, aber West-Analusien ist ganz toll.

02:15:34: Und dieser neue Trend da, das wäre eine, weil du mich vorher nach Trends gefragt hast, diese nicht aufgesprühteten Filmsagen, es wird übrigens, es wird eine neue Appellation geben.

02:15:50: Also jetzt innerhalb des A. Ja,

02:15:52: fühlt sich, also es ist noch nicht durchgesprüht.

02:15:55: Al-Barissa, sie wird Al-Barissa heißen.

02:15:57: Nach dem Boden.

02:15:57: Also, genau, genau.

02:16:00: Also es ist noch nicht hundertprozentig durch.

02:16:02: Ich weiß nicht, ob Sie denn, die müssen das sehr vorbereiten.

02:16:05: Das geht ja über Madrid dann nach Brüssel.

02:16:07: Aber soweit ich das weiß, steht die Entscheidung.

02:16:11: Und ich vermute, dass Sie das durchkriegen.

02:16:15: Wäre für die Gruppe nicht verständlich.

02:16:17: Ja, sensationell, sensationell.

02:16:20: Jetzt los, du bist von diesen Ritualen, der Show, die dort geboten wird, allgemein beim Wein, wenn du selber trinkst.

02:16:27: Was ist dir da wichtig?

02:16:29: Ist die Show wichtig?

02:16:29: Das Lüften?

02:16:30: Sind die Gläser wichtig für dich?

02:16:32: Oder ist es eher sekundär?

02:16:33: Du sagst, du bist nicht dabei präliert in allen Gläsern oder wie?

02:16:36: Ich glaube nicht.

02:16:36: Die bist du da aufgestellt?

02:16:37: Ich

02:16:37: glaube nicht, dass ich das auf die Show bezeichnen würde.

02:16:39: Also ich kann deine Geschichte dazu erzählen, fällt mir gerade ein.

02:16:43: Das war der wenigen Faux-pas, die ich in der deutschen Sommelierin erlebt habe.

02:16:50: Ich war in einem zwei-Stern-Restaurant, wo es ist.

02:16:54: Es tut nichts zur Sache.

02:16:55: Da war ein Sommelier.

02:16:59: Ich bestell normalerweise keine Spanien im Restaurant.

02:17:02: In Spanien ist es schon, aber nicht in Deutschland.

02:17:05: Und da war irgendeinen Riocha drauf.

02:17:08: Er war auch nicht alt, vielleicht war er acht Jahre alt oder so.

02:17:11: Ich hatte Lust, es war kalt draußen, irgendwas war.

02:17:14: Ich hatte Lust.

02:17:16: Dann hab ich ihn bestellt.

02:17:18: Und um mich oben, da wurden viele Franzosen serviert, viele Roten natürlich, und die wurden alle gelüftet.

02:17:26: Und der Typ kam aber bei mir mit der Flasche, den er aufgemacht hat und mir gezeigt, und hat ihn direkt eingegossen.

02:17:30: Und dann hab ich ihn gefragt, warum hätte er nicht lüftet?

02:17:32: und dann gesagt, nur die französischen Weine bräuchten Lüftung.

02:17:36: Hä?

02:17:37: Die französischen Weine hätten, nur die französischen Weine hätten die Feinheit und die Subtilität, die Luft so aufzunehmen, dass man das genießen könnte.

02:17:45: Aber auch?

02:17:46: Ja, aber nicht, ein bisschen heftig.

02:17:48: Zwei Sterne.

02:17:49: Schon lange.

02:17:50: Aber dann hab ich ihm gesagt, na, ich mein, stellen wir mal das Glas dahin und wir probieren das.

02:17:55: Bevor die Flasche leer ist, dürfen sie mal probieren, wie groß der Unterschied da ist.

02:18:01: Er hat sich dann entschuldigt.

02:18:02: Ja,

02:18:02: aber trotzdem ist es schade, wenn jemand eben auch solche...

02:18:05: Fand ich dann

02:18:06: schon ein bisschen komisch.

02:18:07: Aber sonst

02:18:08: fallen mir nicht viel Verpas ein.

02:18:10: In Spanien fallen mir auch ein paar Sachen ein.

02:18:14: Gibt es Geschichten,

02:18:15: die du gerne erzählst?

02:18:17: Nein, eigentlich...

02:18:18: Nein.

02:18:20: Na gut, ich mein... Das war zum einen zufällig auch in Deutschland, im Südwesten, auch in zwei Sternerladen.

02:18:28: Da war ich mit Yvonne, wir waren da noch nie gewesen.

02:18:32: Das war eigentlich ganz nett, kleiner Laden.

02:18:36: Und wir haben, frag mich nicht, ich glaub ein Kost, also bestellt.

02:18:43: Und Erdekork, das war kein starker Kork.

02:18:49: Die haben sich geweigert, das zu erkennen, das war ganz klar.

02:18:53: Und dann habe ich denen gesagt, machen wir es folgendermaßen.

02:18:57: Ich bestelle eine zweite Flasche.

02:18:58: Wenn die zweite Flasche genauso ist, bezahle ich beide.

02:19:01: Wenn die nicht der Fall ist, bezahle

02:19:02: ich sie.

02:19:03: Dann haben sie gesagt, sie hätten keine zweite Flasche.

02:19:05: Wo sie vorher sie angeboten hatten.

02:19:07: Dann kam der Chef nicht gesagt, er hätte keine zweite Flasche.

02:19:13: Das sind so Sachen.

02:19:14: Aber das ist ...

02:19:15: Was aber allgemein von unserer Seite, also von Zombie Seite immer eine Gegenaufwerte ist, wo man einfach sagt, okay, ich mach zweite Flasche auf, wenn nicht, dann gucken wir oder dann nehmen sie die und die restverkaufen beim Glas.

02:19:26: Also es ist ja dieser zweite Flaschentest, das funktioniert ja eigentlich in der Regel und selber auch unsicher ist.

02:19:31: Aber letztlich, die Situation, da gibt es keine Gewinner, wenn man die Flasche nicht zurücknimmt.

02:19:37: Sollst du die gucken, die Flasche trinken und sollst dann die ganze Zeit da oben, also selbst wenn sie schleichner ist, also es ist ja... Großes Credo ist ja letztlich den Gast zufrieden zu stellen und dass die Aufgabe zu haben ist.

02:19:48: Die

02:19:49: Geschichte ist mir auch nur im Gedächtnis geblieben, weil sonst, wenn man an Kork war, alles wurde immer auch Bega Cecilia, Unikros in Spanien, immer zurückgenommen.

02:19:59: Überhaupt kein Thema.

02:20:00: Ich trinke viel Unico.

02:20:01: Ich bin ein großer Unico-Fan.

02:20:03: Und sie kann es ehrlich sagen, nach wie vor.

02:20:05: Kann man nicht verkennen, also daher

02:20:06: ist das ja... Ja, ich meine, es gibt ja viele Leute, die sagen, dass er sich verändert, aber... Heißt

02:20:12: das das Dienstjahre?

02:20:14: Ja, das sind ein bisschen moderner, dass sie ein bisschen saftiger sind, würde ich nicht unbedingt sagen.

02:20:19: Wird sich mit der Reife regulieren?

02:20:20: Ja, genau.

02:20:21: Assens ist das wahrscheinlich die eine Geschichte und die zweite Geschichte.

02:20:27: Man darf ihn nicht vergessen, gut bei dir war das wahrscheinlich was anderes, aber früher war ja Unikon kein bekannter Wein in Deutschland.

02:20:35: Und die Leute hatten sowieso kaum Erfahrung mit diesem Ding.

02:20:38: Und meistens waren es ja ältere Jahrgänge, die man überhaupt bekommen hat.

02:20:42: Wo bekam

02:20:42: man mal ... Ich glaube, es fing erst zwei fünf an, dass der wirklich so übermäßig gehypt wurde.

02:20:46: Genau,

02:20:47: genau.

02:20:49: Vorher

02:20:49: ... Du kannst ja gar nicht vorstellen, in wie vielen Kneipen ich günstige Unikros weggetrunken habe, weil die Leute sie nicht verkauft haben.

02:20:57: Unglaublich.

02:20:58: Weil das bin ich unglaublich.

02:21:00: Ich war letztens da bei diesem großen Tasting vor eineinhalb Jahren.

02:21:04: Im selben Jahr haben Riz Kahl und Pegasissier große Tastings gemacht.

02:21:12: Das machen die ja alle zehn, fünfzehn Jahre mal.

02:21:14: Riz Kahl hat vierzig Jahrgänge angefangen von achtzehnhundertsechzig hingestellt.

02:21:21: Wahnsinn, also wirklich Wahnsinn.

02:21:22: Wie haben die performt?

02:21:25: Über die ganz alten Sachen kann man streiten.

02:21:26: Die waren alle okay.

02:21:28: Aber die besten Beine, die gingen hoch.

02:21:30: Ich glaube, der jüngste Jahrgang war neunundachtzig.

02:21:36: Die Besten waren die Dreißig.

02:21:37: Ach!

02:21:40: Und selbst Michel Betan ist aufgestanden vor der internationalen Presse.

02:21:46: Da waren nicht, also vierzig Kollegen in der internationalen Presse.

02:21:49: Er ist aufgestanden in Franzose.

02:21:51: Er hat gesagt, meine Damen und Herren, wir probieren, wir verkosten gerade eine der besten Rotweine der Welt.

02:22:01: Und was ich erzählen wollte, ganz kurz.

02:22:04: Auf jeden Fall hat Bega... eben im Kandrocker, einen Vierzigjahrgänger im Magen um Unico hingestellt.

02:22:18: Also mittags drei Sterne essen, abends drei Sterne essen.

02:22:21: Und nur mittags gab es Unico, es gab zwanzig Unicos zum Mittagessen.

02:22:27: Es gab vorher einen Schwung und dann gab es oder einen zwanzigjahrgänger zum Mittagessen.

02:22:34: Und abends hat der Bug unter hingestellt, da musste er echt die Größe haben.

02:22:38: Ja, ja, ja.

02:22:39: Bei der Spur und an solche Sachen echt.

02:22:40: Ja, ja, ja.

02:22:41: Für vierzig Leute, völlig, völlig durch.

02:22:44: Egal.

02:22:45: Auf jeden Fall saß ich mit Jensis Robinson, Michel Betan.

02:22:50: Wie heißt der Partner von Michel Betan?

02:22:52: Und ich weiß nicht mehr.

02:22:54: Sehr nett auch.

02:22:55: Der mit ihm aus der Rue de France, Rue de Vare, ausgestiegen ist und hier.

02:23:00: Egal.

02:23:01: Und dann kam Don Pablo, also Boss von Vega an den Tisch und dann haben die sich unterhalten.

02:23:07: Und dann hat Don Pablo gesagt, ich weiß, ich weiß, ich weiß, dass ihr alle schon viel Uniko probiert habt.

02:23:14: Aber der Einzige, der sie trinkt hier am Tisch, ist der.

02:23:17: Er hat auf mich gezeigt.

02:23:20: Und alle nur die Kunden.

02:23:21: Aber die vom Nachbar, dieser Typ ist sehr viel Unico drin.

02:23:27: Das fährt mir gerade dazu, zu Unico ein.

02:23:29: Sehr schön, weil

02:23:30: man schon Stadt bekannt ist.

02:23:31: Ja,

02:23:33: jedenfalls war das das.

02:23:35: Aber es war auch ein cooles Erlebnis.

02:23:37: Und ganz an diesem Abend standen dann diese ein und vierzig Flaschen rum.

02:23:42: Und da waren noch so viel drin.

02:23:44: Und dann haben die Schweizer dann gesagt, wir lassen das nicht stehen.

02:23:48: Und dann kamen die Mannschaft von Roca, hat jedem noch ein Klassen geschendet, dann wurden alle Flaschen leer getroffen.

02:23:54: Das hat er mir getroffen.

02:23:57: Wahnsinn.

02:23:57: Obwohl es Richtbauer und Latasch und ein paar ultraweiße Burgunur-Burgund gab, waren die Leute dann doch, wollten die diese... Alten Unicos mit Luft.

02:24:12: Die haben auch eine gewisse begründliche Richtung verfallen.

02:24:15: Von dem her finde ich aus den Gedanken, dass da ging anzustellen, gar nichts zu verkehrten.

02:24:19: Das

02:24:21: war faszinierend auf jeden Fall.

02:24:23: Was natürlich heftig war, war drei.

02:24:24: Drei mal Zehn Gänge, kann Rucker

02:24:27: am selben da.

02:24:27: Das macht dich am meisten fertig.

02:24:28: Also nicht die zwei und vierzig Beine, sondern ...

02:24:31: Ich weiß noch, dass ich Thomas Vaterlaus gesagt, der wollte sich ums Abendessen drücken.

02:24:34: und dann gesagt, wenn du das machst, begehst du einen der größten Feine deines Lebens.

02:24:39: Und dann ist er gekommen und dann gab's diese vielen tollen Sachen zu drücken.

02:24:42: und dann gesagt David, ich bin dir auf Knien dankbar,

02:24:45: dass

02:24:46: du mich überzeugt hast, heute Abend hier mit zu essen.

02:24:51: Naja.

02:25:08: Ich geh fast davon aus,

02:25:09: dass du schon mal einen

02:25:11: weißen Rioja getrunken hast.

02:25:13: Völlig unterschätzte Weine finde ich.

02:25:15: Bekommen viel zu selten die Aufmerksamkeit, die sie eigentlich verdienen.

02:25:18: Aber es ist ein anderes Thema.

02:25:19: Aber

02:25:20: hast du schon einmal einen weißen Tempranio probiert?

02:25:24: Also ein weißen Tempranio.

02:25:27: Kein Blanc de Noire, sondern ein... Ja, die Rebsorte ist mutiert.

02:25:32: Und es gibt eine weiße Variante des Tempranios.

02:25:35: Lass mich anders anfangen.

02:25:36: Stell dir vor, Es ist das Jahr in der Riocha

02:25:41: und ein Winzer spartiert

02:25:42: durch seinen Tempranioreben und er freut sich an der berühmtesten roten Rebsorte Spaniens.

02:25:49: Ja, eigentlich die Rebsorte, die Spanien ihren Wein rum einbrachte.

02:25:53: und plötzlich entdeckt er eine Rebe mit weißen Traum, also keine Halluzination oder zu viel Wein bei der Weinprobe.

02:26:01: Ja.

02:26:01: Er entdeckt diese natürliche Mutation.

02:26:04: Das ist fast wie ein Superheld, der aus dem Nichts seine Kräfte bekommt.

02:26:09: Diese Rebe, Tempranio Blanco, wurde offiziell in dem Jahr zwei Tausend Sieben anerkannt und hat Riocha Weißfeine auf ein neues Level gehoben.

02:26:19: Und mittendrin die Bordega Staron, die Kooperative, die

02:26:24: diese

02:26:24: Mutation zu einem Star gemacht hat.

02:26:27: Mit einem Wein, der frisch,

02:26:28: der

02:26:28: holzig und voller Überraschungen ist.

02:26:31: Ja, um konkret zu werden, rede ich über den Zwei-Tausend-Rhein-Zwanziger-Taron-Temperanio-Blanco-Bare-Age, von der Bordegas-Taron aus der Rioja.

02:26:40: Lass uns mit den Rebenstaaten dem Elden unserer Geschichte.

02:26:43: Temperanio-Blanco.

02:26:45: Keine Erfindung, sondern wie eben erwähnt eine genetische Laune.

02:26:49: Von Genetikern analysiert hat sie dieselben Gene wie der Temperanio.

02:26:55: Aber die Mutation unterdrückt die Farbpigmente.

02:26:57: Und das Ergebnis ist, Trauben, die frischer haben, die aromatisch sind, die säuerreich sind und perfekt für die kühlen Lagen in der Rioche Alter.

02:27:05: Also, ein Taron, Tempranillo, Blanco ist kein Wein für Langweiler, er ist exotisch, er ist cremig, mit tropischen Früchten, mit dieser typischen vanilligen Nase und einer Säure, die sagt, ich bin mutiert und ich bin stolz darauf.

02:27:20: Experten nennen sie den weißen Rebellen-Riochers.

02:27:24: Eine Sorte, die von Atlantik kühlt, aber Sonnetankt.

02:27:28: Und in diesem Weingut hat alles eine dynamische Balance.

02:27:31: Nachtgelde, Tagwärme.

02:27:33: Die Reben hier produzieren weniger, aber intensiver.

02:27:36: Und das Terroir macht sie einzigartig.

02:27:39: Ja, es ist einer derweißweinen, die nicht nur erfrischen, sondern die erzählen.

02:27:43: Kurz die technischen Fakten, natürlich Handlese.

02:27:45: Fermentation in Eichenfässern.

02:27:48: Ausbau in französischer und amerikanischer Eiche.

02:27:51: Kein Routinejob, sondern... Ein Abenteuer im Holz.

02:27:55: Das macht ihn bruttrig, das macht ihn fruchtig, das macht ihn komplex und unterhaltsam genug, um immer wieder aufs Neue

02:28:01: zu begeistern.

02:28:03: Eigentlich ist dieser Tempranier blanco wie der Clown in der Oper.

02:28:08: Unerwartet, aber brähant.

02:28:10: Und perfekt interpretiert von Erbordeca Staron.

02:28:19: Stell dir vor, einhundertdreißig Familien, die zusammenarbeiten, statt zu konkurrieren.

02:28:25: Zusammen haben sie siebenhundert Hektar Weinberge.

02:28:29: Die meisten davon sind, und jetzt halte ich fest, über fünfzig Jahre alt.

02:28:34: Nicht wenige sogar einhundert Jahre.

02:28:37: Das sind alte Hasen, die nicht nur Geschichten erzählen können, die einzigartige Weine produzieren.

02:28:43: Und dann haben wir Jahre wie das Jahr

02:28:45: zweitausenddreiundzwanzig.

02:28:46: die diesen Wein noch außergewöhnlicher, noch besonderer machen, als er ohnehin schon ist.

02:28:52: Es war ein wenig regnerisch, aber die Trauben wurden reif.

02:28:55: Und dadurch wurde die Säure erhalten, der Wein wird so unfassbar lebendig.

02:28:59: Er hat diese typischen Ananas, diese Apfel, diese durchaus auch Bananenaromen, diese leichte Vanilligkeit, die Buttrigkeit.

02:29:07: Und er tanzt auf der Zunge, ist richtig knackig, frisch, langartig.

02:29:11: Das ist ein Wein mit Biss, das ist eine komplett neue Interpretation eines Rioja Blanco.

02:29:16: Es ist einer der Weine, der ein ganz großes Wow in dir hinterlässt.

02:29:21: Vielen lieben Dank für diesen so außergewöhnlichen Wein der Bordeca-Staron und natürlich dem deutschen Poteur, dem Handelshaus Schlumberger.

02:29:41: Ich hab ganz selten mal irgendwo etwas erlebt, was mir zu viel schon war.

02:29:45: Ich mein, man kannte es in... Im Hotel Europa, in San Petersburg, wird anders dabei inserviert als im Tour d'Agent, in Paris, doch klar.

02:29:59: Und das überall ein bisschen Show dabei ist jetzt auch für die Kraft, finde ich überhaupt nicht schlimm.

02:30:03: Also ich fand den Gedanken ganz gut, den man jemand auf Weg mitgegeben hat, dass man manchmal zu wenig schoben ist, öffnen in einer Flasche Wein, also wo man sich darauf freut, was man zelebrieren kann, wo man auch die Chancen nutzen kann, die Kommunikation zu gehen, sich auszutauschen, was über den Wein zu erzählen.

02:30:16: Ich finde auch ganz gut, es gibt auch Fälle, was ich persönlich sehr schätze.

02:30:21: Dass der Sommelier dann wartet, wenn der irgendwas aufmacht und probiert das und dann sagt, kommt man und sagt,

02:30:29: Aui,

02:30:29: saison.

02:30:31: Oder so irgendwas loslässt.

02:30:33: Ich finde es immer ganz sympathisch, wenn die sich auch irgendwie persönlich mit einbringen.

02:30:36: Die Emotionalität dann einfach auch spürt.

02:30:41: Oder ich war mal in der Anzburg, da hatten wir, ich war oft Stammkass in der Anzburg, ein Drei-Stern-Restaurant im Elstrasen, das ist das, was wir am besten kennen.

02:30:51: Egal.

02:30:53: Und da kam das so mit ihr irgendwann mal, weil, keine Ahnung, das Restaurant war nicht besonders gut besetzt und hatte mir blind was gegeben und ich hab's erraten.

02:31:01: Es waren mit Madame de Faller-Schwestern, also Riff.

02:31:05: Und da kam dann immer wieder Kampeln von einem T-Starkes.

02:31:11: Ja.

02:31:12: Weißt du, sowas will ich dann wieder so machen, wenn die Damen und Herren irgendwie ihre persönliche Freude mit reinbringen.

02:31:19: Deshalb finde ich, Show, Show ist, wenn sie mit Preisen oder so was brotzen, ich habe einen Mann in Moskau, weil wenn er dann unbedingt dir seine Mutonsammlungen zeigen, die ja sowieso niemand trinkt, das finde ich dann ein bisschen komisch.

02:31:38: Aber ansonsten

02:31:39: ... Wenn Wein aktiv geliebt wird und ja ...

02:31:41: Stürme überhaupt nicht.

02:31:43: Je mehr, je mehr Begeisterung und sinnvolle Aktivität am Tisch passiert, desto besser finde ich's.

02:31:54: Und ich meine, ich betrachte dann immer, wenn ich mit Leuten natürlich am Tisch sitze, die das nicht gewohnt sind, die meisten finden, super.

02:32:02: Und wie ist es hier?

02:32:03: Das ist ja letztlich wie ein Theater, und wenn man das eben aktiv dann auch auslebt, diese Mehrshow dann einfach bietet, was ... Service eigentlich sein sollte.

02:32:10: Auch wenn ... Es ist ja oft

02:32:12: so,

02:32:13: dass man ... Ich kann ja verstehen, dass ... Du hast oft, wenn ... Wahrscheinlich Freitagabend, Samstagabend oder sowas, musst du genau überlegen, wie viel Zeit hast du für einen Gast.

02:32:24: Muss man sich einteilen, was so besser ist als jeder andere.

02:32:26: Aber manchmal hat man ja auch ... Ist man in einem guten Restaurant, an einem Zeitpunkt, in dem der Sommelier oder die Sommelierzeit haben.

02:32:35: Und wenn die dann ... Storytelling, wenn die dann die Zeit haben, dir was dazu erzählen.

02:32:41: Und es muss ja nicht unbedingt ein professioneller Redner sein.

02:32:44: Einfach, wenn die das mit Sympathie rüberbringen, finde ich enorm wichtig.

02:32:50: Und das Runde, das Ergebnis ist enorm.

02:32:52: Es gibt ja auch viele Details, die ich nicht weiß.

02:32:55: Ich mein, vor allem, wie gesagt, ich trink oft Italien, weil ich von Italien wenig Ahnung habe.

02:33:01: Ich trink natürlich auch Riesling, logischerweise.

02:33:03: Aber ich trink... Auch gereifte Italiener liebe ich, weil ich am Anfang erstens habe ich nichts im Keller, zweitens weiß ich zu wenig drüber.

02:33:10: Und wenn die mir was erzählen, finde ich super.

02:33:12: Und ich finde es manchmal so schade, also es wird dir wahrscheinlich nicht selten auch so gehen.

02:33:16: Ich hatte das zwei Wochen im Restaurant, es war auch ein Sterne laden, da kam der Zombie mit der Flasche an den Tisch und sagte, dazu brauche ich doch nichts sagen, also so nach dem Motto, du kennst ihn ja.

02:33:25: Und da peng ich davon, dass ich mit jemandem dort war, der nicht so weinaffin war und der einfach auch... Es ist ja schön, diese ganze Show mitzubekommen.

02:33:35: Und

02:33:37: auch

02:33:37: gerade bei Kollegen, da habe ich gesagt, doch, da erzähle ich.

02:33:39: Genau, leg los.

02:33:42: Und das finde ich halt schön.

02:33:43: Zum einen hat er die Möglichkeit, sich zu präsentieren.

02:33:45: Zum anderen bekommt natürlich der Mitgast.

02:33:47: Ich möchte ihm nicht erzählen.

02:33:48: Einfach auch die Unterhaltung dabei und lernt den Laden nochmal ganz anders kennen.

02:33:51: Also daher, gerade bei Kollegen sollte man unbedingt.

02:33:54: Ja, aber weißt du, oft ist es wirklich öfter so, gerade in Spanien.

02:33:59: Also es gibt schon immer wieder Leute, da bekommst du Interesse und die kennen dich.

02:34:03: Und die fragen dich dann, soll ich?

02:34:08: Du kennst es zwar, soll ich was erzählen und sagen, ich bin unbedingt unbedingt.

02:34:15: Das auch nur, macht Spaß.

02:34:17: Aber wo in der Haltung, mit wem würdest du gerne mal ein Glas Wein trinken oder eine Flasche Wein trinken?

02:34:22: Gibt es da jemanden, der dich total rein als Gesprächs- und Weimpaar

02:34:25: begeistert

02:34:26: faszinieren

02:34:26: würde?

02:34:26: Es gibt viele Persönlichkeiten, mit denen ich gerne ein Weim getrunken hätte.

02:34:29: Aber ich meine, ich weiß natürlich nicht, und die meinen, viele schon mit vielen Schriftstellern zum Beispiel.

02:34:37: Wir verhalten mir ganz viele ein, vor allem viele, viele.

02:34:39: Aber es wäre

02:34:39: jetzt schon ein Schriftsteller, wo du sagen würdest rein aufgrund der Kommunikation und deren...

02:34:43: Weil ich meine, ich muss dir ganz ehrlich sagen, ich halte, ich halte Malerei natürlich auch.

02:34:49: Aber mit Malern... Ich habe über meine Eltern, siehst ihr, bei mir hängt auch viel Zeug rum.

02:34:57: Ich habe auch ein paar richtig coole Sachen gehabt.

02:35:03: Die, die ich kennengelernt habe, waren sehr, sehr exzentrisch.

02:35:06: Bei Schriftstellen habe ich andere Erfahrungen gemacht.

02:35:10: Ich habe jetzt nichts gegen exzentrisch, aber ich muss ganz ehrlich sagen, also romane Schreiben hatte ich mit... für das größte, was es gibt.

02:35:25: Filme, also, ich glaube, der Regisseurberuf und Schriftstelleit sind, glaube ich, die beiden Sachen, die ich unendlich bewundere.

02:35:38: Und da gibt es ganz viele Leute, mit denen ich mich sofort an den Tisch setzen würde, um mit denen was zu trinken.

02:35:46: Es gibt sehr viele amerikanische Schrifte, von denen ich auch weiß, dass sie viel getrunken haben.

02:35:52: Ob das jetzt Saul Bellow ist, um jetzt was zu sagen.

02:35:55: Oder die ganzen Wilden aus den Sechzig Jahren, Boris und diese ganzen Leute.

02:36:01: Was soll ich bei denen natürlich überfällig andere Sachen nachgedacht haben, als wir hier überweihen?

02:36:05: Und ich hätte einfach gerne gewusst, wie sie wohl ihr Lebensgefühl mit einem Glas ... darstellen würden.

02:36:18: Also...

02:36:19: Teilspannende Ansatz.

02:36:20: Es

02:36:21: gibt schon viele Beispiele.

02:36:24: Heute natürlich gibt es wahrscheinlich auch Leute.

02:36:26: Ich würde mich wahrscheinlich, heute würde ich vielleicht, ich würde mich schon interessieren, mit ein paar Politikern mich an den Tisch zu setzen.

02:36:37: Und Kotor, dann wärst du diskutiert.

02:36:38: oder um die zu verstehen?

02:36:39: Also da hängt der Wein auf.

02:36:40: Um die zu verstehen.

02:36:45: In der Politik ist die Tatsache so, dass es das coole Typen fähig sind, viel Blödsinn zu machen.

02:36:52: Ich meine, diese Diskrepanz.

02:36:54: Es gibt einige Leute, die ich gerne verstehen würde.

02:36:56: Ich nehme ihnen das nur bestrengend übel.

02:36:59: Und ich glaube, das sind wirklich persönlich sehr, sehr interessante und vielleicht auch angenehme Leute, aber die haben ... Haufen weißen Bäcker geschossen.

02:37:12: Das würde mich interessieren.

02:37:14: Und ich glaube, Wein ist wahrscheinlich der beste Interkommunikator, wenn du gerade in so einem schwierigen Gespräch zugehangen wirst.

02:37:27: Also

02:37:27: nicht nur, dass er die Zunge löst, sondern dass er einfach eine große Kreativität löst.

02:37:30: Genau.

02:37:31: Also das würde ich sofort machen.

02:37:34: Es gibt ja viele Leute, die wenden sowas unangenehm, bin ich sicher, aber ich spürte das.

02:37:38: Ich hab da keinerlei Berührung.

02:37:40: Ich hab auch keine Angst.

02:37:41: Ich hab auch keine Angst vor berühmten Leuten.

02:37:44: Ich hab ja ab und zu mal mit welchen zu tun.

02:37:49: Gibt's da Kollegen, die dich mal eindrucken oder wo du sagst, was der für die Weinwelt getan hat?

02:37:56: Gut, da müsste man eigentlich mal ... Das bringt ... in Deutschland ... mehr ist in Deutschland gut.

02:38:05: ... von den Kollegen.

02:38:07: Na gut, als ich meinen Jürgen hatte, das habe ich erwähnt.

02:38:10: Halt ich schon ... ... der hatte sehr viel ... Hat er

02:38:13: staunlich viel bewegt?

02:38:14: Ja, er hatte auch viel Spanische, meine sehr viel getan.

02:38:17: Und ich fand immer ganz interessant ... ... das war hier zum Beispiel ... ... oder ist jemand erlebt, ja?

02:38:23: Noch?

02:38:24: Gott sei Dank.

02:38:26: Er ist nicht mehr so jung, er ist fast zehn Jahre alt, als ich.

02:38:30: Das war jemand, der ... ... der wirklich ... die Sachen geschätzt hat, die ihm geschmeckt haben.

02:38:38: Also, der hatte einen angenehmen, unintellektuellen Ansatz beim Wein probieren, obwohl das jetzt systematisch war.

02:38:46: Das hast du gemerkt, wenn ein Süßwein, dort ist ein Süßwein, er verkostet hat, es war ein großes Steckenpferd, oder ist ein großes Steckenpferd.

02:38:52: Das war eine der Sachen, da habe ich viel von ihm gelernt.

02:38:57: Also, mit Sicherheit bin ich als Polemiker ganz lustig, fand ich immer das Amendil.

02:39:05: Aber es ist wirklich die polemische Seite.

02:39:11: Weißt du, ich meine, es gibt beides in hochintelligente Leute, muss man auch dazu sagen.

02:39:17: Und es gibt hochintelligente Leute, die mit anderen Leuten nicht können.

02:39:20: Und dann gibt es hochintelligente Leute, die können und beide können auf völlig unterschiedliche Artenweise.

02:39:27: Aber beides wissen, wie man Akzente setzt.

02:39:31: Und das finde ich eigentlich in Ordnung.

02:39:35: Und wenn ich gerne kennengelernt hätte, ist der alte Hornickel.

02:39:41: Wenn ich mir so diese alten Bücher anschaue, ich hätte gerne nachempfunden, wie er den deutschen Wein damals, sagen wir mal, ja, empfunden hat.

02:39:57: Wie war das wohl?

02:40:01: Also ich glaube, das war ... wäre eine interessante Begegnung gewesen.

02:40:07: Von den Leuten, die aktuell sind, kenne ich ja viele.

02:40:10: Wie gesagt, von solchen Tastings, von den großen Tastings.

02:40:16: Da gibt es viele bewunderte Leute.

02:40:18: Überhaupt keine Frage.

02:40:19: Es

02:40:20: ist halt auch transparenter geworden durch eben diese Art der Medien, weil die Leute dadurch zugänglicher geworden sind und greifbarer geworden sind als früher, wo einfach nur ein Name unter einem Artikel stand und man, wenn man nicht da akribisch geforscht hat, vielleicht noch nicht mal ein Gesicht zu hatte.

02:40:36: Im Prinzip ja.

02:40:37: Aber weißt du, es gab dann natürlich, vielleicht ist das auch eine Verklärung, das waren ja alles Quereinsteiger.

02:40:45: Heute sind hier viele professionelle Leute.

02:40:48: Also das heißt, wir haben auch Kritiker oder Journalisten, die ja tatsächlich auch eine Weinausbildung gemacht haben, die gibt's ja.

02:40:59: Aber früher waren das, das waren einfach Typen.

02:41:05: Die mussten, die mussten, es gab natürlich auch Leute wie Mario.

02:41:12: Scheuermann, der wieder sehr ... Naja, sagen auch kontrovers diskutiert wurde.

02:41:22: Ich fand ihn immer nicht immer ganz lustig, weil er hat immer mal wieder sehr problemisch Themen angefasst, die andere Leute nicht interessiert haben.

02:41:33: Das fand ich eigentlich ganz gut an ihm.

02:41:35: Andere Leute haben ihm gesagt, der würde eigentlich nicht zum Thema verstehen, fand ich jetzt nicht so.

02:41:39: Aber was ich damit sagen wollte, all diese Typen, die ich jetzt genannt habe, waren echte Typen, die sich eigentlich nicht Die haben sich durchgesetzt, indem sie tatsächlich auch in den Veranstaltungen präsent waren.

02:41:52: Das waren Leute mit einer enormen Aura.

02:41:54: Und man sieht es negativ, wo der positive Empfang ist für die andere Frage.

02:41:57: Und

02:41:57: die teilweise eben auch was bewegt haben.

02:41:59: Wie eben mal schon mal in seinem Hamburger Weinsalon, der schon auch zu Hochzeiten wirklich gran... Top, also ja.

02:42:07: Du wurde natürlich furchtbar gelästert und du weißt ja, wie ich das damals war.

02:42:14: Viel Respekt hatte man voneinander nicht, aber es wurde auch nie irgendwie wirklich böse.

02:42:18: Aber es wurde viel gelästert und die Welt war ja, die mein Welt war ja so enorm klein.

02:42:24: Als ich da reingerutscht bin, dass du, das war ja auch noch deine Zeit.

02:42:28: Auf jeden Fall, naja, es gibt viele Leute, mit denen ich ...

02:42:34: Die du wertschätzt und ... Ja.

02:42:36: Die dich begleitet haben.

02:42:38: Auch international, auch von den Spaniern.

02:42:41: Carlos vom Giapenin halte ich für großartig und vor allem bei ihm zum Beispiel ein gutes Beispiel, was ich da bewundere, ist, der hat keinen Schiss.

02:42:53: Der setzt sich irgendwo hin, hält einen Vortrag, und obwohl da die Beinmacher in seinem Publikum sitzen, sagt er, was sie eigentlich wissen müssten.

02:43:01: Das machen ja viele Leute nicht, weil sie denken, wenn jetzt irgendwie eine extrem problemische Diskussion losbricht, dann ist die Veranstaltung kaputt, das ist dem scheiß egal.

02:43:11: Und solche Leute finde ich dann schon gut.

02:43:14: Also es gibt schon viele Kollegen, die gut sind.

02:43:18: Auch ein paar Amerikaner, überhaupt keine Frage.

02:43:23: Mit Sackling habe ich einmal an einem Tisch gesessen und probiert.

02:43:27: Ich fand es hochinteressant.

02:43:30: Das Einzige, was mich bei solchen Leuten wieder stört, ist, dass sie sehr, sehr fixiert sind auf das, was man als Allgemein gut betrachtet.

02:43:38: Manchmal würde ich mich bei so ein paar Alteingestanden etwas mehr Flexibilität.

02:43:45: Vor allem bei meinem Feld kann ich das beurteilen.

02:43:50: Aber gut, das ist halt auch die Geschichte.

02:43:54: Ich frage mich oft, ist es wirklich notwendig, dass ich ein Weinkritiker mit der ganzen Welt beschäftigen muss?

02:44:03: Haben die noch das Kriterium?

02:44:05: Aber machen Sie das wirklich, weil Sie ja eigentlich Fachverkostet in den einzelnen Gebieten haben und letztlich nichts anderes als die Herausgeber sind?

02:44:12: Aber es gibt ja kaum

02:44:15: einen Weinverkostet, der weltweit agiert und komplett alles alleine

02:44:19: macht.

02:44:19: Alleine nicht, aber es gibt schon Leute, die sehr viel, wenn man die Amerikaner nimmt, die probieren dann halt möglicherweise... das, was ihre Verkoster rausgesiebt haben.

02:44:35: Meinen wegen die Fünfzig-Besten.

02:44:37: Das ist normal

02:44:38: zentralisiert nach Verkosten.

02:44:41: Das machen die dann schon.

02:44:44: Ja, ich fühle mich dann ein bisschen unwohl.

02:44:46: Wenn ich mit diesen Leuten manchmal zusammensitze, die wirklich in einem Satz von China über Australien in der Aar landen.

02:44:59: Ich hab das nie so ganz verstanden.

02:45:00: Ich habe da lieber Leute, die ... Und ich glaube, es ist auch die Zukunft in unserem Job, dass ich die ... Die Spezialisierung

02:45:09: und die Spaten

02:45:11: verkostet.

02:45:12: Ja.

02:45:12: Ich meine, gut, ich hab das so gemacht.

02:45:16: Ich hab das so gemacht, weil es natürlich ein paar Nahelag, logischerweise, wenn du in Spanien lebst.

02:45:21: Aber es ist bei mir so gewesen, es war ... Der Wein hat mich gezogen, aber das Land hat mich auch gezogen.

02:45:30: Jedes Mal, wenn ich im Bus sitze von Madrid und fahre irgendwo hin, also ich versuche nicht zu fliegen, hat jetzt auch mit Nachhaltigkeit zu tun.

02:45:39: Aber in Asseline will ich die Haftung haben.

02:45:43: Und wenn du ein Land liebst, dann genießt du diese Haftung, auch wenn du ein paar Gummireifen unter dir hast.

02:45:51: Das ist, glaube ich, das auch.

02:45:53: Und wenn du diese Passion nicht ... Nicht empfinde es, glaube ich, auch nicht, dass im Endeffekt ein allgemein gültiges Urteil über das Weinland fällen kann.

02:46:04: Das glaube ich nicht.

02:46:06: Und bei Leuten, die sich mit fünf, mit dreißig Weinländern, also übertreben oder mit fünfzehn Weinländern beschäftigt, Das ist mir ein bisschen suspekt, vielleicht.

02:46:14: Okay, ich will Ihnen nichts Böses sagen.

02:46:16: Also es gehört ein Gesamterliebnis dazu, um die Weine auch zu verstehen.

02:46:19: Man muss das Land, die Menschen, man muss ein Gefühl dafür entwickeln und die Wahrnehmung letztlich auch haben.

02:46:24: Also ich habe mich auch sehr viel mit, also den, als ich den Master gemacht habe, ich hatte eine Designaturas, war Geschichte.

02:46:36: Ich habe mich sehr viel mit der spanischen Geschichte auseinandergesetzt.

02:46:41: Und natürlich automatisch, dann natürlich auch mit dem, du weißt ja was zu welchen, in welchen Epochen passiert ist.

02:46:50: Und ich glaube, das hat mir sehr viel Zugang gegeben zum Land selbst und zu verstehen, wie sind bestimmte Weintübungen schon?

02:46:59: Warum ist der Dich auch so, wie er ist?

02:47:01: Wenn ich es entverständlich, weißt du?

02:47:03: Allein die Geschichte.

02:47:05: Ich meine, bei Dich auch, das ist offensichtlich die Geschichte mit der Reblaus und diese Zeitversetzung.

02:47:11: Bordeaux, die Spieltierentwicklung.

02:47:13: Ja, es war ja nicht tief zu holen.

02:47:14: Aber Bordeaux hauptsächlich.

02:47:15: Hauptsächlich, ja.

02:47:18: Die Geschichte mit dem Bahnhof, der eigentlich maßgeblich dafür verantwortlich war, dass Tirioka zu dem werden konnte, was sie

02:47:24: war.

02:47:26: Ich hab da auch einiges.

02:47:28: Es gibt ja in den Bibliotheken, steht ja viel rum.

02:47:31: Und da gibt es auch lustige Sachen.

02:47:35: Es gibt die Erinnerungen eines französischen Weinmachers.

02:47:40: Ich sage das lieber nicht, wer das war.

02:47:42: Der gesagt hat, dass eine Frau geschrieben hat, Harro sei ein insetzliches Drecksnest, aber es hätte eine eigene Niederlassung der spanischen Notenbank.

02:48:06: Es hätte drei oder vier Casinos und so viele Bordelle wie Paris.

02:48:10: Ach Gott.

02:48:12: Hat damals geschrieben.

02:48:13: Also ich meine, völlig, völlig, völlig verrückt.

02:48:16: Von dir aus ihr Leben gegriffen

02:48:18: ist.

02:48:18: Ja, ja, ja.

02:48:19: Aber ich meine, ja, solche Sachen habe ich, habe ich, habe ich dann immer, habe ich dann immer mit großem Genuss gelesen.

02:48:31: Und das hat mir viel gebracht.

02:48:35: um Spanien zu verstehen.

02:48:36: Spanien ist sehr schwer zu verstehen, diese Franko-Zeit und die Spaltung des Landes und halt diese Geschichten und diese ganze Kolonialzeit.

02:48:43: Ich war immer für dich fasziniert, weil im Master hat ich sehr viele Südamerikaner.

02:48:47: Und die Südamerikaner sind manchmal aufgestanden, sind aus der Vorlesung gegangen.

02:48:51: Also nicht einverstanden waren, wie die spanischen Alp-Professoren, die Deeroberung.

02:48:59: Was heißt Mexiko?

02:49:05: Also im Nordamerika ja, im Prinzip ist Mexiko ist ja noch noch dabei.

02:49:09: Genauso wie Brasilien und

02:49:12: etc.,

02:49:12: etc.

02:49:13: dargestellt haben.

02:49:14: und die sind aufgescheint.

02:49:15: Dann gesagt, das helfen wir uns nicht an.

02:49:18: Ich meine, es gab auch einige.

02:49:20: Die haben unmögliche Sachen manchmal verbreitet.

02:49:23: Ich weiß, es waren die Achtzig-Jahre, haben sie gesagt.

02:49:25: Die Vermischung der Rassen wäre völlig friedlich gelaufen.

02:49:28: Und es wäre ein großes Glück, dass sich das edle spanische Volk mit den Einheimischen gepaart hätte.

02:49:35: Das ist auch so ungefähr und solche Sachen haben die gebracht.

02:49:39: Aber es gab natürlich auch tolle Professoren.

02:49:41: Es gab bei mir in Jesuit, der unglaublich mit viel Einsicht die Sache ganz anders gebracht hat.

02:49:47: Also, naja, auf jeden Fall.

02:49:49: ist mein Geschichte.

02:49:51: Als Geschichte und mein Geschichte ist das A

02:49:53: und O. Unglaublich spannend, also wenn man es auch wirklich betrachtet, nicht nur in Spanien, sondern allgemein weltweit.

02:49:58: Also es

02:49:59: gehen so viele

02:49:59: Sachen parallel und

02:50:01: gerade

02:50:01: so viele Geschichten finde ich schade, wenn die vergessen werden.

02:50:04: Ich würde jedem, jedem Sommelier, ich meine jeder Sommelier hat ja ein paar Länder, die er liebt, vermute ich mal.

02:50:12: Ich weiß nicht.

02:50:13: Sollte er?

02:50:14: Nö.

02:50:14: Aber eigentlich

02:50:16: würde es ja mit dem einhergehen, was du vorhin gesagt hast, mit dem Verkosten, dass je mehr ich im Spatendenken unterwegs bin, natürlich eine Globalität letztlich auch warnen sollte, um so authentischer

02:50:27: zu werden.

02:50:27: Ich

02:50:29: würde jedem ans Herz legen, sich auch mit der Geschichte zu bewahren.

02:50:33: Das muss ja jetzt nicht in die Ultrative gehen, aber man sollte schon eine gewisse Ahnung haben, warum es sind.

02:50:44: Ich meine, was heißt das, erklärt Sie dann von selbst?

02:50:46: Warum sind solche Bomben, warum ist Jerry entstanden?

02:50:50: In der Form, wie wir es kennen, warum ist Porte entstanden?

02:50:52: Ja.

02:50:53: Ich meine, das ist, es sind eigentlich, es sind vor allem, es ist ja meistens so, da gehört er jetzt auch nicht, er gehört eher Passion dazu, als Intellektus zu verstehen.

02:51:03: Aber es sind oft so eindeutige und einleuchtende Geschichten, die einem ewig im Gedächtnis bleiben.

02:51:10: Oder

02:51:11: einen auch selber bereichern.

02:51:12: Also Geschichten hört man ja auch selber gerne bzw.

02:51:14: erzählt die dann auch gerne und freut sich über die Anerkennung, die man dafür erfährt.

02:51:19: Und verstehst du, ich meine, was ich, wenn ich jetzt in einen Sommelier wäre, in einem Restaurant mit internationalem Publikum in Deutschland, egal ob das auf dem Land ist oder nicht, alleine Wenn ich einem Amerikaner, würde ich den Leuten doch, wenn ich die Zeit hätte, weil man hat ja immer mal wieder einen Moment für die Kunden, denn zu erklären, wie ist es denn gekommen?

02:51:50: Warum haben wir so viel tolle, große Gewächse?

02:51:53: Das ist ja, wie lange gibt es große trockene deutsche Weißweine?

02:51:58: Also alle Leute glauben ja, das gab es schon immer.

02:52:00: Das waren die Franzosen, die die großen trockene Sachen gemacht haben.

02:52:04: Begründ.

02:52:05: Aber ich meine, dass das große, es gab so ein paar... Hier in der Südpfalz gab es Repolz, der relativ früh ... ...

02:52:12: konsequent trocken.

02:52:14: Aber wie viel waren das?

02:52:17: Und ich meine alleine diese Geschichte, ich meine alleine dieser Wandel im deutschen Wein.

02:52:22: Was uns jetzt so einer wirklich ... ... hört sich pathetisch an, aber irgendwo ist es schon so.

02:52:27: Wir sind eine große Weißwein-Nation.

02:52:30: Ja, und Wegbereiter für viele oder eben die ... Das ist in einer so kurzen Zeit, das finde ich halt unglaublich spektakulär, dass wir es ja ... Eigentlich

02:52:38: erst mit den

02:52:38: Neunziger

02:52:39: richtig aktiv gelebt

02:52:41: haben, wo man es wieder, dieses Lagenthema, wieder angegangen ist und einfach versucht hat, voran zu treiben.

02:52:46: Rheingau war im Prinzip bei

02:52:50: Bayern.

02:52:50: Hast du vielleicht den Achtzigern schon mit Breuer, der es damals im Rheingau schon vorgelebt hat, diese Visionen hatte?

02:52:56: Auch die, wie gesagt, konsequent trocken auf enorm hohem Niveau.

02:53:01: Alleine das sollte man drauf haben.

02:53:07: Aber für dich natürlich auch schön, das miterlebt zu haben.

02:53:09: Kannst du dich an deinen ersten richtig bewussten Weinmoment erinnern, wo du sagst, wow, das ist Wein?

02:53:14: Ja, klar.

02:53:15: Bei mir zu Hause wurde viel getrunken.

02:53:18: Meine Eltern haben wirklich richtig ... Früher war das so, mein Vater hat ein großes Ingenieur beruhen, Karlsruhe.

02:53:23: Und früher war das so, dass man die Leute, die wichtigen Kunden, oft nach Hause eingeladen hat.

02:53:30: Man ist mittags vielleicht mit jemandem schnell was essen gegangen.

02:53:35: Na, wenn man Eindruck auch stehen wollte, mein Vater war total weinfanatisch.

02:53:41: Und naja, meine Mutter hat sehr gut gekocht, muss man sagen.

02:53:46: Und auch gerne guten Weingedrungen, so ist es nicht.

02:53:50: Und ich wurde schon mit acht, habe ich den Bein unhause im Keller geholt.

02:53:56: Und mein Vater hat dann gesagt, der wär heimlich da hinten, bring's in der Flasche.

02:54:02: Und dann, als ich ... zehn, elf Töpfer, hab ich die Sachen probieren dürfen.

02:54:08: Mein Vater hat gesagt, guck mal, ob du die Flasche aufkriegst, dann probierst du es, dann sagst du uns mal, ob das gut ist oder nicht.

02:54:17: Und ich weiß noch, dass ich mit meinen Eltern in der Provence war, irgendwo, in einem ziemlich guten Restaurant.

02:54:31: Und da kam der Sommelier.

02:54:37: Und der Sommelier war Der wollte das nicht glauben, dass mein Vater gesagt hat, schenken Sie dem kleinen Jungen zuerst ein.

02:54:45: Da war ich zwölf, ein weißes Wein, trocken.

02:54:51: Und ich habe gesagt, großartig, das weiß ich noch.

02:54:53: Dann hat mir mein Vater auf die Schulter geglaubt und er hat gesagt, ich glaubt ihr.

02:55:01: Das umgeheber, das hatte ich in einem Köstchen nicht amüsiert, aber am Anfang war er komplett konsterniert.

02:55:11: Na ja, so bin ich irgendwie auch zu meinen gekommen.

02:55:15: Also, diesen richtigen A-Moment hattest du gar nicht, wo du sagst, weil du jetzt verstehst.

02:55:19: Nee, nee, aber gut, ich mein, dadurch, dass ich dann immer, immer wieder, immer wieder, vor allem viele weiß meine und Bordeaux, mein Vater hatte nicht viel Bordeaux, aber er hatte immer mal wieder was.

02:55:30: Die ist nicht hingefahren.

02:55:31: Die ist hingefahren und haben gekauft.

02:55:33: Nicht viel, aber drei oder vier oder fünf Freunde, die haben dann irgendwie zwanzig Kisten gekauft oder dreißig Kisten.

02:55:41: Und das waren ja meistens die Geschichten, die du irgendwie zehn Jahre liegen lassen musstest, mindestens so der Fünfzehnbewort, der dir überhaupt dringend hat.

02:55:47: Und mein Vater hat immer gesagt, der Keller ist nicht abgeschlossen, du kannst in den Keller gehen, okay?

02:55:55: Aber wenn ihr was trinkt, dann sagt mir Bescheid und wenn du was getrunken hast, was dir eigentlich nicht geschmeckt hast, weil's zu jung war, dann bist du echt selber dran, schuld.

02:56:04: Und mach nicht nochmal denselben Scheiß, ne?

02:56:06: So ungefähr.

02:56:08: Deshalb hab ich, bei mir war das ein sehr langer... ... langsamer Prozess, könnte man sagen.

02:56:14: Also ich habe sehr viel probiert.

02:56:16: Also ich habe mich natürlich nicht gespuckt.

02:56:18: Ich habe dann halt so einen Mini-Schluck genommen.

02:56:20: Und ich fand das natürlich total cool.

02:56:22: Und ich war auch der Einzige ... ... ich weiß noch, in meiner Klasse zum Abitur ... ... alle, wenn wir ... ... es war ja früher so ... ... die Kerle haben Bier gedrungen ... ... und die Mädels ... ... wenn wir zusammen die Klappe gegangen sind, ... ... zu Zehnt oder so, ... ... von der Klasse halt oder die Parallelklassen.

02:56:40: Leistungskurse.

02:56:43: Ich bin in Karlsruhe aufgewachsen.

02:56:45: Ich bin in die Kneipe gegangen.

02:56:46: Die Mädels haben immer weingetrunken.

02:56:49: Und irgendwie ... Die Herren, die Kerle haben dann auch weingetrunken, nachdem sie zwei Bier getrunken haben.

02:56:56: Und ich weiß immer, der, der bestimmen musste.

02:56:59: Weil sie wussten, was der Schwarzwäler soll.

02:57:04: Der Schwarzwäler sucht das jetzt raus.

02:57:06: Und ... na ja.

02:57:09: Insofern hat natürlich viel gebracht, weil ich eine gewisse Sicherheit hatte, relativ früh.

02:57:14: Könntest du für einen Wort geben?

02:57:19: Licht.

02:57:20: Stark.

02:57:21: Licht.

02:57:21: Weißlicht.

02:57:22: Finde ich großartig.

02:57:23: Weißlicht.

02:57:24: Ja.

02:57:24: Für alles.

02:57:25: Für den Gaumen.

02:57:28: Für das Gehirn.

02:57:29: Für das Gefühl.

02:57:30: Für den Takt.

02:57:30: Für alles.

02:57:31: Weißlicht.

02:57:32: Wow.

02:57:34: Sehr beeindruckend.

02:57:35: Also für dich den Gedanken finde ich faszinierend.

02:57:37: Aber eigenes Weingut war für dich nicht ein Thema, oder?

02:57:41: Weiß du?

02:57:41: Ja, gute Frage.

02:57:43: Ich hab schon drüber nachgedacht.

02:57:45: Ich hab ja ein paar ... Ich hab ein Hektar oder so, oder ... Ich hab eine Hektar oder so, oder ... Ich hab ein Hektar oder so, oder ... Ich hab ein Hektar oder so, oder ... Ich hab ein Hektar oder so, oder ... Ich hab ein Hektar oder so,

02:57:52: oder ... Ich hab ein Hektar oder so, oder ... Ich hab

02:57:53: ein Hektar oder so, oder ...

02:57:54: Ich hab ein Hektar oder so, oder ... Ich hab ein Hektar oder so, oder ... Ich hab ein Hektar oder so, oder ... Ich hab ein Hektar oder so, oder ... Ich hab ein Hektar oder so, oder ... Ich hab ein Hektar oder so, oder ... Ich hab ein Hektar oder so, oder ... Ich hab ein Hektar oder so, oder ... Ich hab ein Hektar oder so, oder ... Ich hab ein Hektar oder so, oder ... Ich hab ein Hektar oder so, oder ... Er hat immer gesagt, dass Filet steckt.

02:58:12: Irgendwann müssen wir diese Mirabellen entfernen und wir müssen da was pflanzen.

02:58:16: Irgendwann, nach vielen Jahren, hat er uns dann soweit gehabt.

02:58:20: Und dann habe ich mit ihm, mit dem alten Fritz, haben wir das Ding gerodet.

02:58:23: Er hat seinen bepflanzt.

02:58:25: Ich habe ihm dann auch geholfen.

02:58:27: Er hat dann ein bisschen Erde reingefahren, weil es teilweise fast nackte Sandsteine war.

02:58:33: Das ist ja so eine Mittelhanglage.

02:58:36: Egal, auf jeden Fall ist es so.

02:58:41: Hab mir geschworen, dass aus folgendem Grunde ich keinen Wein mache.

02:58:47: Früher, als es gab eine gewisse Zeit, da bist du von den Kollegen eingeladen worden und die haben dir dann in Superbordo oder in Tollenburg-Gunder oder in Spitz in Italiener oder auch mal einen großen Riesling eingeschenkt.

02:58:59: Und dann kam die Mode, dass die Kollegen anfinden, Wein zu machen.

02:59:04: Und dann musst du statt den schönen Linn-Spaarsch hast du irgendein Zeug verzerrt bekommen, was meistens echt nicht trinkbar war.

02:59:11: Und da habe ich mir geschworen, so was mache ich nicht.

02:59:14: Das mache ich nicht.

02:59:17: Ich will auch mal meinen Namen für so was nicht hergeben, nicht weil ich auch gar nicht bin, aber weil ich einfach nicht überzeugt bin, vor dem Prozess als Journalist wein zu machen, da sind wir eine Beratung machen, das mache ich damit, für den ich sogar ganz gut Geld.

02:59:30: dass ich bei großen, also bei mittelgroßen auch mal kann.

02:59:36: Selbst bei Bega bin ich abends mal im Amt, also nicht wenn die ihre Blänz machen, sondern wenn die vergleichboben machen mit anderen.

02:59:45: Da gibt's dann zwanzig Weine.

02:59:47: Das sind dann zwei Stehen, zwei Waldbeuner und zwei Unikos drin.

02:59:51: Und sonst, keine Ahnung, Grange.

02:59:53: Das heißt, Sikaya und so was, alles blind.

02:59:56: Weltklasse.

02:59:57: Und dann gucken die einfach, wie sie da stehen, egal.

03:00:00: Also Beratung steht dem nicht im Wege, hab ich nichts dagegen.

03:00:04: Aber einen eigenen Wein zu machen, wollte ich aus dem, wie gesagt, aus diesem

03:00:09: Grund.

03:00:10: Macht ganz viel Sinn.

03:00:11: Wollte ich nicht machen.

03:00:13: Also, gerade auch so, man hat ja meistens auch nur ... Eine, ein Zeitfenster in der Energie.

03:00:18: Und oftmals kann man das auch gar nicht aufholen, was andere ein halbes Leben bis in Leben praktiziert haben, brauchten, um das zu lernen.

03:00:27: Gantenbein sagte das mal, ich find's schade, dass er nur ein Leben hat.

03:00:29: Will das einen Leben braucht er zum Lernen?

03:00:31: Er hätte gerne im zweiten Leben

03:00:33: das

03:00:33: geliebt, was er gelernt

03:00:34: hat.

03:00:34: Ja gut, aber ich mein, da muss man natürlich sehen, das ist auch der Grund.

03:00:37: Du hast es ja vorher angesprochen.

03:00:39: Du magst, also anscheinend, gefällt dir Al-Vardinio.

03:00:43: Kann ich auch verstehen.

03:00:45: Aber wenn du dir diese ganzen jungen Erzeuger anguckst, dann muss man natürlich sehen, ich kann den Herrn Gantenbein gut verstehen, aber dafür sind diese Generationen da.

03:00:55: Weißt du?

03:00:57: Ich will nicht behaupten, dass ein Weingut in der ersten Generation nicht wegen diesem großen Wein zu machen, das wäre vermessen, das ist auch blöde.

03:01:05: Aber wenn natürlich drei, vier, fünf Generationen hochwertig Wein gemacht haben, das ist ja wie ein gestaffeltes Qualitätsgedächtnis, was sich dann immer in der gerade präsenten Generation ausdrücken kann.

03:01:23: Und das ist natürlich schon der große Vorteil.

03:01:27: Und das ohnehin?

03:01:27: Ich war jetzt nur in diesem Spiegel, dass du jetzt neu anfangen würdest und im Prinzip von vorn anfangen würdest und dann mehr oder weniger diesen Erfahrung schadst mehr in mehreren Generationen eigentlich gar nicht.

03:01:38: Das habe ich zum Beispiel, weil du mich gefragt hast, trennt.

03:01:41: Ich finde Albaninien einen großen Trend, vor allem hinsichtlich dahin, was da kommen wird, wenn die das mal wirklich raushaben, was sie da alles machen können.

03:01:50: Und da kannst du unglaubliche Sachen machen, wenn du dich das Terror anschaust.

03:01:55: Ganz gut.

03:01:57: Super, der Stoff ist super.

03:01:59: Also was ich jetzt zum Beispiel im Bezug dessen, weil wir es gerade im Glas haben, spannend finde, in England hatte man noch nicht mal eine Generation davor und dass dies geschafft haben, diesen Schaum mein so, eigentlich schon fast perfekt und trotzdem individuell hinzu zu zaubern, das ist dann schon ein Phänomen gewisserweise.

03:02:19: Gibt es keine Erfahrungsgipfel?

03:02:22: Es war eine parallele Klimasituation wie in der Champagne.

03:02:25: Es ist ein ähnlicher Boden, aber man hat Winze, man hat Kellermeister aus der Champagne genommen.

03:02:31: Aber es musste alles neu gedacht werden, neu angelegt werden.

03:02:34: Und in zwanzig, ne, jetzt mittlerweile sind es vierzig Jahre, hat man's.

03:02:39: Sagen wir mal so, ich bin einer Meinung mit dir, dass es erstaunlich ist, dass sie dieses Niveau erreichen können in so kurzer Zeit.

03:02:46: Ich bin aber sicher, dass da noch ein... dass noch einer draufgesetzt wird.

03:02:50: Ich glaube, die Weinmacher an sich ist nicht das Thema.

03:02:54: Ich glaube, was die noch optimieren werden, ist ihre Außenwirtschaft.

03:03:00: Da wird sich auf die tun.

03:03:01: Ich meine, da ist ein Klimawandel.

03:03:02: Wir wissen ja nicht, wie reagiert gerade die Englische Küste oder das Englische Küstengebiet.

03:03:11: Ich vermute mal, man müsste sich das mal anschauen, aber ich bin sicher, dass da noch viel mehr Potenzial drin ist.

03:03:20: Insofern wären wir wieder bei der Generationsgeschichte.

03:03:25: Nur ist es jetzt so, dass die Technik wahrscheinlich, da viel mehr kannst du da nicht machen, aber die Außenwirtschaft, das Rotprodukt zu feilen, da kannst du, glaube ich, unendlich machen.

03:03:40: Alleine

03:03:40: Rebanlagenalter ist natürlich ein Riesenthema, was da noch mit rein spielt.

03:03:43: Aber ich finde es schon beeindruckend.

03:03:44: Also was der bietet und wie großartig er jetzt auch mit Luft geworden ist, mit ein bisschen Haustuftung.

03:03:49: Und

03:03:49: die Perla ist nach wie vor unglaublich fein.

03:03:52: Ganz super, du.

03:03:54: Was würdest du da im achtzendjährigen Ich in Sachen Wein empfehlen?

03:03:58: Naja, ich würde mir wahrscheinlich selber raten, dass ich mehr vom eigentlichen Weinbau verstehen sollte.

03:04:08: Weil ich glaube, da liegt der Schlüssel.

03:04:10: Und ich glaube, da liegt der Schlüssel auch für die Zukunft.

03:04:12: Nimmt einem das nicht die Unvoreingenommenheit vor den Wein, wenn man versucht ist zu verstehen und dann wird man da nicht zu kopflastig und verliert die Emotion dabei?

03:04:21: Nee, ich glaube nicht.

03:04:22: Ich glaube einfach, ich glaube, dass es ist ja schon ein Mysterium, hört sich jetzt idiotisch an oder pathetisch.

03:04:30: Aber der Boden, der Platz ist ein Mysterium.

03:04:38: Das Geheimnis auf, was heißt, das Können auf die ständig wechselnden Rahmenbedingungen, allein schon von einem Jahrgang zum anderen, intelligent reagieren zu können, gehört für mich zum größten, was Wein machen, ausmacht.

03:05:02: Du brauchst eine Winzerin oder ein Winzer.

03:05:09: welche die Sensibilität besitzt, zu spüren, was ihr die Natur geben kann und was ihr die Natur nicht geben kann.

03:05:19: Je nach Jahrgang, alleine das, ringt mir eine enormes Maß an Bewunderung ab.

03:05:25: Und deshalb würde ich gerne mehr, ich würde gerne mehr Zeit mit jemandem verbringen draußen.

03:05:33: Ich glaube, als junger Mensch hast du noch mehr.

03:05:37: Sensibilität, als wenn du heller bist.

03:05:39: Auch

03:05:39: Aufnahmefähigkeit und...

03:05:41: Ja, ich glaube auch, ganz ähnlich.

03:05:43: Ich glaube auch, dass ein gewisser Mystik dabei ist.

03:05:47: Ich halte sowieso... Eigentlich schneide ich mir ins eigene Fleisch.

03:05:55: Ich glaube nicht,

03:05:57: dass

03:05:59: das Alter schlauer macht.

03:06:05: Vielleicht macht alter Weise, das mag sein.

03:06:08: Oder erfahren.

03:06:09: Genau, erfahren und vorsichtiger vor allem.

03:06:12: Aber die Eingebung, die Vision, das Neue, ist nur die Jugend.

03:06:19: Es ist nur die Jugend.

03:06:21: Schaut dir die Wissenschaft an.

03:06:23: Wer hat als alter Mensch eine großartige, eine bahnbrechende... Vielleicht gibt es ein paar Physiker, aber die haben ihre Preise auch bekommen für Sachen, die sie vor zwanzig Jahren angefangen haben.

03:06:40: Im Rezim sind es die jungen Leute.

03:06:46: Das hört sich metaphysisch schon fast an.

03:06:49: Ich glaube, dass die Verbundenheit von Platz und Mensch, wenn du da aufgewachsen bist und als junger Mensch, Dort das Beobachte ist, glaube ich, dass die Aufnahme vermögen eines jungen Menschen auf seinem Platz durch nichts anderes zu topen ist.

03:07:13: Und da denke ich aber trotzdem, um auch eine Rechtfertigung für deinen Alter zu finden, spart es ihm immens viel Zeit, wenn man den Ratschlag eines älteren annimmt.

03:07:23: Natürlich,

03:07:23: klar.

03:07:24: Nein, das schon.

03:07:24: Deswegen

03:07:25: ist die Synergie, was du vorhin angesprochen hast, dass du Das eingehen würde, ist super.

03:07:29: Toller Gedanke.

03:07:31: Dass du deine Lebenserfahrung als älterer Mensch abgeben soll, das ist das Mindeste, was wir tun können.

03:07:37: Das macht uns als älterer Menschen

03:07:40: aus.

03:07:40: Das ist ein Weitergebnis, ja.

03:07:41: Genau.

03:07:43: Hast du noch pläne Gedanken, irgendwas, was konkret wäre?

03:07:48: Wir hatten vorhin schon das Thema Buch, ob so was noch ein Thema wird.

03:07:52: Vielleicht intermedial?

03:07:55: Ich würde gerne mit jemandem zusammen so ein Projekt machen.

03:07:58: ein halb-digitales Projekt oder ein zweigleisiges Projekt.

03:08:03: Das würde ich nochmal machen.

03:08:05: Ob das jetzt ganz Spanien ist, das überlege ich mir auch.

03:08:11: Da bin ich schon ein bisschen konkreter, dass ich vielleicht was zu einem Gebiet veröffentliche, was größer ist.

03:08:21: Aber ich würde auch nochmal was zu Spanien machen.

03:08:23: Das ist vielleicht noch eine der wenigen Geschichten.

03:08:28: die, glaube ich, auch notwendig sind, dass realisiert werden.

03:08:33: Ich fand es nochmal ziemlich gut, ganz ehrlich gesagt.

03:08:36: Ich war, hast du das Mallorca-Buch von Jürgen und Wolf?

03:08:41: Was steht im Schrank, aber ich habe kein

03:08:44: Zeitfenster dafür gefunden.

03:08:44: Aber ich fand es

03:08:45: toll, dass er das Thema

03:08:45: aufgegriffen hat.

03:08:46: Das fand ich so toll.

03:08:47: Mallorca ist ja eigentlich schon eine relativ potente Insel, die schon ein gewisses Entwicklungsmöglichkeit hat aufgrund des Grundinteresses.

03:08:54: Also jetzt muss man ja auch immer,

03:08:56: der es irgendwo kauft.

03:08:57: Und ich fand es aber trotzdem spannend, dass er das Thema aufgegriffen hat.

03:09:01: Also ich fand es auch notwendig.

03:09:05: Eigentlich eine super Geschichte.

03:09:07: Und natürlich auch sinnvoll.

03:09:08: Und

03:09:09: schade, dass es eigentlich immer nur von drei, vier Weingütern geredet

03:09:12: wird,

03:09:12: aber es teilweise gewisse Schätze dort auch gibt und er versucht hat, diese darzustellen oder hinauszuarbeiten.

03:09:18: Aber ich habe es noch nicht gelesen, deswegen habe ich kein Bild.

03:09:21: Nein,

03:09:21: ich habe es mit Interesse einfach... Also ich habe es auch nicht ganz gelesen, aber ich habe mich immer wieder nachgeguckt und... Mallorca ist eher so eine Geschichte, die man nicht so ernst nimmt oder lange nicht ernst genommen hat, aber inzwischen gibt es auch ein paar interessante Sachen.

03:09:39: Dass sich jemand wie der Jürgen mit einer wirklich extrem ausgebrähten Spanienerfahrung diesem Thema angenommen hat, finde ich toll.

03:09:55: Ich war nach dem Gespräch richtig nachhaltig berührt.

03:09:57: So viele Gedanken, so viel Tief sind, trotzdem so viel Weinbewusstsein, so viel auch Nüchternheit.

03:10:04: Das Interessante für mich ist, dass ich David vor... ...von... ...von... ...von... ...von... ...von... ...von... ...von... ...von... ...von... ...von... ...von... ...von... ...von... ...von... ...von... ...von... ...von... ...von... ...von... ...von... ...von... ...von... ...von... ...von... ...von... ...von... ...von... ...von... ...von... ...von... ...von... ...von... ...von... ...von... ...von... ...von... ...von... ...von... ...von... ...von... ...von... ...von... ...von für dieses wahnsinnig tiefgründige Wissen, für die Art, wie er es transportieren kann.

03:10:28: Aber es waren immer nur Momentaufnahmen.

03:10:31: Und deswegen bin ich super dankbar für dieses extrem tiefsinnige Gespräch.

03:10:34: Es hat mir wahnsinnig viel Spaß gemacht.

03:10:37: Vielen Dank für die Offenheit.

03:10:39: Vielen Dank für auch die vielen wunderbaren Geschichten für dein Wissen.

03:10:43: Und

03:10:45: dafür, dass es unser Gast war.

03:10:46: Das war ein Erlebnis, das war richtig ein Erlebnis.

03:10:50: Und natürlich auch ein ganz großes Dankeschön an dich, dass du bis zum Ende durchgehört hast, nahezu drei Stunden.

03:10:56: Wahnsinn, unglaublich, das freut mich sehr.

03:10:58: Wir haben oft darüber nachgedacht, ob wir das Format ein wenig kürzer gestalten, aber ich denke gerade durch diese Länge der Gespräche kommen diese interessanten Informationen und ja auch die Geschichten nicht komprimiert, sondern in kompletter Ausführlichkeit, so wie man sie sonst eigentlich nie bekommt

03:11:14: und wie ich

03:11:15: wahrscheinlich David auch niemals sonst kennengelernt habe.

03:11:18: und du eben mit mir.

03:11:19: Wenn du noch eine Minute hast, sei so lieb, bewährte kurz im Podcast.

03:11:24: Das hilft uns ungemein in der Präsenz in der Reichweite und damit natürlich auch, dass das Format weiterlebt.

03:11:30: Wenn du das machen könntest auf Spotify, auf Apple Podcast, das wäre wirklich ganz großartig.

03:11:34: Und wir sind natürlich auch auf Instagram vertreten, falls du uns dort folgen möchtest.

03:11:39: Wir haben einen Blog, in dem die ganzen Sommys sind, ja jetzt ist schon weit über neunzig, beziehungsweise Sommys in Friends.

03:11:47: Porträtiert werden, teilweise zitiert werden, also wenn du mal nachlesen möchtest, was Sommie X Y oder eben der Sommie und Friend aus der Folge X Y noch an wertvollen Dingen zum Besten gegeben hat, dann kannst du das auf dem Blog.

03:12:03: Also ich finde, es ist ein doch durchaus interessantes Nachschlagewert.

03:12:07: Nimm die Zeit, plätt einfach mal durch.

03:12:09: Und sonst freue ich mich natürlich Auch an dieser Stelle mich ganz herzlich bei der Schlumbergergruppe bedanken zu können.

03:12:14: Dazu gehören die Handelshäuser Segnitz, Konziowini, Schlumberger selber und natürlich das Privatkundenportal Prima Weinkolleg.

03:12:22: Die unterstützen uns, die begleiten uns.

03:12:24: Wir dürfen deren Weine hier präsentieren, die Weingüter begleiten uns und dafür ein ganz ganz großes Dankeschön, dass ihr an unserer Seite seid und dass wir dadurch sagen können, Nach dem Podcast ist vor dem Podcast.

03:12:37: Nach dem Freitag ist vor dem Freitag und nachdem wir David Schwarzwälder zu Gast hatten, gibt es nächste Woche wieder einen Deep Dive.

03:12:46: Und da durfte ich nach Sylt gedanklich reisen.

03:12:49: Wir zeichnen ja viele der Podcast online auf.

03:12:52: Das hat den Vorteil, dass wir mit genau dir auf einer Kommunikationsebene sind.

03:12:56: Also dass ich mit meinen Gästen nicht non-wehrwahl kommuniziere, was teilweise viel interessanter, viel spaßiger wäre, sondern dass wir uns aufmerksam zuhören und somit eben auch ergänzen.

03:13:07: Und gedanklich, wie eben erwähnt, durfte ich nach Sylt reisen, den Söllringhof.

03:13:11: Sie waschen einmal unsere Gäste.

03:13:13: Und die großartige Berbering will uns etwas über Portweiner erzählen.

03:13:18: Das Gespräch ist aufgezeichnet, es ist richtig tief.

03:13:21: Also es ist ein richtiger Dieb-Dive und du kannst dich drauf freuen.

03:13:24: Also bis nächste Woche und freue mich auf Berbering.

03:13:41: Ich bin Dieter Beggert, Übersetzer im Sommelier und lebe seit über vierzig Jahren in Salamanca.

03:13:48: Ich leite im Unternehmen namens Katastibertidas, was man mit lustigen Weinverkostungen übersetzen könnte.

03:13:56: Aber jetzt zu David Schwarzwälder.

03:13:59: David ist eine herausragende Botschaft der spanischen Weinen.

03:14:03: Als Sommelier bin ich ständig unterwegs, besuche Bodegas in ganz Spanien, große, kleine, berühmte und solche, die man nur findet, wenn man sich verferrt.

03:14:14: Und in all den Jahren habe ich eines noch nie erlebt, dass jemand David nicht kennt.

03:14:21: David kennt man.

03:14:23: Herrn Schwarzwälder kennt man nicht.

03:14:26: Denn sein Nachname ist für alle Spanier ein echter Zungenbrecher.

03:14:31: David ist ein Allrounder.

03:14:33: Natürlich ist Wein sein großes Terrain.

03:14:36: Aber das heißt nicht, dass man ihnen nicht auch zur Liebenöl, zum portugiesischen Aguadiente oder zu Restaurants irgendwo zwischen Andalusien und Südamerika befragen

03:14:50: könnte.

03:14:51: Für mich war es immer ein Luxus, David.

03:14:54: Mal eben

03:14:55: kurz,

03:14:55: um einen Tipp zu bitten.

03:14:58: Und was soll ich sagen, jeder Einzelne war ein Volltreffer.

03:15:03: David ist außerdem ein Gentleman.

03:15:06: Großzügig,

03:15:07: aufmerksam, immer respektvoll.

03:15:11: Trotz seines enormen Wissens ist er bodenständig geblieben.

03:15:16: Keine Starralüren, keine Besserwisserei.

03:15:19: Dafür Offenheit und echte Neugier auf andere Meinungen.

03:15:25: Zum Schluss noch eine kleine Anekdote.

03:15:27: Ich werde als Sommelier oft gefragt, was das Beste ist, dass ich je getrunken habe.

03:15:34: Und nein, es war kein legendärer Bordeaux.

03:15:37: Es war ein Brand aus alten Mirabellen.

03:15:41: Ein magisch gutes Destillat, das ich nie wieder vergessen habe.

03:15:47: Und wer glaubt ihr wohl,

03:15:49: steckt

03:15:49: hinter diesem Meisterwerk?