Die interessantesten Weinkellner unserer Zeit
00:00:13: Hallo, hallo, es grüßt euch, Theresa Breuer vom Weingut Gjörg Breuer aus Rüdesheim.
00:00:19: Ja, und tatsächlich auch so ein bisschen von der Kinder der Carvalosa aus dem Dorotalen Portugal.
00:00:24: Und dann sind wir auch schon direkt im heutigen Thema drin, Deep Dive Portugal.
00:00:30: Tatsächlich haben wir zwar als Erbe unserer Väter, und damit meine ich jetzt die Nickel Girls und ich, das Erbe von Werner, Bernd Philippi und meinem Papa, Ja, zwar im Herzen, aber sind vor Ort eigentlich gar nicht so irre irre viel auf dem kleinen Weingut in Portugal involviert.
00:00:50: Und deswegen freut es mich umso mehr, dass ihr heute den Deep Dive Portugal mit der wunderbaren Nancy habt, die so ein Herzens- und Seelen-Mensch ist.
00:01:01: Nancy ist so eine wahnsinnig coole Socke, die mit einer Leichtigkeit einem in die Welt des Weins abholt und tatsächlich immer irgendwie mit dieser Leichtigkeit noch eine eben tiefer gräbt und so für sich selbst ein Kitzel an Themen findet, die sogar wir als Winzer vielleicht im ersten Moment gar nicht auf der Spur haben.
00:01:22: und dann ist aber Nancy da und fragt einfach nochmal, wie genau ist das denn und was ist denn da und warum und warum und warum?
00:01:29: und dann erklärt sie sich das selbst.
00:01:31: und tatsächlich schafft sie jedes mal auch mich wieder in neue Themen abzuholen.
00:01:36: und das Thema Portugal, ohne dass wir jemals gemeinsam dort waren.
00:01:40: verbindet uns doch irgendwie, weil es immer irgendwie ein bisschen ein gemeinsames Thema ist.
00:01:44: Sie hat ihre Zeit dort verbracht und diese wahnsinnige Liebe für dieses so unfassbar schöne Weinland.
00:01:51: Und jedes Mal, wenn ich in Portugal bin, was leider viel zu selten ist, ist es so, dass einfach dieser Fleck berührt.
00:01:57: Insofern Portugal und Nancy ist einfach das perfekte Match und ich bin mir sicher, dass sie die absolute richtige ist, euch in diese Welt abzuholen.
00:02:08: Und ich bin selbst wahnsinnig neugierig und freue mich schon irre auf diese Folge.
00:02:11: Insofern ganz, ganz viel Spaß.
00:02:35: Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von Sommee.
00:02:39: Die interessantesten Weinkeller unserer Zeit.
00:02:42: Und heute wieder mit der Kategorie Deep Dive.
00:02:44: Und einem der wahrscheinlich schwersten Themenbereiche, die man sich vorstellen kann.
00:02:49: Zumindest haben sich einige versucht damit zu beschäftigen, aber für vieles Portugal komischerweise immer wie eine riesengroße Mauer.
00:02:55: Man hat das Gefühl, man kann nicht dahinter blicken und eigentlich ist es gar nicht so schwer.
00:02:59: Man muss es nur richtig erklärt bekommen.
00:03:01: und damit, wie es richtig erklärt bekommen, habe ich an meiner Seite jemanden, der sich wirklich damit auskennt und zugleich einen der großartigsten Weinfachfrauen unserer Republik ist.
00:03:12: Nennt sie Grossmann.
00:03:14: Gefühlte ein tausendmal Zommeliere des Jahres geworden und das mit recht.
00:03:18: wasiare lang der wie noch viele Kopf des Dreistellen Restaurants Rots in Berlin, Wechselt ins Grill Royal, ebenfalls in Berlin, ist eines der aktivsten Weinmenschen, die ich kenne.
00:03:28: Und ich freue mich natürlich wahnsinnig, dass sie sich die Zeit genommen
00:03:31: hat,
00:03:31: mit uns dieses wunderschöne Land und dieses großartige Weinland Portugal zu
00:03:35: betrachten.
00:03:36: Und bevor wir in diesen Deep Talk einsteigen, möchte ich mich ganz herzlich bei der Schlumbergergrube, bei unserem Partner, bei unserem Begleiter, bei unserem Unterstützer bedanken, zu denen die Handelshäusern von Sio Vini Schlumberger segnet und auch das Privatkundenportal Bremer Weinkolleg gehören, dafür, dass sie dieses Format unterstützen und damit für die gesamte Sommelierbranche in Deutschland ganz viel bewirken und bewegen.
00:04:01: Vielen lieben Dank dafür, denn Dagini ist sie heute hier zum Deep Dive Portugal.
00:04:08: Herzlich willkommen, liebe Nancy Großmann!
00:04:13: Das ist jetzt über anderthalb Jahre her, dass wir das letzte Mal miteinander geredet haben.
00:04:17: Also reden tun wir öfters miteinander, aber dass wir den damals für mich zweiten podcast hatten ich bin ehrlich aufgeregt
00:04:24: ich auch
00:04:25: schön.
00:04:27: aber es ist sehr schön dabei sein zu dürfen das ist großartig und auch gerade das thema eine absolute herzensangelegenheit.
00:04:34: ich bin ja krass.
00:04:36: also ich habe dir ja das thema freigestellt oder gefragt dann worüber möchtest du erzählen?
00:04:43: und du dann direkt portugal und da war ich erst mal Total buff, weil das so ein Thema ist, wo sich, ich glaube, auch viele unserer Kollegen oder Fachhändler oder eben auch Weinliebhaber überhaupt nicht ran trauen.
00:04:55: Das ist ja so ein eigentlich No-Go-Thema.
00:04:57: Jeder sagt, es ist ein absoluter Hidden Treasure und wenn es was zu entdecken gibt, dann Portugal, aber keiner macht's.
00:05:03: Ja, ich habe in der Tat wirklich gestern Abend nochmal geguckt, wie Portugal denn so auf den Weinkarten vertreten ist und auch wenn ich... Ich würde fast sagen, dass es immer noch ein Hidden Treasure ist an der Stelle und total unterrepräsentiert ist.
00:05:21: Erstaunlich, habe ich gar nicht so mitgerechnet jetzt, weil ich für mich immer damit anders umgehe.
00:05:25: Deswegen umso schöner in den nächsten, ja.
00:05:30: Minuten oder Stunden, das ein bisschen zu vertiefen.
00:05:34: Wir wissen es noch nicht.
00:05:36: Irgendwann von langweilen hören wir auf, aber...
00:05:40: Ich habe gemerkt, je mehr ich mich darauf vorbereitet habe, wie spannend das Thema an sich ist und wie vielfältig Portugal ist und wie eigenständig Portugal ist und was für eine Strahlkraft es auch mit den Weinen hat.
00:05:55: Ich glaube, das wird hochinformativ.
00:05:59: Ja, anderthalb Jahre später sprechen wir jetzt darüber, finde ich gut.
00:06:03: Und wie gehst du an so ein Thema ran?
00:06:04: Also, suchst du dir erst mal die harten Fakten oder versuchst du dich in deine eigene Emotionalität, deine Erfahrung zurückzugraben?
00:06:11: Oder wie fängst du an, so ein dann doch komplexes Thema zu behandeln?
00:06:15: Ich hab direkt, ehrlich gesagt, eine kleine Aufstellung gemacht.
00:06:19: Seit wann mich das Thema Portugal beschäftigt?
00:06:23: Seit wann es in meinem Leben ist und ... Da musste ich doch recht, also einfach feststellen, dass schon direkt nach meiner Ausbildung, was ich auch schon in einem oder anderen Podcast gesagt habe, direkt nach Portugal gegangen bin und an der Algarve gearbeitet habe und dass
00:06:37: da
00:06:39: eigentlich so diese Hauptprägung stattgefunden hat.
00:06:42: und eine Verbundenheit zum Land Portugal und den Weinen, weil ich dort wirklich in der Villa Joya in Berührung bekommen bin mit... Erstklassigen Portweinen, aber auch mit Vino Verdes und natürlich ganz großen, trockenen Rotweinen aus dem Dorotal.
00:07:00: Portweine haben wir ja ganz bewusst ausgeklammert, damit wir es irgendwie einen gewassen greif behalten.
00:07:04: Ja, gut, dass du es sagst, weil ich glaube, wenn wir noch Port wine und Madeira mit reingeholt hätten, das würde den Zeitraum komplett sprengen.
00:07:13: Dann
00:07:14: wäre es ein Zwei-Tages-Podcast wahrscheinlich.
00:07:16: Wahrscheinlich.
00:07:16: Und was soll ich dir sagen?
00:07:18: Mit der Recherche, wie ich mich darauf vorbereitet habe, ich habe dann einfach nochmal das so wirken lassen.
00:07:22: Das geht mit dem Jahr two-tos-neuen los.
00:07:25: Dann war ich wieder in der Algarve und dann auch ein paar Mal hintereinander und habe dort auch viel gegessen und getrunken.
00:07:33: Zu siebzehn durfte ich dann auf eine ganz spektakuläre Weinreise mit Hendrik Thomas gehen in den Norden Portugals, wo ich dann sozusagen auch mal den ganzen Norden kennengelernt habe, gerade auch das Vinoverde-Gebiet und gerade die Region um den Mino.
00:07:50: Ähm, einundzwanzig war ich dann im Dorotal unterwegs und vierundzwanzig habe ich eine absolute, ja, ich glaube, once in a lifetime Weinreise mit Evangelos Patas machen dürfen nach Portugal, wo wirklich alle Weinregionen bereist wurden und einfach nochmal das Land komplett näher gebracht haben.
00:08:09: Und da habe ich dann so innerlich für mich in der Vorbereitung gesagt, ja, nennt sie eigentlich ... Schlau, dass du das gesagt hast, weil, wenn du dir die ganzen Verkostungsnotizen dazu anguckst, dann bist du eigentlich mitten im Thema und kannst super dankbar dafür sein, was du schon in diesem Land alles kennenlernen durftest.
00:08:27: Muss man vor Ort sein, um ein Gefühl für Portugal zu bekommen?
00:08:30: Oder kann man das, also können wir das jetzt auch so ganz nüchtern, erarbeiten?
00:08:35: Vor Ort ist es immer besser, ist klar, aber kriegt man einen Zugang zu Portugal, wenn man mit einer Karte und einem Buch da sitzt?
00:08:41: Ich glaube, das ist grundsätzlich immer die Grundlage, um ein Gefühl für etwas zu bekommen.
00:08:47: Aber am Ende ist es natürlich die Live-Experience, die alles verändert.
00:08:52: Das hast du aber nicht nur in Portugal, das hast du in Deutschland, das hast du, glaub ich, also ... nicht glaube ich, ich denke, das ist in jeder Weinbauregion der Welt so, dass du für das Land an sich ein anderes Gefühl bekommst, weil du Menschen vor Ort kennenlernst, du lernst das Essen kennen, du lernst das Klima kennen, du stehst im Weinberg, du sitzt im Weingut, du riechst die Luft, das ist, glaube ich, genau das, was ich hoffentlich jetzt schaffe, zu transportieren in diesem Podcast.
00:09:23: dass es haar halt totale Unterschiede in Portugal gibt und dass es so unfassbar vielfältig ist.
00:09:29: Und ich halt merke gerade auch, wenn ich jetzt so die Jahre zurückgehe, dass das nie aufhört, dass jetzt Anfang des Jahres durfte ich noch mal ins Vino werde in so'n absoluten Deep Dive, Deep Dive reintauchen.
00:09:41: Das ist einfach, ja, es ist so wie so eine kleine Pirateninsel, die erkundet werden.
00:09:49: Wie würdest du jemanden Portugal in drei Sätzen erklären?
00:09:53: Und die Besonderheit eigentlich, dieses Weinlandes-Darstellen?
00:09:58: Es ist eine ja tausendalte Weintradition, die dort gelebt wird, mit einem der größten Autokton-Rebsortenschätze, die es in Europa gibt, was über steile Terrassen des Doros geht, bis zu Granitböden des Daraus.
00:10:16: Die Geschichte des Portweins ist... Ich will erwähnen zu nur in einem Satz und die frühzeitige.
00:10:24: Also auch gerade das Dorotal in seiner Klassifizierung ist halt auch einzigartig, was einfach ganz viel für die Reputation gemacht hat.
00:10:35: In den letzten twenty-fünf Jahren kannst du ja eigentlich sagen, dass moderne Winzer internationales Renommee auch wirklich sicher arbeitet haben, dass es da wirklich auch Ikonenweine gibt.
00:10:48: Das Exportwachstum ist auch vorangeschritten, obwohl wir jetzt gerade gesagt haben, dass es in den Weinkarten noch gar nicht so super viel zu sehen ist, aber da hat sich schon natürlich was getan.
00:11:00: Und nach wie vor ist es eines der Weinanbaugebiete, was unfassbar viele eingeständige Rebsorten hat.
00:11:08: Starkes Terroir als Signatur, als Handschrift für das Weinanbaugebiet repräsentiert, aber auch ein... Wirklich was ja am Ende auch in der Gastronomie für den sommelier und die sommelier nicht unwichtig ist das preis und qualitäts Segment an.
00:11:27: der Verhältnis
00:11:30: ist außergewöhnlich.
00:11:31: also export ist auch relativ stark.
00:11:33: also forty fünf Prozent ist export wobei deswegen Sehen wir es wahrscheinlich selten in deutschland amerikas nach wie vor mit hundert sechs und dreißig millionen Euroumsatz der größte Markt.
00:11:44: Interessanterweise haben so Länder wie Polen im letzten Jahr um zwölf Prozent aufgeholt.
00:11:49: Also haben da richtig angezogen.
00:11:51: Brasilien ist ein ganz starker Markt.
00:11:53: Japan interessanterweise.
00:11:54: Also die exportieren in hundertdreißig Länder eigentlich mehr als Deutschland Bier exportiert oder haben mehr Märkte als Deutschland Biermärkte hat.
00:12:04: Von dem her sind die schon sehr, sehr aktiv in in deren Bereich.
00:12:08: Ich finde es auch total spannend.
00:12:10: dass du die Preis-Leistungs-Relation ansprichst, weil der Export, den die haben, der liegt im Durchschnittspreis bei zwei Euro einundvierzig, was relativ hoch ist.
00:12:20: Wenn man Chile im Vergleich nimmt, die haben einen Durchschnittspreis pro Liter von achtzig Cent.
00:12:25: Also da wird schon ... Qualität exportiert, aber im Rahmen dieser Qualität bekommt man, oder im Rahmen dieses Preisegment bekommt man eine ganz, ganz außergewöhnliche Qualität geboten.
00:12:35: Die Rebsorten, da müssen wir auf alle Fälle, glaube ich, nachher noch mal so ganz, ganz intentiv reingehen, dass ja Zweihntfünfzig Autotone-Rebsorten gibt.
00:12:44: Interessanterweise und das, ich glaube, das schreckt manche ab, sind von den Achtzig bis Neunzig, die offiziell richtig angebaut werden, eigentlich nur dreißig bis vierzig relevant.
00:12:53: Ich würde auch gerade nochmal auf den Punkt eingehen.
00:12:56: dass du gesagt hast, dass gerade die Weine auch so gut in den Übersee vertreten sind.
00:13:01: Ich glaube, das ist wirklich direkt zurückzuführen, dass Portugal einfach eine Weltmacht war vor vielen, vielen Jahren und einfach in die Geschichte eingegangen ist als große Seefahrer-Nation und natürlich Brasilien, da ein Hauptmarkt auch für den Portwein war.
00:13:17: Und das auch ganz spannend ist, dass wenn wir Was so Marketing angeht, dass da schon wirklich viel entstanden ist in damaliger Zeit.
00:13:27: Das Spannende bei Portwein ist ja, dass es gar nicht so diesen einen... Wein aus Portugal gibt, eben allein aufgrund der klimatischen Vielfalt, die es dort gibt.
00:13:36: Also dass man von Norden nach Süden ganz extreme Unterschiede hat, aber eben auch von Ost nach West.
00:13:42: Und dass dadurch jedes Gebiet, die meisten kennen ja vielleicht noch irgendwie maximal neben dem Dore noch Stau oder das Vigniverdegebiet, gibt so viele kleine Schätze, die es zu entdecken gibt.
00:13:53: Ja, also ich glaube, was in den letzten Jahren wirklich absolut in den Fokus gerückt ist, ist um Philippa Pato das Beirat.
00:14:02: Das hat natürlich extrem zugelegt.
00:14:04: Das hat man auch gemerkt, dadurch, dass seit Jahr zwölf, glaube ich, der Dirk Niport dort auch mit angefangen hat mit seinen Projekten.
00:14:15: Da hast du schon gemerkt, wenn er damit anfängt, dass da ein ganz besonderer Schatz noch miter hinterlegt.
00:14:23: Und so hast du halt in den Regionen wirklich Winzer, die ganz viel für das Standing der einzelnen Signaturen, würde ich es jetzt nennen, gemacht hat.
00:14:33: Oder die Handschriften der Anbaugebiete.
00:14:36: Das hast du mit Alvaro Castro im Dau, das hast du mit Luis Pato und Philippa Pato im Norden.
00:14:44: Dann ... Hast du als Anzahl momentisch gerade für das Monzao-Emel-Gas-Gebiet, also dieses hochwertigste Vinoverde-Gebiet, also es hat viel Möglichkeiten über den Deep Dive an der Stelle.
00:15:02: Und was ich so spannend finde, ist, dass Wein dort nicht irgendwie nur so ein anonymes Ding ist, sondern dass es wirklich gelebt wird.
00:15:09: Also, dass du eigentlich fast überall Wein findest, dass zwei Prozent der gesamten Fläche des Landes ist mit Wein bepflanzt.
00:15:16: In Deutschland hast du Null, drei Prozent.
00:15:18: Also, dass Wein dann eher sowas, was irgendwo an der Ecke wächst.
00:15:21: Und die haben das auch verstanden, dass sie diese Rebsorten nicht aufgeben dürfen, die sie dort im Land haben.
00:15:26: Also, da wird sicherlich, findest du auch mal ein Weingut, was dann Melokabinis Souvenir und Vionier als jetzt die neue Zukunftsidee hegt, habe ich auch erlebt.
00:15:37: Aber das wirkliche, also das Erfolgsrezept sind die Autotonen Rebsorten.
00:15:44: Und wahrscheinlich auch die vielen gemischten Weinberge, die es dort gibt.
00:15:47: Also der gemischte Satz wird ja da seit Jahrhunderten gelebt und nach wie vor praktiziert und Winzer gehen hin und wenn ein Weinberg, wenn dann eine Rebe stirbt, wird die gleiche Rebe nachgepflanzt, dass man nicht versucht, dann irgendwie den Rheinsortich zu bekommen und da irgendwie so was Uniformes hinzubekommen, sondern diese Individualität dann letztlich auch der einzelnen Handschriften der Winzer am Leben zu erhalten.
00:16:10: Und ich glaube, das ist oder war für mich so ein ganz großes Learning, dass wir aus unserem deutschen Denken so ein bisschen raus müssen, dass wir halt Riesling haben oder eben Cabernet Sauvignon, sondern dass ja, ich glaube, achtzig Prozent der Weinen, die dort abgefüllt werden, gemischte Sätze oder eben Queues sind in irgendeiner Form und man damit eigentlich immer die Interpretation eines Weinbergs noch viel intensiver spüren kann.
00:16:33: Ja, es hat immer so ein bisschen was Wildes.
00:16:36: Es ist am Ende eine große Komposition, die dann wirklich zu etwas Hochspannenden im Glas zusammenkommt, finde ich.
00:16:45: Das ist einzigartig.
00:16:47: absolut einzigartig
00:16:48: und wein wird dort gelebt.
00:16:49: das finde ich so spannend also dass man dort also man lebt.
00:16:52: man feiert also nicht nur dass sie die den meisten weinkonsum in der welt haben mit fünftig hektoliter pro ne mit fünftig hektoliter fünftig liter pro person und da werden alle kinder und nicht trigger mit eingerechnet.
00:17:06: also es kommen so oft.
00:17:14: Das ist dort auch entgegen der restlichen Welt nur gering rückläufig, was ich sehr schön finde.
00:17:21: Und dass man immer Wein mit Leben, mit Alltag, mit Essen, mit Musik kombiniert.
00:17:26: Also, dass man lebt.
00:17:29: Ja, ich glaube, da sind auch ganz engen, wenn du so an Portugal und die ... Der Fado ist ja eine Musikstil, der sehr expressiv, sehr melancholisch, tief verwurzelt, viel Ausdruck und dann doch wiederum sehr viel Zurückhaltung mitbringt.
00:17:48: Man musste auch, glaube ich, in der Mut sein, um das dann entsprechend ... ja.
00:17:53: Man muss in dem richtigen Zustand sein, um das so richtig aufzunehmen.
00:18:01: Aber dann kann das wirklich auch sehr überraschend und spannend sein.
00:18:08: Das entwickelt sich gerade sehr, sehr spannend.
00:18:11: Essen in der Kombination ist das absolut einzigartig.
00:18:15: Das erlebst du halt, wenn du vor Ort mal gewesen bist, ob das eine Algarve ist, ob du Katablaner gegessen hast oder ob du im Porto warst und die unheimlich frischen Meerestiere genießen durfte.
00:18:29: Natürlich mit dem ganzen Fisch auch noch dazu.
00:18:32: Das ist einzigartig.
00:18:33: Also gerade so dieses... Dadurch, dass es ja auch Anbaugebiete gibt, die so extrem vom Atlantik beeinflusst werden, ist natürlich so eine salzige, gegrillte Sardine, super pure vom Grill, mit so ein bisschen Röstaromatik unschlagbar gegen ein Vinoverde.
00:18:51: Also, das kann ich noch... Also, es ist so ein Erlebnis, was... werde ich nie vergessen.
00:18:56: Also, dass es eigentlich so das absolute Tabu ist, wenn der Wein aus dem Zapf fahren kommt.
00:19:02: Da gab es in der Algarve ein kleines Fischrestaurant, da bist du hingegangen, da gab es Fisch bis du satt warst.
00:19:08: Das ist der einzige Prämisse war, du musst immer aufessen, sonst wird nichts nachgestellt, finde ich schon damals supernachhaltig.
00:19:15: Also es ist jetzt auch schon fünfzehn Jahre her.
00:19:17: Und dann gab es einfach ein Hauswein, der war weiß und rot.
00:19:21: Und das war einmal ... Ein Vino Verde, das hat eine Spritzigkeit gehabt.
00:19:25: Das war
00:19:27: unheimlich schön.
00:19:27: Hat das Umami, der Sandine und den Fisch, dieses ganz knackige, gerade aus dem Wasser, geangelte Gefischte.
00:19:37: Das hat das so schön untermalt, was eigentlich völlig unmöglich wäre.
00:19:41: Stell dir vor, du gehst in Berlin in eine Weinbau und dann wird auf einmal der Wein aus dem Zapf fahren gezogen.
00:19:45: Da wirst du ja erst mal schräg angeguckt.
00:19:48: Aber das ist so eine Erinnerung, die ich daran habe, wo ich sage, das war damit schon Wein, der keinen Kopfschmerz am nächsten Tag verursacht hat und einfach ein Hochgenuss war.
00:20:00: Und zur Situation passend, einfach dieses Lebensgefühl transportierten.
00:20:05: Ich glaube, da geht es auch gar nicht darum, ob das jetzt ein super hochklassiger Wein war, sondern man konnte den Wein fühlen.
00:20:10: Und egal, was man dort an diesen kulinarischen, teilweise extra, war ganz mit diesen ganzen Stockfischvarianten, die sehr auch haben oder eben den Spanferke-Geschichten, die es dort gibt, man kann das einfach anfühlen.
00:20:23: Ich fand den Gedanken, den mal jemand sagte, Denn ich glaube, da stoßen nicht nur wir, sondern auch viele andere an ihre Grenzen.
00:20:30: Ganz interessant die Parallele zwischen Wein und Sprache.
00:20:34: Also man kann eigentlich portugiesisch irgendwie anfangen erst zu sprechen, wenn man es fühlt.
00:20:38: Oder man kriegt es sowieso nicht ordentlich hin, man muss es nur irgendwie fühlen.
00:20:42: Da wird auch alles entschuldigt.
00:20:43: Ich weiß nicht, ob du das bestätigen kannst, aber beim Wein ist es genauso.
00:20:46: Also man kann portugiesischen Wein eigentlich erst dann richtig verstehen, wenn man ihn fühlt.
00:20:51: Und das ging mir, weil du das Beispiel gerade sagtest, beim Vino werde so.
00:20:55: dass man nicht in diesen typischen Rastern denken sollte und sagen so viel Säure und irgendwie so viel Alkohol oder wenig oder so frisch oder die Aromen, sondern man muss einfach den Wein nehmen und fühlen.
00:21:06: Voll.
00:21:07: Ist auch einfach ja etwas was... gerne auch einfach missverstanden wird im Geschmack.
00:21:15: Da kommt der Sommelier halt wieder ins Spiel, der sowas dann einfach auch erklärt, warum es so Missverständnisse gibt.
00:21:22: Vielleicht, dass man dann denkt, dass Mineralität, die einfach pauschal gesetzt wird, obwohl es oft dann eigentlich salzige Umaminoten aus Küsteneinflüssen gemeint sind.
00:21:35: Das sind ja immer so ganz schmale ... Gerade auf den wir uns bewegen.
00:21:39: oder die Säure des Vino Verde wird oft als unreif fehl gedeutet.
00:21:45: Dabei ist es eigentlich eine sehr bewusste, präsente, lebhafte Säure, die gewählt wird.
00:21:49: Oder auch beim Baga, die rote Rebsorte aus dem Beirada, die oft in jungen Jahren halt sertaninreich empfunden wird.
00:21:59: Aber das ist halt ... das ist halt kein Fehler, sondern das ist einfach eine Rebsorte, die fantastisch ... reifen kann, aber einfach in der Jugend noch ein bisschen kompakt und verschlossen ist.
00:22:12: Aber dafür trotzdem super Sortentypisches.
00:22:15: Kannst du dich an dein erstes Glas Portwein, also nicht Portwein, sondern Wein aus Portugal, erinnern, dass du richtig bewusst genossen hast und wo du irgendwie so wie eine Offenbarung hattest oder den Wein als anders oder besonders wahrgenommen hast?
00:22:31: Ich hab, da müssen wir zwei Sachen differenzieren.
00:22:35: Der erste Wein, der mir in meinem Leben aus Portugal wirklich aufgefallen ist, ist eigentlich eine totale Erfolgsgeschichte, weil es ist der fabelhaft.
00:22:48: Es muss so auch so in meiner Lehre gewesen sein, weil, weiß ich immer noch, wenn ich die erste gut sortierten Weinabteilung gegangen bin, stand immer der fabelhaft auch mit da.
00:22:59: Und gerade mit diesen Fabeltieren, also Dingen ... Tieren, die dort dargestellt wurden.
00:23:05: Und gerade der kleine Rabe, es ist ja so ein absoluter Eyecatcher gewesen für alle, die den Wein noch nie gesehen haben.
00:23:10: Aber ich hab bis jetzt immer gemerkt, eigentlich in allen den Jahren, das ist wirklich ein Wein, der sich durch sein Etikett wirklich absolut in ein gewisses Standing erarbeitet hat.
00:23:21: Das war so der erste Wein, den ich bewusst aus Portugal getrunken habe, bevor ich überhaupt nach Portugal gereist bin.
00:23:29: Ja, das war so das erste.
00:23:31: Ja, das ist ... Das ist ein Beispiel dafür, wie die das auch Marketingtechnisch ist.
00:23:36: Ein absoluter Kultwein geworden.
00:23:37: Das ist ein Einstiegsrotwein aus dem Dorotal von Zürichnipot, wo ... Ja.
00:23:45: Wo die klassischen Rebsorten drin verarbeitet sind.
00:23:47: So wie Tintaruri, Sturiga Franca, Sturiga National.
00:23:50: Und das ... ja, was ... Das hat ja wirklich so eine Erfolgsgeschichte hingelegt.
00:23:58: Und ich würde sagen, so die ... den ersten bewussten Wein, der da komme ich auf dieses berührt.
00:24:05: zurück, was du gesagt hast.
00:24:07: Ich glaube, der erste Wein, der mich wirklich berührt hat oder den ich wirklich auch sehr gerne spreche und den ich auch immer kaufen muss, wenn ich in Portugal bin, das ist ein Wein aus dem Dau von Alvaro Castro, das ist der Primus, das ist ein rein sortiger, nicht ganz rein sortig, das Hauptteil ist En Crusado, ein bisschen zerzial ist auch noch mit dabei, aber Das ist natürlich auch Jahrgangsabhängig an der Stelle.
00:24:33: Da haben die auch immer ein bisschen Freiraum wie Feder noch mit reinfließt.
00:24:36: Aber das ist ein großer Weißwein für mich, der in der Kombination von Fisch und gerade auch so eher festerem Fisch in den eigenen Aromen einen ganz faszinierenden Augenblick bei mir geschaffen hat.
00:24:52: Vielleicht darf ich ein bisschen faktisch werden.
00:24:54: Ich glaub, so ein erstes Intro ist manchmal so ein bisschen die ... Gesetzmäßigkeit zu verstehen, das Klassifikationssystem in Portugal, wie ist das aufgebaut?
00:25:05: Also was sollte man so als Sommelier oder als Weinliebhaber unbedingt wissen?
00:25:08: Was für Sommelier ist?
00:25:09: einfach sehr wichtig ist, dass sie, glaube ich, auf jeden Fall wissen sollten, wie welches Standing Portugal in der Geschichte Europas auch einfach hatte, was dazu führt, dass es einfach eine große Nation, eine welte Interkernation war oder eine Seefahrer-Nation, sagen wir es so.
00:25:30: Wie wichtig ist in der Vergangenheit diese Klassifizierung?
00:25:38: Ja, jetzt mal ein bisschen Jahrgangsdropping, die erste staatliche Region-Definition stattgefunden hat in Europa im Dorotal.
00:25:52: darf man nicht vergessen.
00:25:54: Weit vor Bordon, weit vor Chianti oder weit vor Tokai, also die sich auch selber auf die Fahne geschrieben haben, wir wären die ersten gewesen, aber das Deoro, also der Marquis de Pombal war schon der, der es als erstes ins Leben gerufen hat.
00:26:08: Ja, und das muss man einfach mal die Zahlen sprechen, dass und dann definitiv.
00:26:15: Wendepunkte gibt es natürlich dann, dann kommt so diese Industrialisierung, die staatliche Regulierung, dann kommen die.
00:26:24: Zweitein- neunziger, zweitausender, wo diese Export- und Qualitätswende stattfindet von den modernen Produzenten.
00:26:32: Ich glaube, was wichtig ist für Someliers.
00:26:36: Was der Aufbau des Klassifikationssystems ist, dass Portugal einfach, oder man sagt jetzt einfach, man unterscheidet, ganz vereinfacht zwischen dem DOC, also den Nominiziao, der Origin Controlada, dem DOP, als String des zur Stufe und dem IPR, also einer älteren Übergangsstufe.
00:26:58: Du hast Vino Regional und IGP für regionale Weine und einfach ein Vino als Tafelwein.
00:27:05: was der Fabelhaft auch damals war, was natürlich so den aufstrebenden Winzern dann an der Stelle natürlich auch noch mal eine andere Freiheit gelassen hat.
00:27:17: Die OZ-Regeln, die regeln einfach die zugelassenen Sorten, die Erträge und die Ausbauarten.
00:27:23: Das ist ja also... Das kennen wir ja schon von anderen Anbaugebieten.
00:27:28: Größte Unterschiede zu anderen Systemen würde ich sagen, das Portugal bleibt sorten- und terroirorientiert, erlaubt darüber hinaus viele traditionelle Mischsätze, die Fieldblends, der gemischte Satz, was ja wirklich ein Teil der DNA Portugals einfach ist.
00:27:46: In der lokalen Praxis ist die Benennung nach Region immer noch stark im Vordergrund.
00:27:54: stärker auch als diese Sortenprominenz.
00:27:57: Man wird oft, ja, man wird nie viel die eigene Rebsorte auf dem Etikett stehen sehen.
00:28:03: Das habe ich jetzt noch nicht viel erlebt.
00:28:06: Und das ist ja schon ein prägnanter Unterschied zu dem Rest der Welt, wo dann eigentlich oft denn auch der Merlot und der Cabernet Sauvignon oder gerade auch Deutschland, Italien, da stehen ja schon auch gerne die Rebsorten mit drauf.
00:28:18: oder simpelig für die Rebsorten halt immer eine Region oder eine Appellation, wie es teilweise im Chablis ist oder wie es bei Anna ist oder wie auch immer oder Anna.
00:28:28: Ja, genau, Mosel.
00:28:30: Was ich interessant fand, was für mich das, was mir so ein bisschen geholfen hat, das so ein wenig einzuordnen, DOP war für mich so mehr oder weniger so der Ursprungsfein.
00:28:39: Das kann man so ein bisschen ganz im Groben mit Qualitätsfein so ein bisschen gleichsetzen, wenn wir das in unser Raster irgendwie pressen möchten.
00:28:46: und Die GP war so der Landwein, dass man sagt, man hat da mehr oder weniger so den Landschaftswein, wo man eine größere Gemarktung hat, die nicht ganz so spezifisch ist, wo die allgemeinen gesetzlichen Anforderungen halt auch nicht so spezifisch sind, was gerade eben auch für diese Gara-Schweineries, die du erwähnt hast, die in den Zweitausenden entstanden, die schöne Chance war, einfach auch kreativ zu sein und sich nicht nur an die Regeln zu halten, letztlich auch wie in Deutschland, Frankreich etc.
00:29:14: Ja, das DOC garantiert halt die regionalen Standards und ist ein Qualitätssiegel definitiv, aber es ist nicht automatisch immer besser oder viele Spitzenweine erscheinen auch als Vino-Regional.
00:29:27: Das passiert halt auch.
00:29:28: Das ist halt die flexiblere, flexibelere Regel, was man halt dann als Sommelier immer ... beim Etikett und einem Erzeuger noch weiter nachforschen muss.
00:29:41: Das ist aber auch ein Missverständnis, was im Ausland passieren kann, dass DOC automatisch als Spitzenwein angesehen werden kann.
00:29:49: In Portugal gibt es halt einfach auch superexzellente EGPs und Vino regionals.
00:29:55: Ist das überhaupt in irgendeiner Form ein Qualitätsindikator, wenn da DOC oder DOP draufsteht in der Relation zu EGP?
00:30:05: Also ich sage auch die Kurzvarianten, ich kann das nicht so perfekt aussprechen, wie du, da bin ich wirklich mega beeindruckt.
00:30:09: Das ist, glaube ich, ohnehin einen der größten Hürden, das nicht nur lesen, sondern auch aussprechen zu können.
00:30:14: Daher kann man da, glaube ich, ganz gut mit den Abkürzungen arbeiten.
00:30:17: Ja, also, Rebsorten sind halt nicht gleich verteilt, kann man noch mit anbringen.
00:30:23: Das ist halt auch je nach Anbaugebiet unterschiedlich.
00:30:27: viele lokale Sorten einfach ausschließlich regional bleiben können.
00:30:31: Und für mich war das nie ein ... Also, ich hab noch nie einen Weinen.
00:30:35: Das muss ich einfach generell sagen.
00:30:37: Also, ich hab noch nie einen DOC-Wein dem IGP vorgezogen.
00:30:42: Sorry to say.
00:30:43: Also, da ist es wirklich dann die Weine, mit denen ich die Berührung hatte und wo ich gemerkt habe.
00:30:50: Da hat einfach der Wein im Glas brilliert und nicht die Klassifikation.
00:30:54: Ich möchte da keinem zu nahe treten, aber ... So war es dann doch.
00:30:58: Dann gar nicht.
00:30:59: Aber kann man das umgetreten, betrachten, dass die IGP-Weine, die du probiert hast, die individuellerin waren?
00:31:04: Oder kann man das überhaupt gar nicht so segmentieren oder differenzieren?
00:31:09: Und es kommt immer auf den Wein selber drauf an.
00:31:13: Ich würde jetzt für mich sogar direkt ad hoc sagen, dass es schon immer individuell abzuwägen ist.
00:31:18: Ich könnte das jetzt nicht nur auf die DOC-Weiner übertragen.
00:31:22: Nee.
00:31:23: Ja, für die schon, ja.
00:31:26: Das Dorotal, du probierst halt Weine aus dem Dorotal, aus dem DOC-Doro.
00:31:36: Da hast du natürlich Ertragsgrenzen und wie die Regeln, wie die Rebsorten auch behandelt werden und diese historischen Portregelung.
00:31:47: Aber sowas prägt natürlich auch ein Ausbau und ein Stil, aber ich ... ja.
00:31:55: Das ist halt immer sehr individuell ausgelegt, muss ich schon sagen.
00:31:58: An der Stelle hast du ja schon von Porthouse zu Porthouse und du hast das
00:32:03: von
00:32:05: Winzer zu Winzer.
00:32:06: Das ist sehr individuell.
00:32:07: Der grobe Unterschied ist, dass beim DOP bzw.
00:32:10: DOC ein hundert Prozent der Trauben aus dem Gebiet stammen müssen.
00:32:15: Und beim IGP sind es fünf achtzig Prozent, die aus dem Gebiet stammen müssen.
00:32:19: Das sind so... meine ich, die Hauptregularen, die es eigentlich gibt, natürlich in Verbindung mit der Zulassung verschiedener Rebsorten, der Eingrenzung der Gebiete.
00:32:30: Wie viele Gebiete gibt es dort in Portugal?
00:32:32: Also wie viel muss ich mir merken?
00:32:34: Wie viele sind von Relevanz?
00:32:38: Hast du da Zahlen?
00:32:40: Ja, also bei den Anbaugebieten, da sind wir bei den DOC's, sind wir bei einund dreißig, obwohl da gerade ist auch noch so ein bisschen.
00:32:49: Es gibt auch noch die Aussicht auf ein zweitzehntreißigstes Anbaugebiet, was so ein bisschen noch in der Entstehung ist.
00:32:55: Da verändert sich ja auch immer was.
00:32:56: Und das ist auch gerade in der Recherche sehr schön aufgefallen, dass gerade da auch die Lektüre immer wieder aktualisiert wird.
00:33:04: Aber ich muss sagen, da es macht Portugal unheimlich viel auch für die Weiterbildung von Zommelges.
00:33:10: Also da gibt es ja auch das Portugal Wine and Moderation.
00:33:14: wo wirklich auch ganz, ganz viel immer für die Aktualisierung getan wird.
00:33:20: Und ja, bei den IGPs hast du vierzehn.
00:33:23: Das mit den aktuellen ist, finde ich auch ganz wichtig.
00:33:25: Ich habe hier noch so einen alten Weinatlas von neunzehn zwanzig, von New Gronson.
00:33:30: Und da waren es, ich habe es jetzt nicht nachgespielt, aber in die zwanzig Weinbaugebiete, die dort offiziell aufgelistet wurden, also das war da ein bisschen inaktuell.
00:33:41: Also wenn man da anfängt sich mit zu beschäftigen, ist es manchmal ganz hilfreich, zumindest einigermaßen an aktuelle Lektüre sich irgendwie zur Rate zu ziehen.
00:33:49: Haben wir da wirklich Klassifikation oder gibt es da noch irgendwie was, was man wissen muss?
00:33:53: Irgendwie, wofür Reserver steht, Jahrgang oder sonst?
00:33:56: Reserver
00:33:56: ist ja dann auch eigentlich schon sehr individuell.
00:33:58: Du hast natürlich oft bei den Weißen als auch bei den Rotweinen, hast du einmal die fruchtige Variante und dann zeigen die Winzer ja sehr oft in einfach auch die Reservequalität, der dann im Holzfass ausgebaut wurde und dann immer noch mal eine weitere Tiefe in den Wein mit reinbringt, ohne jetzt nur Holzdominanz zu überlagern, sondern man merkt dann einfach, dass der Wein dann schon einfach beweist, dass er ein gewisses reife Potenzial hat.
00:34:24: Ist das an Jahren gebunden?
00:34:26: Weißt du das zufällig, ob man, wenn man Reserve drauf schreibt, so und so viel Jahre den Wein im Holzfass haben muss, weil da muss ich gestehen, habe ich nie was zugehört oder gefunden.
00:34:38: Also du hast in Portugal oft den Fall, dass du im Weißwein-Segment und im Rotwein-Segment einmal die jungen Frischenweine mit sozusagen im aktuellen Jahrgang versehen am Markt hast und dann hast du aber auch immer noch mal die Reserven oder die Reserva und Das ist dann meistens um ein Jahr weiter nach hinten versetzt, wo dann die Weine in der Regel so ein Jahr noch im Holzfass waren, wobei wir da sagen müssen, dass wir da jetzt wirklich auch unter akribischem Forschen keine genaue Definitionen fürgefunden haben, dass eine Reserve so und so viele Monate im Holz ... Sein Moos, sondern das Spanne ist halt, dass die Reserve auch oft dafür steht, dass die ältesten Weinberge mitverwendet wurden und ja, altes Rebmaterial einfach da reingeflossen hat.
00:35:30: und was natürlich dann, was man auch von einer Reserve einfach erwartet, ein Wein, der natürlich noch mal mehr Tiefe und für die Granität und vielleicht auch in einem gewissen, ja, etwas poröses, zartes, tiefes, verwurzeltes, mit transportiert.
00:35:51: Das finde ich zum einen sehr spannend, dass der Winzer dadurch die Möglichkeit hat, es gibt ja nicht diese ganz formale Prämiergrüh- oder Kronkrischstruktur wie zum Beispiel in Frankreich oder wie jetzt gerade in Deutschland, dass man erstes Gewächs in erster Lage hat, sondern es ist mehr oder weniger eine Entscheidung vom Winzer, was er als seine bessere, als seine Reserverqualität festlegen möchte und den Wein dann entsprechend ausbaut.
00:36:14: Ja.
00:36:14: Das gibt dann dadurch wesentlich mehr Freiheiten.
00:36:17: Was du angesprochen hast, was ich total spannend finde, ist dass der Rebestand dort so unglaublich alt ist.
00:36:24: Soweit ich weiß, ist ein Durchschnittsalter über Gesamtportugal, ist von zweiundzwanzig Jahren, was ja enorm alt ist.
00:36:33: Also es sind ja fast alles, wenn man das so nehmen möchte.
00:36:36: Fast alles alte Reben und in den guten Weinbergen hat man ganz oft Rebalter zwischen fünfzig und zweieinhalb Jahre.
00:36:45: Und das ist enorm.
00:36:46: Das ist ein kulares Vorgeschrieben, Wurzlechte Rebstücke zu haben.
00:36:50: Ja, und du hast ... Ja, das ist halt für den ... gerade für uns Sommeliers, muss ich sagen, ein absolut ... Also nicht nur für die Sommeliers, weil wir transportieren die Geschichte dahinter, aber es ist halt so eine richtige Entdeckungsaufgabe auch beim Gast, ne?
00:37:05: Jede Region kann mit unbekannten und charakterstarken Sorten umgehen, so wie Toria Nacional, Tintadoris.
00:37:13: Baga, Alvarinio, Arrindo, Loureiro.
00:37:18: Und das ist halt, für mich ist es immer was ganz Besonderes, wenn ich selber essen gehe.
00:37:23: Ich find's immer super spannend, etwas zu probieren, was ich noch nie in meinem Leben vorher probiert habe.
00:37:27: Und da ist das halt, wie schon am Anfang gesagt, eine reine Schatztour.
00:37:33: Das bedeutet natürlich, du musst das Edikett lesen.
00:37:36: Aber Gespräche über Sorte und Terroir, find ich dann ... Super spannend, natürlich interessiert das nicht jeden, aber für die Vinoviren-Gäste ist das sicherlich super, super spannend.
00:37:50: Also gerade das ist da auch noch so ein, gerade die hatten ja auch den großen Skandal mit der Reblaus und das ist natürlich super spannend zu sehen, dass es trotzdem noch so viele Wurzel- echte Ecken gibt, die dann erkundet werden können.
00:38:05: die erhalten wurden oder teilweise eben auch sofort dann rekonstruiert wurden.
00:38:10: Weil du gerade wieder die Rebsorten ansprachst, sollen wir durch die Rebsorten mal durchgehen, welche die relevantesten sind.
00:38:15: Und falls du jetzt ja sagst, eher rot, eher weiß zuerst.
00:38:19: Ich bin da flexibel.
00:38:20: Ich würde sagen, wir fangen mit weiß an oder von weiß zu rot.
00:38:24: Ist Portugal grundsätzlich für dich ein Rotwein oder ein Weißweinland?
00:38:27: rein vom Gefühl?
00:38:28: Weil Weißwein wird ja immer, immer stärker.
00:38:30: Noch sind fünf, fünfzig Prozent Rotwein, die produziert werden.
00:38:33: Aber erstaunlicherweise nur zwölf Prozent Likörweine.
00:38:36: Das fand ich ganz, ganz überraschend.
00:38:39: Fünf, dreißig Prozent sind Weißweine.
00:38:41: Aber wenn etwas neu innoviert oder rekultiviert oder neu gedacht wird, dann ist es der Weißwein.
00:38:47: Daher kriegt das mehr oder weniger eine Weißwein präsent.
00:38:51: Und um auf die Frage zurückzukommen, ist für dich eher ein Roter- und Weißwein-Land.
00:38:54: Beides.
00:38:56: Eindeutig beides.
00:38:57: Ja, wirklich.
00:38:58: Muss ich sagen, beides.
00:38:59: Weil du hast ... einzigartige Weißweine, auch wieder so ein Moment auf der Sommelge-Weinreise.
00:39:05: Wir saßen im Dau und hatten schon einiges Gutes probiert und dann war einfach was Mux-Mäuschen still, weil einfach die Encrusados alle sowas von abgeholt haben und alle wirklich einen Begrund vergleichen nach dem anderen.
00:39:25: genannt haben, was ja jetzt in der Wertung natürlich durchaus positiv ist an der Stelle.
00:39:33: Es ist natürlich immer was mit Identität zu tun, wenn man es nicht unbedingt immer nur mit Frankreich vergleicht.
00:39:38: Aber am Ende ist es halt immer noch unter dem Strich, das Nonplus Ultra in der Weinwelt oder der Master Up oder Benchmark oder wie man es nennen möchte.
00:39:50: Deswegen, ja, es ist weiß und rot.
00:39:53: Ich finde es gar nicht so verkehrt, wenn man versucht, irgendwelche Metapher zu finden aus der Weinwelt, dass der andere sich das irgendwie besser vorstellen kann, oder dass man es für sich selber irgendwie so ein bisschen greifbarer macht.
00:40:04: Und wenn du in Crusado nimmst, ist es ja egal, wo man liest, eine Rebsorte, die immer eigentlich mit... mit dem auch so verglichen wird.
00:40:12: Also mit diesem charmanten, geschmeidigen, kraftvollen, strukturierten, granitigen, kalkigen, mineralischen, tiefsinnigen.
00:40:20: Also es ist ja letztlich ein Sinnbild dafür.
00:40:22: Und ich finde, wenn man so dieses Bild parallel daneben stellt und aber trotzdem akzeptiert, dass ein Ingrosado dann trotzdem seine Individualität hat, eine ganz andere Säurestruktur und im Daumen natürlich nochmal ganz anders gedeiht, dann findet man seine eigene Individualität.
00:40:36: Aber so als erster Orientierung finde ich das gar nicht so verkehrt.
00:40:39: Ist das für dich deine Dein Lieblingskrebshorter, die spannendste, weil du die jetzt ausgelugt hast
00:40:44: oder hast
00:40:45: du andere Favoriten?
00:40:47: Es kommt immer ganz drauf an.
00:40:48: Also, ich würde so unter die Top-Drei, würde ich wahrscheinlich, Encrusado, Alvarinio und Arinto packen.
00:40:56: Die sind einfach ... Das wäre jetzt ... ist natürlich immer sehr individuell abstümbar, aber auch Loreiro ist super spannend.
00:41:05: Das ist dann eher so dieses etwas leichte, fruchtigere ... Im Glas, aber gerade Arinto kann messerscharf sein, salzig, ohne Ende, kann aber auch dann wieder im Dorotal, im kleinen Holzwas ausgebaut sein und ganz viel Volumen und Nussigkeit transportieren, was ich so eigentlich noch nirgendwo anders geschmeckt habe.
00:41:30: Das ist wirklich sehr spannend ist.
00:41:32: Und der Alvarinio... auch gerne Alberinio genannt in Spanien, dann da sind ja auch schon die Unterschiede, auch wenn es nur einmal kurz über die Grenze ist, wie diese Rebsorte einfach mit diesem regnerischen Wetter auch umgehen kann und einfach so faszinierende, leichtfüßige, trotzdem aussagekräftige Weißweine auf die Flasche bringt.
00:41:56: Das ist immer sehr beeindruckend, finde ich.
00:41:59: Total spannend, auch wenn er Singulär ausgebaut wird.
00:42:01: Also gerade Alvarinio oder Enkruzadof, wenn die für sich selber stehen, findest du das unglaublich spannende Wein, vielleicht auch für mein deutsches Denken, dann nochmal greifbare, wenn ich dann irgendwie Erklärungen finde.
00:42:13: Aber zum einen die Duftigkeit, aber eben doch die Mineralität.
00:42:18: Das Avernio finde ich teilweise total spannend.
00:42:20: Das erinnert mich manchmal an so richtig ganz besondere Loaweine, um diese Parallele dann wieder so zu ziehen und die so ein bisschen einzunorten oder zu kategorisieren.
00:42:31: Und Loreiro finde ich jetzt auch einen der Rebsorten, wo ich es eigentlich schade finde, dass man die ganz selten irgendwie singulär zu greifen bekommt, aber die wahrscheinlich in der Kywe... einfach großartig wird mit diesem, ich finde man schmeckt der Lorbeer, also nicht nur dass der Lorbeer übersetzt heißt, sondern man schmeckt Lorbeer richtig raus.
00:42:48: Ich weiß nicht, ob es dir da genauso geht.
00:42:50: Ich habe es immer so ein bisschen als so ein Ticken als Fruchtigsteriebsorte für mich abgespeichert.
00:42:56: Ich finde, dass das aber auch super individuell einfach wahrnimmt.
00:43:01: Also ich gehe da mit, Lorbeer kann ja auch in dieser Fruchtigkeit und dieser Strahlkraft komplett da sein.
00:43:10: Da muss man sich auch wirklich überlegen, dass ja eine Rebsorte, wenn du das in der Flasche einkaufst, das kann ganz viel Wein für sehr wenig Geld sein an der Stelle.
00:43:20: Das ist doch wirklich immer wieder erstaunlich.
00:43:24: Eine Rebsorte, die ich persönlich noch nie hatte, die aber unglaublich prominent dort, glaube ich, ist Rabigato.
00:43:31: Hast du die Erfahrung mit?
00:43:32: Ja, Rabigato
00:43:34: habe ich gar nicht auf dem Schirm.
00:43:36: Rabigato ist ... wird auch gerne reinsortig ausgebaut.
00:43:43: Habe ich auch in der Recherche auch wieder ein Foto aus Porto, wo ich ein Rabigato fotografiert hatte.
00:43:51: Das ist halt, Rabigato, musst du dir vorstellen, hat noch, befindet sich, ist nicht in der Fruchtigkeit da, wo der Loreiro ist, ist eher ein bisschen mehr auf der Säureseite und bringt einen ganz ticken florale Komponenten auch noch mit rein, was aber messerscharf ist, aber auch gerade so zu diesen Muschelgerichten.
00:44:11: und gerade so in der modernen Küche würde jetzt gerne auch mal mit Algen abgeschmeckt mit dieser Salzigkeit.
00:44:20: Da kann das sehr, sehr gut reingretchen, weil es von Natur aus auch noch mal einen ganz an eigenen Grip mitbringt.
00:44:28: Der Grip ist noch mal, finde ich, immer ein bisschen ein bisschen straffer als der beim Encrousado, weil Encrousado aufteilt auch in Verbindung damit Holz gezeigt wird.
00:44:39: Aber der Rabigatou ist schon, ja, also ich weiß das in der Villa Gioia, da so ums Jahrtausendzehn, da war das auch schon eine Rebsorte, die sich, die ich gelernt habe, sagen wir nur so.
00:44:54: Großartig, also aus eigener Neugier habe ich, wir probieren ja nachher auch noch den einen oder anderen Wein, da ist ein, ich habe es natürlich auch falsch ausgesprochen, wenn ich irgendwas total falsch ausspreche, kannst du mich auch verbal aufheigen, ist einer davon, neunzig Prozent Rabigato, von dem her finde ich es ganz spannend, ich fand die Erklärung dafür ganz gut, dass das eine Rebsorte ist, die wie Alpenkräuter in Schiefer gepresst sein soll.
00:45:14: Weiß nicht, ob man das nachvollziehen kann, aber klingt spannend.
00:45:17: alten Kräuter in Schiefer gepresst.
00:45:18: Ich finde das sogar ziemlich gut, weil das ist genau dieses Florale, was dann wieder dieses Kage mit dem Schiefer transportiert.
00:45:27: Ich rieche parallel mal rein, ich finde das steht sehr schön da.
00:45:31: Ja, jetzt haben wir die Weißweine.
00:45:33: Die Weine machen
00:45:33: wir nachher zusammen, oder?
00:45:34: Ja,
00:45:35: gerne.
00:45:35: Die Weißweine hatten wir jetzt so im großen Teil, du hast natürlich, finde ich stark, aber Rotwein ist natürlich, deswegen kann ich sagen Portugal ist Weißwein und Rotwein.
00:45:50: Als Produktionsland, weil wenn du die Rotwein einfach in den Genuss kommst, greifte portugiesische Rotweine zu trinken, dann ist das einfach einzigartig.
00:46:04: Du hast die tiefen... Das führt
00:46:06: zu wenig, oder?
00:46:07: Ja, vierzehn.
00:46:08: Das sind zehn, zwanzig, dreißig Jahre alten Weinen aus XY irgendwie bekommen und das ist schade.
00:46:13: Wahrscheinlich, weil die in der Jugend schon so unglaublich attraktiv sind.
00:46:17: Ach, also es gibt schon, also da musst du halt nur ein bisschen Market Research betreiben, aber ich glaube Portugal kriegst du schon sehr gut.
00:46:27: Ich muss das jetzt mit einem Augenzwing kann sagen, also es gibt auch ja ein Projekt von sehr Bekannten.
00:46:35: deutschen Winzern im Dorotal, da sind die Weine aktuell immer noch verfügbar gewesen vom Kampo Adorsa und vom Adosino, was ja auch so wirklich ein ganz tolles Projekt war an der Stelle.
00:46:50: Und die Weine sind dann auch so zu sieben, zu acht gab es da elf.
00:46:55: Das ist Wahnsinn, wenn du das schmeckst.
00:46:58: Das kann richtig gut reifen.
00:47:01: Wie sind wir jetzt darauf gekommen?
00:47:03: Und zwar die roten Rebsorten.
00:47:04: Was natürlich in den letzten Jahren ein absoluter Überflieger ist, ist die Rebsorte Baga.
00:47:13: Ich liebe Baga.
00:47:16: Baga ist ganz, ganz besonders.
00:47:17: Weil Baga hat natürlich mit einer Super-Ikone, dem One and Only Louis Patot, Meinsteine gesetzt.
00:47:29: in der portugiesischen Weinwelt, das ist einfach einzigartig.
00:47:33: Hinzu kam jetzt Philippa Pátolo und da sind also gerade, die haben ja auch wirklich Rebstöcke, die bis zu hundert Jahre alt sind und da sind also, ich bin da ganz, ganz dankbar für, dass ich das auch schon probieren durfte, weil das einfach, wenn du in so einem Weinberg stehst, wo es einfach unfassbar heiß ist, Und dann da so ein kleiner, wirklich verkauerte Weinstück im Boden drinnen wurzelt.
00:48:07: Wenn du dir überlegst, was dann am Ende, wenn du das mal mit Reife probierst, was da für eine ausdrucksstarke Handschrift des Bargas zum Vorschein kommt, das ist wirklich was ganz ganz Besonderes.
00:48:21: würde ich gerne mit Nebiolo verglichen.
00:48:23: Also ich mag diese Säure-Lastigkeiten, die war für mich immer sehr sehr hilfreich, weil ich oft in der Praxis die Situation hatte, das gibt auf der einen Seite die Leute, die reinkommen und sagen bitte keine Säure, keine Tanine, also wirklich zweich, aber auf der anderen Seite gibt es eben auch die Leute, die reinkommen und sagen ich möchte spüren, ich möchte so richtig krass, so richtig hart, ich möchte so richtig kernig haben.
00:48:42: Und da gibt es wenig Rebsorten, die das so rüberbringen.
00:48:46: Also vom Gerüst, von der Struktur, vom Rückhard her, wie eben Bagger.
00:48:51: Also das ist nicht, dass es weh tut, sondern du spürst einfach die Tannine und die Säure.
00:48:56: Das ist so wunderbar positiv so, als würdest du hundertprozentige Schokolade essen.
00:49:00: Und du hast dieses wunderbar trockene Amgau und möchtest weitertrinken.
00:49:04: Was ich für Bagger niemals gefunden habe, für mich selber, ist eine Aromen-Identifizierung.
00:49:10: Weißt du, wo nach Bagger riecht und schmeckt?
00:49:12: Man muss sich einen Augenblick Zeit nehmen.
00:49:14: Baga ist nicht die Rebsorte, die sofort sagt, hier riech mich jetzt sofort und da bin ich.
00:49:21: Man muss einen Augenblick dem ganzen Zeit geben.
00:49:24: Es ist schon, gerade wenn diese Reifen noch mit reinkommt.
00:49:27: Aber ich finde, es hat immer eine Aromatik von dunklen Bern.
00:49:32: Das ist definitiv eine der ... ja.
00:49:37: Fruchterum, die ich dem zuteilen würde.
00:49:40: Dann hast du bei Bager auf jeden Fall eher etwas Kräutriges, etwas Kräutriges, was aber nicht opulent daherkommt, sondern sehr subtil, sehr zart.
00:49:52: Ich finde auch Bager steht immer für Seidigkeit und wenn es dann halt diese Flaschenreife bekommt, dann wird es halt unheimlich weich und animierend, das Tannin.
00:50:04: Das ist halt eine Rebsorte, die unfassbar gut auf Fett reagiert.
00:50:09: Deswegen alles, was jetzt in der modernen Küche wird, wird eher weniger mit dem Fett gearbeitet.
00:50:15: Aber gerade wenn du auf Fleisch und Fisch gehst, wo wirklich so Fettanteil mit dabei ist, dann öffnet sich das nochmal mehr und dann riecht es halt, also dann ist es wirklich diese ... Es ist so eine unfassbare Tiefe, die der Wein mitbringt.
00:50:32: Also es finde ich auch, dass der nicht nach außen lebt, sondern die Tiefe in sich, also sagt das Wort Tiefe schon, die Tiefe in sich trägt und so nach und nach offenbart.
00:50:40: und wenn man sich selber das richtige Glas, die richtige Temperatur und ganz viel Zeit checkt, dann hat man da eine Offenbarung, wenn man den Wein so richtig lebendig mit erleben kann.
00:50:50: Also, dass jetzt mal Porsche gesprochen.
00:50:52: Er verändert sich ständig und hat nicht dieses plakative nach Außenlebende, wo man sofort erschlagen wird und gar keine Lust hat, weiter zu riechen.
00:51:00: Also, ich glaube, er wird nicht ohne Grund als der Barole Portugals bezeichnet.
00:51:03: Ich finde, dass er im Vergleich für mich persönlich, nimmt man ja sehr individuell, dann auch natürlich wahr, ich finde ihn immer ein ganz klein Ticken in der Struktur kräftiger.
00:51:20: Und Druck voller.
00:51:22: Aber das ist meine Wahrnehmung.
00:51:24: Ich glaube, ja.
00:51:27: Ich finde, bei den Barolos ist es immer noch mal so ein... Da ist immer noch eine ganz gewisse Schlankheit, die mitrührt.
00:51:36: Und eine gewisse Karkheit, die beim Barger, ähm, finde ich, durch die Wärme anders transportiert wird.
00:51:46: Aber das ist, glaube ich, auch, da kann man das wahrscheinlich auch eine von den nördigen Gesprächen, die man führen kann.
00:51:54: Inwieweit wird das anhand von Produzenten differenzieren?
00:51:59: Aber es ist zum einen immer eine persönliche Wahrnehmung und natürlich ist es immer eine Interpretation der Produzenten.
00:52:03: Bist du beim Bagger eher bei Radar oder Dau-Typ?
00:52:09: Also eher kristner
00:52:10: und dann so ein
00:52:11: bisschen schlanker oder eher ein bisschen wärmer und Landesinnere und... Bei Radar, kann ich nachvollziehen.
00:52:17: Aber es dauert halt auch.
00:52:19: Da wird es halt auch sehr kühl in der Nacht.
00:52:21: Und du hast halt auch sehr karge Böden noch mit beim Nachs.
00:52:25: Du hast halt halt viel Kranit auch mit dabei.
00:52:27: Das ist nochmal ... Ah, das ist da ... Kann ich mich gerade schwer entscheiden.
00:52:34: Schwere Frage.
00:52:35: Ja, schwere Frage.
00:52:36: Aber für alle
00:52:37: dies ... Ich würde
00:52:38: beides wahrscheinlich gerne probieren.
00:52:39: Und dann nebeneinander.
00:52:40: Also ich finde, dass man es auch gut herausschmecken kann.
00:52:43: Also natürlich immer Produzenten abhängig, aber dass die Rebsorte aufgrund ihrer Flexibilität in jedem der Gebiete eine ganz eigene Individualität bekommt, was ich recht spannend und interessant finde.
00:52:54: Und vielleicht so der Hinweis, wer Barga noch nicht reinsortig probiert hat, unbedingt ganz weit oben auf die Bucketlist schreiben, ist ein Erlebnis.
00:53:00: Also da kann man auch selten, ich habe selten unspektakuläre probiert, sondern war da eigentlich immer recht angetan.
00:53:07: Ich finde, das ist auch ein Absoluter, dass es etwas, was Portugal sich sehr gut erhalten hat, wo es Weinländer gibt, die Angst haben müssen, in eine Uniformierung gepackt zu werden oder in gewissen Regentschaft zu stehen.
00:53:29: Das ist genau das, was wir gerade gesagt haben mit dem Bagger.
00:53:32: Das findet halt nicht statt.
00:53:33: Das ist keine Uniformierung.
00:53:35: Und ich finde auch die... Ich glaube, wo ich so angefangen habe, mich mit den Rotweinen in Portugal auseinanderzusetzen, da hattest du natürlich noch so die kräftigen Dorotweine, wo natürlich auch mit Geschichte geschrieben wurde.
00:53:51: Aber es war super spannend zu sehen, dass gerade jetzt auch so die Doroboys, die aktuellen Jahrgänge probiert werden, ist ein Zusammenschluss von den hochwertigsten und wirklich ausgezeichnissen Weingütern des Doroteils, wo wo du gesehen hast, dass alle jetzt auch in die Richtung des Vorreiters von vor ... ... fünfzehn Jahren und länger gehen, dass sie jetzt wie ... ... Dirk Nieport deutlich geringer im Alkohol geworden sind, obwohl es natürlich eigentlich wärmer wird gerade.
00:54:25: Sie aber trotzdem die schlankeren Weine auf die Flasche bringen.
00:54:29: Da hat sich halt auch schon sehr ... ... viel ... ... getan, aber es geht trotzdem ... diese DNA und die Identität nicht verloren, was ich sehr spannend
00:54:40: finde.
00:54:41: Die Jungs werden ja auch älter, werden die Weine auch schlanker, natürliche Prozesse sehen.
00:54:47: Aber was er erwähnt ist, dass eben der Erhalt dieser alten Rebsorten, das ist ja auch so ein Phänomen in den achtziger Jahren, strebt mir ja ganz, ganz viele nach dieser Uniformierung, dass sie sagten, okay, mit dem Carbon, mit dem Chardonnay können wir wesentlich mehr Geld machen, lass uns das rekultivieren, da wurden auch große Anlagen leider gerodelt.
00:55:04: Und in den Achtzigerjahren kam dieses ganz bewusste Zurück zum Ursprung zu den eigenen Autoktonrebsorten.
00:55:10: Und Barga war eine der Rebsorten, die in verschiedenen Gebieten in den Achtzigerjahren erst wieder zugelassen wurde.
00:55:16: Also die komplett fast vom Erdboden verschwunden wurde und mit einmal wieder so richtig aufploppte.
00:55:21: Und zum Glück hat man mittlerweile die Schönheit der Geschichte des Barga wiedergefunden.
00:55:26: Da ist das oder der Barga?
00:55:27: Die oder der Barga?
00:55:28: Das weiß ich gar nicht.
00:55:29: Die Barga, oder der Barga?
00:55:31: Die Barga.
00:55:32: Die Barga.
00:55:33: Aufgrund des Charakters, die Bargher.
00:55:34: Gut.
00:55:37: Gut gelöst.
00:55:39: Ja, super.
00:55:40: Okay, die haben ... Haken dran, oder?
00:55:42: Ja, aber es ist natürlich
00:55:43: ... Großerpfilm.
00:55:44: Ja, die Rebsorten sind halt einfach ... Ich finde, es ist eine unheimlich tolle Plattform, die Portugal da liefert.
00:55:51: Ja.
00:55:51: Für die moderne Küche ... nicht nur für ein Dining, also ich habe ja am Anfang schon von den Sardinen gesprochen.
00:56:02: Also es ist einfach ein tolles Grundprodukt und dann natürlich ein handwerklich perfekter Wein dazu zu stellen.
00:56:10: Das ist manchmal ja auch die größere Kunst als jetzt mit einem Million Pünktchen und da denn ein Wein für zu finden, wo vielleicht dann auch ein portugiesischer Rotwein einfach zu schwer wäre.
00:56:24: Ich glaube, das war auch so ein bisschen, wo sie so bisschen dran zu knapsen hatten natürlich oder das ist glaube ich die gesamte Weinwelt, weil man merkt, dass da natürlich ein gewisser Rückgang ist, was den Konsum von Rotwein angeht.
00:56:35: Also ich hatte immer in der Weinbegleitung, habe ich immer für gekämpft, dass es möglich auch ein bisschen Rotwein gibt, weil das ja auch ein Teil der Diversität einer Weinbegleitung ist.
00:56:44: Natürlich trinken wir alle gerne weiß Wein, aber ich finde, wenn du so klassisch in der Menüfolge vorgehst, ich war da... Ich fand das schon immer sehr schön, wenn dann auch mal nicht nur ein Rotwein mit drin war.
00:56:57: Nicht immer ganz so einfach, aber...
00:56:58: Was bei den meisten ja ist, also wenn du die meisten Weinbegleitung anschaust, das sind nicht mehr als zwei Rotweine, bei acht Weinen drin.
00:57:04: Du, vielleicht,
00:57:04: das ist auch an meinem Alter, ich werd jetzt einfach älter und möchte immer Rotwein trinken, aber... Nein, Spaß.
00:57:10: Garantiert nicht.
00:57:11: Ich glaube, es hängt mit einem eigenen Tiefsinn zusammen.
00:57:14: Also, dass, wenn man sich mit Wein beschäftigt, vielleicht auch eine Frage... des langen Weinlebens, was der eine oder andere hat, dass man anfängt, im Rotwein mehr Tief und mehr Komplexität zu finden.
00:57:26: Aber das ist jetzt Mutmaßung.
00:57:28: Oder einfach, dass man dann einfach, ich glaube, dass halt Weine oft einfach zu früh getrunken werden.
00:57:34: Und wenn sie einfach die nötige Flaschenreife haben, das ist halt natürlich immer die Frage, wer kann sich das leisten, so gereifte Flaschen?
00:57:43: zu zeigen, wer halt den Keller oder?
00:57:45: ich glaube aber gerade in den Weingütern, da gibt es schon immer noch mal verfügbarkeiten.
00:57:50: Also die sind nicht alle restlos ausverkauft.
00:57:52: oder die haben auch gelernt einfach Sachen ins Archiv zu legen.
00:57:56: Und gerade da gibt es halt dann doch auch Weine, die wenn sie vierzehn Prozent Alkohol haben, dass du es nicht unbedingt schmeckst, weil es einfach dem Wein auch eine gewisse Kraft in der Reifung gegeben hat und da nicht vordergründig präsent ist.
00:58:10: Ich wollte nur aus dieser Altersdiskussion raus, weil ich da verloren hätte.
00:58:13: Ja.
00:58:13: Ach so.
00:58:16: Auf zu den Rebsorten.
00:58:17: Auf zu den
00:58:18: Rebsorten.
00:58:19: Ja, warge Hammer.
00:58:20: Das ist ja nicht die einzige rotere Rebsorte, die es dort gibt.
00:58:22: Nein.
00:58:22: Was
00:58:23: ist dein zweiter Favoritor, dein dritter, oder?
00:58:25: Eine Grand-Dame ist auf jeden Fall ... Da muss ich jetzt an keinem Skrönvonou zusammenstellen, weil diese ... Super gerne auch als Pirat immer gerne so ein Blindverkostung einbauen.
00:58:38: Es ist so diese portugiesische Bordeaux-Blend aus dem Dorotheil.
00:58:42: Das ist einfach Touriga Nacional, Touriga Franca und Cinta Rourij.
00:58:49: Das ist eine Treifeitigkeit, die ich glaube, wenn man es blind probiert, so viel Potenzial hat, was dem ein oder anderen Französischem Rotwein jetzt nicht unbedingt im etwas nachsteht an der Stelle.
00:59:07: Ohne jetzt ist einfach ein bisschen, ich formuliere es so, weil ich es etwas aufwerten möchte, einfach in der Wahrnehmung.
00:59:13: Das sind wahrscheinlich auch die drei Rebsorten neben Tinder Barocker, die man einfach kennen sollte, wenn man anfängt sich mit portugiesischem Wein zu beschäftigen.
00:59:22: Also nicht nur Tinder, was ja Tempranio ist.
00:59:26: Aber eben auch Touriganationals meines Wissens die meistangebaute Rebsorte mit vierzehn Prozent Gesamtrebfläche.
00:59:33: Aber auch Tinter Franka, der das ganze wunderbar verbindete Tinter Barocco, letztlich der der Bühnenarbeiter ist, also der der die Grundlage für alles bietet.
00:59:44: Mit diesen vier hat man, glaube ich, ganz, ganz individuelle Charaktere, die man oft in einer Queue findet.
00:59:50: Nicht nur beim Portwein, sondern eben auch bei den Schildweinen.
00:59:53: Was ein absoluter Underdog auch noch ist, ist, die viele vielleicht aus dem Spanischen kennen, die Menzea-Rebsorte, und zwar Jaien aus dem Dao, ist auch ...
01:00:06: ja.
01:00:06: ...
01:00:06: unschossbar.
01:00:07: Es geht, glaube ich, jetzt gerade um bei dem Halb um die Baggerrebsorte so ein bisschen unter, aber ... Jane ist fantastisch.
01:00:16: Sowas von der Mineralität, fokussiertes, definiertes, fast ein bisschen ins Blutigehende.
01:00:25: Trotzdem aber Graziltanin, was nur ein wenig Druck ausübt, ohne überladen zu wirken.
01:00:33: In einer unfassbar schönen Fruchtigkeit.
01:00:36: Was aber nicht irgendwie gekünstelt ist, sondern super natürlich.
01:00:43: Eine Rebsorte, die ja immer gern als Nordisch beschrieben wird, also aufgrund des kühlen Profils, die immer sehr elegant, sehr klasse, sensibel, sehr feinsinnig.
01:00:50: Ich fand die Metapher die Rebsorte als den Dichter unter den Rebsorten.
01:00:57: Fand das ganz interessant.
01:00:59: Ja, sehr schön.
01:01:00: Und damit ist sie, blickt sie in die gleiche Richtung wie Bagger, aber ist trotzdem ganz anders.
01:01:05: Hat für mich so mehr diesen femininen, diesen erhabenden Touch im direkten Vergleich.
01:01:10: Ich fühle das eher so ein bisschen noch in diese intellektuelle, tiefgündigere Kategorie mit einen Trend, wo Bagger ein bisschen für Buster einfach mit ein bisschen greifbarer wirkte.
01:01:24: Großartig.
01:01:25: Beim
01:01:25: Rotwein ... sind wir da für mich persönlich wirklich an den Haupttriebssorten.
01:01:32: Und das ist spannend, dass du nie aufhören wirst, etwas zu lernen in Portugal.
01:01:39: Es ist generell in der Weinwelt so, dass das Lernen nie aufhört.
01:01:43: Oder zumindest, wenn du es denkst, dann ... ja.
01:01:46: Da läuft was falsch.
01:01:47: Darf ich noch zwei mit reinwerfen in einen Topf, die ich persönlich sehr wertgeschätzt habe in meiner Tätigkeit?
01:01:53: Ich hab auch eine vergessen, fällt mir gerade auf.
01:01:55: Also, ich finde, Alicante Boucher finde ich großartig.
01:01:58: Ja, wir haben das Alentejo gerade ein bisschen vernachlässigt.
01:02:01: Das tut mir leid.
01:02:01: Wir haben uns jetzt gerade sehr ein bisschen auf Dau und Bayrada und ...
01:02:05: Ja, oder Storo selber, also beim Wein.
01:02:09: Aber Alentejo als die größte Region darf man natürlich nicht aus dem Augen verlieren.
01:02:13: Und da ist natürlich Alicante Boucher der schwarze Panther der Region als wahnsinnig muskulös, kraftvoll ... beeindruckend in seiner Art, finde ich, also allein aufgrund des Extrakthaltes, was man in dieser Rebsorte hat, finde ich total spannend.
01:02:29: Und was die daraus machen, teilweise großartig.
01:02:31: Also dann auch wieder singulär ausgebaut oder in einer Queue.
01:02:35: Mit Trinken, ja.
01:02:37: Und wenn wir gerade über das Alentejo sprechen, da muss man jetzt einfach nochmal kurz visuell ... den Überblick geben.
01:02:46: Wir sind aus dem Norden, haben wir uns jetzt wegbewegt, wo es natürlich noch ein bisschen kühler, regnerischer auch mit ist.
01:02:51: Wir sind jetzt mehr im Landesinnerinnen, wir sind in einem Teil Portugals, was zentral gelegen ist, was sehr, sehr heiß wird im Sommer, was wirklich auch mal eine längere Periode hat, wo kein Regen fällt.
01:03:06: Und die Rebsorten Partner, gerade zum Alicante Boucher, was unablässlich sind, die immer mit genannt werden müssen, sind Aragonage und Trinkadera.
01:03:17: Da gibt's wirklich so diese Alentejo-Blends, die auch viel, immer gerade, da fallen wir auch gerade direkt ein paar mit ein, die immer als sozusagen Landwein mit deklariert wurden.
01:03:30: Aber
01:03:31: so
01:03:33: viel ...
01:03:34: Kraft
01:03:34: hatten einfach immer in ihren, also gerade weil es dort auch so heiß ist, da merkt man immer, dass die Weine wirklich sehr viel Druck haben und ganz viel Flaschenreife auch einfach noch mitbrauchen.
01:03:47: Aber das kommt durch die Wärme, das kommt durch die Wasserknappheit.
01:03:51: was sich natürlich in den letzten Jahren auch einfach noch mal intensiviert hat.
01:03:54: Aber das hat trotzdem, du hast immer, wenn du das mal gerochen hast im Alentejo, es hat immer eine gewisse herbalene Note, die damit schwingt, die einzigartig ist.
01:04:04: Und gerade da wir uns ja auch immer mehr in den Süden mitbewegen, du hast immer so ein bisschen den Einfluss unten von Afrika auch mit rein, so diese warmen Winde, das bringt immer noch so eine gewisse Exotik mit rein, jetzt nicht im Geschmack, aber einfach wirklich von, man muss sich das vorstellen, wie die Rebstöcke da einfach auch beeinflusst sind von der Wärme.
01:04:25: Und das ist etwas, was du direkt von der Tarninstruktur und der Seidigkeit, was nicht ganz so seidig ist wie jetzt oben im Norden, aber man hat dann einfach einen ganz gewissen Druck vom Tarnin, was nicht anstrengend ist, aber was wirklich ganz viel Wein auch mit präsentiert.
01:04:46: Eine Rebsorte, die ich persönlich immer sehr gewertet habe, ist Ich weiß nicht, ob ich es richtig ausspreche.
01:04:52: Soussao.
01:04:53: Soussao, ja.
01:04:54: Auch richtig.
01:04:55: Genau.
01:04:56: Aber da springen wir wieder ein bisschen ins Dao, ne?
01:05:00: Also ich hatte sie oft aus dem Dororo, witzigerweise, und dann singulär ausgebaut, teilweise aus dem... Vineoverde-Gebiet gab es spannender, aber die aus dem Dorof fand ich sehr gut, weil sehr praxisnah einzusetzen, weil die halt all die Attribute hat, die ein, ich sag mal, ohne das Werten zu meinen Normalweintrinker beim Rotwein zu, du hast eine richtig fette Farbe.
01:05:25: Also du hast so dieses viele Wertens halt immer noch an der Farbe und man kann halt nicht nur immer reformieren oder revolutionieren und alle bekehren.
01:05:32: Manche möchten einfach das trinken, was sie gerne möchten.
01:05:35: Du hast gerne mal sechzehn Volumenprozent, du hast einen charakter du hast eigentlich all das was so dieser typische überextrahierte primitivo trinker ganz gerne haben möchte.
01:05:46: aber der wein hat trotzdem meistens klasse also zumindest die die ich dann ausgesucht und ausgeschenkt habe dass du diese sättigende beeindruckende wo du nach dem halben glas schon fertig bist und einfach nicht mehr weiter trinken möchtest aber du hast trotzdem eine struktur in dem wein.
01:06:00: deswegen war für mich so so eigentlich immer so eine rebsorte die ich dankbar willkommen geheißen und ausgeschenkt habe
01:06:07: voll Richtig schön, dass wir die noch ergänzt haben.
01:06:09: Ich mache mir auch gerade ein bisschen Kopf, dass wir nicht genug über die weißen Rebsorten gesprochen haben und dass wir jetzt vielleicht ein bisschen langweilig waren und nur die Hauptrebsorten genannt haben, wie den Alvarinio, den Arinto und den Loreiro, weil ich habe jetzt einfach hinten runterfeinden lassen, zum Beispiel, was ich auch immer sehr, sehr gerne in der Weinbegleitung gemacht habe, ist Bical.
01:06:31: Ich bin jetzt einmal quer gesprungen, tut mir leid.
01:06:34: Nein, ganz super.
01:06:35: Gerade für Schaumweine sind die natürlich auch großartig.
01:06:39: Also es gibt teilweise ganz spannende Schaumweinterpretationen oder Eschbomante, wo diese Rebsorte mit ihrer Eleganz, mit ihrer Zurückhaltung, mit ihrer zarten Mineralität sehr, sehr gut herauskommt.
01:06:50: Ja, stimmt.
01:06:51: Das ist eine gute Vorlage, weil das ist wirklich auch etwas, was total unter dem Radar läuft, die Schaumweine.
01:06:58: Also da gibt es so tolle Produkte, die Also gerade auch auf Norden und dann auch aus dem zentralen Portugal, was die nötige Säure mitbringt.
01:07:13: Also es hat natürlich immer ... Ich finde, man kann es immer schon ganz gut erahnen, dass es nicht die Chardonnay-Geprägtheit hat, dass es immer noch mal so gerade wie kalt, zwar messerscharf ist, sehr zial immer noch mal so, finde ich, so ein bisschen dieses Straffe komplexe mit reinbringt, aber ... Es hat mich sehr fasziniert.
01:07:35: Also ich muss sagen, für all die, die hier zuhören und noch keinen portugiesischen Schaumwein getrunken haben, highly recommended.
01:07:44: Muss ich nicht verstecken.
01:07:46: Für teilweise einen ganz kleinen Taler, also was man da an Baga-Altschaum, jetzt sind wir über den Roten, aber Baga-Altschaumwein, wow, einfach großartig.
01:07:54: Also das bin ich sehr, sehr beeindruckt.
01:07:58: Auch wenn du immer denkst, dass Portugal super heiß und super warm ist, was es natürlich auch ist, aber es trotzdem nicht zu spät gelesene Trauben, Aromen, Spumante wiederzufinden sind im Gegenteil.
01:08:16: Die sind nämlich dann richtig von einer Mineralität und Seizigkeit geprägt, was sehr spannend
01:08:21: ist.
01:08:22: Weil du gerade das heiß und ... sehr warme, erwähnt hartes beziehungsweise das Regenarme, würde ich vielleicht direkt von den Rebsorten in die Gebiete gehen.
01:08:32: Wenn ich anfange, irgendwie mich mit einem Wein Land zu beschäftigen oder allgemein Wein zu lernen, empfehle ich immer zuerst sich über die Rebsorten zu definieren und dann versuchen die Gebiete zu verstehen.
01:08:41: und da vielleicht würde ich empfehlen von Norden nach Süden zu gehen, weil so eines der bekanntesten Gebiete ist, ja das wie nur Werde.
01:08:50: Da warst du ja auch schon, hast du ja erwähnt.
01:08:52: Und ich finde, im Vino Verde gibt es teilweise richtig spannende Überraschungen.
01:08:59: Da muss man einfach sagen, das Vino Verde-Gebiet, da muss man einfach an der Stelle Anzahlmomentes nennen.
01:09:05: Es ist ein absoluter Wegbereiter für die Qualität.
01:09:10: Das waren dann das Portugal, was da entstanden ist.
01:09:16: den Alvarinhos, das ist einzigartig.
01:09:19: Das fing natürlich an mit Moos, Emil Gas, das an Weißwein, ein Alvarinho.
01:09:24: Ich weiß nicht, hast du mal die Flasche gesehen, die sieht total okkord aus, im Weinregal, die aussieht wie so eine kleine Pyramide, weil sie total ein bisschen an eine Schlägelflasche erinnert, aber dann wieder ganz spitzen nach oben hinzugeht, so eine verlängerte Pyramide.
01:09:40: Damit hat er Meilensteine im portugiesischen Weinbau gesetzt.
01:09:45: Super bescheiden zu lagern, wenn du dir irgendwie ins Fach einräumen musst, dann verzweifelst du, aber ja, hatten da seine Berechtigung.
01:09:52: Ja, voll.
01:09:53: Also, die haben auch kurz einmal die Flaschenform geändert gehabt, aber aufgrund der Nachfrage, das ist wie mit dem heiligen Urbanus, bei Knoll, manche Sachen ändert sich halt nicht, ne?
01:10:04: Ja.
01:10:05: Weißt du, das ist ja auch letztlich wieder ein gutes... Beim Vino Verde fand ich total spannend allein diese Grundlage, also dass das nichts mit dem Wein zu tun hat, dieser Begriff Vino Verde, sondern dass sich das rein auf die Rebanlagen bezieht.
01:10:17: Also das ist eigentlich die grünste Gegend in Portugal ist eine der regenreichsten Gegenden in gesamte Europa.
01:10:25: bis zu µm Regen oder Niederschlag, was eigentlich spektakulär ist.
01:10:30: und dass der Ursprung dieser Stilistik der Vinoverde im roten Wein zu suchen ist.
01:10:35: Also dass die ersten Weine, die etwas frischer gelesen wurden, die sehr alkohol- leicht sind, die das leicht musierende haben, waren eigentlich ursprünglich die Rotweine und erst später kamen die Weißweine dazu, wo eigentlich viele Vinoverde mit gleichsetzen.
01:10:51: Was finde ich aber der Gänze des Weinbaugebietes nicht gerecht wird.
01:10:55: Das sind zwar superinteressante und tolle Sommerweine mit ihrer Spritzigkeit, mit elf Volumenprozenten oder teilweise weniger, aber es ist so viel mehr an auch sehr ernsthaften Wein dort zu finden.
01:11:08: Absolut.
01:11:08: Dafür gibt es halt diese Appellation des Mossau-Email-Gas.
01:11:15: Da gibt es halt diese Flagships, wie Anzahlmomendos oder auch... Sua Leiro, da ist ganz, ganz viel Qualitätsarbeit auf die Flasche gekommen.
01:11:27: Da ist ganz viel auch für die Region getan worden.
01:11:30: Wenn man einmal dort gewesen ist, ist es wirklich unfassbar grün.
01:11:33: Es ist ein ganz anderes Grün, als ich es je irgendwo anders gesehen habe.
01:11:37: Es gibt natürlich den Vino Verde, den du für unter zwei Euro aus dem Supermarktregal ziehen kannst, was sehr, sehr große Produktionen hinter sich stehen hat.
01:11:49: Aber, ja, ist ein sehr schmaler Grat an der Stelle.
01:11:55: Also ich glaube, dass sie sich teilweise natürlich, es gibt nicht, man muss ja immer gucken.
01:11:59: Die einen Menschen geben mehr Geld für Wein aus und die anderen nicht.
01:12:04: Für die einen ist das schon der erste Zugang damit.
01:12:08: Ich glaub, das auch schon oft im eigenen Freundeskreis erlebt.
01:12:12: Da kann ich noch so predigen oder ... was heißt predigen?
01:12:17: Das mach ich äußerst selten.
01:12:19: Aber ... wenn ich versuche Menschen ... Für
01:12:22: Sprache halten.
01:12:23: Ja, für Sprache.
01:12:23: Wenn ich Menschen für etwas begeistern möchte, Menschen sind ja einfach unterschiedlich.
01:12:29: Und für manche Menschen ist es einfach so, dass der Preis am Ende das Wichtigste ist.
01:12:35: Und da liefert ... die Regionen auf jeden Fall genug Möglichkeiten, einen Zugang zu finden, was natürlich dem Stilistik nicht immer gerecht wird, aber in meiner, mich politisch korrekt, versuchend auszudrückenden Art und Weise, glaube ich, jetzt abgeschnitten wird.
01:13:02: Wir sollten zu einem kleinen Underdog springen.
01:13:05: Was hältst du davon?
01:13:07: Ich war nämlich diesen Sommer in Portugal.
01:13:11: Und ich durfte in Lissabon ein Restaurant besuchen, was sich ausschließlich mit Dress- und Montisch auseinandergesetzt hat.
01:13:22: Echt?
01:13:22: Die haben nur Weine?
01:13:24: Unfassbar, nur Weine von dort.
01:13:26: Und die haben nur Produkte von dort.
01:13:30: Und es ging in dem Restaurant ausschließlich um diese Region.
01:13:34: Hatte ich überhaupt nicht auf dem Schirm, wo wir wieder beim Thema sind.
01:13:38: Das Lernen hört nie auf.
01:13:40: Das war sehr, sehr spannend.
01:13:41: Das war sehr faszinierend.
01:13:42: Ob weiß, Rotwein, Schinken, was dort gejagt wird.
01:13:49: Ich war ganz, ganz begeistert.
01:13:51: ist etwas, was man so gerne jetzt schnell überliest, aber was da oben wirklich auch definitiv genannt werden sollte.
01:14:01: Und der eigene Identität hat also, egal in welcher Weinrichtung, wie hieß das Restaurant, weißt du es zufällig noch?
01:14:06: Das Stress um Montisch, wo wirklich sehr... Herkunftsbezogene Weine produziert werden und wirklich viele spannende
01:14:15: Produkte
01:14:17: produziert werden, durfte ich diesen Sommer kennenlernen im Plano-Restaurant in Lissabon.
01:14:23: Da ging es wirklich ausschließlich darum, um die Berge, um alles, was diese Region definiert.
01:14:31: Das war sehr, sehr beeindruckend, muss ich sagen.
01:14:34: Überließt man gerne, aber ist dann Als Region für mich jetzt wirklich so?
01:14:40: war wirklich ein neuer Hotspot an der Stelle, dass sich so intensiv mit einer Gastronomie
01:14:47: um
01:14:48: eine Ecke Portugals gekümmert wird, was ja sonst eigentlich jetzt so, ne?
01:14:52: Wir haben ja jetzt über die großen Regionen schon viel gesprochen, fand ich das sehr, sehr spannend.
01:14:58: Gerade die großen Regionen werden ja immer mal erwähnt und die Kleinen fallen dann so ein bisschen unter.
01:15:02: was macht.
01:15:04: diese Region so besonders oder aus?
01:15:05: oder was hat dich da beeindruckt oder konntest du da irgendwas mitnehmen was bei dir haften geblieben ist sei es kulinarisch oder vom wein.
01:15:11: also was ich wahrgenommen habe ist dass es einfach komplett.
01:15:17: es war eigenständig.
01:15:19: es hat ich würde jetzt sagen in der geschichte die ich mit portugal habe und erfahrung war es etwas was mich noch mal komplett neu fasziniert hat, weil es wieder lauter Dinge waren, die ich noch nicht kannte.
01:15:40: Und das ist für dich wieder dieser Punkt, wo du sagst so, wow, das muss man erst mal schaffen.
01:15:45: An der Stelle, wenn du dich eine ganze Zeit mit etwas auseinandergesetzt hast, das dann so in den Fokus zu rücken.
01:15:53: Also es war wirklich weiß, muss ich sagen, ich hatte von Casal, Cordero, Reserver.
01:16:01: Noch nie was gehört an der Stelle als Weißwein.
01:16:06: Da habe ich mich natürlich gefreut.
01:16:09: Von der Küche war es wirklich auch... Es ging in Käse.
01:16:17: Also gerade in diesen herkunftsbezogene Käseproduktionen war ein Thema.
01:16:23: Als Weißwein halt auch einfach an der Stelle, dass es halt wirklich sehr... Floral wenig in diese Fruchtigkeit mit rein ging, weil der ja sehr definierte herkam.
01:16:40: Ja,
01:16:40: das so als kleiner Hotspot an der Schelz.
01:16:42: Super spannend.
01:16:42: Großartig.
01:16:44: Haupttrebsort ist ja Tintororiche, also Tempranillo.
01:16:46: Was ich mir ganz spannend finde, weil die ja an der Grenze direkt zu Spanien sind.
01:16:52: Und wenn man dann Tempranillo und Tintororiche miteinander probiert, sieht man, wie Eigentlich doch ganz anders, wie portugiesisch diese Weine sind.
01:17:01: Das fand ich recht beeindruckend, wenn ich sie reinsortlich probieren konnte.
01:17:05: Und das ist manchmal so undankbar, dass man Regionen wie Vino Verde Doro, wo wir jetzt, wenn wir von Norden nach Süden gehen, als nächstes landen würden, immer auf den Schirm hat, aber diese kleineren oder Randgebiete, dass man die gar nicht präsent hat.
01:17:20: Und damit kann man dann auch punkten, kann im Restaurant oder bei Freunden überzeugen.
01:17:24: Das macht unglaublich viel Spaß.
01:17:26: Ja, sind da natürlich dann auch wieder so Zungenbrecher-Reb-Sorten wie Viogino, Govejo.
01:17:32: Da merkt man dann auch, da kommt man dann wieder, wie du gerade sagst, nahe an die spanische Grenze.
01:17:39: Aber
01:17:41: spannend.
01:17:41: Einfach von der Höhe und von dem Alterungspotenzial.
01:17:45: Ich hab da jetzt gerade nochmal parallel geguckt.
01:17:47: Das waren immer so Zwei-Zwanziger-Jahrgänge, fand ich.
01:17:51: Weil ich es tief beeindruckt.
01:17:53: Großartig.
01:17:55: Wenn du Aussprache gerade erwähnt hast, findest du es schlimm, wenn es jemand aus Montes aussprechen würde.
01:18:01: Also dieses typische Chablis oder Chianti oder ist das, ich glaube im Portugial kann man das fast.
01:18:09: In gewisser Weise würde ich fast sagen entschuldigen, bevor man Abstand davon nimmt.
01:18:14: Weil das ja ein der größten Hürden war, warum viele Kollegen oder auch viele Weintrinker, protogiesische Weinen nicht bestellt haben, weil sie Angst davor hatten, es sich richtig aussprechen zu können.
01:18:23: Also da bin ich für mich selber dort entspannter und spreche es erst mal, wie ich es entweder versuche zu fühlen oder zu lesen.
01:18:33: Ja, also das ist, ich habe halt das Glück gehabt, dass ich wirklich mit Portugiesen zusammengearbeitet habe und dieses Ausspracheding einfach dort mitgehört habe, ne?
01:18:44: Das war ... wenn du das einfach ... ne?
01:18:49: Ich glaube, das macht ganz viel, wie du dich da auch reinhörst.
01:18:53: Ja, ich sag heute noch Sachen auch auf Deutsch falsch oder im Englischen oder immer auch.
01:18:58: Und französisch wollen wir mal gar nicht drüber reden, ne?
01:19:00: Also ...
01:19:03: okay.
01:19:03: Gut, dann bin ich beruhigt.
01:19:04: Das wäre für dich wie Kreide an der Tafel, wenn ich das in Deutsch ausspreche.
01:19:07: Um Gottes Willen.
01:19:08: Spreche aus der Unwissenheit heraus.
01:19:11: Ich wünschte das in Frankreich.
01:19:14: Das kommt natürlich auch immer, wie du dich in den Regionen bewegst und du dich da auch mit rein hörst.
01:19:22: Ich glaub, der größte Horror war Griechenland, weil da kannst du noch nicht mal das Etikett lesen.
01:19:25: Also, das haben die Portugiesen im Vorteil.
01:19:28: Aber ... Ja, ich find das überhaupt nicht.
01:19:31: Solang ich verstehe, um was es geht, ist es eigentlich, ob es Chai and Tai ist oder Shabless, ich bin da flexibel.
01:19:38: Hauptsache, ich weiß, was der Gast gerne möchte.
01:19:41: Und wenn er das schon mal definieren kann, dann bist du ja als Sommelier schon mal einen großen Schritt voraus.
01:19:47: Also in der Beratung.
01:19:48: Dann hast du ja schon mal eine Hilfestellung, für die du in gewissen Situationen überaus dankbar bist.
01:19:54: Und es kann man dann elegante umspielen, indem man es dann anders ausspricht.
01:19:58: Und viele der Gäste sind dankbar dafür, wenn man dann einfach diesen Mut zur Lücke zulässt.
01:20:04: Absolut.
01:20:04: Wir wären im Doro als nächstes, wenn du magst.
01:20:07: Ja.
01:20:08: Spannendes Gebiet.
01:20:09: Also ich fand den Ansatz damals super interessant, dass die eigentlich besseren Weine immer die nicht aufgespritteten waren, weil man die nicht ganz so stabilen Weine teilweise aufspritten musste und es die eine oder andere Entdeckung im nicht aufgespritteten Bereich gibt, die teilweise ganz großartig ist.
01:20:30: und ich finde es auch Toll, obwohl das wahrscheinlich so das Referenzprodukt für Portugal ist, der Portwein.
01:20:38: Und das aber, obwohl es nur fünf bis acht Prozent der Gesamtproduktion ausmacht, dass die trockenen Rot- und auch Weißweine derzeit eine absolute Renaissance erfahren.
01:20:51: Ja, absolut.
01:20:52: Und da ist natürlich auch einer der großen Drahtzieher der Gniport gewesen.
01:20:57: Also da... haben sich die Winzer wirklich, also auch gerade die Portweinhäuser, du kannst jetzt in allem immer auch die korrespondierenden trockenen Rotweine mitprobieren.
01:21:10: Und das ist also nicht ohne Grund, gibt es da ja auch Konstellation mit sehr renommierten Önologen, Winzern aus Frankreich, die da ganz, ganz große Projekte auch mit haben.
01:21:24: Und ich finde es großartig.
01:21:26: Ich freu mich da immer drüber.
01:21:28: Ich weiß, ich war letztes Jahr auf Rügen und ich hab mich mega gefreut, dass im offenen Ausschank an der Küste irgendwie Portugiesisch-Weiß- und Rotzutrinken war.
01:21:37: Da hab ich mir gedacht, Mensch, ein Gastronom.
01:21:41: Die deutschen Winzer werden jetzt sagen, was sagt die, nennt sie da.
01:21:43: Aber ich find's halt als Vielfalt zusätzlich zu den deutschen Krebsorten natürlich ... nur schlau, auch etwas, was gut kalkulierbar ist und auch noch attraktiv für den Konsumenten, wo alle jammern, dass alles immer teurer wird.
01:21:58: Ein charismatischer Schachszug.
01:22:00: Ich hoffe,
01:22:02: das ist jetzt nicht zu deutlich formuliert.
01:22:07: Gar nicht, nein.
01:22:08: Ich finde auch den Gedanken dahinter ganz gut.
01:22:11: Selbst wenn man ... was ja gerade aktuell sehr sehr stark proklamiert wird ein großes profi deutschen wein dass man trotzdem die große weite welt nicht aus den augen lässt.
01:22:20: und wenn man sagt ich suche dort referenz oder interessante produkte die ich auschenken kann dann sind behaftete und nicht den üblichen den sonst irgendwie.
01:22:30: alle haben also den pino grigio dass man den auch schenkt und da weiß man mit mit portugiesischen wein ja schon eine gewisse kreativität und dann auf rügen in meeres nähe hat man ja schon mal ein gewisses grundfeeling was dadurch ja unterstützt wird.
01:22:43: Vielleicht kurz von den Zahlen, das hatte ich vorhin vergessen, der Trashamontes, spreche das richtig aus?
01:22:49: Trashamontes?
01:22:51: Ja, das ist natürlich immer so ein bisschen dieses Treasure-Shmontage.
01:22:55: Okay, Treasure-Shmontage.
01:22:56: Du siehst jetzt, du sprichst, du musst ja immer hinten draußen ein bisschen dieses Schmit machen und dann ein bisschen dieses leicht ... Ein bisschen dieses Gitter, dieses Portugiesus Gitter hinten raus, immer so ein bisschen, dieses so ein bisschen geschloderte, so ein bisschen dreckige, gezogene.
01:23:11: Und dann ist das Dresch und Montage.
01:23:12: Das ist
01:23:15: ein bisschen so dieses... Das sind wir ungefähr bei Zehntausend Hektar, also es ist ein relativ kleines, aber kein zu kleines Gebiet.
01:23:21: Beim Deoro sind wir bei zwischen vierundzwanzig bis vierundvierzigtausend Hektar, also je nachdem, ob wir die Portweinflecht mit dazu nehmen oder auch nicht.
01:23:29: Für die Menge an Wein, die dort produziert wird, ist das relativ viel Fläche, aber die Erträge sind aufgrund der teilweise sehr alten Rebanlagen, vor allen Dingen auch der terrassierten Situation.
01:23:39: Es ist ja eine der schönsten Regionen, die es eigentlich weltweit.
01:23:42: gibt, ist das eine ganz, ganz eigene Relation, die sonst auch nirgends wo zu finden ist.
01:23:47: Du warst schon da, hast du vorhin gesagt, ne?
01:23:50: Im Dresch und Mont, Dorot, definitiv,
01:23:53: zweimal.
01:23:53: Mit der Bahn gefahren?
01:23:54: Weil das habe ich mir mal vorgenommen, du hast noch nie gemacht.
01:23:57: Ich durfte auch mit der Bahn fahren, ja, zurück.
01:23:59: Ja, das war sehr, sehr schön.
01:24:00: Es war super schön.
01:24:01: Einmal auf dem...
01:24:02: Groß Empfehlung für alle, also sagt doch jeder, muss unbedingt.
01:24:05: Es ist super beeindruckend.
01:24:06: Es ist einfach, es ist nicht ohne Grund, UNESCO Weltkulturerbe.
01:24:15: Das ist das absolut, ja, ganz viel Geschichte, Historie, ganz viel Kultur, die dahinter steht.
01:24:23: Das ist natürlich etwas, wo die Region extrem drunter leidet, weil die jungen Menschen eher in die Stadt ziehen, weniger jetzt im Dorotal bleiben.
01:24:37: Da muss die Region halt auch schauen, dass der Nachwuchs ... kommt oder sich da auch niederlässt.
01:24:44: Also das hatte ich so rausgehört in den letzten Besuchen, dass das nicht ganz einfach ist, dass diese Historie auch oder diese geschichtsträchtige rote Faden aufrecht erhalten wird.
01:24:57: Habe ich offen von vielen gehört.
01:24:59: Das größte Problem ist der Wegzug.
01:25:01: Dass es eben doch keiner mehr leben oder eben arbeiten möchte.
01:25:03: Aber ich glaube, das gibt es in vielen Weinregionen.
01:25:05: Das hast du teilweise sogar im Bordeaux.
01:25:07: Dass die Leute halt in die Stadt hin und deswegen offen Land dort niemand mehr leben und arbeiten möchte.
01:25:12: Und dort bist du in die Berge rausgefahren bist.
01:25:15: Wie weit ist das ungefähr vom Porto entfernt?
01:25:17: Eineinhalb Stunden mit dem Auto?
01:25:21: Du musst jetzt gerade mal in den Wein reinprobieren, weil wir so viel über Stororin.
01:25:27: Ich finde, warte mal, wir sind, ich glaube schon, anderthalb Stunden, zwei Stunden, ja, auf jeden Fall.
01:25:33: Das ist natürlich eine gewisse, es kommt drauf an, ob du auf dem Fluss nicht natürlich fortbewegst oder mit dem Auto.
01:25:38: Ich glaube, Fluss ist sogar ein bisschen schneller.
01:25:41: Kommt natürlich drauf an, ob du einen High Speed-Boot
01:25:43: nennst.
01:25:45: Aber wenn du gerade den Wein erwähnt hast, sollen wir die Weine probieren, da sind wir ja im Doro.
01:25:49: Find
01:25:49: ich, fänd ich sehr gut, oder?
01:25:50: Das ist ja immer... Ich hoffe,
01:25:52: dass die Weine interessant und spannend sind.
01:25:56: Wir haben jetzt ein Weingut.
01:25:57: Das ist natürlich der Großartigkeit der Vielfalt.
01:26:00: Es gibt zweiundzwanzigtausend Winzer.
01:26:02: Dort gibt es zwanzigtausend Produzenten.
01:26:05: Also das Erstaunliche ist ja im Allgemeinen im Portugal, dass du eine Durchschnittsgröße von unter zwei Hektar hast und ganz, ganz viele Einhektarbetriebe sind.
01:26:14: Also fast überall und von fast jedem Wein angebaut wird.
01:26:17: Also man sagt, jedes zweite Dorf sind grenzt an Weinberge.
01:26:21: Also es ist allgegenwärtig.
01:26:23: Und es gibt dadurch natürlich eine ganz enorme Vielfalt.
01:26:25: Wir haben einen Produzenten, wenn ich das erwähnen darf, weil wir mit Schlimmberger bei diesem Podcast zusammenarbeiten.
01:26:31: Und die haben halt ein Weingut aus Portugal und deswegen habe ich das repräsentiert.
01:26:34: Aber ich hoffe, dass wir trotzdem einen ganz guten Querschen-Tim bekommen haben.
01:26:38: Absolut, absolut.
01:26:39: Und ich bin... Ja.
01:26:41: Ja, und ich muss auch sagen, wo ich das Paket dann nun endlich bekommen hatte und die Kiste geöffnet habe oder die Box.
01:26:49: Und du hattest mir ja vorher noch nichts verraten, muss ich sagen, habe ich mich sehr gefreut.
01:26:53: War eines meiner
01:26:55: absoluten
01:26:57: Überraschungen, wo ich letztes Jahr so intensiv in Portugal auf Weinreise war.
01:27:03: Da haben wir Spinto.
01:27:07: Die Weine sind wirklich in ihrer Eigenständigkeit, finde ich sehr definiert.
01:27:15: Überhaupt nicht.
01:27:16: Mainstreaming, überhaupt.
01:27:19: Man sucht nach der eigenen Identität.
01:27:22: Gerade auch, wir haben uns ja erst, kann man ja vielleicht am Rande kurz mit erwähnen, unser... Eigentlich, ja, Podcast-Termin war ganz heute früh gewesen.
01:27:31: Es hatte sich aus technischem Grutz ein bisschen verzögert.
01:27:35: Es war aber spannend, weil schon alles stand und ich die Weine auch schon eingeschenkt hatte.
01:27:40: Und das jetzt gerade auch nach ungefähr so vier Stunden im Glas, mit natürlich noch mal mit etwas temperierendem Schluck nachgeschenkt zu haben, reinzuriechen und zu schmecken.
01:27:51: Es ist toll zu sehen, wie die Weine da stehen, wirklich.
01:27:54: Und wir haben einmal ... Einfach Weiß durch Quintas von Ramos Pinto im Jahrgang Vierundzwanzig.
01:28:01: Im Rotwein haben wir Ramos Pinto den Duas Quintas aus Weinzwanzig und dann haben wir jeweils angelehnt einmal Weiß als Reserve aus Dreiundzwanzig und Rotwein dann als Reserve aus Einundzwanzig.
01:28:15: Die Weine Die haben den Augenblick im Glas gebraucht, deswegen war es auch gut, dass wir das schon frühzeitig geöffnet haben.
01:28:20: Und ja, die brillieren gerade.
01:28:23: Also ich finde es auch manchmal spannender, wenn man sich mit so einem Gebiet auseinandersetzt, das versuchen möchte, kennenzulernen, dass man sich einem Weingut, was irgendwie als einigermaßen typisch gilt, heraus sucht und das dann so in der Quere probiert.
01:28:34: Also in anderen Regionen vielleicht verschiedene Rebsorten aus diesem Weingut, um die Handschrift irgendwie zu mitzubekommen oder eben hier.
01:28:40: verschiedene Interpretationen oder verschiedene dann auch Wertigkeiten.
01:28:44: Deswegen auf der einen Seite eben den mehr oder weniger einstiegsweinen, auf der anderen Seite die Reserverqualität.
01:28:53: Und mit Du hast Kinders, hatt ich es toll, weil Du ja mehr oder weniger zwei Weingüter in einem hast.
01:29:00: Also das eine Weingut, Kinder der Eva-Mora.
01:29:03: Ich übe nochmal.
01:29:04: Also ich würde sagen, es ist Kinder der Eva-Mora.
01:29:07: Kinder der Eva-Mora.
01:29:08: Genau, danke schön.
01:29:11: Du hast schiefer Grundlage und auf der anderen Seite hast du Kinderdosponsaris.
01:29:15: Und da hast du eine Höhe von sechshundert Meter und Granitböden.
01:29:18: Und das dann zusammengefügt mit dieser Rebsortenkombination finde ich total spannend.
01:29:22: Ich glaube, ich würde Kinderdosponsarisch das Nennen, das ist das S wieder mit in Tölachbrötchen.
01:29:29: Ah, das S mit dem Schammschluss, ja.
01:29:30: Kinder-Dorfs-Bonsarisch.
01:29:33: Kinder-Dorfs-Bonsarisch.
01:29:34: Aber gut, die Portugiesen werden sich jetzt totlachen an der Stelle.
01:29:38: Aber das ist genau der Knackpunkt, was du gerade sagst.
01:29:41: Das sind natürlich zwei schöne Unterschiede.
01:29:45: Was man auch so, finde ich, deutlich schmeckt, oder?
01:29:48: Wir haben ja am Anfang viel über DNA und Herkunft gesprochen, aber das ist doch etwas, was wirklich direkt so auf die Flasche gebracht wurde, oder?
01:29:57: So schmeckt es für mich?
01:29:58: Ich mag diese leichte, zarte Fruchtigkeit.
01:30:00: Ich glaube, die kommt bei mir noch mehr zum Tragen, weil ich die gerade erst eingeschenkt habe.
01:30:05: Du hast dieses leicht blütrige und die Mandarinenaromen, so ein bisschen was Ananasiges mit dabei, hast ein bisschen was Rauchiges.
01:30:10: Ich denke, das kommt aus dieser Kombination von Schiefer und Granit.
01:30:15: So eine ganz, ganz angenehme Würze.
01:30:17: Und der Wein ist nicht zu schwer, der ist nicht zu kraftvoll, nicht zu stoffig, sondern der hat diese leicht zitrische Frucht.
01:30:24: Wirkt sehr straff.
01:30:25: Man hat ein bisschen dieses Salzige, wobei ich finde, der Begriff Salz in letzter Zeit viel zu überstrabaziert wird und jeder Wein hat irgendwie Salz.
01:30:34: Aber es ist für mich ein in sich selber sehr geschlossener und stimmiger Wein, der wunderbar einfach singulär getrunken werden können, was wir Deutschen ja auch gerne machen, oder der einfach auch ganz, ganz wunderbar mit diesen, was man sich vorstellt, im Portugal kombiniert werden kann.
01:30:50: Da haben wir von den Rebsorten auch den... Ich
01:30:52: gehe das total mit mit der Seizigkeit.
01:30:56: Das ist ein Mundwässern, definitiv.
01:30:58: Man kriegt Appetit dabei, als man fängt an zu schmatzen.
01:31:01: Das finde ich so schön.
01:31:01: Ich habe extra vorher gefrühstückt.
01:31:05: Ich wusste, ich kriege Hunger.
01:31:07: Bei den Rebsorten hattest du ja vorhin schon den Querverweis mit dem Rabigator.
01:31:11: Genau, Rabigator haben wir, dann haben wir Viosinio.
01:31:15: Also Ravigato ist mit sechzig Prozent, Biosinio ist mit siebzehn Prozent, Arinto, dreizehn Prozent und Gordeglia mit zehn Prozent.
01:31:22: Also einmal richtig kutterbunt quer.
01:31:24: Richtig schön.
01:31:25: Aber trotzdem, ich finde alles sehr individuelle Rebsorten.
01:31:27: Mhm.
01:31:28: Absolut, Arinto, Gordeglio.
01:31:31: Total.
01:31:31: Und so schmeckt es auch.
01:31:32: Es ist vibrierend, es ist unangestrengt, aber trotzdem authentisch, steht unheimlich schön im Glas da und ... Für all die, die sonst auch gerne ein Säureproblem irgendwie hegen, ein Wein, der durch gerade diese mundwässende Seizigkeit, Mineralität sehr spannend ist.
01:31:55: Und der Unterschied zum Reserver.
01:31:57: Ich finde, die Reserver hat schon auch zitrische Anklänge, ist dann an einem gewissen Punkt schon mit so einem Anflug von Cremigkeit versehen.
01:32:10: ist aber auch nicht wirklich in der Farbe, sind die beiden Weißgolden.
01:32:16: Ich finde, dass die Reserver fast schon eine kleine Täuschung, ne?
01:32:20: Weil Reserver wieder automatisch mit dem Holzfas-Ausbau assoziiert wird und ich finde Holz wirklich in keinster Form dominierend ist.
01:32:32: Es ist eher, um Rückgrat zu schaffen und ein bisschen Kraft hinten rauszugeben, aber eher Kraft in Form von Struktur und nicht von Dominanz vom Holzeinsatz.
01:32:43: So geht es mir.
01:32:44: Jetzt selbst, wenn der Wein eine gewisse Temperatur bekommen hat.
01:32:47: Was sagst du?
01:32:48: Es sind auch nur zu zweitfünfzig Prozent Französisch und Österreichische Eiche.
01:32:51: Also es ist relativ reduziert, eingesetzt, fünfzig Prozent Stahl dementsprechend, neun Monate Feinhiefe.
01:32:58: Und ich finde, dadurch wirkt das wie so ein Gesamterlebnis.
01:33:02: Da hast du auch neunzig Prozent Ravigato.
01:33:05: Zehn Prozent Arinto und drei Prozent Guveo.
01:33:10: Perfekt ausgesprochen, Silvio.
01:33:12: Oh, danke schön.
01:33:13: Ich habe gerade gestockt.
01:33:14: Ich hatte diese Grundangst mit dabei.
01:33:16: Nein, gar nicht.
01:33:17: Und ich finde, wenn ich da rein rieche, dann habe ich, ich weiß nicht, ob du das kennst, wenn es lange irgendwie trocken war und dann kommt dieser Sommerregen.
01:33:27: Und du riechst das, also nicht den Granit, du riechst dir das Gras, was damit einmal so dieses Spätsommer, also der Wein riecht für mich wie Spätsommer, ich versuch das gerade so ein bisschen herzuziehen und hat da durch eine ganz, ganz angenehme Fülle und so eine... eine gewisse Komplexität, aber er ist nicht wuchtig, das mag ich daran.
01:33:49: Also man spürt eine gewisse Struktur, man hat eine ganz eigene Gaumpresenz, der Wein wirkt wunderbar langartig, aber überhaupt nicht anstrengend.
01:34:02: Ne, weil es wieder dieses Mundwässerende hat, dieses Animierende.
01:34:07: Das hat man natürlich auch verstanden.
01:34:10: Ich könnte mir vorstellen, wenn wir jetzt den Wein probieren würden, wie er vor ... zehn bis fünfzehn Jahre geschmeckt hat, dann wäre da sicherlich in der Reservequalität auch noch mal ein bisschen mehr ... also ... ... schmeckbares Holz gewesen.
01:34:22: Das ist halt, Gott sei Dank, eine sehr, sehr positive Entwicklung in den letzten Jahren, ... ... dass auch da wirklich sich komplett fokussiert wird, ... ... dass Herkunft die Hauptrolle spielt.
01:34:32: Und das schmeckt man, so wie du das sagst.
01:34:33: Es ist genau diese Wärme, die man ... ... aber ... ... my God, das ist natürlich auch unsere ... Das ist ja unser Beruf, den wir machen, den Menschen zu vermitteln in Form von Bildern, wie etwas für uns schmeckt.
01:34:49: Und ich finde, das ist wirklich ... Das ist genau so.
01:34:54: Es hat halt wieder diese ganz bisschen, diese warme Luft mit dabei, finde ich, die man dann noch merkt.
01:34:59: Das weiß trotzdem der Wein wirklich nicht ... brachial kühl.
01:35:05: Ich hab Eisplaketten drumherum, also ist schon ... Richtig temporäriert, aber er hat trotzdem etwas sich sehr, was den Daumen sich sofort wohlfühlen lässt.
01:35:17: So,
01:35:18: das wollte ich sagen.
01:35:19: Das macht, glaube ich, auch diese Wärme,
01:35:20: diese
01:35:21: Brise.
01:35:23: Und trotzdem sehr präzise elegant, toll.
01:35:26: Ja, sehr ohne Design zu wirken oder zu gemacht oder sehr im Gegenteil, sehr authentisch.
01:35:36: Und ein Wein, den man nicht versucht mit Burgund Bordeaux, Italien, Deutschland zu vergleichen.
01:35:43: Ich glaube, aufgrund meiner fehlenden Portugal Experience wüsste ich nicht, ob ich es blind da reingesteckt hätte, aber ich finde es sehr individuell und sehr authentisch.
01:35:55: Ja.
01:35:57: Obwohl authentisch natürlich dann auch wieder so eine oft, wie sagt man, authentisch kann dann auch so ein bisschen verwirrend wirken auf die Menschen, aber es ist schon dieses... war authentisch, was ist alles authentisch, aber wenn man noch nicht da gewesen ist, aber es hat was ... es ist definitiv Herkunft.
01:36:20: Ja.
01:36:20: Ja.
01:36:21: Das ist die bessere Formulierung, stimmt.
01:36:23: Das ist manchmal schwer mit diesen
01:36:24: überstabazierten
01:36:25: Begriffen, die halt überall genommen werden.
01:36:28: Wenn man das dann trotzdem manchmal fühlt, überlegt man sich, soll ich den jetzt wirklich sagen.
01:36:35: Du, und vor allen Dingen in dem Podcast ist es auch, finde ich, immer die ... Das ist immer so die große Herausforderung, ne?
01:36:41: Das mit einer gewissen Aufregung in einem interessanten Gespräch dann richtig aufzuarbeiten.
01:36:50: Ich brauche auch immer ganz lange, bis ich mir den Podcast überhaupt anhören kann.
01:36:52: Ich glaube, meine ersten Podcasts habe ich mir nach anderthalb Jahren angehört.
01:36:58: Das ist auch schwer.
01:37:00: Also geht mir genauso.
01:37:00: Ich darf die ja dann immer zwei bis dreimal hören.
01:37:04: Und ... sich selber da zu akzeptieren.
01:37:08: Es ist kein leichtes, aber naja, drüber hin weg lächeln, ne?
01:37:14: Und auch auf zum Roten hilft entspannen.
01:37:17: Auf zum Roten, aber ich schmunzle trotzdem, weil ich irgendwie hoffe, du machst das ja jetzt schon eine Weile.
01:37:23: Und den wievielten Podcast hast du jetzt eigentlich, nimmst du heute auf?
01:37:28: Das wird der, der Nächste, glaube ich.
01:37:31: Wow.
01:37:32: Ich bin unheimlich dankbar dafür, dass du da auch so viel für die Sommelierie machst an der Stelle.
01:37:37: Das ist auch natürlich für Fachkräfte, die den Sommelierberuf gewählt haben, für die es spannend ist, aber auch, dass trotzdem einen Zugang geschaffen wird für Menschen, die Wein interessiert.
01:37:55: sind, obwohl alle gerade in den Medien natürlich nur darüber sprechen, dass irgendwie der Alkoholkonsum rückgängig ist und dem Weinbau so viele Steine in den Weg gelegt werden.
01:38:07: Ich finde das wirklich ein ganz, ganz tolles Format.
01:38:11: Ja, finde ich schön.
01:38:14: Findest du auch so was?
01:38:15: Toll, dass du mitmachst, also dass du damals mehr oder wie ganz kalte wasser gesprungen bist.
01:38:19: Du wusstest ja überhaupt nicht.
01:38:20: Es war ja noch keine folge online dich darauf eingelassen hast und also letztlich am erfolgt.
01:38:26: dieses format ist ganz ganz ganz fest dran beteiligt warst und dass du jetzt eben doch dieses neue format wo ich dann überlichte habe klar also wir haben die ganzen fachleute im gespräch aber selten es wird man ja obwohl die formate sehr lange sind so richtig tiefgründig und Viele Sachen wiederholen sich einfach auch, dass es eine tolle Sparte wäre, einmal im Monat eben etwas mit ganz, ganz viel Tiefgang zu präsentieren.
01:38:51: Und deswegen eben vielen, vielen Dank an dich, dass du da alle viel um die Ohren und viel zu tun, die Zeit schenkst und mit mir hier durch Portugal reist, gedanklich.
01:39:04: Und jetzt gerade auch wie nur viel.
01:39:05: Dankeschön, also wirklich.
01:39:06: Ja, also total schön.
01:39:07: Gerne.
01:39:08: Also super gerne und ich... Mir tut das ja dann auch gut in dem Augenblick, wenn man gerade Jahresende brauchen wir ja nicht.
01:39:18: Wo wir sprechen, da sind wir ja alle in Action.
01:39:20: Aber ich finde es schön, dass man sich dann, sich selber auch die Zeit nimmt, sich auf so ein Thema so einzulassen.
01:39:30: Bei mir kommt das manchmal ein bisschen zu kurz, weil ... Ja, mit dem Tagesgeschäft und allem, aber das ist so wichtig und ich hoffe auch gerade, dass da auch Menschen inspiriert werden einfach auch dafür, weil es wirklich natürlich total viele tolle Persönlichkeiten in dem Land gibt, über die man am Gast sprechen kann, die man vielleicht auch unterstützen kann, wo man vielleicht auch seine eigene die Küche, die man präsentiert mit unterstützen kann und vielleicht einfach Highlights auch setzt.
01:40:05: im Wein-Service.
01:40:06: Und für sich selber, so wie du sagtest, dass du sehr intensiver Reisen in Portugal hattest, ja, teilweise dort gelebt hast.
01:40:13: Und das dann mal wieder so richtig vergegenwärtigen vor Augen gehalten, wie schön die Zeit war, wie schön die Reisen waren.
01:40:20: Also allein dadurch, dass man mal wieder über die Gebiete liest, über die Weine, die alten Aufzeichnungen nochmal anschaut und...
01:40:28: Ich wünschte, ich hätte das alles digital.
01:40:30: Ist wirklich der Horror für alle, die zuhören und überlegen, ob sie Verkostungsbücher führen, macht es digital.
01:40:36: Es ist so schön, wenn du ein... Aber das habe ich jetzt halt.
01:40:41: Also ich
01:40:42: habe angefangen, das komplett digital zu machen und arbeite damit, weiß ich ob wir das sagen dürfen, da können wir ja bestimmen, mit Goodnotes.
01:40:49: Das ist für mich so ein der besten Apps.
01:40:51: Das habe ich von meinen Kindern aus der Schule.
01:40:54: Adaptiert sozusagen, die arbeiten auch noch mit irgendwelchen Tablets.
01:40:57: Und da, du hast weniger Papierkram, du kannst Sachen schneller finden.
01:41:02: Das wird selbst eine eigene, mein schrecklich.
01:41:06: Handschrift wird identifiziert und von dem her... Kann ich sehr viel.
01:41:10: Du schreibst
01:41:10: denn, du schreibst in das Pet rein?
01:41:12: Mittlerweile ja.
01:41:13: Also da auch ganz konsequent und kann das da auch archivieren, zusammenfassen.
01:41:18: Und wenn ich irgendwie nach Portugal suche, dann zeigt es mir alle Ordner an, die ich da irgendwie habe oder alle Weine.
01:41:25: Das finde ich eigentlich ganz spannend.
01:41:26: Also man hat eine ganz eigene...
01:41:28: Ganz, ganz wertvoller Tipp.
01:41:29: Ja, also man hat viel mehr Zugang dazu und allein vom Tragen.
01:41:33: Ich bin halt normalerweise ein Nostalgiker.
01:41:34: Ich mag Bücher und wie vorhin sagte ich, ich habe noch mal einen alten Weinatlas zugeschonten, dann ist er in zwei und siebzig, ich habe auch eine neue Ausgabe, aber den wollte ich trotzdem auch rausgraben.
01:41:42: Aber aus der Pragmatie heraus finde ich halt so ein Tablet eigentlich sehr, sehr praktisch.
01:41:50: Du, ich gehe da total mit, weil ich habe auch dieses phänomenale Buch von Wolfgang Huber und David Schwarzwälder, Portugal und seine Weine.
01:41:59: großartig.
01:42:01: Also das möchte ich überhaupt gar nicht missen an der Stelle.
01:42:04: Aber wenn du in kürzester Zeit etwas aufarbeiten möchtest und vielleicht keine Inhaltsverzeichnisse gepflegt hast, ist es schon durchaus praktisch, wenn man einfach auf die Notiz eines Weingutes geht oder die Region und das dann entsprechend zuordnen kann.
01:42:22: Das muss ich sagen, habe ich jetzt auch angefangen.
01:42:24: Aber kannst du den Namen der App bitte noch mal sagen?
01:42:27: Gut notes, also gut.
01:42:29: Gut notes, danke.
01:42:31: Siehst
01:42:34: du?
01:42:34: Also große Empfehlung.
01:42:35: Und du kannst halt, wenn du verkostest, das finde ich eben so spannend, manchmal sitzt man ja, du kannst parallel da irgendwas im Netz suchen und kannst diesen Teil dann auch ausschneiden, irgendeine Erklärung über eine Rebsorte zum Beispiel.
01:42:46: Und kannst das dann dort auf der Seite mit einfügen, so als würde ich ein Papierschnipsel haben und das dort mit einfügen.
01:42:51: Du kannst halt ganz toll einfach die Sachen Handouts selber zusammenarbeiten, die du dann nicht wieder zusammensuchen musst und kannst alle wichtigen Komponenten damit einfliegen.
01:43:00: Bin ich total mit dabei.
01:43:02: Spannend.
01:43:02: Jetzt haben wir einen kleinen Ausflug gemacht und springen doch direkt in die
01:43:06: Rotweinwelt,
01:43:07: zum Rotwein von Ramos Pinto.
01:43:09: Obwohl ich immer wieder begeistert von den Weißweinen bin, ist für mich reintiefen emotional, dass du Oro trotzdem ein Rotweingebiet.
01:43:19: Und ... Ich versuche da dann auch immer, meine Vorstellungen damit zu aktualisieren, versuch das immer zu greifen, versuch das zu sehen, was ich mir da selber irgendwie mal rastermäßig abgespeichert habe.
01:43:30: Und bei dem beiden Wein fand ich, hat man genau das wiedergefunden.
01:43:36: Also es hat für mich dieses Durus, hat für mich dieses portugiesische Feeling durch und durch.
01:43:45: Aber auch da deutlich entschlankt, ne?
01:43:48: Also da merkt man auch diesen Prozess, den ich der Rotwein aus dem Dorotal hinter sich gebracht hat an der Stelle.
01:43:56: Das ist etwas, was jetzt nicht irgendwie weichgespült schmeckt, etwas, was eine gewisse Markanzert, eine gewisse Strafheit in den Tanninen, was wässert, aber was trotzdem ein unheimlich schön animierenden Trinkfluss generiert im Jahrgang, im Jahrgang, im Jahrgang, im Jahrgang, im Jahrgang, im Jahrgang, im Jahrgang, im Jahrgang, im Jahrgang, im Jahrgang, im Jahrgang, im
01:44:17: Jahrgang, im Jahrgang, im Jahrgang, im Jahrgang, im Jahrgang, im Jahrgang, im Jahrgang,
01:44:20: im Jahrgang,
01:44:20: im Jahrgang, im Jahrgang, im Jahrgang, im Jahrgang, im Jahrgang, im Jahrgang, im Jahrgang, im Jahrgang, im Jahrgang, im Jahrgang, im Jahrgang, im Jahrgang, im Jahrgang, im Jahrgang, im Jahrgang, im Jahrgang, im Jahrgang, im Jahrgang In der Halbschule.
01:44:26: Also auch nicht zu gehaltvoll, nicht zu mächtig.
01:44:27: Holzrecht moderat, zwanzig Prozent Barik, dreißig Prozent großes Holz,
01:44:29: fünfzig Prozent Edelstahl, das ganze zwölf bis dreizehn Monate.
01:44:31: Ich finde das ein sehr, sehr schönes Beispiel für modernen, in der Tradition verwurzelten Rotwein.
01:44:44: Definitiv.
01:44:44: Und die von dir vorhin angesprochenen traditionellen Rebsortenkombinationen.
01:44:49: Turiga Nacional, Turiga Franca, Tintaroris und Tintar Barocka.
01:44:54: Und sie haben alle, sehe ich, jede einzelne Rebsorte gibt so den eigenen Fingerabdruck noch mit dazu.
01:45:03: Dieses wirklich Violette in der Aromatik, was da so strahlt, was sehr, was überhaupt nicht.
01:45:12: überladen wirkt, was wirklich einfach nur so richtig super strahlend ist, finde ich sehr faszinierend.
01:45:20: Das ist etwas, was gerade wo es so heiß dort auch ist in tagsüber.
01:45:25: Natürlich kühlt es sich auch nachts ab, aber das ist schon so eine definierte Frucht zu zeigen.
01:45:34: Das wird natürlich gut sein in Zukunft, dass diese Weine noch mehr am Markt sind und hoffentlich immer mehr Menschen das auch probieren, weil Oft haben Menschen ja einfach Angst vor brachialen Tanninen, ne?
01:45:45: Und das wurde vielleicht auch in den letzten Jahren oder jetzt ist schon eine Weile her, aber so, dass das wurde vielleicht dann, man kann vielleicht ein oder andere das ein bisschen übertrieben.
01:45:58: Aber das ist jetzt so, das ist wirklich ganz, ganz elegant.
01:46:02: Ich mag diese Kombinationen aus, zum einen dem Farbbild, dass das von der Frucht dann letztlich auch bestätigt wird und gespiegelt wird.
01:46:09: Und dann ja diese samtigen, seitigen weichen Tannine.
01:46:14: Ja.
01:46:14: Der Bist dabei, der unglaublich appetitlich ist und was ich spannend finde, ich weiß nicht, ob das gut oder schlecht ist.
01:46:20: Für mich nur eine Gebenheit, wenn ich jetzt im Bordeaux zum Beispiel probiere, kann ich sehr gut herausschmecken, ob das jetzt eine Kavanelastige blendt oder ob das ein hoher Merlot-Anteil dran ist, ob da viel Kavanelfront drin ist.
01:46:33: Und hier habe ich mehr dieses Gesamterlebnis.
01:46:35: Also es schmeckt für mich wie eins.
01:46:37: Ich habe keine singuläre Rebsorte, die so krass heraussticht.
01:46:40: Ich weiß nicht, wie dir es geht, weil du ja mehr Erfahrungen mit portugiesischen Weinen hast.
01:46:43: ob du sagst, Touriga Nacional hab ich total in der Nase, aber ich schmeckt da eigentlich mehr das gesamte Erlebnis.
01:46:50: Gibt mir auch so.
01:46:51: Es ist das gesamte Konvodut.
01:46:53: Das ist auch so ein spannender Herangehensweise.
01:46:55: Was macht ein Wein?
01:47:00: Perfekt ist ja, ne?
01:47:01: Perfekt ist da, wenn es anfängt, langweilig zu wärmen, sagen wir einige.
01:47:07: Lass wir die Definition mal so dahin.
01:47:08: Aber dieses so, was ist so?
01:47:09: Was macht ein Wein wirklich zu diesem ... diesen Bein?
01:47:14: und ich finde es immer sehr ohne jetzt rankings hervorzuholen an der Stelle.
01:47:20: Aber wenn ein Bein sich am Gaumen so präsentiert, dass er nicht vordergründig nach einer Rebsorte schmeckt, dass er nicht vordergründig nach Holz schmeckt oder anderen Komponenten.
01:47:39: Dann ist es immer, finde ich, ein Weg, oder eine Interpretation, die Unfassbar Schönes.
01:47:46: Ich versuche jetzt, das Wort perfekt zu vermeiden.
01:47:49: Weil, wie gesagt, ne?
01:47:50: Noch mal an mein Intro, bevor ich den Satz angefangen habe, zurückgehen.
01:47:54: Aber es hat etwas, was unheimlich viel über die Weinqualität aussagt, finde ich.
01:47:59: Es ist eine Erkenntnis, die ich in den ... Ich weiß gar nicht, ob es dieses oder letztes Jahr war, wo ich dieses Gespräch darüber geführt habe.
01:48:08: Ich glaube, dieses Jahr, aber das ist etwas, wenn es so ... eine gewisse Vollkommenheit hat.
01:48:13: Und ich finde es sehr beachtlich, dass das jetzt ... diesen Verweis am Gaumen, also mein Gehirn mir diese Assoziation zuspielt, bei einem Wein, der jetzt nicht hunderte von Euro kostet so.
01:48:31: Großes Kompliment an der Stelle.
01:48:34: Kann ich nachempfinden.
01:48:35: Das ist wie so ein perfekter Chor.
01:48:36: Meine
01:48:36: ganz persönliche ... Ja.
01:48:39: Ja.
01:48:40: Also, wenn man so ... ... ein Chor, wo keine Stimme wirklich raustönt, ... ... sondern wo du so dieses Gesamterlebnis hast, ... ... dass du fast Gänsehaut bekommst und dass dieses ... ... also ich ... ... wenn die die Stimme halten können, ... ... so ist es wie bei dem Wein, ... ... der die Frucht einfach halten kann am Gaumen und ... ... und da aber trotzdem so ganz leicht vibriert, ... ... also stimm ich dir voll zu.
01:49:07: Und das ist auch ein Rotwein, ... ... den du ohne Komplikation ... ... zu Fisch servieren kannst.
01:49:14: Das ist
01:49:15: richtig Spaß.
01:49:15: Aufgrund
01:49:17: der Struktur oder der Aromatik?
01:49:21: Struktur
01:49:23: als auch Aromatik, aber ich glaube, es ist das Mundgefühl, was transportiert wird, was
01:49:30: nicht
01:49:31: den Fisch in der Struktur kaputt machen würde oder überstrahlen würde, sondern etwas, was wenn es wirklich jetzt, ich meine jetzt nicht den Alblau oder so.
01:49:42: Aber
01:49:44: etwas,
01:49:46: was jetzt noch mit gewissen, ja, also was dann gewissen noch durch die Zubereitung eine gewisse Aromatik mit sich bringt, dass das sehr, sehr gut funktioniert an der Stelle.
01:49:58: Was einfach auch diese seidige Struktur mit sich bringt, die vielleicht auch nur so ein bisschen noch gestaltet und würzt.
01:50:12: Spannend, aber wiederum finde ich, wenn man zum Reserver wechselt.
01:50:15: Natürlich haben wir ein anderes Jahr, ein einundzwanziger Jahrgang.
01:50:18: Zweiundzwanzig, das fand ich erschreckend.
01:50:20: Noch als keiner Rückblick war, das regenermste Jahr, seit Beginn der Wetteraufzeichnung, die hatten achtundsechzig Prozent weniger Regen.
01:50:29: Was krass ist, also achtundsechzig Prozent schon richtig heftig.
01:50:33: Aber zum Reserver, einundzwanziger Jahrgang.
01:50:37: dass man den Unterschied so wunderbar greifen kann.
01:50:40: Also dass der Reserver einen ganz anderen Ausdruck hat.
01:50:44: Also er hat eine ganz andere, finde ich, Textur.
01:50:48: Er hat eine andere Grundcharakteristik, ein anderes Aroma.
01:50:52: Du hast jetzt natürlich hier auch mehr Holz, was?
01:50:54: fünfzig Prozent neues Holz, dreißig Prozent französische gebrauchte Eiche und zwanzig Prozent Edelstahl.
01:51:04: Und das spürt man, die Rebsortenkombination ist ziemlich die gleiche, aber du hast mehr.
01:51:10: so diese zimtigen, diese würzigen, diese Tabak-ähnlichen, diese rauchigen Aromen.
01:51:15: Aber ohne dass das Tannin dir die Zunge zu betoniert, auch da wieder so eine ganz filigraner Anflug von Mundwässern in Komponenten, die etwas Austrocknen, aber dann nicht ermüdend sind, was ich sehr, sehr schön finde an der Stelle.
01:51:37: Etwas, was geht da total mit, dass du sagst, dass diese Aromatik auch, dass es so ein bisschen dieses Ätherische noch mehr mitbringt, auch so mehr diese Tee-Aromatik, aber ohne Opulent zu sein, ohne ermüdend zu sein.
01:51:53: Und ich finde das gerade auch, wenn ... ich weiß, im ... mit wenig kriegen, einundzwanzig, dann dagegen.
01:52:04: Ja, es ist halt das Dorotal, es ist halt auch einfach superkark, aber ich finde, sie haben da eine sehr, sehr schöne Balance reingebracht, wie das auch in einer gewissen Form zeitlos ist.
01:52:16: Das, was wir am Anfang besprochen haben, dass so Weine auch extrem gut reifen können.
01:52:21: Also den... Den Einungszwanziger, die Reserver, das ist ja etwas, was sich über einen sehr konstanten Zeitraum unheimlich schön entwickelt.
01:52:32: Wenn dann so ein bisschen die Frucht zurückgeht, aber dann diese ätherischen Noten noch intensiver werden.
01:52:37: Und dann wird nämlich, glaube ich, auch das, was gerade so als Mutwässern beschrieben wird, das wird dann dem Bein am Ende nochmal im Alter eine ganz tolle Frische mitgeben.
01:52:48: Also, eine tolle Momentaufnahme, die war eine jetzt, auch wenn sie jung sind in dem Zustand, zu probieren.
01:52:53: Aber ich würde es wirklich auch unterschreiben, dass wir da definitiv auch Langstreckenläufer haben, die auch ganz ohne Probleme im Chombräer vergessen werden können für einen Augenblick.
01:53:05: Hm.
01:53:06: Ja, die Talide ist ja reif wirken, aber trotzdem unglaublich beständig.
01:53:11: Auch am Gaumen schon beständig, aber nicht aufdringlich sind.
01:53:16: Hat, glaube ich, auch viel mit der physiologischen Reife zu tun, ne?
01:53:20: Die Trauben dann gelesen werden, da schmeckst du.
01:53:22: Da ist alles wirklich bis zum Traumkern braun.
01:53:27: Da hat die Traube eine tolle Aromatik gehabt.
01:53:32: Das wird genau aufgefangen.
01:53:34: Ganz eindeutig.
01:53:36: Danke dafür, lieber Silvio.
01:53:39: Nachdem wir die zwei Roten ja sehr erfolgreich verkostet haben, durfte ich ja in meiner Paketbox noch eine absolute Ikone auspacken.
01:53:50: die mich natürlich meinen Sommelier-Herz sehr erfreut hat, also noch zusätzlich, aber das ist etwas, wo ich natürlich sehr dankbar bin, wenn ich hier im Podcast mit dir sitze, dass ich so was probieren darf und das schön finde, weil es ist ja oft so, dass viel über Weine gesprochen wird und man sie dann nicht probiert am Ende.
01:54:12: Wobei ich auch sagen muss, dass ich das jetzt sehr intensiv in dem letzten Jahr durchlebt habe und wirklich viele ...
01:54:21: Neue Ikonen probieren durfte es wahrscheinlich.
01:54:23: Ikonen probieren durfte, ja, genau.
01:54:26: Und ich durfte eine Flasche vom Zwei-Tausen-Achzehner-Uhr-Tiger auspacken aus dem Hause Ramos Pinto.
01:54:35: Den hatte ich auch in der Tat, deswegen bin ich noch dankbarer, den hatten wir ... als wir in Portugal waren letztes Jahr, den haben wir nicht probiert.
01:54:44: Wir hatten ein phänomenales Tasting dort vor Ort, was wirklich einen ganzen Mittag, also von früh bis um vierzehn Uhr ging, glaube ich, oder dreizehn Uhr, was sehr beeindruckend war, was aber natürlich einen starken Fokus auch einfach auf der Geschichte des Hauses hatte, wo es natürlich um die Bekanntheit als Portwain-Haus ging und dadurch, dass sie ja natürlich noch mal eine ganz besondere Entwicklung auch durchlebt haben, was Etikettengestaltung anging, Werbung und dann später auch halt diese erste Adriano-Kollektion, die nach Brasilien gegangen ist und komplett durch die Decke gegangen ist.
01:55:30: Ja.
01:55:30: Das ist ja eine sehr besondere Geschichte, die da in einem Haus steht.
01:55:34: Und ja, wir haben da auch runterprobiert bis ... ... neunundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundund.
01:55:58: Es gab dreitausend Flaschen davon, dreitausend Einhundert Flaschen davon.
01:56:04: O-Tiger heißt Brennessel, was der Einzellage, in dem Sinne eine Einzellage zuzuordnen ist, die nahe der Kinder-Dobom-Retiro ist.
01:56:18: Spannende ist dabei, dass du größtenteils hundertjährige Rebstöcke hast.
01:56:26: Einige sind vor der Reblos gepflanzt worden und du hast die Generepsorten.
01:56:35: Aber es ist nicht die, weil der Wein heißt der Otiga und es ist nicht von Kinta der Otiga, die Drei-dreißig gegründet wurde und ist in dieser Subregion Zima de Corvo.
01:56:51: Ja.
01:56:51: Ja, ist ganz spannend.
01:56:52: Ich habe nämlich das Ramos Pinto, ich bin ein alter Streber, dieses Ramos Pinto Programm.
01:57:00: mit den Dorovain und da stehen nämlich auch genau die Kinder der Eva Meurer und Kinder der Sponsoris.
01:57:05: und dann hast du Kinder der Otiga auch noch mit genannt.
01:57:09: und dann ist da eine ganz spannende Map mit dabei, eine Karte, wo das Dorotal abgebildet ist.
01:57:23: und du hast halt die Region, Kinder die Otiga ist halt sozusagen fast gegenüber von Pinao.
01:57:32: Also einmal über den Fluss rüber.
01:57:34: Und dann ist auch die Bombe de Retiro und dann gehst du weiter runter in die nächste Subregion des Doros und dann kommt erst Quinta dos Sponsores und dieses Ervameura.
01:57:46: Spannend.
01:57:49: Und die sind halt auch, gehören eindeutig zu dem UNESCO Weltkulturerbe.
01:57:59: Und das ist eine Abgrenzung von vier Hektar, die eine Höhe von zweihundertneunzig bis dreihundertzwanzig Meter hat.
01:58:08: Und es ist halt ein Beinberg, oder ja, ein Beinberg, der wirklich komplett silty loben und naturally high acidity mit genannt wird.
01:58:22: Und das ist alles diese, ähm, drei Komma.
01:58:25: vier Hektar sind komplett mit, ähm, sind Wurzel echt.
01:58:31: Mit drei Sechzig verschiedenen, ähm, autotunnenen Rebsorten.
01:58:36: Und das Durchschnittsalter sind hundert Jahre.
01:58:41: Wahnsinn, oder?
01:58:42: Wahnsinn, ja, total.
01:58:45: Also ich bin, ähm, sehr erfreut darüber.
01:58:49: Ja.
01:58:50: Natürlich schade, wenn man den jetzt direkt aufmacht und dann wahrscheinlich erst mal nur diese übermannende Frucht und Intensität, diese dunklen Früchte und dieses kirschflaumige, himbehrige, würzige, erdige in der Nase hatten, den Druck einfach spürt.
01:59:06: Aber ich finde, dieser fast sechzehn Volumenprozent kommt gar nicht so krass rüber, sondern er wirkt extrem ausgewogen und in sich selber so ganz komplett stimmig.
01:59:21: Ich finde ja, wir Sommeliers sind ja sowieso, das ist ja immer ein Momentaufnahme für uns.
01:59:27: Wir probieren ein Wein auf der Messe, wir probieren einen Wein im Weingut und wie viel Zeit haben wir, ein Wein zu bewerten.
01:59:36: Wann machen wir für uns aus, dass das ein großer Wein ist an der Stelle?
01:59:41: Ich muss sagen, im Laufe der Jahre hat sich das für mich ... sehr stark rauskristallisiert, dass wenn du einen wirklich sehr besonderen Wein hast im Glas, egal ob er frisch geöffnet ist oder ob er schon länger auf ist, ich finde schon dieses kurz danach, dieses frisch geöffnete, gibt dir schon einen sehr, sehr tiefen Einblick.
02:00:12: Der Wein ist nicht komplett verschlossen, natürlich kann dir das passieren.
02:00:16: auch bei großen Meinen.
02:00:17: Aber
02:00:17: ich finde du,
02:00:19: dann muss ich halt schalten als Sommelier.
02:00:22: Dann kommt das Gespräch mit dem Gast, ob er fein damit ist, dass wir ihn in die Karaffe geben und dekantieren oder karafieren.
02:00:31: Aber dieses Aromspektrum, was mir jetzt schon von der Tiefe und der Komplexität in die Nase sträumt, ich hab jetzt,
02:00:39: ich hab
02:00:39: das Bugunderglas genommen bei mir, was jetzt wirklich so das Bauchigste ist von allen.
02:00:47: Und das ist so definiert in den Aromen und du merkst richtig, ich finde immer zum großen Wein, das ist dann genau das der Indikator bei einer Verkostung, was dir diese Engmaschigkeit eines Weins in der Struktur, weil du merkst, wieso ganz, ganz viele Bilder auf einmal aufploppen und du erstmal realisieren musst, wo Onne ich das jetzt ein.
02:01:12: Was ist denn da gerade?
02:01:13: Und was will es mir denn sagen?
02:01:15: Und da wird gerade ganz viel von dieser Festplatte, die wir in der Flasche haben, gerade ganz, ganz viel transportiert.
02:01:26: So geht es mir gerade.
02:01:28: Ich finde ... das Bild mit dem Bildern schön.
02:01:31: Also so geht es mir genauso, dass wenn ich einen Wein rieche, dann kommen Bilder.
02:01:35: Und das sind nicht irgendwie, da ich mit einem meine Kürche sehe, sondern das sind irgendwie Bildgemische oder Emotionen, die dann so verbildlicht werden und wo ich das Gefühl habe, dass ich dem Wein betrachten kann.
02:01:47: Ja.
02:01:47: Voll.
02:01:48: Du erklärst, was ich fühle.
02:01:49: Toll.
02:01:49: Schön.
02:01:50: Und Emotion, finde ich, hast du gerade eine sehr, sehr gute Stichworte dazu gesagt.
02:01:54: Wein ist immer Emotion.
02:01:57: Ohne Emotion kann ich jetzt, obwohl ich weiß auch für einige gut befreundete Menschen, die würden das auch so als Sommeliers mit unterschreiben, aber Wein lebt von Emotionen und das, was wir in unserem Leben riechen, schmecken, erleben, ähm ... fühlen.
02:02:23: Das ist etwas, was wir am Ende, was natürlich oft zu kurz kommt, wenn ein Gang gerade schon abgerufen ist und ... ähm ... du die Kurzfassung hinlegen möchtest und nicht jeder Gast möchte auch die ganze Geschichte davon hören, weil er vielleicht schon ganz lange was übers Essen erzählt bekommen hat und nicht noch zwanzig Minuten was über den Wein hören möchte.
02:02:44: Ist ja immer sehr individuell.
02:02:46: Aber ... das, wenn wir es schaffen, das, was da gerade in diesen ... paar Sekunden, wenn wir den Wein auf der Zunge haben und eine Einschnuffung vornehmen müssen.
02:02:59: Da kommt genau das alles zusammen.
02:03:01: Diese Emotion.
02:03:02: Was wird in dir geweckt?
02:03:03: Was hast du davon schon mal erlebt?
02:03:05: Was hast du schon mal geschmeckt?
02:03:06: In welcher Situation?
02:03:08: Mit was?
02:03:09: woran erinnert es dich?
02:03:11: Was macht es?
02:03:12: Wie kannst du es einsetzen?
02:03:15: Ist es ... Ja, gut oder schlecht, möchte ich gar nicht an der Stelle sagen, aber es ist so, es ist so positive, negative.
02:03:24: Ja, da kommt ganz, ganz viel.
02:03:26: Ich merke auch, es wird auch immer komplexer bei mir, was es mit mir macht.
02:03:31: Und es liegt sicherlich nicht nur daran, dass die Weine hochwertiger werden, sondern es liegt einfach an einem Raum, der sich in einem Sommelier entwickelt, wie man über Wein und ... die Geschichte dahinter und das Terroir und das Klima denkt.
02:03:52: Und das ist genau, das ist, um wieder an den Anfang bei dir zu dem Thema fühlen zu kommen.
02:03:58: Ich weiß noch, wo ich meine Sommelier-Ausbildung gemacht habe in der Deutschen Meinschule.
02:04:04: Ja, also da redest du natürlich über ganz viele Sachen, die du gelesen hast.
02:04:07: Und vielleicht redest du über Sachen, die du noch nie probiert hast.
02:04:11: Aber du merkst ja erst im Laufe, wenn du ... praktizierst, was das eigentlich alles bedeutet und welche Zusammenhänge es hat.
02:04:22: Und da schließen sich natürlich dann Kreise.
02:04:25: So wie ich jetzt sage, Mensch, jetzt probiere ich den Otiga und das rundet am Ende dieses komplette Präsentation des Hauses für mich ab.
02:04:35: Großartig formuliert.
02:04:37: Als du sagtest, ich lasse das dann mehr zu mit meiner Erfahrung oder eben auch mit meinem Weinbewusstsein, was sich eben auch multipliziert durch die vielen Weine, die du probierst oder das, was du liest, ist, dass man diese Tür öffnet, dass man das Unterbewusstsein dazu abrufen kann, was du halt irgendwann alles erlebt hast, was du gelesen hast und diese Knüpfung und Verbindungen damit herstellt und deswegen mehr liest und mehr fühlst.
02:05:01: Und das letztlich aufgrund dessen, weil du bewusst trinkst.
02:05:04: Also weil du versuchst es eben auch zu nicht zu analysieren, aber zu fühlen einfach oder zu Kategorisieren oder zu verstehen in einer gewissen Form.
02:05:13: Voll verstehen, genau.
02:05:14: Super schön.
02:05:16: Schönes Beispiel auch der Wein, dafür was im Portugal gerade passiert, dass das ja mehr oder weniger der Vorreiter für den Rest Europas ist, wie man mit warmen Klima umgeht, also wie man versucht, die in den Klimawandel irgendwie in den Griff zu bekommen, nicht nur dass man dort teilweise versucht, Hybridreben aus traditionellen und Pivirebsorten herzustellen, sondern dass man eben damals vor hundert Jahren schon hingegangen ist und jetzt in diesem Weinberg, also für den Ottiger, eine Rebstockdichte von zwölf und halbtausend Stöcke hatte.
02:05:46: Und das ist ja was, was man mittlerweile überall praktizieren möchte, was man auch oder was viele Winzer praktizieren möchten, um gegen den Klimawandel, gegen die Wärme und die neue Situation anzukämpfen.
02:05:57: Also das fand ich sehr, sehr interessant, dass in Bordeaux teilweise Rebstöckdichten von sechs bis neun tausend und hier mit zwölf und halb tausend, das ist schon echt dicht.
02:06:09: Siehst du, das habe ich früher gar nicht kapiert.
02:06:11: Ich weiß, es war noch eine Prüfungsfrage, dass man über gemischten Satz sprechen soll.
02:06:16: Ich habe nur über Österreich geschrieben.
02:06:18: Wo es mir total bewusst war, aber ich konnte es nicht richtig, das muss man manchmal, muss man gewisse Sachen denn auch erst verarbeiten, verordnen, zuordnen und das ist ... Ja, das ist eigentlich eine super schöne, so wie du es sagst, eine super schöne Nachricht auch, das zu lesen, dass es halt auch wirklich so alte Rebstöcke sind und dass die Arbeit sich gemacht wird, weil das ist ja... viel körperliche Arbeit, die da stattfindet.
02:06:46: Und da geht halt nicht die Maschine durch.
02:06:49: Das ist alles Handwerk.
02:06:51: Achtzig
02:06:51: Prozent der Weine, die im Portugal produziert werden, werden von Hand produziert.
02:06:56: Also nur zwanzig Prozent von dieser gesamten Masse ist mit Maschinen.
02:07:00: In Deutschland sind es zehn Prozent, die mit der Hand produziert werden.
02:07:05: Und der Rest ist Maschine.
02:07:06: Und das sind halt entweder so, ich sag mal, fanatische Produzenten, wie eben viele VDP-Weinküter oder eben die Steillagen, die es glücklicherweise noch gibt, aber Großteil ist Maschine und einmal durch.
02:07:18: Wahnsinn, oder?
02:07:19: Also jetzt, wenn du dir auch überlegst, so wie von der Preisgeschätzung.
02:07:22: Ja, stark.
02:07:23: Aber Frage an dich, wie fast, was wäre für dich jetzt noch ein, also wir haben jetzt Ramos Pintus sehr intensiv beleuchtet.
02:07:33: Was ist denn für dich noch ein portugiesischer Ikonenwein?
02:07:40: Schwierig.
02:07:41: Findest du, gibt es das überhaupt?
02:07:43: Oder dass man jetzt so, wie wenn jetzt der heilige Kral, wenn wir über Sasikaya in Italien sprechen?
02:07:49: Also man kann jetzt natürlich ein, zwei, drei teure Weine irgendwo nehmen und kann die irgendwie ausloben.
02:07:54: Aber ich finde, du hast nicht die Situation wie in der Toskana, dass du halt diese... Inszeniertenweigüter hast du irgendwie als Super-Icon, was auch immer rausstellst.
02:08:05: Es ist für mich genauso schwierig wie zum Beispiel, ich finde es teilweise in der Champagne, finde ich es total schwer diesen ikonischen Champagne herauszulösen.
02:08:14: Es gibt natürlich großartige Häuser, es gibt Pristischmarken, aber du hast dort einen Mitglassegment, wo die Champagne zwischen fünfzig und hundertfünfzig Euro kosten, die großartig sind und außergewöhnlich sind.
02:08:26: Und das ist dann manchmal so Name-Dropping.
02:08:29: Aber so, weil du eben die Toscana angesprochen hast, so was explizites, herausleuchtendes, hast du da gar nicht.
02:08:36: Oder ich finde jetzt auch, wie in Spanien hast du es teilweise, dass du da Pegasicis oder was auch immer hast.
02:08:42: Genau.
02:08:42: Das hast du dort vielleicht, finde ich, oder finde ich auch nicht.
02:08:45: Oder wenn du ins Marolo gehst, hast du drei, vier Namen, die da richtig herausleuchten und die über die Maßen glänzen.
02:08:53: Hast du das?
02:08:55: Also hättest du... Iconwines von Portugal, wo du sagst, die muss man once in a lifetime probiert haben?
02:09:03: Ich hatte einmal eine sehr schöne Situation.
02:09:06: Da ruht wahrscheinlich die Frage auch in meiner Vorbereitung.
02:09:10: Etwas, wo ich ... Das war eine Situation kurz bevor der Lockdown kam.
02:09:18: Und wir hatten ein Fotoshooting für das Gourmet-Joghmagazin.
02:09:23: Und ihres Berben war mit dabei.
02:09:25: Und es ist ja auch ein bekennender Alentejo-Fan.
02:09:32: Und da gab es eine Flasche Piramanca.
02:09:38: Mhm.
02:09:39: Aus vor vierzehn.
02:09:39: Und dadurch habe ich mich damit dann nochmal... Da war natürlich sofort so... diese Portugal Connection wieder auf einmal in meinem Leben, die da aufgeploppt ist.
02:09:50: Und da war es natürlich sehr spannend, ich hab das auch bis jetzt wirklich nur einmal und das war da probiert.
02:09:59: Das war sehr besonders.
02:10:00: Das fand ich, das war schon ... So wahrscheinlich bis jetzt, once in a lifetime, Moment.
02:10:07: Aber mal gucken, was da noch kommt.
02:10:10: Aber jetzt im Vergleich zu sagen, ob es inwieweit das jetzt mit DRC, mit dem Grotschild oder ... dass sie Kaia oder wie sie alle heißen, mitteilten kann, hab ich jetzt mal auch versucht, Gedanken drüber zu machen.
02:10:25: In der Einordnung ist die Frage.
02:10:28: Ich fand's so spannend und mich hat interessiert, was du dazu sagst.
02:10:31: Deswegen, ja, so.
02:10:33: Das wäre jetzt so der Name.
02:10:34: Er tue
02:10:34: mich im Portugal schwer.
02:10:35: Also, da ich sage, okay, die und die sind die, die absoluten.
02:10:40: Aber wahrscheinlich wäre ich dafür jetzt auch gebäscht.
02:10:43: Nein, das müssen sie ja zum Mauern haben.
02:10:48: Das bleibt drin.
02:10:49: Das bleibt drin.
02:10:51: Genau.
02:10:53: Schön.
02:10:53: Der ganze Schalt kann raus, aber das bleibt drin.
02:10:55: Gut.
02:10:56: Ja.
02:10:58: Ja, sehr gut.
02:10:58: Aber ich glaube, wir sind auch ganz gut unterwegs.
02:11:01: Wir haben jetzt sehr viele Teile.
02:11:03: Ich denke, jedes kleine Gebiet von den Zweiunddreißig sollte man jetzt auch nicht unbedingt noch durcharbeiten, obwohl man wahrscheinlich ganz viele Entdeckungen dort macht.
02:11:14: Gerade wenn es so in diese Richtung um Lissabon gibt, wo es ganz viele kleine Gebiete gibt, die großartig sind, die ganz spannend sind.
02:11:20: Was vielleicht unbedingt noch ein Thema sein sollte, finde ich, ist bei Radar-Daho und Allentayshow.
02:11:25: Ja.
02:11:25: Da vielleicht irgendwie so ein Gedanken, wenn man die, wenn man Video werde, wenn man das Tuoro hat, wenn man die Gebiete noch mit dabei hat, dann hat man, glaube ich, schon einen ganz, ganz großen Teil Wissen Portugal mitgenommen.
02:11:41: Oder siehst du das anders?
02:11:43: Ja, doch, das stimmt.
02:11:44: Da bin ich bei dir.
02:11:45: Beim Dao, um da vielleicht mit zu beginnen, ist natürlich Touriga Nacional.
02:11:49: Es scheint ein Crusado als dominierende Rebsorten.
02:11:53: Baga jetzt langsam wieder am Kommen.
02:11:57: Und das für mich ein Gebiet, was halt schon recht groß ist mit zwanzigtausend Hektar, aber durch diese Granitböden mit einer ganz eigenen Aromstruktur ausgestattet ist.
02:12:06: Ja, und da musst du auch einfach sagen, im Dau, das wusste ich gar nicht.
02:12:10: Das habe ich auch erst vor Ort, wo wir uns über die klimatischen Bedingungen noch mal... unterhalten haben, dass sie wirklich sehr kalte und nasse Winter haben und dass sie Höhenmeter einfach auch nochmal ein Ticken höher sind und wir uns so zwischen vier und fünfhundert Metern über dem Meeresspiegel bewegen, was natürlich gerade diese beträchtlichen Tag- und Nachttemperatur unterschiede.
02:12:38: natürlich so ein Indikator für eine sehr hohe Traumqualität sind.
02:12:44: Wir haben das ja jetzt schon ein paar Mal gesagt, aber das sind einfach sehr prägnante.
02:12:49: Weine kommen einfach aus dem Dau.
02:12:51: Das sind Meilensteine und das ist wirklich etwas, was immer unter dem Radar läuft.
02:12:58: Das wird viel zu wenig getrunken.
02:13:00: Also ich habe auch gerade so in der Vorbereitung, wenn ich noch mal so geguckt habe, es gibt wirklich ganz, ganz wenige Restaurants, wo Portugal einfach präsentiert ist.
02:13:12: Also du hast natürlich die einen, die auch nie Port mehr zeigen, aber da ist dann auch immer noch sehr viel Luft nach oben an der Stelle.
02:13:21: Ja, und wenn Portugal drauf ist, dann ist es du drauf, dann ist Vino Verde drauf.
02:13:25: Ja.
02:13:26: Und wenn sie irgendwie kreativ sind, dann ist vielleicht noch irgendwie der Allentäger, aber das ist wahrscheinlich, weil die Verfügbarkeit aufgrund der Größe des Gebietes gegeben ist.
02:13:32: Aber da, so als einen der traditionsreichsten Regionen Portugal, finde ich total unglaublich spannend und da wiederum nochmal ausgelobt mit einem unglaublichen Preisleistungsverhältnis.
02:13:42: Also es gibt dort Weiner, selbst zwischen zehn und zwanzig Euro, die Vergleich mit vielen anderen Gebieten, wo die Weine ist doppelte, dreifache, vierfache Kosten durchaus aufnehmen kann.
02:13:52: Man soll sich immer übers Geld definieren, aber die Authentizität kann damit einhergehen und es macht Spaß.
02:13:59: Und was du vorhin erwähnt hast, die Encrousade, die es dort gibt, weiß Weine aus dem Dau, großartig.
02:14:06: Also nicht nur immer diese Rotweinpräsenz.
02:14:08: Da findest du aber wirklich, wenn du mal so einen Querschnitt machst in den Weinkarten und dir die Zeit nimmst, reinzugucken, gibt es nur ganz, ganz wenige.
02:14:16: Kannst du an einer Hand erzählen, wer da eine größere Anzahl an Positionen auf der Weinkarte hat.
02:14:22: Ja, da hätte ich gar nicht so weit gedacht an der Stelle, dass das doch so noch unterrepräsentiert ist.
02:14:31: Liegt
02:14:31: das an den Zommeljes oder an der Verfügbarkeit so rein prognostiziert?
02:14:35: Also ist es in dem Sinne, dass man das einfacher ist, Weine aus dem Rhonetal zu präsentieren oder aus dem Pirmont?
02:14:44: Oder gibt es die Weine in der Tat nicht in Deutschland?
02:14:50: Ich denke schon.
02:14:51: Du bist ja sowieso so ein kleines Trüffelschwein und guckst ja immer.
02:14:53: Ja,
02:14:53: genau.
02:14:53: Also was finde ich?
02:14:55: Ja, ja, da.
02:14:56: Also ich finde, das macht uns ja auch aus, weil das ist das Ding, wir sind ja... Trüffel-Schweinchen, also der Sommelier sollte ja, es gibt ja nichts langweiligeres, als wenn man das nur, dass irgendwie was uns der lokale Handel vorsetzt, nutzen würden in unseren Weinbegleitungen.
02:15:13: Und deswegen sind wir ja eigentlich auch alle immer viel unterwegs, damit wir möglichst viel Individualität mit reinbringen.
02:15:19: Und die Verfügbarkeit, ich denke, dass wenn man sich da ein bisschen kurz vor dem Zeitalter des Internets ... Bransetz ist ganz charmante, tolle Importeure gibt, für gerade ganz besondere Häuser, wo es kein Problem sein sollte.
02:15:38: Ich möchte jetzt nicht in der Halbdieserserie, wo Schlummbäger im Rücken mitsupportet.
02:15:44: Möchte ich jetzt die anderen nicht noch mitnennen, aber da gibt es durchaus sehr charismatische, schon sehr lange im Business tätige Sommelges, die auch importieren.
02:15:54: Also, verfügbarheiten sind da.
02:15:56: To make it short, ja.
02:15:58: Ist für dich das Beirat der Spiegel des Dauß?
02:16:01: Also es sind natürlich andere Bodentypizitäten, du hast mehr Kalk, mehr Leben und so weiter, du hast mehreres Nähe, du bist tiefer gelegen.
02:16:07: oder würdest du die gar nicht so miteinander irgendwie vergleichen?
02:16:11: Na, da hast du ja eher so ein maritimes Klima, ne?
02:16:14: Und du hast zwar auch diese regnerischen Winter, aber es ist halt deutlich wärmer im Sommer und man... Differenziert jetzt nicht unbedingt so von diesem super trockenen, obwohl das Parader ist schon auch sehr kark, wo wir da waren, das war in zwei siebzehnt, das war, weiß ich noch, der Boden, die Pflanze, der Boden ist aufgerissen, das war super spröde, alles.
02:16:39: Aber du hast halt, das kommt halt, gerade wenn du diese warmen Sommer hast, kommt es halt diesen tollen Rebsorten wie Bargher, die Spätreifen entgegen, ne?
02:16:50: Das ist schon ziemlich gut.
02:16:51: Und deswegen ist ja auch gerade dieses Prägnante, was wir vorhin im Geschmack beschrieben haben, dieses dickschalige, bärige, die kleinen Bären, die halt bei dieser Hitze nur entstehen.
02:17:04: Das ist ja dann am Ende, was es so prägnant macht.
02:17:07: Und im Vergleich zum Dau wirkt es halt, ich glaube, das ist schon diese, ja, die Rebsorte, die sich dagegen setzt.
02:17:15: Das ist schon ein bisschen weniger Säure und
02:17:19: Frische.
02:17:20: ohne das jetzt schlecht machen zu wollen.
02:17:22: Aber es ist einfach so eine gewisse Zug von Wärme, der im Ballrada noch mehr mitspielt.
02:17:28: Aber da passiert halt auch ganz, ganz viel.
02:17:30: Wenn du jetzt die Neaportweine siehst, hast du ja teilweise jetzt auch Weine zwischen zwölf Prozent, das auch ganz superkernig interpretiert ist, ne?
02:17:42: Also der Poerino zum Beispiel, was der alte Name ist für Barga, das ist noch mal so komplett ... Die Neuinterpretation, wo ich dann immer sage, das gibt ja natürlich so Visionäre des Weinbaus.
02:17:57: Die sind natürlich immer ein Schritt weiter als alle anderen.
02:18:01: Das ist so, wie Alvaro Castro allen anderen voraus war.
02:18:04: So ist es halt in anderen Regionen dann auch mit den anderen Winzern.
02:18:07: Das ist ja dann manchmal auch das Spannende.
02:18:09: Deswegen finde ich es ja auch gerade so toll, wenn Sommeljes nicht immer sich verpflichtet fühlen, über alles zu urteilen.
02:18:18: Das finde ich ... persönlich immer sehr schwierig, also was heißt sehr schwierig, aber ich finde es immer eine große Gabe, wenn es nicht alles immer nur um eine direkte Bewertung geht, weil uns steht das ja oft manchmal.
02:18:31: Natürlich wird von uns erwartet, dass wir Sachen einschätzen und in eine gewisse Kategorie heben, aber ab wann bin ich denn in der Lage, so was zu verstehen und einordnen zu können?
02:18:41: Vielleicht gibt es auch Dinge, die ich vielleicht gar nicht ... in dem Augenblick verstehe, weil mir der gewisse Zugang dazu fehlt und ich es im Gesamtkontext gar nicht richtig einordnen kann.
02:18:50: Das ist eine ganz, ganz schwierige Gratwanderung, weil du, wie du gerade schon erwähnt hast, oftmals dazu genötigt wirst du gerecht, einen Urteil zu fällen oder eine Meinung abzugeben, wenn man es teilweise ab einer gewissen Klasse ja auch von dir erwartet und dann in dieser Meinungs... Präsentation immer noch nicht gewissen.
02:19:10: also auch ein Respekt zu zu warnen und nicht einfach nur schwarz-weiß.
02:19:13: was klingt natürlich immer ganz cool und ist natürlich auch immer.
02:19:16: damit bist du natürlich auch polarisierend man kann sich an dir stoßen.
02:19:19: dadurch hast du natürlich noch mal eine andere Präsenz aber der Respekt sollte dabei nicht fehlen.
02:19:24: also daher finde ich es bei so wie du es erwähnt hast ganz ganz wichtig dass man die Bodenhaftung behalten sollte Und das, finde ich, kannst du halt außergewöhnlich gut.
02:19:35: Du hast eine Meinung, du stellst ganz, ganz viel da, du präsentierst ganz viel, aber ich hab dich noch nie irgendwie übergriffig, unhöflich, deklassierend oder irgendwie arschlochmäßig erlebt, sondern einfach immer mit ganz viel Respekt und ganz viel, also auch Anerkennung demgegenüber, egal ob das Kollegen sind oder Produzenten oder wie auch immer.
02:19:56: Und es ist halt so einfach, ein Arschloch zu sein.
02:19:58: Finde ich auch ganz, ganz wichtig, weil die Demut vor dem, was Menschen in teilweise Lebenswerken auf die Flasche bringen, ist schon was ganz, ganz Besonderes und es gibt nichts Schlimmeres, als wenn Menschen für gewisse Situationen... keine Demut einordnen können.
02:20:21: Was nicht heißt, dass man immer seinen Mund halten sollte.
02:20:23: Das stelle ich mir auch oft die Frage, ob ich oft zu oft den Mund über gewisse Dinge halte.
02:20:27: Aber ich da natürlich schon sehr strukturiert und ja, vielleicht auch manchmal in dem Augenblick.
02:20:37: Ein Augenblick mehr darüber nachdenke, eh, dass ich sage.
02:20:40: Aber ja, danke für deine Worte.
02:20:44: Ich hab schon das Gefühl, dass du deine Meinung sagst.
02:20:46: Und die Sachen, die dich halt ganz innig bewegen, auch ganz klar nach außen trägst.
02:20:50: Aber man muss nicht über alles urteilen.
02:20:53: Oder man muss nicht alles sofort sagen.
02:20:55: Und wenn man dir dann zuhört, ist manchmal im Unterton viel mehr Kritik, als wenn ich jetzt einfach nur irgendwas sagen würde.
02:21:01: Bumm.
02:21:02: Weil da fehlt meistens die Substanz im Lauten.
02:21:05: Aber egal, das wird jetzt ... Ja,
02:21:07: ja, ja.
02:21:08: Also, kurze Absprache.
02:21:10: Ein ganz, ganz schönes Gebiet fehlt, nämlich noch, was wir jetzt noch mal näher beleuchten, das Alentejo.
02:21:15: Und da sind wir wirklich jetzt im Südosten Portugals.
02:21:19: Ja.
02:21:20: Untergebracht, ein sehr, sehr großes Gebiet.
02:21:23: Da findest du auch, glaub ich, noch mal die größten Unterschiede.
02:21:27: Da kriegst du ... Da gibt es natürlich auch so kleine Weingüter, die dann auch mal ... wirklich nur internationale Rebsorten angebaut bekommen, die dann halt neu dahin gesetzt wurden.
02:21:40: Dann gibt es aber auch die, also zum Beispiel ein Weingut, was ich jetzt, das sind wir auch wirklich schon, glaube ich, seitdem ich im Portugal war und was auch viele sicherlich schon gesehen haben, ist Eschborough.
02:21:52: Das ist einer der Top-Produzenten auch mit dort unten, was immer für ... sehr spannende Rotweine steht, aber auch gerade, ja, also vorhin hatten wir das mit diesem sehr verbreiteten Preiseinstieg schon eine sehr gute Qualität liefert.
02:22:15: Also, da kommt dann auch noch mal so, ja, Rebsorten wie Rupero hörst du jetzt auch nicht so oft.
02:22:25: Stimmt.
02:22:26: Also zum einen hat man dort von dieser Seite eine gewisse Vielfalt, was ich total spannend finde, dass ich das Alentejo eigentlich selten wirklich greifen konnte, weil es dort halt so eine unglaubliche Bodenvierfalt gibt.
02:22:39: Also so, wenn du jetzt beim Dao von Granit redest oder eben beim Barada, wenn du davon Lehm und Kalk redest.
02:22:47: ist es, finde ich, im Alentejo ganz, ganz schwer, das irgendwie zuzuordnen.
02:22:50: Das liegt, glaube ich, nicht an der Größe, an diesen vierzigtausend Hektar, die wir dort haben, sondern es liegt mehr oder weniger an dieser Gesamtsituation in Portugal, dass du zwei tektronische Zonen hast, also das Iberische Massiv und die Atlantische Platte und dadurch allein im Alentejo sechszig verschiedene Bodentypen hast, die teilweise parallel einhergehen oder übergreifend sind.
02:23:14: und allgemein hast du ja im portugal hast du die größte konzentration an verschiedenen boden typen pro kwadratmeter in gesamt europa.
02:23:20: also dadurch hast du ja schöne gegebene vielfalt und es konzentriert sich irgendwo im duo rund im alentejo und das finde ich macht das ganze wiederum spannend.
02:23:29: also auch wenn du dort eine moderne rebsorte hast die dort in den achtziger jahren auch gepflanzt wurde dann hast du teilweise so unterschiedliche interpretationen davon dass es total spannend ist.
02:23:39: Also es ist ein Gebiet, wo du viele Entdeckungen machen kannst und selber ständig überrascht wirst.
02:23:45: Und ja, wie du sagst, für oftmals sind wirklich Kleintaler.
02:23:49: Ja, und du hast ja halt auch, das ist dann so eher der regenarmere Landstrich.
02:23:54: Deutlich weniger Regen wird da gemessen als natürlich im Norden.
02:23:57: Das macht natürlich ganz viel... mit dem Wein und der Pflanze.
02:24:03: Im Alentejo findest du auch Winzer, die mehr in großen Amphorn ausbauen, die einfach auch nochmal so eine ganz andere Aufbruchsstimmung mit reinbringen.
02:24:17: Ich finde, es hat immer was sehr auch inspirierendes, weil es einfach auch da man merkt, dass es keinen Stillstand gibt.
02:24:28: Gerade mit den Amphoren, das finde ich eine total spannende Geschichte, weil die erst seit Jahrzehnten wieder zugelassen wurden.
02:24:34: Die haben sich so um die zweitausend Liter ungefähr.
02:24:36: Die Älteste, meine ich mich zu erinnern, ist aus achtzehn, sieben und siebzig seit Jahrzehnten.
02:24:41: Darf man die wieder und werden die wieder aktiv genutzt.
02:24:44: Und es gibt, glaube ich, um die dreieinhalbzig Amphoren mittlerweile wieder, die dort gepflegt werden.
02:24:49: Und die stammen aus regionalem Leben.
02:24:52: Das finde ich eben auch sehr, sehr schön.
02:24:54: Und werden dort vor Ort gefertigt.
02:24:55: Es ist halt alles ein... Wieder ein wichtiges Detail für Identität und Handwerk.
02:25:02: Welche wir gerade bei Begriffen waren.
02:25:04: Also ich finde, wenn man über Portugal reden sollte, sollte man auf alle Fälle über die Pipa reden.
02:25:08: Also dieses klassische Holzfasmaß im Duorotal.
02:25:13: Die Fasgröße ist anders als in anderen Regionen, fünfhundertfünfzig Liter.
02:25:19: Und kann in den einzelnen Regionen unterschiedlich sein zwischen fünfhundertdreißiger und sechshundertdreißig Liter.
02:25:25: Und Übersetz heißt das im Prinzip fast Tonne.
02:25:30: Das liegt wahrscheinlich auch an dieser etwas langgezogenen Form.
02:25:36: Das ist nicht wie das so klassisch, wie das Fuder an der Mose, dass er schon ein bisschen runter daherkommt, sondern es wirkt immer ein bisschen noch länglich ins Längliche gezogen.
02:25:49: Das war meine
02:25:50: Eindruck.
02:25:51: und resultiert aus der Schiffsform heraus, also der Schiffe, mit denen der Portbein früher dem Douro runter aus dem Douro nach Porto gebracht wurden.
02:26:01: Wenn du einen einzigen portugiesischen Wein zum Mochik müsstest, damit Außerirdische das Land verstehen, welcher wäre das imbildlich.
02:26:10: Du hast ja jetzt schon etliche genannt, die dich irgendwie beeindruckt haben.
02:26:14: Also es war ja, allein dein Weingedächtnis aus deinem Reisen, aus deinem Alltag ist ja schon unglaublich enorm.
02:26:21: Hast du da einer, der rausleuchtet?
02:26:23: Ich würde wahrscheinlich, ja.
02:26:26: Ich glaube, ich würde... Ich glaube, ich würde einen gut gereiften Vintage-Port, auch wenn das jetzt... Ich glaube,
02:26:33: ich würde ein Vintage-Port,
02:26:34: weil es schicken, weil es symbolisch wäre für Geschichte, Terroir, Alterungsfähigkeit.
02:26:43: Und alternativ ist auch ein ausgewogenes Doro-Rot-Reportoir zeigt, ne?
02:26:50: Also, das trockenes Rot ist aber... Ja.
02:26:55: Wahrscheinlich.
02:26:55: Doch, ich glaube, es wäre wahrscheinlich, wahrscheinlich wäre es ein Batuta von Nipport.
02:27:02: Ja.
02:27:03: Dass jetzt Portwein gut reifen kann, dass auch die Rotweine sehr gut reifen können.
02:27:07: Aber was war das Älteste, was du aus Portugal als Weißwein je probiert hast?
02:27:13: Das ist eine wirklich gute Frage.
02:27:16: Es war, es war wahrscheinlich, ich tue mich da wirklich mit schwer welchen?
02:27:23: die meisten Sachen, wir haben teilweise Sachen, gerne ausgeschenkt, weil so was gerade zu Ziegenkäsen total spannend war.
02:27:34: Aber ich bin wahrscheinlich selbst beim Soerhero Alvarinio nicht über fünf Jahre hinweggekommen.
02:27:44: Also es ist ja ein Haus in Kombination mit Alvarinio, was ich sehr, sehr schätze.
02:27:50: Also gerade auch so in diese Richtung des Granites oder selbst sehr einfache Alu, finde ich ganz, ganz großartig.
02:27:55: Aber die waren meistens leider immer recht jung.
02:28:01: Du hast ein passendes Beispiel, du hast was richtig Knochen Altes probiert?
02:28:04: Ja, ich habe noch mal drüber nachgedacht.
02:28:06: Ich muss sagen, das ist auch etwas, was ich nicht vergesse, weil das Geburtstherr von meiner Mama ist.
02:28:11: Das ist... Also von einem Weingut, Busacopelles.
02:28:23: Also einem Schloss, was ja auch, auch wenn man ein Monument im portugiesischen Weidenbau ist, was so mit der Geschichte früher eigentlich Wein fürs portugiesische Königshaus produziert hat und wo, was auch schon wieder für die Klassifikation total spannend ist, Rebsorten aus zwei Regionen zulässt, nämlich aus dem Beirada und dem Dao.
02:28:48: Und das war auch so ein Beweis wirklich was, also man kennt das ja aus Spanien auch von Trondonia, dass da die Weißen sehr, sehr gut reifen, aber das war für mich wirklich ein Beweis, auch wie zeitlos portugiesische Weißweine reifen können.
02:29:05: Das war sehr faszinierend.
02:29:06: Darf ich einmal probieren, also einmal im Restaurant?
02:29:12: Da weiß ich das Jahr leider nicht mehr und einmal bei einer Wineplace-Präsentation damals noch in der Cordoba in Berlin.
02:29:19: Und da habe ich die das erste Mal blind probiert, als Hidden Treasure.
02:29:23: witzigerweise, obwohl es auch einer der großartigsten Weisweine der Welt ist, muss man ganz klar sagen.
02:29:30: Und ich war so... Da haben wir wieder das Emotionale.
02:29:33: Ich war so berührt von dem Wein.
02:29:35: Also der hat eine so eigene Identität.
02:29:38: die man irgendwie nicht beschreiben kann.
02:29:39: Ich hatte das Gefühl, als bei großen Weißweinen hat man, wenn man den Wein nicht mehr greifen kann, wenn er dieses Plakative, dieses Fette hat, sondern dieses, so fast, als würdest du Austern trinken.
02:29:50: Und das Gefühl hatte ich bei dem Wein.
02:29:51: Aber es war damals auch ein relativ junger.
02:29:53: Ich wüsste nicht, wie alt er war.
02:29:56: Aber dem treu ich auch in der Tat zu, dass der ja durchaus reifen kann.
02:30:01: Den Rosé davon habe ich nie getrunken.
02:30:03: Hast du den mal probiert?
02:30:04: Mhm.
02:30:05: Auch ... Es hat nichts mit einem fruchtigen, dropsigen Rosé zu tun, der an heißen Tagen gerne konsumiert wird, sondern eher wirklich ein sehr tiefgründiger, sehr in sich ruhender Rosé, der gar nicht unbedingt laut ist, der aber mit diesem Mundgefühl, so wie du es beschreibst, Also, wie du es gerade auch bei dem Weißwein beschrieben hast, das gerade auch beim Rosé der Fall war, weil das einfach, es hat so eine gewisse feinölige Struktur,
02:30:43: ohne... ohne
02:30:46: erschöpfen zu wirken, aber trotzdem so ganz viel Wein transportiert, ne?
02:30:52: Und das hat so ein bisschen so dieses... Ja, es hatte ein bisschen einen kleinen Anflug von Barockennuten.
02:31:00: aber dann mit ein bisschen Luft.
02:31:02: wirklich auch ein unfassbarer Speisenbegleiter, weil das so komplex und ernst ist, ohne Kitsch.
02:31:13: Ja, sehr empfehlenswert.
02:31:14: Großartig.
02:31:15: Und Rosé ist natürlich ein riesiges Thema.
02:31:17: Es ist immerhin ein fast ein Drittel der Produktionen, die es dort gibt.
02:31:20: Und es haben wir jetzt gar nicht besprochen, also in diesem gesamten, nicht nur das war Schaumwein vernachlässigt haben, auch Rosé.
02:31:26: und ich finde neben den ganzen Drops und Himbeer Rosés gibt es da teilweise ganz, ganz spannende Geschichten, gerade auch im Portugal, selbst in den renommierten Gebieten, die total spannend sind.
02:31:40: Vielleicht eine schöne Abschlussfrage.
02:31:41: Welcher Teil des Weinlandes wäre für dich Pipe Fiction?
02:31:44: Also wild, vielschichtig unberechenbar?
02:31:46: Und welche wäre eher Casablanca?
02:31:48: Also klassisch, ikonisch, elegant?
02:31:53: Ja, also Pulp Fiction so, die wilden, umgeschliffenen, oft auktuktonen, Küwes.
02:31:59: Kleiner Doroproduzenten oder so unbekannte Trauben aus abgelegenen Subregionen.
02:32:05: Also, die wär jetzt alle schon mit Offizient.
02:32:06: Das wär für mich diese definitiv Pulp Fiction und Casablanca definitiv die klassischen Porthäuser und einige alte, elegante Alentejo- und Daugewechsel.
02:32:19: Wird so richtig traditionell.
02:32:21: Profil, so Quotes de Sima und ja, das wär mein Casablanca.
02:32:33: Wir hätten, und da bin ich sicher, bestimmt noch drei, vier Stunden dranhängen können.
02:32:37: Und gerade diese kleinen Gebiete machen ja eigentlich diese Individualität aus.
02:32:42: Aber ich glaube, die Entscheidung war richtig, sich den größeren, den Hauptthemen zu widmen und das kleine vielleicht irgendwann nochmal individuell aufzuarbeiten.
02:32:50: Wir haben bald auch das Thema Portwein zusammen mit der Berbelring.
02:32:54: Und eigentlich ist Portugal ein Thema, wo man folgen, mehrere folgen, selbst in diesen zwei, drei Stunden Format mitfüllen kann.
02:33:02: Was aber essentiell war und ich glaube, das kam ganz gut in der Folge herüber, wie emotional dieses Feinland ist und wie stark man berührt ist, wenn man sich einmal hat einfangen lassen.
02:33:13: Daher meine große Bitter an dich, trau dich.
02:33:15: Versucht dieses Land zu greifen, diese großartigen Rebsorten, diese einzigartigen Gebiete, es lohnt sich.
02:33:21: Die Entdeckungen sind großartig.
02:33:22: Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist Wahnsinn, was man dort bekommt und was man alles entdecken kann.
02:33:28: Und weil wir gerade bei Bitte sind, noch eine weitere Bitte uns zu bewerten, wenn du es noch nicht getan hast.
02:33:33: Uns zu folgen, uns auf Instagram zu teilen oder zu kommentieren, zu liken, einfach bei uns zu sein.
02:33:39: Vielen lieben Dank dafür.
02:33:41: Vielleicht auch ein kurzer Kommentar oder eine kurze Reaktion.
02:33:44: wie dir diese Kategorie Deep Tive gefällt.
02:33:47: Ob es dir viel bringt, ob Spaß macht, dazu zuzuhören, ob wir noch tiefer gehen sollen, ob die Formate vielleicht sogar noch länger werden sollen, welche Themen dich interessieren.
02:33:55: Hast du irgendein Thema, was du gerne verstehen möchtest und wo ich mit einem der absoluten Weinexperten unserer Republik darüber reden kann, davon sollte?
02:34:03: Schreib's mir einfach.
02:34:04: Ich würde mich freuen, von dir zu lesen.
02:34:06: Vielen Dank.
02:34:07: Oder ein großes Dankeschön an unseren Partner, an die Schlumbergergruppe.
02:34:11: Zu denen gehören die Handelshäuser Segnetz, Konziobini, Schlumberger und natürlich auch das Privatkunden-Portal Bremerwein-Kolleksi unterstützen uns.
02:34:19: Sie begleiten uns.
02:34:20: Sie machen dieses Format möglich.
02:34:22: Und so kann ich mich nach Nancy auf die nächste Woche freuen.
02:34:25: Denn auch da heißt es wieder, nach dem Podcast ist vor dem Podcast.
02:34:29: Nach dem Freitag ist vor dem Freitag.
02:34:31: Und nach Nancy Grossmann dem deep dive Portugal.
02:34:35: Also wir nach Hamburg.
02:34:36: Wow, das war ein Gespräch.
02:34:37: Da kannst du dich wirklich mega drauf freuen.
02:34:40: Es war lebendig, es war laut, es war... Ich glaube auch voller Schimpfworter, aber es war halt anders.
02:34:45: So wie er halt ist.
02:34:46: Ich freue mich aus dem kiosken Hamburg auf Jonas Hauke.
02:35:04: Ich bin Christina Fischer, sommelier und ich habe in Köln, gut zwanzig Jahre ein eigenes Restaurant mit offener Küche geführt und einer ziemlich großen Weinkarte mit vielen offenen Weinen.
02:35:17: Also hatte eigentlich immer mit Wein zu tun.
02:35:20: Und das Wein dann.
02:35:21: Portugal kenne ich auch schon ein bisschen länger.
02:35:24: Und Nancy Gorsmann habe ich kennengelernt auf einer Weinreise durch Portugals Anbaugebiete.
02:35:30: Die Reise hatte Evangelos Patas, ein richtiges Urgestein der internationalen Sommelier, Szene organisiert und er hat es organisiert für die besten Sommeliers aus ganz Europa.
02:35:40: Ein bis drei Michelin-Sterne, alles dabei.
02:35:44: Ja, und ich, Sommelier ohne Stern, ohne Restaurant.
02:35:47: Aber mit Portugalerfahrung.
02:35:50: Und wenn man eine Woche mit einer Gruppe von echten Weinfreaks in eine Weinregion eintaucht, lernt man sich ganz gut kennen.
02:35:57: Nancy war damals noch im Rutz tätig.
02:35:59: Sie hat sechs Jahre dort gearbeitet.
02:36:02: Und irgendwann sind wir morgens im Vigno Verde auf der Adega de Moncau gewesen.
02:36:08: Also eine kleine Winzergenossenschaft und haben gemeinsam verkostet und hatten dabei nicht nur jede Menge Spaß, sondern auch Wirklich dynamische Diskussionen.
02:36:17: Mit Nancy zur Verkostnis.
02:36:19: eine echte Freude, weil sie sich auf die Weine und auch auf die Winzer einfach total einlässt.
02:36:25: Ja, sie ist meinungsstark, kein bisschen stur oder festgefahren, genau das Gegenteil.
02:36:30: Nancy möchte die Materie begreifen.
02:36:31: Sie hat Lust zu lernen und geht die Sache mit einer geradezu ansteckenden Leichtigkeit an.
02:36:37: Gute Selbseinschätzung, sie weiß, welches Wissen ihr fehlt und sie trainiert entsprechend diese Punkte und geht in die Länder und guckt sich die Gebiete an, die ihr eben noch nicht so ganz geläufig sind.
02:36:49: Nenzi ist charakterstark, sie schaut ihrem Gegenüber in die Augen, sie will es wissen, sie lässt nicht locker und stellt Fragen über Fragen.
02:36:57: Nach einigen Tagen Weinreise werden die Sommerles dann eigentlich immer ruhiger.
02:37:03: Vor allen Dingen ich.
02:37:04: Und wenn man nach einem anstrengenden Verkostungstag am späten Nachmittag nochmal in einen Raum kommt, in dem sich zwanzig erwartungsvolle portugiesische, eher unbekannte, windsam ihren Weinen befinden, braucht man echt wie nur viele Charakterköpfe, die ihr Penso mit der frischen Unbeschwertheit und großer Neugier angehen.
02:37:23: Nenzi kann das.
02:37:24: Also gehört habe ich den Deep Dive Portugal noch nicht, aber ich bin sicher, Das nennt sie das Gebiet extrem positiv und mit all seinem Facettenreichtum darstellt, so dass man einfach Lust auf portugiesische Weine bekommt.