Die interessantesten Weinkellner unserer Zeit
00:00:13: Mein Name ist Hans-Stefan Steinheuer.
00:00:16: Ich bin Inhaber und Patron-Chef von Steinheuers Restaurant zweiten Post in Bad Neuener Heppingen.
00:00:25: Ich kenne Rudolf Knickenberg seit vielen Jahren.
00:00:29: Als Sommelier der Ente in den frühen achtziger Jahren hat er in einem, dem Wein, besonders verbundenen Haus, erstklassige Erfahrungen sammeln können.
00:00:38: Da Zwischenlagen, Stationen, bei Domäne Château, bei Deinhard, wo wir einige Berührungspunkte hatten.
00:00:46: Wir lernten uns näher kennen, als er den Geschäftsführer der Schlumberger KG wurde.
00:00:52: Das Haus Schlumberger war schon seit unserer Eröffnung, ein erforderlicher Partner für den Kauf französischer und weiterer ausländischer Weinen.
00:01:03: Als Schlumberger uns segnet sich, fusionierten, wurde das Portfolio für unser Haus noch interessanter.
00:01:09: Ich erlebte Rudolf Knickenberg als ein Mann mit Haltung, Neugier und Leidenschaft.
00:01:15: Ihm geht es nicht nur um Etiketten und Bewertungen, sondern um Persönlichkeit des Weines und um das Handwerk, was damit verbunden wird.
00:01:24: Bei ihm vereint er sich fundiertes Weinwissen, Respekt vor dem Produkt, aber auch die Offenheit für Neues.
00:01:31: Sein feines Gespür für Menschen, Märkte und Entwicklungen geben ihm den Ansporn, das Portfolio durch die besten Weine der Welt zu erweitern.
00:01:41: Als Koch habe ich mich und immer für die Harmonie von Speisen und Wein interessiert, vor allem wie Wein und Speisen aufeinander wirken und sowohl das Menü als auch die Feinheiten des Weines in einer besonderen Beziehung stehen.
00:01:55: Das einhebt das andere und auch umgekehrt.
00:01:59: Was ich sehr an Rudolf Knickenberg schätze, er geht sehr auf unsere Wünsche ein.
00:02:04: Er hat jederzeit ein offenes Ohr für unsere Bedürfnisse und unser tägliches Geschäft.
00:02:10: Und er kann durch seine umfangreiche Weinexpertise stets ausgezeichnete Empfehlungen geben.
00:02:18: Erleben Sie ein wunderbares Gespräch mit ihm und Silvionitschen.
00:02:23: Ich wünsche Silvio Nietzsche mit seinem Podcast zum Jubiläum weiterhin viel Erfolg, viele inspirierende Gespräche und seinen Hörerinnen und Hörern genauso viel Freude beim Zuhören, wie wir es haben.
00:03:08: Über neunzig verschiedene Sommys, über neunzig verschiedene Weinpersönlichkeiten, über neunzig verschiedene Weinkarrieren, über neunzig verschiedene Weinlebensgeschichten.
00:03:18: Und heute sind wir bei der hundertsten Folge.
00:03:20: Und doch darf ich dir gestehen, dass das für mich nicht die wichtigste Folge ist.
00:03:24: Wer jede einzelne Folge, jede einzelne Sommie, jede einzelne Sommie & Friend hat für mich die gleiche Wertschätzung und die gleiche Wichtigkeit.
00:03:34: Und eigentlich bin ich jedes Mal ein bisschen aufgeregt.
00:03:36: Am Stück könntest du zwölf Tage Sommelier durchhören, irre.
00:03:41: Als wir das Projekt damals begonnen haben, habe ich mir nicht erträumen lassen, dass es so langfristig und auch so erfolgreich wird.
00:03:49: Daher ein Riesen Dankeschön an dich, dafür dass du zuhörst, dafür dass du an unserer Seite willst, dafür, dass du uns Feedback gibst.
00:03:57: Und natürlich auch ein ganz großes Dankeschön an all die Sommeljäse, dafür dass sie uns ihr Wein wissen, ihre Weinleidenschaft, ihre Weingeschichten zur Verfügung gestellt haben.
00:04:06: Und auch ein ganz großes Dankeschön an Maria Anna Wimmer vom Bremer Weinkolleg und Steffen Letzner von der Schlumberger Gruppe.
00:04:13: Dafür, dass sie im Prinzip mein Backbone sind, meine Unterstützung, meine Begleitung.
00:04:18: Ich mit ihnen nicht nur Meinungen, Gedanken, Ideen teilen kann, sondern sie auch dieses begleitende, nötige Auge auf dieses Projekt haben, damit keinen großen Fropass passieren.
00:04:29: Denn für jeden unserer Gäste, für jeden der einzelnen Sommys, setzen wir einen Meilenstein.
00:04:34: Und uns ist es unglaublich wichtig, dass jeder der Sommys seine Episode auch gerne noch nach drei, vier Jahren hört und stolz darauf ist, ein Teil dieses Projektes zu sein und seine Erfahrung und sein Wissen mit dir zu teilen.
00:04:48: Ich denke noch so gerne an die ersten Tage, als die Idee aufkam, die Sommys aus Deutschland zu präsentieren in einem Podcast.
00:04:56: Und einer derer, der vom ersten Augenblick an Die Besonderheit von Zombies innerhalb dieser Weinkultur greifen konnten und diese Idee begleitet und ja unterstützt hat, war Rudolf Knickenberg.
00:05:08: Vielleicht will er selber mal Zombie-Eber, vielleicht will er in den letzten dreißig Jahren Zombies begleitet hat.
00:05:14: Wie auch immer war es ein Herzenswunsch, die einhundertste Folge zusammen mit ihm auszurichten.
00:05:20: Und nun ist es Realität.
00:05:22: Ich hätte zu Beginn nie geglaubt, dass wir einhundert Folgen präsentieren können.
00:05:26: Doch die Schlumbergergruppe und eben allen voran Rudolf Knickenberg hat daran geglaubt und ist seitdem unser Partner.
00:05:33: Daher ein ganz großes Dankeschön an die gesamte Schlumbergergruppe mit den Handelshäusern Segnetz von Seovini Schlumberger und dem Privatkundenportal Bremer Weinkollekt.
00:05:43: Und ich hatte keine Ahnung, wie dieses Gespräch verlaufen wird.
00:05:47: Und ich war überrascht, ich bin noch immer total begeistert, wie viel Geschichte, wie viel Tief sind, wie viel Wein, nein, wie viel Branchenliebe.
00:05:55: aus Rudolf Knickenberg sprechen.
00:05:58: Und ich war überrascht, wie offen er seine Geschichte zum Besten gibt.
00:06:03: Und nach dem Gespräch, das darf ich dir verraten, war ich noch begeisterter von dem Sommelier, von dem Weinmenschen, von dem Geschäftsmann, von dem Menschen Rudolf Knickenberg.
00:06:13: Und ich freue mich auf ihn.
00:06:14: Herzlich willkommen lieber Rudolf Knickenberg!
00:06:19: Ich fand das unglaublich interessant zu erfahren.
00:06:22: Ich wusste das lange nicht, dass wir gewisse Parallelen haben.
00:06:25: Also, dass wir sozusagen beide mal Zommis waren.
00:06:28: Lange ist her, ja.
00:06:29: Dass sie einer der ersten richtig großen bekannten Zommis in Deutschland waren in den Achtziger Jahren, dass sie mehr oder weniger für Kai Schatter den Weinkiller aufgebaut haben, wovon er später profitiert hat.
00:06:39: Dass sie mal in der Ente waren, diese legendären Ente in den Achtziger Jahren, als in Deutschland alles aufblühte.
00:06:47: Verrückte Zeit, oder?
00:06:49: Ich hab ja... Ganz klassisch Kellner gelernt, das nannte sich damals noch Kellner, kein Restaurantfachmann, in einem damaligen Relé Château Hotel Krautkrimmer.
00:06:59: Und der damals gab es so den Rieslingpreis von Feinschmecker dort oder Relé Château Veranstaltungen.
00:07:08: Und da habe ich die Liebe zum Wein entdeckt und wir wurden auch sehr gefördert.
00:07:12: Wir wurden als Azubis in Binien-Reingau gefahren, sind nach Baden gefahren.
00:07:17: Von der Firma aus, also vom Coutcremer aus.
00:07:22: Als die Lehre dann so zu Ende ging, habe ich gesagt, da gibt es so etwas Neumodisches, sommelier, da hätte ich Bock drauf.
00:07:29: Dann hat mir mein Oberkelder gesagt, ich soll bitte da bleiben, wo ich bin, ich kann gut filitieren, ich kann tranchieren, ich soll Chef der Rang werden und das ist der richtige Weg.
00:07:37: Damals hat mir der Coutcremer gesagt, es gibt nur drei Betriebe in Deutschland, die sowas überhaupt haben.
00:07:43: Und einer war Wodatz.
00:07:45: Der ente und er gesagt ich kann den Kontakt mal herstellen und dadurch bin ich dann.
00:07:49: Glücklicherweise beim ap.
00:07:51: wo das gelandet?
00:07:52: wie war das denn
00:07:53: dort?
00:07:54: ich war zweieinhalb Jahre dort zweieinhalb nur deshalb.
00:07:59: Weil dann kam die bundeswehr aber das waren zweieinhalb verrückte jahre.
00:08:04: wo?
00:08:05: das war ja damals ein.
00:08:07: Mit der ente?
00:08:07: kein klassisches restaurant sondern es war ja eine moderne interpretation einer heute würde man sagen event location.
00:08:15: Es gab ein Restaurant im Stern und alles drei, vier Wochen, wo die Ente leer geräumt und dann gab es ein Event, so wie es der Gast haben wollte.
00:08:24: Mal wurden zehn Tonnen Sand vor die Tür gekiebt und es gab arabische Nächte für den Baldesports danach.
00:08:30: Es gab legendäre Veranstaltungen für tolle Gäste, die es anders haben wollten und wo.
00:08:36: das konnte alles.
00:08:38: Es war eine tolle Zeit.
00:08:41: Und ja, zu der Zeit war Somelier ja noch ziemlich unbekannt.
00:08:45: Wir hatten damals, damit man uns erkannt, überhaupt ein Tasterware umhängen.
00:08:50: Damit wir die Weinkellen er waren.
00:08:52: Aber es war eine extrem dankbare Zeit im Nachhinein.
00:08:57: Weil wir haben Weine getrunken, die man in einem Leben wahrscheinlich nur einmal trinkt.
00:09:01: Und das dann relativ oft.
00:09:04: Wir haben sogar Geld bekommen für Taxifahrt nach Hause.
00:09:08: weil es dann doch ein bisschen Alkohol war.
00:09:13: Wovon man dann auch profitiert zu sein ganzes Leben lang, wenn man dann davon profitieren das als Lehrstück dann irgendwo nutzt und darauf aufbauen kann.
00:09:20: Also ich möchte diese Zeit in den frühen Jahren in den großen Restaurants auch nicht missen.
00:09:27: Also, wenn es ja auch noch eine andere Zeit war, man musste lernen, musste sich Bücher nehmen, musste die Gebiete auswendig lernen, wobei Ich selber das Gefühl habe, es war damals alles kleine.
00:09:38: Frankreich war das wichtigste Weinland.
00:09:40: Darüber musste man Bescheid wissen.
00:09:42: Ein bisschen Deutschlands hatte noch nicht diese Präsenz, zumindest in den neunziger Jahren, als ich damit anfäng.
00:09:47: Italien, okay, Riocha war vielleicht noch irgendwie ein Thema und heutzutage muss man ja selbst Mexiko kennen.
00:09:52: Und daher ist es, glaube ich, heute schon ein anderes Thema.
00:09:56: Was glauben Sie, soll ein Zomi wirklich wissen?
00:09:59: Also, wann ist man Weinfachmann?
00:10:01: Kann man das überhaupt sagen?
00:10:02: Oder... Was ist ein Sommelier für Sie heute im Vergleich zu damals?
00:10:09: Also ich glaube ein guter Sommelier, das haben wir ja auch in den vielen Folgen schon gehört, ist heute ein Gastgeber.
00:10:15: Mit einem extrem guten, profunden Wissen, aber dass er nicht unbedingt über jedem Gast dokumentiert, was er für ein toller Kerl ist, sondern viel empatieren, wickelt, sich auf seine Gäste einstellen kann.
00:10:29: und ein Gast, der einen Shoppen trinkt, genauso gerne Betreut wie ein Gast, der einen großen Wein trinkt oder auch zwei.
00:10:36: Und ich glaube diese Gastgeberrolle ist für den Sommelier immer wichtiger.
00:10:42: Und diese Integration in ein Gesamteam.
00:10:44: Dass der Sommelier heute nicht mehr ein Monothema.
00:10:47: Also als ich Sommelier war, da waren wir drei Sommeliers.
00:10:51: Ja, wir waren schon die Könige.
00:10:53: Also nach dem Metre.
00:10:55: Der Metre war über allem natürlich, der hat es koordiniert.
00:10:58: Aber wir hatten den direkten Draht zu den Kunden.
00:11:00: Wir haben mit den Gästen extrem private Gespräche geführt.
00:11:05: Aber ich glaube, heute muss man mehr Gastgeber sein, um dem Gast ein besonderes Erlebnis inklusive des Weines zu geben.
00:11:13: Der Wein ist wichtig, aber er ist ein integraler Bestandteil heute des Gastgebertums.
00:11:17: Damals gab es viele Gäste, die nur wegen der großen Weinkarte bei Wodars kamen.
00:11:22: Da kam ein Gast, weiß ich noch, ein großer Räder.
00:11:27: Der sagt Herr Knickenberg, ich komme zwölfmal im Jahr.
00:11:30: Und wir hatten auf der Karte das große Dutzend ein Sechzig aus Bordeaux.
00:11:33: Und er sagte, sie legen bitte die Reihenfolge fest.
00:11:37: Und zum Schluss trinken wir den größten Wein in meinem Leben.
00:11:41: Und sie legen fest, welcher das ist.
00:11:42: Und das spielte das Geld an eine untergeordnete Rolle.
00:11:45: Das war toll.
00:11:47: Also ich glaube, diese Zeiten sind vorbei, weil viele es auch heute privat zu Hause machen.
00:11:51: Und auch die Weinkarten in dieser Qualität nicht mehr viele gibt.
00:11:56: Aber wir wissen dort, wo die Weinkarte noch eine gewisse Jahrgangstiefe hat, wo die Atmosphäre stimmt, wo die richtigen Menschen arbeiten, werden auch diese Weine nach wie vor getrunken, aber es sind weniger Objekte geworden.
00:12:06: Und es ist diskreter geworden.
00:12:08: Das kann vielleicht sein, ich würde das ganz gerne unterstreichen, was Sie sagten, wenn die Jahrgangstiefe, wenn die Weinkarten, wenn da einigermaßen auch angenehmen Kalkulation vorhanden ist, sie ja einige Lokale aufsült, wo die Sachen nach wie vor getrunken werden, das erfährt man eben auch durch Instagram.
00:12:25: dass es dort einfach läuft.
00:12:27: Ich weiß nicht, ob heute die Sachen mehr zu Hause getrunken werden als damals, weil auch damals, es war eine komplett andere Zeit, da hat man dann als Geschäftsmann die Leute ja auch nach Hause eingeladen, weil die große Ehre, wenn man zu jemanden nach Hause zum Abendessen geladen wurde, die Frau gekocht hat, man diese dann auch großen Weine getrunken hat.
00:12:46: Ich glaube, die Zeiten haben sich oder haben sie vielleicht ein anderes Gefühl dafür.
00:12:50: Was ich finde, ist, dass damals wie heute Der Sommelier mehr oder weniger ein Spiegel der Zeit ist.
00:12:56: Heute wird mehr Diversität gelebt in einer gewissen Art Form und Weise.
00:13:01: Es wird mehr Demokratie gelebt.
00:13:02: Man ist irgendwie in einer anderen Form auf Augenhöhe.
00:13:05: Vielleicht damals, so kann ich es mir zumindest vorstellen, musste man dieses Erhabene, musste man dieses fast Königliche als Sommelier dann auch darstellen, was er in jungen Jahren gar nicht einfach war.
00:13:15: In denen sieht dann ja noch... Ja, es war...
00:13:19: Es war also eben nach hinein waren es ja goldene Jahre.
00:13:22: Auch für Sensorik.
00:13:23: Wir haben morgens in den Rheingau gefahren oder in Hessen oder in die Pfalz.
00:13:28: Das war ja alles von Wiesbaden aus um die Ecke.
00:13:31: Wir wurden natürlich auch überall gegen die Türen auf, weil wir waren die sommerlierste Ente.
00:13:37: Aber es wurde abends auch anders konsumiert.
00:13:39: Also ich finde, zu der Zeit hatte die Trinkultur einen höheren Stellenwert als heute in der Gastronomie.
00:13:45: Und war es auch so, von neunzig Prozent der Tische haben wir ein Menü gegessen.
00:13:51: Und das gehörte sich damals so, also wenn ein Tisch alakat bestellt hat, der wurde schon deklaziert vom ganzen Servicepersonal.
00:13:58: Das machte man damals nicht.
00:14:00: Und dann gab es einen Apparativ, das war in der Regel ein Champagner.
00:14:04: Dann gab es einen deutschen Wein, das war so in der Ente Usus, weil wir sind in Wiesbaden.
00:14:09: Das war schon hartes Brot manchmal, das so mit zu verkaufen.
00:14:13: Dann gab es einen weißen Bogunder oder Bordeaux, dann gab es einen roten Bogunder und Bordeaux.
00:14:17: Je nachdem wieviel die Leute am Tisch scharfen, gab es einen edelsüßen, deutsch oder Sautern.
00:14:22: Und wer es dann noch wollte, einen Rosé-Champagne.
00:14:26: Und natürlich gab es hinterher eine Zigarre und einen Digistif.
00:14:28: Und das war schon sehr exzessiv.
00:14:30: Aber zu der Zeit haben wir es nicht so exzessiv empfunden, weil es war normal.
00:14:35: Und ich glaube diese Zeiten sind vorbei, das sehen wir insgesamt auch beim Mittagessen von in Top-Läden.
00:14:41: Es wird weniger Alkohol getrunken, die Leute müssen arbeiten.
00:14:44: Abends wird gut getrunken, gut gegessen, aber nicht mehr so exzessiv, zumindest nicht überall.
00:14:51: Oder es sind Ausnahmen, große Tische, große Weine trinken, aber dann eben nicht wie früher, dass es dann fünf, sechs Flaschen mit vier, fünf Leuten war, durchaus, ich will nicht sagen Standard, aber es war auch nicht weit weg vom Standard.
00:15:04: Und die Zeiten sind, glaube ich, vorbei.
00:15:06: Es gab aber auch die Möglichkeit, es gab einen Beleg, der hieß Speisen und Getränke.
00:15:10: Und da stand nicht drauf, was drauf war.
00:15:12: Und das wurde in einer Buchhaltung so abgerechnet, wie es abgerechnet wurde.
00:15:18: Krawierender Unterschiede, der sich dann, glaube ich, zwei Zähnen geändert hat und der auch die Gastronomie so ein bisschen durcheinander.
00:15:23: Ja, ich glaube schon.
00:15:24: Also ich kann mich daran erinnern, wir hatten mal einen Mittagessen.
00:15:27: Da war ein Vorstand von einem DAX-Unternehmen da mit einem super wichtigen Gast.
00:15:32: Dann haben wir auch gewartet bis siebzehn Uhr bis die weg waren, aber dann wurde auch für zwölf tausend D-Mark damals Mittag gegessen.
00:15:38: Also nicht gegessen, sondern getrunken.
00:15:42: Ich schreibe auf den Beleg, Speisen und Getränke wie immer und dann wurde das so verabgerechnet.
00:15:46: Ich glaube, das geht heute nicht mehr.
00:15:48: Erstmals auch in der Buchhaltung, die Transparenz so nicht mehr durchkriegt.
00:15:51: Aber zu der Zeit war Wodatz einfach auch ein unfassbar toller Gastgeber und das hat man viel gelernt, wie man auch mit Menschen umgehen kann.
00:15:59: Und wie die Menschen sich freuen, wenn sie besondere Erlebnisse in der Gastronomie erleben dürfen, inklusive.
00:16:05: Wie
00:16:05: prägend das ist, also nicht nur für die Gäste auch für uns.
00:16:08: Danach Bundeswehr ist es irgendwie, also für mich damals war es prägend, weil bei uns im Offizierskasino die ganzen Offiziere gefeiert haben und da auch Weinbedürfnis hatten.
00:16:22: Ich war in der Nähe von Ingolstadt.
00:16:24: Bei Ihnen ist ja noch mal eine andere Hausnummer.
00:16:26: Läuft es da der Staatsgeheimnis, wenn wir darüber reden?
00:16:31: Nein, das war ein Gast auch von der Ente.
00:16:35: Also die Ente hat mir auch nachhin sehr geholfen bei meiner Zukunft, Kurz-Zukunftsplanung.
00:16:40: Zu der Zeit wusste ich es aber noch gar nicht, dass das so ist.
00:16:43: War ein Gast, der dann, wo ich es gesagt habe, ich muss bald zur Bundeswehr.
00:16:47: Und er hat gesagt, wo gehst du hin?
00:16:49: Da sag ich ja zur Bundeswehr.
00:16:51: Wo denn da sag ich ehrlich gesagt habe ich mir noch keine Gedanken gemacht.
00:16:54: und dann hat er gesagt her Rufen wir meinen Bruder an.
00:16:59: Der kann solche Leute wie dich gebrauchen als Somelier.
00:17:03: und da sag ich was zur Bundeswehr.
00:17:04: da sag ich da ruf ihn doch einfach mal an.
00:17:06: Und dann habe ich da angerufen das war der Nummer in Koblenz.
00:17:10: Und dann hatte ich eine sehr freundliche Dame am Telefon da ich gesagt ich hätte gern den Herrn sowieso gesprochen.
00:17:16: Und da sagt sie sie meinen den Herrn General sowieso und da sag ich ja ich kann sein ich kenne seinen Titel nicht.
00:17:21: Und dann sagt sie, sie wissen schon, wo sie hier sind.
00:17:23: Da sage ich, ja, ich habe die Nummer von seinem Bruder.
00:17:26: Ah, dann ist es privat, einen Augenblick mal.
00:17:28: Und dann hatte ich den Herrn am Telefon.
00:17:33: Und dann sagte er, ah, sie sind der Sommelier aus der Ente, oder?
00:17:36: Ja, mein Bruder hat mir schon gesagt, sie rufen mich an.
00:17:40: Also ich darf mich gut vorstellen, ich bin der Leiter des Heeres der Bundesrepublik Deutschland und wir haben einen protokollarischen Dienst im Ministerium und da könnten wir sie gut brauchen.
00:17:52: Und der wiederum hat mich dann vermittelt, vermittelt, vermittelt.
00:17:55: Und ich hatte dann drei Monate Grundausbildung, ganz klassisch.
00:17:59: Keine schöne Zeit.
00:18:01: Viele blaue und blutige Blasen, wie sich das gehört.
00:18:04: Aber dann war ich zwölf Monate im Ministerium im Casino vom Minister- und Staatssekretär.
00:18:10: Und das war schon eine verrückte Zeit.
00:18:16: Wir haben viel gearbeitet, wenn es sein musste.
00:18:18: Wir hatten aber auch relativ viel Lehrraum.
00:18:21: viele beeindruckende Menschen kennengelernt mit Verteidigungsministern, mit Ministerpräsidenten, mit Präsidenten und wir durften dann immer dort den Weinkeller oder ich durfte den Weinkeller mitfliegen.
00:18:33: War eine lustige Zeit imsofern, dass man die Sicherheitsbestimmung waren, waren schon damals sehr streng, aber mit der Jacke, die wir an hatten und den Kappen, die wir drauf hatten, hatten wir bei vielen Dingen ein Freifahrtsschein.
00:18:49: Großartig.
00:18:51: Ich glaube, was man davon mehr oder weniger reflektieren oder vielleicht sogar lernen kann, dass auch damals gute Gespräche am Tisch geführt werden.
00:18:59: Absolut.
00:19:00: Also ich glaube, das ist ja das, was wir alle, alle auch als Gastgeber gelernt haben, tolle Menschen prägen ein, zutiefst.
00:19:08: Und ich glaube, da habe ich nochmal einen ganz anderen Schlag von Menschen kennengelernt.
00:19:14: Und auch vier Sterne generelle sind Menschen wie du und ich, die in einem sehr intimen Verhältnis, wenn das Casino eben nur mit einer kleinen Gruppe besetzt waren, auch Menschen waren.
00:19:26: Und man auch dort den Menschen dahinter kennengelernt hat und das war schon sehr, sehr beeindruckend.
00:19:32: Ja, und dann in der Zeit habe ich dann gesagt, okay, du gehst nicht mehr zurück in die Gastronomie, nicht weil ich weniger arbeiten wollte, sondern weil ich was anderes machen wollte.
00:19:42: Und aus dieser Zeit ente gab es dann diverse andere Kontakte.
00:19:47: Die Hausmarke sägt damals und es wird viel sägt für große Zapfenstreiche und so weiter gebraucht war Kessler.
00:19:53: Auf einmal stand der Inhaber der Säckellerei Deinhardt vor mir bei einem Empfang vom großen Zapfenstreich.
00:20:00: und dann sage ich Herr Begler es tut mir leid sie müssen heute Kessler trinken.
00:20:05: Woher kennen wir uns?
00:20:06: und dann hatte ich vier Wochen später einen Termin bei ihm.
00:20:11: Er hat mir damals die Möglichkeit gegeben, nach der Bundeswehrzeit ein Trainiprogramm bei ihm zu machen.
00:20:16: Es gab es eigentlich bei Deinhardt nicht, aber er hat gesagt, ich finde es eigentlich warum nicht.
00:20:21: Und das habe ich dann angefangen, nach der Zeit Bundeswehr ein Trainiprogramm bei der Säkellerei Deinhardt.
00:20:29: Das war damals noch eigenständig, die Familie Wegler.
00:20:33: Und da bin ich dem Rolf Wegler sehr dankbar, dass er mir die Möglichkeit gegeben hat.
00:20:37: Und dann waren sie bei Domén Chateau.
00:20:39: Und dann, ja, das war, hab ich zwölf Monate gemacht, als, ja, haben wir achtzehn Monate als Training.
00:20:46: Dann bin ich in den Verkauf gegangen.
00:20:49: Und irgendwann rief er dann an und sagt, Sie müssen morgen ins Büro kommen.
00:20:54: Und dann hatte ich eine sehr unruhige Nacht, weil man nicht wusste, was passiert.
00:20:58: Und er sagt, ja, Sie wissen ja, ihr knicken merkt, wir haben die Firma Domenischer Tog.
00:21:02: Und wir haben uns gestern von unserem Geschäftsführer getrennt und wir glauben, dass sie das können.
00:21:07: Mit neunzwanzig Jahren.
00:21:08: Mit neunzwanzig,
00:21:09: ja.
00:21:10: Damals hat mir gerade ein Baby, meine Frau und ich.
00:21:13: Und dann hat meine Frau gesagt, war schon risikoreich.
00:21:17: Und dann habe ich gesagt, Herr Begler, wir machen das, aber ich hätte gern Rückfahrtschein.
00:21:21: Wenn das in zwölf Monaten nicht klappt, hätte ich gerne meine alte Position wieder.
00:21:24: Und da sagt er, kein Problem, sie kommen sowieso nicht wieder.
00:21:27: Schreiben wir mit ein
00:21:27: paar Tage.
00:21:28: Und dann bin ich zu dominischer Tor, ja.
00:21:32: Aber das zeigt eben... wie sehr man doch von Menschen geprägt ist, die einem vertrauen.
00:21:37: Und dieses Vertrauen hilft dann einem auch an sich selbst stärker zu glauben und vielleicht Dinge zu tun, die man so gar nicht für möglich gehalten hat, weil man die Sicherheit hat, das Vertrauen hat, dass man Schritte gehen kann und sich nicht für jeden Schritt erklären muss und am Ende vielleicht dadurch auch erfolgreicher wird, weil man ehrlicher ist, authentischer ist und vielleicht auch gerade die Dinge geht.
00:22:01: Aber auch ein Schritt den viele von uns kann ich ja dann sozusagen Kollegen auch gehen, den ich auch gegangen bin, dass ich im Restaurant in einer Gastronomie tätig war und eine andere Erfüllung im Handel irgendwie vermutet habe, gesucht habe, den Schritt in den Handel gegangen bin.
00:22:18: Ich bin nach zwei Jahren dann wieder zurück in die Gastronomie gegangen, weil ich gemerkt habe, für mich hat es nicht funktioniert oder es war nicht meine Berufung.
00:22:27: Allein was Ich relativ schwer fand war so diese Situation, dass man sich gar nicht darüber im Klaren ist, dass in einem Restaurant kommen die Leute zu einem und im Handel muss man zu den Leuten gehen.
00:22:39: Also diese Grundunterschiedliche eigentliche Art des Verkaufens, dass man auch nicht mehr so gefeiert wird.
00:22:45: Es werden ja nicht die unerfolgreichsten Sommerminister meistens für den Handel abgeworben, sondern die, die schon eine gewisse Präsenz haben, dass man mehr oder weniger von null anfängt.
00:22:54: Also es ist ja in der Branche allgegenwärtig.
00:22:56: Halten Sie es.
00:22:57: Verpassend für ein Zombie, dass der in den Handel geht oder ist es eine schwierige Situation?
00:23:04: Ich würde sagen, neunzig Prozent aller Zombies, die in irgendeiner Form erfolgreich sind, wechseln in den Handel.
00:23:08: Zumindest für eine gewisse Zeit.
00:23:10: Also ich glaube, es ist gut, wenn es jeder mal ausprobiert, um einfach auch seinen Horizont zu erweitern.
00:23:14: Weil ich glaube, Weinverkauf und Weinverkauf ist genau so, wie es gerade gesagt haben.
00:23:19: Ist ein Riesenunterschied, ob ich am Tisch stehe und muss mir noch klären, was ich verkaufe oder ob ich zu einem Kunden gehe, der sagt, ich habe gerade keinen Bedarf und auch keine Zeit.
00:23:29: Am Ende, glaube ich, muss jeder für sich da seinen eigenen Weg finden.
00:23:32: Und ich glaube, viele Sommeliers haben das Pech, dass sie nicht die Freiheit bekommen im Handel, die sie eigentlich bräuchten, um ihr ganzes Wissen auch an den Verkauf zu bringen, sondern sie werden für irgendeine Position geholt, die ziemlich eingeengt ist.
00:23:48: Und wenn es dann eben jemanden gibt, der die Freiheit nicht zulässt oder die Möglichkeiten auch nicht zulässt, dann wird es ziemlich schnell eindimensional.
00:23:56: Ich hatte das große Glück, dass ich diese Geschäftsleitungspositionen angeboten bekommen habe und konnte dann eigentlich relativ frei über das Sortiment entscheiden, wie ich wollte.
00:24:06: Solange die Umsätze richtig waren und die Ergebnisse sich entwickelt haben, sagt mach mal.
00:24:13: Und da musst du auch nicht fragen, sondern mach mal.
00:24:17: Dieser riesen Chance war natürlich auch ein Geschenk, dass man sowas überhaupt durfte.
00:24:22: Und ich glaube, dass jetzt machen heute viele Unternehmer vielleicht zu kurzsichtig, dass sie die Freiheiten nicht geben, die einen Sommelier heute haben müsste.
00:24:31: Auf der anderen Seite muss der Sommelier dann aber auch, wenn er in den Handel geht, nicht nur kaufen, sondern auch verkaufen.
00:24:36: Und dafür muss er dann auch gerade stehen, wenn er sagt, wir nehmen Neues Wein gut auf und ich bin davon zu tiefst überzeugt, da muss er um Jahr aus Ende auch verkauft sein.
00:24:44: Und ich glaube, diesen Mut zu haben, auch die kaufmännische Entscheidung zu treffen und dann auch die Verantwortung zu übernehmen, es zu verkaufen.
00:24:51: Da zucken dann einige doch zurück und von daher ist vielleicht dann wirklich der Weg zurück wieder der Richtige.
00:24:58: Das muss aber jeder für sich entscheiden.
00:25:00: Ich glaube, da gibt es keinen schwarz und weiß, sondern da gibt es viel Grau dazwischen.
00:25:03: Manchmal macht das Kraut dann auch traurig, dass es so eine Ernüchterung ist, dass man damit einmal realisiert.
00:25:08: Aber
00:25:09: vielleicht geht man dann wieder mit einer neuen Euphorie in die Gastronomie und sagt, ich war ab jetzt gesehen, was ich nicht machen will.
00:25:14: Und ich glaube, hier ist der richtige Weg für mich.
00:25:17: Genau, das war es bei mir.
00:25:18: Also dass ich einfach realisiert habe, auch sehr viel kaufmännisches, was ich vorher noch nicht hatte.
00:25:22: Sehr viel auch wirtschaftliche Verantwortung konnte ich dann in das Unternehmen, was ich dann aufgebaut habe, mit hinübertragen.
00:25:29: Daher waren es für mich sehr wertvolle Jahre.
00:25:33: Und ich bin dankbar, dass ich es gemacht habe.
00:25:35: Aber ich sehe bei manchen Kollegen, wenn ich sehe, okay, die Genenhandel, man kann manchmal schon sehen, dass es eher schade ist, dass sie dann in der Gastronomie dann irgendwann fehlen oder eben dann ausscheiden.
00:25:45: Und es wäre schöner, wenn sie länger in der Gastronomie wären.
00:25:48: Bei ihnen war es dann in dem Sinne nicht so...
00:25:50: Ein kurzer... Nicht so traurig.
00:25:52: Ein
00:25:54: Ende der Neunziger kam dann Schlummbärger, die sehr...
00:25:57: Na, ich war dann... Ich hatte das große Glück.
00:26:03: Die Firma Dinert wurde dann verkauft.
00:26:06: An die Firma Henkel.
00:26:07: Henkel war zu der Zeit ein Henkel-Sönlein, Tochterunternehmen der Ötka-Gruppe.
00:26:13: Und ich war Geschäftsführer bei einem Tochterunternehmen und wurde eingeladen dann zur Geschäftsführersitzung der Ötka-Gruppe.
00:26:22: Und da saßen dann die Familie Ötka, die CEO von den großen Konzerntochtern.
00:26:29: Das war für mich extrem wertvoll, das war wie Weiterbildung hoch drei mit diesen Menschen überhaupt mal offen reden zu können, zu verstehen auch wie die Edgar Gruppe Strategie denkt, wie man Strategie umsetzt, wie man die Dinge vorantreibt.
00:26:43: Und da hatte ich wieder einen tollen Menschen, den Dr.
00:26:46: Wiegmann, der damals damals CEO von Henkel Sönlein war, der mich da sehr protegiert und sehr gefordert und gefördert hat.
00:26:56: Und das hat dazu geführt, dass sich DC ganz gut entwickelt hat.
00:27:00: Und dann kam irgendwann die Aussage vom Dr.
00:27:03: Wegmann, wir wollen dieses Geschäft.
00:27:06: Feinwein ist nicht unser strategisches Kerngeschäft.
00:27:10: Und es gab einen Käufer damals, das war die Pirotgruppe.
00:27:14: Und ja, dann wurde DC verkauft und ich bin bei DC geblieben.
00:27:18: Ich habe dann aber festgestellt, dass der neue Inhaber nicht das ist, was ich mir perspektivisch vorgestellt habe.
00:27:26: Und dann gab es einen Kontakt zu Schlumberger und dann bin ich gewechselt.
00:27:30: Also ist ihr Lebenslauf relativ schnell abgeschlossen?
00:27:34: Ja, das geht drei, vier Stationen.
00:27:36: Man muss nicht jedes Jahr wechseln.
00:27:39: Aber das was ich glaube, ich sehe immer so wenig ausgezeichnet hat, zumindest insofern ich das beziehungsweise auch aus unseren Projekten heraus.
00:27:47: Betrachten kann ist eine gewisse Weitsicht und ein gewisses mehrdimensionales denken.
00:27:58: Was uns ja dann letztlich auch mit verbunden hat und vor einigen Jahren habe ich ihn verschiedene Projekte angeboten unter anderem.
00:28:06: dem Podcast, wo wir heute die hundertste Folge feiern.
00:28:09: Also das ist die hundertste Folge.
00:28:10: neunzig Sommys, da hatten wir zu Gast einige Externe als Sommys and Friends, einen jetzt schon drei Wiederholungstäter im Deep Dive, aber konnten so wenig damit darstellen, wie... unglaublich vielschächtig und vielfältig unsere Sommie-Branche ist.
00:28:26: Aber es waren teilweise finde ich auch total spannende Projekte, die ich im mehrseitigen Komplett dann irgendwie präsentiert habe.
00:28:33: Aber sie hatten sich das Projekt ausgesucht.
00:28:35: Warum Sommies?
00:28:36: Warum aus der alten Liebe zur Ende heraus?
00:28:40: Oder was bedeutet ein Sommie für sie?
00:28:42: Wie wichtig ist er jetzt auch in ihrer Tätigkeit für den Wein?
00:28:47: Also ich persönlich habe mit dem Thema Sommie für mich schon seit Jahren abgeschlossen.
00:28:52: Also es gibt jetzt nicht den Traum, wenn ich meine Rente gehe, dann wirst du irgendwie nochmal den kleinen Sommelier in irgendeinem kleinen Haus und machst das ganz schnuckelig.
00:29:00: Ich glaube die Zeiten sind vorbei.
00:29:02: Was ich aber immer wieder gesagt habe und das habe ich ja gemerkt, als wir damals so jungfreulich Sommeliers waren, die dann so gefeiert wurden zu der Zeit, weil es noch nicht gab, wie wichtig es ist, Menschen zu finden, die den hochwertigen Wein lieben.
00:29:18: konsumieren und helfen ihnen an die richtige Klientel zu bringen.
00:29:22: Und der Sommelier ist dort einfach ein goldener Brückenschlag für diese Richtung.
00:29:28: Und ich habe immer wieder gemerkt, wie auch manchmal auch die Qualität der Sommelier ist nicht so richtig gepasst hat, wo ich immer gesagt habe, wir müssen was gemeinsam tun als Branche, um einfach diese Klientel weiter zu fordern, zu fördern, um die Qualität für Top-Weine zum richtigen Essen in der richtigen Atmosphäre zu fördern.
00:29:49: Wir haben nie es geschafft als mehrere Importeure zusammen so etwas aufzubauen und von daher war ich eigentlich immer begeistert.
00:29:58: Als das erste Projekt kam mit dem Buch Die Hundert Besten Sommeliers haben wir zehn Minuten darüber gesprochen, weil ich gesagt, wir finanzieren das.
00:30:05: Das ist der richtige Weg, um einfach immer wieder den Top-Menschen auch und diesen großen Persönlichkeiten eine Bühne zu geben.
00:30:12: Eine Bühne, die hilft.
00:30:14: dass die Wertschätzung größer wird für das was dort geleistet wird, für das was auch jede Nacht und jeden Tag geleistet wird, aber auch dass die Anerkennung da ist für das was man an Bissen haben muss.
00:30:26: Das haben ja auch viele Sommlers in dem Podcast faszinierend rüber gebracht was man heute was heute erwartet wird über Anbauflächen, über Rebsorten, über Anbaugebiete die wir damals gar nicht kannten.
00:30:40: Ich glaube das ist extrem wichtig auch für uns als Weinkultur, Menschen zu haben, die es kommunizieren können.
00:30:48: Im Weinverhandel haben wir versucht solche Wege zu finden, haben sie aber nie gefunden, weil es nicht diesen Beruf des Premium-Weinverkäufer gibt oder dergleichen.
00:30:57: Und von daher habe ich immer gesagt, wir müssen uns mehr um die Sommeliers gewann.
00:31:01: Sommeliers für Sie, aber jemand, der im Restaurant tätig ist, oder sehen Sie es eher dann übergreifend?
00:31:06: Also wir haben ja viele tolle Erfolge.
00:31:09: Tolle Menschen, die sich selbstständig gemacht haben oder heute als frühere Sommelier im Weinfachhandel arbeiten.
00:31:15: und am Ende ist das, was ich eben gesagt habe, wenn derjenige den richtigen Platz findet, wo er sich entfalten kann, dann ist es eigentlich für mich persönlich egal, als Geschäftsführer der Gruppe Schlumberger, dass er aber im Restaurant arbeitet oder in einem gehobenen Fachhandel.
00:31:34: Also wenn heute ein Gast Geld ausgeben möchte für eine große Flasche Wein, und er findet dort jemanden, der ihn perfekt beraten kann, der versteht, was er will, dann ist das genauso ein positives Erlebnis und er führt im Ende zu dem selben Erfolg.
00:31:50: Aber in der Gastronomie ist es deutlich dynamisierter, weil das was wir eben gesagt haben, wenn heute Zehntische im Restaurant besetzt sind, dann möchten die Zehntische auch was trinken.
00:32:00: Und in der Regel, wenn ein guter Sommelier da ist, geht er nach Hause und sagt, das war ein perfektes Symbiose zwischen Essen und Trinkkultur.
00:32:08: Und damit macht man alles richtig.
00:32:10: Und wenn wir dann ein bisschen dabei sein können mit unseren Sortimenten, dann schadet es auch unserem Umsatz in der Trag nicht.
00:32:16: Sagen Sie, Sie haben abgeschlossen mit dem Thema, aber gibt es einen Lokal, wo Sie gerne nochmal für Tag, für eine Woche, für Monat finden?
00:32:23: Ja, wird ja unrealistisch aufgrund.
00:32:26: Hier war ein Beton hier in diesem Unternehmen.
00:32:28: Aber wo Sie gerne nochmal als Sommietätig wären?
00:32:31: Also ich war die letzten Wochen sehr, sehr viel unterwegs, weil wir ... vielen Kunden gerade die Intensität der Geschäfte ausbauen wollen und es gibt so zwei, drei Objekte die mich sehr beeindruckt haben.
00:32:42: Ich werde aber keine Namen nennen, weil die anderen, wo ich war, die würden vielleicht sagen, schade, dass ich nicht dabei war.
00:32:47: Aber ich glaube, es gibt sehr besondere Plätze, wo auch man merkt, dass die Atmosphäre so ist, dass die Kunden gerne teuer und gut trinken, aber nicht weil sie gezwungen werden, sondern weil sie diese Atmosphäre als ein besonderer Moment nehmen und dort auch dann ein besonderes Erlebnis haben möchten.
00:33:04: Es war wirklich beeindruckend.
00:33:06: Und das zeigt mir bei allen Schwierigkeiten, die gerade durch den globalen Markt da sind.
00:33:11: Es gibt diese Place-to-be.
00:33:12: Und von daher mache ich mir da auch keine Gedanken, dass es nicht weiter funktioniert.
00:33:17: Es wird nur etwas selektierter sein.
00:33:19: Und Sie werden gerne in diesen Orten für eine gewisse Zeit tätig mit dem damaligen Bewusstsein aus dem achtziger Jahren, also auch mit dem Wissenschaftler, mit der Neugierer, mit der Schmerzbereitschaft oder... Ja,
00:33:31: wir haben ja gerade über ein, zwei Tage gesprochen.
00:33:33: Das ist schon, auch wenn man teilweise drei vier Uhr aus den Restaurants rauskommt, dann ist das ein tolles Erlebnis.
00:33:43: Aber wenn ich weiß, ich habe fünf Tage Woche, sechs Tage Woche, da muss man sicherlich auch mit seinem Körper gut haushalten.
00:33:49: Also von daher ein, zwei Tage.
00:33:49: Man
00:33:50: durfte auch morgen gleich wieder anfangen, als man durfte mehr arbeiten.
00:33:52: Das ist gleiche
00:33:52: Geld.
00:33:53: Ja, das sprechen wir heute nicht drüber.
00:33:55: Das war eine andere Zeit, so will ich es mal abhaken.
00:33:59: Aber wir haben ja... Ich sag mal, was mich sehr geprägt hat, immer wieder, was ich eben gesagt habe, auch mit großen Menschen zusammenzukommen.
00:34:08: So ein Dr.
00:34:08: Wiegmann hat mir sehr geholfen.
00:34:11: Im Weinbereich war ich dann zwei, drei Jahre, gerade bei Dominic Chateau.
00:34:18: Und damals war Angelo Gaia einer unserer Lieferanten.
00:34:22: Und dann habe ich eben einen, damals wurden noch Briefe geschrieben, man gab noch keine E-Mail.
00:34:28: Und habe ihm geschrieben, es wird... wäre jetzt langsam an die Zeit über die Exklusivität in Deutschland nachzudenken.
00:34:34: Und ich glaube, dass wir jetzt in der richtigen Situation sind, dass wir darüber nachdenken und es auch mal fordern könnten.
00:34:40: Und dann ist er nach Deutschland gekommen und das Gespräch war nach fünf Minuten zu diesem Thema beendet.
00:34:47: Niemals.
00:34:48: Und das geht gar nicht.
00:34:49: Und allein so ein junger Kerl.
00:34:51: und was ich mir dann einbilde, also es war alles ein bisschen diplomatisch, aber die Message war sehr klar.
00:34:58: Jetzt ist er dreißig Jahre später.
00:35:00: Wir machen immer noch mit Segne sehr gute Umsätze mit Gaia, aber nie exklusiv vor zwei Jahren.
00:35:06: Da kam dann Gaia Gaia.
00:35:08: Er hat gesagt, du musst mal runterkommen.
00:35:10: Wir möchten mit dir reden.
00:35:12: Dann war Angelo auch am Tisch und dann ... Achter Angelo, vor dreißig Jahren gab es mal einen jungen Mann in Deutschland, der wollte die Exklusivität.
00:35:19: Ich glaube, jetzt hat er sich bewährt, jetzt können wir drüber reden.
00:35:22: Also es ist lustig, wie sowas dann hängen bleibt.
00:35:24: Er sagt, es war ja eigentlich eine Unverschämtheit einer Form, mich damals so ansatz zu sprechen.
00:35:29: Aber er hat ihn imprimoniert.
00:35:31: und jetzt, wo der Markt sich eben dreht, wie er sich dreht, ist es jetzt für ihn auch wichtig, einen Partner zu haben, auf den er sich exklusiv verlassen kann, der mehr für die Marke dann tut.
00:35:41: Und das zeigt mir, wie wichtig es ist.
00:35:43: Zwischenmenschliche Kontakte zu haben und auch Kontakte so zu halten, dass sie nach dreißig Jahren immer noch funktionieren.
00:35:50: Ich glaube, das ist die hohe Grund, wie bei uns auch das Zwischenmenschliche funktioniert im Luxus Thema.
00:35:56: Und da hat man eben durch solche Menschen wie Hans-Peter Wodatz oder auch Dr.
00:36:01: Wegmann eine Menge gelernt, wie man mit Menschen umgehen sollte, um langfristige Themen auch aufrechtzuerhalten.
00:36:08: Interessanterweise haben wir ja Bei den einzelnen Podcast immer einen Intro, einen Autosprecher, also zwei lauter Toren sozusagen für den Zombie.
00:36:18: Und es sind oftmals Winzer, bei denen die Zombies mal entweder eine Praktikum gemacht haben, die sie in jungen Jahren kennengelernt haben, wo sie irgendeine Verbindung hatten.
00:36:30: Und diese Verbindung sind dann nicht selten zehn, zwanzig, dreißig Jahre alt.
00:36:35: Und das finde ich immer sehr ergreifend, dass wir dann einer Eigentlich auch in einer Branche der Verbindlichkeit leben, wo man sich einander begleitet, also wo man sich gegenseitig bereichert und wo man sich dann eben in der Form auch nicht aus den Augen verliert, zumindest relativ häufig.
00:36:52: Und wie baut man die Verbindungen zu den Produzenten auf?
00:36:55: Das sind manchmal sehr intime Fragen, die man ja auch stellt, wenn man auf dem Weingut ist.
00:36:59: Es ist teilweise betriebsinterner, es geht um Manchmal auch Chemie, es geht um wie man die Weine behandelt, es geht um teilweise wirtschaftliche Geheimnisse, welche Ertragsmengen sind ja wirtschaftliche Geheimnisse, welche Ertragsmengen man hat, wie viel Flaschmann produziert, warum die Flasche so viel kostet, man ist manchmal frech, man ist manchmal übergriffig in seiner Meinung, oftmals auch als junger Mann.
00:37:18: Aber letztlich entsteht dann meistens ein Vertrauen, das ist wahrscheinlich nicht der Alkohol der dieses Aufbord, sonst sind irgendwelche anderen Dinge.
00:37:25: Wie ist Ihnen das immer gelungen?
00:37:26: Also ich glaube, wenn man mal Eine Liste machen würde mit Büchel Weingüter nicht mehr zusammenarbeiten, die Liste ist sehr lang.
00:37:34: Es ist nicht nur so, dass es immer nur positiv ist, sondern ich glaube, es ist wichtig, dass man ein Portfolio findet, wo Menschen im Hintergrund sind, mit denen man gut zusammenarbeiten kann, insofern, dass man sich wertschätzt, dass das, was wir tun, auch wertgeschätzt wird und dass auch vielleicht in Monaten, Jahren, wo es nicht so gut läuft.
00:37:56: gewisse Dinge respektiert werden.
00:37:59: Es gibt Lieferanten, die sagen, ich brauche jedes Jahr mehr, mehr, mehr, was auch okay ist, aber manchmal passt es dann auch nicht und da muss man sich auch trennen.
00:38:09: Also ich glaube, Freundschaften gibt es viele, intibe Freundschaften gibt es weniger, die auch weit über das normale Geschäft hinausgehen.
00:38:20: Aber sie gibt es und ich habe heute noch zu vielen Lieferanten, Familien und Menschen Kontakt mit denen wir nicht mehr arbeiten.
00:38:28: Aber die sagen, lass uns einfach in Kontakt bleiben, weil das menschliche hat immer gepasst.
00:38:33: Und es gibt dann auch Entwicklungen am Markt, die so sind wie sie sind, wo man nicht immer gegensteuern kann.
00:38:38: Und das ist glaube ich das, was in unserer Branche sehr, sehr bedeutend ist, ist der menschliche Kontakt.
00:38:44: Und trotzdem sind natürlich die harten Fakten müssen passen, sonst funktioniert es nicht.
00:38:48: Aber was wir so in der letzten Zeit eben sehr sehen, auch durch die Entwicklung am Markt, es gibt so zwei Arten, sehr kategoriert vielleicht.
00:38:58: Es gibt Weingüter und Partner, die an Brands arbeiten, an Nachhaltigkeit und an Wertschöpfung.
00:39:05: Und es gibt viele, die sehr kurzfristig denken und mehr an Volumen denken und auch für die Volumen bereit sind, Kompromisse einzugehen Richtung Preise, Definition der Vertriebswege etc.
00:39:18: Und wir merken schon, dass wir jetzt auch einen Teil der Weingüter, die so denken, entweder abgeben oder sie abgegeben haben müssen, weil sie nicht mehr mit uns arbeiten wollten, weil sie schneller wachsen wollen.
00:39:30: Und am Ende bin ich sehr dankbar dafür, dass wir diesen Weg gehen, um einfach auch immer wieder das Profil zu schärfen, wofür stehen wir dann als Gruppe.
00:39:38: Wir wollen nicht alles, sondern wir haben eine gewisse Vorstellung.
00:39:43: Und das sind manchmal sehr schmerzliche Prozesse, sehr emotionale Prozesse manchmal.
00:39:48: Aber am Ende gilt es auch immer wieder darum sein Profil zu schärfen, um immer wieder den Blick auf den Kunden zu haben.
00:39:53: Was will denn der Kunde von uns?
00:39:55: Und ich sage, was bin ich für ein eitler Vogel, dass ich das, das, das alles haben muss und stelle fest.
00:40:01: Aber meine Kunden wollen das gar nicht.
00:40:03: Ich glaube, das ist auch eines der Erfolgsrezepte, dass man sich jedes Jahr kritisch hinterfragt, was war gut, was war schlecht, was können wir besser machen.
00:40:13: Und bei unseren Projekten ging es ja auch immer um den Blick nach vorne zu gucken, was kann man neu machen.
00:40:18: Und solche Sachen wie Podcast war zu der Zeit ja noch ziemlich unig für uns eine unserer Branche.
00:40:24: Und wirtschaftlich war das Risiko damals schon relativ groß zu überlegen, was passiert denn, wenn es nicht funktioniert.
00:40:31: Aber am Ende haben wir gesagt, wer nicht ausprobiert, kriegt auch keine Antworten.
00:40:34: Und deshalb bin ich super happy, dass wir damals den Weg gegangen sind.
00:40:38: Und mit dem Buch hatten wir ja damals schon einen guten Einstieg gefunden, dass es sehr wertschätzend war für viele Sommelier, dass wir dieses Buch hatten.
00:40:45: Einzige Fehler war vielleicht, dass wir es nicht in den Buchhandel gebracht haben damals.
00:40:48: Das
00:40:49: wäre wirklich sehr, sehr schade.
00:40:50: Also es wäre dann auch nachhaltiger gewesen.
00:40:52: Genau.
00:40:53: Und für viele wesentlich zugänglicher gewesen, was dem Ganzen nochmal einen ganz eigenen Drive, einen eigenen Auftrieb gegeben hätte.
00:41:00: Daher fand ich das auch bedauerlich, aber aus vieler lernt man.
00:41:06: Und Fehler machen manchmal Produzenten ja auch.
00:41:10: Wann haben sie, wie haben sie gelernt, Kritik zu äußern.
00:41:15: Das ist ja eine Situation, mit der viele Zominiers entweder anecken, nicht umgehen können, nicht wissen wann sie diese platzieren können, wie kann man fair mit einem Partner.
00:41:25: umgehen und einfach sagen, entweder ich verstehe den Stil nicht oder das ist überhaupt nicht mein Stil oder die Weine sind grob fehlerhaft.
00:41:32: Wie sollte man sich da äußern?
00:41:33: Vor der Situation stehen Sie ja mehr oder weniger auch in Ihnen zählen.
00:41:36: Zumindest gegenüberstehen und sagen, der Weine ist schrott.
00:41:39: Also erlebe ich Gott sei Dank die letzten zehn Jahre nicht mehr.
00:41:41: Also spricht für unser Portfolio.
00:41:43: aber ich glaube, erstens muss man, ich finde Kritik immer positiv, weil Kritik zeigt, dass es etwas gibt, was demgegenüber... negativ aufstößt.
00:41:55: in der Regel und da kann man darüber reden weil am ende ist es ja auch wichtig für uns zu lernen was warum es nicht passt und was können wir daraus lernen und was können wir besser machen.
00:42:05: bei der wine stylistik bin ich eigentlich mittlerweile sehr offen weil sensorik ist etwas sehr individuell ist und nur weil ich finde dass dieser wein einen gewissen usb hat ich will gar nicht sagen schmeckt oder schmeckt nicht darum geht es ja gar nicht sondern ein gewissen usb hat der den preis gerechtfertigt.
00:42:23: muss das nicht ein Dritter, der mir gegen Übersitz genauso sehen.
00:42:26: Ich kann ihm aber genügend Argumente geben oder meinen Erkaufsteams, warum das so ist.
00:42:32: Und wenn er sagt, ich sehe das aber anders, ist es ja Gott sei Dank... freie welt.
00:42:37: dass er entscheiden kann mache ich oder mache ich nicht.
00:42:40: aber insgesamt haben wir genießen wir schon bei unseren kunden auch bei vielen sommel hier sehr viel vertrauen dass unser portfolio so hochwertig ist dass sie schon sagen wow eigentlich kann ich sehr viel bei euch kaufen und vertraue und sehe das ja auch dass es eigentlich extrem gut ist und das ist glaube ich eine unserer hauptaufgaben dass wir immer in der breite und tiefe sehr individuelle sehr charismatische weingüter mit menschen dahinter haben die das auch im Grunde verantworten und auch leben und das dann auch wiederum eine Story dahinter ist, die der Sommelier auch authentisch verkaufen kann, weil früher als ich noch Sommelier war, dann konnten wir den Leuten erzählen, was sie wollten, was wir wollten, weil es konnte sowieso keiner kontrollieren.
00:43:22: Es gab keine Internet und nichts, haben wir zwar nicht gemacht, aber wir waren auch nicht so richtig informiert.
00:43:28: wie die Jahrgänge waren, sondern wir haben das von den Weinhändlern erfahren, dann waren wir manchmal auf den Weingütern, dann haben wir mehr erfahren.
00:43:36: Aber im Vergleich zu heute, mit dem Wissen von damals, würden wir heute kein gutes Omelier mehr sein.
00:43:41: Aber damals waren die Brands auch entscheidend.
00:43:42: Wenn wir dort eine Flasche erstes Gewächs aufgemacht haben aus Bordeaux, dann war das eben ein Benchmark fertig.
00:43:49: Und dann mussten wir aber wissen, wie die letzten vierzig Jahre waren, weil wir hatten ja genügend alte Jahrgänge und die Leute wollten dann genau wissen, welchen Jahrgang und warum etc.
00:43:59: Also aber das ist eine andere Zeit gewesen.
00:44:00: Heute glaube ich geht es darum, ehrlich zu sein, authentisch zu sein und das... Für einen gewissen Qualitätsstandard zu stehen, für den wir aufstehen wollen und wenn das mit dem Winzer passt ist gut und wenn ich muss mal mit dem Winzer darüber reden oder auch austauschen.
00:44:15: Aber das hat uns sehr geholfen, über die Jahre hinweg diesen Weg auch so konsequent gehen zu können.
00:44:20: Aber manchmal auch fortschrittlich zu sein, einer ihrer letzten Projekte war ja, dass sie Fert Green unterstützen.
00:44:27: Das ist ja etwas, was auch sehr viele Sommys versuchen, aktiv zu leben, aktiv zu begleiten.
00:44:33: Nur als Sommi mit einem vielleicht Einkaufsvolumen von XY ist es ein bisschen leichter, das zum einen nach außen zu publizieren, eben da auch Strategien zu leben.
00:44:43: Für sie als Unternehmen ein bisschen schwieriger.
00:44:46: Wie wichtig bei einer Zusammenarbeit steht die Ethik, wie stark steht sowas in der Kommunikation, also sprich Thema wie Lightweight oder Heavyweight-Bottles oder Biodinamie
00:44:58: etc.,
00:44:59: der Sachen, die mehr und mehr zu Schlagworten werden, ist sowas.
00:45:04: Allgemein für das Portofilio in der Kommunikation, in der Zusammenarbeit mit Tommy ist wichtig.
00:45:08: Wie gehen Ihre Wege oder Ihre Ansichten?
00:45:12: In welche Richtung geht es da mittlerweile?
00:45:15: Also wir beschäftigen uns oder ich persönlich auch mit einem kleinen Team schon seit vier, fünf Jahren mit dem Thema.
00:45:22: Die letzten drei Jahre haben wir die Überlegung sehr intensiviert, weil ich immer das Gefühl hatte, wir haben so viel Winzer, die so unfassbar viel zum Thema CO²-Reduzierung tun.
00:45:33: Nicht nur biodynamisch, sondern was sie energetisch in ihre Weintgüter umbauen, wie sie Elektroautos einsetzen.
00:45:43: Wie Sie die Nachhaltigkeit gesamthaft sehen, damals war Anclo de Le Flave sicherlich eine herausragende Persönlichkeit daraus.
00:45:56: Heute haben wir fast neunzig Prozent der Weingüter, die so ähnlich arbeiten.
00:46:00: Jeder interpretiert das etwas anders, aber die Richtung ist eindeutig.
00:46:04: Wir haben immer überlegt, wir sind der Bottleneck dazwischen.
00:46:08: Wir haben nichts in der Richtung, wo wir arbeiten.
00:46:12: Wir haben dann sehr schnell festgestellt, dass wir das alleine nicht können.
00:46:15: Dafür ist das Thema viel zu komplex.
00:46:17: Wir haben dann uns langfristig an Vergrin gebunden als Partner.
00:46:23: Ich sage jetzt erst drei Jahre her, der erste nationale Distributeur und habe mit Dr.
00:46:30: Ulrich einen unglaublich tollen Partner gefunden, der uns hilft, auch die CO²-Reduzierung ganzheitlich zu sehen.
00:46:37: Und wir sprechen natürlich jetzt auch mit unseren Spediteuren, wie wir, ob wir Elektro-LKWs einsetzen können.
00:46:46: Wir überlegen, wie wir energetisch unsere Immobilie optimieren können, wie wir mit Solarium gehen.
00:46:54: Wir haben jetzt Gott sei Dank unseren Außendienst überzeugen können, was nicht so einfach war, auf Elektroautos umzusteigen.
00:47:02: Das heißt, nächstes Jahr werden wir nur noch Elektroautos im Außendienst haben.
00:47:07: Aber auch weil mein CFO und ich das schon seit über anderthalb Jahren vortouren und sagen es geht.
00:47:12: Man kann auch fünf, sechshundert Kilometer mit einem Elektroautofahren oder auch mehr.
00:47:17: Und das sind, glaube ich, ist mehr so ein ganzheitliches Thema, wo wir alle sagen, wir müssen alle unseren Beitrag leisten.
00:47:23: Und das wirtschaftliche steht natürlich nicht hinten an.
00:47:26: Es ist im Vordergrund, aber wir merken schon durch die Entwicklung, die wir gehen, kommen auch sehr bedeutende Weingüter auf uns so und sagen, wir haben das Gefühl, Ihr seid auch aus diesem Grunde vielleicht ein potenterer Partner als vielleicht mehr ein aktueller gerade.
00:47:41: Und das zeigt mir, dass diese weichen Faktoren extrem wichtig und dankbar sind.
00:47:45: und auch in der Seite der Kunden.
00:47:47: Wir haben jetzt wieder ein großes Weingut, dass die Flaschen um vierzig Prozent in der Leichtigkeit reduzieren.
00:47:54: Und dann war die Frage, wie seht ihr das?
00:47:55: Ich sag ja großartig.
00:47:56: Unsere Kunden warten drauf.
00:47:58: Und das ist auch glaube ich der richtige Weg.
00:48:00: Und wir haben jetzt auch mit dem ersten Weingut gesprochen, der nächstes Jahr seine Ware nur noch mit Elektrotrax abgeholt haben möchte.
00:48:08: Jetzt müssen wir gucken, dass wir einen Spediteur finden.
00:48:11: Weil viele haben Elektrotrax, aber nicht für diese lange Strecke.
00:48:15: Aber auch dafür gibt es Lösungen.
00:48:17: Und das ist schön, weil es sehr herausfordernd ist.
00:48:19: Aber es gibt Lösungen genau für diese Themen.
00:48:22: Und wenn man einmal so ein Thema gelöst hat, dann kann man auch sagen, dann können wir eigentlich mehr im Elektrotrack auch die anderen Bein gedacht fahren.
00:48:28: Und das ist eine Evolution, die stattfindet, die ich persönlich auch sehr unterstütze.
00:48:33: Weil ich glaube, es ist extrem wichtig, dass wir das Klimaingriff kriegen.
00:48:37: Und wir können in meiner Funktion gar nicht etwas mehr tun, als nur mein Fahrverhalten zu ändern und meine Heizung auszutauschen zu Hause.
00:48:45: Und die Gesellschafter sehen es auch sehr positiv und leben es auf und zu hervor, in dem was sie auf ihren Weingütern alles tun.
00:48:52: Sind aber manchmal Schmerzen, die man dann ertragen muss bzw.
00:48:55: Kompromisse, die man eingeben muss oder bzw.
00:48:56: mehr Arbeit, die man an den Tag legen muss, um diesen Weg dann irgendwo zu gehen?
00:49:01: Ja, das gehört auch meiner Sicht dazu, aber wenn ich heute etwas ändern will, ist es immer da.
00:49:07: Schwierig.
00:49:08: Also ich kann ja mainstreamisch arbeiten und wenn jetzt heißt, wo das Leben... Die Kunden kaufen ein bisschen weniger und dann müssen wir etwas günstiger werden und dann müssen wir noch weiter günstiger werden.
00:49:17: Nein, wir wollen nicht günstiger werden.
00:49:19: Da müssen wir uns mehr überlegen, wie wir hochwertige individuelle Weine wie an den Mann bekommen.
00:49:25: Ist es der Someli, wie können wir dem Endverbraucher glücklicher machen?
00:49:28: und das ist schon immer eine sehr kritische Auseinandersetzung und das kostet Zeit, Kraft und am Ende sehr viel Emotion.
00:49:35: Aber ich glaube, das entwickelt dann auch die Unternehmen in die richtige Richtung.
00:49:38: und wer das sich dieser Aufgabe nicht stellt.
00:49:41: Der ist vielleicht auch nicht der richtige auf der Position.
00:49:44: Es ist aber eine allgemeine Entwicklung in ihrem Unternehmen, was ich großartig finde.
00:49:48: Also dieses Bewusstsein für Ökologie, dieses eigentlich zukunftsweisende Denken.
00:49:54: Schon mehr als ein Trend.
00:49:55: Im Allgemeinen gehen sie mit Trends um.
00:49:56: Sind Trends in der Branche wichtig?
00:49:58: Versuchen sie, Trends zu ergreifen?
00:50:01: Gibt es Trends, die sie belächeln?
00:50:04: Jetzt wird es langartig.
00:50:08: Also vielleicht nochmal kurz zum Thema Nachhaltigkeit.
00:50:10: Wir haben lange überlegt, das eine ist ja das, was die Firma tut.
00:50:14: Das andere ist, wie können wir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von überzeugen?
00:50:19: Und wir haben jetzt mit Vergreen ein Projekt entwickelt, wo wir ein Crowd, was im Grunde im Ahrtal schon ausgestorben ist, wurde am Botanischen Garten in Bonn neu gezogen und wir haben dann unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angeboten im Ahrtal beim Weingut Nelles.
00:50:37: das Kraut wieder an zu pflanzen und haben dann gesagt okay dann kann natürlich die frage aber machen wir das?
00:50:42: das ist ja einen ganzen tag und wer bezahlt das denn da?
00:50:45: ich sagt ja das ist dann arbeitszeit das gehört schon dazu.
00:50:48: und dann haben wir ein tolles team gehabt die dann ganzen tag mit gummi stiefeln die kräuter gepflanzt haben denn ellis war happy vergreen hat das unterstützt und ich glaube das hilft dann auch dieses thema nachhaltigkeit Griffig zu machen dass jeder versteht hey ich kann mein Beitrag dazu leisten und das hilft uns.
00:51:08: Das mehr bewusst sein zu schaffen.
00:51:09: genauso bieten wir heute Fahrräder an.
00:51:13: Die die Mitarbeiter bei uns nach mit nach den gesetzlichen Vorgaben lesen können und wir haben jetzt achtundzwanzig Fahrräder.
00:51:21: Manchmal ist der Parkplatz voller mit Fahrrädern als mit Autos und ist gut so.
00:51:25: Oder auch bieten wir unseren Mitarbeitern an.
00:51:27: Wir haben jetzt mittlerweile acht Wallboxen.
00:51:30: Dass wer mit einem Privatauto kommt, kriegt bei uns den Strom kostenlos.
00:51:33: Und danach fangen auch viele an zu rechnen und sagen okay, wenn ich den Strom nicht mehr bezahlen muss wie früher Benzin und weil ich so viel in der Firma auftanken kann und sie die Steuer ersparen ist, dann kaufe ich mir doch vielleicht ein Elektroauto.
00:51:46: Also es sind viele kleine weiche Faktoren, aber ich glaube genau das ist, diesen Mentalitätswechsel herbeizuführen.
00:51:54: Die uns aber ganz schnell aus der Komfortzone herausbringen, wo man einfach weiter denken muss.
00:51:57: und grundsätzlich finde ich auch beim ökologischen Weinbau, beim biodynamischen Weinbau, es ist immer so einfach, gegen irgendwas zu sein.
00:52:07: Also so wurden die ein als auch in die andere Richtung, aber wenn man das dann letztlich aufs Tableau liegt, manchmal abwegt, dann letztlich das große Ganze dabei sieht.
00:52:15: Dann gibt es eigentlich fast nur eine Richtung und da finde ich es toll, dass sie die gehen.
00:52:20: Ja, und da muss ich sagen, denkt Vergrin eben einen Schritt weiter.
00:52:23: Wenn der Dr.
00:52:24: Ollrich sagt, dann bin ich auf einem biodynamisch zertifizierten Weingut.
00:52:28: Und da ist ein Ölkessel, der brummt schon seit fünfzig Jahren.
00:52:32: Und das ist für seine CO-Zwei-Bilanz eigentlich eine Desaster.
00:52:36: Warum er dann nicht ganzheitlich denkt.
00:52:39: Und da ist Vergrin sicherlich ein Partner, der genau die... die Ecken durchleuchtet, wo wir alle ein bisschen besser werden können.
00:53:02: Bei einem musst du mir zustimmen.
00:53:03: Ähnlich wie das Handelshaus Schlumberger ist, Theresa Breuer ist das Weingut Georg Breuer eine absolute Institution in der deutschen Weinlandschaft.
00:53:12: Und deswegen fand ich den Gedanken sehr interessant, einen Wein von Theresa Breuer zu probieren.
00:53:17: Und es wäre ein leichtes gewesen, natürlich ein Erlebnis, ein Schlossberg aufzumachen oder selbst ein Estetriesling zu probieren.
00:53:24: Aber ich fand es toll, ein Wein zu verkosten, der eine ganz eigene Geschichte erzählt.
00:53:29: Ein Wein, der flüstert.
00:53:31: Ich bin ein Riesling.
00:53:32: Vielleicht sogar aus Leuch.
00:53:33: Und ich trage den Rheingau auf der Zunge.
00:53:36: Scharf, interessant, amüsant und behaltsam, als würde Theresa von ihm erzählen.
00:53:41: Und zugleich wiederum, elegant wie ein Adeliger.
00:53:44: Mit einer Prise schiefer im Gepäck.
00:53:46: Also, stell dir vor, du stehst am Ufer des Rheins und der Wind wiegt dir die Haare durcheinander wie bei einem chaotischen Fabierempfess.
00:53:54: Und vor dir ragen die steilen Weinberge von Leuch auf.
00:53:57: Diese grünen Monster, die aussehen, als hätten sie sich extra für dich in Pose geworfen.
00:54:03: Hier,
00:54:04: in diesem Eckchen des Rheingaus, wo der Fluss eine Kurve machten, die reben sich an den Felsen, klammern wie Bergsteiger an ihrem Seil, entsteht der Geobreuer Riesling Leuch.
00:54:15: Kein Wein für den schnellen Genuss beim Grillen, nein!
00:54:18: Das ist einer, der dich einlädt, sich hinzusetzen.
00:54:22: Die Flasche zu öffnen.
00:54:23: und eine Geschichte zu hören.
00:54:25: Eine mit Wortwitz, Wendungen und einem Hauch von Mineralität, die dir die Socken auszieht.
00:54:31: Und vor allem ein Wein, über den man berichten kann.
00:54:34: Von den Wurzeln der Reben in uralten Böden bis zum letzten Nachhalt im Glas.
00:54:40: Eine Extra Portion Unterhaltung, weil Wein ohne Lachen so trocken ist wie ein Witz ohne Ponte.
00:54:45: Und lass uns einfach tiefer graben.
00:54:47: Rein in die Geschichten, rein in das Terroir und rein in die kleinen Anekdoten, die diesen Wein zu etwas ganz Besonderem machen.
00:54:54: Lass uns einfach mit dem Held in dieser Geschichte beginnen.
00:54:56: Der Familie Breuer.
00:54:57: und stell dir vor, wir sind im Jahre Achtundachtzig.
00:54:59: Deutschland ist frisch vereint.
00:55:01: Bismarck trägt sein Pickelhelm wie ein Modehit und Rüdesheim gründet Peter, Breuer und seine Partner Einweingut, das damals noch nicht ahnt, dass es mal zu den Stars des Reingau werden wird.
00:55:13: Ursprünglich ein Handelshaus für Weine aus der Region.
00:55:16: Wächst es unter Georg Breuer in den neunzehnzwanziger Jahren zu einem echten Weingut heran.
00:55:23: Und warte, das ist nur der Auftrag.
00:55:25: Der echte Durchbruch?
00:55:26: Der kommt mit Bernhard Breuer.
00:55:28: Devisionär, der in den neunzehnzehnachtiger Jahren sagt, Schluss mit dem süßen Riesling, die wie Bombon schmecken.
00:55:33: Lass uns trocken machen.
00:55:35: In einer Zeit, wo der Rheingau noch für liebliche, restsüße Weine bekannt war, die an Omas Kompotte erinnern, War das die Revolution?
00:55:44: Bernhard, ein echter Querdenker mit dem Charme eines Professors, der heimlich Stand-up Comedy macht, gründet in deiner Reingau, den Verband deutscher Prädikat-Zweingüter, und pusht die Idee vom trockenen, tiroabetonten Riesling.
00:55:57: Er reißt durch die Welt von New York nach Tokyo, predigt die Gospel des Reingau und macht aus seinem Gut einen internationalen Star.
00:56:06: Bernhard Stipptragisch.
00:56:09: Ein Verlust, der die Weinwelt erschüttert, als hätte jemand den rein abgestellt.
00:56:14: Aber seine Töchter Theresa und Julia übernehmen nahtlos.
00:56:17: Wie in einem Familiendrama mit Happy End.
00:56:20: Theresa, die Winzerin, mit dem jungen grünen Daumen und einem Lächeln, das Reben zum Wachsen bringt, führt seitdem mit Leidenschaft und Präzision.
00:56:29: Sie modernisiert dieses Weihgut ohne die Seele zu verlieren.
00:56:39: Unsere Weine sind wie eine gute Komödie.
00:56:41: Sie brauchen Timing, Balancen, ein Bistchen Chaos, um perfekt zu sein.
00:56:45: Und wir reden heute über Leuch.
00:56:47: Das ist ihr neuer Schatzei.
00:56:48: Seit Zwei-Tausend-Achzehn hat sie dort Weinberge gepachtet.
00:56:52: Ja, in diesem westlichen wilden Zipfel des Rheingaus, wo der Fluss enger wird und ihr Hänge steiler.
00:56:58: Warum Leuch?
00:56:59: Weil Bernhard schon immer ein Auge darauf geworfen hatte.
00:57:01: Er wusste schon damals, dass der Schieferboten dort Rieslinge zaubert, die wie Diamanten funkeln.
00:57:07: Er soll damals bei einer Verkostung gesagt haben.
00:57:10: Leuch ist der Rheingau für Fortgeschrittener.
00:57:12: Hier lernen die Reben klettern, bevor sie tanzen.
00:57:15: Und die Breuers haben in Leuch investiert, weil es unterbewertet war.
00:57:19: Früher ein Schlafmützender.
00:57:21: Heute ein Hotspot für mineralische Weine.
00:57:24: Teresa hat die Parzellen in
00:57:25: Pfaffenwies
00:57:26: und Krone gepachtet.
00:57:28: Lagen mit Geschichten bis ins Mittelalter.
00:57:31: Hier ist der Riesling wilder, mineralischer, fast rebellisch.
00:57:35: Der Boden, wie eben erwähnt, Die Wortschiefer.
00:57:38: Rot und blau.
00:57:39: Mit Quazit-Einschlüssen, die die Wärme speichern und die Reben zwingt tief zu Wurzeln.
00:57:44: Bis zu zehn Metern, um Wasser zu finden.
00:57:47: Und genau das ergibt die Weine mit Biss.
00:57:49: Also nicht diese fruchtigen Weichen aus dem mittleren Rheingau wie Assmannshausen, sondern die Schafen, die so schmecken, wie ein guter Witz klingt.
00:57:57: Messer Schaf.
00:57:58: Du lachst zuerst über die Frische und dann denkst du über die Tiefe nach.
00:58:03: Wie bei dem Leuchel-Ortswein von Theresa Preuer.
00:58:07: Vielen Dank für dieses großartige Rheingauer-Riesling-Erlebnis.
00:58:12: Und für die Wiederentdeckung der Leucheladen.
00:58:14: Dem Hause Gehebräuer, Theresa Bräuer und dem deutschen Vertreter dem Handelshaus Schlumberger.
00:58:30: Vielleicht können wir in zwei, drei Stichpunkten, wer Vergreen ist, bekannt, aber was die wirklich auszeichnet?
00:58:37: Also Vergreen ist ja geboren.
00:58:39: Aus der Zeit, als Weingüter versucht haben, einen ganzheitlicheren Ansatz zu finden, als in Anführungszeichen und wirklich nicht negativ gemeint, als nur die Weinwerke zu zertifizieren nach biologischen Standards.
00:58:53: Weil Vergreen eben sagt, ihr müsst an den Flaschen arbeiten.
00:58:57: Habt ihr Arbeitsverträge für alle Mitarbeiter, inklusive der Aushilfen, werden sie gut untergebracht.
00:59:03: Habt ihr, wie ist eure Energiegewinnung?
00:59:08: Habt ihr noch einen alten Ölofen?
00:59:10: Habt ihr Grasbaum?
00:59:11: Habt ihr kein Solar im Einsatz?
00:59:12: Wie könnt ihr Solar im Einsatz bringen?
00:59:15: Mit welchen Autos fahrt ihr?
00:59:17: Also eine gesamtheitlichen Ansatz.
00:59:19: Und relativ früh sind ja jetzt zwei Hundert Beingüter dabei.
00:59:23: ist dann auch Jax Wein Depot aufgesprungen, die sehr früh erkannt haben, wie wichtig dieses Thema ist.
00:59:30: Und jetzt, wo wir dazu gekommen sind, habe ich das Gefühl, zumindest höre ich das, dass viele darüber nachdenken, auch in diesen Schritt zu gehen.
00:59:39: Aber es ist natürlich auch ein Aufwand, dass wir jedes Jahr zertifiziert werden.
00:59:44: Wir haben jedes Jahr eine To-Do-Liste an Hausaufgaben, um auch den Stand dazu Verbessern, den wir letztes Jahr hatten, reicht nicht.
00:59:53: Wir müssen verbessern, das wollen wir aber auch.
00:59:56: Und von daher ist es schon Arbeit.
00:59:57: Aber es ist ein integraler Bestandteil für uns geworden.
01:00:00: Ich glaube, das ist wichtig, dass man es nicht abstrakt betrachtet und sagt, okay, elf Monate tun wir nichts.
01:00:06: Und vier Wochen bevor die Zertifizierung ist, holen wir mal den Ordner wieder raus und gucken mal rein, was da so steht, sondern wir leben es.
01:00:13: Und ich glaube, das hilft uns sehr.
01:00:15: Zu dem Thema Trends ist, glaube ich, ein sehr... globale frage.
01:00:19: also wir haben ... wir haben sehr früh angefangen zum beispiel einen ... einen Wermut aufzunehmen.
01:00:28: Damals war Martini und Sinzano war so das Wermutsegment und das war low low low budget zu der Zeit.
01:00:35: Die Marken haben sich ja heute auch toll entwickelt aber damals war es ein schlechtes Image und damals kam Belsa Saar ein deutsches Startup.
01:00:43: Und wir haben gesagt das trauen wir uns zu.
01:00:46: Und ... Dann haben wir zwei tolle, damalige Inhaber gehabt, die uns sehr gut unterstützt haben und es ging extrem erfolgreich nach vorn.
01:00:55: Das
01:00:55: war um zwei tausendzehn, glaube ich.
01:00:58: Da hat wirklich noch keine Überbeermut geredet.
01:00:59: Und auch nicht für achtzehn Euro damals, das war wirklich, einige haben uns für verrückt erklärt, aber es war, passt genau in die Zeit, genauso wie wir heute uns mit Sake beschäftigen.
01:01:11: Ich glaube Sake ist ein spannendes Thema, was völlig... Noch unterdimensioniert ist in Deutschland, aber es ist eben komplex und unser Job ist die Komplexität so zu simplifizieren, dass unsere Kunden Spaß daran haben, es mal auszuprobieren.
01:01:25: Und wir merken, es funktioniert immer besser und so versuchen wir immer wieder Nischen zu finden, wo wir das Potenzial sehen.
01:01:35: Wir aber auch den Mut haben, wenn wir es mal testen nach zwei, drei Jahren und stellen fest, das funktioniert nicht, dann hören wir auch wieder auf.
01:01:42: Und das ist sicherlich dann auch die Innovationskraft, die in so einem Unternehmen, glaube ich, extrem wichtig ist, einfach mal mal out of the box zu denken und den Mut zu haben, neue Wege zu gehen.
01:01:52: Und welche Transfinden Sie eher überflüssig?
01:01:55: Also gibt es da irgendwas, wo Sie sagen, kann ich überhaupt nichts mit anfangen?
01:01:59: Also nicht, dass Sie keine Daseinsberechtigung haben, sonst hätten Sie wahrscheinlich keine Präsenz, dass man Sie überhaupt wahrnimmt.
01:02:05: Also wir haben ja viele neue Weinbau-Länder, die versuchen auf den deutschen Markt zu kommen.
01:02:11: Wir haben vieles verkostet und ich habe bei vielen Weinen gesagt, die Weine sind wirklich gut und sehr fair kalkuliert.
01:02:19: Aber wo ist der More-Edit-Value für unsere Kunden und wo ist der More-Edit-Value für den Endverbraucher?
01:02:26: Ich brauche jetzt nicht noch den siebzigsten Chardonnay und den fünfundneunzigsten Sauvignon Blanc, aber wir sehen zum Beispiel einen Spannendes Projekt, sehr klein noch, aber entwickelt sich dynamisch, ist Georgian.
01:02:39: Dort arbeiten wir mit einem Schradomucani.
01:02:42: Die haben einmal die internationalen Rebsorten und einmal Ottochtone Rebsorten und wir haben es jetzt seit vier Jahren im Portfolio und haben uns damals entschieden, nur die Ottochtone Rebsorten aufzunehmen.
01:02:54: Und ich weiß noch, als wir das vorgestellt haben, ist der Außendienst moralisch ziemlich in die Knie gegangen nach dem Motto, wer kennt denn Seperavi?
01:03:01: Und wie sollen wir das dann überhaupt verkaufen?
01:03:04: Heute machen wir recht ordentliche Umsätze.
01:03:07: Die Zeit des Zweitauftrags wird kürzer und kürzer.
01:03:12: Das heißt, da entwickelt sich ganz langsam etwas.
01:03:16: Aber wir haben gesagt, was soll mir jetzt ein Schadownee aufnehmen oder ein Cabernet aus Georgien, der sagt, der Kunde kriege ich aus zwanzig ländernde Welt.
01:03:23: Und das glaube ich, da muss man den Mut vom beiden Seiten haben, vom Winzer und von uns, sich die Zeit zu nehmen.
01:03:30: Georgien zu erklären, die Tradition zu erklären, die ja nun wirklich großartig ist.
01:03:36: Und zu erklären, warum diese Rebsorten, orthoktonerebsorten anders sind, nicht besser.
01:03:41: Darum geht es auch nicht, aber anders sind und vielleicht dann doch eine Daseitsberechtigung haben.
01:03:45: Und diesen Weg gehen wir dann teilweise schon.
01:03:47: Aber auch nur mit Partnern, wo wir wissen, dass wir einen langen Atem haben.
01:03:51: Dabei darf man nicht vergessen, dass für uns wahrscheinlich Georgien ja schon ein Thema ist, als eine Tradition mit seinen orthoktonerebsorten und so weiter.
01:04:00: Aber das ist ja nische, nische, nische.
01:04:02: Also sowohl von der Produktionsmenge, was dort eigentlich an Qualität produziert wird und was nicht früher irgendwie als Massenwache abgefüllt wurde, als eben auch vom Bewusstsein.
01:04:11: Also gehört da schon ein gewisses Gespür und das eben dann auch herauszulösen und zu differenzieren von... im Vergleich zu Wein aus Mexiko, Thailand oder was auch immer, also wahrscheinlich die Länder, die sie angesprochen haben und wahrscheinlich auch dann seinen Geschmack zu rekonstruieren, bzw.
01:04:29: sich auf neue Geschmäcker einzulassen, haben sie Geschmack?
01:04:32: Also natürlich haben sie Geschmack, aber haben sie einen Stil, also liegt ihnen irgendwas besonders?
01:04:37: oder freut sie sich, wenn ich ihnen eine Flasche von irgendwas öffne, wo sie Freude daran haben, was trinken sie privat, wenn sie trinken?
01:04:46: Also ich habe das große Glück, dass ich mir ein paar Flaschen in Weinkeller, ein paar Warten Weinkeller gelegt habe, nicht zu viele, weil es ist auch ein Investment.
01:04:54: Aber es ist etwas sehr Schönes, wenn man runtergehen kann und sagen worauf habe ich heute Lust.
01:05:00: Es gibt Tage, da trinke ich gerne frischen Weißwein und es gibt manchmal Tage, da trinke ich einen klassischen Bordeaux, aber auch gerne Pinot je nachdem.
01:05:08: Und das ist eigentlich ein schöner Luxus, den man sich leisten kann, nicht zu sagen, ich habe jetzt Nur noch die, die, die Sorte im Keller und da habe ich aber eigentlich keine Lust mehr drauf, sondern es gibt auch Intervalle, wo man sagt, eine Zeit lang habe ich sehr gerne Napa getrunken, dann gab es zwei, drei Jahre, wo ich es nicht getrunken habe.
01:05:27: Gott sei Dank hatte ich Weine, die in zwei, drei Jahren nicht geschadet haben.
01:05:30: Umso mehr freue ich mich jetzt, dass ich noch zwei, drei Flaschen habe und ich glaube, das ist etwas sehr... Also ich... Gott sei Dank, meine Frau auch.
01:05:37: Wir freuen uns immer sehr, dass wir da bedarfsgerecht das trinken können, was wir für richtig halten.
01:05:42: Und wir haben ja ein aktuelles Sortiment, wo ich mich auch bedienen kann
01:05:46: mit einer
01:05:46: sehr fairen Kondition.
01:05:48: Von daher kann ich da auch sehr kurzfristig nachlegen.
01:05:51: Da kamen mehr oder weniger Eingedanke auf, den ich auch all meinen Gästen stelle.
01:05:57: Ihnen aber nicht zuletzt deshalb, weil mich die Meinung sehr, sehr interessiert, besonders gerne.
01:06:03: nicht will sie die Weine verkaufen, sondern will sie wahrscheinlich nochmal andere Gründe dafür haben, Weine als Investment?
01:06:11: Ist das sinnvoll?
01:06:12: Ist das nicht sinnvoll?
01:06:13: Investieren Sie in Wein?
01:06:15: Haben Sie selber Fonds oder ein Weinkiller?
01:06:18: Haben Sie ja aber das eben für die Enkel mit weggelegt oder finden Sie sowas?
01:06:23: in diesem ethischen Sinne von Wein und göttliches Getränk und daraus Geld zu machen.
01:06:29: Nicht ganz so toll, wenn das jemand macht, weil sie ja damit auch konfrontiert werden.
01:06:32: Sie haben ja teilweise Brands, die ja rein für Investmentkauf werden, wo sie ganz klar zuteilen müssen.
01:06:38: Da kann es manchmal zum Problem werden.
01:06:40: Auf der anderen Seite ist natürlich schön, wenn eine gewisse Wertigkeit damit gespiegelt wird.
01:06:43: Wie ist Ihre Meinung da?
01:06:44: Dazu vielleicht sogar als Emotionsmenschen, als Business-Mensch.
01:06:48: Also ich kann mir vorstellen, dass es da zwei total unterschiedliche Ansichten gibt.
01:06:52: Also wir erstmal bin ich sehr froh, dass wir solche Weingüter im Portfolio haben, dass wir auch Weine haben, die wir zuteilen, weil es ist auch eine Freude und auch eine Ehre, dass man diese Weine verkaufen kann und es hilft uns auch immer wieder die richtige Klientel dafür zu finden.
01:07:09: Was wir schon sehen ist, dass es Verschiebungen gibt aufgrund der letzten Jahre der Preiserhöhungen, dass wir viele Weine aus der Gastronomie vielleicht etwas weniger sehen.
01:07:21: aufgrund der Preisentwicklung.
01:07:22: Dafür es aber einen exklusiven Weinfach Einzelhandel gibt, der wiederum privat gründen hinter sich hat, die gerne diese Weine kaufen.
01:07:30: Also von daher ist es für mich auch nicht die Aufgabe solche Dinge zu bewerten, sondern es ist eher die Frage, wie können wir als als verantwortlicher auch kaufmännisch diese Dinge umsetzen.
01:07:47: Das gesamte Thema Investment in Wein empfinde ich nicht als Fluch und auch nicht als Segen, sondern das Teil des Konzeptes.
01:07:56: Wenn ich heute sehe, wie groß teilweise die Produktionen sind, auch in Bordeaux und sehe auch die Preise über mehrere hundert Euro, zumindest bis vor zwei, drei Jahren, dann wissen wir alle, dass das die Gastronomie weltweit auch nicht vermarkten kann, sondern es sind viele Kondisseurs, die sich dann privat Keller zugelegt haben und wir wissen alle, dass in speziell in England große große Keller sind.
01:08:20: Und Systemhäuser, die dort das als Investment zurückgelegt haben.
01:08:25: Was wir jetzt sicherlich sehen ist, dass durch die Krise die gerade ist, dass auch die Investitionen in Wein nicht nur immer eine Richtung kennen, sondern auch eine negative Entwicklung.
01:08:35: Jetzt müssen wir mal genau abwarten.
01:08:37: Was passiert denn jetzt mit dem Wein Investment?
01:08:39: Sind die Leute, haben sie einen langen Atem und warten bis die Preise sich erholen?
01:08:44: werden sie sich erholen, wir werden sehen, oder kommt jetzt einige Bemengen auf den Markt, die den Preisen noch mehr unter Druck setzen?
01:08:51: und ich glaube wir sehen gerade beides, weil das aber am Ende eine Frage der Kapitalisierungskosten sind und von daher glaube ich ist das ganz zurück zum Anfang.
01:09:02: wichtig, dass wir Sommeliers haben und Menschen, die uns helfen, den Wein aktiv zu verkaufen.
01:09:07: Dass es nicht nur in eine Bubble hineinkommt, die zwar kurzfristig vielleicht Ertrag bringt, aber perspektivisch schwierig ist.
01:09:16: Und von daher ist glaube ich der Mix der richtige Weg.
01:09:19: Also wir verkaufen gerne an Weinfachhändler, die wiederum eine sehr, sehr gute Klientel hinter sich haben, die auch gerne privat gute Meine zu Hause trinken, weil am Ende ist der Genuss.
01:09:31: das große Thema und ob es dann zu Hause oder in der Gastronomie stattfinden, trauen wir uns nicht zu, da eine Meinung jemand zu geben, was besser oder schlechter ist.
01:09:40: Wir wissen, dass Essen und Trinkkultur extrem gut harmoniert, aber das funktioniert auch zu Hause, wenn jemand das private Bevorzugt.
01:09:49: und wenn jemand das Entertainment eines großen Gastronomens mag und weiß, er kann dort aus einem wahnsinnigen Portfolio Seine Auswahl treffen lassen mit einer perfekten Beratung und einer perfekten Kombination zur Ess- und Trinkkultur ist genauso perfekt.
01:10:03: Aber das Investment trotzdem würde ich nicht als zu negativ darstellen.
01:10:06: Die Frage ist immer, wie das jedes Wein gut sieht und wie er seine Mengen danach umschiftet.
01:10:11: Und da haben wir Gott sei Dank Partner, für alle, die wir im Portfolio haben, ist die Gastronomie extrem wichtig.
01:10:18: Und ich finde, man darf das vielleicht so eine Person nicht nur Meinung, sondern Erfahrung auch nicht zu eingleisig, also bei bestimmten Weinen sehen, sondern manchmal ist es auch durchaus spannend, in einem Wein, den man vielleicht gar nicht als solches betrachten würde, zu investieren, also sprich nicht nur die drei- und vierstelligen Weine, sondern manchmal ist es einfach auch schön, ein Wein aus dem nördlichen Rohnetal, aus dem südlichen Rohnetal sich zu kaufen, fünf Jahre wegzulegen, fünf Jahre später dann einfach nochmal neu zu bewerten, neu zu kalkulieren.
01:10:46: Und ich kann mir nicht vorstellen, dass es viele Banken gibt, die Geld so gut anlegen können, wie man es manchmal im Wein in der Gastronomie im Handel macht, wenn man einen gereiften, was auch immer Cross-Emmitage mit CD-Anreife anbietet.
01:11:00: Ah, wo gibt es dann?
01:11:02: Die Wein ist dann mehr oder wertfrei, kann sie noch mal ganz anders kalkulieren, kann sie anders beim Glas auch schenken haben, ganz anderen Service.
01:11:09: Also ich würde auch in diese Richtung einfach Investment sehen.
01:11:11: Es ist natürlich immer eine Frage dann auch der Kalb-Bital-Bindung und so weiter.
01:11:15: Ich habe die persönliche Erfahrung gemacht, dass man Kapital selten so gut anlegen kann, wie eben in Wein, betrachte ich natürlich jetzt die letzten dreißig Jahre.
01:11:26: Im Augenblick geht es ein bisschen anders, die letzten drei Monate ist es wieder sehr stark bergauf gegangen in den Bewertungen und viele prognostizieren, dass eben das wieder der Weg sein wird.
01:11:36: Wir können alle nicht in die Glaskugel schauen, aber ein Wein wie, wir haben ja zwei Weine angedacht heute, dass wir die Eventuell probieren und einer davon ist ja von Theresa Breuer.
01:11:46: Ja.
01:11:46: Es ist ein Riesling, ein Leucher-Riesling.
01:11:49: Und wenn wir den mit zehn Jahren Reife probieren würden, oder jetzt haben wir einen aktuellen, zwanzig, vierundzwanzig, finde ich großartig, wird es auch den Stil zum einen des Leucher-Orts war ins Perfekt reflektiert und zum anderen auch von Theresa.
01:12:04: Aber wenn man den mit zehn Jahre Reife, fünfzehn Jahre Reife auf der Karte hat, ist das fantastisch.
01:12:08: Und das ist für mich Investment.
01:12:10: Absolut.
01:12:11: Und das zeigt ja auch, deshalb kostet man auch, es gibt ja viele Winzer.
01:12:15: die auch extrem gute Mittelpreissegmentweine machen.
01:12:21: Und die Weine haben eine unglaubliche Lagerfähigkeit.
01:12:23: Es weiß nur keiner und es legt sich auch keiner hin.
01:12:26: Und wir als Unternehmen legen es uns aber auch fairerweise nicht hin, weil wir auch wiederum Kapitalkosten haben, die wir nicht immer wieder bekommen in diesen Art von Segmenten.
01:12:35: Trotzdem glaube ich, sind es genau diese Weine, die auch eine Zukunft haben werden und wir sehen es schon.
01:12:41: Auch gereiftere Weine sind gerade ein sehr spannendes Thema, weil viele Gastronomen auch die Weine nicht mehr hinlegen.
01:12:48: Und wir uns bis zu einem gewissen Punkt dort auch in unserer Verpflichtung sehen, aber nur bis zu einem gewissen Punkt, weil es eben auch unsere Kapitalkosten sind.
01:12:57: Aber wir merken schon, dass gewisse Weine einfach auch nach fünf, sechs, acht, zehn Jahren einfach deutlich attraktiver sensorisch sind.
01:13:05: Und da müssen wir auch sehr in sehr vielen Diskussionen mit einigen Weingütern, wie wir dieses Thema für uns gemeinsam lösen.
01:13:12: Interessanterweise wird da weniger über den Preis diskutiert.
01:13:15: Also sowohl wenn ich die beim Winzer, wenn ich eine Vertikale beim Winzer bekomme, was ja oftmals sehr sehr positiv besprochen wird, wenn ich das teilweise beim Lieferanten dann bekomme, dass ich gereifte Weine dort bekomme, aber eben auch auf Weinkarten.
01:13:27: Insofern die Weine gereift sind, diskutiert man weniger über den Preis, weil der Preis dann eben nicht mehr so transparent ist wie im aktuellen Jahr, wenn ich selber zum Weingut.
01:13:34: Das ist ja ein Weg, den Sie absolut mitgegangen sind, also dem präurischen Weg.
01:13:39: Also angefangen, vom Anfang mehr oder weniger als Werner-Präuer damals, anfingen, mehr oder weniger den gesamten Reingehauer aufzurütteln, aufzuwirbeln, damals mit der Katerbewegung nochmal ganz eigene Schritte gegangen ist, in der Konstellation mit Philippi, mit Werner Neckl.
01:14:01: Das ist das Portugal-Projekt, teilweise Südafrika mitgespielt haben, als war ja ganz, ganz verrückt.
01:14:06: Da waren sie ja mittendrin.
01:14:08: Und dann, leider der Zweitausendvier, dass er gestorben ist, Dresas übernommen hat, aber auf unglaubliche Weise dieses Weingut fast nochmal neu definiert hat und trotzdem den Weg weitergegangen ist.
01:14:22: in der Form und Art und Weise fällt mir eigentlich nur ein zweites Weingut, Bernatuba, ein, die sich so weiterentwickelt haben.
01:14:28: und sich selber so perfektioniert haben, ohne eben zu perfekt zu sein, sondern trotzdem noch individuell zu sein.
01:14:35: Und ich finde, deswegen hatte ich mich sehr gefreut, sie hatten die Weine ausgesucht, dass dieser Weins ist, also der Leuchelortswein, zwanzig, vieren, zwanzig, weil er ja so untypisch eigentlich reingau ist.
01:14:46: Also es ist halt nicht lehmlös, das ist Granit und Quarzit, den man dort findet und somit eigentlich ja fast mehr der Muslana oder im Mittelrhein Vertreter.
01:14:57: Ich glaube, warum haben Sie den genommen?
01:15:00: Zum einen ist es wirklich ein Homage an Theresa und auch an ihren Vater.
01:15:07: Zum anderen auch, weil wir auch dem Vater und Prinz Michael Salm und zwei, drei anderen zu verdanken haben, dass wir eine Gütergruppe haben, die jetzt schon seit über dreißig Jahren mit Schlumberger zusammenarbeitet.
01:15:20: Und ich finde, ich habe bewusst
01:15:23: den
01:15:24: Leuchern genommen.
01:15:25: weil wir auch eben über Innovation gesprochen haben.
01:15:28: Ich glaube, was Theresa uns allen gezeigt hat, ist, wie man ein Schloßberg, ein Weinberg, perfektionieren kann, indem man antizyklisch arbeitet, indem man seinen eigenen Stil findet und fassbar viel Zeit, Kraft und Arbeit dort investiert.
01:15:46: Und wenn sich dann aber die Möglichkeit gibt aus einem Familiensituationen, an einem völlig anderen Ort, der nicht so bekannt ist, wie Rüdesheim etwas neues aufbauen kann, was man integrieren kann, den Mut zu haben, diesen Schritt zu gehen.
01:16:00: Und das ist eigentlich eine perfekte Darstellung, dass jemand wie Theresa Breuer den Mut hatte, nach Leuch zu gehen und es perfekt integriert hat.
01:16:11: Und es zeigt mir, dass viele gerade in Deutschland vielleicht mehr Mut haben sollten, andere Wege zu gehen.
01:16:17: Und Theresa ist ein großes Vorbild nicht nur für mich, glaube ich, sondern für viele andere auch.
01:16:24: Spannend, wenn wir hier Südwestlagen haben, also dass eigentlich damals schon ein Schritt in Richtung Klimawandel war, im Jahr zwei tausend neunzehn hat sie einige größere Partien noch dazu genommen.
01:16:35: Ein Teil meinte ich mich zu erinnern gehörtes schon immer zum weinen guter was war mehr so?
01:16:39: dieses
01:16:40: gehört zu einem Teil der Familie wurde aber separat ausgebaut und beneficiert in einem eigenen Keller den man dann stillgelegt hat.
01:16:48: Sie hat dann sich entschlossen einen großen Schritt zu gehen in in Rüdesheim raus aus dem historischen Keller in den Keller wo früher die Keller reibar.
01:16:59: um auch die Kapazitäten zu schaffen und es jetzt perfekt integriert.
01:17:02: und heute ist Leuch genauso wie Rüdesheim und andere Regionen oder andere Orte dazu ein integraler Bestandteil des Weinguts.
01:17:12: und dadurch dass sie so viel die Menschen ihr so viel auch die Kunden vertrauen, sagen die okay wenn Theresa nach Leuch geht gehen wir mit und kaufen auch die Meine extrem gut in und das in den preisklassen wie sie es anbietet.
01:17:25: Aufmerksam sind wir geworden, als sie damals als E-Verfricker nach Leuch ging.
01:17:31: Auch ein völliger Shootingstar, Aquareinsteiger.
01:17:35: Wo wir gesagt haben, wie mutig ist das denn, weil zu der Zeit gab es ja schon große Winzer in Leuch, aber keiner hat es so perfektioniert wie die beiden Damen.
01:17:44: Und das ist eigentlich ein Zeichen, dass heute durchaus noch einige schlafende Regionen oder Taylor gibt, die man vielleicht noch wach wissen kann.
01:17:53: Sie ist zellertal gerade.
01:17:56: Und vielleicht die eine oder andere Regierung, wo man Mut haben muss, diese Dinge zu gehen und man dann auch in der Wertschöpfung für zwei gut großartige Dinge umsetzen kann.
01:18:05: Und Leuch ist für mich gerade genau das, was wir auch gerade gesagt haben.
01:18:09: Es gab eine Zeit, da gab es einfach unreife Jahrgänger, weil es eben sonnmäßig nicht so groß war.
01:18:16: Und jetzt durch die Klimawärmung sind das Regionen, die vielleicht mehr Potenzial haben, als einige noch vor fünf, sechs Jahren gedacht haben.
01:18:24: interessant aber auch wie so ein wandel ein eines gebietes oder einer eine ortschaft vollzogen kann.
01:18:30: also bis bis zum zweiten weltkrieg war ja durchaus präsent der weinbau dort.
01:18:34: erst nach dem zweiten weltkrieg schlief das komplett ein und wurde komplett vernachlässigt und dann letztlich durch die verfügung tereza dann letztlich wieder wachgekürsten.
01:18:42: wenn man den wein probiert dann habe ich so das gefühl Er reflektiert diesen Stil seitdem Teresa das Wein gut übernommen hat.
01:18:52: Eigentlich absolut perfekt, weil er so kratziert ist, weil er so differenziert ist, weil er so fein mineralisch ist.
01:18:56: Die Nase, diese ganz leichten Zitrusaromen hat und diese unglaubliche Frösche dabei.
01:19:01: Also es ist so ein richtig appetitlicher Wein.
01:19:03: Ich habe leider nicht drauf geschaut, dass wir da haben, elf und halb Alkohol, also von dem her...
01:19:08: Elf und halb, ja.
01:19:09: Elf und halb Alkohol, also von dem her auch zeitgemäß, da geht es ja eigentlich gar nicht.
01:19:12: Das ist ja genau das, wonach wir fragen.
01:19:14: Eine Individualität, eine Handschrift, eine Lebendigkeit, eine Frische.
01:19:19: Und er macht neugierig, wie der wohl in zehn, fünfzehn Jahren schmeckt.
01:19:21: Absolut.
01:19:21: Und deshalb, glaube ich, ist das eben ein Paradebeispiel, wie heute moderner Weinbau auch funktionieren kann.
01:19:27: Und da dann auch Ortsfein eine Kategorie, die ja komplett unterschätzt ist.
01:19:32: Die.
01:19:32: Ja und nein.
01:19:33: Also ich glaube, man muss aufpassen, es gibt viele Orte aus meiner Sicht, sehr persönlich.
01:19:39: die nicht wirklich gut Ortsweine machen, aber es gibt auch viele, die besser sind, vielleicht als manches große Gewächs.
01:19:46: Und da muss man gucken, welche Orte sind wirklich extrem spannend, warum das so ist und welcher Winzer vinifiziert.
01:19:53: Und da ist sicherlich ein Thema wie der Ortswein von Theresa ist ein Paradebeispiel.
01:19:59: Und wir sehen es ja auch, wenn wir, ich freue mich immer, wenn wir ältere Jahrgänge Rödesheimer finden auf den Karten, das ist immer ein Hochgenuss.
01:20:09: Das zu finden, oder wir arbeiten ja auch mit Birklin Wolf, wenn wir dann sehen.
01:20:15: Wachenheimer, Deidesheimer, etc.
01:20:17: Nach vier, fünf, sechs Jahren ist es einfach spektakulär gut.
01:20:19: Und Gott sei Dank haben wir einige Winzer davon, die das können und machen und wir sehr, sehr happy sind, dass wir auch mal hier und da ältere Jahrgänge wiederfinden.
01:20:30: Ja, können wir super bleiben.
01:20:30: Ich habe jetzt den Startschuss für Theresa gegeben, wenn sie irgendwann den Startschuss... Für den zweiten Wein geben dann bin ich raus aus der Entscheidungsnummer.
01:20:39: Naja, letztendlich gehört mir ja nicht die Firma, um den Übergang hinzukriegen.
01:20:43: Leider vielleicht oder auch manchmal gut, gibt es so Jahre und Jahre.
01:20:48: Wir haben ja einen Hauptgesellschaft, das ist Schlumberger Wien.
01:20:52: Und unser zweiter Hauptwichtige-Gesellschaft ist Louis Röderer.
01:20:56: Und mit Louis Röderer und vor allen Dingen Frederik Rousseau.
01:21:05: sehe ich schon als ein meiner wichtigsten Mentoren an, weil er mit einer unglaublichen Weitsicht arbeitet und sich auch von Stimmungen und Szenen nicht unbedingt auseinander bringen oder auch durcheinander bringen lässt, sondern eine extrem gute Vision hat.
01:21:21: Und ich weiß, noch vor fünf Jahren, vor sechs Jahren, kriegt mir die erste Information, dass Brut Premier von Louis Röderer eingestellt wird.
01:21:30: Und ich schlafe eigentlich immer sehr ruhig, aber... Das ist ein sehr wichtiger Artikel für uns und da habe ich schon so die ein oder andere unruheige Nacht gehabt.
01:21:39: Und je klarer wurde, was dort passiert und warum man den Weg geht, umso ruhiger wurde ich wieder.
01:21:45: Und ich muss sagen, es war eine Entscheidung, die extrem weitsichtig war.
01:21:50: Man hat schon zehn Jahre vorher angefangen, eine neue Reserve aufzubauen, perpetuell, ein großer Tank, wo außergewöhnlich große Stilweine gesamthaft gelagert worden sind.
01:22:04: Es gibt eine Reserve im Keller in großen Barikfässern, was der Vater schon angefangen hat, aufzubauen.
01:22:11: Aber wenn man wollte, und das war die Aufgabenstellung war von Frederic Rousseau, dem Inhaber und Jean-Baptiste Lacanion, den Kellermeister eine Antwort zu finden auf die Klimaerwärmung, die nicht im Marketing liegt, weil das können andere besser.
01:22:28: Sondern, wie man in den Weinbergen, in der Winifizierung Antworten findet, den Champagner, der so in den Jahren immer etwas breiter wurde, etwas mächtiger wurde, die Säure etwas zurückging.
01:22:42: Sie ist pauschal jetzt, aber der Trend war da.
01:22:45: Wir haben gesagt, wir wollen wieder mehr Frische, wir wollen mehr Tiefe, wir wollen mehr Eleganz.
01:22:50: Als dann mit zwei für zwei.
01:22:52: ein Kollektion auf dem Markt kam.
01:22:54: Röderer war ja nicht das erste Haus, was mit den Nummern des Gründungsjahrs gearbeitet hat.
01:23:02: Hat man versucht, eine neue Kategorie zu finden, die preislich positioniert ist am Standard.
01:23:10: Aber mit den Informationen, wo kommt der Hauptbestandteil des Grundproduktes her?
01:23:18: Wie viel kommt aus dem Holzlager begreiften?
01:23:24: Wie viel kommt aus der Reserveperpetuell?
01:23:27: Welche Jahrgänge werden verwendet?
01:23:29: Ein QR-Code.
01:23:31: Man wurde super transparent.
01:23:34: Und das hat der Marke in dem Segment einen unglaublichen Schub gegeben, dass einfach die Qualität sensorisch extrem nochmal nach oben gegangen ist.
01:23:44: Man schmeckt aber auch erkennt, was man tut, um Antworten auf die Klimaerwärmung zu finden.
01:23:49: Aber jeder, der sich ein bisschen damit auskennt, sagt, wow, es ist wirklich ein Schritt nach vorn.
01:23:57: Und das ist, glaube ich, die Weizsicht, die Privatunternehmer teilweise haben, weil sie das eben schon zehn Jahre vorher vorbereitet haben.
01:24:04: Und immer, wenn ein Kristall nicht gemacht worden ist, ist die gesamte Ernte in diese Reserve perpetuell eingeschkommen.
01:24:11: Das ist ja wirtschaftlich schon eine Entscheidung zu sagen, ich mache keinen Kristall, aber es gibt eben Jahrgänger, die nicht gut genug waren.
01:24:19: Und den Mut zu haben, ist dann nicht gleich wieder zu in andere Champagner gewesen zu stecken, die wir dann verkaufen könnten, sondern zu sagen, nein, wir haben da eine Vision und dafür brauchen wir extrem gute Grundweine.
01:24:32: Und das zeigt eben, wie weitsichtig diese Unternehmung Rödera mit den Inhabern wie Frederik Rousseau denkt und das gibt uns auch immer wieder die Sicherheit, so etwas mal langfristiger zu sehen und zeigt auch wie heute meiner Meinung nach moderner Markenaufbau verbunden mit einem fantastischen Qualitätsmanagement funktioniert und dann auch die Preise dafür zu erzielen.
01:24:56: Was ich dabei beeindruckend finde, also ist eben auch diesen Gedanken, dass nicht als Sonderedition irgendwo rauszugeben, sondern das eben in die Reserve zu implantieren, also dass man da nachhaltig arbeitet, diese Weitsichtigkeit, also die weit so weit zurückträgt und das dann eben auch punktuell mehr oder weniger alles zusammen und gebündelt zu präsentieren, also fast so dieser Apple Faktor.
01:25:22: Man sagt man möchte nicht überall der Erste sein, man hat vielleicht auch in manchen Sachen vielleicht nicht auch nicht die erste Idee dafür, aber man selektiert von allem das Beste heraus und hatten diesen Gesamtprodukt etwas, was schon eine gewisse Unvergleichbarkeit hat.
01:25:38: Und das dann eben kombiniert mit auch dem Beispiel, wie den Kristall
01:25:41: etc.,
01:25:43: dass man sagt, dass man zeigt, man kann auch extrem gut, extrem außergewöhnlich, extrem nachhaltig, extrem tiefsinnig, also allein, dass Kristall seit Jahr zwölf Biodynamisch produziert wird.
01:25:55: Also komplett nachhaltig, dass es zweihundertvierzig Hektareigene Weinberge sind und da auf eine gewisse eben auch Nachhaltigkeit gebaut wird, dass eben dieser Gedanke der Biodynamie mit Pferden zu arbeiten und so weiter, dass halt alles immer so einen kleinen Schritt weiter gedacht ist und das Beste aus allem gebündelt wird.
01:26:14: Aber es ist eben alles ein integraler Bestandteil eines größeren Spiels.
01:26:19: Also wir werden nie auf der Flasche Röderer Kristall sehen, biodynamisch.
01:26:25: Weil es ist ein Teil der DNA, die aber nicht unbedingt herausgestellt werden muss, sondern am Ende geht es darum zu erklären, wenn der Gast das gerne hören möchte, warum die Qualität so außergewöhnlich gut ist.
01:26:36: Und dann ist sicherlich die Biodynamik ein nicht unwissenlicher Bestandteil.
01:26:40: Aber es ist jetzt nicht das Thema, wo wir sagen, wir möchten jetzt Biodynamisch auf das Haupteticket schreiben mit dem Logo.
01:26:47: Weil am Ende ist es nicht Teil der Marke, sondern es ist ein Teil, warum Kristall heute so außergewöhnlich gut ist.
01:26:52: Und ich glaube, diesen nachhaltigen Schritt und immer wieder auch im Champagner die Marke in den Vordergrund zu stellen, das gelingt dem Hause Röderer einfach, weil die Familie es immer wieder vorlebt, extrem gut.
01:27:04: Man hat das Gefühl, dass die Familie für den Wein lebt.
01:27:07: Also nicht für die Party, wo er ausgeschenkt wird oder für... Das bunte Bildchen, was dort gemacht wird, sondern es ist der Wein, was ich sehr bewundere, ist die Transparenz.
01:27:16: Sie hatten es vorhin erwähnt mit dem QR-Code, dass man sehen kann, was der Hauptbestandteil in einer Kollektion ist, wie die Rebsortenzusammensetzung ist, wo die Weine herkommen.
01:27:25: Diese absolute Transparenz, die dort gelebt wird, die halt auch neu für die Champagne ist.
01:27:28: Also es war ja so viel alles.
01:27:31: Geheimnisvoll und es wurde nichts verraten mehr oder weniger und jetzt mit einmal nicht alles auf den tablo und ist präsent und nachvollziehbar.
01:27:38: Ich
01:27:39: glaube dass wir heute oder aktuell in den letzten zwei drei jahren sehen ist das auch in der champagne Das thema weniger grau ist sondern mehr weiß und schwarz dass es sowohl positive Entwicklung gibt wie wie wir es bei lui röderer sehen.
01:27:53: wir sehen aber auch sehr viel negative Entwicklung wo gewisse marken ein Teil ihrer DNA verloren haben, warum auch immer, versuchen das durch den Preis zu kompensieren und eigentlich den Negativtrend, der sich noch dynamisiert, und zwar nach unten als nach oben, weil sie austauschbar werden.
01:28:12: Und ich glaube, das ist etwas, wo jeder Markeninhaber sehr aufpassen muss, wie er seine Marke positioniert und wo er seine Marke in vier, fünf Jahren sehen will.
01:28:22: Und wir glauben, dass es mit Röderer uns Er die Chance gibt sogar organisch weiter wachsen zu können.
01:28:29: Wir hatten jetzt ein tolles Beispiel.
01:28:32: Aber auch erst im Nachhinein toll.
01:28:33: Wir haben vor zwei Jahren ein Rechleit die wichtigen Purinkunden in der Gastronomie verloren.
01:28:40: Weil es eine Marke gab, die günstiger war als wir, was nicht so schwer ist, weil wir sind schon recht hochpreisig.
01:28:46: Aber der Gastronom hat mir damals gesagt, nee, ich muss jetzt auf die Wirtschaftlichkeit achten.
01:28:50: Und nächstes Jahr kriegen wir den Purinkvertrag zurück.
01:28:55: Nicht weil wir auf den Preis eingestiegen sind, sondern weil relativ viele Endverbraucher bei dem Gast Dronom hingewiesen haben und haben gesagt, früher haben wir für den selben Preis Louis Röderer gekriegt.
01:29:06: Warum müssen wir jetzt zu dem selben Preis mit der Qualität zurechtkommen?
01:29:10: Und das zeigt mir und das bin ich eigentlich ganz happy, dass immer mehr Endverbraucher auch eine sensible Art für Qualität haben.
01:29:18: Und das lässt mich eigentlich immer weiter positiv nach vorne gucken, dass das Thema Qualität sich auf Dauer immer weiter durchsetzen wird.
01:29:26: Und wenn es dann verbunden wird mit einer guten Markenführung und mit viel Weitsicht, dann wird es, lässt mich das auch weiterhin ruhig schlafen.
01:29:34: Da ist dann auch gedacht, der die Transparenz, die die neue Technik, das klingt immer so Altmode, wie alt ich bin, die neue Technik einfach die Chance mitbringt.
01:29:48: transparent zu eruieren, was die Sachen normalerweise kosten und dann wie der Gastronom die weiter weiter veräußert.
01:29:55: Also das Beispiel dann, wo man sagt, jetzt habe ich die andere Qualität, losgelöst davon, dass der Geschmack vielleicht ein anderer ist und zahlt dann trotzdem den gleichen Preis.
01:30:04: Ja, aber ich glaube, das passiert ja nicht oft, was ja auch normal ist, weil viele Kunden vielleicht eben Sensorisch nicht so sensibel sind, sondern ein gewisses Erlebnis haben wollen, weil ein gewisser Qualitätsstandard ausreicht.
01:30:19: Das ist auch nicht besser und schlechter, aber ich merke eben, ab einem gewissen Punkt gibt es genügend Kondisseure, die den Unterschied schmecken.
01:30:25: Und das ist, glaube ich, sehr positiv.
01:30:27: Da spielen wir mit Röderer schon auch in der ersten Reihe.
01:30:32: Wir sehen es aber auch eben an den Weingütern, die zu Röderer hören, wie hier dumm in Ott.
01:30:37: dass in der Provence heute viele laute Weingüter unterwegs sind, was ich sehr schätze, aber Röderer mit seiner Stilistik bei Ort und mit seiner Kommunikation, er zu den leiseren Häusern hört und trotzdem sehr erfolgreich ist auch bei uns.
01:30:52: Und das zeigt mir, es gibt für beides ein Markt und das ist eigentlich immer wieder beruhigend, dass wenn man seine Nische gefunden hat, dass man sie dann aber auch konsequent bespielen muss und viele auch diesen weg mit uns gehen und das ist nicht so einfach manchmal den weg zu finden aber wenn man ihn hat dann sollte man ihn konsequent gehen.
01:31:11: Apropos
01:31:11: Marktentwicklung werden vorhin die Trends still war.
01:31:13: in der Champagne ist es ein Thema.
01:31:16: Röderer hat das ja auch mit wenigen Flaschen auf den Markt gebracht aber durchaus präsent versucht zu spielen das teilweise sehr sehr großartig.
01:31:25: Haben Sie da einen größeren Fokus drauf?
01:31:27: Ist das ein Thema, was Sie intensiver bespielen wollen oder war das so?
01:31:29: Da ist das eine Nische und
01:31:31: also wir würden es gerne aktuell größer bespielen, weil die Nachfrage da ist.
01:31:35: Können wir aber nicht, weil die Produktion sehr klein ist.
01:31:38: Aber es gibt im Grunde sind es zwei Weinberge, die dafür ausgesucht worden sind.
01:31:46: Dafür hat man aber auch sechs, sieben Jahre gebraucht, bis man die richtige Selektion des Weinberges gefunden hat und hat zwischendurch auch nochmal komplett das Projekt umgeschmissen.
01:31:55: Ich bin in eine etwas andere Region gegangen, weil man festgestellt hat, die Stilistik passt besser für Stillweinen.
01:32:01: Und es gibt schon Überlegungen auch im Hause Röderer, die Menge auszubauen.
01:32:06: Man hat weitere Weinberge analysiert und getestet und es gibt zwei, drei weitere Weinberge.
01:32:13: und perspektivisch glaube ich schon, dass man auch im Stillwein weiter wachsen kann und wird auch zumindest bei Röderer.
01:32:19: Wichtig ist sicherlich, dass die Qualität passt.
01:32:21: und Qualität passt heißt nicht, dass sie teuer sein muss, sondern dass mir bei Röderer gut gefällt, sowohl beim Pinot Noir als auch beim Chardonnay, dass man eine Stilistik gefunden hat, die nicht begunnt ist.
01:32:34: und die auch nicht Elsas ist, sondern die Champagner ist.
01:32:38: Und damit eine eigene Identität schafft, die man jetzt ganz langsam aufbaut, weil die Menge einfach noch sehr selektiert ist.
01:32:45: Aber ich glaube, der Markt für diese Art von Wein ist da.
01:32:48: Und wir hatten jetzt mal einen gastronomen, einen drei Jahre alten Chateau, den noch wiedergefunden von Rödera und haben gefragt, ob wir den trinken dürfen.
01:32:57: um die letzte Flasche nicht wegzunehmen.
01:32:59: Da hat er gesagt, die liegt eigentlich schon länger und dann probieren wir es gemeinsam.
01:33:03: und er hat gesagt, hätte ich es mal zugelassen, das ist sehr gut für die nächsten zehn Jahre.
01:33:07: Und das zeigt aber das Potenzial, was in diesen Wein steckt und ich glaube, das muss wachsen und Röderer gibt diesen Projekt auch die Zeit, sich ganz langsam, vorsichtig, aber nachhaltig zu entwickeln.
01:33:19: Von daher glaube ich schon, dass wir das noch viel öfter sehen werden und ich hoffe, dass es genügend andere Champagnerhäuser gibt, die auf dem Qualitätsniveau sich weiterentwickeln werden.
01:33:28: Es ist
01:33:28: wahnsinnig spannend und wird gerade in der Zombie-Szene ja wahnsinnig gefallen bzw.
01:33:32: natürlich gesucht.
01:33:33: Aber und das in den Gedanken finde ich ganz ganz wertvoll und ganz richtig.
01:33:36: Man ist natürlich vergleichbar, vergleichbar mit dem Bug und etc.
01:33:39: Aber wo Vergleichbarkeit oder hat ja noch ein zweites Projekt, ein ganz ganz prägnantes Projekt in Kalifornien.
01:33:49: wo man als einer der ersten eben auch mit der beträchtigen Größe von achtzig Hektar Schaumwein ganz aktiv gelebt hat und eigentlich auch neu definiert hat.
01:33:58: für Kalifornien ist sowas im deutschen Markt ein Thema ist sowas präsent ist sowas für sie hier einfach nur dass man es hat oder wird sowas gefragt und man kann das mit Champagner vergleichen.
01:34:11: Also es wäre falsches mit Champagner zu vergleichen.
01:34:13: Das wäre selber, als wenn ich Schadownee von Napa mit Bugund vergleiche, nur weil es dieselbe Produktionsweise ist.
01:34:20: Aber ich glaube, das Potenzial ist größer als das, was wir gerade heben.
01:34:26: Das liegt aber auch daran, dass wir nicht rötere Estate auf der Flasche stehen haben, sondern Quartett.
01:34:34: Eine strategische Entscheidung.
01:34:35: in Amerika ist ja Röderer Estate unglaublich populär und entwickelt sich auch extrem gut.
01:34:43: Man wollte vom Hause Röderer vermeiden, dass man nicht in diesem Weg verfällt, wie einige Erste gewechselt das aus Bordeaux gemacht haben, die dann auch Generics gemacht haben.
01:34:56: Wo auch der Name drauf stand und auf den Weinkarten stand, dann zweitwein vor einem ersten Gewächs.
01:35:03: Und es war im Grunde dann eben nicht der zweitwein, sondern der Generik.
01:35:08: Und man wollte die Marke Röderer, auch den Endverbraucher, nicht verunsichern, indem man sagt, ich denke, Röderer kommt aus der Champagne, jetzt kommt er aus Kalifornien, sondern hier heißt der Quartett.
01:35:21: Dafür haben wir eine sehr... Schöne und sehr stabile Kundschaft und es wächst auch punktuell, aber sehr, sehr nischig und das ist auch so okay für Röderer und auch okay für uns.
01:35:34: Aber wir merken, die Gruppe wird größer und größer, weil sie einfach wissen, dass schon seit zweiundachtzig dort Weinberge sind in einer damals cool Kleimed-Region, wo keiner freiwillig hin wollte.
01:35:45: Aber der Vater von Friedrich Russo Jean-Claude hatte dort eine Vision, hatte extrem gute Intensive Freunde die ihm dort beraten haben.
01:35:55: Und heute ist es sicherlich eine der erfolgreichsten Schaumweinmarken in den USA.
01:36:00: Also es ist wirklich beeindruckend und ich habe jetzt zwei, drei mal ältere Vintage probieren dürfen.
01:36:06: Hat gesagt, davon kaufen wir was, leider nicht möglich.
01:36:10: Aber das ist spektakulär auch wie das reife Potenzial ist.
01:36:13: Also dieselbe DNA eigentlich wie in der Champagne, aber... komplett individuell interpretiert auf das terroir zugeschnitten und von daher ein großes großes schaum.
01:36:24: ein haus ja
01:36:25: auch sehr weitsichtig und man muss sehr losgelöst sein nicht den namen des einen für eine andere sache auszugeben oder damit zu verbrennen was ja gerade in der neunzige anfang der zweitausend viele deutsche weingut auch gebracht haben das halt irgendein weingut ein haus hatten neben ihrem weingut wo sie sachen zugekauft haben und damit Beabsichtete und beabsichtigt Kundentäuschung betrieben haben und ihren eigentlichen Namen verbrannt haben.
01:36:50: Also
01:36:50: da gibt es viele Beispiele.
01:36:52: Aber
01:36:52: für alle die es nicht kennen, also kann ich sehr empfehlen.
01:36:55: Großartige Schaumweine aus Kalifornien und ein ganz eigenes Erlebnis, so wie ich es empfunden habe.
01:37:02: Wir hatten ja gerade den Deep Dive mit Florian Richter.
01:37:06: Und da haben wir auch den Bruderer Estate probiert und zwar sehr besonders erleben.
01:37:10: Wir haben seit langem mal wieder probiert.
01:37:13: Florian ist aber auch ein großer Freund von Kalifornischen oder Napa-Produkten und ist ein treuer Kunde, auch gerade in seiner neuen Funktion, was er ja spektakulär sauber toll aufsetzt.
01:37:26: Aber das zeigt wieder, wir leben von den Menschen, die es tragen und nicht nur von den Produkten allein.
01:37:31: Und vom Wein natürlich.
01:37:34: Was ist Wein für Sie?
01:37:35: Wenn Sie es in ein Wort pressen mussten, gäbe es da ein Wort, wo Sie sagen würden, das würde Wein spiegeln?
01:37:40: Für mich ist es immer wieder eine Faszination, die Differenzierung zu sehen, was es alles möglich ist mit einer einzelnen Weintraube in verschiedensten Qualitäten, Regionen, Definitionen.
01:37:53: Also ich glaube, die Vielschichtigkeit ist es, ja.
01:37:56: Faszination hat in der Tat noch keiner gesagt, nicht so einfach, nicht so nahe, weil es ist ja...
01:38:00: Ja, es
01:38:00: ist,
01:38:01: genau, es ist... Ich habe Gott sei Dank, in meinem Leben bin ich auch sehr dankbar, schon viele große Weine trinken können und es bin nie enttäuscht worden.
01:38:09: Und es geht auch nicht darum, ob das besser oder schlechter ist.
01:38:12: Aber in dem Augenblick etwas Besonderes zu erleben, ist mit Wein oder mit einer Weintraubendprodukt, ist extrem dankbar.
01:38:21: So ein Erlebnis habe ich selten in der Spiritose erlebt.
01:38:24: Kann sowas überhaupt irgendein anderes Getränk außer Wein?
01:38:27: Also diese Faszination, wie Sie gesagt haben, diese vielleicht viel Schichtigkeit, diese Komplexität.
01:38:34: Also was ich sehr beeindruckt finde, ist die Entwicklung von Kaffee in den letzten fünf, sechs Jahren.
01:38:40: Als wir groß, also noch klein waren und Kaffee oder angefangen Kaffee zu trinken, da gab es einen Preispunkt, der war fünf, sechs Euro für ein fünfhundert Gramm meistens gemahlene Vakuumpackung.
01:38:51: Heute zahlt man sechzig Euro für Single-Cars-Geschichten, ob in kurz kleiner Form oder nicht.
01:39:01: Wenn ich sehe, wie viel Geld ausgegeben wird für eine perfekte Espresso-Maschine, für die perfekte Bohne, dass man nicht mehr Leitungswasser nimmt, sondern sich ein spezielles Wasser kauft, um den Genussmoment zu schaffen für den richtigen Kaffee.
01:39:18: Jetzt sehe ich da eine vergleichbare Entwicklung.
01:39:20: Ob sie so nachhaltig und so langfristig ist wie bei Wein, weiß ich nicht.
01:39:24: Aber es ist faszinierend zu sehen, wie viele Menschen da auch wirklich bereit sind zu investieren.
01:39:30: Und ich finde die Parallele ganz interessant dabei zu betrachten, dass es von den Menschen lebt und das für mich eines der grauenhaftesten Beispiele, wie man von einem Barista abgeschreckt werden kann.
01:39:42: Also wenn man irgendwo in Berlin unterwegs ist, da irgendwelche Kultbarista da irgendwo sieht oder keine Ahnung, Hamburg, Köln, wo auch immer, die noch nicht mal angesprochen werden dürfen, diese Phase hat mir bei den Zominäes auch.
01:39:54: Ja, teilweise.
01:39:55: Und wir haben zum Glück die Kurve bekommen.
01:39:56: Also ich finde es toll, dass die Zombie ist, als sie euch jetzt wieder menschlich
01:39:59: geworden
01:40:00: sind und von ihrem Thronen wenig runtergestiegen sind und den Kunden erkannt haben.
01:40:05: Also da, ein bein großer Tipp an die Barista, seht eure Kunden, ihr seid nicht die Götter.
01:40:10: Naja, aber was dort zelebriert wird und egal, ob das Latteart ist mit bunten Gebilden oder eben die qualitative Seite der Cafés bis hin zum Extrem, sei es Kona oder sei es Blue Mountain.
01:40:22: Das mal zu probieren.
01:40:23: Ich finde, es gehört auch zur eigenen Zombie-Historie oder zur Connoisseur-Historie, dass man sich dem Thema einfach mal auch ganz bewusst hingibt und auch die Spielereien wie Cold Brew und so weiter, alles einmal durchspielt.
01:40:33: und ja, das... das eigentlich... Gibt
01:40:36: viele vergleichbare oder parallelen zu unserem Traumgut.
01:40:40: Toll.
01:40:41: Und beim Wein selber ist es manchmal ein bisschen schwerer, finde ich, beim Kaffee, weil es für viele Unabhaar oder weniger verständlich ist.
01:40:49: Die Besonderheit dann wirklich zu greifen, kann man Wein, Nichtweintrinker erklären?
01:40:53: Gibt es da?
01:40:54: Wie würden Sie denn... Jemand, der mit Wein anfängt, jemand, der bisher ein Sekt im einstelligen Euro-Bereich getrunken hat?
01:41:05: Wie würden Sie dem erklären, warum sie Wein so fasziniert?
01:41:08: Also ich glaube, wenn wir schon jemanden finden, der schon ein Sekt trinkt, egal wie teuer oder günstig, dann haben wir ja schon mal die erste Stufe hinter uns.
01:41:17: Weil ich finde, als ich damals bei der Sektherlerei Dynat war, haben wir uns immer gefreut, dass so viel günstiger Sekt verkauft wurde, weil das sind die Connoisseurs, wenn wir uns die wir abholen müssen, um unsere damaligen Dynat-Premiumsekte zu verkaufen.
01:41:31: Insgesamt glaube ich, darf man am Anfang den Erstverwender nicht überfordern sondern kippe simpel und erklären was ist denn überhaupt wein und warum schmeckt er so wie er ist und wie wird er?
01:41:45: wie wird er vinifiziert?
01:41:47: was heißt vinifizierung?
01:41:48: und wenn er dann sagt ich finde das gar nicht so schlecht es muss ja gar nicht schmecken dann haben wir schon mal den ersten schritt getan.
01:41:54: und ich glaube wenn dem junge Generationen und es gibt viele, die offen sind sich mit dem Thema Wein zu beschäftigen, auch wenn wir gerade einen globalen anderen Trend sehen, aber die Gruppe der Käufer ist immer noch groß.
01:42:09: Wenn wir das Kulturgut nicht nur in den Vordergrund stellen, sondern ihm helfen, sensorisch sich weiterzuentwickeln, dann mache ich mir auch keine Gedanken für die Zukunft, dann wird es genügend Konnessöre geben, weil es gibt genügend Geld, zumindest in der alten Welt.
01:42:25: Aber die Leute sagen, wofür gebe ich denn aus?
01:42:27: Ist es dann die Edeluhr, ist es das Edelauto, ist es der Edel Champagner, ist es der Edelvisky?
01:42:33: oder ist es meine Traumwähler oder weiß auch immer?
01:42:35: und das runtergebrochen auf jede Kategorie gibt es auf genügend Möglichkeiten die Menschen abzuholen.
01:42:41: Wir müssen aber eben uns nicht zu sehr auf Historie und und uns nicht zu sehr auf ein Thron stellen, sondern wir müssen uns nabermachen und sagen, das ist einfach lecker.
01:42:57: Kleine Anekdote, ich wohne im privaten Richtung Westerwald im kleinen Dorf und da trinkt nicht jeder den Wein, so wie ich ihn trinke.
01:43:05: Und wenn wir uns dann mit den Nachbarn treffen, dann trinke ich auf den Bier.
01:43:08: Das mache ich auch gerne, weil das schmeckt auch, weil manche Weine mir eben auch nicht schmecken.
01:43:14: So, und jetzt haben wir schon Nachbarn, die dann mal sagen, bring mir nochmal was mit und siehe da.
01:43:18: Das dauert ein bisschen und dann gibt es auch Leute die sagen schmeckt mir nicht und andere sagen kann ich davon mehr haben.
01:43:23: Und ich glaube so muss jeder für sich in seinem Biotop gucken wie er damit umgeht und wie er kulturell auch das Thema Wein integriert oder auch nicht, aber nie oberlehrerhaft.
01:43:35: Ich glaube, das ist alles falsch.
01:43:36: Könnt ihr richtige Ansprache finden, die richtigen Worte für dich?
01:43:39: Und auch
01:43:39: akzeptieren, wenn jemand sagt, ich will das nicht.
01:43:41: Ist doch auch gut.
01:43:42: Und
01:43:42: ich will manchmal auch so seinen eigenen Stil finden, also für sich selber dann auch, also wo man sich authentisch und ehrlich mit fühlt und nicht versucht, das irgendwo hochgestochen zu beschreiben, nur wenn man so was mal in Nagio Lino gelesen hat.
01:44:11: Ich muss gestehen, es war mein Wunsch, einen gereiften Vertreter der Kollektion aus dem Hause Röderer zu probieren.
01:44:18: Und ich freue mich ungemein, dass dieses möglich war.
01:44:22: Und obgleich, ich es natürlich erwartet habe, war ich unglaublich überrascht, wie großartig sich diese perfekte, gereifte Kollektion präsentiert.
01:44:29: Da man eigentlich kaum noch auf dem Markt oder auf dem Weinkarten gereifte Vertreter der Kollektion finden kann, macht es eigentlich am meisten Sinn, wenn ich dir die aktuelle Kollektion, die zwei, vier, sechs empfehle.
01:44:40: Also, lass uns einfach ein wenig tiefer in die Bläschen eintauchen.
01:44:43: Dort, wo die Geschichte der Kollektion beginnt.
01:44:46: Und dieses, nicht als simpler Nachfolger des Prüb-Premiers, sondern als ein Meisterwerk der Anpassung, geboren, aus der Notwendigkeit, dem Klimawandel ein Schnäppchen zu schlagen.
01:44:56: Stell dir vor, es ist das Jahr two-tausend-einundzwanzig.
01:45:00: Die Champagne hat gerade einen der schwierigsten Jahrgängen seit Jahrzehnten hinter sich.
01:45:04: Frost im April, der die Knospen einfriert wie ein unerwarteter Wintereinbruch.
01:45:09: Hagel im Juni, der die Reben peitscht und Regen im Juli, der alles komplett durchnässt.
01:45:15: Der Ertrag singt auf Saga und schreibe Fünfzig Prozent.
01:45:18: Aber aus dieser Herausforderung entsteht etwas Magisches.
01:45:22: Jean Baptiste Lycaion, der Chefdekaf bei Louis-Rödera seit Neunzehnundneunzig, einen Mann mit dem Gespür eines dirigenten Fünderungsents entscheidet, als es Zeit für einen Wandel.
01:45:34: Der klassische Brutprämier, der seit Jahrzehnten der Einstieg in die Rödera-Welt war, wird abgelöst.
01:45:41: Warum?
01:45:41: Weil er zu starr war.
01:45:43: zu sehr an alte Formeln gebunden, in einer Welt, wo das Klima unberechenbar wird.
01:45:50: Und Kollektion ist die Antwort.
01:45:52: Eine Serie, die nicht nur ein Champagner ist, sondern eine fortlaufende Erzählung, nummeriert nach der Anzahl der Asamplaschen seit der Gründung des Hauses, siebzehnt sechsohn und siebzig.
01:46:02: Kollektion, vier, zwei, vier, war die erste, lanztiert im September, zwanzigundzwanzig und... Zwo vier sechs, also die aktuelle, die ich dir besonders ans Herz legen, ist eine Umarsche an die Kontinuität.
01:46:14: Die sagt, wir zählen jede Blase seit zweihundertfünfzig Jahren.
01:46:21: Der Hintergrund?
01:46:23: Es geht um Freiheit.
01:46:25: Es geht um Präzision.
01:46:26: Und das in einer Zeit, wo der Klimawandel die Champagne verändert.
01:46:30: Wärmere Temperaturen, frühere Reife, sinkende Säure.
01:46:35: Also entgegen alle dem, was der Champagne richtig zu schaffen macht, wollte Le Cayon einen Champagne schaffen, der sich anpasst, ohne Stil zu verlieren.
01:46:44: Und die Idee dabei war, einen Multi-Vintage-Blend, der auf dem aktuellen Jahrgang basiert.
01:46:50: Aber und dass der Clou mit einer Reserveperpettuelle angereichert wird.
01:46:53: Das ist ein soläraähnliche System inspiriert von Sherry, aber Fischer Panje, komplett neu erfunden.
01:47:01: Seit Jahrzehnt zwölf fühlt Röderer einen großen Tank mit Wein aus jedem Jahrgang immer wieder so auf, dass thirty-fünf Prozent der Kollektionen aus dieser Reserve stammen dürfen.
01:47:14: Eine Mischung aus Jahrzehnt zwölf bis Jahrzehnt zwanzig für zwei, vier, sechs, die Kontinuität und Komplexität bringt.
01:47:21: Dazu kommen zehn Prozent Reservein in Eiche gereift aus jungen Kristallrieben, Für eine subtile Tiefe, ohne zu dominieren.
01:47:31: Der Rest, fifty-fünfzig Prozent aus dem Basisjahr, zwei-tausend-einundzwanzig.
01:47:36: Das trotz Wiedrigkeiten elegante Trauben lieferte.
01:47:39: Intensiv betrachtet, Kollektion zwei vier sechs ist Chardonnay dominiert und das mit fifty-fünfzig Prozent.
01:47:45: Was ungewöhnlich hoch ist, normalerweise balanciert Rödera bei einem Drittelbrussorte.
01:47:51: Aber zwei-tausend-einundzwanzig war Chardonnay der Star.
01:47:54: Resilient gegen Frost?
01:47:56: mit zahlsiger Frische aus der Côte Blanc.
01:47:59: Pinot Noir mit thirty-fünf Prozent aus der Montagne de Rence und dem Valet de Lama fügt Struktur hinzu.
01:48:06: Menier mit elf Prozent sorgt für die Rundheit, die Eleganz, die Harmonie.
01:48:10: Das Ergebnis?
01:48:11: Ein Champagner der Frische ist der aber und das finde ich so großartig wunderbar reifen kann.
01:48:16: und genau deshalb erbarte ich einen reiften Vertreter aus der Kollektion zu verkosten.
01:48:21: Die Saage liegt bei sieben Gramm pro Liter, berühlt aber ausbalanciert.
01:48:25: Wie ein Gespräch, das niemals langweilig wird und hoffentlich auch diese Episode.
01:48:29: Die Geschichte dahinter ist eine von Innovation und Philosophie.
01:48:33: Le Carrion, deren Ostereien und Kalifornien lernte, sah den Klimawandel kommen.
01:48:38: Seit den zweitausender Jahren werden die Trauben früher reif.
01:48:41: Die Säure singt, Alkohol steigt, Prüb-Premier war fixiert, auf einen Stil, der nicht mehr passte.
01:48:47: Wir müssen freier werden, sagt er schon damals in Interviews.
01:48:50: Und so entstand die Kollektion.
01:48:52: Jede Nummer erzielt eine eigene Geschichte.
01:48:55: Zwei vier zwei hatte damals als Basis den Jahrgangs-Zwusen-Siebzehn.
01:49:00: Das war der Übergang.
01:49:01: Zwei vier drei, Zwusen-Achzehn, vielleicht fruchtig.
01:49:06: Zwo vier vier, als Basis-Zwusen-Ninze mal sehr strukturiert.
01:49:09: Zwo vier fünf, hier war der Grundwein.
01:49:13: Hauptsächlich-Zwusen-Zwanzig war extrem ausgewogen.
01:49:16: Und nun sind wir bei, wie erwähnt, Zwo vier sechs.
01:49:19: Jahrgangs-Mann, Jahrgangs-Mann, Jahrgangs-Mann, Jahrgangs-Mann, Jahrgangs-Mann, Jahrgangs-Mann, Jahrgangs-Mann, Jahrgangs-Mann, Jahrgangs-Mann, Jahrgangs-Mann, Jahrgangs-Mann, Jahrgangs-Mann, Jahrgangs-Mann, Jahrgangs-Mann, Jahrgangs-Mann, Jahrgangs-Mann, Jahrgangs-Mann, Jahrgangs-Mann, Jahrgangs-Mann, Jahrgangs-Mann, Jahrgangs-Mann, Jahrgangs-Mann, Jahrgangs-Mann, Jahrgangs-Mann, Jahrgangs-Mann, Jahrgangs-Mann, Jahrgangs-Mann, Jahrgangs-Mann, Jahrgangs-Mann, Jahrgangs-Mann, Jahrgangs-Mann, Jahrgangs-Mann, Haben Sie eine Ansprache für Wein?
01:49:51: Also haben Sie eine Art, wenn Sie Wein verkosten für sich selber, wie Sie den einordnen, ist es über die Aromen, ist es über die Kostaturik, ist es über die Wertigkeit, ist es über die Erlebniswert?
01:50:01: oder haben Sie einen Röderer zum Beispiel nehmen?
01:50:04: Also ich habe mir angewöhnt, seitdem wir den Podcast machen, dass ich mich immer weiter zurückhalte.
01:50:10: Weil ich merke, dass mein Fachlexikon dort doch mehr eindimensional ist.
01:50:15: Aber ich finde es faszinierend, wie viele ... gute Someliers ... ... rhetorisch ... ... auch perfekt meine beschreiben können, ... ... das bin ich nicht ... ... und den Anspruch habe ich auch nicht mehr an mich, ... ... sondern ich sage, ... ... ich muss mehr wirtschaftlich denken ... ... und ich gucke dann, was ... ... mir gefällt ... ... und wo ich Lust drauf habe ... ... und finde dann für mich vielleicht ... ... einige ... ... Erklärungen, aber nicht in der Tiefe ... ... und in der Breite wie ... ... dass heute ein Profi ... ... Somelie macht.
01:50:44: Würden Sie es, wenn Metapher gearbeitet wird?
01:50:46: Wenn man versucht ... das nicht so stiliert zu sehen, sondern mit Musik, mit Kunst, mit Autos, mit Fußballspieler, mit Schauspieler oder Film, das irgendwie darstellt?
01:50:56: Oder ist das dann zu weit hergeholt und an Haaren herbeigezogen?
01:51:00: Also, oftmals mag ich es nicht, aber es gibt gewisse Momente oder auch eine gewisse Klientel, wo ich weiß, dass das extrem verfängt und zwar positiv verfängt und dann mag ich das sehr.
01:51:12: Ich glaube, das kommt sehr auf den individuellen Kreis an.
01:51:15: Mit wem trinke ich das?
01:51:17: Wenn ich weiß, dass das Menschen das mögen, höre ich mir das gerne an und kann das auch mit verstehen.
01:51:25: Ich kann aber auch, und schätze das auch sehr, mit Profis am Tisch zu sitzen, die eine ganz andere Herangehensweise haben.
01:51:31: Dadurch, dass ich ja früher mal selber sommelier war, kann ich beide Welten ganz gut spielen.
01:51:35: Aber es ist jetzt nicht so, dass ich sage, dass eine favorisiere ich, sondern es kommt sehr auf den Moment an.
01:51:40: Und ich glaube, das ist die Flexibilität, die wir eigentlich alle an den Tag legen sollten.
01:51:45: Am Ende wollen wir ein Genusserlebnis haben.
01:51:47: In einem Umfeld wo wir uns alle wohlfühlen und mal ist es so mal ist es so.
01:51:51: Ich freu ja auch nicht nur eine Automarke sondern ich freu ja auch nicht nur ein Taxi wenn es die und die Marke ist sondern bin überrascht wie toll ein anderes Auto ist.
01:51:59: Und ich glaube diese Freiheit auch gedanklich wie gut der Wein interpretiert wird sollte uns sollten wir uns alle geben.
01:52:05: Und
01:52:05: es muss dann letztlich auch wenn man eben diese Mittag zu Rate zieht oder diese Bilder Spiel zu Personen passen.
01:52:11: also es kann man.
01:52:12: Bei einer Person, wenn sie in ein Restaurant gehen, wenn sie in eine Weinbar gehen, begeistert sie mehr die Weinkarte oder lassen sie sich davon eher einholen oder von der Person selber, wenn sie jetzt schwarz oder weiß denken müssten.
01:52:27: Lieber eine Weinkarte mit unglaublicher Tiefe und Komplexität oder lieber dreißig Positionen und ein super Typ.
01:52:34: Also es gab eine Zeit, die ist allerdings schon vorbei, wo mich die Weinkarte mehr inspiriert hat, wo ich gesagt habe.
01:52:40: dann halt du dich mal lieber zurück, mal lieber, das kann ich schon selber.
01:52:43: Heute mag ich mir das Erlebnis.
01:52:45: Weil ich glaube, diese zwischenmenschliche Interaktion mit einem, in einer wirklich schönen Atmosphäre, was das auch immer heißt, muss jeder für sich definieren, mit einem richtigen, perfekten Wein ist großartig.
01:52:59: Aber alleine ein Wein in einer Atmosphäre, nur des Weinwegens, die Zeiten sind vorbei, hat es aber aufgegeben.
01:53:07: Dann darüber hinaus ist der Service wichtig, also legen Sie da Augenwerk drauf, welche Gläser serviert werden, ob der Wein dreimal vorher geschwenkt wird, ob er karafiert wird, ob da mit einem kommuniziert wird, also der Service als solches, rein von der Hardware vielleicht, ist sowas für Sie essentiell oder?
01:53:25: Also ich habe da eine sehr klare Meinung zu, insofern, dass ich sage, ein gewisses Qualitätsprodukt braucht einen gewissen Qualitätsstandard, auch ein Glas.
01:53:35: Privat habe ich auch eine sehr... hochwertige glas serie weil ich einfach wichtig finde dass das glas auch in der weine in ein richtiges glas kommt.
01:53:43: wenn aber ein grunde sagt ich möchte das nicht und dann bin ich kaufmann genug und ihm dann nicht zu sagen dann bekommst du es nicht bis zu einem gewissen punkt natürlich.
01:53:52: aber wir haben mal versucht oder wir haben es nicht versucht.
01:53:56: wir sind mal gestartet mit ridel glas weil genau aus diesem grund hatten wir die überlegung mit Gläsern zu arbeiten.
01:54:05: Damals waren gerade die Serie sehr aktuell für jede Riebsorte das richtige Glas.
01:54:12: Und wir hatten zu der Zeit das Gefühl, dass viele unserer Weine unterrepräsentiert waren, weil sie einfach in einem falschen Glas serviert wurden.
01:54:20: Und dann haben wir mit Maximilian das Thema geklärt und dann sind wir gestartet.
01:54:24: Und am Ende war es ein Disaster, aber nicht, weil die Gläser nicht gepasst haben oder das Haus Riedl fast falsch gemacht hat, sondern es war dann ein rein loggistisches Thema, wo wir gesagt haben, okay, wenn ein Gastronomen in den Sechzig Plätzen hat, dann brauchte er Sechzig Mal Vionier, Sechzig Mal Chardonnay, Sechzig Mal Riesling, etc.
01:54:46: etc.
01:54:47: und der Astronomen ja ganz einfach die Frage gestellt hat, wo soll ich denn das als Hinräumen?
01:54:51: Die zweite Frage war dann, wenn wir denn einen gefunden haben, der mal so zehn Gläser genommen hat, also zehn verschiedene Gläser.
01:54:58: Was machen wir denn, wenn wir ein Bordeauxblend haben aus Cabernet, Merlot und Petit Verdot?
01:55:02: Welches Glas nehmen wir denn da?
01:55:03: Also da haben wir gemerkt, es ist einfach die Idee, als Monoprodukt ist perfekt, aber für einen Gastronom nicht umsetzbar, weil es zu komplex geworden ist.
01:55:14: Und dann haben wir Gott sei Dank mit dem Maximilian Riedl eine sehr salomonische Lösung gefunden, wie wir die Zusammenarbeit auflösen.
01:55:22: Aber ich habe jahrelang privat mir weiter die Gläser gekauft, weil es einfach ein spektakuläres Erlebnis ist.
01:55:27: Aber im Business in der Form komplex nicht umsetzbar.
01:55:31: Also deshalb muss man immer aufpassen, was in der Theorie funktioniert oder auch in der Praxis im Einzelthema heißt noch lange nicht, dass man skaliert kriegt.
01:55:39: Dass der Markt funktioniert und dass auch der Gastronomist annimmt und eben auch die Praxisfähigkeit irgendwo getrachtet hat.
01:55:44: Selbst wenn man mit ihm vorher darüber gesprochen hat, gibt es sonst irgendeinen Tool, wo sie sagen, dass es... Absolut die Reinkarnation der Weinwerkzeuge, dass so was gab es noch nie, so was wurde noch niemals vorher irgendwie gelebt und das möchte ich unbedingt zuhause haben.
01:55:59: Also nein, habe ich nicht, aber was ich positiv sehe, was zu wenig eingesetzt wird, sind meiner Meinung nach Karaffen.
01:56:08: Nicht nur bei Rot und Weiß, sondern auch manchmal bei Rosé, da sich pilgt mir manchmal ein bisschen der Mut.
01:56:14: Zuhause machen wir es relativ oft und sind immer wieder begeistert, wie die Weine sich entwickeln.
01:56:20: Und was ich extrem dankbar bin, dass es das gibt, sind Sachen wie Vakumierungssysteme, die uns helfen, große Weine auch vielleicht mal kalkulatorisch abgesichert in den Markt zu bringen.
01:56:34: Einfach der Gast die Möglichkeit hat mal etwas ganz großes zu probieren und auch bereit ist, dreißig, fünfzig, sechszig Euro für ein Glas auszugeben.
01:56:41: Aber der Gastronom, die kalkulatorische Sicherheit hat, dass wenn er sie nicht verkauft kriegt, dass er dann den Rest nicht selber trinken muss, was am ersten Abend vielleicht noch lustig ist.
01:56:49: Am zweiten Abend freut sich die Servicekraft.
01:56:52: Am dritten Abend sagt er, das machen wir nie wieder.
01:56:54: Da bin ich sehr dankbar für, weil es doch ein Erlebnis in die Gastronomie bringt, die dem Kunden auch einen echten... Moedidwellio bringen, weil er sagt, wow, das ist großartig.
01:57:04: Es hängt alle mit einer einfachen Wachumpumpe, wo ich mich also frage, warum das eigentlich nicht alle Gastronomen einsetzen, wenn man die Lebensfähigkeit der Weine unglaublich skalieren kann.
01:57:15: Und das manchmal schade ist, wenn man gerade fragile Sachen hat, die selbst, wenn das letzte Glas aus der Flasche noch intakt ist, die neue Flasche, die ich vielleicht danach probiere, kann für Irritationen suchen, bis hin zum Korvausystem.
01:57:28: Also was ja die Weinwelt komplett revolutioniert hat in jeglicher Richtung und wahrscheinlich die Spannung der Erfindung seit dem Kellnermesser ist.
01:57:36: und also toll, dass sie das auch im Programm haben bzw.
01:57:40: das mitklagen.
01:57:41: Ja,
01:57:41: wir sehen es eben auch als Dienstleister für unsere Kunden, dass wenn wir den Vorschlag machen, Weine, die teuer sind, im Einkauf Glasweise zu machen, dass oft die Frage kommt, aber das kalkulatorische Risiko liegt bei mir und dass wir ihm dann damit sehr helfen können.
01:57:56: das kalkulatorische Risiko einfach abzufedern.
01:57:59: Und dann merken wir, das ist dann eben doch ein Dienstleistungsunternehmen, was wir hier haben.
01:58:05: Und wenn es hilft, auch ihm wiederum unseren Kunden großartige Weine Glasweise zu offerieren, dann ist es eine Win-win für beide Seiten.
01:58:13: Also es macht Sinn und wir freuen uns auch immer wieder, wenn wir neue Wege gehen
01:58:17: können.
01:58:17: Apropos Karaffen, für mich waren die größten Erlebnisse, wenn ich Champagner karafiert habe.
01:58:23: Mögen Sie das oder ist das eher Die Pelage, bzw.
01:58:28: die Mussel geht natürlich teilweise verloren, aber der Wein kommt mehr zum Tragen.
01:58:32: Also wir haben das öfter versucht, leider oder nicht leider.
01:58:37: Ich habe es persönlich so, würde ich es formulieren, gerne gemacht mit dem fünftenen Kristall, weil er in den letzten Jahr extrem verschlossen war.
01:58:46: Und wenn man ihn dann dengantiert hat, war es nach einer relativ kurzen Zeit ein unfassbar schönes Erlebnis.
01:58:52: Aber wir haben viele Kunden, wo ich ehrlich gesagt auch verstehen kann, der sagt, bevor ich meinem Kunden erkläre, dass ich jetzt den Kristall in eine Karaphe schenke und dass er ihn dann in einer halben Stunde, Stunde trinken kann.
01:59:04: Das machen viele Kunden nicht mit.
01:59:07: Habe ich auch Verständnis für.
01:59:08: Aber ich persönlich habe es ein paar Mal gemacht und es war ein großartiges Erlebnis und habe auch Kunden, wenn ich Nicht so oft Kristall in der Gastronomie getrunken habe und es passt in der Gastronomie, habe ich gesagt, ich würde den gerne dekantiert haben.
01:59:22: Wurde ich manchmal etwas schräg angeguckt, auch von guten Someliers am Ende, habe ich gesagt, probier das jetzt.
01:59:27: Und dann habe ich gesagt, wow, mega, ja, hast recht.
01:59:29: Ich glaube, man muss dann auch mal den Mut haben, den Schritt zu gehen.
01:59:34: Aber es ist trotzdem eine sehr individuelle Entscheidung, weil oft ist es ein zeitliches Thema, manchmal ist es auch ein unwissenheißes Thema, weil man nicht genau weiß, wie man damit umgeht.
01:59:43: Aber es gibt gewisse Häuser, die machen es extrem spannend.
01:59:47: Und von daher denke ich, ist das Thema Dekater etwas unterbewertet gerade.
01:59:52: Gerade eben auch bei reiferen Geschichten.
01:59:54: Schöne bei der Kollektion ist, dass man ersehen kann, aus welchen Jahren die kommen.
01:59:58: Wir haben jetzt ein etwas reiferen angedacht.
02:00:01: Also wie mögen Sie ihn am liebsten?
02:00:03: Eher wirklich frisch die aktuelle Kollektion oder wenn er doch ein paar Jährchen hat?
02:00:08: Also privat trinke ich gerne gerade zwei für vier.
02:00:12: Aber verkäuferisch ist zwei für sechs das beste, weil wir gerade das verkaufen müssen.
02:00:17: Jetzt war es beiseite.
02:00:18: Ich finde, also ich habe ja auch zwei Jahrgänge probieren können, zwei für eins und zwei für null, die nie auf den Markt gekommen sind.
02:00:26: Zwei für zwei war der erste?
02:00:27: Ja, der erste,
02:00:28: genau.
02:00:28: Jetzt sind wir bei zwei für sechs.
02:00:30: Und ich muss sagen, die Entwicklung, die das Haus Röderer in der Kollektion macht, wird nicht besser, sondern sie wird filigraner.
02:00:40: Und es ist jetzt der erste Jahrgang, wo der Hauptanteil mit zwei für sechs ist Chardonnay.
02:00:45: Bisher war es immer Pinot Noir.
02:00:47: Und das ist aber auch nicht in Stein gemeißelt, sondern es kommt auf den Jahrgang an, der den Hauptbestandteil hergibt.
02:00:53: Und wenn eben der Chardonnay attraktiver ist aus der Sicht von dem Kellermeister, Journalist Lacanion, dann ist er auch bereit und hat auch die Freiheit zu wechseln.
02:01:06: den Anteil.
02:01:07: Und ich glaube, das ist genau diese Individualität, wo wir sagen, wir sind ein Standardchampagner, aber schon mit einem Vintage-Charakter.
02:01:15: Und die hohe Kunst besteht darin, die Individualität des Jahrgangs wiederzuspielen und trotzdem einen Standardqualität zu bieten, wo der Kunde, der zwei für vier, zwei für fünf getrunken hat, sich auch in zwei für sechs wiederfindet.
02:01:28: Also es ist eine mega Herausforderung und ich finde, das wird jedes Jahr perfekter umgesetzt.
02:01:35: Das ist wirklich beeindruckend und macht Spaß.
02:01:38: Bin gespannt darauf.
02:01:39: Ich habe jetzt gerade nochmal in den Bräuer reingerochen.
02:01:43: Er hat
02:01:43: sich großartig im Glas entwickelt.
02:01:45: Also es ist ein richtiges Nasengeschenkel.
02:01:47: Jetzt wird er immer feiner, er wird immer differenzierter.
02:01:50: Er hat so langsam auch der Rheingau, der Saftigkeit
02:01:53: raus.
02:01:54: Unglaublich schön.
02:01:55: Die Temperatur natürlich.
02:01:56: Also ich habe deswegen gerade das große Glas einfach auch genommen, dass er ein bisschen mehr Luft bekommt, ein bisschen mehr Entwicklung in der kurzen Zeit auch bekommt.
02:02:08: Das Sorgespiel ist großartig.
02:02:10: Das ist ein richtig toller Riesling, der eine ganz eigene Anspruch hat.
02:02:14: Gibt es Weinwörter, die Sie mögen?
02:02:17: Weinwörter bei Beschreibung, welche, die Sie überhaupt nicht so passend finden, dass jemand ... Lecker ist natürlich das übliche, was jemand, also was ganz stark polarisiert, aber Mineralisierung, Mineralitätsseizigkeit, Fruchtigkeit, Würze oder ...
02:02:34: Was mich ein bisschen in letzter Zeit triggert ist.
02:02:37: Das Wort Trinkfluss, weil jeder zweite Wein hat Trinkfluss.
02:02:42: Ich persönlich sehe es ein bisschen wie die Kunst.
02:02:44: Jeder muss da seine eigene Stilistik finden.
02:02:47: Und ob sie dem anderen gefällt oder nicht entscheidet dann am Ende der Erfolg.
02:02:51: Aber ich glaube, das wäre viel in der, finde ich, in der Sommelier-Welt.
02:02:57: Jeder hat da so seine eigene Vokabular gefunden.
02:03:01: Und ich finde, das ist das Faszinierende auch im Wein.
02:03:04: dass es kein richtig oder falsch gibt, sondern es ist eine individualisierte Vokabular und man muss für sich einen Weg finden, dass man authentisch bleibt.
02:03:14: Und das muss man nicht kopieren.
02:03:16: Früher gab es ja so drei, vier große Sommelier, die da ein bisschen lauter waren.
02:03:20: Und viele haben es dann versucht zu kopieren, gerade die Jüngeren.
02:03:23: Und es ist so erbärmlich schlecht rübergekommen, weil das waren sie auch nicht.
02:03:27: Und ich finde, so große Sommelier haben wir einen eigenen Weg, eigenes Vokabular und es ist... Ich finde das immer sehr dankbar, wenn man lernt auch, ich persönlich empfinde es so, wenn immer sehr dankbar wird, zu lernen, wie man das auch anders beschreiben kann und man findet sich irgendwie dann doch in dieser großen Welt immer wieder.
02:03:43: Und diese eigentlich Vergleichbarkeit zwischen originalem Kopie, das merkt man ja heutzutage unglaublich perfekt bei Social Media oder im Social Medialen Bereich, wo man jemanden eben erleben kann, der es vorlebt und jemand, der es teilweise versucht, finden sie... soziale medien für den weinbereich wichtig ist.
02:04:03: es kann man die diese emotionalität die faszination wie sie gesagt haben Social media like eigentlich rüber bringen.
02:04:09: oder ist es dann trotzdem dort auch so so wie man eigentlich kunst bilder auch nur bedingt rüber bringen kann?
02:04:16: also wir versuchen als als firma die sozialen medien aktiv zu nutzen um vielleicht einer breiteren gruppe zu erklären warum wir was tun und benutzen.
02:04:31: Schwerpunkt Instagram.
02:04:32: Wir haben uns entschieden nicht auf TikTok zu gehen, weil es einfach nicht die richtige Klientel ist, glaube ich, die wir dort erwischen.
02:04:40: Aber auch weil es sehr aufwendig ist, trete Videos zu haben.
02:04:43: Was wir sehen, was uns sehr hilft, ist, dass immer mehr Weingüter, die sich als Brand definieren, auch Image-Kurz-Videos machen, die auch super professionell sind.
02:04:54: Und dann macht es Sinn, diese Bewegbilder auch zu nutzen.
02:04:57: Und da überlegen wir gerade, wie wir diese Visualisierung auch mehr zu unseren Kunden tragen können, weil es ist dann doch das Bild oder auch das bewegte Bild sagt mehr als tausend Worte am Ende, weil es wird keiner drei Seiten über ein Produkt lesen, nur weil der Winzer sagt, ich muss dir erklären, wie der Boden war und warum der Weinwerk so ist etc.
02:05:19: Sondern es geht da um kurze knackige authentische Informationen.
02:05:24: Ich glaube, da ist die Bildsprache oder auch eben das bewegte Bild wesentlich attraktiver.
02:05:29: Und da arbeiten wir an verschiedenen Projekten, wie wir das besser nutzen können, auch außerhalb der sozialen Medien.
02:05:34: Und es ist nochmal ein ganz anderer Brückenschlag in die nächste Generation, die also natürlich konsumiert.
02:05:40: Ich in meinem betagten Alter auch soziale Medien bzw.
02:05:43: versuch damit zu arbeiten.
02:05:44: Aber wenn man es bei den jetzt zwanzigjährigen, fünfzwanzig, dreißigjährigen sieht, dann sieht man da das... die Sozialmedien eine ganz andere auch manchmal Glaubwürdigkeit haben.
02:05:54: Also, das anders ernst genommen wird, ob das gute oder schlechtes sei dahingestellt entsteht natürlich auch manchmal Mythen, die eher fragwürdig sind.
02:06:02: Gibt es einen Weimütes, der sie aufregt?
02:06:04: Eigentlich nicht, nein.
02:06:06: Das was ich nicht mag, aber das ist kein nicht aufregen.
02:06:10: Es gibt Kategorien.
02:06:12: was aus Wein gemacht wird, mit denen ich mich überhaupt nicht identifizieren kann und ich glaube das ist auch nicht gut fürs Image vom Wein generell, wenn es zu günstig wird, wenn es zu süß wird, weil es einfach geschmacklich verfälscht.
02:06:24: Auf der anderen Seite ist es ein Teil vom Business für einige Unternehmen und das muss man respektieren und akzeptieren.
02:06:30: Aber insgesamt glaube ich ist dieses Thema rund um alles was ich aus der Weintraube machen kann so unfassbar global.
02:06:38: dass es da so vielschichtig ist, dass auch man verschiedene Generationen und verschiedene Menschen extrem gut abholen kann von Biss.
02:06:48: Und manchmal sind es eben Jugendfehler, sich dem hinzugeben oder das zu probieren, was würden Sie Ihrem achtzehnjährigen ich in Sachen Wein empfehlen?
02:06:55: Das ist ein schlechtes Beispiel, weil ich vorbelastet bin.
02:06:59: Aber ich glaube, mit einem fruchtigen etwas... Lieblicheren Weißwein zu starten ist nie falsch.
02:07:08: Und sich dann gucken, kann ich mich damit identifizieren und kann ich mich dann sensorisch weiterentwickeln.
02:07:14: Also das habe ich zumindest angefangen und so merken wir bei meinen Kindern.
02:07:20: Die sind natürlich schon ab und zu vorgeprägt gewesen.
02:07:25: Aber wir haben nie einen Dogma rausgemacht, dass ihr jetzt trinken müsst.
02:07:29: Als noch Angelo Geier hat mir mal erzählt, dass die Kinder noch klein waren.
02:07:34: Dass sie jeden Mittag, wenn er zu Hause ist, haben die Kinder auch ein Glas ne Biolo hingestellt bekommen.
02:07:41: Natürlich nicht zum Trinken, sondern um einfach die Kultur zu verstehen.
02:07:46: Und in jungen Jahren, so mit vierzehn, fünfzehn, haben die Ersten dann versucht mal zu probieren, haben es als extrem schlecht empfunden, hat er selber gesagt, was auch normal ist.
02:07:55: Aber es ging darum, eine Kultur zu implementieren, nämlich, dass zu einem guten Essen auch ein guter Wein gehört.
02:08:02: Und jetzt, wo die Kinder selber in Verantwortung sind und wir manchmal über diese Anekdoten sprechen, dann sagen die, aber wir vergessen immer, wie lange du schon dabei bist.
02:08:12: Aber stimmt, Papa hat uns immer mal die Gläser auf den Tisch gestellt und wir durften riechen, aber nie trinken.
02:08:18: Ein toller Gedanke.
02:08:19: Ja,
02:08:19: ich finde das großartig, einfach auch diese Kultur zu transformieren, ohne dass man gleich über das Thema Alkohol spricht und herfällt oder wie auch immer man das definiert.
02:08:29: Jetzt sind wir langsam auf der anderen Seite.
02:08:31: Der Genusskala, wenn wir eben bei Achtzehn waren, das klebt es natürlich noch nicht zu Ende, aber wenn sie ihr Weinleben einen Wein haben geben würden, welcher Wein wären sie?
02:08:42: Spontan, ich habe das ja oft im Podcast gehört.
02:08:45: Ehrlich gesagt, ich habe es nicht raus.
02:08:46: Ich habe mir die Frage selber gestellt und kann es nicht beantworten, weil ich finde großartige Rieslinge genauso toll wie großartige Chardonnays, wie Rotweinblends oder reinrassige Ribsorten in Rot.
02:09:00: Nein, ich kann es nicht
02:09:01: machen.
02:09:01: Fürs Leben auch zu bunt.
02:09:02: Also das ist manchmal in einen Wein zu gießen bzw.
02:09:06: dem einen Rebsortennamen dann irgendwo zu geben.
02:09:08: Und das finde ich immer ganz interessant, wenn man darüber nachdenkt, was wäre ich im früheren Leben, waren halt alle Könige und Architekten, aber keiner war die Armeise.
02:09:17: Stimmt.
02:09:17: Also
02:09:18: wer ist Müller-Torger?
02:09:21: Wobei wir jetzt letztens zwei Müller-Torger probiert haben, die, wo ich wirklich total begeistert war.
02:09:25: Ich
02:09:25: will da auch gar nicht gegen
02:09:27: Müller-Torger.
02:09:28: Es ist aber, man hat so im Kopf und sagt... das ist ja der einfache Wein, aber ich glaube das zeigt eben, wenn ein großartiger Winzer auf einer großartigen Parzelle auch einfache Rebsorten anbaut, da kann was Großartiges rauskommen.
02:09:41: und ob es dann akzeptiert wird, ist eine ganz andere Frage.
02:09:43: Aber ich finde, das macht den Wein so unfassbar faszinierend, aber auch so unfassbar schwer für Einsteiger zu verstehen.
02:09:50: Bei Kaffee kann ich mich relativ schnell Durchtrinken und finde da irgendwann eine Stilistik und ich kann auch aufhören.
02:09:57: Bei wein ist nicht so einfach.
02:09:58: wenn ich sage ich habe jetzt ein level erreicht und machen wir einen guten.
02:10:02: Was weiß ich?
02:10:03: espresso und kann das ein bisschen erklären dann habe ich ein level wo ich sage komme ich überall in der welt mit durch.
02:10:08: wenn ich bei wein sage ich habe jetzt riesling probiert und finde das ganz lecker.
02:10:12: Dann werde ich woanders sagen was trinkst du riesling?
02:10:15: und das sind so lecker aber du bist ja ein bauer.
02:10:18: Also ich glaube dass diese viel schichtigkeit ist fluch und sägen aber.
02:10:22: Da haben wir die gute Sommelier, die uns dann auch helfen, diese Kommunikation immer wieder nach vorne zu tragen.
02:10:28: Und auch gute Leute im Weinfach Einzelhandel, um die Menschen die Angst zu nehmen und es einfach mal zu versuchen.
02:10:35: Etwas teurer, etwas hochwertiger zu trinken und verstehen, warum das vielleicht zwei, drei, vier, fünf, fünf Euro mehr kostet.
02:10:43: Weil ich glaube, das ist etwas, was wenn man die Leute... motivieren kann, überzeugen kann, dann ist es nicht eine Geldfrage, sondern es ist eine Frage der Überzeugung.
02:10:53: Will ich das?
02:10:54: Wie bei Kunst auch, wenn man vor dem Bild steht und es erklärt bekommt, dann versteht man es auch und dann entdeckt man langsam eine Faszination darin, sich diese besondere Kunst anzuschauen oder ins besondere Konzert zu gehen oder nach dem Dirigenten das Konzert auszusuchen.
02:11:07: Ich kann mich dran erinnern, als wir vor fünfzehn Jahren das erste Mal die Chance hatten, einen sehr, sehr hochwertigen Sorge zu verkosten.
02:11:15: Wir waren eingeladen und dann habe ich haben wir das probiert.
02:11:20: Und ich habe die Erwartungshaltung bei meinem Gastgeber gesehen, der wollte was hören, wie großartig es ist.
02:11:25: Und dann habe ich mich entschuldigt, weil ich gesagt habe, ich kann dir das nicht genau erklären, weil es ist mein erster Sack in meinem Leben.
02:11:33: Und es tut mir leid, dass ich dir nicht die richtige Antwort geben kann.
02:11:36: Und da sagt er, ja, damit habe ich jetzt nicht gerechnet.
02:11:40: Aber warte mal, ich komme gleich wieder.
02:11:43: Na, ich gedacht, was passiert denn jetzt?
02:11:45: Und dann hat er zehn Sacke geholt.
02:11:47: von einem Basissake über einen mittleren Sake bis hinten nach oben.
02:11:51: und da sagt er so, wir haben ja eine Abendveranstaltung.
02:11:54: Wir machen jetzt eine Sakeverkostung, weil ich möchte gerne, dass du verstehst, warum ich dir diesen Sake zelebrieren möchte.
02:12:00: Und es war einer meiner schönsten Abende, weil mir in einer unfassbar Leichtigkeit die Komplexität von Sake erklärt wurde und wir das auch sensorisch nachvollziehen konnten.
02:12:13: Und seitdem muss ich sagen, merke ich, Wie einfach es ist, Menschen auch an hochwertigere Dinge heranzuführen.
02:12:21: Und das ist, glaube ich, immer so ein Erlebnis, wo jeder für sich auch einen Weg finden muss, wie er vielleicht, wenn er will, das nächste Qualitätslevel erreicht.
02:12:28: Und wie er bei dem Verschlossen gegenüberstehen kann, wenn man es eben nicht erklärt bekommt, wie ging das mit Silvana so?
02:12:32: Mir konnte zwanzig Jahre keiner Silvana erklären.
02:12:35: Und ich habe keinen Zugang dazu gefunden.
02:12:37: Und dann hatte ich diesen Schlüsselmoment, wo ich es probiert habe und heute.
02:12:40: Das war für mich ein der größtartigsten Rebsorten, die es gibt.
02:12:43: Ich habe zwischendurch mal in diesen Röder rein gehochend die Kollektion unglaublich begeistert, wie er sich verändert hat.
02:12:50: Also am Anfang hatte diese ganz, ganz leicht wirzige, zartexotische Frucht.
02:12:58: Die Perlage war feingliedrig, aber war sehr präsent.
02:13:03: Und jetzt wenn man ihn so wenig sich hat im Glas setzen lassen, kriegt er eine Duftigkeit, kriegt er eine florale ... ... Faszination, dass man eigentlich fast aromensüchtig wird, wenn man reinricht.
02:13:14: Also dann hat er ... ... Exotik klingt fast abwertend, aber er hat so eine Aromexotik, weil er ganz ganz viele verschiedene Schichten ... ... in sich trägt und ein ganz ganz tolles Aromenspiel.
02:13:24: So eine Mischung aus Morschusten, ein bisschen was ... ... maracujaartiges, leichte Titrosnoten ... ... hat sogar ein bisschen was Rotfruchtiges mit dabei und ... Trotzdem hat er diesen Duft, wo man sagt, das ist Champagner, das kann nur Champagner und das kann man nicht erklären.
02:13:38: Also es ist wie so ein Grundgeruch, den man irgendwie aus der Kindheit kennt, wo man keine Worte für findet.
02:13:44: Wo man reinrichtet, das ist eben auch intuitiv Champagner und das hat er auch.
02:13:47: Und er hat diesen wunderbaren, ganz, ganz leicht, die zungeaufrauenden Bittertonen, der so animierend und der vor allen Dingen auch sättigend wirkt.
02:13:55: Gibt ja manchmal Schaumweine, die fängt man an mehr oder wie den Geld zu saufen, weil die diese Säure haben.
02:14:00: Man hat keine Erfüllung dabei.
02:14:02: Und ich finde, dieser Schaumwein hat dieses weinige Erfüllung zu gleich erfrischen und das können ganz, ganz wenige.
02:14:08: Von dem her finde ich den gerade unglaublich faszinierend auch bei der Temperatur, die er gerade hat.
02:14:12: Der ist eigentlich viel zu warm, weil wir zu viel geredet haben und nicht zum Trinken kam.
02:14:17: Aber steht ihm gut.
02:14:18: Aber
02:14:19: ich finde, das ist das, was genau Röderer damit auch erreichen wollte.
02:14:22: Wir haben mittlerweile doch relativ viele Kunden, die sich von jeder Nummer sechs Flaschen weglegen.
02:14:30: Um genau dem Kunden, dem wirklich interessierten Kondisseur die Möglichkeit zu geben, mal zwei Kollektionen nebeneinander zu probieren, einen aktuellen und einen etwas gereiften.
02:14:41: und die Kunden sind meistens normal total geflasht und sagen, wow, was ist das für ein faszinierendes Produkt?
02:14:47: Ich glaube diesen Weg zu gehen, diesen Mut zu haben, auch die Stilistik individuell immer wieder anzupassen.
02:14:55: Dazu gehört schon viel Mut in einem Standard-QW, weil es jetzt immer in das Hauptprodukt des Hauses ist.
02:15:00: Und ich glaube hier ist es einfach perfekt gelungen und wir merken das.
02:15:04: bei einigen Kunden finden wir noch zwei für zwei.
02:15:07: Und ich sage dann immer mach den teurer, weil dafür gibt es Gäste, die zwanzig, dreißig Euro mehr bezahlen.
02:15:13: Das sollten auch dann jetzt Menschen trinken, die das bewusst für sich bestellen und auch genau diesen Moment lieben.
02:15:19: Und da kommen wir, merken wir, die Kunden sind manchmal sehr dankbar, dass wir ihnen diese Informationen geben.
02:15:25: Manchmal trinken wir es mit ihm zusammen, was auch nicht schlecht ist.
02:15:29: Aber ich glaube, da ist einfach ein Weg eingeschlagen worden, wie man einen Standard-Champagne neu interpretieren kann und zwar nachhaltig gut macht.
02:15:38: Richtig schön.
02:15:39: Meine Rede pausiert, weil ich Ihnen nochmal ganz bewusst nachspecken konnte, als diese Gaumpresenzen, die Zungenpresenzen, wie eine ganz eigene Dramatomie, dann auch auf die Zunge legt, dass am Anfang ... den Zungenrand so richtig fordert und mit Säure spielt, ... ... mit einer gewissen Lebendigkeit.
02:15:54: Und jetzt mit einem schmeckt er so salzig nach.
02:15:56: Salzig ist zwar auch ein Wort, ... ... das mittlerweile ein bisschen überstrapaziert wird,
02:15:59: ... ... aber ist schon gut erkennbar, ja.
02:16:00: Aber
02:16:01: er hat dieses Facettenreiche auch auf der Zunge und ... ... toll.
02:16:05: Also vielen Dank, dass wir ihn probieren durften.
02:16:06: Also große Freude auch um ihn jetzt ... ... im Gegenzug zu drehen, also daher ... ... zwei ganz, ganz besondere Erlebnisse und ... ... toll, was eben auch beide Häuser ... ... für die Weinwelt getan haben.
02:16:16: Es ist natürlich schwer einzeln herauszulösen, weil eine Liste immer von den Nichtgenannten lebt.
02:16:22: Dabei finden Sie, dass jemand etwas ganz Besonderes für die Weinwelt getan hat?
02:16:26: Oder würden Sie da jemanden Ihrer Anerkennung zollen, wo Sie sagen, wow, was die
02:16:32: geschaffen haben?
02:16:33: Also im Grunde, man muss doch sagen, ich kenne die Weinwelt nicht, sondern ich kenne meinen inneren Zirkel und Menschen oder Weinegüter, die um diesen Zirkel herum sind.
02:16:45: Aber es gibt für mich Vier Leute, fünf Leute, vielleicht, die mich wirklich beeindruckt haben.
02:16:50: Das ist Anclaude Le Flèvre, die das Thema begrünt neu erschaffen hat, mit vielen Ecken und Kanten und viel Schwierigkeiten, dann vielleicht Madame Biselevoir noch früher, die zu einer Zeit, als viele noch mit ihrem Planier raupen durch die Weinberge gefahren ist, angefangen hat, nachhaltig die Weine zu machen und heute immer noch eine... Vielleicht die Grandamn des Beins weltweit ist.
02:17:21: Dann vielleicht Angelo Gaia, mit seiner Weitsicht, mit seinem Hang zur Perfektion, aber auch mit seinem unglaublichen Charisma, die Weine dann auch vor tausend Menschen emotional zu verkaufen, aber authentisch zu verkaufen, wo die Leute aufstehen und applaudieren.
02:17:40: Und sicherlich, auch wenn er nicht bei uns im Portfolio ist, die Familie Antinori und Fresco Baldi, die einfach für den italienischen Main extrem viel getan haben in ihrer Größe.
02:17:52: Persönlich am meisten habe ich gelernt, weil ich am längsten mit ihm gearbeitet habe, mit dem damaligen CEO von Ornelaya Giovanni Gettis.
02:18:04: Der Ur, also der Zweingut, hörte ja den Antinoris, dann wurde es verkauft an die Mondavis und Mondavi hat es weiterverkauft an Ornelaya.
02:18:13: Dava Giovanni geht es einer der Striptenzieher im Hintergrund
02:18:18: und hat
02:18:19: sicherlich dazu beigetragen maßgeblich, dass das Weingut Ornelaya und auch Luce de Lavite heute nur noch Luce eines der Eikenweingüter der Welt geworden ist.
02:18:30: Er hat ja fast zwanzig Jahre mit ihm zusammenarbeiten dürfen und jedes Meeting mit ihm war sehr herausfordernd, aber auch sehr sehr lehrreich.
02:18:38: Es war wie Weiterbildung.
02:18:40: weil diese Menschen eine Vision hatten, die sie aber auch sehr offen kommuniziert haben.
02:18:44: Also von daher gibt es meiner Meinung nach viele Familien, Menschen, tolle Familien, Weingüter, die aber auch eingebunden waren in einer großen Familie und in die Möglichkeit gegeben wurde.
02:18:58: In Bordeaux habe ich niemanden, den man so richtig rausarbeiten kann, weil es einfach extrem viele Persönlichkeiten gab.
02:19:07: Am meisten, finde ich, neben den gerade genannten ist es Frederick Rousseau, der jetzt seit zwanzig Jahren Röderer macht, als Verantwortlicher mit einer Weitsicht.
02:19:17: Und es ist nicht nur Röderer, sondern zu dem zu der Gruppe gehört ja auch der Chamania Haus Deutsch, Delas, Domain-Ort, Pichon-Comptez, Röderer-Estate.
02:19:27: Und in allen diesen Destinationen wird Wein in Perfektion gebaut, individuell hochgradig.
02:19:34: Und von daher... sind das auch menschen die einen sehr prägen weil sie weil wir eigentlich ein teil ihrer dna sind weil wir es in deutschland vermarkten dürfen und das hilft natürlich sehr dass man mit solchen menschen immer wieder zu tun hat und es dann auch eine menge davon lernen
02:19:50: kann.
02:19:51: darüber hinaus übergeordnet gibt es eine perso mit der sie gerne mal ein arm verbringen wird eine flasche weintrinken.
02:19:58: Und einfach ein Gespräch führen.
02:19:59: also geht gar nicht so sehr vielleicht ums ausfragen sondern.
02:20:02: Also wenn ich gerne kennengelernt hätte für einen Abend wäre Robert Mandavi gewesen.
02:20:08: Ich glaube das war ein.
02:20:10: Einer der größten Visionäre der abseits jetzlicher alten Welt einen Weg für sich gefunden hat und dann mit seiner legendären Verkostung in Paris damals die alte Weinwelt schockiert hat mit seinen Weinen.
02:20:25: Und vielleicht auch.
02:20:29: mit der Familie Moex vielleicht den einen oder anderen Termin, weil sie einfach für Bordeaux und Fassbar viel Positives getan haben, nicht nur mit Petrus, sondern auch mit La Fleur, Trotto Noir,
02:20:41: etc.,
02:20:42: weil sie einfach auch da unfassbar langfristig denken und auch Krisen oder Schwierigkeiten... Perspektivisch aussitzen, neue Wege finden, sich neu interpretieren.
02:20:56: Also da gibt es schon viele große Persönlichkeiten.
02:20:58: Haben Sie mal darüber nachgedacht, ein Buch zu schreiben?
02:21:01: Vielleicht Ihre Erfahrungen, die Geschichten oder über irgendein Thema, was in der Buchbranche noch nicht bespielt wurde?
02:21:11: Wollten die mal publizieren oder war das nie irgendwie ein Thema?
02:21:14: Also ich glaube, man sollte sich auch nicht so weit nach vorne stellen.
02:21:17: Ich bin froh, dass ich das, was ich erleben darf, erleben darf.
02:21:20: Aber ich glaube nicht, dass es wirklich jemanden interessiert, was der Rudolf Knickenberg da als Importeur irgendwas gemacht hat.
02:21:27: Ich glaube, das sind tolle Geschichten und das ist schön und ich bin sehr dankbar, dass man vieles erlebt hat und ich hoffe, ich werde noch vieles davon mehr erleben.
02:21:36: Wir sehen das gerade bei unserem Gesellschaft, wo die junge Generationen, die Edda Paulsen jetzt die Verantwortung übernimmt, eine unglaubliche Dynamik reinbringt.
02:21:46: Da geht die Geschichte jetzt in eine andere Richtung weiter.
02:21:49: Und ich glaube, das ist genau das, wo man nicht nur nach hinten gucken muss, sondern eben auch froh ist, dass man Kontakte zu solchen Menschen hat, intensivster Art, um sich auch weiter zu inspirieren, wie es weitergeht.
02:22:01: Weil ich glaube, Bücher schreiben ist gerade sicherlich aufwendig, aber nicht gerade vielleicht wirtschaftlich wichtig.
02:22:08: Und ich brauche meine Memore nicht niederschreiben.
02:22:11: So einen Anspruch habe ich nicht.
02:22:12: Vielleicht, wenn wir in zehn Jahren wieder hier sitzen, denken wir vielleicht beide gemeinsam drüber und sagen, wir schreiben mal über die gute alte Zeit.
02:22:18: Aber ich glaube, so wichtig ist das nicht.
02:22:21: Und die
02:22:21: andere Richtung Weingut, gab es den Wunsch mal, also nachdem man so lange mit Winzern zusammenarbeitet in der Branche ist, natürlich auch sieht die Weine entstehen nicht.
02:22:32: wenige im alter von fünfzig sechzig jahren verfallen in die leidenschaft dann doch selber mal wein zu produzieren.
02:22:39: gab es den wunsch
02:22:40: man es gab mal so als ich dreißig vierzig war ein sehr intensiven wunsch danach um einfach auch dieses handwerk was man so jeden tag erlebt und hört auch von den charismatischen menschen nachzuvollziehen.
02:22:55: dann gab es drei themen die das verhindert haben einmal drei kinder geld kostet Die war gerne investiert haben, weil es glaube ich gut und investiertes Geld war, das zweite zu respektieren und akzeptieren, dass wenn man auch einen schönen Weinberg findet und einen guten Weinberg, dass damit kein guter Wein entsteht, sondern dass genau die Inspiration, das Wissen, was sich wann, wie, in welchem Weinberg tun muss, den Unterschied macht.
02:23:23: Und am Ende war es einfach auch ein zeitliches Thema.
02:23:25: Und dann habe ich gedacht, bevor du dir da Drittklassigen Weinmars und ihr, die dann jeden Tag schön redest, weil ihr davon tausend Flaschen im Kell hast, lasst lieber die Finger davon.
02:23:35: Ja.
02:23:35: Setzt demfalls wer dazu gekommen, wo wäre der Traumbeinwerk in welcher Region?
02:23:40: Da
02:23:40: fing es schon an.
02:23:40: Ich hatte so fünf, sechs Destinationen auf die Fülle.
02:23:45: Na ja, wir waren im November im Begründ.
02:23:48: Und wir fahren, wenn wir etwas Zeit haben, fahre ich gerne in... Dieses magische Dreieck, wo Morsche und die Vata Chevalier sind.
02:23:57: Biervenü, um einfach zu sehen, was passiert mit der Klimaerwärmung.
02:24:03: Wie vital sind die Weinberge?
02:24:04: Wie reagieren oder welche Antworten geben die Winzer, ohne dass sie neben stehen und uns viel erklären?
02:24:11: Und wenn man so was hält, dass solche vitalen Weinberge erlebt und auch spürt, dass das ein besonderer Fleck ist.
02:24:18: Und man fährt dann etwas weiter, dann muss man schon viel Mut haben zu sagen, ich kaufe mir jetzt Weinberge wie damals in Macron oder in Santobar oder in Savonille-Bohnen, wo die Leute sagen, ich brauche kein Mensch.
02:24:33: Heute wäre man dankbar, hätte man damals eine Entscheidung getroffen.
02:24:36: Aber ich glaube, der Weinberg wäre dann ziemlich verbildert, weil es zu weit weg ist.
02:24:40: Und es wäre auch nie guter Bahn rausgekommen, weil Kanada gewesen wäre, um ihn zu betreuen.
02:24:44: Wenn man dann in der Tuscada sitzt und erlebt diese wunderschöne Landschaft, ob man bei Ornelaya sitzt und sieht dann das Meer oder die Klassik und sieht die Zipressen, es gibt viele wahnsinnig schöne Weinbergsecken.
02:24:58: von daher hätte ich auch nie wissen können.
02:25:01: Ich hätte mir nie gesagt, das ist die Destination welche.
02:25:04: Vielleicht ist es dann nächstes Jahr Norwegen oder was auch immer, weil das dann für die Enkel schon ist.
02:25:10: Zukunftsweisen.
02:25:11: Das finde ich ein interessanten Gedanken, wenn man sich mal im Frühjahr oder im Herbst in eine Weinregion begibt und ein Weinberg betrachtet.
02:25:19: Also auch zu sehen, wie in einem Weinberg die Vegetationen unterschiedlich innerhalb von einer Woche passiert.
02:25:24: Und dann lernt man Weinberg verstehen, also wo wärmere Ecken sind, wo eine andere Wasserzirkulation ist.
02:25:30: Also daher ist es toll, gerade im Begun zu sein, die Weinberge sich in Ruhe anzuschauen, die Weinberge zu fühlen und nachzuvollziehen, warum das eben so besondere Weinberge sind.
02:25:39: Also Winzer ausgeschlossen, Outer ausgeschlossen, gab es jemals einen Wunsch, was anderes zu machen außer Wein?
02:25:45: Also was werden sie geworden werden?
02:25:46: Sie kein Zombie, kein CEO?
02:25:48: Also ich glaube, wenn man eine Kellner Ausbildung macht, dann hat man nicht den Traum CEO zu werden.
02:25:53: Ich glaube, wir haben ein bisschen hochgegriffen.
02:25:55: Also wir haben meine Frau und ich haben immer zu unseren Kindern gesagt, ihr habt.
02:25:59: Was wir bei uns wünschen ist, was wir euch mitgeben, sind gewisse Werte, die wir euch auch versuchen vorzuleben.
02:26:06: Das ist mal besser, mal schlechter gelungen.
02:26:10: Aber am Ende müsst ihr Spaß haben an dem, was ihr tut.
02:26:12: Und wenn ihr, wenn ihr Handwerker werden wollt, was toll ist, dann seid glücklich damit.
02:26:17: Und wenn ihr eine Manager-Karriere einschlagen wollt, dann macht das, was ihr wollt, aber seid glücklich damit.
02:26:22: Und ich glaube, damit Und mehr kann man, man kann viel mehr tun, aber das sind so die Grundprinzipien, nachdem ich auch immer gearbeitet habe.
02:26:30: Und ich habe mir immer vorgenommen, wenn es keinen Spaß mehr macht, dann überlege ich mir, was ich anderes machen kann.
02:26:35: Ja, bisher macht es mir immer noch Spaß.
02:26:37: Also von daher, glaube ich, habe ich das Richtige gefunden und möchte eigentlich ja noch weiter machen.
02:26:42: Gibt es sonst Wünsche, Ziele, Gedanken, die sie anstreben oder was so ein großes hier wäre?
02:26:48: Ja, aber die gehören nicht hierher.
02:26:52: Nein, es ist... Wir haben jetzt drei Kinder, die auch erwachsen sind und ihr eigenes Leben führen.
02:26:56: Und dann wird man schon inspiriert auch zu Themen, die nichts mit der Berufswelt zu tun haben.
02:27:02: Aber solange das berufliche Spaß macht, sind die Prios einfach klar gesetzt.
02:27:12: Vielen lieben Dank lieber Knickenberg.
02:27:14: Dafür, dass sie so offen über ihre Zeit in der Ente, über ihre Zeit bei der Bundeswehr und natürlich über ihre Karriere im Handel mit uns gesprochen haben.
02:27:22: Und ich darf dir eines verraten und ich glaube, dass es sinnbedürfig für Rudolf Knicken wirkt.
02:27:27: Wir haben den Leucher-Riesling von Theresa Preuer probiert.
02:27:30: Wir haben die Kollektion von Röderer probiert und es stand die ganze Zeit auf dem Tischen.
02:27:36: zwar eigentlich unser Plan.
02:27:38: Eine Flasche Röderer-Kristall-Kristall-Kristall-Kristall-Kristall-Kristall-Kristall-Kristall-Kristall-Kristall-Kristall-Kristall-Kristall-Kristall-Kristall-Kristall-Kristall-Kristall-Kristall-Kristall-Kristall-Kristall-Kristall-Kristall-Kristall-Kristall-Kristall-Kristall-Kristall-Kristall-Kristall-Kristall-Kristall-Kristall-Kristall-Kristall- oder eine Flasche zu trinken.
02:27:54: Aber vielleicht weil das Gespräch so intensiver, vielleicht weil es der Moment nicht ergeben hat, vielleicht, und davon bin ich überzeugt, wenn man dem Wein in dem Augenblick nicht die entsprechende Wertschätzung entgegenbringen konnte, blieb diese Flasche verschlossen und wanderte zurück in den Chambräer.
02:28:11: Und genau das ist es, was Rudolf Knickenberg so besonders macht, warum ich ihm so unglaublich schätze, seine Wertschätzung, der Situation, dem Gegenüber, dem Produktgegenüber.
02:28:23: Vielen Dank für die Wertschätzung.
02:28:24: Vielen Dank für die Unterstützung dieses Podcastprojektes.
02:28:28: Vielen Dank für sie, lieber Rudolf Knickenberg.
02:28:31: Und natürlich ein ganz großes Dankeschön an die gesamte Schlumbergergruppe mit den Handelshäusern Segnes, Conzio Vini, Schlumberger und dem Privatkundenportal Bremer Weinkolleg und nicht zuletzt Marie Anna Wimmer und Steffen Letzner für die großartige und tolle Unterstützung der letzten hundert Folgen.
02:28:48: Denn dank ihnen, dank euch darf ich sagen, Nach dem Podcast ist vor dem Podcast.
02:28:54: Nach dem Freitag ist vor dem Freitag.
02:28:56: Und nach Rudolf Knickenberg freue ich mich auf die kommende Woche.
02:28:59: Und interessanterweise bleiben wir in der Ende in Wiesbaden.
02:29:02: Diesem legendären Restaurant mit einer der größten Weinkarten in Deutschland.
02:29:06: Und zwölf Jahre lang hat sie einer geprägt und begleitet.
02:29:10: Und nächste Woche ist er unser Gast.
02:29:13: Ich freue mich sehr auf Kai Schadner.
02:29:28: Einen wunderschönen guten Tag aus der Pfalz.
02:29:31: Es grüßt Bettina Birklin von Guratze, vom Weinprodukte Birklin Wolf in Wachenheim.
02:29:36: Ich habe heute die große Freude und Ehre, den heutigen Gast des Podcasts, unseren langjährigen Geschäftspartner und Freund Rudolf Knickenberg, kurz aus meiner Sicht ein bisschen vorstellen zu können.
02:29:47: Ja, Rudolf Knickenberg und uns verbindet eine langjährige und sehr vertrauensvolle Partnerschaft über die Gutergruppe im Hause Schlumberger.
02:29:56: Und seit dem Beginn seiner Tätigkeit im Hause Schlumberger hat er sich wirklich unglaublich für diese deutschwein Güter eingesetzt.
02:30:04: Und so hatten wir die Möglichkeit, ihn bei vielen Tagungen, Meetings und Reisen immer wieder zu erleben und mit ihm zusammen viele schöne Dinge zu erleben.
02:30:14: Ich würde ihn beschreiben, als einen immer gut gelaunten Menschen, der immer eine positive Ausstrahlung hat, der ruhig und sachlich ist.
02:30:24: immer bestens vorbereitet, mit einem unglaublichen Detailwissen über Zahlen seines Unternehmens und unserer Unternehmen.
02:30:32: Und das ist wirklich immer absolut faszinierend, finde ich, sehr humorvoll, rhetorisch, äußerst gewann, sodass mir auch manchmal selber die Argumente dann etwas ausgehen, wenn man ihnen von etwas anderem überzeugen will, als das, was er eigentlich vorhat.
02:30:50: Aber das ist auch sehr charmant, muss man sagen.
02:30:52: Und wir haben eigentlich immer eine Lösung gefunden für alle auch schwierigen Wege.
02:30:58: Ja, er liebt Wein und das ist natürlich das Allerwichtigste und wird wohl nie aufhören, sein großes Wissen über Wein zu vervollkommen und immer wieder dazuzulernen.
02:31:10: Es ist total schön, dass er sich immer auch für alle Neuerungen im Weingut und auch in den anderen Weingütern unserer Gruppe interessiert und immer genau wissen möchte, was jetzt gerade bei uns hier angesagt ist und ergeben sich natürlich daraus immer wunderschöne Gespräche, die dann auch weit über die Weinwelt hinausgehen.
02:31:33: Rudolf Knickenberg ist nicht nur ein wunderbarer Geschäftspartner und Freund, sondern eben auch ein wunderbarer Gesprächspartner.
02:31:40: Und ich freue mich noch auf viele, viele Stunden, die wir gemeinsam
02:31:45: uns
02:31:46: mit unseren Unternehmen beschäftigen können und weiter über hinaus.
02:31:51: Und freue mich riesig, dass er in diesem heutigen Podcast eine Stimme bekommt und wünsche alles, alles Gute.
02:32:00: Tschüss!